Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 700394
Vorher
Wittig Engineering GmbH
Eingetragen
6.10.2006
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, die industrielle Fertigung und der Vertrieb von Maschinen und Anlagen, insbesondere Kompressoren und Vakuumpumpen, sowie die Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gregory Baumann
seit 15.7.2025
Prokura
Kai Niebel
seit 15.7.2025
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Atlas Copco AktiebolagSWE
90.26%
CVS Engineering GmbHEigenbeteiligung
9.74%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Atlas Copco Holding GmbH
Germany
361.032 €
90.26%
CVS Engineering GmbH
Germany
38.968 €
9.74%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CVS Engineering GmbH

Rheinfelden Baden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

CVS ENGINEERING GMBH, RHEINFELDEN

Angaben zur Gesellschaft

Die CVS Engineering GmbH (kurz: CVS) ist seit Oktober 2019 über die CVS Holding GmbH im Besitz der Rhein Investment B.V. mit Sitz in den Niederlanden. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurde mit der CVS Holding GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. CVS entwickelt, fertigt und vertreibt Kompressoren, Vakuumpumpen und Druckluftsysteme. Weiterhin werden damit zusammenhängende Dienstleistungen erbracht.

Als KPI Steuerung werden die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verwendet.

Markt- und Branchenumfeld

Zum Zeitpunkt der Planung für 2021 war der allgemeine Ausblick geprägt durch die Corona-Pandemie. Es zeichnete sich eine durch Vorsicht geprägte Wirtschaftslage ab.

Im Fokus stand, wie das Jahr davor, das Thema Corona. Die immer wiederkehrenden "Lockdowns" sowohl in Deutschland, aber auch in Europa und in der Welt beeinflussten deutlich die (Welt-)Wirtschaft und waren damit auch für das Unternehmen CVS von Relevanz und tangieren die zukünftige Entwicklung.

Die Wachstumsaussichten waren bereits negativ und Deutschland startete aus einer tiefen Rezession. Für Deutschland, dem Wachstumsmotor in der EU, stieg das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um rund 2,7 % *. Die Wirtschaftslage in Deutschland hatte sich im Vergleich zu 2020 leicht erholt. Das Vorkrisenniveau 2019 wurde aber nicht erreicht.

*https//www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html

Vor diesem Hintergrund und auf Basis der internen Markteinschätzung, sowie der bekannten Potentiale wurde ein Umsatz von rund 19,0 Mio. EUR geplant.

Darstellung der Geschäftsentwicklung

Bei der CVS Engineering GmbH war das Geschäftsjahr 2021 weiter durch die Auswirkung der Corona-Pandemie und durch die weltweit gestörten Lieferketten geprägt. Eine Erholung zeichnete sich jedoch im 4. Quartal ab.

Allgemeine Werksschließungen und Kurzarbeit im Nutzfahrzeugsektor führten im Jahr 2021 zu einer volatileren Nachfrage bei den wesentlichen Kunden. Trotzdem war es CVS möglich den Umsatz im Vergleich zu 2020, um rund 11,8 % zu erhöhen.

Durch Störungen in der Lieferkette, Produktionsengpässen bei wesentlichen Zulieferern und aufgrund unerwartet hoher Auftragseingänge, insbesondere im Bereich Silokompressoren, kam es auf der Beschaffungsseite immer wieder kurzzeitig zu Lieferschwierigkeiten bei Materialien. Dies führte zu höheren Lieferzeiten, verbunden mit einem höheren internen administrativen Aufwand.

Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, betrug trotz diesen negativen Einflussfaktoren im Berichtsjahr TEUR 2.205 (Vj. TEUR 1.132). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der CVS Holding GmbH beträgt das Eigenkapital analog zum Vorjahr TEUR 10.288, d. h. 70,8 % (Vj. 73,0 %) bezogen auf das Gesamtkapital.

Das Geschäftsjahr Jahr 2021 stand weiter im Zeichen der Gestaltung effizienter, optimierter interner Prozesse, weiteren Digitalisierungsschritten und schlanken Organisationsstrukturen.

Ein kontinuierlicher Schwerpunkt bleibt die Nachfolgeplanung und die personelle Verstärkung in verschiedenen Bereichen. Neue Mitarbeiter wurden durch individuelle Einarbeitungspläne und gezielte Weiterbildungsmaßnahmen an ihre Aufgabenstellungen herangeführt und konnten schnell und reibungslos integriert werden.

Um der Sorgfaltspflicht gegenüber den Mitarbeitern der CVS und dem sozialen Umfeld auch hinsichtlich Covid-19 gerecht zu werden, wurden Maßnahmen zu deren Schutz getroffen. Allen Mitarbeitern wurde - wo möglich - Homeoffice angeboten. Darüber hinaus wurden kostenlos Masken sowie Desinfektionsmittel und Coronatests der kompletten Belegschaft zur Verfügung gestellt. Die Handlungsfähigkeit des Unternehmens war zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.

Insgesamt ist es CVS im Jahr 2021 gelungen die Position im Bereich der Saug- und Silofahrzeuge weiter zu festigen und teilweise auszubauen.

Im Bahngeschäft konnten erneut neue Projekte gewonnen und teilweise noch binnen Jahres realisiert werden.

Im Bereich der Gassysteme wurde die Aufbauarbeit fortgesetzt, wichtige Kunden und neue Projekte konnten gewonnen werden. Das Produktportfolio wird sukzessive erweitert.

Steuerung des Unternehmens

Die Steuerung des Unternehmens orientiert sich an Kenngrößen, die über historische Werte und aktuelle Entwicklungen generiert werden. Diese werden zu einer integrierten Umsatz-, Kosten- und Liquiditätsplanung aggregiert. Im Rahmen der unterjährigen Berichterstattung findet ein Abgleich mit der aktuellen Geschäftsentwicklung und eine Analyse der Abweichungen statt.

Aufgrund der Pandemie sowie des Anfang 2022 ausgebrochenen Ukraine-Krieges wurden bzw. werden monatliche Szenarien erstellt, um die Auswirkungen rechtzeitig zu erkennen und um daraus abgeleitet Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 2.064 oder rund 11,8 % im Vergleich zu 2020. Damit ist es CVS gelungen, den "Vorkrisenumsatz" von 2019 zu übertreffen.

Die Materialaufwandsquote hat sich 2021 im Vergleich zum Vorjahr von 41,1 % auf 43,0% mit 1,9%-Punkt leicht verschlechtert und auf die bereits stark steigenden Beschaffungspreise zurückzuführen.

Der Personalaufwand verzeichnete im aktuellen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr eine Reduzierung um TEUR 627, was im Wesentlichen auf Veränderungen bei den personalbezogenen Rückstellungen zurückzuführen ist, welche im Vorjahr gebildet wurden. Der CVS Engineering GmbH ist es gelungen, trotz der Corona-Pandemie Kurzarbeit, sowie betriebsbedingte Entlassungen, zu vermeiden. CVS war darüber hinaus in der Lage, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Prämien an seine Mitarbeiter zu bezahlen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus der KFZ-Nutzung und Versicherungsentschädigungen sowie öffentliche Fördergelder für E-Mobilität und Forschungszulage enthalten. Corona-Hilfen wurden auch für das Geschäftsjahr 2021 nicht in Anspruch genommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 506 auf TEUR 3.020 erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Instandshaltungs- und Wartungsaufwendungen sowie Fremdleistungen zurückzuführen. Rückläufig waren dagegen u.a. die Kosten für Versicherungen und Marketingausgaben.

Bei den Abschreibungen hat sich keine nennenswerte Veränderung ergeben. Das Finanzergebnis resultiert aus den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 44 (Vj. TEUR 49).

Aufgrund der steuerlichen Organschaft, sowie des Ergebnisabführungsvertrags sind im Geschäftsjahr 2021 bei der CVS Engineering GmbH keine laufenden Ertragssteuern angefallen. Diese werden bei der CVS Holding GmbH (Organträgerin) ausgewiesen. Das Jahresergebnis wurde somit erneut vollständig an die Muttergesellschaft abgeführt. Damit schließt das Jahr 2021 mit TEUR 0 ab.

Vergleich der Periode mit der Vorperiode

Der Umsatz stieg im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 11,8 %. Das Planniveau mit TEUR 19.000 wurde überschritten. Das Betriebsergebnis 2021 lag mit TEUR 2.325 (Vj. TEUR 1.186) über Plan.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 426 bzw. rund 3,0 % erhöht. Insbesondere die flüssigen Mittel auf der einen Seite und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf der anderen Seite haben zu dieser Entwicklung beigetragen.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 35,3 % und somit auf Vorjahresniveau (Vj. 36,3 %).

Die Vorräte betragen 20,5 % des Gesamtvermögens. Aufgrund von Schwierigkeiten im Beschaffungsmarkt und angestiegener erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen haben sich die Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 564 reduziert.

Die Forderungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur im geringen Umfang verändert.

Die flüssigen Mittel haben sich aufgrund des positiven Cash-Flows und Working Capital Optimierungen um TEUR 885 auf TEUR 1.433 deutlich verbessert.

Wegen des Ergebnisabführungsvertrages mit der CVS Holding GmbH ist es zu keinen Veränderungen im Eigenkapital gekommen. Die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2021 hat sich jedoch auf 70,8 % (Vj. 73,0 %) reduziert. Dies liegt an der Erhöhung des Gesamtkapitals im Vergleich zum Vorjahr.

Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Geschäftsjahr 2021 betrifft hauptsächlich laufende Tilgungsleistungen.

Aufgrund des Verbrauches der einmaligen Rückstellungen im Personalbereich haben sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 110 reduziert. Die Steuerrückstellungen betragen aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der CVS Holding GmbH TEUR 0 (Vj. TEUR 183).

Bei der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich um stichtagsbezogene Effekte.

Investitionen und Finanzierung

Bei der Gesellschaft wurden TEUR 648 in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Wesentliche Desinvestitionen ergaben sich im Geschäftsjahr nicht.

Die Neuinvestitionen im Jahr 2021 wurden aus laufenden operativen Zahlungsmittelzuflüssen getätigt.

Die Liquiditätslage des Unternehmens war im gesamten Berichtsjahr positiv. Der operative Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit konnte den Mittelabfluss der Investitionen mehr als kompensieren.

Bericht über Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung neuer Produkte hat für die zukünftige Unternehmensentwicklung einen sehr hohen Stellenwert. CVS hat einen eigenen Prozess implementiert, der sicherstellt, dass die Entwicklungsressourcen bestmöglich eingesetzt und damit dem Kunden qualitativ hochwertige und innovative Produkte zur Verfügung gestellt werden können. Im Einsatz sind modernste Methoden u.a. Simulationen mit Hilfe von computergestützten Programmen. Hierdurch können Entwicklungszeiten und aufwändige Tests wesentlich reduziert werden. Die frühzeitige Einbindung des Kunden in den Entwicklungsprozess ist obligatorisch für CVS.

Die Liste der aktuellen und geplanten Entwicklungsprojekte deckt einen mehrjährigen Zeitraum ab. Die Nachfolgeplanung und eine weitere Verstärkung des Bereichs sind im Gang und werden auch im Jahr 2022 fortgesetzt.

Besonders zu erwähnen ist die Entwicklung eines weiteren Schraubenkompressor, der direkt am LKW-Rahmen befestigt werden kann und damit die Produktpalette im Bereich der IN-Chassis-Kompressoren abrundet. Entsprechend dem Bilanzierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB wurden die im Geschäftsjahr 2021 aufgelaufene Entwicklungskosten i. H. v. TEUR 230 als geleistete Anzahlungen im Bau im immateriellen Anlagevermögen aktiviert. Mit geplantem Verkaufsstart im Geschäftsjahr 2022/2023 werden die Entwicklungskosten über 5 Jahre hinweg abgeschrieben. Die gewählte Abschreibungsdauer orientiert sich am Produktlebenszyklus.

Für die Entwicklung einer ölfreien Vakuumpumpe wurde der CVS vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Forschungszulage gemäß § 6 Forschungszulagengesetz gewährt.

In Summe hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.004 ausgegeben.

Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir eine positive Umsatz- und Ertragsentwicklung. In Deutschland wird laut der Prognose des Statistischen Bundesamtes das reale BIP im Jahr 2022 um rund 1,6 % wachsen, nachdem es im Jahr 2020 um rund 4,6 % eingebrochen war. Auch für die weiteren Länder in der EU wird mit einem Wachstum geplant **. Das Erschließen neuer Märkte, Anwendungen, Kunden und neue Produkte sollten bei der CVS Engineering GmbH zu einer geplanten positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung beitragen. Zudem gehen wir nach jetzigem Stand davon aus, dass sich die aufgrund der Corona-Pandemie wirtschaftlich angespannte Lage weiterhin entspannen wird. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind keine signifikanten Umsatzverluste aufgrund von Konjunktureinbrüchen oder durch die Ausbreitung des Coronavirus erkennbar.

** https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159507/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-den-laendern-der-eurozone/

Aktuell gehen wir davon aus, dass die CVS aufgrund des vorhandenen Auftragsbestandes und der aktuellen Nachfragesituation, durch den Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland und Belarus, im Umsatzbereich nur unwesentlich betroffen sein wird. Die Auswirkungen auf der Beschaffungsseite bzw. im Rohstoffmarkt lassen sich derzeit jedoch noch nicht abschätzen. Der Sachverständigenrat für Wirtschaft erwartet aufgrund der Ukraine-Problematik Inflationsraten von 6,2 % für Deutschland ***.

https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2022.html

Im Geschäftsbereich der Saug-, Tank- und Silofahrzeuge wird die positive Entwicklung weiter getragen durch fortgesetzte Aktivitäten im mittleren Osten und in Osteuropa (ohne Russland und Belarus), sowie durch die Erholung der südeuropäischen Märkte im Zuge der prognostizierten gesamten wirtschaftlichen Erholung des Euroraumes in den kommenden Jahren. Durch neue Kunden im Bereich OEM Saug- und Silofahrzeugbereich rechnen wir mit einem Umsatzzuwachs und größeren Marktanteilen in Benelux, Frankreich und Italien. Neuen Trends auf dem Fahrzeugmarkt tragen wir durch die in Entwicklung befindlichen Produkte und durch permanente Verbesserung der bestehenden Produkte Rechnung. Die Themen Elektrifizierung und Digitalisierung spielen hierbei eine große Rolle.

Der Geschäftsbereich Systeme für Druckluftanwendungen im Bahnbereich zeichnet sich durch ein volatiles Projektgeschäft aus. Wichtige Projekte befinden sich in der Auslieferung. Neue Projekte und Kunden werden akquiriert und bieten Raum für eine Stabilisierung des Umsatzes und mittelfristig weiteres Wachstum.

Im Bereich der Kompressoren und Systeme für Gasanwendungen beginnt sich CVS mit bewährten Technologien und erfahrenen Mitarbeitern als neuer Player zu etablieren und gewinnt im Wachstumsmarkt Gas vermehrt neue Projekte, die zum Umsatzwachstum beitragen werden.

Für den Bereich Service wird es auch im Jahr 2022 einige Sonderprojekte geben, die zu einer Umsatzsteigerung beitragen werden. Gleichwohl handelt es sich hierbei immer um "einmalige" Effekte. Das Geschäft mit der Optimierung von Anlagen ist stabil und stützt das produktspezifische Servicegeschäft. Hierdurch können auch in Zukunft einzelne größere Sonderprojekte entstehen, die dann mit Projektpartnern oder in eigener Regie umgesetzt werden. Das Servicegeschäft mit eigenen Produkten ist zu einem wichtigen Umsatzträger geworden und wächst weiter. Im Bereich Bahn materialisieren sich Potentiale durch regelmäßige Wartungen der Anlagen mit entsprechendem Ersatzteilbedarf. Der Service im Industriebereich stützt sich auf die Betreuung von Altanlagen und deren Optimierung, wobei das Potential für Reparaturen und Service an Altanlagen rückläufig ist.

Chancen- und Risikobericht

Allgemeiner Risikobericht

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben sind wir verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung hinzuweisen. Als zu betrachtende Risiken werden solche angesehen, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten.

CVS hat für das frühzeitliche Erkennen wesentlicher Risiken ein Kontrollsystem etabliert, das flexibel den Erfordernissen angepasst werden kann. Durch die Kontrollintervalle, die von täglich bis monatlich variieren, ist sichergestellt, dass kritische Abweichungen (SOLL/IST) frühzeitig erkannt werden können. Basis der Kontrolle sind die jährlich erstellten, detaillierten Pläne für Auftragseingang, Umsatz, Kosten nach Kostenarten und Kostenstellen, Cash-Flow Simulationen und Investitionsrechnungen, sowie die Entwicklungsplanung. Dies alles erfolgt im Rahmen der jährlichen strategischen Planung.

Die Wettbewerbssituation ist unverändert. Konzerngebundene Marktteilnehmer versuchen über den Preis, Marktanteile zu gewinnen. Die Strategie von CVS zielt jedoch darauf ab, den Kunden ein qualitativ hochwertiges Produkt, mit einer an den Bedürfnissen des Kunden ausgerichteten Beratung und einem raschen und zuvorkommenden Service anzubieten. Ziel der Entwicklungsarbeit ist es, dafür die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen und ein Produktportfolio in den einzelnen Anwendungsgebieten anzubieten, welches die Kundenbedürfnisse abdeckt. Die bisherige Unternehmensentwicklung zeigt, dass dieser Ansatz erfolgreich ist. Daher wird diese Strategie auch in der nahen Zukunft weiterverfolgt.

Bezüglich der Sicherstellung des Vormaterials hat CVS folgende strategische Vorgehensweise:

Die Zusammenarbeit für A- und B-Teile erfolgt primär mit qualitativ hochwertigen Lieferanten.

Der enge Kontakt, bzw. regelmäßige Audits stellen sicher, dass Veränderungen frühzeitig erkannt werden.

Sobald die jährliche Bestellmenge es zulässt, wird ein zweiter Lieferant aufgebaut, der ebenfalls diesen Kriterien entspricht.

Spezieller Risikobericht

Aus unserer Sicht bestehen für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft folgende spezifizierte Risiken, mit einem möglichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Bestandsgefährdende Risiken werden keine gesehen.

Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung ergeben sich aus der konjunkturellen Situation der einzelnen Abnehmerländer und der allgemeinen Wettbewerbssituation, die primär über den Preis und zunehmend über Lieferzeiten ausgetragen wird.

Die konjunkturelle Situation wird für 2022 allgemein als positiv eingeschätzt. Dies dürfte sich auch auf den Umsatz von CVS entsprechend auswirken. Die termingerechte und kostengünstige Versorgung mit Vormaterialien und die internen Kapazitäten werden allerdings ein limitierender Faktor sein.

Durch die Ausbreitung des Coronavirus seit dem Jahresbeginn 2020 erwachsen Risiken für die globale makroökonomische Entwicklung. Das Coronavirus tritt neuerdings in mutierter Form auf. Der operative Geschäftsbetrieb konnte bisher unter Beachtung der seitens der Behörden vorgegebenen Regelungen und Maßnahmen grundsätzlich unverändert aufrechterhalten werden. Die Folgen der Covid-19 Pandemie werden sich allerdings noch bis weit in das Jahr 2022 und eventuell darüber hinaus auswirken. Vor dem Hintergrund einer angemessenen Berücksichtigung der guten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens vor Eintritt der Krise, sowie der guten Kapitalausstattung des Unternehmens, geht die Geschäftsführung davon aus, dass das Unternehmen die Folgen der Pandemie weiterhin erfolgreich meistern wird.

Als weitere Herausforderung gestaltet sich der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Sanktionen gegenüber Russland und Belarus. Auf der Absatzseite sind die damit verbundenen Risiken überschaubar, allerdings spürbar. Wohingegen auf der Beschaffungsseite sich die Auswirkungen derzeit noch nicht umfänglich abschätzen lassen. Für CVS wesentliche Lieferanten in den betroffenen Ländern gibt es derzeit zwar nicht, jedoch lässt sich nicht abschätzen, inwieweit CVS indirekt durch Preissteigerungen oder Verknappung von Rohstoffen, speziell im Gussbereich betroffen sein wird.

Kritisch ist auch der gestiegene Kostendruck in den von uns bedienten Märkten zu sehen, Marktteilnehmer versuchen über Preisreduktionen bei unseren Stammkunden Fuß zu fassen. Auch wenn wir uns nicht an dieser Preispolitik beteiligen, kann sich dies trotzdem erodierend auf die Produktmargen auswirken.

Die Strategie der laufenden Produktentwicklung, kombiniert mit der Bearbeitung neuer geographischer und technologischer Märkte, hat bislang dazu beigetragen, dass sowohl konjunkturelle Schwankungen als auch Wettbewerbsaktionen erfolgreich abgefedert werden konnten und damit CVS ein kontinuierliches Wachstum erzielt hat.

Das langfristig geplante Umsatzwachstum beruht auch auf einer Steigerung der Umsätze im Bahn-, Gas- und Systemgeschäft. Hier kann es, wie im Projektgeschäft üblich, durch verzögerte Auftragserteilung oder Projektverschiebungen zu Abweichungen kommen.

Das aktuelle Umsatzwachstum und die dabei erzielte Marge führen dazu, dass das Unternehmen über eine ausreichende Liquidität verfügt und trotz der Investitionen keine Liquiditätsengpässe zu erwarten sind.

Der Großteil der von CVS belieferten Kunden sind langjährige und solvente Stammkunden. Die Forderungsausfälle der Vergangenheit hielten sich im niedrigen fünfstelligen Bereich. Eine Verschlechterung wird nicht erwartet.

CVS zahlt seine Rechnungen möglichst mit Skonto oder im Rahmen des Zahlungszieles aus der eigenen Liquidität. Trotz der Corona-Pandemie war CVS jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen stets pünktlich nachzukommen.

Zur Sicherung des Unternehmenserfolges verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Dies spiegelt sich u.a. in entsprechenden Wertberichtigungen und der Bildung von Rückstellungen wider.

Chancen

Die CVS Engineering GmbH befindet sich in einem permanenten Entwicklungs- und Verbesserungsprozess. Der Fokus in der Produktentwicklung liegt auf kundenorientierten Produkten, hier sind Produkte für den Bahn-, Gas- und Einbaubereich in fortgeschrittenem Entwicklungsstatus und werden in den kommenden Jahren marktreif. Bestehende Produkte und interne Prozesse werden im Hinblick auf Kosten und Performanceverbesserungen überarbeitet und Kapazitäten werden adjustiert. Die Potentiale der Digitalisierung werden dabei bestmöglich genutzt und ausgeschöpft. Neue Märkte (technologisch und regional) für bestehende Produkte werden konsequent gesucht und erschlossen.

Die nachhaltige Personalentwicklung und Nachfolgeplanung ermöglichen es CVS, auf hoch motivierte und bestens ausgebildete Mitarbeiter zurückgreifen zu können. Dies in Verbindung mit der konsequenten Erweiterung des Vertriebsnetzwerks und der intensiven Pflege der bestehenden Vertriebspartner und Kunden, stellt ein erhebliches Potential für die weitere Steigerung des Unternehmensumsatzes und -ergebnisses dar.

Trotz den globalen Unsicherheiten, aufgrund der Handelshemmnisse, restriktiverer Fiskalpolitik und politischen Verwerfungen sowie der Corona-Pandemie, sehen wir für CVS Potential für weiteres Wachstum. Dies sowohl in neuen, noch nicht durch CVS erschlossenen regionalen Märkten, als auch in neuen Anwendungsbereichen für vorhandene bzw. modifizierte Produkte unseres Unternehmens.

Prognosebericht

Die Vororderaufträge für das erste Halbjahr 2022 liegen auf gutem Niveau. Wir erwarten für 2022 einen Zuwachs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich beim Umsatz. Das EBITDA wird aufgrund verschiedener Einflussfaktoren ebenfalls moderat höher als das EBITDA des Vorjahres geplant. Aufgrund der derzeitigen Situation und der prognostizierten Entwicklung wird CVS im Betrachtungszeitraum in der Lage sein, alle seine Verpflichtungen termingerecht zu erfüllen. Allerdings ist wegen der aktuellen Unsicherheit in Bezug auf die Corona-Krise, sowie des Ukraine-Krieges eine verlässliche Prognose für das gesamte Geschäftsjahr nicht möglich.

 

Rheinfelden, 13. Juni 2022

CVS Engineering GmbH, Rheinfelden

Geschäftsführung

Frank Pfister

Markus Kemmner

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

CVS ENGINEERING GMBH, RHEINFELDEN

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 5.132.391,55 5.118.057,04
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 337.786,00 82.829,00
II. Sachanlagen 4.794.605,55 5.035.228,04
B. UMLAUFVERMÖGEN 9.296.075,94 8.907.941,12
I. Vorräte 2.978.578,23 3.542.890,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.884.498,13 4.817.245,27
- davon gegen Gesellschafter: EUR 2.713.514,87 (Vorjahr: EUR 2.554.697,75)    
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.432.999,58 547.805,75
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 96.058,97 72.805,32
  14.524.526,46 14.098.803,48

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. EIGENKAPITAL 10.287.859,16 10.287.859,16
I. Gezeichnetes Kapital 361.032,00 361.032,00
II. Kapitalrücklage 1.878.781,00 1.878.781,00
III. Gewinnvortrag 8.048.046,16 8.048.046,16
B. RÜCKSTELLUNGEN 829.502,24 1.122.310,93
C. VERBINDLICHKEITEN 3.407.165,06 2.688.633,39
  14.524.526,46 14.098.803,48

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Rohergebnis 11.300.681,90 10.279.398,22
2. Personalaufwand -5.322.681,45 -5.950.138,53
a) Löhne und Gehälter -4.448.750,69 -5.031.732,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -873.930,76 -918.405,77
3. Abschreibungen -633.718,15 -629.023,45
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -633.718,15 -629.023,45
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.019.711,84 -2.513.977,35
5. Betriebsergebnis 2.324.570,46 1.186.258,89
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 13,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -43.832,14 -48.706,01
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.172,48 -72,46
9. Ergebnis nach Steuern 2.276.565,84 1.137.493,42
10. Sonstige Steuern -75.644,67 -5.691,80
11. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -2.200.921,17 -1.131.801,62
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

CVS ENGINEERING GMBH, RHEINFELDEN

I. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist unter der Firma CVS Engineering GmbH mit Sitz in Rheinfelden im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRB 700394 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung wurden Vermerke und die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in den Anhang mit ergänzenden Ausführungen aufgenommen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Detail waren dies, unverändert gegenüber dem Vorjahr, die folgenden Grundsätze und Methoden:

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der positiven Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Herstellungskosten, ggf. vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten unter Berücksichtigung berechneter Stundensätze für die Entwicklungsabteilung sowie angemessene Teile zugehöriger Gemeinkosten. Da das Entwicklungsprojekt noch nicht abgeschlossen ist, erfolgt der Ausweis unter dem Bilanzposten "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau".

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um lineare Abschreibungen entsprechend der vertraglich bzw. gesetzlich feststehenden oder vorsichtig geschätzten Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden alle Einzelkosten einbezogen. Die Abschreibungen der Sachanlagen werden nach Maßgabe der branchenüblichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen 3 und 17 Jahre. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die linearen Abschreibungen kommen bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist (§ 253 Abs. 3 Satz 1 HGB) zur Anwendung.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich durch überdurchschnittlich lange Lagerdauern und niedrigere Anschaffungskosten abzeichnen, werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Vom Vorratsbestand werden die erhaltenen Anzahlungen offen abgesetzt (§ 268 Abs. 5 Satz 2 HGB).

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten waren die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Handelswaren wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden in ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen waren nicht zuzurechnen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden in angemessenem Umfang anteilig aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich angemessener Einzelabwertungen in Ansatz gebracht. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (Vj. 1 %) auf den Forderungsbestand nach Abzug von Einzelabwertungen, Umsatzsteuer und kreditversichertem Anteil ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden, sofern vorhanden, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Angaben zu Posten der Bilanz

Aktiva

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Jahre 2021 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagespiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Geschäftsjahr 2021 wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Passiva

Die Gesellschaft hat eigene Anteile zum Nennwert in Höhe von EUR 38.968,00 (Vj. TEUR 39). Diese werden als eigene Anteile offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Urlaubs- und Überstundenansprüchen sowie für Bonifikationen. Darüber hinaus sind Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen und für ausstehende Rechnungen erfasst.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst dargestellt:

Stand 31.12.2021 (31.12.2020)
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit über 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.280.334,54 125.523,12 2.154.811,42 1.652.718,94
  (2.405.857,66) (125.523,12) (2.280.334,54) (1.778.242,06)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 827.322,61 827.322,61 0,00 0,00
  (156.273,79) (156.273,79) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 299.507,91 299.507,91 0,00 0,00
  (126.501,94) (126.501,94) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte (TEUR 4.023) gesichert. Darüber hinaus ist das Sachanlagevermögen sicherungsübereignet.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 85.479,11 (Vj. TEUR 106) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 6.785,47 (Vj. TEUR 8) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von EUR 206.761,59 (Vj. TEUR 11) ausgewiesen.

IV. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung

Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Mieten, Energie, Instandhaltung und Wartung sowie Dienstleistungen. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen betragen EUR 302,31 (Vj. EUR 63,64), die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf EUR 12.267,59 (Vj. TEUR 30).

Die im Jahr 2021 entstandenen Aufwendungen für die Forschung und Entwicklung betragen TEUR 1.004. Davon entfallen TEUR 230 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Ausweis unter dem Bilanzposten "Geleistete Anzahlungen in Anlagen im Bau").

V. Sonstige Angaben

Ausschüttungssperre

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr vom Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Gebrauch gemacht und einen Betrag in Höhe TEUR 230 aktiviert. Aus dem Gewinnvortrag und der frei verfügbaren Kapitalrücklage können folglich in Höhe von TEUR 230 keine Ausschüttungen erfolgen.

Haftungsverhältnisse

Es besteht ein Haftungsverhältnis aufgrund von Bürgschaften zugunsten der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 6.763. Die Verbindlichkeiten valutieren zum Stichtag mit TEUR 6.413. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Einzelnen folgende Sachverhalte:

31.12.2021
TEUR
Mietverpflichtungen 1.567
Betriebs- und Geschäftsausstattung 104
Summe 1.671

Die zukünftigen Verpflichtungen haben die folgenden Restlaufzeiten:

31.12.2021
TEUR
< 1 Jahr 236
Zwischen 1 und 5 Jahren 952
> 5 Jahre 483
Summe 1.671

Mitglieder der Geschäftsführung:

Im Geschäftsjahr 2021 gehörte der Geschäftsführung an:

Dipl.-Wirt.-Ing. Frank Pfister, Malterdingen

Markus Kemmner, Kirchheim unter Teck

Die Berufsbezeichnung der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung.

Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB, da sich aus der Nennung des Betrags das einzelne Gehalt ableiten lässt.

Arbeitnehmer:

Im Jahresdurchschnitt 2021 wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt (§ 267 Abs. 5 HGB):

gewerbliche Arbeitnehmer 29
Angestellte 39
Gesamt 68

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben für das Honorar des Abschlussprüfers wurden gemäß § 288 Abs. 2 S. 2 HGB nicht gemacht.

Nachtragsbericht

Die Entwicklung der deutschen bzw. weltweiten Wirtschaft wird aktuell nach der Abschwächung der Covid-19 Pandemie vor allem durch den Krieg in der Ukraine beeinflusst.

Für die Gesellschaft sind die hieraus resultierenden Auswirkungen noch nicht final absehbar. Aktuell beobachten wir erhebliche Preissteigerungen beim Einkauf der Vormaterialien, welche nicht in allen Fällen und in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Im Falle einer Krise verfügt die Gesellschaft aufgrund eines relativ hohen Bestandes an liquiden Mitteln über Liquiditätsreserven, auf welche sie zurückgreifen kann. Die Auswirkungen der Krise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird daher nicht als bestandsgefährdend betrachtet. Daher hat die Geschäftsführung den Jahresabschluss zu Fortführungswerten gemäß den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2021 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Rheinfelden, 13. Juni 2022

CVS Engineering GmbH, Rheinfelden

Geschäftsführung

Frank Pfister

Markus Kemmner

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 403.685,84 72.939,51 0,00 0,00 476.625,35
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 229.792,00 0,00 0,00 229.792,00
  403.685,84 302.731,51 0,00 0,00 706.417,35
II. Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.632.658,97 48.736,90 0,00 0,00 2.681.395,87
Technische Anlagen und Maschinen 4.304.724,06 79.678,81 2.500,00 0,00 4.386.902,87
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.020.719,46 184.175,71 10.324,91 23.867,92 2.191.352,16
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.846,58 32.729,73 -12.824,91 0,00 25.751,40
  8.963.949,07 345.321,15 0,00 23.867,92 9.285.402,30
  9.367.634,91 648.052,66 0,00 23.867,92 9.991.819,65
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 320.856,84 47.774,51 0,00 368.631,35
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  320.856,84 47.774,51 0,00 368.631,35
II. Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 629.532,51 68.549,90 0,00 698.082,41
Technische Anlagen und Maschinen 1.983.596,06 346.166,81 0,00 2.329.762,87
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.315.592,46 171.226,93 23.867,92 1.462.951,47
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.928.721,03 585.943,64 23.867,92 4.490.796,75
  4.249.577,87 633.718,15 23.867,92 4.859.428,10
BUCHWERTE
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 107.994,00 82.829,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 229.792,00 0,00
  337.786,00 82.829,00
II. Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.983.313,46 2.003.126,46
Technische Anlagen und Maschinen 2.057.140,00 2.321.128,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 728.400,69 705.127,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.751,40 5.846,58
  4.794.605,55 5.035.228,04
  5.132.391,55 5.118.057,04

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

CVS ENGINEERING GMBH, RHEINFELDEN

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jaresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CVS Engineering GmbH, Rheinfelden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CVS Engineering GmbH, Rheinfelden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CVS Engineering GmbH, Rheinfelden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lörrach, den 17. Juni 2022

LOEBA Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Klaus Wasna, Wirtschaftsprüfer

Thomas Graw, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 8. Juli 2022 festgestellt.

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