Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 5547
Vorher
VESTOLIT Holding GmbH
Eingetragen
13.4.2000
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung, Weiterverarbeitung und der Vertrieb von chemischen Erzeugnissen, insbesondere von unter der Marke "VESTOLIT" vertriebenen PVC-Produkten, und deren Vor- und Zwischenstufen sowie die Forschung und Entwicklung und die Vornahme sonstiger damit zusammenhängender Geschäfte sowie der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von Beteiligungen, insbesondere solchen, die sich auf dem Gebiet der Herstellung und/oder Vertriebs chemischer Produkte aller Art betätigen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Jessica Blumenrath
seit 2.1.2026
Prokura
Jens Overgoor
seit 2.1.2026
Prokura
Prokura
Martin Peters
seit 31.1.2024
Prokura
Gerd Dr. Wollermann
seit 31.1.2024
Geschäftsführer
Stefanie Jannowsky
seit 5.7.2023
Prokura
Geschäftsführer
Nicholas Peter Ballas
seit 18.5.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MEXICHEM SPECIALTY COMPOUNDS LIMITEDGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MEXICHEM SPECIALTY COMPOUNDS LIMITED
United Kingdom
510.800 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VESTOLIT GmbH

Marl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

Überblick

Grundlagen

Als Unternehmen der chemischen Industrie ist die Vestolit GmbH einer der führenden europäischen Hersteller von Spezialitäten-PVC. Sie betreibt Europas größte voll integrierte PVC-Produktion.

Anteilseigner mit 100 % der Stimmrechte ist die Mexichem Specialty Compounds Limited, United Kingdom. Seit dem 1. Dezember 2014 gehört die Vestolit GmbH zur Orbia-Gruppe (vormals Mexichem) und wird in den Konzernabschluss der Orbia Advance Corporation, S.A.B. de C.V. (Mexiko-Stadt, Mexiko) einbezogen.

Die Produktionsanlagen der Vestolit GmbH zur Herstellung von Polyvinylchlorid (PVC) und sämtlicher Vorstufen vom Salz über Chlor bis hin zu Ethylendichlorid und Vinylchlorid befinden sich im Chemiepark Marl, der von EVONIK betrieben wird. Die Vestolit GmbH betreibt am Standort eine Chloralkali-Elektrolyse nach dem Membranverfahren. Das dabei produzierte Chlor dient der Herstellung von PVC. Als weitere Produkte der Elektrolyse werden Wasserstoff und Natronlauge erzeugt, die entweder als Nebenprodukte vermarktet oder im weiteren Prozessablauf genutzt werden.

Alle wesentlichen Einsatzstoffe werden direkt am Standort oder über angebundene Leitungen bezogen. Der Standort bietet nicht nur die Infrastruktur eines großen Chemieparks, sondern hat durch seine zentrale Lage in der Mitte Europas und eine gute Verkehrsanbindung auch den Vorteil der Nähe zu vielen Kunden, verbunden mit entsprechend kurzen Lieferzeiten.

Das Hauptprodukt PVC ist vielseitig einsetzbar. PVC von der Vestolit GmbH wird von industriellen Kunden vielfach für Erzeugnisse rund um Haus und Auto eingesetzt. Das High Impact Suspension-PVC (HIS-PVC) wird eingesetzt für Fenster-Profile und andere hochwertige Anwendungen von Hart-PVC. Einsatzgebiete weiterer PVC-Typen sind Fußböden, Tapeten, Unterbodenschutz, Folienbeschichtungen und Rohrsysteme.

Zur Betreuung der Kunden gibt es neben der Zentrale in Marl eine Vertriebsgesellschaft in Frankreich, ein Vertriebsbüro in Italien sowie Repräsentanzen in Belgien und Moskau/Russland. Die Aktivitäten in Russland ruhen seit 2022.

Die Vestolit GmbH vertreibt in Europa auch Suspensions- und Emulsions-PVC-Typen anderer Konzern- Standorte. Die Ergänzung des Produktportfolios mit weiteren PVC-Typen ermöglicht es der Vestolit GmbH, ihre Stellung als einer der führenden PVC-Lieferanten in Europa auszubauen. Die Konzern- PVC-Typen werden über Warenlager in Deutschland, Belgien, England und Italien vertrieben. Dies gewährleistet eine regelmäßige und zuverlässige Versorgung unserer europäischen Kunden.

Neben dem PVC werden im Segment Basischemikalien die Natronlauge sowie andere Produkte der Monomer-Produktion vertrieben. Diese werden an industrielle Kunden in verschiedenen Anwendungsbereichen der chemischen Industrie wie Papier, Zellulose, Waschmittel oder Wasseraufbereitung sowie an Händler verkauft.

Forschung und Entwicklung

Die Vestolit GmbH betreibt vor allem in den Segmenten Fenster- und Spezialitäten-PVC laufende Produktentwicklungen und Produktverbesserungen, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden und sich im Wettbewerb zu differenzieren. Ein strategischer Schwerpunkt liegt in der technischen Unterstützung der Kunden und der engen Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung von Produkten und Anwendungsmöglichkeiten. Darüber hinaus liegt ein Forschungsschwerpunkt in der Verbesserung der Effizienz der Produktionsprozesse sowie der Entwicklung von Technologien zum Einsatz nachhaltiger Rohstoffe als Ersatz für fossile Ausgangsprodukte. Als Forschungs- und Entwicklungskosten sind 7,0 Mio. EUR (Vorjahr 8,2 Mio. EUR) in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst worden.

Umweltschutz und Qualitätsmanagement

Das Managementsystem der Vestolit GmbH fasst unterschiedliche Unternehmensstandards und Regelwerke in einer einheitlichen Struktur zusammen. Diese Struktur wird als "Integriertes Managementsystem" (IMS) bezeichnet. Das IMS der Vestolit GmbH hat unter anderem Standards zur Umsetzung des Sicherheitsmanagementsystems nach Störfallverordnung (12. BImSchV, Anlagensicherheit), zum Umwelt- und Arbeitsschutz, zum Qualitätsmanagement, zum Energiemanagement sowie zur sozialen Verantwortung zum Inhalt. Das IMS folgt wichtigen Leitlinien: Dazu gehört eine sicherheits- und wertorientierte Unternehmensführung sowie deren Steuerung und Überprüfung. Der sichere Betrieb der Produktionsanlagen hat immer höchste Priorität. Zu den weiteren Prioritäten gehören die Einhaltung von Kundenanforderungen an die Produkte und die Dienstleistungen der Vestolit GmbH. Um die Grundlagen des Unternehmens langfristig zu sichern, ist es das Ziel, die Unternehmensstandards und Unternehmensprozesse fortlaufend zu verbessern. Die Leistungen des IMS lässt die Vestolit GmbH regelmäßig durch unabhängige Gutachter überprüfen. Entsprechende Auditierungen ("third party audits") fanden im März 2023 durch die GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme GmbH sowie im November 2023 durch die Zertifizierungsgesellschaft DQS GmbH statt.

Die GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme GmbH auditierte den ISCC Plus-Standard ("International Sustainability and Carbon Certification") und bestätigt dessen Einhaltung. Bei diesem Standard handelt es sich um ein global anerkanntes Zertifizierungssystem, das in der Lieferkette die Beschaffung und den Einsatz nachhaltiger biobasierter Rohstoffe sowie Erneuerbarer Energien mit Hilfe der Massenbilanzierung abdeckt. Bei der Vestolit GmbH gilt das ISCC Plus-Zertifikat für die Chlorelektrolyse, die Vinylchloridanlage und die Polymerisationsanlagen am Standort Marl. Dies ermöglicht die Herstellung und den Verkauf von FUTURE-FIT PVC (Bio PVC) sowie von Natronlauge BLUE, hergestellt mit erneuerbarer Elektrizität.

Die DQS-Auditoren bestätigen, dass die Vestolit GmbH ihr integriertes Managementsystem (IMS) gegenüber dem Vorjahr erneut verbessert hat. Im Fokus standen dabei die Rezertifizierungsaudits zum Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015 sowie zum Umweltmanagement nach ISO 14001:2015. Beide Audits wurden mit Erfolg bestanden. Das Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2018 überprüften die Auditoren im Rahmen eines Wiederholungsaudits (Überwachungsaudit) mit dem Ergebnis, dass die Vestolit GmbH den entsprechenden Standard nicht nur aufrechterhalten, sondern weiter optimieren konnte. Darüber hinaus bestätigen die DQS-Auditoren, dass die gesetzlichen Anforderungen des EU-Umweltstandards EMAS ("Eco-Management and Audit Scheme") und des HACCP-Standards (nach Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene) eingehalten werden. Damit hat die Vestolit GmbH das neue EMAS-Zertifikat mit Gültigkeit bis September 2026 erhalten, das bestehende HACCP-Zertifikat mit Gültigkeit bis Dezember 2025 wurde bestätigt.

Erstmals hat sich die Vestolit GmbH zum CO 2 -Fußabdruck seiner Produkte nach ISO 14067:2018 sowie nach dem GHG Protocol (Corporate Accounting and Reporting Standard) mit Erfolg auditieren und zertifizieren lassen. Damit können den Kunden und anderen Stakeholdern zertifizierte Fußabdruck-Daten zu allen PVC-Produkten sowie zu einem überwiegenden Teil seiner Monomer-Produkte zur Verfügung gestellt werden.

Im Jahr 2023 investierte die Gesellschaft 5,3 Mio. EUR (Vorjahr 8,3 Mio. EUR) in Umweltschutzanlagen. Die Betriebskosten für Umweltschutz beliefen sich im Jahr 2023 auf 10,0 Mio. EUR (Vorjahr 9,4 Mio. EUR). Des Weiteren wurden Energieeffizienz-Maßnahmen umgesetzt, die zu einer Energieeinsparung von gut 14,6 GWh/a führen, was einer Reduzierung von etwa 4,2 kt CO 2 /a entspricht.

Personal und Soziales

Der Personalbestand inklusive Auszubildenden lag zum Jahresende bei 792 Mitarbeitern (Vorjahr 782). Zum Stichtag waren 60 Auszubildende (Vorjahr 55) im Unternehmen.

Im Jahr 2023 ereigneten sich 3 bei der Berufsgenossenschaft meldepflichtige Arbeitsunfälle und 1 Wegeunfall.

Der Orbia Konzern deckt den Bereich der Nachhaltigkeit und Social Responsibility über EcoVadis ab und die Vestolit GmbH ist darin einbezogen.

Erklärung zur Unternehmensführung/Frauenquote

Das Zweite Führungspositionengesetz (FüPoG II) trat am 12. August 2021 in Kraft. Dadurch gelten weitere Vorgaben für mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Vorstands- und Aufsichtsgremien großer deutscher Unternehmen, für Unternehmen mit Bundesbeteiligung sowie für bestimmte Spitzenposten im öffentlichen Dienst. Das FüPoG II baut auf den Regelungen des ersten Führungspositionengesetzes (FüPoG I) von 2015 auf und entwickelt diese fort. Im Rahmen dieser Gesetze hat die Geschäftsführung nach Ablauf der ersten Frist zum 30. Juni 2022 die Ergebnisse ausgewertet und neue Zielgrößen bestimmt.

Die neuen Ziele wurden in 2022 für die nächsten 5 Jahre festgelegt. Als Zielfestlegung der Geschlechterquote zum 30.06.2027 wurden für die erste Management-Ebene unterhalb der Geschäftsführung sowie die zweite Ebene der sonstigen Leitenden Angestellten und AT-Mitarbeiter folgende Zielgrößen festgelegt: 1. Management-Ebene 40 % und 2. Management-Ebene 33,3 %. Per Gesellschafterbeschluss wurde als Ziel ein Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung von jeweils 33 % festgelegt.

Die festgelegte Zielgröße für den Aufsichtsrat wurde im Dezember 2022 durch die Berufung von Dr. Micaela Schönherr in den Aufsichtsrat die Frauenquote erreicht.

Die Zielgröße für die erste Management-Ebene wurde bis zum Jahresende 2023 noch nicht erreicht. In der 2. Management-Ebene (sonstige Leitende Angestellte und außertarifliche Mitarbeiter) wurde die Zielgröße aus 2017 übertroffen, aber die neue Zielquote aus 2022 bis Ende 2023 nicht erreicht.

Wirtschaftliche Situation

Nachdem das Jahr 2022, geprägt durch den Beginn des russischen Angriffskrieges, bereits schwierig für die chemisch/- pharmazeutische Industrie war, setzte sich der Abwärtstrend im Jahr 2023 weiter fort. Insgesamt sank die Produktion der chemischen/pharmazeutischen Industrie um -7,9 % zum Vorjahr. Die Erzeugerpreise waren um 0,4 % geringer im Vergleich zu 2022. Der Umsatz der Branche sank um 12,2 %. Bei den anorganischen Grundchemikalien entwickelte sich die Produktion insgesamt schwächer. Es war ein Rückgang von -8,8 % zu verzeichnen. Auch die Produktion von Kunststoffen verzeichnete mit -15,1 % einen deutlichen Abschwung. Die Erzeugerpreise im Bereich der anorganischen Grundchemikalien zeigten mir +0,2 % eine leichte Erhöhung, wohingegen die Erzeugerpreise der Kunststoffe um 5,3 % nachgaben. Die Umsätze der anorganischen Erzeugnisse verzeichneten einen Rückgang von 21,1 % zu denen im Jahr 2022. Die der Kunststoffe gingen um 21,4 % zurück.

Die Kapazitätsauslastung der europäischen PVC-Produzenten sank von 2022 auf 2023 um 9,8 %. Der Bereich PVC entwickelte sich somit im Markt mengenmäßig besser als andere Kunststoffe. Aber das Jahr war vor allem durch die schwache Baukonjunktur und die hohe Inflation geprägt. Die globalen Verkäufe der europäischen PVC-Industrie verzeichneten einen Rückgang von -9,2 % gegenüber dem Vorjahr.

Auch in den anderen großen, für PVC global bedeutenden Regionen haben sich die Märkte negativ entwickelt. Der größte Regionalmarkt Nord-Ost Asien mit dem Schwerpunkt China wurde vor allem durch die Immobilienkrise beeinflusst. Der Nordamerikanische PVC-Markt verzeichnete in der Inlandsnachfrage einen Rückgang von 5,5 %. Da aber vor allem die Exporte extrem gestiegen sind (+20 % zum Vorjahr), verzeichnete der Gesamtbedarf der Region ein Wachstum von 2,9 %. In Lateinamerika war aufgrund der politischen Änderungen in einzelnen Ländern auch eine eher schwächere Nachfrage zu verzeichnen. Der PVC-Bedarf auf dem indischen Subkontinent verzeichnete mit 4,5 % den größten Anstieg. (Die Zahlen dieses Abschnitts sind Forecasts für das Jahr 2023 aus dem Herbstreport 2023 des CMA).

Das Natronlauge Geschäft war durch eine schwache Nachfrage der chemischen Industrie geprägt. Nach den historischen Anstiegen der Natronlaugepreise in Q4 2022, hat sich das Kundenverhalten von langfristigen Kontrakten auf kurzfristige Spotanfragen verändert. Des Weiteren kamen durch die extrem attraktiven Preise, besonders in der ersten Jahreshälfte 2023, große Importmengen aus Asien und den USA nach Europa. Diese übten einen enormen Druck auf die Preise aus, was einen signifikanten Preisrückgang bei den Kontraktmengen verursachte. Zum Ende des Jahres 2023 hatten sich die Preise wieder auf einem historisch normaleren Level eingependelt, woraufhin Importmengen sukzessive zurückgingen.

Geschäftsentwicklung der Vestolit GmbH

Das Geschäftsjahr 2023 stand nach wie vor unter dem Einfluss der Ukraine-Krise und der damit einhergehenden Energie- und Konjunkturkrise. Als Folge des Kriegs in der Ukraine entfielen ab März 2022 sämtliche Exporte, vor allem von Spezialitäten-PVC, nach Russland. Diese Absatzeinbußen konnten auch im Jahr 2023 nicht auf anderen Märkten ausgeglichen werden. Dies war zum einen dem zwar zunehmend entspannteren, aber nach wie vor hohem Energiepreisniveau und damit der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit geschuldet. Zum anderen trug die schwache Baukonjunktur ebenfalls dazu bei, dass insgesamt nur reduzierte Absatzmengen realisiert werden konnten. Dies führte in Kombination mit Wettbewerbsdruck von innerhalb und außerhalb Europas zu erheblichem Preis- und Margendruck bei allen PVC-Produkten. Dieser konnte im Jahresverlauf auch nicht mehr durch die Natronlaugeerlöse ausgeglichen werden, da die Preise der Natronlauge ebenfalls nachgaben. Diese Entwicklungen führten dazu, dass die Prognose eines EBITDA im mittleren zweistelligen Millionenbereich deutlich verfehlt wurde.

Ertragslage

Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse von 649,9 Mio. EUR (Vorjahr 995,1 Mio. EUR) erzielt. Davon entfallen rund 86 % auf die Europäische Gemeinschaft, während rd. 14 % in Ländern außerhalb der Europäischen Gemeinschaft erzielt wurden. Die deutlich gesunkenen Umsatzerlöse sind auf die schwächere Nachfrage sowie auf niedrigere Absatzpreise sowohl der eigenen Produkte als auch der durch die Vestolit GmbH verkauften Konzern-PVC-Produkte zurückzuführen.

Der Bereich PVC hatte mit ca. 66 % den höchsten Anteil an den Umsatzerlösen (vor Erlösschmälerungen). Der Bereich Basischemie und Sonstige lag bei ca. 34 %.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen lagen mit 567,6 Mio. EUR ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert (788,4 Mio. EUR). Die Ursache hierfür liegt vor allem im deutlichen Rückgang der Produktionsmengen, aber auch in einer Beruhigung der Rohstoff- und Energiepreise. Es ergibt sich ein Bruttoergebnis von 82 Mio. EUR (Vorjahr 207 Mio. EUR) und eine Bruttomarge von 13 % (Vorjahr 21 %). Die Einsatzfaktoren Ethylen und Energie machten wie in den Vorjahren den weitaus größten Teil der Einsatzstoffe aus. Die Ethylen-Preise verliefen hierbei im Wesentlichen parallel zu den Notierungen an den Rohölmärkten. Die Energiepreise, insbesondere Erdgas und Strom, schwankten weniger als im Vorjahr, blieben aber im Jahresmittel auf einem krisenbedingt hohen Niveau.

Vertriebs-, Forschungs- und Verwaltungskosten von 87,5 Mio. EUR (Vorjahr 98,0 Mio. EUR) entsprachen 13 % der Umsatzerlöse (Vorjahr 10 %). Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen mit 7,0 Mio. EUR um 1,2 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres (8,2 Mio. EUR). Die Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 9 %, im Wesentlichen bedingt durch höhere Kosten für Rechtsberatung.

Der gesamte Personalaufwand von 73,2 Mio. EUR (Vorjahr 90,4 Mio. EUR) lag im Wesentlichen wegen niedrigerer Zuführungen zu Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Personalrückstellungen um 19 % unter dem Vorjahr.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von 5,4 Mio. EUR (Vorjahr 7,3 Mio. EUR) sind periodenfremde Erträge, Kursgewinne und Erträge aus der Auflösung passivierter Zuschüsse enthalten. Die Kursgewinne sind gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich aufgrund des im Jahresverlauf schwankenden USD- Wechselkurses gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 11,6 Mio. EUR (Vorjahr 27,1 Mio. EUR) sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Ursächlich hierfür waren hauptsächlich niedrigere Wechselkursverluste im Vergleich zum Vorjahr. Weiterhin enthält diese Position Konzernumlagen, die im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gesunken sind, sowie Mindererlöse aus Anlagenabgängen.

Das EBITDA 1 als finanzieller Leistungsindikator beträgt im Berichtszeitraum 16,3 Mio. EUR. Es liegt damit aufgrund vorstehender Erläuterungen zur Entwicklung des Bruttoergebnisses deutlich unter dem Vorjahreswert von 122,6 Mio. EUR. Die Nachfrage nach Produkten aus allen Segmenten war im Jahr 2023 ausgesprochen niedrig. Der daraus resultierende Preisdruck führte insbesondere im zweiten Halbjahr 2023 zu stark rückläufigen Margen. Dies hat im weiteren Verlauf des Jahres zu einer dramatischen Verschlechterung der Ertragslage geführt.

Die Abschreibungen für immaterielle und Sachanlagen betrugen 28,5 Mio. EUR (Vorjahr 30,4 Mio. EUR) und lagen damit leicht unter dem Vorjahr. Die Abschreibungen übersteigen das EBITDA, so dass sich ein negatives EBIT ergibt. Somit reichten die erzielten Margen nicht aus, um die Fixkosten inklusive der Abschreibungen zu decken.

Das Zinsergebnis liegt bei -1,6 Mio. EUR (Vorjahr -3,5 Mio. EUR). Wesentlich für die Reduzierung waren gesunkene Zinsbelastungen für Altersversorgungsrückstellungen. Außerdem sind die Zinserträge durch ein im Geschäftsjahr neu gewährtes Darlehen innerhalb des Orbia Konzerns gestiegen, was sich ergebnisverbessernd auf das Zinsergebnis ausgewirkt hat. Im Geschäftsjahr wurden keine Beteiligungserträge erzielt.

Aufgrund eines steuerlichen Verlustes fällt kein Aufwand für Ertragsteuern an. Es ergibt sich ein geringer Ertrag in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr Aufwand 36,4 Mio. EUR) der sich als Saldo aus einem Verlustrücktrag von 2023 nach 2022 sowie Nachzahlungen für die Geschäftsjahre 2016 bis 2020 ergibt. Die Veränderung der latenten Steuern führt zu einem Steuerertrag von 2,72 Mio. EUR (Vorjahr 7,2 Mio. EUR). Insgesamt ergibt sich damit für das Geschäftsjahr ein Steuerertrag von 3,1 Mio. EUR nach 29,2 Mio. EUR Steueraufwand im Vorjahr.

Nach Steuern verbleibt ein Jahresfehlbetrag von 10,0 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresüberschuss 56,0 Mio. EUR).

1 gemäß der im internen Reporting verwendeten Definition: Jahresergebnis vor Steuern (ohne Grundsteuern), vor Finanzergebnis (inkl. Kursdifferenzen und Beteiligungsergebnis), vor Abschreibungen, vor Ertrag aus der Auflösung von passiven RAP.

Finanzlage

Am Ende des Geschäftsjahres lag der Bestand an liquiden Mitteln bei 40,2 Mio. EUR (Vorjahr 68,1 Mio. EUR). Der operative Cashflow war deutlich positiv, was maßgeblich auf eine signifikante Reduzierung des Working Capitals zurückzuführen ist.

Nachdem im Vorjahr die drei noch verbliebenen gruppeninternen Darlehen innerhalb des Orbia-Konzerns in Höhe von 43,0 Mio. EUR getilgt wurden, ist im Geschäftsjahr ein neues gruppeninternes Darlehen innerhalb des Orbia-Konzernes im Geschäftsjahr gewährt worden. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist dieses zum Ende des Geschäftsjahres mit einer Darlehensforderungen über 27,5 Mio. EUR enthalten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 34,0 Mio. EUR (Vorjahr 50,6 Mio. EUR). Sie resultieren unverändert zum Vorjahr zum weitaus überwiegenden Teil aus den abgeschlossenen Vereinbarungen zur Finanzierung von Lieferantenverbindlichkeiten. Es bestehen keine langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Ferner erfolgt die Finanzierung der Gesellschaft durch Factoring von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Inanspruchnahme liegt stichtagsbezogen bei 2,9 Mio. EUR (Vorjahr 27,4 Mio. EUR).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt 352,6 Mio. EUR (Vorjahr 399,7 Mio. EUR). Das Anlagevermögen beläuft sich auf 157,9 Mio. EUR. Wie im Vorjahr wurden im Jahr 2023 neben notwendigen Ersatzinvestitionen auch Projekte zur verbesserten Anlagenverfügbarkeit und zur Kostenreduzierung umgesetzt. Hierfür wurden 4,8 Mio. EUR investiert, während für Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen 24,0 Mio. EUR aufgewendet wurden. Ungeachtet der rückläufigen Umsätze hält das Unternehmen an der Politik der Verbesserung der Anlagenqualität und -verfügbarkeit durch signifikante Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen fest.

Die liquiden Mittel betragen 40,2 Mio. EUR nach 68,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die Reduzierung der liquiden Mittel ergibt sich im Wesentlichen aus der Auszahlung des konzerninternen Darlehens. Die Sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von 13,7 Mio. EUR auf 18,6 Mio. EUR. Im Gegensatz zum Vorjahr haben sich die Forderungen aus dem Factoring sowie gegen das Hauptzollamt aus Energiesteuern verringert. Gegenläufig sind Forderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuer über 7,1 Mio. EUR zu verzeichnen.

Die Vorräte liegen mit 48,9 Mio. EUR um 44 % unter dem Vorjahr und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 18 % unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang beider Werte ist sowohl mengen- als auch preisbedingt.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen gibt es eine deutliche Erhöhung als Folge des an eine andere Konzerngesellschaft gewährten Darlehens.

Die Rückstellungen betragen 108,1 Mio. EUR nach 125,8 Mio. EUR im Vorjahr. Die Pensionsrückstellungen reduzieren sich um 1,8 Mio. EUR, im Wesentlichen infolge des gestiegenen Diskontierungszinssatzes. Die Steuerrückstellungen sinken bedingt durch einen niedrigeren Aufwand aus Ertragsteuern gegenüber den im Jahr 2023 geleisteten Steuervorauszahlungen um 10,3 Mio. EUR. Die sonstigen Rückstellungen reduzieren sich um 5,5 Mio. EUR. Wesentlicher Grund für die Reduzierung der sonstigen Rückstellungen ist eine deutlich geringere Rückstellung für ergebnis- und leistungsabhängige Bonuszahlungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren im Wesentlichen aus einer Vereinbarung zur Finanzierung von Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von 33,1 Mio. EUR (Vorjahr 47,6 Mio. EUR) und haben kurzfristigen Charakter. Dies ist im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Produktionsmengen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 59,1 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres (Vorjahr 73,9 Mio. EUR). Der Rückgang hängt mit dem allgemein geschwächten Geschäftsverlauf und den gesunkenen Produktionsmengen zusammen.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (11,3 Mio. EUR nach 4,4 Mio. EUR im Vorjahr) sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von anderen Gesellschaften des Orbia-Konzerns ausgewiesen. Die Erhöhung resultiert daraus, dass im Vorjahr im letzten Quartal weniger Material von Konzerngesellschaften zugekauft wurde als im aktuellen Geschäftsjahr.

Seit 2014 wurden mehrere Zuschüsse zu Investitionsprojekten gewährt, die jeweils über die Laufzeit der finanzierten Investition gewinnerhöhend aufgelöst werden. Aus einer Bundesförderung für Energieeffizienz wurde im Geschäftsjahr ein weiterer Investitionszuschuss über 0,4 Mio. EUR gewährt. Dieser Posten wird ebenfalls seit Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2023 parallel zu den Abschreibungen gewinnbringend aufgelöst. Diese Zuschüsse belaufen sich zum 31.12.2023 insgesamt auf 1,0 Mio. EUR.

Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich vor allem aufgrund verminderter Unterschiedsbeträge zwischen der handelsbilanziellen und der steuerbilanziellen Bewertung des Sachanlagevermögens aufgrund von Abschreibungen sowie aufgrund geringerer Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz als in der Steuerbilanz.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Zeitchartervertrag für die Anmietung eines Tankmotorschiffes vereinbart, dessen Nutzung mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Schiffes zum Jahresende 2024 beginnen wird. Weitere wesentliche Leasing-, Miet- oder Pachtverträge wurden nicht abgeschlossen. Bezüglich des Umfangs der bestehenden Verträge wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Prognosebericht

Wir weisen darauf hin, dass es sich im Folgenden zum Teil um zukunftsbezogene Aussagen handelt. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten oder sich die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als nichtzutreffend erweisen.

Die Entwicklung der Nachfrage nach PVC wird weiter auf niedrigem Niveau verbleiben, da zum einen der russische Markt weiterhin nicht beliefert werden kann und zum anderen weiterhin keine deutlichen Erholungstendenzen auf dem West-/Zentraleuropäischen Markt erkennbar sind. Letzteres gilt auch für das Kuppelprodukt Natronlauge, für die ebenfalls keine deutliche Nachfrageerholung erwartet wird.

Das erste Jahr des Ölmarkts nach Beginn der Ukraine-Krise stand im Zeichen der Entspannung und Beruhigung. Während Brent Öl im Jahr 2022 noch in einer Range von 70 bis 130 USD/barrel schwankte, beruhigte sich der Markt im Jahr 2023 ganz erheblich, so dass die Preisbewegungen sich zwischen 70 und 100 USD/Barrel abspielten. Die nach wie vor erheblichen Angebotssorgen wurden im Wesentlichen durch Konjunktur- und Nachfragesorgen kompensiert, so dass kein klarer Preistrend erkennbar war. Einem drohenden Angebotsüberhang im 1. Quartal 2024 wirkte die OPEC+ (Organisation erdölexportierender Länder) mit ihren freiwilligen Produktionskürzungen bis Ende März erfolgreich entgegen. Von der Fortsetzung dieser Kürzungen dürfte auch die weitere Preisentwicklung von Brent Öl und damit des wesentlichen Rohstoffs Ethylen im Jahr 2024 abhängen. Während bei einer Fortsetzung der Kürzungen von einer leicht ansteigenden Preisentwicklung ausgegangen werden kann, dürften die Öl- und damit auch Ethylenpreise bei einer Ausweitung des Angebots im 2. Quartal erheblich unter Druck geraten.

Die Energiepreisentwicklung im Jahr 2023 war, trotz nach wie vor hoher Nervosität und Preisvolatilität, geprägt durch eine deutliche Beruhigung und einen deutlichen Preisverfall sowohl in den Strom/Erdgas- Spotmärkten als auch in den Future-Märkten. Insbesondere die sehr frühzeitige Befüllung der Erdgasspeicher, die aufgrund der konjunkturellen Entwicklung schwache Energienachfrage und der mit wenigen und zeitlich begrenzten Ausnahmen milde Witterungsverlauf des Winters 2023/24 trugen erheblich zur Entspannung bei. Für das Jahr 2024 wird mit einer Stabilisierung der Strom-/Erdgaspreise auf diesem zwar deutlich reduziertem, allerdings im Vergleich zum Vorkrisenniveau nach wie vor hohem Preisniveau gerechnet.

Aufgrund des stark gesunkenen Preisniveaus der Hauptprodukte PVC und Natronlauge im Jahr 2023 sind die Margen über die gesamte Wertschöpfungskette deutlich eingebrochen. Zwar trat im Winter 2023/24 eine Stabilisierung des Margenniveaus ein, die jedoch nicht ausreichend ist, um bei nach wie vor reduziertem Absatz die Fixkosten vollständig zu decken. Daher wird zumindest für die erste Hälfte des Jahres 2024 aus dem operativen Geschäft ein negatives EBITDA erwartet. Für die zweite Jahreshälfte wird zwar eine leichte konjunkturelle Aufhellung prognostiziert, es ist jedoch sehr unsicher, in welchem Maße sich dies positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirkt. Bei einer entsprechend positiven Auswirkung ist ein EBITDA im niedrigen zweistelligen Millionenbereich erreichbar. Hierbei stellen sicherlich mögliche zusätzliche Einschränkungen durch den Ukraine-Konflikt, das Ausmaß einer konjunkturellen Erholung sowie die weitere Entwicklung der Energiepreise die größten Unsicherheitsfaktoren dar. Die im Vorjahr getätigte Prognose für das Jahr 2023 konnte aufgrund des unerwartet starken Einbruchs der Absatzmengen und der Gewinnmargen im zweiten Halbjahr 2023 nicht erreicht werden. Statt eines EBITDA im mittleren zweistelligen Millionenbereich konnte nur ein EBITDA in Höhe von 16 Mio. EUR erzielt werden.

Risiken/Chancen/Compliance

Risikomanagement

Die Vestolit GmbH bekennt sich zu einer risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Gesamtunternehmens höchste Priorität hat.

Diesem Grundsatz wird durch umfassende Richtlinien und Regelungen Rechnung getragen. Darüber hinaus findet das Regelwerk des ORBIA-Konzerns bei der Vestolit GmbH Anwendung.

Im Rahmen des Risikomanagements wurden wie in den Vorjahren sämtliche bisher festgestellten Risiken überarbeitet und dazugehörige "Risiko-Steckbriefe" aktualisiert beziehungsweise durch neue Risiken ergänzt. Wo immer möglich und wirtschaftlich vertretbar, wird versucht, die Risiken durch den Abschluss entsprechender Versicherungen abzusichern.

Zur Einhaltung sämtlicher gesetzlicher und behördlicher Vorgaben wurde das Compliance-Management für die in- und ausländischen Bereiche weiter intensiviert.

Risiken

Bezüglich des generellen Risikos infolge des Ukraine-Konflikts für unser Geschäft verweisen wir auf den Prognosebericht.

Aufgrund der prozessbedingten hohen Energieintensität kommt dem Energieeinkauf eine besondere Bedeutung zu. Die Vestolit GmbH betreibt Risikodiversifizierung durch eine Kombination aus lang- und kurzfristiger Energiebeschaffung. Die Entwicklung staatlich induzierter Be- bzw. Entlastungen auf Energien für energieintensive Prozesse spielt ebenfalls eine erhebliche Rolle für den Erfolg des Unternehmens.

Die Versorgung mit den wesentlichen Rohstoffen Ethylen und Sole (Salz) erfolgt über Pipelines. Beschaffungsrisiken werden durch mittel- bis langfristige Verträge abgesichert. Zudem besteht die Möglichkeit, Salz per Schiff oder Ethylen über das Leitungsnetz der ARG (Aethylen-Rohrleitungs-Gesellschaft) auch aus anderen Quellen bzw. von anderen Lieferanten zu beschaffen. Die Vestolit GmbH arbeitet gemeinsam mit den Lieferanten und Versorgungsunternehmen intensiv daran, die Versorgungssicherheit bezüglich der wichtigsten Rohstoffe weiter zu verbessern.

Das PVC-Geschäft ist generell zyklisch ausgeprägt. Diese Schwankungen in der Ertragskraft lassen sich zunächst auf die Konjunkturentwicklung in den wichtigsten Abnehmerbranchen der Bauindustrie und zu einem geringen Teil der Automobilindustrie zurückführen.

Außerdem spielen der Ausgleich von Angebot und Nachfrage von PVC sowie Verfügbarkeit und Preise der Rohstoffe eine grundlegende Rolle in der Geschäftsentwicklung. Da aber die Vestolit GmbH in der Rohstoffversorgung stark rückintegriert ist und sich auf spezielle Produktsegmente konzentriert hat, sind die Zyklen weniger stark ausgeprägt als bei einer Reihe von Wettbewerbern. Dennoch können kurzfristige, starke Schwankungen sowohl der Natronlauge- als auch der Ethylen-Preise, verstärkt durch die Unsicherheiten an den Weltmärkten für Primärenergien, temporär einen erheblichen Einfluss auf die Ertragssituation haben.

Die Auswirkungen von Ausfällen der Produktionsanlagen werden dadurch gemindert, dass mehrere gleiche oder ähnliche Produktionsstränge parallel betrieben werden. Außerdem können die wesentlichen selbst erzeugten Zwischenprodukte auch zugekauft werden.

Die Vestolit GmbH hat Versicherungen im industrie- und branchenüblichen Rahmen abgeschlossen. Dazu gehören unter anderem Versicherungen für Feuer (FLEXA) und Betriebsunterbrechung, Haftpflicht und Produkthaftpflicht sowie Lager und Transport, aber auch Cyber-Risiken. Für die Mitarbeiter sind alle gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen sowie zusätzliche freiwillige Versicherungen abgeschlossen worden.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hält gelegentlich im Absatzbereich entstehende Währungsrisiken durch kurze Forderungslaufzeiten gering. In allen anderen Fällen werden in der Regel Instrumente zur Absicherung gegen Währungsrisiken genutzt.

Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind für den überwiegenden Teil der Forderungen durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen Teil der Forderungen im Rahmen eines Factoring-Vertrags zu verkaufen, wobei der Factoring- Partner das restliche Ausfallrisiko übernimmt.

Sollte es zu einer Beendigung des Factorings oder der mit einer Bank abgeschlossenen Vereinbarung zur Finanzierung von Lieferantenverbindlichkeiten kommen, so könnte es kurzfristig zu einem signifikanten Anstieg des Working Capitals kommen. Der damit verbundene und ggf. nicht durch den operativen Cashflow gedeckte Liquiditätsbedarf könnte durch die Nutzung anderer Finanzinstrumente oder durch einen konzerninternen Liquiditätsausgleich gedeckt werden.

Chancen

Neben einer weiteren Abschwächung der Energiepreise, ergeben sich kurzfristig die größten Chancen aus einer möglichst zeitnahen und umfänglichen Erholung der (Bau-)Konjunktur. Langfristig ergeben sich die größten Chancen durch eine weitere Bereinigung des europäischen PVC-Marktes auf der Seite der Produzenten sowie durch die geplante Modernisierung der eigenen Produktionsanlagen am Standort Marl.

Die Vestolit GmbH bekennt sich zu den Zielen Nachhaltigkeit, CO 2 -Neutralität und Defossilisierung und arbeitet daher auf verschiedenen Ebenen an der Entwicklung ihrer Produktionsprozesse und Verkaufsprodukte. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr ISCC-zertifizierte PVC-Produkte auf dem Markt eingeführt und erstmalig verkauft. Ebenso wurde durch den Zukauf regenerativen Stroms die ISCC-Zertifizierung für Teile der Natronlaugeproduktion erreicht, womit ebenfalls ein nachhaltiges Produkt im Bereich der Basischemie eingeführt wurde. Hier sieht die Vestolit GmbH neben der Entwicklung hin zur Nachhaltigkeit auch ein wachsendes Geschäftsfeld, um den Weg der Kunden zur Treibhausgasneutralität zu begleiten.

 

Marl, den 26. März 2024

Die Geschäftsführung

Nicholas Peter Ballas

Dr. Oliver Kretschmann

Dr. Gerd Wollermann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144.594,25 201.531,17
2. Geleistete Anzahlungen 236.441,66 180.006,92
381.035,91 381.538,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.952.084,30 12.387.433,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 105.477.975,19 114.659.106,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.395.927,32 1.240.234,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.923.120,82 15.864.962,70
144.749.107,63 144.151.736,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.650,00 7.650,00
2. Beteiligungen 12.806.250,00 12.806.250,00
12.813.900,00 12.813.900,00
157.944.043,54 157.347.174,81
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.090.985,67 8.582.249,36
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 42.760.277,01 78.791.061,76
48.851.262,68 87.373.311,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.962.378,57 49.702.536,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 35.894.737,46 15.966.866,94
3. Sonstige Vermögensgegenstände 18.612.094,53 13.744.595,34
95.469.210,56 79.413.998,81
III. Guthaben bei Kreditinstituten 40.182.160,49 68.079.271,41
184.502.633,73 234.866.581,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 272.677,47 282.102,69
D. Aktive latente Steuern 9.910.371,64 7.225.777,63
352.629.726,38 399.721.636,47

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 510.800,00 510.800,00
II. Kapitalrücklage 47.348.978,35 47.348.978,35
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 5.430.935,08 5.430.935,08
IV. Gewinnvortrag 84.002.927,82 28.015.514,65
V. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) 10.041.052,14 55.987.413,17
127.252.589,11 137.293.641,25
B. Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen 951.467,33 758.348,46
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 87.058.825,00 88.869.440,00
2. Steuerrückstellungen 28.282,00 10.374.050,00
3. Sonstige Rückstellungen 21.020.601,99 26.508.350,18
108.107.708,99 125.751.840,18
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.006.616,63 50.633.303,53
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 158.673,10 31.321,70
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 59.083.789,64 73.860.766,97
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.327.058,11 4.428.282,81
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 202.269,06 200.434,08
6. Sonstige Verbindlichkeiten 11.226.643,68 6.367.796,32
davon aus Steuern: TEUR 1.622 (Vorjahr: TEUR 2.991)
116.005.050,22 135.521.905,41
E. Rechnungsabgrenzungsposten 312.910,73 395.901,17
352.629.726,38 399.721.636,47

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 649.929.212,30 995.103.396,39
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 567.559.981,29 788.404.901,98
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 82.369.231,01 206.698.494,41
4. Vertriebskosten 61.108.902,97 72.180.263,99
5. Forschungs- und Entwicklungskosten 7.047.873,71 8.167.592,52
6. Allgemeine Verwaltungskosten 19.357.068,05 17.696.560,83
7. Sonstige betriebliche Erträge 5.425.868,53 7.293.367,81
davon aus Währungsumrechnung: TEUR 3.005 (Vorjahr: TEUR 4.150)
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.643.447,30 27.077.937,45
davon aus Währungsumrechnung: TEUR 2.584 (Vorjahr: TEUR 7.949)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.175.271,67 207.998,90
davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 866 (Vorjahr: TEUR 136)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.783.021,36 3.707.628,91
davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: TEUR 957 (Vorjahr: TEUR 2.500)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.108.561,32 29.202.792,97
davon aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: TEUR -2.685 (Vorjahr: TEUR -7.160)
12. Ergebnis nach Steuern -9.861.380,86 56.167.084,45
13. Sonstige Steuern 179.671,28 179.671,28
14. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) 10.041.052,14 55.987.413,17

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Anwendung gesetzlicher Vorschriften

Die Vestolit GmbH in Marl ist beim Registergericht Gelsenkirchen unter der Registernummer HRB 5547 eingetragen (§ 264 Abs. 1a HGB).

Der Jahresabschluss der Vestolit GmbH wird gemäß den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt (§ 264 ff. HGB).

Anteilseigner mit 100 % der Stimmrechte ist die Mexichem Specialty Compounds Limited, United Kingdom. Die Vestolit GmbH wird in den Konzernabschluss der Orbia Advance Corporation S.A.B. de C.V. (Mexiko-Stadt, Mexiko) einbezogen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und um die Position Forschungs- und Entwicklungskosten ergänzt (§ 275 Abs. 3 HGB).

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die angesetzte Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt bis 5 Jahre. In die Herstellungskosten werden keine Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und für freiwillige soziale Leistungen sowie für betriebliche Altersversorgung und keine Fremdkapitalzinsen einbezogen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Bei der Ermittlung der Abschreibung im Zugangsjahr wird die Jahresabschreibung "pro rata temporis" angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von 250 EUR werden im Jahr des Zugangs aufwandswirksam erfasst.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250 EUR und bis zu 1.000 EUR werden im Jahr des Zugangs in einem wirtschaftsjahresbezogenen Sammelposten zusammengefasst und einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen die Abschreibungstabelle des Bundesministers der Finanzen für den Wirtschaftszweig Chemische Industrie sowie die Einschätzung der Geschäftsführung über die tatsächliche Nutzungsdauer zugrunde. Die Nutzungsdauern wesentlicher Sachanlagen stellen sich wie folgt dar:

Produktionsgebäude 25 bis 50 Jahre
Produktionsanlagen 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 20 Jahre

Die Restnutzungsdauern von Sachanlagen, die im Rahmen eines Umwandlungsvorgangs im Jahr 2013 mit Zeitwerten neu bewertet wurden, wurden im Zeitpunkt des Umwandlungsvorgangs auf 14 Jahre (Elektrolyse) bzw. zehn Jahre (sonstige Produktionsanlagen) geschätzt. Die sonstigen Produktionsanlagen aus diesem Umwandlungsvorgang sind mit Ablauf des Geschäftsjahres 2023 vollständig abgeschrieben worden.

Das Finanzanlagevermögen wird zum Anschaffungswert oder im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen einbezogen. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und für freiwillige soziale Leistungen sowie für betriebliche Altersversorgung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bei konzernintern beschafften und zum Weiterverkauf bestimmten Waren wird seit dem Geschäftsjahr 2022 auf den Ansatz niedrigerer Marktpreise verzichtet, da in den Distributionsverträgen eine Werthaltigkeitsgarantie enthalten ist.

Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch Abwertungen abgedeckt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert, soweit nicht individuelle Einzelrisiken durch Wertabschläge zu berücksichtigen sind. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Die Pauschalwertberichtigung wird unverändert mit 1 % angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Von öffentlich-rechtlichen Stellen erhaltene Zuschüsse für Investitionen in das Anlagevermögen werden im Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen. Er wird zeitanteilig über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Die Rückstellungen für Pensionen werden im Rahmen der handelsrechtlich zulässigen Bandbreiten auf der Grundlage der Methode der anteilig erworbenen planmäßigen Anwartschaft (PuC-Methode) ermittelt. Der Berechnung der Verpflichtung liegen ein Rechnungszinsfuß von 1,83 %, Trendsteigerungen für Einkommen von 2,5 % und Renten von 2,25 % p.a. sowie die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden alters- und geschlechtsabhängig festgelegt. Der Rechnungszinsfuß berücksichtigt die Vorgaben des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB zur Anwendung eines pauschalen durchschnittlichen Markzinssatzes der letzten 10 Jahre bei angenommener Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Effekte aus der Zinssatzänderung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR -597 (Vorjahr: TEUR +1.124) werden in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Eine Deckungslücke besteht nicht. Der Rückstellungsbedarf reduzierte sich durch die Anwendung des Zehnjahreszinses im Vergleich zu dem in der Vergangenheit verwendeten Siebenjahreszins um TEUR 958.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind unter Beachtung des Vorsichtsprinzips in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung wurde bezüglich der Gewerbesteuer ein Steuersatz von 18,55 % und bezüglich der Körperschaftsteuer ein Steuersatz von 15,825 % zugrunde gelegt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Einbuchung erfolgt jeweils zum Tageskurs im Transaktionszeitpunkt.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel gesondert dargestellt. Der Anlagespiegel ist diesem Anhang als Anlage beigefügt.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 7.048 (Vorjahr: TEUR 8.168).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit TEUR 8.178 (Vorjahr: TEUR 15.967) auf Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 27.716 (Vorjahr: TEUR 0) auf Darlehen und zugehörige Zinsforderungen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden ein konzerninternes Darlehen in Höhe von TEUR 27.500 gewährt.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Factoring in Höhe von TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 1.371), Steuerforderungen in Höhe von TEUR 16.234 (Vorjahr: TEUR 7.724) und Forderungen an das Hauptzollamt in Höhe von TEUR 1.436 (Vorjahr: TEUR 3.669) aus Energiesteuern enthalten. Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände haben eine Fristigkeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages von TEUR 10.041 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 55.987) ergibt sich am Ende des Geschäftsjahres 2023 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 127.253 (Vorjahr: TEUR 137.294).

Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Betrag von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 252) aufgelöst. Der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2023 ein neuer Zuschuss in Höhe von TEUR 418 gewährt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen personalbezogene Verpflichtungen (z.B. für Jubiläen, Zeitsalden, Resturlaub, Jahresurlaub und -prämie im Versorgungsfall sowie Long Term Incentives), Rückstellungen für ergebnis- und leistungsabhängige Bonuszahlungen an Mitarbeiter und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Von den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen entfällt ein Betrag von TEUR 7.848 im Geschäftsjahr 2023 auf Rückzahlungsverpflichtungen von Vergünstigungen bei den Energiekosten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

bis 1 Jahr > 1 Jahr
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.007 -
(Vorjahr) (50.633) (-)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 158 -
(Vorjahr) (31) (-)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 59.084 -
(Vorjahr) (73.862) (-)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.327 (-)
(Vorjahr) (4.428) (-)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 202
(Vorjahr) (200) (-)
Sonstige Verbindlichkeiten 11.227 -
(Vorjahr) (6.368) (-)
116.005 -
(135.522) (-)

Es bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Aufgrund einer Vereinbarung zur Finanzierung von Lieferantenverbindlichkeiten entstanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 33.145 (Vorjahr: TEUR 47.634). In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind außerdem kurzfristige Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Factoring über TEUR 862 (Vorjahr: TEUR 2.999) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen, wie im Vorjahr, vollständig auf Lieferungen und Leistungen. Davon entfallen TEUR 192 (Vorjahr: TEUR 282) auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 1.622 (Vorjahr: TEUR 2.991) enthalten.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unter diesem Posten werden diverse erhaltene Zuschüsse für Investitionen in Sachanlagen ausgewiesen und abgegrenzt.

Passive latente Steuern

Die latenten Steuern umfassen aktive Latenzen, insbesondere aus Bewertungsunterschieden bei Pensionsrückstellungen, und passive Latenzen aus Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen.

Die Entwicklung der in der Bilanz als Aktivüberhang ausgewiesenen Steuerlatenzen stellt sich gemäß § 285 Nr. 30 HGB im Berichtszeitraum wie folgt dar:

Beginn des GJ Veränderungen Ende des GJ
TEUR TEUR TEUR
aktive latente Steuern 16.978 -603 16.375
passive latente Steuern -9.752 3.288 -6.464

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von TEUR 2.876 (Vorjahr: TEUR 27.415) ergeben sich aus dem beim Veräußerer verbliebenen Veritätsrisiko im Rahmen des Forderungsfactorings. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als sehr gering eingeschätzt, da bis zur Bilanzaufstellung keine Inanspruchnahmen erfolgt sind.

Zum 30.04.2018 hat die Vestolit GmbH eine Bürgschaft im Rahmen eines zwischen Orbia Advance Corporation S.A.B. de C.V. und JP Morgan Chase abgeschlossenen Darlehensvertrags übernommen. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Orbia Advance Corporation S.A.B. de C.V. schätzen wir auch hier das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering ein.

Im Geschäftsjahr 2021 hat die Vestolit GmbH eine Bürgschaft gegenüber dem Land Nordrhein-Westfalen in Höhe von TEUR 2.000 übernommen. Diese dient als Sicherheitsleistung der Hauptbetriebsplanzulassung für das Steinsalzbergwerk Epe und den Kavernengrundspeicher für Öl der Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen GmbH & Co. KG ("SGW"). Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der seit Jahren unveränderten Geschäftstätigkeit der SGW hier ebenfalls als sehr gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, deren Höhe sich im Wesentlichen aus einem Erbbaurechtsvertrag über insgesamt 99 Jahre und einem Mietvertrag über insgesamt 30 Jahre ergibt, die beide im Jahr 1994 abgeschlossen wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Zeitchartervertrag für die Anmietung eines Tankmotorschiffes mit einer Mietdauer von 10 Jahren vereinbart, der mit der Inbetriebnahme des Schiffes zum Jahresende 2024 beginnt.

Von den gesamten "sonstigen finanziellen Verpflichtungen" sind fällig:

TEUR
2024 3.780
2025 2.308
2026 2.296
2027 2.231
2028 2.208
ab 2029 31.502
44.325

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus dem Investitionsobligo und den Beschaffungsverträgen liegen im industrieüblichen Rahmen.

Pensionskasse

Mitarbeiter, die bis Ende 1998 eingestellt wurden, sind Mitglieder der Pensionskasse Degussa. Die Pensionskasse ist ein kleinerer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit im Sinne des § 53 des Versicherungsaufsichtsgesetzes. Sie ist gemäß § 118b Abs. 3 des Versicherungsaufsichtsgesetzes reguliert. Die Finanzierung der Pensionskasse erfolgt nach dem Anwartschaftsdeckungsverfahren. Einkommensabhängige Beiträge werden in feste Leistungen umgerechnet und in der Pensionskasse angelegt. Der Firmenbeitrag wird so bemessen, dass er zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen eine Ausfinanzierung der daraus entstehenden Anwartschaften gemäß Technischem Geschäftsplan bietet. Darüber hinaus haben die Trägerunternehmen eine vertragliche Einstandspflicht für den Fall einer nicht ausreichenden Kapitalausstattung der Kasse.

Für Mitarbeiter, die ab 1999 eingestellt wurden, gibt es rückgedeckte Unterstützungskassen.

Aktuell liegt der Arbeitgeberanteil bei 3,7 Mio. EUR p.a. und damit um 0,1 Mio. EUR unter dem Arbeitgeberanteil des Vorjahres, nachdem er im Geschäftsjahr 2022 um 0,1 Mio. EUR gestiegen war. Es gab keine Veränderung des Firmenbeitrags, aber im Geschäftsjahr 2023 wurden im Vergleich zum Vorjahr geringere ergebnis- und leistungsabhängige Boni an Mitarbeiter ausgezahlt, die auch in die Pensionskassen-Beitragsberechnungen einfließen.

Derivative Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten

Zum Stichtag bestanden keine Kontrakte.

Ausschüttungssperre

Aus der Anwendung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB zur Anwendung eines pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre bei Pensionsrückstellungen ergibt sich eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 958 aus dem Unterschiedsbetrag im Vergleich zum durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre.

Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen und Regionen:

Produktgruppen TEUR TEUR
2023 2022
PVC 435.261 738.244
Basischemie 223.164 274.001
Sonstige Erlöse 3.595 3.487
Erlösschmälerungen -12.091 -20.629
Summe 649.929 995.103
Regionen TEUR TEUR
2023 2022
Deutschland 328.150 463.183
Übrige Länder der EU 227.613 360.018
Übriges Europa 66.482 114.774
Nordamerika 13.328 32.249
Asien/Pazifik 7.700 13.118
Lateinamerika 4.422 7.587
Afrika 2.234 4.174
649.929 995.103

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse, die Anschaffungskosten der verkauften Handelswaren sowie die Gestehungskosten sonstiger Umsatzerlöse.

Materialaufwand

Der Materialaufwand für den Berichtszeitraum umfasst Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 419,7 Mio. EUR (Vorjahr: 663,8 Mio. EUR).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betragen 44,9 Mio. EUR (Vorjahr: 48,0 Mio. EUR).

Beihilfen der CO 2 -Strompreiskompensation werden seit dem Jahr 2020 über den Strompreis beim Materialaufwand berücksichtigt und werden somit nicht mehr bei den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die CO 2 -Strompreiskompensation betrug im Geschäftsjahr TEUR 11.318 (Vorjahr: TEUR 5.758).

Die Aufwendungen für Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen für Netznutzungsentgelte werden seit dem Jahr 2023 über den Strompreis beim Materialaufwand berücksichtigt und werden somit nicht mehr bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Zuführung betrug im Geschäftsjahr TEUR 7.652 (Vorjahr: TEUR 8.393).

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 819 (Vorjahr: TEUR 1.727) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen und der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 642) periodenfremde Beträge enthalten.

Latente Steuern

Auf die Veränderungen der latenten Steuern entfällt ein Ertrag von TEUR 2.685 (Vorjahr: TEUR 7.160).

Periodenfremde Steuern

Im Jahr 2023 wurden aufgrund der dann vorliegenden Steuerbescheide für die Jahre 2016 bis 2020 Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag nachgezahlt, die höher als die im Vorjahr bilanzierte Rückstellung ausfielen und zu einem periodenfremden Steueraufwand von insgesamt TEUR 461 geführt haben. In den Ertragsteuern sind außerdem periodenfremde Steuererträge über TEUR 945 enthalten, welche im Wesentlichen aus dem Verlustrücktrag aus dem Geschäftsjahr 2023 nach 2022 bestehen.

Personalaufwand

Personalaufwand TEUR TEUR
2023 2022
Entgelte 59.173 62.782
Soziale Abgaben 9.863 9.693
Aufwendungen für Altersversorgung 4.207 17.883
73.243 90.358

Mitarbeiteranzahl

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2023 2022
Leitende und außertarifliche Mitarbeiter 69 66
Tarifmitarbeiter 664 656
Zwischensumme 733 722
Auszubildende/Praktikanten 52 49
785 771

Anteilsbesitz

(§ 285 Nr. 11 HGB)

Anteile an verbundenen Unternehmen:

Vestolit France S.A.R.L., Paris, Frankreich

Anteil % 100
Eigenkapital 31.12.2023 TEUR 255
Jahresüberschuss 2023 TEUR 97

Beteiligungen:

Salzgewinnungsgesellschaft

Westfalen mbH & Co. KG, Hannover

Anteil % 25
Eigenkapital 31.12.2023 * TEUR -3.990
Jahresüberschuss 2023 * TEUR 4.355

* vorläufig

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden mit nahestehenden Personen keine Geschäfte (i.S.d. § 285 Nr. 29 HGB) zu marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Konzern

Die Orbia Advance Corporation S.A.B. de C.V. (Mexiko-Stadt, Mexiko) stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Der Konzernabschluss der Orbia Advance Corporation S.A.B. de C.V. wird auf der Webseite www.orbia.com veröffentlicht und kann dort abgerufen werden.

Hinsichtlich der Verpflichtung zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichts nimmt die Gesellschaft die Befreiungsvorschriften gemäß § 290 Abs. 5 HGB in Anspruch.

Abschlussprüferhonorare

Die Abschlussprüferhonorare betragen TEUR 224 und setzen sich wie folgt zusammen:

Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 142

Andere Bestätigungsleistungen: TEUR 82

Aufsichtsrat der Vestolit GmbH

Dem Aufsichtsrat der Vestolit GmbH gehören an:

Herr Dr. Kurt-Jürgen Kinzius, Vorsitzender, Unternehmensberater

Herr Matthias Abicht, stellvertretender Vorsitzender, Chemikant und Vorsitzender des Betriebsrats

Frau Dr. Micaela Schönherr, CFO/Geschäftsführerin der Prefere Resins Holding GmbH

Die Mitglieder haben im Berichtszeitraum Bezüge in Höhe von TEUR 70 erhalten.

Beirat der Vestolit GmbH

Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Aufsichtsrat hatte die Gesellschaft in der Vergangenheit auf freiwilliger Basis mit einem Beirat ein weiteres Gremium mit Arbeitnehmerbeteiligung. Nach reiflicher und sorgfältiger Prüfung wurde von der Geschäftsführung beschlossen, den Beirat mit Wirkung zum 1. Dezember 2023 aufzulösen.

Geschäftsführung

Herr Nicholas Peter Ballas (Boston, U.S.A.), hauptberuflich Executive Vice President & President Business Group VESTOLIT

Herr Dr. Oliver Kretschmann, Chemiker

Herr Dr. Michael Beziel, Ingenieur (bis zum 31. Dezember 2023)

Herr Dr. Gerd Wollermann, Chemiker (seit dem 1. Januar 2024)

Die Herren Dr. Kretschmann, Dr. Beziel und Dr. Gerd Wollermann üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Für die Bezüge der jetzigen und der früheren Mitglieder der Geschäftsführung machen wir von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und unterlassen die Angaben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die hier gemäß § 285 Nr. 33 HGB zu berichten wäre, waren nicht zu verzeichnen.

 

Marl, den 26. März 2024

Die Geschäftsführung

Nicholas Peter Ballas

Dr. Oliver Kretschmann

Dr. Gerd Wollermann

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.053.478,71 -1.661.859,97 391.618,74
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.937.378,70 45.770,14 - 21.276,87 8.004.425,71
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 180.006,92 77.711,61 - -21.276,87 236.441,66
10.170.864,33 123.481,75 -1.661.859,97 - 8.632.486,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.461.672,14 160.839,89 - - 37.622.512,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 446.528.179,32 9.276.187,99 -1.650.183,36 7.897.524,92 462.051.708,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.397.976,70 495.315,08 -165.907,51 118.967,77 5.846.352,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.864.962,70 19.074.650,81 - -8.016.492,69 26.923.120,82
505.252.790,86 29.006.993,77 -1.816.090,87 - 532.443.693,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.650,00 - - - 7.650,00
2. Beteiligungen 29.473.250,00 - - - 29.473.250,00
29.480.900,00 - - - 29.480.900,00
544.904.555,19 29.130.475,52 -3.477.950,84 - 570.557.079,87
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.053.478,71 -1.661.859,97 391.618,74
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.735.847,53 123.983,93 - - 7.859.831,46
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
9.789.326,24 123.983,93 -1.661.859,97 - 8.251.450,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.074.238,84 1.596.188,89 - - 26.670.427,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 331.869.072,60 26.315.267,29 -1.610.606,21 - 356.573.733,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.157.742,70 458.589,49 -165.907,47 4.450.424,72
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
361.101.054,14 28.370.045,67 -1.776.513,68 - 387.694.586,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
2. Beteiligungen 16.667.000,00 - - - 16.667.000,00
16.667.000,00 - - - 16.667.000,00
387.557.380,38 28.494.029,60 -3.438.373,65 - 412.613.036,33
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144.594,25 201.531,17
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 236.441,66 180.006,92
381.035,91 381.538,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.952.084,30 12.387.433,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 105.477.975,19 114.659.106,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.395.927,32 1.240.234,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.923.120,82 15.864.962,70
144.749.107,63 144.151.736,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.650,00 7.650,00
2. Beteiligungen 12.806.250,00 12.806.250,00
12.813.900,00 12.813.900,00
157.944.043,54 157.347.174,81

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vestolit GmbH, Marl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vestolit GmbH, Marl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vestolit GmbH, Marl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung/Frauenquote" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung/Frauenquote" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 26. März 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Isabell Feldhoff, Wirtschaftsprüferin

Bernd Grotholt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet.

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über den Gang der Geschäfte, die aktuelle Lage des Unternehmens sowie strategische Projekte unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde zudem auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig von der Geschäftsführung über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Er hat weiterhin an Sitzungen des Management-Teams teilgenommen und das Management in Fragen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikomanagement und Compliance beraten.

Im Geschäftsjahr 2023 trat der Aufsichtsrat zu drei Sitzungen zusammen. In der ersten Sitzung am 19. April 2023 wurde der geprüfte Jahresabschluss 2022 gebilligt und dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Verwendung des Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2022 zugestimmt. Darüber hinaus wurde das von der Geschäftsführung vorgelegte Budget 2023 genehmigt. Mit dem Gesellschafterbeschluss vom selben Tag wurden die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2022 entlastet. Mit dieser Entlastung endete die Amtsperiode des vorherigen Aufsichtsrats. In einer konstituierenden Aufsichtsratssitzung am selben Tag wurde Herr Dr. Kinzius zum Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Herr Abicht zum Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden für die neue Amtsperiode gewählt.

In der dritten Sitzung am 06. Dezember 2023 wurde über den Geschäftsverlauf des von den Auswirkungen des andauernden Krieges in der Ukraine und der Krise in der Bauindustrie geprägten Geschäftsjahres 2023 berichtet. Außerdem wurde der Entwurf der Budgetierung für das Geschäftsjahr 2024 vorgestellt. Weiterhin berichtete die Geschäftsführung über den Stand zur Abwehr von Schadenersatzforderungen gegen die Gesellschaft zu in früheren Jahren aufgedeckten Vestößen auf dem Ethylen-Einkaufsmarkt.

In der ersten und der dritten Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat auch mit dem Sicherheits- und Unfallbericht sowie Fragestellungen der Personalentwicklung.

In der Sitzung am 08. April 2024 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Vestolit GmbH zum 31.12.2023 behandelt. Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen einschließlich Lagebericht und Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorab zur Verfügung gestellt.

Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Vertreter des Abschlussprüfers haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 08. April 2024 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet.

Im Ergebnis seiner Prüfung sieht der Aufsichtsrat keinen Anlass, zusätzliche Auskünfte einzuholen oder Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Vestolit GmbH. Dem Vorschlag der Geschäftsführung an die Gesellschafterversammlung, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 10.041 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen, stimmt der Aufsichtsrat zu.

Dr. Michael Beziel hat sein Amt als Geschäftsführer zum 31.12.2023 niedergelegt, da er in den Ruhestand geht. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Beziel für seine Dienste als Geschäftsführer der Gesellschaft. Zum 01.01.2024 wurde Dr. Gerd Wollermann neben Dr. Oliver Kretschmann und Nick Ballas zum Geschäftsführer der Vestolit GmbH bestellt.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Geschäftsführung, der Arbeitnehmervertretung sowie allen Mitarbeitenden der Vestolit GmbH für ihren persönlichen Einsatz in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Auch im laufenden Geschäftsjahr wird es wieder auf die Motivation und Flexibilität der Mitarbeitenden ankommen, um die Phase niedriger Nachfrage und Erträge bestmöglich zu überstehen.

 

Marl, 08. April 2024

Dr. Kurt-Jürgen Kinzius, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

26 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.