Totech GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Albrecht seit 20.2.2023 | Geschäftsführer |
Michael Sedlacek seit 6.5.2013 | Prokura |
Klaus Mang seit 12.9.2006 | Geschäftsführer |
Werner KreibI seit 12.9.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EKRA Automatisierungssysteme GmbHBönnigheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der EKRA Automatisierungssysteme GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und der §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches in der aktuellen Fassung sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft ist im Handelsregister Stuttgart unter HRB 302385 geführt. Sitz der Gesellschaft ist Bönnigheim. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit den Wertansätzen in der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Die bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Ferner gelten folgende Bewertungsgrundsätze: Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bei der Ermittlung der Abschreibungen wurden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechte und Werte zwischen 3 und 30 Jahren und bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 33 Jahren angesetzt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden in entsprechender Anwendung des § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Aus der Anwendung der angeführten steuerlichen Vorschrift für handelsrechtliche Zwecke ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich mit den gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet, sofern ihnen nicht am Bilanzstichtag ein niedriger beizulegender Wert zuzuordnen ist. Nicht gängige Artikel werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert wertberichtigt. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt in Abhängigkeit vom Fertigungsgrad retrograd vom Auftragswert. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden von dem Posten Vorräte offen abgesetzt, soweit den Anzahlungen in den Vorräten bewertete Leistungen gegenüberstehen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde ferner durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Ausweis der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden grundsätzlich mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tage der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken wurden berücksichtigt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Stichtagswerte über dem Erfüllungsbetrag lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Stichtagswert angesetzt. Währungsumrechnung Die im Jahresabschluss enthaltenen Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden gemäß § 256a HGB ohne Beachtung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips umgerechnet. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Laufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 4.839 (Vorjahr: TEUR 0) die Gesellschafterin. TEUR 3.067 (Vorjahr: TEUR 2.907) der Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Die ausgewiesene Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 8.000 entfällt wie im Vorjahr vollständig auf Zuzahlungen der Gesellschafter in das Eigenkapital gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:
Die arbeitnehmerbezogenen Rückstellungen enthalten unter anderem Rückstellungen für ausstehende Urlaubsansprüche, Tantiemeverpflichtungen, Zeitguthaben sowie für Berufsgenossenschaftsbeiträge. Die Rückstellung für auftragsbezogene Risiken betrifft im Wesentlichen Risiken aus der Auftragsabwicklung. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 21) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (Vorjahr: TEUR 1.121). Sonstige Verbindlichkeiten Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 152) auf Steuern. Laufzeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. Haftungsverhältnisse Die EKRA Automatisierungssysteme GmbH haftet gesamtschuldnerisch zusammen mit der ASYS Automatisierungssysteme GmbH, der ASYS Invest GmbH, der ASYS Metall GmbH, der ASYS Tecton GmbH und der Botest Systems GmbH (Verbund-Unternehmen) für Verbindlichkeiten aus einer gewährten Rahmenkreditlinie für Projektfinanzierungen in Höhe von TEUR 40.000, die von den genannten Gesellschaften in Anspruch genommen werden kann. Zum Stichtag wurde die Rahmenkreditlinie (Vorjahr: TEUR 25.900) nicht in Anspruch genommen. Die EKRA Automatisierungssysteme GmbH haftet gesamtschuldnerisch zusammen mit der ASYS Automatisierungssysteme GmbH und der ASYS Prozeß- und Reinraumtechnik GmbH (Verbund- Unternehmen) für Verbindlichkeiten aus einer gewährten Rahmenkreditlinie in Höhe von TEUR 8.000, die von den genannten Gesellschaften in Anspruch genommen werden kann. Zum Stichtag ist die Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen. Die EKRA Automatisierungssysteme GmbH haftet gesamtschuldnerisch zusammen mit der ASYS Automatisierungssysteme GmbH, der ASYS Invest GmbH, der ASYS Metall GmbH, der ASYS Tecton GmbH und der Botest Systems GmbH (Verbund-Unternehmen) für Verbindlichkeiten aus einer gewährten Rahmenkreditlinie in Höhe von TEUR 20.000, die von den genannten Gesellschaften in Anspruch genommen werden kann. Zum Stichtag ist die Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen. Für Verbindlichkeiten der ASYS Automatisierungssysteme GmbH haftet die EKRA Automatisierungssysteme GmbH gesamtschuldnerisch zusammen mit der ASYS Automatisierungssysteme GmbH, der ASYS Invest GmbH, der ASYS Metall GmbH, der ASYS Tecton GmbH und der Botest Systems GmbH. Die Darlehen valutieren zum Stichtag in Höhe TEUR 13.333 (Vorjahr: TEUR 8.333). Aufgrund der positiven Liquiditätslage und Bonität wird mit keiner Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen gerechnet. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Aufwendungen aufgrund von Kursdifferenzen bestehen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 18). Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) betrafen im Vorjahr in voller Höhe die Gesellschafterin. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen in Höhe von rund TEUR 635, davon gegenüber verbundene Unternehmen TEUR 552, sowie aus Leasingverträgen in Höhe von rund TEUR 188. Der Betrag für die Leasingverträge beinhaltet ausschließlich Fahrzeugleasing. In allen Fällen des Fahrzeugleasings handelt es sich um sog. Operating-Leasing-Verträge, die zu keiner Bilanzierung bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Leasinggegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden können. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren Werner Kreibl, Dipl.-Ing. (FH) Maschinenbau, Klaus Mang, Maschinenbaumeister und Betriebswirt des Handwerks, Jakob Szekeresch (bis 08.02.2024), Dipl.-Ing. Elektrotechnik und Markus Albrecht (seit 20.02.2023), Dipl.-Ing. Verfahrenstechnik. Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren 124 gewerbliche Arbeitnehmer und Aushilfen und 86 Angestellte beschäftigt. Ergebnisverwendung Auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Gesellschaft ASYS Automatisierungssysteme GmbH wurde der Jahresüberschuss vollständig abgeführt. Konzernzugehörigkeit Das Unternehmen wird in den Konzernabschluss der ASYS Group GmbH, Dornstadt, einbezogen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Abschluss ist nach § 325 HGB im Bundesanzeiger offenzulegen.
Bönnigheim, den 27. März 2024 EKRA Automatisierungssysteme GmbH Markus Albrecht Werner Kreibl Klaus Mang Entwicklung des Anlagevermögens der EKRA Automatisierungssysteme GmbH, Bönnigheim, im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftstätigkeit Die EKRA Automatisierungssysteme GmbH (nachfolgend "EKRA") wurde am 27.06.2005 als 100 %-ige Tochtergesellschaft der ASYS Automatisierungssysteme GmbH (nachfolgend "ASYS") gegründet. EKRA ist Hersteller selbstentwickelter Druckmaschinen und Anlagen für die SMT-, Hybrid-, Dickschicht- und Solartechnik. Zum weltweiten Abnehmerkreis gehören bedeutende Elektronikfertiger aus den Bereichen Automotive, Telekommunikation, Information Technology, Unterhaltungselektronik und Solar. Durch ein hohes Maß an technologischer Innovation und Qualität gelten unsere Maschinen und Anlagen als weltweit führend. 1.2 Ziele und Strategien Das Hauptziel von EKRA ist die Sicherung eines langfristigen Unternehmenserfolgs und damit auch die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung durch die Sicherung und den Ausbau der Arbeitsplätze. Dies soll durch ein organisches Wachstum und ein attraktives und modernes Produkt- und Dienstleistungsportfolio, das in hoher Qualität angeboten wird, erreicht werden. Ständige Verbesserungen und Innovationen sorgen für die notwendigen Alleinstellungsmerkmale. EKRA produziert Druckmaschinen und realisiert kundenspezifische Sonderlösungen. Hier werden die vielfältigen Basistechnologien von EKRA mit neuen, maßgeschneiderten Prozessen verknüpft. Dabei unterscheidet EKRA die Geschäftsbereiche "Electronics", "Life Science" und "Energy". EKRA arbeitet eng mit den Unternehmen der ASYS Group zusammen, damit gemeinsame Synergien genutzt werden. So wird z. B. daran gearbeitet, ein für alle Prozessmaschinen innerhalb der ASYS Group einheitliches Bedienkonzept mit den zugehörigen Schnittstellen zu entwickeln. 1.3 Forschung und Entwicklung Die Prozesse und Maschinen von EKRA werden ständig weiterentwickelt und verbessert. Der Schwerpunkt der Weiterentwicklungen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr auf den nachfolgenden Themen: Bereich SERIO-Druckmaschinen Überarbeitung der SERIO 4000 Kunden und allgemeine Marktanforderungen bedürfen immer weiterer Entwicklung der Maschinensoftware mit Blick auf Autonomie und selbständiger Optimierungen. Dazu wurde zusammen mit der Firma Koy Young eine Regelung diverser Parameter, die mittelbar Einfluss auf die Qualität und den Durchsatz (Leistungsfähigkeit) der Maschine haben, entwickelt. Das sogenannte KPO wurde im 1. und 2. Quartal entwickelt, der erste Betatest im 3. Quartal begonnen und seit Oktober läuft ein weiteres System im Feldtest mit sehr guten Ergebnissen. Diese Advanced Closed Loop Regelung wird in 2024 auf weitere Systeme der Serio Baureihen ausgedehnt werden. Die Entwicklung der neuen Kameraeinheiten ist abgeschlossen und die Integration in die Serie erfolgt. Für das kommende Jahr 2024 sind weitere Entwicklungen im Bereich Kamera geplant, um Spezialprozesse und Anwendungen noch besser bedienen zu können. Die Entwicklung wird im 1. Quartal begonnen und soll Mitte 2024 in die Serie einfließen. Neuentwicklung autonomes Drucksystem SERIO 6000 Mit der voranschreitenden Digitalisierung der Industrie, mit Industrie 4.0, wird der Wunsch nach autonom agierenden Maschinen größer. Um diesem Markttrend und die aufkommende Nachfrage bedienen zu können, wird die SERIO 6000 entwickelt. Diese Maschinengeneration zeichnet sich dadurch aus, dass der Bediener aus dem Fokus der Arbeitsabläufe herauskommt und Maschinenrüstungen asynchron, also zu beliebiger Zeit, vornehmen kann. Der eigentliche Rüstwechsel wird durch die Maschine vollautomatisch, selbständig vorgenommen. Damit ist die Grundlage für das vollautonome Drucksystem geschaffen, bei dem AIV & Cobot Kombinationen die Beschickung der Anlage vornehmen und somit die Fabrik "Smart & Autonom" wird. Aus dieser Entwicklung sind mehrere Patentanmeldungen hervorgegangen. Eine Anmeldung wurde bereits als Patent anerkannt, zwei weitere befinden sich noch in der Prüfungsphase. Die SERIO 6000 wird vom Markt als äußerst interessante, zukunftsweisende Lösung für die Smarte Fabrik anerkannt und stößt auf großes Interesse, das sich bereits in Auftragseingängen widerspiegelt. Entwicklung Rakelsystem "SPHERE" Die Forderung des Marktes nach autonomeren Maschinen ergibt die Notwendigkeit das Druckwerk, respektive Rakelwerk so zu überarbeiten das die Lotpaste von der Schablone abgenommen werden kann. Dadurch kann die Lotpaste, auch im autonomen Betrieb, weiterverwendet werden. Es wird Abfall vermieden und Kosten gesenkt. Dazu wurde Ende 2022 mit der Entwicklung eines neuen Rakelsystems begonnen. Ein Konzept wurde erarbeitet und zum Patent angemeldet. Umfangreiche Test in der Steuerung und Applikation (Druckprozess), erforderten mehrere Anpassungen des Kopfes, so dass die Markteinführung 2023 nicht erfolgen konnte. Da es essentiell notwendig ist, dass die Rakelvorrichtung (der Druckkopf) uneingeschränkt funktioniert, um die Produktivität der Fertigung sicherzustellen, verzögert sich die Serienfreigabe bis zum Abschluss der Prozessvalidierung des Sphere Kopfes (Produktbezeichnung des Rakelkopfes) ins 1. Quartal 2024. Die Vorstellung des Sphere Konzeptes auf Messen zeigt sehr große Nachfrage. Zusammen mit dem Kartuschenmagazin, dem elektrischen Dispenser und dem Schablonenmagazin (Patent) ist die Grundlage für einen voll autonomen Auftragswechsel geschaffen. Ausblick Für das Geschäftsjahr 2024 sind die Überarbeitung der X5 Professional, die Konzepterstellung eines großformatigen Drucksystems und die Harmonisierung der Serio Plattformsoftware geplant. Die stete und in immer kürzeren Zyklen stattfindende Weiterentwicklung von Computer Hard- und Software erfordert die Anpassung der Maschinensteuerungssoftware auf o.a. exogene Faktoren. Bereich HYCON & ENERGY Finalisierung der Entwicklungsarbeiten zur Multitransport-Siebdruckmaschine XH4 Im Bereich der Fertigung von Bipolarplatten für PEM Automotive Anwendungen wurde die in 2022 primär vollzogene Entwicklung der inline Siebdruckmaschine XH4 in 2023 zu Ende entwickelt. Die erbrachten Arbeiten beziehen sich dabei primär auf die Finalisierung der Software-Entwicklung und anschließender Erprobung im Produktionsumfeld bei Kunden. Der Drucker ist so konzipiert, dass er abhängig von der Konfiguration seiner Transporteinheit verschiedene Arten von Substraten verarbeiten kann. Dazu zählen Einzelsubstrate im Mittelformat, mehrere Substrate im Mehrspur-Modus oder endlose Folienbahnen. Insbesondere im Mehrspur-Modus wird ein asynchroner Transport eingesetzt, was zu einer erhöhten Durchsatzleistung führt. Diese Funktionalität ist besonders vorteilhaft bei der Verarbeitung von Bipolarplatten für die Brennstoffzellenfertigung. Darüber hinaus wurde im Rahmen des geförderten Entwicklungsprojektes "Effiblech" die XH4 Siebdruckmaschine dazu eingesetzt, um die Entwicklung eines Siebdruckprozesses für den Druck von Fe-Statorblechen zur Herstellung von besonders effizienten Elektromotoren voranzutreiben. An dieser Stelle konnte in Abstimmung mit dem Projektkonsortium ein Basisprozess etabliert und qualifiziert werden, der eine Industrialisierung von gedruckten Fe-Statorblechen ermöglicht. Neuentwicklung von Kl-basierten automatischen optischen Inspektionssystemen (AOI) Im Zuge einer strategischen Erweiterung des Produktportfolios von EKRA wurde die Entwicklung von Kl-gestützten Inspektionssystemen unter anderem für Druckprozessanwendungen begonnen. Als erster Zielmarkt wurde dazu die Prozessierung von metallischen Bipolarplatten für Automotive Anwendungen identifiziert und die Entwicklung anhand dieses Beispiels bis zum erfolgreichen Proof-of-Concept vollzogen. Dazu wurden marktübliche 2D-Kamerasysteme eingesetzt, um automatisiert Rohdaten- Bilder von industriell hergestellten Bipolarplatten aufzunehmen. Mit diesen Daten wurden mittels Methoden des maschinellen Lernens, sowie Deep Learning Ansätzen entsprechende neuronale Netze trainiert, die dazu in der Lage sind, sämtliche Auffälligkeiten, Fehlstellen und Abweichungen in großer Geschwindigkeit vom Soll-Zustand einer Bipolarplatte automatisiert zu erkennen und in verschiedene Fehlerklassen einzuteilen. In einer intensiven Optimierungsphase wurden diese Modelle stetig weiterentwickelt, so dass die Bewertungsfähigkeiten des Kl-Modells ein Level erreichen konnten, welches auf der productronica Messe 2023 in München erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Im Zuge der weiteren Entwicklung wurde damit begonnen eine marktfähige Prozessmaschine (AOI) zu entwickeln mit der das innovative Kl-Bewertungsmodell in 2024 am Markt platziert werden kann. Darüber hinaus wurden weitere Anwendungsfelder im HYCON&ENERGY Bereich identifiziert und die Entwicklung weiterer Modelle für diese gestartet. Neuentwicklung eines Automaten zum automatisierten Wafer-Handlings und Beladung von Druckmaschinen Um die Einsatzmöglichkeiten von EKRA Druckmaschinen auch im Halbleiter-Markt als Unternehmen selbständig mitgestalten und weiter ausbauen zu können, wurde die Entwicklung einer neuen Wafer Handlings-Zelle erfolgreich angestoßen und durchgeführt. Mit diesem vollautomatischen Be- und Entlademodul können sowohl 6" als auch 8" Wafer von bis zu 4 Magazinplätzen in industriell relevanten Taktzeiten entladen und beladen werden. Ein in die Maschinensoftware vollständig integrierter 4-Achsen-Roboter transportiert die Zelle auf eine Vorausrichtstation. Nach dem Ausrichtvorgang wird der Wafer wieder abgenommen und in den Drucker transportiert und dort abgelegt. Nachdem Druckvorgang wird der Wafer wieder entnommen und vollautomatisiert in ein entsprechendes Magazin geladen. Die Funktionalität der Wafer Handlings-Zelle ist insbesondere auf EKRA Druckmaschinen abgestimmt, so dass dem Markt eine kompakte Gesamtlösung angeboten werden kann. Die Entwicklung dieser Maschine wurde im Verlauf von 2023 bis zur Inbetriebnahme bei ersten Kunden erfolgreich abgeschlossen. Neuentwicklung einer Hochdurchsatz-Druckmaschine zur Metallisierung von Solarzellen (XH6) Um auf die stetig steigenden Anforderungen an Metallisierungslinien für den Solarzellenmarkt weiterhin reagieren zu können, wurde im Jahr 2023 die Entwicklung einer neuartigen Siebdruckmaschine angestoßen. Mit dieser Siebdruckmaschine soll es erstmalig möglich sein eine parallele Metallisierung von Solarzellen im industriellen Kontext zu ermöglichen. Dazu wurde als primäre Zielsetzung eine Taktzeit unter 0,4 Sekunden pro Metallisierungslinie festgelegt. Dieses Ziel muss erreicht werden, ohne dass dabei Nachteile im Bereich Prozessgüte, Genauigkeit, Uptime, sowie Kosten im Vergleich zum Stand der Technik entstehen. Zur Erreichung der Ziele wurde ein Konzept entwickelt mit der bis zu 9 Solarzellen (oder 18 Halbzellen) in einer Matrixanordnung gleichzeitig bedruckt werden können. Dieses Konzept setzt sich aus drei Prozessschritten zusammen. Zunächst werden alle Solarzellen zueinander ausgerichtet. Dies kann auch sequenziell in drei aufeinanderfolgenden Ausrichtschritten passieren. Anschließend werden die zueinander ausgerichteten Solarzellen auf einem speziell entwickelten Transportband abgelegt und fixiert. Dieses Transportband bewegt sich anschließend getaktet in den Druckbereich wo mittels Mehrfachnutzen-Siebdruck mit einer einzigen Rakelsequenz (Fluten + Drucken) alle Solarzellen prozessiert werden können. In einem weiteren Bewegungstakt fährt die Matrix aus Zellen auf dem Band in eine Druckinspektionseinheit, wo eine dem Stand der Technik entsprechende Prüfung der Metallisierung und Wafer vollzogen wird. Im weiteren Verlauf von 2023 wurde ein Prototyp entwickelt, mit dem das Konzept qualifiziert und die weitere Prozessentwicklung durchgeführt werden kann. Außerdem wurde in diesem Zuge das gesamte Linienkonzept für die Metallisierung von Solarzellen überarbeitet und derart weiterentwickelt, dass Taktzeiten im Bereich von 0,4 Sekunden pro Solarzelle in Kontext der gesamten Linie erreicht werden kann. In Q1 2024 soll die Entwicklung bis zum Proof-of- Concept weiter vorangetrieben werden, damit anschließend eine konkrete Produktentwicklung angestoßen werden kann. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Nach Angaben des Statistischen Bundesamts war die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2023 durch eine Abnahme der Wirtschaftsleistung gekennzeichnet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland ist nach wie vor geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine. Der deutsche Markt wurde im Jahr 2023 mit anhaltend hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen konfrontiert. Diese Preise wirkten sich dämpfend auf die Konjunktur aus. Zusätzlich verschlechterten steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland die Finanzierungsbedingungen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich daher nicht weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm im Verarbeitenden Gewerbe um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr ab. Laut dem Statistischen Bundesamt exportierten deutsche Unternehmen im Jahr 2023 Waren im Wert von 1.562,4 Milliarden Euro und importierten Waren im Wert von 1.352,8 Milliarden Euro. Das Handelsvolumen betrug insgesamt 2.915,2 Milliarden Euro. Deutschland verzeichnete einen Handelsbilanzüberschuss von 209,6 Milliarden Euro. Bei den Warenexporten wurde ein Rückgang von 2,0 % und bei den Warenimporten von 10,1 % verzeichnet. Diese Entwicklung kann teilweise auf die sinkenden Import- und Exportpreise zurückgeführt werden. Darüber hinaus sind die realen Warenausfuhren und -einfuhren im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gesunken. Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland einen preisbereinigten Rückgang des privaten Konsums um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies bedeutet, dass der private Verbrauch wieder unter das Niveau von 2019 fiel. Gemäß des Statistischen Bundesamts könnten die Verbraucherpreise eine signifikante Rolle dabei spielen. Die Bauinvestitionen verringerten sich im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Diese Entwicklung ist vor allem den steigenden Baupreisen und den steigenden Bauzinsen geschuldet. Jedoch ist zu vermerken, dass eine positive Entwicklung in Höhe von 3,0 % (preisbereinigt) im Vergleich zum Vorjahr im Bereich der Ausrüstungen - das sind Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - zu verzeichnen ist. Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Den Maschinen- und Anlagenbau betreffend lag die reale Produktion von Januar bis einschließlich Oktober 2023 gem. VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) insgesamt um 0,9 % über ihrem Vorjahreswert. Dies ist unter anderem auf die hohen Auftragsbestände und geringeren Engpässe in den Lieferketten zurückzuführen. Aufgrund der stark eingetrübten Lage im dritten und vierten Quartal geht der VDMA in einer Hochrechnung für das Jahr 2023 von einem Produktionsrückgang in Höhe von 1,0 % im Vergleich zum Vorjahr aus. Der Auftragseingang blieb in den ersten zehn Monaten des Jahres 2023 real um 13 % unter dem Vorjahr. Die Maschinenausfuhren aus Deutschland konnten im dritten Quartal 2023 zwar noch ein leichtes Exportplus von nominal 2,0 % erzielen, im Jahresverlauf schwächten die Zuwachsraten jedoch deutlich ab. Preisbereinigt schrumpfte das Plus der Maschinenausfuhren von Januar bis September auf 1,2 %. Der VDMA hatte ursprünglich einen Produktionsrückgang von 2,0 % prognostiziert. Jedoch kam es bereits Seitens des VDMA zu Anpassungen dieser Prognose. Aufgrund der seit Jahresbeginn (2024) rückläufigen Auftragseingänge wird nun ein Produktionsrückgang von 4,0 % erwartet. 2.2 Geschäftsverlauf Für das Geschäftsjahr 2023 hat sich eine Umsatzsteigerung von 41,1 % auf € 58,8 Mio. (Vorjahr: € 41,7 Mio.) ergeben. Die Umsatzsteigerung basiert auf der positiven Entwicklung der beiden Geschäftsbereiche "Elektronik" sowie "Hycon/Energy". Der Umsatz im Bereich "Elektronik" erhöhte sich um 44,4 % auf 41,9 Mio. Die Umsatzanteile bei "Hycon/Energy" stiegen um 33,6% auf € 16,9 Mio. Der Auftragseingang stieg im Bereich "Elektronik" von € 42,6 Mio. auf € 44,2 Mio. "Hycon/Energy" verbuchte eine Steigerung des Auftragseingangs um € 14,5 Mio. auf € 30,5 Mio. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich von € -3,0 Mio. auf € 1,0 Mio. Zu den Einzelheiten der Entwicklung wird auf die Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwiesen. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Die Gesamtleistung stieg gegenüber dem Vorjahr um 24,8 % auf € 58,3 Mio. (Vorjahr: € 46,7 Mio.). Der Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung verbesserte sich deutlich auf 50,5 % (Vorjahr: 54,3 %). Der Personalaufwand (inkl. Personalleasing) stieg absolut auf € 19,9 Mio. (Vorjahr: € 14,3 Mio.) an, im Verhältnis zur Gesamtleistung verschlechterte sich die Personalquote, aufgrund von Lohnsteigerungen und der hohen Auslastung auf 34,1 % (Vorjahr: 30,6 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 13,9 % auf € 12,8 Mio. (Vorjahr: € 11,2 Mio.), der Anstieg resultiert insbesondere aus den höheren Kosten für Personalleasing. Bezogen auf die Gesamtleistung ergab sich eine Verbesserung auf 21,9 % (Vorjahr: 24,0 %). Aufgrund der Ergebnisabführung mit der Muttergesellschaft wird der Gewinn in Höhe von T€ 972 (Vorjahr: Verlust in Höhe von T€ -3.016) an diese abgeführt. Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag vor Ergebnisabführung/Umsatzerlöse) lag bei 1,7 % (Vorjahr: - 7,2 %). 2.3.2 Finanzlage Im Geschäftsjahr belief sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf T€ 3.747 (Vorjahr: T€ - 1.631). Dieser ergibt sich unter anderen aus einer Zunahme der Vorräte um T€ 2.031 (ohne Berücksichtigung der geleisteten und ohne Verrechnung mit den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen), einer Erhöhung der Rückstellungen um T€ 4.222 und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Anzahlungen um T€ 4.714 und einer Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.187. Es wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 277 (Vorjahr: T€ 71) getätigt. Die Gesellschaft nimmt am "Cash-Pooling" mit der Muttergesellschaft teil. Hieraus ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von € 4,4 Mio. in 2023 (Vorjahr: Mittelzufluss in Höhe von € 2,6 Mio.). Der Finanzmittelfonds (Liquide Mittel) hat sich gegenüber dem Vorjahresniveau um T€ 3 auf T€ 59 reduziert. Aus der dargestellten Finanzlage sind keine Liquiditätsrisiken zu erkennen. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen. 2.3.3 Vermögenslage Die folgenden Angaben zur Vermögenslage ergeben sich aus der Bilanz und werden nachfolgend näher erläutert. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht und beträgt nun T€ 21.710 (Vorjahr: T€ 18.353). Die Vermögenslage ist insbesondere durch Vorräte und Forderungen geprägt. Die Umschlagdauer der Vorräte im Verhältnis zum Umsatz verbesserte sich auf 64 Tage (Vorjahr: 102 Tage). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden sämtliche vorhersehbaren Risiken durch Wertberichtigungen abgebildet. Das Eigenkapital blieb durch die Ergebnisabführung unverändert. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme auf 39,2 % (Vorjahr: 46,3 %) reduziert. Die sonstigen Rückstellungen haben sich insbesondere aufgrund der Berücksichtigung von auftragsbezogenen Risiken und Garantieleistungen von T€ 7.607 auf T€ 11.829 erhöht. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen der Rechnungslegung werden folgende finanzielle Kennzahlen für die Steuerung der Gesellschaft verwendet. Die Details zu den finanziellen Kennzahlen werden in den Abschnitten Ertrags- , Finanz- und Vermögenslage erläutert.
2.5 Zusammenfassende Einschätzung des Geschäftsverlaufes Die Prognose einer leicht steigenden Gesamtleistung konnte bei einer Erhöhung von 24,8 % klar übertroffen werden. Sowohl die Gesamtleistungsrendite als auch die Materialquote lagen im Jahr 2023 deutlich über deren Planung. Gesamthaft ist aus unserer Sicht die Geschäftsentwicklung in 2023 zufriedenstellend verlaufen, wobei deutliche Potenziale im Bereich der Effizienz und der Gesamtleistungsrendite vorhanden sind. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Aus heutiger Sicht erwarten wir für das Jahr 2024 betreffend Auftragslage und Gesamtleistung eine stabile Entwicklung im Bezug auf das Geschäftsjahr 2023. Wesentliche finanzielle Kennzahlen planen wir wie folgt:
Für das Jahr 2024 erwarten wir ein leicht verbessertes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. 3.2 Risikobericht Für 2024 wird in Bezugnahme auf das Vorjahr eine stabile Geschäftsentwicklung erwartet. Die Strategie von EKRA zielt weiterhin auf die Technologieführerschaft ab und wird daher weiterhin verstärkt auf Neu- und Weiterentwicklungen und ein vielfältiges Produktprogramm setzen. Ein besonderes Augenmerk wird in diesem Rahmen durchgehend auf die Optimierung der Kostenseite gelegt. Darüber hinaus bestehen allerdings auch allgemeine Risiken (die Darstellung erfolgt in absteigender Reihenfolge entsprechend ihrer Bedeutung für das Unternehmen): Weltwirtschaft. EKRA ist von der allgemeinen weltwirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Eine Eintrübung der Weltwirtschaft und des damit einhergehenden wirtschaftlichen Abschwungs stellt ein erhebliches Risiko dar. Politische Risiken. Die Geschäftsbeziehungen mit bestimmten Ländern können kurzfristig aufgrund von politischen Änderungen, Strafzöllen oder Systemwechseln komplett eingefroren werden. Bis jetzt betreffen die Sanktionen im Zusammenhang mit Russland und der Ukraine EKRA nicht wesentlich. Allerdings können diese weiter ausgedehnt werden bzw. können auch andere Krisenherde entstehen, die negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Vermögenslage von EKRA haben. Teileversorgung. Oben angesprochene politische Risiken können sich auch in den Lieferketten bemerkbar machen. Bestimmte Teile oder Rohstoffe können sich kurzfristig verknappen oder für einige Zeit nicht verfügbar sein. Ggf. auch durch Fehlkalkulationen der Vorlieferanten. Um dies zu vermeiden, werden bei kritischen Teilen soweit möglich zusätzliche Lagerbestände aufrechterhalten. Rohstoffpreise. Steigende Rohstoffpreise können nicht nur den Materialeinsatz (Metalle) empfindlich verteuern, sondern auch die laufenden, weltweiten Betriebskosten (z. B. Gas oder Benzin) und damit die Ertragslage deutlich verschlechtern. Wettbewerb. Die Zahl der Anbieter vergleichbarer Produkte dürfte sich zwar nicht wesentlich erhöhen, dennoch kann es in der Folge zu einem Preisdruck kommen und Alleinstellungsmerkmale können verloren gehen, da die Konkurrenz ihre Produkte ebenfalls verbessert. EKRA wird aber die Entwicklungstätigkeiten konsequent fortführen, um weiterhin eine führende Position im Markt einnehmen zu können. Dennoch können Marktanteile verloren gehen. Personal. Der Arbeitsmarkt für qualifiziertes Personal wird immer kleiner, da in vielen Bereichen nahezu Vollbeschäftigung vorliegt. Daher besteht das Risiko, dass wichtige offene Stellen im Unternehmen nicht besetzt werden können und damit der operative Geschäftsbetrieb deutlich behindert werden kann. Solarbranche. Die Nachfrage nach Neu- und Ersatzbeschaffungen durch die Solarbranche wird uns auch die nächsten Jahre begleiten. Allerdings wird nur dann ein wesentlicher Marktanteil realisierbar sein, wenn es gelingt, die hohen technischen und finanziellen Erwartungen der Märkte zu erfüllen. Wechselkurse. Auftragsabwicklungen können durch eine massive kurzfristige Auf- oder Abwertung von wichtigen Währungen (z. B. EUR, CNY oder USD) stark beeinflusst werden. Damit sind Kalkulationen hinfällig und die Ertragslage ist gefährdet. In bestimmten Märkten können Verkäufe zum Erliegen kommen. Substituierende Technologien. Bahnbrechende Erfindungen oder neue Technologien, die bestehende Technologien und Prozesse ersetzen, können etablierte Technologien, auf denen die Anlagen von EKRA basieren, hinfällig oder zumindest weniger attraktiv machen. Marktanteile und/oder die Marktführerschaft können verloren gehen. Beurteilung des Gesamtrisikos. Die Gesellschaft überwacht die Risiken laufend und ergreift bei Bedarf entsprechende Gegenmaßnahmen. Ein bestandsgefährdendes Risiko liegt nicht vor. 3.3 Chancenbericht Der Bedarf an Maschinen und Anlagen für die Healthcare-Branche wird, getrieben durch die fortlaufende Entwicklung des technologischen Know-hows der Gesellschaft, stark ansteigen. Für EKRA ergeben sich damit Chancen für die Herstellung von Anlagen im Bereich Analyse und Diagnose. Für den Geschäftsbereich Solar (und Energy) können sich aufgrund der stetig an Bedeutung gewinnenden klimaneutralen Energieerzeugung wesentliche Chancen ergeben. EKRA setzt hierbei auf die Herstellung von Anlagen im Bereich Brennstoffzelle, Solarenergie und Elektrolyseuren. Die Geschäftspolitik wird in den folgenden Geschäftsjahren weiterhin an der Absatz- und Produktentwicklung ausgerichtet bleiben. Im Forschungs- und Entwicklungsbericht (siehe oben) werden die aktuellen Innovationen erläutert. Die Chancen für EKRA liegen in der hohen Produktqualität, der hohen Flexibilität im Umsetzen von Kundenwünschen und in den ständigen technischen Verbesserungen. Gleichzeitig sollen Potentiale im Kostenbereich weiter w ausgeschöpft werden. Die Produktion findet unverändert am Standort Bönnigheim statt. 4 Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. EKRA verfügt über ein monatliches Reporting. Mittels Budgetvorgaben ist eine monatliche Kostenkontrolle möglich. Ferner werden die Einbringlichkeit und Werthaltigkeit von Forderungen sowie die freie Liquidität laufend überwacht. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung nicht nur über mögliche Risiken regelmäßig und zeitnah informiert wird, sondern auch die Erfolgskontrolle der umgesetzten Maßnahmen unmittelbar kontrollieren kann. Das implementierte Risiko-Management-System wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das in den Vorjahren installierte System hat sich in den Berichtsjahren bewährt. Ziel ist es, weitere Indikatoren festzulegen, mit deren Hilfe bereits früh die konjunkturbedingten Nachfrageentwicklungen noch besser erkannt werden können. Grundsätzlich ist jedoch immer darauf hinzuweisen, dass selbst bei einem ausgereiften Früherkennungs- und Steuerungsinstrumentarium die Möglichkeit besteht, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf durch Veränderungen im politischen oder wirtschaftlichen Umfeld von den in diesem Geschäftsbericht dargestellten Erwartungen abweicht. Bestandsgefährdende bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigende Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.
Bönnigheim, 27. März 2024 Gez. Markus Albrecht Gez. Werner Kreibl Gez. Klaus Mang Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die EKRA Automatisierungssysteme GmbH, Bönnigheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EKRA Automatisierungssysteme GmbH, Bönnigheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EKRA Automatisierungssysteme GmbH, Bönnigheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einer Bilanzsumme von EUR 21.710.328,07 wurde am 11. Juni 2024 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt. |
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