FARADAY EUROPE SAS Zweigniederlassung Köln
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Grabolus seit 2.7.2025 | Prokura |
Mary Enslin seit 9.4.2025 | Prokura |
Alexander Eistert seit 9.4.2025 | Prokura |
Erdal Aksoy seit 9.4.2025 | Prokura |
Christiane Groh seit 9.4.2025 | Prokura |
Marcel Thevißen seit 9.4.2025 | Prokura |
Jan Winkler seit 9.4.2025 | Prokura |
Christoph Völkening seit 9.4.2025 | Prokura |
Ricardo Silva Siquieri seit 9.4.2025 | Prokura |
Edo Schinzinger seit 9.4.2025 | Prokura |
Daniel König seit 9.4.2025 | Prokura |
Andrea Giese seit 9.4.2025 | Prokura |
Jonas Kaiser seit 9.4.2025 | Prokura |
Daniel Broyer seit 9.4.2025 | Prokura |
San Chhen seit 9.4.2025 | Prokura |
Vladimir Ignashin seit 9.4.2025 | Prokura |
Juan Antonio Monroy Kuhn seit 9.4.2025 | Prokura |
Constantin Zahn seit 9.4.2025 | Prokura |
Liam Williams seit 9.4.2025 | Prokura |
Michael Rohrbach seit 9.4.2025 | Prokura |
Jeremy Poole seit 22.10.2024 | Prokura |
Alix Pardo seit 4.7.2024 | Prokura |
Johannes Engel seit 2.2.2024 | Prokura |
Alexander Marcus Zeller seit 18.4.2023 | Vorstandsmitglied |
Margaret McAuliffe seit 18.4.2023 | Vorstandsmitglied |
Frank A. Schmid seit 27.10.2020 | Vorstandsmitglied |
Charles S. Shamieh seit 18.8.2020 | Vorsitzender des Vorstands |
Ulrich Pasdika seit 18.8.2020 | Vorstandsmitglied |
Andrew Michael D'Arcy seit 17.5.2019 | Vorstandsmitglied |
Michael Patrick O'Dea seit 1.3.2017 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Triton Beteiligungs GmbHAufgelöst | 0.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
General Reinsurance AGKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Kennzahlen
* inkl. Zu- und Abschreibungen ** Stand 31.12., inkl. Beschäftigte der General Reinsurance AG, die bei Servicegesellschaften beschäftigt sind. LageberichtEinleitungBerkshire Hathaway Inc. ist die Muttergesellschaft der General Re Corporation (Gen Re) - einer Holding-Gesellschaft, zu deren Tochtergesellschaften die General Reinsurance Corporation zählt. Die General Reinsurance Corporation wiederum ist die unmittelbare Muttergesellschaft der General Reinsurance AG. Als einer der weltweit führenden Rückversicherungskonzerne betreibt die Gen Re das Geschäft der internationalen Rückversicherung und damit verbundene Aktivitäten. Die Gruppe ist weltweit mit annähernd vierzig Stützpunkten präsent. Die General Reinsurance AG ist durch Niederlassungen oder über Tochtergesellschaften in allen wichtigen Märkten der Lebens- und Krankenrückversicherung sowie der Schaden- und Unfallrückversicherung außerhalb der USA vertreten, mit Ausnahme des australischen Schaden- und Unfallversicherungsmarkts. Das Geschäft im australischen Schaden- und Unfallversicherungsmarkt wird von einer Schwestergesellschaft betrieben, die nicht zur General Reinsurance AG Gruppe gehört. Das globale gesamtwirtschaftliche Umfeld war im Jahr 2024 durch ein regional uneinheitliches Wirtschaftswachstum sowie eine allgemein nachlassende und sich im Verlauf des Jahres stabilisierende Inflation geprägt. Während die Vereinigten Staaten ein durchweg positives Wirtschaftswachstum verzeichneten, war das Wachstum anderenorts deutlich weniger ausgeprägt. Geopolitischen Unsicherheiten wie der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine oder der Konflikt zwischen der Hamas und Israel im Nahen Osten haben dazu geführt, dass die Volkswirtschaften des Euroraums empfindlicher reagieren als andere Volkswirtschaften. Nach einer Periode der Zinserhöhungen begann die Europäische Zentralbank, den Leitzins zu senken, gefolgt von der US-Notenbank. Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und private Haushalte begannen sich zu entspannen, blieben aber weiterhin hoch. Dies galt in gleicher Weise für die Immobilienmärkte wie für andere Wirtschaftssektoren. Löhne und Preise waren als Folge einer verzögerten Anpassung an den Inflationsanstieg in der Vergangenheit gestiegen. Das allgemeine Umfeld für Erstversicherer in der Lebensversicherung und damit auch für die Lebensrückversicherung hat sich verbessert, während die weiterhin hohe Inflation in der Krankenrückversicherung und der Schaden-/Unfallrückversicherung sowohl die Prämien als auch die Schäden verteuerten. Die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen auf den internationalen Märkten lagen auch im Jahr 2024 über dem historischen Durchschnitt. Die General Reinsurance AG verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 einen versicherungstechnischen Gewinn von 256,5 Mio. Euro vor Veränderung der Schwankungsrückstellung (Vorjahr: Gewinn von 259,6 Mio. Euro). Wir haben 2024 der Schwankungsrückstellung 64,5 Mio. Euro zugeführt (2023: Zuführung 32,7 Mio. Euro). Wegen der gestiegenen Zuführung zur Schwankungsrückstellung verminderte sich das versicherungstechnische Ergebnis nach Veränderung der Schwankungsrückstellung von einem Gewinn von 226,8 Mio. Euro im Jahr 2023 auf einen Gewinn von 192,0 Mio. Euro im Berichtsjahr. Die Anleiherenditen stiegen im Jahresverlauf wieder an, insbesondere im vierten Quartal und lieferten eine positive Gesamtrendite. Der MSCI World Index verzeichnete erneut eine positive Rendite von 19 %, so dass die starken Aktienrenditen im Jahr 2024 nicht nur auf die USA beschränkt blieben. Wir erzielten im Berichtsjahr ein Kapitalanlageergebnis von insgesamt 404,1 Mio. Euro, nachdem wir im Vorjahr ein Ergebnis von 918,5 Mio. Euro ausgewiesen hatten. Das laufende Kapitalanlageergebnis ist im Geschäftsjahr auf 342,4 Mio. Euro gegenüber 223,0 Mio. Euro im Vorjahr gestiegen, während die übrigen Erträge aus realisierten Veräußerungsgewinnen aufgrund des Abgangs eines großen Teils des Aktienportfolios im Vorjahr gesunken sind. Der Jahresüberschuss für das Berichtsjahr 2024 beträgt 419,3 Mio. Euro (Vorjahr: Jahresüberschuss von 902,2 Mio. Euro). Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Entwicklung der KapitalmärkteZu Beginn des Jahres 2024 gab es Befürchtungen über den Beginn einer Rezession in den USA. Da die Inflationserwartungen zu sinken und sich zu stabilisieren schienen, ging man davon aus, dass die Federal Reserve ihren Leitzins rasch senken würde, um eine wirtschaftliche Schwäche in den USA abzuwenden. Im weiteren Jahresverlauf erwiesen sich sowohl die Sorgen vor einer Rezession als auch die Erwartungen deutlicher Zinssenkungen durch die US-Notenbank als unbegründet. Das US-Wirtschaftswachstum überraschte durchweg positiv, und die Inflation blieb hartnäckig hoch, sodass die Federal Reserve erst am 18. September 2024 und damit weit später als erwartet mit der Senkung ihres Leitzinses begann. Da die Umsetzung der Zinssenkungen durch die Zentralbanken länger dauerte als von vielen erwartet, stiegen die Renditen von Staatsanleihen im Lauf des Jahres und insbesondere im vierten Quartal. Mit einem Jahresendstand von 4,57 % stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe das vierte Jahr in Folge. Während der Gesamtmarkt für US-Staatsanleihen eine positive Gesamtrendite für das Jahr erzielte (+0,51 %), lag diese deutlich unter der für das Vorjahr 2023 verzeichneten Rendite (+3,87 %). In einem Umfeld mit einem Rekordangebot übertraf der Markt für US-Unternehmensanleihen sein Pendant bei den US-Staatsanleihen deutlich und erzielte eine positive Gesamtrendite von +2,76 %. Angesichts des robusten Wirtschaftswachstums und der Erwartung einer expansiven Geldpolitik war 2024 ein weiteres starkes Jahr für Risikokapitalanlagen. Der US-Aktienindex Standard & Poor's 500 verzeichnete eine positive Rendite von +25 % für das Jahr. Diese folgte auf eine ähnlich starke Rendite im Jahr 2023 (+26 %). Der MSCI World Aktienindex lieferte 2024 eine positive Rendite von +19 %, sodass die beobachteten starken Aktienrenditen nicht nur auf die Vereinigten Staaten beschränkt waren. So erzielten beispielsweise der deutsche DAX +19 % und der japanische Nikkei-Index +21 %. Auch Gold und Bitcoin verzeichneten außergewöhnliche Renditen. Im Jahr 2024 gab es erhebliche Phasen der Marktvolatilität. Diese Volatilität war im Sommer am ausgeprägtesten, als die Veröffentlichung schwacher US-Wirtschaftsdaten mit einer Leitzinserhöhung der Zentralbank von Japan zusammenfiel. Der US-Dollar wertete zu Beginn des Jahres gegenüber dem Yen deutlich auf. Nach dieser Phase erholte sich der Yen. Mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im November erstarkte der Dollar und schloss das Jahr bei 157 Yen, nahe dem Hoch vom Juli. Da der Dollar gegenüber allen anderen Währungen der Gruppe der zehn führenden Industrienationen (G-10-Staaten) an Wert gewann, stieg der Dollar-Index, ein Gradmesser für die allgemeine Dollarstärke, bis 2024 um 7,06 %, wobei der größte Teil dieses Anstiegs im vierten Quartal stattfand. Geschäftsverlauf
Unserem Geschäftsverlauf im Jahr 2024 liegen ein positives versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung und ein relativ starkes Ergebnis aus Kapitalanlagen zugrunde. Die Ergebnisse haben unseren Erwartungen entsprochen. Nach Veränderung der Schwankungsrückstellungen betrug das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung im Berichtsjahr 192,0 Mio. Euro gegenüber 226,8 Mio. Euro im Vorjahr. Aus unseren Kapitalanlagen erzielten wir ein Ergebnis von 404,1 Mio. Euro (2023: Ergebnis von 918,5 Mio. Euro). Das höhere Ergebnis des Vorjahres stammte aus realisierten Gewinnen aus dem Abgang von Kapitalanlagen. Der im Ergebnis aus Kapitalanlagen enthaltene Anteil von Zu- und Abschreibungen auf Kapitalanlagen war wie im Vorjahr sehr gering. Infolge des geringeren Kapitalanlageergebnisses sank der Jahresüberschuss von 902,2 Mio. Euro im Vorjahr auf einen Jahresüberschuss von 419,3 Mio. Euro im Berichtsjahr. Das Eigenkapital erhöhte sich um 10,8 % auf 4.297,7 Mio. Euro (Vorjahr: Anstieg um 20,2 % auf 3.878,4 Mio. Euro). Versicherungstechnisches Ergebnis
*) Schaden-Kosten-Quote, im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen für eigene Rechnung Unsere verdienten Beiträge für eigene Rechnung stiegen insgesamt um 2,7 % von 4.000,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 4.110,1 Mio. Euro im Berichtsjahr. Im Leben/Kranken-Geschäft nahmen die verdienten Beiträge für eigene Rechnung entgegen unseren Erwartungen aufgrund der Beendigung von zwei großen Quotenverträgen um 3,0 % ab (2024: 2.591,5 Mio. Euro gegenüber 2.672,9 Mio. Euro im Vorjahr). Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung im Schaden/Unfall-Geschäft sind stärker als erwartet um 14,4 % von 1.327,7 Mio. Euro im Jahr 2023 auf 1.518,6 Mio. Euro im Berichtsjahr gestiegen, weil die Stabilität und Qualität unseres Angebots weiterhin sehr gefragt war. Wir retrozedieren rund 20 % des Schaden/Unfall-Portfolios an unsere Muttergesellschaft, die General Reinsurance Corporation. Darüber hinaus besteht eine Stop-Loss-Vereinbarung über einen Teil unseres Schaden/Unfall-Geschäfts mit der General Reinsurance Coorporation. Mit der General Re Life Corporation haben wir ebenfalls eine Stop-Loss-Vereinbarung für einen Teil unseres Leben/Kranken-Geschäfts. Am erfreulichen versicherungstechnischen Ergebnis für eigene Rechnung haben sowohl die Lebens- und Krankenrückversicherung als auch die Schaden- und Unfallrückversicherung einen positiven Anteil gehabt. Es hat unseren Erwartungen entsprochen. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung lag in der Lebens- und Krankenrückversicherung unter dem Vorjahreswert (2024: 179,7 Mio. Euro, Vorjahr: 250,5 Mio. Euro). Die Combined Ratio betrug 93,1 % nach 90,6 % im Vorjahr, da wir in einigen Bereichen zusätzliche Rückstellungen gebildet haben. Nach einem positiven versicherungstechnischen Ergebnis von 9,0 Mio. Euro im Jahr 2023 weist die Schaden- und Unfallrückversicherung im Berichtsjahr einen Gewinn für eigene Rechnung von 76,8 Mio. Euro aus, jeweils vor Veränderung der Schwankungsrückstellung. Aufgrund eines verringerten Nettoschadenaufwands betrug die Combined Ratio 94,9 % nach 99,3 % im Vorjahr. Nach der Zuführung von 64,5 Mio. Euro zur Schwankungsrückstellung (Vorjahr: Zuführung von 32,7 Mio. Euro) erzielten wir im Berichtsjahr einen versicherungstechnischen Gewinn für eigene Rechnung von 12,4 Mio. Euro (Vorjahr: Verlust von 23,7 Mio. Euro). Kapitalanlagen inkl. liquider Mittel
Der weit überwiegende Teil unserer Kapitalanlagen ist in festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Wir investieren, um im Laufe der Zeit angemessene Renditen zu erwirtschaften, wobei wir den Liquiditätsbedarf und das Anlagerisiko entsprechend steuern. Unser Kapitalanlagenportfolio besteht weiterhin überwiegend aus qualitativ hochwertigen, hochliquiden festverzinslichen Rentenpapieren. Portfolio der festverzinslichen WertpapiereAm Jahresende wurden 99,5 % des Portfolios der festverzinslichen Wertpapiere in Staatspapieren gehalten. Kapitalanlagen nach Währungen
Die Aufteilung der Kapitalanlagen nach Währungen (wie im obigen Kreisdiagramm gezeigt) ist wie folgt: Der Großteil unserer Kapitalanlagen entfällt mit 68,3 % auf US-Dollar-Papieren (Vorjahr: 45,2 %), gefolgt von Anlagen in Euro mit 14,3 % (Vorjahr: 27,3 %), chinesischen Yuan Renminbi mit 8,9 % (Vorjahr: 8,9 %) und in Pfund Sterling mit 2,6 % (Vorjahr: 10,2 %). Kapitalanlageergebnis
Das laufende Kapitalanlageergebnis stieg entsprechend unseren Erwartungen gegenüber dem Vorjahreswert von 223,0 Mio. Euro auf 342,4 Mio. Euro hauptsächlich aufgrund des Wechsels zu höherverzinslichen Wertpapieren. Im Jahr 2024 verzeichneten wir durch den Abgang von Kapitalanlagen Gewinne in Höhe von 69,3 Mio. Euro (2023: Gewinne von 699,8 Mio. Euro). Der Saldo aus Zu- und Abschreibungen auf Kapitalanlagen ergab im Jahr 2024 einen Verlust von 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: Verlust von 4,3 Mio. Euro). Als Folge der Verkäufe aus unserem Aktienportfolio sanken die Dividendenerträge auf 19,3 Mio. Euro (2023: 61,1 Mio. Euro), und die Zinserträge aus unseren festverzinslichen Wertpapieren erhöhten sich von 137,3 Mio. Euro im Jahr 2023 auf 297,6 Mio. Euro im Berichtsjahr. Wir erzielten mit unserem Bestand an festverzinslichen Wertpapieren eine Rendite von 4,0 % (2023: 2,6 %) und mit unserem Aktienportfolio eine Dividendenrendite von 5,2 % (2023: 5,7 %). Die Gesamtrendite auf den gewichteten Bestand aller Kapitalanlagen betrug 3,6 % (2023: 2,7 %). Das Kapitalanlageergebnis ohne technische Zinserträge verzeichnete im Berichtsjahr einen Gewinn von 404,0 Mio. Euro nach einem Gewinn von 918,5 Mio. Euro im Vorjahr. Übrige ErgebnisbeiträgeDas sonstige Ergebnis war 2024 mit 43,5 Mio. Euro positiv (2023: Verlust von 69,8 Mio. Euro). Der positive Saldo ist vor allem auf Währungskursgewinne zurückzuführen. EigenkapitalKapitalkraft und Solvenz sind wichtige Wettbewerbsfaktoren im internationalen Rückversicherungsgeschäft. Das Eigenkapital der General Reinsurance AG erhöhte sich im Jahr 2024 um 10,8 % auf 4.297,7 Mio. Euro. Wir weisen für 2024 einen Jahresüberschuss von 419,3 Mio. Euro aus. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus Vorjahren in Höhe von 1.551,3 Mio. Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn von 1.970,6 Mio. Euro. Der Vorstand der General Reinsurance AG schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn vorzutragen. Geschäftsverlauf in den HauptversicherungszweigenGeschäftsbereicheZum Zweck der Berichterstattung über das operative Geschäft unterscheiden wir zwei Geschäftsbereiche, zum einen die Lebens- und Krankenrückversicherung, zum anderen die Schaden- und Unfallrückversicherung. In den Hauptversicherungszweigen der beiden Geschäftsbereiche und in unseren wesentlichen Märkten ergab sich folgender Geschäftsverlauf: Lebens- und KrankenrückversicherungMarktentwicklungDas Zinsumfeld hat sich für die Lebensversicherer in den letzten Jahren mit dem Anstieg der Inflation und den entsprechenden Maßnahmen der Zentralbanken grundlegend gewandelt. 2024 ging eine deutlich nachlassende Inflation mit einem Rückgang des Zinsniveaus einher. Gleichwohl sind die Zinsen noch deutlich höher als im Jahrzehnt der Niedrigzinsen vor der Corona-Pandemie. Dies sind für die Lebensversicherung grundsätzlich günstige Rahmenbedingungen, die ein attraktiveres Preisniveau sowohl in der Altersvorsorge als auch bei der Absicherung von Todesfall- und Morbiditätsrisiken ermöglichen. Die Geschäftserwartungen der Lebensversicherer sind daher insgesamt als gut einzuschätzen, insbesondere in den Emerging Markets. Unsicherheitsfaktoren vor allem in Europa stellen das schwache Wirtschaftswachstum, die erforderlichen Investitionen in Technologie, die regulatorischen Anforderungen und die fragile geopolitische Lage dar. Dadurch kann es kurzfristig zu Volatilität kommen, während sich mittel- bis langfristig für die Lebensversicherer positive Aussichten ergeben, nicht zuletzt auch durch den steigenden Bedarf an Absicherung, der sich durch die demografischen Umwälzungen ergibt. Unser Fokus in der Lebens- und Krankenrückversicherung liegt auf der Rückdeckung von biometrischen Risiken. Das Neugeschäft in der Risikolebensversicherung bewegte sich bei weiter hohen Kosten für Immobilienkredite und wenig dynamischer Entwicklung auf den Immobilienmärkten etwa auf dem Vorjahresniveau. In der Invaliditätsversicherung ist der Absicherungsbedarf nach wie vor hoch, und Gehaltssteigerungen im Zusammenhang mit der Inflation sorgen für weitere Wachstumsimpulse. Kranken- und Gruppendeckungen folgen im Allgemeinen der Inflation und tragen so zum Prämienwachstum bei. Gerade die Krankenversicherung bildet bei angespannten Sozialversicherungssystemen in Europa und dem Ausbau der Krankenversicherung von Beschäftigten in den Emerging Markets weiter ein Wachstumsfeld. Neben den klassischen Instrumenten zum Risikotransfer über Rückversicherung bieten wir unseren Erstversicherungskunden in den internationalen Lebens- und Krankenversicherungsmärkten hochwertige Services an, mit denen wir als Partner zu ihrem Erfolg im Geschäft mit biometrischen Absicherungen beitragen. Schwerpunkte unserer Services sind der Antrags- und Leistungsprozess sowie die Produktentwicklung. Dabei bauen wir digitale Services und Tools konsequent aus, um zum Beispiel die Effizienz in der Risiko- und Leistungsprüfung weiter zu steigern. Neben unserer Expertise und unserem Service stellt die Finanzkraft der Gen Re einen weiteren entscheidenden Vorteil im Wettbewerb mit anderen Rückversicherern dar. GesamtergebnisDie Entwicklung unserer Prämieneinnahmen im Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäft wurde durch die Beendigung von zwei großen Quotenverträgen in Asien und im Nahen Osten geprägt. Wachstum in anderen Märkten, zum Beispiel im Vereinigten Königreich, hat dies nicht vollständig kompensiert, sodass die Prämie gegenüber dem Vorjahr moderat gesunken ist. Der Schadenverlauf war erfreulich, auch wenn für Geschäft in China und Israel Zusatzreserven gestellt wurden, sodass das versicherungstechnische Ergebnis mit 179,7 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahrs (250,5 Mio. Euro) lag. Die Combined Ratio lag bei 93,1 % gegenüber 90,6 % im Jahr 2023. Die Bruttobeitragseinnahmen gingen um 2,3 % auf 2.718,6 Mio. Euro zurück (2023: 2.783,0 Mio. Euro). Die verdienten Nettobeiträge in der Lebens- und Krankenversicherung sanken im Berichtsjahr ebenfalls um 3,0 % auf 2.591,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2.672,9 Mio. Euro). Bereinigt um Währungskurseffekte sanken die verdienten Nettobeiträge um 4,6 %, sodass der Prämienrückgang bedingt durch die Veränderung der Währungskurse in Euro weniger stark ausgeprägt war als in Originalwährung. Verlauf nach Sparten
Verlauf in unseren wesentlichen MärktenDeutschlandIm Jahr 2024 sorgten einerseits Lohnsteigerungen und das Zinsumfeld für positive Impulse, andererseits wirkte sich aber auch die eingetrübte gesamtwirtschaftliche Lage auf die Lebensversicherung aus. Die damit einhergehende Verunsicherung der privaten Haushalte war für die Nachfrage nach langfristigen Absicherungen nicht förderlich. Gleichwohl ist das Neugeschäft der deutschen Lebensversicherer gegenüber dem Vorjahr leicht angewachsen, insbesondere bei fondsgebundenen Produkten und in der Arbeitskraftabsicherung. Die Diskussionen zur geförderten privaten Altersvorsorge zogen sich bis zur Vorlage des Referentenentwurfs des Bundesfinanzministeriums im September lange hin. Nach dem Bruch der Koalition kam es aber nicht mehr zur Umsetzung, sodass die Perspektiven in diesem für die Branche wichtigen Feld weiterhin unklar sind. Das Geschäftsfeld der biometrischen Absicherungen erwies sich 2024 weiterhin als Wachstumstreiber. Das Neugeschäft von Todesfallabsicherungen stagnierte zwar wegen der Situation am Immobilienmarkt, aber im Bereich der Invaliditätsversicherung war deutliches Wachstum zu verzeichnen. Neben den anhaltend hohen Deckungslücken in weiten Teilen der Bevölkerung dürfte sich hier auch der durch Inflation und Lohnsteigerungen gestiegene Absicherungsbedarf bemerkbar machen. Das Neugeschäft in der Arbeitskraftabsicherung wird mittlerweile neben der Berufsunfähigkeitsversicherung auch von der Grundfähigkeitsversicherung getragen, die sich in erster Linie an Erwerbstätige mit von körperlicher Arbeit geprägten Berufen richtet. Wir erachten die künftigen Geschäftsmöglichkeiten für die Lebensversicherer in den biometrischen Absicherungen der Arbeitskraft als positiv. Auch in der Todesfallabsicherung sehen wir für die Zukunft erhebliches Potenzial, denn die Deckungslücken in der Absicherung von Hinterbliebenen nehmen hier seit Jahren zu. Dies haben wir in einer aktuellen Studie aufgezeigt und Produktkonzepte vorgestellt, mit denen unsere Kunden dieses Potenzial besser nutzen können. Beim Einkommensschutz wird der Fokus auf die weitere Entwicklung der Grundfähigkeitsversicherung und damit die Verbesserung der Absicherung in der Breite der Bevölkerung zu richten sein. Darüber hinaus erwarten wir in der Arbeitskraftabsicherung insgesamt einen Rückgang des Preisniveaus durch den neuen Höchstrechnungszins von 1 % ab 1. Januar 2025, steigende Absicherungshöhen und weitere Innovationen in Prozessen und Produkten. Dies umfasst neben verfeinerten Pricingansätzen, neuen Deckungselementen und Unterstützungsangeboten für Versicherte die voranschreitende Digitalisierung der Risiko- und der Leistungsprüfung. Gerade hier zeichnet sich ein hoher Nutzen der Künstlichen Intelligenz (KI) ab. Wir haben diverse Projekte mit vielversprechenden ersten Ergebnissen gestartet, um unsere Kunden mit KI in der Risiko- und Leistungsprüfung gezielt zu unterstützen. Daneben haben wir eine Anwendung zum effizienteren Einsatz der Ressourcen in der Leistungsprüfung für Reaktivierungen entwickelt und unseren Kunden zur Verfügung gestellt sowie unser Angebot bei den biometrischen Datenpools um einen neuen Pool speziell für das Grundfähigkeitsrisiko erweitert, der auf großes Interesse am Markt gestoßen ist. Wir arbeiten mit unseren Kunden in der biometrischen Absicherung sehr erfolgreich zusammen und unterstützen sie mit solchen Services dabei, für sie passgenaue innovative Ansätze zu definieren und umzusetzen. Durch die breite Basis bestehender sowie neuer Vertragsbeziehungen ergeben sich für uns in Deutschland weitere langfristige Wachstumsmöglichkeiten. Bei gestiegener Prämie konnten wir im Jahr 2024 wieder ein erfreuliches Ergebnis erzielen. InternationalViele der für den deutschen Markt genannten Entwicklungen und Faktoren gelten auch für weitere Märkte in Europa. Auf die Lebensversicherung wirkte das veränderte Zinsumfeld in manchen Märkten belebend für Neugeschäft und Beitragseinnahmen, während in der Krankenversicherung neben anderen Effekten die Inflation für Prämienwachstum sorgte. Die Entwicklung war dabei in den verschiedenen kontinentaleuropäischen Ländern heterogen. In den abgesehen von Deutschland mit Abstand größten kontinentaleuropäischen Märkten Frankreich und Italien, wo das Einmalbeitragsgeschäft über den Bankenvertrieb dominiert, ist das Prämienvolumen der Erstversicherer in der Lebensversicherung spürbar gewachsen. Frankreich verzeichnete 2024 wie im Vorjahr Prämienwachstum, und in Italien kam es zu einem kräftigen Wachstum nach einer rückläufigen Entwicklung im Vorjahr. Die wieder sinkenden Zinsen haben in Italien insbesondere zu einer stärkeren Nachfrage nach Hypotheken und Krediten geführt, was sich positiv auf das Geschäft mit Restschuldversicherungen ausgewirkt hat. Die Risikoabsicherung mit Selbständigen und kleinen Unternehmen blieb stabil, wobei in Zukunft die wirtschaftliche Lage eine schwächere Nachfrage nach sich ziehen könnte. Unser Rückversicherungsgeschäft ist 2024 in den kontinentaleuropäischen Märkten bei ebenfalls sehr unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Märkten insgesamt moderat gewachsen. In Italien erreichten wir ein deutliches Prämienwachstum, während unsere Prämien in Frankreich aufgrund einer Vertragsveränderung zurückgegangen sind. Insgesamt erreichten wir im Berichtsjahr in den kontinentaleuropäischen Märkten ein erfreuliches Ergebnis. In Großbritannien erzielten wir im Berichtsjahr mit unserem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft ein gutes versicherungstechnisches Ergebnis, auch wenn nach wie vor eine gewisse erhöhte Sterblichkeit zu beobachten ist. Bei starkem Wachstum im Jahr 2024 sehen wir trotz sich fortsetzender Marktkonsolidierung durch vereinzelte Übernahmen gute Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung. Insgesamt erwarten wir in Europa mittelfristig gute Wachstumschancen für das Lebens- und Krankengeschäft, wobei die wirtschaftliche Lage in näherer Zukunft die Dynamik dämpfen könnte. Unverändert leisten wir dank unserer starken Serviceorientierung sowohl bei der Unterstützung in der Produktentwicklung als auch beim Risikomanagement kontinuierlich einen bedeutenden Beitrag, um neue Geschäftsmöglichkeiten mit unseren Kunden zu generieren - heute und in der Zukunft. Unsere Prämie in Asien ging 2024 deutlich zurück. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass ein großer Quotenvertrag in der ASEAN-Region nicht verlängert wurde, weil der Zedent das Risiko künftig im Selbstbehalt halten wird. Gleichzeitig konnten wir aber wieder neues Geschäft und insbesondere solches mit langer Laufzeit akquirieren, was einen Teil des Prämienrückgangs ausgeglichen hat. Trotz der Beendigung des profitablen großen Quotenvertrags haben wir in Asien ein erfreuliches Ergebnis erzielt. Wir haben unsere Reserven für die Critical Illness-Portfolios in China weiter gestärkt, nachdem wir unsere Reservierungsmethodik und unsere Annahmen zum künftigen Schadenverlauf überprüft hatten. Für die Zukunft erwarten wir weiter zunehmenden Wettbewerb der Rückversicherer, was sich auf das Ratenniveau niederschlagen kann. Wir gehen von weiterem Wachstum in den Lebens- und Krankenversicherungsmärkten in Asien aus, was weitere Möglichkeiten für unser Wachstum in dieser Region bieten wird. In Lateinamerika haben wieder Abwicklungsgewinne aus früheren Zeichnungsjahren zu einem guten Ergebnis beigetragen, wenn auch in geringerem Maß als im Vorjahr. Unsere Prämieneinnahme war in einer von viel Wettbewerb und damit Margendruck geprägten Umfeld leicht rückläufig; wir halten in der Zukunft vor allem die Region Zentralamerika für vielversprechend. Im Nahen Osten und in Nordafrika haben wir infolge der Beendigung einer großen Quote in der Golfregion einen deutlichen Prämienrückgang zu verzeichnen. Aufgrund ungünstiger Trends haben wir unsere Annahmen zum künftigen Schadenverlauf für einige in Abwicklung befindliche Pflege- und Invaliditätsverträge in Israel revidiert und auf dieser Basis unsere Reserven deutlich gestärkt, sodass unser Ergebnis im israelischen Markt sehr negativ ausfiel. Abgesehen von Israel war der Schadenverlauf in der Region in diesem Jahr besonders erfreulich, wozu ebenfalls Abwicklungsgewinne maßgeblich beitrugen. In der Region sehen wir mittel- und langfristig weiterhin gute Wachstumschancen. Unser Geschäft in Subsahara-Afrika und in Australien wird von Tochtergesellschaften gezeichnet und wirkt sich durch deren Retrozessionen an die General Reinsurance AG auf unser versicherungstechnisches Ergebnis aus. Wir zeichnen darüber hinaus von einer verbundenen Gesellschaft in den USA Retrozessionsgeschäft, das Risiken in den USA und Kanada umfasst. Dieses Geschäft ist im Berichtszeitraum deutlich gewachsen. Wir haben insgesamt bei aufgrund von Sondereffekten leicht rückläufiger Prämie ein erfreuliches versicherungstechnisches Ergebnis erzielt, wozu eine breite geografische Diversifizierung und ein ausgewogener Portfoliomix beigetragen haben. Wir sehen in verschiedenen Märkten in den nächsten Jahren vielversprechende Wachstumsmöglichkeiten. Dabei kommen uns unser weltweit breit diversifiziertes Portfolio und die starke Positionierung in vielen Märkten zugute. Durch die permanente Weiterentwicklung unserer Rückversicherungslösungen, unserer Kompetenz im Risikomanagement und unseres Dienstleistungsangebots sind wir für die Weiterentwicklung unseres Geschäfts sehr gut aufgestellt und schaffen so die Grundlage für unseren anhaltenden Erfolg unter weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Schaden- und UnfallrückversicherungMarktentwicklungDas Jahr 2024 markierte einen Wendepunkt auf dem Rückversicherungsmarkt. Das reduzierte Angebot an Rückversicherungskapazitäten zur Naturkatastrophendeckung, das die Vertragserneuerungen Anfang 2023 kennzeichnete, kehrte sich im Laufe des Jahres um, da die Risikobereitschaft der Rückversicherer zunahm. Dies wurde bei allen wichtigen Erneuerungsrunden des Jahres für unser Vertragsrückversicherungsgeschäft deutlich, da die Raten unter Druck gerieten, weil viele Marktteilnehmer nach Wachstum strebten. 2024 war ein weiteres Jahr mit erheblichen Naturkatastrophen weltweit, wobei die Überschwemmungen in Süddeutschland und der Sturm Boris besonders gravierende Ereignisse für Europa waren. Darüber hinaus kam es zu Großschäden in den USA, Taiwan, Japan, China und anderen Teilen Asiens. Während die jährlich versicherten Schäden aus Naturkatastrophen weiterhin über dem historischen Niveau liegen, haben wir unser Portfolio sorgfältig selektiert, sodass unser Exposure gegenüber häufigen kleineren Ereignissen reduziert ist. Die Marktdisziplin begann im Jahr 2024 nachzulassen, wobei die Raten im Laufe des Jahres schrittweise sanken, insbesondere bei schadenfreien Programmen. Dennoch blieben die Einsatzpunkte der Rückversicherungsprogramme (Attachment Points) während des größten Teils des Jahres weitgehend stabil, obgleich es Hinweise dafür gab, dass die Kundennachfrage nach "Sub Layern" oder aggregierten Deckungen in der zweiten Hälfte des Jahrs 2024 zurückkehrte. Wir konnten unsere langjährigen Kundenbeziehungen im Jahr 2024 festigen, da die Stabilität und Qualität unseres Angebots auch nach der Marktstörung von 2023 weiterhin gefragt war. Dank unserer globalen Präsenz, unserer Expertise und unseres Ratings haben wir jede wichtige Erneuerung des Jahres 2024 erfolgreich abgeschlossen, sodass unsere Bruttobeitragseinnahmen gegenüber 2023 währungsbereinigt um weitere 7,7 % gestiegen sind. Unser Portfolio war in der Lage, die Großschäden, die wir in vielen unserer Schlüsselregionen erlebten, aufzufangen, was zu einem positiven versicherungstechnischen Ergebnis für das Jahr 2024 führte. Wir erwarten, dass der Markt 2025 zunehmend wettbewerbsintensiv sein wird, mit weiterem Druck auf Raten und Strukturen, da das Angebot an Rückversicherungskapazität in einigen Bereichen weiter zunimmt. Wir werden unser Portfolio weiterhin sorgfältig selektieren und nur Risiken eingehen, die nach unserer Ansicht eine angemessene risikoadjustierte Rendite erbringen. Wir glauben, dass unser Portfolio, unser Team und unsere Geschäftsbeziehungen es uns ermöglichen werden, unseren Erfolg im Jahr 2025 fortzusetzen. GesamtergebnisDie Bruttobeitragseinnahmen im Schaden- und Unfallgeschäft stiegen um 9,0 % auf 2.115,1 Mio. Euro (2023: 1.940,6 Mio. Euro). Bereinigt um Währungskurseffekte stiegen die Bruttoprämieneinnahmen um 7,7 %. Unter Ausschluss von Naturkatastrophenschäden entsprach das Ergebnis in den meisten Sparten unseren Erwartungen. Vor Veränderung der Schwankungsrückstellung wurde für das Jahr 2024 ein versicherungstechnischer Gewinn von 76,8 Mio. Euro verzeichnet (2023: Gewinn von 9,0 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung der Veränderungen der Schwankungsrückstellung verbuchten wir einen Gesamtgewinn von 12,4 Mio. Euro (2023: Verlust von 23,7 Mio. Euro). Insgesamt verzeichneten wir im Jahr 2024 eine relativ flache Preisentwicklung, da der Wettbewerb auf dem Markt zu einem Druck auf die Raten führte. Wir sind jedoch der Ansicht, dass unser Portfolio von einem angemessenen Preisniveau profitiert, und wir werden uns bemühen, auch im kommenden Jahr eine angemessene Rendite für das eingegangene Risiko zu erzielen. Verlauf nach Sparten
Im Jahr 2024 haben wir unsere strenge Zeichnungsdisziplin beibehalten und uns darauf konzentriert, eine angemessene Vergütung für das von uns übernommene Risiko zu erhalten. Das Preisniveau blieb 2024 deutlich positiver als 2023 und in den Jahren davor. Trotz des schwierigen Wettbewerbsumfelds konnten wir in vielen Bereichen wachsen. Wir sind der Meinung, dass der Markt der Sachversicherung besser bewertet ist als andere Märkte und konzentrieren unser Wachstum auf diese Sparte. Der Kraftfahrtversicherungsmarkt war in den Jahren 2023 und 2024 weltweit schwieriger, und wir haben unser Engagement in dieser Sparte reduziert, da wir der Meinung sind, dass die verfügbaren Raten nicht mit dem Risiko vereinbar sind, das wir eingehen müssen. Verlauf in unseren wesentlichen MärktenDeutschlandDank der starken Kundenbindung und unserer langjährigen Marktpräsenz hat sich unser Geschäft in Deutschland auch im Jahr 2024 positiv entwickelt. Obwohl es in einigen Marktsegmenten, insbesondere in der Kraftfahrtversicherung und einigen Sachversicherungen, erhebliche Schadenfälle gab, haben wir dennoch Chancen gefunden, unsere Kundenbeziehungen zu stärken und unser Geschäft weiter auszubauen. Unsere Prämien aus dem Sachgeschäft sind erneut deutlich gestiegen, und auch unser Haftpflichtgeschäft ist im Vergleich zu 2023 leicht gewachsen. Unsere Kraftfahrtprämien blieben 2023 und 2024 auf einem gleichbleibenden Niveau, was den herausfordernden Kraftfahrtmarkt und unser langfristiges Engagement für unsere Kunden widerspiegelt. Wie erwartet reichten die zugrunde liegenden Prämienerhöhungen im Jahr 2024 auf dem Erstversicherungsmarkt der Kraftfahrtversicherung nicht aus, um der Schadenkostenerhöhung der letzten Jahre entgegenzuwirken. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Tariferhöhungen im Jahr 2025 ausreichen könnten, um die Angemessenheit der Tarife auf dem Markt insgesamt wiederherzustellen. Insgesamt waren die versicherungstechnischen Ergebnisse einschließlich der Abwicklungsgewinne aus Schäden der Vorjahre zufriedenstellend. InternationalIn den meisten anderen europäischen Märkten führte das gestiegene Angebot an Rückversicherung dazu, dass wir im Jahr 2024 deutlich weniger Möglichkeiten sahen, unser Portfolio zu erweitern. Wir haben uns dafür entschieden, unser Exposure gegenüber Geschäften mit unangemessenen Risikoprämien und ungünstigen Strukturen wie Jahresüberschadendeckungen oder Programmen mit sehr geringen "Attachments" niedrig zu halten, anstatt im aktuellen Markt eine Strategie mit hohem Wachstum zu verfolgen. Ungeachtet dessen haben wir in einer Reihe von Bereichen Wachstumschancen gesehen, so in der Sach- und Transportversicherung. In Großbritannien konnten wir unser Sachversicherungsgeschäft im Jahr 2024 weiter deutlich ausbauen, da wir Möglichkeiten fanden, die Beziehungen zu wichtigen Kunden auf dem Londoner Markt zu vertiefen und zu stärken. Der Markt der Kraftfahrtversicherung in Großbritannien, der in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum verzeichnet hatte, erfuhr 2024 einen weiteren Rückgang der Prämien, da wir die Tarife als unzureichend für das eingegangene Risiko erachteten. Im Jahr 2024 fanden wir auch Möglichkeiten, unser Transport-Rückversicherungsportfolio mit spezialisierten Kunden auf dem Londoner Markt zu erweitern, während unser Haftpflichtportfolio leicht zurückging. Insgesamt verzeichneten wir ein deutliches Wachstum unseres Prämienvolumens auf dem britischen Markt. In Frankreich, Italien, Skandinavien und auf der Iberischen Halbinsel haben sich die Märkte unterschiedlich entwickelt, abhängig vom Schadenverlauf. Wir fanden Möglichkeiten, Kunden in Italien und Spanien weiter zu unterstützen, während die Prämien in Frankreich und den skandinavischen Ländern weitgehend stabil blieben. Die Ergebnisse auf den skandinavischen Märkten waren im Jahr 2024 enttäuschend wegen anhaltender Schadenhäufigkeit aus großen Sachversicherungsrisiken sowie kleinen Naturkatastrophenereignissen. Die Ergebnisse in Italien wurden auch durch erhöhte Schadenschätzungen von Naturkatastrophenereignissen aus dem Jahr 2023 beeinflusst. Unser Geschäft in Lateinamerika entwickelte sich auch 2024 gut, obwohl wir unser Exposure im Agrargeschäft als Reaktion auf sinkende Raten weiter reduzierten. Dieser Effekt führte zu einem fortgesetzten Rückgang des Prämienvolumens, dennoch konnten wir unser Geschäft in Lateinamerika mit einer Reihe von Kunden in anderen Sparten ausbauen. In Asien verzeichneten wir im Jahr 2024 stabile Prämien, wobei der Rückgang in Indien durch das Wachstum in China, Korea und Singapur kompensiert wurde. Unser Rückversicherungsgeschäft, das von Shanghai und Singapur aus gezeichnet wurde, profitierte von einem verbesserten Bewertungsumfeld in der Region, während der indische Markt einen deutlichen Rückgang der Originaltarife in der Sachversicherung verzeichnete. In der Folge verminderten sich die Prämien, die wir von unserem Büro in Mumbai aus gezeichnet haben. Insgesamt erzielten wir aus unserem asiatischen Rückversicherungsgeschäft einen versicherungstechnischen Gewinn, der den Erwartungen entsprach. Unser Geschäft in Afrika wird über eine Tochtergesellschaft gezeichnet und fließt über die Retrozession an die General Reinsurance AG und in unser versicherungstechnisches Ergebnis ein. Unser Geschäft in Afrika erwirtschaftete im Jahr 2024 einen weiteren versicherungstechnischen Gewinn, was auf die verbesserte Rentabilität des dortigen Geschäfts und das Ausbleiben von Großschäden zurückzuführen ist. Wir haben unser Portfolio in Afrika im Jahr 2024 mit unseren wichtigsten Kunden ausgebaut, um auf die anhaltend verbesserten Raten zu reagieren. Geschäftsentwicklung der wichtigsten TochtergesellschaftenDie General Reinsurance AG, Köln, ist Konzernobergesellschaft in der General Reinsurance AG Gruppe. Die General Reinsurance AG Gruppe ihrerseits wird als Teil der Gen Re Gruppe in den Konzernabschluss der Berkshire Hathaway Inc., Omaha/USA, einbezogen. Der wesentliche Risikoträger der General Reinsurance AG Gruppe ist die General Reinsurance AG, die weltweit mit zahlreichen Niederlassungen und Repräsentanzen vertreten ist. Diese haben ihren Sitz in Europa (Kopenhagen, London, Madrid, Mailand, Paris, Wien), im Nahen Osten (Beirut, Dubai), in Asien (Beijing, Hongkong, Labuan, Mumbai, Seoul, Shanghai, Singapur, Taipeh, Tokio) und in Lateinamerika (Buenos Aires, Mexiko City, São Paulo). Zum Bilanzstichtag sind insbesondere die General Reinsurance Africa Ltd., Kapstadt/Südafrika, und die General Reinsurance Life Australia Ltd., Sydney/Australien, bedeutende Tochtergesellschaften. Das gesamte von der General Reinsurance Africa Ltd. gezeichnete Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft wird in unterschiedlichen Anteilen an die General Reinsurance AG und ihre Muttergesellschaft General Reinsurance Corporation retrozediert. Unser Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft in Südafrika erreichte im Berichtsjahr erneut ein sehr erfreuliches Ergebnis aufgrund eines günstigen Schadenverlaufs, insbesondere im Gruppenbereich. Wir haben neue Chancen auf dem Markt genutzt, nicht zuletzt, weil sich einige Wettbewerber ganz aus dem Markt beziehungsweise aus bestimmten Geschäftsbereichen zurückgezogen haben. Diese Entwicklung hat uns unmittelbar Wachstumsmöglichkeiten eröffnet und unsere Position als führender Rückversicherer in der Region gestärkt. Das Ergebnis unserer Tochtergesellschaft in Australien entsprach den Erwartungen. Trotz der Konsolidierung im Versicherungsmarkt ergeben sich mittelfristig Wachstumschancen sowohl im Gruppen- als auch im Einzelversicherungsgeschäft. Unsere BeschäftigtenEnde 2024 beschäftigte die General Reinsurance AG inklusive ihrer Angestellten bei Servicegesellschaften insgesamt 849 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (18 mehr als im Vorjahr), davon 423 (+8) in Deutschland und 426 (+10) im Ausland. Abhängig von den lokalen Marktgegebenheiten haben wir unterschiedliche Modelle für flexibles, mobiles Arbeiten etabliert, um es dem lokalen Management zu ermöglichen, die besten Lösungen für unsere Beschäftigten sowie unsere Kunden und Kundinnen zu finden. Wir erkennen die Bedeutung eines angemessenen Gleichgewichts zwischen beruflichen Anforderungen und privaten Bedürfnissen an, um langfristig eine hohe Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten und neue Talente für die General Reinsurance AG zu gewinnen. Der Erfolg unseres Unternehmens basiert auf der Fachkompetenz, der Erfahrung und dem Engagement unserer Beschäftigten. Wir bieten unseren Beschäftigten attraktive Arbeitskonditionen. Hierzu gehören ein fairer und respektvoller Umgang mit unseren Beschäftigten, eine wettbewerbsfähige Vergütung, flexible Arbeitszeiten sowie individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. Außerdem bieten wir über eine externe Beratungseinrichtung ein Unterstützungsprogramm an, das unsere Beschäftigten sowie ihre Angehörigen bei beruflichen, privaten und gesundheitlichen Problemen vertraulich nutzen können. In unserem Talentmanagement-System bieten wir eine breite Palette von Online-Lerninhalten an, die Themenbereiche von Führung und Management bis hin zu technischen und datenbezogenen Fähigkeiten beinhalten. Viele der Kurse sind in mehreren Sprachen verfügbar, und es werden kontinuierlich neue Inhalte ergänzt. Alle unsere Beschäftigten sind darüber hinaus verpflichtet, interaktive Online-Schulungen zum Thema Compliance sowie Kurse zu den Bereichen Datensicherheit, ethische Prinzipien im Geschäftsleben, Interessenkonflikte, Verhütung von Korruption, Geldwäscheprävention, finanzielle Integrität, Datenschutz, Kartellrecht, Handelssanktionen, Vermeidung von Insidergeschäften und Vermeidung von Belästigung am Arbeitsplatz zu absolvieren. Darüber hinaus bietet unsere Abteilung Learning & Development gemeinsam mit unseren externen Partnern virtuelle Kurse zu grundlegenden zwischenmenschlichen Fähigkeiten über eine Vielzahl von Themen an, darunter Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI), Leistung, Führen schwieriger Gespräche, Personalführung in einer hybriden Welt, Einflussnahme, Verhandlungsführung und das Setzen persönlicher Ziele. Außerdem bieten wir ein Resilienztraining an, das praktische Methoden zur Erhaltung der Gesundheit vermittelt, sowie ein Führungskräfteprogramm für neue Führungskräfte und individuelles Coaching. Wir unterstützen weiterhin die Zusammenarbeit mit Universitäten, um die Interaktion zwischen Forschung und Unternehmenspraxis zu fördern und nahmen an unterschiedlichen Universitätsveranstaltungen teil. Wir engagieren uns außerdem im Programm der 10.000 Interns Foundation und im Stipendienprogramm der Lloyd's of London Foundation, die auch unsere globalen DEI-Aktivitäten unterstützen. Darüber hinaus bieten wir Stipendien für benachteiligte Studenten und Studentinnen an und unterstützen sie mit Mentoring. Das Angebot von Praktika und die regelmäßige Beschäftigung von Werkstudierenden bietet uns ebenfalls Zugang zu interessierten jungen Talenten. Im Herbst haben wir ein neues Traineeprogramm im Bereich Aktuariat und Underwriting gestartet. Wir stärken weiterhin unser Global Diversity Equity and Inclusion (DEI) Programm, um die Gestaltung eines vielfältigeren, gerechteren und inklusiveren Arbeitsumfelds bei der General Reinsurance AG voranzutreiben. Der Global DEI Officer arbeitet mit den Leitenden der Employee Resource Groups (ERGs) zusammen, um mehr über die Bedürfnisse dieser Beschäftigten zu erfahren und effektivere und erfolgreichere Inklusions- und Integrationsstrategien zu entwickeln. Darüber hinaus bieten wir laufend Online-Kurse an, die eine Reihe von DEI-Themen abdecken, zum Beispiel um Beschäftigten zu helfen, ihre eigenen unbewussten Vorurteile zu verstehen und abzubauen. Wir unterstützen auch Führungskräfte, damit sie als integrative Führungskräfte agieren und die Inklusion in ihren Teams und im gesamten Unternehmen fördern können. Im Rahmen unseres globalen DEI-Ansatzes sind wir bestrebt, den kulturellen Wandel innerhalb des Unternehmens bottom up voranzutreiben und so jeden für die Schaffung eines integrativeren Arbeitsumfelds und einer vielfältigeren Belegschaft verantwortlich zu machen. Dies schließt ausdrücklich die Gleichstellung der Geschlechter ein, ist aber nicht darauf beschränkt. Wir sind davon überzeugt, dass dieser Ansatz unsere Ziele am besten unterstützt und sicherstellt, dass die am besten qualifizierten Personen jede Chance erhalten. Um unsere Fortschritte zu überprüfen, analysieren wir regelmäßig Personaldaten, die nach verschiedenen demografischen Merkmalen einschließlich des zugewiesenen Geschlechts aufgeschlüsselt und zusammengefasst werden. Anhand dieser Daten können wir die Veränderungen in unserer Belegschaft im Laufe der Zeit messen. Darüber hinaus untersuchen wir die drei treibenden Faktoren, die für die Veränderungen in unserer Belegschaft verantwortlich sind: wen wir einstellen, wen wir befördern und wer unser Unternehmen verlässt. Wir sind der festen Überzeugung, dass dieser ganzheitliche Ansatz und die Selbstbewertung unserer Fortschritte das Bewusstsein schärfen und im Laufe der Zeit wirksam zu unserem Gesamterfolg bei der Schaffung einer vielfältigeren Belegschaft und eines integrativen Umfelds beitragen werden. Anteil von Frauen in FührungspositionenIn Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hatten wir uns im Jahr 2017 Ziele für den Frauenanteil auf den verschiedenen Führungsebenen gesetzt. Die Zielerreichung ist zuletzt im Jahr 2022 überprüft und aktualisiert worden. Wie im Jahr 2017 so wurde auch 2022 beschlossen, die derzeitige Frauenquote in Führungspositionen zumindest beizubehalten und gleichzeitig sicherzustellen, dass unabhängig vom Geschlecht die jeweils am besten qualifizierte Person für eine Position ausgewählt wird. Die Zielvorgaben und der Stand des Frauenanteils auf den vier Führungsebenen zum 31. Dezember 2024 entsprechen den folgenden Prozentsätzen:
Wir werden unsere Ziele bis zum 30. Juni 2027 erneut überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Die gesetzten Ziele sind Ausdruck unserer Überzeugung, dass in jedem Fall unabhängig vom Geschlecht die jeweils am besten qualifizierte Person für eine Position ausgewählt werden sollte. In Übereinstimmung mit unserer Richtlinie zur Sicherstellung der fachlichen Qualifikation und persönlichen Zuverlässigkeit und den aufsichtsrechtlichen Anforderungen muss das Unternehmen sicherstellen, dass die einzelnen Vorstandsmitglieder über die geeigneten Fähigkeiten, Erfahrungen und Kenntnisse verfügen, um die ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich im Vorstand zugewiesenen Aufgaben wahrzunehmen. Gleichzeitig muss das Unternehmen sicherstellen, dass das kollektive Wissen und die Erfahrung des Vorstands zu jeder Zeit eine solide und umsichtige Unternehmensführung gewährleisten. Obwohl wir uns sehr für eine vielfältige Zusammensetzung der Belegschaft einsetzen und bestrebt sind, die Diversität auch auf Vorstandsebene zu verbessern, halten wir die Entscheidung, keinen spezifischen Frauenanteil für den Vorstand festzulegen, weiterhin für angemessen. Dies steht jedoch einer natürlichen Entwicklung hin zu mehr Diversität auch auf Vorstandsebene in keiner Weise entgegen. Die Ausführungen stellen gleichzeitig die nach § 289f Abs. 4 HGB erforderlichen Angaben dar. Dank an unsere BeschäftigtenWir danken allen Beschäftigten für ihr großes Engagement, ihre hohe Leistungsbereitschaft und ihre erfolgreiche Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Ihr Fachwissen und ihr persönlicher Einsatz, die eine erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens ermöglicht haben, werden vom gesamten Management sehr geschätzt. RisikoberichtUnser Kerngeschäft besteht in der Bewertung und Übernahme von Versicherungsrisiken. Darüber hinaus tragen wir in unserem Investmentportfolio ein gewisses Marktrisiko. Die wesentlichen Elemente unserer Risikobewertung sind umfassende qualitative Methoden, die durch umfangreiche quantitative Analysen unterstützt werden. Risiko-GovernanceDie General Reinsurance AG setzt auf einen integrierten Ansatz für das Risikomanagement. Dieser bildet die Grundlage für unser unternehmensweites Verständnis aller Risiken, die Einfluss auf unser Unternehmen haben, und stellt sicher, dass bewusstes Risikomanagement Bestandteil der alltäglichen Entscheidungsprozesse jedes einzelnen Mitarbeitenden ist. Wir haben ein dezentral organisiertes Risikomanagementsystem eingerichtet, das in einen unternehmensweiten internen Kontrollrahmen eingebettet ist und von einer zentralen Risikomanagementfunktion überwacht und unterstützt wird. Die Verantwortlichkeiten im Bereich des Risikomanagements der General Reinsurance AG sind wie folgt aufgeteilt: Der Vorstand ist für die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems des Unternehmens verantwortlich. Er legt die Risikostrategie fest, zu der auch die Festlegung des Risikoappetits sowie der allgemeinen Toleranzgrenzen gehören, und stellt die operative Umsetzung der Risikomanagementprozesse sicher. Der Chief Risk Officer, der auch das für das Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied ist, trägt die Verantwortung für die Risikomanagementfunktion und berichtet direkt an den gesamten Vorstand. Die Risikomanagementfunktion verantwortet die Umsetzung und die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems im Auftrag des Vorstands. Sie setzt die Risikostrategie auf operativer Ebene um, einschließlich der Überwachung und Berichterstattung über das Risikoprofil des Unternehmens. In dieser Rolle wird die Risikomanagementfunktion durch den Internationalen Leben/Kranken-Risikoausschuss, den Internationalen Schaden/Unfall-Risikoausschuss, den Investment-Risikoausschuss, den Ausschuss für operationelle Risiken und den Risikoausschuss für Asien unterstützt, die detaillierte Beiträge und Expertenwissen liefern und direkt an den Chief Risk Officer berichten. Auf diese Weise kann die Risikomanagementfunktion eine angemessene Überwachung des Risikoprofils des Unternehmens sowie der Risikothemen über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg sicherstellen und das Fachwissen unternehmensweit nutzen. Zusätzlich zur Risikomanagementfunktion haben wir in Übereinstimmung mit den Solvency II-Bestimmungen die Schlüsselfunktionen für die Bereiche Compliance, Versicherungsmathematik und Interne Revision eingerichtet. RisikostrategieUnsere Risikostrategie legt unseren generellen Ansatz für das Risikomanagement fest, indem sie alle relevanten Risiken auf der Grundlage unserer Geschäftsstrategie spezifiziert. Sie gibt vor, wie Risiken gesteuert, gemessen und überwacht werden, und legt unseren Risikoappetit sowie den Rahmen für unsere Risikotoleranz fest. Wir definieren Risiko allgemein als die Gefahr möglicher Entwicklungen oder Ereignisse, die sich negativ auf die Erreichung der Geschäftsziele des Unternehmens auswirken. Risiken können unsere Fähigkeit beeinträchtigen, unser Geschäft erfolgreich zu betreiben, unsere Finanzkraft und unsere Reputation zu bewahren sowie die Gesamtqualität unserer Produkte, Dienstleistungen und Mitarbeitenden zu erhalten. Unser Risikomanagementsystem zielt darauf ab, die Geschäftsstrategie des Unternehmens zu unterstützen, indem es die Risiken auf ein vertretbares Maß begrenzt. RisikomanagementprozessDer unternehmensweite Risikomanagementprozess bei der General Reinsurance AG umfasst die folgenden Elemente:
Dieser Prozess wird weltweit angewandt und umfasst alle rechtlichen Einheiten und Niederlassungen. Ein Schlüsselelement für diesen Prozess ist unser Risiko-Universum, das entwickelt wurde, einen einheitlichen Ansatz bei der Definition und Identifikation von Risiken zu fördern und eine effektive Aggregation von Risiken innerhalb der gesamten Gen Re Gruppe zu ermöglichen. Wir unterteilen die Risiken in Versicherungs-, Markt- und Kredit-, operationelle sowie strategische Risikokategorien (siehe nachstehende Tabelle). Sofern relevant, berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsrisiken mit ihren Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) innerhalb unserer bestehenden Risikokategorien. Die regelmäßige vierteljährliche und jährliche Risikoberichterstattung im Rahmen der oben erwähnten Struktur der Risikoausschüsse sowie die Ad-hoc-Risikoberichterstattung gewährleisten eine kontinuierliche Überwachung des Risikoprofils des Unternehmens. Unsere global operierende Interne Revision überprüft im Rahmen ihres Prüfungsauftrags regelmäßig die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Die Interne Revision ist ein integraler Bestandteil des internen Kontrollsystems und führt aufsichtsrechtliche und risikobasierte Prüfungen durch, die sich auf die Kontrollmechanismen, Verfahren und Prozesse im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft, den Kapitalanlagen und den operativen Aspekten zur Unterstützung dieser Geschäftsbereiche konzentrieren. Die Interne Revision führt auch Compliance-Prüfungen durch, um die Einhaltung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen, Gesetzen oder Richtlinien zu überprüfen, sowie Sonderprüfungen, die von der Geschäftsleitung angefordert werden. Die Ergebnisse jeder Prüfung werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und den relevanten Stakeholdern, einschließlich des Chief Risk Officer, mitgeteilt. Unser "Risiko-Universum" ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
In den folgenden Abschnitten beschreiben wir unsere Versicherungs-, Markt- und Kredit-, operationellen und strategischen Risiken sowie deren Kontrollmechanismen. VersicherungsrisikenDas Tarifierungs- und versicherungstechnische Risiko bezeichnet das Risiko, dass die tatsächliche Gesamtschadenhöhe höher ist als im Zeichnungsprozess erwartet. In diesem Zusammenhang unterscheiden wir zwischen:
Wir steuern diese Risiken durch einen eindeutig festgelegten und kontrollierten Zeichnungsprozess. Die Schlüsselelemente sind ein klar definierter Referral-Prozess mit in den Zeichnungsrichtlinien festgelegten Genehmigungsstufen, zentral festgelegte Tarifierungsrichtlinien und operationale Limite, die unseren Risikoappetit und unsere Risikotoleranz widerspiegeln, sowie die Verwendung standardisierter Methoden und Software-Tools. Unser Naturkatastrophen-Exposure wird systematisch überwacht und dem Management, der Risikomanagementfunktion sowie dem Vorstand berichtet, um sicherzustellen, dass Peak-Exposures ausreichend verstanden werden. Wir haben einen Risikotoleranzrahmen festgelegt, aus dem wir maximal zulässige Kapazitätsgrenzen pro Land ableiten. Durch diese Festlegung von Kapazitäten wird sichergestellt, dass das Naturkatastrophenrisiko im Rahmen unserer Risikobereitschaft/Risikotoleranz gesteuert wird. Im Folgenden werden unsere Schadenquoten (aufgeteilt in Schäden durch Naturkatastrophen und sonstige Schäden) der letzten zehn Jahre in Prozent der verdienten Nettoprämie dargestellt. Im Jahr 2024 betrug der Anteil der Naturkatastrophenschäden 10,8 %, nachdem er im Vorjahr 4,3 % betragen hatte. 2015 und 2018 war der Anteil der Schäden aus Naturkatastrophen sogar negativ (-1,2 % bzw. -0,2 %), da die Auflösungen von Reserven für Schäden der Vorjahre die vergleichsweisen geringen neuen Schäden aus Naturkatastrophen in diesen Jahren übertrafen. Schadenquoten im Schaden/Unfall-Geschäft
Terrorismusrisiken werden von uns nicht aktiv abgesichert, aber es ist ein Risiko, das wir gelegentlich im Rahmen der Übernahme von Rückversicherungsgeschäften übernehmen und das wir angesichts des Kumulpotenzials aktiv steuern und kontrollieren, einschließlich der Überwachung potenzieller Kumule. Während unser Exposure gegenüber Terrorismus in der Schaden/Unfallversicherung vor allem durch Ausschlussklauseln in Rückversicherungsverträgen begrenzt wird, können sich Risiken in der Lebens- und Krankenversicherung kumulieren und zu unseren Terroraggregaten beitragen. Unser Kriegsrisiko begrenzen wir, wo immer dies möglich ist, durch standardmäßige Ausschlüsse, und wir überwachen unser Exposure durch die Analyse geeigneter Szenarien. Ein Pandemierisiko kann von Ereignissen wie der Ausbreitung schwerer, hochgradig infektiöser Krankheiten ausgehen. Wir ziehen regelmäßig verschiedene Szenarien in Betracht, um die potenziellen Auswirkungen von Pandemieereignissen sowohl auf unsere Schaden/Unfall- als auch Leben/Kranken-Portefeuilles zu bewerten und unsere Risikotoleranz abzuschätzen. Zur Steuerung dieses Risikos umfasst unsere Zeichnungspolitik Standardbedingungen und Richtlinien, Referral-Prozesse und Zeichnungsprüfungen. Das Cyberrisiko bezieht sich auf mögliche, von unseren Rückversicherungsverträgen abgedeckte Schäden aufgrund von Cyberangriffen oder -bedrohungen, die zu einem unbefugten Zugriff auf geschäftskritische oder sensible Anwendungen, Daten oder Infrastruktursysteme oder zu deren Veröffentlichung führen. Im Allgemeinen steht das Risiko im Zusammenhang mit Online-Aktivitäten, elektronischen Systemen und technologischen Netzwerken. Cyberrisiken können sowohl durch vorsätzliches Handeln Dritter als auch durch menschliche Fehler oder technisches Versagen verursacht werden. Aus versicherungstechnischer Sicht bleibt das Cyberrisiko eine der größten Herausforderungen bei der Bewertung, Tarifierung, Überwachung und Aggregation von Risiken, und wir verfolgen weiterhin einen konservativen Ansatz bei der Zeichnung von Cyberrisiken. Unser Appetit auf Cyberrisiken ist begrenzt, und die Deckung in unseren internationalen Verträgen ist im Allgemeinen durch angemessene jährliche Gesamt- und Einzellimits begrenzt. Diese Limits und die entsprechenden Exposure aus Policen, die explizit Cyberrisiken abdecken, werden regelmäßig überwacht und den zuständigen Risikoausschüssen im Rahmen der Kumulkontrolle gemeldet ("Cyber Tracker"). Im Hinblick auf potenzielle nicht affirmative oder sogenannte Silent Cyberrisiken versuchen wir, nach Möglichkeit Ausschlussklauseln anzuwenden. Da wir solche Ausschlussklauseln erfolgreich in der Mehrheit unseres Portfolios implementiert haben, halten wir die Auswirkungen von Silent Cyberkumulen auf unser Risikoprofil und unsere Solvabilitätspositionen für überschaubar. Das Reservierungsrisiko ist das Risiko unzureichender Rückstellungen für die endgültige Abwicklung eingetretener Schäden oder versicherungstechnischer Rückstellungen aufgrund unvorhergesehener Änderungen von Parametern wie dem Schadensverlauf und/oder unangemessener Rückstellungsmodellierung. Der Schätzprozess umfasst angemessene Annahmen, Techniken und Bewertungen in Übereinstimmung mit bewährten versicherungsmathematischen Standards. Er umfasst auch Abgleiche, Kontrollen und unabhängige Überprüfungen und berücksichtigt potenzielle Unsicherheitsquellen aufgrund von Trends zur Verbesserung der Sterblichkeit, des Klimawandels, sozialer Risiken und potenzieller Erhöhungen der Schadenkosten infolge der Eindämmung des Klimawandels. Das Risiko wird durch die Überwachung des zugrundeliegenden Geschäfts sowie durch versicherungsmathematische Überprüfungen und eine angemessene Aufgabentrennung beim Reservierungsprozess kontrolliert. Wir betrachten den Reservierungsprozess als eine Kernfunktion eines diszipliniert arbeitenden Rückversicherers. Er ist zentralisiert mit vierteljährlichen Reservierungs- und Berichtsverfahren. Die erwarteten Endschadenquoten werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf auf der Grundlage aktualisierter Daten angepasst. Abwicklungsergebnis im Schaden/Unfall-Geschäft
* Geschäftsjahresschadenaufwand für Vorjahresschäden für eigene Rechnung in Prozent der Schadenrückstellungen für eigene Rechnung am Ende des Vorjahres Die Abwicklungsergebnisse sind in den letzten Jahren negativ. Dies ist darauf zurückzuführen, dass wir in den Fällen, in denen das Geschäft auf der Basis von Zeichnungsjahren gezeichnet wird, aufgrund der begrenzten Daten, die wir von unseren Kunden erhalten, keine hinreichend genaue Zuordnung der Schäden zwischen dem laufenden und dem vorhergehenden Geschäftsjahr vornehmen können. Solche Schäden werden vollständig dem Vorjahr zugeordnet und belasten das Abwicklungsergebnis, obwohl sich die in den Vorjahren gebildeten Schadenrückstellungen positiv entwickelt haben. Unter Berücksichtigung der übrigen versicherungstechnischen Erfolgsgrößen aus den früheren Zeichnungsjahren, einschließlich der Beitragsüberträge und der Nachlaufprämien, wäre das Abwicklungsergebnis mit Ausnahme des Jahres 2022 positiv. Wie im Bericht für das Geschäftsjahr 2022 ausgeführt, wurde das negative Abwicklungsergebnis im Jahr 2022 auch durch den Schadenportfoliotransfer beeinflusst, bei dem im Jahr 2021 ein großer Teil der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle an unsere Muttergesellschaft General Reinsurance Corporation zediert wurde. Markt- und KreditrisikenUnsere Kapitalanlagepolitik soll sicherstellen, dass wir jederzeit über eine angemessene Liquidität verfügen, um die operativen Anforderungen unseres Geschäfts zu erfüllen und wettbewerbsfähige Renditen zu erzielen, die unserem Risikoprofil entsprechen. Unsere Anlagerichtlinien enthalten klar definierte und messbare Risikolimite für die verschiedenen Anlagerisiken, einschließlich Konzentrationslimite für die Anlageklassen, Kriterien für die Kreditqualität und Laufzeitvorgaben. Sowohl die Anlagepolitik als auch die Anlagerichtlinien werden vom Vorstand mindestens einmal jährlich überprüft. Sie sollen unser Kapitalanlagenportfolio und unsere Kapitalrendite gegen die folgenden Markt- und Kreditrisiken schützen:
Unsere Anlagepolitik mit einer relativ kurzen Laufzeit unseres Anlageportfolios verringert unsere Zinssensitivität und unser Liquiditätsrisiko erheblich. Außerdem halten wir ausreichend Kapital zur Deckung des damit verbundenen Zins- und Spread-Risikos vor. Die Performance des Portfolios wird regelmäßig anhand definierter Benchmarks analysiert, und das Portfolio wird regelmäßigen Stresstests und Szenarioanalysen unterzogen. Ein beträchtlicher Teil der festverzinslichen Wertpapiere der General Reinsurance AG war mit AAA geratet, zum Bilanzstichtag 93,3 % (gegenüber 68,6 % Ende 2023), und weitere 4,2 % (2023: 28,1 %) hatten ein AA-Rating. Unsere Anlagerichtlinien legen eine bestimmte Obergrenze für den Aktienanteil im Portfolio fest. Sie enthalten auch detaillierte Kriterien für die Steuerung von Kredit- und Konzentrationsrisiken, beispielsweise Mindestanforderungen an das Rating und Höchstgrenzen für das Exposure pro Anlageklasse. Die Kreditqualität der von der General Reinsurance AG zum Jahresende 2024 gehaltenen festverzinslichen Wertpapiere verdeutlicht die hohe Qualität unseres Portfolios. Aktien- und Zinsrisiken unserer Kapitalanlagen werden durch verschiedene Stresstests überwacht. Die nachfolgende Tabelle zeigt einen Auszug aus der Liste der betrachteten Szenarien mit den daraus resultierenden Veränderungen des Marktwerts unseres Anlageportfolios:
Gegenparteiausfall- und Kreditrisiken ergeben sich aus Geschäften mit unseren verschiedenen Gegenparteien, vor allem aus Kapitalanlagetransaktionen mit Emittenten oder Finanzdienstleistern sowie aus Rückversicherungsgeschäften mit Zedenten, Retrozessionären und Maklern. Das Risiko aus Kapitalanlagetransaktionen steuern wir durch die strengen Kriterien der Anlagenrichtlinien. Ausstehende Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft werden regelmäßig überwacht, und für überfällige Forderungen werden notwendige Rückstellungen nach gruppenweiten Standards berechnet. Die Maßnahmen zum Umgang mit überfälligen Forderungen werden mit den Business Units vereinbart, und ihre Durchsetzung wird regelmäßig überprüft. Der Bestand an überfälligen Forderungen betrug zum Jahresende 136,0 Mio. Euro (Vorjahr: 135,2 Mio. Euro). Wie in den Vorjahren war die Ausfallquote im Berichtsjahr vernachlässigbar. Rückforderungen werden mit der Geschäftsleitung abgestimmt. Schließlich wird das Währungsrisiko im Rahmen unserer Asset-Liability-Matching-Politik gesteuert. Die Währungssalden werden regelmäßig überprüft, um eine angemessene Liquidität zur Erfüllung aller unserer Verpflichtungen in jeder unserer wichtigsten operativen Währungen sicherzustellen. Darüber hinaus ist es mitunter erforderlich, dass Vermögenswerte in der Währung des Landes gehalten werden, in dem wir tätig sind, um die lokalen Kapitalanforderungen zu erfüllen. Alle Mittel, die über diese Anforderungen hinausgehen, werden in Einklang mit den Anlagerichtlinien investiert, um eine angemessene Rendite zu erzielen. Gegenwärtig haben wir uns bewusst für eine Erhöhung des Währungsrisikos entschieden, indem wir in kurzfristige US-Staatsanleihen investieren, um von den höheren Zinssätzen zu profitieren. Der Vorstand ist sich der zusätzlichen Risiken bewusst, die mit einem solchen Ansatz verbunden sind, und es wird sichergestellt, dass stets ausreichend Solvenzkapital vorgehalten wird. In den folgenden Abschnitten betrachten wir eine Reihe weiterer Risikokategorien, die wir als wichtig erachten, auch wenn wir der Meinung sind, dass keine davon eine wesentliche Bedrohungslage für das Unternehmen darstellt. Operationelle RisikenOperationelle Risiken entstehen durch unzureichende interne Prozesse oder Systeme, menschliche Fehler bzw. technisches Versagen, Betrug und/oder externe Ereignisse. Alle operationellen Risiken werden regelmäßig überprüft, analysiert und bewertet, um etwaige Schwachstellen in Richtlinien, Prozessen und Kontrollen frühzeitig zu erkennen sowie Korrekturmaßnahmen vorzuschlagen und umzusetzen. Wir steuern und kontrollieren operationelle Risiken durch:
Wir verfolgen das Ziel, unser Risikobewusstsein und die Risikokultur in den verschiedenen operativen Bereichen des Unternehmens kontinuierlich zu verbessern. Hierzu trägt auch die Funktion der Internen Revision bei, die die Führungsebene und den Vorstand bei der Verfolgung dieses Ziels unterstützt, indem sie die Umsetzung und Wirksamkeit des operativen Risikomanagements und unseres internen Kontrollsystems unabhängig überprüft. Weitere Details zu den einzelnen operationellen Risiken finden sich in der jeweils aktuell verfügbaren Fassung unseres Berichts über die Solvabilität und Finanzlage (Solvency and Financial Condition Report) auf unserer Website. Strategische RisikenWie die operationellen Risiken unterliegen auch die strategischen Risiken regelmäßig einer Bewertung; unterstützt wird dies insbesondere durch qualitative Diskussionen mit dem Ziel, das Risikobewusstsein zu erhöhen und sicherzustellen, dass wirksame Kontrollen eingerichtet wurden, um mögliche Gefahren zu minimieren. Wir unterscheiden die folgenden strategischen Risiken: StrategieUnter Strategierisiko verstehen wir das Risiko von Verlusten, dass sich aus der Umsetzung einer unangemessenen Geschäfts-, Anlage- und/oder operationellen (zum Beispiel IT) Strategie ergibt. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens, einschließlich der Identifikation und Bewertung neuer Geschäftsmöglichkeiten, ist von entscheidender Bedeutung für das erfolgreiche Wachstum und die Profitabilität unseres Unternehmens. Der Vorstand verantwortet unsere Geschäftsstrategie, und er überprüft und beurteilt regelmäßig, ob alle Aspekte der aktuellen Strategie angesichts des dynamischen Geschäftsumfelds und unter Berücksichtigung etwaiger Risiken, die die Position und Leistungsfähigkeit des Unternehmens langfristig beeinträchtigen könnten, angemessen sind. ReputationWir betrachten Reputationsrisiken als mögliche Nebeneffekte unserer Geschäftstätigkeiten, die sich aus potenziellen Schwächen oder Mängeln in unserem internen Kontrollumfeld oder unserem Risikomanagement- und Governance-Rahmenwerk ergeben können. Um diese Risiken so gering wie möglich zu halten, haben wir ein umfassendes Governance-Rahmenwerk, Standards für die Prozessdokumentation und angemessene interne Kontrollen implementiert. Darüber hinaus haben wir einen Verhaltenskodex verabschiedet, der unsere Haltung zu Unternehmensintegrität und -werten definiert. Dieser wurde von unserer Konzernobergesellschaft Berkshire Hathaway Inc. eingeführt. Weltweit sind unsere Beschäftigten einander sowie dem Unternehmen und unseren Geschäftspartnern gegenüber zu höchster Integrität verpflichtet. Alle Beschäftigten werden regelmäßig geschult, um das Bewusstsein für die Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen sowie für den Umgang mit Interessenkonflikten zu schärfen. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, unser Image und unsere Glaubwürdigkeit zu bewahren und unsere Reputationsrisiken zu minimieren. Emerging RisksWir definieren Emerging Risks als Risiken von Verlusten aufgrund sich neu entwickelnder oder verändernder Situationen (politisch, wirtschaftlich, sozial, technologisch, [aufsichts-]rechtlich, steuerlich bedingt, die Umwelt betreffend usw.), die kritische Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens haben könnten. Es handelt sich um Risiken, die noch nicht völlig verstanden werden, schwierig zu quantifizieren und möglicherweise in den Vertragsbedingungen, bei der Tarifierung und Reservierung, im operativen Bereich oder bei der Kapitalzuweisung noch nicht berücksichtigt sind. Wir identifizieren und bewerten aufkommende Trends und Risiken im Rahmen des konzernweiten jährlichen ORSA-Prozesses (Own Risk and Solvency Assessment). Im Laufe des Jahres werden Entwicklungen in Bezug auf potenzielle neue Exposures, zum Beispiel geopolitische Risiken, im Rahmen der vierteljährlichen Risikoberichterstattung des Unternehmens überwacht. Gruppeninterne RisikenAls Gruppen- oder gruppeninternes Risiko bezeichnen wir das Risiko, dass unser Geschäft durch das Unvermögen der Berkshire Hathaway Gruppe als Ganzes oder einzelner Gruppenunternehmen ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der General Reinsurance AG nachzukommen, beeinträchtigt wird, sowie das Risiko, dass sich die Finanzlage der Berkshire Hathaway Gruppe oder von Teilen der Gruppe durch ungünstige Entwicklungen (zum Beispiel durch Reputationsschaden) verschlechtert. Dazu gehören auch Interdependenzen zwischen Risiken, die sich aus der Durchführung von Geschäften durch verschiedene operative Einheiten und unter verschiedenen Gerichtsbarkeiten ergeben, sowie Risiken von Unternehmen in Drittländern innerhalb der Berkshire Hathaway Gruppe. Dies kann zu eingeschränktem Wachstum, erhöhten Kosten und/oder zusätzlicher aufsichtsrechtlicher Kontrolle führen und sich nachteilig auf die Solvenzposition oder Liquidität des Unternehmens auswirken. Wir steuern unsere Tochtergesellschaften durch die Anwendung einheitlicher Richtlinien in allen operativen Bereichen, einschließlich Underwriting und Kapitalanlagen. Wir überwachen regelmäßig die Liquidität und die lokalen Kapitalanforderungen an jedem Standort. Darüber hinaus überwachen wir fortlaufend die Einhaltung der lokalen regulatorischen Anforderungen. Angesichts unserer implementierten Prozesse und Überwachungsverfahren sowie der Finanzkraft der General Reinsurance AG und der Berkshire Hathaway Gruppe schätzen wir das gruppeninterne Risiko als gering ein. Dies wurde auch im Sanierungsplan der General Reinsurance AG für das Berichtsjahr 2024 berücksichtigt, der verschiedene Szenarien, die die Finanzlage des Unternehmens bedrohen und zu einer Sanierungssituation führen könnten, sowie die möglichen Managementmaßnahmen als Reaktion auf die betreffenden Szenarien betrachtet. Aufsichtsrechtliche Berichterstattung nach Solvency II und wesentliche Einflussfaktoren auf Chancen und RisikenDie Solvency II-Berichterstattung umfasst Anforderungen wie den Own Risk and Solvency Assessment Report (ORSA), die jährlichen und vierteljährlichen quantitativen Berichtsformulare (QRTs) und den regelmäßigen Aufsichtsbericht (RSR). Der Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) wird ab dem 20. Mai 2025 auf unserer Unternehmens-Website verfügbar sein. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat uns die Genehmigung erteilt, einen sogenannten Single SFCR zu erstellen und zu veröffentlichen, der sowohl die Einzel- als auch die Gruppenebene umfasst, da sich das Risikoprofil der General Reinsurance AG Gruppe nicht wesentlich von dem der Muttergesellschaft General Reinsurance AG unterscheidet. Die Solvabilitätsübersicht nach Solvency II wird jährlich den regulatorischen Anforderungen entsprechend geprüft. Unsere Berechnungen der Solvenzkapitalanforderungen folgen dem Standardmodell nach Solvency II unter Einbeziehung von unternehmensspezifischen Parametern. Die Berechnungen zum Jahresende 2024 sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts noch nicht abgeschlossen. Für das vierte Quartal 2024 lag die Solvenzquote der General Reinsurance AG ohne Einbeziehung der Tochtergesellschaften bei 207,7 % (2023: 223 %). Zusätzlich zu den aufsichtsrechtlichen Entwicklungen in Europa beobachten wir laufend die möglichen Auswirkungen anderer internationaler Solvabilitätsvorschriften auf die General Reinsurance AG Gruppe. NachhaltigkeitsberichterstattungDie Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) ist am 5. Januar 2023 in Kraft getreten, nachdem sie im September 2022 vom Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union (EU) angenommen wurde. Die CSRD verpflichtet große und börsennotierte Unternehmen in der EU, regelmäßig Berichte über die sozialen und ökologischen Risiken, denen sie ausgesetzt sind, sowie über die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten auf Mensch und Umwelt nach den Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) zu veröffentlichen. Damit erhalten Investoren und andere Interessengruppen Zugang zu Informationen über die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten und mit sozialen und ökologischen Herausforderungen umgehen. Für die General Reinsurange AG sollten die neuen Regeln ab dem Geschäftsjahr 2024 gelten und die Berichte im Jahr 2025 veröffentlicht werden. Die CSRD-Richtlinie wurde jedoch noch nicht in deutsches Recht umgesetzt, und das Gesetzgebungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Daher haben wir den "GRAG-Nachhaltigkeitsbericht" in Übereinstimmung mit den bestehenden Anforderungen der EU-Richtlinie 2014/95/EU (NFRD) erstellt. In dieser nichtfinanziellen Erklärung informieren wir über unsere wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte, einschließlich ökologischer, sozialer und Governance-Informationen. Darüber hinaus geben wir allgemeine Informationen zur Nachhaltigkeit für die General Reinsurance AG Gruppe und berichten über den Ansatz, der zur Bestimmung der wesentlichen Nachhaltigkeitsbelange verwendet wurde. Die nichtfinanzielle Erklärung orientiert sich grundsätzlich an der Europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der "GRAG-Nachhaltigkeitsbericht" wird auf unserer Unternehmenswebsite öffentlich zugänglich sein. KlimawandelÄhnlich wie im Vorjahr war 2024 ein Jahr mit extremen Wetterereignissen an vielen Standorten, an denen wir tätig sind, und das mit dem Klimawandel verbundene Risiko wird weiterhin ein Schwerpunktthema bleiben. Wir sind uns der langfristigen Verschiebung der globalen Klimamuster und der Auswirkungen des Klimawandels bewusst, die über einen längeren Zeitraum zu spüren sein werden. Gegenwärtig sind die Auswirkungen des Klimawandels auf unser künftiges Geschäft und unsere Geschäftstätigkeit noch nicht absehbar. Der Klimawandel ist ein Risiko, das in unserem Risikomanagementrahmen fest verankert ist. Er wird vom Management im Rahmen unseres Prozesses zur Identifikation und Bewertung von Risiken aktiv berücksichtigt und bewertet. Dies beinhaltet die Berücksichtigung unserer Versicherungs-, Markt- und Kredit-, strategischen und operationellen Risikokategorien, einschließlich des Reputationsrisikos, der Emerging Risks und des Naturkatastrophenrisikos. Ein wesentliches durch den Klimawandel verursachtes Risiko ergibt sich aus unserem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft, in dem Verträge in der Regel für ein Jahr abgeschlossen und jährlich neu tarifiert werden, um die sich ändernden Risiken zu berücksichtigen. Wir überwachen und bewerten die potenzielle Häufigkeit und Schwere von Naturkatastrophenrisiken genau, einschließlich solcher Risiken, die potenziell vom Klimarisiko beeinflusst werden können. Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft prüfen wir auch aktiv die Angemessenheit der Annahmen zur Verbesserung der Sterblichkeit in unseren Preisgestaltungsinstrumenten in jeder unserer Schlüsselregionen, in denen wir Einzellebensversicherungen zeichnen. Wir prüfen die Modellierungsergebnisse für spezifische, eigenständige Klimawandelszenarien, die eine Kombination von Belastungen berücksichtigen, zu denen unter anderem Naturkatastrophen und Übergangsrisiken gehören. Geopolitische SpannungenDie globale Landschaft ist von mehreren bedeutenden Konflikten und geopolitschen Unsicherheiten geprägt, die sich auf Unternehmen in verschiedenen Sektoren auswirken können und deren Auswirkungen auf Betriebs- und Geschäftsmodelle nach wie vor eine der größten Herausforderungen für Unternehmen darstellen. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie die Spannungen im Nahen Osten führen weiterhin zu regionaler Instabilität und beeinträchtigen die Energie- und Ernährungssicherheit. Darüber hinaus stellen Cyber-Angriffe, einschließlich Cyber-Aktivitäten staatlicher Gegner, ein erhebliches Risiko für kritische Infrastrukturen und Geschäftsabläufe dar. Geopolitische Bedrohungen beeinflussen das Wirtschaftswachstum, die Inflation, die Finanzmärkte und die Lieferketten. Soweit möglich, schließen wir bewaffnete Konflikte entweder von der Deckung aus oder behalten uns die sofortige Vertragsbeendigung im Fall eines bewaffneten Konflikts vor; dennoch sind die Folgen von Verlusten aus diesen Ereignissen aus wirtschaftlicher Sicht schwer zu beurteilen. Wir bleiben daher wachsam gegenüber den gestiegenen geopolitischen Risiken sowie dem damit verbundenen erhöhten Risiko von Cyberangriffen auf der ganzen Welt und beobachten weiterhin die potenziellen Auswirkungen auf unser Rückversicherungsgeschäft, unsere Reservierungspraxis, unsere Anlagestrategie und unsere Beschäftigten. Künstliche IntelligenzDie Bedeutung der künstlichen Intelligenz (KI) hat im Alltag zugenommen und verändert unsere Welt in vielerlei Hinsicht. KI kann Organisationen und Einzelpersonen dabei helfen, Zeit und Ressourcen zu sparen, indem sie sich wiederholende Aufgaben automatisiert, Fehler reduziert sowie Arbeitsabläufe optimiert und damit die Effizienz erhöht. Neben diesen Chancen gibt es Risiken, die mit dem Einsatz von KI verbunden sind, wie mangelnde KI-Transparenz, Abhängigkeit von der Datenqualität, Voreingenommenheit und ethische Bedenken oder potenzielle Anfälligkeit für Cyberbedrohungen. Am 1. August 2024 trat das Europäische Gesetz über künstliche Intelligenz (KI-Gesetz) in Kraft, dessen Anforderungen im Laufe der Zeit schrittweise umgesetzt werden sollen. Das Hauptziel ist die Schaffung eines gemeinsamen Rahmens für KI in der gesamten Europäischen Union, um potenzielle Risiken zu bewältigen und die sichere und verantwortungsvolle Entwicklung und Nutzung von KI-Technologien zu gewährleisten. Seit 2023 haben wir einen Ausschuss für verantwortungsvolle KI, der vom Chief Technology Officer geleitet wird und sich aus Vertretern der IT-Abteilung und der Rechtsabteilung zusammensetzt, um KI-Tools im Hinblick auf die Einhaltung der Unternehmensrichtlinien und der rechtlichen Anforderungen in Bezug auf Informationssicherheit, Datenschutz, geistiges Eigentum, Verhinderung von Datenverlusten und Nichtdiskriminierung zu bewerten. Das Hauptziel des Ausschusses besteht darin, KI-Tools zu prüfen, die das Fachwissen der Mitarbeitenden der Gen Re und die Entscheidungen, die sie bei ihrer täglichen Arbeit treffen, effektiv und effizient unterstützen und ergänzen können. Wir setzen derzeit keine KI-Tools ein, um menschliches Handeln oder professionelles Urteilsvermögen und Erfahrung bei der Entscheidungsfindung zu ersetzen. InflationIm derzeitigen makroökonomischen Umfeld wird die Inflation auch in Zukunft ein wichtiges Thema bleiben, obwohl es Anzeichen für einen Rückgang gibt. Jüngsten Berichten zufolge dürfte die globale Gesamtinflation bis 2025 auf 4,4 % sinken. Trotz dieser Verbesserungen stellen die hohen Preise für Waren und Dienstleistungen weiterhin eine Herausforderung für Privatpersonen und Unternehmen dar. Inflationsannahmen werden in unserem Preisfindungsprozess als Teil der Schadenschätzung berücksichtigt. Bei der Bildung von Rückstellungen wenden wir in der Regel Parameter an, die leicht über den Datenangaben liegen. Daher ist die Inflation in unseren Rückstellungen implizit berücksichtigt. Da unsere Nichtlebensrückversicherungsverträge in der Regel kurzfristig sind, werden die Auswirkungen der Inflation auf unsere Rückstellungen im Allgemeinen als begrenzt angesehen, da unsere Preisgestaltung auf jährlicher Basis angepasst werden kann. Bei langfristigen Geschäften, wie Kraftfahrt-Haftpflichtversicherungen mit Rentenzahlungen, kann die Inflation jedoch ein relevanter Faktor für unsere Rückstellungen sein. Daher werden die Inflationsannahmen für das Geschäft auf ein angemessenes Niveau gesetzt, um die langfristige Inflation widerzuspiegeln. Die Inflation wirkt sich auch auf die Kosten sowie auf Schadenzahlungen aus, die entweder ausdrücklich an Inflationsindizes gekoppelt sind oder auf Erstattungsbasis ohne Indexklauseln gezahlt werden. Wir versuchen, angemessene Inflationsannahmen insbesondere für unser Sachversicherungsgeschäft in unsere Preisgestaltung und Rückstellungsbildung einzubeziehen. In Anbetracht der obigen Ausführungen analysieren wir weiterhin genau die Auswirkungen, die die Inflation auf unser Rückversicherungsgeschäft und unser Anlageportfolio haben könnte, und bewerten potenzielle Risiken angesichts der Ungewissheit, wie sich die Inflation entwickeln wird. Operative WiderstandsfähigkeitAm 17. Januar 2025 trat der Digital Operational Resilience Act (DORA) der Europäischen Union in Kraft. Er deckt die Bereiche IKT-Risikomanagement (Informations- und Kommunikationstechnologie), IKT-Risikomanagement für Drittanbieter und die Aufsicht über kritische Drittanbieter, Tests zur digitalen operationellen Widerstandsfähigkeit und IKT-bezogenes Vorfallsmanagement ab und zielt darauf ab, die digitale Widerstandsfähigkeit des europäischen Finanzmarkts zu erhöhen. Infolgedessen unterliegen Finanzinstitutionen einer Reihe gemeinsamer Standards, um IKT- und Cyber-Risiken innerhalb ihrer Operationen zu reduzieren und sicherzustellen, dass sie im Fall größerer Zwischenfälle weiterhin sicher und zuverlässig arbeiten können. Für international tätige Finanzinstitutionen wie die General Reinsurance AG ist es daher wichtig, das stetig steigende Risiko von Störungen frühzeitig zu erkennen, um darauf vorbereitet zu sein und entsprechend zu reagieren. Um die Einhaltung der DORA-Anforderungen sicherzustellen, wurde ein DORA-Projekt mit Vertretern aus IT, Business, Legal und Risk ins Leben gerufen. Im kommenden Jahr werden wir die Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Widerstandsfähigkeit weiter verbessern und in unsere Abläufe einbetten. Die General Reinsurance AG ist sowohl im Hinblick auf ihre Finanzkraft als auch auf die Qualität ihres Risikomanagementsystems weiterhin gut aufgestellt, um ihre Geschäftsstrategie erfolgreich zu verfolgen. Wir halten unsere Kapitalausstattung für ausreichend und angemessen strukturiert, um unseren kurz- und langfristigen Geschäftsbedarf zu decken. Wir verfügen über wirksame Kontroll- und Risikomanagementprozesse. AusblickDer Schwerpunkt unserer Unternehmenstätigkeit ist das Rückversicherungsgeschäft in allen wesentlichen Märkten außerhalb der USA, mit Ausnahme der Schaden- und Unfallversicherung in Australien, für die ein verbundenes Unternehmen zuständig ist, das nicht zur General Reinsurance AG gehört. Über die klassischen Rückversicherungsprodukte hinaus bieten wir umfassende Dienstleistungen an, die Bereiche wie aktuarielle Beratung, Produktentwicklung, Risikoprüfung, Leistungsregulierung und Software-Angebote umfassen. Wir werden weiterhin eine konsequent ergebnisorientierte Zeichnungspolitik verfolgen. Wir stellen eine kontinuierlich aktualisierte Weiterentwicklung unserer Zeichnungskompetenz sowie unserer Tarifierungs- und Monitoringsysteme sicher. Unsere Kunden im In- und Ausland schätzen unsere hohe Beratungsexpertise. In der Lebens- und Krankenrückversicherung erwarten wir für 2025 stabile oder moderat steigende Prämieneinnahmen. Die Entwicklung der Zinssätze und der Inflation wird die Geschäftsentwicklung weiterhin beeinflussen. Wir erwarten in den kommenden Jahren ein moderates Wachstum in verschiedenen Märkten. Mit unseren Rückversicherungslösungen, unserer Expertise im Risikomanagement und unserem starken Service sind wir gut aufgestellt, um unser Geschäft weiter auszubauen. Das Jahr 2024 markierte einen Wendepunkt auf dem Rückversicherungsmarkt der Schaden- und Unfallrückversicherung. Die Risikobereitschaft der Rückversicherer kehrte zurück und damit auch das Angebot an Rückversicherungskapazitäten für Naturkatastrophendeckungen. Wir erwarten für 2025 in einigen Bereichen einen weiteren Anstieg des Angebots an Rückversicherungskapazitäten. Infolgedessen erwarten wir einen zunehmenden Wettbewerbsdruck, gefolgt von sinkenden Raten und sich verschlechternden Marktbedingungen. Wir werden unser Portfolio weiterhin sorgfältig auswählen und nur Risiken akzeptieren, die unserer Einschätzung nach eine angemessene risikoadjustierte Rendite generieren. Unsere umsichtige Zeichnungspolitik birgt jedoch auch das Risiko eingeschränkter Wachstumsaussichten in Bereichen, in denen wir auf Marktungleichgewichte stoßen. Wir erwarten dennoch für 2025 eine Jahresprämie auf einem mit dem Vorjahr vergleichbaren Niveau. Langfristig sind wir davon überzeugt, dass unser Portfolio, unser Team und unsere Geschäftsbeziehungen es uns ermöglichen werden, weiter zu wachsen und unseren Erfolg aufrechtzuerhalten. Unsere Finanzkraft, unser Underwriting-Know-how und unser Service bleiben dabei wichtige Faktoren. Die makroökonomischen Aussichten, bezogen auf die Performance der Kapitalanlagen, werden stark von der Entwicklung der Inflation und des Wirtschaftswachstums abhängen. Ökonomen und Finanzmarktteilnehmer verbrachten einen Großteil des Jahres 2024 in der Angst, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession geraten könnte und waren besorgt über weitreichendere Folgen. Diese Rezession trat jedoch nicht ein, stattdessen erholte sich die Wirtschaft der Vereinigten Staaten im Laufe des Jahres. Während die Aussichten für die US-Wirtschaft günstig sind (wir erwarten ein moderates US-Wirtschaftswachstum von 2,0 % im Jahr 2025), sind die Aussichten für andere Volkswirtschaften etwas weniger optimistisch. So wird für Großbritannien ein mäßiges Wirtschaftswachstum von 1,0 % im Jahr 2024 erwartet, bevor es im Jahr 2025 mit einer etwas niedrigeren Rate von 0,75 % steigt. Für den Euroraum wird ein Wachstum von 0,8 % im Jahr 2024 und von 1,3 % im Jahr 2025 prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2024 voraussichtlich um 0,2 % schrumpfen, und für 2025 wird ein minimales Wachstum von nur 0,2 % prognostiziert. Die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump könnte die Wachstumsaussichten außerhalb der Vereinigten Staaten stark dämpfen. Wenn man das Wachstum außer Acht lässt, bleiben die globalen Inflationsaussichten herausfordernd. Die Dienstleistungsinflation ist in vielen Volkswirtschaften immer noch hoch und braucht viel länger, um sich zu normalisieren, als noch vor ein oder zwei Jahren angenommen wurde. Steigende geopolitische Spannungen oder verstärkte protektionistische Maßnahmen bergen erhebliche Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum und Aufwärtsrisiken für die Inflation. Jeder Wirtschaftsschock könnte erhebliche Auswirkungen auf die erwarteten Kapitalanlagenrenditen haben. Der Ausblick für 2025 und darüber hinaus lässt ein moderates Prämienwachstum und insgesamt positive versicherungstechnische Ergebnisse für das Rückversicherungsgeschäft erwarten. Während wir für das kommende Jahr und darüber hinaus eine weiterhin positive Profitabilität unseres Lebens- und Krankenrückversicherungsportfolios erwarten, ist unser Ausblick für die Ergebnisentwicklung in der Schaden- und Unfallrückversicherung aufgrund der ungünstigeren Marktverhältnisse vorsichtiger. Wir erwarten hier geringere Ergebnisbeiträge als 2024, obwohl wie in den Vorjahren vieles vom Schadenverlauf aus Katastrophenereignissen abhängt. Der Großteil unserer Kapitalanlagen besteht aus festverzinslichen Wertpapieren. Der Ausblick für das laufende Kapitalanlageergebnis ist positiv und wird maßgeblich von der zukünftigen Zinsentwicklung bestimmt. Insgesamt ist der Ausblick für den Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2025 positiv, obwohl unser Ergebnis durch das Eintreten von Risiken wie hohen Katastrophenschadenbelastungen oder Volatilität an den Kapitalmärkten beeinflusst werden kann. Bericht über die Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDie General Reinsurance Corporation, Wilmington, Delaware, USA, hält zum 31. Dezember 2024 100 % der Anteile am stimmberechtigten Kapital der General Reinsurance AG. Die General Reinsurance Corporation ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der General Re Corporation, Wilmington, Delaware, USA, die eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Berkshire Hathaway ist. Damit ist die General Reinsurance Corporation eine hundertprozentige indirekte Tochtergesellschaft der Berkshire Hathaway Inc., Omaha, Nebraska, USA. Sowohl die General Re Corporation als auch die Berkshire Hathaway Inc. sind jeweils mittelbar zu 100 % am stimmberechtigten Kapital der General Reinsurance AG beteiligt. Die General Reinsurance AG ist somit ein im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen gemäß § 16 AktG, das einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG in Verbindung mit § 17 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufzustellen hat. In dem vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellten "Bericht der General Reinsurance AG über die Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 gemäß § 312 AktG" vom 5. März 2025 hat der Vorstand erklärt: "Die General Reinsurance AG hat bei allen Rechtsgeschäften mit den verbundenen Unternehmen eine - unter Berücksichtigung der zum Zeitpunkt der Rechtsgeschäfte bekannten Umstände - angemessene Gegenleistung erhalten." Nachhaltigkeitsbericht Die General Reinsurance AG erstellt einen Bericht zur Nachhaltigkeit gemäß den Anforderungen der EU-Richtlinie 2014/95/EU (Non-Financial Reporting Directive - NFRD). Der Bericht wird auf unserer Website www.genre.com im Bereich Finanzinformationen veröffentlicht. Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang
Angaben zur IdentifikationDie General Reinsurance AG mit Sitz in Köln, Theodor-Heuss-Ring 11, ist im Handelsregister Köln unter der Nummer HRB 773 eingetragen. Die Jahresabschlüsse der General Reinsurance AG werden im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) vom 8. November 1994, in der Fassung vom 10. August 2021, erstellt. AktivaImmaterielle VermögensgegenständeImmaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Im Fall einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden gemäß § 248 Abs. 2 HGB in die Bilanz mit den Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, aufgenommen. KapitalanlagenGrundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten wurden gemäß § 341b Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Planmäßige Abschreibungen wurden nach der linearen Methode entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Zeitwerte wurden nach dem Ertragswertverfahren ermittelt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet, vermindert um Abschreibungen nach § 253 Abs.3 Satz 5 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert und erhöht um Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB. Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Tilgung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Aktien und Inhaberschuldverschreibungen, die in mehreren Tranchen gekauft werden, wurden pro Investment zusammengefasst und nach § 240 Abs. 4 HGB zum durchschnittlichen Buchwert bilanziert. Im Berichtsjahr waren Wertpapiere nach § 341b Abs. 2 HGB der dauernden Vermögensanlage gewidmet. Umwidmungen hat es im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gegeben. Die Bewertung der Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen und anderer festverzinslicher Wertpapiere erfolgte in Abhängigkeit von ihrer Zuordnung zum Anlagevermögen oder Umlaufvermögen. Bei Wertpapieren des Umlaufvermögens erfolgte die Bewertung nach dem strengen Niederstwertprinzip (§ 341b Abs. 2 in Verbindung mit § 255 Abs. 1 und § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4, Abs. 5 HGB). Wertpapiere, die dazu bestimmt waren, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen, wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet (§ 341b Abs. 2 in Verbindung mit § 255 Abs. 1 und § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3, Abs. 5 HGB). Agiobeträge bei festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens wurden zeitanteilig erfolgswirksam erfasst. Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet. Die Bewertung von Einlagen bei Kreditinstituten erfolgte mit dem Nennwert. Die anderen Kapitalanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet, vermindert um Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB. Die Zeitwerte der Kapitalanlagen wurden auf der Grundlage vorhandener Marktpreise bzw. Börsennotierungen ermittelt. Sofern dies bei verbundenen Unternehmen und sonstigen Ausleihungen nicht möglich war, wurden geeignete anerkannte Verfahren zur Ermittlung der Zeitwerte angewendet. Hierbei wurden vereinfachte Ertrags- bzw. Barwertermittlungsverfahren herangezogen. Depotforderungen wurden mit dem Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Sofern Abrechnungen noch nicht vorlagen, wurden diese geschätzt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Abrechnungsforderungen wurden mit dem Nennwert ausgewiesen. Sofern Abrechnungen noch nicht vorlagen, wurden die Forderungen geschätzt. Für erkennbare Risiken bei der Einbringlichkeit von Abrechnungsforderungen wurden Rückstellungen für uneinbringliche Forderungen gebildet. Die Rückstellungsbildung folgte einem globalen Ansatz. Die Bewertung richtete sich zunächst nach der Laufzeit der Forderungen, mit Ausnahme derjenigen Zedenten, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befanden. Durch Weiterentwicklung wurde auch das wahrscheinliche Kreditrisiko jedes einzelnen Zedenten in folgender Weise berücksichtigt: Keine Rückstellungsbildung für Forderungen bis 90 Tage. Für ausstehende Forderungen von 90 Tagen bis 180 Tagen wird eine nach dem Kreditrisiko gewichtete Rückstellung gebildet. Die Rückstellung für ausstehende Forderungen von 180 bis 360 Tagen beträgt 50 %, darüber hinaus 100 %. Die Rückstellung wird mit den Forderungen verrechnet. Bestehende Forderungen im Lebensrückversicherungsgeschäft aus im Rahmen des Risikotransfers gewährten Finanzierungskomponenten werden unter den Abrechnungsforderungen ausgewiesen. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte mit den Anschaffungskosten abzüglich der Abschreibungen, die entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bemessen wurden. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten abzüglich des enthaltenen Vorsteuerbetrags 800 Euro nicht übersteigen, werden nach Maßgabe des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Der Ansatz der Vorräte erfolgte mit einer gleichbleibenden Menge und einem gleichbleibenden Wert gemäß § 240 Abs. 3 HGB, da sie von nachrangiger Bedeutung sind und nur geringen Veränderungen unterliegen. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand sowie übrige sonstige Forderungen wurden mit dem Nennwert bewertet. RechnungsabgrenzungspostenAls "abgegrenzte Zinsen" werden die Zinserträge ausgewiesen, die auf die Zeit bis zum Abschlussstichtag entfallen, aber noch nicht fällig sind. Darüber hinaus werden unter den Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag erfasst, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aktive latente SteuernFür die Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Das Wahlrecht, den aktiven Überhang latenter Steuern auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichem Ansatz zu bilanzieren, wird in Anspruch genommen. Der Ausweis aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt in saldierter Form. PassivaVersicherungstechnische RückstellungenBei den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden die Bestimmungen der §§ 341e bis 341h HGB und der RechVersV angewandt. Die gebuchten Bruttobeiträge umfassen alle während des Geschäftsjahrs für die Rückversicherungsverträge fällig gewordenen Beiträge. Bereits vereinnahmte Rückversicherungsbeiträge, die auf zukünftige Perioden entfallen, werden mittels der Beitragsüberträge abgegrenzt. Diese werden in der Lebens- und Krankenversicherung anhand von Pauschalmethoden, in der Schaden- und Unfallversicherung auf der Grundlage einzelvertraglicher Vereinbarungen ermittelt. Deckungsrückstellungen wurden im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft gebildet. Ihr Bilanzwert entspricht im Wesentlichen den Aufgaben der Zedenten. Sofern seitens der Zedenten keine oder nicht ausreichende Informationen vorliegen, werden bei der Bildung der Deckungsrückstellungen realitätsnahe Annahmen hinsichtlich der Zinsen, der Lebenserwartung sowie des Invaliditätsrisikos getroffen. Die angewandten versicherungsmathematischen Verfahren berücksichtigen die Barwerte der künftigen Leistungen an die Versicherungsnehmer abzüglich der zukünftigen Beitragseinnahmen. Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wurden grundsätzlich nach den Aufgaben der Zedenten bilanziert. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass zwischen dem Schadenereignis und der Anmeldung der Forderung beim Rückversicherer zum Teil ein erheblicher Zeitverzug auftreten kann, werden für eingetretene, jedoch noch nicht an den Rückversicherer gemeldete Schäden Rückstellungen auf der Basis eigener Schätzungen gebildet. Diese Schätzungen erfolgen unter Anwendung anerkannter versicherungsmathematischer Verfahren (Chain-Ladder-Verfahren, Bornhuetter-Ferguson-Verfahren, Expected-Loss-Verfahren). Die Schwankungsrückstellung wurde auf der Grundlage von § 341h HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV nach der Anlage zu § 29 RechVersV ermittelt. Rückstellungen für Großrisiken in der Pharma-Produkthaftpflichtversicherung und der Atomanlagenversicherung basieren auf § 30 Abs. 1 und 2 RechVersV. Gemäß § 30 Abs. 2a RechVersV wurde eine Rückstellung für Terrorrisiken gebildet. Zu den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen gehören im Wesentlichen die Rückstellungen für Gewinnanteile. Diese Rückstellungen wurden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen mit den Zedenten gebildet. Andere PassivaDepot- und Abrechnungsverbindlichkeiten wurden in Höhe der Nominalverpflichtungen ausgewiesen. Sofern Abrechnungen noch nicht vorlagen, wurden die Verpflichtungen geschätzt. Bestehende Verbindlichkeiten im Lebensrückversicherungsgeschäft aus im Rahmen des Risikotransfers gewährten Finanzierungskomponenten werden unter den Abrechnungsverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 1, 2 und 6 HGB unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck für Deutschland sowie entsprechender Sterbetafeln für ausländische Pensionsverpflichtungen. Der Rechnungszins von 1,90 % ergibt sich, indem man die von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB bis zum 30. November 2024 veröffentlichten Zinssätze nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgegebenen Verfahrens auf den 31. Dezember 2024 fortschreibt. Darüber hinaus wurden Gehaltstrends von 3,00 %, eine Rentendynamik von 1,90 % und eine Fluktuation von 3,00 % zugrunde gelegt. Die angenommene Restlaufzeit beträgt 15 Jahre. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes ist für das Geschäftsjahr 2024 erstmalig negativ und beläuft sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB auf 4.571.229 Euro. Da der Betrag negativ ist, wird er bei der Berechnung der Ausschüttungssperre nicht berücksichtigt. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden die Schulden aus den Altersversorgungsverpflichtungen mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen sowie die entsprechenden Aufwendungen mit den Erträgen saldiert. Das Deckungsvermögen ist mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet. Die Höhe des Rückdeckungsanspruchs entspricht der Verpflichtung der General Reinsurance AG gegenüber den Mitarbeitenden. Des Weiteren wurden die Zeitwerte der Kapitalanlagen auf der Grundlage von Marktpreisen bzw. Börsennotierungen ermittelt. Die Vermögensgegenstände sind dem Zugriff aller Gläubiger des Unternehmens im Wege der Einzelvollstreckung oder der Insolvenz entzogen. Die anderen Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Grundlagen der WährungsumrechnungDie auf Fremdwährung lautenden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung wurden grundsätzlich zu den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Währungsbedingte Gewinne bzw. Verluste wurden nach Verrechnung innerhalb der gleichen Währung als "Sonstige Erträge" oder "Sonstige Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Soweit es sich nach Verrechnung innerhalb der gleichen Währung bei dem Überhang um Gewinne handelte, wurden diese Beträge einer Rückstellung zugeführt. Die für uns wichtigsten Bilanzkurse sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss des Jahres 2024 nach Steuern beträgt 419.273.260 Euro. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus Vorjahren in Höhe von 1.551.345.787 Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn von 1.970.619.047 Euro. Der Vorstand der General Reinsurance AG schlägt vor, den Bilanzgewinn vorzutragen. Erläuterungen zur BilanzAktiva
*) Die Zeitwerte der Grundstücke und Gebäude wurden letztmalig 2022 durch einen externen Gutachter ermittelt.
AktivaImmaterielle VermögensgegenständeVon den immateriellen Vermögensgegenständen entfallen gemäß § 285 Nr. 22 HGB auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 21.020.036 Euro (Vorjahr: 23.982.700 Euro). Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und BautenDer Bilanzwert der eigengenutzten Grundstücke und Gebäude beträgt 23.230.623 Euro (Vorjahr: 24.551.141 Euro). Übrige KapitalanlagenBei Anteilen an verbundenen Unternehmen ergab sich wie im vorherigen Geschäftsjahr keine Zuschreibung gemäß § 253 Abs. 5 HGB. Bei den Beteiligungen gab es keine unterlassenen Abschreibungen zum Bilanzstichtag (Vorjahr: 0 Euro). Es ergab sich keine Zuschreibung gemäß § 253 Abs. 5 HGB auf Beteiligungen (Vj: 0 Euro). Bei Wertpapieren des Anlagevermögens ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr Abschreibungen bei den Beteiligungen in Höhe von 6.289.059 Euro (Vorjahr: 2.678.475 Euro) und bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen von 47.523 Euro (Vorjahr: 0 Euro), die die Gen Re Servicios México S.A. betrafen. Per 31. Dezember 2024 bestanden keine Nachzahlungsverpflichtungen auf den ausgewiesenen Aktienbestand (Vorjahr: 0 Euro). Bei den Aktien gab es keine unterlassene Abschreibungen zum Bilanzstichtag (Vorjahr: 0 Euro). Es handelt sich um Aktien, die dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen und dem Anlagevermögen zugeordnet sind. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Abschreibung bei den Aktien (Vorjahr: 0 Euro). Abschreibungen des wie Anlagevermögen bewerteten Aktienbestands werden nach eingehender interner und externer Analyse der zukünftigen Entwicklungen der betreffenden Positionen sowie vor dem Hintergrund der volatilen Aktienmärkte vorgenommen. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens ergab sich keine Zuschreibung gemäß § 253 Abs. 5 HGB auf Aktien (Vorjahr: 0 Euro). Auf die "Sonstigen Kapitalanlagen" ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Zuschreibung gemäß § 253 Abs. 5 HGB (Vorjahr: 0 Euro). Der Buchwert der Investmentanteile des Spezialfonds, bei denen eine Abschreibung unterlassen wurde, belief sich zum Bilanzstichtag auf 518.829.160 Euro (Vorjahr: 407.929.000 Euro), während der Zeitwert 509.347.783 Euro (Vorjahr: 396.921.035 Euro) betrug. Bei den Investmentanteilen handelt es sich um einen Spezialfonds, der zu 100 % von der General Reinsurance AG gehalten wird und der Sicherung einzelner ausländischer versicherungstechnischer Reserven dient. Der Fonds investiert überwiegend in deutsche Staatsanleihen. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von 10.900.160 Euro (Vorjahr: 4.160.000 Euro). Der Buchwert der Inhaberschuldverschreibungen, bei denen eine Abschreibung unterlassen wurde, belief sich zum Bilanzstichtag auf 252.064.779 Euro (Vorjahr: 917.013.941 Euro), während der Zeitwert 250.829.293 Euro (Vorjahr: 913.422.717 Euro) betrug. In allen oben genannten Fällen war nicht von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen, da keine Zweifel an der Bonität der Emittenten bestehen. Bei Wertpapieren des Umlaufvermögens ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr Abschreibungen in Höhe von 35.181 Euro (Vorjahr: 281.975 Euro). Bei Wertpapieren des Umlaufvermögens ergab sich keine Zuschreibung gemäß § 253 Abs. 5 HGB auf festverzinsliche Wertpapiere (Vorjahr: 295 Euro). Der Betrag der nach § 341b Abs. 2 HGB i.V. m. § 253 Abs. 3 HGB unterlassenen Abschreibungen beläuft sich auf 10.716.863 Euro (Vorjahr: 14.599.188 Euro) und entfällt auf Aktien 0 Euro (Vorjahr: 0 Euro), Investmentanteile des Spezialfonds 9.481.377 Euro (Vorjahr: 11.007.965 Euro) und Beteiligungen 0 Euro (Vorjahr: 0 Euro) sowie Inhaberschuldverschreibungen 1.235.486 Euro (Vorjahr: 3.591.223 Euro), die dem Anlagevermögen zugeordnet sind. Von den Wertpapieren waren zur Deckung von Verpflichtungen aus dem Rückdeckungsversicherungsgeschäft (Wertpapierdepots) 557.048.962 Euro (Vorjahr: 483.448.001 Euro) für Zedenten hinterlegt oder wurden treuhänderisch für uns verwaltet. 2024 und 2023 wurden keine derivativen Finanzgeschäfte abgeschlossen. Per 31. Dezember 2024 und 31. Dezember 2023 gab es keine offenen Devisentermingeschäfte. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen VersicherungsgeschäftDavon entfallen auf Depotforderungen an verbundene Unternehmen 41.110.526 Euro (Vorjahr: 58.158.359 Euro). AbrechnungsforderungenDie Abrechnungsforderungen betreffen mit 51.122.337 Euro Forderungen im Lebensrückversicherungsgeschäft aus im Rahmen des Risikotransfers gewährten Finanzierungskomponenten (Vorjahr: 31.773.432 Euro). Sonstige ForderungenUnter der Position "Sonstige Forderungen" wurden in der Hauptsache Forderungen gegenüber Finanzbehörden in Höhe von 57.503.455 Euro und Forderungen aus dem Schariakonformen Takaful-Geschäft in Höhe von 11.871.763 Euro ausgewiesen. Der Betrag von Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gemäß § 268 Abs. 4 HGB belief sich auf 2.983.674 Euro (Vorjahr: 32.267.704 Euro). Aktive latente SteuernDie ausgewiesenen aktiven latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf die Umbewertung versicherungstechnischer Reserven, die Währungskursreserven für unrealisierte Währungskurseffekte, die unterschiedlichen Wertansätze bei der Bildung der Pensionsrückstellung bzw. bei immateriellen Vermögensgegenständen, die bestehenden Verlustvorträge von Niederlassungen sowie die Unterschiede in Investmentpositionen aufgrund nationaler und internationaler steuerlicher Vorschriften bzw. verschiedener Rechnungslegungsgrundsätze der ausländischen Niederlassungen. Der Ermittlung der latenten Steuern liegt grundsätzlich ein Steuersatz von 32,45 % zugrunde, mit Ausnahme der latenten Steuern, welche die Niederlassungen betreffen. Hier liegt der Ermittlung der latenten Steuern der jeweilige Steuersatz der Niederlassung zugrunde (8,25 % - 38,00 %). Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungDa der "Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" negativ ist, wird kein aktiver Unterschiedsbetrag ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt bei den "Rückstellungen für Pension und ähnlichen Verpflichtungen". Im Rahmen eines mitarbeiterfinanzierten Altersversorgungsplans wurden in der Vergangenheit für Beschäftigte am Kölner Standort die Beiträge durch Verzicht der Teilnehmer auf einen Anteil ihres Gehalts geleistet. Gleichzeitig hat die General Reinsurance AG Lebensversicherungen abgeschlossen, die eine bestimmte Mindestverzinsung garantieren. Die Höhe des Rückdeckungsanspruchs entspricht der Verpflichtung der General Reinsurance AG gegenüber den Beschäftigten. Die folgende Aufstellung zeigt die in der Bilanz nach § 246 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2024 für den Kölner Standort verrechneten Beträge:
In der britischen Niederlassung bestehen unternehmensfinanzierte Altersversorgungspläne, die über Treuhandfonds abgewickelt werden.
PassivaGezeichnetes KapitalDer Aktienbestand belief sich am 31. Dezember 2024 auf 55.000.000 auf den Namen lautenden Stückaktien. Gewinnrücklagen
Andere Rückstellungen
Die übrigen sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Zinsen auf Steuern AbrechnungsverbindlichkeitenDie Abrechnungsverbindlichkeiten betreffen mit 2.114.074 Euro (Vorjahr: 0 Euro) Verbindlichkeiten im Lebensrückversicherungsgeschäft aus im Rahmen des Risikotransfers gewährten Finanzierungskomponenten. Sonstige VerbindlichkeitenEs bestanden Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr in Höhe von 17.460.158 Euro (Vorjahr: 38.967.130 Euro). Hiervon sind Verbindlichkeiten aus dem Schariakonformen Takaful-Geschäft 11.873.778 Euro und gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.481.750 Euro ausgewiesen. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden per 31. Dezember 2024 nicht (Vorjahr: 0 Euro). Es bestanden per 31. Dezember 2024 keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. (Vorjahr: 0 Euro). Ausschüttungssperre gem. § 285 Nr. 28 HGB
* inklusive der passiven latenten Steuern auf 1. gemäß §268 Abs.8 S. 3 HGB ** exklusive negativem Unterschiedsbetrag Pensionsrückstellungen Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufwendungen für Versicherungsfälle für eigene RechnungTrotz einer deutlich erhöhten Belastung aus Großschäden und Naturkatastrophen war der Schadenverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Veränderungen der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
Technischer Zinsertrag für eigene RechnungDer technische Zinsertrag enthält Depotzinsen gemäß § 38 Abs. 1 Nr. 3 RechVersV. Die Aufgabe erfolgte durch die Zedenten. Sofern Abrechnungen nicht vorlagen, wurden die Depotzinsen geschätzt. Der Anteil der Retrozessionäre wurde abgesetzt. Mit dem technischen Zinsertrag erfolgt eine Umbuchung eines Teils der Kapitalanlageerträge von der nicht versicherungstechnischen in die versicherungstechnische Gewinn- und Verlustrechnung. Sonstige versicherungstechnische AufwendungenDie sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Feuerschutzsteuer. Erträge aus Kapitalanlagen
Die Aufwendungen aus negativen Zinsen wurden mit den Zinserträgen verrechnet. Aufwendungen für Kapitalanlagen
Sonstige ErträgeDie sonstigen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Währungskursgewinnen in Höhe von 130.707.579 Euro (Vorjahr: 48.487.565 Euro) gefolgt von Zinserträgen aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 25.347.284 Euro (Vorjahr; Zinsaufwand von 4.737.085 Euro), sonstigen Zinserträgen in Höhe von 18.178.178 Euro (Vorjahr: 19.327.586 Euro) sowie Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Abrechnungsforderungen in Höhe von 21.398.948 Euro (Vorjahr: 20.561.275 Euro). Sonstige AufwendungenDie sonstigen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Währungskursverluste in Höhe von 96.891.764 Euro (Vorjahr: 121.941.361 Euro) gefolgt von Zinsaufwendungen aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 16.883.672 Euro (Vorjahr: Zinsertrag von 4.735.957Euro), sonstigem Zinsaufwand in Höhe von 18.039.115 Euro (Vorjahr: 6.176.145) und der Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Abrechnungsforderungen in Höhe von 15.527.185 Euro (Vorjahr: 20.646.565 Euro) . Steuern vom Einkommen und vom ErtragDas Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde durch Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 217.842.381 Euro (Vorjahr: 168.296.673 Euro) vermindert. Auf latente Steuern entfiel ein Ertrag von 67.573.902 Euro (Vorjahr: Aufwand 31.946.856 Euro). Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat Modellvorschriften für "Pillar 2" herausgegeben, die eine neue globale Mindeststeuer von 15 % einführen, die am 1. Januar 2024 in Kraft treten soll. Während die USA die Vorschriften von "Pillar 2" noch nicht übernommen haben, haben verschiedene andere Regierungen auf der ganzen Welt Gesetze erlassen, um die Vorschriften zu übernehmen. In Deutschland sind die Regelungen zur Mindestbesteuerung mit Wirkung zum 28.12.2023 in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Unser Unternehmen mit seinen weltweiten Niederlassungen als Tochtergesellschaft unseres U.S.-amerikanischen Mutterunternehmens Berkshire Hathaway Inc. ("BHI"), fällt in den Anwendungsbereich der Vorschriften zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2") in der derzeitigen Form des Gesetzes. Das MinStG gilt erstmals ab dem Geschäftsjahr 2024. Die General Reinsurance AG ist nicht "Gruppenträger" gemäß § 3 Absatz 3 Satz 3 MinStG. BHI hat derzeit keine wesentlichen Geschäftstätigkeiten in Ländern mit Steuersätzen, die unter dem Mindeststeuersatz von "Pillar 2" liegen, und geht derzeit nicht davon aus, dass diese Regeln die globalen Steueraufwendungen der BHI Gruppe wesentlich erhöhen werden. Es besteht weiterhin Unsicherheit hinsichtlich der endgültigen Modellregeln von "Pillar 2". Angaben zu den einzelnen Versicherungszweigen
*) Schaden-Kosten-Quote, im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen für eigene Rechnung
Leben und Kranken inkl. Deckungsrückstellung Das Nettoabwicklungsergebnis ist insgesamt positiv und beträgt 7,0 % (Vorjahr: 4,1 %) bezogen auf die Eingangsrückstellung.
Allgemeine AngabenBeschäftigteIm Jahr 2024 waren durchschnittlich 705 Personen bei der Gesellschaft beschäftigt (Vorjahr: 682), davon 281 Personen in unseren Zweigniederlassungen im Ausland (Vorjahr: 274). Darüber hinaus waren im Jahr 2024 durchschnittlich 141 Personen (Vorjahr: 138) bei konzerneigenen Servicegesellschaften beschäftigt. Im Unterschied zu diesen Jahresdurchschnittswerten finden sich im Lagebericht entsprechende Angaben zum Jahresende. Personalaufwendungen
Die dem Vorstand gewährten Bezüge im Jahr 2024 umfassen Zahlungen für festes jährliches Grundgehalt, Bonuszahlung, gruppeninterne Gehaltsumlage sowie Sach- und Nebenleistungen. Insgesamt wurden dem Vorstand Bezüge in Höhe von 3.393.754 Euro (Vorjahr: 2.352.881 Euro) gewährt. Diese setzen sich wie folgt zusammen: Als feste Bezüge und gruppeninterne Gehaltsumlagen wurden 1.818.218 Euro gezahlt. Die variablen Bezüge, die sich am versicherungstechnischen Ergebnis des Unternehmens für das Vorjahr orientieren, betrugen 1.575.536 Euro. Hierfür war am Ende des Vorjahrs eine Rückstellung gebildet worden. Ferner erhielt der Vorstand sonstige Bezüge aus Sach- und Nebenleistungen, wie Dienstwagennutzung und Versicherungsschutz sowie pauschal übernommene Steuern. Die geldwerten Vorteile aus den sonstigen Bezügen betrugen 224.760 Euro (Vorjahr: 252.268 Euro). Der Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung für die aktiven Vorstandsmitglieder betrug 155.717 Euro (Vorjahr: Aufwand 2.068.828 Euro). Kredite und Vorschüsse wurden nicht gewährt. Aus der Mitgliedschaft in Organen konzerneigener Gesellschaften erhalten die Mitglieder des Vorstands keine Vergütung. Für Ansprüche ausgeschiedener Vorstandsmitglieder wurde eine Rückstellung gebildet. Auf frühere Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene entfielen im Geschäftsjahr 2024 Gesamtbezüge in Höhe von 2.290.896 Euro (Vorjahr: 2.221.623 Euro). Die für diesen Personenkreis zum 31. Dezember 2024 ausgewiesene Pensionsrückstellung betrug 40.909.413 Euro (Vorjahr: 43.547.706 Euro). Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten eine feste Vergütung von 40.000 Euro (Vorjahr: 40.000 Euro). Beteiligung an unserer GesellschaftDie General Reinsurance Corporation, Wilmington, Delaware, USA, ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der General Re Corporation, Wilmington, Delaware, USA. Sie hält 100 % der Anteile am stimmberechtigten Kapital der General Reinsurance AG und hat uns dies nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt. Im Verhältnis zu dieser Gesellschaft sind wir ein abhängiges Unternehmen nach § 17 AktG. Somit sind wir ein verbundenes Unternehmen im Verhältnis zur General Re Corporation und zu deren Tochtergesellschaften. Die General Reinsurance AG wird in den Konzernabschluss der General Re Corporation einbezogen. Seit Dezember 1998 hält die Berkshire Hathaway Inc., Omaha, Nebraska, USA, 100 % der Anteile an der General Re Corporation, wodurch wir auch ein verbundenes Unternehmen im Verhältnis zur Berkshire Hathaway Inc. und zu deren Tochtergesellschaften sind. Die General Reinsurance AG wird in den Konzernabschluss der Berkshire Hathaway Inc. einbezogen. Dieser wird bei der U.S. Securities and Exchange Commission, Washington, DC, USA, hinterlegt. Die General Reinsurance AG macht vom Befreiungstatbestand des § 292 HGB Gebrauch und stellt keinen Konzernabschluss auf. Wir verweisen auf den Konzernabschluss der Berkshire Hathaway Inc., der gemäß der US GAAP-Regelungen erstellt und im Unternehmensregister elektronisch veröffentlicht wird. Wichtige Unterschiede zwischen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und der Rechnungslegung nach US GAAPRückversicherungsgeschäft
Kapitalanlagen
Andere Rückstellungen
Währungsumrechnung
Abschlussprüferhonorare
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenWir sind Mitglied der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft AG und der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft. Für den Fall, dass eines der anderen Mitglieder ausfällt, sind wir verpflichtet, dessen Anteile im Rahmen unserer quotenmäßigen Beteiligungen zu übernehmen. Nachdem der Deutsche Luftpool zum 31. Dezember 2003 aufgelöst wurde, sind wir an der Abwicklung der noch bestehenden Vertragsbeziehungen beteiligt. Einzahlungsverpflichtungen im Rahmen von Kapitalanlagen bestanden zum 31. Dezember 2024 nicht (Vorjahr: 0 Euro). Wir haben uns mit einer Patronatserklärung verpflichtet, die unten genannten Tochtergesellschaften finanziell so auszustatten, dass diese ihren Verbindlichkeiten jederzeit nachkommen können. Nach der Liquiditätsplanung der genannten Gesellschaften werden von diesen in den nächsten Jahren positive Cashflows erwirtschaftet, sodass wir nicht mit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung rechnen.
Zum 31. Dezember 2024 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 13.034.409 Euro (Vorjahr: 9.153.624 Euro). Weitere nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte wurden nicht getätigt. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenUnternehmen und Personen gelten als nahestehend, wenn zu dem berichterstattenden Unternehmen ein Beherrschungsverhältnis, eine gemeinsame Leitung oder ein maßgeblicher Einfluss besteht (u. a. Mutter-, Tochterunternehmen, Schwestergesellschaften). Das unmittelbare Mutterunternehmen ist die General Reinsurance Corporation mit Sitz in Delaware/USA. Das oberste beherrschende Unternehmen des Konzerns ist die Berkshire Hathaway Inc. mit Sitz in Nebraska/USA. Die General Reinsurance AG hat als ein im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen - aufgrund der bestehenden Abhängigkeit und wegen Fehlens eines Beherrschungsvertrags oder eines Gewinnabführungsvertrags - einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Grundsätzlich basieren alle geschäftlichen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen auf marktüblichen Bedingungen. Dienstleistungs- und Funktionsausgliederungsverträge wurden entsprechend der konzernweiten Verrechnungspreisrichtlinie zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Diese Richtlinie regelt die Grundsätze der Dienstleistungsverrechnung und die Abgrenzung abrechnungspflichtiger Sachverhalte von Tatbeständen des Konzernrückhalts sowie die Anforderungen an Preisgestaltung, Rechnungsstellung und Dokumentationserfordernisse. Damit stellt die Anwendung der Richtlinie verbesserte Transparenz, konzernweite Konsistenz und Compliance sicher. Wir vereinbaren Verrechnungspreise in der Regel auf Vollkostenbasis zuzüglich Gewinnzuschlag. Darlehen, Leasing- und andere vertragliche Vereinbarungen zwischen verbundenen Unternehmen beruhen auf marktüblichen Konditionen. Seit dem 1. Januar 2017 beteiligen wir unsere Muttergesellschaft mit einem Anteil von rund 20 % am Schaden- und Unfallgeschäft. Darüber hinaus haben wir zum 1. Juli 2021 mit der General Reinsurance Corporation einen Loss Portfolio Transfer durchgeführt. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurde ein größerer Teil der Schadenreserven für das Schaden- und Unfallgeschäft an die General Reinsurance Corporation retrozediert. Im Jahr 2022 schlossen wir eine Stop-Loss-Vereinbarung über einen Teil unseres Schaden- und Unfallgeschäfts mit unserer Muttergesellschaft, der General Reinsurance Corporation, ab. Seit 2020 haben wir eine Stop-Loss-Vereinbarung für einen Teil unseres Lebensversicherungsgeschäfts mit unserer Schwestergesellschaft General Re Life Corporation. Seit 2024 beteiligt uns unsere Schwestergesellschaft General Re Life Corporation mit einem Anteil von 75 % am Lebensversicherungsgeschäft in Kanada. Seit 2024 retrozediert unsere Schwestergesellschaft General Re Life Corporation spezielles Lebensversicherungsgeschäft vom U.S. amerikanischen Markt vollständig an uns. Zugehörigkeit zu VerbändenUnsere Gesellschaft ist Mitglied in folgenden Verbänden:
Beteiligungsliste
1) Die Angaben beziehen sich auf den letzten verfügbaren Jahresabschluss 2) In Liquidation *) Abweichendes Geschäftsjahr (31.03.2024) AufsichtsratAmer Ahmed (seit 7. August 2024) Managing Director Berkshire Hathaway Group of Insurance Companies Reinsurance Division - International (Europe), München Vorsitzender Manfred Seitz (bis 31. Mai 2024) Managing Director Berkshire Hathaway Group of Insurance Companies Reinsurance Division - International (Europe), München (Vorsitzender bis 31. Mai 2024) Stephen A. Michael Chief Executive Officer Resolute Management Services Limited, London/UK Stellvertretender Vorsitzender Sandra Bell Senior Vice President Chief Human Resources Officer General Re Corporation, Stamford, Connecticut/USA Andrew Gifford Senior Vice President General Counsel & Secretary General Re Corporation, Stamford, Connecticut/USA Rafael Lorsbach * Senior Claims Specialist General Reinsurance AG, Köln Thomas Mosakowski * International BCM Coordinator General Reinsurance AG, Köln * von den Arbeitnehmern gewählt VorstandCharles S. Shamieh Stamford, Connecticut/USA Vorsitzender Life/Health Asia, Australia & New Zealand, Caribbean, Sub-Saharan Africa, UK & Ireland Investments Actuarial Life/Health Global Marketing & Client Communications Andrew Michael D'Arcy Sevenoaks, Kent/UK Property/Casualty Actuarial Property/Casualty Michael O'Dea Twickenham, London/UK Finance (Accounting/Controlling/Tax) Legal/Compliance Internal Audit Human Resources Ulrich Pasdika Solingen Life/Health Continental Europe, Middle East, North Africa, Latin America Dr. Frank A. Schmid Stamford, Connecticut/USA Technology & Operations Margaret McAuliffe-Noval Pulheim Corporate Risk Management Business Continuity Management Alexander Zeller Düsseldorf Property/Casualty Treaty Marketing Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Central-, Eastern and South-East Europe, Israel
Köln, 5. März 2025 Der Vorstand Charles S. Shamieh Andrew Michael D'Arcy Michael O'Dea Ulrich Pasdika Dr. Frank A. Schmid Margaret McAuliffe-Noval Alexander Zeller Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die General Reinsurance AG, Köln VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der General Reinsurance AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der General Reinsurance AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen SachverhaltDer Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das vorherige, am 31. Dezember endende Geschäftsjahr wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 8. März 2024 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und diesem Lagebericht abgegeben hat. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.Im Folgenden stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthaltenen Teilrückstellung für unbekannte Spätschäden (Sparte Nicht-Leben)Zugehörige Informationen im Abschluss Im Anhang der Gesellschaft werden im Abschnitt "Versicherungstechnische Rückstellungen" die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wiedergegeben. Sachverhalt und Risiko für die Prüfung Im Jahresabschluss weist die Gesellschaft eine "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" in Höhe von T€ 9.588.003 brutto (im Folgenden kurz "Brutto-Schadenrückstellung") aus. Das entspricht 67,5 % der Bilanzsumme. Hieraus ergibt sich, dass diese Rückstellung einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft hat. Die Brutto-Schadenrückstellung teilt sich in verschiedene Teilschadenrückstellungen auf. Die Teilschadenrückstellung für unbekannte Spätschäden ("IBNR") für bis zum Abschlussstichtag eingetretene, aber bis zur inventurmäßigen Erfassung noch nicht gemeldete Versicherungsfälle macht einen wesentlichen Teil der Brutto-Schadenrückstellung aus. Bei den in der Teilschadenrückstellung für unbekannte Spätschäden ausgewiesenen Verpflichtungen handelt es sich um zu schätzende Werte, deren Schätzung in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft liegt und welche nach § 341g Abs. 2 HGB pauschal von der Gesellschaft zu bewerten sind. Die bei der Ermittlung dieser Schätzungen angewendeten Verfahren, Annahmen und Parameter basieren sowohl auf vergangenen als auch auf künftig erwarteten Entwicklungen. Sie weisen Unsicherheiten auf und beinhalten Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter bei der Bewertung von bereits eingetretenen, aber erst in der Zukunft bekanntwerdenden Ereignissen. Bei geschätzten Werten besteht deshalb a priori ein erhöhtes Risiko unzutreffender Angaben in der Rechnungslegung. Für die Schätzung der IBNR setzt die Gesellschaft anerkannte versicherungsmathematische Verfahren, wie das Chain-Ladder-Verfahren, das Bornhuetter-Ferguson-Verfahren oder das Expected-Loss-Verfahren, ein. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben die von der Gesellschaft gebildete Teilrückstellung für unbekannte Spätschäden wie folgt geprüft: Zunächst haben wir uns ein Verständnis des Prozesses zur Ermittlung der Brutto-Teilschadenrückstellung für unbekannte Spätschäden verschafft. Davon ausgehend haben wir Aufbau- und Funktionsprüfungen hinsichtlich der wesentlichen internen Kontrollen, die die Vollständigkeit, angemessene Bewertung und Richtigkeit der Reservierung sicherstellen sollen, durchgeführt. Bezüglich der Erstellung des zugrunde liegenden Abzuges der Schaden- und Vertragsdaten haben wir die Erstellung der Abfrage aus dem Bestandsführungssystem zum Stichtag beobachtet. Dies beinhaltete auch die Beobachtung der Durchführung der Kontrollen im Hinblick auf Vollständigkeit und Richtigkeit des Datenabzuges. Zur Prüfung der Bewertung der Teilschadenrückstellung für unbekannte Spätschäden haben wir die Berechnung der Gesellschaft nachvollzogen. Dabei haben wir insbesondere die verwendeten Annahmen und Parameter auf der Grundlage historischer Erfahrungen und aktueller Entwicklungen mit den Mitarbeitern der aktuariellen Abteilung der Gesellschaft ausführlich besprochen und sachlich gewürdigt und hinterfragt. Außerdem haben wir für ausgewählte Segmente eigene aktuarielle Reserveberechnungen durchgeführt, die wir auf Basis von Risikoüberlegungen bewusst ausgewählt haben. Hierbei haben wir jeweils Schätzungen des Gesamtschadenaufwandes (brutto) ermittelt, um die Angemessenheit der gebuchten Rückstellung für unbekannte Spätschäden zu überprüfen. Dabei haben wir eine Bandbreite sachgerechter Ergebnisse für die IBNR ermittelt, welche sich aus der Bestimmung angemessener Ober- und Untergrenzen von Parametern und Annahmen ableitet. Die Ergebnisse der Nachberechnung wurden mit der von der Gesellschaft ermittelten IBNR verglichen. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir eigene Spezialisten mit Kenntnissen der Versicherungsmathematik (Aktuare) eingesetzt. Wir haben uns davon überzeugt, dass die von der Gesellschaft vorgenommenen Schätzungen hinsichtlich der Annahmen und Parameter zur Bewertung der in der Brutto-Schadenrückstellung enthaltenen Teilrückstellung für unbekannte Spätschäden begründet und hinreichend dokumentiert sind. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem:
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden in der Hauptversammlung am 20. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 20. Juni 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2024 als Abschlussprüfer der General Reinsurance AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Marc Semrau.
Köln, den 10. März 2025 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Erik Barndt, Wirtschaftsprüfer Marc Semrau, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren, der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2024 seine Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung uneingeschränkt wahr. Der Aufsichtsrat trat im Laufe des Jahres 2024 zu vier Sitzungen zusammen, von denen zwei in Präsenz und zwei als hybride Sitzungen durchgeführt wurden. An allen Sitzungen haben jeweils alle sechs Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. In den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich und zeitnah über die Geschäftsentwicklung, die Ergebnisse der einzelnen Geschäftsbereiche sowie die laufende Zeichnungspolitik informiert. Der Aufsichtsrat prüfte und erörterte die wichtigsten Angelegenheiten, die das Risikoprofil des Unternehmens sowie seine Geschäftsstrategie und Geschäftstätigkeit beeinflussen könnten. Dabei wurden die Entwicklungen in der internationalen Rückversicherungsbranche, Marktrisiken und operationelle Risiken sowie Emerging Risks gebührend berücksichtigt. Der Vorstand ist seinen Informations- und Berichtspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat in vollem Umfang nachgekommen und hat in diesem Zusammenhang quartalweise die Underwriting- und Investmentergebnisse sowie die Kapitalanlageplanung vorgelegt. Der Aufsichtsrat war in alle Geschäftsvorgänge von wesentlicher Bedeutung unmittelbar und zeitnah einbezogen. Auch außerhalb der Sitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über wesentliche Entwicklungen im Unternehmen unterrichtet. Darüber hinaus besprachen der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Vorstands regelmäßig die allgemeine Geschäftsentwicklung und die Ausrichtung der verschiedenen Geschäftsbereiche. Des Weiteren wurden Management- und Personalfragen erörtert. Die Inhaber/-innen der Schlüsselfunktionen informierten den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die wesentlichen Aktivitäten. Die versicherungsmathematische Funktion unterrichtete den Aufsichtsrat in zwei Sitzungen ausführlich über die Entwicklung der Reserven sowie die zugrunde liegenden Annahmen und Bewertungsmethoden. Die Risikomanagementfunktion informierte den Aufsichtsrat über wesentliche Aktivitäten sowie über Änderungen im Risikoprofil des Unternehmens. Der Aufsichtsrat wurde ausführlich über die Bedeckungsquoten in Bezug auf die Solvenz-Kapitalanforderung (SCR) des Unternehmens auf Einzel- und Gruppen-Basis informiert. Die Compliance-Funktion berichtete dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Aktivitäten sowie über rechtliche und regulatorische Entwicklungen. Als ein Standard-Tagesordnungspunkt während des gesamten Jahres 2024 informierten Senior IT-Manager, die Risikomanagementfunktion und die Compliance-Funktion gemeinsam den Aufsichtsrat über die Implementierung des Konzepts der operativen Resilienz gemäß der EU-DORA-Verordnung. Das für die Informationstechnologie (IT) zuständige Vorstandsmitglied und Senior IT-Manager berichteten dem Aufsichtsrat über die IT-Strategie des Unternehmens, insbesondere im Hinblick auf unsere Sicherheits-Strategie und die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen an die Informationstechnologie. Der Aufsichtsrat hat die individuelle Leistung der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2023 bewertet und die Leistungsziele für das Geschäftsjahr 2024 beschlossen. Es wurden Beschlüsse über das feste Jahresgrundgehalt und die erfolgsabhängige Vergütung für die einzelnen Vorstandsmitglieder sowie über Vergütungs- und Vertragsangelegenheiten gefasst. Der Aufsichtsrat hat die fachliche Eignung und Zuverlässigkeit der Vorstandsmitglieder sowie des Gesamtvorstands geprüft und bestätigt. Die fachliche Eignung des Aufsichtsrats wurde mittels Selbsteinschätzungen bestätigt, und es wurden geeignete Fortbildungsmaßnahmen für den Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat verfügt in seiner Gesamtheit über die notwendige Expertise, um die Arbeit des Vorstands angemessen zu steuern und zu überwachen und die Entwicklung des Unternehmens aktiv zu begleiten. AusschüsseDer Vergütungsausschuss des Aufsichtsrats trat im Berichtszeitraum zweimal zusammen. Er überprüfte das Vergütungssystem für den Vorstand und bereitete die entsprechenden Beschlüsse des Aufsichtsratsplenums vor. Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2024 zweimal zusammen. Im März berichtete die Interne Revision dem Prüfungsausschuss über die Ergebnisse der Prüfungen, die im Jahr 2023 durchgeführt wurden und über die aktuellen Prüfungsschwerpunkte. Im Oktober gab die Interne Revision einen Überblick über die Prüfungsaktivitäten des internen Kontroll- und Revisionssystem sowie einen Statusbericht über den internen Revisionsplan für das Jahr 2024. In dieser Sitzung erörterte der Prüfungsausschuss auch den Fortschritt des Projekts zur Umsetzung der neuen EU-CSRD-Regelungen und Berichtspflichten. Am 25. März 2025 befasste sich der Prüfungsausschuss eingehend mit dem Jahresabschluss, dem Lagebericht, dem Nachhaltigkeitsbericht sowie dem Bericht des Abschlussprüfers und dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2024 der General Reinsurance AG. Die Abschlussprüfungsgesellschaft berichtete dem Prüfungsausschuss über den Verlauf und das Ergebnis ihrer Prüfung. Einzelne Schwerpunkte der Prüfung wurden eingehend erörtert. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss Gespräche mit dem zuständigen Vorstandsmitglied, dem Chief Financial Officer der Gesellschaft und dem Leitenden der Internen Revision geführt. Jahresabschluss, Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen, NachhaltigkeitsberichtDer vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der General Reinsurance AG für das Geschäftsjahr 2024 und der zugehörige Lagebericht des Vorstands, der Anhang zum Jahresabschluss einschließlich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden von der Forvis Mazars GmbH & Co. KG, Köln, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB versehen. Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte der Abschlussprüfungsgesellschaft wurden dem Aufsichtsrat unverzüglich zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat wurde in seiner Sitzung vom 27. März 2025 über die Vorabprüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts durch den Prüfungsausschuss umfassend informiert. Der Bericht des Prüfungsausschusses umfasste insbesondere die Erörterungen der Abschlussprüfungsgesellschaft über den Umfang und die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Es wurden keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikofrüherkennungssystems festgestellt. Nachdem der Jahresabschluss und der Lagebericht auch im Aufsichtsratsplenum ausführlich beraten worden waren, hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat verabschiedete den Lagebericht des Vorstands in der vorgelegten Form. In seiner Sitzung vom 27. März 2025 schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2024 an. Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde von der Forvis Mazars GmbH & Co. KG, Köln, nach § 313 AktG geprüft und mit dem folgenden uneingeschränkten Vermerk versehen: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der General Reinsurance AG nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie den Bericht der Abschlussprüfungsgesellschaft geprüft. Er schloss sich nach kritischer Würdigung dem Urteil der Abschlussprüfungsgesellschaft an. Der Aufsichtsrat erhebt keine Einwände gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. In der Aufsichtsratssitzung vom 27. März 2025 berichtete der Prüfungsausschuss über die Ergebnisse seiner Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts der General Reinsurance AG. Anschließend wurde dieser Bericht im Aufsichtsratsplenum erörtert und genehmigt. PersonaliaMit Wirkung zum 31. Mai 2024 ist Herr Manfred Seitz aus seinem Amt als Aufsichtsrat und als dessen Vorsitzender ausgeschieden. Am 7. August 2024 wurde Herr Amer Ahmed zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Im Berichtsjahr gab es keine Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstandes. DankDer Aufsichtsrat dankt Herrn Seitz für seine außerordentlichen Verdienste und seine Unterstützung der General Reinsurance AG als ein Mitglied des Aufsichtsrats in den vergangenen acht Jahren, davon sieben Jahre als Vorsitzender. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der General Reinsurance AG für ihr Engagement, das die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens und die Erzielung sehr guter Geschäftsergebnisse ermöglicht hat.
Köln, 27. März 2025 Amer Ahmed, Vorsitzender des Aufsichtsrats Stephen A. Michael, Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Sandra Bell Andrew Gifford Rafael Lorsbach Thomas Mosakowski General Reinsurance AG - Offenlegung Gewinnverwendung 2024 Das Geschäftsjahr 2024 schloss mit einem Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 419.273.260 Euro. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus Vorjahren in Höhe von 1.551.345.787 Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn von 1.970.619.047 Euro. Die ordentliche Hauptversammlung der General Reinsurance AG hat am 27. März 2025 unter dem Tagesordnungspunkt 2 beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 1.970.619.047 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, 27. März 2025 |
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