BBF steriXpert GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julian Axel Maier seit 16.2.2026 | Prokura |
Andrea Dr. Nolte-Karayel seit 5.1.2023 | Geschäftsführer |
Edda Kemmer seit 30.7.2019 | Geschäftsführer |
Christopher Dr. Rösch seit 23.4.2013 | Prokura |
Johannes Jandl seit 13.10.2008 | Prokura |
Heinz Eugen Dr. Fischer seit 18.9.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
RS Sterilisations Service GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BBF Sterilisationsservice GmbHKernen im RemstalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die BBF Sterilisationsservice GmbH (BBF GmbH) gehört zu den führenden Sterilisationsunternehmen in Deutschland. Zusammen mit den Labor- und Verpackungsdienstleistungen kann die BBF Sterilisationsservice GmbH alle für sterile Produkte notwendigen Dienstleistungen aus einer Hand anbieten. Die BBF Sterilisationsservice GmbH besteht aus drei Geschäftsbereichen: • Lohnsterilisation Im größten Geschäftsbereich werden alle Arten von Medizinprodukten, wie Implantate und chirurgische Instrumente, mit einer Kobalt 60 Strahlenquelle bestrahlt. Des Weiteren werden Verpackungen für die Pharmaindustrie und Pharmarohstoffe mit Strahlung sterilisiert. Entscheidender Parameter für die Sterilisation ist die Dosis der Strahlung, die über die Dauer der Bestrahlung gesteuert wird. Mit den von der BBF GmbH bestrahlten Produkten ist der Kunde in der Lage im Rahmen eines Validierungsprozesses den Nachweis zu führen, dass seine Produkte vollkommen steril an seine Abnehmer geliefert werden. Teilweise wird der Validierungsprozesse zur Gänze oder in Teilen für den Kunden durch die BBF GmbH durchgeführt. Aufgrund der Herstellungserlaubnis gemäß GMP können auch Pharma-Produkte bestrahlt werden, die weltweit vertrieben werden. Durch das Design der Anlage, die im Gegensatz zu den Hauptwettbewerbern keine Paletten bestrahlen kann, sondern eine sogenannte Boxen- bzw. Container- Anlage ist, kann ein deutlich kleineres Bestrahlungsfenster (Differenz zwischen Minimum- und Maximum-Bestrahlung) angeboten werden. Dieses kleinere Bestrahlungsfenster ist für viele Produkte notwendig, um Veränderungen am Produkt zu verhindern. • Betrieb eines mikrobiologischen Labors In dem nach ISO 17025 zertifizierten mikrobiologischen Prüflabor werden folgenden Prüfungen durchgeführt: Keimzahlbestimmung / Bioburden an Medizinprodukten und Arzneimitteln gemäß ISO 11737 bzw. Ph.Eur.2.6.12 • Sterilitätsprüfung von Medizinprodukten und Prüfung auf Sterilität von Arzneimitteln gemäß ISO 11737 bzw. Ph.Eur. 2.6.12 • Validierung der mikrobiologischen Prüfmethoden • mikrobiologische Validierung der Gammasterilisation nach ISO 11137 • Validierung weiterer Sterilisationsverfahren (z.B. Dampfsterilisation, nicht standardisierte Sterilisationsverfahren gemäß ISO 14160) • Validierung aseptischer Produktionsprozesse gemäß ISO 13408 • Keimidentifizierung • Prüfung auf Bakterien Endotoxine gemäß Ph. Eur. 2.6.14 bzw. 5.1.10, gemäß ANSI AAMI ST 72 und USP Kapitel 85 und 161 • Mikrobiologisch-hygienische Prüfungen der Luft und Oberflächen im Reinraum (auch vor Ort) gemäß ISO 14644, ISO 17141 bzw. EU-GMP-Leitfaden Annex 1 (Betriebshygiene) • Zytotoxizitätsprüfung nach ISO 10993-5 (in vitro) Lohnverpackung Im kleinsten Geschäftsbereich werden die von den Kunden hergestellten Produkte unter Reinraumbedingungen, d.h. in einem Reinraum der ISO Klasse 7, verpackt. Häufig werden die Produkte vor der eigentlichen Verpackung mittels Reinigungs- und Desinfektionsgeräten oder Ultraschall unter ISO Klasse 8 Bedingungen gereinigt. In speziellen Fällen erfolgen noch vor der Verpackung kleinere Montageschritte. Über die drei Geschäftsbereiche hinaus werden auch Schulungen und Seminare angeboten. Aufgrund der langjährigen Expertise im Bereich der Sterilisation, Mikrobiologie, Hygiene und Verpackung ist die BBF GmbH ein geeigneter Partner für die Planung und Durchführung anspruchsvoller Methoden und Prüfungen. Aufgrund der Präsenz in einschlägigen Normungsgremien (z.B. Sterilgutversorgung/ Verpackung, DIN "NA 176-03-07 AA"; ISO/TC 198) und der umfangreichen persönlichen Erfahrungen und Qualifikationen der Mitarbeiter sind diese nicht nur prädestiniert für Lehrtätigkeiten an Universitäten, sondern auch für die Durchführung von Seminaren. Diese werden den Kunden als externe oder innerbetriebliche Schulungen angeboten. Die vorgenannten Geschäftsbereiche sind alle am Standort Kernen zusammengefasst und können dadurch mit minimalen Durchlaufzeiten unseren Kunden angeboten werden. Die Kunden der BBF GmbH sind hauptsächlich in Deutschland ansässig aber auch im benachbarten Ausland, insbesondere in der Schweiz und in Österreich. Allerdings werden die bestrahlten oder von der BBF GmbH validierten Produkte weltweit von den Kunden der BBF GmbH vertrieben. Die BBF GmbH besitzt auch eine FDA Registrierung, damit die Kundenprodukte in den USA vertrieben werden können. Die Kundenstruktur ist breit gefächert, vom kleinen Start-up bis zum großen Pharmakonzern sowie auch Forschungseinrichtungen von Universitäten. Bei Implantaten wird die BBF GmbH oft schon in der Entwicklungsphase mit eingebunden, um den notwendigen Validierungsprozess einschließlich der Festlegung der Sterilisationsparameter parallel zu entwickeln. Aufgrund des Wachstums der weltweiten Nachfrage nach Medizinprodukten, sowie der zunehmenden Verschärfung bei deren Zulassung und Registrierung, sieht die Geschäftsleitung in allen Geschäftsbereichen einen langfristigen Wachstumstrend, der weiteres überdurchschnittliches Wachstum ermöglichen sollte. Die Geschäftsleitung geht für die Bereiche "Labordienstleistungen" und "Lohnverpackung" von einem knapp zweistelligen Umsatzwachstum und für den Bereich "Strahlensterilisation" von einem höheren einstelligen Umsatzwachstum in den nächsten Jahren aus. Diese Wachstumsziele bedingen erhebliche Investitionen in den nächsten Jahren. Wesentliche Forschungsaufwendungen erfolgten nicht. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung der BBF GmbH durch die Geschäftsleitung erfolgt durch die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzentwicklung und Ergebnis vor Steuern (EBT). In den Geschäftsbereichen Sterilisation und Labor kann der Ergebnisbeitrag aufgrund der nahezu fixen Betriebskosten der bestehenden Anlage und des Prüflabors im Wesentlichen durch Optimierung der Durchlaufzeiten und Preise gesteuert werden. Wirtschaftbericht Gesamtwirtschaftlichen branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verringerte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3% nach einer Steigerung in 2022 um 1,8%. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um +5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Damit lag die Jahresteuerungsrate geringer als in 2022 mit +7,9%, jedoch deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. So hatte sie im Jahr 2021 noch bei +3,1 % gelegen. Die weiterhin hohe Jahresteuerungsrate in 2023 wurde vor allem durch Preissteigerungen im Nahrungsmittelbereich getrieben. Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich im Jahr 2022 auf 497,7 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 4,8 % gegenüber 2021. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag 2022 bei 12,8 % und damit 0,3 Prozentpunkte niedriger als 2021. Für das Jahr 2023 wird auf Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte ein leichter Rückgang der Gesundheitsausgaben auf 494,6 Milliarden Euro geschätzt, das wären 0,6 % weniger als im Jahr 2022. Trotz geringerer Prognose für 2023 wächst die Nachfrage an Gesundheitsleistungen und damit auch nach Medizinprodukten kontinuierlich aufgrund des Bevölkerungswachstums sowie der demographischen Entwicklung in den entwickelten Volkswirtschaften. Der Markt der Strahlensterilisation ist im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr von knappen verfügbaren Kapazitäten gekennzeichnet. Lieferanten haben die Verfügbarkeiten des radioaktiven Kobalts durch Einrichtung weiterer Reaktoren für die Anreicherung des radioaktiven Elements erhöht und sind zuversichtlich den Bedarf zu decken. Die regulativen Vorgaben und damit einhergehenden umfangreichen Genehmigungsprozesse des Quellentransports wurden durch die Transporteure gelöst. Dem gegenüber stehen weiterhin sehr langwierige Genehmigungsprozesse für Neuanlagen, ein stetiges Wachstum der Nachfrage nach Bestrahlungsleistungen und eine massive Änderung im Bereich der Ethylenoxid-Gas Sterilisation, welche nun der MDR zugeordnet werden soll und durch diese Änderung mit vorübergehend gravierenden marktseitigen und sozioökonomischen Auswirkungen zu rechnen ist. Neben der Gammastrahlung und Ethylenoxid-Sterilisation, die heute am häufigsten verwendet werden, stehen die E-Beam und X-Ray Verfahren in Konkurrenz. Die E-Beam Strahlung ist durch eine sehr geringe Eindringtiefe begrenzt. Beide Konkurrenzverfahren zeichnen sich durch eine schlechte Kosten-Nutzen Effizienz aus Zwar gibt es mit der Sterilisation mittels Ethylenoxid-Gas und Elektronenstrahlen Konkurrenzverfahren, die aber Nachteile wie lange Durchlaufzeiten von 5 bis 7 Tagen oder sehr geringe Eindringtiefe der Strahlung haben. Aus diesen Gründen geht die Geschäftsleitung von einer weiter steigenden Nachfrage aus, zumal die fünf in Deutschland für die Lohnsterilisation betriebenen Anlagen alle eine gute Auslastung aufweisen. Im Bereich der Laborleistungen, insbesondere für akkreditierte Labore, zeichnet sich ebenfalls eine weiterhin starke Nachfrage ab. Dies geht auf die Verschärfung der Zulassungsbedingungen durch die MDR für medizinische Produkte sowie eine immer mehr geforderte Akkreditierung von Laboren zurück. Durch die Akkreditierung und das breite Angebotsspektrum der BBF GmbH sieht sich die Geschäftsleitung in einer guten Marktposition für weiteres überdurchschnittliches Wachstum. Bei der Lohnverpackung ist die BBF GmbH aufgrund der maschinellen Ausstattung auf kleine bis mittlere Stückzahlen ausgerichtet. Insgesamt ist der Wettbewerb sehr ausgeprägt, sodass die BBF GmbH sich mit sehr kurzen, deutlich unter dem Wettbewerbsdurchschnitt liegenden, Durchlaufzeiten und dem "alles aus einer Hand Angebot" vom Wettbewerb abhebt. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die BBF GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss vor Steuern und Gewinnabführung in Höhe von 2.325 T€ (EBT), nach einem EBT im Vorjahr in Höhe von 1.196 T€. Die Steigerung ist zu einem erheblichen Teil auf die effizientere Auslastung der Bestrahlungsanlage, Volumensteigerungen in der Sterilisation und Mikrobiologie sowie Preiserhöhungen zurückzuführen. Der Geschäftsverlauf im Bereich der Strahlensterilisation lag geringfügig unter unserer Planung, der der Laborleistungen lag etwas über unseren Planungen und die Verpackungsumsätze lagen etwas unter den Planungen. Am Beschaffungsmarkt ist die BBF GmbH bei der Beschaffung von Kobalt 60 kontinuierlichen Kostensteigerungen ausgesetzt, die auf die Monopolposition des zurzeit einzigen vorhandenen Lieferanten von Kobalt 60 zurückzuführen ist. Durch langlaufende Beschaffungsverträge versucht die BBF GmbH eine kontinuierliche Belieferung sicherzustellen. Der Beschaffungsmarkt für Laborreagenzien und Verpackungsmaterial ist infolge der weiterhin höheren Inflation ebenfalls von erheblichen Kostensteigerungen betroffen. Dank verschiedenen alternativen Beschaffungsquellen versucht die BBF GmbH die Steigerungen so gut wie möglich in Grenzen zu halten. Im größten Geschäftsbereich, der Strahlensterilisation, erhöhten sich die Umsätze um knapp 12%. Die Steigerung des Umsatzes geht vor allem auf eine effizientere Auslastung der Bestrahlungsanlage sowie auf Preissteigerungen zurück. Im zweitgrößten Bereich, den Labordienstleitungen, haben sich die Umsätze um knapp 21% erhöht. Die Umsatzsteigerung wurde größtenteils durch Volumensteigerungen aufgrund ausreichenden Personals sowie Preissteigerungen erreicht. Die Umsätze im dritten Geschäftsbereich, der Reinraumverpackung, haben sich um 5,6% erhöht. Hier entwickelte sich die Auftragslage nicht wie erwartet. Im Jahresdurchschnitt waren 80 Mitarbeiter beschäftigt, die sich aufteilen in 30 gewerbliche Mitarbeiter und 47 Angestellte. Regelmäßig werden Schulungsmaßnahmen durchgeführt, um die hohen Qualitätsanforderungen sicherzustellen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden ca. 2.874T€ investiert. Hauptschwerpunkte waren die Kobaltnachladung, Softwareerneuerungen im Bereich Labor sowie ein neues ERP System. Darstellung der Lage 1. Ertragslage Das geplante EBT in Höhe von 1,4 Mio. Euro wurde mit 2,3 Mio. Euro deutlich übertroffen. Grund dafür waren gegenüber der Planung geringere betriebliche Aufwendungen sowie unterdurchschnittlich gestiegene Personalkosten. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) in Höhe von 10.745 T€ hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11% verbessert. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 13% erhöht. Ursächlich hierfür waren die erzielten Umsatzsteigerungen in den Bereichen Strahlensterilisation und Labor Die Umsatzsteigerung bei der Strahlensterilisation in Höhe von ca. 12% geht primär auf eine verbesserte Auslastung sowie auf Preisanpassungen zurück. Zum Jahresende belief sich der Auftragsbestand auf ca. eine Monatsauslastung und lag damit ungefähr auf dem Niveau der Vorjahre. Die Umsatzsteigerung im Geschäftsbereich Labor in Höhe von ca. 21% geht hauptsächlich auf Volumensteigerungen sowie auf Preisanpassungen zurück. Der Auftragsbestand lag am Jahresende im üblichen Umfang von ca. einer Monatsauslastung. Der Umsatz im Bereich Reinraumverpackungen konnte um ca. 6% gesteigert werden. Zum Jahresende belief sich der Auftragsbestand auf ca. zwei Monatsauslastungen und lag damit geringfügig über dem Niveau des Vorjahres. Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr marginal verändert, da die geplante Kobaltlieferung erst am Jahresende 2023 erfolgte. Die Materialaufwendungen sind um 39% gestiegen. Die Steigerung geht auf höhere Einkaufspreise, und Volumensteigerungen zurück. Durch einen effizienteren Personaleinsatz konnte die Steigerung des Personalaufwands auf 5% limitiert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 9% gegenüber dem Vorjahr durch den reduzierten Einsatz von Fremdpersonal, zurückgegangene Reparatur- und Wartungsaufwendungen. 2. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein positiver operativer Cash-Flow in Höhe von 2.812 T€ erzielt. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt 2.851 T€. Aufgrund der Tilgung von Darlehensverpflichtungen gegenüber den Gesellschaftern der Muttergesellschaft und der Erfüllung der Gewinnabführungsverpflichtungen gegenüber der Organträgerin ergibt sich ein negativer Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich in Höhe von 1.010 T€. Damit wird zum Ende des Geschäftsjahres ein negativer Gesamt Cash Flow von 1.049 T€ ausgewiesen. Die Investitionen wurden zum größten Teil durch Eigenmittel getätigt. Zur Finanzierung der Implementierung des ERP Systems wurde im Geschäftsjahr ein langfristiges Darlehen in Höhe von 730 T€ aufgenommen, welches zum Bilanzstichtag in Höhe von 443 T€ abgerufen war. Der Restbetrag wird im Folgejahr abgerufen. Das Darlehen ist durch Bürgschaften der Gesellschafterin besichert. Der Cash-flow setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:
Die BBF GmbH war jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Kontokorrentkreditlinien in Höhe von 1.000 T€ wurden am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. 3. Vermögenslage Das Gesamtvermögen des Unternehmens beträgt zum Jahresende 10.422 T€, davon entfallen 8.437 T€ auf das Anlagevermögen und 1.894 T€ auf das Umlaufvermögen ohne Rechnungsabgrenzung. Die Erhöhung des Gesamtvermögens um 949 T€ resultiert vorwiegend aus der Anschaffung neuer Software und der Kobaltbrennstäbe in 2023. Der Buchwert des Anlagevermögens hat sich im Wesentlichen aufgrund der Anschaffung von Kobaltbrennstäben (2.146 T€) und Lizenzen (142 T€) sowie nachträglicher Anschaffungskosten für das ERP-System (291 T€), denen die planmäßige Abschreibung gegenübersteht, um 1.553 T€ erhöht. Die Verbindlichkeiten haben sich um 929 T€ auf 6.600 T€ erhöht, wobei sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 451 T€ reduziert und die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin auf Grund des Gewinnabführungsvertrags um 1.375 T€ erhöht haben. Das langfristig gebundene Anlagevermögen in Höhe von 8.437 T€ ist durch Eigenkapital (3.299 T€) und durch mittel- und langfristiges Fremdkapital (1.682 T€) fristenkongruent finanziert. Zusätzlich bestehen finanzielle Reserven in Form der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (4.136 T€). Die Bilanzsumme hat sich um ca. 10 % erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 31,6% des Gesamtkapitals gegenüber 34,9 % im Vorjahr. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als gut eingeschätzt. Die Gesamtentwicklung der BBF GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 günstig verlaufen. Vorgänge nach Schluss des Berichtszeitraums Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Prognosebericht Durch den Erwerb der Kobaltbrennstäbe gegen Ende des Jahres 2023 sind die Bestrahlungskapazitäten für das Jahr 2024 um ca. 30% gestiegen, sodass der Kundennachfrage wieder voll nachgekommen werden kann. Es ist geplant zum Ende des dritten Quartals 2024 erneut Kobaltbrennstäbe zu erwerben. Die Finanzierung soll aus eigenen Mitteln erfolgen. Um die kontinuierlichen Kobaltlieferungen zu sichern, wird derzeit ein neuer 5-Jahreslieferkon- trakt verhandelt. Nach Abschluss der Investition zur Erneuerung der Strahlungskammer mit dem internen Transportsystem ist geplant das Transportsystem außerhalb der Strahlungskammer ebenfalls zu erneuern. Diese Investition ist für die Jahre 2024 und 2025 vorgesehen. Die Finanzierung dieses Vorhabens soll aus eigenen Mitteln und Fremdmitteln sowie Förderungen erfolgen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsleitung mit Umsatzsteigerungen im Geschäftsbereich Labor im höheren einstelligen Bereich. Bei der Strahlensterilisation wird mit einem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich und im Geschäftsbereich Verpackung mit einem deutlich zweistelligen Wachstum der Umsatzerlöse gerechnet. Insgesamt rechnet die Geschäftsleitung mit Umsatzerlösen in Höhe von ca. 13,4 Mio. € und einem EBT für das Geschäftsjahr 2024 in Höhe von ca. 3,1 € Mio. Chancen- und Risikobericht Wesentliche Risiken Es besteht die gesetzliche Verpflichtung zur Kontrolle der wesentlichen Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können. Risiken bestehen insbesondere in der Preisentwicklung bei der Beschaffung von Kobalt 60 sowie in den Energiekosten. Zurzeit gibt es nur einen Lieferanten von Kobalt 60. Dies führt zu stark steigenden Beschaffungskosten, die nur zeitversetzt an die Kunden weitergegeben werden können. Außerdem bestehen Risiken bei der Gewinnung von Fachkräften sowie eine für mittelständische Unternehmen mühsam umzusetzende Tarifpolitik. Bei der BBF GmbH ist ein internes Kontrollsystems eingeführt. Für die maßgeblichen Prozesse sind Soll-Konzepte entwickelt. Diese finden ihren Niederschlag in Organisationsanweisungen und Ablaufbeschreibungen. Mit der Abteilung Qualitätsmanagement wird sichergestellt, dass das eingeführte interne Kontrollsystem im Unternehmen eingehalten wird. Das Qualitätsmanagementsystem folgt einem prozessorientierten und risikobasierten Ansatz. Zusätzlich hierzu hat die BBF GmbH im Umgang mit den Produkten der Kunden ein Risikomanagementsystem nach EN ISO 14971 eingeführt. Ausfall- und Liquiditätsrisiken begegnet die Gesellschaft durch verschiedene Finanzinstrumente. Hierzu zählen insbesondere Bankguthaben und Kreditlinien von Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hierbei verfolgt die Unternehmensleitung eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen. Wesentliche Chancen Aufgrund des demographischen Wandels in den Industrieländern und dem nach wie vor überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern, geht die Geschäftsleitung von einer weiterhin steigenden Nachfrage nach medizinischen Leistungen und damit den Dienstleistungen der Gesellschaft aus.
Kernen im Remstal, im März 2024 gez. Dr. Heinz Fischer, Geschäftsführer gez. Edda Kemmer, Geschäftsführerin gez. Dr. Andrea Nolte-Karayel, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangDer Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den Vorschriften des HGB und GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Von den eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß den §§ 267 und 288 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch. Sonstige in Anspruch genommene Aufstellungserleichterungen werden explizit aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach § 275 Abs. 2 HGB - Gesamtkostenverfahren - aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter der Annahme aufgestellt, dass die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit fortführt. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Börsen- oder Marktpreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für die Bereiche Mikrobiologie (82.871,56 EUR) und Verpackung (321.160,01 EUR) werden mit einem Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB angesetzt, da sie für die Gesellschaft von nachrangiger Bedeutung sind und der Bestand in seiner Größe, seinem Wert und seiner Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegt. Die letzte körperliche Bestandsaufnahme erfolgte zum 31.12.2022. Die Bewertung der übrigen Vorräte erfolgte unter Berücksichtigung des FIFO (First in first out) Verbrauchsfolgeverfahren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Soweit Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, Aufwand nach dem Abschlussstichtag darstellen, wurden diese als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verpflichtungen gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden bei den Fertigerzeugnissen und Waren dahingehend geändert, dass die Bewertung für den Bestand Mikrobiologie und Verpackung im Jahr 2023 mit einem Festwert § 240 Abs. 3 HGB , im Vorjahr jedoch mit dem Inventurwert, erfolgte.
Angaben zur Bilanz Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Aktivierte Disagiobeträge In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagiobetrag in Höhe von 13.695,00 EUR (Vorjahr: 16.738,00 EUR) enthalten. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Die Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Darstellung des Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB für den Ansatz der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2023:
Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Mitzugehörigkeitsvermerk). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von Euro 3.200.000 durch Eigenkapitalverpflichtungserklärungen gesichert. Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte für Lieferantenverbindlichkeiten. Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine weiteren Haftungsverhältnisse zu vermerken. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.038.636,15 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Es lagen keine Erträge oder Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung vor. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres waren im Unternehmen im Durchschnitt 80 Arbeitnehmer beschäftigt:
Im Vorjahr waren im Unternehmen im Durchschnitt 75 Arbeitnehmer beschäftigt:
Vergütung der Geschäftsführer Bei der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer und ehemaligen Geschäftsführer wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Dr. Heinz Fischer, Esslingen, Geschäftsführer Edda Kemmer, Esslingen, Geschäftsführerin Dr. Andrea Nolte-Karayel, Renningen, Geschäftsführerin Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der BBF steriXpert GmbH, Kernen im Remstal. Die BBF Sterilisationsservice GmbH als Organtochter ist verpflichtet, ihren Gewinn vollständig an die BBF steriXpert GmbH abzuführen. Die BBF steriXpert GmbH als Organträger ist verpflichtet, die Verluste der BBF Sterilisationsservice GmbH zu übernehmen.
Kernen im Remstal, 30. März 2024 gez. Dr. Heinz Fischer, Geschäftsführer gez. Edda Kemmer, Geschäftsführerin gez. Dr. Andrea Nolte-Karayel, Geschäftsführerin sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.10.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BBF Sterilisationsservice GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BBF Sterilisationsservice GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BBF Sterilisationsservice GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 28. Juni 2024 HECHT
& KOLLEGEN GMBH
gez. Petra Wierzchowski, Wirtschaftsprüferin gez. Robert Zwirn, Wirtschaftsprüfer |
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