Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 18081
Eingetragen
11.10.2004
Branche
Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und NahrungsfettenGroßhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Gegenstand
Die Produktion von und der Handel mit Lebensmitteln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Wasem
seit 10.12.2024
Geschäftsführer
Robin Barraclough
seit 16.3.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Silke Benninghoff
seit 25.6.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Emmi AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Emmi AG
Switzerland
75.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Emmi Deutschland GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Emmi ist die führende Herstellerin von hochwertigen Milchprodukten in der Schweiz. Ihre Wurzeln reichen bis 1907 zurück, als sie durch milchbäuerliche Genossenschaften in der Region Luzern gegründet wurde. Mit einer klar ausgerichteten Strategie, innovativen Produkten und über die Schweiz hinaus etablierten Markenkonzepten wie Emmi Caffè Latte oder Kaltbach Käse hat sich Emmi zu einer international tätigen, börsennotierten Unternehmensgruppe (EMMN) mit einer starken lokalen Präsenz in elf Ländern entwickelt.

Das Geschäftsmodell von Emmi basiert traditionell auf einem sorgsamen Umgang mit Natur, Tier und Mensch. So schafft Emmi die besten Milchmomente heute und für kommende Generationen und leistet auch in ländlichen Regionen einen Beitrag zur Wertschöpfung. Seine Qualitätsprodukte vertreibt das Unternehmen in rund 60 Ländern und stellt diese an 57 eigenen Produktionsstandorten in elf Ländern her. Mit mehr als 9.000 Mitarbeitenden, von denen rund 70 % ausserhalb der Schweiz tätig sind, erwirtschaftete die Emmi Gruppe 2023 einen Umsatz von CHF 4.2 Milliarden (Emmi AG Ad Hoc Mitteilung vom 29. Februar 2024).

Emmi Deutschland GmbH ist eine 100 %ige Tochter der Emmi Gruppe mit Sitz in Essen. Das Unternehmen betreut den deutschen Lebensmittelhandel, Discount und Großhandel. Sein Sortiment umfasst Schweizer Spezialitätenkäse- und Frischeprodukte wie z.B. Milchmischgetränke. Die für den deutschen Markt bedeutendsten Marken von Emmi sind Emmi Caffè Latte (gekühlte Milchkaffees), Kaltbach (höhlengereifte Käse), Der scharfe Maxx (Käserei Studer), Bettine Ziegenkäse aus Holland sowie die griechischen Joghurt- und Käsespezialitäten der Firma Mevgal.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Verlauf dieses Jahres hat die Inflationsrate nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Die Erholung beim privaten Konsum bleibt bislang aus, weil ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde. Vom globalen Warenhandel und der globalen Industrieproduktion kamen auch keine Impulse. Notenbanken dämpften vielerorts die Konjunktur zur Bekämpfung der Inflation, die Exporte setzen ihre Talfahrt fort. Kräftige expansive Impulse kamen lediglich von den staatlichen Investitionen. Hier macht sich vor allem die Beschaffung von Rüstungsgütern aus dem Sondervermögen Bundeswehr bemerkbar. Insgesamt kühlte sich damit die Konjunktur seit Jahresbeginn spürbar ab und die Erholung, die ursprünglich für die zweite Jahreshälfte erwartet wurde, blieb aus.

Grundsätzlich sind im Prognosezeitraum die Weichen auf Erholung gestellt. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug. Zudem dürfte wegen der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November, und im Frühsommer des kommenden Jahres dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen. Das dürfte auch die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und im kommenden Jahr zu den Konjunkturtreibern werden. Insgesamt jedoch dürfte auch das Jahresende noch schwach ausfallen. Bei privaten Haushalten und Unternehmen ist die Stimmung schlecht. Allerdings setzten sich die Rückgänge der vergangenen Monate nicht fort, und in vielen Bereichen konnten leichte Verbesserungen verbucht werden.

Dennoch bleibt die konjunkturelle Lage, in insbesondere in Deutschland angespannt. Das ifo Institut hat in der Pressemitteilung vom 30. Januar 2024 ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung in Deutschland in ersten Vierteljahr 2024 prognostiziert und geht von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukt um weitere 0,2% aus. Damit würde die deutsche Wirtschaft in der Rezession stecken. In nahezu allen Wirtschaftsbereichen klagen die Unternehmen über eine rückläufige Nachfrage. In der Industrie und der Bauwirtschaft sind mittlerweile die dicken Auftragspolster abgeschmolzen, die die Unternehmen noch zu Coronazeiten aufgebaut hatten. Die Auftragseingänge sind seit vielen Monaten rückläufig, und vor allem im Wohnungsbau schwappte eine Stornierungswelle durch das Land. Die restriktive Geldpolitik, die in Europa und Nordamerika mit kräftigen Leitzinsanhebungen Preisstabilität erreichen möchte, dürfte derzeit ihre volle Wirkung entfalten. Auch für das Gesamtjahr 2024 hat das ifo Institut (Pressemitteilung vom 24. Januar 2024) die Wachstumsprognose von 0,9% auf 0,7% reduziert.

2.2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 stand weiterhin im Zeichen von Preisverhandlungen geprägt durch die generelle Erhöhung aufgrund des Wechselkurses zum Schweizer Franken sowie erhöhten Personal- und Inputkosten.

Im Fokus stand 2023 unsere Key Brand Emmi Caffè Latte mit der Beteiligung als Sponsor bei Germany ́s Next Top Model. "OK, GO", ist die Kernaussage der Emmi Caffè Latte-Kampagne mit Germany ́s Next Topmodel. Das Motto wird mit spannenden Aufgaben rund um die Ltd Edition Emmi Caffè Latte Popcorn in den Mittelpunkt gesetzt.

Mit einer Markenbekanntheit von über 64 Prozent (lt. GfK Emmi Brand Tracking Q 3/2023; S16) in Deutschland und einem Marktanteil von zwölf Prozent (lt. Nielsen KW 52/2023) gehören wir zu den beliebtesten Coffee to Go Marken.

Der Eiskaffeemarkt (Lebensmittel-Einzelhandel, Drogeriemärkte und Tankstellen) entwickelte sich mit +9,8 % im Umsatz positiv zu Vorjahr, verliert jedoch mit -6,1 % im Absatz zu Vorjahr. Die Handel Eigenmarken performen mit einem Marktwachstum von +9,1 % im Umsatz positiv und mit -8,3 % im Absatz negativ zu Vorjahr. Emmi Caffè Latte wächst mit +3,3 % im Umsatz, verliert aber -1,4 % im Absatz zu Vorjahr (Quickinformer Nielsen KW 52/2023).

Emmi ist unter den Herstellern Gelbe Linie Käsetheke die Nr. 4 nach Friesland Campina, Cono Kassmakers und Lactalis. (Nielsen Gelbe Linie Theke 1. HJ/2023, S.9). Im ersten Halbjahr 2023 konnte sich Emmi im Umsatz wieder auf dem Niveau von 2021 lt. Nielsen etablieren. Das 2. Halbjahr 2023 war allerdings geprägt von einem notwendigen Lieferstopp bei einem Einzelhändler aufgrund von Preisverhandlungen sowie einem temporären Komplettausfall des Studer Sortiments aufgrund von Qualitätsproblemen.

2.3. Lage des Unternehmens

2.3.1. Ertragslage

In 2023 wurde ein Nettoumsatz von TEUR 74.989 gegenüber TEUR 82.631 im Vorjahr erwirtschaftet. Der Umsatzrückgang war maßgeblich von einem Lieferstopp bei einem Einzelhändler aufgrund von Preisverhandlungen sowie einem temporären Komplettausfall des Studer Sortiments aufgrund von Qualitätsproblemen zurückzuführen. Der Rückgang fiel daher größer aus als die Erwartung eines nur leichten Rückgangs des Nettoumsatzes im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022.

Der Wareneinkauf erfolgte zu 81 % über die Muttergesellschaft. Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) sank um TEUR 2.548 auf TEUR 20.428, im Wesentlichen als Konsequenz des reduzierten Umsatzes. Der Materialaufwand stellte unverändert die wesentliche Aufwandsposition dar und lag mit 73 % des Umsatzes leicht über dem Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 470 in 2022 auf TEUR 1.237 in 2023 gestiegen. Sie umfassten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 428).

Der Personalaufwand stieg leicht um 1 % auf TEUR 3.155 (Vorjahr TEUR 3.125), im Wesentlichen bedingt durch Gehaltsanpassungen. Der Personalstand betrug per 31. Dezember 2023 unverändert 30 FTE (Vorjahr: 30 FTE).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren mit TEUR 14.325 - im Wesentlichen bedingt durch reduzierte Vertriebs- sowie Logistikkosten im Zusammenhang mit den rückläufigen Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr (TEUR 16.048) deutlich reduziert.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.527 (Vorjahr: TEUR 2.705).

2.3.2. Finanzlage

Emmi war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die Emmi Gruppe hat einen konzerneigenen Cash-Pool implementiert, an dem auch die deutsche Gesellschaft teilnimmt.

2.3.3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen wurde im Wesentlichen durch die planmäßige Abschreibung (TEUR 200) sowie die Wertberichtigung der Marke Onken (TEUR 399) auf einen Restbuchwert von TEUR 73 reduziert. Aufgrund der Einstellung der Marke Onken in Deutschland wurde der zum 31. Dezember 2022 noch bestehenden Restbuchwert in Höhe von TEUR 599 dadurch im Geschäftsjahr 2023 vollständig abgeschrieben.

Der Vorratsbestand zum Stichtag stieg um TEUR 51 auf TEUR 1.727. Die offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 3.367 auf TEUR 12.656 am Stichtag gesunken. Die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 849 auf TEUR 7.035 resultierte im Wesentlichen aus der Reduzierung des Cash-Pools (um TEUR 819 auf TEUR 6.461).

Insgesamt ergab sich aus den Effekten der Aktivseite eine Reduzierung der Bilanzsumme zum Stichtag von TEUR 4.474 auf TEUR 21.959.

Auf der Passivseite war die wesentliche Änderung zum Vorjahr eine Reduzierung bei den Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen (um TEUR 3.144 auf TEUR 5.990) im Zusammenhang mit geringeren Wareneinkäufen von verbundenen Unternehmen aufgrund des geringeren Geschäftsvolumens in 2023.

Bedingt durch die Reduzierung der Bilanzsumme und der Thesaurierung des Jahresüberschusses 2022 ergab sich eine verbesserte Eigenkapitalquote mit 34,9 % zum Stichtag (Vorjahr: 30,8 %) trotz einer Ausschüttung in Höhe von EUR 3,0 Mio aus dem Gewinnvortrag an die Gesellschafterin.

2.3.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklung des Geschäftsjahres bezüglich der Umsatzrentabilität (definiert als EBIT/Umsatzerlöse) sowie des EBIT liegt unterhalb der Erwartungen der Geschäftsführung. Die Umsatzrentabilität beträgt 4,7 % (Vorjahr 4,9 %), der EBIT beträgt TEUR 3.558 (Vorjahr TEUR 4.055) und der Umsatz TEUR 74.989 (Vorjahr TEUR 82.631). Die ursprüngliche Erwartung eines EBIT und einer Umsatzrentabilität auf Niveau des Vorjahres konnte daher nicht erreicht werden.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts kann die Lage des Unternehmens weiterhin als gut beschrieben werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Emmi ist im In- und Ausland einem starken Wettbewerb ausgesetzt. Das Unternehmen hat jedoch in den vergangenen Jahren gezeigt, dass es über die Stärken verfügt, um in diesem kompetitiven Umfeld erfolgreich zu bestehen. Wichtige Voraussetzungen sind wirkungsvolle Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und nachhaltiges Kostenmanagement. Als Vertriebstochter der schweizerischen Emmi Gruppe ist Emmi Deutschland GmbH hierbei natürlich von den strategischen Entscheidungen der Gruppe abhängig (wesentliches Risiko).

Wie bereits dargestellt bleibt die konjunkturelle Lage, insbesondere in Deutschland, auch im Jahre 2024 angespannt. Dennoch erwartet die Geschäftsführung, dass mit einer geringeren Inflation und mit den steigenden Lohneinkommen auch die Kaufkraft in 2024 wieder zurück kommt. Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sollte daher wieder zulegen. Beunruhigend bleibt weiterhin der Konflikt in der Ukraine, Israel und dem Gazastreifen, die Huthi Angriffe im Roten Meer und vieles andere was die globale Wirtschaft und damit auch unsere Deutsche Wirtschaft beeinflusst.

Auch 2024 fokussiert Emmi auf ihre Key Brands Emmi Caffè Latte, Kaltbach, Der scharfe Maxx und Bettine Ziegenkäse.

Das Jahr 2024 steht im Zeichen des 20 Jahre Emmi Caffè Latte Jubiläums mit dem Motto "Ready to party? Ok, go!" Im Fokus steht das Kernsortiment von Emmi Caffè Latte sowie der Launch der Emmi Caffè Latte im Flaschenformat. Auch in 2024 geht Emmi Caffè Latte als Partner von Germany ́s Next Topmodel wieder on air und setzt das Motto mit spannenden Aufgaben für die Topmodels in den Mittelpunkt.

Nach einem verhaltenen Käsejahr in 2023 wird der Fokus in 2024 auf dem Distributionsausbau der Kaltbach - Spezialitäten sowie dem Neustart vom Scharfen Maxx Segment gelegt. Die für den professionellen Verkauf von Spezialitätenkäse zentralen Schulungen des Käsethekenpersonals werden 2024 verstärkt umgesetzt. Mailings, interessante Zugabeartikel und massgeschneiderte Promotionen auf der Fläche erhöhen die Kundenbindung und Markenbekanntheit.

Emmi Deutschland GmbH erwartet in 2024 ein Wachstum im Bereich Ready to Drink (RtD) sowie Käsesespezialitäten und rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Ziel wird auch durch höhere Marketingaufwendungen sowie Listungskosten beim Lebensmitteleinzelhandel verfolgt. Entsprechend erwarten wir, dass sich das EBIT sowie die Umsatzrentabilität (definiert als EBIT/Umsatzerlöse) 2024 deutlich unter Vorjahresniveau bewegen.

 

Essen, 18. März 2024

Sacha Gerber

Elisabeth Wagner-Wehrborn

Robin Barraclough

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.282,29 647.309,91
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.619,93 50.662,72
72.902,22 697.972,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 1.727.317,65 1.676.774,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.656.260,19 16.023.019,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.035.250,96 7.884.490,82
3. Sonstige Vermögensgegenstände 466.937,64 20.158.448,79 149.590,67 24.057.101,07
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 484,62 875,80
21.886.251,06 25.734.750,99
21.959.153,28 26.432.723,62

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
II. Kapitalrücklage 198.247,42 198.247,42
III. Gewinnvortag 4.869.083,46 5.163.826,82
IV. Jahresüberschuss 2.526.669,29 2.705.256,64
7.669.000,17 8.142.330,88
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 627.810,46
2. Sonstige Rückstellungen 6.566.389,80 6.687.609,28
6.566.389,80 7.315.419,74
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.670.138,03 1.770.818,93
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.990.328,63 9.135.193,09
3. Sonstige Verbindlichkeiten 36.596,65 56.160,98
- davon aus Steuern EUR 36.596,65 (i. Vj. EUR 56.160,98) -
7.697.063,31 10.962.173,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 26.700,00 12.800,00
21.959.153,28 26.432.723,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 74.988.516,49 82.630.849,22
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.236.927,24 469.587,66
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -54.087.685,46 -59.244.604,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -472.754,27 -410.537,15
4. Personalaufwand
a) Gehälter -2.727.499,58 -2.708.293,57
b) Soziale Abgaben -427.393,10 -416.481,73
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -627.680,10 -217.961,38
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.324.817,33 -16.047.736,92
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 216.918,75 13.654,20
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -144,65
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.245.240,35 -1.359.832,40
10. Ergebnis nach Steuern 2.529.292,29 2.708.498,64
11. Sonstige Steuern -2.623,00 -3.242,00
12. Jahresüberschuss 2.526.669,29 2.705.256,64

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Auf den erstellten Jahresabschluss 2023 sind die Bilanzierungsgrundsätze des Vorjahres unverändert angewendet worden.

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Essen; HRB 18081 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt. Die Gegenstände des abnutzbaren Anlagevermögens werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Dabei wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 15 Jahren. Die Abschreibung auf Neuzugänge erfolgt pro rata temporis.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Bei dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert zum Stichtag erforderlich ist.

Die Vorräte umfassen ausschließlich Waren und sind zu Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt.

Die liquiden Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposen und ihren steuerlichen Wertansätzen berechnet, sofern sich die Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Temporäre Differenzen bestehen im Wesentlichen in den Bereichen Sachanlagen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für die Berechnung wird ein unternehmensindividueller Steuersatz von ca. 33 % verwendet. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde ein Aktivüberhang nicht angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Vorräte

Alle erkennbaren Risiken aus dem Vorratsvermögen, die sich aus verminderter Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigung berücksichtigt (TEUR 50, Vorjahr TEUR 115).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie im Vorjahr, sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen mit TEUR 574 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr TEUR 605); diese bestehen mit TEUR 354 (Vorjahr TEUR 414) gegen die Emmi International AG. Des Weiteren bestehen Forderungen aus dem Cash-Pool gegen die Emmi Finanz AG, Luzern/Schweiz, in Höhe von TEUR 6.461 (Vorjahr TEUR 7.280).

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 467 (Vorjahr TEUR 150) sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Sie beinhalten im Berichtsjahr im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen für das laufende Geschäftsjahr (TEUR 302, Vorjahr TEUR 63).

Eigenkapital (in EUR)

Überleitung des Gewinnvortrags:

Stand Gewinnvortrag 31.12.2022 5.163.826,82
+ Jahresüberschuss 2022 2.705.256,64
./. Dividendenausschüttung 2023 3.000.000,00
Stand Gewinnvortrag 31.12.2023 4.869.083,46

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden gebildet für

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Kundenkonditionen und Reklamationen 5.393 5.571
Mitarbeiterbezogene Aufwendungen 325 305
Ausstehende Rechnungen 789 752
Übrige 59 61
6.566 6.688

Die Rückstellungen sind kurzfristig und wurden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 5.557 gegenüber der Emmi International AG (Vorjahr TEUR 7.168) und resultieren, wie auch die anderen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, aus Lieferungen und Leistungen.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, ausnahmslos Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich durch den Verkauf von Milch- und Käseprodukten erzielt. Die Umsatzerlöse gliedern sich geografisch wie folgt auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatz Deutschland 73.438 80.531
Umsatz EU 1.551 2.100
Summe Umsatz 74.989 82.631

(2) Periodenfremde Erträge

Im Geschäftsjahr 2023 bestehen die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.237 (Vorjahr: TEUR 470) insbesondere aus periodenfremden Erträgen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 428, Vorjahr TEUR 452) resultieren.

(3) Abschreibungen

Die Abschreibungen enthalten neben der planmäßigen Abschreibung (TEUR 200) eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 399 der Marke Onken. Diese wurde damit aufgrund der Einstellung der Marke Onken in Deutschland im Geschäftsjahr 2023 vollständig abgeschrieben.

V. Sonstige Angaben

(1) Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 30 FTE (Angestellte) beschäftigt (Vorjahr 30), am Bilanzstichtag waren 30 FTE (Angestellte) beschäftigt.

(2) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen ergeben sich insgesamt sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 371. Davon werden in 2024 TEUR 188 fällig.

(3) Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Mietbürgschaft in Höhe von TEUR 23.

(4) Konzernzugehörigkeit

Die Emmi Deutschland GmbH, Essen, eingetragen unter HRB 18081 beim Amtsgericht Essen, wird in den Konzernabschluss der Emmi AG, Luzern, Schweiz, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Emmi Deutschland GmbH erhältlich.

(5) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 43 ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen.

(6) Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.526.669,29 auf neue Rechnung vorzutragen.

(7) Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses waren Geschäftsführer

Frau Elisabeth Wagner-Wehrborn, Düsseldorf; Geschäftsführer

Herr Robin Barraclough, Merlischachen/Schweiz; Geschäftsführer (ohne Bezüge)

Frau Ricarda Demarmels, Rovio/Schweiz; Geschäftsführer (ohne Bezüge) bis 14.12.2023

Herr Sacha Gerber, Sursee/Schweiz; Geschäftsführer (ohne Bezüge) seit 14.12.2023

Auf die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Geschäftsführers feststellen lassen.

(8) Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung für den Geschäftsverlauf von Emmi Deutschland GmbH, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich bisher nicht ereignet.

 

Essen, 18. März 2024

Sacha Gerber

Elisabeth Wagner-Wehrborn

Robin Barraclough

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

Anschaffungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.106.462,13 0,00 0,00 3.106.462,13
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 551.592,08 2.609,69 216.533,50 337.668,27
3.658.054,21 2.609,69 216.533,50 3.444.130,40
Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.459.152,22 615.027,62 0,00 3.074.179,84
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 500.929,36 12.652,48 216.533,50 297.048,34
2.960.081,58 627.680,10 216.533,50 3.371.228,18
Nettobuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.282,29 647.309,91
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.619,93 50.662,72
72.902,22 697.972,63

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Emmi Deutschland GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Emmi Deutschland GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Emmi Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 18. März 2024

KPMG AG
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