Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 40824
Eingetragen
5.11.2004
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
der Vertrieb von Kunststoffen, Kunstharzen, Formen, Komponenten, Teilen, Werkzeugen und Vorrichtungen aus Polyaryletherketonen (PAEK) sowie die Erbringung damit verbundener Beratungsleistungen in Bezug auf: die Verarbeitung und Anwendung von PAEK, die Konstruktion und Herstellung von Formen, Teilen und Vorrichtungen aus diesen Materialien, die Konstruktion und Herstellung von Maschinen und Werkzeugen zur Herstellung solcher Formen, Teile und Vorrichtungen, sonstige Dienstleistungen, insbesondere Marketing, technische Dienstleistungen, Tests und Prototyping. Außerdem umfasst der Gegenstand des Unternehmens alle anderen Geschäftsaktivitäten, die nach Auffassung der Geschäftsführung sinnvoll und zum Vorteil der Gesellschaft in Verbindung mit vorgenannten Aktivitäten oder als Ergänzung dazu ausgeführt werden können und unmittelbar oder mittelbar den Wert der Gesellschaft oder der ihr gehörenden Gegenstände oder Rechte erhöhen oder sie profitabler machen, oder die anderweitig die Interessen der Gesellschaft oder die Erreichung der Unternehmensziele fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Annette Herzog
seit 1.9.2025
Prokura
Michael Koch
seit 27.11.2023
Geschäftsführer
Rainer Müller
seit 7.4.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VICTREX plcGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

VICTREX plc
United Kingdom
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Victrex Europa GmbH

Hofheim am Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

der Victrex Europa GmbH

Grundlagen des Unternehmens

Der Unternehmenszweck der Gesellschaft bestand im Berichtszeitraum in dem europaweiten Vertrieb von Hochleistungspolymeren, die von der Victrex Manufacturing Limited ("VIML"), England hergestellt werden. Nach Konzernaussage ist die Victrex Manufacturing Limited ein führender Anbieter von Hochleistungspolymerlösungen, der sich auf die strategischen Märkte Automobil, Luft- und Raumfahrt, Energie, Elektronik und Medizin konzentriert. Mit über 37 Jahren Erfahrung entwickeln wir Lösungen für Polymere auf PEEK (Polyetheretherketon)- und PAEK (Polyaryletherketon)-Basis, ausgewählte Halbzeuge und Fertigteile, die die zukünftige Leistung für unsere Kunden und Märkte gestalten und den Wert für unsere Aktionäre steigern.

Anwendungsgebiete unserer Produkte sind z.B. Zahnräder oder Ventile im Kraftfahrzeug oder Rohrleitungen oder Kabelummantelungen im Flugzeug.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel bis zum 3. Quartal im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Presseportal.de; Pressemitteilung v. 30.10.2023) um 0,8% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Gesamtnachfrage in der Kunststoffbranche lag während des Jahres 2022 wertmäßig 12,6% über dem Vergleichszeitraum 2021.

Firmenstrategie

Die Strategie der Victrex Firmengruppe und somit auch der Victrex Europa GmbH ist es, durch leistungsstarke Polyetheretherketone (PEEK)- und Polyaryletherketone (PAEK)-Polymerlösungen weltweit führend in der Wertschöpfung zu sein. Unsere Strategie ist es, ein Angebot für Polymer & Parts bereit zu halten, indem wir neue Anwendungen, neue Polymertypen und Produktformen sowie neue Absatzgebiete neben unserem Kernpolymerangebot entwickeln.

Daher hat sich das Unternehmen entschlossen, sich auf eine kleine Anzahl von potenziell hochwertigen und erfüllbaren Möglichkeiten zu konzentrieren. Langfristig bleiben die Megatrends in der Automobilbranche und der Luftfahrttechnik stark, die unsere Wesentlichen Endmärkte ausmachen. Wir entwickeln unsere differenzierten Produkte weiter, indem wir uns auf veränderte Marktsituationen konzentrieren, die auf unseren Wandel vom Werkstoffhersteller zum Lösungsanbieter ausgerichtet sind.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite, EBITDA und den Cashflow heran.

2022/2023 2021/2022
Umsatz € 122,1 Mio. € 147,7 Mio.
Umsatzrendite in% 4,07 2,15
EBITDA € 7,2 Mio. € 4,6 Mio.
Cashflow € 5,3 Mio. € 5,2 Mio.

Die Umsatzrendite erhöhte sich von 2,15 % im Vorjahr auf 4,07 % im Geschäftsjahr 2022/ 2023. Die Prognose aus dem Vorjahr (1,9%) für die Umsatzrendite 2022/2023 wurde somit übertroffen. Grund für die Steigerung von 1,92 %-Punkten sind die Reduzierung unserer Verrechnungspreise für unsere Produkte und somit verringerter Materialaufwand, bei gleichzeitig rückläufigen Umsätzen. Das EBITDA ist mit € 7,2 Mio., um € 2,6 Mio. höher als im Vorjahr und € 3,1 Mio höher als erwartet eingetreten. Das steht im Zusammenhang mit gesunkenen Materialaufwendungen. Der Cashflow beträgt im Geschäftsjahr 2022/2023 € 5,3 Mio und ist damit um € 0,1 Mio. höher als im Vorjahr und € 2,4 Mio höher als erwartet eingetreten. Grund hierfür ist im Wesentlichen der gestiegene Jahresüberschuss.

Ertragslage

Umsatz

Im Geschäftsjahr 2022/2023 konnte ein Umsatz von € 122,1 Mio. verzeichnet werden. Der Umsatz der Firma für das Geschäftsjahr fiel damit um 17 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist die Vorjahresprognose, die von einem Umsatzrückgang von 3% ausgegangen ist, nicht eingetreten. Die Prognose wurde weit unterschritten. Nach einer Wachstumsperiode im Vorjahr erlebte die Umsatzsparte Value Added Resellers (VAR) ein besonders schwieriges Jahr, das zu einem Umsatzrückgang von 39 % führte. Der Abbau von Lagerbeständen trug wesentlich dazu bei, dass die Umsätze in diesem Jahr deutlich zurückgingen, da sich die Lieferketten an die schwächere Nachfrage anpassten und die seit Beginn der CORONA -Pandemie zu beobachtende Volatilität in den Auftragsstrukturen anhielt.

Im Bereich Energie & Industrie werden unsere Werkstoffe in einer Reihe von Energieanwendungen eingesetzt. Der Umsatz lag hier mit 23 % unter dem des Vorjahres und spiegelt die schwächere Leistung in diesem Bereich wider, der derzeit ein schwieriger Endmarkt ist. Der Industriebereich (der mehr als die Hälfte dieses Segments ausmacht) wird von der globalen Konjunktur und der Investitionsgüterausrüstung angetrieben, die im Berichtszeitraum schwächer war.

In den jeweiligen Absatzgebieten gliederte sich der Jahresumsatz (ohne Rabatte) wie folgt:

2022/2023 2021/2022
Deutschland TEUR 76.382 Deutschland TEUR 101.324
Übrige EU-Länder TEUR 38.143 Übrige EU Länder TEUR 42.527
Übriges Europa TEUR 8.297 Übriges Europa TEUR 5.521
Übrige Länder TEUR 134 Übrige Länder TEUR 257
Summe TEUR 122.956 Summe TEUR 149.629
./. Rabatte TEUR - 865 Summe TEUR - 1.940
Summe TEUR 122.091 Summe TEUR 147.689

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 2022/2023 € 0,2 Mio. (Vorjahr € 0,3 Mio.). Der Rückgang gegenüber Vorjahr beruht im Wesentlichen auf niedrigeren Erträgen aus Währungsumrechnungen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand im Geschäftsjahr 2022/2023 beläuft sich auf insgesamt € 107,4 Mio. und ist somit im Vergleich zum Vorjahr (€ 136,4 Mio.), um € 29,0 Mio. gesunken, was im Einklang mit den gesunkenen Umsätzen im Geschäftsjahr und Reduzierungen bei den Konzern-Verrechnungspreisen steht.

Personalaufwand

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2022/2023 beläuft sich auf insgesamt € 5,8 Mio. und ist somit im Vergleich zum Vorjahr (€ 5,5 Mio.), um € 0,3 Mio. gestiegen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 1,7 Mio. erhöhten sich um € 0,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr (€ 1,5 Mio.). Der Anstieg zum Vorjahr beruht im Wesentlichen auf gestiegenen Hotel-, Reise- und Messekosten.

Jahresgewinn

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von € 5,0 Mio. (Vorjahr € 3,2 Mio.) aus. Der um € 1,8 Mio. gesteigerte Gewinn im Vergleich zum Vorjahr, ist mehrheitlich durch den geringeren Materialaufwand zu erklären.

Vermögenslage

Die Victrex Europa GmbH zeigt in ihrer Vermögensstruktur ihre Hauptausrichtung als Vertriebsgesellschaft. Das Anlagevermögen beträgt im Geschäftsjahr 2022/2023 € 1,2 Mio. (Vorjahr € 1,3 Mio.) und somit weniger als 10 % der Bilanzsumme, wobei das Anlagevermögen im Wesentlichen aus Grundstücken und Gebäuden besteht. Wesentliche Posten des Umlaufvermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 sind Vorräte in Höhe von € 16,5 Mio. (Vorjahr € 13,8 Mio.) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von € 11,7 Mio. (Vorjahr € 12,1 Mio.). Die Steigerung der Vorräte resultiert daraus, dass zwei von insgesamt drei Produktionsanlagen der Victrex Gruppe im Oktober 2023 gewartet werden und somit ein höherer Lagerbestand notwendig ist, um unsere Kunden "on time" zu beliefern. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände insgesamt beruht bei leicht gestiegenen Forderungen darauf, dass keine Umsatzsteuerforderungen im Geschäftsjahr bestehen und somit die sonstigen Vermögensgegenstände gesunken sind.

Das Eigenkapital beträgt zum 30. September 2023 € 21,2 Mio. (Vorjahr € 16,3 Mio.), was 67 % der Bilanzsumme (Vorjahr 54,7 %) entspricht.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr (€ 29,8 Mio.) um € 1,9 Mio. erhöht und beläuft sich zum 30. September 2023 € 31,7 Mio. Dies resultiert auf der Aktivseite durch aus gestiegenen Vorräten aufgrund einer bedarfsorientierten Lagerhaltung im Geschäftsjahr und auf der Passivseite aus einem höheren Eigenkapital und gestiegenen Rückstellungen. Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ 0,2 Mio; Vorjahr € 3,9 Mio) aufgrund von Zahlungen an den Mutterkonzern kurz vor dem Jahresabschluss im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das Eigenkapital erhöhte sich um € 4,9 Mio. auf € 21,2 Mio. (Vorjahr € 16,3 Mio.) durch den Vortrag des Gewinns des Geschäftsjahres 2022/2023 auf neue Rechnung. Die sonstigen Verbindlichkeiten blieben mit € 3,7 Mio. unverändert.

Finanzen

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich durch das operative Geschäft. Bankkredite wurden im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen. Die liquiden Mittel der Gesellschaft reduzierten sich um € 0,4 Mio. auf insgesamt € 2,2 Mio. zum Stichtag. Dies beruht hauptsächlich auf Zahlungen an den Mutterkonzern. Gleichzeitig verzeichneten wir höhere Geldeingänge für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kurz vor dem Bilanzstichtag. Der operative Cashflow stieg um € 0,1 Mio. auf € 5,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (€ 5,2 Mio.)

Gesamtbeurteilung der Geschäftsführung

Insgesamt wird die Lage der Victrex Europa GmbH als positiv bewertet. Die Strategie des Konzerns hält uns in einer guten Position, um unsere mittel- bis langfristigen Wachstumschancen zu nutzen. Während das Bild der weltweiten Nachfrage höchst unsicher bleibt, werden wir uns weiterhin für den Aufschwung positionieren, mit weiteren Investitionen, die auf spezifische langfristige Wachstumschancen zugeschnitten sind.

Obwohl wir in diesem Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang verzeichnen mussten, bleiben unsere mittel- bis langfristigen Chancen weiterhin bestehen, und wir glauben, dass wir, wenn sich die weltweite Nachfrage wieder verbessert, in einer guten Position sein werden, um davon zu profitieren. In diesen herausfordernden Zeiten müssen wir uns jedoch mehr denn je auf unsere Unternehmensprioritäten konzentrieren, wozu auch ein sorgfältiges Kostenmanagement und die Fähigkeit gehören, für unsere Kunden flexibel zu agieren und den besten Service zu bieten.

Beschaffung

Die Victrex Europa GmbH bezieht ihre Handelswaren ausschließlich von der Victrex Manufacturing Ltd. in England.

Personal

Zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 waren bei der Victrex Europa GmbH 45 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 44 Mitarbeiter).

Forschung und Entwicklung

Die Victrex Europa GmbH betreibt als Vertriebsgesellschaft keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Dies erfolgt durch andere Konzerngesellschaften.

Ausführung zum Risikomanagement

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement-System der Victrex-Gruppe eingebunden. Wesentliche, den Bestand der Gesellschaft gefährdende Risiken, werden durch die Geschäftsführung identifiziert und bewertet. Aktuell sind keine solchen Risiken bekannt. Instrumente zur Frühwarnung und Steuerungsmaßnahmen zum Risikoausgleich werden eingesetzt. Die Dokumentation über die laufende Risikoidentifikation und -Verfolgung bei wichtigen Planungs- und Entscheidungsprozessen wird intensiviert. Bestehende Prozesse des Risikomanagements werden kontinuierlich überprüft und verbessert bzw. angepasst.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft sowie Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Auch die zukünftige Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht weiterhin aus dem Handel mit Hochleistungspolymeren sowie dem Export derselben.

Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig vom stetig wandelnden Nachfrageverhalten der Kunden.

Eine seriöse Einschätzung der zukünftigen Entwicklung -insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Energiesituation und der politischen Lage in der Ukraine und auch in Nahost - ist nur mit Schwierigkeiten möglich. Insgesamt ist die Ausrichtung der Gesellschaft jedoch für ein weiteres Wachstum in den Folgejahren ausgelegt.

Prognosebericht

Die wirtschaftlichen Herausforderungen des Geschäftsjahres 2022/2023 setzen sich bis Anfang 2023/2024 fort, wobei sich die Unternehmensleitung weiterhin der geopolitischen Herausforderungen bewusst ist, die den Zeitpunkt der Erholung verschieben oder sogar gefährden könnte. Es besteht daher Unsicherheit über die Höhe des Umsatzes im Geschäftsjahr 2023/2024. Die anhaltende angespannte Energiesituation in Deutschland, sowie unklare Warenverfügbarkeiten in Deutschland und evtl. die zukünftige nicht absehbare Entwicklung in den Krisengebieten in der Ukraine und im Nahen Osten, sorgen nach wie vor für einen unsicheren Ausblick. In den Bereichen Halbzeuge u. Compounds sowie, Luft- und Raumfahrt sowie im Segment Elektronik sehen wir Steigerungspotential.

Daraus resultierend wird für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024 eine Umsatzsteigerung von ca. 10% gegenüber diesem Jahr erwartet. Die Umsatzrendite für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird mit ca. 4,3 %, das EBITDA mit € 7,5 Mio. und der Cashflow mit € 5,9 Mio. erwartet.

Risikobericht

Wir sind in über 40 Ländern erfolgreich tätig und operieren in zahlreichen internationalen Märkten, die von politischen und/oder wirtschaftlichen Veränderungen oder Unwägbarkeiten betroffen sein können. Die Risiken im Zusammenhang mit den geopolitischen und makro-ökonomischen Bedingungen sind im Laufe des Jahres hoch geblieben, vor allem aufgrund des Krieges in der Ukraine, die wirtschaftlichen Aussichten Chinas, aber auch mit dem Konflikt im Nahen Osten. Die internationalen Spannungen mit China könnten zusätzliche Herausforderungen für die Geschäftstätigkeiten dort mit sich bringen.

Ungewissheit in der Weltwirtschaft, die sich in der Inflation äußert, mögliche Änderungen bei der Kohlenstoffbesteuerung, Energiepreise und Auswirkungen auf Zinssätze und Wechselkurse können unsere Rentabilität beeinflussen.

Dementsprechend können die tatsächlichen Ergebnisse aufgrund einer Vielzahl von Risikofaktoren erheblich von den erwarteten Ergebnissen abweichen.

Es ist uns nicht möglich, die Risiken und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten zu quantifizieren.

Wir haben die Risiken daher in absteigender Bedeutung für die Gesellschaft aufgeführt.

1.)

Preis- und Absatzrisiko

Unsere Kunden mit Endkunden in den Kernmärkten Automotive und Luftfahrt sind zunehmend preissensitiv. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir entsprechend in einem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld bei stagnierenden Preisen und möglicher Verknappung von Zubehörteilen in der Produktion.

Diesem Risiko begegnen wir mit Neuentwicklungen, auf die Kunden zugeschnittene Systemlösungen und innovative Vertriebsstrategien. Aufgrund der besonderen Spezifikationen unserer Produkte für technisch anspruchsvolle Anwendungen stehen darüber hinaus nur bedingt Substitutionsprodukte zur Verfügung.

Für uns als Vertriebsgesellschaft ist das Preis- und Absatzrisiko das größte Risiko. Insgesamt ist das Risiko gegenüber dem Vorjahr unverändert.

2.)

Bonitäts- und Ausfallrisiko

Als Vertriebsgesellschaft haben wir umfangreiche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die immer auch Bonitäts- und Ausfallrisiken bergen, da wir keine Kreditversicherung für unsere Kundenforderungen abgeschlossen haben.

Umfangreiche Bonitätsbeurteilung im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer Stammkunden führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken. Es wurden Pauschalwertberichtigungen auf die Forderungen aus L&L gebildet. Insgesamt schätzen wir das Risiko von Forderungsausfällen als gering und gegenüber dem Vorjahr unverändert ein.

3.)

Marktrisiko

Auf Basis der aktuellen Wirtschaftsprognosen für Deutschland und die EU sowie für die wichtigsten Absatzmärkte rechnen wir für das zukünftige Jahr mit einer leichten Umsatzsteigerung. In den Umsatzbereichen VAR, Energie & Industrie, sehen wir eine moderate Erholung und somit steigende Umsatzahlen.

4.)

Finanzierungs- und Währungsrisiken

Finanzierungrisiken sehen wir aufgrund der Einbindung in den Victrex Konzern als sehr gering an. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus dem laufenden Mittelzufluss.

Sowohl die Faktura als auch der Einkauf erfolgen im Wesentlichen in Euro, so dass wir Währungsrisiken ebenfalls als gering ansehen. Insgesamt ist das Risiko gegenüber dem Vorjahr unverändert.

5.)

Ukraine-Russland Krieg

Auch im zweiten Jahr des russischen Angriffskrieges gibt es keine finanziellen Auswirkungen auf unser Unternehmen, da wir keine Kunden in Russland beliefern. Der Umsatz mit Russland betrug in den Jahren vor dem Konflikt nicht mehr als ca. € 0,05 Mio. pro Jahr. Weitere Auswirkungen sind zum heutigen Zeitpunkt nicht abzusehen.

Chancenbericht

Victrex ist ein Anbieter für Hochleistungspolymerlösungen und mit über 37 Jahren Erfahrung verfügen wir über globale Reichweite, reale Größenordnung, Produktions- und technische Kompetenz und eine vielfältige Mischung strategischer Märkte: Automobil, Luft- und Raumfahrt, Energie/Industrie (einschließlich Fertigung und Technik), Elektronik und Medizin.

Unser Unternehmen bietet nachhaltige Produkte an, die auf globale Megatrends ausgerichtet sind: CO 2 -Reduzierung durch leichtere und langlebige Polymere, die Metall in der Luft- und Raumfahrt, im Automobilbau und im Energiesektor ersetzen, mit einer typischen Gewichtsersparnis von 60%; im Bereich Medizin durch verbesserte klinische und Patientenergebnisse und in der Elektronik, wo unsere Lösungen eine effiziente Verarbeitung und Herstellung unterstützen. Mit schnelleren Verarbeitungszeiten im Vergleich zu Metall und Recycling-Potenzial sind unsere Polymere darauf zugeschnitten, einen grüneren Planeten zu unterstützen, und ermöglichen gleichzeitig Einsparungen bei den Herstellungskosten.

Die beschriebenen Chancen der Gesellschaft haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht nennenswert verändert. Unter Berücksichtigung des vorgegebenen Branchenumfeldes in der Kunststoffindustrie ist die Gesellschaft unverändert gut positioniert.

Als innovatives und differenziertes Unternehmen sind wir nach wie vor gut aufgestellt, um uns den bevorstehenden geopolitischen Herausforderungen zu stellen und die signifikanten Wachstumschancen zu nutzen.

 

Hofheim, den 17. Januar 2024

Michael Koch, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.09.2023
30.09.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.504,00 29.100,00
21.504,00 29.100,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.162.866,20 1.210.730,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.851,00 49.668,00
1.236.717,20 1.260.398,20
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 916,00 885,00
916,00 885,00
1.259.137,20 1.290.383,20
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Handelswaren 16.538.590,04 13.777.564,60
16.538.590,04 13.777.564,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.290.558,57 11.224.393,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 342.503,96 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 34.332,46 909.835,51
11.667.394,99 12.134.228,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.216.802,42 2.578.308,14
30.422.787,45 28.490.101,56
31.681.924,65 29.780.484,76

Passiva

30.09.2023
30.09.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 1.626.617,20 1.626.617,20
III. Gewinnvortrag 14.611.669,19 11.387.129,60
IV. Jahresüberschuss 4.969.875,62 3.224.539,59
21.233.726,60 16.263.850,98
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.733.417,00 3.490.235,00
2. Steuerrückstellungen 1.677.667,99 312.419,14
3. Sonstige Rückstellungen 1.101.268,24 2.012.278,02
6.512.353,23 5.814.932,16
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.130,00 80.697,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.743,84 8.847,12
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 220.067,95 3.869.027,51
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.679.903,03 3.743.129,49
(davon aus Steuern € 3.563.732,55; Vorjahr € 3.563.176,68)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 160.704,09; Vorjahr € 153.625,79)
3.935.844,82 7.701.701,62
31.681.924,65 29.780.484,76

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

01.10.2022 bis 30.09.2023
01.10.2021 bis 30.09.2022
1. Umsatzerlöse 122.091.450,50 147.689.268,88
2. Sonstige betriebliche Erträge 160.248,40 280.173,79
122.251.698,90 147.969.442,67
3. Materialaufwendungen -107.413.602,42 -136.400.217,44
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.620.825,16 -4.460.894,16
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.223.353,06 -1.051.758,61
(davon für Altersversorgung: € 338.811,79; Vorjahr € 305.007,72)
-5.844.178,22 -5.512.652,77
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -97.684,48 -71.768,07
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.717.760,63 -1.456.335,90
7.178.473,15 4.528.468,49
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -45.392,00 -162.454,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.157.867,29 -1.138.381,04
9. Ergebnis nach Steuern 4.975.358,86 3.227.633,45
10. Sonstige Steuern -5.483,24 -3.093,86
11. Jahresüberschuss 4.969.875,62 3.224.539,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Allgemeine Angaben

Die Victrex Europa GmbH hat ihren Sitz in Hofheim am Taunus. Die Geschäftsanschrift ist Langgasse 16 in 65719 Hofheim am Taunus. Die Gesellschaft ist im Handelsregister Frankfurt unter HRB 40824 eingetragen.

1. Ausweis und Gliederungshinweise

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Ergänzend waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach den Vorschriften des § 266 HGB; die der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB in der Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

2. Bilanzierungs und Bewertungsvorschriften

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Bilanzierung und Bewertung der einzelnen Posten erfolgt auf Basis der allgemeinen Bestimmungen gemäß §§ 246 bis 256a HGB sowie den speziellen Vorschriften für Kapitalgesellschaften entsprechend §§ 264 bis 278 HGB.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Für Software wird eine Nutzungsdauer von 7 Jahren zugrunde gelegt.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen im Falle einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung zum Bilanzstichtag außerplanmäßige Abschreibungen.

Bei den Finanzanlagen sind Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen bilanziert.

Die Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach dem FIFO Verfahren. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Bestand an liquiden Mitteln wurde mit dem Nominalwert bewertet.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nominalwert angesetzt und stimmt mit dem Handelsregisterauszug zum Bilanzstichtag überein.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet und mit einem Zinssatz von 1,81 % (Vorjahr 1,78 %) abgezinst. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre 1,66 % (Vorjahr: 1,40 %) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten zehn Jahre, welcher für 2023 1,81 % (Vorjahr: 1,78 %) beträgt. Der Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 194) und ist gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Der Rententrend wurde mit 2,30% (Vorjahr: 2,00%) angenommen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, welche eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger haben werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

II. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

A. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.504,00
Vorjahr 29.100,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.162.866,20
Vorjahr 1.210.730,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.851,00
Vorjahr 49.668,00
III. Finanzanlagen
1. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 916,00
Vorjahr 885,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Handelswaren 16.538.590,04
Vorjahr 13.777.564,60
I I . Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.667.394,99
Vorjahr 12.134.228,82

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.290.558,57
Vorjahr 11.224.393,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 342.503,96
Vorjahr 0,00

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

3. Sonstige Vermögensgegenstände 34.332,46
Vorjahr 909.835,51

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich zusammen aus, Forderungen für übernommene Zahlung von Umsatzsteuer (TEUR 0 Vorjahr: TEUR 98) Forderungen aus Reisekostenvorschüssen (TEUR 34, Vorjahr: TEUR 35), Gewerbesteuerüberzahlung (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 10), Körperschaftsteuerrückforderungen (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 13) sowie Umsatzsteuerforderungen (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 754).

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.216.802,42
Vorjahr 2.578.308,14

Der Gesamtbestand der einzelnen Bankkonten sowie des Kassenbestands ergibt sich aus dem jeweiligen Kontoauszug bzw. aus dem Kassenprotokoll zum 30. September 2023.

PASSIVA

A. Eigenkapital
I. Gezeichnete Kapital 25.564,59
Vorjahr 25.564,59
II. Kapitalrücklage 1.626.617,20
Vorjahr 1.626.617,20
III. Gewinnvortrag 14.611.669,19
Vorjahr 11.387.129,60
IV. Jahresüberschuss 4.969.875,62
Vorjahr 3.224.539,59
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 3.733.417,00
Vorjahr 3.490.235,00
2. Steuerrückstellungen 1.677.667,99
Vorjahr 312.419,14
Stand 1.10.2022 312.419,14
Zuführung 1.365.248,85
Verbrauch 0,00
Auflösung 0,00
Stand 30.09.2023 1.677.667,99
3. Sonstige Rückstellungen 1.101.268,24
Vorjahr 2.012.278,02

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen an die Mitarbeiter (TEUR 0, Vorjahr: 396), Herstellerrabatte (TEUR 821, Vorjahr: TEUR 1.363), Ausstehende Rechnungen, Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten, Lagerkosten, Urlaubsrückstellungen und Kosten für die Berufsgenossenschaft (TEUR 280, Vorjahr: TEUR 253).

C. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.130,00
80.697,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.743,84
Vorjahr 8.847,12
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 220.067,95
Vorjahr 3.869.027,51

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.679.903,03
Vorjahr 3.743.129,49

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus kreditorischen Debitoren (TEUR 3, Vorjahr: TEUR 26), sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 2, Vorjahr: TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Einfuhrumsatzsteuer (TEUR 2.919, Vorjahr: TEUR 3.357), Gewerbesteuerverbindlichkeiten (TEUR 77, Vorjahr: TEUR 93), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern (TEUR 104, Vorjahr: TEUR 113), Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit für das Berichtsjahr (TEUR 161, Vorjahr: TEUR 154) sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer (TEUR 413, Vorjahr: TEUR 0).

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse 122.091.450,50
Vorjahr 147.689.268,88

Die im Berichtsjahr erzielten Erlöse wurden um Erlösschmälerungen und um die gewährten Herstellerrabatte und sonstige Rabatte vermindert.

2022/2023 2021/2022
Umsatzerlöse 122.956.643,45 € 149.629.087,85 €
Gewährte Rabatte -865.192,95 € -1.939.818,97 €
Summe 122.091.450,50 € 147.689.268,88 €

Umsatzerlöse ohne Abzug von Rabatten nach Absatzgebieten

2022/2023 2021/2022
Deutschland TEUR 76.382 Deutschland TEUR 101.324
Übrige EU-Länder TEUR 38.143 Übrige EU Länder TEUR 42.527
Übriges Europa TEUR 8.297 Übriges Europa TEUR 5.521
Übrige Länder TEUR 134 Übrige Länder TEUR 257
Summe TEUR 122.956 Summe TEUR 149.629
2. Sonstige betriebliche Erträge 160.248,40
Vorjahr 280.173,79

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen (TEUR 37, Vorjahr: TEUR 0), der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 44, Vorjahr: TEUR 16), der Verrechnung von sonstigen Sachbezügen KFZ in Höhe von (TEUR 79, Vorjahr: TEUR 93), Erträge aus der Erstattung der Energiepreispauschale (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 11) sowie aus Währungsumrechnungen (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 161).

3. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 107.413.602,42
Vorjahr 136.400.217,44
4. Personalaufwand 5.844.178,22
Vorjahr 5.512.652,77

Von den Aufwendungen für Löhne und Gehälter entfallen auf gesetzliche Sozialaufwendungen (TEUR 838, Vorjahr TEUR 746), freiwillige soziale Aufwendungen (TEUR 38, Vorjahr: TEUR 1) sowie auf Aufwendungen für Altersversorgung (TEUR 339, Vorjahr: TEUR 305).

5. Abschreibungen 97.684,48
Vorjahr 71.768,07

Die Abschreibungen entfallen auf die Software, das Gebäude sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.717.760,63
Vorjahr 1.456.335,90
a) Sonstige betriebliche Aufwendungen 2022/2023 2021/2022
Raumkosten 49.328,78 € 34.642,02 €
Versicherungen, Beiträge, Abgaben 80.349,72 € 103.404,52 €
Reparaturen/Instandhaltungen 686,65 € 15.014,50 €
Fahrzeugkosten 335.853,06 € 315.569,00 €
Werbe- und Reisekosten 579.730,17 € 355.444,81 €
Kosten der Warenabgabe 211.185,83 € 221.640,65 €
Verschiedene Kosten 377.272,00 € 365.057,56 €
2022/2023 2021/2022
b) Verluste aus Wertminderungen, Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens, Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen 0,00 € 33.959,18 €
2022/2023 2021/2022
c) Sonstige Aufwendungen 83.354,42 € 11.603,66 €
- davon Währungsumrechnung 79.550,82 € 10.100,66 €
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145,00
Vorjahr 0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 45.392,00
Vorjahr 162.454,00

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 162) resultieren aus Abzinsungseffekten von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 162).

9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.157.867,29
Vorjahr 1.138.381,04
2022/2023 2021/2022
Körperschaftsteuer 1.125.070,00 € 593.626,00 €
Körperschaftsteuererstattung für Vorjahre -4,46 € 0,00 €
Solidaritätszuschlag 61.878,85 € 32.649,04 €
Gewerbesteuer für Vorjahre -0,30 € 0,00 €
Gewerbesteuer 970.923,20 € 512.106,00 €
2.157.867,29 € 1.138.381,04 €
10. Sonstige Steuern 5.483,24
Vorjahr 3.093,86

IV. Sonstige Angaben

1. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Die für das Geschäftsjahr 2022/2023 berechneten Gesamthonorare für Abschlussprüfung betragen TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 47) und für sonstige Beratungsleistungen TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 35).

2. Mitarbeiter

Im Berichtszeitraum beträgt die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 45 (Vj. 44) davon sind 33 (Vj. 33) Arbeitnehmer im Vertrieb und 12 (Vj. 11) Arbeitnehmer in der Verwaltung tätig.

3. Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer im Berichtszeitraum war:

 

Herr Dr. Martin Court, Kaufmann, Cheltenham/Vereinigtes Königreich, bis zum 10. November 2023

 

Herr Michael Koch, Managing Director Sustainable Solutions, Brüssel/ Belgien, ab 10. November 2023

Angaben gem. § 285 Nr. 9 a HGB sind nicht zu machen, da der Geschäftsführer kein Gehalt von der Gesellschaft bezieht.

4. Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen für die Nutzung von beweglichen Vermögensgegenständen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen hieraus belaufen sich zum 30. September 2023 auf TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 96). Die Verpflichtungen wurden vor allem eingegangen, um die Zahlungsströme an die tatsächliche Nutzung der Miet- und Leasinggegenstände anzupassen. In allen Fällen handelt es sich um Miet- bzw. sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

6. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.970 auf neue Rechnungen vorzutragen.

7. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Victrex Europa GmbH wird in den Konzernabschluss der Victrex plc, mit Sitz in Großbritannien, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Victrex plc wird nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

8. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Hofheim, den 17. Januar 2024

Michael Koch, Geschäftsführer

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Anschaffungskosten
01.10.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
30.09.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.154,97 0,00 0,00 0,00 53.154,97
53.154,97 0,00 0,00 0,00 53.154,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.900.521,52 0,00 0,00 0,00 1.900.521,52
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 387.241,95 66.407,48 0,00 0,00 453.649,43
2.287.763,47 66.407,48 0,00 0,00 2.354.170,95
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 885,00 31,00 0,00 0,00 916,00
885,00 31,00 0,00 0,00 916,00
2.341.803,44 66.438,48 0,00 0,00 2.408.241,92
Abschreibungen
01.10.2022
Zugänge
Abgänge
30.09.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.054,97 7.596,00 0,00 31.650,97
24.054,97 7.596,00 0,00 31.650,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 689.791,32 47.864,00 0,00 737.655,32
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 337.573,95 42.224,48 0,00 379.798,43
1.027.365,27 90.088,48 0,00 1.117.453,75
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.051.420,24 97.684,48 0,00 1.149.104,72
Restbuchwerte
30.09.2023
30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.504,00 29.100,00
21.504,00 29.100,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.162.866,20 1.210.730,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.851,00 49.668,00
1.236.717,20 1.260.398,20
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 916,00 885,00
916,00 885,00
1.259.137,20 1.290.383,20

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Victrex Europa GmbH, Hofheim am Taunus

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Victrex Europa GmbH, Hofheim am Taunus, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Victrex Europa GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 17. Januar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Heck, Wirtschaftsprüfer

ppa. Markus Grave, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.09.2023 wurde am 21.02.2024 festgestellt.

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