Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 109692
Vorher
Fiskars Europe Holding GmbHFiskars Brands Germany GmbH
Eingetragen
22.5.2003
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen MetallenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Produktion von und der Handel mit Gartengeräten und Gartenzubehör aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicolas M ́Packo
seit 9.11.2023
Geschäftsführer
Satu Maaria Roman
seit 6.12.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Fiskars Group SC Finland Oy AbFIN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Fiskars Group SC Finland Oy Ab
Finland
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fiskars Germany GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Fiskars Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fiskars Germany GmbH, Eschborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fiskars Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 28. März 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mühleck, Wirtschaftsprüfer

Fleischmann, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 521.226,41 631.185,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 202.321,71 241.128,01
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 490.001,00 490.001,00
1.213.549,12 1.362.314,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 24.584,97 32.229,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.274.759,69 11.088.324,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.477.472,78 4.307.574,65
3. Sonstige Vermögensgegenstände 354.955,38 30.101,48
22.107.187,85 15.426.000,13
22.131.772,82 15.458.229,13
C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.646.966,49
23.345.321,94 18.467.510,15

Passiva

31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 24.500.000,00 24.500.000,00
III. Verlustvortrag -27.146.966,49 -28.489.248,61
IV. Jahresüberschuss 2.132.841,35 1.342.282,12
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.646.966,49
485.874,86 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 178.870,32 51.125,00
2. Sonstige Rückstellungen 10.739.171,31 9.668.640,92
10.918.041,63 9.719.765,92
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 194,90
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.035.132,95 458.243,81
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.790.246,02 7.813.960,28
4. Sonstige Verbindlichkeiten 116.026,48 475.345,24
davon aus Steuern EUR 116.026,48 (Vj. EUR 467.401,87)
11.941.405,45 8.747.744,23
23.345.321,94 18.467.510,15

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 57.570.407,55 46.516.950,77
2. Sonstige betriebliche Erträge 123.779,44 2.202,42
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 35.299.371,13 27.595.816,09
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.791.455,43 3.675.872,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 729.910,27 648.434,12
davon für Altersversorgung EUR 73.057,99 (Vj. EUR 98.715,06) 4.521.365,70
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 148.765,41 166.913,81
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.441.326,48 13.012.727,38
55.410.828,72 45.099.764,19
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.808,94 34.081,88
davon an verbundene Unternehmen EUR 8.682,16 (Vj. EUR 29.177,31)
10.808,94 34.081,88
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 139.772,23 43.025,00
9. Ergebnis nach Steuern 2.132.777,10 1.342.282,12
10. Sonstige Steuern -64,25 0,00
11. Jahresüberschuss 2.132.841,35 1.342.282,12

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1. Allgemeine Angaben

Die Fiskars Germany GmbH, Eschborn, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 109692 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) unter Berücksichtigung der Annahme der Unternehmensfortführung i.S.d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die Fiskars Germany GmbH ist erstmals eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB, die Rechtsfolgen treten im Geschäftsjahr aber noch nicht ein und es sind noch die Größenkriterien für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft zu beachten.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Fiskars Germany GmbH besteht seit dem 1. April 2017 als reine Vertriebs- und Marketinggesellschaft für Fiskars Produkte in der DACH Region.

Zum Bilanzstichtag des 31. Dezember 2021 besteht erstmalig seit der Abwertung der Beteiligung an der littala GmbH in Höhe von TEUR 5.310 im Geschäftsjahr 2019 aufgrund der positiven operativen Tätigkeit der vergangenen Jahre kein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag mehr. Die Bilanzierung erfolgt analog zu den Vorjahren unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

1.2. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die einzelnen Bilanzposten

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, soweit abnutzbar, planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibungen werden entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern vorgenommen, die sich an steuerlichen Nutzungsdauern orientieren. Darüber hinaus wurden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Zeitlich unbefristete Vertriebsrechte werden über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand gezeigt und somit deren Abgang unterstellt.

Bis zum 31. Dezember 2019 wurden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand gezeigt und somit deren Abgang unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Wert zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 wurde für Zugänge ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre zu je einem Fünftel abzuschreiben ist.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten bestanden am Abschlussstichtag nicht.

2. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.1. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Zum Stichtag besteht ein 100 % Anteilsbesitz an der littala GmbH, Solingen. Mit Beschluss vom 19. Juli 2019 wurde im Geschäftsjahr 2019 durch die Gesellschaft auf Ebene der littala GmbH eine Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 5.800 durchgeführt. In Höhe von TEUR 5.310 wurde der durch die Kapitalerhöhung erhöhte Beteiligungsbuchwert vor dem Hintergrund der Eigenkapitalsituation der littala GmbH außerplanmäßig abgeschrieben, sodass sich bei der Fiskars Germany GmbH im Jahr 2021 zum Stichtag ein Beteiligungsbuchwertansatz von TEUR 490 (Vorjahr: TEUR 490) ergibt.

Auf Ebene der littala GmbH lag zum 31. Dezember 2021 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 186 und ein Jahresüberschuss von TEUR 28 vor.

Wie im Vorjahr resultieren die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Finanzverkehr (Cash-Pooling) in Höhe von TEUR 9.477 (Vj. TEUR 4.308).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni (TEUR 8.486; Vj. TEUR 7.641), sonstige Erlösschmälerungen (TEUR 520; Vj. TEUR 534) und ausstehende Rechnungen (TEUR 818; Vj. TEUR 372). Die Rückstellungen für Kundenboni werden grundsätzlich auf Basis der erzielten Umsätze und getroffenen Vereinbarungen gebildet. Den Rückstellungen für sonstige Erlösschmälerungen und ausstehenden Rechnungen liegen individuelle Risikoeinschätzungen zugrunde.

Es bestehen gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht passivierte Pensionsverpflichtungen im Umfang von TEUR 635 (Vj. TEUR 619). Sie wurden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens (PUC Methode) auf Basis der Richttafeln 2018G ermittelt. Dabei wurde ein Rechnungszinssatz von 1,87 % (Vj. 2,30 %) sowie ein Rententrend von 2,10 % (Vj. 1,10 %) zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 31 (Vj. TEUR 40) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 10.790 (Vj. TEUR 7.814) Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten und bestehen wie im Vorjahr vollumfänglich gegenüber dem Gesellschafter.

2.2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betriebliche Erträge betragen TEUR 124 (Vj. TEUR 2). Hierin enthalten sind Erträge in Höhe von TEUR 123 (Vj. TEUR 0) aufgrund von Zahlungseingängen auf in Vorjahren abgeschriebene Forderungen sowie Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.

3. Sonstige Angaben

3.1. Geschäftsführung

Geschäftsführung der Gesellschaft

Frau Anne Katrin Ritzer, Diplom-Betriebswirtin, Geschäftsführerin der Fiskars Germany GmbH

Frau Satu Maaria Roman, Geschäftsführerin der Fiskars Germany GmbH (ab 18. November 2021)

Frau Sari Katriina Pohjonen, ehem. Interim CEO und CFO Fiskars Group. (bis 13. Dezember 2021)

Die Offenlegung der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

3.2. Konzernzugehörigkeit

Die Fiskars Oyj Abp, Helsinki/Finnland, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen der Fiskars-Gruppe auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf der Homepage der Fiskars Oyj Abp (www.fiskarsgroup.com) veröffentlicht.

3.3. Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (Angestellte) beträgt im Geschäftsjahr 2021 51 (Vorjahr: 50).

3.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.776, von denen TEUR 402 innerhalb eines Jahres fällig sind. Die Miet- und Leasingverträge betreffen das Gebäude und den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Außerdem besteht eine Haftungseinbindung im Rahmen eines Konzern-Cash-Pool-Vertrages. Für das nach § 251 HGB ausgewiesene Haftungsverhältnis besteht kein Risiko der Inanspruchnahme. Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des fortlaufenden konzernweiten Monitorings der Liquiditätssituation durch den Konzern ist das Risiko einer Inanspruchnahme als äußerst gering anzusehen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

3.5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem bestehenden Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

3.6. Nachtragsbericht

Ende Februar 2022 hat eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine begonnen. Die derzeitigen Liefer- und Leistungsbeziehungen in das betroffene Gebiet sind sehr begrenzt, sodass unmittelbar keine wesentlichen Effekte hieraus erwartet werden. Gleichwohl sind die potenziellen zukünftigen Auswirkungen auf das globalwirtschaftliche Umfeld derzeit noch nicht zu quantifizieren. Es ist mit steigenden Energiekosten zu rechnen, die auch mittelbare Auswirkungen in Form von höheren Fracht- und Transportkosten haben können. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

 

Eschborn, den 28. März 2023

Fiskars Germany GmbH

Anne Katrin Ritzer, Geschäftsführerin

Satu Maaria Roman, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge 31.12.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.179.565,83 0,00 1.179.565,83
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 805.004,95 0,00 805.004,95
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.800.001,00 0,00 5.800.001,00
7.784.571,78 0,00 7.784.571,78
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 548.380,31 109.959,11 0,00 658.339,42
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 563.876,94 38.806,30 0,00 602.683,24
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.310.000,00 0,00 0,00 5.310.000,00
6.422.257,25 148.765,41 0,00 6.571.022,66
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 521.226,41 631.185,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 202.321,71 241.128,01
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 490.001,00 490.001,00
1.213.549,12 1.362.314,53

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Fiskars Germany GmbH gehört zum finnischen Fiskars Konzern mit Hauptsitz in Helsinki.

Wir sind in der Konsumgüterindustrie in den Bereichen Garten, Outdoor und Haushaltsartikel tätig und vertreiben eigengefertigte und zugekaufte Produkte vorwiegend in Deutschland. Zu unseren Hauptkunden zählen der DIY-Handel, Großhändler, Gartencenter und sonstige Einzelhändler.

Fiskars Germany GmbH besteht seit dem 1. April 2017 als reine Vertriebs- und Marketinggesellschaft für Fiskars Produkte in der DACH Region.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Seit dem Jahr 2020 entwickelte sich die deutsche Wirtschaft (Hauptmarkt der Fiskars Germany GmbH) insgesamt rückläufig. Sowohl der Einbruch des Exportgeschäftes zum Beginn der Corona-Krise sowie die rückläufige Binnennachfrage waren dafür verantwortlich. Die lediglich moderat angestiegene Arbeitslosigkeit sowie mannigfache Regelungen des Staates zur Abmilderung der Corona-Effekte konnten eine negativere Entwicklung zumindest temporär verhindern.

Der private Konsum sank preisbereinigt in 2021 um 0,2 % (2020: 5,0 % Rückgang gegenüber Vorjahr). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 2,6 % (2020: 4,8 % Rückgang) gewachsen. Im Jahresdurchschnitt 2021 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2020 um 3,1 %. Der wesentliche Grund für die o.g. Entwicklung liegt in der Corona-Krise und den anhaltenden Lockdowns der Wirtschaft begründet, einhergehend mit hohen monatlichen Inflationsraten im 2. Halbjahr 2021.

Die Bau- und Gartenmarktbranche in Deutschland als wichtiger Vertriebskanal der Gesellschaft verzeichnete im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorpandemie-Jahr 2019 eine flächenbereinigte Umsatzerhöhung von +4,5 %. (Gegenüber den pandemiebedingten "atypischen" Zuwachsraten aus 2020 ist hingegen ein Minus von 9,1% zu verzeichnen). Die Branche konzentriert sich vor allem auf die weitere Digitalisierung der Geschäftsmodelle und die nachhaltige Verzahnung von Stationär- und Onlinegeschäft sowie die multifunktionalere Gestaltung der Verkaufsflächen. Trotz der zusammen mit anderen Branchen verhängten Lockdowns bis ins Frühjahr, hat sich die Baumarktbranche im Jahr 2021 dennoch stark behauptet (BHB-Kurzstudie).

Der Wettbewerb in der Baumarktbranche hielt unvermindert stark an. Der Preisdruck auf die Zulieferer war weiterhin stark. Im Gartenbereich hält die Tendenz unvermindert an, dass Endverbraucher vermehrt im Internet Gartenartikel-Käufe realisieren. Wie in den Vorjahren führten die Discounter Aktionen mit Saisonartikeln aus dem Gartensortiment fort.

Für Fiskars hat sich im Gesamtmarkt (incl. Online-Markt) im Jahr 2021 der relevante Bereich der Gartenhandgeräte um 23% wertmäßig erhöht.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Ertragslage

2021 2020 Abweichungen
EUR Mio EUR Mio EUR Mio
Umsatzerlöse 57,6 46,5 11,1
Sonstige betriebliche Erträge 0,0 0,0 0,0
Materialaufwand 35,3 27,6 7,7
Personalaufwand 4,5 4,3 0,2
Abschreibungen 0,2 0,2 0,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 15,4 13,1 2,3
Zinsergebnis 0,0 0,0 0,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,1 0,0 0,1
Jahresüberschuss 2,1 1,3 0,8

Der für uns bedeutende finanzielle Leistungsindikator Umsatz erhöhte sich 2021 um EUR 11,1 Mio. bzw. 23,8 % auf EUR 57,6 Mio. gegenüber dem Jahr 2020. Nach dem positiven Effekt der stetigen Aufbauarbeit im Jahr 2020 hat sich das Verhältnis zu den wichtigsten Handelspartnern auch in 2021 weiterhin stark verbessert. Die zudem bereits frühzeitig einsetzenden milden Temperaturen führten zu einem frühen Start der Garten- und Outdoor-Saison. Letzte Corona-bedingte Schließungen der Baumärkte wurden ab dem Sommer auch dank kontinuierlicher Investitionen in unsere Marke überkompensiert.

Der Materialeinsatz stieg in Relation zu den Umsatzerlösen leicht an von 59,4 % im Jahr 2020 auf 61,3% in 2021.

Die Personalkosten erhöhten sich gegenüber 2020 um EUR 0,2 Mio. auf EUR 4,5 Mio., hauptsächlich bedingt durch gestiegene Boni und Bonusrückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um EUR 2,3 Mio., welche im Wesentlichen durch gestiegene Werbe- und Marketingkosten sowie durch Frachtkosten verursacht wurden.

Der Jahresüberschuss betrug EUR 2,1 Mio. nach einem Jahresüberschuss von EUR 1,3 Mio. im Vorjahr. Der Grund für diesen Zuwachs besteht im Wesentlichen in den signifikant gestiegenen Umsatzerlöse.

Das EBIT, neben dem Umsatz der für uns bedeutendste finanzielle Leistungsindikator, stieg um EUR 0,9 Mio. auf EUR 2,3 Mio. Der Anstieg des EBIT ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen.

Im Vergleich zum Prognosebericht 2021 ist festzustellen, dass die Umsatzsteigerung in der vorhandenen Größenordnung unsere Erwartungen noch übertroffen hat.

2.2. Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um EUR 4,8 Mio. auf EUR 23,3 Mio. (Vj. EUR 18,5 Mio.) erhöht.

Das Anlagevermögen betrug zum Stichtag EUR 1,2 Mio. (Vj. EUR 1,4 Mio.) und betraf im Wesentlichen erworbene Vertriebsrechte, Betriebs- und Geschäftsausstattung des neuen Büros in Eschborn sowie das im Geschäftsjahr 2019 getätigte Investment in die littala GmbH. Im Geschäftsjahr 2021 wurden mit EUR 0,0 Mio. (Vj. EUR 0,0 Mio.) keine Investitionen in das Anlagevermögen getätigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten durch gezielte Prozessverbesserungen im Bereich der elektronischen Inrechnungstellung vollumfänglich unter Kontrolle gehalten werden, sind allerdings zum Stichtag gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,2 Mio. auf EUR 12,3 Mio. (Vj. EUR 11,1 Mio.) gestiegen, was im Wesentlichen dem erhöhten Umsatzvolumen geschuldet ist. Die Struktur der zum Bilanzstichtag noch vorhandenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfasst nur noch zu einem geringen Anteil Forderungen aus der Zeit vor 2021. Wesentliche Bewertungsrisiken bestehen u. E. nicht. Das Risiko zweifelhafter Forderungen wurde mit Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, welche aus dem Finanzverkehr (Cash-Pooling) resultieren, haben sich mehr als verdoppelt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen zum 31. Dezember 2021 um EUR 3,0 Mio. auf EUR 10,8 Mio. im Wesentlichen durch den höheren Warenbezug im Verbundbereich. Die Cashpool-Verbindlichkeiten konnten jedoch signifikant gesenkt werden.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Wesentlichen durch erhöhte Kundenboni-Rückstellungen, was auch dem erhöhten Umsatzvolumen geschuldet ist.

Finanzlage

Die Fremdfinanzierung der Gesellschaft erfolgt seit April 2006 ausschließlich durch Mittel der Fiskars Corporation, Helsinki/Finnland. Die Fiskars Corporation führt auch zentral das Finanzmanagement mittels Konzern-Cash-Pooling durch. Es bestanden im Jahr 2021 keine Fremddarlehen.

2.3. Gesamtaussage

Aufgrund der dargestellten Geschäftsentwicklung war 2021 für Fiskars Germany GmbH ein Jahr, welches die Erwartungen der Geschäftsführung übertroffen hat.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2021 nach der Mitteilung des Statistischen Bundesamtes um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Für 2022 wird nach Einschätzung des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) ein Wachstum von 3,0 % erwartet. Diese Steigerung des Bruttoinlandsproduktes wird als Wiederbelebung der direkten Folgen der mit der Corona-Pandemie (COVID-19) einhergehenden wirtschaftlichen und sozialen Einschränkungen in den Wirtschaftsjahren 2020 und 2021 betrachtet.

Für die Bau- und Gartenmarktbranche, der wichtigste Vertriebskanal für die Fiskars Germany GmbH, hat sich im Jahr 2021 trotz der ungewöhnlichen Situation ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum zum Vorpandemie-Jahr 2019 von 4,5 % ergeben. Für das Jahr 2022 wurde den Bau- und Gartenmärkten eine stabile Gesamtlage und ein positiver Trend prognostiziert, wobei allerdings aufgrund der Volatilität der Rahmenbedingungen Prognosen nicht sinnvoll möglich seien.

Die Fiskars Germany GmbH prognostiziert ein Jahr mit weiterem Umsatzwachstum, trotz des vor allem im zweiten Halbjahr 2022 einsetzenden Absatzrückgangs und Herausforderungen im Zulieferbereich (Logistik- und Rohstoffproblematik). Hinzu kommt die generelle, aktuelle Zurückhaltung von Endkonsumenten, im Wesentlichen bedingt durch die exorbitant gestiegenen Energiepreise sowie die inflationäre Entwicklung, was zu einer generellen Verringerung der verfügbaren Einkommen führt.

Die allgemeine Konjunkturentwicklung und der Preisdruck im Zuliefer- sowie Absatzbereich stellen die bedeutendsten Auswirkungen auf das Geschäft der Fiskars Germany GmbH dar.

Eine strukturelle Herausforderung und auch Chance auch bei DIY-Produkten ist der Trend zum E-Commerce, für welchen die Fiskars Germany GmbH nach heutigen Gesichtspunkten gut gewappnet scheint.

Unsere Geschäftstätigkeit ist wie jedes unternehmerische Engagement mit Chancen und Risiken verbunden. Zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risiken sowie zum Umgang mit bestehenden Risiken hat die Fiskars Germany GmbH seit einigen Jahren Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen eingeführt und in einem Risikofrüherkennungs- und Risikomanagement-System verankert. Wesentliche Bausteine dieses Systems sind einzelfallbezogene, regelmäßige Risikoanalysen, eine jährliche Budgetplanung sowie regelmäßige Plan-/Ist-Berichte.

Forderungsausfälle sind von der Gesellschaft über Kreditversicherungen abgesichert.

Da die Finanzierung ausschließlich über die Muttergesellschaft erfolgt, hat die Entwicklung des Fremdkapitalkostensatzes keinen Einfluss auf die Planung des Zinsergebnisses.

Vorteile in der Beziehung zu Handelspartnern hat die Gesellschaft durch langjährige Kundenkontakte, die Sortimentsbreite und -tiefe, die Betreuung durch einen eigenen Außendienst sowie eine umfassende Marketingunterstützung, beispielsweise durch Bereitstellung von hochwertigen Regalkonzepten und gerade im Gartenbereich wichtigen, saisonalen Endverbraucher-Promotionen.

Insgesamt werden keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft gesehen.

Das EBIT im Jahr 2022 erwarten wir auf einem vergleichbaren Niveau wie im Jahr 2021.

Zukunftsbezogene Aussagen sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Es besteht daher das Risiko, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

 

Eschborn, den 28. März 2023

Fiskars Germany GmbH

Anne Katrin Ritzer, Geschäftsführerin

Satu Maaria Roman, Geschäftsführerin

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