Gentex
GmbH
Erlenbach
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1. Grundlagen des Unternehmens
1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens
Die Gentex GmbH (die "Firma") wurde am 15.07.1994
gegründet und am 26.09.1994 ins Handelsregister
eingetragen. Aktuell wird die Firma unter HRB 105586 beim
Amtsgericht Stuttgart geführt. Der Sitz befindet sich
im baden-württembergischen Erlenbach in der
Georg-Ohm-Str. 6.
Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im
Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.
Die Firma befasst sich mit der Entwicklung und dem
Vertrieb von Spiegeln und Modulen für Kraftfahrzeuge
und erbringt hierfür entsprechende Service- und
Wartungsleistungen.
Die Hauptschwerpunkte liegen in der Akquisition und
Distribution im europäischen Markt für die
Muttergesellschaft Gentex Corporation, USA. Durch die
Verflechtung mit der Muttergesellschaft müssen deren
Geschäfts- und Rahmenbedingungen betrachtet werden, um
die tatsächliche Situation der Firma
abschließend verstehen zu können.
Die Firma unterhält in Sindelfingen,
Pfaffenhofen, Köln und Wolfsburg jeweils eine
Betriebsstätte, damit die dort ansässigen
Automobilhersteller intensiver und effektiver betreut
werden können.
Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich
insbesondere auf die Situation im weltweiten
Automobilmarkt, obgleich die Gentex GmbH bei den
Automobilherstellern als Vertragspartner keine
untergeordnete Rolle spielt. Bedingt durch die
Lokalität kümmert sich die Firma
schwerpunktmäßig um den europäischen Markt.
Die Betrachtung des globalen Automobilmarktes wird
jedoch durch das globale Auftreten der Automobilhersteller
und der Gentex-Gruppe unabdingbar.
1.2 Ziele und Strategien
Der Leitsatz "A Smarter Vision" steht für eine
Unternehmensphilosophie, hinter der eine effektive,
innovative Organisation steht. Gentex ist ein weltweit
anerkannter Hersteller von hochwertigen Produkten der
Automobilindustrie mit dem Anspruch "Best of Class" im
weltweiten Vergleich zu sein.
1.3 Forschung und Entwicklung
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
richten sich nach den Bedürfnissen der
europäischen Automobilkunden und integrieren sich in
die Strategien der Muttergesellschaft.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland im
Geschäftsjahr 2023 war weiterhin von den Folgen des
Kriegs in der Ukraine sowie den extremen
Energiepreiserhöhungen geprägt. Der eskalierende
Konflikt im Nahen Osten trug zur weiteren Verunsicherung
der Märkte bei. Das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt war nach ersten Berechnungen des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 um -0,1 %
geringer als im Vorjahr. In der Herbstprognose 2023 der
Europäischen Kommission wird das reale BIP-Wachstum in
der EU im Jahr 2023 auf 0,6 % hochgerechnet.
Die Automobilindustrie war schon immer zyklisch und
sie wurde stark von den unterschiedlichsten
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst. Das
aktuelle wirtschaftliche Umfeld bleibt, auch nach der
Corona-Pandemie und ihren Folgen, sowie der allgemein
bekannten Chipkrise, in der Automobilindustrie weiterhin
unsicher (vor allem in Europa und auf den Märkten in
USA, Japan und Korea) und dies wird weiterhin zu
erhöhten Spannungen im Bereich der Finanzen und der
Produktion führen. Die weiteren Auswirkungen des
Konfliktes in Gaza und die Spannungen zwischen China und
Taiwan sind nicht vorhersehbar.
2.2 Geschäftsverlauf
Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich auch
gegenüber 2022 uneinheitlich und schwierig
dargestellt. Der VDA prognostizierte ursprünglich
für 2023 mit +4% ein Plus der Neuwagenverkäufe
auf dem Pkw-Weltmarkt im Vergleich zum Vorjahr 2022. Diese
Prognose wurde zur Jahresmitte mit +6% nach oben
korrigiert. Wobei das Vor-Corona-Niveau bei weitem immer
noch nicht erreicht werden wird.
Das Geschäftsjahr 2023 verdeutlichte die
Abhängigkeit von KFZ-Zulieferern von den global
operierenden Märkten. Die Chipkrise verdeutlichte
diese Abhängigkeiten im besonderen Maße. Der
Ukrainekrieg führte zu weiteren Unsicherheiten. Die
weltweit etwas gestiegene Nachfrage führte bei vielen
Lieferanten zu Kapazitätsengpässen und damit
teilweise zu erheblichen Lieferschwierigkeiten. Auch
müssen sich die Unternehmen weiterhin auf eine sehr
volatile Situation einstellen und flexibel reagieren.
2.3 Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung
2.3.1 Ertragslage Der Umsatz im Geschäftsjahr
ist gegenüber dem Vorjahr aus den o.g. Gründen
mit 12,5 Mio. € um gut T€ 569 (4,8%) angestiegen.
Die Umsatzrendite liegt bei 4,0 % nach 3,0 % im
Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im
Geschäftsjahr 2023 mit einer Steigerung von 10,9 %
überproportional zu den Umsatzerlösen
angestiegen. Dies ist mit den allgemein gestiegenen Kosten
bei Handwerkern und Speditionen, den nach der Pandemie
wieder gestiegenen Reisetätigkeiten, sowie der hohen
Zahl von Sonderfahrten auf Grund der knappen
Teileversorgung von Lieferanten zu erklären.
Das Ergebnis vor Steuern liegt mit T€ 771 im
Geschäftsjahr um T€ 190 bzw. 32,6 % über dem
Vorjahr.
2.3.2 Finanzanlage Die Kapitalflussrechnung zeigt,
wie sich die Zahlungstitel und Zahlungsäquivalente im
Berichtsjahr verändert haben.
Im Berichtszeitraum betrug der Cashflow aus der
operativen Tätigkeit T€ 1.514, aus der
Investitionstätigkeit T€ -312 und aus der
Finanzierungstätigkeit T€ 0.
Der Finanzmittelfonds am Ende des
Geschäftsjahres 2023 beträgt nunmehr T€
6.607.
Die Firma kann somit auch künftig die
finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen.
2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Firma
beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 16,6 Mio. €
(Vorjahr 16,0 Mio. €) und ist somit nahezu konstant
geblieben
An der Bilanzsumme hat das Anlagevermögen zum
31.12.2023 einen Anteil von 46,3 %.
Das Eigenkapital beträgt zum Ende des
Geschäftsjahres 14,6 Mio. € (Vorjahr: 14,1 Mio.
€). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 88,0 %
(Vorjahr: 87,9 %). Der Anstieg resultiert aus dem
Jahresergebnis 2023 (T€ 494).
Sämtliche Investitionen wurden ohne Verschuldung
gegenüber fremden Dritten vorgenommen. Die Firma hat
keine Verbindlichen gegenüber Kreditinstituten und
plant auch für die weiteren Investitionen keine
Kreditaufnahmen.
Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage
sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um
auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. Vor
allem die Automobilhersteller als unsere Hauptkunden
wünschen einen Lieferanten, welcher eine stabile
Vermögenslage aufweist.
2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Umsatzrendite in Bezug auf das Ergebnis vor
Steuern beträgt im Geschäftsjahr 6,2 % und
befindet sich damit um 1,3 %-Punkte über dem Niveau
des Vorjahres (4,9 %).
Die Personalaufwandsquote lag im Jahr 2023 mit
68,1 % auf einem geringfügig niedrigeren Niveau
als in 2022 (68,7 %).
2.5 Gesamtaussage
Der Automobilmarkt entwickelt sich weltweit
uneinheitlich. Gentex kann jedoch durch die globale
Ausrichtung unter normalen Umständen diese
verschiedenen Entwicklungen ausgleichen und weiterwachsen.
Die Nachwirkungen der globalen Pandemie verbunden mit der
andauernden Chipkrise, der dadurch verursachten
Lieferengpässe, dem Konflikt im Nahen Osten sowie den
Spannungen zwischen China und Taiwan im Jahr 2023
ließen trotzdem eine leichte Erholung der Märkte
zu. Die Geschäftsleitung ist daher in Anlehnung an die
im Vorjahr abgegebenen Prognosen, mit dem
Geschäftsverlauf zufrieden, fühlt sich durch ihre
Gesamtstrategie bestätigt und sieht verhalten
optimistisch auf die zukünftigen Geschäftsjahre.
Die für das Geschäftsjahr 2023 geplanten
Ziele konnten vollumfänglich erreicht werden. Das im
Vorjahr angegebene Umsatzziel von T€ 12.000 wurde
mit T€ 12.498 erreicht und das geplante Ergebnis
vor Steuern von T€ 700 konnte mit T€ 771
ebenfalls erreicht werden. Bei den finanziellen
Leistungsindikatoren liegt damit die Umsatzrendite vor
Steuern mit 6,2 % über dem Planwert (5,0 %). Mit einer
Personalaufwandsquote von 68,1 % im Geschäftsjahr
konnte der prognostizierte Wert von 72 % ebenfalls erreicht
werden.
3. Prognosebericht
Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung auf ähnlichem Niveau
wie 2023 bleibt und blickt vorsichtig optimistisch auf das
Jahr 2024, insbesondere auf die zweite Jahreshälfte.
Aus derzeitiger Sicht erwarten wir für das
laufende Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe
von T€ 12.500 und ein Ergebnis vor Steuern in
Höhe von T€ 750. Somit rechnen wir bei den
finanziellen Leistungsindikatoren für das Jahr 2024
mit einer Umsatzrendite vor Steuern von 6 % sowie einer
Personalaufwandsquote von 70 %.
Wir sehen für das kommende Geschäftsjahr
ähnliche Umsatzzahlen mit den Kunden bei einem
schwierigen und volatilen Absatzmarkt.
Die weiteren Entwicklungen aller Märkte sind,
verursacht durch die weltweiten existierenden Konflikte und
Komponentenknappheiten, weiterhin nur schwer
prognostizierbar. Dies spiegelt die schnelllebigen Rhythmen
im Automobilgeschäft wider.
Weiterhin stellen E-Mobilität und
Digitalisierung die Automobilindustrie vor große
Herausforderungen, welche zum heutigen Zeitpunkt nur schwer
absehbar sind.
Der enorme Preisdruck auf die Kfz-Zulieferer, die
starken Schwankungen der Abrufe, die Rohstoffverteuerungen,
die deutlich erhöhte Produktkomplexität und die
vorhandene Unsicherheit, wann der Automobilhersteller seine
neuen Modelle auf den Markt bringt, weisen wie bereits im
Vorjahr auf immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen
hin.
Der Automobilzuliefermarkt wird durch die
Automobilhersteller geprägt, welche von den
Zulieferfirmen eine ständige Anpassung an die
Marktgegebenheiten fordern. Sowohl die preislichen als auch
die quantitativen und qualitativen Anforderungen der Kunden
erschweren die Prognose für die
Geschäftsentwicklung.
An der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit der Gentex GmbH besteht kein
Zweifel, die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen
unverändert bleiben.
4. Chancen- und Risikobericht
4.1 Chancenbericht
Chancen ergeben sich mittelfristig weiterhin durch
unser erweitertes Produktsortiment, wenn die Verträge
für die neuen Plattformen verhandelt werden. Diese
Umsätze werden sich in zukünftigen Jahren positiv
bei der Firma auswirken. Des Weiteren bietet der Markt
mittelfristig Chancen für weiteres organisches
Wachstum auf Grund der Volumensteigerung und der
verbesserten Ausstattungsraten.
Bei der Versorgung von Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffen traten in den vergangenen
Geschäftsjahren bereits Lieferengpässe auf,
welche sich auch durch das Jahr 2024 ziehen werden. Durch
die Liefer- und Bemusterungsverpflichtung gegenüber
dem Automobilhersteller für einen Produktzyklus findet
in der Regel kein Lieferantenwechsel statt.
Die Preise für die Lieferperiode gelten zum
größten Teil für den gesamten
Lieferzeitraum, wobei jährliche Einsparpotentiale mit
dem Kunden vereinbart werden.
4.2 Risikobericht
Die Belieferung der Automobilhersteller stellt eine
anhaltend große Herausforderung für den Finanz-
und Produktionsbereich dar, weil ein fortwährender
Preisdruck, eine höhere Abhängigkeit von
ausländischen Lieferanten, Überkapazitäten,
Kunden und Lieferanten-Insolvenzen und steigende
Rohstoffpreise zu verzeichnen sind.
Um dieses Risiko abzumildern, wurde die
Finanzierungsbasis der Gentex GmbH in den Vorjahren
grundlegend erneuert.
Wenn bei den Kunden Werksschließungen,
Zahlungsschwierigkeiten, Streiks etc. auftreten, kann dies
den Umsatz, die Gewinnmarge, die Profitabilität und
als Resultat den Wert der Firma beeinträchtigen.
Die von den Kunden vermittelte Volatilität und
die Unsicherheiten bei neuen Autoprogrammen (Streichung
oder Verspätungen von neuen Projekten oder
Angebotspaketen und ungenauen Abnahmemengen) erschwert die
Planungen des zukünftigen Umsatzes, die effiziente
Nutzung des Kapitals und den Einsatz des Personals.
Die Umsätze im weltweit agierenden
Automobilmarkt und mit der amerikanischen
Muttergesellschaft werden überwiegend in US-Dollars
abgeschlossen. Für diese Umsätze bestehen
Währungsrisiken.
5. Safe Harbor
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete
Aussagen im Sinne der Safe-Harbor-Bestimmungen des Private
Securities Litigation Reform Act von 1995. Die in dieser
Mitteilung enthaltenen Aussagen, die nicht rein historisch
sind, sind zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete
Aussagen geben die gegenwärtigen Erwartungen oder
Prognosen des Unternehmens hinsichtlich zukünftiger
Ereignisse wieder. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind
im Allgemeinen an der Verwendung von Wörtern wie
"antizipieren", "glauben", "könnten", "schätzen",
"erwarten", "prognostizieren", "Zukunft", "Ziel",
"Anleitung", "hoffen", "beabsichtigen", "können",
"planen", "bereit sein", "vorhersagen", "projizieren",
"sollten", "Strategie", "anvisieren", "werden" und
Variationen solcher Wörter und ähnlicher
Ausdrücke zu erkennen. Solche Aussagen unterliegen
Risiken und Ungewissheiten, die oft schwer vorhersehbar
sind und außerhalb der Kontrolle des Unternehmens
liegen und dazu führen könnten, dass die
Ergebnisse des Unternehmens wesentlich von den
beschriebenen abweichen. Zu diesen Risiken und
Unwägbarkeiten gehören unter anderem
Änderungen der allgemeinen Branchen- oder regionalen
Marktbedingungen; Änderungen der Verbraucher- und
Kundenpräferenzen für unsere Produkte (wie z. B.
Kameras, die Spiegel ersetzen und/oder autonomes Fahren);
unsere Fähigkeit, neue Aufträge zu erhalten;
anhaltende Unsicherheiten bei Preisverhandlungen mit
Kunden; Verlust von Geschäften durch verstärkten
Wettbewerb; Änderungen in strategischen Beziehungen;
Insolvenzen von Kunden oder Veräußerung von
Kundenmarken; Schwankungen in den Produktionsplänen
von Fahrzeugen (einschließlich der Auswirkungen von
Streiks von Kundenmitarbeitern); Änderungen im
Produktmix; Engpässe bei
Rohstoffen und anderen
Versorgungsgütern; Unterbrechungen der
Versorgungskette; unsere Abhängigkeit von wichtigen
Führungskräften; unsere Abhängigkeit von
Informationssystemen; höhere Rohstoff-, Kraftstoff-,
Energie- und sonstige Kosten; ungünstige Schwankungen
von Währungen oder Zinssätzen in den Regionen, in
denen wir tätig sind; Kosten oder Schwierigkeiten im
Zusammenhang mit der Integration und/oder der
Fähigkeit, den Wert neuer oder erworbener Technologien
und Unternehmen zu maximieren; Änderungen der
regulatorischen Bedingungen; Garantie- und
Rückrufansprüche sowie andere
Rechtsstreitigkeiten und Kundenreaktionen darauf;
mögliche nachteilige Ergebnisse anhängiger oder
künftiger Rechtsstreitigkeiten oder Verletzungsklagen;
Änderungen der Steuergesetze; Import- und
Exportzölle und -tarife in oder mit den Ländern,
mit denen wir Geschäfte machen; negative Auswirkungen
von behördlichen Untersuchungen und damit verbundenen
Rechtsstreitigkeiten, einschließlich
Wertpapierrechtsstreitigkeiten, die sich auf die
Führung unserer Geschäfte beziehen. Die Leser
werden darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes
Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen
sollten, da diese nur zu dem Zeitpunkt gelten, an dem sie
gemacht werden. Das Unternehmen übernimmt keine
Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen öffentlich
zu aktualisieren oder zu revidieren, sei es aufgrund neuer
Informationen, zukünftiger Ereignisse oder aus anderen
Gründen, es sei denn, dies ist gesetzlich
vorgeschrieben oder durch die Regeln des NASDAQ Global
Select Market vorgeschrieben. Dementsprechend sollte jede
zukunftsgerichtete Aussage in Verbindung mit den
zusätzlichen Informationen über Risiken und
Ungewissheiten gelesen werden, die unter der
Überschrift "Risk Factors" in den letzten bei der SEC
eingereichten Formblättern 10-K und 10-Q
aufgeführt sind.
Erlenbach, den 13. Februar
2024
gez.
Jörg Männer, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
7.674.064,23 |
8.136.665,30 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
30.898,96 |
12.924,53 |
| II.
Sachanlagen |
7.643.165,27 |
8.123.740,77 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
6.793.289,94 |
7.322.069,20 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
849.875,33 |
801.671,57 |
| B.
Umlaufvermögen |
8.842.238,36 |
7.853.377,75 |
| I.
Vorräte |
377.399,96 |
319.245,07 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.858.143,52 |
2.129.083,79 |
| davon
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
1.717.164,73 |
1.779.356,04 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
6.606.694,88 |
5.405.048,89 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
60.731,25 |
52.398,38 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
16.577.033,84 |
16.042.441,43 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
14.591.002,89 |
14.097.072,71 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
250.000,00 |
250.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
6.898.517,18 |
6.898.517,18 |
| III.
Gewinnvortrag |
6.948.555,53 |
6.592.572,98 |
| IV.
Jahresüberschuss |
493.930,18 |
355.982,55 |
| B.
Rückstellungen |
441.143,40 |
317.812,13 |
| C.
Verbindlichkeiten |
1.544.887,55 |
1.627.556,59 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
16.577.033,84 |
16.042.441,43 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
12.829.366,38 |
12.113.586,95 |
| 2.
Personalaufwand |
8.514.830,52 |
8.190.105,58 |
| a)
Löhne und Gehälter |
7.324.780,34 |
7.041.647,98 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.190.050,18 |
1.148.457,60 |
| 3.
Abschreibungen |
799.094,08 |
861.109,74 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.719.695,71 |
2.452.854,72 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
4.672,22 |
3.310,72 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
47,00 |
0,00 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
276.839,77 |
225.248,08 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
523.531,52 |
387.579,55 |
| 9.
sonstige Steuern |
29.601,34 |
31.597,00 |
| Jahresüberschuss |
493.930,18 |
355.982,55 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Gentex GmbH hat ihren Sitz in Erlenbach. Sie ist
im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB
105586 eingetragen.
II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Gentex
GmbH, Erlenbach, wurde auf der Grundlage der
Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den
ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes
aufgestellt.
Für die Darstellung der Gewinn- und
Verlustrechnung wurde unverändert das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Nach § 267 Abs. 2 HGB ist die Gesellschaft als
mittelgroße Kapitalgesellschaft einzuordnen.
Größenabhängige Erleichterungen bei
der Erstellung und der Offenlegung des Jahresabschlusses
beim elektronischen Bundesanzeiger wurden in Anspruch
genommen.
Der vorliegende Jahresabschluss ist
grundsätzlich unter Beibehaltung der für den
Vorjahresabschluss angewandten
Gliederungsgrundsätzen nach den für
mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden
Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt
(§§ 265 Abs. 2, 266 ff. HGB).
Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der
Darstellung im Jahresabschluss zu verbessern, werden die
Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung einheitlich im Anhang gemacht.
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Änderungen in den Bewertungsmethoden
einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs-
und Bewertungswahlrechten mit Auswirkungen auf die durch
den Jahresabschluss vermittelte Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergaben sich im
Berichtsjahr nicht.
Die Bewertung der immateriellen
Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte zu
Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger
Abschreibungen. Die Abschreibungen wurden zeitanteilig nach
der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige
Vermögensgegenstände zu einem Nettowert von EUR
250,00 bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort
abgeschrieben.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen
wurde dem allgemeinen Ausfallrisiko durch angemessene
Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten in
fremder Währung werden, sofern deren Restlaufzeit
über ein Jahr beträgt, zum jeweils niedrigeren
(Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten)
Stichtags- oder Entstehungskurs angesetzt. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände sowie
Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit kürzeren
Laufzeiten als ein Jahr werden entsprechend § 256a HGB
mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Rückstellungen enthalten alle erkennbaren
Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind
ausreichend bemessen. Sie sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
IV. Angaben zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung der
Anschaffungskosten und der Abschreibungen ist aus dem
Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.
2. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben -
wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
resultieren in Höhe von TEUR 414 (Vorjahr: TEUR 242)
aus Lieferungen und Leistungen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen
- wie im Vorjahr - in voller Höhe gegen das
Mutterunternehmen Gentex Corporation, Michigan, USA.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR
12 (Vorjahr: TEUR 12) eine Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr.
3. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis
zu einem Jahr.
4. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB
Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB
bestanden zum Abschlussstichtag nicht.
5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 886
sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und
Leasingverträgen.
V. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
1. Rohergebnis
Im Rohergebnis sind Kursgewinne aus der
Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr:
TEUR 11) enthalten.
2. Personalaufwand
In den Aufwendungen für soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung sind Aufwendungen für
Altersversorgung in Höhe von TEUR 79
(Vorjahr: TEUR 86) enthalten.
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten
in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 7)
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.
VI. Sonstige Angaben
1. Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahrs im Unternehmen
beschäftigt:
|
Arbeitnehmergruppen
|
Anzahl
|
| Arbeiter |
24 |
| Angestellte |
61 |
| Aushilfen |
2 |
Die Gesamtzahl der durchschnittlich
beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 87.
2. Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
Matthew Chiodo Geschäftsführer, Gentex GmbH
(Geschäftsführer bis 17.03.2023)
Chief Sales Officer and Senior Vice President of
Sales, Gentex Corporation (Michigan, USA)
Jörg Männer Geschäftsführer,
Director Engineering & Operations, Gentex GmbH
Robert Steel Geschäftsführer, Gentex GmbH
(Geschäftsführer bis 17.03.2023)
Vice President of Sales Europe (United Kingdom)
3. Mitglieder des Beirats
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
waren folgende Personen Mitglied im Beirat:
Jörg Männer Geschäftsführer,
Director Engineering & Operations, Gentex GmbH
(Deutschland) (Beiratsvorsitzender)
Matthew Chiodo Geschäftsführer, Gentex GmbH
(bis 17.03.2023)
Chief Sales Officer & Senior Vice President of
Sales, Gentex Corporation (Michigan, USA)
Kevin Nash Vice President of Finance & Chief
Financial Officer, Gentex Corporation (Michigan, USA)
Scott Ryan Vice President, General Counsel &
Corporate Secretary, Gentex Corporation (Michigan, USA)
Robert Steel Geschäftsführer, Gentex GmbH
(bis 17.03.2023)
Vice President of Sales Europe (United Kingdom)
4. Vergütungen der Geschäftsführer
Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4
HGB wird Gebrauch gemacht.
5. Vergütungen des Beirats
Der Beirat erhält keine Vergütungen.
6. Konzernzugehörigkeit
Die Gentex GmbH, Erlenbach, wurde in den
Konzernabschluss der Gentex Corporation mit Sitz in
Michigan einbezogen. Der Konzernabschluss wird bei der
Securities and Exchange Commission (SEC) offengelegt.
7. Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsleitung schlägt vor das
Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Erlenbach, den 13. Februar
2024
gez.
Jörg Männer, Geschäftsführer
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
|
01.01.2023
|
|
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
1.026.984,56
|
31.933,98
|
128.997,31
|
929.921,23
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
1.026.984,56
|
31.933,98
|
128.997,31
|
929.921,23
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
12.406.874,61
|
0,00
|
0,00
|
12.406.874,61
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
3.795.699,23
|
354.920,90
|
222.897,83
|
3.927.722,30
|
Summe Sachanlagen
|
16.202.573,84
|
354.920,90
|
222.897,83
|
16.334.596,91
|
Summe
Anlagevermögen
|
17.229.558,40
|
386.854,88
|
351.895,14
|
17.264.518,14
|
|
kumulierte
Abschreibungen
|
Abschreibungen
Geschäftsjahr
|
Abgänge
|
kumulierte
Abschreibungen
|
|
01.01.2023
|
|
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
1.014.060,03
|
13.959,55
|
128.997,31
|
899.022,27
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
1.014.060,03
|
13.959,55
|
128.997,31
|
899.022,27
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
5.084.805,41
|
528.779,26
|
0,00
|
5.613.584,67
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.994.027,66
|
256.355,27
|
172.535,96
|
3.077.846,97
|
Summe Sachanlagen
|
8.078.833,07
|
785.134,53
|
172.535,96
|
8.691.431,64
|
Summe
Anlagevermögen
|
9.092.893,10
|
799.094,08
|
301.533,27
|
9.590.453,91
|
|
Buchwert
|
Buchwert
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
30.898,96
|
12.924,53
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
30.898,96
|
12.924,53
|
Sachanlagen
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
6.793.289,94
|
7.322.069,20
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
849.875,33
|
801.671,57
|
Summe Sachanlagen
|
7.643.165,27
|
8.123.740,77
|
Summe
Anlagevermögen
|
7.674.064,23
|
8.136.665,30
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 05.09.2024 festgestellt.
Bescheinigungstext
In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten
Jahresabschluss wurden die größenabhängigen
Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem
vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben
wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
An die Gentex GmbH, Erlenbach
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Gentex GmbH,
Erlenbach, - bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der Gentex GmbH, Erlenbach,
für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 III 1 HGB erklären
wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen
die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und
des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats
für den Jahresabschluss und
den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Beirat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können;
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses sowie ob der Jahresabschluss die
zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Neckarsulm, den 13. Februar
2024
Lehleiter + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Michael Humm, Wirtschaftsprüfer
Auftragsbedingungen, Haftung und
Verwendungsvorbehalt
Wir, die Lehleiter + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere
Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag
der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen
Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den
Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet
sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an
die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung
erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen
als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem
Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von
Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt,
Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht
für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu
verwenden.
Unserer Tätigkeit liegt unser
Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der
vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der
"Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und
prüfungsnahe Leistungen" in der Fassung vom 1. Januar
2019 sowie der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für
Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1.
Januar 2024 zugrunde.
Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten
gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder
anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass
wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche
Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher
Haftungsausschluss unwirksam wäre.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir
keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks
hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse
oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine
rechtliche Verpflichtung besteht.
Wer auch immer das in vorstehendem
Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer
Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich
zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis
für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet
und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert,
verifiziert oder aktualisiert.
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