Beteiligungsgesellschaften
ADASTRA GmbH
Franklinstraße 61, 60486 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lukas Houba seit 26.2.2026 | Geschäftsführer |
Elena Fandakova-Buchinsky seit 7.1.2025 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
ADASTRA, s.r.o | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ADASTRA GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhalt Bilanz zum 31. Dezember 2022 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 Anhang für das Geschäftsjahr 2022 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2024 Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
ANHANG zum 31.12.2022ADASTRA GmbHAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: ADASTRA GmbH Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt am Main Registergericht: Frankfurt am Main Register-Nr.: HRB 77499 Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Stichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die größenmäßigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungsdauer orientiert sich an den steuerlich anerkannten Nutzungsdauern und beträgt fünf Jahre. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer orientiert sich an den steuerlich anerkannten Nutzungsdauern und liegt zwischen 3 und 13 Jahren. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis unter EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind einzeln mit den nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger sind §§ 253 Abs. 1 Satz 1, 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden. Latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt, sofern sich insgesamt eine zukünftige Steuerbelastung ergibt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage zum Anhang). Aufgrund verpflichtender Informationssicherheits- und Datenschutzanforderungen der Kunden wurden nach entsprechender erneuter Personalisierung einige Laptops an ein verbundenes Unternehmen verkauft und dadurch ein Gewinn aus Verkauf von Sachanlagen in Höhe von EUR 170,50 erzielt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 94.709,15 beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 36.291,71 (Vorjahr EUR 175.445,70) sowie ein Darlehen in Höhe von EUR 50.000,00 (Vorjahr EUR 0,00). Außerdem bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 8.417,44 (Vorjahr EUR 0,00) gegen die Gesellschafterin. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von EUR 98.346,37 (Vorjahr: EUR 29.109,19) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 541.893,43 aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: EUR 375.444,58) sowie in Höhe von EUR 24.522,00 aus sonstigen Verbindlichkeiten (Vorjahr: EUR 171.778,00). Außerdem bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 10.206,57 (Vorjahr: EUR 45.683,12). Es handelt sich dabei analog zum Vorjahr um sonstige Verbindlichkeiten. Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 146 (125 Berater, 21 Verwaltungskräfte). Geschäftsführungsorgane Im Berichtsjahr wurden die Geschäfte der Gesellschaft von folgenden Personen geführt:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, belaufen sich auf insgesamt TEUR 2.189 (Vorjahr TEUR 1.934). Davon sind TEUR 493 (Vorjahr TEUR 331) innerhalb eines Jahres fällig. Konzernzugehörigkeit Die ADASTRA Group SE, Prag, Tschechien, beabsichtigt die ADASTRA GmbH in ihren Konzernabschluss des laufenden Geschäftsjahres einzubeziehen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.430.251,73 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Ergebnisse nach dem Stichtag Es gab nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.
Frankfurt am Main, 16. Mai 2024 Dr. Jan Mrazek, Geschäftsführer Jan Cervinka, Geschäftsführer Toma Buchinsky, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
LageberichtInhaltsverzeichnis Grundlagen des Unternehmens Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2.1 Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland 2.2 Entwicklung der Branche 2.3 Entwicklung des Unternehmens Lage des Unternehmens 3.1 Vermögenslage 3.2 Finanzlage 3.3 Ertragslage 3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren 3.5 Gesamtaussage Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 4.1 Chancenbericht 4.2 Risikobericht 4.3 Prognosebericht Grundlagen des Unternehmens Die ADASTRA GmbH mit Hauptsitz Frankfurt am Main ist Teil der Adastra Group SE mit Sitz in Tschechien (Adastra, Adastra.one, Acamar, Conecta, ABC, Instarea und Blindspot Solutions), die ein internationales Beratungsunternehmen mit Unternehmenssitzen in 8 Ländern weltweit und diversen internationalen Qualitätsauszeichnungen ist. Die Adastra GmbH liefert Kunden hervorragende Daten-Management- und Business-Consulting- Lösungen, Services und Software, beginnend bei der Strategie über die Implementierung und darüber hinaus. Abgesehen vom Hauptstandort in Frankfurt existieren in Wolfsburg, München, Magdeburg, Hannover und Darmstadt fünf weitere Standorte (Zweigniederlassungen) in Deutschland, die sich an den wichtigsten Kundenstandorten sowie der Nähe zu Universitäten und Hochschulen mit dem Schwerpunkt in Informatik orientieren. Die Adastra GmbH bietet führenden Unternehmen das volle Spektrum an Beratungsleistungen, von der Konzeption bis hin zur Implementierung und dem Betrieb modernster Big Data, Cloud-, Data Warehouse-, Business Intelligence-, AI und Machine Learning-Lösungen. Mit durchschnittlich über 146 Expertinnen und Experten in Deutschland schließt die Adastra GmbH die Lücke zwischen den Fachbereichen und der IT, um die Effizienz im operativen Geschäft unserer Kunden zu steigern. Hierbei werden insbesondere wertorientierte Ansätze im Management berücksichtigt, um den Erfolg der jeweiligen Projekte sicherzustellen und einen unternehmerischen Mehrwert für die Kunden zu generieren. Unser klar definiertes Ziel ist es, die Adastra GmbH langfristig als das führende Unternehmen in diesen Bereichen zu etablieren! Dazu bauen wir derzeit unsere Partnerbeziehungen und Salesaktivitäten zu diesem Zweck massiv aus. Unser hoher Auftragseingang anhand von Rahmenverträgen für die nächsten Jahre und die damit erweiterte und vertiefte Partnerschaft, insbesondere mit Bestandskunden, bestätigt die Angemessenheit unserer Strategie und die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens. Wir sind davon überzeugt, dass sich unsere stabile Auftragslage positiv auf unser Umsatz- und Ergebniswachstum in den künftigen Jahren auswirken wird. Das Jahr 2022 stellte sich als besonders schwierig und herausfordernd dar, nicht nur für uns alle, sondern auch für die Adastra GmbH. Anfangs dominierte COVID-19 die Situation. Etwas später im Jahr führte der russische Überfall auf die Ukraine nicht nur zu unmittelbar schrecklichen Kriegsfolgen, sondern zog auch Engpässe bei Rohstoffen und erhebliche Inflation nach sich. Diese Entwicklungen belasteten die bereits angespannten globalen Lieferketten weiter. Auch die Adastra GmbH war von diesen Schwierigkeiten betroffen. Trotz all dieser Widrigkeiten können wir festhalten: Unser robustes Geschäftsmodell, unser breites Produkt- und Lösungsangebot, unsere gewachsene Kundennähe und die beeindruckenden "Hands-on-Mentalität" unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich zum einen in der Coronakrise und deren Nachwehen, als auch während eines Krieges in Europa sowie Lieferengpässen und steigender Inflation, bewährt. Wir haben neue Erfahrungen gemacht, viel gelernt, flexibel reagiert, waren unseren Kunden ein verlässlicher Zukunftspartner, haben ein neues Miteinander angenommen, uns als widerstandsfähig erwiesen und waren damit erfolgreich. Unser Rohergebnis ist von 2021 auf 2022 um 14% gestiegen. Somit ist es Adastra gelungen 2022 mit einem deutlich verbesserten Umsatz abzuschließen. Dies zeugt von einer stark wachsenden Nachfrage und einer hohen Qualität unserer Dienstleistungen. Insgesamt war auch 2022 anspruchsvoll. Adastra stellt sich darauf ein, dass sich die Rahmenbedingungen im IT-Markt auch 2023 noch nicht normalisieren werden und uns ein weiteres anspruchsvolles Geschäftsjahr bevorsteht. Wir arbeiten fortwährend daran unsere Kosten zu optimieren, unsere Kapazitäten anzupassen, unsere Dienstleistungen mit innovativen Lösungen auszubauen und sehen uns bestens aufgestellt, um auch in Zukunft von dem Bedarf nach zukunftsfähigen IT-Lösungen überdurchschnittlich profitieren zu können. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Der Ausblick für die Adastra GmbH in den nächsten Jahren bleibt, trotz schwieriger Rahmenbedingungen, weiterhin positiv und wir erwarten Wachstum auf hohem Niveau. In ihrer im Mai 2023 veröffentlichten Prognose stellte die Europäische Kommission fest, dass sich im vergangenen Winter die Wirtschaft der EU besser entwickelt als erwartet. Da die durch den Krieg in der Ukraine und die Energiekrise verursachten Störungen die Aussichten für die EU-Wirtschaft trübten und die monetären Behörden weltweit eine entschiedene Straffung der Geldpolitik einleiteten, schien eine Rezession in der EU im Jahr 2022 unvermeidlich. Die Herbstprognose 2022 hatte vorausgesagt, dass die EU-Wirtschaft im letzten Quartal 2022 und im ersten Quartal 2023 schrumpfen würde. Stattdessen deuten die neuesten Daten auf eine geringere als erwartete Schrumpfung im letzten Quartal des vergangenen Jahres und ein positives Wachstum im ersten Quartal dieses Jahres hin. Die bessere Ausgangslage verbessert die Wachstumsaussichten für die EU-Wirtschaft für 2023 und geringfügig auch für 2024. Das BIP-Wachstum in der EU wird auf 1,0 % im Jahr 2023 (von 0,8 %) und 1,7 % im Jahr 2024 (von 1,6 %) nach oben korrigiert. 2.1 Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Die Adastra GmbH ist überwiegend in Deutschland tätig. Nur ein niedriger einstelliger Prozentanteil des Umsatzes wurde 2022 in der restlichen EU oder in den USA erbracht. Nach einem Rückgang des BIP um 3,7 % im Jahr 2020 hat die deutsche Wirtschaft im Jahr 2021, laut der Frühlingsprognose der Europäischer Kommission im Mai 2023, wieder um 2,6 % zulegen können. Im Jahr 2022 ist die deutsche Wirtschaft dabei, sich auf die Unterbrechung der Gaslieferungen aus Russland und den dadurch verursachten Energiepreisschock einzustellen. Die Industrie hat sich als widerstandsfähig gegenüber den gestiegenen Produktionskosten erwiesen, und die Ausrüstungsinvestitionen dürften sich erholen, da die vollen Auftragsbücher das verarbeitende Gewerbe und die Exporte ankurbeln. Es wird erwartet, dass der Arbeitsmarkt seine robuste Entwicklung fortsetzt, was zu einem Aufholen der Reallöhne führt und den Konsum stützt. Infolgedessen wird sich das BIP-Wachstum voraussichtlich von 0,2 % im Jahr 2023 auf 1,4 % im Jahr 2024 beschleunigen. Die öffentlichen Finanzen verbessern sich, da die Stützungsmaßnahmen weniger kostspielig sind, als erwartet und die Einnahmen kräftig steigen. Infolgedessen wird erwartet, dass der Schuldenstand zu einem Abwärtstrend zurückkehrt. Ende 2022 erreichte die Beschäftigung in Deutschland mit 45,7 Millionen einen historischen Höchststand und die Arbeitslosenquote fiel auf ein Rekordtief von 2,8% im März 2023. Trotz anhaltender Arbeitskräftemängel wird ein weiterer Anstieg der Beschäftigung erwartet, begrenzt hauptsächlich durch das Angebot und nicht durch die Nachfrage. Das Lohnwachstum betrug 2022 durchschnittlich 4,7%, blieb jedoch unter der Verbraucherpreisinflation. Die Prognosen deuten auf eine Erholung des realen Lohnwachstums und eine anhaltende Erholung des privaten Konsums hin. Die Sparquote der Haushalte soll sich weiter normalisieren. Die HICP-Inflation (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) erreichte im Oktober 2022 mit 11,6% einen Höhepunkt, verlangsamte sich bis April 2023 auf 7,6% und soll 2023 durch Preisobergrenzen für Energie gemildert werden. Für 2024 wird eine Abschwächung der Inflation auf 2,7% erwartet. Das Staatsdefizit soll von 2,6% des BIP in 2022 auf 1,2% in 2024 sinken, wobei die Staatsverschuldung voraussichtlich weiter auf 64,1% des BIP in 2024 abnehmen wird. 2.2 Entwicklung der Branche Der weltweite IT-Markt wächst. Die globalen IT-Ausgaben sollen im Jahr 2023 laut der Pressemitteilung des Marktforschungsinstitut Gartner vom 19. Juli 2023 um 4,3% wachsen. Der deutsche IT-Markt soll laut Digitalverband Bitkom 2023 weiter auf einem hohen Niveau wachsen, jedoch mit 6,3% leicht abgeschwächt im Vergleich zum Berichtsjahr (6,6%). Aufgrund der stark wachsenden Nachfrage nach Cloud-basierter Software wird die allgemeine Nachfrage nach Software mit 9,3% voraussichtlich am stärksten steigen, gefolgt von IT-Hardware mit einem Plus von 5,3% und IT- Services mit 4,7%. Begünstigt durch diese Rahmenbedingungen der Branche und aufgrund der ungebrochen hohen Nachfrage nach unseren Dienstleistungen, wird die Adastra GmbH das eigene bisher sehr erfolgreiche Wachstum auch in den nächsten Jahren weiter vorantreiben. Auch dank des erfolgreichen Adastra Bestshoring-Konzepts kann sich die Adastra GmbH im laufenden Wettbewerb gegenüber Unternehmen wie Deloitte, Accenture oder T-Systems nicht nur erfolgreich behaupten, sondern auch aus eigener Kraft wachsen. Dieses Konzept wurde durch die Eröffnung eines weiteren Adastra Nearshoring Standorts in Griechenland im Kalenderjahr 2022 erweitert und diversifiziert. 2.3 Entwicklung des Unternehmens
Adastra konnte die Umsatzerlöse trotz schwieriger Rahmenbedingungen deutlich steigern. Die Erholung der Gesamtwirtschaft und vor allem der IT-Branche, begünstigten diese Entwicklung. Trotz verschärfter Material- und Lieferengpässe, massiv steigernder Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie, konnte sich die deutsche Wirtschaft laut statistischem Bundesamt nach dem Einbruch im Jahr 2020 erholen und das BIP preis- und kalenderbereinigt im Jahr 2021 um 2,6% und Berichtsjahr um 2,0% wachsen. Die Umsatzsteigerung von 2021 auf 2022 betrug 18% und war somit stärker als im IT-Markt, was bedeutet, dass Adastra seinen Marktanteil ausbauen konnte. Lage des Unternehmens In den nachfolgenden Unterkapiteln wird die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Adastra GmbH detailliert vorgestellt. 3.1 Vermögenslage Die aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 abgeleitete Darstellung der Vermögenslage der Gesellschaft lässt sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag folgendermaßen darstellen: Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 29% erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unsere Investitionen in Sachanlagen deutlich gesteigert (+87%). Dies ist insbesondere auf den Erwerb moderner Hardware sowie auf die Einrichtung eines neuen Büros und verbesserter Arbeitsplätze zurückzuführen. Der Fokus dieser Investitionen lag nicht nur auf der Erweiterung und Modernisierung unserer Infrastruktur, sondern auch auf der Nachhaltigkeit. Die neuen Einrichtungen und Geräte entsprechen den neuesten Umweltstandards, was uns ermöglicht, unsere ökologischen Fußabdrücke zu minimieren und unsere Betriebseffizienz zu steigern. Diese strategischen Investitionen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Verpflichtung zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und tragen dazu bei, unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt und aufgrund des Anstiegs der Umsatzerlöse entsprechend um 28% gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um 81 TEUR gesunken. Bezüglich der Entwicklung der flüssigen Mittel wird auf die nachfolgende Darstellung der Finanzlage verwiesen. Der Anteil des Eigenkapitals im Verhältnis zur Bilanzsumme blieb mit 61% unverändert zum Vorjahr. Allerdings ist diese aufgrund der Übertragung des Jahresüberschusses aus 2021 um 30% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Berichtsjahr wurden keine Dividenden ausgeschüttet. Die Gesamtverbindlichkeiten sind um 32% gestiegen, was hauptsächlich auf die Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen ist. Besonders zu erwähnen ist hierbei der stichtagsbezogene Anstieg der Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten. Die Zunahme der Rückstellungen ist vorrangig auf die um 30% gestiegenen steuerlichen Rückstellungen sowie auf den Personalaufbau zurückzuführen.
3.2 Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft war das ganze Jahr gesichert und die Gesellschaft war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen, ohne die Aufnahme jedweden Fremdkapitals, nachzukommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine außergewöhnlichen Belastungen der Liquidität bzw. der Kapitalausstattung der Gesellschaft. Die flüssigen Mittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.271 erhöht. 3.3 Ertragslage Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz des Vorjahres um 18% sowie das Rohergebnis um 14% übertroffen werden. Der Anstieg des Personalaufwand um 19% im Vergleich zum Vorjahr ist auf die um 19% gestiegenen Mitarbeiteranzahl zurückzuführen. Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 420 TEUR ist hauptsächlich auf gestiegene Ausgaben für projektbedingte Reisetätigkeiten (+114 TEUR) zurückzuführen, die nach der Corona-Pandemie besonders in Form von Dienstreisen und der Teilnahme an Marketingmessen vor Ort zugenommen haben, sowie auf erhöhte Marketingaufwendungen (+146 TEUR). Da das Rohergebnis in absoluten Zahlen und prozentual weniger stark als der Personalaufwand gestiegen ist, macht sich das in einem um -2,1% verringerten Jahresergebnis in Höhe von 1.430 TEUR bemerkbar. 3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Unternehmenssteuerung werden bei der Adastra GmbH als finanzieller Leistungsindikator die Umsatzerlöse verwendet. Die Umsatzsteigerung von 2021 auf 2022 ist bei Erläuterung der Ertragslage in Kapitel 3.3 dargestellt. 3.5 Gesamtaussage Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter tragen maßgeblich zum Erfolg von Adastra bei. Trotz des wirtschaftlichen Umfelds haben wir im Jahr 2022 weiter in unsere Belegschaft und unser Knowhow investiert, um von der guten Auftragslage künftig verstärkt profitieren zu können. Der hohe Auftragseingang für 2023 sowie die folgenden Jahre bestätigt die Korrektheit dieser Maßnahme und begünstigt die künftig weiter positiv erwartete Geschäftsentwicklung. Im Vergleich zum Vorjahr 2021 hat sich die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr besser als prognostiziert entwickelt und es wurden 22,167 Millionen Euro Umsatzerlöse im Vergleich zu den prognostizierten 20 Millionen Euro generiert. Da der Wettbewerb um qualifizierte IT-Spezialisten unvermindert anhält, arbeitet Adastra hart daran, seinen Ruf als zuverlässiger, fairer und wertschätzender Arbeitgeber zu wahren. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenDie starken und etablierten Partnerschaften mit unseren langjährigen Bestandskunden werden uns helfen, noch mehr Unternehmen von den Vorteilen unserer Dienstleistungen zu überzeugen. Unter anderem konnten wir unseren Kundenstamm auch regional diversifizieren und einen neuen Kunden in den USA gewinnen. Wir werden unsere Alleinstellungsmerkmale umfangreich dem Markt kommunizieren, um unser Wachstumspotenzial auszuschöpfen und um unsere Umsatzerlöse weiter zu steigern. Chance- und Risikomanagement sind eng miteinander verknüpft. Zur Steuerung und Vermeidung von Risiken hat die Geschäftsführung ein angemessenes Planungs- und Steuerungssystem aufgesetzt. 4.1 Chancenbericht Adastra bietet als Alternative zu einem reinen Onshore-Team oder reinen Nearshore-Team ein Kooperationsmodell an, welches aus einer Kombination von Onsite/Offsite- und Nearshore- Ressourcen besteht (Adastra BestshoringTM). Das bisherige Bestshoring Konzept mit dem Nearshore Standort Bulgarien wurde mit der Gründung des Standorts Thailand 2018 weiter ausgebaut. 2020 betrug die Mitarbeiteranzahl in Thailand bereits 17 Mitarbeiter, das Wachstum wurde jedoch durch Corona erheblich ausgebremst und hat sich nun in den weiteren Jahren wieder erheblich beschleunigt. Im Jahr 2021 betrug die Mitarbeiterzahl dann schon 48 Mitarbeiter und im Jahr 2022 bereits 109. Zusätzlich wurde im Jahr 2022 in Griechenland ein weiterer Adastra Standort zur Erweiterung und Diversifizierung des Konzepts eröffnet. Dies bietet die Gelegenheit das bewährte und erfolgreiche Konzept mit einer noch besseren Preis- und Leistungsstruktur Kunden anbieten zu können. Durch Kapazitätserweiterungen im Sales- und Marketing Bereich haben sich viele zusätzliche Chancen für neue Projekte und Rahmenverträge, bei denen das Ergebnis noch aussteht, ergeben. 4.2 Risikobericht Pandemie & Lieferkettenprobleme: Auf der einen Seite sehen wir optimistische Prognosen für die Gesamtwirtschaft und den IT-Markt, die sich mit dem grundsätzlichen Nachfrageverhalten unserer Kunden decken. Die IT-Budgets sind vorhanden, Industriekunden und die öffentliche Hand wollen nachhaltig in ihre IT investieren. Auf der anderen Seite sind die Unsicherheiten über die künftige Entwicklung so hoch wie selten. Die nach wie vor nicht gelösten weltweiten Lieferprobleme und die Ungewissheit über deren Fortdauer trüben das Bild. Darüber hinaus beeinträchtigt der Krieg in der Ukraine die Lage. All diese Faktoren könnten mittelbare Einflüsse auf die wirtschaftliche Entwicklung der Adastra GmbH haben, sind aber weder von der Eintrittswahrscheinlichkeit her noch von Ausmaß und Dauer verlässlich einzuordnen und zu bewerten. Risiken im Personalbereich: Der Erfolg des Unternehmens hangt im Wesentlichen von der Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern ab. Dementsprechend hat die Vermeidung des Verlustes von qualifizierten Mitarbeitern sowie die Gewinnung von qualifiziertem Personal weiterhin einen entscheidenden Einfluss auf die künftige Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Der derzeitige IT-Fachkräftemangel birgt das Risiko, dass durch Fluktuation Stellen nicht oder nur verspätet mit geeigneten Fachkräften besetzt werden können. Für die Ertragskraft der Adastra GmbH ist es von großer Bedeutung, dass das Gehaltsniveau aller Mitarbeitenden insgesamt nicht übermäßig steigt. Adastra könnte jedoch gezwungen sein, das Gehaltsniveau zu erhöhen, um potenzielle Bewerber von unserem Unternehmen zu überzeugen. Wir setzen auf eine Stärkung unserer Arbeitgebermarke und legen seit Langem großen Wert auf Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, um diesem Risiko zu begegnen. Eine weitere Maßnahme zur Minimierung dieses Risikos ist die Eröffnung des zusätzlichen Adastra Nearshore Standorts im Jahr 2022 in Griechenland, um unser bewährtes Bestshoring Konzept zu erweitern. IT-Risiken & Datenschutzrisiken: Bei den eingesetzten Informationstechnologien können Sicherheits- und Funktionsstörungen auftreten. Adastra hat daher ein umfassendes IT-Sicherheits- und Datenschutzkonzept aufgesetzt, welches im Dreijahresrhythmus durch E&Y geprüft und mit der TISAX - Zertifizierung bescheinigt wird. Leistungswirtschaftliche Risiken: Adastra steuert überwiegend Festpreis Projekte, bei denen die vorab kalkulierten Kosten eine wichtige Rolle spielen. Durch hervorragendes Projektmanagement gelingt es Adastra bisher diese Risiken zu minimieren. Kundenrisiken: Besondere Kundenrisiken bestanden bislang nicht. Das Zahlungsverhalten der Kunden von Adastra zeichnet sich dadurch aus, dass es keine Forderungsausfälle gab und darüber hinaus alle Forderungen fristgerecht beglichen wurden. Durch die Gewinnung zahlreicher Projekte bei Neukunden wurde das Kundenportfolio von Adastra weiter diversifiziert. 4.3 Prognosebericht Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr von den im Kapital 2 genannten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen genannten Voraussetzungen aus. Im Jahr 2023 rechnet die Geschäftsführung mit Umsatzerlösen in Höhe von 26 Millionen Euro. Die Prognosen und Annahmen zur zukünftigen Entwicklung stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen und des bisherigen Geschäftsverlaufs getroffen wurden.
16.05.2024, Geschäftsführer: Dr. Jan Mrazek Jan Cervinka Toma Buchinsky BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ADASTRA GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ADASTRA GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ADASTRA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 16. Mai 2024 Nexia
GmbH
S. Varughese, Wirtschaftsprüfer C. Klug, Wirtschaftsprüferin |
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