Protec-24 facility service GmbH

Dörntener Straße 17, 38644 Goslar, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 201568
Vorher
Protec24 facility service NORD GmbHProtec-24 facility service NORD GmbH
Eingetragen
20.1.2009
Branche
Herstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand und Zweck des Unternehmens ist a) die Wartung und Betreuung von Tür-, Tor- und sonstigen Schließanlagen, b) die Ausführung sämtlicher damit verbundener Montagearbeiten, c) der Verkauf des dafür notwendigen Zubehörs d) sowie der Betrieb aller damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Weiterhin sind Gegenstand und Zweck des Unternehmens e) die Entwicklung von Brandschutzvorrichtungen für Batterien, f) die Entwicklung von Sensorsystemen und deren Software für Brand- und Rauchgase, g) die Entwicklung von Schutzhüllen für Kraftfahrzeuge, h) die Entwicklung von geeigneten Textilien bzw. Fassadenverkleidungen oder Vorhängen, die dem Schutz vor Fremdeinwirkungen, Witterungseinflüssen, Brandgefahren etc. dienen i) sowie die Entwicklung, Implementierung und Wartung der zum Betrieb der Anlagen und Systeme nötigen Firm- und Software und ferner auch die Vermarktung der dazugehörigen geschaffenen Technologien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Dolipski
seit 6.9.2024
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Protec-24 facility service GmbH

Goslar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A) Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Als führendes Dienstleistungsunternehmen im Bereich der technischen Gebäudeausstattung bietet Protec-24 facility service GmbH alle Leistungen aus einer Hand für Türen, Tore, Brandschutzsysteme und Verladetechnik. Mit seinem 360o Leistungsprinzip umfasst das Unternehmen das gesamte Portfolio rund um die Beratung, Prüfung und Wartung, Instandhaltung und Installation von Neuanlagen dieser Anwendungen.

Protec-24 ist Teil der Stöbich-Unternehmensgruppe, eine der am Weltmarkt führenden Unternehmensgruppen im vorbeugenden baulichen Brandschutz. Zur Stöbich-Unternehmensgruppe zählen außer der Protec-24 facility service GmbH insgesamt 27 Unternehmen. Hiervon 10 ausländische Vertriebsgesellschaften.

Die Unternehmen der Stöbich-Unternehmensgruppe befassen sich zum einen mit der Installation von innovativen, vorbeugenden baulichen Brandschutzanlagen im gewerblichen Bereich. Diese werden selbst entwickelt und in Deutschland produziert. Die Anlagen werden in Deutschland, Europa, in Nordamerika und zwischenzeitlich auch in Asien vertrieben und installiert.

Darüber hinaus werden in Deutschland und Europa Dienstleistungen im Zusammenhang mit baulichen Brandschutzanlagen erbracht.

B) Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Wirtschaftsentwicklung in Deutschland im Jahr 2023

Im Jahr 2023 betrug das deutsche Bruttoinlandsprodukt rund 4,12 Billionen Euro. Nominal ist das BIP also kräftig gestiegen, was jedoch in der Inflation begründet ist. Preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, steigende Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession (Quelle: Statista).

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe 2023 ca. 162,6 Mrd. Euro. Nominal stieg der Umsatz in allen Betrieben damit um 1,3 %, real verlor er ca. 5 % zum Vorjahr. Es war das dritte Jahr infolge mit deutlich realen Verlusten. Für 2024 rechnet der ZDB mit einem weiteren Rückgang bei der Umsatzentwicklung um real 3 % und einem Beschäftigungsrückgang von bis zu 30.000 auf ca. 900.000 Beschäftigte.

Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Auch hier bremsen die Zinsentwicklung und die Energiepreisentwicklung die Investitionsneigung für Bauten ein. So verfehlten die Neubau-Genehmigungen für Büro- und Verwaltungsgebäude, bemessen nach Baukosten, das Vorjahresvolumen um fast 20 %. Lagergebäude konnten ihre Rallye der Vorjahre nicht weiter fortsetzen (-11 %). Handelsgebäude (-12 %) und Hotel und Gastronomie (- 34 %) erholen sich nach der Corona-Pandemie immer noch nicht. Einzig Fabrikgebäude schließen mit einem positiven Saldo (+6 %). Für Neu- und Umbaumaßnahmen in Wirtschaftsbauten fehlen zum Vorjahr nominal insgesamt ca. 4,2 Mrd. € (-10 %) (Quelle: ZDB - Zentralverband Deutsches Baugewerbe).

C) Beschreibung der Geschäftstätigkeit sowie Erfolgsfaktoren

I. Leistungsumfang

Die Protec-24 facility service GmbH agiert überwiegend als Dienstleistungsunternehmen im Bereich der technischen Gebäudeausstattung und bietet ein breites Portfolio rund um die Beratung, Prüfung, Wartung, Instandhaltung, Installation und Modernisierung von Türen, Toren und von Brandschutzsystemen. Der Hauptfokus liegt hierbei im Bereich der Service- und Wartungsdienstleistungen.

II. Branchenfokus im Absatzmarkt

Die vom Unternehmen als Absatzmarkt gesehenen Branchen sind breit gestreut und haben daher eine sehr unterschiedliche Abhängigkeit von konjunkturellen Einflüssen. Eine Vielzahl von Einzelbranchen befindet sich im Fokus, von der Industrie im Allgemeinen bis hin zur öffentlichen Hand.

III. Geografie der Absatzmärkte

Die Dienstleistungen des Unternehmens fokussieren sich im Wesentlichen auf den deutschsprachigen Markt.

IV. Rechtliche Rahmenbedingungen für die Absatzmärkte

Investitionen in den vorbeugenden baulichen Brandschutz werden überwiegend durch Normungsarbeit initiiert und gleichzeitig begrenzt. In Europa ist dies größtenteils noch national geregelt. Die Bedeutung übergreifender europäischer Normen nimmt allerdings stetig zu.

Durch Baugenehmigungen werden für Neusowie Umbauten Brandschutzkonzepte gefordert. Hieraus ergeben sich Auftragspotenziale für die Service- und Wartungsarbeiten der durch das Schwesterunternehmen Stöbich Brandschutz GmbH vertriebenen und installierten Gewerke. Damit leistet die Protec-24 facility service GmbH einen wichtigen Beitrag zur Gesamtbetrachtung des Produktlebenszyklus innerhalb der Stöbich-Gruppe.

V. Standorte

Die Protec-24 facility service GmbH unterhält neben dem Hauptstandort Dörntener Str. 17, 38644 Goslar, noch folgende Standorte innerhalb Deutschlands:

Ladehofstraße 26, 93049 Regensburg

Max-Planck-Str. 13, 59423 Unna

VI. Vertriebsstrukturen

Die Protec-24 facility service GmbH agiert überwiegend als Dienstleistungsunternehmen im Bereich der technischen Gebäudeausstattung und bietet ein breites Portfolio rund um die Beratung, Prüfung, Wartung, Instandhaltung, Installation und Modernisierung von Türen, Toren und von Brandschutzsystemen.

VII. Entwicklung des Auftragseingangs

Der Auftragseingang konnte seit Bestehen des Unternehmens kontinuierlich gesteigert werden und liegt 2023 mit ca. 38 Mio. Euro leicht über Vorjahresniveau.

VIII. Forschung und Entwicklung

Die Protec-24 facility service GmbH unternimmt keine F&E - Aktivitäten. F&E-Aktivitäten werden in eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der operativen Schwesterunternehmen ausgeführt.

IX. Einkauf

1. Beschaffung

Das Unternehmen kann aufgrund von Kooperationen mit anderen Unternehmen der Stöbich-Gruppe bzw. aufgrund langfristiger Partnerschaften zentrale Komponenten gesichert beschaffen. Dies erfüllt einerseits den hohen Qualitätsstandard und sichert andererseits auch die höchsten Sicherheitsanforderungen der Stöbich-Produkte, die den Vorgaben der Zulassungszertifikate entsprechen müssen. Bei A-Teilen bestehen ebenfalls langfristige Lieferbeziehungen, die eine umfassende und zeitgerechte Beschaffung gewährleisten.

2. Vorratspolitik

Die Vorräte werden zielgerichtet optimiert. Hierbei wird jedoch nicht außer Acht gelassen, dass das Unternehmen eine hohe Flexibilität zur Abwicklung der Aufträge benötigt.

X. Investition

Alle Investitionen in Gebäude (und teilweise in Maschinen) erfolgen überwiegend in gesonderten Besitzgesellschaften der Unternehmensgruppe, die als Vermieter agieren.

XI. Vertriebstätigkeiten

Im Fokus der Vertriebsaufgaben steht eine zielgruppen- und potentialorientierte Marktbearbeitung. Hierfür werden die Vertriebsmitarbeiter regelmäßig durch gezielte Schulungsmaßnahmen und Vertriebsstrategien weiterqualifiziert. Sie können sich somit bei allen Kunden, vom Architekten über Generalunternehmer bis hin zu privaten und öffentlichen Bauherren, deutlich vom Wettbewerb differenzieren.

XII. Personal

Zur besseren Weiterbildung der Mitarbeiter der Stöbich-Gruppe wurde im Jahr 2023 die Gründung einer Stöbich Academy beschlossen. Diese Aktivitäten finden zunächst in der Protec-24 statt.

XIII. Umweltschutz

Aktiver Umweltschutz ist Teil der Führungsphilosophie. Im Premium Codex sowie im Leitbild der Familie Stöbich ist ein sparsamer Ressourcenumgang explizit vermerkt.

Für die Gruppe wurde im Geschäftsjahr in der Stöbich Brandschutz GmbH ein ESG-Beauftragter ernannt.

Des Weiteren besteht für Mitarbeiter die Leasingmöglichkeit für Fahrräder über das Unternehmen, um beim Weg zur Arbeit sogar ganz auf das Auto verzichten zu können.

XIV. Wichtige Vorgänge

Der militärische Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 und die damit verbundenen Sanktionen gegenüber Russland und Belarus haben ebenfalls erhebliche Auswirkungen weltweit und auch auf Unternehmen in Deutschland. So machen sich auch bei der Stöbich Brandschutz GmbH zwischenzeitlich daraus resultierende Beeinträchtigungen in den Lieferketten bemerkbar, vor allem im Bereich von Elektronikbauteilen/Platinen. Aktuell sind diese jedoch, auch aufgrund der bereits eingeleiteten Gegenmaßnahmen, noch als beherrschbar einzuschätzen. Bestehende Geschäftsbeziehungen mit Russland und Belarus wurden vollständig eingestellt. Die durch die Krise ausgelösten deutlichen Energiekostensteigerungen treffen auch die Stöbich-Gruppe. Hier wird versucht, diesen durch Volumeneffekte im Rahmen des KIM-Verbundes (Kooperationsinitiative Maschinenbau e.V. in der Region Braunschweig) entgegenzuwirken. Die Auftragslage ist hiervon bislang nicht beeinflusst. Es bleibt jedoch abzuwarten, inwiefern sich Haushaltsprioritäten stärker betroffener Unternehmen zukünftig verschieben und damit möglicherweise einen negativen Effekt zulasten der Auftragslage haben werden.

Die zukünftigen Auswirkungen von Krisen wie der Krieg in der Ukraine oder in Israel auf die Geschäftslage der Stöbich-Gruppe sind maßgeblich von deren weiterer Entwicklung abhängig und können zum aktuellen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden.

Die gestörten Lieferketten und die verzögerte Abwicklung von Baustellen hat den Geschäftsverlauf der Stöbich Brandschutz GmbH im Jahr 2022 nachhaltig gestört. Der steigende Liquiditätsbedarf konnte im Herbst 2022 nicht mehr aus eigener Kraft gedeckt werden, so dass die Geschäftsführung die nexpert AG mit der Prüfung ihrer Liquiditätsplanung und in der Folge mit der Erstellung eines Sanierungsgutachtens gemäß höchstrichterlicher Rechtsprechung beauftragt hat. Dieses Gutachten vom 27. April 2023 attestiert die Sanierungsfähigkeit und die geschlossene Finanzierung der Gruppe bis 31.12.2025: "Im Rahmen unserer Tätigkeit sind wir zu der abschließenden Einschätzung gelangt, dass aufgrund der im vorliegenden Sanierungskonzept beschriebenen Sachverhalte, Erkenntnisse, Maßnahmen und plausiblen Annahmen das Unternehmen bei objektiver Betrachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit saniert werden kann."

Als wesentlicher Bestandteil der Stöbich-Gruppe ist die Protec-24 im Sanierungsgutachten für die Stöbich-Gruppe enthalten. Aufgrund der guten Ertrags- und Liquiditätslage sind für die Protec-24 keine Sanierungsmaßnahmen notwendig und auch nicht geplant.

D) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

I. Kapitalstruktur

Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital beträgt TEUR 10.969. Dieser ist aufgrund des seit 1.1.2022 wirkenden Gewinnabführungsvertrags unverändert zum Vorjahr. Quotal ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr mit 53,3 % ein Rückgang (60,8 % in 2022), da das Jahresergebnis 2023 in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wird. Die Bilanzsumme steigt, ohne dass das Eigenkapital wächst.

Wie bereits in den vorherigen Jahren wurde die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der getätigten Investitionen aus eigenen Mitteln der Gesellschaft sichergestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Stöbich-Gruppe betragen zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 6.209 (Vorjahr: TEUR 3.740). In dieser Summe ist ein Betrag in Höhe von TEUR 3.623 (Vorjahr: TEUR 3.340) für die Gewinnabführung enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt auf TEUR 947 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 428) erhöht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 705 (Vorjahr: TEUR 618).

II. Vermögensstruktur

Im Geschäftsjahr hat sich das Anlagevermögen verringert und beträgt TEUR 286 (Vorjahr: TEUR 317), 1,4 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 1,8%).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Bilanzstichtag TEUR 13.564 (Vorjahr: TEUR 13.333). In diesem Betrag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.768 (Vorjahr: TEUR 3.837) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 9.554 (Vorjahr: TEUR 9.277) enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 219).

Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 3.010 (Vorjahr: TEUR 1.419). Die Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr wurde ausschließlich aus Eigenmitteln bzw. gruppeninternen Mitteln finanziert.

III. Ertragslage

Die Umsätze sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.261 auf TEUR 32.712 gestiegen. Die Steigerung resultiert aus der wieder wachsenden Kapazität.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind absolut mit TEUR 410 gegenüber TEUR 301 im Vorjahr um TEUR 109 gestiegen. Ursache sind hierfür Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 157.

Der Personalaufwand ist 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.942 gestiegen und beträgt TEUR 12.374. Die Personalaufwandsquote liegt (im Verhältnis zur Gesamtleistung) bei 37,8 % (Vorjahr: 36,7 %).

Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert und betragen TEUR 188.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind absolut mit TEUR 10.527 gegenüber TEUR 8.608 im Vorjahr deutlich gestiegen. Im Verhältnis zur Gesamtleistung haben sich diese mit 32,2 % zum Vorjahr (30,3 %) ebenfalls erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus höheren Umlagen für zentrale Dienstleistungen (TEUR 1.514).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor Steuern und Ergebnisabführung) im Berichtsjahr beträgt TEUR 3.635 nach TEUR 3.354 im Jahr 2022.

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf für das abgelaufene Geschäftsjahr als zufriedenstellend und geht davon aus, dass sich die Geschäftslage in den Folgeperioden aufgrund der langfristig angelegten Strategie der Protec-24 weiter positiv entwickeln wird.

E) Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung

I. Umfeld- und Branchenrisiken für den Absatzmarkt

1. Rechtliche Rahmenbedingungen

Durch Mitarbeit in verschiedenen Normungsausschüssen wird das Knowhow der Stöbich-Gruppe stetig eingebracht. Erkenntnisse werden frühzeitig berücksichtigt. Die Harmonisierung und Anpassung der Normen werden verfolgt und durch Produktanalysen abgeglichen.

2. Kunden- und Produktstruktur

Die Branchenstruktur ist bezogen auf Kunden und Produkte sehr vielfältig. Einzelne Kunden stellen einen Umsatzanteil von max. 2 % dar. Es besteht damit eine breite Risikostreuung.

3. Konjunktur

Aussagen über Konjunkturverläufe sind grundsätzlich mit hoher Unsicherheit belegt. Durch innovative Produkte und stärkere Internationalisierung der Marktaktivitäten wird jedoch versucht konjunkturellen Schwankungen zu begegnen. Die Produkt- und Vertriebsstrategie ist langfristig angelegt und nachhaltig.

II. Umfeld- und Branchenrisiken für den Beschaffungsmarkt

1. Material

Viele Bau- und Ersatzteile sind frei verfügbare Rohstoffe. Darüber hinaus existieren klare Strategien, die zum einen dahingehen, die Kernkomponenten in der eigenen Unternehmensgruppe zu beziehen, zum anderen werden mit Schlüssellieferanten enge Partnerschaften gepflegt. Durch Ansprache neuer Lieferanten, zusätzlichen Beschaffungswegen und neuen Logistikpartnern werden weitere Maßnahmen zur Beschaffungssicherheit implementiert.

2. Personal

Die Gesellschaft betreibt eine eigene Ausbildungs- und Fortbildungspolitik. Auch in Zukunft werden Auszubildende in technischen Berufen ausgebildet. Zur effizienten Bewerberverwaltung wird mit einer speziellen Software gearbeitet.

Das Personalentwicklungsprogramm wird weiter ausgebaut und intensiviert. Im Jahr 2024 ist geplant die Stöbich Academy neu zu konzipieren und für die gesamte Gruppe förderlich auszubauen.

III. Finanzrisiken

Aufgrund des 2022 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages und der damit verbundenen Gewinnabführung ist das Eigenkapital unverändert. Die Finanzierung von Investitionen erfolgt im Wesentlichen aus dem Eigenkapital.

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Kontokorrentlinien i. H. v. TEUR 400 von Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen.

Wechselkursrisiken entstehen, bedingt durch die ausschließliche Tätigkeit im Euroraum, nicht.

IV. Organisationsrisiken

Die Unternehmensprozesse laufen weitgehend stabil und belastbar. Die Aufbauorganisation besteht langjährig und hat sich bewährt. Organisationsrisiken sind weitgehend minimiert.

V. Rechtliche Risiken

Personen-, Sach- und Vermögensschäden sind durch eine konzernübergreifende Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt.

Für die Geschäftsführer der Gesellschaft besteht eine D&O Versicherung.

VI. Zusammenfassung der Risikolage der Gesellschaft

Der Fachkräftemangel konnte die positive Entwicklung der Protec-24 im Jahr 2023 nicht bremsen. Mit weiterhin hohen Auftragseingängen sowie der in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigerten Durchsetzungsquote bei Angeboten im Markt hat die Protec-24 facility service GmbH auch im Geschäftsjahr 2023 gezeigt, dass die bestehenden Risiken grundsätzlich beherrschbar sind und Chancen im Markt mit hoher Innovationskraft erkannt und strategisch erfolgreich umgesetzt werden können. Bestandsgefährdende Risiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

F) Chancen der künftigen Entwicklung

I. Marktchancen

Die wesentlichen Märkte der Protec-24 facility service GmbH sind im deutschsprachigen Raum zu sehen.

Der deutsche Markt ist der Stammmarkt des Unternehmens. Der Umsatz im Bereich von Wartung von Brandschutztoren und Vorhängen wird aufgrund des robusten Inlandsmarktes und der geltenden Regularien auch künftig sehr stabil erwartet.

II. Leistungswirtschaftliche Anreize

Erfolgsabhängige Entlohnungskomponenten sind Bestandteil der Vergütung von Führungskräften. Monatliche Auswertungen der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen dienen als Steuerungs- und Risikomanagementinstrument.

III. Zusammenfassung der Chancenlage

Bei einer in 2023 gegenüber 2022 bereits wieder deutlich gestiegenen Mitarbeiteranzahl hat die Protec-24 die Grundlage für erneutes Wachstum in den folgenden Geschäftsjahren geschaffen. Der Markt bietet weiterhin Potential, daher überwiegen die Chancen die Risiken deutlich.

G) Prognosebericht

I. Personalentwicklung

Zielsetzung in der gesamten Gruppe ist es, ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben. Die Ausbildung ist eine wichtige Strategie zur Gewinnung zukünftiger Facharbeiter. Die gezielte Weiterbildung von Mitarbeitern bietet das Potenzial für die Entwicklung von Spitzenkräften.

Eine eigene Ausbildungs- und Fortbildungspolitik sichert uns den zukünftigen Bedarf an technischen und kaufmännischen Fachkräften.

II. Wissensmanagement

Das spezifische Unternehmenswissen ist in gesicherten Wissens-Datenbanken dokumentiert, für jeden im Unternehmen im Zugriff und wird permanent aktualisiert.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragsplanung

Die Investitionen im Jahr 2023 haben sich auf Arbeitsmittel und Büroausstattung beschränkt. Dies erwarten wir ebenfalls für das Geschäftsjahr 2024.

Das Vorratsvermögen ist auf Servicematerialien eingegrenzt und wird in Abhängigkeit des zu erwartenden Umsatzes geplant.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sollen im Verhältnis zur Umsatzentwicklung weiter reduziert werden.

Die Gesellschaft geht weiterhin davon aus, dass das operative Geschäft, wie auch bisher, aus den eigenerwirtschafteten liquiden Mitteln finanziert werden kann. Im Planungszeitraum bestehen aus heutiger Sicht weiterhin die finanziellen Voraussetzungen für Wachstum.

Bei einem geplanten moderaten Umsatzwachstum sowie weiteren Maßnahmen zur positiven Entwicklung der Aufwandsquoten von Personal und Material geht die Gesellschaft für das Jahr 2024 sowie die Folgejahre von einer nachhaltig positiven Rentabilität auf aktuellem Niveau aus.

Zu den möglicherweise aus dem Ukraine-Krieg oder weiteren auftretenden Krisen resultierenden Risiken wird auf die Ausführungen unter C) XIV. verwiesen. Auf die einer Prognose stets inhärente Unsicherheit wird vorsorglich hingewiesen.

 

Goslar, 13. Dezember 2024

Alexander Dolipski

Helmut Schaller

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 108.760,00 154.210,00
davon Geschäfts- oder Firmenwert 108.751,00 153.751,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.580,53 162.373,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.720.663,07 2.965.695,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.564.241,51 13.333.195,30
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.554.120,80 9.276.939,09
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.010.228,29 1.419.042,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 818,39 1.061,83
20.582.291,79 18.035.578,20

PASSIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 3.783.692,93 3.783.692,93
III. Gewinnvortrag 7.155.788,26 10.969.481,19 7.155.788,26
B. Rückstellungen 1.264.697,16 1.722.630,00
C. Verbindlichkeiten 8.348.113,44 5.343.467,01
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.209.117,75 3.740.239,15
davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 5.265.972,73 (Vorjahr: TEUR 3.634)
20.582.291,79 18.035.578,20

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 26.370.850,10 22.308.404,10
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.015.836,53 -8.375.722,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.357.710,21 -2.056.061,37
- davon für Altersversorgung: EUR 2.723,05 (Vorjahr: TEUR 3)
-12.373.546,74
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -188.363,79 -197.649,30
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -10.526.533,84 -8.607.963,83
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 876,96 (Vorjahr: TEUR 0)
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 283.678,88
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 284)
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 383.790,33 822,78
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 365.840,86 (Vorjahr: TEUR 0)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.742,18 -1.258,05
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 23.169,82 (Vorjahr: TEUR 0)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.117,38 0,00
9. Ergebnis nach Steuern 3.630.336,50 3.354.250,42
10. sonstige Steuern -7.350,75 -14.253,51
11. auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -3.622.985,75 -3.339.996,91
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

1. Allgemeine Angaben

Die Protec-24 facility service GmbH hat ihren Sitz in Goslar und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Braunschweig unter HRB 201568.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten sind bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbare Risiken auf Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt worden.

Die Bewertung wurde unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens vorgenommen.

2.1. Anlagevermögen

2.1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer zwischen drei und 15 Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 8 Jahren linear abgeschrieben.

2.1.2. Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen einem und 15 Jahren auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Sammelposten wurden nicht gebildet.

2.2. Umlaufvermögen

2.2.1. Vorräte

Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren gleichbleibenden Bestand an Kleinmaterial wurde ein auf Basis der durchschnittlichen Einkaufspreise ermittelter Festwert (TEUR 25) angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

2.2.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

2.3. Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für Zeiten nach diesem Tag darstellen.

2.4. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

2.5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung werden im Anlagenspiegel detailliert dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwert

Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wird über die durchschnittliche Restlaufzeit der übernommenen Wartungsverträge abgeschrieben.

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Gesamt Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.564 13.333
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 56 54
davon gegen verbundene Unternehmen 9.554 9.277

3.3. Eigenkapital

Am 27.04.2022 wurde ein Gewinnabführungsvertrag mit der gte Brandschutz GmbH geschlossen. Das Jahresergebnis zum 31.12.2023 wird als Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen.

3.4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitsspiegel zum 31.12.2023

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Restlaufzeit besichert Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr > 5 Jahre bis 1 Jahr > 5 Jahre
Gesamt 8.348 0 0 5.344 0
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.209 0 0 3.740 0

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

historische Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 575.358,27 0,00 0,00 575.358,27
davon Geschäfts- oder Firmenwert 410.000,00 0,00 0,00 410.000,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.096.101,68 161.615,79 496.456,05 761.261,42
1.096.101,68 161.615,79 496.456,05 761.261,42
1.671.459,95 161.615,79 496.456,05 1.336.619,69
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 421.148,27 45.450,00 0,00 466.598,27
davon Geschäfts- oder Firmenwert 256.249,00 45.000,00 0,00 301.249,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 933.728,15 142.913,79 492.961,05 583.680,89
933.728,15 142.913,79 492.961,05 583.680,89
1.354.876,42 188.363,79 492.961,05 1.050.279,16
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 108.760,00 154.210,00
davon Geschäfts- oder Firmenwert 108.751,00 153.751,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.580,53 162.373,53
177.580,53 162.373,53
286.340,53 316.583,53

4. Sonstige Angaben

4.1. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Für von der Bank eingeräumte Kreditlinien in Höhe von 10,2 Mio. EUR, die zum Stichtag von der Stöbich Brandschutz GmbH in Höhe von 7.407 TEUR in Anspruch genommen wurden, sind im Rahmen des Sicherheitenpoolvertrages vom 29.11.2022 Sicherheiten in Form der Abtretung von Rückgewährungsansprüchen in Höhe von 1.200 TEUR vereinbart worden.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen ist als gering einzuschätzen, da die begünstigte Gesellschaft eine gute Bonität aufweist.

4.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mit der Stöbich Brandschutz GmbH wurde eine Provisionsvereinbarung für die Vermittlung potenzieller Wartungskunden vereinbart. Dieser Vertrag verpflichtet zu regelmäßiger Zahlung in den Folgejahren. Aufgrund umsatzabhängiger Berechnung lässt sich die Höhe zukünftiger Zahlungen nicht im Vorhinein berechnen.

Zahlungsverpflichtungen aus bestehenden Verträgen:

Alle Angaben in TEUR 2024 2025 2026
PKW-Leasingverträge 845 582 390
E-Bike Leasingverträge 29 18 8
Büro Miete/Leasing 394 394 394
davon mit verbundenen Unternehmen 195 195 195
sonstige finanzielle Verpflichtungen gesamt 1.268 994 792
Alle Angaben in TEUR 2027 2028 Summe
PKW-Leasingverträge 165 0 1.982
E-Bike Leasingverträge 0 0 55
Büro Miete/Leasing 394 394 1.970
davon mit verbundenen Unternehmen 195 195 975
sonstige finanzielle Verpflichtungen gesamt 559 394 4.007

4.3. Geschäftsführung

Alexander Dolipski, Hüllhorst, COO - Chief Operating Officer (seit 24.07.2024)

Dirk-Olaf Petersen, Hannover, Leiter zentrale Dienste (vom 24.08.2023 bis zum 23.07.2024)

Helmut Schaller, Goslar, Geschäftsführer Vertrieb

4.4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden 557 TEUR gewährt.

4.5. Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2023 2022
Anzahl Lohnempfänger 120 105
Anzahl Angestellte 104 92
Anzahl Auszubildende 0 1
Gesamt 224 198

4.6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

4.7. Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Aufgrund eines am 27.04.2022 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages wird der Gewinn als Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter, der gte Brandschutz GmbH, ausgewiesen.

4.8. Konzernabschluss

Im Geschäftsjahr 2023 wird das Unternehmen in den Konzernabschluss der Stöbich Holding GmbH & Co. KG, Goslar, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

 

Goslar, 13. Dezember 2024

Alexander Dolipski

Helmut Schaller

Der Jahresabschluss wurde wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. Januar 2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Protec-24 facility service GmbH, Goslar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Protec-24 facility service GmbH, Goslar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Protec-24 facility service GmbH, Goslar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 16. Dezember 2024

MAACK & Company GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Susanne Schmuck, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

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