Kurus Investment & Consulting GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ahmet Hakan Kuru seit 13.5.2024 | Geschäftsführer |
Berkay Kuru seit 17.5.2022 | Geschäftsführer |
Mustafa Kuru seit 29.8.2003 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 48.75% | |
Mustafa Kuru | 25.50% |
| 25.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MARMARA Import-Export GmbHRatingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Das Unternehmen mit Sitz in Ratingen ist ein Lebensmittelgroßhändler mit Fokus auf türkische und mediterrane Produkte. Unser Sortiment umfasst eine Vielzahl von Eigenmarkenprodukten, darüber hinaus agieren wir als exklusiver Vertriebspartner für namhafte türkische Marken auf dem europäischen Markt. Unser Unternehmen verfügt über ein flächendeckendes Vertriebsnetz, das es uns ermöglicht, unsere Produkte in verschiedenen Ländern Europas anzubieten. Zu unseren Hauptabsatzmärkten zählen Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande und Österreich. In diesen Ländern arbeiten wir eng mit Lebensmitteleinzelhändlern und Großhändlern für türkische und mediterrane Lebensmittel zusammen. Unser Unternehmen profitiert von den positiven Rahmenbedingungen, die sich durch die steigende Nachfrage nach türkischen und mediterranen Lebensmitteln ergeben. Die kontinuierliche Zunahme des kulturellen Austauschs und die wachsende Vielfalt in den europäischen Gesellschaften eröffnen uns attraktive Absatzmöglichkeiten. B. Wirtschaftsbericht 1. Branchenentwicklung im Geschäftsjahr Im Jahr 2023 erzielte der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland einen Gesamtumsatz von etwa 197,6 Milliarden Euro. Die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel stiegen im Vergleich zum Vorjahr, jedoch wurde das Wachstum vor allem durch die steigenden Lebensmittelpreise aufgrund der Inflation getrieben und das Wachstum blieb deutlich unter dem Inflationsniveau der Lebensmittelpreise von knapp 13%. Der Lebensmitteleinzelhandel besteht aus verschiedenen Segmenten wie Vollsortimenter, Discounter, SB-Warenhäuser und ECommerce. Insbesondere Discounter konnten ihren Marktanteil weiter ausbauen. Die Inflation bleibt der dominierende Faktor, der die Branche beeinflusst. Trotz einer leichten Erholung im zweiten Halbjahr 2023 bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd, was zu einem stärkeren Margendruck und intensiveren Preisverhandlungen mit Zulieferern führte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der deutsche Lebensmitteleinzelhandel 2023 ein signifikantes Umsatzwachstum verzeichnete, welches hauptsächlich durch die Inflation und verändertes Verbraucherverhalten getrieben wurde. Die Herausforderungen bleiben jedoch bestehen, insbesondere in Bezug auf reale Umsätze und die Anpassung an technologische sowie wirtschaftliche Veränderungen. Unser Unternehmen war im Geschäftsjahr 2022/2023 weiterhin von den Auswirkungen der Inflation und den steigenden Rohstoffkosten beeinflusst. Aufgrund der anhaltenden Inflation und der steigenden Lebensmittelpreise in Deutschland wurden die Verbraucher besonders preissensitiv und suchten nach kostengünstigen Alternativen wie Eigenmarken. Diese Eigenmarken boten nicht nur ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern hatten auch ihre Qualität und Vielfalt verbessert, um mit etablierten Marken zu konkurrieren. In vielen Fällen änderten die Konsumenten nicht nur ihre Einkaufsgewohnheiten, sondern mieden auch bestimmte Produktkategorien ganz. Diese Veränderung in den Kaufgewohnheiten zwang Unternehmen, ihre Preisstrategien zu überdenken und sich stärker auf Promotionen und Rabatte zu konzentrieren. Verbraucher in Deutschland stiegen vermehrt auf Discounter und Eigenmarken um. Diese Entwicklungen erforderten von uns eine flexible Anpassung unserer Marktstrategien, um den geänderten Verbraucherpräferenzen und Marktbedingungen gerecht zu werden. Wir planten, unser Angebot an Eigenmarken zu erweitern und vermehrt auf gezielte Preisaktionen und Promotionen zu setzen, um den Ansprüchen unserer Kunden weiterhin gerecht zu werden und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Navigating Inflation: How to Win in Private Label - Lessons from France, Germany and the UK 10.03.2023 https://www.euromonitor.com/article/navigating-inflation-how-to-win-in-private-label--lessonsfrom-france-germany-and-the-uk How Europe's CPG leaders can navigate inflation 13.09.2022 https://www.mckinsey.com/industries/consumer-packaged-goods/our-insights/how-europescpg-leaders-can-navigate-inflation How shoppers cope with inflation and FMCG master behavior change https://www.gfk-cps.com/insights/article-how-shoppers-cope-with-inflation-and-fmcg-masterbehavior-change Europäischer Lebensmitteleinzelhandel wächst um knapp 9% - jedoch deutlich unter Inflationsniveau der Lebensmittelpreise von knapp 13% 10.04.2024 https://www.mckinsey.com/de/news/presse/2024-04-10-state-of-grocery 2. Ertragslage, Umsatz- und Auftragsentwicklung Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse sind im Vorjahr von TEUR 43.745 auf TEUR 53.035 im vergangenen Geschäftsjahr um 21,24 % gestiegen, deutlich über dem Niveau der angestiegenen Lebensmittelpreise. Dieser Anstieg ist teilweise auf die steigenden Lebensmittelpreise aufgrund der Inflation zurückzuführen. Ein großer Teil des Umsatzwachstums resultiert jedoch aus unserer starken Fokussierung auf die Ausweitung unseres Sortiments und die Intensivierung der Kundenbeziehungen. Darüber hinaus haben wir auch mengenmäßig deutlich zugelegt, sodass das Umsatzwachstum nicht nur inflationsbedingt ist. Materialeinsatzquote Die Materialeinsatzquote ist im vergangenen Geschäftsjahr auf 82,6 % gestiegen, was einem Anstieg von 2,5 % im Vergleich zu den 80,1 % im Vorjahr entspricht. Dieser Anstieg reflektiert den inflationsbedingten Anstieg der Produktpreise. Die erhöhten Kosten für Rohstoffe und Energie haben die Produktionskosten erheblich beeinflusst, was sich wiederum in einer höheren Materialeinsatzquote niederschlug. Rohertragsmarge Im vergangenen Geschäftsjahr hat sich die Rohertragsmarge auf 17,4 % verringert. Dies stellt einen Rückgang von 2,4 Prozentpunkten im Vergleich zur Rohertragsmarge von 19,8 % im Vorjahr dar. Diese Verringerung ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter gestiegene Produktionskosten und erhöhte Preisnachlässe, die gewährt wurden, um eher auf Umsatz und Wachstum zu setzen. Trotz des Rückgangs der Marge konnten wir durch den gestiegenen Umsatz einen positiven Beitrag zur Gesamtrentabilität des Unternehmens leisten. Rohergebnis Das Rohergebnis ist ein bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und hat sich im vergangenen Geschäftsjahr auf TEUR 10.622 erhöht. Ohne die außergewöhnlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrachtet betrug das bereinigte Rohergebnis TEUR 9.468. Im Vorjahr belief sich das ebenfalls um die Auflösung der Rückstellungen bereinigte Rohergebnis auf TEUR 8.857. Dies zeigt deutlich, dass der Anstieg des bereinigten Rohergebnisses auf den gestiegenen Umsatz zurückzuführen ist. Der Anstieg des Rohergebnisses ist ein wichtiger Leistungsindikator für uns und spiegelt die erfolgreiche Umsetzung unserer Wachstumsstrategie wider. Er zeigt, dass wir trotz der Herausforderungen im Marktumfeld durch eine konsequente Fokussierung auf Umsatzsteigerung und Effizienzverbesserungen ein solides finanzielles Ergebnis erzielen konnten. Im Vergleich mit unserer Vorjahresprognose, in der wir ein leicht höheres Rohergebnis erwarteten, haben sich unsere Erwartungen als zutreffend erwiesen. Personalaufwand Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten wir im vergangenen Geschäftsjahr einen Anstieg des Personalaufwands um TEUR 133. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 811 gestiegen. Dieser Anstieg hängt hauptsächlich mit den im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Kosten in Verbindung mit der Warenabgabe zusammen. Unabhängig vom Anstieg der Kosten durch das höhere Warenvolumen sind auch in diesem Geschäftsjahr die Kraftstoffkosten stark in die Höhe gegangen. Viele Dienstleister mussten aufgrund der gestiegenen Kraftstoffpreise zusätzliche Zuschläge berechnen, was zu einer weiteren Erhöhung der betrieblichen Aufwendungen führte. Ferner sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 291 enthalten. Ergebnis nach Steuern Das Ergebnis nach Steuern ist der zweite bedeutsamste finanzieller Leistungsindikator und entwickelte sich über der prognostizierten leichten Steigerung ausgehend vom Vorjahr von TEUR 393 auf TEUR 1.111. Dieses Übertreffen der Prognose lag an der Auflösung der Pensionsrückstellung. Die aus Sicht der Geschäftsführung positiven Effekte im Rohergebnis wurden durch die Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen teilweise aufgezehrt, sodass unter Bereinigung des außergewöhnlichen Ertrags aus der Auflösung der Pensionsrückstellung und der darauf entfallenden höheren Steuerbelastung sowie der periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 291 ein Ergebnis nach Steuern auf Vorjahresniveau entstehen würde. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist von TEUR 17.283 auf TEUR 17.812 gestiegen. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 4,9 % (i. Vj. 4,1 %) gekennzeichnet. Das Anlagevermögen ist zu 100 % durch das Eigenkapital gedeckt. 43,6 % (i. Vj. 40,1 %) der Bilanzsumme entfallen auf Vorräte, was einen Anstieg der Vorräte um TEUR 835 bedeutet. Dieser Anstieg der Vorräte ist vor allem auf das gewachsene Umsatzvolumen zurückzuführen. Durch den höheren Umsatz mussten wir auch entsprechend höhere Bestände halten. Trotz des höheren Vorratsvolumens konnte die Lagerumschlagshäufigkeit im Geschäftsjahr 2022/2023 von 6,31 auf 6,83 gesteigert werden. Dies zeigt, dass effizienter gearbeitet wurde, was sich positiv auf die Liquidität und die Vermögenslage des Unternehmens auswirkt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von 45,1% (i. Vj. 42,8 %). Flüssige Mittel betragen 6,3% (i. Vj. 12,8 %) der Bilanzsumme. An der Bilanzsumme hat das Eigenkapital einen Anteil von 23,4 % (i. Vj. 17,7 %). Das Eigenkapital und die Pensionsrückstellungen (langfristige Komponenten) haben zusammen einen Anteil von 27,3 % (i. Vj. 28,3 %) an der Bilanzsumme. Auf die Pensionsrückstellungen entfallen davon 3,9 % (i. Vj. 10,6 %). Die Änderung des auf die Pensionsrückstellungen entfallenden Prozentsatzes der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr ist auf die Auflösung der Pensionsrückstellung im Geschäftsjahr 2022/2023 zurückzuführen. Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital hat einen Anteil von 68,2 % (i. Vj. 69,1 %) an der Bilanzsumme. 4. Finanzlage Die Liquidität unseres Unternehmens war im Berichtsjahr gesichert, sodass die Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden konnten. Aufgrund von Margenoptimierungen insbesondere im Bereich des Rohergebnisses rechnen wir damit, auch im nächsten Geschäftsjahr unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Mit einer geordneten Vermögensund Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf TEUR -1.106 (ermittelt nach DRS 21; indirekte Methode) und lag somit um TEUR -3.362 unter dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR 2.256. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einer Zunahme des Vorratsvermögens und der Bereinigung einer zahlungsunwirksamen Auflösung der Rückstellungen. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 386 (i. Vj. TEUR 153) und galten vorwiegend der Erweiterung des Fuhrparks sowie der Investition in Betriebs- und Geschäftsausstattung. 5. Gesamtaussage Das Umsatzwachstum stand in diesem Jahr im Fokus und trug neben dem außergewöhnlichen Ertrag aus der Auflösung der Rückstellung und trotz der Inflationseffekte zu unserem zufriedenstellenden Geschäftsjahr bei. Unsere flexible Anpassung an die sich entwickelnden Marktbedingungen ermöglichte es uns, trotz der herausfordernden Bedingungen in unserer Branche ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr abzuschließen. Besonders hervorzuheben ist unsere Entscheidung, uns verstärkt auf unser eigenes Portfolio zu konzentrieren. Diese Fokussierung, die bereits im Vorjahr begonnen wurde, hat eine solide Basis für unsere langfristige Entwicklung geschaffen und unterstützt nachhaltig das Wachstum in diesem Bereich. Die Weiterentwicklung unseres Eigenmarkenportfolios haben nicht nur dazu beigetragen, den Anforderungen der preissensitiven Verbraucher gerecht zu werden, sondern auch unsere Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Darüber hinaus haben gezielte Marketing- und Promotion- Strategien dazu geführt, dass wir unsere Marktposition weiter ausbauen konnten. Die Anpassungsfähigkeit in unserem Unternehmen wird auch zukünftig zentrale Elemente unserer Strategie sein, um unseren langfristigen Erfolg sicherzustellen. C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Wir weisen darauf hin, dass es sich im Folgenden um zukunftsbezogene Aussagen handelt, die von den tatsächlich eintretenden Ereignissen abweichen können. Die Risiken und Chancen werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert. 1. Risiken und Chancen Lebensmittelpreise und verändertes Konsumverhalten Die anhaltende Inflation und die steigenden Lebensmittelpreise haben das Konsumverhalten der Verbraucher erheblich verändert. Viele Konsumenten greifen vermehrt auf preisgünstigere Eigenmarken zurück. Diese Verschiebung ist hauptsächlich auf die verringerte Kaufkraft infolge der starken Inflation zurückzuführen. Die finanzielle Unsicherheit hat dazu geführt, dass viele Konsumenten ihre Ausgaben überdenken, und verstärkt auf günstigere Alternativen umsteigen. Unsere Strategie, konsequent auf unser Eigenmarkenportfolio zu setzen und dieses kontinuierlich auszubauen, bietet uns eine flexible Möglichkeit, Produkte in jeder Preiskategorie anzubieten. Dadurch können wir unseren Kunden trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen weiterhin die richtigen Produkte bereitstellen, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Diese Anpassungsfähigkeit hat es uns ermöglicht, den Herausforderungen der Inflation und der gestiegenen Lebensmittelpreise erfolgreich zu begegnen und unseren Kunden eine breite Palette Produkten anzubieten. Unsere Eigenmarken decken ein breites Spektrum ab, von preisgünstigen Preiseinstiegsprodukten bis hin zu hochwertigen Premiumprodukten. Geldsorgen verändern den Konsum der Deutschen 10.03.2023 https://www.pwc.de/de/pressemitteilungen/2023/geldsorgen-veraendern-den-konsum-derdeutschen.html How inflation is impacting private label sales trends globally 16.09.2023 https://nielseniq.com/global/en/insights/analysis/2022/how-inflation-is-impacting-private-labelsales-trends-globally/ Zinsentwicklung Im Geschäftsjahr 2022/2023 hat die Europäische Zentralbank (EZB) wiederholt die Leitzinsen angehoben, um die hohe Inflation im Euroraum zu bekämpfen. Diese Maßnahmen am Zinsmarkt hatten erhebliche Auswirkungen auf die Kreditvergabe durch Finanzinstitute und das generelle Cashflow-Management der Unternehmen. Besonders betroffen waren Betriebsmittelkredite, da die gestiegenen Kosten direkt die Margen der Unternehmen schmälerten. Zusätzlich beeinträchtigten die höheren Finanzierungskosten die Kaufkraft der Verbraucher, die mit höheren Kreditkosten und einem sinkenden verfügbaren Einkommenkonfrontiert waren. Strengere Richtlinien bei der Kreditvergabe an Unternehmen 16.02.2023 https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/bankenaufsicht/strengere-richtlinien-bei-derkreditvergabe-an-unternehmen--904658 EZB Geldpolitische Beschlüsse 15.06.2023 https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2023/html/ecb.mp230615~d34cddb4c6.de.html Cashflow Das Cashflow-Management hat sich aufgrund gestiegener Umsätze, die zum Teil auf die erhöhten Preise der Produkte zurückzuführen sind, weiter erschwert. Um das gleiche Warenvolumen zu drehen, wird erheblich mehr Kapital benötigt. Dies stellt eine zusätzliche Herausforderung dar, da die Liquidität stärker belastet wird. Wir haben Maßnahmen ergriffen, um die Liquidität zu sichern, einschließlich der Optimierung unseres Bestandsmanagements und der Verhandlung verbesserter Zahlungsbedingungen mit unseren Lieferanten. Zudem prüfen wir fortlaufend alternative Finanzierungsmöglichkeiten, um die gestiegenen Zinskosten abzufedern. Forderungsausfälle Das Risiko von Forderungsausfällen bleibt im Handel allgegenwärtig und wir sind uns dieser Herausforderung bewusst. Dennoch sind wir überzeugt, dass wir durch unsere intensive Kundenbetreuung und unser effektives Forderungsmanagement dieses Risiko auf ein Minimum reduziert haben. Unser Forderungsmanagement ist von großer Bedeutung für uns, und wir legen großen Wert auf eine strenge und kontinuierliche Überwachung. Wir haben wirksame Maßnahmen implementiert, um das Auftreten von Forderungsausfällen zu minimieren. Dazu gehört eine genaue Überprüfung der Zahlungsfähigkeit unserer Kunden, die Festlegung klarer Zahlungsbedingungen und die enge Überwachung der Zahlungseingänge. Wir sind stets proaktiv in unserem Vorgehen, um mögliche Risiken zu erkennen und schnell zu handeln. Sollte es dennoch zu Forderungsausfällen kommen, setzen wir umgehend geeignete Maßnahmen ein, um den Schaden zu begrenzen und die Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu minimieren. Wir sind stets proaktiv in unserem Vorgehen, um mögliche Risiken zu erkennen und schnell zu handeln. Sollte es dennoch zu Forderungsausfällen kommen, setzen wir umgehend geeignete Maßnahmen ein, um den Schaden zu begrenzen und die Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu minimieren. Diese Maßnahmen beinhalten den Einsatz von Inkassodiensten und die rechtliche Verfolgung von Forderungen sowie die kontinuierliche Schulung unserer Mitarbeiter im Forderungsmanagement. Gesamtbeurteilung Abgesehen von diesen spezifischen Risiken zeichnen sich derzeit keine weiteren Risiken ab, die einen bedeutenden Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Trotz der Unsicherheiten, die mit der gestiegenen Inflation einhergehen, erkennen wir auch potenzielle Wachstumschancen. Besonders durch die Entwicklung und Erweiterung unseres Eigenmarkenportfolios sind wir gut positioniert, um neue Marktsegmente zu erschließen und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Unsere Eigenmarken bieten uns die Flexibilität, schnell auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren und innovative Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Unser Ziel ist es, auch in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit eine nachhaltige und profitable Umsatzentwicklung zu gewährleisten. Durch die flexible Umsetzung unserer Produktstrategien können wir besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen und unsere Marktposition weiter ausbauen. Wir werden die Marktentwicklungen weiterhin genau verfolgen und unsere Risikomanagementstrategien entsprechend anpassen, um sowohl Risiken zu minimieren als auch Chancen optimal zu nutzen. https://nielseniq.com/global/en/insights/analysis/2024/brandbank-branded-vs-private-labelwho-is-going-to-come-out-on-top/ 2. Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben wir unsere Wachstumsstrategie erfolgreich fortgesetzt und ein zweistelliges prozentuales Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Dieser Erfolg ist das Ergebnis unserer kontinuierlichen Bemühungen, unsere Marktpräsenz auszubauen und bestehende Kundenbeziehungen zu stärken. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir einen leichten Umsatzanstieg, da unser Fokus im kommenden Jahr weiterhin auf der Optimierung unserer Leistungsindikatoren liegt: Rohergebnis und Ergebnis nach Steuern. Diese Entscheidung basiert auf der Erkenntnis, dass wir nach zwei Jahren starken Wachstums nun eine Phase der Stabilisierung und Effizienzsteigerung einleiten müssen, um langfristige Nachhaltigkeit und Profitabilität sicherzustellen. Trotz eines voraussichtlich stabilen Umsatzes gehen wir davon aus, dass wir durch diese Maßnahmen unsere finanziellen Kennzahlen deutlich verbessern können. Im Detail bedeutet dies, dass wir Maßnahmen ergreifen, um unsere operativen Kosten zu senken und die Effizienz unserer Geschäftsprozesse zu steigern, und somit zu einer Steigerung des Rohergebnisses und Ergebnisses nach Steuern beizutragen. Dazu gehört eine intensive Analyse und Verbesserung unserer Margen, beispielsweise durch die Optimierung unserer Lieferkette und gezielte Investitionen in Technologien zur Erhöhung unserer Produktivität. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir aufgrund des gestiegenen Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr ein moderat steigendes Rohergebnis und entsprechend ein moderat steigendes Ergebnis nach Steuern ausgehend von den jeweiligen bereinigten Ergebnissen. Auf Basis von vorläufigen Ist-Zahlen vom Zeitraum Juli 2023 bis Juni 2024 wird vorbehaltlich unvorhersehbarer Effekte ein zweistelliges prozentuales Umsatzwachstum erwartet. Bei im Übrigen unveränderten Rahmenbedingungen und Kostenquoten ist somit von einem Prognoseerreichen auszugehen. Vor dem Hintergrund der genannten Optimierungsmaßnahmen gehen wir für das Geschäftsjahr 2024/2025 ebenfalls von einem leicht steigenden Rohergebnis und Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/24 aus. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unser Ansatz für das Geschäftsjahr 2024/2025 darauf abzielt, unsere Marktposition zu festigen und eine solide Basis für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Wir sind zuversichtlich, dass wir durch die konsequente Umsetzung unserer Strategien und die Anpassung an die Marktbedingungen unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken und langfristig erfolgreich bleiben werden.
Ratingen, den 23. Juli 2024 MARMARA Import-Export GmbH gez. Berkay Kuru gez. Hakan Kuru BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Wirtschaftsjahr 01.07.2022-30.06.20231. Allgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. Die Bewertung der Vermögens und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung und entspricht den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB. Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: 2.1 Anlagevermögen Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen, bewertet. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Dabei kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung, welche die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern widerspiegeln:
Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei Zugängen mit einem Einzelwert von mehr als EUR 800,00 erfolgt eine lineare Abschreibung entsprechend der jeweiligen Nutzungsdauer. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten, abzüglich Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. 2.2 Umlaufvermögen Die Gegenstände des Umlaufvermögens sind zu den Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert nach § 253 Abs. 4 HGB geboten ist. Die Warenvorräte werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten im Rahmen der gewogenen Durchschnittsmethode bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und angemessenen Einzelwertberichtigungen bewertet. 2.3 Passiva Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Die Rückstellungen für Pensionen sind gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,80 % p. a. sowie eines Rententrends von 1,5 % und unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck - Lizenz-Heubeck Richttafeln-GmbH, Köln angesetzt. Als Bewertungsmethode wurde die Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) angewandt. Das entsprechende versicherungsmathematische Gutachten stammt von von der Allianz Lebensversicherungs-AG, Berlin. Bei den Rückstellungen für Pensionen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nachdem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 21,0 (i. Vj. TEUR 93,5). Effekte aus der Zinssatzänderung sind im operativen Ergebnis enthalten. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der Großmarkt Düsseldorf Zwei.Null GbR, Düsseldorf. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben -wie im Vorjahr- eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3.3 Eigenkapital Das Stammkapital beträgt EUR 1.000.000,00. 3.4 Rückstellungen für Pensionen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beläuft sich auf TEUR 694. Im Geschäftsjahr ist ein Pensionsberechtigter verstorben. Die Pensionsrückstellung ist mit TEUR 1.116 gewinnerhöhend aufgelöst worden. Der Zinsaufwand aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 12 (i. Vj. TEUR 37). 3.5 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Tantiemen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie ausstehende Kostenrechnungen. 3.6 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten sind dem Bilanzvermerk zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 16 (i. Vj. TEUR 16), und weisen eine Verbindlichkeit bis zu einem Jahr aus. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus der Auflösung einer Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 1.116 enthalten. Die Auflösung ist Folge des Wegfalls des Grundes der Passivierung, welcher durch den Tod des Pensionsberechtigten verursacht ist. Ferner sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 133 enthalten, welche auf Erträge aus Marketingmaßnahmen, Verkaufsprämien und Werbung zurückzuführen sind. 4.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 107 enthalten, welche aus Forderungsverlusten resultieren, sowie weitere TEUR 62 aus der Wertberichtigung von Forderungen. Dazu werden periodenfremde Aufwendungen aus der Bereinigung von Forderungen im Rahmen einer Systemumstellung der Forderungsverwaltung in Höhe von TEUR 202 ausgewiesen. 5. Sonstige Angaben 5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverpflichtungen und langfristigen Mietverträgen für Verwaltungs- und Lagerräume in Höhe von insgesamt TEUR 12.000. 5.2 Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 60 Mitarbeiter. Dabei handelt es sich um 54 Vollzeit- und 6 Teilzeitbeschäftigte. 5.3 Anteilsbesitzliste
5.4 Geschäftsführung Herr Hüseyin Kuru (bis 15.06.2023, verstorben), hauptberuflicher Geschäftsführer der Gesellschaft Herr Berkay Kuru, hauptberuflicher Geschäftsführer der Gesellschaft Herr Hakan Kuru (ab 14.03.2024, neu bestellt), hauptberuflicher Geschäftsführer der Gesellschaft Frau Tülin Abaci (bis 02.09.2022), hauptberufliche Geschäftsführerin der Gesellschaft Es wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 5.5 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den gesamten Jahresüberschuss und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Dieser Vorschlag wird der Gesellschafterversammlung zur Abstimmung vorgelegt.
Ratingen, den 23. Juli 2024 MARMARA Import-Export GmbH gez. Berkay Kuru gez. Hakan Kuru Anlage zum Anhang Entwicklung des Anlagevermögens(erweiterte Bruttodarstellung)
sonstige Berichtsbestandteile
Ratingen, den 23. Juli 2024 MARMARA Import-Export GmbH gez. Berkay Kuru gez. Hakan Kuru Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MARMARA Import-Export GmbH, Ratingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MARMARA Import-Export GmbH, Ratingen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MARMARA Import-Export GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 30. September 2024 KPMG
AG
gez. Beatrix Wengenroth, Wirtschaftsprüferin gez. Björn Lusmeyer, Wirtschaftsprüfer 01.12.2024 01.12.2024 |
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