Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 167739
Eingetragen
6.6.2015
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
Entwicklung, Betrieb und Vermarktung von mobilen Applikationen, Internetportalen und Internetseiten sowie der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Logistik und Transport.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
William Vander Gucht
seit 15.11.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

7.50% identifiziert92.50% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Shift Group LimitedGBR
92.50%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Shift Group Limited
United Kingdom
92.50%
Henri Holdings UG (haftungsbeschränkt)
Germany
3.75%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Movinga GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Movinga GmbH, Berlin

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Movinga GmbH wurde am 18.05.2015 als Anbieter für studentische Umzüge gegründet und hat sich mittlerweile zum Komplettdienstleister für Umzüge und umzugsnahe Dienstleistungen entwickelt. Dabei hat sie es sich zum Ziel gesetzt, den konventionellen Umzugsmarkt durch digitale Prozesse, moderne Technologie und einen verbesserten Service für Geschäftspartner und Kunden zu reformieren und einheitliche Standards in Qualität, Preis und Service zu setzen. Das Unternehmen ist in Deutschland, Frankreich und Schweden aktiv und beschäftigt rund 110 Mitarbeiter in Berlin. Im Jahr 2020 ist die Geschäftstätigkeit auf Österreich und die Schweiz ausgeweitet worden.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die Gesamtwirtschaft (gemessen am realen BIP) ist in den wichtigsten Märkten Deutschland, Frankreich und Schweden im Jahr 2020 um 4,90%, 9,76% bzw. 4,76% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Ausbruch des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus) und seine unkontrollierte Ausbreitung führten zu Beeinträchtigungen der globalen wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2020. Die Hoffnung auf eine baldige Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen sowie die anhaltende Erholung der weltweiten Konjunktur beruhigten ab dem zweiten Halbjahr die Wirtschaftsakteure in den Heimmärkten der Movinga.

Große gesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Trends, u.a. Digitalisierung, Individualisierung, Urbanisierung, Veränderung im Ausbildungs- und Arbeitsleben, eröffnen Chancen und wirken sich grundsätzlich positiv auf das für Movinga relevante Marktumfeld aus. Hinzu kommen eine starke Fragmentierung, mangelnde Digitalisierung der Branche und das Fehlen überregionaler Anbieter, die ausreichend Raum für das von Movinga verfolgte Geschäftsmodell bieten.

Movinga befindet sich im Wettbewerb mit klassischen Umzugsdienstleistern und neuen Anbietern, die ebenfalls versuchen, sich über ein digitalisiertes Angebot am Umzugsmarkt zu etablieren. Auf dem französischen Markt wurde im Dezember 2018 ein direkter Wettbewerber akquiriert. Mit dieser Akquisition erweiterte Movinga seine Marktposition im europäischen Umzugsmarkt.

Wichtigste Messgrößen für den Unternehmenserfolg des Unternehmens sind der Rohertrag (Umsatz nach Abzug der bezogenen Leistungen) und das Ergebnis vor Steuern. Der Rohertrag ist von TEUR 9.359 auf TEUR 7.018 gesunken. Das Ergebnis vor Steuern ist im Geschäftsjahr 2020 erneut negativ und hat sich von TEUR -14.365 im Vorjahr auf TEUR -8.237 verbessert.

Der gesunkene Rohertrag ist auf Umsatzeinbrüche insbesondere im französischen Markt zurück zu führen. Das verbesserte Ergebnis ist auf die Neuverhandlung wesentlicher Dienstleistungsverträge und auf die Reduzierung der Personaldecke zurück zu führen.

Die ab Mitte 2019 gestarteten Umstrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen wurden im Laufe des Geschäftsjahres fortgeführt. Diverse Kostensenkungsmaßnahmen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden eingeleitet und konsequent verfolgt.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Geschäftsjahr ist aus Sicht der Geschäftsführung positiv verlaufen.

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 21.170 auf TEUR 18.230 reduziert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 732 auf TEUR 1.640 (Vorjahr: TEUR 908) erhöht. Die Erhöhung der Forderungen ist auf die Stichtagsbetrachtung zurückzuführen. Der kurzfristige Anstieg der schwedischen Kundenforderungen wurde bis zur Bilanzerstellung wieder vollständig ausgeglichen. Die Prozesse wurden durch bessere Berichte und Arbeitsschritte nachhaltig verbessert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtsjahr um TEUR 714 auf TEUR 1.936 reduziert. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Umsatzsteuerforderungen zurückzuführen. Die Liquiden Mittel haben sich im Berichtsjahr auf TEUR 1.907 (Vorjahr: TEUR 4.647) reduziert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum Stichtag um TEUR 725 auf TEUR 1.657 (Vorjahr: TEUR 2.382). Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen mit TEUR 1.253 (Vorjahr: TEUR 373) über dem Vorjahresniveau. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Umsatzsteuerverbindlichkeiten zurückzuführen.

Aus der bilanziellen Betrachtung ergibt sich zum 31. Dezember 2020 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 13.299 (Vorjahr: TEUR 15.923). Kapitalmaßnahmen wurden plangemäß im Mai und Juni 2020 durchgeführt.

3.2 Finanzlage

Die Gesellschaft finanzierte sich im Geschäftsjahr aus der laufenden Geschäftstätigkeit und aus der Zuführung von weiterem Eigenkapital.

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 14. Mai 2020 ist das Stammkapital von TEUR 2.924 um TEUR 953 auf TEUR 3.877 erhöht worden. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29. Juni 2020 ist das Stammkapital von TEUR 3.877 um TEUR 400 auf TEUR 4.277 erhöht worden. Im Zuge dieser Kapitalerhöhungen wurden TEUR 4.260 in die Kapitalrücklage eingestellt. Ein weiterer Zufluss von EUR 1,3 Mio ist im Zuge der letzten Gesellschafterversammlung beschlossen aber zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht geleistet worden.

Die liquiden Mittel haben sich von TEUR 4.647 zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 1.907 zum 31. Dezember 2020 reduziert.

Während des Geschäftsjahres 2020 und zum 31. Dezember 2020 war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

3.3 Ertragslage

Das Rohergebnis sank gegenüber dem Vorjahr von TEUR 9.359 auf TEUR 7.018 um 25% im Berichtsjahr. Der Ausbruch des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus) und seine unkontrollierte Ausbreitung führten zu Beeinträchtigungen der Geschäftsentwicklung insbesondere in Frankreich. In Frankreich als einem der am stärksten betroffenen europäischen Länder kam es von März bis Mai 2020 zu Umsatzverlusten.

Die Personalkosten nebst Sozialabgaben sanken um 34%. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 73 Mitarbeiter weniger beschäftigt als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 37% auf TEUR 8.686 (Vorjahr TEUR 13.696). Dies ist im Wesentlichen auf gesunkene Marketing- und Werbekosten von TEUR 4.267 (Vorjahr: TEUR 6.629) und gesunkene betriebliche Kosten zurückzuführen. Die größten enthaltenen Positionen sind Lizenzkosten sowie Rechts- und Beratungskosten.

Das negative Ergebnis vor Steuern hat sich um 43% von TEUR -14.365 im Jahr 2019 auf TEUR -8.237 im Geschäftsjahr reduziert.

4. Risiken

Insgesamt hat sich die Risikolage gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die technische Infrastruktur wurde durch neue Komponenten erweitert.

Folgende wesentliche Risiken können die Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinträchtigen. Die Reihenfolge der Darstellung liefert keine Aussage zu Eintrittswahrscheinlichkeit, Höhe oder Ausmaß der Beeinträchtigung. Die genannten Risiken können einzeln oder kumulativ auftreten.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko

Die Unternehmensplanung 2021 geht von deutlich höheren Umsätzen aus. Der Jahresverlust soll gegenüber 2020 deutlich reduziert werden.

Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2022 davon aus, dass sich die Entwicklung des Jahres 2021 fortsetzen wird. Es wird ein negatives operatives Ergebnis mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen erwartet. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Sicherstellung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hat die Gesellschaft eine weitere Finanzierung in Höhe von 3 Mio. EUR in Form eines Wandeldarlehens im September 2021 erhalten. Somit ergeben sich aus der vorliegenden Planung für das Geschäftsjahr 2022 durch weitere gezielte Kosteneinsparungen in Verbindung mit technologiegetriebenen Effizienzsteigerungen keine finanziellen Engpässe. Der Jahresabschluss wurde daher unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Wettbewerbsrisiken

Der Umzugsmarkt befindet sich im Umbruch. Neben Movinga gibt es mehrere andere digitale Anbieter von Umzugsleistungen. Auch etablierte Umzugsunternehmen versuchen ihr Angebot zu digitalisieren.

Neben steigendem Wettbewerb in anderen horizontal integrierten Vergleichsplattformen (zB. Check24) hat sich noch kein klarer überregionaler vertikal integrierter Marktführer durchgesetzt.

Die Risikosituation hat sich in Deutschland durch das Ausscheiden von Move 24 und in Frankreich durch Übernahme eines direkten Wettbewerbers stabilisiert. Die intensive Wettbewerbssituation bleibt aber weiterhin bestehen.

Reputationsrisiko

Das Geschäftsmodell von Movinga basiert auf der Zusammenarbeit mit seinen durchführenden Partnerunternehmen. Bei starkem Wachstum und begrenzten Kapazitäten besteht das Risiko, das vom Kunden erwartete Qualitätsniveau nicht halten zu können. Negative Bewertungen unzufriedener Kunden oder medienwirksame negative Vorfälle können einen Imageschaden verursachen und sich negativ auf die Buchungs- bzw. Umsatzentwicklung auswirken.

IT-Risiken

Movinga ist abhängig von einer funktionierenden IT Infrastruktur. Technische Probleme in Form von Unterbrechung der technischen Dienste oder fehlerhafte Verarbeitung von Daten können sich auf verschiedensten Ebenen negativ auf das Geschäft auswirken. Insbesondere ist die IT Infrastruktur aufgrund der in der Vergangenheit nicht wahrgenommenen notwendigen Wartungsmaßnahmen der Tochtergesellschaft LODD als höchst risikobehaftet zu beurteilen.

Der Ausbruch des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus) und seine unkontrollierte Ausbreitung führt auch im Jahr 2021 zu einer Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung. Die wirtschaftlichen Folgen für Movinga variieren von Land zu Land. Während der schwedische Markt weitestgehend unbetroffen von der Pandemie ist, waren die Umsatzrückgänge in Frankreich stark ausgeprägt. Movinga hat im Jahr 2020 auf die Einführung von Kurzarbeit verzichtet und wird auch im Jahr 2021 darauf verzichten. Weitere Auswirkungen aus der Corona Pandemie können aktuell noch nicht abgeschätzt werden.

5. Chancen

Der Gesellschaft bieten sich aufgrund des Geschäftsmodells und des bisher erarbeiteten Wettbewerbsvorsprungs verschiedene Chancen.

Marktwachstum

Der von Movinga identifizierte Kernmarkt (DACH Region, Frankreich und Schweden) beläuft sich auf rd. EUR 17,5 Mrd. Aufgrund verschiedener Megatrends, u.a. Urbanisierung, Individualisierung und Veränderung im Ausbildungs- und Arbeitsleben, wird eine stark steigende Nachfrage nach Mobilitäts- und damit auch Logistikdienstleistungen erwartet.

Weitere Konsolidierung und Digitalisierung des Umzugsmarktes

Für die weitere Entwicklung auf dem Umzugsmarkt sieht sich Movinga sehr gut aufgestellt. In Bezug auf die Digitalisierung der Branche spielt Movinga bereits jetzt die führende Rolle in Europa. Durch das Ausscheiden eines wichtigen Wettbewerbers Anfang 2018 und Übernahme eines weiteren Wettbewerbers in Frankreich wurde die Position zusätzlich gestärkt.

Zudem hat Movinga aufgrund des Partnermodells einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber etablierten Anbietern, insbesondere die Möglichkeit zu weiteren wirtschaftlichen Optimierungen (u.a. Backloading, Routenoptimierung).

Die Volldigitalisierung des Verkaufsprozesses birgt Potenziale für weitere Kosteneinsparungen und Rationalisierungen. Der Ausbau weiterer digitaler Leistungen rund um Logistikunternehmen bietet Chancen für strategisches Wachstum.

Markterweiterung

Movinga bedient aktuell vornehmlich die Märkte Deutschland, Frankreich und Schweden. Der Markteintritt in Österreich und Schweiz ist im zweiten Quartal 2020 erfolgt. Die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für eine schnelle Expansion in weitere Märkte liegen bereits vor. Im Jahr 2021 diversifiziert Movinga die Produkte weiter und prüft zum Aufstellungszeitpunkt den Eintritt in die Last-Mile-Delivery von Neumöbeln.

6. Voraussichtliche Entwicklung

Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2021 einen höheren Umsatz und eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses bei einem höheren Rohertrag. Dies soll einerseits neue technische Entwicklungen (z.B. vollautomatisierter Verkaufsprozess auf Kundenseite), neue strategische Vertriebswege (z.B. Partnerschaften mit Haus- und Wohnungsbaugesellschaften) und neue Marketingkanäle (z.B. erfolgsbasiertes Affiliate-Geschäft mit Leadprovidern) umgesetzt werden. An Rationalisierungen und Prozessoptimierungen wird weiterhin gearbeitet (z.B. schlankes und stabiles Business Intelligence System).

Individuelle Lösungen (z.B. Lead Verkauf an Partnerunternehmen sowie Unternehmen, welche umzugsnahe Dienstleistungen anbieten) werden weiter ausgebaut. Zudem sind weitere technische Entwicklungen zur Effizienzverbesserung und zur Erhöhung des Nutzens auf Kunden- (Kundenbereich) und Partnerseite (mobile Anwendungen) geplant.

Die Unternehmensplanung 2021 geht von deutlich höheren Umsätzen aus. Der Jahresverlust soll gegenüber 2020 deutlich reduziert werden. Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2022 davon aus, dass sich die Entwicklung des Jahres 2021 fortsetzen wird. Es wird ein negatives operatives Ergebnis mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen erwartet. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Sicherstellung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hat die Gesellschaft eine weitere Finanzierung in Höhe von 3 Mio. EUR in Form eines Wandeldarlehens im September 2021 erhalten. Somit ergeben sich aus der vorliegenden Planung für das Geschäftsjahr 2022 durch weitere gezielte Kosteneinsparungen in Verbindung mit technologiegetriebenen Effizienzsteigerungen keine finanziellen Engpässe. Der Jahresabschluss wurde daher unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

 

Berlin, den 26. November 2021

Gez. Silvio Hinteregger, Tobias Hinteregger Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

2020 2019
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 201.936,92 246.669,92
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 187.479,00 249.997,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.093.559,19 12.093.559,19
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
geleistete Anzahlungen 96.790,65 80.727,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.640.151,85 908.172,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 63.438,59 35.367,47
3. sonstige Vermögensgegensände 1.935.810,89 2.650.449,78
3.639.401,33 3.593.989,95
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.907.692,02 4.646.992,35
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 103.109,50 258.182,83
18.229.968,61 21.170.118,37

PASSIVA

2020 2019
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 4.277.323,00 2.924.312,00
Nennbetrag eigener Anteile 25.002,00 25.002,00
eingefordertes Kapital 4.252.321,00 2.899.310,00
II. Kapitalrücklage 89.933.785,68 85.673.906,80
III. Rücklage für eigene Anteile 25.002,00 25.002,00
IV. Bilanzverlust -80.911.955,61 -72.675.019,88
buchungsmäßiges Eigenkapital 13.299.153,07 15.923.198,92
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 761.743,69 737.971,96
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 12,70
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 145.390,06 379.661,24
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.657.006,10 2.381.529,13
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.114.025,20 1.374.865,15
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.252.650,49 372.879,27
davon aus Steuern EUR 1.152.785,33 (Vj. EUR 183.777,42)
4.169.071,85 4.508.947,49
18.229.968,61 21.170.118,37

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020

2019
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 7.017.964,98 9.358.626,56
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.361.139,91 8.131.838,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.045.849,10 1.529.690,21
davon für Altersversorgung EUR 14.508,80 (Vj. EUR 11.624,00)
6.406.989,01 9.661.528,86
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanalagen 148.966,56 148.523,09
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 799.370,53
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 40.207,31 (Vj. EUR 67.036,91) 8.685.820,99 12.561.986,69
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1.126,12
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögen 0,00 335.000,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.124,15 217.911,62
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 0,00
9. Ergebnis nach Steuern -8.236.935,73 -14.364.568,11
10. sonstige Steuern 0,00 97,90
11. Jahresfehlbetrag 8.236.935,73 14.364.666,01
12. Bilanzverlust aus dem Vorjahr 72.675.019,88 58.310.353,87
13. Bilanzverlust 80.911.955,61 72.675.019,88

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

1 Angaben zum Jahresabschluss

1.1 Allgemeines

Die Gesellschaft ist unter der Firma Movinga GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin) unter der HRB 167739 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Berlin.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme einer positiven Fortbestehensprognose.

1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Währungsumrechnung

Am Bilanzstichtag ausgewiesene, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr nach Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Abschlussstichtag.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderung aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend ihrer Nutzungsdauer vorgenommen. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht bilanziert.

Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst. Anlagegüter, deren Netto-Anschaffungskosten mehr als EUR 250 aber nicht mehr als EUR 1.000 betragen, werden in einem Sammelposten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt verteilt auf fünf Jahre.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Finanzanlagen

Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert.

Vorräte

Die Bewertung der Geleisteten Anzahlung erfolgt zu ihrem Nennwert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Zweifelhaften Forderungen werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko sowie der interne Zinsverlust werden durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes berücksichtigt.

Kassenbestand und Bankguthaben

Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

1.3 Erläuterungen zur Bilanz

Sachanlagevermögen und Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sind dem Anlagenspiegel im Anhang zu entnehmen.

Finanzanlagevermögen

Die Finanzanlagen in Höhe von EUR 12.093.559 haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und entfallen vollständig auf die Anteile an verbundenen Unternehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besitzen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen befinden sich Guthaben und Einbehalte verschiedener Zahlungsdienstleister, Geleistete Mietkautionen sowie Umsatzsteuerguthaben.

Die Laufzeiten der ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt EUR 3.639.401,33 werden separat in einem Forderungsspiegel dargestellt.

Art der Forderung zum 31.12.2020 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
kleiner ein Jahr größer ein Jahr Davon über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.640,2 1.640,2 0,0 0,0
(Vj. 908,2) (Vj. 908,2) (Vj. 0,0) (Vj. 0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 63,4 63,4 0,0 0,0
(Vj. 35,4) (Vj. 35,4) (Vj. 0,0) (Vj. 0,0)
sonstige Vermögensgegenstände 1.935,8 1.633,9 301,9 301,9
(Vj. 2.650,4) (Vj. 2.348,5) (Vj. 301,9) (Vj. 301,9)
Summe 3.639,4 3.337,5 301,9 301,9
(Vj. 3.594,0) (Vj. 3.292,1) (Vj. 301,9) (Vj. 301,9)

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sind Geleistete Mietkautionen und Sicherheitsleistungen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Movinga GmbH wurde im Geschäftsjahr 2020 wie folgt erhöht:

 

Erhöhung mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Mai 2020 von EUR 2.924.312,00 auf EUR 3.877.323,00

 

Erhöhung mit Gesellschafterbeschluss vom 29. Juni 2019 von EUR 3.877.323,00 auf EUR 4.277.323,00

Während des Geschäftsjahres wurden im Rahmen der zuvor erwähnten Finanzierungsrunden EUR 4.259.878,88 in die Kapitalrücklage im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Im Zuge dieser Kapitalerhöhung sind der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung insgesamt TEUR 5.613 an Eigenkapital zugeflossen.

Rückstellungen

Die ausgewiesenen Rückstellungen in Höhe von EUR 761.744 umfassen im Wesentlichen Urlaubs- und Personalrückstellungen in Höhe von insgesamt EUR 355.463 (für Urlaubsansprüche für Mitarbeiter, im Folgejahr fällige Bonus- und Provisionszahlungen an Vertriebsmitarbeiter, Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenabgabe), Rückstellungen für steuerliche Nebenleistungen in Höhe von EUR 201.878, ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 184.402 und Prüfungskosten in Höhe von EUR 20.000.

Verbindlichkeiten

Bei den ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 4.169.072 handelt es sich um Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen betragen EUR 1.114.025.

2 Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung

Zum Bilanzstichtag sind Verpflichtungen in einem Umfang von EUR 9.391.208 vorhanden, die im Wesentlichen aus Mieten (ohne Nebenkosten) für Büroräume resultieren.

Zum 31. Dezember 2020 hat die Gesellschaft im Rahmen eines Virtual Stock Option-Programms (VSOP) virtuelle Mitarbeiteroptionen an Mitarbeiter ausgegeben. Während die virtuellen Optionen vom Grundsatz mit gewöhnlichen Optionen vergleichbar sind, ergibt sich hieraus kein Anspruch auf die Übernahme von Geschäftsanteilen. Im Falle des Eintritts eines Ausübungsereignisses entsteht ein Anspruch auf Zahlung des entsprechenden Geldbetrags. Zu diesem Sachverhalt wurde keine Rückstellung gebildet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 113.

Im Jahr 2020 waren durchschnittlich 2 Geschäftsführer angestellt.

Beteiligungen

Movinga hält zum 31.Dezember 2020 eine hundertprozentige Beteiligung an der L'Officiel Du Demenagement SASU, eingetragen im Handelsregister Nantes (R.C.S. Nantes) unter der Nr. 491 678 652, Sitz in Nantes.

Organe und Organkredite

Geschäftsführer: Silvio Hinteregger, Kaufmann (ab 01.01.2020)
Tobias Hinteregger, Kaufmann (ab 01.01.2020)

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 bestanden keine Forderung gegen die Geschäftsführung.

Die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB über die an die Mitglieder der Unternehmensorgane im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung

Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2022 davon aus, dass ein negatives operatives Ergebnis mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen erwirtschaftet wird. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Sicherstellung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hat die Gesellschaft eine weitere Finanzierung in Höhe von 3 Mio. EUR in Form eines Wandeldarlehens im September 2021 erhalten. Somit ergeben sich aus der vorliegenden Planung für das Geschäftsjahr 2022 durch weitere gezielte Kosteneinsparungen in Verbindung mit technologiegetriebenen Effizienzsteigerungen keine finanziellen Engpässe. Der Jahresabschluss wurde daher unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 80.911.955,61 zur Gänze auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 26. November 2021

gez. Tobias Hinteregger, Geschäftsführer

gez. Silvio Hinteregger, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge Abgänge Umgliederung 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an sochen Rechten und Werten 320.404,41 25.910,34 0,00 0,00 346.314,75
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 639.640,46 18.511,26 15.605,18 0,00 642.546,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.093.559,19 0,00 0,00 0,00 12.093.559,19
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 602.849,53 0,00 0,00 0,00 602.849,53
3. sonstige Ausleihungen 35.000,00 0,00 0,00 0,00 35.000,00
13.691.453,59 44.421,60 15.605,18 0,00 13.720.270,01
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an sochen Rechten und Werten 73.734,49 70.643,34 0,00 144.377,83
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 389.643,46 78.323,22 12.899,14 455.067,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 602.849,53 0,00 0,00 602.849,53
3. sonstige Ausleihungen 35.000,00 0,00 0,00 35.000,00
1.101.227,48 148.966,56 12.899,14 1.237.294,90
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an sochen Rechten und Werten 201.936,92 246.669,92
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 187.479,00 249.997,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.093.559,19 12.093.559,19
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
12.482.975,11 12.590.226,11

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Movinga GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Movinga GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Movinga GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 26. November 2021

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Prof. Dr. Andreas Diesch, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Bechtold, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2020 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 28. Februar 2022 festgestellt.

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