Stammdaten

Register
Amtsgericht Tostedt HRB 204869
Eingetragen
30.1.2015
Branche
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehörGroßhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Im- und Export sowie der Großhandel mit Waren aller Art, insbesondere im Bereich Arbeitsschutz und Technik, und die Führung von Handelsvertretungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jacek Sarnecki
seit 28.6.2024
Prokura
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Buchholz i.d. Nordheide
1.002.000 €
50.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HELMUT FELDTMANN GmbH

Buchholz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

HELMUT FELDTMANN GmbH, Buchholz in der Nordheide

A. Grundlagen

1. Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der HELMUT FELDTMANN GmbH ist seit Jahren unverändert der Import, Export und Großhandel mit Produkten der "Persönlichen Schutzausrüstung" (PSA) sowie der Handel mit Produkten des technischen Betriebsbedarfs (u.a. Big Bags, Ladungssicherung, Planen und Schläuche).

Vom alleinigen Standort Buchholz in der Nordheide werden Produkte im Premiumsegment sowie Waren der mittleren und preisbewussten Ebene - insbesondere in Form von verschiedenen Eigenmarken - in Deutschland und Europa vertrieben.

2. Forschung und Entwicklung

Die HELMUT FELDTMANN GmbH entwickelt weiterhin Artikel der Persönlichen Schutzausrüstung und des technischen Betriebsbedarfs zusammen mit Lieferanten weiter und ergänzt das Sortiment.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war gekennzeichnet durch temporäre Lieferengpässen insbesondere in den asiatischen Beschaffungsmärken sowie Störungen in der Supply-Chain bis hin zu Überkapazitäten bei gleichzeitigem drastischem Nachfragerückgang und den daraus resultierenden Preiseinbrüchen.

Im Juni 2023 gab die chinesische Regierung bekannt, dass die Erzeugerpreise um 5,4% im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken sind (Deflation). Das chinesische Wachstum fällt im Jahr 2023 wahrscheinlich deutlich geringer aus als in den Jahren zuvor.

Die hohen Container-Frachtraten sind im Verlauf des Geschäftsjahres wieder auf ein Niveau unter dem Niveau vor der Corona-Krise gesunken und begünstigen damit die Reduktion der Einkaufspreise der für die Import-Artikel auf dem Bereich PSA und technischer Betriebsbedarf.

Die überwiegende Zahl der Marktteilnehmer im PSA-Markt hat sich als Konsequenz aus der schwierigen Bevorratungssituation in Zeiten der Corona-Krise umfassend bevorratet. Die nunmehr fallenden Einkaufspreise sorgen auf Grund der Markttransparenz für einen erhöhten Wettbewerbs- und Preisdruck durch Kunden und im Wettbewerb der Marktteilnehmer. Preisdruck entsteht insbesondere durch die Notwendigkeit, die deutlich über dem aktuellen Einkaufspreis in der Vergangenheit eingekauften Bestände schnellmöglich zu veräußern, um eine Überalterung und damit einhergehend einen weiteren Wertverlust zu vermeiden.

Der anhaltende Konflikt in der Ukraine hielt und hält ohne Aussicht auf eine baldige Lösung weiterhin an. Durch Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes sowie der deutschen und europäischen Energiepolitik der letzten Jahre sind die Preise für Strom und Gas gestiegen. Trotz eines leichten Rückganges halten sie sich auf hohem Niveau.

Die hohen Energiepreise sind weiterhin eine der Hauptursachen für die hohe Inflation. Diese lag lt. Destatis in Deutschland im Juli 2023 bei 6,2% und damit geringer als in den Monaten August 2022 bis April 2023. Allerdings ist die Inflation und die damit schwindende Kaufkraft um ein Vielfaches höher als vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine und wird aufgrund anstehender Gesetzgebungen bezüglich CO 2 und Energiemaßnahmen Anfang 2024 weiter steigen.

Die hohe, anhaltende Inflation lässt die Kaufkraft aller Markteilnehmer schwinden. Daraus resultierenden Gehaltsanpassungen und Tarifabschlüsse fördern die steigenden Preise zusätzlich.

Hohe Baustoffpreise, steigende Finanzierungskosten und eine anhaltende Unsicherheit über künftige Heizungssysteme ließen den Bausektor in den letzten Monaten drastisch einbrechen.

Nach Einschätzung einschlägiger Wirtschaftsinstitute wird die deutsche Wirtschaftsleistung zum Jahresende 2023 insgesamt rückläufig sein.

All diese Punkte veranlassen den Handel abzuwarten und sich nur noch mit dem laufenden Bedarf einzudecken, der sicher verkauft werden kann.

Der bislang stabile Arbeitsmarkt verändert sich. Die Arbeitslosenquote 2023 wird im Jahresdurchschnitt auf 5,5% geschätzt. Gegenüber 2019 hat sich die Zahl der Arbeitslosen um mehr als 400.000 erhöht. Eine hohe Jungenarbeitslosigkeit und ein hoher "Bestand" an Langzeitarbeitslosen treten offen zu Tage.

Der für das Importgeschäft wichtige Wechselkurs Euro/US-Dollar hat sich zum Geschäftsjahresende um ca. 4% gegenüber dem Geschäftsjahresanfang verbessert.

Der Wechselkurs USD/RMB entwickelte sich innerhalb des Geschäftsjahres um ca. 8% zu Lasten des RMB, was den Preisverfall chinesischer Produkte verstärkt.

2. Geschäftsverlauf

Trotz der herausfordernden Bedingungen des Umfeldes und eines Preisverfalls im Absatzmarkt sanken die Umsatzerlöse der HELMUT FELDTMANN GmbH gegenüber dem Vorjahr um T€ 972.

Die Materialaufwandsquote hat sich zum Vorgeschäftsjahr gemessen am Umsatz um rund 1,9 % erhöht.

Die Personalaufwandsquote konnte trotz zahlreicher Gehaltsanpassungen/-erhöhungen um 0,3% auf 7,8% reduziert werden.

Das Finanzergebnis hat sich im Geschäftsjahr um T€ 124 auf T€ 131 verbessert.

Der Jahresüberschuss hat sich vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um T€ 953 reduziert.

Die Exportquote konnte erneut erhöht werden. Die Anzahl der Händler, die unseren Webshop nutzen, steigt weiterhin. Erfreulicherweise steigt auch die Zahl der Auftragseingänge über den Webshop konstant.

Das vor 3 Jahren eingeführte ERP-System wurde weiter ausgebaut und optimiert. Es wurde und wird weiterhin überwiegend in die Digitalisierung von Anbindungen und Prozessen investiert.

Den steigenden Energiepreisen wurde mit der Installation einer Photovoltaikanlage begegnet.

Nennenswerte Abhängigkeiten auf Lieferanten- oder Kundenseite bestehen nicht.

Auch in diesem Geschäftsjahr gestaltete sich die Suche nach qualifizierten und ambitionierten neuen Mitarbeitern (m/w/d) schwierig, so dass offene Stellen nicht immer zeitnah nachbesetzt werden konnten. Ausbildungsplätze konnten erfreulicherweise besetzt werden.

Ausfälle und Einschränkungen durch die Corona Pandemie waren im Berichtsjahr nicht in wesentlichem Umfang zu verzeichnen. Die im Vorjahr festzustellenden Probleme in den Lieferketten haben sich bis zum Ende des Geschäftsjahres weiter normalisiert.

3. Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Die operativen Ergebnisse der Gesellschaft sind seit Jahren deutlich positiv. Die HELMUT FELDTMANN GmbH verzeichnete für das Wirtschaftsjahr 2022/2023 einen Jahresüberschuss für dieses Geschäftsjahr von 8,6 Mio. € (Vj. 9,7 Mio. €).

Dennoch wurde das Ziel von Umsätzen leicht über dem Niveau des Vorjahres verfehlt. Die Umsätze sanken um rund 1% gegenüber dem Vorjahr. Damit verbunden konnte auch das Ziel eines stabilen Jahresergebnisses bei einem - wie erwartet - steigenden Materialeinsatz nicht erreicht werden.

Im Bereich der Personalaufwendungen konnte insgesamt eine gegenüber dem Vorjahr stabile Quote erreicht werden. Diese Entwicklung entspricht der Einschätzung der Geschäftsführung im Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Die Finanzierung der HELMUT FELDTMANN GmbH erfolgte auch in diesem Geschäftsjahr weitgehend durch Eigenmittel und Gesellschafterdarlehen. Kreditlinien der Hausbanken stehen in ausreichender Höhe zur Verfügung. Finanzierungsengpässe sind nicht erkennbar.

Die liquiden Mittel betragen 32,2 % (Vj. 15,6%) der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote liegt mit 69,7% (Vj. 66,7%) weit über Durchschnitt.

Die Gesellschaft verfügt ausschließlich über lastenfreien Grundbesitz.

Investitionen der HELMUT FELDTMANN GmbH erfolgten nur aus eigenen Mitteln. Investitionsschwerpunkte waren, wie im vorhergehenden Geschäftsjahr, Digitalisierungen und Ersatzbeschaffungen im Bereich Lagertechnik. Zusätzlich erfolgte eine Investition in eine Photovoltaikanlage zur betrieblichen Nutzung. Die Gesamthöhe der Investitionen betrug T€ 123.

Aufgrund eines strikten internen Kontrollsystems und regelmäßiger Bonitätsprüfungen unserer Kunden konnten nennenswerte Forderungsausfälle bei der HELMUT FELDTMANN GmbH erneut vermieden werden.

Der wertmäßige Warenbestand und der Wert der verschifften Bestellungen sind deutlich gesunken (-3,6 Mio. €). Die Vorräte wurden damit der aktuellen Marktentwicklung und der Absatzlage angepasst.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmenssteuerung dient ein auf die Bedürfnisse der Gruppe abgestimmtes Controllingsystem. Als oberste Leistungsindikatoren für die HELMUT FELDTMANN GmbH gelten:

- Kundenumsätze und Marge

- Artikelmengen und Roherträge

- operatives Ergebnis

- Altersstruktur des Forderungsbestands

- Altersstruktur des Lagerbestandes

- Kostenentwicklung Eingangs- und Ausgangsfrachten

- Personalkosten

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

88 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren bei der HELMUT FELDTMANN GmbH festangestellt (Vorjahr 90), davon 28 im Lager und 60 im kaufmännischen Bereich.

Der Altersdurchschnitt der Mitarbeiterschaft betrug zum 30.06.2023 ohne Auszubildende 44,4 Jahre (Vorjahr: 45,08 Jahre). Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeitsdauer aller Festangestellten lag am 30.06.2023 mit über 12,5 Jahren leicht über Vorjahresniveau.

Durch ein umfassendes und konsequentes Qualitätsmanagement für unser Sortiment wurde und werden die vom Rechtsrahmen und vom Markt gestellten Qualitätsanforderungen erfüllt und häufig übererfüllt.

Die Pflege und Weiterentwicklung langjähriger Geschäftsbeziehungen zu Kunden wie zu Lieferanten sind und bleiben Grundpfeiler der Unternehmensstrategie der HELMUT FELDTDMANN GmbH.

C. Chancen- und Risikobericht

Das bestehende und für die nahe Zukunft zu bewertende Risikopotential wird entscheidend beeinflusst von:

• Hohe Inflation und einhergehender Kaufkraftverlust

• hoher Energieversorgungsunsicherheit (auch wieder in diesem Winter) und steigende Energiepreise

• Fachkräftemangel und Arbeitsethos

• einer zunehmend von Protektionismus, Handelssanktionen und Handelsverboten gekennzeichneten internationalen Handelspolitik

• Vermeidung einer drohenden Deindustrialisierung und negativen Wirtschaftsentwicklung Deutschlands

• der Entwicklung der globalen Konjunktur insbesondere bei deutschen Außenhandelsmärkten EU, USA und China und einer friedlichen Beendigung des Krieges in der Ukraine oder zumindest die Vermeidung einer weiteren Eskalation des Krieges

• Risiken von Kriminalität (u.a. Cyber-Kriminalität, Internetbetrug) auf grund der fortschreitenden Digitalisierung.

Die vorgenannten nationalen und internationalen Risikofaktoren können zu relevanten Konjunkturbelastungen im Marktbereich der HELMUT FELDTMANN GmbH führen. Hierdurch kann die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und insbesondere die Nachfrage in den Industriebereichen nachhaltig negativ beeinflussen werden, woraus mit Umsatz- und Ertragseinbußen zu rechnen ist.

Die stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der HELMUT FELDTMANN GmbH machen die Risiken handhabbar. Dies gilt auch für den Fall, dass es auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung zu einer signifikanten Erhöhung von Forderungsausfallrisiken kommt.

Die Entwicklung des Marktes wird weiterhin durch größtmögliche Marktnähe auf der Verkaufs- und Einkaufsseite, die Weiterentwicklung unserer Produktsegmente, den Eintritt in neue Marktsegmente, konsequentes Qualitätsmanagement und eine für unsere Kunden transparente und verlässliche Vertriebsstruktur begleitet. Diese Maßnahmen wurden und werden mit und von einer erfahrenen, qualifizierten und zuverlässigen Belegschaft im kaufmännischen und gewerblichen Bereich umgesetzt.

Die für das Importgeschäft wichtigen Wechselkursentwicklungen werden auch zukünftig als extrem volatil bewertet und durch kurzfristig am Marktgeschehen orientierte Maßnahmen begleitet. Sicherungsinstrumente wie z.B. Fremdwährungsderivate wurden bislang nicht genutzt.

Zur Risikominimierung wird die Diversifizierung von Lieferanten und Lieferländern konsequent forciert und umgesetzt.

Die Entwicklung der komplexen Konfliktlage zwischen China und Taiwan, die Decoupling-Tendenzen der USA und die Derisking-Tendenzen Europas werden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und bei unternehmensstrategischen Entscheidungen der HELMUT FELDTMANN GmbH berücksichtigt.

Aufgrund der oben genannten Risiken, die zu Produktionsausfällen und somit zu Absatz- und Finanzproblemen bei unseren Kunden führen können, werden die Maßnahmen im Rahmen regelmäßiger Bonitätsprüfungen und eines aktiven Debitorenmanagements nochmals verschärft und verstärkt.

Den Chancen aus der zunehmenden Digitalisierung stehen Risiken gegenüber. Diesen wird durch ein konsequentes und umfassendes IT-Sicherheitskonzept begegnet.

Gesamtaussage: Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt keine quantitative Erfassung und Bewertung einzelner Risiken und Chancen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

D. Prognosebericht

Die Inflation in Deutschland, ein hohes und möglicherweise weiter steigendes Zinsniveau und zunehmende Zukunftssorgen lassen Unternehmen und Verbraucher Investitionen und Konsum reduzieren. Dadurch wird die Binnennachfrage weiter sinken.

Deutsche Produkte z.B. der Automobil-, Chemie- u. Maschinenbauindustrie verlieren zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt. Der für die deutsche Wirtschaft so wichtige Außenhandel steht weiter unter Druck. Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas als einem der wichtigsten Handelspartner Deutschlands wird sich nachteilig auf die schon schwächelnde deutsche Wirtschaft auswirken.

Die Personalaufwandsquote der HELMUT FELDTMANN GmbH wird ebenso wie die Materialaufwandsquote situationsangemessen gesteuert.

Die Optimierung der Warenbestände hinsichtlich Alter und Struktur sowie die fortlaufende Analyse des Forderungsbestandes stehen auch weiterhin im Fokus unserer Unternehmensführung. Mit nennenswerten Forderungsausfällen wird auch in der Zukunft nicht gerechnet.

Es wird davon ausgegangen, dass die Umfeldfaktoren (u.a. Konflikt Ukraine, Handelskonflikte USA, China und Europa) das Geschäft der Gesellschaft insgesamt negativ beeinflussen werden. Eine belastbare Prognose für die Umsatz- und Ertragsentwicklung der HELMUT FELDTMANN GmbH ist in Anbetracht der höchst komplexen Situation allerdings kaum möglich.

Sofern die Effekte die Gesellschaft nicht wesentlich beeinträchtigen oder in einem beherrschbarem Rahmen bleiben, streben wir für das folgende Geschäftsjahr ein deutlich positives, leicht unterhalb des diesjährigen Niveaus liegendes, Jahresergebnis an.

Auf Grund des zunehmenden Preisdrucks auf dem Absatzmarkt ist mit leicht fallenden bzw. bestenfalls konstanten Umsatzerlösen im Folgejahr zu rechnen.

Es ist nicht damit zu rechnen, dass die steigenden Einkaufspreise in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Deshalb ist auch im folgenden Jahr von einer steigenden Materialeinsatzquote auszugehen. Im Bereich des Personals wird angestrebt, diese Aufwendungen entsprechend der Marktentwicklung anzupassen.

Wie in all den Jahren zuvor wird die Geschäftsleitung gemeinsam mit der erfahrenen, qualifizierten und zuverlässigen Belegschaft nach bestem Wissen und Gewissen ihr Bestes geben, um ein den Umständen entsprechendes optimales Jahresergebnis zu erzielen.

 

Buchholz in der Nordheide, den 28. September 2023

Thomas Feldtmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.817.229,61 5.103.285,96
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 184.611,00 309.962,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 184.611,00 309.962,00
II. Sachanlagen 4.614.215,31 4.775.720,31
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.086.618,31 4.224.488,31
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 527.597,00 551.232,00
III. Finanzanlagen 18.403,30 17.603,65
1. Beteiligungen 15.853,30 15.053,65
2. Genossenschaftsanteile 2.550,00 2.550,00
B. Umlaufvermögen 36.946.444,77 33.131.187,85
I. Vorräte 18.817.795,52 22.383.065,50
1. fertige Erzeugnisse und Waren 18.813.730,26 22.383.065,50
2. geleistete Anzahlungen 4.065,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.664.222,17 4.775.789,18
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.019.079,03 4.422.485,64
2. sonstige Vermögensgegenstände 645.143,14 353.303,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 13.464.427,08 5.972.333,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.423,60 57.742,65
Aktiva 41.831.097,98 38.292.216,46

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 29.174.813,65 25.475.026,38
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag 16.475.026,38 11.822.507,64
IV. Jahresüberschuss 8.699.787,27 9.652.518,74
B. Rückstellungen 2.222.484,74 2.305.198,04
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 183.488,00 196.117,00
2. Steuerrückstellungen 387.132,74 304.765,04
3. sonstige Rückstellungen 1.651.864,00 1.804.316,00
C. Verbindlichkeiten 10.393.712,59 10.426.592,04
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.642.661,04 2.764.654,78
2. sonstige Verbindlichkeiten 6.751.051,55 7.661.937,26
davon aus Steuern 867.356,61 66.771,72
D. Passive latente Steuern 40.087,00 85.400,00
Passiva 41.831.097,98 38.292.216,46

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 76.932.461,80 77.904.750,41
2. sonstige betriebliche Erträge 119.021,00 50.476,02
3. Materialaufwand 53.662.315,87 52.881.965,84
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 53.565.958,03 52.804.021,98
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 96.357,84 77.943,86
4. Personalaufwand 6.078.035,87 6.373.426,25
a) Löhne und Gehälter 5.304.124,90 5.568.650,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 773.910,97 804.776,03
davon für Altersversorgung 5.885,26 4.692,85
5. Abschreibungen 403.531,77 398.524,54
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 403.531,77 398.524,54
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.338.776,93 4.251.079,65
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 78.749,11 210,13
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.183,90 1.028,43
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 209.628,04 254.178,11
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.697.694,66 4.103.439,08
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 45.313,00 23.153,00
11. Ergebnis nach Steuern 8.739.064,87 9.691.794,66
12. sonstige Steuern 39.277,60 39.275,92
13. Jahresüberschuss 8.699.787,27 9.652.518,74

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

HELMUT FELDTMANN GmbH, Buchholz in der Nordheide

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die HELMUT FELDTMANN GmbH hat ihren Sitz in Buchholz in der Nordheide. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Tostedt unter der HRB 204869 eingetragen.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss der HELMUT FELDTMANN GmbH wurde für das vom Kalenderjahr abweichende Wirtschaftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie der Satzung beachtet.

Soweit Wahlrechte für Angaben entweder in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare bzw. degressive Abschreibungen bilanziert. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (zwischen 1 und 50 Jahren) vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten (Durchschnittsmethode) bewertet, sofern nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten bewertet. Aller risikobehaftete Posten ist erforderlichenfalls durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Forderungsausfallrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für die Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen, gebildet und mit dem Nennwert bewertet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen Rückstellungen für eine laufende Rente. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Abzinsungszinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf der Grundlage der vergangenen 10 Geschäftsjahre ermittelt. Für den Stichtag 30. Juni 2023 beträgt der Zins 1,80 % (Vorjahr: 1,78 %). Weiterhin werden Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 0 % und eine dynamische Entwicklung der Renten in Höhe von 1,5 % berücksichtigt.

Steuerrückstellungen wurden für noch nicht veranlagte Ertragsteuern gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden mit dem Erfüllungsbetrag in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, ebenso wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 16.475 (Vorjahr: TEUR 11.823).

Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen wurde der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte 10-Jahresdurchschnittszinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Wäre der Abzinsungssatz des bisherigen 7-Jahresdurchschnittszinssatzes verwendet worden, wäre die Rückstellung um TEUR 2 höher ausgefallen. Der Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalverpflichtungen (Tantieme und ausstehender Urlaub) gebildet.

Die Restlaufzeiten für Verbindlichkeiten betragen:

Summe
TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR
Restlaufzeit größer einem Jahr
TEUR
davon > 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.643 3.480 163 0
Vorjahr 2.765 2.656 109 0
sonstige Verbindlichkeiten 6.751 1.153 5.598 5.598
Vorjahr 7.662 228 7.434 7.434
gesamt 10.394 4.633 5.761 5.598
Vorjahr 10.427 2.884 7.543 7.434

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Weitere Sicherheiten bestehen nicht.

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Folgende Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz sind in die Ermittlung der latenten Steuern einzubeziehen:

TEUR TEUR TEUR
Buchwert des Anlagevermögens gemäß Handelsbilanz 4.817
Buchwert des Anlagevermögens gemäß Steuerbilanz 4.637
Unterschiedsbetrag 180
Buchwert der Guthaben bei Kreditinstituten gemäß Handelsbilanz 13.464
Buchwert der Guthaben bei Kreditinstituten gemäß Steuerbilanz 13.465
Unterschiedsbetrag -1
Buchwert der Rückstellungen für Pensionen gemäß Handelsbilanz 183
Buchwert der Rückstellungen für Pensionen gemäß Steuerbilanz 138
Unterschiedsbetrag -45
134
passive latente Steuern auf diesen Unterschiedsbetrag 40

Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz ermittelt sich wie folgt:

Hebesatz Steuersatz angewendet wurden
Körperschaftsteuer 15,000%
hierauf 5,5 % Solidaritätszuschlag 0,825% 15,825%
Gewerbesteuer 400,00% 14,000% 14,000%
Gesamtsteuersatz 29,825%

Entwicklung der latenten Steuersalden:

01.07.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
30.06.2023
TEUR
Aktive latente Steuern 0 0 0
Passive latente Steuern 85 -45 40

Die Umsatzerlöse entfallen zu ca. 85 % (Vorjahr: ca. 86 %) auf Produkte aus dem Bereich der Persönlichen Schutzausrüstung (insbesondere Schuhe, Handschuhe, Arbeitskleidung). Darüber hinaus erzielt die Gesellschaft insbesondere Umsatzerlöse mit Technischen Produkten (Schläuche, Big Bags, Ladungssicherung). Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland erzielt.

Die Erträge aus Währungsumrechnung betrugen TEUR 50 (Vorjahr TEUR 25). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betrugen TEUR 141 (Vorjahr TEUR 31).

In den Personalaufwendungen sind TEUR 6 (Vj. TEUR 5) Aufwendungen im Rahmen der Altersversorgung enthalten.

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 4).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr: Aufwendungen aus der Zuführung passiver latenter Steuern TEUR 85).

IV. Weitere Angaben

Zum 30. Juni 2023 bestanden keine wesentlichen Haftungsverhältnisse.

Zum 30. Juni 2023 bestanden sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Wirtschaftsjahre nach dem Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 78.

Geschäftsführer ist Herr Thomas Feldtmann, Kaufmann aus Buchholz i.d.N. Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die HELMUT FELDTMANN GmbH beschäftigte im Durchschnitt 87 (Vorjahr: 90) Arbeitnehmer. Hiervon waren 54 Mitarbeiter als Angestellte und 32 als gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Darüber hinaus enthalten ist 1 geringfügig Beschäftigter.

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 20 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Die HELMUT FELDTMANN GmbH wurde in den Konzernabschluss der Feldtmann Familienholding, Buchholz i.d. Nordheide einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 8.700 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Buchholz in der Nordheide, den 28. September 2023

Thomas Feldtmann, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresabschluss wurde am 02.10.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HELMUT FELDTMANN GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HELMUT FELDTMANN GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HELMUT FELDTMANN GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lüneburg, 29. September 2023

AMP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Petersen, Wirtschaftsprüfer

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