Siempelkamp Transport Systems GmbH

Altenkamp 11, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 33821
Vorher
Wilfried Strothmann Verwaltungs-GmbHWilfried Strothmann GmbH Maschinenbau- und HandhabungstechnikStrothmann Machines & Handling GmbH
Eingetragen
30.1.1991
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen- und Automationsanlagen sowie die Herstellung und die Bearbeitung von Maschinenteilen, außerdem der Handel mit Zubehör und Teilen, die im Maschinenbau, der Produktionslogistik und in der Automationstechnik Verwendung finden sowie der Vertrieb. Innerhalb dieses Aufgabenkreises ist die Gesellschaft im Inund Ausland zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere auch zur Beteiligung an anderen Unternehmungen gleicher oder verwandter Art einschließlich der Übernahme der Geschäftsführung an solchen Unternehmen sowie zum Abschluss von Interessengemeinschaften und zur Errichtung von Zweigniederlassungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Torsten Dr. Ristow
seit 5.9.2022
Geschäftsführer
Stefan Dr. Rehling
seit 13.10.2020
Geschäftsführer
Stefan Ziemes
seit 13.3.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.400.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Strothmann Machines & Handling GmbH

Schloß Holte-Stukenbrock

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Strothmann Machines & Handling GmbH

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1 Produkte und Dienstleistungen

Die Strothmann Machines & Handling GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt effektive Lösungen im Bereich Maschinenbau/Anlagenbau und Handhabungstechnik. Das Produktportfolio umfasst fahrerlose Transportsysteme, Rundschienensysteme sowie Pressenautomation und Handling- Systeme. Die patentierte Strothmann Rundschienen-Technologie wird als intelligentes Transportsystem im Schwerlastbereich in diversen Industriezweigen eingesetzt. Im Bereich Pressenautomation werden kundenspezifische und innovative Automatisierungslösungen für Pressenlinien für Unternehmen verschiedener Branchen, insbesondere für Automobilhersteller und deren Zulieferer, realisiert.

1.2 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Weltwirtschaftliche Kennzahlen

Nach einem kräftigen Jahresauftakt 2023 hat die Weltwirtschaft im Sommer 2023 an Schwung verloren, sodass für das Jahr 2023 insgesamt ein moderates Wachstum erwartet wird. Hierbei konnten die USA mit einer robusten Konjunktur überraschen, während China die Erwartungen nicht erfüllte. 1

Die Prognosen für die Weltproduktion zeigen ein erwartetes Wachstum von 3,0 % im Jahr 2023, gefolgt von 2,5 % im Jahr 2024 und 3,2 % im Jahr 2025. Der Produktionsanstieg in fortgeschrittenen Volkswirtschaften bleibt weiterhin verhalten. Die Produktion in den Schwellenländern hat aufgrund einer nachlassenden Dynamik in China nicht so stark zugenommen wie erwartet, während in Schwellenländern ohne China die Wirtschaft insgesamt kräftig expandierte. 2

Die Inflation in den G7-Staaten ist insbesondere aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise von 8,4 % im Oktober 2022 auf 4,1 % im Juni 2023 deutlich gesunken. Die Preise für Stahl, Kupfer und andere Nichteisenmetalle haben sich trotz der Öffnung der chinesischen Wirtschaft nicht nachhaltig erhöht. Außerdem haben die Notenbanken zwischenzeitlich auf den Inflationsanstieg des Jahres 2022 mit einer steilen Anhebung der Leitzinsen reagiert, wobei Prognosen für die Vereinigten Staaten einen Zielwert von bis zu 5,5 % und für den Euroraum von 4,25 % erwarten. Nach einem Rückgang der Inflation ist für die Jahre 2024 und 2025 wieder mit sinkenden Leitzinsen zu rechnen. 3

1 Vgl. Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose (2023): Gemeinschaftsdiagnose #2-2023; Kiel Institut für Weltwirtschaft (2023): Kieler Konjunkturbericht, Weltwirtschaft im Herbst 2023, Nr. 105.
2 Vgl. Kiel Institut für Weltwirtschaft (2023): Kieler Konjunkturbericht, Weltwirtschaft im Herbst 2023, Nr. 105

Weltwirtschaftliche Entwicklung

Die weltwirtschaftliche Lage im Jahr 2024 zeichnet sich durch eine gewisse Unsicherheit und eine Mischung aus Herausforderungen und positive Aussichten aus. Nach einem anfänglichen Anstieg der Weltkonjunktur im Jahr 2023, bedingt durch die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie und sich verändernde finanzielle Rahmenbedingungen, stehen die Zeichen für das kommende Jahr auf vorsichtige Stabilisierung.

Die Normalisierung der Produktion nach den pandemiebedingten Einbußen sowie die schwindenden Ersparnisse durch den privaten Konsum haben zu einer allmählichen Abnahme stützender Faktoren geführt. Die Herausforderungen zeigen sich insbesondere in der Abnahme der Auftragsbestände und der damit verbundenen Auswirkungen auf die globale Produktion. Gleichzeitig verlieren die bislang robusten Arbeitsmärkte an Einfluss auf das Einkaufsverhalten der Verbraucher, was zu einer gewissen Zurückhaltung führen könnte.

Finanzielle Unwägbarkeiten stellen einen weiteren Unsicherheitsfaktor dar. Höhere Finanzierungskosten könnten die Dynamik von Investitionen und Konsum zunehmend bremsen. Die moderate Verringerung des Zuwachses der Weltproduktion wird vom IfW Kiel auf 2,8 % prognostiziert und deutet darauf hin, dass sich die Weltwirtschaft auf einem Pfad der Stabilisierung befindet. Es wird erwartet, dass sich einige Länder von den Auswirkungen der Pandemie erholen und sich neue Chancen für Wachstum und Innovation eröffnen. Der Ausblick für 2024 bleibt jedoch von einer gewissen Vorsicht geprägt, da die Weltwirtschaft auf Veränderungen in den globalen Handelsbeziehungen, politische Entwicklungen und die weitere Bewältigung der Pandemiefolgen reagieren muss.

Risiken Weltwirtschaft

Die Prognosen zum Wachstum der Weltwirtschaft sind weiterhin von großer Unsicherheit geprägt, die potenziell erhebliche Auswirkungen auf die globale, wirtschaftliche Stabilität haben können, wobei die Entwicklung der Weltwirtschaft grundsätzlich nur schwer absehbar ist. Eines der bedeutsamsten Risiken bleiben geopolitische Spannungen, die zu weiteren politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten führen können. Der immer noch herrschende Krieg in der Ukraine und eine Eskalation des Nahost-Konflikts nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel sowie anhaltende Spannungen zwischen Ländern (u.a. Spannungen zwischen China und den USA aufgrund des Taiwan-Konflikts) könnten den internationalen Handel weiter beeinträchtigen, Investitionen behindern und das Vertrauen der Märkte destabilisieren. Mit Bezug auf den Ukraine-Krieg ist das Risiko einer Verknappung des Energieangebots aufzuführen. Handelskonflikte und protektionistische Maßnahmen zwischen großen Wirtschaftsnationen stellen ein weiteres Risiko dar, die zu einem Rückgang des internationalen Handels führen können und sich somit negativ auf die Produktion und Beschäftigung auswirken würden. Zusätzlich sind Unsicherheiten über die Entwicklung des (chinesischen) Immobiliensektors als Risiko einzustufen. Insbesondere eine unerwartete Verschlechterung der chinesischen Binnenkonjunktur kann die deutsche Exportwirtschaft beeinträchtigen. Abschließend ist die Wirkung der im Jahr 2023 gestrafften Geldpolitik als potenzielles Risiko zu benennen. 4

3 Vgl. ebd.

Euroraum / BIP

Die Energiekrise im Jahr 2022 und eine rasche geldpolitische Straffung haben die konjunkturelle Erholung nach der Pandemie gebremst, wobei einige Länder im Euroraum sogar eine rückläufige Produktion verzeichneten. Unter Berücksichtigung der wieder weitgehend normalisierter Energiepreise (mit Ausnahme von Deutschland), steigender Realeinkommen sowie zunehmender Unterstützung aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld geht das IfW davon aus, dass die Konjunktur im Prognosezeitraum voraussichtlich wieder Tritt fasst. 5

Die Produktionsniveaus in europäischen Ländern haben das Vorkrisenniveau knapp überschritten, wobei insbesondere das Vereinigte Königreich und Deutschland hinter dem früheren Wachstumstrend zurückbleiben. Die konjunkturellen Aussichten im Euroraum haben sich zuletzt verschlechtert. Für 2023 prognostiziert das IfW lediglich ein Wirtschaftswachstum von 0,6 %. In den Jahren 2024 und 2025 wird ein leicht erhöhtes Wachstum von 1,4 % bzw. 1,7 % erwartet. 6

Deutschland / BIP

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich eingetrübt. Obwohl temporäre Belastungsfaktoren wie der hohe Krankenstand und die Materialengpässe nachgelassen haben, ist das Bruttoinlandsprodukt noch nicht wieder auf einen Expansionskurs eingeschwenkt. Das industrielle Exportgeschäft leidet unter globaler Investitionsschwäche. Zuletzt prognostizierte das IfW für 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 %. Für 2024 und 2025 wird ein leichtes Wachstum von 1,3% und 1,5% erwartet. 7

Die deutsche Wirtschaft hat im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. Private Haushalte und der Staat haben ihre Konsumausgaben reduziert. Die Industrie und Bauwirtschaft profitieren noch von erhöhten Auftragsbeständen, die langsam zurückgehen. Weltweit straffen Zentralbanken ihre Geldpolitik, was zur Dämpfung des außenwirtschaftlichen Umfelds Deutschlands beiträgt. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung betont, dass die Produktionskosten und preisliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sich verschlechtert haben, insbesondere im Vergleich zu den USA und China. 8

4 Vgl. Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose (2023): Gemeinschaftsdiagnose #2-2023; Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (2023): Jahresgutachten 23-24; Kiel Institut für Weltwirtschaft (2023): Kieler Konjunkturbericht, Weltwirtschaft im Herbst 2023, Nr. 105.
5 Vgl. Kiel Institut für Weltwirtschaft (2023): Kieler Konjunkturbericht, Weltwirtschaft im Herbst 2023, Nr. 105; Kiel Institut für Weltwirtschaft (2023): Kieler Konjunkturbericht, Europa im Herbst 2023, Nr. 106.
6 Vgl. Kiel Institut für Weltwirtschaft (2023): Kieler Konjunkturbericht, Weltwirtschaft im Herbst 2023, Nr. 105.
7 Vgl. Kiel Institut für Weltwirtschaft (2023): Kieler Konjunkturbericht, Deutsche Wirtschaft im Herbst 2023, Nr. 107.
8 Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (2023): Jahresgutachten 23-24.

Der energieintensive Industriezweig leidet besonders unter hohen Produktionskosten, was durch die anhaltende Energiekrise und Unsicherheit über Energiepreise erklärt wird. Die Energiepreise sind im langfristigen Vergleich weiterhin erhöht, sodass Teile der energieintensiven Produktion nicht mehr rentabel sind, Produktionspotenziale obsolet werden und sich die Wertschöpfungskette neu ausrichten muss. 9

International verschiedene Länder / BIP

USA

Die amerikanische Wirtschaft zeigt sich robust und hat die während der Coronakrise erlittenen Verluste offenbar vollständig aufgeholt. Insbesondere der private Konsum bleibt stark, gestützt durch Realeinkommenszuwächse und die fortgesetzte Nutzung der während der Pandemie angesammelten Ersparnisse. Trotz eines abgeschwächten Abwärtstrends im Wohnungsbau nehmen die Unternehmensinvestitionen zu. Allerdings trübt sich die Lage am Arbeitsmarkt etwas ein. Die Prognosen des IfW's für die kommenden Jahre zeigen ein erwartetes Wirtschaftswachstum von 2,0 % im Jahr 2023 und 1,3 % sowohl für 2024 als auch für 2025. 10

China

China hat in den vergangenen Jahren anhaltende Bemühungen unternommen, seine Wirtschaft zu diversifizieren, den Binnenkonsum zu stärken und innovative Technologien zu fördern. Die Handelspolitik, insbesondere im Zusammenhang mit den Vereinigten Staaten, sowie die Entwicklung globaler Handelsbeziehungen beeinflussten jedoch auch die Konjunkturerwartungen in China. Die chinesische Regierung legt weiter verstärkten Fokus auf den Übergang zu einer qualitativ hochwertigeren und nachhaltigeren Entwicklung. Gleichzeitig investiert China stark in Schlüsselbereiche wie erneuerbare Energien, Künstliche Intelligenz und Hochtechnologie, um sich als Innovationsführer zu positionieren.

Die Erwartungen an eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in China nach dem Ende der Null- Covid-Politik haben sich nicht erfüllt. Obwohl die Aufgabe dieser Politik kurzzeitig einen positiven Einfluss auf die chinesische Wirtschaft hatte, blieb der erwartete Schub aus. Der private Konsum zeigte nicht die erhoffte Belebung, was zum Teil auf anhaltende Probleme im Immobiliensektor zurückzuführen ist. Die anhaltende Krise in diesem Sektor wird trotz wiederholter Stabilisierungsmaßnahmen nicht gestoppt oder umgekehrt. Trotz rückläufiger Produzenten- und Exportpreise sowie niedriger Rohstoffpreise behält die expansive Wirtschaftspolitik in China ihre Ausrichtung bei. Im Vergleich zu Europa und den USA ist der chinesische Arbeitsmarkt weniger angespannt. 2023 dürfte die chinesische Wirtschaft mit einem vom IfW erwarten Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 4,9 % das ausgegebene Wachstumsziel von 5 Prozent nur knapp erreichen. Für die Jahre 2024 und 2025 wird ein Wachstum von 4,5 % und 4,9 % prognostiziert. 11

9 Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (2023): Jahresgutachten 23-24, Kiel Institut für Weltwirtschaft (2023): Kieler Konjunkturbericht, Deutsche Wirtschaft im Herbst 2023, Nr. 107.
10 Vgl. Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose (2023): Gemeinschaftsdiagnose #2-2023; Kiel Institut für Weltwirtschaft (2023): Kieler Konjunkturbericht, Weltwirtschaft im Herbst 2023, Nr. 105.
11 Vgl. Kiel Institut für Weltwirtschaft (2023): Kieler Konjunkturbericht, Weltwirtschaft im Herbst 2023, Nr. 105.

Branchenumfeld

Nach einer Blitzumfrage des VDMA aus November 2023 blicken die Maschinen- und Anlagenbauer mit gedämpfter Stimmungslage auf das bevorstehende Jahr 2024. Eine Zurückhaltung bei Investitionen und Neueinstellungen ist aufgrund der hohen Unsicherheit spürbar. Die Auftragspolster schmelzen bei vielen Unternehmen der Branche. Bei 2/3 der Unternehmen kann der aktuelle Auftragsbestand die Produktion und Kapazitätsauslastung in 2024 nicht oder nur wenig stützen. Eine Bodenbildung zur Beendigung dieser Talfahrt ist noch nicht in Sicht. 12

Die deutschen Autobauer und Zulieferer erwarten ein Jahr ohne großes Absatzwachstum - wieder einmal. In Europa und Nordamerika werden laut der Unternehmensberatung Roland Berger 2024 kaum mehr Autos abgesetzt als 2023. Immerhin in China, dem größten Pkw-Einzelmarkt der Welt, dürften die Verkäufe weiter steigen. 13

1.3 Entwicklung des eigenen Geschäftsverlaufes

Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2023 mit 25,9 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert (20,3 Mio. EUR). Der Auftragseingang im Neuanlagengeschäft ist im Vergleich zu den Vorjahren weiter gestiegen. Die Umsatzerlöse mit 20,7 Mio. EUR konnten im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert werden (18,4 Mio. EUR). Hierin enthalten ist ein Großprojekt in Höhe von 6,6 Mio. EUR. Im Bereich Ersatzteil- und Servicegeschäft konnten sowohl die Auftragseingänge als auch die erzielten Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr weiterhin gesteigert werden.

1.4 Beurteilung der Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsführung war mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Strothmann Machines & Handling GmbH trotz der zahlreichen weltwirtschaftlichen Belastungsfaktoren sehr zufrieden, da die Planzahlen für den Auftragseingang und den Umsatz übertroffen wurden.

1.5 Produktion

Das Geschäftsjahr 2023 war durch eine voll ausgelastete Produktion gekennzeichnet. Trotz Zunahme der bezogenen Fremdleistungen ist der Zukaufanteil bezogen auf die deutlich gestiegene Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 3,8 %-Punkte gesunken. Diese Abnahme ist auf eine in Relation geringere Fremdvergabe im Bereich Rundschiene zurückzuführen. In der eigenen Produktion lag der Fokus insbesondere auf der Herstellung von qualitätskritischen sowie Know-how intensiven Teilen und Produkten, um so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu erzielen und eine Know-how-Diffusion zu vermeiden.

12 Vgl. Dr. Ralph Wiechers, VDMA-Chefvolkswirt vom 10.01.2024; https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/ render/87062249, https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/53060487.
13 Vgl. Handelsblatt vom 5.1.2024; https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/branchenausblickautoindustrie-muss-2024-kostendisziplin-und-tech-investitionen-ausbalancieren/100004871.html).

1.6 Beschaffung

Bei den Einkaufspreisen mussten einige Erhöhungen im Laufe des Jahres in Kauf genommen werden. Grund dafür sind steigende Löhne und Transportkosten. Bei der Beschaffung von Stahl sind die Preise gegenüber dem Vorjahr gesunken. Gründe hierfür sind die gesunkenen Energiekosten sowie der Rückgang der Nachfrage. Die Preise sollen laut Prognosen jedoch in naher Zukunft wieder angehoben werden. Kleine, aber auch übliche, Schwankungen sind vorhanden.

Durch das gezielte Erschließen neuer Beschaffungsquellen, konnte im vergangenen Jahr der schlechten Beschaffungssituation bei bestimmten Warengruppen im Elektrobereich entgegengewirkt werden. Dennoch gibt es speziell in diesem Bereich, trotz mittlerweile entspannterer Situation, immer noch Lieferzeiten von bis zu einem halben Jahr für bestimmte Produktgruppen, bei denen in der Vergangenheit eine Woche Lieferzeit üblich waren. Hier ist nach wie vor ein zuverlässiges Lieferantennetzwerk ein bedeutender Faktor für den unternehmerischen Erfolg.

Neben einem marktgerechten Preis sind gleichbleibend hohe Qualitätsstandards sowie verlässliches Handeln wichtige Attribute für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung. Die Auswahl von geeigneten und verlässlichen Zulieferern sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kernlieferanten stellen somit wichtige Schlüsselfaktoren für den unternehmerischen Erfolg dar.

1.7 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 betrug das Investitionsvolumen für immaterielle Wirtschaftsgüter und Sachanlagen insgesamt 0,1 Mio. EUR, die im Wesentlichen aus Ersatzinvestitionen bestanden.

1.8 Forschung und Entwicklung

Als Sondermaschinenbauer ist die Strothmann Machines & Handling GmbH besonders darauf fokussiert, ihren Kunden innovative Speziallösungen auf höchstem Niveau anzubieten. Um auch nachhaltig die Bedürfnisse der Kunden im Hinblick auf Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Qualität erfüllen zu können, ist eine konsequente und stetige Weiterentwicklung des Produktportfolios erforderlich. Neben der Weiterentwicklung bestehender Produkte wurden neue Lösungen für die Pressenautomation sowie ein Baukastensystem für den Bereich Rundschiene / Produktionslogistik weiterentwickelt.

1.9 Personal

Wesentliche Bausteine des unternehmerischen Erfolges der Strothmann Machines & Handling GmbH sind die Qualifizierung und Sicherung der Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter. Das Humankapital zählt zu den wertvollsten Ressourcen und sichert die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Daher ist die Aus- und Weiterbildung von Jungingenieuren, Fach- und Führungspersonal ein wesentlicher Bestandteil der Personalentwicklung.

Am 31. Dezember 2023 betrug der Personalstand (inkl. Geschäftsführer) 95 Mitarbeiter zzgl. 7 Auszubildende.

2. Ertragslage

2.1 Umsatz und Gesamtleistung

Die Umsatzerlöse (20,7 Mio. EUR, Vorjahr 18,4 Mio. EUR) sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Hierin enthalten ist die Abrechnung eines Großprojektes. Die Gesamtleistung des Unternehmens (25,9 Mio. EUR, Vorjahr 14,7 Mio. EUR) ist somit im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. Diese resultiert ebenfalls aus den gestiegenen Auftragseingängen und der damit verbundenen hohen Auslastung, woraus sich in 2023 eine positive Bestandsveränderung der unfertigen Erzeugnisse ergeben hat.

2.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in erster Linie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (0,1 Mio. EUR; im Vorjahr 1,1 Mio. EUR).

2.3 Materialaufwand

Der Anstieg des Verbrauchs an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (11,0 Mio. EUR, Vorjahr 4,6 Mio. EUR) sowie des gesamten Materialaufwands (14,2 Mio. EUR, Vorjahr 6,9 Mio. EUR) beruht auf der insgesamt höheren Auslastung im Vergleich zum Vorjahr. Die Materialeinsatzquote stieg auf 54,9 % an (Vorjahr 47,2 %).

2.4 Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,6 Mio. EUR auf 7,5 Mio. EUR gestiegen. In Relation zur Gesamtleistung ist der Personalaufwand von 46,5 % auf 28,8 % gesunken.

2.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 3,3 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres (2,6 Mio. EUR). Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus projektbedingt gestiegenen Gewährleistungsrückstellungen.

2.6 Ergebnisentwicklung

Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von 386 TEUR (Vorjahr -976 TEUR), das über dem Planniveau lag.

Nach Ertragsteuern ergab sich ein Jahresüberschuss von 386 TEUR (Vorjahr Jahresfehlbetrag -976 TEUR).

Bezüglich der finanziellen Leistungsindikatoren ist festzustellen, dass sich im Vergleich zum Vorjahr die Eigenkapitalrentabilität (Jahresergebnis / Eigenkapital per 31.12.) - bedingt durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss - auf 5,9 % (Vorjahr -16,0 %) verbessert hat.

Bei einem erwirtschafteten EBITDA (Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen) in der Höhe von 1.015 TEUR (Vorjahr -427 TEUR) konnte die Gesellschaft die EBITDA-Rendite (EBITDA / Gesamtleistung) als wichtige Ertragskennzahl von -2,9 % im Vorjahr auf 3,9 % verbessern.

2.7 Beurteilung der Ergebnisentwicklung

Vor dem Hintergrund des positiven Ergebnisses beurteilt die Geschäftsführung die Ergebnisentwicklung als sehr zufriedenstellend.

3. Finanzlage

Die liquiden Mittel am 31.12.2023, bestehend aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten (2,0 Mio. EUR), sind im Vergleich zum Vorjahr (0,7 Mio. EUR) gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Ergebnis und dem Zuwachs der erhaltenen Kundenanzahlungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten zum Bilanzstichtag mittelfristige Darlehensverbindlichkeiten, die sich infolge planmäßiger Tilgungen in Höhe von 1,9 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR verringerten.

Neben der Finanzierung über Anzahlungen im Bereich der längerfristigen Auftragsfertigung, die aufgrund eines erhöhten Auftragseingangs zum Stichtag von 2,6 Mio. EUR im Vorjahr auf insgesamt 9,4 Mio. EUR in 2023 zunahmen, stehen der Gesellschaft in ausreichendem Umfang Aval- und Barkreditlinien zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Aufgrund der bestehenden Kreditlinien, des vorhandenen Auftragsbestandes sowie der langfristigen Finanzierung ist die Liquidität im kommenden Jahr hinreichend gesichert.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme 2023 hat sich im Wesentlichen durch den Zuwachs der liquiden Mittel von 12,1 Mio. EUR auf 13,4 Mio. EUR erhöht.

Das Anlagevermögen nahm infolge planmäßiger Abschreibungen um 0,4 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR ab. Die Investitionen beinhalteten Ersatzinvestitionen und lagen mit 0,1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (0,3 Mio. EUR). Dadurch bedingt sowie durch die gestiegene Bilanzsumme sank die Anlagenintensität dabei um 8,6 %-Punkte auf 44,0 %.

Das Vorratsvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr, unter Berücksichtigung der von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen, denen bereits eine erbrachte Leistung gegenübersteht, um 0,3 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR. Während die unfertigen Erzeugnisse um 5,2 Mio. EUR auf 8,0 Mio. EUR zunahmen, stiegen die erhaltenen Anzahlungen leicht überproportional um 4,6 Mio. EUR auf 6,8 Mio. EUR. Der Bestand der Bevorratung mit RHB-Stoffen sank demgegenüber um 0,2 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind annähernd auf dem Vorjahresniveau bei 3,0 Mio. EUR geblieben.

Das Eigenkapital stieg ergebnisbedingt von 6,1 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR an. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme sank dagegen die Eigenkapitalquote von 50,8 % auf 48,4 %.

Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR erhöht. Dieser Zuwachs resultiert primär aus der Zuführung von Rückstellungen für Nachlaufkosten und Gewährleistungsfälle.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Vorjahresvergleich um insgesamt 0,6 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 0,6 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR gesunken, was im Wesentlichen aus niedrigeren Umsatzsteuerverbindlichkeiten resultiert.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Chancenbericht

Chancen im Sinne einer positiven Abweichung von der Prognose oder einem Ziel aufgrund künftiger Ereignisse und Entwicklungen verfolgen wir durch ein aktives Chancenmanagement in unserem Transformation Management Office (TMO). Dies umfasst alle Projekte und Maßnahmen eines systematischen und transparenten Umgangs mit zukünftigen Ergebnis- und Umsatzpotentialen. Das TMO wird durch die Verknüpfung mit unseren Strategie-, Planungs- und Berichtsprozessen zu einem wichtigen Bestandteil unserer wertorientierten Unternehmensführung.

Wir sind in attraktiven Märkten unterwegs, suchen jedoch darüber hinaus neue Märkte, um unser Unternehmen breiter aufzustellen. Unsere Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolges. In einem volatilen Umfeld entwickeln wir unser Unternehmen kontinuierlich weiter, um den globalen Herausforderungen auch zukünftig mit wettbewerbsfähigen Lösungen zu begegnen. Große Chancen sehen wir darin, unsere Produkte auf der Basis eines möglichst genauen Verständnisses der Bedürfnisse unserer Kunden weiter zu entwickeln. Dabei setzen wir auf effiziente Prozesse und Produktionsverfahren, die auf eine hohe Produktqualität zielen.

5.2 Risikobericht

Die Risikopolitik ist wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Die Gesellschaft ist mit einer quartalsweisen Berichterstattung in das Risikomanagementsystem der Siempelkamp-Gruppe eingebunden.

Wir verfolgen systematisch und transparent mögliche Risiken, die eine negative Prognose oder Zielabweichungen zur Folge haben könnten oder im Extremfall existenzbedrohend sein könnten. Dies geschieht innerhalb unseres Risikomanagementsystems, welches eng mit den Planungs- Berichtsprozessen im Controlling verknüpft ist. Dieses System ist ein zentraler Bestandteil unserer wertorientierten Unternehmensführung. Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems sind in einer Richtlinie festgehalten. Zudem existiert eine Compliance Richtlinie. Das Risikomanagementsystem sorgt für eine effiziente Steuerung der Risiken. Gegenwärtig sind keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden.

Im Rahmen des Risikomanagementsystems sowie in der regelmäßigen Berichterstattung werden Risiken nach einheitlichen Grundsätzen systematisch erfasst, überwacht und bewertet. Das Risikomanagement umfasst die Identifizierung, Quantifizierung, Limitierung und Überwachung sowie das Reporting der Risiken. Die Geschäftsführung wird regelmäßig bzw. bei nicht vorhergesehenen Veränderungen unverzüglich informiert.

Wir vermeiden Risiken, indem wir unsere risikopolitischen Grundsätze anwenden und keine Geschäfte tätigen, die gegen Verhaltensgrundsätze und Konzernrichtlinien der Siempelkamp-Gruppe verstoßen. Risiken, die finanzielle Auswirkungen haben könnten, werden durch zentrale Maßnahmen wie den Abschluss von Versicherungen minimiert. Der Risikotransfer auf Versicherungen ist zentral in der Holding der Siempelkamp-Gruppe angesiedelt. Soweit erforderlich werden Wertberichtigungen oder Rückstellungen gebildet, um Risiken aus verschiedenen Bereichen (wie z.B. Drohverlustrisiken, Forderungsausfallrisiken und Risiken aus Garantieverpflichtungen) abzudecken.

Die Risiken, die für unser Unternehmen relevant sind, fallen in folgende Kategorien:

5.2.1. Risiken aus externen Rahmenbedingungen

Hierzu zählen im Wesentlichen Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie regulatorische Risiken. Die konjunkturellen Risiken und die bestehenden weltweiten Unsicherheiten beschreiben wir in unserem Prognosebericht. Veränderungen in energie- und klimabezogenen Regularien könnten Risiken für die Ertragslage darstellen, wenn damit verbundene Kosten nicht weitergegeben werden können oder die Nachfrage nach Produkten beeinträchtigt wird.

Weitere regulatorische Risiken können sich aus steuerlichen Rahmenbedingungen ergeben, die sich im Zeitablauf ändern oder bei denen Rechtsunsicherheit besteht.

5.2.2. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Finanzrisiken betreffen im Wesentlichen Marktpreisänderungen, Forderungsausfall- und Währungsrisiken sowie Liquiditätsengpässe. Im Bereich der Marktpreisrisiken (Zinsänderung, Laufzeiten, Fremdwährungen) setzen wir bei Bedarf unter Einschaltung der Holding Zins- und Devisenkurssicherungsinstrumente ein, um Risiken aus Fremdwährungsgeschäften sowie Zinsänderungen entgegenzuwirken. Diese Finanzierungsinstrumente werden ausschließlich zur gezielten Absicherung von größeren Aufträgen bzw. zur Absicherung von Zinsänderungen bei kurzfristig beabsichtigten Investitionsvorhaben eingesetzt. Die Zusammenarbeit zwischen unserem Vertrieb und der Treasury-Abteilung der Holding schließt das Kursrisiko von Fremdwährungsgeschäften durch den Einsatz nicht spekulativer derivativer Instrumente aus oder reduziert es.

Ein stringentes Debitorenmanagement auf Einzelprojektebene beugt möglichen Forderungsausfällen vor. Ausstehende Forderungen werden regelmäßig überprüft und über bestehende Zahlungssicherungsinstrumente abgewickelt.

Die Liquidität wird durch eine rollierende Finanzanalyse und -planung gesteuert. Zahlungsstromschwankungen können mit den bestehenden liquiden Mitteln ausgeglichen werden. Derzeit ist für 2024 auf Basis des vorhandenen Auftragseingangs und der damit verbundenen erwarteten Zahlungseingänge keine Liquiditätsunterdeckung erkennbar.

5.2.3. Rechtliche Risiken und Compliance-Risiken

Prozessrisiken werden in unserem Risikomanagementtool ebenfalls systematisch erfasst und bewertet.

Mit unserer Compliance-Richtlinie begegnen wir den Risiken aus Kartellverstößen und Korruption. Zu den Compliance-Risiken gehören aber darüber hinaus Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung.

Risiken aus Handelsbeschränkungen wie Antidumpingzöllen, Exportbeschränkungen, Wirtschaftssanktionen sowie protektionistischen Hemmnissen ergeben sich aufgrund der weltweiten Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit. Diesen Risiken begegnen wir durch die konsequente Einhaltung der zoll- und exportkontrollrechtlichen Bestimmungen sowie Beachtung der geltenden Sanktionsvorschriften.

5.2.4. Risiken aus operativer Tätigkeit

5.2.4.1. Beschaffungsrisiken

Zur Herstellung unserer Produkte beschaffen wir Rohstoffe und Vormaterialien sowie auch Energie und Frachtkapazitäten. Schwankende Einkaufspreise können unsere Kostenstrukturen belasten. Unsere konzernweit einheitliche Ausrichtung und die Schaffung einer durchgängigen Beschaffungsorganisation ermöglicht uns eine strategische Steuerung und Bündelung unseres globalen Einkaufsvolumens. Dabei nutzen wir auch die Möglichkeiten asiatischer Beschaffungsmärkte. Hierzu stehen wir in engem Austausch mit unseren Beschaffungsexperten vor Ort, um nicht nur die guten Einkaufspreise, sondern auch ein entsprechendes Maß an Qualität zu erreichen.

Im Rahmen des Risikomanagementsystems gilt es weiterhin, die Preisentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und diese Risiken über entsprechende Materialteuerungszuschläge an die Kunden weiterzugeben.

5.2.4.2. Auftragsrisiken

Aufgrund der Komplexität von Großaufträgen mit langer Projektlaufzeit können Risiken entstehen. Dazu gehören unerwartete technische Probleme, mit Unsicherheiten behaftete Kalkulationen, Lieferengpässe und Qualitätsprobleme bei Partner- oder Subunternehmen, unvorhersehbare Entwicklungen bei der Montage sowie Verschiebungen bei Abnahme- und Abrechnungszeitpunkten. Durch ein professionelles Projektmanagement, eindeutige Projektmeilensteine, Überprüfungsstufen für die jeweiligen Projektphasen und umfangreiche Maßnahmen im Qualitätsmanagement sowie eine entsprechende Gestaltung von Verträgen lassen sich diese Risiken zwar begrenzen, jedoch nicht völlig ausschließen.

5.2.4.3. Produktionsrisiken

In unseren Fertigungsbetrieben kann es zu Betriebsunterbrechungen kommen. Dem Risiko begegnen wir durch regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen und Modernisierungen sowie Investitionen in unserem Maschinenpark. Darüber hinaus transferieren wir das Risiko durch Abschluss entsprechender Versicherungen.

5.2.4.4. Risiken der Informationssicherheit

Mit der zunehmenden Integration und Vernetzung der IT-gestützten Prozesse im Unternehmen steigt das Risiko einer Gefährdung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der für die Geschäftstätigkeit relevanten Informationen. Diesem Risiko begegnen wir durch ständige Überwachung und Weiterentwicklung der IT-Sicherheitsstruktur sowie verpflichtenden Schulungsmaßnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Risiken krimineller Angriffe auf unsere IT-Infrastruktur sowie für den sensiblen Umgang mit geschäftsrelevanten Informationen.

5.2.4.5. Personalrisiken

Für unsere weitere erfolgreiche Unternehmensentwicklung benötigen wir engagierte und hochqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte. Dabei besteht das Risiko, entsprechende Leistungsträger und Fachkräfte nicht in ausreichendem Maße oder mit der erforderlichen Qualifikation zu finden, um offene Stellen zu besetzen.

5.2.5. Zusammenfassende Betrachtung

Die Gesamtschau der Risiken ergibt, dass unser Unternehmen vornehmlich durch die Entwicklung der Konjunktur in den weltweiten Abnehmerbranchen beeinflusst wird. Wesentliche Geschäftsrisiken ergeben sich vor allem aus der Investitionsneigung in den wesentlichen Kundenbranchen, insbesondere dem Automotive-Sektor. Eine geringe Investitionsneigung über einen längeren Zeitraum führt hier im Allgemeinen zu einem erhöhten Preiswettbewerb, der insbesondere in Verbindung mit stark steigenden Beschaffungspreisen die erzielbaren Deckungsbeiträge stark beeinträchtigen kann.

Risikopotenziale in den Prozessen der Leistungserbringung sind bekannt und werden im Rahmen des bestehenden Risikomanagement-Systems gesteuert und kontinuierlich verfolgt. Die beschriebenen Maßnahmen ermöglichen einen kontrollierten Umgang mit den erkennbaren Risiken.

Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, aus denen eine Gefährdung für den Fortbestand oder die Entwicklung des Unternehmens abgeleitet werden könnte.

6. Prognosebericht

6.1 Allgemeine Entwicklung und konjunkturelles Umfeld

Die globalen Konjunkturprognosen für das Jahr 2024 signalisieren eine weitere moderate Abschwächung der Weltkonjunktur, die aber darauf hindeuten könnte, dass sich die Weltwirtschaft auf dem Weg der Stabilisierung befindet. Einige der bisher wirksamen stützenden Faktoren dürften weiter an Bedeutung verlieren. Die hohen Auftragsbestände werden bald abgearbeitet sein und im Zusammenhang mit vermutlich rückläufigen Auftragseingängen zu einer geringeren Auslastung in der Produktion führen. Der bislang robuste Arbeitsmarkt dürfte weniger Einfluss auf das Einkaufsverhalten der Verbraucher haben, da sich die negativen Einflüsse auf die Konjunktur verstärken, insbesondere durch die Entwicklung im finanziellen Umfeld. Höhere Finanzierungskosten dürften weiterhin Investitionen und Konsum bremsen. Vor diesem Hintergrund geht das IfW Kiel für das Jahr 2024 von einer moderaten Steigerung der Weltproduktion um etwa 2,8 % aus.

Auch weiterhin bleibt die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von vielen Unsicherheiten geprägt, die unsere Geschäfte beeinträchtigen können.

Bei der Ableitung unserer Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr haben wir die Volatilität des Preisniveaus bei Rohstoffen, Energie und weiteren Faktorkosten im Rahmen derzeitiger Erwartungen eingepreist. Unsere Planungen beinhalten ausdrücklich keine weitere Vorsorge für etwaige Risiken aus einer weitergehenden Eskalation der geopolitischen Krisen - insbesondere in Bezug auf die Kriegsentwicklungen in der Ukraine und in Israel und damit verbundene Einschränkungen.

Die wesentlichen Annahmen zur Entwicklung in unseren Märkten, die unseren Prognosen zugrunde liegen, finden Sie in unserem Wirtschaftsbericht unter "Branchenumfeld". Die entsprechenden Chancen und Risiken in unserem "Chancen- und Risikobericht".

Insgesamt blicken wir vorsichtig realistisch auf die Geschäftsentwicklung in 2024, die zu einem großen Teil von der konjunkturellen, zurzeit ungewissen Gesamtlage abhängig ist. Wesentliche Treiber für die Zielerreichung in 2024 bleiben der weltweit wachsende Bedarf nach Automatisierungs- und Intralogistiklösungen, um die Produktivität zu erhöhen sowie den Fachkräftemangel insbesondere in Europa und Nordamerika zu kompensieren. Hiermit verbinden wir die Erwartung einer stabilen Investitionsneigung bei den Kunden sowie die Auslastung unserer Fertigung.

6.2 Ergebniserwartung

Der Auftragsbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht (18,0 Mio. EUR; Vorjahr 13,0 Mio. EUR), auch die aktuelle Einschätzung der Vertriebsprojekte stimmt optimistisch. Im Bereich Rundschiene stehen im ersten Quartal größere Projekte zur Vergabe an.

Unter der Annahme, dass die Investitionsneigung in den wesentlichen Kundenbranchen stagniert, wird unter Berücksichtigung des Auftragsbestands erwartet, dass die Gesamtleistung im Jahr 2024 nur leicht im Vergleich zum Jahr 2023 steigt.

Trotz genauer, sorgfältiger und risikoorientierter Planung können unerwartete ergebnisbeeinflussende Ereignisse eintreten. Die Abarbeitung des Auftragsbestandes verbunden mit den aktuellen wirtschaftlichen Frühindikatoren, den weiterhin unabsehbaren Folgen der geopolitischen Krisen (Russland/Ukraine, Israel/Hamas, China/Taiwan) sowie die Auswirkungen der Inflation stellen wie bereits in den vergangenen 2 Jahren besondere Herausforderungen für das Geschäftsjahr 2024 dar. Unsere Planungen gehen davon aus, dass es keine weiteren Verschärfungen der weltpolitischen Konflikte geben wird und die Projekttätigkeit im Neu- und Umbaugeschäft wieder moderat anzieht. Aufgrund des Auftragsbestands und unserer guten Wettbewerbsposition in den für uns relevanten Märkten sehen wir unsere Ziele nach wie vor als erreichbar an. Voraussetzung hierfür ist, dass es nicht zu weiteren Eskalationen kommt.

Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Unsicherheiten auf die Kundennachfrage rechnet die Geschäftsführung für das Jahr 2024 bei einer leichten Zunahme der Gesamtleistung aufgrund der erwarteten Abrechnung einiger größerer Aufträge mit einer deutlichen Steigerung des Jahresüberschusses.

6.3 Erwartungen hinsichtlich der Liquidität

Die tägliche Liquiditätssteuerung wird vierteljährlich in konzerneinheitlichen rollierenden 12-Monats Cash Flow Planungen zusammengefasst.

Derzeit ist für das Folgejahr kein Liquiditätsengpass erkennbar. Erforderliche Banklinien (i.W. Avale) sind langfristig gesichert.

Gleichwohl ist aufgrund der schwierigen allgemeinen Wirtschaftslage voraussichtlich auch in 2024 eine eher cash-orientierte Unternehmenssteuerung gefragt.

 

Schloß Holte-Stukenbrock, den 7. Februar 2024

Dr. Torsten Ristow

Dr. Stefan Rehling

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 85.157,42 122.900,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.882.173,77 5.116.278,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 453.358,26 542.409,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 477.472,25 413.703,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.100,00 137.786,00
5.816.104,28 6.210.177,75
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 5.000,00 0,00
5.906.261,70 6.333.078,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.094.016,00 1.292.509,00
2. Unfertige Erzeugnisse 8.004.671,00 2.838.208,00
abzgl. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -6.773.426,00 -2.160.582,20
3. Geleistete Anzahlungen 9.945,00 41.585,65
2.335.206,00 2.011.720,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.279.629,03 2.123.207,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 494.619,25 704.592,53
3. Sonstige Vermögensgegenstände 264.957,35 60.270,70
3.039.205,63 2.888.070,81
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.010.929,89 698.383,89
7.385.341,52 5.598.175,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 139.884,54 119.716,35
13.431.487,76 12.050.970,13

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.400.000,00 1.400.000,00
II. Kapitalrücklage 1.821.109,08 1.821.109,08
III. Gewinnvortrag 2.897.758,04 3.873.895,67
IV. Jahresüberschuss 386.487,77 -976.137,63
6.505.354,89 6.118.867,12
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.371.470,00 1.579.185,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 535.713,19 2.446.256,85
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.591.495,82 406.834,79
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 724.437,54 767.392,12
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 568.561,53 37.900,91
5. Sonstige Verbindlichkeiten 134.454,79 685.785,34
- davon aus Steuern: € 87.930,25; Vj: € 426.322,39
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 19.375,69; Vj: € 9.149,67
4.554.662,87 4.344.170,01
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 8.748,00
13.431.487,76 12.050.970,13

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

2023 2022
1. Umsatzerlöse 20.749.679,25 18.443.294,90
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.166.463,00 -3.758.145,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 120.417,87 1.250.998,69
- davon aus der Währungsumrechnung: € 1.058,25; Vj: € 2.750,59
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.025.087,35 4.560.207,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.203.665,30 2.369.310,41
14.228.752,65 6.929.517,82
5. Rohergebnis 11.807.807,47 9.006.630,77
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.306.807,33 5.753.901,22
b) Soziale Abgaben 1.169.204,57 1.079.392,88
7.476.011,90 6.833.294,10
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 522.893,68 490.932,68
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.316.806,43 2.586.516,60
- davon aus der Währungsumrechnung: € 1.643,17; Vj: € 1.981,82
9. Betriebsergebnis 492.095,46 -904.112,61
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.882,29 21,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 93.096,85 58.123,44
12. Finanzergebnis -91.214,56 -58.102,44
13. Ergebnis vor Steuern 400.880,90 -962.215,05
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,22 -28,17
15. Ergebnis nach Steuern 400.881,12 -962.186,88
16. Sonstige Steuern 14.393,35 13.950,75
17. Jahresüberschuss (Vj: Jahresfehlbetrag) 386.487,77 -976.137,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Strothmann Machines & Handling GmbH mit Sitz in Schloß Holte-Stukenbrock ist unter der Nr. HR B 33821 im Handelsregister des Registergerichts Bielefeld eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB dargestellt.

II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf diese immateriellen Vermögensgegenstände werden linear nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden planmäßig, und zwar nach Maßgabe der jeweils steuerlich zulässigen Höchstsätze, vorgenommen. Dabei wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen € 250,01 und € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Genossenschaftsanteile wurden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die neben den direkt zurechenbaren Materialkosten, Fertigungskosten und Sonderkosten der Fertigung, auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, beinhalten. Aufgrund der technischen Veralterung und der verminderten Verwertbarkeit von Vorräten wurden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt.

Bei den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Salden gegenüber Unternehmen ausgewiesen, die in den Konzernabschluss der G. Siempelkamp GmbH & Co. KG, Krefeld, einbezogen werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch spezielle Wertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Pauschalsatz zur Ermittlung der Pauschalwertberichtigung beträgt 2,0% des Nettobetrages der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank ermittelt und monatlich veröffentlicht wird, abgezinst. Der Pauschalsatz zur Ermittlung der pauschalen Gewährleistungsverpflichtungen beträgt 2,3 % des garantiebehafteten Umsatzes.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet.

Für Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden nach dem bilanzorientierten Konzept latente Steuern gebildet. Die sich aus den temporären Abweichungen ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden - soweit sich ein Überhang der passiven über die aktiven latenten Steuern ergibt - unsaldiert ausgewiesen. Aufgrund der Konzernbilanzierungsrichtlinie wird ein Überhang an aktiven latenten Steuern nicht angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Abweichung gültig sein wird. Zum 31. Dezember 2023 wurde hierbei ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 % (zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag) und ein Gewerbesteuersatz von 12,95 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern werden aufgelöst, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist.

III. Angaben zur Bilanz

Die Bilanz wurde nach der umfassenden Gliederungsvorschrift des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt.

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Positionen des Anlagevermögens ist im Einzelnen der Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen, die dem Anhang als Anlage 1 beigefügt ist.

Die Position der Finanzlagen beinhaltet die 100%-ige Beteiligung an der Vertriebsgesellschaft Strothmann Machines & Handling (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai. Die Beteiligung wurde bereits in den Vorjahren auf € 0,00 abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2023 lag nach unserer Einschätzung kein Grund für eine Zuschreibung vor.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen die Alleingesellschafterin Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH, Krefeld, bestehen in Höhe von € 303.536,11 (Vorjahr: € 600.703,78). Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Die im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Werte beinhalten in erster Linie vorausbezahlte Wartungen, Messeaufwendungen und Versicherungen.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für allgemeine und spezielle Gewährleistungsrisiken, für ausstehende Kostenrechnungen sowie für Verpflichtungen gegenüber dem Personal.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Fristigkeiten und Sicherungen der einzelnen Verbindlichkeitspositionen sind in der Anlage 2 zum Anhang dargestellt.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen beläuft sich am Bilanzstichtag auf T€ 125.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach der umfassenden Gliederungsvorschrift des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in erster Linie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 67.

2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Jahresabschreibungen sind aus der Anlage 1 zum Anhang "Entwicklung des Anlagevermögens" ersichtlich.

V. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Dr. Torsten Ristow, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung

Herr Dr.-Ing. Stefan Rehling, technischer Geschäftsführer

Die Angabe der Gehälter der Geschäftsführer unterbleibt mit Blick auf § 286 Abs. 4 HGB.

2. Beirat

Nach § 5 des Gesellschaftsvertrages hat die Gesellschaft einen aus mindestens zwei Personen bestehenden Beirat, dem folgende Mitglieder angehörten:

Herr Dr.-Ing. Martin Stark (Vorsitzender), Geschäftsführer (Sprecher) der Konzernführungsgesellschaft G. Siempelkamp GmbH & Co. KG (bis 31.03.2023)

Frau Dipl.-Kfm. Elisabeth Bienbeck-Ketelhohn, Kauffrau, Geschäftsführerin der Konzernführungsgesellschaft G. Siempelkamp GmbH & Co. KG (bis 31.03.2023)

Herr Martin Scherrer (Vorsitzender), Geschäftsführer (CEO) der Konzernführungsgesellschaft G. Siempelkamp GmbH & Co. KG (ab dem 01.04.2023)

Herr Martin Sieringhaus, Geschäftsführer (CFO) der Konzernführungsgesellschaft G. Siempelkamp GmbH & Co. KG (ab dem 01.04.2023)

Vergütungen wurden an den Beirat nicht geleistet.

3. Mutterunternehmen

Alleinige Gesellschafterin der Strothmann Machines & Handling GmbH ist die Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH mit Sitz in Krefeld. Sie stellt einen Teilkonzernabschluss für den kleinsten Kreis der verbundenen Unternehmen auf.

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis der verbundenen Unternehmen aufstellt, ist die G. Siempelkamp GmbH & Co. KG, Krefeld.

Die Konzernabschlüsse werden im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Aufgrund der Angabe des Abschlussprüferhonorars im Konzernabschluss der G. Siempelkamp GmbH & Co. KG, Krefeld, wird auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars im Einzelabschluss verzichtet.

5. Mitarbeiter

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 88 Arbeitnehmer beschäftigt. Sie verteilen sich auf die einzelnen Gruppen wie folgt:

2023 2022
Angestellte: 61 63
Gewerbliche Arbeitnehmer: 27 23
Zusammen: 88 86

Die Ermittlung der Arbeitnehmerzahl wurde entsprechend der Bestimmung in § 267 Abs. 5 HGB vorgenommen, wonach als durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der vierte Teil der Summe aus den Zahlen der jeweils am Quartalsende beschäftigten Arbeitnehmer gilt, jedoch ohne die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten.

6. Nachtragsbericht

Es liegen keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung vor, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

7. Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in voller Höhe vorzutragen.

 

Schloß Holte-Stukenbrock, den 7. Februar 2024

Dr. Torsten Ristow

Dr. Stefan Rehling

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 287.055,28 24.615,76 0,00 70.279,22 241.391,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.751.533,50 3.548,64 0,00 0,00 7.755.082,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.214.391,79 2.549,63 0,00 0,00 2.216.941,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.324.860,96 62.038,62 137.786,00 89.041,48 2.435.644,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 137.786,00 3.100,00 -137.786,00 0,00 3.100,00
12.428.572,25 71.236,89 0,00 89.041,48 12.410.767,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 554.350,00 0,00 0,00 0,00 554.350,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 5.000,00 0,00 0,00 5.000,00
554.350,00 5.000,00 0,00 0,00 559.350,00
13.269.977,53 100.852,65 0,00 159.320,70 13.211.509,48
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Abschreibungen Berichtsjahr Änderungen i.Z.m. Abgängen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 164.154,40 62.359,22 70.279,22 156.234,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.635.254,66 237.653,71 0,00 2.872.908,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.671.982,53 91.600,63 0,00 1.763.583,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.911.157,31 131.280,12 84.265,58 1.958.171,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.218.394,50 460.534,46 84.265,58 6.594.663,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 554.350,00 0,00 0,00 554.350,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
554.350,00 0,00 0,00 554.350,00
6.936.898,90 522.893,68 154.544,80 7.305.247,78
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 85.157,42 122.900,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.882.173,77 5.116.278,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 453.358,26 542.409,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 477.472,25 413.703,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.100,00 137.786,00
5.816.104,28 6.210.177,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 5.000,00 0,00
5.000,00 0,00
5.906.261,70 6.333.078,63

Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023

Bilanzansatz Besicherung
31.12.2023 RLZ bis zu 1 Jahr RLZ 2-5 Jahre RLZ über 5 Jahre Art Höhe
Bilanzposten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 535.713,19 232.558,04 303.155,15 0,00 Grundschuld 535.713,19
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.591.495,82 2.591.495,82 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 724.437,54 724.437,54 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 568.561,53 568.561,53 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 134.454,79 134.454,79 0,00 0,00 0,00
Zusammen: 4.554.662,87 4.251.507,72 303.155,15 0,00 535.713,19

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Strothmann Machines & Handling GmbH, Schloß Holte-Stukenbrock:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Strothmann Machines & Handling GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Strothmann Machines & Handling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, den 16. Februar 2024

Treuhand- und Revisions- Aktiengesellschaft
Niederrhein
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Siebing, Wirtschaftsprüfer

ppa. Oymanns, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte am 19. März 2024.

Ebenfalls wurde am 19. März 2024 beschlossen, den Jahresüberschuss i.H.v. € 386.487,77 auf neue Rechnung vorzutragen.

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