Farmasan Arzneimittel GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Unser seit 11.2.2025 | Prokura |
Frank Dr. Waimer seit 13.5.2019 | Geschäftsführer |
Friedrich Daniel Fraas seit 4.8.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dr. Schwabe Deutschland Holding GmbH (vormals: Dr. Schwabe Holding GmbH)KarlsruheKonzernabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Konzernanhang zum 31. Dezember 2022Dr. Schwabe Deutschland Holding GmbH, Karlsruheregistriert beim Amtsgericht Mannheim unter HRB 71583 Inhaltsverzeichnis des Konzernanhangs I. Angaben zum Konzernabschluss A. Allgemeines B. Beteiligungsbesitz und Konsolidierungskreis C. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze D. Erläuterungen zur Konzernbilanz E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung F. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung G. Erläuterungen zum Eigenkapitalspiegel II. Sonstige Angaben A. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen B. Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Gesellschaften C. Honorar des Abschlussprüfers D. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Arbeitnehmer E. Organe F. Nachtragsbericht G. Ergebnisverwendung H. Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses für einbezogene Tochterunternehmen I. Angaben zum Konzernabschluss A. Allgemeines Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches erstellt. Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestanden, diese in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang darzustellen, wurden diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Konzernanhang dargestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Mit Eintragung vom 18.08.2022 erfolgte die Umfirmierung der Konzernmutter Dr. Schwabe Holding GmbH in Dr. Schwabe Deutschland Holding GmbH. B. Beteiligungsbesitz und Konsolidierungskreis Der Beteiligungsbesitz und Konsolidierungskreis wurde in der Aufstellung des Anteilsbesitzes dargestellt. Zum 06.07.2022 wurden die Gesellschaften mama natura GmbH und Schwabe Pharmaceuticals GmbH, beide Karlsruhe (Deutschland) an die Schwabe International AG, Karlsruhe (Deutschland), verkauft. Am 27.09.2022 wurde die ISO Arzneimittel GmbH & Co. KG, Ettlingen (Deutschland) durch Aufnahme in die Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG, Karlsruhe (Deutschland), rückwirkend auf den 01.01.2022 verschmolzen. Das unter Nr. 2 aufgeführte assoziierte Unternehmen wurde gemäß §§ 311 und 312 HGB at-equity bewertet. Das unter Nr. 4 gezeigte Tochterunternehmen wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB infolge untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Bewertung erfolgte gemäß §§ 311 und 312 HGB at-equity. Aufstellung des Anteilsbesitzes 1. Vollkonsolidierte Unternehmen
Die Einbeziehung der Gesellschaften erfolgt gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB. 2. Assoziierte Unternehmen
3. Beteiligungen
Zum 31.12.2022 betrug das Eigenkapital der DHV Investors GmbH & Co. KG, Berlin, TEUR 7.019, der Jahresfehlbetrag TEUR 386. 4. Gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
* Bewertung at-equity gemäß §§ 311 und 312 HGB ** Bewertung mangels Wesentlichkeit zu fortgeführten Anschaffungskosten C. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze 1. Allgemeines Die Bewertung der einzelnen Konzerngesellschaften erfolgte gemäß § 308 HGB nach einheitlichen Kriterien. Die im Konzern einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet. Die Jahresabschlüsse ausländischer assoziierter Unternehmen wurden nach der modifizierten Stichtagskursmethode zum Bilanzstichtag für die Equity-Bewertung umgerechnet. Anwendung fand dabei der Mittelkurs zum Bilanzstichtag. Die Umrechnung von in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen enthaltenen Fremdwährungsposten erfolgte grundsätzlich zum Anschaffungstageskurs, soweit dieser nicht über dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag lag. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Stichtagskurs bewertet. 2. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei den vollkonsolidierten Unternehmen grundsätzlich gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 66 Abs. 3 EGHGB nach der Buchwertmethode unter Beachtung der direkten und indirekten Anteile fremder Gesellschafter an den einbezogenen Gesellschaften (multiplikative Methode). Für nach dem 01.01.2010 erworbene Gesellschaften erfolgte die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode unter Beachtung der direkten Anteile fremder Gesellschafter an dem einbezogenen Unternehmen (additive Methode). Zeitpunkt der Kapitalkonsolidierung war nach § 301 Abs. 2 HGB der Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind. 3. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 Abs. 1 HGB bestand in der gegenseitigen Aufrechnung von Forderungen und Schulden. Hierbei entstandene Aufrechnungsunterschiede wurden, soweit zutreffend, erfolgswirksam verrechnet. 4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Alle wesentlichen Umsätze und andere Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 305 HGB miteinander verrechnet. 5. Zwischenergebniseliminierung Zwischengewinne wurden auf Basis einer konzernübergreifenden Kalkulation gemäß § 304 HGB eliminiert. 6. Einzelne Bilanzposten Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Hergestellte Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden auf Einzelkostenbasis zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge, soweit diese für die Herstellung notwendig waren, bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für abnutzbare immaterielle Vermögensgegenstände sowie für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden planmäßige Abschreibungen grundsätzlich nach der linearen Methode und mit steuerlich höchstzulässigen Sätzen vorgenommen. Soweit jedoch degressive Abschreibungen zulässig und diese höher als die linearen Abschreibungen waren, fand die degressive Abschreibung Anwendung. Nutzungsdauern entgeltlich erworbener Geschäfts- und Firmenwerte
Finanzanlagen Die Bewertung des Anteilsbesitzes erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten; Ausleihungen wurden mit ihren Nennbeträgen angesetzt. Anteile an assoziierten Unternehmen wurden gemäß §§ 311 und 312 HGB at-equity bewertet. Dabei wurde die Buchwertmethode nach § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 66 Abs. 3 EGHGB angewandt. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Anteile und dem anteiligen Eigenkapital wurde gem. § 309 Abs. 1 HGB mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Als Zeitpunkt für die Ermittlung des Wertansatzes der Beteiligung und des Unterschiedsbetrages wurde nach § 312 Abs. 3 HGB der Erwerbszeitpunkt gewählt. Der ursprüngliche Wertansatz wurde für die Folgejahre entsprechend § 312 Abs. 4 HGB fortgeschrieben. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Wertes wird nach Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. Eine Anpassung der Jahresabschlüsse der assoziierten Unternehmen auf die im Konzernabschluss angewandten Bewertungsmethoden fand nicht statt. Zwischenergebnisse wurden gemäß § 312 Abs. 5 HGB entsprechend § 304 HGB durch Anpassung des Wertansatzes der Beteiligung eliminiert. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungspreisen einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen bewertet, die unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag lagen. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Konzernherstellungskosten bewertet, die durch Kalkulation auf Basis der innerbetrieblichen Kostenrechnung des Konzerns ermittelt wurden. Dabei wurde beachtet, dass die kalkulierten Konzernherstellungskosten nicht über den tatsächlichen Konzernherstellungskosten lagen. Angemessene Gemeinkostenzuschläge wurden berücksichtigt. Forderungen und sonstige Aktiva Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % bis 4,5 % des Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen; zweifelhaften Forderungen wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Bestand an liquiden Mitteln wurde mit Nominalwerten bewertet. Aktive latente Steuern im Konzernabschluss wurden auf Basis der unternehmens-individuellen Steuer- und Hebesätze berechnet, die voraussichtlich zum Zeitpunkt des Abbaus der temporären Differenzen gelten. Vom Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgte zu Nennwerten. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden mit zu erwartenden Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen wurden abweichend gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten und sonstige Passiva Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Passive latente Steuern wurden auf Basis der unternehmensindividuellen Steuer- und Hebesätze berechnet, die voraussichtlich zum Zeitpunkt des Abbaus der temporären Differenzen gelten. D. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposition sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergaben sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel (ebenso sind dem Anlagespiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen). Als Geschäfts- oder Firmenwert wurden aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung (nach Abschreibungen) in Höhe von insgesamt TEUR 1.058 (Vorjahr: TEUR 2.240) ausgewiesen. Aus dem Erwerb aller Anteile an Cara Partners LP, Wallingstown Company LP, Montana Ltd. und Wallingstown Company Ltd., alle Cork (Irland), ergab sich zum Erwerbsstichtag in 2021 ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe TEUR 2.857, der planmäßig linear über 3 Jahre abgeschrieben wird. Durch eine nachträgliche Minderung der Anschaffungskosten reduzierte sich der Geschäfts- und Firmenwert um TEUR 476 auf TEUR 2.381. Zum 31.12.2022 betrug der Geschäfts- oder Firmenwert TEUR 1.058. Vorräte Die Vorräte wurden um eliminierte Zwischengewinne in Höhe von TEUR 7.949 (Vorjahr TEUR 3.645) gemindert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den sonstigen Vermögensgegenständen hatten TEUR 2.116 eine Laufzeit von über einem Jahr (Vorjahr TEUR 2.571). Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern wurden in Höhe von TEUR 1.231 (Vorjahr TEUR 540) aufgrund der Eliminierung von Zwischengewinnen (TEUR 7.949; Vorjahr TEUR 3.645) gebildet. Die maßgebenden Steuersätze betrugen 13,3 % - 15,8 %. Weitere aktive latente Steuern wurden für eine sonstige erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahme (TEUR 215; Vorjahr TEUR 232) in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr TEUR 35) gebildet. Der maßgebende Steuersatz betrug 15,6 %. Die Veränderung der aktiven Steuersalden betrug damit TEUR 690. Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Für die Bestimmung von Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeit wurden die "Richttafeln 2018G" von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Abzinsung der Altersvorsorgeverpflichtungen erfolgte unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Der versicherungsmathematischen Bewertung der Verpflichtungen wurden folgende Prämissen zugrunde gelegt:
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB betrug zum 31.12.2022 TEUR 18.800 (Vorjahr TEUR 24.949). Die durch die Akquisition von Cara Partners LP, Cork (Irland), übernommenen Pensionsverpflichtungen wurden zu einem Zeitwert über dem Wertansatz nach den Vorschriften des HGB übernommen. Der zum Erwerbsstichtag ermittelte Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 9.845 wird über eine angenommene Laufzeit von 15 Jahren ratierlich erfolgswirksam verrechnet und betrug zum 31.12.2022 TEUR 8.752. Für die Altersvorsorgeverpflichtungen besteht zugunsten der Versorgungsberechtigten Deckungsvermögen. Dieses wird mit der Pensionsrückstellung verrechnet:
Die Zeitwerte des Deckungsvermögens basieren auf einer Mitteilung der Versicherungsgesellschaft. Steuerrückstellungen wurden nach dem Stand des Veranlagungsverfahrens berechnet. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden in Höhe TEUR 126.725 (Vorjahr TEUR 50.581). Passive latente Steuern Passive latente Steuern i.S.v. § 274 HGB wurden in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 2) gebildet. Der maßgebende Steuersatz betrug 12,5 %. Aufgrund der Eliminierung steuerlicher Posten im Konzernabschluss (TEUR 214; Vorjahr TEUR 226) wurden passive latente Steuern in Höhe TEUR 34 (Vorjahr TEUR 34) gebildet. Der maßgebende Steuersatz betrug 15,8 %. Die Veränderung der passiven Steuersalden betrug damit TEUR 6. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse resultierten aus Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (TEUR 611, Vorjahr TEUR 466). Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaften, für die eine Eventualverbindlichkeit eingegangen wurde, ist davon auszugehen, dass keine Risiken der Inanspruchnahme entstehen. E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten ergibt folgendes Bild:
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen Periodenfremde Erträge und Aufwendungen waren lediglich von untergeordneter Bedeutung enthalten. Außerordentliche Aufwendungen Im Geschäftsjahr waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.384 bei den gewerblichen Schutzrechten sowie in Höhe von TEUR 221 bei den Beteiligungen (im Vorjahr TEUR 557) aufgrund voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung enthalten. Der sonstige betriebliche Aufwand inkludierte außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.420 aus Reorganisation und TEUR 2.684 aus Beendigung eines Projekts. F. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21 des DRSC erstellt. Der Finanzmittelfonds ist definiert als Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Er entspricht grundsätzlich der Bilanzposition Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Soweit in der Bilanzposition sonstige Wertpapiere oder sonstige Vermögensgegenstände als Liquiditätsreserve dienende Finanzinvestitionen enthalten sind, die ohne wesentliche Wertschwankungen in Zahlungsmittel umgewandelt werden können, werden diese ebenfalls in den Finanzmittelfonds einbezogen. Zum 31.12.2022 wurden Zahlungsmitteläquivalente von TEUR 25.003 berücksichtigt. G. Erläuterungen zum Eigenkapitalspiegel Der Eigenkapitalspiegel wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 22 des DRSC erstellt. II. Sonstige Angaben A. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen
B. Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Gesellschaften
C. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses gliedert sich folgendermaßen:
D. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
E. Organe Geschäftsführung: Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung der Dr. Schwabe Deutschland Holding GmbH unterblieben aufgrund der Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB. Beirat: Die Gesamtbezüge des Beirats betrugen TEUR 153 (Vorjahr TEUR 141). F. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag erfolgte in der Unternehmensgruppe Schwabe eine gesellschaftsrechtliche Strukturänderung, in deren Folge der Konzern Dr. Schwabe Deutschland Holding GmbH ab 2023 im Konzernabschluss der Dr. Schwabe Holding SE & Co. KG, Karlsruhe, enthalten sein wird. G. Ergebnisverwendung Das Bilanzergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen. H. Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses für einbezogene Tochterunternehmen Der Konzernabschluss befreit nachfolgend aufgeführte einbezogene Tochtergesellschaften von den Prüfungs- und Offenlegungspflichten nach §§ 316ff. und 325 HGB gem. §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB: • APD GmbH, Karlsruhe • Deutsche Homöopathie-Union DHU Arzneimittel GmbH & Co. KG, Karlsruhe • Dr. Willmar Schwabe Business Services GmbH & Co. KG, Karlsruhe • Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG, Karlsruhe • Extracta Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf • Farmasan Arzneimittel GmbH & Co. KG, Karlsruhe • Irexan Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf • OTX Force GmbH, Ettlingen • Schwabe Extracta GmbH & Co. KG, Karlsruhe • Spitzner GmbH, Ettlingen
Karlsruhe, am 26.06.2023 gez. Olaf Schwabe Konzernanlagengitter zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für 2022
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernlagebericht für 2022Grundlagen des Konzerns Die Firmengruppe Schwabe ist überwiegend auf dem Gebiet der Entwicklung, Herstellung und des Vertriebs pharmazeutischer Produkte, Heilmittel und in geringem Umfang auch Kosmetika tätig und hierbei insbesondere auf dem Sektor der Phytotherapie und Homöopathie. Operativ gesteuert wird unser Konzern von Karlsruhe aus. An diesem Standort und zeitweise auch am Standort in Ettlingen sind alle in der Wertschöpfungskette relevanten Funktionen (Einkauf, Forschung und Entwicklung, Produktion und Marketing/Vertrieb) angesiedelt. Die Hauptumsatzträger in unserem deutschen Phytogeschäft werden unter den Marken Tebonin®, Umckaloabo®, Crataegutt®, Prostagutt®, Lasea®, Pinimenthol®, Hametum®, Carmenthin® und Refluthin® vertrieben, wogegen im Segment Homöopathie vor allem Dr. Schüßler Salze und homöopathische Einzelmittel von Bedeutung sind. Unsere Produkte werden in etwa zu 55% in Deutschland abgesetzt, der Rest entfällt auf ausländische Absatzmärkte. Die Firmengruppe steht im Wettbewerb zu anderen Herstellern pflanzlicher und homöopathischer Arzneimittel, aber auch zu Herstellern chemisch-synthetischer Medikamente und zunehmend auch zu großen Konsumgüterfirmen, die mit Nahrungsergänzungsmitteln in den europäischen Gesundheitsmarkt drängen. Intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Pharmabereich führen zu einer immer besser werdenden medizinischen Versorgung. Die damit verbundene demografische Entwicklung führt außerdem in wirtschaftlich gut entwickelten Ländern zu einem steigenden Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung. Allerdings ist der Gesundheitsmarkt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit engen rechtlichen Rahmenbedingungen unterworfen. Produktzulassungen, die Vermarktung und vor allem die Erstattung von Produkten durch die jeweiligen Sozialversicherungssysteme unterliegen häufig erheblichen Einschränkungen, die von Land zu Land unterschiedlich sind und sich regelmäßig ändern. Wir erwarten auch in Zukunft Belastungen unserer Margen durch den Eintritt neuer Wettbewerber, welche mit aggressiver Preispolitik und attraktiven Lieferkonditionen versuchen, Marktanteile zu gewinnen. Wir bewegen uns darüber hinaus in einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld, in welchem ein zunehmender Werbedruck zu beobachten ist. Auch wirken sich steigende regulatorische Anforderungen, sei es für die Verbesserung der Fälschungssicherheit, bei der Arzneimittelzulassung, oder durch Reglementierung von üblichen Zusatzstoffen wie beispielsweise der Farbstoff Titandioxid, auf die Kostenentwicklung aus. Wirtschaftsbericht Rahmenbedingungen Nach Angabe der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose (PG), welcher führende deutsche Wirtschaftsinstitute angehören, stagnierte die Wirtschaftsleistung im Euroraum im letzten Quartal des Berichtsjahres. Aufgrund inflationsbedingt rückläufiger Realeinkommen der privaten Haushalte gingen die Konsumausgaben zurück und auch die Anlageinvestitionen wurden infolge von Zinssteigerungen und den weiterhin bestehenden hohen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg in erheblichem Umfang reduziert. Allein dem Rückgang der Erdöl- und Gaspreise und dem Ausbleiben einer Energiekrise in Europa war es zu verdanken, dass die Konjunktur Ende des Geschäftsjahres nicht eingebrochen ist. In China wurde die Wirtschaft durch umfangreiche Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Infektionen sowie durch die anhaltende Krise im Immobiliensektor belastet. Diese Belastungsfaktoren haben zu einem wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass der internationale Warenhandel und die Weltindustrieproduktion zum Jahresende rückläufig waren. Allerdings wurde in China nach einem erneuten Ausbruch der Pandemie im November die Null-Covid-Politik abrupt aufgegeben, weshalb sich die Wirtschaft dort wieder deutlich belebte. Belastend auf die weltweit konjunkturelle Entwicklung war vor allem die Verbraucherpreiseinflation. Infolge der niedrigen Arbeitslosenquote in den meisten Volkswirtschaften und der in vielen Bereichen hohen Nachfrage nach Fachkräften, ist das Lohnniveau kräftig angestiegen. Hinzu kam, dass die gestiegenen Energiekosten und die höheren Preise für Vorprodukte zunehmend an die Verbraucher weitergegeben wurden. Geldpolitisch wurde auf die hohe Inflation weltweit mit steilen Leitzinserhöhungen reagiert. Die US-Notenbank hatte seit März des Berichtsjahres das Zielband des Leitzinses in erheblichem Umfang erhöht und die Europäische Zentralbank hatte im Juli mit den Zinserhöhungen begonnen. Allerdings gab es auch Ausnahmen hinsichtlich der geldpolitischen Ausrichtung der Zentralbanken. In Japan belief sich der Leitzins weiterhin auf -0,1 %, obwohl infolge der Abwertung des Yen auch dort die Inflationsrate angestiegen ist. In der Europäischen Union wurden zur Abfederung der Inflationsfolgen teils hohe Transfers an private Haushalte und Subventionen für Unternehmen beschlossen. In Deutschland war die Wirtschaftsleistung am Ende des abgelaufenen Wirtschaftsjahres sogar noch geringer als vor Ausbruch der Pandemie. Ursächlich hierfür waren anhaltende Lieferschwierigkeiten bei Vorprodukten, starke Turbulenzen mit extremen Preisspitzen an den Energiemärkten sowie ein Mangel an Arbeitskräften. Nachfrageseitig wurde das Wirtschaftswachstum - trotz staatlicher Entlastungsmaßnahmen - infolge der im Verlauf des Berichtsjahres deutlich gesunkenen Reallöhne und damit einhergehend erheblich verringerten Konsumausgaben vieler Haushalte belastet. Zudem führten die Leitzinserhöhungen zu einem Einbruch im Wohnungsbau. Da die verfügbaren Produktionskapazitäten aus Unternehmenssicht dennoch deutlich überausgelastet waren, setzte sich der Preisauftrieb auf breiter Front fort. PG zufolge ist die weltweite Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr um 2,9 % gewachsen. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften belief sich die Wachstumsrate auf 2,6 %, wogegen die Schwellenländer in diesem Zeitraum einen Wirtschaftszuwachs in Höhe von 3,4 % verzeichneten. Im Jahresdurchschnitt expandierte die Wirtschaftsleistung in den USA um 2,1 %. In China erhöhte sich die Wirtschaftsleistung im Jahresdurchschnitt um 3,0 % und war damit auch dort deutlich schwächer als im Vorjahr. In Deutschland, der größten Volkswirtschaft in Europa, erhöhte sich die Wirtschaftsleistung im Jahresdurchschnitt um 1,9 %. Nach Erhebungen des Marktforschungsinstituts IQVIA verzeichnete der globale OTC-Markt im Jahr 2022 voraussichtlich einen Zuwachs von 10,4 %. Der globale OTC-Markt hat sich demzufolge in erheblichem Umfang besser entwickelt als zuvor erwartet. Bis September des Berichtsjahres vorliegende Marktdaten zeigen auf, dass das (geschätzte) Wachstum vor allem durch eine starke Erkältungswelle bestimmt wurde. Der Erkältungsmarkt wuchs um 21 %, aber auch Schmerzmittel (+10 %) und Produkte für den Verdauungstrakt (+9 %) waren Wachstumstreiber. In geografischer Hinsicht wurde im Berichtsjahr das stärkste Wachstum in Latein-Amerika generiert (+20 %). Auch die EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) wies in diesem Zeitraum ein zweistelliges Wachstum aus (+12,5 %). Geschäftsverlauf 2022 Entsprechend unserer Prognose im letzten Geschäftsjahr konnten wir im Berichtsjahr ein Umsatzwachstum verzeichnen, wobei sich das Inlandsgeschäft und unser Exportgeschäft sehr unterschiedlich entwickelten. Per Saldo sind die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr - stärker als von uns prognostiziert - um € 22,0 Mio. und damit um 5,9 % auf nunmehr € 397,1 Mio. angestiegen. Der Inlandsbereich verzeichnete hierbei einen Brutto-Erlöszuwachs in Höhe von € 3,5 Mio. auf nunmehr € 233,8 Mio. Ursächlich hierfür war der Zuwachs bei den Erlösen mit Apotheken, den Erlösen im Industriegeschäft, den Erlösen mit Kliniken und den sonstigen Erlösen. Demgegenüber verzeichneten wir Umsatzrückgänge in unseren Geschäften mit Grossisten und im Bereich der Physikalischen Therapie, die Erlöse mit Tierarzneimitteln beliefen sich nahezu auf Vorjahresniveau. Der Erlösrückgang im Bereich der Physikalischen Therapie erklärt sich vor allem aus dem Verkauf dieses Geschäftsbereiches während des Berichtsjahres. Auf Präparate-Ebene lagen die Inlandsumsätze insbesondere bei Umckaloabo, Pinimenthol, Refluthin und im Industriegeschäft mit Ginkgo-Präparaten über Vorjahresniveau, wobei vor allem Umckaloabo und Pinimenthol von nach der Pandemie wieder auftretenden Erkältungswellen profitierten. Demgegenüber verzeichneten wir Umsatzrückgänge insbesondere bei Tebonin, Lasea, und im Geschäftsfeld Homöopathie. Der Brutto-Auslandsumsatz erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um € 21,5 Mio. auf € 187,1 Mio. Im Exportbereich verzeichneten wir in erheblichem Umfang Zuwächse in China, Österreich, Türkei, Singapur und Mexiko, wogegen wir insbesondere in Ägypten, Italien und der Ukraine hohe Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatten. Der im Berichtsjahr erzielte Umsatz lag im Auslandsgeschäft, insbesondere getrieben durch unser erneut starkes Exportgeschäft mit China, über unseren Erwartungen, wogegen sich unser Inlandsgeschäft schwächer als geplant entwickelte. Allerdings basiert der Umsatzzuwachs in unserem China-Geschäft in erheblichem Umfang auf Währungseffekten. Hier konnten die Umsatzzuwächse im Segment der Erkältungspräparate Rückgänge in anderen Indikationsgebieten nicht in ausreichendem Umfang kompensieren. Der Bestand der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erhöhte sich im Berichtsjahr um € 8,1 Mio. und lag damit € 6,0 Mio. über Vorjahresniveau. Die sonstigen Betriebserträge erhöhten sich im Berichtsjahr um € 0,6 Mio. auf nunmehr € 4,2 Mio. Die aktivierten Eigenleistungen verminderten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um € 0,3 Mio. auf € 0,1 Mio. In Summe erhöhte sich die Betriebsleistung im Berichtsjahr von € 381,1 Mio. auf € 409,5 Mio. Der Materialaufwand (einschließlich Bestandsveränderung) im Verhältnis zum Umsatz lag mit 14,6 % in erheblichem Umfang unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang der Materialquote erklärt sich insbesondere aus wechselkursbedingten Umsatzsteigerungen, Preiserhöhungen sowie aus Kosteneinsparungen im Zuge von Sortimentsbereinigungen. Entgegen unserer Prognose im letzten Geschäftsjahr ist das Betriebsergebnis per Saldo im Berichtsjahr aufgrund erheblich angestiegener Kosten gleichwohl gesunken. Ergebnisbelastungen ergaben sich durch die Erhöhung der Personalkosten (- € 22,4 Mio.), der Abschreibungen (- € 0,9 Mio.), der Betriebskosten (- € 11,7 Mio.), der Verwaltungskosten (- € 1,3 Mio.), der Marketing- und Vertriebskosten (- € 6,6 Mio.), des sonstigen Betriebsaufwandes (- € 2,4 Mio.) und der sonstigen Steuern (- € 0,2 Mio.). Entlastet wurde das Betriebsergebnis lediglich durch den geringeren Materialeinsatz (+ € 7,9 Mio.). Ausschlaggebend für den Anstieg der Personalkosten waren die inflationsbedingt geänderten Bewertungsparameter bei den Altersvorsorgeaufwendungen. Ursächlich für die erhebliche Zunahme der Betriebskosten war der signifikante Anstieg der Energiekosten, wobei hier insbesondere der Ukraine-Krieg kostentreibend wirkte. Die höheren Verwaltungskosten erklären sich insbesondere aus dem Anstieg der Rechts- und Beratungskosten, die Zunahme der Marketing- und Vertriebskosten ist vor allem auf die Ausweitung der Werbekosten im Berichtsjahr zurückzuführen. Das Finanzergebnis war im Geschäftsjahr 2022 um € 13,6 Mio. besser als im Vorjahr. Ursächlich hierfür waren insbesondere höhere Erträge aus Wertpapieren (+ € 2,8 Mio.), geringere Verluste sowie höhere Gewinne aus assoziierten Unternehmen (+ € 1,9 Mio.) und geringere Zinsaufwendungen (+ € 8,3 Mio.). Die gegenüber dem Vorjahr erheblich geringeren Zinsaufwendungen resultieren weitgehend aus dem gegenüber dem letzten Geschäftsjahr abgeschwächten Zinsrückgang des bei der Ermittlung der Altersvorsorgeverpflichtungen zugrunde liegenden Diskontierungsfaktors. Zudem erzielten wir im Berichtsjahr höhere Zinserträge und höhere Kursgewinne auf Finanzinvestitionen (+ € 0,6 Mio.) bei nahezu unveränderten Kursverlusten auf Finanzinvestitionen. Das neutrale Ergebnis ging im Berichtsjahr auf - € 12,6 Mio. zurück und war damit deutlich schwächer als im Vorjahr. Entlastet wurde das neutrale Ergebnis durch die gegenüber dem Vorjahr weggefallene Abwertung von Anlagevermögen bei unserer irischen Beteiligung (+ € 3,2 Mio.) und durch höhere Währungsgewinne (+ € 3,0 Mio.), wogegen sich das neutrale Ergebnis durch höhere Währungsverluste (- € 4,8 Mio.) verringerte. Darüber hinaus wurde das neutrale Ergebnis im Berichtsjahr durch einen außerordentlichen Verlust in Höhe von - € 10,5 Mio. belastet. Der außerordentliche Verlust resultiert aus der Reduzierung unserer Geschäftstätigkeit in Russland (Abschreibung von in der Vergangenheit erworbenen Markenrechten, Abfindungszahlungen, insgesamt - € 5,7 Mio.), aus Verlusten im Zusammenhang mit dem im Berichtsjahr durchgeführten Verkauf unserer Betriebsstätte in Ettlingen (- € 2,1 Mio.) sowie aus Abwertungen im Kontext von geplanten Investitionsmaßnahmen an unserem Standort in Karlsruhe (- € 2,7 Mio.), welche im Zuge einer Neubewertung dieser Investitionen nicht mehr in der ursprünglich vorgesehenen Form durchgeführt werden. Insgesamt verschlechterte sich das neutrale Ergebnis im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um - € 9,3 Mio. In Summe verminderte sich das Unternehmensergebnis vor Ertragsteuern um € 4,8 Mio. von € 11,1 Mio. im letzten Geschäftsjahr auf nunmehr € 6,3 Mio. Der Konzernjahresüberschuss beläuft sich auf € 1,5 Mio. und liegt damit € 4,8 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Die Umsatzrendite lag mit 0,4 % im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals niedriger als im vorherigen Geschäftsjahr (1,7 %), wobei hier insbesondere auch der außerordentliche Verlust belastend war. Auch die Eigenkapitalrendite weist mit 2,1 % erneut einen niedrigeren Wert aus als im Vorjahr (5,9 %). Schließlich liegt auch die Gesamtkapitalrendite mit 3,1 % unter Vorjahresniveau (5,1 %). Der durchschnittliche Gesamtpersonalbestand in der Gruppe erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 um 8 Personen auf insgesamt 1.524 Mitarbeiter und zeigte sich damit im Berichtsjahr nahezu unverändert. Im Berichtsjahr wurden € 1,8 Mio. in den Erwerb von Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnliche Rechte investiert, während € 10,1 Mio. zum Erwerb von Sachanlagen verwendet wurden. Die Sachanlageinvestitionen verteilen sich auf technische Anlagen und Maschinen (€ 2,5 Mio.), auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (€ 3,2 Mio.), Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte (€ 0,5 Mio.) und auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (€ 3,9 Mio.) und betrafen insbesondere den Produktions- und Konfektionierungsbereich. Von der Gesamtinvestitionssumme von € 16,5 Mio. wurden € 4,7 Mio. für Finanzanlagen verwendet. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Schwabe-Gruppe verminderte sich im Berichtsjahr von € 623,2 Mio. auf € 602,3 Mio. Das Anlagevermögen verminderte sich in Summe um € 12,8 Mio., was auf die Abnahme der immateriellen Vermögensgegenstände (€ 9,9 Mio.) und der Sachanlagen (€ 10,2 Mio.) bei gleichzeitiger Erhöhung der Finanzanlagen (€ 7,2 Mio.) zurückzuführen ist. Die Abnahme bei den immateriellen Wirtschaftsgütern ist insbesondere auf planmäßige als auch außerplanmäßige Abschreibungen von in früheren Jahren erworbenen immateriellen Vermögensgegenstandes zurückzuführen, wobei die außerplanmäßigen Abschreibungen im Zusammenhang mit der Reduzierung unseres Russlandgeschäftes stehen. Ursache für die Zunahme im Bereich der Finanzanlagen sind hauptsächlich Investitionen in Investmentfonds und die at-Equity Bewertung von Anteilen an verbundenen und assoziierten Unternehmen. Der Rückgang im Bereich des Sachanlagevermögens ist in erster Linie auf den im Berichtsjahr erfolgten Verkauf der Betriebsstätte an unserem Standort in Ettlingen zurückzuführen. Der Zunahme der Vorräte (€ 16,0 Mio.), der Debitoren (€ 6,1 Mio.), der sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände (€ 3,4 Mio.) und der sonstigen Aktiva (€ 0,8 Mio.) steht die Abnahme der flüssigen Mittel (€ 31,4 Mio.) und der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (€ 2,9 Mio.) gegenüber, weshalb sich in Summe auch das Umlaufvermögen von € 366,8 Mio. um € 8,0 Mio. auf € 358,8 Mio. verringerte. Die Zunahme bei den Debitoren ist vor allem auf den Anstieg der Inlandsdebitoren und das wieder stärkere Erkältungsgeschäft zurückzuführen. Die Erhöhung der sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände erklärt sich aus dem Anstieg der kurzfristigen Finanzinvestitionen, die Abnahme der flüssigen Mittel ist insbesondere durch die Rückführung von Darlehensmitteln gegenüber der Familie Schwabe verursacht. Auf der Passivseite verminderte sich das ausgewiesene Eigenkapital zum 31.12.2022 von € 106,6 Mio. auf € 73,9 Mio. Ausschlaggebend hierfür war die Abnahme des Ausgleichspostens für "nicht beherrschende Anteile" um € 33,3 Mio. infolge der Ergebnisverwendung bei gleichzeitiger Erhöhung der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung (€ 0,6 Mio.). Der Konzernbilanzgewinn (+ € 0,1 Mio.) stellte sich gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert dar. Trotz dem gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr etwas geringeren Diskontierungsfaktor sind die Pensionsrückstellungen auch im Geschäftsjahr 2022 aufgrund inflationsbedingt angepasster Bewertungsparameter (Lohn- und Gehaltstrend, Rententrend) erneut in erheblichem Umfang (€ 21,5 Mio.) auf nunmehr € 297,4 Mio. angestiegen; die langfristigen Darlehen der Schwabe-Familie erhöhten sich von € 118,7 Mio. auf € 130,4 Mio. Das kurzfristige Fremdkapital verminderte sich im Berichtsjahr aufgrund der Abnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der Schwabe-Familie (€ 20,3 Mio.) und der Kreditoren (€ 2,7 Mio.) bei gleichzeitiger Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ 1,5 Mio.), der übrigen Rückstellungen (€ 0,1 Mio.) und der sonstigen Passiva (€ 0,1 Mio.). um € 21,3 Mio. auf € 100,7 Mio. Aufgrund der Verringerung des Eigenkapitals hat sich die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2022 von 17,1 % auf 12,3 % vermindert. Das langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, langfristigen Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten beläuft sich im Jahr 2022 auf € 501,7 Mio. Demnach sind mehr als 100 % des Anlagevermögens und der Vorräte langfristig finanziert. Die Bankguthaben erreichten im Geschäftsjahr 2022 mit € 78,8 Mio. einen Anteil von 13,1 % an der Bilanzsumme der Gruppe. Die Finanzlage der Firmengruppe stellt sich im Berichtsjahr als sehr gut dar. Die notwendigen Finanzierungen der Investitionen können aus dem operativen Cashflow der Gruppe getragen werden (siehe Konzern-Kapitalflussrechnung). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren In der Familiencharta wurden die grundlegenden Werte und Ziele seitens der Unternehmerfamilie beschrieben. Dies sind insbesondere die Werte Tradition und Beständigkeit, Verantwortung für Mitarbeiter, Unabhängigkeit, Qualität und Innovation sowie die Ziele die Firmengruppe als Familienunternehmen zu erhalten und nachhaltig weiterzuentwickeln. Die Führungskräfte der Firmengruppe haben die Werte und Ziele der Familiencharta in ein Leitbild sowie in Grundsätze für Zusammenarbeit und Führung und Tugenden operationalisiert und unternehmensweit kommuniziert. Im Bereich der Herstellung betreibt die Firmengruppe Standorte im In- und Ausland. Mit besonderem Augenmerk auf Qualität und Versorgungssicherheit ist eine tiefe vertikale Integration der Wertschöpfung seit jeher Unternehmensstrategie. Dabei achten wir, angefangen beim Rohstoffanbau bis hin zur Verarbeitung zum fertigen Produkt, nicht nur auf die Einhaltung gesetzlicher Standards, sondern arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen. Im Bereich der Rohstoffbeschaffung versuchen wir entweder über eigene Arzneipflanzenkulturen oder über die aktive Unterstützung von Anbauprojekten bspw. durch Unterstützung lokaler Kleinbetriebe langfristige Liefervereinbarungen zu etablieren. Damit stellen wir einerseits sicher, dass angemessene Arbeitsbedingungen eingehalten werden und andererseits unser hoher Qualitätsanspruch erfüllt wird. In Bezug auf Emissionen in der Verarbeitung erheben wir den jährlichen Emissionsausstoß und reduzieren diesen kontinuierlich durch die Erneuerung von Anlagen. Im Rahmen unserer Marketing- und Vertriebsaktivitäten stehen wir mit Vertriebspartnern, Großhändlern, Apotheken und Ärzten in ständigem Kontakt. Diese Geschäftskontakte unterliegen in allen Ländern gesetzlichen Vorgaben, deren Einhaltung wir über interne Kontrollsysteme sicherstellen. Darüber hinaus haben Interessenverbände freiwillige Verhaltenskodizes entwickelt, mit dem Ziel die Zusammenarbeit fair und transparent zu gestalten. Die Einhaltung dieser Kodizes ist firmenintern organisatorisch implementiert. Der Betriebsärztliche Dienst bietet nicht nur kostenlose Vorsorgemaßnahmen - wie die jährliche Grippeschutzimpfung oder Raucherentwöhnungskurse - an, sondern ist auch mitverantwortlich für die Einhaltung der Arbeitsschutzrichtlinien. Zudem sind seit vielen Jahren Betriebsratsgremien zur Vertretung der Arbeitnehmerbelange etabliert. Im Bereich der gesellschaftlichen Verantwortung engagieren sich die Firmengruppe und deren Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen. Die Umckaloabo-Stiftung wird regelmäßig bei Ihren Projekten im Bereich Bildung für Kinder und Jugendliche in Afrika bspw. für den Bau von Schulen oder Kindertagesstätten unterstützt. Um mehr Bewusstsein für die soziale Unternehmensverantwortung im Bereich lokaler Aktivitäten zu schaffen und gleichzeitig unsere Wertschätzung für das Engagement der Mitarbeiter zum Ausdruck zu bringen, zeichnen wir jährlich das Team bzw. Land, welches sich in Summe am besten weiterentwickelt hat und sich besonders in Projekten im Bereich Bildung, Sport, Kultur, Gesundheit und Umwelt für Kinder und Jugendliche engagiert hat mit dem Schwabe Corporate Social Responsibility Award aus. Außerdem hat die Firmengruppe mit der Vergabe der Schwabe Corporate Grants und der Schwabe Community Grants Fördermittel für soziale Projekte zur Verfügung gestellt, um künftige ehrenamtliche Aktivitäten der Mitarbeitenden - mit Fokus auf die Regionen der jeweiligen Schwabe-Standorte - zu unterstützen. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagement Das Risikomanagement ist bei der Schwabe-Gruppe ein wichtiger Bestandteil der Entscheidungs- und Geschäftsprozesse. Zur frühzeitigen Identifizierung, Steuerung und gegebenenfalls Vermeidung unternehmerischer Risiken ist ein Risiko-Management-System eingerichtet. Ein umfangreiches Controllingsystem erlaubt es der Schwabe-Gruppe, ihre Risikolage jederzeit zu beurteilen, zu überwachen und zielgerecht zu beeinflussen. Regelmäßige Berichte an die Geschäftsführung über den Geschäftsverlauf, verbunden mit einer Abschätzung der Geschäftslage der kommenden Monate, sollen insbesondere die Marktentwicklung transparent machen. Zur Überwachung und Steuerung kommt dem gruppenweiten Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozess eine wesentliche Bedeutung zu. Damit können den Fortbestand der Unternehmung gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt werden. Chancenmanagement Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen, gehört zu den grundlegenden unternehmerischen Aufgaben. Das Chancenmanagement bildet deshalb einen wichtigen Bestandteil unserer konzernweiten Planungs- und Steuerungssysteme. Wir identifizieren Chancen, insbesondere auf der Grundlage branchenspezifischer Marktbeobachtung sowie durch den permanenten Dialog mit Marktteilnehmern und Meinungsbildnern. Mit dem konsequenten Fokus auf Kunden in definierten Gesundheitsgebieten und Indikationen, unseren intensiven Forschungsbemühungen sowie der systematischen Suche nach Innovationen, wird die frühzeitige Erkennung von Chancen ermöglicht. Um an der Nutzung von Chancen in unterschiedlichen Reifegraden gleichzeitig zu arbeiten, werden die Fachbereiche untereinander eng miteinander vernetzt. Die langfristige und auf Wachstumsfelder gerichtete Allokation von finanziellen Ressourcen wird auf Basis von Planungsprozessen und Dialogveranstaltungen durch die intensive Zusammenarbeit der Geschäftsführung mit dem operativen Management sichergestellt. Wesentliche Einzelrisiken und -chancen Geschäfts- und produktbezogene Risiken/Chancen Wesentlichstes Risiko bei forschenden Unternehmen im Pharmabereich ist die Gefahr, dass kostenintensive Forschungsvorhaben auf Grund der Ergebnisse aus präklinischen und klinischen Prüfungen abgebrochen werden müssen, bevor ein marktfähiges Produkt bzw. eine vermarktungsfähige Indikation entstehen. Um dieses Risiko zu minimieren, wird bei der Schwabe-Gruppe ein effektives Projektmanagement- und Controlling betrieben. Auch nach Erlangen der Zulassung besteht die Gefahr, dass bei entsprechendem Erfolg des Produkts zunächst Konkurrenzfirmen mit ähnlichen Produkten verstärkt auf den Markt drängen, bevor anschließend dann Generikaproduzenten mit niedrigeren Preisen versuchen, Marktanteile zu gewinnen. Diesem Risiko begegnet die Schwabe-Gruppe - soweit möglich - im Einzelfall mit der Schaffung eines möglichst umfassenden internationalen Patentschutzes auf die einzelnen Produkte. Schließlich werden auch mit großem Marketingeinsatz die wichtigsten Marken aufgebaut und die Originalität der Produkte herausgestellt. Für unser Europageschäft von Bedeutung sind die Monografien des "Committees on Herbal Medicinal Products" (HMPC) der European Medicines Agency (EMA). Mögliche Risiken ergeben sich in diesem Kontext daraus, dass einige der in Deutschland zugelassenen Indikationen in der jeweiligen Monografie nicht genannt werden oder anders formuliert sind. Daneben ermöglichen die Monografien unter Umständen den erleichterten Markteintritt potenzieller Wettbewerber. Andererseits berücksichtigen viele dieser Monographien unter anderem auch die Ergebnisse der Schwabe Forschungsbemühungen und harmonisieren damit die Zulassungsverfahren in Europa. Im Bereich Erkältung (v.a. Umckaloabo® und Pinimenthol®) war der Bedarf an Arzneimitteln im Berichtszeitraum deutlich höher. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (Lock-Down, Hygienemaßnahmen) haben dazu geführt, dass das Immunsystem breiter Bevölkerungsschichten "weniger trainiert" war und die Menschen sich vor allem im letzten Quartal des Berichtsjahres deutlich häufiger und intensiver mit einer "normalen" Erkältung angesteckt haben. Im Indikationsgebiet Magen-Darm-Beschwerden entwickeln sich Carmenthin® und die Neueinführung Refluthin® mit der Indikation Sodbrennen weiterhin sehr erfreulich. Die Entwicklung von Lasea® war geprägt durch deutlich steigenden Wettbewerbsdruck vor allem durch neue Marken. Darüber hinaus hat sich die hohe Inflation und die daraus resultierende Kaufzurückhaltung bei Produkten die nicht bei Akutbeschwerden eingesetzt werden (v.a. Lasea® und Tebonin®) negativ ausgewirkt. Von Bedeutung für unser Exportgeschäft ist insbesondere der chinesische Markt. Im abgelaufenen Jahr lag der Umsatz vor allem währungsbedingt deutlich über dem Vorjahr. Seit einiger Zeit ist dieses Geschäftsfeld in zunehmendem Maße mit Risiken behaftet. Die Erneuerung von Importlizenzen (Zulassungen) durch die chinesische Gesundheitsbehörde (CFDA) ist mit immer höheren Anforderungen verbunden, weshalb in letzter Konsequenz auch Produkte verlorengehen werden. Der steigende Wettbewerb von lokalen Anbietern, die Gefahr, dass bei Erteilung einer Zulassung das jeweilige Medikament einer anderen "Produktklasse" zugeordnet wird sowie regelmäßige Preisreduzierungen im Tendergeschäft machen das Geschäft in China unsicher. Bei den Ampullen ergibt sich darüber hinaus ein zusätzliches Risiko aufgrund der Abhängigkeit von einem Lohnhersteller mit dem die bisherigen Vereinbarungen im Jahre 2023 auslaufen werden. Im Jahr 2019 wurde im Rahmen einer Betriebsprüfung eine weitergehende behördliche Untersuchung mit Bezug auf das China Geschäft der Schwabe-Gruppe eröffnet, welche weiterhin andauert. Der derzeitige Kenntnisstand gibt nach wie vor keinen Anlass von einer Steuerschuld auszugehen, weshalb zum 31.12.2022 hierfür keine Rückstellung berücksichtigt wurde. Weiterhin wurde eine Untersuchung zum Wettbewerbsrecht mit Bezug auf das Geschäft einer ausländischen Joint Venture Gesellschaft eröffnet. Die Untersuchungen laufen noch. Aus den bislang mit der EU-Behörde ausgetauschten Informationen lässt sich ein finanzielles Risiko der betroffenen Gesellschaft ableiten, für das eine entsprechende Rückstellung im Berichtsjahr berücksichtigt wurde. Beschaffungsrisiken Wie bei jedem anderen produzierenden Unternehmen auch, stellen die Verfügbarkeit sowie die Abhängigkeit von den Preisen für Rohstoffe, Energie sowie Vor- und Zwischenprodukte ein potenzielles Risiko dar. Im Bereich der Arzneimittelpflanzungen ist unsere Gruppe dem Risiko der Abhängigkeit von klimatischen Bedingungen und der Bodenfruchtbarkeit der Anbaugebiete ausgesetzt. Diesem Risiko begegnen wir mit einer entsprechenden Bevorratungspolitik und einer zunehmenden Diversifikation der Standorte von Pflanzungen, sowie einer Vergrößerung der Anbauflächen, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Zur Erhöhung der Liefersicherheit werden "Single-Sourcing" Situationen vermieden, indem für alle strategisch wichtigen Materialien und Dienstleistungen - soweit möglich -, Alternativlieferanten erschlossen werden. Des Weiteren gibt es eine "Preferred-Supplier-Strategie", d. h. bestehende Lieferanten werden durch entsprechende vertragliche Regelungen langfristig gebunden. Die Preis- und Bezugsrisiken verringern wir zudem durch unsere weltweiten Einkaufsaktivitäten. Speziell im Bereich kritischer Rohstoffe wird durch Eigenanbau eine weitreichende Unabhängigkeit von Lieferanten erreicht. Außerdem werden durch eine entsprechende Bevorratung auftretende Schwankungen auf den Beschaffungsmärkten oder eventuelle Lieferengpässe ausgeglichen. Im Berichtsjahr waren weiterhin stark ansteigende Preise sowie Lieferengpässe in allen Bereichen zu verzeichnen. Ursächlich dafür waren die durch die Null-Covid-Politik in China verursachten Disruptionen in globalen Lieferketten sowie der Ausbruch des russischen Krieges in der Ukraine. Besonders betroffen waren Packmaterialien und bestimmte Roh- und Ausgangsstoffe. Um uns gegen eine potenzielle Rationierung von Gaslieferungen infolge des Ukraine-Krieges zu wappnen, haben wir als alternative Energiequelle zum Betreiben unseres Blockheizkraftwerkes Ölvorräte geschaffen. Risiken durch gesetzliche Rahmenbedingungen Weltweit ist der Gesundheitsbereich, und hier insbesondere die Pharmabranche, engen gesetzlichen Rahmenbedingungen unterworfen. Dies betrifft insbesondere die Zulassung neuer Produkte sowie die Veränderung von Zulassungen bestehender Produkte. Veränderungen bspw. durch angepasste (effizientere) Produktionsprozesse und bei der Verwendung von zum Teil über Jahre etablierte Hilfsstoffe führen zu erheblichem Anpassungsaufwand. Häufig beanspruchen solche Vorhaben interne Ressourcen über Jahre und müssen entsprechend geplant werden. In einigen Ländern ist die Kostenerstattung durch die jeweiligen Sozialversicherungssysteme möglich. Gesetzesänderungen werden auf Grund finanzieller Schieflagen der Sozialversicherungssysteme weiterhin punktuell vorgenommen. Das Ziel solcher Eingriffe ist üblicherweise die Kostenreduktion im Gesundheitswesen, um eine Entlastung der Sozialversicherungssysteme zu erreichen. Solche Gesetzesänderungen führen in der Regel bei den Arzneimittelherstellern zu wesentlichen finanziellen Einschnitten, einerseits durch wegfallende Absatzmöglichkeiten, andererseits durch relevante Anpassungskosten, die durch die Umstellung von Markt- und Geschäftsstrukturen an die neuen Rahmenbedingungen entstehen. Die EU-Kommission arbeitet an einer grundsätzlichen Überarbeitung der Pharmagesetzgebung, dadurch können Risiken für den Bestandsmarkt und weitere Aufwände beim Erhalt und Erlangung von Arzneimittel-Zulassungen entstehen, z.B. im Zusammenhang mit dem Green Deal für Aufwände zum Beleg der Umweltverträglichkeit von Arzneimitteln und deren Abbauprodukte. Die in der Folge des russischen Kriegs in der Ukraine verabschiedeten Sanktionsmaßnahmen wurden im Berichtsjahr detailliert und engmaschig gemonitored. Rechtliche Risiken Bei manchen Arzneimitteln gibt es das Risiko neu auftretender, bis dahin unerkannter Nebenwirkungen. Deshalb sind Pharmaunternehmen der Gefahr von hohen Schadenersatzansprüchen im Falle von Produkthaftungen und Garantieverletzungen ausgesetzt, die jedoch entsprechend versichert sind. Davon unberührt besteht in diesen Fällen das wirtschaftliche Risiko des Wegfalls entsprechender Umsatz- und Ergebnisbeiträge (siehe Erläuterungen zu Geschäfts- und produktbezogenen Risiken). Darüber hinaus bestehen rechtliche Risiken aus der fortlaufenden Entwicklung der deutschen und europäischen Rechtsprechung zur Abgrenzung von Arzneimitteln und Nicht-Arzneimitteln. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken In unserem China-Geschäft treten weiterhin Umsatz- und Ergebnisbelastungen infolge von Preissenkungen in der Pharmazeutischen Industrie auf. Diese Preissenkungen stehen im Zusammenhang mit der in China verabschiedeten Gesundheitsreform, durch welche die Ausgaben im Arzneimittelsektor signifikant reduziert werden sollen. Die Preissenkungen betreffen alle - auch lokale - Hersteller von Seiten des staatlichen Gesundheitssystems erstatteten Produkten. Somit sind die Preissenkungen für einen Großteil unseres Geschäfts in China von Relevanz. Aufgrund intensiver Anstrengungen unserer externen chinesischen Dienstleister im sogenannten Tenderverfahren, sind die Preissenkungen im Berichtsjahr deutlich geringer ausgefallen als angenommen. Für die Zukunft gehen wir weiter davon aus, dass die Umsatz- und Ergebnisbelastung durch Preissenkungen anhalten wird. Im Geschäft insbesondere mit Großhändlern und Apotheken finden kontinuierlich Diskussionen über Konditionen und Rabatte statt. Dank einer klaren Struktur in unserer Vorgehensweise ergeben sich dadurch keine wesentlichen Preisänderungsrisiken. Anpassungen bei Konditionen sind Ausnahmen und besonderen Marktsituationen geschuldet. Der zunehmende Anteil von Onlineangeboten auch im Bereich des Arzneimittelvertriebes führt zu einem erhöhten Preis- und Konditionendruck seitens größerer Versandapotheken. Da sich der Onlinemarkt noch in einer Konsolidierungsphase befindet, besteht derzeit ein erhöhtes Ausfallrisiko. Beidem begegnen wir mit einer stringenten Konditionenpolitik sowie einem engen Monitoring von Außenständen und Kreditlimits. Wechselkursänderungen werden in unserer Unternehmensgruppe laufend überwacht und bei Bedarf werden entsprechende Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Per 31.12.2022 waren Kurssicherungsgeschäfte über insgesamt CNY 57 Mio. mit Fälligkeiten im ersten Quartal 2023 offen. Das Liquiditätsrisiko aus den bestehenden Verpflichtungen zu Rentenzahlungen ist im Rahmen einer Rückdeckungsversicherung teilweise abgedeckt. Alle ab dem 01. Oktober 2007 neu entstehenden Rentenanwartschaften werden durch eine rückgedeckte Gruppenunterstützungskasse abgesichert. Weitere wesentliche Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken bestehen zurzeit nicht. Das Risiko auf Grund von Zahlungsausfällen begrenzen wir durch ein straffes Debitorenmanagement. Dieses beinhaltet die laufende Kontrolle des Zahlungsverhaltens unserer Kunden, ein ordnungsgemäßes Mahnwesen, Bonitätsprüfungen und ein internes Kontrollsystem mit Kreditlimit-Sperren. Darüber hinaus sichern wir potenzielle Ausfallrisiken unserer Auslandskunden über eine Kreditausfallversicherung ab. Potenziellen Risiken im Kreditorenbereich begegnen wir dadurch, dass entsprechend unseren internen Regularien fristgerechte Zahlungen, welche in der Regel unter Inanspruchnahme von Skonti erfolgen, sichergestellt sind. Im Berichtsjahr hat sich das Ausfallrisiko insbesondere dort erhöht, wo bei Geschäftsbeziehungen direkt oder indirekt Geschäftspartner aus Russland oder der Ukraine involviert waren. Seit Mitte der Berichtsperiode können Forderungen gegenüber russischen Kunden (v.a. Großhändler) nicht mehr über Kreditversicherungen abgesichert werden. Durch ein deutlich intensiviertes Monitoring sind im Berichtsjahr keine Forderungsausfälle zu verzeichnen gewesen. Zu Beginn des Krieges wurde ein Warenlager in der Ukraine zerstört und einzelne Produkte konnten nicht mehr nach Russland geliefert werden. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit und erheblichen logistischen Problemen kontinuierlich Ware nach Russland zu liefern wurde das Geschäftsmodell deutlich reduziert. Die damit verbundenen Restrukturierungskosten wurden im Berichtsjahr vollständig abgebildet. Die aufgrund der anhaltenden Niedrig- bzw. Negativzinsphase vermehrt weitergereichten Verwahrentgelte konnten im Berichtsjahr auf ein Minimum reduziert werden. Einerseits wurden größere Liquiditätsreserven durch mittel- und längerfristige Geldanlagen und durch die Rückführung von Darlehensmitteln der Schwabe-Familie deutlich reduziert, andererseits haben die Zinsschritte der europäischen Zentralbank zu einem Ende der Niedrigzinsphase geführt. IT-Risiken Spezifische Risiken im Bereich der IT ergeben sich insbesondere bei der Verfügbarkeit von kritischen Systemen sowie bei der Sicherheit kritischer Systeme und Daten bzw. der Datenkommunikation. Das Risiko der Verfügbarkeit von kritischen Systemen bezieht sich auf die Ausfallsicherheit von Soft- und Hardware sowie der Verfügbarkeit von Daten. Die Firmengruppe begegnet diesen Risiken seit jeher mit der Doppelung von Servern und anderen Speichermedien, täglicher Datensicherungen sowie der Aufrechterhaltung von Supportverträgen bzw. regelmäßigen Softwareupdates, bevor Wartungsverträge auslaufen. Immer stärker rücken Risiken bezüglich der Sicherheit kritischer Systeme und Daten bzw. der Datenkommunikation in den Fokus. Einerseits aufgrund schärfer werdender gesetzlicher Regelungen im Umgang insbesondere mit persönlichen Daten, für deren Einhaltung die Firmengruppe angemessene organisatorische Maßnahmen umgesetzt hat. Andererseits aufgrund zunehmender Versuche von nicht autorisierten Personen, auf Systeme, Daten und die Datenkommunikation zuzugreifen. Hierfür werden die technischen Abwehrmaßnahmen ständig weiterentwickelt, Mitarbeiter spezifisch geschult, potenzielle Angriffe zu erkennen und persönliche Vorkehrungen zu treffen, die Angriffe erschweren. Darüber hinaus werden alle Mitarbeiter wiederholt zu umsichtigem und vorsichtigem Verhalten aufgerufen. Risiken aus der Corona-Pandemie Das größte Risiko der Gruppe im Rahmen der Corona-Pandemie war das Infektionsrisiko der Mitarbeitenden. Ausfälle in der Belegschaft - sei es durch unmittelbare Erkrankung oder durch behördliche Anordnung einer Quarantäne - hätten zu Betriebsunterbrechungen und damit der Nichtverfügbarkeit von Produkten führen können. Ein weiteres Risiko für die Betriebsfähigkeit waren Unterbrechungen im vorgelagerten Teil der Lieferkette, also bei sämtlichen Ausgangsmaterialien für die Produktion. Diesen Risiken wurde an allen Standorten mit der Einrichtung eines engmaschig agierenden Krisenmanagements, welches sich intensiv um die Lösung und Vermeidung von Problemen gekümmert hat, begegnet. Die ergriffenen Maßnahmen haben dazu geführt, dass zu keinem Zeitpunkt größere Betriebsunterbrechungen stattgefunden haben. Die Krisenstäbe wurden mit Auslaufen der Pandemie an alle Standorten wieder aufgelöst. Prognosebericht Im Frühjahr des Berichtsjahres stellt sich die die weltweite konjunkturelle Entwicklung weiterhin schwach dar. In vielen Regionen, insbesondere jedoch in den USA und Europa, belastet die Inflation die Kaufkraft der privaten Haushalte und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wird durch die steigenden Zinsen gedämpft. Die im Zuge der Aufgabe der Null-Covid-Politik einhergehende Öffnung der chinesischen Volkswirtschaft verbessert zwar die wirtschaftliche Entwicklung vor allem in Asien, jedoch wird das verarbeitende Gewerbe dort durch das Auslaufen des Booms für IT-Güter und Halbleiter belastet. In Europa wird die konjunkturelle Entwicklung insbesondere durch hohe Energiepreise für Unternehmen und die privaten Haushalte gedämpft. Unter der Annahme eines fortdauernden Krieges in der Ukraine und der Aufrechterhaltung der Sanktionen gegenüber Russland gehen die Wirtschaftsforschungsinstitute davon aus, dass die Gasversorgung in Europa auch über den Herbst 2023 hinaus sichergestellt werden kann. PG zufolge dürfte der Gaspreis dennoch wesentlich höher sein als vor Beginn des Angriffskrieges in der Ukraine. Letztendlich hat der Ukraine-Krieg eine weltweite Verknappung des Angebotes an fossilen Energieträgern zufolge, was die Inflationsraten ansteigen lässt, die in einigen Ländern aufgrund pandemiebedingter Liefer- und damit Angebotsengpässen sowie staatlicher Unterstützungsprogrammen ohnehin angezogen hatte. Die Institute gehen davon aus, dass die Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung auch im Prognosezeitraum die Leitzinsen weiter anheben werden, wodurch die Nachfrageseite - vor allem in Baubereich - belastet wird. Da die Inflation nur langsam zurücklaufen wird und staatliche Unterstützungsprogramme auslaufen werden, wird auch die private Nachfrage belastet. Konjunkturstützend werden sich nach der Prognose von PG demgegenüber die sich wieder normalisierenden Lieferketten auswirken, zumal infolge des Endes der Pandemie in diesem Bereich keine weiteren Belastungen zu erwarten sind. Nach wie vor gehen die größten Risiken für die weltweite konjunkturelle Entwicklung vom Krieg in der Ukraine aus. Auch wenn im Frühjahr des Prognosezeitraums in Europa die Gasspeicher gut gefüllt sind, kann nach Auffassung der Institute keinesfalls ausgeschlossen werden, dass es im kommenden Winter zu Gasengpässen kommen wird, da Europa noch immer einen signifikanten Teil Gas aus Russland bezieht. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass es im Gefolge der anziehenden Konjunktur in Asien zu Gaspreiserhöhungen und damit zu Konjunkturbelastungen kommen wird, zumal der Spielraum staatlicher Transfers durch die hohen öffentlichen Schuldenstände begrenzt ist. Nach Auffassung der Forschungsinstitute sind die anhaltenden Leitzinserhöhungen der Zentralbanken weiterhin mit erheblichen Risiken für die Stabilität des Finanzsektors verbunden. Zwar stärken die Zinsanhebungen per se die Ertragslage des Bankensektors, jedoch ist der Zinsanstieg auch mit erheblichen Bewertungskorrekturen im Bereich langfristiger Anleihen verbunden, welche umso höher ausfallen, als den Zinsanhebungen eine historisch einmalig lang andauernde Niedrigzinsphase vorangegangen ist. Der Anstieg der Zinsen führt insbesondere zu Belastungen im zinsreagiblen Immobiliensektor. Höher verschuldete Staaten müssen darüber hinaus einen immer größeren Teil ihres Haushaltsbudgets für den Schuldendienst verwenden, was zu einer Erhöhung der Risikoprämien führt und nach Auffassung von PG ebenfalls ein erhebliches Risiko für die weltweite Konjunktur darstellt. Umgekehrt geht für die Schwellenländer damit verbunden die Gefahr aus, dass Kapitalströme aufgrund höherer Rendite und geringerer Zahlungsausfallrisiken in Richtung der fortgeschrittenen Volkswirtschaften umgelenkt werden. Auch infolge des milden Winters 2022/2023 sind in Deutschland die Großhandelspreise für Erdgas und Strom zuletzt deutlich gesunken. Den Instituten zufolge dürfte die Konjunktur in den kommenden Monaten vom verarbeiteten Gewerbe getragen werden, welches von sich normalisierenden Lieferengpässen und geringeren Energiepreisen profitiert. Belastet wird die Konjunktur durch das Baugewerbe, da sich die Finanzierungsbedingungen infolge der Zinspolitik der Zentralbanken zunehmend verschlechtern. Nach Einschätzung der Wirtschaftsforschungsinstitute dürfte der Höhepunkt der Inflation mittlerweile erreicht sein, wobei die gemessene Inflation durch die staatlichen Preisbremsen für Strom und Gas gedämpft wird. Ein signifikanter Rückgang der Kerninflationsrate ist demgegenüber kurzfristig nicht zu erwarten, weil staatliche Entlastungsmaßnahmen und hohe Tarifabschlüsse den privaten Konsum stützen werden. Es wird davon ausgegangen, dass das Bruttoinlandsprodukt im Prognosezeitraum um 0,3% wachsen wird und die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt mit 6% nur wenig unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Die Kerninflationsrate dürfte mit 6,2% sogar höher liegen als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote wird sich PG zufolge im Prognosejahr nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr darstellen. Alles in allem geht PG davon aus, dass die weltweite Produktion im Jahr 2023 um 2,0 % zunehmen wird und damit unter der Zuwachsrate des Jahres 2022 (2,9 %) liegt. Nach der Vorhersage der Institute wird sich der Zuwachs in den USA auf 1,1 % belaufen, wogegen die Zuwachsrate der Schwellenländer mit 3,9 % erheblich über der globalen Produktionsausweitung liegen wird. Hinsichtlich der Arbeitslosenquote wird angenommen, dass diese im Jahr 2023 mit 4,7 % etwas höher liegen wird als im Vorjahr (4,4 %). Nach Einschätzung von des Marktforschungsinstituts IQVIA wird der für unsere Gruppe relevante OTC-Sektor im Jahr 2023 um 6,8 % wachsen. Wachstumsreiber werden vor allem Produkte für den Verdauungstrakt und Schmerzmittel sein. Unter geografischen Gesichtspunkten wird das stärkste Wachstum für Latein-Amerika sowie für die EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) prognostiziert. Die zuletzt deutlich stärkere Nachfrage nach Erkältungsprodukten aufgrund wieder auftretender Erkältungskrankheiten wird sich zu Beginn des Prognosezeitraums fortführen und voraussichtlich im weiteren Verlauf auf das "Vor-Corona-Niveau" normalisieren. Die größte Herausforderung wird im Prognosezeitraum die durch den russischen Krieg in der Ukraine getriebene Inflation sein. Im Bereich der Beschaffung werden weiterhin Preissteigerungen vor allem von energieintensiven Vorprodukten die Margen belasten. Auf der Marktseite führt die reduzierte Kaufkraft der Bevölkerung zu Kaufzurückhaltung vor allem von Produkten, die nicht zur Akutbehandlung verwendet werden. Darüber hinaus sind Exporte in die Ukraine bis auf weiteres nicht mehr möglich. Die Belieferung von russischen Großhändler wird zunehmend unmöglich, da der bisherige Logistikpartner sein Geschäft eingestellt hat und die Direktbelieferung derzeit nur unter größtem Aufwand möglich ist. Die Lagerbestände werden voraussichtlich Ende Juni abverkauft sein, eine erneute Belieferung ist nicht geplant. Nach Auslaufen des Liefervertrags über die Ginkgo Ampullen für China wird ab Ende des ersten Quartals keine Belieferung mehr erfolgen. Voraussichtlich wird dadurch auch der Absatz mit Tabletten, die im Klinikgeschäft vertrieben werden, deutlich zurückgehen. Insbesondere dieser Rückgang wird zu einer spürbaren Reduzierung des Deckungsbeitrages führen. Aufgrund der anhaltend hohen Risiken und zur mittelfristigen Ergebnissicherung wird im Prognosezeitraum ein Programm mit dem Ziel signifikanter Kosteneinsparungen aufgesetzt. Im Fokus stehen dabei das Produktportfolio, die Reduzierung von Produktvariationen und die Vereinfachung von Prozessen. Die Realisierung der daraus resultierenden Maßnahmen wird erheblichen Einfluss auf die weitere Standortentwicklung haben und sich über die kommenden Jahre erstrecken. Wir gehen davon aus, dass die Umsätze leicht zurückgehen. Aufgrund deutlich geringerer Kosten insbesondere durch den Wegfall von im Berichtszeitraum enthaltenen Sondereffekten sowie der geringeren Zinsbelastung rechnen wir im Prognosezeitraum mit einem leicht steigenden Betriebsergebnis und Konzernjahresüberschuss. Auf längere Sicht betrachtet streben wir weiterhin an zu wachsen, weshalb Unternehmens- bzw. Produktkäufe sowie Erweiterungen in unserer bestehenden Produktpalette fortlaufend geprüft und bewertet werden. Forschung und Entwicklung Die Schwabe-Gruppe ist sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch der klinischen Forschung tätig. Die Forschung und Entwicklung von qualitativ hochwertigen pflanzlichen Arzneimitteln erstreckt sich von der Wirkstoff- bzw. Extraktforschung über die pharmakologischen Untersuchungen und die galenische Entwicklung bis hin zur klinischen Prüfung am Menschen (Klinische Forschung). Ziel ist dabei sowohl die Herausarbeitung neuer pflanzlicher Wirksubstanzen als auch die Weiterentwicklung und Optimierung bekannter Extrakte. Insbesondere die klinische Forschung ist auf Grund des hohen Qualitätsniveaus ein sehr kostenintensiver Faktor und macht es erforderlich, dass ein wesentlicher Teil des gesamten Forschungsetats in diesen Bereich fließt. Die Ergebnisse dieser klinischen Forschung sind Voraussetzung für zahlreiche Zulassungen der Präparate im In- und Ausland und damit für eine weitere langfristig positive Geschäftsentwicklung der Schwabe-Gruppe unerlässlich. Teilweise werden unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durch externe Dienstleister ausgeführt. Unsere Forschungs- und Entwicklungskosten bewegen sich insgesamt konstant im zweistelligen Millionenbereich. BestätigungsvermerkDem geprüften Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der Dr. Schwabe Deutschland Holding GmbH, Karlsruhe, erteile ich in Übereinstimmung mit dem Prüfungsstandard IDW PS 400 n.F. den nachfolgenden Bestätigungsvermerk: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Dr. Schwabe Deutschland Holding GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Ich habe den Konzernabschluss der Dr. Schwabe Deutschland Holding GmbH, Karlsruhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der Dr. Schwabe Deutschland Holding GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; • hole ich ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Ich bin verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Ich trage die alleinige Verantwortung für meine Prüfungsurteile; • beurteile ich den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Landau, 04. Juli 2023 gez. Erik Schneider, Wirtschaftsprüfer EntgelttransparenzberichtBericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach dem Entgelttransparenzgesetz (2017-2021) Die Berichtspflicht nach dem Entgelttransparenzgesetz (§§ 21-22) ist für Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten gegeben, die nach dem HGB lageberichtspflichtig sind. Die Unternehmensgruppe Dr. Willmar Schwabe wird vom Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) erfasst und muss daher einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit von Frauen und Männern verfassen (Entgeltbericht), der veröffentlicht wird. Der Entgeltbericht ist kein Teil des Lageberichts. Inhalt: - Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Männern und Frauen und deren Wirkung (z.B. Förderung von Frauen in Führungspositionen, Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf) - Maßnahmen zur Herstellung der Entgeltgleichheit für Frauen und Männer - Falls Maßnahmen nicht durchgeführt werden: Begründungspflicht - Nach Geschlecht aufgeschlüsselte Angabe der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl - Nach Geschlecht aufgeschlüsselte Angabe der Zahl der Vollzeit und Teilzeitbeschäftigten Berichtszeitraum: - Tarifgebundene AG: alle 5 Jahre, § 22 Abs. 1 - Tarifungebundene AG: alle 3 Jahre, § 22 Abs. 2 Der Bericht ist dem Lagebericht als Anlage beizufügen und im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. 1. Maßnahmen zur Herstellung der Entgeltgleichheit für Frauen und Männer Als tarifgebundenes Unternehmen wendet die Unternehmensgruppe Dr. Willmar Schwabe für den überwiegenden Teil der Beschäftigten (ca. 1.231 Tarifmitarbeiter) den Bundesentgelttarifvertrag der chemischen Industrie an. Stellen werden nach einer im Tarifvertrag vorgegebenen Systematik bewertet und einer Entgeltgruppe zugeordnet. Dabei spielt das Geschlecht des Stelleninhabers keine Rolle. Aus unserer Sicht gewährleistet das Tarifsystem mit hoher Zuverlässigkeit, dass Entgelte vergleichbarer Stellen nicht aufgrund der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht unterschiedlich ausfallen. Alle außertariflichen Stellen, oberhalb der höchsten Entgeltsstufe des Bundesentgelttarifvertrags sind nach einem allgemein gültigen Stellenbewertungsverfahren bewertet (ca. 281 AT-Angestellte). Damit ist sichergestellt, dass die Anforderungen sowie Vergütungssätze unabhängig von dem Stelleninhaber gleichermaßen für jedes Geschlecht Gültigkeit haben. 1.1. Tarifmitarbeiter Im Bundesentgelttarifvertrag der chemischen Industrie sind die Entgeltbestandteile einheitlich, personenunabhängig definiert. Für sämtliche übertariflichen Entgeltbestandteile gibt es Betriebsvereinbarungen, in denen die Anspruchsvoraussetzung sowie die Höhe der Vergütung geregelt sind, ebenfalls unabhängig von der Person bzw. Geschlecht des Stelleninhabers. 1.2. Außertarifliche Angestellte Alle nicht tariflich geregelten Entgeltbestandteile sind außertariflich in betrieblichen Vereinbarungen einheitlich, personenunabhängig definiert. Aufgrund der vorliegenden Stellen- bzw. Funktionsbeschreibungen werden die Stellen unabhängig vom Funktionsinhaber bewertet, so dass auch bei einem Tätigkeitswechsel die Gehaltsfestlegung personenunabhängig stattfindet. 2. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Männern und Frauen und deren Wirkung Um ein funktionierendes Familien- und Arbeitsleben zu ermöglichen, bietet Dr. Willmar Schwabe alle gängigen Arbeitszeitmodelle, zu denen beispielsweise Gleit- oder Teilzeit, ein eigenverantwortlicher Umgang mit der Arbeitszeit oder ein Arbeiten im Homeoffice gehören. Um ein funktionierendes Familien- und Arbeitsleben zu ermöglichen, bietet Dr. Willmar Schwabe alle gängigen Arbeitszeitmodelle, zu denen beispielsweise Gleit- oder Teilzeit, ein eigenverantwortlicher Umgang mit der Arbeitszeit oder ein Arbeiten im Homeoffice gehören. Um ein funktionierendes Familien- und Arbeitsleben zu ermöglichen, bietet die Unternehmensgruppe Dr. Willmar Schwabe alle gängigen Arbeitszeitmodelle, zu denen beispielsweise Gleit- oder Teilzeit, ein eigenverantwortlicher Umgang mit der Arbeitszeit oder ein mobiles Arbeiten (inkl. Homeoffice) gehören. In Kooperation mit einer Kita bietet Dr. Willmar Schwabe Betreuungsplätze inkl. finanzieller Unterstützung zur Förderung der Berufstätigkeit von Frau und Mann an. Schulferien stellen Familien vor besondere Herausforderungen. Gemeinsam mit einer regionalen Einrichtung kümmert sich die Unternehmensgruppe seit Jahren erfolgreich um Betreuungsplätze für den Nachwuchs während der Pfingst- und Sommerferien. Alle Führungskräfte (m/w) und Mitarbeiter/innen werden umfassend und regelmäßig zum Thema Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz geschult. Die Unternehmensgruppe Dr. Willmar Schwabe veranstaltet jährlich einen Girls' & Boys' Day. Dabei erhalten die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke in die verschiedenen Labore und Entwicklungsbereiche. Darüber hinaus warten im Lehrlabor Azubis mit spannenden Experimenten auf die Teilnehmer/- innen. Dem Unternehmen ist es dabei wichtig junge Menschen unabhängig von der Person/Geschlecht für die Ausbildungsberufe der Unternehmensgruppe zu begeistern. 3. Nach Geschlecht aufgeschlüsselte Angabe der Zahl der Vollzeit und Teilzeitbeschäftigten Durchschnittliche Gesamtzahl weiblicher Beschäftiger: 918 Durchschnittliche Gesamtzahl männlicher Beschäftiger: 704
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