Zentral-IT, ZIT GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Nau seit 27.3.2025 | Prokura |
Rolf Müßig seit 1.2.2024 | Prokura |
Andreas Michael Müßig seit 21.3.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Arche gGmbHWürzburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021Offenzulegende Fassung gemäß § 327 HGB I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Arche gGmbH hat ihren Sitz in Würzburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter HRB 5233 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen in Anlehnung an die handelsrechtlichen Gliederungsschemata der § 266 HGB (Bilanz) und § 275 HGB (Gewinn- und Verlustrechnung) unter Ergänzungen der Pflege-Buchführungsverordnung. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang statt in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite und Erträge nicht mit Aufwendungen verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dafür bestimmt sind, dem Betrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im zulässigen Rahmen des § 249 HGB gebildet und nur aufgelöst, soweit der Grund hierfür entfallen war. Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Bestimmungen des § 250 HGB gebildet. 2. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres sind mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres identisch. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen, dem auch tatsächlich und rechtlich nichts entgegensteht. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet. Es galt der Grundsatz der vorsichtigen Bewertung. Insbesondere wurden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, auch dann, wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und Tag der Aufstellung bekannt geworden sind. Es wurden ausschließlich realisierte Gewinne ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet: Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear über 3 Jahre abgeschrieben. Sachanlagen Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes:
Geringwertige Anlagegegenstände wurden über 5 Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Verbrauchsfolgeverfahrens nach der FIFO-Methode bewertet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Zum 31. Dezember 2021 wurden TEUR 1.019 an Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt, davon wurden TEUR 518 in 2021 zugeführt. Sonderposten Die Sonderposten sind nach handelsrechtlichen Grundsätzen und Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter entsprechender Einstellung und Auflösung bewertet. Der jährliche ertragswirksame Auflösungsbetrag entspricht dem Betrag der Abschreibungen auf die mit Zuschüssen finanzierten Anlagegüter. Rückstellungen Die gebildeten Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Die Jubiläumsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs.2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die gegenüber der Arbeitnehmerschaft bei der Evangelischen Zusatzversorgungskasse Darmstadt (EZVK) bestehenden mittelbaren Versorgungszusagen werden in Ausübung des Wahlrechts des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht in den Rückstellungen berücksichtigt. Die EZVK ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Zweck der Anstalt ist es, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Beteiligten im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Altersversorgung zu gewähren. Die Altersversorgung durch die EZVK wird über Beiträge finanziert. Der Beitrag ist in Höhe von insgesamt 5,9 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts im Abrechnungsverband II zu zahlen und wird vollständig vom Arbeitgeber getragen. Im Berichtsjahr betrug die Höhe der verbeitragten Löhne und Gehälter TEUR 15.492. Dementsprechend wurden vom Arbeitgeber TEUR 815 für Altersversorgung aufgewendet. Seit 01. Januar 2017 wird zusätzlich eine Sonderzahlung in Höhe von 0,7 % bzw. 1,7 % der verbeitragten Löhne und Gehälter erhoben. Diese wurde ebenfalls vom Arbeitgeber in Höhe von TEUR 241 getragen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. 3. Abweichung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr beibehalten. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Aktiva Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie auch im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen den Verkauf der Anteile an der Gemeinnützige Betreuungs- und Versorgungsdienste im Sozialnetzwerk GmbH, Nürnberg, an den Sozialnetzwerk Arche e.V., Bayreuth, sowie die Umsatzsteuer und sind innerhalb eines Jahres fällig. 2. Passiva Die Angaben zu den Verbindlichkeiten sind im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel enthalten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden wie folgt besichert:
Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten in üblichem Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von jährlich TEUR 2.578. Die Laufzeiten betragen zwischen 1 und 25 Jahren. Außerdem besteht eine Bauverpflichtung für ein Gebäude für soziale Zwecke in Würzburg. Die Anschaffungs-/ Herstellungskosten werden ca. TEUR 10.000 betragen. Der Baumaßnahme soll im Zeitraum 2024 und 2025 realisiert werden. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde unter Bezug auf § 288 Abs. 2 HGB unterlassen. Die periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 160) sind in den Umsatzerlösen nach § 277 Absatz 1 des Handelsgesetzbuches ausgewiesen. VI. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Die Geschäftsführung und Vertretung oblag im Berichtsjahr Herrn Rolf Müßig (Geschäftsführer) und Herrn Andreas Müßig (Geschäftsführer). Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Arbeitnehmer Es waren im Geschäftsjahr 694 Arbeitnehmer jahresdurchschnittlich beschäftigt:
3. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 24.647,28 in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Würzburg, 20. November 2023 Rolf Müßig, Geschäftsführer Andreas Müßig, Geschäftsführer Anlagennachweis im Geschäftsjahr 2021Anlagennachweis gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 3 PBV (Anlage 3a)
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Unternehmens 1. Präambel Die Arche gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft. Sie ist im Jahr 2018 aus einer Fusion der Arche Würzburg gGmbH und der Kinderarche Fürth gGmbH entstanden. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist in Würzburg. Die beiden Markennamen "Kinderarche" und "Arche Würzburg" bleiben erhalten. Unter dem Namen "Kinderarche" sind die Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe, Familienhilfe, Flüchtlingsarbeit, berufsbezogenen Hilfe/Angebote zusammengefasst. Unter dem Label "Arche Würzburg" sind die Themen der Behindertenhilfe, Inklusionsarbeitsplätze, Altenhilfe und Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung und Senioren beheimatet. Als freier Träger für soziale Dienste in Rahmen des kirchlichen Auftrags mit Tätigkeit in Bayern und Sachsen betreiben wir im Rahmen der Mitgliedschaft bei der Diakonie Bayern und Diakonie Sachsen Einrichtungen im stationären, teilstationären und ambulanten Bereich mit etwa 800 Mitarbeiten ("Köpfe"). Der alleinige Gesellschafter ist der diakonische Sozialnetzwerk Arche e. V. - 1. Vorstand: Herr E. Engeroff. Zu den Einrichtungen gehören im Einzelnen unter anderem Kindergärten und -krippen, heilpädagogische Tagesstätten, Familienwohngruppen, eine Einrichtung der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit, ein offener Jugendtreff, Schularbeit sowie die "Perspektiven für junge Menschen und Familien". Darüber hinaus sind Seniorenheime, Behinderteneinrichtungen, ambulant unterstütztes Wohnen, Sozialstation sowie Cafes und ein Sozialkaufhaus unter dem Träger nachhaltig vereint. Mit unseren Betreuungs- und Beratungsangeboten fördern wir die individuelle und soziale Entwicklung und geben Menschen ein christliches, langfristiges und abgestimmtes Zuhause. 2. Geschäftsmodell des Unternehmens Als 100%-ige Tochter des Sozialnetzwerk Arche e.V. betreibt die Gesellschaft mit Sitz in Würzburg verschiedene Einrichtungen in Meißen, im Erzgebirge, in Franken und München mit den oben genannten Schwerpunkten. Wir sind Mitglied im diakonischen Werk Bayern und Sachsen. Die Gesellschaft wird von den beiden gleichberechtigten Geschäftsführer Rolf Müßig sowie Andreas Müßig gemeinsam einzelvertretungsberechtigt geführt. 3. Bereiche und Standorte Die Gesellschaft ist in Bayern in den Regionen Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken (seit 2021) und München sowie in Sachsen in den Regionen Erzgebirge und Landkreis Meißen ansässig. Die Gesellschaft ist mit 100 % an dem EDV-Dienstleiser - Zentral-IT, ZIT GmbH - und mit 50 % am Bildungsanbieter -Arche Teach and Work International gGmbH - langfristig beteiligt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische Rahmenbedingungen In nahezu allen Geschäftsbereichen gibt es einen sukzessiven Fachkräftemangel. Durch vorgegebene enge Personalschlüssel in vielen Bereichen ist eine Verbesserung der Situation nur schwer möglich und wenn, nur zu Lasten des Ergebnisses und der Struktur des Unternehmens. Darüber hinaus erfolgt die Finanzierung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe überwiegend durch kommunale oder Bezirksmittel aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Teilbereiche sind im Rahmen des ESF sowie des SGBII/SGBIII refinanziert. In all den genannten Bereichen sind Mittelkürzungen erlebbar. Diese Situation wird sich weiterhin verschärfen. Hinzu kommt, dass im Bereich der klassischen Kinder- und Jugendhilfe der Wettbewerb durch die Teilnahme neuer Anbieter stark zugenommen hat, die Nachfrage stagniert (Ambulant vor Stationär) und im Bereich der Berufshilfe ist die Nachfrage deutlich und rapide gesunken (stabiler und aufnahmefähiger Arbeitsmarkt, abflachen der Flüchtlingsthematik, Arbeitsverschiebung der Jobcenter/Agentur für Arbeit betreffend den Pandemiefolgen). Diesen Bereich werden wir schrittweise zurückfahren. Im Bereich der Altenhilfe erfolgt die Finanzierung überwiegend durch den Bezirk bzw. die Pflegekassen. Durch regelmäßige Entgeltverhandlungen sind die Erträge aktuell in Ordnung. Der Trend zu privaten Anbietern und großen Einrichtungen ist erkennbar sowie zu spüren. In der Behindertenhilfe ist der Hauptbeleger der Bezirk Unterfranken. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die Gesellschaft Arche gGmbH kann auf ein angemessenes und arbeitsintensives Geschäftsjahr zurückblicken. Neben den normalen Herausforderungen der Steuerung der notwendigen Angebotsvielfalt hat uns die Integration der oberfränkischen Einrichtungen vor immense organisatorische, monetäre und personelle Herausforderungen gestellt. Dabei handelt es sich um 2 heilpädagogische Einrichtungen mit 69 Plätzen, eine Intensivpflegeeinrichtung für Kinder- und Jugendliche mit 12 Plätzen und einem Seniorenheim mit 66 Plätzen. Der Geschäftsbetrieb dieser Einrichtungen wurde Mitte des Geschäftsjahres 2021 aus einer Insolvenz herausgekauft. Durch dieses Wachstum in 2021 wurden enorme Verwaltungsressourcen gebunden, wodurch insbesondere das Forderungsmanagement vernachlässigt wurde. Die Belegung der vollstationären und teilbetreuten Plätze entwickelte sich im Berichtsjahr insgesamt stabil auf dem Vorjahresniveau (Kinder- und Jugendhilfe). In der Alten- und Behindertenhilfe war die Auslastung der vollstationären Einrichtungen ebenfalls auf dem Vorjahresniveau. a) Ertragslage Durch die Übernahme der oberfränkischen Einrichtungen sind Vorjahresgleiche hinsichtlich einzelner Kostenarten nur bedingt möglich. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 25 ab. Dies ist ein Rückgang um TEUR -1.244. Auch das Betriebsergebnis von TEUR 571 (Vorjahr: 1.494) ist deutlich um TEUR -893 zurückgegangen. Die Ursachen liegen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe an gestiegenen Sachkosten und Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen. Auch im Bereich der Alten- und Behindertenhilfe konnte an die Vorjahresergebnisse nicht mehr angeknüpft werden. Hier haben insbesondere nicht refinanzierte Personalkosten und Personalleasing das Ergebnis belastet. Zudem waren auch in diesem Bereich Wertberichtigungen auf Forderungen notwendig. Außerdem waren die neuen Einrichtungen nicht kostendeckend. Das neutrale Ergebnis zeigt ein Minus von TEUR -539, da hohe Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 518) aufgrund eines unzureichenden Forderungsmanagements vorgenommen wurden. Im Jahr 2021 betrug der Umsatz TEUR 32.172. Dies ist eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.430 bzw. 16 %. Zu dieser Steigerung haben insbesondere die neuen Einrichtungen in Oberfranken beigetragen, deren Geschäftsbetriebe ab Mitte des Geschäftsjahres 2021 aus einer Insolvenz heraus übernommen wurden. Die übrigen Bereiche konnten den Umsatz auf dem Vorjahresniveau halten bzw. leicht steigern. Der Personalaufwand hat sich (ohne neue Bereiche) leicht um 2 % erhöht. Dies ist in tariflichen Steigerungen begründet. Im Gegensatz dazu hat sich der Materialaufwand (ohne neue Bereiche) um 25 % (TEUR +900) erhöht. Zu dieser Steigerung haben insbesondere Personalleasingkosten (TEUR +280) geführt, die zur Aufrechterhaltung der Personalschlüssel in Anspruch genommen werden mussten. Außerdem waren gestiegene EDV-Kosten (TEUR +115) und gestiegene Fremdbezugskosten in den Bereichen Bildung und Altenhilfe (TEUR +188) für die Steigerung des Materialaufwands verantwortlich. b) Finanzlage Im Berichtsjahr wurde ein negativer Cash-Flow aus der laufenden Tätigkeit in Höhe von TEUR-435 erzielt. Dazu haben das geringe Jahresergebnis und insbesondere eine deutliche Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR +1.868) beigetragen. Dieser Anstieg der Forderungen ist zum einen in einem unzureichenden Forderungsmanagement begründet, aber auch durch verzögerte Zahlungen der Kostenträger verursacht, da auch dort pandemiebedingte Personalausfälle zu Verzögerungen in der Fallbearbeitung führten. Zu einem weiteren Mittelabfluss kam es durch Investitionen (TEUR -1.306) und durch die Tilgung von Darlehen (TEUR -119). Dadurch hat sich unsere Liquidität insgesamt um TEUR -1.860 verringert. Trotzdem ist unsere Finanzlage als stabil zu bezeichnen, da wir weiterhin auf ein hohes Liquiditätspolster zurückgreifen können und unsere Liquidität ersten Grades deutlich über 100 % liegt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2021 zu jedem Zeitpunkt uneingeschränkt gegeben. Wir sind darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und bemühen uns Forderungen innerhalb der gewährten Zahlungsziele zu vereinnahmen. c) Vermögenslage Unsere Kapitalstruktur ist weiterhin zufriedenstellend. Die Eigenkapitalquote (incl. Sonderposten) beträgt zum Bilanzstichtag 80,6 % (Vorjahr: 84,3 %). Es bestehen zum Bilanzstichtag keine ungedeckten Verbindlichkeiten. Im Berichtsjahr wurden TEUR 1.331 in das Anlagevermögen investiert. Unter anderem wurde ein Grundstück in Würzburg zur Errichtung einer Kita erworben. Im Umlaufvermögen ist ein deutlicher Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zu verzeichnen (TEUR +1.868), da zum einen das Forderungsmanagement vernachlässigt wurde und zum anderen gab es Verzögerungen bei den Auszahlungen der Kostenträger. Die Vermögenslage unseres Unternehmens ist insbesondere durch die hohe Eigenkapitalquote und den zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln als stabil zu bezeichnen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalquote, Liquiditätsbestand und den Cash-Flow heran. Außerdem liegt der Fokus auf der Umsatzentwicklung, dem Betriebsergebnis und der Branchenentwicklung. Den Cashflow berechnen wir aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen, Veränderung der Rückstellungen sowie Auflösung von Sonderposten. 4. Gesamtaussage Unsere wirtschaftliche Lage kann als gut bezeichnet werden, auch wenn sich die sehr gute Entwicklung der Vorjahre im Geschäftsjahr 2021 nicht fortgesetzt hat. III. Prognosebericht Wir werden im Bereich der stationären Hilfen kontrollierte und gesteuerte Veränderungen vornehmen. Chancen des Wachstums sehen wir im Bereich der Schule (Schulsozialarbeit, Schulbegleitung, Nachmittagsbetreuung, etc.). Im Bereich der Altenhilfe soll die derzeitige Größe gehalten werden. Im Bereich der stationären Behindertenhilfe ist ein Wachstum angestrebt (siehe Übernahme April 2021). Unser Berichtswesen zur internen Unternehmenssteuerung und Wirtschaftsplanung ist noch durch die Übernahme der neuen Einrichtungen beeinträchtigt. Im Jahr 2022 liegt die Belegung in allen Bereichen auf dem Vorjahresniveau. Mittelfristig ist ein Wachstum von 2 % bis 4 % geplant. Der Bereich der stationären Einrichtungen wird zukünftig im Gleichschritt der Belegung, Umsatz und Personal um geschätzte 5 % schrumpfen. In den Jahren 2022 und 2023 haben das wirtschaftliche Ergebnis hohe Fremdbezugskosten (u.a. Personalleasing TEUR +1.000 in 2022 im Vergleich zu 2021) und hohe Umstrukturierungskosten, sowie die Implementierung (Sanierung) der neuen Einrichtungen belastet. Das Jahr 2022 wird im Gesamten mit einem deutlichen negativen Ergebnis abschließen. Eine vorläufige Auswertung vom November 2023 zeigt einen Verlust in Höhe von TEUR -763. Auch für 2023 rechnen wir mit einem ähnlichen negativen Ergebnis. Wir rechnen erst ab 2024 wieder mit einem positiven Jahresergebnis, da diese hohen Fremdbezugskosten abgebaut werden und voraussichtlich keine weiteren Zusatzkosten anfallen werden. Außerdem sollen ab 2024 die oberfränkischen Einrichtungen kostendeckend arbeiten. Rechtzeitige Kostensatzverhandlungen werden den Anteil nicht refinanzierter Kostensteigerungen deutlich reduzieren. Der Forderungsbestand soll ab 2024 durch ein verbessertes Debitoren- und Mahnwesen reduziert werden. Dafür wurden zusätzliche personelle Ressourcen geschaffen. Der Neubau einer Kindertageseinrichtung wird 2024 die Liquidität verringern. IV. Chancen- und Risikobericht Die Arche gGmbH stellt sich als Dreispartengesellschaft dar: * Kinder- und Jugendhilfe (Berufshilfe, Flüchtlingsarbeit und Familienarbeit) * Altenhilfe (ambulant, stationär, teilstationär) * Behindertenhilfe (ambulant, stationär, teilstationär) Dadurch integrieren wir Diversität im Rahmen eines mittelgroßen Unternehmens mit einer breiten Basis sowie einer zukunftsorientierten und ganzheitlichen Aufstellung. Mit dem von uns eingeschlagenen Weg der Neuausrichtung (auf Basis der Fusion) sind unter anderem mittelfristig folgende Zielvorstellungen verbunden:
Wirtschaftliche Einflussfaktoren könnten sich aus der wachsenden Zahl von Anbietern der Kinder- und Jugendhilfe hin zu einer Überversorgung in den jeweiligen Regionen ergeben, d.h. der Wettbewerb erhält eine ausgesprochene ernste und dynamische Dimension. Umsatzeinbußen könnten die Folge sein. Ebenfalls stellt der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter, die dem Arbeitsmarkt zunehmend knapper zur Verfügung stehen, eine große Herausforderung für die Zukunft dar. Insbesondere unter der Prämisse der Personalkostensteuerung. Hier setzen wir verstärkt auf
Die Wettbewerbsrisiken haben sich aufgrund eines mittlerweile hohen Bedarfsdeckungsgrad erhöht. Auch der Kostendruck im Personalbereich kann zu Auswirkungen auf das Ergebnis führen. Insbesondere die Lohnkosten 22/23/24 machen ein wirtschaftliches nachhaltiges Arbeiten sehr schwer. Die Notwendigkeit auf Personalleasing zurückgreifen zu müssen erhöht diesen wirtschaftlichen Druck zusätzlich. Darüber hinaus steigen die Sachkosten überdimensional (Mieten, gesetzliche Auflagen, etc.). Dagegen werden wir mit rechtzeitigen Kostensatzverhandlungen reagieren um diese Kostensteigerungen von den Kostenträgern vollständig refinanzieren zu lassen. Außerdem soll weitgehend auf Personalleasing verzichtet werden und bei den Sachkosten Synergieeffekte aus dem Sozialnetzwerkverbund (z.B. Bündelung der Einkäufe) genutzt werden. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Dem zunehmenden Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch unsere langjährige Erfahrung und durch ein hohes Maß an Qualität und Verantwortung begegnen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.
Würzburg, 19.11.2023 Rolf Müßig, Geschäftsführer Andreas Müßig, Geschäftsführer In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Arche gGmbH, Würzburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Arche gGmbH, Würzburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arche gGmbH, Würzburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Auerbach/Vogtl., den 20. November 2023 HWS
Vogtland GmbH
Stefan Wilpert, Wirtschaftsprüfer ppa. Marco Heimer, Wirtschaftsprüfer ErgebnisverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung beschließt, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 24.647,28 in die Gewinnrücklagen einzustellen. Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der Gesellschaft wurde am 01. Dezember 2023 festgestellt. |
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