Leybold Real Estate GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sofiane Kerfali seit 28.1.2026 | Geschäftsführer |
Yat Hong Yuen seit 18.11.2025 | Prokura |
Rick Kögler seit 23.7.2025 | Prokura |
Mark Dominik Gabriel seit 15.4.2025 | Geschäftsführer |
Oliver Daniel Fuchs seit 4.4.2024 | Prokura |
Birgit Herbstleb seit 9.11.2023 | Prokura |
Rene Rose Stueber seit 4.4.2023 | Geschäftsführer |
Felice Zieger seit 6.1.2023 | Prokura |
Michael Trost seit 8.9.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Atlas Copco Airpower N.V. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Leybold GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Leybold GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Leybold GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Leybold GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt D. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 26. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Dell, Wirtschaftsprüferin Hafner, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben Die Leybold GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (Reg.-Nr. HRB 26670). Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und denen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Davon-Vermerke wurden ausschließlich im vorliegenden Anhang vorgenommen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB nach den Grundsätzen zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, unverändert angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die angesetzten Nutzungsdauern betragen zwischen drei und zehn Jahren. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Kosten sowie anteilige Gemeinkosten und aktivierungspflichtige Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die abnutzbaren Sachanlagen werden planmäßig abgeschrieben, wobei ausschließlich die lineare Methode Anwendung findet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Geringwertige Anlagengüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden Nutzungsdauern zugrunde:
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer sein wird. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet worden. Die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse enthalten das Fertigungsmaterial nebst Bestandteilen aus eigener Fertigung, die Fertigungslöhne, die Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowie die Aufwendungen für soziale Einrichtungen, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung (gezahlte Renten), soweit sie den Material- und Fertigungsbereich betreffen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Den Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit und überhöhter Lagerreichweite wird durch entsprechende Abwertungen Rechnung getragen. Teile ohne Bewegungsbuchung in einem Zeitraum von zwei und mehr Jahren wurden nach den Regeln des Atlas Copco Konzerns zu 100 % abgewertet. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind zum Nominalwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Für erkennbare Bonitätsrisiken werden Wertberichtigungen in ausreichendem Umfang gebildet. Die tatsächlichen Ausfälle der letzten drei Jahre werden ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt und diese Prozentzahl wurde auf den Forderungsbestand zum Stichtag angewendet. Unverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. In 2018 kamen erstmalig die neuen Sterberichttafeln (RT 2018 G) zum Einsatz. Als Bewertungsverfahren wurde die PUC-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren - Projected Unit Credit Method) angewendet. Weiterhin wurden folgende Parameter verwendet:
Der Rechnungszins beruht auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Der für die Vergleichsberechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf gleiche Weise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,76 %. Der nach den oben beschriebenen Grundsätzen ermittelte Verpflichtungsumfang zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 193.078 (i.Vj. TEUR 193.632). Aufgrund der erstmaligen Anwendung der Bewertungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2010 ergab sich ein verteilungsfähiger Zuführungsbedarf gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von TEUR 19.842. Dieser Betrag ist bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Zum 31. Dezember 2023 hatte die Gesellschaft bereits TEUR 19.842 (i.Vj. TEUR 18.838) zugeführt. Dementsprechend verbleibt eine nicht ausgewiesene Rückstellung von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.004). Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahren beträgt zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 195.501 (i.V. TEUR 206.030). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des sieben- und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 2.423 (i.Vj. TEUR 12.398). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt - unter Berücksichtigung latenter Steuern - gemäß § 253 Abs. 6 HGB bei Kapitalgesellschaften einer Ausschüttungssperre. Änderungen des Unterschiedsbetrags werden im operativen Ergebnis erfasst. Zum Bilanzstichtag existieren bei der Leybold GmbH Vermögensgegenstände in Form eines Contractual Trust Arrangements (CTA), die nur der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und deren Zeitwert somit gemäß §246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Schulden aus den Pensionsverpflichtungen zu verrechnen ist. Die Anschaffungskosten des CTA-Vermögens belaufen sich auf TEUR 80.525. Aus der Zeitwertermittlung resultieren Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.018 (i.Vj. Gewinn TEUR 1.152). Zudem wurden entsprechende Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung von TEUR 3.399 (i.Vj. 3.222) erfasst. Der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf TEUR 88.776 (i.Vj. TEUR 89.878) der Erfüllungsbetrag der entsprechend verrechneten Schulden beträgt TEUR 121.136 (i.Vj. 115.281). Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten erforderlich ist. Die Verbindlichkeiten werden in Höhe des Erfüllungsbetrags bilanziert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In den Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben enthalten, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen bzw. auf der Passivseite Einnahmen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem dem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Finanzanlagevermögen
Bei der Beteiligung Leybold Japan Co. Ltd liegt eine dauerhafte Wertminderung vor. Aus diesem Grund wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 1.200 vorgenommen.
Vorräte Erhaltene Anzahlungen sind in voller Höhe bei den Vorräten offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 97.363 (i.Vj. TEUR 55.875) Forderungen aus Cash-Management-System (saldiert mit Verbindlichkeiten aus Cash-Management-System), TEUR 32.307 (i.Vj. TEUR 13.450) sonstige Forderungen und TEUR 27.760 (i.Vj. TEUR 50.866) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche, Anzahlungen und Vorschüsse an Betriebsangehörige. Zudem existieren wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber der Gesellschafterin der Atlas Copco Airpower N.V., Wilrijk/Belgien. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen vorausbezahlte Versicherungsprämien. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 1.200. Seit dem 1. September 2016 ist die Atlas Copco Airpower N.V., Wilrijk/Belgien, alleinige Gesellschafterin. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Ausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 31.000. Der Gewinnvortrag für das Geschäftsjahr 2023 setzt sich wie folgt zusammen (in TEUR):
Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 33.638. Das Eigenkapital beträgt insgesamt TEUR 104.891. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 5.292 (i.Vj. TEUR 9.028), übrige Personalverpflichtungen i.H.v. TEUR 4.096 (i.Vj. TEUR 4.446), Restrukturierungen i.H.v. TEUR 3.074 (i.Vj. TEUR 576), Gewährleistungen i.H.v. TEUR 2.399 (i.Vj. TEUR 852), Jubiläumszahlungen i.H.v. TEUR 152 (i.Vj. TEUR 143) und Patentverletzungen i.H.v. TEUR 92 (i.Vj. TEUR 150). Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten TEUR 13.392 (i.Vj. TEUR 9.659) aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 10.429 (i.Vj. TEUR 7.920) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter. Durch die Teilnahme der Gesellschaft zu der konzernweiten Supply-Chain-Finance-Vereinbarung entstanden im abgelaufenen Geschäftsjahr Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 11.965 (i.Vj. TEUR 15.921). Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis den kombinierten Ertragssteuersatzes von derzeit 32,27%. Passive latente Steuern aus der Bewertung von Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen werden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze von Vorratsvermögen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Die Gesellschaft hat eine Mietbürgschaft in Höhe von TEUR 8 für das Belgisch Bijkantoor übernommen. Zudem wurde eine Mietbürgschaft für die Leybold Italia S.r.l., Milano/Italien, in Höhe von TEUR 50 und eine Mietbürgschaft für die Leybold Schweiz AG, Zürich, in Höhe von TEUR 9 abgegeben. Daneben hat die Gesellschaft für die Leybold Dresden GmbH, Dresden, eine Mietbürgschaft in Höhe von TEUR 11 übernommen sowie Patronatserklärungen über TEUR 118 abgegeben. Die Haftungsverhältnisse wurden im Rahmen des üblichen Geschäftsgangs eingegangen; aufgrund der soliden wirtschaftlichen Verhältnisse ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Miet-/Pacht- und Leasingverträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Risiken liegen in den tatsächlichen oder potenziellen Abflüssen liquider Mittel. Dem gegenüber bestehen Vorteile in der (Weiter-) Nutzung der Vertragsgegenstände und in der geringeren Kapitalbindung. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Leybold verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 weltweite Umsatzerlöse in Höhe von EUR 468,0 Mio. (Vorjahr: EUR 429,4 Mio.). Der Exportanteil betrug dabei 78,6 % (Vorjahr: 74,4 %), hauptsächlich in die Märkte Asien, übrige EU-Länder und Nordamerika. Der Umsatz entfällt mit 45 % (Vorjahr: 44,6 %) auf Industrial Vacuum, mit 26,1 % (Vorjahr: 28,4 %) auf Scientific Vacuum, mit 14,1 % (Vorjahr: 16,8%) auf Vacuum Technique Service, und mit 14,8 % (Vorjahr: 10,2 %) auf sonstige Erlöse (insb. Umsätze aus Lizenzvereinbarung sowie Erlöse aus der Konzernumlage).
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.043 (i.Vj. TEUR 7.241) und aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 2.314 (i.Vj. TEUR 5.079) enthalten. Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Arbeitnehmerüberlassung, IT- und Servicedienstleistung in Höhe von TEUR 58.393 (i.Vj. TEUR 46.659), -, Nutzungs- und Werbungskosten in Höhe von TEUR 12.972 (i.Vj. TEUR 12.045), Frachtkosten in Höhe von TEUR 9.199 (i.Vj. TEUR 11.856), Wartungs- und Instandhaltungskosten in Höhe von TEUR 4.904 (i.Vj. TEUR 5.562), Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.637 (i.Vj. TEUR 4.334) sowie Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 aus der BilMoG-Übergangsregelung für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.004 (i. Vj. TEUR 1.004) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.007 (i.Vj. TEUR 6.086), die im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.314 (i.Vj. TEUR 5.079) resultieren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 14 (i.Vj. TEUR 243) enthalten, die im Wesentlichen Korrekturen im Bereich Kontokorrent sowie Mehrinanspruchnahmen von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen betreffen. Außergewöhnliche Aufwendungen Aus einer außergerichtlichen Einigung mit einem Geschäftspartner zu einem historischen Schadensfall ist ein außergewöhnlicher Aufwand im Geschäftsjahr von TEUR 2.700 entstanden, welcher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde. Es ist zu erwarten, dass zukünftig keine neuen Aufwendungen aus dieser Einigung entstehen und die Abwicklung abgeschlossen sein wird. Finanzergebnis
Die Zinserträge beinhalten im Wesentlichen Zinserträge aus der Verzinsung von Cash-Pool Forderungen an verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 3.461. Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung i.H.v. TEUR 3.399 (i.Vj. TEUR 2.070). Des Weiteren beinhalten diese Aufwendungen aufgrund der Entwicklung des Zeitwerts des Deckungsvermögens i.H.v. TEUR 1.018. Weitere Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.208 resultieren aus der Verzinsung von Cash-Pool Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 19.406 (i.Vj. TEUR 22.389) betreffen im Wesentlichen Körperschaft- und Gewerbesteuer von TEUR 18.021 (i.Vj. TEUR 20.786) sowie im Ausland einbehaltene Quellensteuern von TEUR 1.385 (i.Vj. TEUR 1.603). 5. Sonstige Angaben Aufsichtsrat Vertreter der Anteilseigner:
Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. November 2023 wurde Herr Geert Follens mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 als Mitglied im Aufsichtsrat der Leybold GmbH abberufen. Ihm wurde Entlastung erteilt.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. November 2023 wurde Herr Carl Brockmeyer mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 neu als Mitglied in den Aufsichtsrat der Leybold GmbH berufen. Vertreter der Arbeitnehmer:
Geschäftsführer
Mit Gesellschafterbeschluss vom 21. November 2023 wurde Herr Axel Guddas mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer der Leybold GmbH abberufen. Ihm wurde Entlastung erteilt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 6. Januar 2023.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 28. Februar 2023 wurde Frau René Rose Stüber mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführerin der Leybold GmbH bestellt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 4. April 2023.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 20. April 2023 wurde Herr Michael Eichhorn mit sofortiger Wirkung als weiterer Geschäftsführer der Leybold GmbH bestellt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 7. Juni 2023.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 1. März 2024 wurde Herr Thomas Sogalla mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer der Leybold GmbH abberufen. Ihm wurde Entlastung erteilt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 4. April 2024 Die Geschäftsführer führen ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden gewährt:
Bezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführer belaufen sich auf TEUR 709. Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Organmitgliedern Die Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Organmitgliedern betragen zum 31.12.2023 TEUR 6.819. Davon entfallen TEUR 6.515 auf ehemalige Organmitglieder des Geschäftsführungsorgans und TEUR 304 auf ehemalige Organmitglieder des Aufsichtsrats. Honorar des Abschlussprüfers Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung betragen TEUR 116. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist seit dem 1. September 2016 Konzerngesellschaft der Atlas Copco AB, Stockholm/Schweden, und wird in deren nach den International Financial Reporting Standards aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Die Atlas Copco AB stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen auf. Um ihrerseits nach § 291 Abs. 2 HGB von der Pflicht der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses nach § 290 HGB befreit zu sein, wird für die Atlas Copco Holding GmbH der Konzernabschluss der Atlas Copco Aktiebolag, Stockholm/Schweden, beim Unternehmensregister zur Veröffentlichung eingereicht. Zuletzt wurde der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 publiziert. Im Folgenden werden die wesentlichen von den deutschen Rechnungslegungsvorschriften abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften erläutert: Grundsätzliche Unterschiede Die Rechnungslegung nach IFRS unterscheidet sich von der nach dem deutschen HGB hinsichtlich ihrer Zielsetzung. Während IFRS den Schwerpunkt auf die Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen für die Investoren legt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und Vorsichtsprinzips geprägt. Unterschiede in Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Unterschiede in den Bewertungsmethode bestehen im Wesentlichen im Bereich der Pensionsrückstellungen. Während nach dem deutschen Handelsrecht die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze verwendet werden, werden die Zinssätze die für die Bewertung nach IFRS anhand der Effektivzinssatzmethode ermittelt. Des Weiteren bestehen Unterschiede in der Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern. Gliederungsvorschriften Die Bilanzgliederung nach IFRS richtet sich bei den Vermögensgegenständen nach dem Grad ihrer Liquidierbarkeit, bei den Schulden nach der Restlaufzeit. Die Bilanzgliederung für deutsche handelsrechtliche Zwecke ist für Kapitalgesellschaften grundsätzlich in § 266 HGB definiert. Die Gliederung orientiert sich hier an der geplanten Verweildauer von Vermögensgegenständen im Unternehmen bzw. an der Unterscheidung nach Finanzierungsquellen wie Schulden und Eigenkapital. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von TEUR 36.000 an die Atlas Copco Airpower N.V., Wilrijk/Belgien zu zahlen. Der verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 11.261 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Ereignisse nach dem Stichtag Ereignisse von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Stichtag nicht ergeben.
Köln, den 10. April 2024 Leybold GmbH René Rose Stüber, Geschäftsführerin Torsten Beyer, Geschäftsführer Michael Eichhorn, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die Leybold GmbH, im Weiteren mit Leybold abgekürzt, ist ein Unternehmen für vakuumtechnische Lösungen. Seit 1850 ist das Unternehmen in der Entwicklung und Fertigung von Vakuum-komponenten und -systemen tätig. Erfahrung, Know-how, nachhaltige Innovationsfähigkeit und Kundennähe bilden die Grundlagen für den Erfolg. Geschäftsmodell Leybold ist seit dem 31. August 2016 eine Gesellschaft der Atlas Copco Airpower NV in Wilrijk, Belgien. Atlas Copco ist ein international führender Anbieter von industriellen Produktivitätslösungen. Die Produkte und Dienstleistungen umfassen Ausrüstungen zur Verdichtung von Luft und Gasen, Generatoren, mobile Bau- und Stromversorgungsausrüstungen, Industriewerkzeuge und Montagesysteme, Vakuumtechnik sowie die entsprechenden Dienstleistungen. Leybold ist seit dem 1. Januar 2017 ein Teil der Business Area "Vacuum Technique" im Atlas Copco Konzern. Leybold ist hauptsächlich in den Geschäftsfeldern "Industrial Vacuum", "Scientific Vacuum" sowie "Vacuum Technique Service" tätig. Seit dem 31. Dezember 2017 werden - mit Ausnahme der Landesgesellschaft in den USA sowie der Leybold Real Estate GmbH, Köln, - alle vormaligen Leybold-Gesellschaften als 100%ige Tochtergesellschaften von der Leybold GmbH gehalten. Lediglich die Beteiligung an der brasilianischen Tochtergesellschaft beträgt aus lokalrechtlichen Gründen 99 %. Die Produktions-anlagen der Leybold GmbH und ihrer Tochterunternehmen befinden sich unverändert in Deutschland (Köln, Dresden), Frankreich (Valence) und China (Tianjin) sowie im Konzernverbund auch in Lutin (Tschechien), Qingdao (China) und Eastbourne (UK). Der weltweite Vertrieb der Produkte an die Endkunden erfolgt entweder in Form des Direktvertriebs oder über die Tochtergesellschaften. Weiterhin erbringen die Tochtergesellschaften weltweite Servicedienstleistungen, wie beispielsweise After-Sales-Services. Ziele und Strategien Leybold ist traditionell in den Kernsegmenten Prozessindustrie, Beschichtungstechnik, Forschung und Entwicklung sowie Analysetechnik tätig. Diese differenzierte Marktbearbeitung unterstützt die Stabilität in der Geschäftsentwicklung. Verstärkt wird dieses Engagement mittelfristig durch die fortgesetzte Qualifizierung als Systemlieferant für Vakuumtechnologie in den Wachstumsmärkten der Displaytechnologie und dem Nahrungsmittelmarkt. Im Zuge der abgeschlossenen Integration in die Atlas Copco Gruppe sollen weitere Marktanteile gewonnen und gleichzeitig die Profitabilität weiter erhöht werden. Dazu sollen unter anderem die Nutzung neuer Vertriebskanäle, eine optimierte Nutzung von Produktions- und Servicekapazitäten im Atlas Copco Netzwerk sowie die Entwicklung innovativer Produkte beitragen. Die weitere Nutzung des Bekanntheitsgrads der Marke Leybold im Vakuummarkt ist Teil der Strategie. Durch konstante Optimierung bestehender Prozesse und eine Stärkung der dezentralen Organisation mit mehr Verantwortung und Kundenzentren sowie durch systematische Investitionen in die Effizienz in den Produktionsstandorten sollen die Profitabilität, die Schnelligkeit der Geschäftsprozesse und der Fokus auf die Kundenbeziehung erhöht werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde beschlossen, die weltweite Distribution der hergestellten Produkte und der zugekauften Handelswaren in ein Verteilungszentrum in Belgien zu verlagern. Der Beginn dieser Verlagerung fand im zweiten Halbjahr 2023 statt und es wird erwartet, dass die Verlagerung bis Ende 2024 abgeschlossen sein wird. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gemäß den Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IMF) vom Januar 2024 verzeichnete die weltweite Wirtschaft im Jahr 2023 ein Wachstum von +3,1 %. Dieses globale Wachstum hat sich im Vergleich zu 2022 abgeschwächt. Die Gründe für das geringere Wachstum waren unter anderem der rückläufige Konsum aufgrund hoher Inflation, stark gestiegene Zinsen sowie Turbulenzen im Bankensektor in den USA und im Immobiliensektor in China. Für die relevanten Regionen von Leybold wurden folgende Wachstumsraten erreicht:
Quelle: IMF World Economic Outlook Update, Jan 2024, Im Berichtsjahr 2023 verzeichnete der weltweite Markt für Vakuumgeräte, Ersatzteile und Service ein Wachstum von 1,2 % im Vergleich zu 2022. Interessanterweise unterschied sich die Nachfrage in verschiedenen Marktsegmenten:
Darüber hinaus zeigt die Internationale Statistik für Vakuumtechnologie (ISVT), dass der Markt für Vakuumgeräte insgesamt um 2,3 % gewachsen ist. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Markt für Ersatzteile und Zubehör einen Rückgang von 3,3 %. Quelle: ISVT Geschäftsverlauf Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Leybold verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 weltweite Umsatzerlöse in Höhe von EUR 468,0 Mio. (Vorjahr: EUR 429,4 Mio.). Der Exportanteil betrug dabei 78,6 % (Vorjahr: 74,4 %), hauptsächlich in die Märkte Asien, übrige EU-Länder und Nordamerika. Der Umsatz entfällt mit 45,0 % (Vorjahr: 44,6 %) auf Industrial Vacuum, mit 26,1 % (Vorjahr: 28,4 %) auf Scientific Vacuum, mit 14,2 % (Vorjahr: 16,8 %) auf Vacuum Technique Service, und mit 14,7 % (Vorjahr: 10,2 %) auf sonstige Erlöse. Der Auftragseingang betrug am Bilanzstichtag EUR 396,6 Mio. (Vorjahr: EUR 457,0 Mio.). Der Auftragsbestand verringerte sich gegenüber dem Dezember 2022 von EUR 121,8 Mio. um EUR 42,3 Mio. auf EUR 79,5 Mio. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um EUR 8,2 Mio. auf EUR 5,8 Mio. resultiert im Wesentlichen aus den um EUR 5,3 mio. niedrigeren Erträgen aus Währungsumrechnungen sowie der im Vorjahr um EUR 2,8 mio. höheren Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen. Die um EUR 4,3 Mio., von EUR 95,0 Mio. auf EUR 90,7 Mio., gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen wie folgt begründet:
Bis zum 31. Dezember 2023 stieg die Zahl von 899 Mitarbeitern um 70 auf 969 Mitarbeiter. Hierzu zählten zu diesem Stichtag insgesamt 55 Auszubildende, 651 Angestellte und 263 im gewerblichen Bereich tätige Mitarbeiter. Der Personalaufwand war insbesondere durch die Anpassung der Pensionsrückstellungen um insgesamt EUR 7,7 Mio. niedriger als im 2022. Das Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,1 Mio. niedriger ausgefallen. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme des Unternehmens hat sich um EUR 30,3 Mio. auf EUR 316,5 Mio. erhöht. Das Anlagevermögen sank um EUR 2,1 Mio. Die Investitionen betrugen im Berichtszeitraum insgesamt EUR 8,6 Mio. Darin enthalten sind EUR 0,3 Mio. Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände. Bei den Zugängen des Sachanlagevermögens in Höhe von EUR 8,3 Mio. handelt es sich hauptsächlich um Maschinen und Betriebseinrichtungen. Die Finanzanlagen verringerten sich durch eine außerplanmäßige Abschreibung bei der Leybold Japan Co. Um EUR 1,2 Mio. Die Vorräte sanken zum Stichtag um insgesamt EUR 5,0 Mio. Ende des 3. Quartals 2023 wurden Maßnahmen getroffen, um den Lagerbestand der Geschäftslage anzupassen und in Folge den Bestand zu reduzieren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,4 Mio. Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen erhöhten sich um EUR 37,2 Mio. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf den gestiegenen Cash Pool zurückzuführen. Sonstige Vermögensgegenstände waren EUR 0,1 Mio. niedriger als am Ende des Vorjahres. Die Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich um EUR 0,1 Mio. und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um ebenfalls EUR 0,1 Mio. Der wesentliche Teil der Veränderungen des Finanzmittelfonds ist der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzuordnen. Zudem sind Zahlungsmittelzuflüsse aus der Investitionstätigkeit, aufgrund von Beteiligungserträgen sowie Ergebnisabführungen hervorzuheben. Demgegenüber stehen Zahlungsmittelabflüsse aufgrund der getätigten Investitionen im Bereich des Anlagevermögens. Zahlungsmittelabflüsse sind im Bereich der Finanzierungstätigkeit auf die Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 31,0 Mio. sowie aus der Verringerung der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Supply Chain Finance Agreements in Höhe von EUR 3,9 Mio. verzeichnen. Auf der Passivseite ist die Veränderung der Bilanzsumme insbesondere durch nachfolgend beschriebene Positionen geprägt: Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um EUR 3,5 Mio. Die Abnahme der Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen dem Geschäftsrückgang im 4. Quartal 2023 geschuldet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um EUR 6,2 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken von EUR 15,9 Mio. auf EUR 12,0 Mio. Der Rückgang ist auf die geringere Nutzung unseres Programms zur Finanzierung der Lieferkette ("Supply Chain Financing") zurückzuführen. Die Pensionsverpflichtungen erhöhten sich um EUR 1,2 Mio. und Rückstellungen für Steuern stiegen um EUR 13,2 Mio. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um EUR 1,0 Mio. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken um EUR 0,2 Mio. Das Eigenkapital stieg um EUR 16,3 Mio., was dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 47,3 Mio. abzüglich gezahlter Dividende in Höhe von EUR 31 Mio. entspricht. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten war nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 33,1 % (Vorjahr: 31,0 %). Der Atlas-Copco-Konzern befindet sich seit Jahren unverändert in einer Gewinnsituation. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns sowie der Leybold GmbH ist jederzeit sichergestellt. An der Fortführung der Unternehmen bestehen keine Zweifel. Sofern erforderlich, können liquide Mittel von verbundenen Unternehmen im Rahmen des Cash-Poolings aufgenommen werden. Eine externe Finanzierung durch Bankdarlehen ist daher nicht erforderlich. Leistungsindikatoren Wesentliche interne Steuerungsgrößen zur Unternehmensüberwachung sind die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren: Finanzielle Leistungsindikatoren:
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren:
Während sich die gute Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt hat, waren die Auftragseingänge ab dem 2. Quartal stark rückläufig. Es gab auch Stornierungen beziehungs-weise Verschiebungen von Aufträgen, insbesondere aus dem asiatischen Raum. Trotz aller Herausforderungen konnte das Geschäftsjahr 2023 mit einem höheren Umsatz (+9 %) und einem verbesserten Ergebnis nach Steuern (+15 %) im Vergleich zum Plan 2023 abgeschlossen werden. Die Abweichungen vom Plan sind auf eine besser als erwartete Umsatzentwicklung, vor allem durch Großaufträge im Projektbereich entstanden (z.B. Stahlentgasungsanlagen). Geringere Kosten, die zur Verbesserung des Ergebnis beigetragen haben, gab es unten anderem im Bereich Frachtkosten. Der Vertriebsbereich der Leybold GmbH, welcher primär Transaktionen mit externen Dritten betrifft, verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang des Auftragseingangs um 20 % auf EUR 110 Mio. Dieser Rückgang betraf hauptsächlich das OEM-Geschäft. Die gestiegenen Preise für Energie und Fracht seit 2022 sowie die globalen Krisen führten zu einer deutlichen Nachfragereduzierung. Zusätzlich normalisierte sich die Nachfrage nach den stark überdurchschnittlichen Werten in den Jahren 2021 und 2022, und dieser Trend wird voraussichtlich bis 2024 anhalten. Im Gegensatz dazu verzeichnete die Vertriebsgesellschaft im Jahr 2023 einen Umsatzrekord mit einem Wachstum von knapp 6 % auf EUR 128,7 Mio., unterstützt durch ein starkes Auftragsbuch aus dem Vorjahr. Der Umsatz, der auf den Produktionsbereich der Leybold GmbH, der primär Transaktionen im Verbundbereich betrifft, entfiel, stieg um 4 % (Vorjahr + 24 %). Ein Anstieg der Umsätze war nur bis zum 3. Quartal 2023 zu verzeichnen. Ab dem 4. Quartal waren die Umsätze rückläufig. Der Umsatzanstieg hat sich im Jahresergebnis niedergeschlagen. Neben dem Umsatzanstieg trugen vor allem niedrigere Kosten zum gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Jahresüberschuss bei. Aus diesen Gründen fiel auch das Jahresergebnis im Vergleich zur Vorjahresprognose positiver aus. Die Produktionskapazität wurde entsprechend erweitert. Im Jahresverlauf wurde die Anzahl der Mitarbeiter weiter erhöht bzw. die Mehrarbeit über befristete Arbeitsverhältnisse abgedeckt. Die zusätzlich benötige Maschinenkapazität wurde mit Neuanschaffungen bzw. Leihmaschinen befriedigt. Die Lieferpünktlichkeit zum Kunden war durch die weiter steigende Auslastung und die damit verbundenen Maßnahmen bzw. Engpässe in der Lieferkette beeinträchtigt und betrug nur 79% (Vorjahr: 76 %). Aus diesem konnte die Planzahl von 85 % aus unserer Vorjahresprognose nicht erreicht werden. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im weltweiten Atlas Copco Konzern wird das Thema Arbeitssicherheit als Priorität hervorgehoben. Aus diesem Grunde ist das Ziel, sowohl im Produktions- als auch im Verwaltungsbereich "Null Unfälle" zu erreichen. Forschung und Entwicklung Leybold beschäftigt 129 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung in verschiedenen Projekten im Vakuumbereich mit einem Budget von EUR 24,5 Mio. Das entspricht circa 5,2 % vom Umsatz. Im Geschäftsjahr wurden erfolgreich 44 neue Patente angemeldet. Der Bestand beträgt somit 667 registrierte aktive Patente weltweit. Umwelt Qualität, Umweltschutz und Arbeitssicherheit (SHE) stehen im Fokus der Konzernpolitik. Das Arbeitsschutz- und Umweltmanagementsystem ist zusammen mit dem QM-System in einem integrierten SHEQ-Managementsystem realisiert. In der Vergangenheit war dieses Managementsystem als zentrale Matrixzertifizierung für alle Leybold-Gesellschaften weltweit, in einem eigenständigen Zertifikat zusammengefasst. Im Jahr 2022 wurde diese Matrixzertifizierung in das Managementsystem der Vacuum Technik Business Area (VTBA) integriert und wird seit Herbst 2022 im Scope des VTBA-Zertifikats geführt. Die Anforderungen der Qualitätsnorm ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement), ISO 14001:2015 (Umweltmanagement) und ISO 45001:2018 (Arbeitsschutzmanagement) wurde in einem Rezertifizierungsaudit der LRQA im März 2023 für den Standort Köln bestätigt. Das nächste Überwachungsaudit findet 2024 statt. Zusätzlich ist unser Unternehmen auch nach ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert. In den letzten Jahren wurden Projekte zur Energieeinsparung von über 40 % des Gesamtverbrauches am Standort Köln realisiert. Wir führen diese Initiativen fort. Corporate Social Responsibility wird in der Gruppe als wichtige Verantwortung und Aufgabe gesehen. Die Atlas-Copco-Gesellschaften haben sich zu einer signifikanten Reduzierung der CO 2 Emissionen bis 2030 in der EU-weiten SBTi (Sience Based Target Initiative) verpflichtet. Die innerhalb der Gesellschaft bestehenden Risiko-Management-Systeme ("Disaster Recovery", "Business Contingency", ISO etc.) und Richtlinien sind weiterhin anwendbar. Für die Product Company in Köln existiert ein überarbeiteter Business Continuity Plan (BCP). Kommerzielle und nichtkommerzielle Maßnahmenpläne und Kennzahlen werden durch sogenannte Company Review Meetings, Balance Sheet Reviews, Business Boards und Legal Boards auf Compliance überprüft. Ein zentral bei der Atlas Copco AB angesiedeltes Compliance-Management unterstützt und überprüft die Maßnahmen der Gesellschaften. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Unter Berücksichtigung der vorstehend gemachten Angaben ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als stabil zu bezeichnen. Es ist jedoch zu beachten, dass der Rückgang der Auftragseingänge, der Mitte 2023 begonnen hat, sich im Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt hat und alle Regionen und Geschäftsbereiche mit Ausnahme des Systembaus betrifft. Um die niedrigere Produktionskapazität auszugleichen, wurden bereits im 2. Halbjahr 2023 Maßnahmen ergriffen, die derzeit verstärkt oder ausgeweitet werden. Diese Maßnahmen umfassen: Realisierung von Einsparungen durch Kapazitätsanpassungen, wie z.B. die Auflösung von Zeitarbeitsverträgen, Verringerung externer Dienstleistungen, Umsetzung von Effizienz-programmen, Erzielung von zusätzlichen Deckungsbeiträgen durch die Wiedereingliederung von ausgelagerten Prozessen, d.h. Selbst- statt Fremdfertigung von Teilen für unsere Produkte. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass diese Maßnahmen dazu beitragen werden, die wirtschaftliche Situation weiter zu stabilisieren und die Herausforderungen zu bewältigen. C. Chancen- und Risikobericht Die Risiken, denen ein Unternehmen ausgesetzt ist, lassen sich unterscheiden in operative Risiken und Finanzrisiken. Zur ersten Gruppe gehören z.B. Geschäfts-, Verkaufs- und Gewinnrisiken, Kundenkreditrisiken, Zulieferrisiken, Waren- und Energiepreisrisiken und Vermögensrisiken. Zur zweiten Gruppe gehören z.B. die Währungsrisiken. Ziel des Risikomanagements ist es, die bestehenden Risiken zu identifizieren und deren potenzielle Auswirkungen auf das operative Geschäft transparent zu machen und dann auf dieser Basis die beeinflussbaren Risiken durch geeignete und angemessene Maßnahmen zu minimieren. Zu den Maßnahmen einer Risikobegrenzung im Atlas Copco Konzern gehören insbesondere der Abschluss von Einkaufskontrakten mit Kunden, die Preis- und Mengenvereinbarungen beinhalten. Kundenkreditrisiken werden einerseits durch Bonitätsabfragen und andererseits durch Warenkreditversicherungen minimiert, wobei der Konzern bis zu einem Limit das Risiko aus Wirtschaftlichkeitsgründen selbst trägt. Lieferanten und Dienstleister werden hinsichtlich ihrer Qualität und Lieferfähigkeit überprüft. Zur Handhabung der Währungsrisiken wird vom Mutterkonzern Atlas Copco ein Natural-Hedging-Ansatz empfohlen; eine Nutzung von Währungssicherungsinstrumenten wird nur im Einzelfall ermöglicht. Wesentliche Vermögensrisiken werden durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Mit der Einbindung in das zentrale Cash-Management-System ist sichergestellt, dass ausreichende Liquidität zur Verfügung steht. Zusätzlich benötigte Mittel können von verbundenen Unter-nehmen in Form von Darlehen aufgenommen werden. Leybold bedient sich hier auch der zentralisierten Dienstleistungen der für das Risikomanagement verantwortlichen Organisationseinheiten des Atlas Copco Konzerns. Über die Dokumentation von Entwicklungsergebnissen ist sichergestellt, dass erarbeitetes Know-how erfasst wird. Die Bedeutung einzelner Know-how-Träger als Schlüsselfunktion ist damit verringert, d.h. bei Verlassen des Unternehmens ist der Wissensbestand in keiner Weise bedroht. Ein Patentwesen überwacht Fremd-Patente und übernimmt die Anmeldung eigener Patente zum Schutz des Know-hows. Das Unternehmen ist in die Patentstrategie des Konzerns eingebunden. Innerhalb des weltweiten Atlas-Copco-Konzerns existieren ein ausgeprägtes IT-gestütztes Risikomanagement und ein Frühwarnsystem. Zentrale Inhalte und Vorgaben sind im weltweiten agierenden Atlas Copco Konzern in einem Richtlinienhandbuch "THE WAY WE DO THINGS" zusammengefasst. Die Einhaltung wird durch die zentrale Abteilung "Internal Audit & Assurance" u.a. in internen Audits überprüft. Landesspezifische Regelungen ergänzen diese und werden durch zusätzliche, auch externe Audits ergänzt. Die Beschäftigten werden nach Maßgabe der Regelungen geschult. Kommerzielle und nichtkommerzielle Maßnahmenpläne und Kennzahlen werden durch sogenannte Company Review Meetings, Balance Sheet Reviews, Business Boards und Legal Boards auf Compliance überprüft. Ein zentral bei der Atlas Copco AB angesiedeltes Compliance-Management unterstützt und überprüft die Maßnahmen der Gesellschaften. In den deutschen Gesellschaften gibt es darüber hinaus Vorgaben und Maßnahmenpläne für die Einführung und Zertifizierung von Systemen zur Qualitätssicherung (ISO 9001) und zum Umwelt-(ISO 14001) und Arbeitsschutz (ISO 45001). Die Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen hat ergeben, dass die Risiken insgesamt beherrschbar sind und die identifizierten Risiken einzeln und in ihrer Gesamtheit keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken darstellen. Die größten Chancen des Unternehmens liegen darin, dass es in einem Markt aktiv ist der große Wachstumschancen bietet, sei es im Halbleiterbereich, im Bereich neuer Technologien wie z.B. Raumfahrt, Hyperloop, bzw. in einer Vielzahl anderer industrieller Anwendungen. Das Unternehmen hat im Atlas Copco Verbund eine starke Marktposition, es hat Zugang zu den Ressourcen der Atlas Copco Gruppe und investiert nachhaltig in die Entwicklung verbesserter, neuer und innovativer Produkte. Die schrittweise Verlagerung der Distribution nach Belgien wird durchgeführt, um Risiken zu minimieren, insbesondere das Risiko, Kunden nicht oder nur verspätet beliefern zu können. Die Distribution für alle Kunden außerhalb Europas wurde bereits erfolgreich umgestellt. Die geplante Umstellung für die europäischen Verkaufsgesellschaften ist für das Jahr 2024 vorgesehen. D. Prognosebericht Die Prognose des Internationalen Währungsfonds (IMF) für das Jahr 2024 zeigt ein geschätztes globales Wachstum von 3,1 %. Dies entspricht in etwa der Schätzung des globalen Wachstums im abgelaufenen Geschäftsjahr. Allerdings liegt das aktuelle globale Wachstum unter dem historischen Durchschnitt zwischen 2000 und 2019, der bei 3,8 % lag. Diese geringere Wachstumsrate ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: 1) Höhere Zinssätze der Zentralbank: Diese werden eingesetzt, um der Inflation entgegenzuwirken, haben jedoch gleichzeitig Auswirkungen auf die wirtschaftliche Aktivität. 2) Rückzug der fiskalischen Unterstützung: Bei hoher Verschuldung ziehen einige Länder ihre fiskalischen Unterstützungsmaßnahmen zurück, was die wirtschaftliche Erholung beeinträchtigen kann. 3) Niedriges zugrunde liegendes Produktivitätswachstum: Dies wirkt sich ebenfalls auf das Gesamtwachstum aus. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Faktoren weiterentwickeln und welche Auswirkungen sie auf die globale Wirtschaft haben werden.
Quelle: IMF World Economic Outlook Update, Jan 2024), Die Prognose des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) für den Weltmaschinenbau im Jahr 2024 zeigt eine preisbereinigte Stagnation des Weltmaschinenumsatzes. Die Entwicklung verläuft regional sehr unterschiedlich: 1) In einigen asiatischen Ländern ist mit einem Wachstum zu rechnen, wenn auch nur im niedrigen einstelligen Bereich 2) In USA wird der Maschinenumsatz nach -4 % im Vorjahr erneut schrumpfen. 3) Im EU-Wirtschaftsraum werden die Maschinenumsätze 2024 voraussichtlich um -3 % unter dem Vorjahresniveau liegen. Quelle: VDMA, Konjunkturbulletin international, April 2024, Seite 17 Die Leybold GmbH geht davon aus, dass sich die seit Mitte 2023 abschwächenden Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2024 fortsetzen werden. Erst im letzten Quartal 2024 wird eine Verbesserung der Auftragslage erwartet. Diese Prognose ist jedoch mit Unsicherheiten verbunden, bedingt durch die aktuelle schwache Weltwirtschaft, die Zinsentwicklung und die Wahlen in den USA. Die geschätzte Bandbreite der Umsatzentwicklung liegt daher zwischen EUR 280,0 - 350,0 mio. Die Umstellung der Distribution auf Belgien wird sich auf den Umsatz der Leybold GmbH auswirken. Extern erworbene Handelswaren werden schrittweise direkt vom Verteilungszentrum in Belgien bezogen und an die Tochtergesellschaft der Leybold GmbH weiterverkauft. Vorher wurden diese Handelswaren von der Leybold GmbH an ihre Tochtergesellschaften verkauft. Diese Änderung wurde in der Prognose entsprechend berücksichtigt. Auch die Ergebnisentwicklung wird aufgrund derselben Unsicherheiten mit einer Bandbreite angegeben. Die durch die hohe Inflation ausgelösten gestiegenen Kosten, z.B. für Löhne und Energie, werden sich auf das Jahresergebnis auswirken. Das erwartete Jahresergebnis liegt wie oben aufgeführt zwischen EUR 15,0 - 25,0 mio. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wie Lieferpünktlichkeit und Mitarbeiterunfälle stehen auch in den Folgeperioden unverändert im Fokus. Bei der Lieferpünktlichkeit strebt das Unternehmen weiterhin entscheidende Verbesserungen an. Das Ziel bei den Mitarbeiterunfällen ist eine Vermeidung jeglicher Unfälle. Die bestehenden Initiativen im Bereich der Umweltbelange werden fortgeführt bzw. intensiviert, um Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu gewährleisten. Frauenquote Nach Maßgabe der gesetzlichen Regelungen zur gleichwertigen Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst wurden am 16. November 2022 durch die Gesellschafterversammlung Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat in Höhe von 33,3 % und in der Geschäftsführung in Höhe von 25 % festgesetzt. Mit Beschluss vom 16. November 2022 wurden die Zielgrößen für den Frauenanteil unterhalb der Geschäftsführung wie folgt festgesetzt: Erste Führungsebene 25 % und zweite Führungsebene 25 %. Diese Zielgrößen sollen bis zum 31. Dezember 2026 erreicht werden. Im Geschäftsjahr 2023 lag die Frauenquote im Aufsichtsrat bei 0 % und in der Geschäftsführung bei 25 %. Unterhalb der Geschäftsführung lag die Frauenquote in der ersten Führungsebene bei 28,7 % und in der zweiten Führungsebene bei 15,1 %. Angaben zur aktuellen Situation und Maßnahmen: Die Leybold GmbH, Köln, agiert als Unternehmen mit Tarifbindung und ist im Verband der Metall- und Elektro-Industrie NRW organisiert. Das Unternehmen ist dabei von einem hohen Anteil an männlichen Arbeitnehmern geprägt. Dieser bestimmt sich durch den Charakter der Tätigkeiten sowie der noch immer geringen Anzahl weiblicher Interessenten auf dem Arbeitsmarkt für diese Tätigkeiten, jedoch hat Atlas Copco als Konzernziel einen Frauenanteil von 30 % bis 2030 gesetzt, zu dessen Erreichung die Leybold GmbH beitragen wird.
Köln, den 10. April 2024 René Rose Stüber, Geschäftsführerin Torsten Beyer, Geschäftsführer Michael Eichhorn, Geschäftsführer Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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