Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 38176
Eingetragen
29.10.2020
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von HandwerkzeugenHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von sonstigen harten Stoffen
Gegenstand
Die Fertigung von Präzisionsteilen, Baugruppen, Werkzeugen und Spritzgussteilen. Die Kernprozesse sind Drehen und Fräsen, Funkenerosion, Metall-Laserschmelzen, Formenbau, Spritzguss, Engineering und Robotik, sowie Messen und Qualifizieren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karlheinz Nüßlein
seit 29.10.2020
Vorstandsmitglied
Prokura
Marc Karl Volkhardt
seit 29.10.2020
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

toolcraft AG

Georgensgmünd

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

toolcraft AG, Georgensgmünd

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die toolcraft AG ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das in der Fertigung von Präzisionsteilen, Baugruppen, Werkzeugen und Spritzgussteilen tätig ist. Unsere Kernprozesse sind Drehen und Fräsen, Funkenerosion, Additive Fertigung, Formenbau, Spritzguss, Engineering und Robotik sowie Messen und Qualifizieren.

Zu unseren Kunden zählen namhafte Unternehmen in den Branchen Halbleiterindustrie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Motorsport und Automotive, optische Industrie, Defence und Spezialmaschinenbau.

Die Kunden sehen uns nicht nur als reines Fertigungsunternehmen, sondern als Anbieter von Komplettlösungen - von der ersten Idee bis zum Endprodukt. Wir unterstützen diese Entwicklung durch innovative Fertigungsverfahren und ein hohes Maß an Qualität und Verlässlichkeit.

Die Bereiche Zerspanung, Additive Fertigung, Engineering und Robotik sowie Spritzguss sind in Georgensgmünd, der Bereich Formenbau im benachbarten Spalt angesiedelt.

Alle Geschäftsbereiche bestehen unverändert fort.

2. Forschung und Entwicklung

Wir unterstützen unsere Auftraggeber im Bereich der Forschung, der technischen Entwicklung und der Konstruktion. Dabei bauen wir auf zukunftsweisende Konzepte, die wir langfristig verfolgen.

Unsere Innovationskraft entsteht durch hohe Investitionsbereitschaft, hohe Fertigungstiefe, flache Hierarchien sowie Vertrauen und Motivation zu Eigenverantwortung.

Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft sind aber unsere hochqualifizierten Mitarbeiter, deren Fort- und Weiterbildung wir als Investition in die Zukunft fördern.

Zusätzlich pflegen wir ein Netzwerk mit verschiedenen Hochschulen und Universitäten sowie innovativen nationalen und internationalen Partnern.

In diesem Kurs bestätigen uns zahlreiche erfolgreich abgeschlossene Kundenprojekte wie die Entwicklung und der Bau mehrerer Roboterlösungen zur Automatisierung von Entnahme- und Montagetätigkeiten sowie zur präzisen und prozesssicheren Bearbeitung verschiedener Materialien.

Auch konnten wir in vielen Fällen mit der Substitution von konventioneller Fertigungstechnologie durch die additive Fertigung Vorteile für unsere Kunden bei Bauteilgewicht, Funktionalität und Kosten generieren. Dieses neuartige Fertigungsverfahren wird auch in Bezug auf Nachhaltigkeit von unseren Kunden und Interessenten als äußerst attraktiv angesehen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden staatlich geförderte Entwicklungsprojekte in den Bereichen Additive Fertigung sowie Robotik und Engineering begonnen und ein Förderbescheid für ein neues Entwicklungsprojekt in den Bereichen Formenbau und Spritzguss erteilt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland im Jahr 2022 von 1,8 % ergab sich im Jahr 2023 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Bei der Betrachtung des Jahresverlaufes zeigt sich, dass das Bruttoinlandsprodukt bereits ab dem zweiten Quartal unter dem Wert des jeweiligen Vorjahresquartals lag.

Dabei verlief die Entwicklung in den meisten Wirtschaftsbereichen negativ. Der private und staatliche Konsum sank hauptsächlich aufgrund der hohen Preissteigerungen und im Baugewerbe führten andauernd hohe Baupreise sowie steigende Bauzinsen zu einem Rückgang der Bauinvestitionen. Die deutschen Exporte litten unter der weltweiten Industrieschwäche, lediglich bei den Ausrüstungsinvestitionen war ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Die konjunkturelle Entwicklung verlief 2023 in den einzelnen Regionen der Welt unterschiedlich. In der EU ergab sich mit 0,5% eine leichte Erhöhung des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes gegenüber dem Vorjahr. Sowohl in Ostasien ohne China (+3,3%) als auch in den USA (+2,5%) war ein höheres Wachstum zu verzeichnen.

In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie lag die Produktion 2023 um 4,4% über dem Niveau des Jahres 2022, ausgehend jedoch von einem sehr niedrigen Vorjahresniveau. Dabei war nach Überwindung der Energiekrise und der Liefer- und Materialengpässe die zunehmend schwächere Auftragslage der Grund für die im Jahresverlauf rückläufige Kapazitätsauslastung.

Während einige Branchen wie die Elektronikindustrie oder die Metallerzeuger ihre Produktion drosseln mussten, konnten die Hersteller von Metallerzeugnissen ihre Produktion um 3,3% ausweiten.

Im gesamten Jahr 2023 ist die Zahl der Beschäftigten sowohl in Bayerns Metall- und Elektroindustrie insgesamt als auch bei den Herstellern von Metallerzeugnissen gegenüber dem Vorjahr weiter angestiegen.

Zum Jahresende 2023 waren in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie etwa 878.000 Personen beschäftigt, der bisherige Höchststand vom November 2018 wird damit um gut 6.000 Personen überschritten.

2. Geschäftsverlauf

In diesem zunehmend schwierigen konjunkturellen Umfeld können wir auf ein sehr zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurückblicken.

Entgegen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung konnten wir in für uns zentralen Kundenbranchen eine positive Entwicklung der Nachfrage verzeichnen. Dank der getätigten Investitionen zur Kapazitätserweiterung konnten die erhöhten Abrufe unserer Kunden auch umgesetzt werden. Der für das Geschäftsjahr 2023 geplante Gesamtumsatz wurde mit 67,9 Mio. € erreicht, die Gesamtleistung lag aufgrund der zusätzlichen Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen mit 68,6 Mio. € etwa 0,9 Mio. € über dem geplanten Wert.

Der für das Jahr 2023 angenommene weitere Anstieg bei den Preisen für Material und Fremdleistungen trat erfreulicherweise nicht ein. Die Stabilisierung der Materialpreise und der Rückgang der Energiekosten sorgten für eine Verbesserung der Rohertragsquote. Infolgedessen überstieg der Rohertrag mit 49,7 Mio. € den für 2023 geplanten Wert um knapp 2,6 Mio. €.

Die Beschäftigung blieb im gesamten Jahresverlauf 2023 durchgehend auf einem hohen Stand, der Personalaufwand lag sowohl absolut als auch im Verhältnis zur Gesamtleistung auf dem geplanten Niveau.

Die Abschreibungen und Leasingkosten erreichten, bedingt durch Verzögerungen bei der Auslieferung von Maschinen nicht ganz den für das Jahr 2023 geplanten Wert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtsjahr, unter anderem durch nicht benötigte Aufwendungen für projektspezifische Unterstützungsleistungen unter dem geplanten Wert.

Damit lag sowohl das Betriebsergebnis mit 12,2 Mio. € als auch das Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern im Gesamtjahr 2023 mit 12,9 Mio. € über dem geplanten Wert.

Der Geschäftsverlauf wurde durch keine außergewöhnlichen Entwicklungen und Ereignisse belastet, die maßgeblichen Einfluss auf das Jahresergebnis hatten. Es waren keine Um- und Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist trotz der Krisen im konjunkturellen Umfeld weiterhin geprägt von unserem operativen Geschäft und ist damit mit der Situation der vergangenen Jahre vergleichbar.

a) Ertragslage

Der größte Teil unserer Umsätze wurde auch 2023 im Bereich der zerspanenden Fertigung von Präzisionsteilen erzielt. Dieser Bereich bildet den Kernbereich und den Ursprung des Unternehmens. Der Beitrag der in den letzten Jahren hinzugekommenen Technologie Additive Fertigung erhöhte sich 2023 weiter. Der Umsatz in den Geschäftsbereichen Zerspanung und Additive Fertigung konnte im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Drittel gesteigert werden und trug etwa zwei Drittel zum Gesamtumsatz bei.

Im Bereich Formenbau, Drahterosion und Spritzguss waren die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um knapp 4% rückläufig. Damit sank der Beitrag zum Gesamtumsatz im Berichtsjahr auf etwa 29%.

Im Bereich Engineering und Robotik stiegen die Umsätze durch den Abschluss eines größeren Projektes im Vergleich zu 2022 deutlich an und trugen nach 2% im Vorjahr jetzt 5% zum Gesamtumsatz bei.

Insgesamt stieg der Umsatz im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 23% auf 67,9 Mio. € an.

Da die Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen weniger stark ausfiel als im Vorjahr, erhöhte sich die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Mio. € auf 68,6 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg um 16%.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen erhöhte sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio. €. Die nur moderate Erhöhung liegt unter anderem an einer Normalisierung der Energiepreise im Jahr 2023 nach der massiven Verteuerung im Vorjahr.

Damit stieg der Rohertrag (definiert ohne sonstige betriebliche Erträge) um 20% auf 49,7 Mio. € und lag im Verhältnis zur Gesamtleistung in etwa 2%-Punkte über dem Niveau des Vorjahres.

Im Jahr 2023 stieg die Beschäftigung weiter an, so dass zum Jahresende unsere Beschäftigungslage als gut zu bezeichnen ist. Durch die Zunahme der Beschäftigung und eine Entgelterhöhung erhöhte sich auch der absolute Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr um etwa 3,0 Mio. €, lag im Verhältnis zur Gesamtleistung allerdings etwa 1%-Punkt niedriger.

Erfreulicherweise entwickelten sich die Auftragseingänge im Jahr 2023 weiter positiv, so dass die vor allem im Geschäftsbereichen Zerspanung die Investitionsmaßnahmen wie geplant durchgeführt wurden. Die Abschreibungen und Leasingkosten stiegen, auch bedingt durch die in den Vorjahren durchgeführten Investitionen, gegenüber dem Jahr 2022 um 5%.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 639 T€, lagen damit aber im Verhältnis zur Gesamtleistung etwa 0,9%-Punkte unter dem Vorjahresniveau.

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtsjahr mit -132 T€ aufgrund von gestiegenen Zinserträgen gegenüber dem Vorjahr um 39%.

Das Ergebnis aus Wechselkurseinflüssen fiel 2023 mit -115 T€ negativ aus (Vorjahr +154 T€) und resultiert aus in US-Dollar fakturierten Umsätzen.

Damit wurde nach 8.596 T€ im Vorjahr im Berichtsjahr 2023 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 12.896 T€ erreicht.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Skonto- bzw. Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Das Anlagevermögen ist vollständig durch unser Eigenkapital gedeckt.

Im kurzfristigen Bereich finanzierte sich die Gesellschaft durch den positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, im Berichtsjahr 2023 wurden keine Eurogeldmarkt- und Kontokorrentkredite in Anspruch genommen. Wir verfügten über deutlich höhere Kreditlinien, als wir im Geschäftsjahr 2023 tatsächlich in Anspruch genommen haben.

Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag 2023, bei einer um 18% gestiegenen Bilanzsumme, 4%-Punkte über dem Vorjahreswert und beträgt jetzt zwei Drittel der Bilanzsumme. Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hat die Unternehmensphilosophie, die erwirtschafteten Ergebnisse größtenteils im Unternehmen zu belassen.

Nachdem 2017 im Rahmen der Neustrukturierung der betrieblichen Altersvorsorge ein signifikanter Teil der bestehenden Pensionszusagen abgelöst wurde, stiegen die verbliebenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gegenüber dem Vorjahr um 2% an. Die Ursache für die im Vergleich zu den letzten Jahren nur geringe Erhöhung ist die Trendwende beim 10-Jahresdurchschnittszinssatz. Mit einer Erhöhung um knapp 3% stieg dieser, erstmals seit der Ausweitung des Betrachtungszeitraums bei der Ermittlung des durchschnittlichen Rechnungszinses zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen von sieben auf zehn Geschäftsjahre, gegenüber dem Vorjahr wieder an.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich 2023 trotz der Teilauszahlung eines langfristigen Darlehens zur Finanzierung von Maschinen gegenüber dem Vorjahr um 4%, ihr Anteil an der Bilanzsumme reduzierte sich auf etwa 15%. Wie schon im Vorjahr bestanden zum Bilanzstichtag keine Eurogeldmarkt- und Kontokorrentkredite.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen Ende 2023 3% der Bilanzsumme, nach 1% und 3% in den beiden Vorjahren. Die Bilanzposition umfasst lediglich zum Stichtag 31.12.2023 noch nicht fällige Verbindlichkeiten. Die Veränderung dieser Verbindlichkeiten ist bedingt durch die zeitliche Nähe von Lieferterminen und Zahlungszielen aus Investitionen zum Bilanzstichtag. Sämtliche Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsziele unter Ausnutzung der Skontofrist beglichen.

Die Sachinvestitionen betrugen in 2023 6,9 Mio. € und lagen damit über dem Niveau des Vorjahres (4,8 Mio. €). Es wurde hauptsächlich in neue technische Anlagen und Maschinen (4,3 Mio. €) und Betriebs- und Geschäftsausstattung (1,8 Mio. €) investiert sowie Anzahlungen auf technische Anlagen geleistet (0,5 Mio. €).

Im Jahr 2023 wurden keine neuen Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Produktionsmaschinen und Fahrzeuge für die nächsten Jahre eingegangen. Die zum 31.12.2023 bestehenden Verpflichtungen liegen im Durchschnitt der nächsten 3 Jahre bei ca. 0,8 Mio. € p.a..

Im Geschäftsjahr 2023 wurden alle Anteile an der toolcraft Holding GmbH vom bisherigen Gesellschafter erworben und eine Kapitalrücklage in die neue Tochtergesellschaft eingebracht. Die toolcraft Holding GmbH hat ebenfalls im Jahr 2023 50% der Anteile an der Firma PT Yogya Presisi Tehnikatama Industri mit Sitz in Yogyakarta, Indonesien, mit der schon lange eine enge Partnerschaft besteht, erworben. Damit waren in der toolcraft AG zum 31.12.2023 Finanzanlagen in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) vorhanden.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft stieg gegenüber dem Vorjahr um etwa 18% an und liegt zum 31.12.2023 bei 64,2 Mio. €.

Den erwirtschafteten Abschreibungen von 5,5 Mio. € standen im Jahr 2023 Investitionstätigkeiten in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen von 7,1 Mio.€ gegenüber. Obwohl sich dadurch das Anlagevermögen ohne Finanzanlagen im Vergleich zum Vorjahr um ca. 4% erhöhte, ging die Anlagenintensität von 57% auf 51% der gestiegenen Bilanzsumme zurück.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 31%, dadurch stieg der Anteil an der Bilanzsumme von 42% in 2022 auf 47% in 2023.

Der größte Anstieg ergab sich bei den liquiden Mitteln, deren Anteil an den Aktiva wuchs um 4 %-Punkte.

Der Wert der Vorräte erhöhte sich, insbesondere aufgrund des gesunkenen Wertes der offen von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gegenüber dem Vorjahr um 21%. Trotz einer Stabilisierung der Lieferketten wurden die Bestände bei Rohmaterialien, unfertigen Erzeugnissen und Fertigerzeugnissen weiter erhöht, um eine konstante Lieferfähigkeit sicherzustellen.

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung erhöhten sich, bedingt durch das Umsatzwachstum, gegenüber dem 31.12.2022 um 16%.

Damit blieb die Umschlagshäufigkeit der Vorräte auf Basis der Umsätze gegenüber dem Vorjahr annähernd konstant, die Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen erhöhte sich dagegen um knapp 6%.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens verwendet die toolcraft AG im Wesentlichen Größen der Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtleistung, Ergebnis vor Einkommens- und Ertragssteuern), Kennzahlen der Bilanz (Eigenkapitalquote, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) sowie operative Kennzahlen wie Auftragsbestand und Investitionen. Weitere Erläuterungen und Kennziffern sind im Rahmen der Ertragslage bzw. der Finanzlage dargestellt.

5. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Im Jahr 2023 hatten neben den Folgen der externen Ereignisse der vergangenen Jahre auch zunehmend die wirtschaftliche Unsicherheit und strukturelle Herausforderungen negative Auswirkungen auf die deutsche und bayerische Metallindustrie. Durch die hohe Nachfrage vor allem aus der Halbleiterindustrie und der Luftfahrtbranche sowie dem Serienanlauf von neuen Projekten konnte sich die toolcraft AG von dieser konjunkturellen Entwicklung abkoppeln und kann auf ein insgesamt sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurückblicken.

Bei den wesentlichsten Kennzahlen Gesamtleistung, Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern und Eigenkapitalquote konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 absolut zufriedenstellende Ergebnisse erzielen.

Sowohl die Gesamtleistung als auch das Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern konnten weiter gesteigert werden. Damit war 2023 das aus finanzieller Sicht beste Geschäftsjahr der Firmengeschichte.

Die Eigenkapitalquote konnte weiter erhöht werden und ist im Hinblick auf die, bedingt durch die sehr kapitalintensiven Geschäftsfelder, gestiegene Bilanzsumme äußerst zufriedenstellend.

Die für die geplante Steigerung der Ausbringung notwendigen Investitionen wurden 2023 umgesetzt und gleichzeitig konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduziert werden.

Der Auftragsbestand lag sowohl im Jahresdurchschnitt als auch zum Jahresende 2023 deutlich über den Werten der Vorjahre.

Die insgesamt gute Entwicklung und Lage der Gesellschaft sehen wir als Bestätigung für das auf Stabilität und Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftsmodell des Familienunternehmens.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die dieser Prognose zugrundeliegende Planung wurde zu Beginn des Jahres 2024 auf Basis der zu diesem Zeitpunkt bekannten Informationen durch den Vorstand und die Leitung der einzelnen Geschäftsbereiche erstellt und dem Aufsichtsrat vorgestellt. Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind dabei nicht geplant.

Auf Grundlage der Informationen unserer Kunden und einem konstant hohen Auftragseingang gehen wir in dieser Planung für das Geschäftsjahr 2024 von einer steigenden Beschäftigung aus. Demzufolge erwarten wir im Jahresdurchschnitt eine Erhöhung der Mitarbeiteranzahl um etwa 20 Vollzeitstellen.

Neben den im Jahr 2023 bereits beauftragten aber noch nicht gelieferten Maschinen und Anlagen sind für 2024 weitere Erweiterungsinvestitionen in Produktionsanlagen und Gebäude geplant, so dass die Investitionssumme insgesamt den Wert des Vorjahres voraussichtlich übertreffen wird.

Ausgehend von diesen Prämissen erwarten wir für die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2024 eine Erhöhung knapp 20%, was in etwa dem durchschnittlichen Wachstum der letzten drei Jahre entspricht.

Aufgrund des vermehrten Einkaufs von Fremdleistungen und Zukaufteilen erwarten wir für 2024 einen steigenden Materialkostenanteil. Durch die geplanten Einstellungen und die vereinbarte Entgelterhöhung ist mit steigenden Personalkosten zu rechnen. Zusätzliche planmäßige Abschreibungen werden sich 2024 aus den bereits getätigten und den neu geplanten Investitionen ergeben. Aufgrund der höheren Gesamtleistung, steigenden Instandhaltungskosten sowie geplanten Anlaufkosten für Projekte gehen wir von höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus.

Insgesamt erwarten wir für 2024 ein Ergebnis vor Ertragsteuern, das im Verhältnis zur Gesamtleistung auf dem Niveau des Vorjahres liegt.

2. Chancenbericht

Mit unseren Investitionen nehmen wir die Möglichkeiten wahr, neue Geschäftspotenziale zu realisieren und unsere Marktposition zu halten bzw. auszubauen. Mit der Verankerung der Motivation unserer Mitarbeiter in unseren Werten und deren Ausrichtung auf Innovationen fördern wir zusätzlich die Wahrnehmung von Chancen.

Dazu werden auch die im Jahr 2023 durchgeführten (Re-)Zertifizierungen für die Industrie nach ISO9001, ISO14001, für die Luft- und Raumfahrt nach EN 9100, für die Medizintechnik nach EN 13485 sowie für den Bereich Additive Fertigung nach Nadcap AM und DIN EN ISO 3834-2 beitragen.

Um die erhöhten Sauberkeitsanforderungen unserer Kunden an ihren Bauteilen zu erfüllen, wurden bereits in den letzten Jahren verstärkt Kompetenzen im Bereich der technischen Reinigung von Bauteilen aufgebaut. Auch 2024 wird dieser Kompetenzbereich durch weitere Investitionen ausgebaut.

Im Bereich der zerspanenden Fertigung wird die Automatisierung des Maschinenparks mit neuen Konzepten weiter vorangetrieben, um die vorhandenen und neu installierten Kapazitäten besser auszulasten.

Im Werkzeugbau wird eine Modernisierung und Automatisierung des Maschinenparks sowohl zu einer Erhöhung der Oberflächenqualität und Präzision als auch zu einer Steigerung der Effizienz führen.

Im Bereich Spritzgussfertigung sollen weitere Projekte für das Equipment zur Verarbeitung von Silikon im Flüssigspritzguss-Verfahren (LSR) umgesetzt und damit zukünftig zusätzliche Umsätze durch Spritzgussteile aus Flüssigsilikon generiert werden.

Die Digitalisierungsstrategie des Unternehmens wird auch weiterhin mit der Implementierung von neuen Software-Assistenzsystemen in den Bereichen ERP, Simulation, MES (Manufacturing Execution System), PLM (Production Lifecycle Management) und Data Analytics intensiviert.

3. Risikobericht

a) Umfeld- und Branchenrisiken

In ihrem aktuellen Frühjahrsgutachten prognostizieren die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für Deutschland im Jahr 2024 eine Fortsetzung der konjunkturellen Schwächephase. Strukturelle und konjunkturelle Faktoren überlagern sich und führen zu einem minimalen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um nur 0,1 %. Für die Weltwirtschaft fallen die Prognosen positiver aus, hier rechnet man mit einer moderaten Aufwärtsbewegung und einem Wachstum von 2,5%.

Das größte Risiko für die künftige konjunkturelle Entwicklung ist eine Eskalation der diversen geopolitischen Konflikte im Nahen Osten, der Ukraine und weiteren Weltregionen. Aber auch die Inflationsgefahr in den USA und Europa ist aufgrund der Lohnentwicklungen noch nicht gebannt und das hohe Zinsniveau verteuert die Finanzierung von Investitionen. Die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland werden den Forschern zufolge im Jahr 2024 zurückgehen, da die Unternehmen vor allem Ersatzinvestitionen aber kaum Erweiterungen planen.

In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie konnten aufgrund der nachlassenden Lieferengpässe viele der aufgestauten Aufträge abgearbeitet werden, nun wird aber die schwache Nachfrage - sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland - zunehmend spürbar. Die bayerische Metall- und Elektroindustrie geht im Jahresdurchschnitt 2024 von einer Stagnation der Produktion auf dem Vorjahresniveau und einem leichten Rückgang der Beschäftigung aus.

Neuerliche Unterbrechungen von industriellen Lieferketten oder massive Nachfrageeinbrüche durch eskalierende geopolitische Konflikte, wieder steigender Inflation oder weitere Zinsanstiege könnten 2024 zu einem Rückgang der Kundenabrufe führen. Sollte sich die Konjunktur in unseren Absatzmärkten nicht nur vorübergehend rückläufig entwickeln, können für uns erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Durch die breite Kundenbasis in der Halbleiterindustrie, der Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrt, der Automobilentwicklung, dem Rennsport, dem Spezialmaschinenbau und der Elektrotechnik wird einer Kunden- und Branchenabhängigkeit entgegengewirkt.

Die Exportquote der Gesellschaft sank wie erwartet von 45% im Vorjahr auf 38% im Jahr 2023. Für 2024 erwarten wir erneut einen leichten Rückgang des Exportanteils. Wenngleich die Thematik angesichts der aktuellen Entwicklungen etwas aus dem Fokus gerückt ist, könnten auch Handelskonflikte, die den Welthandel belasten in den nächsten Jahren negative Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen zu unseren ausländischen Kunden haben.

Zur Sicherung des Unternehmenserfolges ist es notwendig, Risiken zu erkennen und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen bzw. einzugrenzen. Dafür haben wir ein Risiko- und Kontrollsystem eingeführt. Die installierten Controlling-Maßnahmen gewährleisten eine hohe Transparenz und bieten zeitnahe Informationen über die Entwicklung unseres Unternehmens.

In regelmäßigen, vom Vorstand begleiteten Teamleiter- und Projektleitersitzungen werden alle Projekte besprochen und abgestimmt. Bei risikorelevanten Entscheidungen sind die Vorstände unmittelbar eingebunden.

b) Ertragsorientierte Risiken

Als Auftragsfertiger besteht das Risiko, dass sich größere Kundenprojekte nicht wie von unseren Kunden geplant umsetzen lassen und sich dadurch auch zugesagte Aufträge verzögern oder ganz ausfallen. Die mögliche finanzielle Auswirkung wäre dabei hoch, die Risikolage beim Umsatz wird aber auch angesichts der aktuellen Krisen für die einzelnen Branchen unterschiedlich eingestuft. Insgesamt gehen wir zum aktuellen Zeitpunkt davon aus, dass die für uns elementaren Absatzmärkte nicht oder nur vorübergehend von einem Nachfrageeinbruch betroffenen sein werden. Demzufolge wird die Risikolage als mittel eingestuft.

Bei der Neukundengewinnung wird der Fokus deshalb weiterhin auf innovative und finanzstarke Unternehmen gerichtet, die in ihrer Branche im Premiumbereich angesiedelt sind.

Auf der Beschaffungsseite haben sich im Jahr 2023 die Beschaffungsrisiken aufgrund der deutlichen Abschwächung von Preissteigerungen und der normalisierten Lieferzeiten gegenüber dem Vorjahr reduziert. Es werden aber für kritische Rohmaterialien in vielen Fällen weiterhin durch unsere Kunden Rahmenverträge direkt mit den Herstellern oder Händlern geschlossen, aus denen unsere Materialversorgung sichergestellt wird. Bei einem Stopp der Produktion aufgrund fehlenden Materials wäre die mögliche finanzielle Auswirkung hoch, die Risikolage wird derzeit als mittel bis gering eingestuft.

Bei Personalrisiken, die sich aus einer hohen Fluktuation im Bereich von besonders qualifiziertem Fach- und Führungspersonal ergeben, wäre die mögliche finanzielle Auswirkung hoch, die Risikolage hat sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert und wird als gering eingestuft.

Um auch in Zukunft über genügend Facharbeiter zu verfügen, führen wir unser Ausbildungskonzept mit einer Ausbildungsquote von derzeit über 10% fort. Sämtliche ausgelernte Auszubildende haben wir 2023 in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernommen.

Die zahlreich eingehenden Bewerbungen bestätigen, dass wir als attraktiver Arbeitgeber in der Region wahrgenommen werden. Diesen Status wollen wir durch ein ansprechendes und familiäres Arbeitsumfeld sowie individuelle Fortbildungsmaßnahmen weiterhin erhalten.

Zur Vermeidung des Ertragsrisikos wird für jedes größere potenzielle Investitions- und Kundenprojekt eine Rentabilitätsberechnung und ein Liquiditätsplan erstellt.

c) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen übliche betriebliche Forderungen und Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen), Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aufgenommene mittel-/langfristige Darlehen. Derivative Finanzinstrumente kommen in Form einfach strukturierter Swaps zur Zinssicherung zur Anwendung.

Zur Absicherung von zukünftigen Währungsrisiken aus in US-Dollar fakturierten Umsätzen wurden 2023 Devisentermingeschäfte mit gestaffelten Laufzeiten im Folgejahr abgeschlossen.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm in einem guten Branchenmix. In Berichtszeitraum gab es bei keinem unserer Kunden einen Forderungsausfall.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer weitergehenden neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer potenziellen Kunden.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Durch die Neustrukturierung der betrieblichen Altersvorsorge und die damit verbundene Reduzierung von Ansprüchen aus einer bestehenden Direktzusage im Jahr 2017 konnte für die Zukunft das Risiko von steigenden Rückstellungen für Pensionen aufgrund der Zinsentwicklungen reduziert werden.

Durch die zuletzt gestiegenen Zinsen haben sich die Finanzierungskosten für Neuinvestitionen erhöht, dies stellt aber angesichts der guten Ertragslage und der vorhandenen Liquidität aus unserer Sicht ein geringes Risiko dar.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind finanzielle Risiken derzeit nicht erkennbar.

d) Gesamtaussage

Dem Wettbewerb in unserem Marktsegment werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und einem hohen Maß an Qualität und Flexibilität begegnen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

IV. Abhängigkeitsbericht

Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als Vorstand der toolcraft AG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

 

Georgensgmünd, den 13.05.2024

gez. Karlheinz Nüßlein

gez. Christoph Hauck

gez. Marc Volkhardt

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 34.021.572,87 31.177.143,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 607.111,61 952.363,57
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 607.111,11 952.363,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
II. Sachanlagen 31.814.461,26 30.224.779,43
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.396.496,68 15.064.861,73
2. technische Anlagen und Maschinen 11.429.035,19 9.469.457,42
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.833.641,17 4.010.461,70
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.155.288,22 1.679.998,58
III. Finanzanlagen 1.600.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.600.000,00
B. Umlaufvermögen 29.948.576,01 22.916.159,19
I. Vorräte 15.239.656,87 12.568.579,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.463.513,49 3.998.370,30
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.958.849,62 8.858.807,62
3. fertige Erzeugnisse und Waren 3.488.171,30 2.849.712,10
4. geleistete Anzahlungen 34.200,00 0,00
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.705.077,54 3.138.311,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.468.462,78 8.198.720,33
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.438.045,09 8.129.924,49
2. sonstige Vermögensgegenstände 30.417,69 68.795,84
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.240.456,36 2.148.859,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 196.319,65 220.198,67
Aktiva 64.166.468,53 54.313.500,86

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 42.849.947,99 34.095.893,31
I. Gezeichnetes Kapital 1.180.000,00 1.180.000,00
II. Kapitalrücklage 6.120.000,00 6.120.000,00
III. Gewinnrücklagen 133.202,59 133.202,59
1. gesetzliche Rücklage 100.000,00 100.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 33.202,59 33.202,59
IV. Bilanzgewinn 35.416.745,40 26.662.690,72
davon Gewinnvortrag 26.122.690,72 20.484.907,88
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 216.477,68 254.608,93
C. Rückstellungen 8.396.327,78 8.245.577,99
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.757.964,71 2.700.532,71
2. Steuerrückstellungen 1.797.791,21 2.444.312,68
3. sonstige Rückstellungen 3.840.571,86 3.100.732,60
D. Verbindlichkeiten 12.626.087,51 11.600.979,57
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.931.793,34 10.369.941,43
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.164.112,66 785.244,48
3. sonstige Verbindlichkeiten 530.181,51 445.793,66
davon aus Steuern 445.141,65 420.203,21
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.817,84 8.322,34
E. Rechnungsabgrenzungsposten 77.627,57 116.441,06
Passiva 64.166.468,53 54.313.500,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 67.874.861,58 55.259.670,89
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 738.501,20 3.788.058,08
3. sonstige betriebliche Erträge 1.311.813,55 1.529.944,90
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 134.125,77 270.710,01
4. Materialaufwand 18.951.206,16 17.523.484,04
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.404.044,22 12.809.822,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.547.161,94 4.713.661,36
5. Personalaufwand 24.101.796,43 21.132.215,00
a) Löhne und Gehälter 20.052.914,59 17.472.745,47
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.048.881,84 3.659.469,53
davon für Altersversorgung 163.846,55 202.522,31
6. Abschreibungen 5.517.102,72 5.423.446,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.517.102,72 5.423.446,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.195.111,33 7.555.934,76
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 248.934,52 117.077,72
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89.364,97 28,73
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 221.453,80 216.718,33
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 48.848,00 48.476,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.602.333,40 2.417.830,54
11. Ergebnis nach Steuern 9.425.537,46 6.308.073,93
12. sonstige Steuern 131.482,78 130.291,09
13. Jahresüberschuss 9.294.054,68 6.177.782,84
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 26.122.690,72 20.484.907,88
15. Bilanzgewinn 35.416.745,40 26.662.690,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

toolcraft AG, Georgensgmünd

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben und Gliederung

Die toolcraft AG, Georgensgmünd, wird vom Registergericht Nürnberg unter der Nummer HRB 38176 geführt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes gegliedert.

Abweichungen zum Vorjahr sind nicht gegeben, Anpassungen im Ausweis waren daher nicht erforderlich.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden Angaben gemäß § 253 Abs. 6 HGB, § 268 Abs. 4 S.1 HGB und § 268 Abs. 5 S.1 HGB im Anhang dargestellt. Dies gilt ebenso für die Darstellungswahlrechte aus dem Aktiengesetz.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des deutschen Handelsgesetzbuches maßgebend:

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen werden unter Beachtung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und der handelsrechtlichen Bestimmungen festgelegt. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode.

Im Berichtsjahr wurden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über € 150,00 und bis zu € 800,00 voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten oder zu einem niedrigeren Wert, der den Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag beizulegen war.

Vorratsvermögen

Die Vorräte wurden in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu einem niedrigeren Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet.

Die Herstellungskosten umfassen Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie handelsrechtlich aktivierungspflichtige Gemeinkosten.

Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und zugekauften Komponenten erfolgt die Bewertung nach der Durchschnittsmethode anhand der tatsächlich angefallenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Erhaltene Anzahlungen wurden von den unfertigen Erzeugnissen offen abgesetzt im Vorratsvermögen ausgewiesen, soweit sie in Fertigung befindliche Aufträge betreffen. Ansonsten erfolgt der Ausweis in den Verbindlichkeiten.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel

Diese sind mit den Nennwerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet worden.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Einzelwertberichtigungen auf Forderungen wurden aktivisch abgesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben im Berichtsjahr und den Vorjahren ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.

Investitionszuschüsse

Bei der Bilanzierung von erhaltenen Investitionszuschüssen wird i.d.R. die sog. Nettomethode, d.h. der direkte Abzug von den Anschaffungs- und Herstellkosten, genutzt. Nur in Ausnahmefällen wird aus Zuordnungsgründen auch die sog. Bruttomethode, also die passive Abgrenzung der Investitionszuschüsse, genutzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Bewertung von Pensionsrückstellungen basiert auf einer versicherungsmathematischen Bewertung unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens und der Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahr 2018. Bei der handelsbilanziellen Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde die Neuregelung des § 253 Absatz 6 HGB angewandt. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von € 54.573,00, welcher einer Gewinnausschüttungssperre unterliegt, resultiert aus dem Unterschied zwischen dem 10 - Jahresdurchschnittszinssatz von 1,83% zu dem 7 - Jahresdurchschnittszinssatz von 1,75%. Den Berechnungen liegt ein Diskontierungszinssatz von 1,83% p.a. und eine Fluktuationsrate von 0,00% p.a. zu Grunde. Rententrends wurden allgemein mit 1,00% berücksichtigt bzw. in Einzelfällen mit einem vertraglich vereinbarten Wert.

Die erfolgswirksamen Änderungen des Diskontierungszinssatzes werden im Personalaufwand erfasst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Ertrag der Folgejahre darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.

Sonstige Angaben

Währungsumrechnung:

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Bankguthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Langzeitkonten:

Die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Langzeitkonten für Zeitwertguthaben von Arbeitnehmern dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

II. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens ist aus Anlage 3/14 zum Anhang zu ersehen, die Bestandteil des Anhangs ist.

Es wurde ein Investitionszuschuss für die Erweiterung des Unternehmens gewährt, der in einen Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen eingestellt wurde. Dieser Posten wird gegen Abschreibungen aufgelöst, sodass die ausgewiesenen Abschreibungsbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung und im Anlagenspiegel in Höhe von € 38.131,25 differieren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Gegenüber dem Unternehmen PT Yogya Presisi Tehnikatama Industri (YPTI), mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht, liegt zum Bilanzstichtag eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.305,67 vor.

Flüssige Mittel

In den flüssigen Mitteln ist ein Konto für Kündigungsgeld (35 Tage Kündigungsfrist) in Höhe von € 1.004.512,54 enthalten.

Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist in 1.180.000 voll eingezahlte auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,00 je Stückaktie eingeteilt. Das gezeichnete Kapital besteht aus 1.000.000 Stammaktien sowie 180.000 Vorzugsaktien.

Zum Bilanzstichtag besteht kein genehmigtes Kapital.

b) Gesetzliche Rücklage

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über eine gesetzliche Rücklage in Höhe von € 100.000,00.

c) Kapitalrücklage

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über eine Kapitalrücklage in Höhe von € 6.120.000,00 (davon € 6.120.000,00 gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB), die 10 Prozent des gezeichneten Kapitals übersteigt.

d) Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn in Höhe von € 35.416.373,40 ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von € 26.122.690,72 enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten als größte Einzelpositionen:

Rückstellungen für Urlaub, Prämien und Tantiemen: € 2.418.925,00 (Vj. € 1.674.844,00)

Rückstellungen für Überstunden: € 705.143,00 (Vj. € 616.366,00)

Verpflichtungen aus Langzeitkonten werden durch zwei entsprechende Gruppenverträge zur Zeitkontenrückdeckung mit einer Versicherungsgesellschaft gesichert. Die Gesellschaft schließt innerhalb dieses Gruppenvertrages für jeden Arbeitnehmer zwei separate Verträge, welche zur Sicherheit an die jeweils berechtigte Person verpfändet werden, ab. Die Versicherungsgesellschaft hat sich verpflichtet, im Insolvenzfall die Ansprüche der Mitarbeiter aus den Versicherungen vollständig oder bei unzureichender Deckung anteilig zu befriedigen.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB betreffen die Verpflichtungen aus Langzeitkonten:

T€ Vj.
T€
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 394,7 147,7
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 394,7 147,7
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 394,7 147,7
Verrechnete Aufwendungen 3,9 3,2
Verrechnete Erträge 3,9 3,2

Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Betrag davon mit einer Restlaufzeit davon gesichert durch Pfandrechte
T€ bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
(Grundschuld)
T€
gegenüber Kreditinstituten 9.931,8 1.895,9 8.035,9 3.699,4 7.217,5
Vorjahr: 10.369,9 2.450,2 7.919,7 4.348,0 8.366,8
erhaltene Anzahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Vorjahr: 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 2.164,1 2.164,1 0,0 0,0 0,0
Vorjahr: 785,3 785,3 0,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 530,2 530,2 0,0 0,0 0,00
Vorjahr: 445,8 445,8 0,0 0,0 0,0
Summe 12.626,1 4.590,2 8.035,9 3.699,4 7.217,5
Vorjahr: 11.601,0 3.861,3 7.919,7 4.348,0 8.366,8

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus Darlehen und sind durch Sicherungsübereignung von Anlagegütern, insbesondere Bearbeitungsmaschinen, gesichert. Die Verbindlichkeiten, die durch die Sicherungsübereignung von Anlagegütern besichert sind, valutieren in Höhe von € 2.661.649,00. Die noch zu produzierenden Vorräte, welche im Zusammenhang mit den erhaltenen Anzahlungen stehen, werden sicherungsübereignet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch den branchenüblichen Eigentumsvorbehalt aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren gesichert.

III. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzaufgliederungen nach Tätigkeitsbereichen
Zerspanung und Additive Fertigung 65,8%
Drahterosion, Formenbau und Spritzguss 29,0%
Engineering und Robotik 5,2%
Summe: 100,0%
Umsatzaufgliederungen nach geografisch bestimmten Märkten
Deutschland 62,0%
EU ohne Deutschland 11,0%
Europa (nicht EU) 6,2%
Nordamerika 9,1%
Süd- und Mittelamerika 0,0%
Asien 11,7%
Afrika 0,0%
Summe: 100,0%

Sonstige betriebliche Erträge

Zuschüsse der öffentlichen Hand zur Entwicklung neuer Techniken wurden erfolgswirksam vereinnahmt.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von € 337.483,16 (Vj. € 523.521,24) enthalten.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Leiharbeit werden unter den Löhnen und Gehältern ausgewiesen.

IV. Ergänzende Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag besteht folgendes Haftungsverhältnis für Gewährleistungsverträge:

Schuldbeitritt für fremde Verpflichtungen in Höhe von T€ 3.493,7 (Vj. T€ 4.031,3) zugunsten eines Aktionärs.

Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, weil keine Anzeichen erkennbar sind, die gegen eine planmäßige Tilgung des Darlehens durch den Aktionär sprechen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen für 2024 € 401.160,00, für 2025 € 366.360,00, für 2026 € 366.360,00 und für 2027 € 366.360,00.

Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen für 2024 € 1.054.992,84, für 2025 € 624.155,52, für 2026 € 592.448,61, für 2027 € 205.628,68 und für 2028 € 0,00.

Aus vereinbarten Investitions- und Lieferverträgen bestand zum 31. Dezember 2023 ein Bestellobligo in Höhe von T€ 7.900.

Bewertungseinheiten

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Krediten werden Zinsswaps eingesetzt. Zum Stichtag bestehen drei Plain-Vanilla-Payer-Zinsswaps (Laufzeit bis zum 30.06.2028, 30.12.2032 bzw. 30.06.2033) über nominal € 2.500.000,00 zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos eines Kreditaufnahmevolumens in gleicher Höhe (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten). Die Wirksamkeit ist auf Basis der Critical-Term-Match-Methode gegeben. Die Bewertungseinheit wird über die Einfrierungsmethode bilanziell dargestellt.

Zur Absicherung von regelmäßig zu erwartenden Umsatzgeschäften in USD werden USD-Terminverkäufe abgeschlossen, die rd. 40 % der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten USD-Umsätze abdecken. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet, d.h. bei der antizipativen Absicherung erfolgt keine Bewertung der geschlossenen Absicherungsgeschäfte zum Stichtag. Zum Stichtag bestehen solche Absicherungen in Höhe von TUSD 2.400.

Latente Steuern

Die Berechnung der im Saldo aktiven latenten Steuern beruht auf den temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten (Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für Urlaub und Zeitguthaben) aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise. Der zur Berechnung verwendete Ertragssteuersatz beträgt 28 %.

Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2023 2022
Kaufmännische Arbeitnehmer 107 94
Gewerbliche Arbeitnehmer 277 267
Arbeitnehmer gesamt 384 361

Im Berichtsjahr waren zusätzlich durchschnittlich 2 Leiharbeitskräfte (Vorjahr: 2) beschäftigt.

Beteiligungsliste

Name Sitz Beteiligungsquote
%
Eigenkapital * Ergebnis des letzten Geschäftsjahres *
Direkte Beteiligungen
toolcraft Holding GmbH Georgensgmünd 100,0 51.054,44 € 3.304,66 €
Indirekte Beteiligungen
PT Yogya Presisi Tehnikatama Industri Yogyakarta, Indonesien 50,0 66.630.201.702 IDR 11.098.944.654 IDR
Toolcraft Wohlrab Technologies PTE. LTD. Singapur 50,0 583.249 SGD 58.685 SGD

* Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen zum 31.12.2022.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für das Geschäftsjahr 2023 für die Abschlussprüfung T€ 36,7.

Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Herr Bernd Krebs, Spalt, hat uns im Jahr 2020 gemäß § 20 Abs. 1 und 4 AktG mitgeteilt, dass ihm unmittelbar sowohl mehr als der vierte Teil der Aktien i.S.d. § 20 Abs. 1 AktG als auch eine Mehrheitsbeteiligung i.S.d. § 20 Abs. 4 AktG an unserer Gesellschaft gehört.

Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand
Karlheinz Nüßlein Vorstand Personal und Produktion
Christoph Hauck Vorstand Technologie und Vertrieb
Marc Volkhardt Vorstand Finanzen
Aufsichtsrat
Bernd Krebs (Vorsitzender) Kaufmann
Prof. Dr. Johannes Schwarz (stellvertretender Vorsitzender) Rechtsanwalt
Johannes Krebs Kaufmann

Die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands sowie des Aufsichtsrats wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Die Angabe der für ehemalige Organe gebildete Pensionsrückstellung wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Ergebnisverwendung

Satzungsgemäß ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Vorzug von € 3,00 je Vorzugsaktie. Insgesamt werden damit für alle 180.000 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht für die Befriedigung des Vorzugs im Sinne des § 25 Absatz 1 der Satzung aus dem Bilanzgewinn € 540.000,00 ausgeschüttet.

Der Vorstand schlägt vor, darüber hinaus aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2023 zusätzlich € 1,00 je Stammaktie, insgesamt für alle 1.000.000 Stammaktien € 1.000.000,00 an die Aktionäre auszuschütten.

Damit sollen aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2023 insgesamt € 1.540.000,00 ausgeschüttet werden. Der Restbetrag aus dem Bilanzgewinn 2023 in Höhe von € 33.876.745,40 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Nachtragsberichterstattung

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich bis zur Erstellung des Jahresabschlusses nicht ergeben.

Unterzeichnung des Jahresabschlusses nach § 245 HGB

 

Georgensgmünd, 13. Mai 2024

gez. Karlheinz Nüßlein, Vorstand

gez. Christoph Hauck, Vorstand

gez. Marc Volkhardt, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten:

01.01.2023
Zugänge U=Umbuchung
Abgänge U=Umbuchung
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.177.406,03 181.627,37 0,00 4.354.033,40
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.172.406,03 181.627,37 0,00 4.354.033,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.000,00 0,00 0,00 5.000,00
II. Sachanlagen 66.189.672,39 6.871.941,97 868.694,30 72.192.920,06
1.268.531,37 (U) 1.268.531,37 (U)
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.538.462,06 87.786,18 0,00 19.626.248,24
2. technische Anlagen und Maschinen 33.700.145,20 4.278.574,43 836.227,25 38.268.225,57
1.125.733,19 (U)
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.271.066,55 1.761.760,35 32.467,05 13.143.158,03
142.798,18 (U)
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.679.998,58 743.821,01 0,00 1.155.288,22
1.268.531,37 (U)
III. Finanzanlagen 0,00 1.600.000,00 0,00 1.600.000,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.600.000,00 0,00 1.600.000,00
Summe Anlagevermögen 70.367.078,42 8.653.569,34 868.694,30 78.146.953,46
1.268.531,37 (U) 1.268.531,37 (U)

Abschreibungen:

01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.225.042,46 526.879,33 0,00 3.751.921,79
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.220.042,96 526.879,33 0,00 3.746.922,29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.999,50 0,00 0,00 4.999,50
II. Sachanlagen 35.964.892,96 5.028.354,64 614.788,80 40.378.458,80
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.473.600,33 756.151,23 0,00 5.229.751,56
2. technische Anlagen und Maschinen 24.230.687,78 3.192.627,85 584.125,25 26.839.190,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.260.604,85 1.079.575,56 30.663,55 8.309.516,86
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 39.189.935,42 5.555.233,97 614.788,80 44.130.380,59

Buchwerte:

31.12.2023
01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 607.111,61 952.363,57
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 607.111,11 952.363,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
II. Sachanlagen 31.814.461,26 30.224.779,43
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.396.496,68 15.064.861,73
2. technische Anlagen und Maschinen 11.429.035,19 9.469.457,42
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.833.641,17 4.010.461,70
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.155.288,22 1.679.998,58
III. Finanzanlagen 1.600.000,00 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.600.000,00 0,00
Summe Anlagevermögen 34.021.572,87 31.177.143,00

Bericht des Aufsichtsrats

der toolcraft AG, Georgensgmünd

Im Jahr 2020 erfolgte der Formwechsel von einer GmbH in die AG. Wie im Vorjahr hat der Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der toolcraft AG laufend überwacht. Insgesamt fanden vier turnusgemäße, sowie drei anlassbezogene Aufsichtsratssitzungen statt.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah umfassend sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form über die Geschäftsentwicklung und erörterte die strategische Ausrichtung, Fragen der Unternehmensführung und -planung sowie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, des Risikomanagements und der Compliance.

Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sind von dem durch die Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer, Herrn Dipl.-Kfm. Jens Kruse, Wirtschaftsprüfer, Würzburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß §312AktG (Abhängigkeitsbericht) wurde ebenfalls durch Herrn Dipl.-Kfm. Jens Kruse, Wirtschaftsprüfer, Würzburg, geprüft.

Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis seiner Prüfung folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach meiner pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätige ich, dass

1. die tatsachlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Die Abschlussunterlagen (Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht) und die Prüfungsberichte standen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Verfügung und wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Der in der Jahresabschluss-Sitzung des Aufsichtsrats anwesende Abschlussprüfer berichtete dort ausführlich über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und hat ergänzende Auskünfte erteilt sowie Fragen beantwortet.

Der Aufsichtsrat hat sich nach eigener Prüfung dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Der Lagebericht wurde vom Aufsichtsrat ebenfalls geprüft und zustimmend zur Kenntnis genommen. Dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat gegen die im Abhängigkeitsbericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands keine Einwendungen erhoben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der toolcraft AG für den persönlichen Einsatz und die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit im Berichtsjahr 2023.

 

Georgensgmünd, den 07.06.2024

gez. Bernd Krebs, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die toolcraft AG

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der toolcraft AG, Georgensgmünd, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der toolcraft AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Würzburg, 22. Mai 2024

gez. Kruse, Wirtschaftsprüfer

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