Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 30853
Vorher
EST Sicherungstechnik GmbH
Eingetragen
8.11.1996
Branche
Architekturbüros für HochbauErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Gegenstand
Handel und Vertrieb von sicherungstechnischen Anlagen jeder Art sowie Beratung, Service- und Dienstleistung für diese Produkte; Planung und Projektierung von Bauvorhaben, Baumanagement, Tätigkeit als Bauträger sowie Vermietung von beweglichen Gegenständen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Joachim Sälzer
seit 28.2.2020
Geschäftsführer
Sven van Gelder
seit 28.2.2020
Geschäftsführer
Dennis Van Gelder
seit 28.2.2020
Prokura
Marco Andre Schulten
seit 28.2.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Sven van Gelder
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sven van Gelder
Ratingen
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ARSATEC GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftstätigkeit und Geschäftsverlauf

1. Geschäftstätigkeit

Die ARSATEC GmbH versteht sich als Bauträger-, Architekturbüro und auch als Projektentwickler mit Schwerpunkt im Wohnungsbau. Im Laufe der vergangenen über zwei Jahrzehnte sind zahlreiche Bauvorhaben mit Einfamilienhäusern, Doppelhäusern, Reihenhäusern und Geschosswohnungsbauten mit Eigentums- und Mietwohnungen im näheren Ruhrgebiet, Schwerpunkt Essen, entstanden und haben neue Eigentümer gefunden. Dabei zählen sowohl private Selbstnutzer und Kapitalanleger zu den Käufern, wie auch Wohnungsgesellschaften und institutionelle Anleger.

2. Branchensituation

Die Nachfrage nach Wohnbauimmobilien im Ruhrgebiet geriet im Jahr 2023 erneut deutlich unter Druck. Das immer noch deutlich erhöhte Zinsniveau bei Finanzierungsdarlehen, Banken, die von potentiellen Immobilienkäufern hohe Eigenkapitalanteile bei der Finanzierung verlangen, all das führte auch 2023 zu einer fortgesetzten Abkühlung der Nachfrage nach Wohnimmobilien in ganz Deutschland. Die DZ HYP formuliert in der Studie "Immobilienmarkt Nordrhein-Westfalen 2023/2024": "Viele Bauvorhaben liegen auf Eis, weil kräftig gestiegene Bau- und Finanzierungskosten einer wirtschaftlichen Realisierung im Wege stehen. ... Eine rasche Erholung zeichnet sich nicht ab, denn im Wohnbau werden auch deutlich weniger Bauanträge gestellt. Daher dürften die Baugenehmigungen im laufenden Jahr mit voraussichtlich weniger als 250.000 Wohneinheiten deutlich unter den Werten von 2022 mit 354.000 und 2021 mit 381.000 Wohneinheiten liegen. Bis 2025 könnte die Zahl der Fertigstellungen von zuletzt rund 300.000 auf nur noch 200.000 Wohnungen fallen. Das Regierungsziel von 400.000 Wohnungen würde damit um die Hälfte verfehlt. ... Dabei werden Wohnungen in großer Zahl gebraucht. Der deutsche Wohnungsmarkt ist bereits heute angespannt. ... Der Hauptgrund ist die wachsende Bevölkerung, die binnen zehn Jahren um rund 4 Mio. Menschen auf über 84 Mio. Einwohner zunahm. ... Das ambitionierte Neubauziel der Regierung wurde bereits 2021 zur Bundestagswahl - also vor dem Krieg in der Ukraine (allein im vergangenen Jahr rund 1,1 Mio. Kriegsflüchtlinge und Migranten) definiert und müßte heute noch höher ausfallen." Die Zurückhaltung der Banken im Finanzierungsgeschäft führte zwangsläufig zu einer starken Zurückhaltung der privaten Käuferschichten. Die Menschen sind verunsichert und trauen sich den Kauf mit der damit einhergehenden langjährigen Verpflichtung der Rückzahlung der Kreditraten nicht zu oder erhalten von den Banken gar nicht erst die Zusage einer Immobilien-Finanzierung.

Der Grundstücksmarktbericht 2024 für die Stadt Essen, über den Berichtszeitraum Jan. bis Dez. 2023, herausgegeben vom Gutachterausschuß der Stadt Essen, zeigt die 23er Entwicklung anhand beispielhafter Zahlen auf:

Die Anzahl der Kauffälle 2023 (beurkundete Kaufverträge) im Vergleich zum Vorjahr sackte von 3.673 (2022) um rund 11,5 % auf immerhin noch 3.246 (2023). Der damit verbundene Geldumsatz sank dramatischer von 1.531,2 Mio. € (2022) auf 1.145,4 Mio. €, was einer Differenz von rund 25 % entspricht. Auffangen mußten dies insbesondere Bestandsimmobilien. Beispielhaft sei diesbzgl. die Indexreihe der Weiterverkäufe von Ein- und Zweifamilienhäusern genannt. Während der entsprechende Indexwert 2022 noch bei 201 lag, konstatiert der Grundstücksmarktbericht für 2023 einen Index in Höhe von 179. Ein Rückgang von rund 11 %. Gleichzeitig entwickeln sich die Preise von Neubau-Immobilien aus unterschiedlichen Gründen in die entgegengesetzte Richtung. Neu errichtetes Wohnungseigentum hat sich in den letzten Jahren, bspw. von 2018 mit einem Durchschnittswert von 3.710,- €/m 2 Wfl. auf mittlerweile 4.840,- €/m 2 Wfl. in 2023 entwickelt.

Die Zurückhaltung der Immobilien-Anbieter, Projektentwickler, Bauträger führt zu einem hohen Nachfrageüberhang, denn der Wunsch der Menschen nach den eigenen vier Wänden kann in dieser Phase nicht befriedigt werden, ist aber dennoch vorhanden. Sobald sich die Rahmendaten, insbesondere die Zinssituation, langsam wieder beruhigen, wird sich diese unerfüllte Nachfrage Bahn brechen und nach Realisierung streben. Projektentwickler und Bauträger, die also jetzt "ihre Hausaufgaben" machen und sich gezielt vorbereiten, werden sich dann in der "Pool-Position" befinden und wieder erfolgreich am Markt agieren können. Dabei von entscheidender Bedeutung ist die langfristige Finanzierung der einzelnen Immobilien-Projekte bis zu Ihrem Fertigstellungszeitpunkt.

In der Zwischenzeit ist, wie auch schon im Vorjahr, zu beobachten, daß das allgemeine Miet-Preis-Niveau anzieht, da die Wohnungs- und Einfamilienhaus-Nachfrage nicht durch Kauf mangels Angebotes befriedigt werden kann. Trotz zum Teil drastisch gestiegener Miet-Nebenkosten erfreuen sich die Vermieter einer hohen Nachfrage und eines steigenden Miet-Niveaus.

3. Geschäftsergebnis und Umsatzentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 ist trotz der schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen sehr positiv verlaufen. Es konnten diverse Baumaßnahmen fertiggestellt und den Käufern übergeben werden.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 daraus ein Ergebnis vor Steuern von 1.023. T€ (i.V. 1.539. T€). Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) der ARSATEC GmbH betrug im Geschäftsjahr 2023 rd. 22.777. T€. Sie lag damit um 1.617. T€ über dem Vorjahreswert von 21.160. T€. Die Verminderung des Bestands in Ausführung befindlicher Bauaufträge resultiert aus der Fertigstellung diverser Bauvorhaben.

II. Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage und Finanzlage

Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 24.332. T€ auf 44.830. T€ im Wesentlichen aufgrund der gesunkenen Guthaben bei Kreditinstituten und der gesunkenen unfertigen Erzeugnisse.

Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss von 610. T€ und unter Berücksichtigung von Ausschüttungen und den damit zusammenhängenden Steuern von 500. T€ auf 6.982. T€ erhöht. Für 2023 ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 15,6 % (im Vorjahr 9,9 %).

Das Sachanlagevermögen hat sich geringfügig auf 9.873. T€ vermindert.

Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge haben sich um 7.611. T€ auf 22.295. T€ vermindert. Ebenso verringerten sich die erhaltenen Anzahlungen um 15.930. T€ auf 6.722. T€.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich am Bilanzstichtag um 297. T€ auf 464. T€ vermindert.

Für die einzelnen Baumaßnahmen werden gesonderte Bau-Bankkonten geführt, auf denen jeweils die erhaltenen Käufermittel und die zur Vorbereitung und Durchführung der Baumaßnahme geleisteten Zahlungen erfasst werden. Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag 10.458. T€ und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen am Bilanzstichtag 27.029. T€. Im Geschäftsjahr 2023 war die Finanzlage der Gesellschaft konstant wie in den Vorjahren als gut zu bezeichnen.

2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2022 um 1.943. T€ auf 30.388. T€ erhöht. Auch die Betriebsleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.616. T€ auf 22.777. T€. Der Materialaufwand erhöhte sich gleichzeitig um 1.572. T€ auf 17.047. T€.

Vor dem Hintergrund des steigenden Lohnniveaus und der ausgezahlten Inflationsausgleichsprämien sowie Sonderzahlungen sind die Personalaufwendungen um 25. T€ auf 2.591. T€ gestiegen.

Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge (366. T€), des sonstigen Betriebsaufwandes (1.177. T€), des Finanzergebnisses (921. T€) sowie des Steueraufwands (413. T€) ergibt sich ein Jahresüberschuss von 610. T€.

III. Prognose-, Chancen und Risikobericht

1. Chancen und Risiken künftiger Entwicklungen

Das Zinsniveau für Immobilien-Darlehen bewegte sich relativ stabil 2023 bei rund 3,7 bis 4,6 % für 10- bis 15 jährige Laufzeiten (100 % Auszahlung), bei den Tilgungen taten sich die Finanzierungsinstitute schwer, eine 1 %-Tilgung zu akzeptieren und bevorzugten eine höhere Tilgung. Erst zum Ende des Jahres 2023, Anfang 2024 kam diesbezüglich Bewegung nach unten auf. Parallel dazu forderten nicht wenige Institute Eigenkapitalquoten von bis zu 30 % des Kaufpreises. Dies führte, spürbar bis in das Jahr 2024 hinein, zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Neubau-Immobilien.

Das Angebot der ARSATEC richtet sich im Bereich der Eigentumswohnungen bevorzugt an Interessenten guter und gehobener Lagen, die finanziell gut ausgestattet sind (hohe Eigenkapitalquote) und auch künftig hochwertige Produkte erwerben werden. Dennoch ist eine Verlangsamung der Vertriebsgeschwindigkeiten deutlich wahrzunehmen. Daher ist Geduld gefragt. Und solide Finanzierungen der angekauften Immobilien-Projekte.

Darüber hinaus können nach wie vor Risiken für die Gesellschaft vor allem aus Kostensteigerungen bei der Durchführung der Baumaßnahmen, die durch die Vertragsgestaltung nicht an die Käufer der Immobilien weitergegeben werden können, entstehen. Durch entsprechend vorausschauendes und vorsichtiges Controlling wurden die fertiggestellten Projekte in 2023 erfreulicherweise jeweils unterhalb der angenommenen und kalkulierten Baukosten abgeschlossen. Die Geschäftsführung verschafft sich insofern auch bei künftigen Projekten einen permanenten Überblick über die aktuelle Kosten-Entwicklung und berücksichtigt diese bereits bei der Kalkulation möglicher Ankaufwerte neuer Projekte. Darüber hinaus agieren die Projektverantwortlichen durch sehr frühzeitige Ankaufentscheidungen der Materialien vorausschauend und sichern so die Kalkulationen vor Ort auf den Baustellen ab.

Der Kontakt zu privaten wie gewerblichen Globalinvestoren wird weiterhin intensiv gepflegt, sodass auch künftig ein Teil der Projekte als Gesamtverkauf platziert wird, um das Vertriebsrisiko zu verteilen und die Vertriebsgeschwindigkeit gegenüber. Einzelverkäufen drastisch zu erhöhen.

Von Seiten der finanzierenden Banken der Arsatec wird mit einer Beruhigung der bisherigen Zinssteigerungstendenz in den Jahren 2024/25 gerechnet. Gleichzeitig sind Nachholeffekte aufgrund nicht befriedigter Kaufwünsche zu erwarten, die in einen Nachfrageüberhang münden. Insofern gibt es einerseits Grund zum Optimismus, andererseits werden Überlegungen angestellt, kreative Vertriebskonzepte zu implementieren.

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2024 verläuft bislang, trotz der allgemeinen Verunsicherungen weiterhin positiv.

Auf Basis des vorhandenen Auftragsvolumens und der in Aussicht stehenden Fertigstellungen im Laufe des Jahres 2024 rechnet die ARSATEC GmbH auch für dieses Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss.

 

Essen, 5. August 2024

gez. Dipl.-Ing. (FH) Architekt Sven van Gelder

gez. Dipl.-Kfm. Joachim Sälzer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.777.122,98 10.672.393,77
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.782,00 14.449,00
II. Sachanlagen 9.873.184,45 9.899.138,84
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.644.331,43 8.841.419,43
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.228.853,02 1.048.792,02
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 8.927,39
III. Finanzanlagen 898.156,53 758.805,93
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.739,25 35.739,25
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 773.226,01 677.466,74
3. Sonstige Finanzanlagen 89.191,27 45.599,94
B. Umlaufvermögen 34.029.907,71 58.507.348,36
I. Vorräte 22.295.077,63 29.906.106,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.277.306,60 1.817.713,09
1. Forderungen gegen Gesellschafter 671.297,50 663.376,87
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 455.372,16 448.642,53
2. sonstige Vermögensgegenstände 606.009,10 1.154.336,22
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 39.177,29 239.009,11
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.457.523,48 26.783.528,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.187,80 24.696,36
Summe Aktiva 44.830.218,49 69.204.438,49

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.981.620,77 6.871.308,31
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.100.000,00 1.100.000,00
III. Bilanzgewinn 5.781.620,77 5.671.308,31
davon Gewinnvortrag 5.171.308,31 4.609.200,25
B. Rückstellungen 2.903.045,00 3.240.922,00
C. Verbindlichkeiten 34.935.809,96 59.082.170,17
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.029.471,89 34.275.107,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 21.465.862,94 27.060.675,54
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.563.608,95 7.214.432,45
2. sonstige Verbindlichkeiten 7.906.338,07 24.807.062,18
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.860.094,79 24.736.926,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 46.243,28 70.135,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.742,76 10.038,01
Summe Passiva 44.830.218,49 69.204.438,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.095.944,44 6.853.461,31
2. Personalaufwand 2.591.484,34 2.565.876,77
a) Löhne und Gehälter 2.227.649,24 2.196.684,77
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 363.835,10 369.192,00
davon für Altersversorgung 95.757,73 91.614,33
3. Abschreibungen 384.141,69 416.351,14
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 384.141,69 306.763,62
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 109.587,52
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.176.557,18 1.709.033,73
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.748,37 53.155,79
davon Erträge aus Abzinsung 50.735,00 11.752,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.012.566,43 676.090,80
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 409.043,29 473.557,60
8. Ergebnis nach Steuern 613.899,88 1.065.707,06
9. sonstige Steuern 3.587,42 3.599,00
10. Jahresüberschuss 610.312,46 1.062.108,06
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.171.308,31 4.609.200,25
12. Bilanzgewinn 5.781.620,77 5.671.308,31

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der ARSATEC GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die einzelnen Baumaßnahmen werden bei den Kreditinstituten teilweise getrennte Bau-Bankkonten geführt, auf denen jeweils die erhaltenen Käufermittel und die zur Vorbereitung und Durchführung der Baumaßnahme geleisteten Zahlungen getrennt erfasst werden. In der Bilanz werden diese Konten nach Baumaßnahmen zusammengefasst.

Von Nichtkreditinstituten erhaltene Darlehen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ARSATEC GmbH
Firmensitz laut Registergericht: 45127 Essen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Essen
Register-Nr.: HRB 30853

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Aufstellung der Bilanz wurden die Gliederungsvorschriften des §§ 266 f. HGB beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Zum Bilanzstichtag sind die laufenden Bauvorhaben unter der Position In Ausführung befindliche Bauaufträge ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten, ggf. mit dem niedrigeren Abrechnungswert zum Bilanzstichtag. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Gemeinkosten sowie Verwaltungskosten einbezogen. Die Herstellungskosten beinhalten auch Zinsen für Fremdkapital, soweit diese der Finanzierung des Herstellungsvorgangs dienen. Der einbezogene Zinsaufwand betrifft nur die Dauer der Herstellung.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden mit dem Nennwert bzw. dem durch Wertberichtigungen geminderten Wert bilanziert. Im Hinblick auf das latente Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellung für Gewährleistung wurde entsprechend der Risikobeurteilung für abgeschlossene Bauaufträge und die Inanspruchnahme gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens zu historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, die Fortschreibung der Abschreibungen und die Gegenüberstellung der Nettowerte (Buchwerte) zu den Bilanzstichtagen ergeben sich aus der Anlage zum Anhang.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter/Geschäftsführer in Höhe von EUR 671.297,50 (Vorjahr: EUR 663.376,87) enthalten. Die Forderungen werden mit 1,5% verzinst. Der Betrag der Forderungen gegen Gesellschafter/Geschäftsführer mit einer Restlaufzeit über ein Jahr beträgt EUR 455.372,16 (Vorjahr: EUR 448.642,53).

Die gesamten sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit über ein Jahr belaufen sich auf EUR 494.549,45 (Vorjahr: EUR 687.651,64).

Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von EUR 5.171.308,31 enthalten.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffende Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer, sowie die Gewerbesteuer 2022 und mögliche Gewerbesteuernachzahlungen betreffend der strittigen Hinzurechnung von Bauzeitzinsen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (EUR 990.000,00), für Gewährleistungen bzw. Mängelbeseitigungen (EUR 882.500,00), für Gewinnbeteiligungen (EUR 195.000,00), für Prozesskosten (EUR 30.000,00), für Tantiemen (EUR 163.500,00), für Gebühren für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 2023 (EUR 39.000,00) und für Archivierungskosten (EUR 18.000,00).

Verbindlichkeiten und Besicherung

Die Zusammensetzung und die Laufzeit der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachstehender Aufstellung:

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit über 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit davon über 5 Jahre
EUR
gesamt
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.671.149,38 5.358.322,51 4.490.530,38 27.029.471,89
Vorjahr 28.711.499,04 5.563.608,95 4.714.682,67 34.275.107,99
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.721.897,50 6.721.897,50
Vorjahr 22.652.227,56 22.652.227,56
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 917.823,87 917.823,87
Vorjahr 1.802.447,93 1.802.447,93
Sonstige Verbindlichkeiten 244.715,50 21.901,20 266.616,70
Vorjahr 264.428,96 45.793,23 310.222,19
29.555.586,25 5.380.223,71 4.490.530,38 34.935.809,96
Vorjahr 53.430.603,49 5.609.402,18 4.714.682,67 59.040.005,67

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, Verpfändung von Kontenguthaben, Abtretung von Kaufpreisansprüchen von Baumaßnahmen, Bürgschaften des Gesellschafters und Abtretung von Miet- und Pachtzinsansprüchen besichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Grundstückskäufen, bei denen der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums und die Kaufpreisfälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegen, bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 2.100.000,00 zzgl. Grunderwerbsteuer.

Latente Steuern

Es bestehen zeitliche Bewertungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen des Sachanlagevermögens und bei den Gewährleistungsrückstellungen, die zu aktiven latenten Steuern führen. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 HGB erfolgt keine Aktivierung. Als Steuersatz wird der voraussichtlich gültige unternehmensindividuelle Steuersatz von 16% für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag und 18% für die Gewerbesteuer angewendet.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 30 Arbeitnehmer, davon 2 Geschäftsführer, 14 Verwaltungsangestellte, 10 Bauleiter/Architekten, 1 technische Angestellte, 1 Bautechniker, 1 Bauzeichner und 1 Koch.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Dipl.-Ing. (FH) Architekt Sven van Gelder, Ratingen, und

Herr Dipl.-Kfm. Joachim Sälzer, Essen.

Für die Angabe der Vergütung gemäß § 285 Nr. 9 a HGB wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis 2023
EUR
Eigenkapital 31.12.2023
EUR
General Trust GmbH 100,00% 1.725,57 19.898,70
HAP GmbH 50,00% 0,00 24.808,33
AGW GmbH 20,00% 30.073,03 ./. 152.750,43

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat eine Bürgschaft für ein Darlehen der Deutschen Wohnungsbau GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 4.085 erteilt. Es handelt sich um eine projektbezogene Bürgschaft für das Bauvorhaben Paulusanger in Recklinghausen, welche nach Fertigstellung des Projektes zurückgegeben wird. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Essen, 7. August 2024

gez. Dipl.-Ing. (FH) Architekt Sven van Gelder

gez. Dipl.-Kfm. Joachim Sälzer

Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang (A)/ Umbuchungen (U)
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.856,09 0,00 1,00 32.855,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.470.586,68 36.000,00 0,00 9.506.586,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.350.583,36 322.455,69 7,00 1.673.032,05
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.927,39 0,00 8.927,39 0,00
10.830.097,43 358.455,69 8.934,39 11.179.618,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.739,25 0,00 0,00 35.739,25
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 677.466,74 95.759,27 0,00 773.226,01
3. Sonstige Ausleihungen 28.732,57 0,00 0,00 28.732,57
741.938,56 95.759,27 0,00 837.697,83
11.604.892,08 454.214,96 8.935,39 12.050.171,65
Kumulierte Abschreibungen Nwettowerte
01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.407,09 8.666,00 0,00 27.073,09 5.782,00 14.449,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 629.167,25 233.088,00 0,00 862.255,25 8.644.331,43 8.841.419,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 301.791,34 142.387,69 0,00 444.179,03 1.228.853,02 1.048.792,02
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 8.927,39
930.958,59 375.475,69 0,00 1.306.434,28 9.873.184,45 9.899.138,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 35.739,25 35.739,25
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 773.226,01 677.466,74
3. Sonstige Ausleihungen 28.731,57 0,00 0,00 28.731,57 1,00 1,00
28.731,57 0,00 0,00 28.731,57 808.966,26 713.206,99
978.097,25 384.141,69 0,00 1.362.238,94 10.687.932,71 10.626.794,83

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Wir haben zu dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem dazugehörigen Lagebericht den nachstehend abgedruckten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ARSATEC GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ARSATEC GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ARSATEC GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

§ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit

§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ARSATEC GmbH vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Duisburg, den 7. August 2024

VINKEN • GÖRTZ • LANGE UND PARTNER
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez.Dipl.-Kfm. Dirk Weber, Wirtschaftsprüfer

gez. Dipl.-Ök. Sabrina Böllerschen, Wirtschaftsprüferin

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