Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 262287
Eingetragen
21.1.1974
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Einrichtungen für Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser und sonstigen Einrichtungen

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Aulenbach
seit 8.6.2009
Geschäftsführer
Hubert Dr. Lenzen
seit 20.9.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Thomas Lenzen
51.00%
Hubert Lenzen
25.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Thomas Lenzen
13.038 €
51.00%
Hubert Lenzen
6.391 €
25.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Karl Baisch GmbH

Weinstadt

Jahresabschluss zum 30. Juni 2007

Bilanz zum 30. Juni 2007

AKTIVA

Stand Stand
30.06.2007 30.06.2006
EUR EUR EUR TEUR
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 61.014,74 70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.442.660,50 1.491
2. technische Anlagen und Maschinen 361.858,00 463
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 941.901,10 1.099
2.746.419,60 3.053
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 110.000,00 277
2.917.434,34 3.400
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.732.188,56 1.809
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.007.282,61 1.189
- davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 75.915,69 (Vj. TEUR 149)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.312,77 25
2.748.783,94 3.023
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.938,14 35
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.487.646,73 2.867
9.170.803,15 9.325

PASSIVA

Stand Stand
30.06.2007 30.06.2006
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 26
II. Verlustvortrag (Vj. Gewinnvortrag) -25.564,59 18
- soweit durch Eigenkapital gedeckt-
III. Jahresfehlbetrag 0,00 -44
- soweit durch Eigenkapital gedeckt- 0,00 0
- davon nicht gedeckt EUR 620.478,51 (Vj. EUR 278.905,45)
B. Rückstellungen 4.022.622,97 3.988
C. Verbindlichkeiten 5.148.180,18 5.337
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 4.163.040,69 (Vj. TEUR 4.212)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern: EUR 150.000,00 (Vj. TEUR 150)
9.170.803,15 9.325

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Juli 2006 bis 30. Juni 2007

2006/2007 2006/2007 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 5.503.921,23 5.267
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -3.131.485,36 -2.766
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -888.025,15 -830
- davon für Altersversorgung: EUR 293.893,52 (Vj. TEUR 216) -4.019.510,51 -3.596
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -359.937,69 -394
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.427.058,42 -1.295
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 243,69 0
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen -17.761,71 -
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -282.209,56 -287
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -602.312,97 -305
9. sonstige Steuern -18.165,54 -18
10. Jahresfehlbetrag -620.478,51 -323

Anhang für das Geschäftsjahr 2006/2007

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Soweit Angaben nach dem Gesetz wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- oder Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, haben wir diese in den Anhang übernommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemein

In der Schlussbilanz sind die Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten vollständig enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Passivposten und Erträge nicht mit Aufwendungen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und die Rechnungsabgrenzungsposten sind gesondert ausgewiesen und entsprechend gegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Vermögensgegenstände aus, die dafür bestimmt sind, dem Betrieb dauernd zu dienen.

Rückstellungen wurden nur im zulässigen Rahmendes § 249 HGB gebildet und nur aufgelöst, soweit der Grund hierfür entfallen war.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Bestimmungen des § 250 HGB gebildet.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz sind mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Jahres identisch.

Die Bewertung wurde trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Die getroffenen Kapitalmaßnahmen führen im Zusammenhang mit den Ergebnisprognosen dazu, dass die bilanzielle Überschuldung in 2007 zwar bestehen bleibt, eine tatsächliche Überschuldung jedoch nicht eintritt.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet.

Es galt der Grundsatz der vorsichtigen Bewertung. Insbesondere wurden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, auch dann, wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und Tag der Aufstellung bekannt geworden sind. Es wurden ausschließlich realisierte Gewinne ausgewiesen.

Da das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht ist, wurde ein Posten am Schluss auf der Aktivseite gesondert als "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausgewiesen.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den in den Verschmelzungsbilanzen der Lenzen Anlagen GmbH und der Karl Baisch GmbH (alt) enthaltenen Kosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde vermindert um lineare Abschreibungen (Gebäude: Nutzungsdauer 8-10 Jahre; Geschäftsausstattung: Nutzungsdauer 3-10 Jahre). Bei der Verschmelzung der Gesellschaften im Geschäftsjahr 2004/2005 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Restnutzungszeiten der beweglichen Anlagegüter neu festzulegen und dadurch die jährliche Abschreibung zu reduzieren.

Die Bestände in den Ausstellungsräumen, dem Ausstellungslager sowie die Konsignationsbestände wurden im Anlagevermögen bilanziert und über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten unter entsprechender Abwertung angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Bei der Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren grundsätzlich mit den durchschnittlichen Einstandswerten angesetzt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse einschließlich der in Arbeit befindlichen Anlagen werden zu Herstellungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Die Herstellungskosten umfassen die für die Herstellung aufgewendeten Material- und Fertigungskosten einschließlich angemessener Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. In Abweichung von dem bis zum Geschäftsjahr 2002 angewandten Bewertungsverfahrens wurde in 2003 vor dem Hintergrund der eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen erstmals vom Aktivierungswahlrecht für Verwaltungskosten Gebrauch gemacht und diese in die Bewertung der Halb- und Fertigfabrikate einbezogen. Gleichzeitig wurde jedoch der Unterbeschäftigung im Holz- und Stahlbereich durch entsprechende Abschläge für Leerkosten Rechnung getragen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Beim Umlaufvermögen wurden keine Abschreibungen nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwert auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 6% erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Anlagespiegel per 30. Juni 2007

Anschaffungskosten Zugänge Abgänge Abschreibung
Stand laufendes zu laufendes Buchwert Buchwert
01.07.2006 Geschäftsjahr Anschaffungskosten Geschäftsjahr 30.06.2007 30.06.2006
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände 905.340,91 23.932,37 0,00 33.316,37 61.014,74 70.397,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.108.791,87 0,00 0,00 48.344,00 1.442.660,50 1.491.498,50
2. technische Anlagen und Maschinen 719.433,59 0,00 0,00 94.264,00 361.858,00 462.787,17
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.990.733,52 95.386,98 115.753,84 184.013,32 941.901,10 1.098.879,93
6.818.958,98 95.386,98 115.753,84 326.621,32 2.746.419,60 3.053.165,60
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 276.819,71 0,00 149.058,00 17.761,71 110.000,00 276.819,71
8.001.119,60 119.319,35 264.811,84 377.699,40 2.917.434,34 3.400.382,75

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen, die für ein 12-monatiges Geschäftsjahr bezahlt wurden und im Rahmen des verkürzten Geschäftsjahres für sechs Monate abgegrenzt werden.

Eigenkapital

Zum 30.06.2007 weist die Bilanz der Karl Baisch GmbH ein negatives Eigenkapital

von € 3.487.646,73 (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) aus.

Die Entwicklung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2006/2007 stellt sich wie folgt dar:

EUR
- Eigenkapital zum 30.06.2006 -2.867.168,22
- Jahresfehlbetrag 2007 - 620.478,51
Eigenkapital zum 30.06.2007 - 3.487.646,73

Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen basiert auf einem versicherungsmathematischen Gutachten.

Die sonstigen Rückstellungen wurden entsprechend der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr betragen EUR 1.648.996 und von mehr als 5 Jahren EUR 2.301.490.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Kreissparkasse sind gesichert durch Grundschulden auf dem Betriebsgrundstück durch die Abtretung von Forderungen, durch eine Raumsicherungsübereignung des Warenlagers, durch die Sicherungsübereignung ausgewählter Maschinen, und persönliche Bürgschaften des Gesellschafters Dr. Hubert Lenzen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 276 S. 1 HGB in Anspruch genommen.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden keine nennenswerten sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden 73 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende) beschäftigt.

Gesellschaftsorgane

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft durch die

Geschäftsführer

Herr Dr. Hubert Lenzen

Herr Dr. Thomas Lenzen

Beide Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

 

Weinstadt, den 20. Februar 2008

Karl Baisch GmbH

Dr. Hubert Lenzen, Geschäftsführung

Dr. Thomas Lenzen, Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhangunter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Karl Baisch GmbH, Weinstadt, für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2006 bis zum 30. Juni 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken weisen wir auf Folgendes ausdrücklich hin:

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2007 bilanziell überschuldet. Wegen des bestehenden Rangrücktritts bei dem Gesellschafterdarlehen sowie vorhandener stiller Reserven im Anlage- und Umlaufvermögen liegt keine tatsächliche Überschuldung vor.

Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2007/2008 mit einem negativen Ergebnis, was dazu führen wird, dass sich die Überschuldungsproblematik weiter verschärft.

Die Liquiditätssituation ist weiterhin sehr angespannt und stellt den kritischen Engpassfaktor dar.

Maßgeblich für den Fortbestand der Karl Baisch GmbH, Weinstadt, ist die Realisierung des geplanten Umsatzes, weitere Kostenreduzierungsmaßnahmen sowie die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit. Nur insoweit ist die Bilanzierung zum 30. Juni 2007 zu Fortbestehenswerten zutreffend.

 

Stuttgart, den 20. Februar 2008

Haussmann Welz Seeger & Partner GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ingo Haug, Wirtschaftsprüfer

Markus Weitmann, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006/2007

Auftragseingang und Umsatz

Der Auftragseingang erholte sich von dem niedrigen Niveau des Vorjahres und stieg im Geschäftsjahr 2006/07 um 18% auf TEUR 9.174. Dazu trugen das Dentalinlandsgeschäft mit einer Wachstumsrate von 14,5% und das Auslandsgeschäft von 30% bei. Im Inland waren es neben der Mehrwertsteuererhöhung vor allen Dingen neue Produkte für den Hygienebereich in Zahnarztpraxen, d.h. ein berührungsfreier Seifen- und Desinfektionsmittelspender und ein Programm für Sterilisationsräume, die mehr als 50% des Wachstums bewirkten, während im Ausland in erster Linie eine bessere Marktdurchdringung für die Steigerung des Auftragseingangs verantwortlich war. Die generelle Marktsituation im Inland ist unverändert und von einer starken Investitionszurückhaltung der Zahnärzte gekennzeichnet. Daher ist es sehr wichtig für die weitere Entwicklung des Unternehmens, dass wir mit dem Hygenius-Spender und den Steriraummöbeln Produktprogramme haben, mit denen wirunabhängig von der generellen Marktsituationwachsen können.

Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr unseren gynäkologischen Untersuchungsstuhl an ein anderes mit uns nicht im Wettbewerb stehendes Unternehmen der Medizintechnikbranche verkauft und dadurch einen Ausfall an Auftragseingang von ca. TEUR 200 gehabt. Das Einrichtungsgeschäft mit Ärzten ist aufgrund der Marktgegebenheiten noch schwieriger als das mit Zahnärzten und wird daher in Zukunft von uns lediglich als Zusatz- und nicht mehr als Kerngeschäft weitergeführt.

Entgegen dem Auftragseingang ist der Bruttoumsatz (vor Erlösschmälerungen) lediglich um 1% auf TEUR 8.783 gestiegen. Dies liegt daran, dass im Geschäftsjahr 2005/2006 der Umsatz um ca. TEUR 900 über dem Auftragseingang lag und wir dadurch den Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres auf ein Minimum verringert hatten. Außerdem hat der Auftragseingang nach mehreren schwachen Monaten unmittelbar nach der Mehrwertsteuererhöhung zum Ende des Geschäftsjahres wieder stark angezogen und wir waren nicht in der Lage, diesen schnell genug in Umsatz umzusetzen.

Ertragslage/Sanierung


Das Geschäftsjahr 2006/07 endete mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 620 gegenüber einem Fehlbetrag von TEUR 323 im Vorjahr. Neben dem niedriger als geplanten Umsatz waren es vor allen Dingen drei Faktoren, die zu diesem unbefriedigenden Ergebnis geführt haben:

Bei einer Umsatzausweitung um 1% ist der Materialaufwand um 9% gestiegen. Das zeigt, dass es uns trotz einer Preiserhöhung von 3,5% nicht gelungen ist, die inflatorischen Preiserhöhungen bei unseren Vorprodukten- und zwar insbesondere Stahlblech und ölabhängige Materialienzu kompensieren.

Der Personalaufwand hat sich trotz des nur leicht gestiegenen Umsatzes um 12% erhöht. Dies ist die Nachwirkung von Personalmaßnahmen im Jahr 2005/2006 als mit der Belegschaft eine temporäre Absenkung der Löhne und Gehälter um 10% und eine Aussetzung von Weihnachts- und Urlaubsgeld gegen die Zusage einer 5%-igen Lohn-/Gehaltserhöhung und die Wiederaufnahme der Weihnachts- und Urlaubsgeldzahlung im Folgejahr vereinbart wurde.

Im Zusammenhang mit der alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Dentalschau und dem 100-jährigen Jubiläum der Karl Baisch GmbH gab es einen einmaligen Sonderaufwand von TEUR 120.

Diesen negativen Abweichungen standen außerordentliche Erträge von
EUR 440.000 gegenüber, die sich in erster Linie zusammensetzen aus dem Erlös für den Verkauf unseres gynäkologischen Stuhlprogramms in Höhe von EUR 232.000, dem Verkauf von Anteilen an der Baisch Egypt von EUR 85.000 und der Auflösung der Pensionsrückstellung von EUR 65.000.

Bilanz/Eigenkapital/Liquidität


Die Bilanzsumme sank von TEUR 6.457 zum 30.06.2006 auf TEUR 5.683 zum 30.06.2007. Der Differenzbetrag setzt sich im Wesentlichen zusammen aus den Abschreibungen auf das Anlagevermögen von TEUR 360 und einer Reduzierung unserer Beteiligung an Baisch Egypt, die zusammen mit der Rückführung der Forderung an unsere Tochtergesellschaft einen Betrag von TEUR 240 ausmacht. Die Bankverbindlichkeiten konnten leicht von TEUR 4.212 auf TEUR 4.163 zurückgeführt werden.

Die Bilanz zum 30.06.2007 weist ein negatives Eigenkapital von TEUR 3.488 aus. In Abstimmung mit unseren Abschlussprüfern haben wir einen Vermögensstatus erstellt, der alle außerbilanziellen stillen Reserven und stillen Lasten enthält, die zum Ausgleich des negativen Eigenkapitals herangezogen werden können.

Bilanzielles Eigenkapital zum 30.06.2007 -3.487.647,00 €
abzüglich stille Reserven:
Betriebsgelände
Verkehrswert Betriebsgelände (Gutachten der Dr. Schäffler Expert GmbH 5.730.000,00 €
Stuttgart vom 22. Februar 2006)
abzgl. Buchwert Betriebsgelände zum 30. Juni 2007 1.443.096,00 €
stille Reserve Betriebsgelände 4.286.904,00 €
Geschäftsausstattung, Fertigfabrikate, Leerkosten Halbfabrikate 481.000,00 €
Gesellschafterdarlehen (mit Rangrücktritt) 150.000,00 €
Summe der stillen Reserven 4.917.904,00 €
zuzüglich stille Lasten:
Pensionsrückstellung - 104.771,00 €
Summe der stillen Reserven/Lasten 4.813.133,00 €
Proforma Eigenkapital 1.325.486,00 €

Die Karl Baisch GmbH verfügt nach dieser Berechnung über ein positives proforma Eigenkapital von EUR 1.325.486 und eine Überschuldung liegt daher nicht vor.

Trotz der Einnahmen aus dem Verkauf gynäkologischen Untersuchungsstuhls und dem Verkauf von Anteilen an Baisch Egypt lag der Geldausgang im Geschäftsjahr 2006/2007 über dem Geldeingang.

Während sich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres die Liquiditätssituation aufgrund guter Umsätze deutlich verbesserte, geriet das Unternehmen im zweiten Quartal 2007 aufgrund der Änderungen bei den Verkaufskonditionen und der Verrechnung des Jahresumsatzbonus bei gleichzeitig schwächeren Umsätzen als Folge der Mehrwertsteuererhöhung in einen Liquiditätsengpass, den wir kurzfristig nur durch die Kürzung von Löhnen und Gehältern um 20% und 10% im April und Mai und die Einbehaltung des Urlaubsgeldes lösen konnten. Der Gesamteffekt dieser Maßnahmen betrug ca. TEUR 150 und ist in der Zwischenzeit ausgeglichen worden.

Nach Verhandlungen mit der Kreissparkasse Waiblingen unter Einschaltung der Beratungsfirma REM AG, des Wirtschaftsministeriums und der Bürgschaftsbank hat die KSK Waiblingen uns für die Monate August und September einen Überziehungskredit von TEUR 300 eingeräumt, der jedoch in der Zwischenzeit ausgelaufen ist.

Ausblick/Fortführungsprognose/Liquiditätsplanung

In einer ausführlichen Fortführungsprognose im Dezember 2007, die von unserer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft plausibilisiert wurde, haben wir dargelegt, dass das Unternehmen in erster Linie aufgrund gestiegener Materialkosten im laufenden Geschäftsjahr zwar nochmals einen Verlust von ca. TEUR 200 machen wird, jedoch nach der Durchführung eines weiteren Kostenreduzierungsprogramms ab dem Geschäftsjahr 2008/2009 in die Gewinnzone zurückkehren wird.

Im Dentalinlandsgeschäft gehen wir nach dem Sondereffekt der Mehrwertsteuererhöhung und von Aktionsverkäufen im Zusammenhang mit unserem 100-jährigen Bestehen von einer leichten Abschwächung aus, die jedoch durch die neuen Produkte für den Hygienebereich weitgehend kompensiert wird. Nach den ersten 5 Monaten des Geschäftsjahres 2007/2008 lag das Dentalinlandsgeschäft über Plan.

Entscheidend für die Stabilisierung und das weitere Wachstum unseres Umsatzes sind die im letzten Geschäftsjahr eingeführten Produkte für den Hygienebereich, die in den Zahnarzt- und Arztpraxen eine immer wichtigere Rolle spielen. Der berührungslose Spender für Seife und Desinfektionsmittel "Hygenius" hat trotz zeitversetzter Einführung und Lieferengpässen während des Produktanlaufs im letzten Geschäftsjahr einen Auftragseingang von TEUR 450 erreicht. Die Planung für 2007/2008 ist eine Fortschreibung des in den letzten Monaten erreichten Umsatzniveaus. Darüber hinaus sehen wir gute Chancen, durch weitere Marketingmaßnahmen wie Werbung, Einsatz von Demo-Koffern und Sonderangeboten bei Ausstellungen, der Einführung einer weiteren Produktvariante sowie durch die Ausdehnung der Vermarktung auf zusätzliche Zielmärkte wie Facharztpraxen und Auslandsmärkte, den geplanten Auftragseingang abzusichern und weiter auszubauen. Diesem Zweck dient auch eine Kooperation mit dem führenden Seifen- und Desinfektionsmittelhersteller, der den Spender zusätzlich unter eigenem Namen weltweit vertreiben wird.

Das Produktprogramm für Sterilisationsräume wurde komplett überarbeitet und ist in seiner Funktionalität, dem Materialangebot und der Qualität marktführend. Die bereits im letzten Geschäftsjahr eingetretene Umsatzerweiterung wird durch die Erstellung neuer Verkaufsunterlagen und die Verbesserung der Planungs- und Fertigungsabläufe abgesichert und ausgebaut. Insgesamt tragen der Hygenius und die Programme für Sterilisationsräume im laufenden Geschäftsjahr bereits ca. 20% zum Gesamtumsatz bei.

Das Auslandsgeschäft, das im letzten geschäftsjahr 32% zum Gesamtauftragseingang beitrug, steht aufgrund der erfolgreichen Marktbearbeitung in neuen Ländern wie Großbritannien sowie einer soliden Umsatzausweitung in den traditionellen Märkten wie Schweiz, Österreich und Benelux auf einer breiten Basis, die wir durch den Vertrieb des Hygenius und der Steriräume weiter ausbauen werden. Auch das Exportgeschäft lag nach den ersten 5 Monaten des neuen Geschäftsjahres über Plan und Vorjahr.

Im Klinik/Projektgeschäft erwarten wir kurzfristig den schriftlichen Auftrag für eine Universitätseinrichtung, bei deren Ausschreibung wir günstigster Anbieter sind. Dieser Auftrag wird zusammen mit den bereits vorhandenen Aufträgen ca. 80% der Jahresplanung abdecken und wir sind daher zuversichtlich, die Jahresplanung zu erreichen. Dagegen gehen wir davon aus, dass das medizinische Einrichtungsgeschäft nach dem Verkauf des gynäkologischen Untersuchungsstuhls rückläufig sein wird und haben dies auch entsprechend eingeplant. Aufgrund der Tatsache, dass der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr bisher über Plan liegt und das Umsatzwachstum im Wesentlichen von den neuen nicht direkt von der allgemeinen Marktentwicklung abhängigen Produkten für den Hygienebereich getragen wird, sind wir zuversichtlich, dass die Jahresplanung von TEUR 9.300 erreicht wird.

Durch sorgfältige und verlässliche Kostenplanung und -kontrolle stellen wir sicher, dass die geplanten Ertrags- und Kostenziele auch tatsächlich erreicht werden. Die negativen Auswirkungen der Kostenabweichungen im Material- und Personalbereich sowie bei den sonstigen Aufwendungen, die das letzte Geschäftsjahr belastet haben, sind im wesentlichen ausgelaufen bzw. unter Kontrolle; insbesondere die inflatorischen Kostenerhöhungen im Materialbereich haben sich deutlich abgeschwächt und werden durch eine bereits zum 01.10.2007 vorgenommene Preiserhöhung von 3,9% kompensiert.

Als entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Sanierung des Unternehmens haben wir nochmals ein Kostensenkungsprogramm erarbeitet, das ab Beginn des Jahres 2008 implementiert wird und mit dem der Personalaufwand massiv gesenkt wird. Zu den vorgesehenen Maßnahmen zählen die Konzentration der Planungsleistungen und der Auftragsbearbeitung in Weinstadt, die teilweise Ausgliederung von Finanz- und Personalwesen, Änderungen in der Management-Struktur und Altersteilzeitregelungen. Insgesamt erreichen wir mit den vorgesehenen Maßnahmen eine Reduzierung der Personalkosten im Geschäftsjahr 2008 von TEUR 350, die sich jedoch aufgrund von voraussichtlichen Lohn- und Gehaltserhöhungen auf TEUR 250 verringert. Im Folgejahr steigt der Einsparungseffekt weiter an. Allerdings führt dieses Programm im laufenden Geschäftsjahr zunächst zu höheren Kosten in Form von Abfindungen, während die Entlastung erst in den Folgejahren eintritt.

Wir sind jedoch überzeugt, dass wir mit diesem Programm endgültig die Weichen stellen, um zur Rentabilität zurückzukehren und in den Folgejahren ein angemessenes Ertragsniveau zu erreichen.

Der kritische Engpassfaktor für die endgültige Sanierung des Unternehmens ist die Liquidität. Die im Rahmen der Fortführungsprognose vorgenommene und laufend aktualisierte Liquiditätsplanung zeigt, dass der Liquiditätsbedarf während des gesamten Geschäftsjahres am Kreditlimit liegt. Aufgrund des geplanten Verlustes, der bereits erfolgten Nachzahlung von Löhnen und Gehältern, der Tilgung von Darlehen und verschiedener anderer Maßnahmen, haben wir einen über das laufende Geschäft hinausgehenden Liquiditätsbedarf von ca. TEUR 300-400. Erst im Geschäftsjahr 2008/2009 werden wir einen positiven cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaften und diesen zur Erweiterung unseres Liquiditätsspielraums nutzen können.

Da eine dauerhafte Erweiterung der Kreditlinien bei unserer Hausbank ausgeschlossen erscheint, konzentrieren wir unsere Anstrengungen darauf, durch ein breit angelegtes Programm von sonstigen Maßnahmen zusätzliche Liquidität zu generieren. Dazu gehören unter anderem die gezielte Reduzierung von Anlage- und Umlaufvermögen insbesondere durch den Verkauf von Fertigfabrikaten aus Ausstellungen, Änderungen in der zeitlichen Verrechnung des Jahresbonus, durch die das laufende Geschäftsjahr entlastet wird, die Einziehung von Forderungen an unser Beteiligungsunternehmen Baisch Egypt sowie die Vermietung überschüssiger Grundstücks- und Hallenflächen. Wir gehen davon aus, dass wir mit diesen Maßnahmen den zusätzlichen Liquiditätsbedarf kompensieren können.

Zusammenfassend können wir festhalten, dass die bestehenden Kreditlinien sehr knapp sind, wir jedoch mit sorgfältigem und flexiblem Liquiditätsmanagement auftretende Liquiditätsengpässe beherrschen können.

Gesellschafterbeschluss

Am 18. März 2008 hat die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2006/2007 festgestellt.

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