Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 214416
Eingetragen
6.2.2020
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Gegenstand
die Abfertigung, die Vermittlung und die Durchführung von Transporten von sowie der Handel mit Bau-, Energie- und Agrarstoffen aller Art sowie das Betreiben von Warenlägern

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Onur Ölmez
seit 21.10.2025
Prokura
Holger Kompfe
seit 2.4.2024
Prokura
Thomas Goßens
seit 2.4.2024
Prokura
Hakan Efe
seit 2.4.2024
Prokura
Helge Peter Schmidt
seit 2.4.2024
Prokura
Karsten Bley
seit 4.5.2022
Geschäftsführer
Sebastian Budke
seit 11.2.2021
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sievert SE

Osnabrück

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht 2021

I. Allgemeines

Die Sievert SE ist im Jahr 2020 durch einen Rechtsformwechsel aus der Sievert AG hervorgegangen, die ursprünglich als reine Finanzholding die Beteiligungsunternehmen der Sievert Unternehmensgruppe hielt. Die Sievert SE fungiert auch als Arbeitgeber für die Zentralbereiche, die ihre Dienstleistungen für die beiden Unternehmensbereiche Baustoffe und Logistik erbringen.

Mit spezialisierten Baustoff- und Logistiklösungen ist Sievert an rund 60 Standorten in Deutschland, Europa, Russland und China aktiv. Zur besonderen Expertise der Unternehmensgruppe gehören neben modernen Trockenmörteln mineralischer Art auch bauchemische Spezialprodukte sowie umfassende Serviceleistungen und eine intelligent vernetzte Logistik.

II. Gesamtwirtschaftliche Lage

Die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft auch im Jahr 2021 vor diverse Herausforderungen gestellt und wird voraussichtlich längerfristige Auswirkungen haben. Nach dem unvorbereiteten Eintritt der Corona-Krise im Jahr 2020 konnte eine konjunkturelle Erholung verzeichnet werden, die jedoch weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens sowie der wirtschaftlichen Entwicklung mit sich brachte. Aufgrund der schnellen Impfstoffkampagne und einer weltweiten Lockerung der Pandemiebekämpfungsmaßnahmen im Laufe des Jahres 2021 konnte sich die Wirtschaft weltweit nach einem Schrumpfen in 2020 wieder deutlich erholen. Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2021 voraussichtlich um 5,9 % gewachsen. Starkes Wachstum erreichte beispielsweise China (8,1 %), das zwar im Jahr 2020 besonders betroffen war, aber durch strikte staatliche Maßnahmen eine schnelle Normalisierung des Wirtschaftslebens erreicht hat und seinen Exportanteil nochmals ausbauen konnte. Deutschlands Wirtschaft war im Jahr 2020 deutlich weniger stark eingebrochen, so dass die Erholungsbewegung im Jahr 2021 spürbar schwächer ausfiel als in anderen Industrieländern. Laut World Economic Outlook (WEO) des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird für die Jahre 2022 und 2023 mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 4,4 % bzw. 3,8 % gerechnet. Nach einem sprunghaften Wachstum aufgrund von Nachholeffekten normalisiert sich das Wirtschaftswachstum wieder auf einem Niveau vor Corona. Voraussetzung für dieses Wachstum bleibt jedoch eine großflächige Immunisierung der Bevölkerung in Verbindung mit weiterer finanzieller Unterstützung besonders betroffener Wirtschaftszweige in den großen Volkswirtschaften. Dabei wird erwartet, dass die Entwicklung in den Ländern höchst unterschiedlich ausfallen wird.

Für die deutsche Wirtschaft wird 2022 ein moderates Wirtschaftswachstum von 3,8 % erwartet, das sich im Laufe des Jahres beschleunigen kann. Haupttreiber dieser Entwicklung dürften eine starke Industrieproduktion und ein anziehender Export sein. Die Bauwirtschaft und der private Konsum, insbesondere ein größeres Angebot an Freizeit- und Reiseaktivitäten, werden ebenfalls zum Wachstum beitragen. Die Geldpolitik der EZB wird geprägt werden von einer Bekämpfung der stark gestiegenen Inflation. Auch wenn die EZB bisher nur von einem temporären Phänomen ausgeht, werden sich, auch dem Druck anderer Notenbanken folgend, erste Straffungen der europäischen Geldpolitik nicht vermeiden lassen. Ein robuster Arbeitsmarkt in Verbindung mit staatlichen Fördermaßnahmen sichert dabei das Wachstum. Die Aufrechterhaltung der Wertschöpfungskette insbesondere im Bereich der Rohstoffe, die Entwicklung der Rohstoffpreise sowie noch immer bestehende Engpässe am Arbeitsmarkt werden auch weiterhin das Wachstum begrenzen. Mit einer deutlichen Entspannung bei der Versorgung mit Rohstoffen und industriellen Vorprodukten wird erst in der zweiten Jahreshälfte 2022 gerechnet. Die Auswirkungen der Pandemie auf den Wohnungsmarkt werden hingegen eher gering erwartet. Der Bausektor wird in 2022 weiterhin ein stabiles Niveau erreichen, wenn auch die Wachstumsraten zwischen Wohnungs-, Wirtschafts- und öffentlichem Bau sehr unterschiedlich ausfallen dürften. Wesentlichen Einfluss auf den Bausektor dürften im laufenden Jahr vor allem die deutliche Verteuerung von Baustoffen, der weiterhin knapp besetzte Arbeitsmarkt sowie der Wegfall staatlicher Förderungen für energieeffizientes Bauen haben. Von einer kurzfristigen Neuordnung der staatlichen Fördermaßnahmen wird daher abhängen, ob es weitere Impulse für den deutschen Wohnungsmarkt geben wird.

Für Osteuropa erwartet das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW), dass die Wirtschaft nur noch um 3,2 % wachsen wird. Damit liegt das Wachstum rund 2,5 % unter dem des Jahres 2021. Die jüngsten Spannungen zwischen Russland und den westlichen Industrieländern, die zur Invasion von russischen Streitkräften und zum Krieg in der Ukraine geführt haben, werden einen wesentlichen Einfluss auf die Wirtschaft in Russland im Jahr 2022 haben. Aufgrund der bestehenden und möglicherweise deutlich verschärften Sanktionen könnte das Wachstum der russischen Wirtschaft massiv gebremst werden. In China wird nach einem starken Wachstum 2021 von 8,1 % aufgrund der weiterhin sehr strikten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie sowie einem Abflachen des weltweiten Wirtschaftswachstums nur noch von einem Wachstum von 4,8 % ausgegangen.

Prognoseübersicht Wachstum der realen Wirtschaftsleistung in Prozent Quelle: IWF 01/2022 2022 2021 Veränderung
Welt 4,4 5,9 -1,5
Eurozone 3,9 5,2 -1,3
Deutschland 3,8 2,7 +1,1
China 4,8 8,1 -3,3
Luxemburg 3,8 5,5 -1,7
Niederlande 3,2 3,8 -0,6
Polen 4,6 5,4 -0,8
Russland 2,8 4,5 -1,7
Schweiz 3,0 3,3 -0,3
Slowakei 5,2 4,4 +0,8
Tschechien 4,5 3,8 +0,7

III. Entwicklung der Baubranche

Nachdem Corona im Jahr 2020 zu einem deutlichen wirtschaftlichen Einbruch geführt hatte und auch die Bauaktivitäten in der ersten Jahreshälfte 2020 stark gedrosselt worden sind, hat sich der Bausektor im weiteren Jahresverlauf 2020 wieder erholen können.

Dieser Erholungsprozess hat sich auch im Jahr 2021 fortgesetzt, so dass bereits in den meisten Ländern des EURO-CONSTRUCT-Netzwerks das Vorkrisenniveau erreicht werden konnte. Nach der im November 2021 veröffentlichten Prognose des Ifo Instituts soll das Bauvolumen in den 19 Ländern des EURO-CONSTRUCT-Netzwerks im Jahr 2021 um 5,6 % gestiegen sein, nachdem 2020 noch ein Rückgang um 4,7 % zu verzeichnen war. Damit hat sich die Pandemie, anders als im Jahr 2020 noch prognostiziert, nicht in diesem Umfang auf die Baubranche ausgewirkt, sondern vor allem die Dienstleistungs- und Tourismusbranche getroffen. Für das Jahr 2022 rechnet das Ifo Institut mit einem Anstieg des Bauvolumens von 3,6 % in den Ländern des Netzwerks. Die Folgen der Pandemie dürften damit weitestgehend überwunden sein und nunmehr durch andere Einflüsse abgelöst werden. Langfristig ist die Bautätigkeit jedoch weiter auf einem Wachstumspfad. Die Corona Krise hat einige Trends wie z.B. fortschreitende Urbanisierung, energetische Modernisierung und Infrastrukturausbau vorübergehend überlagert. Diese Markttreiber haben ab der zweiten Jahreshälfte 2021 wieder die Führung übernommen, wenngleich indirekte Faktoren, wie gerissene Lieferketten, Rohstoffknappheiten und eine verstärkte Preisentwicklung die Erholungsbewegung gebremst haben. Nach einem sehr positiven Jahresbeginn 2021 haben sich die Nachholeffekte im Bereich der Veranstaltungs- und Tourismusbranche dämpfend auf die Nachfrage im Bausektor ausgewirkt. Eine Verschiebung der Prioritäten bei privaten Konsumausgaben war insbesondere in den Baumärkten deutlich spürbar. Eine teilweise angespannte Rohstoffversorgung mit deutlichen Preissprüngen vor allem bei Energie und chemischen Rohstoffen hat zu einer Weitergabe der Kostenerhöhungen an die Endkunden geführt. Dieser Trend setzte sich auch zu Beginn des Jahres 2022 fort und wird maßgeblich die Baukonjunktur im laufenden Geschäftsjahr beeinflussen. Voraussetzung für eine stabile Entwicklung des Bausektors bleibt die dauerhafte Kontrolle über die Pandemie und deren Auswirkungen auf das öffentliche Leben.

Die Corona Krise hat den Baubetrieb in Deutschland bisher nur moderat beeinträchtigt. Die zahlreichen Behinderungen der Bautätigkeit spielten eine wesentlich geringere Rolle als zu Beginn der Krise prognostiziert. Das Bauvolumen in Deutschland ist im Vergleich zum Jahr 2020 um 2,7 % gestiegen. Der Wohnungsbau war weiterhin der Wachstumsmotor der Baubrache, wohingegen der Nichtwohnbau deutlich schwächer abschnitt und das Vorkrisenniveau 2019 noch nicht wieder erreicht hat. Insbesondere der öffentliche Bau trübt aufgrund der angespannten Haushaltslage von Bund, Ländern und Gemeinden die Konjunkturaussichten. Die weiterhin positiven Rahmenbedingungen wie die hohe Wohnraumnachfrage in den Ballungsräumen, weiterhin günstige Finanzierungskonditionen, steuerliche bzw. öffentliche Anreize für Sanierung und der demografische Wandel führen dazu, dass das EURO-CONSTRUCT-Netzwerk für 2022 mit einem leichten Anstieg des Bauvolumens von 3,6 % rechnet. Belastend wirken sich die weiter stark steigenden Baupreise, der verstärkte Fachkräftemangel sowie der Wegfall der stattlichen Förderungen für energieeffizienten Neubau aus.

Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist das nominale Bauvolumen im abgelaufenen Jahr um rund 10 % Prozent auf einen historischen Höchstwert von 488 Milliarden Euro geklettert, was einem Anteil von knapp 15 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Deutschlands entspricht. In diesem Jahr wird die nominale Bauleistung voraussichtlich um weitere fast 13 % und im kommenden Jahr um gut 6 % zulegen. Preisbereinigt bleibt nach Einschätzung des DIW Berlin für 2022 und 2023 immer noch ein Zuwachs von jeweils rund 3 %.

IV. Konzernstruktur

Das im Jahr 2019 begonnene Projekt zur deutlichen Vereinfachung der rechtlichen Konzernstrukturen wurde im Frühjahr 2021 abgeschlossen. Die Konzernmutter Sievert SE hat alle bereichsübergreifenden Serviceabteilungen wie Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Einkauf, Personal, IT und Marketing übernommen. Der bisher als SIT Sievert Informationstechnik GmbH & Co. KG rechtlich selbständige IT-Bereich ist zum Jahresbeginn 2021 auf die Sievert SE angewachsen.

Die Heinrich Hahne GmbH & Co. KG ist zum 01.01.2021 auf die Sievert Baustoffe GmbH & Co. KG verschmolzen worden. Das Geschäft mit bauchemischen Produkten wird unter der bekannten Marke hahne weiter fortgeführt. Damit sind in der Sievert Baustoffe GmbH & Co. KG ab 2021 alle inländischen Aktivitäten zur Herstellung und zum Vertrieb von Baustoffen gebündelt.

Mit Wirkung zum 01.01.2022 wurden sämtliche Anteile der Sakret CZ k.s. erworben. Die Gesellschaft betreibt ein Trockenmörtelwerk in Ledcice, Tschechien, und wird organisatorisch in die tschechischen Aktivitäten der Sievert Unternehmensgruppe eingebunden.

Die inländischen Logistikaktivitäten der Sievert Unternehmensgruppe wurden bereits im Geschäftsjahr 2020 in der Sievert Logistik SE gebündelt.

V. Entwicklung der Unternehmensbereiche

A. Baustoffe

Der ehemalige Unternehmensbereich Bauchemie wurde bis zum Jahr 2020 durch die Gesellschaft Heinrich Hahne GmbH & Co. KG geführt. Zum Jahresbeginn 2021 wurde die Heinrich Hahne GmbH & Co. KG auf die Sievert Baustoffe GmbH & Co. KG verschmolzen, so dass damit alle inländischen Baustoffaktivitäten der Sievert Unternehmensgruppe unter einem Dach gebündelt sind. Mit den Marken quick-mix, akurit, tubag, hahne und strasser tritt Sievert als internationaler Hersteller und Spezialist für nachhaltige Premium-Baustoffe für Profis und Heimwerker in den Bereichen Hochbau, GaLaBau, Restaurierung, Straßen- und Tiefbau, Bauchemie sowie Geotechnik auf und produziert in 19 inländischen und 7 ausländischen Werken. Als modernes, zukunftsorientiertes Unternehmen mit einer langjährigen Erfahrung am Markt werden die Produktbereiche

 

Trockenmörtel und Beton

 

Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS)

 

Putzsysteme

 

Farb- und Anstrichsysteme

 

Fliesenverlegesysteme

 

Estrich- und Bodenausgleichssysteme

 

Bitumen- und Abdichtungssysteme

 

Spritz- und Konstruktionsbetone

 

Damm- und Verfüllbaustoffe

 

tubag Trass-Systeme

 

Bautenschutz-Systeme

entwickelt, produziert und vertrieben. Über das Segment Industrie und Geotechnik bedient der Unternehmensbereich verschiedenste Industriekunden und den Berg-, Tunnel- und Spezialtiefbau mit mineralischen Baustoffen. Unter der Marke quick-mix sind alle Mörtel- und Abdichtungsprodukte gebündelt. Mit der Marke tubag ist der Unternehmensbereich in den Bereichen Trassbindemittel, Trassmörtel für Restaurierung und Sanierung, Natursteinverlegung, Garten- und Landschaftsbau sowie Straßenbau aktiv. Mit der Marke akurit werden insbesondere hochwertige Putzprodukte für den Innen- und Außenbereich sowie Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) vertrieben. Die Marke hahne bietet seit mehr als 90 Jahren bauchemische Systemlösungen für den Neubau und die Sanierung an. Dabei steht der Schutz und der Werterhalt der Gebäudesubstanz im Vordergrund. Die Marke strasser hat das Angebot aus dem Segment Fliese/ Boden konsequent auf die Anforderungen von Profi-Handwerkern und Fachhändlern neu ausgerichtet.

Durch seine Präsenz im Markt, aufmerksame Beobachtung von Trends sowie stetige Forschungs- und Entwicklungstätigkeit bietet der Unternehmensbereich praxisorientierte Systemlösungen an. Baustoffe in bester Markenqualität ermöglichen dem Fachhandel, den Fachhandwerkern und den Architekten durch hohe Wirtschaftlichkeit, Verarbeitungsfreundlichkeit und ein optimales Preis-/ Leistungsverhältnis ein profitables Arbeiten. Für Kunden werden neue Produkte entwickelt und bestehende Produkte verbessert. Technische Entwicklungen werden im eigenen Technologiezentrum vorangetrieben. Somit trägt der Unternehmensbereich dem technischen Fortschritt der Bauwirtschaft sowie den steigenden Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Baustoffen Rechnung. Prüfungen und Analysen in hauseigenen Laboren sichern eine gleichbleibend hohe Qualität.

Im Jahr 2020, das zunächst von einer hohen Unsicherheit durch die Corona-Pandemie geprägt war, konnten Umsatz und Ergebnis im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert werden. Die Erwartung eines kurzfristigen Endes der Pandemie hat sich leider nicht erfüllt, so dass auch im Geschäftsjahr 2021 Auswirkungen zu spüren waren. Der Jahresbeginn war aufgrund der milden Witterung von einer hohen Nachfrage nach Trockenbaustoffen geprägt. Bis zur Jahresmitte blieb die Nachfrage teilweise deutlich über unseren Erwartungen. Die zweite Jahreshälfte war von einer zurückhaltenden Nachfrage geprägt, die nach unserer Auffassung im Wesentlichen auf eine starke Verteuerung von Rohstoffen und Energie zurückgeht. So war es unter anderem erforderlich auch unterjährige Preiserhöhungen durchzusetzen. Hinzu kamen Lieferengpässe insbesondere bei chemischen Additiven, die auf Witterungsereignisse oder Havarien zurückzuführen waren. Größere negative Auswirkungen dieser Engpasssituationen konnten durch ein vorausschauendes Handeln und gesteigerte Vorratsbestände größtenteils abgefedert werden.

Nachdem die Pandemie im Jahr 2020 die Menschen weitestgehend an größeren Urlaubsreisen gehindert hatte und zu einer Sonderkonjunktur in den Baumärkten geführt hatte, war im Jahr 2021 durch einen langen Lockdown und die Konkurrenz der Freizeitangebote ein deutlicher Rückgang der privaten Nachfrage in Baumärkten zu verzeichnen. Wie schon im Jahr 2020 wurde das strikte Kosten- und Liquiditätsmanagement als ein wesentlicher Treiber des guten Jahresergebnisses fortgesetzt. Zur weiteren Optimierung der Vertriebsaktivitäten und unserer Kostenstrukturen wurden im Geschäftsjahr 2020 verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen. Neben der Reduzierung der Vertriebsgebiete und Vertriebsmitarbeiter in Deutschland wurde auch das Beratungsangebot für Planer und Architekten geschärft. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wurde größtenteils im Jahr 2021 abgeschlossen. Im Jahresverlauf 2021 wurden die Produktionsstandorte in Essen und Griesheim endgültig geschlossen und die Produktion an andere Standorte verlagert. Gleichzeitig wurden das große Neubauprojekt in Rosenau, die Erweiterung des Werkes in Marl sowie die neue Produktionslinie in Kruft vorangetrieben. Alle Projekte werden ihren Abschluss Anfang 2022 finden.

Der Unternehmensbereich Baustoffe erwartet im Geschäftsjahr 2022 deutlich gesteigerte Umsätze, die hauptsächlich auf umzusetzende Preissteigerungen sowie regionale Mengenzuwächse zurückgehen. Wir gehen davon aus, dass sich der positive Ergebnistrend im In- und Ausland fortsetzen wird.

B. Logistik

Der Unternehmensbereich Logistik ist mit seiner Muttergesellschaft, der Sievert Logistik SE, ein mittelständisch geprägtes, flexibles, dynamisches Logistikunternehmen, das für verschiedenste Branchen und unterschiedlichste Güter intelligente Logistik-Lösungen entwirft und realisiert. An 12 Standorten im Inland und den Niederlanden hat sich dieser Unternehmensbereich auf die Konzeption individueller Logistiklösungen und kompletter Logistikketten für Kunden aus den Bereichen Industrie, Handel, Stahl- und Bauindustrie sowie verarbeitendes Gewerbe spezialisiert. Planen- und Silo-Transporte auf der Straße sowie umfassende Lagerlogistik und Value-Added-Services werden regional, national und international durchgeführt. Eine moderne Fahrzeugflotte und ein Netzwerk an festen, langjährigen Dienstleistungspartnern sind die Basis für nachhaltigen Erfolg.

Der Außenumsatz ist im Berichtsjahr leicht gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Eine hohe Auslastung der Kapazitäten durch starke Nachfrage nach Baustoffen der Sievert Unternehmensgruppe, die konsequente Durchsetzung von Preiserhöhungen sowie ein striktes Kostenmanagement haben das Ergebnis auf einem konstant guten Niveau verstetigt. Die Dieselpreise haben sich im Geschäftsjahr 2021 deutlich verteuert, was sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte als Kostentreiber entwickelt hat. Eine konsequente Absicherung des Dieseleinkaufs hat im Jahr 2021 größere Auswirkungen auf das Ergebnis verhindert. Aufgrund des weiteren Anstiegs zu Beginn des Jahres 2022 wird eine konsequente Umsetzung von Preiserhöhungen einen hohen Stellenwert einnehmen. Durch die weitere Reduzierung der saisonalen Abhängigkeit sowie den Ausbau des Dienstleistungsportfolios erwartet der Unternehmensbereich steigende Umsätze aus Logistikdienstleistungen in 2022 und ein positives Ergebnis.

Zur weiteren Optimierung der Kostenstruktur hatte die Sievert Logistik SE im Jahr 2020 ein Programm zur Effizienzsteigerung initiiert. Die Zusammenlegung von Dispositionsstandorten geht mit einem Abbau von Mitarbeiterkapazitäten und Mietaufwendungen einher und wird voraussichtlich im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossen.

VI. Wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns

A. Allgemeines

Als wesentliche Steuerungsgröße des Konzerns wird neben den Umsatzerlösen das EBIT herangezogen. Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % zurück, wohingegen das EBIT um 6,9 % gesteigert werden konnte.

B. Ertragslage

Die Sievert SE hat das Berichtsjahr mit einem gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich verbesserten Ergebnis abgeschlossen. Der Konzernjahresüberschuss liegt mit 14,9 Mio. € um 2,9 Mio. € deutlich über dem des Vorjahres. Die Ergebnisverbesserung resultiert neben dem durch Sondereffekte belasteten Vorjahresergebnis zum einen aus den positiven Kosteneffekten der Umstrukturierung der Unternehmensgruppe und der weiterhin hohen Kostendisziplin als auch aus einem deutlich reduzierten Zinsaufwand. Die durchgeführten Umstrukturierungen der Unternehmensgruppe beinhalteten die Schließung von zwei inländischen Produktionsstandorten, die Verdichtung des Kundeninnendienstes sowie die Optimierung der regionalen Vertriebsstrukturen.

in Mio. € 2021 2020 Veränderung
absolut in %
Gesamtumsatz 428,5 433,2 -4,7 -1,1
EBITDA 36,3 35,9 0,4 +1,1
EBITDA Marge 8,5% 8,3% 0,2% +2,4
EBIT 23,1 21,6 1,5 +6,9
EBIT Marge 5,4% 5,0% 0,4% +8,1
Jahresüberschuss 14,9 12,0 2,9 +24,2
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Wirtschaftsgüter 16,1 11,0 5,1 +46,4
ø auf Vollzeit umgerechnete aktive Mitarbeiter/ innen 1.707 1.750 -43 -2,5

Das EBIT hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert und liegt über dem Plan. Auch die ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Logistikbereich haben einen positiven Beitrag zur Ergebnisverbesserung geleistet.

Moderater Umsatzrückgang

Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vorjahr von 433,2 Mio. € um 4,7 Mio. € auf 428,5 Mio. € leicht gesunken, lag jedoch nur marginal unter Plan. Während im Ausland ein deutlicher Umsatzanstieg um 5,1% auf 89,7 Mio. € verzeichnet werden konnte, wurde im Inland ein Rückgang um 2,6% auf 338,8 Mio. € erzielt. Diese Entwicklung ist insbesondere im Unternehmensbereich Baustoffe im Inland verursacht. Während in der ersten Jahreshälfte des Berichtsjahres die Umsatzentwicklung sehr erfreulich und leicht über Plan lag, konnte die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nicht zufriedenstellen. Insbesondere deutliche Preissteigerungen auf der Lieferantenseite sowie knappe Rohstoffe führten zu Engpässen. Die Umsetzung von Preissteigerungen aufgrund steigender Rohstoffpreise und Herstellungskosten konnte den Mengeneffekt nicht kompensieren. Dagegen konnte im Unternehmensbereich Logistik eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr von 2,0% erzielt werden.

Rohertrag geht aufgrund gesunkener Mengen zurück

Die Preis- und Mengenentwicklung im Unternehmensbereich Baustoffe führen dazu, dass der Rohertrag von 237,3 Mio. € im Vorjahr auf 227,4 Mio. € im Berichtsjahr gesunken ist.

Sonstige betriebliche Erträge steigen

Die sonstigen betrieblichen Erträge steigen von 2,6 Mio. € im Vorjahr auf 6,9 Mio. € im Berichtsjahr im Wesentlichen durch höhere Auflösungen von Rückstellungen sowie gestiegene Erträge aus Anlagenabgängen. Die Erträge aus Währungsumrechnungen sind von 0,8 Mio. € im Vorjahr auf 1,5 Mio. € im Jahr 2021 gestiegen.

Personalkosten nach Umstrukturierungen deutlich gesunken

Die Anzahl der auf Vollzeit umgerechneten aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist von 1.750 im Vorjahr um 2,5 % auf 1.707 gesunken. Den höchsten Rückgang verzeichnet mit 29 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Unternehmensbereich Baustoffe im Inland. Der Personalaufwand ist von 107,8 Mio. € im Vorjahr um 5,2 Mio. € auf 102,7 Mio. € im Berichtsjahr zurückgegangen.

Abschreibungen aufgrund reduzierter Investitionstätigkeit gesunken

Der Rückgang der Abschreibungen um 7,6% auf 13,2 Mio. € im Berichtsjahr spiegelt die auf das notwendige Maß reduzierten Investitionen aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in den Vorjahren wider. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen für das Jahr 2021 lagen hingegen mit 16,1 Mio. € deutlich über den Abschreibungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen steigen leicht

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte insbesondere im Bereich der Vertriebskosten aufgrund gesunkener Frachten und Fuhrleistungen, Werbekosten sowie Fahrzeugkosten aufgrund zurückhaltender Reisetätigkeiten erzielt werden. Dagegen sind die Aufwendungen im Bereich der Verwaltung gestiegen, insbesondere bedingt durch höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit zukunftsweisenden Automatisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen im Bereich der EDV.

in Mio. € 2021 2020 Veränderung
absolut in %
Betriebskosten 28,1 27,4 0,7 2,6
Vertriebskosten 52,6 56,8 -4,2 -7,3
Verwaltungskosten 11,6 9,3 2,3 24,4
Übrige Aufwendungen 3,0 2,7 0,3 11,4
  95,3 96,2 -0,9 -0,9

Finanzergebnis verbessert

Das Finanzergebnis hat sich im Berichtjahr deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Neben gestiegenen Beteiligungserträgen von assoziierten Unternehmen um 0,3 Mio. € auf 0,7 Mio. € konnten insbesondere die Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der vorfristigen Kündigung der ersten Tranche der Genussrechte in Höhe von 12,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. € auf 3,3 Mio. € verringert werden. Dadurch konnte das Finanzergebnis insgesamt um 1,3 Mio. € auf 2,2 Mio. € reduziert werden.

Ertragsteuern steigen aufgrund Ergebnisverbesserung

Die Ertragsteuern sind bei einem deutlich gestiegenen Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. € auf 5,5 Mio. € gestiegen. Ergebnisse der Betriebsprüfung belasten die Ertragsteuern mit 0,2 Mio. €.

C. Vermögenslage

Im Berichtsjahr ist die Bilanzsumme von 183,0 Mio. € im Vorjahr auf 186,2 Mio. € gestiegen. Für die Steuerung einer ausgewogenen Bilanzstruktur konnten Kennzahlen wie Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad weiter verbessert werden.

Anlagevermögen steigt aufgrund von Investitionen

Trotz des anhaltend strikten Kosten- und Liquiditätsmanagements wurden die betrieblich notwendigen Investitionen realisiert, die neben gesunkenen Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg des Sachanlagevermögens um 2,6 Mio. € auf 93,0 Mio. € geführt haben.

Umlaufvermögen stichtagsbedingt gestiegen

Der Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 2,0 Mio. € betrifft im Wesentlichen chemische Vorprodukte und Verpackungsmaterial zur Absicherung vor der Verknappung und Rohstoffpreisentwicklung in diesen Segmenten. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Mio. € gestiegen, insbesondere zur Sicherstellung der frühzeitigen Belieferung im neuen Jahr.

Die Summe aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. € erhöht. Dabei wird der stichtagsbedingte Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag durch den Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände in Folge gestiegener Steuererstattungsansprüche überkompensiert.

Eigenkapitalquote steigt leicht

Das Eigenkapital ist trotz der Umqualifizierung des Genussrechtskapitals in Höhe von 12,5 Mio. € in die sonstigen Verbindlichkeiten und einer erfolgten Dividendenausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von 2,2 Mio. € um 1,3 Mio. € aufgrund des positiven Jahresergebnisses gestiegen, so dass der Anstieg der Bilanzsumme überkompensiert wurde. Ebenfalls haben die im Berichtsjahr stabileren Auslandswährungen zu einem Rückgang der Währungsdifferenzen von 7,6 Mio. € auf 6,6 Mio. € geführt, wodurch das Eigenkapital weiter gestärkt wurde und ein leichter Anstieg der Eigenkapitalquote von 38,7 % auf 38,8 % verzeichnet wird.

Fremdkapital steigt durch Umgliederung der Genussrechte

Der Rückgang der Steuerrückstellungen um 2,9 Mio. € und sonstigen Rückstellungen um 0,8 Mio. € haben den Anstieg der Pensionsrückstellungen in Höhe von 0,5 Mio. € überkompensiert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen auch noch nicht abgeschlossene Umstrukturierungsmaßnahmen, die jedoch gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken sind.

Die vorgesehene Tilgung der zweiten und letzten Tranche der Genussrechte in Höhe von 12,5 Mio. € wird zum 30.06.2022 erfolgen. Aufgrund der kurzen Restlaufzeit erfolgte die Umqualifizierung der Genussrechte aus dem Eigenkapital in die sonstigen Verbindlichkeiten. Die Tilgung von Bankverbindlichkeiten in Höhe von 6,9 Mio. € sowie der stichtagsbedingte Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen führten zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten von 73,4 Mio. € auf 78,5 Mio. €.

D. Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens stellt sich im Berichtsjahr sehr solide dar. Im Jahr 2020 hat die Gesellschaft die Konzernfinanzierung für alle inländischen Gesellschaften übernommen. Hierzu wurde mit dem Hausbankenkreis ein Konsortialkredit über eine Laufzeit von 3 Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen von je einem Jahr abgeschlossen, die auch im Geschäftsjahr 2021 unverändert fortbestand.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 20,6 Mio. € hat sich gegenüber dem Vorjahr um 22,2 Mio. € verringert, was im Wesentlichen durch gesunkene Rückstellungen in Höhe von 11,2 Mio. €, höhere Steuerzahlungen in Höhe von 6,3 Mio. € aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie den Anstieg des Working Capital gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Mio. € bedingt war.

In Folge der zurückhaltenden Investitionspolitik bei Ausbruch der Corona-Pandemie 2020 wurde im Berichtsjahr die Investitionstätigkeit in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wieder deutlich auf 16,1 Mio. € erhöht.

Die gesunkenen Zinszahlungen konnten trotz der planmäßigen Rückzahlung von Tilgungsdarlehen in Höhe von 6,8 Mio. € sowie der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2,2 Mio. € aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung zu einer Verbesserung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit beitragen.

Diese umfangreichen Mittelabflüsse haben zu einem Rückgang des Finanzmittelfonds um 5,7 Mio. € auf 11,3 Mio. € (Vorjahr 17,0 Mio. €) geführt. Zur weiteren Absicherung der soliden Finanzlage dienen die Kontokorrentkreditlinien bei führenden Hausbanken in Höhe von 55,0 Mio. €, Finanzierungsrahmen durch die ABS-Finanzierung in Höhe von 25,0 Mio. € sowie weitere Darlehensmittel bei Banken mit Laufzeiten bis 2028.

Die Neuaufnahme von Darlehen oder anderer Finanzierungsinstrumente war nicht erforderlich. Zahlungsschwierigkeiten auf Kundenseite haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht in größerem Umfang ergeben. Liquiditätsschonende Maßnahmen oder staatliche Unterstützungsleistungen zur Abfederung der Corona-Pandemie wurden nicht in Anspruch genommen.

E. Mitarbeitende

Im Berichtsjahr waren in der Sievert Unternehmensgruppe durchschnittlich auf Vollzeit umgerechnet 1.707 Mitarbeitende beschäftigt. Davon wurden im Inland mit 1.292 Mitarbeitende 43 weniger als im Vorjahr beschäftigt. Im Ausland sank die Zahl der Beschäftigten um 2 Mitarbeitende auf 416. Die Weiterentwicklung und Förderung von Mitarbeitenden erfolgt über verschiedene Programme, die sowohl zentral als auch dezentral durchgeführt werden. Über ein zentral organisiertes, betriebliches Gesundheitsmanagement geht die Sievert Unternehmensgruppe über klassische Arbeitsschutzmaßnahmen hinaus, um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und die Fehlzeiten zu reduzieren. Dem zunehmenden Fachkräftemangel wird mit einer Steigerung der Ausbildung eigener Mitarbeiter sowie dem Beitritt zu Ausbildungsverbunden und der Steigerung der Arbeitgeberattraktivität durch die neue einheitliche Arbeitgebermarke "Sievert" begegnet. Im Berichtsjahr wurden 43 Auszubildende beschäftigt.

F. Nachhaltigkeit

Der respektvolle Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Umwelt sind bereits in den Leitlinien der Sievert Unternehmensgruppe verankert. Gruppenweit wurde im Jahr 2020 ein Code of Conduct (Verhaltenskodex) für alle Mitarbeiter verpflichtend eingeführt.

Durch die Herstellung von energiesparenden Produkten, durch emissionsarme Produktion und durch energiesparendes Fahren werden bereits heute aktiv Beiträge für den Umweltschutz geleistet. Der Unternehmensbereich Baustoffe nutzt ein zertifiziertes Energiemanagementsystem, um eine Senkung des Energieverbrauchs mit konkreten Maßnahmen umzusetzen. Im Unternehmensbereich Logistik werden eigene ECO-Trainer für energiesparendes Fahren beschäftigt, um den Treibstoffverbrauch nachhaltig zu reduzieren.

Nachhaltigkeit nimmt im Unternehmensalltag mittlerweile eine deutlich weitergehende Perspektive ein und beschränkt sich nicht ausschließlich auf die Reduzierung von Emissionen und den Schutz der Umwelt. Durch die Etablierung des Strategischen Handlungsfeldes "Nachhaltigkeit" werden alle Aktivitäten der Unternehmensgruppe künftig gebündelt und anhand von konkreten Zielen einer kontinuierlichen Verbesserung unterworfen.

In 2021 wurde die Nachhaltigkeitsstrategie mit den drei Säulen Mensch, Wertschöpfung und Umwelt sowie einem Fundament aus Compliance und Innovation entwickelt. Die Strategie nimmt alle Aspekte unseres unternehmerischen Handelns in den Blick. Dazu wurden in den drei Säulen verschiedene Schwerpunkte identifiziert, die sich auch an den Anforderungen der Kunden, Mitarbeiter und Gesellschaft orientieren. Die bereits heute aktiv betriebenen Maßnahmen werden diesen Schwerpunkten genauso konsequent zugeordnet und weiterverfolgt, wie die fokussierte Entwicklung neuer Maßnahmen zur Erreichung unserer übergeordneten Nachhaltigkeitsziele.

VII. Risiko- und Chancenbericht

A. Risiken

Zur Identifizierung, Messung und Steuerung von Risiken verfolgt der Konzern einen zentralen Ansatz des finanziellen Risikomanagements. Die Risikobetrachtung erfolgt auf den Bilanzstichtag zum 31.12.2021 und beinhaltet die Betrachtung für das folgende Geschäftsjahr 2022.

Die Risiken sind der Gewichtung nach aufgeführt. Insgesamt kann festgestellt werden, dass sich aus den Risiken keine Bestandsgefährdung der Sievert SE ergibt.

Beschaffungsrisiko aufgrund fragiler Lieferketten deutlich angestiegen

Risiken bestehen für die Sievert Unternehmensgruppe auf der Beschaffungsseite in Versorgungsrisiken sowie Risiken aus Preis- und Kostensteigerungen. Im Hinblick auf die Knappheit einiger Rohstoffe operiert die Sievert Unternehmensgruppe hinsichtlich der Rohstoffversorgung lieferantenseitig so unabhängig wie möglich und setzt verstärkt auf Mehrlieferantenstrategie. Hierbei setzen wir grundsätzlich auf eine langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit verschiedenen, qualifizierten und bewährten Lieferanten. Das Preis- und Kostenrisiko versuchen wir über langfristige Lieferverträge aufzufangen. Darüber hinaus werden Kostensteigerungen durch die permanente Beobachtung von Veränderungen im Branchenumfeld und regulatorischen Erfordernissen, z.B. durch die Energiewende, frühzeitig antizipiert und somit in die Kalkulation unserer Produktpreise einbezogen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich diverse Risiken in der Versorgung mit Rohstoffen manifestiert. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Rohstoffen im Rahmen der post-pandemischen Erholung der meisten Volkwirtschaften weltweit ergaben sich diverse Rohstoffverknappungen. Neben der hohen Nachfrage haben knappe Logistikkapazitäten, insbesondere im internationalen Umfeld, sowie die Störung etablierter Lieferketten durch Ausfälle von Produktionsanlagen zu einer angespannten Versorgungssituation geführt. Einhergehend mit den Verknappungen haben sich auch deutliche Preissteigerungen ergeben, denen Sievert u.a. mit Preiserhöhungen auf seine Produkte begegnet ist.

Bewaffnete Konflikte stören internationalen Waren - und Kapitalverkehr

Mit dem Beginn der militärischen Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland hat die internationale Staatengemeinschaft mehrheitlich massive Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt, um diesem Konflikt ein möglichst schnelles Ende zu bereiten und weiteres Leid unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Diese Sanktionen treffen in der letzten Konsequenz nicht nur den russischen Staat, sondern alle Menschen in der Welt, insbesondere in Europa. Die ersten Auswirkungen auf die Energieversorgung, die Teuerungsrate sowie den internationalen Kapital- und Reiseverkehr sind bereits sichtbar, können in ihrer letzten Konsequenz aber noch nicht beurteilt werden. Jedoch ist damit zu rechnen, dass sich daraus Auswirkungen auf die Wachstumsprognosen in Russland, Europa und der Welt ergeben werden, die sich bereits im Jahr 2022 zeigen werden. Die Bewertung unserer russischen Aktivitäten wird von der aktuell deutlichen Abwertung des Russischen Rubel sowie von der Dauer des Konfliktes sowie der Sanktionen beeinflusst werden.

Auswirkungen der Corona - Pandemie bleiben beherrschbar

Die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 ist im Jahr 2021 von vielen Einschränkungen des öffentlichen, privaten und wirtschaftlichen Lebens begleitet worden, was sich auf die Nachfrage nach Baustoffen und Logistikdienstleistungen wider Erwarten positiv ausgewirkt hat.

Aufgrund der regionalen Beschaffung von wesentlichen Rohstoffen führten Einschränkungen oder Unterbrechungen internationaler Lieferketten nicht zu gravierenden Produktionsausfällen, wenngleich die Beschaffungsrisiken gerade bei chemischen Additiven zugenommen haben. Die Normalisierung des weltweiten Lebens kommt mit zunehmender Impfung der Bevölkerung voran, so dass im Laufe des Jahres 2022 ein Wegfall von Einschränkungen bei Reisen oder im Einzelhandel erwartet werden kann. Alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Absicherung der Liquiditätsversorgung der gesamten Unternehmensgruppe genießen trotz des reduzierten Risikos weiterhin eine hohe Priorität. Durch das Auftreten neuer Virusvarianten kann es jedoch auch künftig zu einer Verschärfung staatlicher Maßnahmen kommen und damit zu Einschränkungen im unternehmerischen wie auch privaten Bereich führen.

Absatz - und Wettbewerbsrisiken bleiben bestehen

Die Märkte der Sievert Unternehmensgruppe sind einem verstärkten Wettbewerb und zyklischen Bewegungen ausgesetzt. Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen, anhaltender Fachhandwerkermangel sowie andere Marktbedingungen können die Absatz- und Erlösentwicklung und somit das EBIT als zentrale Steuerungsgröße beeinflussen. Sich verändernde Handelsstrukturen, neue digitale Geschäftsmodelle und eine weitergehende Konzentration durch Übernahmen führen zu neuem Wettbewerb. Die Sievert Unternehmensgruppe tritt gegenüber ihren Kunden als verlässlicher langfristiger Partner mit einem innovativen und hochwertigen Produktmix mit starken Marken sowie einem umfangreichen Beratungsangebot auf, was neben den betrachteten Risiken auch zu neuen Chancen führt.

Rechtliche Risiken mit externer Unterstützung beherrschbar

Namhafte Unternehmen im In- und Ausland führen für uns die Rechtsberatung durch. Hier können wir besonders vor unternehmerischen Entscheidungen auf eine umfassende juristische Beratung zurückgreifen. Dies dient als stabiles Fundament zur Vermeidung möglicher Risiken. Durch regelmäßige Schulung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduzieren wir die regulatorischen Risiken aus dem Wettbewerbs- und Kartellrecht. Insbesondere Gewährleistungsrisiken decken wir über Versicherungen ab. Diese Versicherungen unterliegen einer laufenden Prüfung und Optimierung.

Zinsänderungsrisiko durch Handlungsdruck der Zentralbanken erhöht

Durch die Mischung von Laufzeiten sowie fest und variabel verzinslichen Positionen wird eine Steuerung der Zins- und Preisänderungsrisiken und die fristenkongruente Finanzierung der Investitionen und des laufenden Geschäftes gewährleistet. Derivative Finanzinstrumente werden nach Bedarf als Sicherungsinstrument für Zinsänderungsrisiken genutzt - grundsätzlich nicht zur Währungsabsicherung, für Handels- oder andere spekulative Zwecke. Die aktuelle Einschätzung der Zinsentwicklungen sowie die Aufnahme von langfristigen Darlehen führen dazu, dass Sievert derzeit keine derivativen Finanzinstrumente einsetzt. Aufgrund der in der zweiten Jahreshälfte 2021 stark gestiegenen Inflation erhöht sich der Handlungsdruck auf die Zentralbanken weltweit. Die US-amerikanische Zentralbank hat bereits erste Zinserhöhungen für 2022 angekündigt, wohingegen die EZB noch zögert einen ersten Zinsschritt ins Auge zu fassen. Die Zinsänderungsrisiken haben sich im Vergleich zu den letzten Jahren daher erhöht, insbesondere wenn der Preisanstieg deutlich über der angestrebten Teuerungsrate von 2,0 % verharren sollte.

Fremdwährungsrisiko fremdbestimmt

Aufgrund der internationalen Tätigkeit ist der Konzern einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, das auf den Wechselkursänderungen verschiedener Fremdwährungen basiert. Ein Fremdwährungsrisiko entsteht, wenn zukünftige Geschäftstransaktionen oder bilanzierte Vermögenswerte oder Schulden auf eine Währung lauten, die nicht der funktionalen Währung entspricht. Hauptsächlich betroffen sind Währungen wie der polnische Zloty, die tschechische Krone, der chinesische Yuan, der Schweizer Franken oder der russische Rubel. Fremdwährungsrisiken entstehen aus erwarteten zukünftigen Transaktionen, bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe.

Der Konzern hält Beteiligungen an ausländischen Geschäftsbetrieben, deren Nettovermögen dem Risiko von Wechselkursänderungen unterliegt. Das Fremdwährungsrisiko aus dem Nettovermögen ausländischer Geschäftsbetriebe wird primär durch die entsprechende in Fremdwährung lautende Finanzschuld gemanagt.

Durch eine weitestgehend lokale Versorgung mit Rohstoffen und Dienstleistungen ist das Fremdwährungsrisiko im laufenden Geschäftsbetrieb der ausländischen Tochtergesellschaften auf die Bereitstellung von Gesellschafterdarlehen beschränkt.

Kreditrisiko

Für mögliche Kreditrisiken gibt es im Konzern keine signifikanten Anzeichen. Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden bei Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Für wesentliche Risiken werden Absicherungen durch Warenkreditversicherungen vorgenommen.

Liquiditätsrisiko

Zum 01. Juli 2020 hat die Sievert SE als Mutterunternehmen erstmals einen Konsortialkredit abgeschlossen. Damit wurden die bisherigen bilateralen Kontokorrent-Kreditlinien abgelöst und eine stabile mittelfristige Unternehmensfinanzierung sichergestellt. Darüber hinaus werden weiterhin bilaterale Tilgungsdarlehen sowie ein ABS-Programm zur saisonalen Liquiditätssteuerung genutzt. Die Finanzierung enthält ausreichend Spielraum für das laufende Liquiditätsmanagement sowie künftiges Wachstum der Unternehmensgruppe.

B. Chancen

Zukünftige Chancen bestehen in der Digitalisierung von Geschäftsmodellen unter Einbindung der Kunden, der Bedienung von Marktnischen und der kontinuierlichen Verbesserung sowie Automatisierung von Prozessen in allen Bereichen. Des Weiteren wird Wachstumspotential insbesondere bei den bestehenden Auslandsgesellschaften sowie in der Erschließung neuer ausländischer Märkte gesehen. Die Chancen sind der Gewichtung nach aufgeführt.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen bleiben positiv

Die hohe Auslastung der deutschen Bauwirtschaft, die auch für die nahe Zukunft auf einem sehr guten Niveau verbleiben soll, bietet sehr gute Rahmenbedingungen für Wachstum. Die deutsche Bauwirtschaft konnte im Jahr 2021 wiederum deutliche Zuwächse erzielen und hat weiterhin einen hohen Auftragsbestand und einen sehr hohen Überhang an genehmigten Wohneinheiten. Im Gesamtjahr wurden rund 318.000 Wohneinheiten fertiggestellt, was wieder deutlich unter den erteilten Genehmigungen von rund 375.000 Wohneinheiten für Neu- und Umbau verharrte. Der Überhang von Genehmigungen zu Fertigstellungen wächst damit ein weiteres Jahr in Folge deutlich an und zeigt zum einen die ungebrochene Nachfrage nach Wohnraum sowie zum anderen die begrenzten Verarbeiterkapazitäten.

Mit der weiteren Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage nach der Corona-Krise, mit einem weiterhin niedrigem Zinsniveau sowie veränderter staatlicher Förderung von energetisch optimierten Neu- und Ausbau wird die Nachfrage nach Wohnraum auf einem stabilen Niveau verharren. Die neue Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Fertigstellungen auf 400.000 Wohnungen jährlich zu erhöhen und insbesondere Energieeffizienz im Bau weiter zu fördern.

Optimierung der Logistik - und Warenströme

Der weitere Ausbau der Lagerlogistik sowie die Reduzierung der Frachtkosten durch Optimierung der Warenströme bietet für den Unternehmensbereich Baustoffe bei einem in Deutschland flächendeckenden Werksnetz Ergebnispotenzial. Hierzu steht mit dem eigenen Logistikbereich professionelle Unterstützung zur Verfügung. Zur optimalen Steuerung wurde die Supply-Chain-Organisation weiterentwickelt, die den Warenstrom vom Vertrieb über die Produktion und das Lager bis hin zur Logistik steuert. Durch die Optimierung der Werksstruktur sowie Zentrallagerkonzepte für verschiedene Warengruppen kann weiteres Optimierungspotenzial gehoben werden.

Fokussierung bei Forschung und Entwicklung

Baustoffe sind ein wichtiger Beitrag zu bezahlbarem und energieeffizientem Bauen. Zunehmender Fachkräftemangel, steigende Anforderungen an Ergonomie und Kundennutzen sowie neue Trends in der Baubranche erfordern einen ständigen Abgleich des Produkt- und Dienstleistungsportfolios mit den Bedürfnissen unserer Kunden. Um auch in Zukunft ein innovativer Partner der Bauwirtschaft zu sein, legen wir großen Wert auf die Entwicklung zukunftsfähiger Baustoffe, die ihren Beitrag im Sinne ökologischer und ökonomischer Ziele unserer Kunden leisten. Dazu vernetzen wir uns mit Hochschulen, Forschungsnetzwerken oder Partnern aus der Baustoffindustrie.

Wachstum im Ausland

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Ausland sowie die vorhandenen Kapazitäten in den Werken bilden die Basis für die Ausweitung des Ergebnisbeitrags der ausländischen Gesellschaften sowie die Erschließung weiterer Auslandsmärkte. Durch eine klare Konzentration auf unsere ausländischen Fokusmärkte und den Aufbau einer Exportabteilung werden die sich bietenden Chancen strukturiert angegangen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auch auf anorganisches Wachstum oder durch gezielte Direktinvestitionen zum Aufbau weiterer Geschäftsfelder in den bestehenden Landesgesellschaften gelegt.

Innovation und Digitalisierung

Die Entwicklung neuer Services, Produkte und ganzer Produktgenerationen werden immer wichtiger. Hierzu haben die Unternehmensbereiche ihre Netzwerke erweitert und arbeiten mit Kooperationspartnern unter anderem in EU-weiten Forschungsprojekten an der Neuentwicklung von Produkten. Der Kunde erwartet heute kein einzelnes Produkt, sondern Systemlösungen für verschiedene Anwendungsfälle. Um die Lösungskompetenz der Sievert Produkte hervorzuheben, werden sie als Systeme unter den verschiedenen Produktmarken dem Profi und Heimwerker angeboten.

Der Unternehmensbereich Logistik ist in der Lage, kundenindividuelle Anforderungen an Logistikströme und Lagerdienstleistungen zu erfüllen und baut sein Dienstleistungsangebot mit Value-Added-Services kontinuierlich aus.

Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung arbeiten wir für unsere Kunden an einem Kundenportal, das größtmögliche Transparenz der Produkte und Kundenbeziehung bietet und gleichzeitig einen hohen Automatisierungsgrad bei Bestellungen ermöglicht.

Unter dem Namen "iSilo" wird das Silogeschäft mit losen Trockenbaustoffen durch eine Digitalisierung mit zusätzlichem Kundennutzen versehen und wird zu einer deutlichen Vereinfachung des Bestellprozesses beitragen.

VIII. Prognosebericht

Trotz der nach wie vor spürbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie gehen wir derzeit davon aus, dass das weiterhin niedrige Zinsniveau in Verbindung mit einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt auch im Jahr 2022 eine stabile Marktentwicklung im inländischen Bausektor bietet. Die knappen Verarbeiterkapazitäten im Inland bleiben die größte Wachstumsbremse.

Das Auslandsgeschäft soll insbesondere in den Fokus-Ländern China, Russland und Polen wachsen, was durch den bewaffneten Konflikt in der Ukraine und den damit einhergehenden Wirtschaftssanktionen gegen Russland deutlich erschwert wird. Die weitere Entwicklung werden wir genau beobachten, die potenziellen Auswirkungen bewerten und unsere strategischen Überlegungen daran ausrichten. Die Erschließung neuer Auslandsmärkte sowie der Ausbau bestehender Auslandsstandorte werden neben der Fokussierung auf Kernmärkte forciert.

Wachstum in ertragsstarken Nischen und die kontinuierliche Verbesserung von Produktions- und insbesondere Logistikabläufen bleiben auch zukünftig wichtige Faktoren für eine nachhaltige Ergebnisentwicklung.

Der Konzern wird die Preisentwicklung der Rohstoffe und Dienstleistungen genau beobachten und notwendige Preiserhöhungen bei seinen Kunden durchsetzen. Es gilt, die saisonale Abhängigkeit im Unternehmensbereich Logistik durch weitere Dienstleistungsangebote zu reduzieren.

Alle Unternehmensbereiche werden sich auf die Erschließung neuer Märkte, die flexible Anpassung ihrer Prozesse, die Umsetzung von Innovationen und Digitalisierung sowie verstärkt auf den Bereich "Bauen im Bestand" konzentrieren. Der Wohnungsbau bleibt auch weiterhin Treiber des Geschäftes.

Wir erwarten in allen ausländischen Gesellschaften nachhaltig positive Ergebnisse, die insbesondere in Russland von der weiteren Entwicklung des Konfliktes mit der Ukraine und den verhängten Sanktionen abhängen. In allen Gesellschaften stehen ausreichend liquide Mittel oder Kreditlinien zur Verfügung, um das Umsatzwachstum zu finanzieren.

Die oben aufgeführten Maßnahmen werden dazu führen, dass im Geschäftsjahr 2022 Umsatz und EBIT, bereinigt um Sondereffekte und ohne die Auswirkungen des Konfliktes in der Ukraine, leicht über dem Niveau des Jahres 2021 liegen werden. Der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Finanz- und Ertragslage der Sievert SE wird in besonderem Maße von der Dauer der Einschränkungen des gesamten öffentlichen Lebens abhängen. Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt von einem vorübergehenden Ereignis aus, das mit zunehmender Impfung der Bevölkerung in unseren Kernmärkten an Einfluss verlieren wird. Hinsichtlich des bewaffneten Konfliktes in der Ukraine hoffen wir auf eine baldige Einstellung der Kampfhandlungen und eine Rückkehr zum diplomatischen Austausch der Konfliktparteien, so dass eine Befriedung innerhalb des Jahres 2022 möglich ist.

 

Osnabrück, den 28. Februar 2022

Jens Günther, Vorsitzender des Vorstands

Christian Schwarck, Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
31.12.2020
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.467.142,55 2.260.483,34
2. Geleistete Anzahlungen 462.130,45 0,00
  2.929.273,00 2.260.483,34
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.251.489,93 40.365.086,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.822.315,13 25.005.618,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.835.883,26 22.518.055,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.045.952,01 2.483.081,29
  92.955.640,33 90.371.842,57
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56.883,25 323.980,71
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.367.037,38 1.664.731,88
3. Beteiligungen 511,29 511,29
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 1,00
5. Sonstige Ausleihungen 1.935,92 1.851,51
6. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 522.249,33 551.970,68
  2.948.618,17 2.543.047,07
  98.833.531,50 95.175.372,98
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.790.318,97 17.762.258,69
2. Unfertige Erzeugnisse 68.806,11 292.071,97
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 15.619.090,40 12.519.639,34
4. Geleistete Anzahlungen 353.905,73 178.801,92
  35.832.121,21 30.752.771,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.535.892,61 23.362.468,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 72.425,53 18.794,00
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 4.640.156,67 4.344.936,26
4. Sonstige Vermögensgegenstände 10.946.300,05 8.808.285,60
  37.194.774,86 36.534.484,36
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 11.697.638,71 17.543.774,15
  84.724.534,78 84.831.030,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 624.665,04 678.362,10
D. Aktive latente Steuern 2.009.811,74 2.277.590,63
  186.192.543,06 182.962.356,14

Passiva

   
31.12.2021
31.12.2020
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 21.509.657,44 21.509.657,44
III. Genussrechtskapital 0,00 12.500.000,00
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -6.555.998,36 -7.629.286,36
V. Konzernbilanzgewinn 56.124.015,13 43.727.357,83
VI. Nicht beherrschende Anteile 893.531,24 587.572,34
  72.171.205,45 70.895.301,25
B. Rückstellungen    
1. Pensionsrückstellungen 8.903.520,00 8.371.606,00
2. Steuerrückstellungen 1.150.908,44 4.018.784,74
3. Sonstige Rückstellungen 25.082.532,51 25.930.384,38
  35.136.960,95 38.320.775,12
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.196.144,19 43.141.874,18
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 418.605,46 494.476,78
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.180.721,20 15.070.859,08
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 36.908,24 17.679,68
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 92.897,77 405.057,86
6. Sonstige Verbindlichkeiten 25.589.814,87 14.271.365,15
  78.515.091,73 73.401.312,73
D. Rechnungsabgrenzungsposten 23.140,85 20.716,69
E. Passive latente Steuern 346.144,08 324.250,35
  186.192.543,06 182.962.356,14

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
2020
1. Umsatzerlöse 428.517.730,05 433.165.547,37
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 674.494,81 552.634,10
3. Sonstige betriebliche Erträge 6.872.486,89 2.605.699,43
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 153.182.717,83 150.098.477,17
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 48.563.630,38 46.278.188,37
  201.746.348,21 196.376.665,54
  234.318.363,54 239.947.215,36
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 84.381.320,32 90.677.321,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 18.277.263,62 17.159.831,38
(davon für Altersversorgung € 147.746,69; Vorjahr € 204.349,09)    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13.225.257,80 14.308.409,84
Vorjahr € 2.135.722,56)    
  23.129.659,29 21.635.620,02
8. Erträge aus Beteiligungen 11.222,00 12.296,00
9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 702.305,50 353.471,47
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 359.762,45 356.681,19
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen   0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.316.450,67 4.303.438,93
(davon aus Aufzinsung € 788.491,33; Vorjahr € 777.560,78)    
  20.899.497,22 18.069.129,96
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.495.990,31 5.331.469,42
(davon aus der Veränderung latenter Steuern € 289.931,61; Vorjahr € -156.721,11)    
14. Ergebnis nach Steuern 15.403.506,91 12.737.660,54
15. Sonstige Steuern 525.184,30 728.560,45
16. Konzernjahresüberschuss 14.878.322,61 12.009.100,09
17. Nicht beherrschende Anteile 231.665,31 232.212,01
18. Konzerngewinn 14.646.657,30 11.776.888,08

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

1. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 ist gemäß den Vorschriften des § 290 HGB aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus wurden zwecks Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses alle Davon-Vermerke der Bilanz in den Anhang übernommen.

Die Ausweis- und Gliederungsvorschriften wurden den gesetzlichen Vorschriften entsprechend befolgt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der nach diesen Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ist aus dem Jahresabschluss der Sievert SE, Osnabrück (Mutterunternehmen), und den jeweiligen Jahresabschlüssen der einbezogenen Tochtergesellschaften entwickelt. Die erfolgswirksamen Auswirkungen der Bewertungsänderungen werden als Bestandteil des Konzernergebnisses behandelt und sind im Konzernbilanzgewinn enthalten.

Der Konzernabschluss ist nach Verwendung des Konzernergebnisses aufgestellt worden (siehe Konzerneigenkapitalspiegel).

Die Sievert SE ist im Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück unter der Nummer HRB 214745 eingetragen und hat ihren Sitz in Osnabrück.

Aktionäre der Sievert SE sind Herr Professor Dr. Hans-Wolf Sievert, Herr Niklas Sievert, Herr Gerrit Sievert und die Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur.

2. Angaben zur Konsolidierung

Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis der mittels Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften sind Tochterunternehmen einbezogen worden, die von dem Mutterunternehmen beherrscht werden. Gesellschaften, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, sind mittels der Equity-Konsolidierung einbezogen. Die Summe der negativen Equity-Werte, die nicht in der Konzernbilanz erfasst wurden, ist € 1.580.387,60.

Aufgrund untergeordneter Bedeutung sind abweichend von diesen Grundsätzen zwei inländische Tochterunternehmen und zwei ausländische Tochterunternehmen nicht konsolidiert worden (§ 296 Abs. 2 HGB).

Die Sievert Holding AG, in 2020 noch ein verbundenes nicht konsolidiertes inländisches Unternehmen, ist zum 01.01.2021 auf die Sievert SE verschmolzen worden.

Eine Auflistung der konsolidierten Unternehmen, der nicht konsolidierten Unternehmen, der assoziierten Unternehmen und der Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ist der Anlage 3 zum Anhang zu entnehmen.

Konsolidierungsmethoden

Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB angewandt. Auf- und Abstockungen von Anteilen an Tochtergesellschaften (Transaktion ohne Kontrollwechsel) werden als Erwerbs- bzw. Veräußerungsvorgang abgebildet.

Der Konsolidierungszeitpunkt für die Erstkonsolidierung war der 5. Februar 2010.

Die Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode sind gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 2 HGB mit dem Betrag, der dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens entspricht, angesetzt.

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen sind gegeneinander aufgerechnet.

Bei der Zwischenergebniseliminierung wurden Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Unternehmen beruhen, in der Konzernbilanz mit dem Wert angesetzt, zu dem sie zum Bilanzstichtag von diesem Unternehmen hätten angesetzt werden können, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen rechtlich ein einziges Unternehmen bildeten.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Währungsumrechnungen aller nicht in Euro bilanzierenden Tochtergesellschaften erfolgen nach der modifizierten Stichtagsmethode. Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen, die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in Euro umgerechnet:

Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet;

das Eigenkapital wird zum historischen Kurs umgerechnet;

Erträge und Aufwendungen werden für jede Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet und

alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Bei der Konsolidierung werden Währungsdifferenzen, die durch Umrechnung von Nettoinvestitionen in wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheiten und von Finanzschulden entstehen, erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Wenn ein ausländischer Geschäftsbetrieb veräußert wird, werden bislang erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Währungsdifferenzen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Veräußerungsgewinns oder -verlustes erfasst.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse des Mutterunternehmens sowie der einbezogenen Tochterunternehmen sind zum 31. Dezember 2021 aufgestellt. Hierbei werden bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften die für große Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungs- und Bewertungsvorschriften angewandt.

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Erläuterung der allgemeinen Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden

Die unter dem Anlagevermögen ausgewiesenen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige oder gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen entgeltlich erworbene Rechte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, die entsprechend der voraussichtlichen Laufzeit nach der linearen Methode abgeschrieben werden.

Die Bewertung des abnutzbaren Sachanlagevermögens erfolgt im Konzernabschluss einheitlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Die Abschreibung wird linear unter Zugrundelegung der branchenüblichen bzw. betriebsbedingten Nutzungsdauern ermittelt.

Gebraucht erworbene bewegliche Anlagegegenstände werden verkürzt abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zum Zeitprunkt ihres Zugangs bewertet

Die Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen Anteile an assoziierten Unternehmen, Beteiligungen, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Im Konzernabschluss ausgewiesene Darlehen sind mit ihren Nominalbeträgen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind nach der Methode des gleitenden Durchschnitts zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten des Bilanzstichtages bewertet; auf überalterte und schwer verwertbare Bestände werden in angemessenem Umfang Abschläge vorgenommen.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips grundsätzlich zu den handelsrechtlichen Herstellungskosten, wobei auf die Einbeziehung von Verwaltungsgemeinkosten verzichtet wird. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag bewertet.

Die geleisteten Anzahlungen werden offen von den übrigen Vorräten abgegrenzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um Wertabschläge für spezielle Kreditrisiken gekürzt; darüber hinaus ist zur Abdeckung des latenten Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung aktivisch abgesetzt.

Die Forderungen gegen verbundene und assoziierte Unternehmen sowie übrige Posten des Umlaufvermögens sind grundsätzlich mit den Nominal- bzw. Anschaffungswerten bilanziert. In Einzelfällen sind bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bzw. zur Abdeckung bestehender Bonitätsrisiken angemessene Wertberichtigungen vorgenommen worden.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten erfasst.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 HGB gebildet.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit Method") ermittelt und mit einem seitens der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Zur Berechnung werden die Richttafeln Heubeck 2018G herangezogen. Die Rückstellung für Pensionen wurde mit einem geschätzten Zinssatz von 1,87 % (Vorjahr 2,3 %) abgezinst. Die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) berücksichtigt. Der von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2021 veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre beträgt 1,87 %.

In der Alternativberechnung nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt der Zinssatz 1,35 % für den durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre. Der Unterschiedsbetrag zum verwendeten Marktzins beträgt € 786.419,00.

Steuerrückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Anfalls dotiert.

Sonstige Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Sätze 4 und 5 HGB unter Zugrundelegung eines seitens der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, restlaufzeitspezifischen Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Geschäftsjahre ermittelt. Die Rückstellungen sind in Höhe des Betrages bilanziert, der unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken abzudecken. Den Rückstellungen liegen Aufstellungen und Berechnungen zugrunde.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Aktive und passive latente Steuern werden auf Differenzen zwischen handelsbilanziellen und steuerlichen Buchwerten nach dem temporary-concept berechnet. Die latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen.

Im Hinblick auf die für das Mutterunternehmen und die einbezogenen Tochterunternehmen überwiegend bestehende Rechtsform bezieht sich die Abgrenzung der latenten Steuern im Inland auf die Gewerbeertragsteuer bei einer zugrunde gelegten durchschnittlichen Steuerbe- oder

-entlastung von 14,0 % und auf Körperschaftsteuer bei einer zugrunde gelegten durchschnittlichen Steuerbe- oder -entlastung von 15,82 % der Bewertungsdifferenzen. Bei den latenten Steuern der ausländischen Gesellschaften werden die landesspezifischen Steuersätze angewandt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Die Sievert SE ist entstanden durch die Umwandlung im Wege des Formwechsels der Sievert AG nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 14.04.2020. Die Änderung wurde am 27.05.2020 ins Handelsregister eingetragen. Die Sievert AG wurde am 2. November 2009 unter der Firma Petersberg 100. V V AG gegründet. Nachdem die Sievert AG Anfang 2010 alleinige Kommanditistin der Sievert Beteiligungen GmbH & Co. KG geworden war, wurde sie zum 5. Februar 2010 Konzernmuttergesellschaft der Sievert Baustoffgruppe. Die Erstkonsolidierung der Gesellschaft erfolgte aus Vereinfachungsgründen auf den 1. Februar 2010.

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Konzernanlagenspiegel) ist in den Anlagen zum Konzernanhang dargestellt.

Im Anlagevermögen sind Ansprüche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 522.249,33 (Vorjahr € 551.970,68) enthalten. Sie betreffen in voller Höhe eine Rückdeckungsversicherung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit € 4.924,67 (Vorjahr € 5.641,50) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und keine mit mehr als fünf Jahren.

Sämtliche darüber hinaus im Umlaufvermögen ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben nach den zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarungen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Zusammensetzung der latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten ohne Berücksichtigung der Saldierung von offenen Posten bei derselben Steuerbehörde ermittelt sich wie folgt:

31.12.2021
31.12.2020
Anlagevermögen -510.539,73 -563.381,91
Fertigwaren 31.090,89 26.440,37
Rückstellungen 1.438.474,07 1.882.198,41
Pensionen 1.338.863,98 1.189.384,73
Sonstige -844.221,55 -793.830,32
Verlustvorträge 210.000,00 212.529,00
  1.663.667,66 1.953.340,28
Bilanzausweis    
Aktive latente Steuern 2.009.811,74 2.277.590,63
Passive latente Steuern -346.144,08 -324.250,35
  1.663.667,66 1.953.340,28

Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Betrag aus der Umrechnung von Fremdwährungen in Höhe von € 1.147.581,59 (Vorjahr € -2.409.254,82) mit dem Eigenkapital verrechnet.

Der Konzernbilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 setzt sich aus einem Konzerngewinn in Höhe von € 14.646.657,30 und einem Gewinnvortrag in Höhe von € 41.477.357,83 zusammen. Die Entwicklung des Eigenkapitals (Konzerneigenkapitalspiegel) ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Rückstellungen für Personal, Gewährleistung, ausstehende Lieferantenrechnungen sowie Grundstückswiederherstellungskosten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten:

31.12.2021
31.12.2020
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.197.520,28 1.201.185,30
im Rahmen der sozialen Sicherheit 377.660,87 271.308,81

Eine Übersicht über die bestehenden Verbindlichkeiten mit Angabe der Restlaufzeiten ist als Anlage 2 zum Konzernanhang beigefügt.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2021
2020
Umsatz Inland 338.776.229,95 347.754.037,29
Umsatz Ausland 89.741.500,10 85.411.510,08
  428.517.730,05 433.165.547,37

Die Umsatzerlöse resultieren aus folgenden Unternehmensbereichen:

2021
2020
Baustoffe 377.035.732,26 382.698.060,54
Logistik 51.461.052,79 50.467.486,44
Übrige 20.945,00 0,39
  428.517.730,05 433.165.547,37

Aus Umrechnungen von Fremdwährungen in die funktionale Währung resultieren im Geschäftsjahr Erträge in Höhe von € 1.522.196,38 und Aufwendungen in Höhe von € 1.216.308,83.

Im Zusammenhang mit Standortschließungen wurde Anlagevermögen in Höhe von € 27.832,00 außerplanmäßig abgeschrieben.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 4.399.416,85 enthalten, die sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 3.205.343,22, Gewinnen aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von € 712.376,05 sowie der Auflösung von Wertberichtigungen für Forderungen von € 287.850,27 zusammensetzen. Weitere periodenfremde Erträge in Höhe von € 193.847,31 resultieren im Wesentlichen aus Zuschreibungen und sonstigen periodenfremden Erträgen in Höhe von € 58.502,12.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2021
2020
Laufende Ertragsteuern 5.206.058,70 5.488.190,53
Latente Steuern 289.931,61 -156.721,11
  5.495.990,31 5.331.469,42

6. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.698 17.544
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -36.196 -43.142
Darlehen 35.760 42.552
Kontokorrentkredite -436 -590
  11.262 16.954

Folgende Zins- bzw. Steuerzahlungen sind in 2021 bzw. 2020 getätigt worden:

2021
T€
2020
T€
Erhaltene Zinsen 360 357
Gezahlte Zinsen -2.528 -5.581
Ertragsteuerzahlungen -8.205 -1.884

7. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB in Form von Wechseln, Bürgschaften sowie Patronatserklärungen belaufen sich im Konzern auf € 818.437,90 (Vorjahr € 974.255,56).

31.12.2021
31.12.2020
Bürgschaften 818.437,90 974.255,56

Die Gesellschaft geht aufgrund der gegenwärtigen Einschätzung der Anspruchsberechtigten davon aus, dass die Sicherheiten nicht beansprucht werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich im Konzern auf € 63.642.794,05 (Vorjahr € 41.868.363,78). Sie bestehen im Wesentlichen aus langfristigen Miet- und Pachtverträgen, Erbbauverpflichtungen sowie Leasingverträgen.

Der Vorteil von vorgenannten Verträgen liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Mitarbeiter

Mitarbeiter quotiert alle (ohne Auszubildende) im Jahresdurchschnitt:

2021 2020
Inland 1.345,5 1.376,9
Ausland 416,1 413,9
  1.761,6 1.790,8

Honorar und Dienstleistungen des Abschlussprüfers gemäß § 314 Abs.1 Nr.9 HGB

Das vom Abschlussprüfer als Aufwand erfasste Honorar für im Geschäftsjahr erbrachte Dienstleistungen setzt sich wie folgt zusammen:

2021
T€
2020
T€
Abschlussprüfungsleistungen 193 195
Sonstige Leistungen 136 162
  329 357

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Bilanzverlust der Muttergesellschaft soll mit den Gewinnrücklagen verrechnet werden.

Nachtragsbericht

Im Rahmen der internationalen Wachstumsstrategie wurden mit Wirkung zum 01.01.2022 sämtliche Anteile der Sakret CZ k.s. erworben. Die Gesellschaft, die auf qualitativ hochwertige Lösungen bei Trockenwerkstoffen spezialisiert ist, betreibt ein Trockenmörtelwerk in Ledcice, Tschechien, und wird organisatorisch in die tschechischen Aktivitäten der Sievert Unternehmensgruppe eingebunden. Als europaweit marktführendes Unternehmen von Premium-Baustoffen ist Tschechien ein wichtiger Zielmarkt für uns, an dem wir bereits in Brno seit mehreren Jahren vertreten sind. Mit der Übernahme des Sakret-Werks in Ledcice und aller seiner 36 Mitarbeitenden kommen wir nun auf insgesamt 84 Kolleginnen und Kollegen allein in Tschechien. Mit der Übernahme des Werks wird gezielt die marktführende Position in Europa gestärkt und die Vision 'The best in building solutions' vorangetrieben.

Die aktuell stattfindenden Kriegshandlungen zwischen Russland und der Ukraine werden Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und auch unser Engagement in den beiden Ländern haben. Die operative Entwicklung unserer Tochtergesellschaft in Russland ist und bleibt weitestgehend autark. Die verhängten Sanktionen können jedoch einen negativen Einfluss auf die Versorgung mit Rohstoffen, die Finanzierung sowie die Bewertung der Gesellschaften in Russland und der Ukraine haben. Die Entwicklung des Währungskurses hat Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital, welche noch nicht abschließend beurteilt werden können. Die verhängten Sanktionen die sich zunächst auf den internationalen Kapitalverkehr, zuletzt aber auch immer stärker gegen den russischen Energiesektor richten, haben eine massive Abwertung der russischen Währung verursacht. Eine belastbare Prognose zur weiteren Entwicklung kann derzeit auch von den Finanzinstituten nicht erstellt werden. Die Krise kann jedoch insbesondere zu einer Steigerung der Energiepreise führen, die die Ertragslage des Konzerns negativ beeinflussen kann. Weitere Einschränkungen des Kapitalverkehrs durch den Ausschluss aus dem SWIFT-System oder die Sperrung russischer Banken stehen derzeit im Raum und werden möglicherweise Gegenmaßnahmen der russischen Regierung nach sich ziehen, die die Kontrolle über unsere russische Konzerngesellschaft erschweren könnten. Die Auswirkungen auf unsere sich noch im Aufbau befindliche Gesellschaft in der Ukraine sind bisher noch nicht abschließend zu quantifizieren. Aufgrund des bisher überschaubaren Engagements werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

8. Organe der Sievert SE

Vorstand Dipl.-Ing. Jens Günther, Bottrop (Vorsitzender)
  Dipl.-Kfm. Christian Schwarck, Osnabrück
  Die Vorstandsmitglieder sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Aufsichtsrat Prof. Dr. Hans-Wolf Sievert, Osnabrück, (Ehrenvorsitzender)
  Kaufmann
  Prof. Dr. Norbert Winkeljohann, Frankfurt, (Vorsitzender)
  Unternehmensberater
  Wolfgang Bauer, Königstein i.Ts., (stellv. Vorsitzender)
  Unternehmensberater
  Dr. Stefan Fink, Neu-Ulm, (bis 21.04.2021)
  Mitglied der Geschäftsleitung der SCHWENK Zement KG, Ulm
  Dr. Jochen Fabritius, Düsseldorf (bis 31.12.2021)
  Vorsitzender der Geschäftsführung der MBCC Group, Mannheim
  Sascha Wagener, Petershagen
  Geschäftsführer AHE Holding GmbH, Rinteln
  Niklas Sievert, Osnabrück (stellv. Vorsitzender)
  Unternehmensberater
  Gerrit Sievert, Berlin (ab 21.04.2021)
  Unternehmensberater
  Christine Wolff, Hamburg (ab 01.01.2022)
  Unternehmensberaterin

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Berichtsjahr Vergütungen in Höhe von 0,3 Mio. € erhalten.

9. Inanspruchnahme von Befreiungen

Aufstellung der Personengesellschaften, die gemäß § 264b HGB aufgrund ihrer Einbeziehung in den Konzernabschluss der Sievert SE von der Verpflichtung zur Offenlegung des Jahresabschlusses bzw. der Aufstellung eines Lageberichts befreit sind:

Sievert Baustoffe GmbH & Co. KG, Osnabrück

Die Sievert Logistik SE, Osnabrück, ist aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages durch das Mutterunternehmen nach § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Offenlegung des Jahresabschlusses bzw. der Aufstellung eines Lageberichts befreit.

 

Osnabrück, den 28. Februar 2022

Sievert SE

Jens Günther

Christian Schwarck

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2021
Zugänge
Währungsdifferenzen
Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 10.278.680,74 533.493,18 17.672,10 420.177,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 579.103,16 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 227.453,02 0,00 234.677,43
  10.857.783,90 760.946,20 17.672,10 654.855,12
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 91.159.175,53 877.997,45 796.970,19 69.716,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 133.269.958,77 1.100.720,82 843.670,13 321.593,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.008.197,35 3.464.694,88 252.301,72 273.698,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.797.318,83 9.859.979,74 210.219,43 -1.319.864,09
  297.234.650,48 15.303.392,89 2.103.161,47 -654.855,12
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 620.165,34 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.664.731,88 702.305,50 0,00 0,00
3. Beteiligungen 222.923,26 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 33.233,97 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 1.851,51 0,00 84,41 0,00
6. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 551.970,68 12.998,65 0,00 0,00
  3.094.876,64 715.304,15 84,41 0,00
  311.187.311,02 16.779.643,24 2.120.917,98 0,00
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Anpassungen aufgrund BP
Abgänge
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 40.743,28 11.209.280,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 435.055,00 0,00 1.014.158,16
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 462.130,45
  435.055,00 40.743,28 12.685.569,04
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 244.333,01 92.659.526,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 122.000,00 6.469.375,72 129.188.567,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.441.919,94 71.556.972,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 10.547.653,91
  122.000,00 10.155.628,67 303.952.721,05
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 267.097,46 353.067,88
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 2.367.037,38
3. Beteiligungen 0,00 0,00 222.923,26
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 33.233,97
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 1.935,92
6. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 0,00 42.720,00 522.249,33
  0,00 309.817,46 3.500.447,74
  557.055,00 10.506.189,41 320.138.737,83
Abschreibungen
01.01.2021
Zugänge
Währungsdifferenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.018.197,40 741.865,44 15.909,18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 579.103,16 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
  8.597.300,56 741.865,44 15.909,18
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.794.088,99 2.426.314,43 379.430,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 108.264.339,96 4.759.353,22 698.658,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.490.141,42 5.297.724,71 204.126,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -685.762,46 0,00 187.464,36
  206.862.807,91 12.483.392,36 1.469.679,62
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 296.184,63 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 222.411,97 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 33.232,97 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
6. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00
  551.829,57 0,00 0,00
  216.011.938,04 13.225.257,80 1.485.588,80
Abschreibungen
Anpassungen aufgrund BP Abgänge
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 33.834,14 8.742.137,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 435.055,00 0,00 1.014.158,16
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
  435.055,00 33.834,14 9.756.296,04
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 191.796,53 53.408.036,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.059,00 6.424.158,10 107.366.252,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -28.535,40 3.242.368,14 50.721.089,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 -498.298,10
  39.523,60 9.858.322,77 210.997.080,72
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 296.184,63
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 222.411,97
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 33.232,97
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
6. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 551.829,57
  474.578,60 9.892.156,91 221.305.206,33
Buchwerte
31.12.2021
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.467.142,55 2.260.483,34
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 462.130,45 0,00
  2.929.273,00 2.260.483,34
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.251.489,93 40.365.086,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.822.315,13 25.005.618,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.835.883,26 22.518.055,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.045.952,01 2.483.081,29
  92.955.640,33 90.371.842,57
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56.883,25 323.980,71
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.367.037,38 1.664.731,88
3. Beteiligungen 511,29 511,29
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 1,00
5. Sonstige Ausleihungen 1.935,92 1.851,51
6. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 522.249,33 551.970,68
  2.948.618,17 2.543.047,07
  98.833.531,50 95.175.372,98

Konzernverbindlichkeitenspiegel 2021

Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr
T€
größer 1 Jahr
T€
davon größer 5 Jahre
T€
(Vorjahr
T€)
(Vorjahr
T€)
(Vorjahr
T€)
(Vorjahr
T€)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 36.196 6.915 29.281 0
  (43.141) (7.381) (35.760) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 419 419 0 0
  (494) (494) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.181 16.181 0 0
  (15.071) (15.071) (0) (0)
gegenüber Gesellschaftern 37 37 0 0
  (18) (18) (0) (0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 93 68 25 0
  (405) (380) (25) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 25.590 25.590 0 0
  (14.271) (14.271) (0) (0)
  78.516 49.210 29.306 0
  (73.400) (37.615) (35.785) (0)

1 besichert durch Grundpfandrechte in Höhe von T€ 435 (Vorjahr: T€ 589).

Anteilsbesitzliste

Eine direkte Beteiligung bedeutet: additiv durch die Sievert SE und ihrer in den

Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften.

Konsolidierungskreis Anteil am Kapital
%
a) Sparte Baustoffe  
Sievert Baustoffe GmbH & Co. KG, Osnabrück 100,00
Sievert Baustoffe Beteiligungsgesellschaft mbH, Osnabrück 100,00
Sievert Baustoffe Auslandsbeteiligungen GmbH, Osnabrück 100,00
Sievert Polska Sp. z o.o., Strzelin/Polen 100,00
Sievert CZ k.s., Brno/Tschechien 100,00
Sievert stavebeni hmoty s.r.o., Tschechien 100,00
Sievert Luxemburg S.A., Contern/Luxemburg 100,00
AO "Sievert Rus", Noginsk/Russland 100,00
Sievert SK s.r.o.,Velky Meder/Slowakei 100,00
Sievert AG, Ober-Ohringen/Schweiz 100,00
Hahne New Building Materials (Hefei) Co., Ltd., Hefei/China 100,00
Sievert Baoye quick-mix Building Materials (Hefei) Co., Ltd., Hefei/China 51,00
Zhejiang Sievert Baoye quick-mix Building Materials Co., Ltd., Shaoxing/China 51,00
b) Sparte Logistik  
Sievert Logistik SE, Osnabrück 100,00
Sievert Logistik Auslandsbeteiligungen GmbH, Osnabrück 100,00
Nederlandse Transport Maatschappij B.V., Veenoord/Niederlande 100,00
Rail & Road B.V., Veenoord/Niederlande 100,00
Verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen
BFD Beton-Fertig-Decken Beteiligungsgesellschaft mbH, Osnabrück 100,00
Sievert Beteiligungen Geschäftsführungs-GmbH i.L., Osnabrück 100,00
LLC "Sievert Ukraine", Ukraine 100,00
Quick-Mix Ukraine GmbH, Kiew/Ukraine 100,00
Anteile an assoziierten Unternehmen
Rhein-Trass GmbH, Andernach/Rhein 50,00
ADT Aero Dämm Technik GmbH, Müllheim 50,00
Baoye Sievert Concrete Precast Elements (Hefei) Co., Ltd., Hefei/China 25,00
Hefei Bao De Architectural Industrialization (Feidong) Co. Ltd., Hefei/China 25,00

Konzernkapitalflussrechnung 2021

1.) Geschäftstätigkeit 2021
T€
2020
T€
Periodenergebnis 14.878 12.009
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 13.225 14.308
Ab- / Zunahme der Rückstellungen -1.104 10.140
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -95 -16
Ab- / Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva -5.285 1.752
Ab- / Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 70 -2.108
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -596 -243
Zinsaufwendungen/Zinsertrag 2.957 3.947
sonstige Beteiligungserträge -702 -353
Ertragsteueraufwand 5.496 5.331
Ertragsteuerzahlungen -8.205 -1.884
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 20.639 42.883
2.) Investitionstätigkeit    
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -761 -406
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 900 360
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -15.303 -10.620
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 43 43
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -51
Einzahlungen aus den Abgängen des Konsolidierungskreises 0  
Erhaltene Dividenden    
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -14.761 -10.317
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 0 0
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von Krediten 0 12.500
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Krediten -6.792 -20.305
Einzahlung aus dem Verkauf von Gesellschaftsanteilen ohne Änderung der Kontrolle   0
Gezahlte Dividende an Gesellschafter des Mutterunternehmes -2.250 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -11.570 -13.386
4.) Entwicklung der Liquidität    
Zu-/Abgang Konsolidierungskreis    
Veränderung der Liquidität aus lfd. Geschäft -5.692 19.180
Finanzmittelfonds 31.12. 11.262 16.954
31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds    
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 11.698 17.544
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -436 -590
Finanzmittelfonds 11.262 16.954

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2020

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Genussrechtskapital Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
Kapitalrücklage
Konzernbilanzgewinn
01.01.2020 200.000,00 12.500.000,00 21.509.657,44 31.941.766,57
Fremdwährungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00 11.776.888,08
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Umgliederung 0,00 0,00 0,00 8.703,18
31.12.2020 200.000,00 12.500.000,00 21.509.657,44 43.727.357,83
Mutterunternehmen
Kumuliertes übriges Konzernergebnis Gesamt
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
01.01.2020 -5.199.330,64 60.952.093,37
Fremdwährungsumrechnung -2.429.955,72 -2.429.955,72
Konzernergebnis 0,00 11.776.888,08
Ausschüttungen 0,00 0,00
Umgliederung 0,00 8.703,18
31.12.2020 -7.629.286,36 70.307.728,91
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Minderheitenkapital Kumuliertes übriges Konzernergebnis Gesamt
Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung
01.01.2020 246.455,53 88.203,90 334.659,43 61.286.752,80
Fremdwährungsumrechnung 0,00 20.700,90 20.700,90 -2.409.254,82
Konzernergebnis 232.212,01 0,00 232.212,01 12.009.100,09
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Umgliederung 0,00 0,00 0,00 8.703,18
31.12.2020 478.667,54 108.904,80 587.572,34 70.895.301,25

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Genussrechtskapital Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
Kapitalrücklage
Konzernbilanzgewinn
01.01.2021 200.000,00 12.500.000,00 21.509.657,44 43.727.357,83
Fremdwährungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00 14.646.657,30
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 -2.250.000,00
Umgliederung 0,00 -12.500.000,00 0,00 0,00
31.12.2021 200.000,00 0,00 21.509.657,44 56.124.015,13
Mutterunternehmen
Kumuliertes übriges Konzernergebnis Gesamt
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
01.01.2021 -7.629.286,36 70.307.728,91
Fremdwährungsumrechnung 1.073.288,00 1.073.288,00
Konzernergebnis 0,00 14.646.657,30
Ausschüttungen 0,00 -2.250.000,00
Umgliederung 0,00 -12.500.000,00
31.12.2021 -6.555.998,36 71.277.674,21
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigen-
Minderheitenkapital Kumuliertes übriges Konzernergebnis Gesamt kapital
Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung
01.01.2021 478.667,54 108.904,80 587.572,34 70.895.301,25
Fremdwährungsumrechnung 0,00 74.293,59 74.293,59 1.147.581,59
Konzernergebnis 231.665,31 0,00 231.665,31 14.878.322,61
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 -2.250.000,00
Umgliederung 0,00 0,00 0,00 -12.500.000,00
31.12.2021 710.332,85 183.198,39 893.531,24 72.171.205,45

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sievert SE, Osnabrück

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Sievert SE, Osnabrück, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sievert SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 28. Februar 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Kathryn Knoth, Wirtschaftsprüferin

ppa. Stefan Heitmeyer, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

der Firma SIEVERT SE

Der Aufsichtsrat hat sich in regelmäßigen Sitzungen mit dem Vorstand und durch schriftliche Berichte über die Entwicklung des Unternehmens und seiner Beteiligungen unterrichten lassen und grundsätzliche Fragen mit dem Vorstand erörtert. Hierbei befasste er sich besonders eingehend mit den Geschäftsmaßnahmen, die seiner Zustimmung bedurften.

Der Jahresabschluss (HGB) zum 31. Dezember 2021 und der Konzernjahresabschluss (HGB) zum 31. Dezember 2021 nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Osnabrück, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von den Prüfungsergebnissen nahm der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernjahresabschluss nebst Konzernlagebericht geprüft, nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben und billigt Jahresabschluss und Konzernjahresabschluss. Der Jahresabschluss gilt damit als festgestellt.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, den per 31. Dezember 2021 im Jahresabschluss ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.113.963,63 € mit den Gewinnrücklagen zu verrechnen.

Darüber hinaus soll eine Auflösung der Gewinnrücklagen in Höhe von 2.250.000,00 € erfolgen und dieser Betrag an die Aktionäre im Verhältnis ihrer Stammaktien zur Gesamtanzahl der Stammaktien (11,25 € je Aktie) ausgeschüttet werden.

 

Osnabrück, 27. April 2022

DER AUFSICHTSRAT DER SIEVERT SE

Prof. Dr. Norbert Winkeljohann

Wolfgang Bauer

Niklas Sievert

Gerrit Sievert

Sascha Wagener

Christine Wolff

Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 27.04.2022gebilligt.

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