ARADEX Aktiengesellschaft

Ziegelwaldstraße 3, 73547 Lorch, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 701828
Eingetragen
10.8.2000
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von elektronischen Geräten sowie Anlagen der Antriebstechnik der Steuertechnik sowie Datentechnik nebst Entwicklung der hierzu erforderlichen Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ji Zhang
seit 25.3.2024
Vorstandsmitglied
Stefan Dr. Hellfeld
seit 28.2.2022
Vorstandsmitglied
Martin Kleinlogel
seit 28.2.2022
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ARADEX Aktiengesellschaft

Lorch

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

ARADEX ist seit über 30 Jahren im Bereich der hoch performanten Antriebstechnik tätig. Ursprünglich entwickelte und produzierte das 1989 in Lorch gegründete Unternehmen industrielle Steuerungs- und Antriebstechnik für Produktionsmaschinen. Inzwischen bietet ARADEX Systeme für die Elektrifizierung im Nutzfahrzeuge- und Marinebereich an. Nachdem wir durch Produktentwicklungen und Neuerungen immer wieder Kunden überzeugen konnten, erfolgte im Jahr 2000 die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Durch die ausgeklügelte Technologie, die hinter den Entwicklungen von ARADEX steckt und dem Ziel, saubere und umweltschonende Antriebstechnologie zu entwickeln, konnte ARADEX in den vergangenen Jahren mehrere Innovationspreise gewinnen und wiederholt technologische Neuheiten präsentieren.

Unser Portfolio umfasst den gesamten elektronischen Antriebsstrang, von Umrichtern für elektromobile Anwendungen über Elektromotoren, Steuerungen, Getrieben bis hin zu Energiespeichern. Darüber hinaus verfügt ARADEX über passende Softwarelösungen für jeden Spezialisierungsgrad und viele Spezialanforderungen. Verschiedene Dienstleistungen in allen Projektphasen, wie beispielsweise Dimensionierungen und Machbarkeitsanalysen in der Planungsphase, Inbetriebnahmen, Optimierungen und Systemintegrationen in der Auslieferungsphase sowie Supportleistungen, Schulungen und Workshops sind ebenfalls Bestandteil unseres Produktportfolios.

Die gegenwärtig voranschreitende globale Erwärmung erfordert ein zeitnahes Handeln. Wir müssen Wege finden, unsere Energieressourcen nachhaltig und umweltverträglich einzusetzen. Mit der Technologie von ARADEX wollen wir vor allem im Bereich der Nutzfahrzeuge und Schiffe einen Teil dazu beitragen, dass wir den Generationen nach uns einen Planeten hinterlassen, der noch lange fortbestehen kann.

ARADEX spielt mit seinen elektrischen Antriebssträngen auf dem europäischen Markt eine wichtige Rolle bei der Elektrifizierung von kommerziell betriebenen Fahrzeugen sowie größeren Schiffen oder im Bereich der Binnenschifffahrt. Wir können im Leistungsbereich zwischen 30 kW und 4 MW ein komplettes Produktportfolio in der Hochvoltelektronik anbieten.

Das Ziel von ARADEX ist, mit den angebotenen Produkten nicht nur besser zu sein als der Wettbewerb, sondern auch mehr Marktanteile zu generieren und für eine grünere Zukunft unseres Planeten zu sorgen. Darüber hinaus sind die Bedarfe unserer Kunden uns wichtig, daher fokussieren zunehmend auf den wachsenden Bedarf an Software und niedrigere Produktionskosten unserer Geräte.

Forschung und Entwicklung

Als Zulieferer in der Branche der Elektromobilität befindet man sich in einem Spannungsbereich. Die Technologie der "mobilen" Leistungselektronik, die im Rahmen der neuen Antriebskonzepte in die Fahrzeuge integriert wird, trifft auf eine traditionsreiche Branche, die mittels Normen und Standards als auch hocheffizienten Abläufen über Jahre derart optimiert wurde, dass nur noch kleinste Innovationsschritte getätigt werden können. Darüber hinaus wird oft davon ausgegangen, dass die Erfahrungen und Vorgehensweisen der Elektrifizierung in der PKW-Branche eins zu eins auf die kommerziellen Fahrzeuge adaptiert werden kann. Dem ist aber nicht so, da im Bereich der Nutzfahrzeuge die Anwendungsszenarien sehr viel unterschiedlicher sind und die Total Cost of Ownership eine deutlich wichtigere Rolle besitzt als im PKW-Bereich.

Die Bewältigung dieser verschiedenen Herausforderungen: Die schnelle Entwicklung von Elektronik, deren Flexibilität im Hinblick auf die Anpassung an verschiedene Anwendungsszenarien sowie die Nutzung im Antriebskonzept mit der eher trägen aber durch Normen und Vorgaben sehr aufwändigen Entwicklung ist für ein mittelständisches Unternehmen überhaupt nur mit erheblichem Einsatz und einer herausragenden effizienten Arbeitsweise möglich.

Immer häufiger müssen Standards aus dem Automotive-Bereich für die Leistungselektronik und damit auch für die Elektromobilität bzw. für die Produkte der ARADEX beachtet werden. Darüber hinaus gewinnt das Thema Software immer mehr an Bedeutung, da mehr Anwendungs- und Steuerungssoftware in die Fahrzeuge integriert wird und dieselbe auch abgesichert werden muss. So muss auch ARADEX die beiden Normen ISO26262 für die funktionale Sicherheit und die ISO/SAE 21434 für die Cyber Security im Unternehmen und entsprechend in den Produkten umsetzen und sich darüber hinaus mit neuen Gesetzen der EU bereits jetzt befassen.

ARADEX hatte bereits im Jahr 2022 neue Rollen im Unternehmen geschaffen, die sich der funktionalen Sicherheit, der effizienten Entwicklungsabläufe, des Qualitätsmanagements als auch dem umfangreicheren Testen annehmen. Es wurde Personal explizit für die neuen Herausforderungen geschult und die internen Prozesse angepasst. Der angestoßene Transformationsprozess, der in allen Bereichen der ARADEX wesentliche Umstrukturierungsmaßnahmen beinhaltet, wurde auch 2023 weiterverfolgt, wird aber mit Sicherheit noch eine Weile andauern, da sich die etablierten Strukturen sowohl in der Entwicklung als auch anderweitig nicht innerhalb von wenigen Monaten umsetzen lassen.

Erste Erfolge der Transformation sind zu verzeichnen, als dass der konsolidierte Bereich Applikation und Entwicklung den Austausch zwischen Entwickler/innen und Applikationsingenieure/innen nachhaltig verbessert hat.

Darüber hinaus wurde im Rahmen der Transformation im Jahr 2023 das Team für den Einkauf und die Materialwirtschaft neu strukturiert und optimiert.

Mit einer konsequenten Installation von Überwachungsmechanismen wurden Zustände hinsichtlich der sinkenden Zahlungsmoral von Kunden, dem Lagerbestand als auch den internen Investitionen feingranular überwacht und es wurde jeweils mittels Maßnahmen frühzeitig gegengesteuert und somit Trends identifiziert.

Aufgrund des attraktiven Arbeitsmarkts haben einige Mitarbeiter/innen ARADEX 2023 verlassen, konnten aber umgehend mit qualifizierten Fachpersonal ersetzt werden.

Mit Hochdruck wurde an den einzelnen Entwicklungsprojekten gearbeitet: So befand sich der wettbewerbsfähige EvoM2 (die preisgünstigere Variante des Double Inverters der Generation 3, der gemeinsam mit dem Mutterkonzern WEICHAI entwickelt wurde) Ende 2023 in der finalen Validierung. Mittels der für die Produktion des Inverters aufgebauten Produktionslinie in China wurden bereits die ersten Prototypen gefertigt.

Der DCDC-Wandler für Brennstoffzellen konnte leider in 2023 noch nicht fertiggestellt werden, befand sich aber Ende des Jahres ebenfalls in der Validierung. Die Projektverzögerung ist auf Probleme in der EMV zurückzuführen, konnten aber in der Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern gelöst werden.

Neben diesen Projekten wurde weiter am geplanten funktional sicheren Inverter, der nach ISO 26262 entwickelt wird, gearbeitet und dieser soll in 2024 auf der Messe IAA Transportation in Hannover vorgestellt werden. Darüber hinaus wurde ein Entwicklungsprojekt für die nächste Generation Inverter für den Marinemarkt gestartet und soll in 2024 fertiggestellt werden.

Überdies wurde die Kooperation mit den Mutterkonzern WEICHAI intensiviert, indem sowohl ein Kooperationsprojekt zur Kostenreduktion des Single Inverters (der geplante EvoM1) als auch ein Projekt zur Lokalisierung der VECTONUM EMBEDDED (VE) Software in 2023 gestartet wurden. Im Rahmen der Lokalisierung der VE Software soll diese auch zu Teilen in die Entwicklungsumgebung MATLAB Simulink überführt werden. Mit diesem Projekt signalisiert auch der Mutterkonzern WEICHAI die zunehmende Wichtigkeit von Software in der Elektromobilitätsbranche.

Weitere Kooperationen mit dem Mutterkonzern sind im Bereich Motoren geplant. Es sollen in China produzierte Motoren in das Produktportfolio von ARADEX aufgenommen werden. Die Zertifizierungsprozesse der Motoren wurden bereits in 2023 bereits gestartet.

Abschließend sei ein Austauschprogramm mit dem Mutterkonzern WEICHAI genannt, in welchem Entwickler/innen und Ingenieure/innen aus China am Standort in Lorch für einen befristeten Zeitraum in den Projekten mitgearbeitet haben, damit die Zusammenarbeit weiter verbessert werden kann.

Im Bereich Applikation und Entwicklung beschäftigen wir gegenwärtig 29 Mitarbeiter/innen, wobei die zusätzlichen 6 chinesische Kollegen/innen sich inzwischen wieder im Mutterkonzern befinden und dort die Kooperationsschnittstellen zu ARADEX besetzen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Markt für Elektrifizierung im Nutzfahrzeuge- und im Marinebereich hat in 2023 einen Aufschwung erfahren. Nach den erheblichen Lieferschwierigkeiten in den Jahren zuvor, war die Auftragslage in 2023 sehr gut. In diesem Zusammenhang hat der Verdrängungswettbewerb, der sich bereits 2022 angedeutet hat, zugenommen und die ARADEX muss sich mit den "großen" Automobilzulieferern (Bosch, ZF, Mahle, Dana, etc.) messen. Da sich die Situation im Bereich der Lieferketten deutlich verbessert hat und Lieferschwierigkeiten nur noch vereinzelt festzustellen sind, hat sich die Wirtschaft 2023 allgemein etwas erholt. Dem gegenüber stehen die in 2023 durch den Krieg in Israel erneut hohen Risiken geopolitischer Konflikte. Entsprechend ist die gegenwärtige Situation im Hinblick auf die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland, Europa und weltweit wieder angespannter und Deutschland erwartet Anfang 2024 voraussichtlich eine Rezession. Da die einzelnen Entwicklungen aber absehbar waren, wurden verschiedene Maßnahmen innerhalb ARADEX bereits 2023 angestoßen, um dem Schrumpfen der Wirtschaft entgegenzuwirken (kostengünstigere Produkte, Erweiterung des Produktportfolios durch WEICHAI-Produkte, etc.).

Insgesamt sei auch angemerkt, dass die Elektrifizierung inzwischen den "Point of no return" erreicht hat. Es werden weltweit immer weitere Gesetze oder Verordnungen von Regierungen erlassen, die die Reduktion von Treibhausgasen und damit die Elektrifizierung im Bereich der Nutzfahrzeuge als auch im maritimen Bereich weiter fordern.

Diese marktspezifischen Veränderungen und Entwicklungen werden von ARADEX in regelmäßigen Abständen detailliert analysiert und es werden vertriebliche Vorgehensweisen definiert, mit dem Ziel potenzielle Kunden zu identifizieren und diese dann konkret mit neuen Produkten zu adressieren.

2. Situation von ARADEX im Markt

Die Kunden von ARADEX befinden sich inzwischen vermehrt nach den initialen Aufbauphasen von prototypenelektrifizierter Fahrzeuge oder auch Schiffen im (Klein-) Serienstatus. Aufgrund der Lieferschwierigkeiten in 2022 hatte ARADEX in 2023 noch einen minimalen Überhang zu Beginn des Jahres. Dieser Überhang und eine optimierte Vorgehensweise im Vertrieb ermöglichten eine erneute Umsatzsteigerung um 32%. Als Folge konnte der Umsatz innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt werden. Lieferschwierigkeiten wurden größtenteils gelöst und Ende 2023 war es sogar möglich, die ersten Produkte wieder ins Lager zu produzieren, um auch hier einen Vorlauf zu besitzen. Die Lieferfähigkeit stellt immer noch einen strategischen Vorteil dar, da die Konkurrenz von ARADEX auch in 2023 nicht vollumfänglich lieferfähig war. Leider war es noch nicht möglich, die Materialkosten wie geplant entsprechend zu reduzieren. Dies wird aber in 2024 gelingen.

Demgegenüber zeichnete es sich bereits Mitte 2023 ab, dass aufgrund der sich anbahnenden wirtschaftlichen Gesamtsituation einige Kunden von ARADEX in Schieflage geraten würden, was leider im dritten Quartal 2023 durch erste Insolvenzen bestätigt wurde. Gründe waren unter anderem Lieferschwierigkeiten oder dass Subventionen von der Bundesregierung ausgesetzt oder verschoben wurden. Dies wirkte sich auch auf das Geschäftsergebnis von ARADEX aus und ist auch in 2024 anhand der Auftragslage sichtbar. Gegenwärtig hat ARADEX einen Auftragsvorlauf von ca. 6 Mio. EUR. Leider zeichnet sich auch zu Beginn 2024 bereits ab, dass Aufträge weiter verschoben werden oder nicht in geplantem Umfang umgesetzt werden. ARADEX hat in diesem Fall den erheblichen Vorteil, dass ein sehr breites Kundenspektrum bedient werden kann und die Schieflagen vereinzelter Kunden nicht in allen Branchen spürbar sind.

3. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€
Rohertrag 8.253 6.190 +2.063
EBITDA 724 -1.092 +1.816
EBIT 403 -1.431 +1.834
Jahresergebnis 109 -1.550 +1.659

b) Finanzlage

Im Berichtsjahr 2023 konnten geplante Investitionen finanziert und alle finanziellen Verpflichtungen fristgerecht erfüllt werden.

2023 2022
T€ T€
Operativer Cashflow 463 -1.159
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 537 -3.362
Cashflow aus Investitionstätigkeit -90 -86
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -439 -323
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 8 -3.771

c) Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Aktiva T€ T€ T€
Anlagevermögen 1.102 1.333 -231
Kurzfristige Vermögenswerte 11.674 11.667 +7
Liquide Mittel 702 310 +392
Passiva
Eigenkapital 6.855 6.746 +109
Langfristiges Fremdkapital 1.184 1.338 -154
Kurzfristiges Fremdkapital 5.439 5.226 +213
Bilanzsumme 13.478 13.310 +168

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Ergebnis vor Steuern und den Cashflow heran.

Den Cashflow berechnen wir aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibung und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt 153 T€ (im Vorjahr -1.546 T€). Der Cash flow beträgt T€ 463 und ist damit um T€ 1.622 besser als im Vorjahr mit T€ -1.159

III. Prognosebericht

Nachdem 2023 ein erfolgreiches Jahr für ARADEX war und der Umsatz erneut gesteigert werden konnte, zeichnet sich bereits jetzt ab, dass 2024 erheblich herausfordernder werden wird. Kunden, die ursprünglich mit größeren Stückzahlen im Rahmen des eigenen Serienanlaufs geplant hatten, haben Bestellungen von Anfang des Jahres in die zweite Jahreshälfte verschoben. Als Folge musste ein geplanter Vorlauf von ca. 9 Mio. EUR auf 6 Mio. EUR angepasst werden, da zwar neben unseren großen Kunden weitere gewonnen werden konnten, diese aber mit Bestellungen aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Situation sehr zurückhaltend sind und Verhandlungen, die eigentlich Ende letzten Jahres abgeschlossen sein sollten, immer noch andauern.

Ein wesentlicher Vorteil von ARADEX ist gegenwärtig der Ausblick auf mehrere Releases von Produkten, die erst in diesem Jahr aufgrund von Verzögerungen in den Projekten stattfinden werden. Kostengünstigere Varianten der Traktionsumrichter, der DCDC-Wandler für Brennstoffzellen, weitere Motoren sowie ein neues Marine-Produkt erlauben eine vereinfachte Gewinnung von Neukunden. Aus dieser Produkte-Roadmap abgeleitete Vertriebsmaßnahmen wurde bereits in 2023 angestoßen und verbuchen auch erste Erfolge. Trotz allem zeichnet sich ab, dass 2024 auf dem europäischen Markt ein Jahr zu werden scheint, in welchem um Umsatzsteigerung erheblich gekämpft werden muss.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Branchenspezifische Chancen / Risiken

Die Branche der Elektromobilität kann insgesamt in den nächsten Jahren mit stark steigenden Zahlen rechnen (CAGR +34%). Es wird in allen Bereichen (Landwirtschaft, Konstruktion, LKW, Busse, Schiffe, etc.) von einem erheblichen Bedarf ausgegangen. Dennoch hat sich auch in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass die Einführung "neuer Antriebstechnologien" aufgrund der erhöhten Anschaffungskosten mit Beendigung von staatlichen Subventionen stagniert und eher wenig Wachstum verzeichnet. Davon ist auch in Europa auszugehen, da einige staatliche Subventionen in 2024 auslaufen und neue Programme sich gegenwärtig noch in der Definitionsphase befinden. Im direkten Preisvergleich gerade bei den Nutzfahrzeugen besitzt der Verbrenner immer noch erhebliche Vorteile im Vergleich zu alternativen Antriebskonzepten. Aus diesem Grund werden Kostenfaktoren der Komponenten und die Reduktion des Total Cost of Ownerships immer wichtiger. ARADEX hat an dieser Stelle zum einen notwendige Entwicklungen bereits begonnen und diese sollen in 2024 finalisiert werden. Zum anderen besitzt ARADEX mit der für den Inverter entwickelten Software als auch der hauseigenen Konfigurationssoftware für den PC ein Alleinstellungsmerkmal, mit welchem die Reduktion des Total Cost of Ownership in den verschiedenen Anwendungsszenarien vereinfacht, ermöglicht werden kann.

Risiken, die auch in Europa weiter zunehmen, sind gegenwärtig geopolitischer Art. Der Krieg in der Ukraine als auch der neu entstandene Konflikt im Nahen Osten wirken sich unterschiedlich auf ARADEX aus. Die direkten als auch indirekten Auswirkungen des geopolitischen Schocks wurden bereits in 2023 wahrgenommen und müssen weiterhin in 2024 beobachtet und passende Maßnahmen abgeleitet werden. So wurden initiale Pläne, dass Produkte ausschließlich in China für die ARADEX produziert werden, wieder verworfen und das Wissen über die Produktion der Produkte auch in Deutschland aufgebaut werden. Darüber hinaus befindet sich die ARADEX im regelmäßigen Austausch mit dem Mutterkonzern WEICHAI, um bspw. ortsgebundene Preisentwicklungen vor allem im Bereich der Leistungselektronikkomponenten und Chips frühzeitig zu identifizieren und die Komponenten in dem Land zu beziehen, in dem sie auch am günstigsten sind. Des Weiteren wird mit einer Vergrößerung des Vertriebsteams in 2024 dem rückläufigen Investitionsverhalten der Bestandskunden entgegnet und es ist das Ziel noch mehr Neukunden zu gewinnen.

2. Unternehmensspezifische Chancen / Risiken

ARADEX befindet sich seit Beginn 2022 in einem intensiven Transformationsprozess, der das Unternehmen mit seinen Mitarbeitern/innen als auch Zulieferern und weiteren Stakeholder vor große Herausforderungen stellt. Nach mehreren Jahren, in denen Verluste gemacht wurden, hat ARADEX in 2023 zum Jahresende hin ein positives Ergebnis erreicht. Diesen Trend gilt es jetzt weiter zu verfolgen. Interne Prozesse müssen weiter angepasst und optimiert werden. Dies führt vor allem bei den Mitarbeitern/innen, die schon sehr lange im Unternehmen sind, zu initialen Irritationen und die jeweiligen Personen müssen entsprechend von den notwendigen Maßnahmen immer wieder überzeugt werden. Diese Aufgabe hat das mittlere Management und der Vorstand übernommen, weil dies auch als Chance zu sehen ist, da im Rahmen dieses Austauschs das Mindset der Mitarbeiter/innen abgefragt werden kann und Stärken und Schwächen jeder einzelnen Person erhoben werden können.

Darüber hinaus befindet sich ARADEX mit den großen Konzernen im Wettkampf um talentierte Arbeitskräfte. Nicht selten werden daher auch Gehälter der OEMs als Vergleich von Mitarbeiter/innen herangezogen. Auch hier muss ARADEX fortwährend die Vorteile des Mittelstands in den Vordergrund stellen und die Belegschaft weiter durch die familiäre Umgebung überzeugen. Ist dies jeweils gelungen, so ist die Bindung zum Unternehmen nochmals verstärkt.

Trotz den gegenwärtigen Herausforderungen hat ARADEX intern die notwendigen Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Frühzeitig wurden Anforderungen des Marktes analysiert und entsprechend Produktentwicklungen oder Prozessanpassungen wurden begonnen. So wird der funktional sichere Inverter nach Inkrafttreten der GSR 2.0 in 2024 für Kunden verfügbar sein. Es wurde die Zertifizierung im Bereich eines nachhaltigen Umweltmanagements angegangen und steht Anfang 2024 vor der Finalisierung. Darüber hinaus wurde ein Konzept erarbeitet, um die Anforderungen der Kunden im Bereich der Cyber Security zu adressieren. Dieses Konzept wird gegenwärtig umgesetzt.

Die mit den beschriebenen Maßnahmen getätigten Investments wurden und werden fortlaufend mit und auf die Marktsituation abgestimmt, damit ein gesundes Wachstum auch in den folgenden Jahren weiter gewährleistet ist.

3. Gesamtwirtschaftliche Chancen / Risiken

Die bereits erwähnten geopolitischen Konflikte, die inzwischen nicht nur in Krisengebieten sichtbar werden, wirken sich auf die gesamte Weltwirtschaft aus. Veränderungen in den Lieferketten, den Energiepreisen, bei Strafzöllen, etc. müssen überwacht werden, damit im Falle einer Verschlechterung schnell reagiert werden kann. ARADEX beobachtet in diesem Zusammenhang auch Entwicklungen in Ländern, in welchen 2024 Wahlen stattfinden. So stellt sich die Situation bspw. in den Vereinigten Staaten von Amerika als sehr kritisch für die globale Wirtschaft dar. Aufgrund der Situation kommt es in vielen Ländern zu erhöhten Investitionen in Verteidigungstechnologie. Diese Gelder kommen oftmals aus anderen "Töpfen" und fehlen dann bspw. in der Finanzierung der Energiewende.

Diese volatile Situation erfordert zwar eine erhebliche Flexibilität, für ARADEX bedeutet dies aber eine Chance. ARADEX hat in diesem globalen Spannungsverhältnis den großen Vorteil, dass ein sehr breiter Markt in verschiedenen Ländern mit den ARADEX Produkten bedient wird und bspw. Nordeuropa weiterhin mit hoher Geschwindigkeit an der bisherigen Strategie hin zur Elektromobilität festhält. Auch wurde im Rahmen der Kooperationen mit dem Mutterkonzern darauf geachtet, dass Lieferketten möglichst flexibel aufgebaut sind und man im Falle von aufkommenden Sanktionen immer eine zweite Bezugsquelle für Komponenten hat.

Abschließend hat ARADEX in 2023 mit der Absicherung der eigenen Infrastruktur und der Softwareprodukte begonnen. Dies ist zum einen normativ durch die Anforderungen der ISO/SAE 21434 getrieben aber auch zum anderen durch die klare Strategie weiter in Softwareerweiterungen der Inverter zu investieren, um in Zukunft mittels Software das Total Cost of Ownership von Nutzfahrzeugen und Schiffen reduzieren zu können. Da in 2023 eine steigende Anzahl an Angriffen auf IT-Infrastrukturen von Unternehmen zu sehen war, hat ARADEX auch hier investiert und die internen Richtlinien als Sicherheitsvorkehrungen angepasst. Eine fortwährende Sensibilisierung der Mitarbeiter/innen im Hinblick auf (IT-) Sicherheit findet ebenfalls statt.

4. Gesamtaussage

Risiken liegen im Wettbewerbsumfeld und in nicht auszuschließenden weltwirtschaftlichen Turbulenzen aufgrund der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Trotz der derzeit unbefriedigenden Ertragslage sehen wir uns für die Bewältigung eventueller künftiger Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der ARADEX Aktiengesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Lorch, den 16. Februar 2024

gez. Dr. Stefan Hellfeld, Mitglied des Vorstands

gez. Mr Ji Zhang, Mitglied des Vorstands

Bilanz

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 31.565,00 44.807,00
II. Sachanlagen 1.069.952,61 1.288.168,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 6.457.089,52 6.082.920,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.328.621,03 2.629.273,36
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 702.289,20 310.123,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 103.615,51 126.587,89
D. Aktive latente Steuern 2.785.000,00 2.828.500,00
Summe 13.478.132,87 13.310.380,76

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.511.470,00 5.511.470,00
II. Kapitalrücklage 7.499.205,00 7.499.205,00
III. Gewinnrücklage (gesetzliche Rücklage) 51.200,00 51.200,00
IV. Verlustvortrag (-) -6.315.849,01 -4.765.395,72
V. Jahresüberschuss / -fehlbetrag (-) 108.983,72 -1.550.453,29
B. Rückstellungen 1.323.125,00 1.390.436,00
C. Verbindlichkeiten 5.299.998,16 5.173.918,77
- davon aus Steuern: Euro 67.218,44 (Euro 62.736,35)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: Euro 13.320,40 (Euro 7.111,99)
Summe 13.478.132,87 13.310.380,76

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
1. Rohertrag 8.253.153,47 6.190.396,20
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.411.374,47 -4.281.893,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -965.656,21 -5.377.030,68 -926.188,30 -5.208.081,91
- davon für Altersversorgung Euro -93.561,75 (Vorjahr Euro -93.839,73)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -321.158,51 -333.533,93
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.149.723,65 -2.076.514,31
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 142,11 613,03
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -250.865,02 -124.531,70
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro -18.584,00 (Vorjahr Euro -18.545,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -43.525,00 4.250,00
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern Euro -43.500,00 (Vorjahr Euro 0,00)
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern Euro 0,00 (Vorjahr Euro 5.500,00)
8. Ergebnis nach Steuern 110.992,72 -1.547.402,62
9. Sonstige Steuern -2.009,00 -3.050,67
10. Jahresüberschuss /-fehlbetrag (-) 108.983,72 -1.550.453,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der ARADEX Aktiengesellschaft

Lorch

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Firma ARADEX Aktiengesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungs- legungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB auf.

1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ARADEX Aktiengesellschaft
Firmensitz laut Registergericht: Lorch
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ulm
Registernummer: HRB 701828

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens zwischen Euro 250 und Euro 1.000 werden in einem Sammelposten erfasst, der auf 5 Jahre verteilt wird.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgte zu den angefallenen Herstellungskosten. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist (produktionsbezogene Vollkosten).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Abzug von Einzelwertberichtigungen - bei erkennbaren Einzelrisiken - und Pauschalwertberichtigungen zur Ab-geltung des allgemeinen Kreditrisikos angesetzt.

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt. Im Fall einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 1.077.115,00 Euro.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

3.2 Angaben zu den Restlaufzeiten der Forderungen

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verteilen sich wie folgt:

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 kleiner 1 Jahr größer 1 Jahr
31.12.2022 TEuro TEuro TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 2.091,1 2.091,1 0,0
Vorjahr 2.295,2 2.295,2 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 237,5 237,5 0,0
Vorjahr 334,1 332,6 1,5
Summe 2.328,6 2.328,6 0,0
Vorjahr 2.629,3 2.627,8 1,5

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 1.500,00).

3.3 Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von 5.511.470,00 Euro ist eingeteilt in:

Grundkapital Geschäftsjahr
Euro
1.102.294 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 5,00 5.511.470,00

Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Es handelt sich um Namensaktien.

Davon hält die Weichai Power (Luxembourg) Holding S.à.r.l. 1.065.284 Stück Stammaktien oder 96,64 % des Grundkapitals.

3.4 Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 2.799.534,00 Euro.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre Euro
Aktivierung latenter Steuern 2.785.000,00
Bewertung Pensionsrückstellung mit durchschnittlichem Marktzinssatz aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren 14.534,00
Gesamtbetrag 2.799.534,00

3.5 Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00%
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unter- schiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 14.534,00 (i.V. Euro 65.559,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

3.6 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2023 Stand zum 31.12.2022
Euro Euro
Personalkosten 99.850,00 107.780,00
Gewährleistung 38.600,00 54.200,00
sonstige Rückstellungen 107.560,00 184.420,00
sonstige Rückstellungen 246.010,00 346.400,00

3.7 Betrag der Sicherungsrechte zu den Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 281.250,00.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Grundschulden

Sicherungsübereignung von Sachen

3.8 Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 5.206.248,16 (Vorjahr: Euro 4.892.668,77).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 93.750,00 (Vorjahr: Euro 281.250,00).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
31.12.2023
31.12.2022 TEuro TEuro TEuro TEuro
gegenüber Kreditinstituten 4.522,6 4.428,8 93,8 0,0
Vorjahr 4.325,5 4.044,3 281,2 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 628,5 628,5 0,0 0,0
Vorjahr 715,4 715,4 0,0 0,0
gegenüber verbundenen
Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0
Vorjahr 3,2 3,2 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 148,9 148,9 0,0 0,0
Vorjahr 129,8 129,8 0,0 0,0
Summe 5.300,0 5.206,2 93,8 0,0
Summe Vorjahr 5.173,9 4.892,7 281,2 0,0

3.9 Latente Steuern

Zur Verbesserung das den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens- Finanz- und Ertragslage, wurde von der Möglichkeit einen Aktivposten für latente Steuerbeträge zu bilden, Gebrauch gemacht.

Die aktiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres betragen Euro 2.785.000,00.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern:

Auflösung Euro 43.500,00.

Die latente Steuerabgrenzung betrifft: Euro
• verrechenbare steuerliche Verlustvorträge innerhalb der nächsten 5 Jahre mit 9.320.266,00
• Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz bei der
Pensionsrückstellung 475.454,00
Gesamtbetrag 9.795.720,00
zugrundegelegter Ertragssteuersatz 28,43 %

3.10 Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Grundstücke i.H.v. Euro jährlich 369.240,00 sowie aus Leasingverträgen i.H.v. jährlich Euro 233.570,00.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

4.1 Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung Betrag
Euro
- Jahresüberschuss 108.983,72
- Verlustvortrag aus dem Vorjahr (-) -6.315.849,01
- Ausschüttung für das Vorjahr 0,00
= Bilanzverlust (-) -6.206.865,29

4.2 Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen Euro 424,06 (i.V. Euro 1.305,68)

5. Sonstige Angaben

5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 22
Angestellte 49
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 71

5.2 Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten folgende Personen dem Vorstand an:

Herr Dr. Stefan Hellfeld ausgeübter Beruf: CEO
Herr Dr. Yupeng Wang bis 01.02.2024 ausgeübter Beruf: CTO
Herr Ji Zhang ab 01.02.2024 ausgeübter Beruf: CTO

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Herr Dr. Chen Wenmiao (Vorsitzender) ab 22.06.2021 bis 21.03.2023 ausgeübter Beruf: Vice President
Weichai Power Co., Ltd.
Herr Yingbo Wang (Vorsitzender) ab 21.03.2023 bis 12.07.2023 ausgeübter Beruf: Assistant President
Weichai Power Co., Ltd.
Herr Haihua Hu (Vorsitzender) ab 12.07.2023 ausgeübter Beruf: Vice General Manager of SHIG Group
Frau Lei Lei ab 07.12.2021 bis 21.03.2023 ausgeübter Beruf: Overseas Finance Department, Director of Weichai Group Holding Co., Ltd.
Herr Guoqing Liu ab 21.03.2023 bis 12.07.2023 ausgeübter Beruf: R&D Director in Sinotruk New Energy business
Herr Zhixin Wang ab 21.03.2022 ausgeübter Beruf: Senior technical expert in Sinotruk New Energy business
Herr Xingyi Liu ab 21.03.2022 ausgeübter Beruf: R&D director in WEICHAI Electronic Control business
Herr Yingbo Wang ab 12.07.2023 ausgeübter Beruf: Assistant President
Weichai Power Co., Ltd
Herr Michael Schlingmann ab 01.01.2022 ausgeübter Beruf: Dipl. Physiker

Für die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat wird die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

5.3 Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben.

5.4 Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Hauptversammlung legt über die Ergebnisverwendung einen gesonderten Beschluss vor.

5.5 Unterschrift des Vorstandes

 

Lorch, den 25. März 2024

ARADEX Aktiengesellschaft

gez. Dr. Stefan Hellfeld

gez. Mr Ji Zhang

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 230.016,86 0,00 25.212,90 0,00 204.803,96
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.200,00 0,00 0,00 0,00 7.200,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.009.968,79 89.700,19 63.279,99 0,00 3.036.388,99
3.017.168,79 89.700,19 63.279,99 0,00 3.043.588,99
3.247.185,65 89.700,19 88.492,89 0,00 3.248.392,95
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 185.209,86 13.242,00 25.212,90 173.238,96
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.270,00 514,00 0,00 2.784,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.726.729,86 307.402,51 63.279,99 1.970.852,38
1.728.999,86 307.916,51 63.279,99 1.973.636,38
1.914.209,72 321.158,51 88.492,89 2.146.875,34
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.565,00 44.807,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.416,00 4.930,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.065.536,61 1.283.238,93
1.069.952,61 1.288.168,93
1.101.517,61 1.332.975,93

Für den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der ARADEX Aktiengesellschaft, Lorch, mit einer Bilanzsumme von Euro 13.478.132,87 und einem Jahresüberschuss von Euro 108.983,72 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ARADEX Aktiengesellschaft

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ARADEX Aktiengesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ARADEX Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die für die Überwachung Verantwortlichen sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Schwäbisch Gmünd, den 25. März 2024

ALP Lutz GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl. oec. Heinz Lutz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

In den Aufsichtsratssitzungen des vergangenen Jahres sowie in Einzelbesprechungen haben wir uns eingehend über die Lage der Fa. ARADEX Aktiengesellschaft sowie über die grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen und darüber mit den Vorständen beraten.

Über die konjunkturelle Lage sowie die Marktlage wurde ausführlich berichtet und diskutiert. Wir haben wichtige geschäftliche Einzelvorgänge erörtert und die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte behandelt. Ferner wurden allgemeine und spezielle personalpolitische Fragen im Aufsichtsrat besprochen.

Außerdem haben wir den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie den Vorschlag für die Gewinn- / Verlustverwendung geprüft. Dabei haben sich keine Beanstandungen ergeben.

Der Jahresabschluss wird von der Hauptversammlung festgestellt. Die Hauptversammlung beschließt über die Gewinn- / Verlustverwendung. Dem Vorschlag für die Gewinn- / Verlustverwendung schließen wir uns an.

 

Lorch, den 28. März 2024

Der Aufsichtsrat

gez. Haihua Hu, Vorsitzender

Vorschlag für die Gewinn- / Verlustverwendung

Der Jahresabschluss der ARADEX Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2023 weist einen Bilanzverlust (-) von -6.206.865,29 Euro aus. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzverlust (-) wie folgt zu verwenden:

 

Der Bilanzverlust (-) zum 31. Dezember 2023 in Höhe von -6.206.865,29 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen

 

Lorch, den 28. März 2024

Die Vorstände

gez. Dr. Stefan Hellfeld

gez. Mr. Ji Zhang

Beschluss der Hauptversammlung über die Gewinn- / Verlustverwendung

Die Hauptversammlung der ARADEX Aktiengesellschaft stimmt dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Verwendung des Bilanzverlustes (-) zum 31.12.2023 in Höhe von -6.206.865,29 Euro zu.

 

Lorch, den 28. März 2024

Sonstige Berichtsbestandteile

Hinweis nach § 328 HGB:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde in der Hauptversammlung am 28. März 2024 festgestellt.

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