Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 54897
Eingetragen
6.6.2006
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und LuftfahrzeugenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.
Gegenstand
Die Vermittlung von Luftfrachten, das Chartern von Flugzeugen und die damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Claudia Schweisfurth
seit 10.2.2023
Prokura
Alexander Dippel
seit 28.1.2021
Prokura
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Globe Air Cargo GmbH

Mörfelden-Walldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Globe Air Cargo GmbH, Mörfelden - Walldorf

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Die Geschäftstätigkeit

Die Globe Air Cargo GmbH, mit Hauptsitz in Mörfelden-Walldorf in der Nähe des Frankfurter Flughafens, ist im deutschen Export-Luftfrachtmarkt tätig. Sie vermittelt und verkauft internationale Luftfrachtkapazitäten zwischen Frachtspediteuren und Fluggesellschaften.

Als 100%-ige Tochtergesellschaft der ECS Group mit Sitz in Frankreich gehört sie zu einer der führenden General Sales Agents Luftfracht Gruppen weltweit.

Zusammen mit Zweigniederlassungen in München, Stuttgart, Berlin, Düsseldorf und Hamburg hat sie in 2023 rund 117.622 Tonnen Luftfracht mit einem Umsatz von rund 109,5 Mio EUR erwirtschaftet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Luftfrachtindustrie ist sehr stark von der allgemeinen Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Überkapazitäten auf dem Markt sowie Kriege, Unruhen oder Naturkatastrophen können schnell zu sinkenden Preisen und geringerer Nachfrage führen. Dabei steigt der Trend der immer schnelleren Bestellungen und Lieferungen in der heutigen Zeit stetig an, was der Luftfracht zugutekommt, da sie zurzeit das schnellste verfügbare Transportmittel auf weiten Strecken ist.

Die Entwicklung der Kapazitäten der Airline Partner sowie die Gewinnung neuer Airline Partner beeinflusst zudem maßgeblich den Geschäftsverlauf der Globe Air Cargo GmbH.

In 2023 setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Energiekrise und geopolitische Spannungen prägten das Jahr, wodurch der Welthandel an Dynamik verlor, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft.

Der Luftverkehr ist im Geschäftsjahr gestiegen und erreichte im Jahr 2023 rund 79 % des Niveaus aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 und wuchs um 20 % gegenüber dem Vorjahr.

Trotz des Wachstums von Angebot und Passagierzahlen bleibt die Entwicklung des Luftverkehrs in Deutschland auch im Jahr 2023 hinter dem restlichen Europa zurück.

Das größte deutsche Luftfracht-Drehkreuz Frankfurt konnte 2023 mit 1,869 Millionen Tonnen verladener Luftfracht die Spitzenposition unter den europäischen Luftfrachtstandorten behaupten, erreicht aber nur 89 % des Niveaus von 2019.

Der interkontinentale Verkehr erholt sich mit dem Sommerangebot 2024 voraussichtlich weiter, aber im europäischen Vergleich wird es Deutschland schwierig haben, weiter aufzuholen.

Wesentliche Gründe hierfür sind die seit 2020 massiv gestiegene staatliche Standortkosten, die erneute Erhöhung der Luftverkehrssteuer zum 1. Mai 2024 sowie die geplante Erhöhung der Luftsicherheitsgebühren.

Nach Analysen des Weltluftverbandes IATA liegt die weltweite Entwicklung der Luftfrachtbranche in 2023 mit minus 3,8 % gegenüber 2019 weiterhin unter Vorkrisenniveau.

Die europäische Verkehrsleistung der Luftfrachtgesellschaften ging deutlich um 13,1 % gegenüber dem Jahr 2019 zurück. Zudem sanken die Raten im Jahresverlauf 2023 laut Baltic Airfreight Index im globalen Schnitt um knapp ein Drittel und dies lag in der schwachen Nachfrage bei gleichzeitigem Kapazitätsüberhang begründet.

In 2023 wurden an den 23 deutschen Hauptverkehrsflughäfen mit 4,6 Millionen Tonnen 7,1 % weniger Fracht zu 2022 mit 4,9 Millionen Tonnen transportiert. Im Vergleich zu 2019 (4,7 Millionen Tonnen) fiel das Luftfrachtaufkommen 2023 damit um 2,3 % geringer aus.

2. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die Globe Air Cargo GmbH sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Konzernumlage und Steuern.

Als nicht finanzieller Leistungsindikator ist die vermittelte Gesamttonnage von 117.622 Tonnen in 2023 (Vorjahr: 128.008 Tonnen; Plan 2023: 137.000 Tonnen) von Bedeutung. Die Abweichung zu den Planwerten resultiert im Wesentlichen aus den Kapazitätsüberschüssen bei Frachtvolumen und Marktpreisentwicklungen ab Q2 2023.

Für 2024 wird in der Planungsrechnung eine Gesamttonnage von ca. 126.000 Tonnen erwartet, welche nach aktuellen Hochrechnungen leicht unter dem Planwert liegen.

3. Geschäftsverlauf im Berichtsjahr Auswirkungen Corona

Die Einflussfaktoren der Corona-Pandemie sind im Geschäftsjahr deutlich abgeschwächt und eigentlich kaum noch vorhanden.

Im Allgemeinen ist zu sagen, dass das Geschäftsjahr 2023 eine starke Veränderung der Marktgegebenheiten durch Kapazitätsüberschüsse und Preisstabilisierungen auf Vor-Corona-Niveau zeigte.

Das Jahr 2023 konnte nun wieder deutlich mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 verglichen werden.

Wettbewerbssituation:

Trotz sehr starken Wettbewerbs im Luftfrachtgeschäft und besonders unter den General Sales Agents Luftfracht (GSA) am Standort Deutschland kann die Position der Globe Air Cargo GmbH als einer der führenden GSAs beibehalten werden.

Produkt TCM

Die Einführung des TCM - Total Cargo Management Produkts, welches in Deutschland operativ über die Schwesterfirma Total Cargo Expertise GmbH organisiert und verkaufstechnisch von der Globe Air Cargo GmbH umgesetzt wird, hat sich seit 2020 als zusätzliches Standbein der ECS Gruppe etabliert. Es können damit Fluggesellschaften bedient werden, welche keinerlei eigene Frachtabteilungen haben und Luftfracht neu in ihr Portfolio aufnehmen möchten. Sämtliche Aufgaben im Luftfrachtbereich werden von diesem neuen Angebot abgedeckt. Selbstverständlich kann die Airline auch immer nur Teilbereiche in Anspruch nehmen, wobei die Synergien durch die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe der Airline insgesamt mehr Vorteile bringen.

Personalsituation:

Der Personalbestand der Gesellschaft sank von 76 Mitarbeitern (73 FTEs) im Dezember 2022 auf 75 Mitarbeiter (71 FTEs) im Dezember 2023 (inkl. Geschäftsführung). Alle Mitarbeiter befinden sich in Festanstellung - es gibt keine Zeitarbeiter und keine Vermittlungen über Personaldienstleister.

4. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Globe Air Cargo GmbH betrugen im Berichtszeitraum 109,6 Mio. EUR (Vorjahr: 219,7 Mio. EUR; Prognose 2023: Rückgang der Umsatzerlöse). Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um 50,1 % zurückgegangen. Wesentlichen Einfluss hatten hierbei die gesunkenen Frachtraten

Die vermittelte Gesamttonnage sank auf 117.622 Tonnen (Vorjahr: 128.008 Tonnen; Plan 2023: 137.000 Tonnen). Die Plan-Ist Abweichung resultiert aus Flugplanentwicklungen und Airlineportfolio.

Die Luftfrachtaufwendungen sind von 203,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 99,6 Mio. EUR entsprechend der Umsatzerlöse zurückgegangen.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,27 Mio. EUR niedriger, im Wesentlichen bedingt durch gesunkene durchschnittliche Gehaltsaufwendungen durch eine geänderte Mitarbeiterstruktur.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und belaufen sich auf 2,9 Mio. EUR (Vorjahr 3,3 Mio. EUR). Sie resultieren im Wesentlichen aus dem Rückgang der Konzernumlage.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 2,22 Mio. EUR und lag somit um 5,25 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert.

Das Jahresergebnis vor Konzernumlage und Steuern betrug 3,26 Mio. EUR (Vorjahr: 9,1 Mio. EUR, Prognose 2023: 7,2 Mio. EUR). Die Abweichung resultiert aus der drastischen Marktentwicklung durch Überkapazitäten und dem dadurch resultieren Preisabfall. Ein ergebniserhöhender Einmaleffekt ergab sich aus der Auflösung von Rückstellungen mit rund 0,6 Mio. EUR.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegen ergebnisbedingt mit 627 TEUR unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 2.183 TEUR. Nach Steuern erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr 5,15 Mio. EUR).

b) Finanzlage

Die Gesellschaft verfügte am 31.12.2023 über 1.37 Mio. EUR Bankvermögen (Vergleich Vorjahr 13,46 Mio. EUR). Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus kalenderabhängigen Verschiebungen mit der IATA-CASS-Abrechnung zum Stichtag.

Durch die bei Bedarf abrufbare finanzielle Unterstützung der ECS Gruppe ist die Finanzierung der Gesellschaft gesichert.

Fremdmittel von Banken mussten unterjährig nicht aufgenommen werden.

c) Vermögenslage

In der Bilanzstruktur mit einer Bilanzsumme von 33,1 Mio. EUR (Vorjahr 48,8 Mio. EUR) spiegelt sich der Dienstleistungscharakter der Gesellschaft wider. Dies zeigt sich in einem relativ niedrigen Anlagevermögen von 0,16 Mio. EUR (Vorjahr 0,21 Mio. EUR), welches 0,50 % (Vorjahr 0,44%) der Bilanzsumme ausmacht.

Die Vermögenslage der Globe Air Cargo GmbH ist zum 31. Dezember 2023 durch das Umlaufvermögen gekennzeichnet. Das Gesamtvolumen der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belief sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt 31,5 Mio. EUR (Vorjahr 35,2 Mio. EUR) bzw. 95% (Vorjahr 68 %) der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 16,83 Mio. EUR (Vorjahr 18,47 Mio. EUR) bzw. 51% (Vorjahr 38 %) der Bilanzsumme. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Luftfrachtlieferungen und -leistungen.

Das Eigenkapital hat sich absolut um 1,40 Mio EUR erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 11,17 Mio. EUR (Vorjahr 9,77 Mio. EUR). Es entfällt unverändert mit 0,03 Mio. EUR auf das gezeichnete Kapital sowie mit 9,75 Mio. EUR (Vorjahr 4,59 Mio. EUR) auf den Gewinnvortrag und mit 1,4 Mio. EUR (Vorjahr 5,15 Mio. EUR) auf den Jahresüberschuss.

Die Eigenkapitalquote ist von 20,0 % im Vorjahr um 13,9 Prozentpunkte auf 33,9 % gestiegen. Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen vollständig.

Das kurzfristige Fremdkapital in Höhe von insgesamt 21,8 Mio. EUR (Vorjahr 39,07 Mio. EUR) setzt sich aus Rückstellungen in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten in Höhe von 20,3 Mio. EUR (Vorjahr 34,7 Mio. EUR) zusammen. Die Verbindlichkeiten entfallen mit 13,3 Mio. EUR (Vorjahr 21,9 Mio. EUR) auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

d) Investitionen

Das Investitionsvolumen betrug 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,02 Mio. EUR). Die wichtigsten Beschaffungen betrafen IT Equipment sowie zusätzliche Büroeinrichtungen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Risiken

Die Globe Air Cargo GmbH ist in das Risikomanagement-System der ECS Group eingebunden und berichtet im Monatsreporting über Marktentwicklungen und erkennbare Geschäftsrisiken. Im Rahmen des Risikomanagements werden kontinuierlich die maßgeblichen Einflussfaktoren überprüft, um frühzeitig entsprechende Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können.

Zu den wesentlichen Risiken und Chancen zählen Veränderungen der Weltwirtschaftslage, insbesondere Steigerungen/Verringerungen des Exportvolumens in Deutschland, sowie plötzlich auftretende Naturereignisse/Katastrophen (Einschränkung von Flugrouten).

Hauptsächlich ist das Luftfrachtgeschäft von politischen und wirtschaftlichen Faktoren abhängig. Unruhen wie sie durch den Russland-Ukraine-Konflikt entstehen, können ebenfalls mögliche Auswirkungen für uns mit sich bringen.

Das Kaufverhalten (Kaufemotionen) weltweit, die Nachfrage nach Industrie- und Konsumprodukten in den einzelnen Ländern und die allgemeinen Warenströme beeinflussen maßgeblich den Umsatz der einzelnen Airlinekunden und somit auch der Globe Air Cargo GmbH.

Marktwirtschaftlich gesehen zwingt der starke Konkurrenzdruck zu sehr viel Flexibilität und schnellem Handeln. "Am Puls der Zeit bleiben" und gleichzeitig der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein sind die Herausforderungen, die es auch in 2024 zu meistern gilt. Plötzlich auftretende Überkapazitäten lassen die Preise schrumpfen. Dem gilt es mit Souveränität und verkaufstechnischem Geschick Einhalt zu gebieten, damit die Margen der Airline Partner relativ stabil bleiben können.

Neukundengewinnung sowie die Bindung der Bestandskunden an die Firma ist auch weiterhin eine der Hauptaufgaben der Verkaufsleitung. Allgemeiner Preisdruck und permanenter Konkurrenzkampf erhöhen das Risiko des Kundenverlustes.

Bestehende Airline Kundenverträge können jederzeit durch neue Ausschreibungen der Airline Partner gefährdet sein. Hier ist es fundamental wichtig, die Kunden durch Leistung und Fairness zu überzeugen, wieder die Globe Air Cargo GmbH als Partner zu wählen.

Zur Minimierung der Abhängigkeit von länderspezifischen Wirtschaftskrisen ist es von großer Bedeutung das Airlineportfolio und somit die verfügbaren Luftfrachtdestinationen weltweit so vielfältig wie möglich zu halten und für die Zukunft zu gestalten.

Liquiditätsrisiken bestehen, aufgrund des möglichen Rückgriffs auf die finanzielle Stabilität der ECS Gruppe, zurzeit nicht.

In Gesamtwürdigung der bestehenden Risiken sieht die Geschäftsführung in absehbarer Zeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft.

b) Chancen

Als Tochtergesellschaft der ECS Group (Paris), einer der größten General Sales Agents weltweit, profitiert die Globe Air Cargo GmbH von den positiven Entwicklungen der Muttergesellschaft, welche konstant global weitere Tochtergesellschaften akquiriert, in neue Technologien investiert und täglichen Support bietet.

Durch E-commerce und die weltweite Vernetzung entstehen große Synergien. Schnellere Bearbeitung, kurze "elektronische" Wege und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Mitarbeitern der Muttergesellschaft und Schwestergesellschaften resultieren in einem noch besseren Service für den Kunden. Globe Air Cargo GmbH wird als "der Lösungsanbieter" angesehen. Trotz des zunehmenden Einzugs der Elektronisierung und somit Anonymität wird bei der Globe Air Cargo GmbH immer noch sehr viel Gewicht auf den persönlichen Kontakt zum Kunden gelegt.

Viele Kunden im Ausland legen immer noch sehr viel Wert auf "Made in Germany" und schnelle Lieferungen, was dem Luftfracht-Export-Markt sehr zugutekommt. Das "Auflegen neuer Streckenverbindungen" wie z.B. regelmäßige LKW-Verbindungen zu anderen europäischen Flughäfen erweitern dementsprechend das Portfolio und die Transportmöglichkeiten für die Kunden.

Besondere Produkte, wie z. B. die während der Coronakrise dringend benötigten Schutzmasken und Medizinisches Material führen kurzfristig zu erhöhtem Luftfrachtaufkommen und können durch stetige Marktbeobachtung im Vorfeld mit in die Planung einbezogen werden. Outsourcing der Frachtabteilungen der Airlines ist weiter im Trend, bedingt durch einerseits steigende fixe Kosten bei den Airlines und andererseits kostensparende Angebote der GSAs. Als Mitglied des ECS Group Netzwerkes hat die Globe Air Cargo GmbH den Vorteil, den GSA Service über die Muttergesellschaft in Kombination mit den Schwestergesellschaften "weltweit" anbieten zu können.

c) Expansion

Der Luftfrachtmarkt ist von hohem Wettbewerb und starker Konsolidierung geprägt. Zurzeit sind keine weiteren Expansionen/neue Zweigniederlassungen geplant.

d) Ausblick und Prognose

Die Aussichten für das Jahr 2024 und die folgenden Jahre lassen auch zukünftig einen unstetigen und umkämpften Markt erwarten.

Aufgrund des starken Wettbewerbs am Standort Frankfurt besteht grundsätzlich das Risiko von Marktanteilsverlusten. Für 2024 ist auch weiterhin die verstärkte Zusammenarbeit mit ECS Schwestergesellschaften weltweit geplant, um sämtliche ECS Kapazitäten bestmöglich auszunutzen. Erweiterungen des Portfolios durch Fluggesellschaften, welche ihre Frachtabteilungen outsourcen möchten, stehen im Fokus. Bestehende Verträge haben gute Aussichten auf Verlängerung.

Wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung hat auch das allgemeine Frachtaufkommen der Bestandskunden. Die Gesellschaft geht in der Planung von einer leicht positiven Entwicklung des Frachtaufkommens in 2024 aus.

Gemäß ursprünglicher Einschätzung rechnete die Globe Air Cargo für 2023 mit einer Gesamttonnage auf ihren Airline Partnern von knapp 137.000 Tonnen (inkl. Post, Express). Im Jahr 2023 wurde eine Tonnage von knapp 118.000 Tonnen abgewickelt. Für das Jahr 2024 werden ca. 126.000 Tonnen erwartet. Nach aktuellen Hochrechnungen liegen die abgefertigten Tonnagen leicht unter dem Planwert. Für 2025 wird gegenüber 2024 ein leicht rückläufiges Volumen erwartet.

Nach den vorläufigen Ergebnissen für das Jahr 2024, liegen wir hinsichtlich Umsatz und Jahresergebnis vor Konzernumlage und Steuern deutlich unter den geplanten Zielen für das Jahr 2024 (Plan Umsatz: 127 Mio €; Plan Jahresergebnis vor Konzernumlage und Steuern: 3,1 Mio €), dies liegt in den gleichbleibenden Kapazitäten und der Fortentwicklung der Preisentwicklungen aus 2023 begründet. In 2025 wird gegenüber 2024 ein leichter Anstieg hinsichtlich Umsatz und Jahresergebnis erwartet.

Die tatsächliche zukünftige Entwicklung der Gesellschaft kann bei Veränderungen der Rahmenbedingungen von unseren Erwartungen abweichen.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die erwarteten Mittelzuflüsse aus dem laufenden Geschäft, die vorhandenen Liquiditätsreserven und die Einbindung in die ECS-Gruppe sichergestellt. Nach der Unternehmensplanung reichen die Zuflüsse aus dem operativen Geschäft, um die laufenden Verbindlichkeiten bedienen zu können.

 

Mörfelden-Walldorf, den 29. November 2024

Bittner

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 164.973,50 216.644,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 42.352,50 2.738,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.352,50 2.738,00
II. Sachanlagen 110.121,00 201.406,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 110.121,00 201.406,00
III. Finanzanlagen 12.500,00 12.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00 12.500,00
B. Umlaufvermögen 32.887.965,54 48.630.360,12
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.513.906,55 35.173.453,03
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.830.149,91 18.472.487,24
2. Forderungen gegen Gesellschafter 10.610.048,98 13.186.627,52
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.056.648,23 1.617.791,51
4. sonstige Vermögensgegenstände 3.017.059,43 1.896.546,76
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.761.661,20 1.831.037,20
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.374.058,99 13.456.907,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.106,19 766,54
Aktiva 33.060.045,23 48.847.770,66

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.173.805,98 9.773.205,78
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 9.747.205,78 4.593.129,68
III. Jahresüberschuss 1.400.600,20 5.154.076,10
B. Rückstellungen 1.485.533,60 4.318.534,82
1. Steuerrückstellungen 523.624,85 1.630.404,96
2. sonstige Rückstellungen 961.908,75 2.688.129,86
C. Verbindlichkeiten 20.397.580,65 34.756.030,06
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.794.620,50 2.365.758,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.794.620,50 2.365.758,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.335.654,51 22.756.029,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.335.654,51 22.756.029,27
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 342.023,46 1.066.169,01
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 342.023,46 1.066.169,01
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.314.481,48 5.655.794,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.314.481,48 5.655.794,06
5. sonstige Verbindlichkeiten 610.800,70 2.912.279,72
davon aus Steuern 584.466,52 2.856.571,17
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.793,03 10.664,26
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 610.800,70 2.912.279,72
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.125,00
Passiva 33.060.045,23 48.847.770,66

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 109.590.689,59 219.700.495,81
2. sonstige betriebliche Erträge 929.271,04 245.031,90
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 162.003,73 89.283,87
3. Materialaufwand 99.590.410,21 203.018.474,62
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 98.548.952,19 187.290.578,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.041.458,02 15.727.896,13
4. Personalaufwand 5.831.813,49 6.103.762,13
a) Löhne und Gehälter 4.964.489,75 5.203.211,37
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 867.323,74 900.550,76
davon für Altersversorgung 11.697,21 11.697,04
5. Abschreibungen 161.685,58 120.940,57
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 161.685,58 120.940,57
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.877.361,48 3.350.901,09
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 152.952,41 209.998,47
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 102.728,98 101.916,32
davon aus verbundenen Unternehmen 102.456,98 101.899,32
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 132.293,75 113.343,78
davon an verbundene Unternehmen 132.164,75 113.343,78
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 627.096,37 2.183.887,83
10. Ergebnis nach Steuern 1.402.028,73 5.156.134,01
11. sonstige Steuern 1.428,53 2.057,91
12. Jahresüberschuss 1.400.600,20 5.154.076,10

Anhang zum 31. Dezember 2023

Globe Air Cargo GmbH, Mörfelden - Walldorf

Allgemeine Angaben

Die Globe Air Cargo GmbH Luftfahrtagentur, Mörfelden-Walldorf (Globe Air Cargo GmbH), hat ihren Sitz in Mörfelden-Walldorf und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt (HR B Reg. Nr. HRB 54897) eingetragen.

Alleinige Gesellschafterin ist die EUROPEAN CARGO SERVICES SA, mit Sitz in Roissy, Frankreich.

Der Jahresabschluss der Globe Air Cargo GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Angaben zu Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätzen

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sind unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet.

Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden linear entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen, vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Unter den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Diese sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden vorgenommen, sofern von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen bewertet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit den zum Entstehungstag maßgeblichen Wechselkursen verbucht. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel und andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von über einem Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend der periodengerechten Abgrenzung der Aufwendungen ermittelt, soweit Zahlungen vor Abschluss des Geschäftsjahres geleistet wurden.

Das Eigenkapital ist zu Nennwerten angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassageldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet (Imparitätsprinzip).

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem, als Anlage zum Anhang, beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EURO 1.056.648,23 (Vorjahr EURO 1.617.791,51) sind Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von EURO 891.648,23 (Vorjahr EURO 1.612.791,51) und sonstige Forderungen in Höhe von EURO 165.000,00 (Vorjahr EURO 5.000,00) enthalten.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag i.H.v. EURO 10.610.048,98 (Vorjahr EURO 13.186.627,52) beinhalten vollständig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr mit Ausnahme der im Folgenden dargestellten Beträge eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen Kautionen und Reisekostenvorschüsse, in Höhe von EURO 1.780.577,40 (Vorjahr EURO 1.849.953,40) haben eine Restlaufzeit größer einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen solche für Personalaufwendungen und Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEURO 18; Vorjahr TEURO 42), ausstehende Lieferungs- und Leistungsrechnungen (TEURO 849; Vorjahr TEURO 2.541 sowie Abschluss und Prüfungsaufwendungen (TEURO 95; Vorjahr TEURO 105).

In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EURO 4.314.481,48 (Vorjahr EURO 5.655.794,06) sind ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag i.H.v. EURO 342.023,46 (Vorjahr EURO 1.066.169,01). Diese enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung.

Sämtliche Verbindlichkeiten wiesen, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten bis zu einem Jahr auf.

Für Verbindlichkeiten wurden, wie im Vorjahr, keine Sicherheiten bestellt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 auf die folgenden geografischen Märkte verteilt.

in % 2023 2022
Deutschland 90 % 91 %
EU Ausland 5 % 4 %
Drittland 5 % 5 %

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtungen auf Forderungen aus L+L in Höhe von EURO 68.067,26 (Vorjahr EURO 15.280,15 €) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EURO 550.612,72 (Vorjahr EURO 0,00), aus Vorjahren enthalten.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

1. Es bestehen Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverträgen ausschließlich gegenüber Dritten, die sich wie folgt gliedern:

1. fällig innerhalb des nächsten Geschäftsjahres in Höhe von TEURO 291 (Vorjahr TEURO 305), 2. fällig innerhalb der darauffolgenden drei Geschäftsjahre in Höhe von TEURO 151 (Vorjahr TEURO 439).

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2022 wurde in 2024 in Höhe von EURO 9.600.000,00 ausgeschüttet. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 Höhe von EURO 1.400.600,20 und den nach der für 2022 vorgenommenen Ausschüttung verbliebenen Gewinnvortrag in Höhe von EURO 147.205,78 mit EURO 1.500.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Gewinnvortrag in Höhe von EURO 47.805,98 vorzutragen.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 75 Voll- und Teilzeitkräfte (im Vorjahr 71) beschäftigt (ausschließlich Angestellte).

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer Herr Martin Bittner, Luftverkehrskaufmann

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr für PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vereinbarte Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt EURO 38.000 (Vorjahr: EURO 35.000).

Anteilsbesitz

Globe Air Cargo GmbH ist an der Charter Solutions GmbH, Mörfelden-Walldorf, zu 100% beteiligt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag beträgt EURO -59.579,17 (Vorjahr Eigenkapital EURO 189.647,15) und der Jahresfehlbetrag 2023 beträgt EURO -249.226,32 (Vorjahr Jahresüberschuss EURO 23.643,84).

Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen des größten und kleinsten Konsolidierungskreises ist EUROPEAN CARGO SERVICES S.A. mit Sitz in Roissy, Frankreich. Der von der Muttergesellschaft aufgestellte Konzernabschluss wird im elektronischen Handelsregister Frankreich (www.infogreffe.fr) veröffentlicht.

Ereignisse nach dem Stichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Mörfelden-Walldorf, 29. November 2024

Bittner

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Globe Air Cargo GmbH Luftfahrtagentur, Mörfelden-Walldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Globe Air Cargo GmbH Luftfahrtagentur, Mörfelden-Walldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Globe Air Cargo GmbH Luftfahrtagentur für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 29. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Guido Tamm, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Meyer, Wirtschaftsprüfer

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