Emmi Deutschland GmbH
Im Teelbruch 130, 45219 Essen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Wasem seit 10.12.2024 | Geschäftsführer |
Robin Barraclough seit 16.3.2017 | Geschäftsführer |
Elisabeth Dr. Wagner-Wehrborn seit 1.3.2011 | Geschäftsführer |
Silke Benninghoff seit 25.6.2009 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Emmi AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Emmi Deutschland GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens Emmi ist die führende Herstellerin von hochwertigen Milchprodukten in der Schweiz. Ihre Wurzeln reichen bis 1907 zurück, als sie durch milchbäuerliche Genossenschaften in der Region Luzern gegründet wurde. Mit einer klar ausgerichteten Strategie, innovativen Produkten und über die Schweiz hinaus etablierten Markenkonzepten wie Emmi Caffè Latte oder Kaltbach Käse hat sich Emmi zu einer international tätigen, börsennotierten Unternehmensgruppe (EMMN) mit einer starken lokalen Präsenz in elf Ländern entwickelt. Das Geschäftsmodell von Emmi basiert traditionell auf einem sorgsamen Umgang mit Natur, Tier und Mensch. So schafft Emmi die besten Milchmomente heute und für kommende Generationen und leistet auch in ländlichen Regionen einen Beitrag zur Wertschöpfung. Seine Qualitätsprodukte vertreibt das Unternehmen in rund 60 Ländern und stellt diese an 57 eigenen Produktionsstandorten in elf Ländern her. Mit mehr als 9.000 Mitarbeitenden, von denen rund 70 % ausserhalb der Schweiz tätig sind, erwirtschaftete die Emmi Gruppe 2023 einen Umsatz von CHF 4.2 Milliarden (Emmi AG Ad Hoc Mitteilung vom 29. Februar 2024). Emmi Deutschland GmbH ist eine 100 %ige Tochter der Emmi Gruppe mit Sitz in Essen. Das Unternehmen betreut den deutschen Lebensmittelhandel, Discount und Großhandel. Sein Sortiment umfasst Schweizer Spezialitätenkäse- und Frischeprodukte wie z.B. Milchmischgetränke. Die für den deutschen Markt bedeutendsten Marken von Emmi sind Emmi Caffè Latte (gekühlte Milchkaffees), Kaltbach (höhlengereifte Käse), Der scharfe Maxx (Käserei Studer), Bettine Ziegenkäse aus Holland sowie die griechischen Joghurt- und Käsespezialitäten der Firma Mevgal. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Verlauf dieses Jahres hat die Inflationsrate nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Die Erholung beim privaten Konsum bleibt bislang aus, weil ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde. Vom globalen Warenhandel und der globalen Industrieproduktion kamen auch keine Impulse. Notenbanken dämpften vielerorts die Konjunktur zur Bekämpfung der Inflation, die Exporte setzen ihre Talfahrt fort. Kräftige expansive Impulse kamen lediglich von den staatlichen Investitionen. Hier macht sich vor allem die Beschaffung von Rüstungsgütern aus dem Sondervermögen Bundeswehr bemerkbar. Insgesamt kühlte sich damit die Konjunktur seit Jahresbeginn spürbar ab und die Erholung, die ursprünglich für die zweite Jahreshälfte erwartet wurde, blieb aus. Grundsätzlich sind im Prognosezeitraum die Weichen auf Erholung gestellt. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug. Zudem dürfte wegen der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November, und im Frühsommer des kommenden Jahres dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen. Das dürfte auch die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und im kommenden Jahr zu den Konjunkturtreibern werden. Insgesamt jedoch dürfte auch das Jahresende noch schwach ausfallen. Bei privaten Haushalten und Unternehmen ist die Stimmung schlecht. Allerdings setzten sich die Rückgänge der vergangenen Monate nicht fort, und in vielen Bereichen konnten leichte Verbesserungen verbucht werden. Dennoch bleibt die konjunkturelle Lage, in insbesondere in Deutschland angespannt. Das ifo Institut hat in der Pressemitteilung vom 30. Januar 2024 ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung in Deutschland in ersten Vierteljahr 2024 prognostiziert und geht von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukt um weitere 0,2% aus. Damit würde die deutsche Wirtschaft in der Rezession stecken. In nahezu allen Wirtschaftsbereichen klagen die Unternehmen über eine rückläufige Nachfrage. In der Industrie und der Bauwirtschaft sind mittlerweile die dicken Auftragspolster abgeschmolzen, die die Unternehmen noch zu Coronazeiten aufgebaut hatten. Die Auftragseingänge sind seit vielen Monaten rückläufig, und vor allem im Wohnungsbau schwappte eine Stornierungswelle durch das Land. Die restriktive Geldpolitik, die in Europa und Nordamerika mit kräftigen Leitzinsanhebungen Preisstabilität erreichen möchte, dürfte derzeit ihre volle Wirkung entfalten. Auch für das Gesamtjahr 2024 hat das ifo Institut (Pressemitteilung vom 24. Januar 2024) die Wachstumsprognose von 0,9% auf 0,7% reduziert. 2.2. Geschäftsverlauf Das Jahr 2023 stand weiterhin im Zeichen von Preisverhandlungen geprägt durch die generelle Erhöhung aufgrund des Wechselkurses zum Schweizer Franken sowie erhöhten Personal- und Inputkosten. Im Fokus stand 2023 unsere Key Brand Emmi Caffè Latte mit der Beteiligung als Sponsor bei Germany ́s Next Top Model. "OK, GO", ist die Kernaussage der Emmi Caffè Latte-Kampagne mit Germany ́s Next Topmodel. Das Motto wird mit spannenden Aufgaben rund um die Ltd Edition Emmi Caffè Latte Popcorn in den Mittelpunkt gesetzt. Mit einer Markenbekanntheit von über 64 Prozent (lt. GfK Emmi Brand Tracking Q 3/2023; S16) in Deutschland und einem Marktanteil von zwölf Prozent (lt. Nielsen KW 52/2023) gehören wir zu den beliebtesten Coffee to Go Marken. Der Eiskaffeemarkt (Lebensmittel-Einzelhandel, Drogeriemärkte und Tankstellen) entwickelte sich mit +9,8 % im Umsatz positiv zu Vorjahr, verliert jedoch mit -6,1 % im Absatz zu Vorjahr. Die Handel Eigenmarken performen mit einem Marktwachstum von +9,1 % im Umsatz positiv und mit -8,3 % im Absatz negativ zu Vorjahr. Emmi Caffè Latte wächst mit +3,3 % im Umsatz, verliert aber -1,4 % im Absatz zu Vorjahr (Quickinformer Nielsen KW 52/2023). Emmi ist unter den Herstellern Gelbe Linie Käsetheke die Nr. 4 nach Friesland Campina, Cono Kassmakers und Lactalis. (Nielsen Gelbe Linie Theke 1. HJ/2023, S.9). Im ersten Halbjahr 2023 konnte sich Emmi im Umsatz wieder auf dem Niveau von 2021 lt. Nielsen etablieren. Das 2. Halbjahr 2023 war allerdings geprägt von einem notwendigen Lieferstopp bei einem Einzelhändler aufgrund von Preisverhandlungen sowie einem temporären Komplettausfall des Studer Sortiments aufgrund von Qualitätsproblemen. 2.3. Lage des Unternehmens 2.3.1. Ertragslage In 2023 wurde ein Nettoumsatz von TEUR 74.989 gegenüber TEUR 82.631 im Vorjahr erwirtschaftet. Der Umsatzrückgang war maßgeblich von einem Lieferstopp bei einem Einzelhändler aufgrund von Preisverhandlungen sowie einem temporären Komplettausfall des Studer Sortiments aufgrund von Qualitätsproblemen zurückzuführen. Der Rückgang fiel daher größer aus als die Erwartung eines nur leichten Rückgangs des Nettoumsatzes im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Der Wareneinkauf erfolgte zu 81 % über die Muttergesellschaft. Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) sank um TEUR 2.548 auf TEUR 20.428, im Wesentlichen als Konsequenz des reduzierten Umsatzes. Der Materialaufwand stellte unverändert die wesentliche Aufwandsposition dar und lag mit 73 % des Umsatzes leicht über dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 470 in 2022 auf TEUR 1.237 in 2023 gestiegen. Sie umfassten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 428). Der Personalaufwand stieg leicht um 1 % auf TEUR 3.155 (Vorjahr TEUR 3.125), im Wesentlichen bedingt durch Gehaltsanpassungen. Der Personalstand betrug per 31. Dezember 2023 unverändert 30 FTE (Vorjahr: 30 FTE). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren mit TEUR 14.325 - im Wesentlichen bedingt durch reduzierte Vertriebs- sowie Logistikkosten im Zusammenhang mit den rückläufigen Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr (TEUR 16.048) deutlich reduziert. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.527 (Vorjahr: TEUR 2.705). 2.3.2. Finanzlage Emmi war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Emmi Gruppe hat einen konzerneigenen Cash-Pool implementiert, an dem auch die deutsche Gesellschaft teilnimmt. 2.3.3. Vermögenslage Das Anlagevermögen wurde im Wesentlichen durch die planmäßige Abschreibung (TEUR 200) sowie die Wertberichtigung der Marke Onken (TEUR 399) auf einen Restbuchwert von TEUR 73 reduziert. Aufgrund der Einstellung der Marke Onken in Deutschland wurde der zum 31. Dezember 2022 noch bestehenden Restbuchwert in Höhe von TEUR 599 dadurch im Geschäftsjahr 2023 vollständig abgeschrieben. Der Vorratsbestand zum Stichtag stieg um TEUR 51 auf TEUR 1.727. Die offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 3.367 auf TEUR 12.656 am Stichtag gesunken. Die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 849 auf TEUR 7.035 resultierte im Wesentlichen aus der Reduzierung des Cash-Pools (um TEUR 819 auf TEUR 6.461). Insgesamt ergab sich aus den Effekten der Aktivseite eine Reduzierung der Bilanzsumme zum Stichtag von TEUR 4.474 auf TEUR 21.959. Auf der Passivseite war die wesentliche Änderung zum Vorjahr eine Reduzierung bei den Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen (um TEUR 3.144 auf TEUR 5.990) im Zusammenhang mit geringeren Wareneinkäufen von verbundenen Unternehmen aufgrund des geringeren Geschäftsvolumens in 2023. Bedingt durch die Reduzierung der Bilanzsumme und der Thesaurierung des Jahresüberschusses 2022 ergab sich eine verbesserte Eigenkapitalquote mit 34,9 % zum Stichtag (Vorjahr: 30,8 %) trotz einer Ausschüttung in Höhe von EUR 3,0 Mio aus dem Gewinnvortrag an die Gesellschafterin. 2.3.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Entwicklung des Geschäftsjahres bezüglich der Umsatzrentabilität (definiert als EBIT/Umsatzerlöse) sowie des EBIT liegt unterhalb der Erwartungen der Geschäftsführung. Die Umsatzrentabilität beträgt 4,7 % (Vorjahr 4,9 %), der EBIT beträgt TEUR 3.558 (Vorjahr TEUR 4.055) und der Umsatz TEUR 74.989 (Vorjahr TEUR 82.631). Die ursprüngliche Erwartung eines EBIT und einer Umsatzrentabilität auf Niveau des Vorjahres konnte daher nicht erreicht werden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts kann die Lage des Unternehmens weiterhin als gut beschrieben werden. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Emmi ist im In- und Ausland einem starken Wettbewerb ausgesetzt. Das Unternehmen hat jedoch in den vergangenen Jahren gezeigt, dass es über die Stärken verfügt, um in diesem kompetitiven Umfeld erfolgreich zu bestehen. Wichtige Voraussetzungen sind wirkungsvolle Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und nachhaltiges Kostenmanagement. Als Vertriebstochter der schweizerischen Emmi Gruppe ist Emmi Deutschland GmbH hierbei natürlich von den strategischen Entscheidungen der Gruppe abhängig (wesentliches Risiko). Wie bereits dargestellt bleibt die konjunkturelle Lage, insbesondere in Deutschland, auch im Jahre 2024 angespannt. Dennoch erwartet die Geschäftsführung, dass mit einer geringeren Inflation und mit den steigenden Lohneinkommen auch die Kaufkraft in 2024 wieder zurück kommt. Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sollte daher wieder zulegen. Beunruhigend bleibt weiterhin der Konflikt in der Ukraine, Israel und dem Gazastreifen, die Huthi Angriffe im Roten Meer und vieles andere was die globale Wirtschaft und damit auch unsere Deutsche Wirtschaft beeinflusst. Auch 2024 fokussiert Emmi auf ihre Key Brands Emmi Caffè Latte, Kaltbach, Der scharfe Maxx und Bettine Ziegenkäse. Das Jahr 2024 steht im Zeichen des 20 Jahre Emmi Caffè Latte Jubiläums mit dem Motto "Ready to party? Ok, go!" Im Fokus steht das Kernsortiment von Emmi Caffè Latte sowie der Launch der Emmi Caffè Latte im Flaschenformat. Auch in 2024 geht Emmi Caffè Latte als Partner von Germany ́s Next Topmodel wieder on air und setzt das Motto mit spannenden Aufgaben für die Topmodels in den Mittelpunkt. Nach einem verhaltenen Käsejahr in 2023 wird der Fokus in 2024 auf dem Distributionsausbau der Kaltbach - Spezialitäten sowie dem Neustart vom Scharfen Maxx Segment gelegt. Die für den professionellen Verkauf von Spezialitätenkäse zentralen Schulungen des Käsethekenpersonals werden 2024 verstärkt umgesetzt. Mailings, interessante Zugabeartikel und massgeschneiderte Promotionen auf der Fläche erhöhen die Kundenbindung und Markenbekanntheit. Emmi Deutschland GmbH erwartet in 2024 ein Wachstum im Bereich Ready to Drink (RtD) sowie Käsesespezialitäten und rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Ziel wird auch durch höhere Marketingaufwendungen sowie Listungskosten beim Lebensmitteleinzelhandel verfolgt. Entsprechend erwarten wir, dass sich das EBIT sowie die Umsatzrentabilität (definiert als EBIT/Umsatzerlöse) 2024 deutlich unter Vorjahresniveau bewegen.
Essen, 18. März 2024 Sacha Gerber Elisabeth Wagner-Wehrborn Robin Barraclough Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Auf den erstellten Jahresabschluss 2023 sind die Bilanzierungsgrundsätze des Vorjahres unverändert angewendet worden. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Essen; HRB 18081 eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt. Die Gegenstände des abnutzbaren Anlagevermögens werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Dabei wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 15 Jahren. Die Abschreibung auf Neuzugänge erfolgt pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Bei dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert zum Stichtag erforderlich ist. Die Vorräte umfassen ausschließlich Waren und sind zu Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Die liquiden Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposen und ihren steuerlichen Wertansätzen berechnet, sofern sich die Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Temporäre Differenzen bestehen im Wesentlichen in den Bereichen Sachanlagen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für die Berechnung wird ein unternehmensindividueller Steuersatz von ca. 33 % verwendet. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde ein Aktivüberhang nicht angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Vorräte Alle erkennbaren Risiken aus dem Vorratsvermögen, die sich aus verminderter Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigung berücksichtigt (TEUR 50, Vorjahr TEUR 115). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie im Vorjahr, sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen mit TEUR 574 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr TEUR 605); diese bestehen mit TEUR 354 (Vorjahr TEUR 414) gegen die Emmi International AG. Des Weiteren bestehen Forderungen aus dem Cash-Pool gegen die Emmi Finanz AG, Luzern/Schweiz, in Höhe von TEUR 6.461 (Vorjahr TEUR 7.280). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 467 (Vorjahr TEUR 150) sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Sie beinhalten im Berichtsjahr im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen für das laufende Geschäftsjahr (TEUR 302, Vorjahr TEUR 63). Eigenkapital (in EUR) Überleitung des Gewinnvortrags:
Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen wurden gebildet für
Die Rückstellungen sind kurzfristig und wurden nicht abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 5.557 gegenüber der Emmi International AG (Vorjahr TEUR 7.168) und resultieren, wie auch die anderen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, ausnahmslos Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden ausschließlich durch den Verkauf von Milch- und Käseprodukten erzielt. Die Umsatzerlöse gliedern sich geografisch wie folgt auf:
(2) Periodenfremde Erträge Im Geschäftsjahr 2023 bestehen die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.237 (Vorjahr: TEUR 470) insbesondere aus periodenfremden Erträgen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 428, Vorjahr TEUR 452) resultieren. (3) Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten neben der planmäßigen Abschreibung (TEUR 200) eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 399 der Marke Onken. Diese wurde damit aufgrund der Einstellung der Marke Onken in Deutschland im Geschäftsjahr 2023 vollständig abgeschrieben. V. Sonstige Angaben (1) Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 30 FTE (Angestellte) beschäftigt (Vorjahr 30), am Bilanzstichtag waren 30 FTE (Angestellte) beschäftigt. (2) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen ergeben sich insgesamt sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 371. Davon werden in 2024 TEUR 188 fällig. (3) Haftungsverhältnisse Es besteht eine Mietbürgschaft in Höhe von TEUR 23. (4) Konzernzugehörigkeit Die Emmi Deutschland GmbH, Essen, eingetragen unter HRB 18081 beim Amtsgericht Essen, wird in den Konzernabschluss der Emmi AG, Luzern, Schweiz, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Emmi Deutschland GmbH erhältlich. (5) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 43 ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen. (6) GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.526.669,29 auf neue Rechnung vorzutragen. (7) Geschäftsführer Im Geschäftsjahr 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses waren Geschäftsführer Frau Elisabeth Wagner-Wehrborn, Düsseldorf; Geschäftsführer Herr Robin Barraclough, Merlischachen/Schweiz; Geschäftsführer (ohne Bezüge) Frau Ricarda Demarmels, Rovio/Schweiz; Geschäftsführer (ohne Bezüge) bis 14.12.2023 Herr Sacha Gerber, Sursee/Schweiz; Geschäftsführer (ohne Bezüge) seit 14.12.2023 Auf die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Geschäftsführers feststellen lassen. (8) Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung für den Geschäftsverlauf von Emmi Deutschland GmbH, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich bisher nicht ereignet.
Essen, 18. März 2024 Sacha Gerber Elisabeth Wagner-Wehrborn Robin Barraclough Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Emmi Deutschland GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Emmi Deutschland GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Emmi Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 18. März 2024 KPMG
AG
Nölgen, Wirtschaftsprüfer Özgüc, Wirtschaftsprüfer |
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