Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 45010
Vorher
Bayerngrund Grundstücksbeschaffungs- und -erschließungsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
5.12.2001
Branche
Bauträger für WohngebäudeErschließung von unbebauten GrundstückenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Grundstücksbeschaffung und Grundstückserschließung, insbesondere im Rahmen der Landesplanung, der Landesentwicklung, der Entwicklung der Kommunen und der Orts- und Stadtsanierung, sowie Veräußerung erworbener Grundstücke; Tätigkeit zur Unterstützung des sozialen und freifinanzierten Wohnungsbaus, kommunaler, kommunalnaher und staatlicher Hoch- und Tiefbauvorhaben und öffentlich-rechtlicher Planungsträger; im Wege der Geschäftsbesorgung finanzwirtschaftliche Durchführung und Betreuung von kommunalen Maßnahmen, insbesondere der Infrastruktur, des Umweltschutzes und der Stadterneuerung, sowie finanztechnische Betreuung der von ihr durchgeführten Projekte; Begleitung und Umsetzung von Projekten im kommunalen Interesse, insbesondere im Bereich Erneuerbare Energien.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
50.00%
Freistaat Bayern (vertreten durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen)
25.00%
Bayerische Ärzteversorgung Anstalt des öffentlichen Rechts
25.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
500.000 €
50.00%
Freistaat Bayern (vertreten durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen)
Germany
250.000 €
25.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bayerngrund Grundstücksbeschaffungs- und -erschließungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Bayerngrund Grundstücksbeschaffungs- und -erschließungsgesellschaft mit beschränkter Haftung (im folgenden Bayerngrund genannt) bietet Kommunen Dienstleistungen bei der Bauland- sowie bei der kommunalen Infrastruktur- und Immobilienentwicklung an. Ebenso umfasst das Leistungsbild Stadt- und Ortsentwicklungs- sowie Konversionsmaßnahmen. Bayerngrund bietet den Kommunen personelle Ressourcen, spezifische Projektentwicklungs- und -durchführungserfahrung gepaart mit einer Finanzierung und der kaufmännischen Betreuung. Kommunen leiden unter knappen personellen Ressourcen, die ihnen kaum Spielräume lassen die Vielzahl notwendiger Vorhaben neben dem laufenden Geschäftsbetrieb umzusetzen. Sanierung und Neubau von Schulen, Kindertagesstäten und weiteren kommunalen Immobilien drängen ebenso wie die Ertüchtigung von Wasserver- und Abwasserentsorgungseinrichtung sowie die Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen samt Umsetzung kommunalen Wohnungsbaus. Hinzu kommt, dass die Vor- und Zwischenfinanzierung der Projekte die kommunalen Haushalte stark belasten würde. Das Dienstleistungsangebot der Bayerngrund bietet eine Lösung für diese Engpässe, die nahezu alle Kommunen verspüren.

1. Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Kundenzielgruppe sind Kommunen bzw. alle kommunalen Gebietskörperschaften. Angeboten werden Grunderwerbsmodelle für den Grundstückszwischenerwerb ebenso wie für den Direkterwerb durch die Kommune, die Schaffung von Bauland als Erschließungsträger nach § 11 BauGB, Dienstleistungen zur Revitalisierung von Stadt- und Ortsteilen und zur Entwicklung von Brach- und Konversionsflächen sowie die Umsetzung von Baumaßnahmen im Hoch- und Tiefbau für die Kommune.

Die Gesellschaft genießt bei den Kommunen einen hohen Bekanntheitsgrad und einen sehr guten Ruf. Das erweiterte Produktangebot wird von den Kommunen zunehmend wahrgenommen und stößt auf großes Interesse.

Der Geschäftserfolg ist von verschiedenen äußeren Rahmenbedingungen abhängig, u. a. vom Investitionsverhalten der Kommunen, von kommunal- und aufsichtsrechtlichen Regelungen und vom Investitions-, Bauland- und Wohnraumbedarf. Das seit 2017 erneuerte Produktangebot wurde vom Markt sehr gut angenommen.

Die Dienstleistungen der Gesellschaft wurden bereits davor kontinuierlich den sich ändernden Marktgegebenheiten angepasst. Als richtige Entscheidung hat sich die Entwicklung eines Angebots an Kommunen zur Übernahme von Erschließungsträgerschaften nach § 11 Abs. 1 BauGB (früher § 124 BauGB) und die Fortentwicklung zu einem fachtechnisch kompetenten Dienstleister erwiesen. Die Nachfrage bewegt sich in den letzten Jahren auf einem konstant hohen Niveau. Ebenso erfreuten sich die umfassenden Dienstleistungen im Städtebaulichen Projektmanagement großen Interesses. Nach dem Wegfall der reinen Finanzierungslösungen kann Bayerngrund weiterhin zielführende Grunderwerbsmodelle zur Vorbereitung der Baulandentwicklung, aber auch für kommunale Investitionsmaßnahmen anbieten. Die Einführung einer am Markt ganz neuen Dienstleistung, dem Baumodell, trifft den Bedarf vieler Kommunen und setzt sich immer mehr durch.

Von den Bürostandorten München, Nürnberg und Chemnitz aus bietet Bayerngrund Kommunen ein umfangreiches Paket an Leistungen zur Umsetzung aller Bauland- und Immobilienentwicklungsmaßnahmen sowie auch vielfältiger Leistungen bei der Orts- und Stadtentwicklung nebst der Entwicklung von Konversions- und Brachflächen an. Damit folgt die Gesellschaft in ihrem Dienstleistungsangebot auch dem im Baugesetzbuch verankerten Vorrang der Innenentwicklung.

2. Entwicklung der einzelnen Dienstleistungssparten

Grunderwerb durch Bayerngrund GmbH/treuhänderischer Grunderwerb

Der verwaltete Flächenbestand hat sich durch Ankäufe um rd. 27.000 qm nach 356.000 qm im Vorjahr weiter erhöht. Die Forderungen aus Treuhandverhältnissen aus dem Grundstücksgeschäft erhöhten sich im Berichtsjahr von EUR 16,6 Mio. auf EUR 19,8 Mio.

In 2023 konnten keine neuen Verträge über den Treuhanderwerb von Grundstücken abgeschlossen werden. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich auch das vereinfachte Grunderwerbsmodell, das nach dem Wegfall des Finanzierungsmodells der Kommune weiterhin die Möglichkeit bietet über Bayerngrund direkt Grundstücke zu erwerben. Die Forderungen aus Treuhandverhältnissen aus dem vereinfachten Grunderwerbsmodell liegen mit EUR 25,0 Mio. nach EUR 6,5 Mio. über Vorjahresniveau. Die Honorarerträge aus der Dienstleistungssparte "Grunderwerb durch Bayerngrund GmbH" konnten gegenüber dem Vorjahr um 12 % erhöht werden.

Finanzierungen auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen

Die treuhänderischen Finanzierungsprodukte wurden auf Grund der Feststellungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Neugeschäft beendet. Laufende Projekte werden vertragsgemäß abgewickelt. Die Finanzierungsvolumen und Honorarerträge in diesen Geschäftssparten werden sich sukzessive zurückentwickeln.

Kommunaler Grunderwerb: Bei dieser Dienstleistungssparte erwerben die Kommunen die Grundstücke selbst. Mit der finanziellen Abwicklung und weiteren Dienstleistungen beauftragen die Kommunen Bayerngrund. Die Forderungen aus Treuhandverhältnissen aus dem kommunalen Grunderwerb liegen mit EUR 17,3 Mio. nach EUR 22,8 Mio. unter Vorjahresniveau. Die Honorarerträge aus dieser Sparte sind gegenüber dem Vorjahr weiter rückläufig.

Kommunaler Grunderwerb und Erschließung: Zur Vereinfachung wurde statt zweier getrennter Verträge zwischen der Kommune und Bayerngrund GmbH nur ein "Kombi"-Vertrag abgeschlossen und die Dienstleistungen "Kommunaler Grunderwerb" und "Erschließung" zusammengefasst. Die Forderungen aus Treuhandverhältnissen aus Grunderwerbs-/Erschließungsmaßnahmen sind von EUR 18,1 Mio. auf EUR 16,9 Mio. leicht gesunken. Die Honorarerträge aus dieser Sparte sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls rückläufig.

Erschließungsmaßnahmen: Die Forderungen aus Treuhandmaßnahmen aus Erschließungsmaßnahmen liegen mit TEUR 200 weiter nah am Vorjahresniveau. Die Honorarerträge aus dieser Sparte sind in 2023 auf 0 € gesunken.

Kommunale Baumaßnahmen: Die Forderungen aus Kommunalen Baumaßnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr von 80,3 Mio. auf 69,4 Mio. zurückgegangen. Die Honorarerträge sind gegenüber dem letzten Jahr von TEUR 52,6 auf TEUR 38,5 gesunken.

Erschließungsträgerschaften

Als Erschließungsträger verpflichtet sich Bayerngrund in einem städtebaulichen Vertrag, die Erschließungsanlagen im eigenen Namen herzustellen. Die Kosten werden mit den Grundstückseigentümern privatrechtlich abgerechnet. Sowohl beitragsfähige als auch nicht beitragsfähige Erschließungsanlagen werden ohne Eigenbelastung der Kommune umgelegt, beitragsrechtlich komplexe Fallgestaltungen können einvernehmlich gelöst werden. Die Nachfrage nach diesen Leistungen der Gesellschaft stabilisiert sich auf hohem Niveau.

Die unfertigen Leistungen aus noch nicht abgerechneten Erschließungsträgerschaften sind gegenüber dem Vorjahr durch eine große Zahl von aktivierten Lieferungen und Leistungen von EUR 202,1 Mio. auf EUR 184,1 Mio. gesunken. Dem gegenüber stehen die Vorausleistungen der Grundstückseigentümer, die von EUR 139,6 Mio. auf EUR 108,3 Mio. gesunken sind. Der Bilanzausweis erfolgt saldiert mit den unfertigen Leistungen. Ein Überhang von Vorausleistungen auf Projekten wird auf der Passivseite der Bilanz unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen.

Im Jahr 2023 sind die Honorarerlöse annähernd gleichgeblieben.

Die Nachfrage nach Bauland ist ungebrochen. Die Entwicklung von Bauland bindet in Kommunalverwaltungen die ohnehin knappen Ressourcen. Daher und wegen weiterer Vorteile hat sich die Einbindung eines Erschließungsträgers weitgehend etabliert. In 2023 konnte die Anzahl der neu bezuschlagten Projekte auf hohem Niveau gehalten werden.

Kommunaler Bau

Dieses Produkt hat Bayerngrund 2018 erstmals am Markt platziert. Die Gesellschaft übernimmt als Bauherr die Realisierung von kommunalen Hoch- und Tiefbauprojekten. Bayerngrund bindet dabei alle notwendigen Partner ein und koordiniert sie, schreibt die Bauleistungen aus, übernimmt die Projektleitung und die Kostenkontrolle, rechnet ab und übergibt der Kommune das fertige Objekt. Neben der Ressourcenentlastung übernimmt Bayerngrund auch die Zwischenfinanzierung des Projekts.

In 2023 hat die Nachfrage weiter zugenommen. Hier konnten im Berichtsjahr mehrere Projekte gewonnen werden. Die unfertigen Leistungen wurden von EUR 39,5 Mio. auf EUR 60,6 Mio. fast verdoppelt. Demgegenüber stehen die Vorausleistungen der Kommunen mit EUR 40,0 Mio. nach EUR 22,2 Mio. im Vorjahr. Der Bilanzausweis erfolgt saldiert mit den unfertigen Leistungen. Ein Überhang von Vorausleistungen auf Projekten wird auf der Passivseite der Bilanz unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen.

Städtebauliches Projektmanagement

Einen weiteren Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit stellt der Geschäftsbereich "Städtebauliches Projektmanagement" dar. Bayerngrund unterstützt Kommunen bei allen Arten der Stadtsanierung und Ortsentwicklung, bei der Baulandentwicklung und der Entwicklung von Konversionsflächen. Die Gesellschaft erbringt städtebauliche Leistungen, führt Bau- und Ordnungsmaßnahmen durch, managt den Fördermitteleinsatz und koordiniert die Projektbeteiligten. Als Treuhänder bietet Bayerngrund den Kommunen die Möglichkeit, Konversionsflächen zu erwerben, diese aus einer Hand zu entwickeln sowie ein Treuhandvermögen zur finanztechnischen Begleitung zu führen. Auch die immer wichtigere Information und Kommunikation mit den Bürgern bei Veränderungsprozessen wird von Bayerngrund professionell begleitet. Der Honorarertrag war gegenüber dem Vorjahr rückläufig.

Bayerngrund wurde mit Dienstleistungen insbesondere bei Vorbereitung von Grunderwerbs- und Baulandentwicklungsmaßnahmen beauftragt.

B. Analyse der Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind in 2023 nach dem letzten Jahr wieder leicht gestiegen. In diesen Umsatzerlösen sind die bei Fertigstellung der Erschließungsträgerprojekte erstellten Abrechnungen enthalten, die sich über die Position Bestandsveränderungen wieder neutralisieren. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten die für die Erschließungsträgerprodukte bezogenen Leistungen der laufenden Projekte. Diese Position neutralisiert sich ebenfalls innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung über die Position "Bestandsveränderungen".

Das Geschäftsmodell der Bayerngrund befindet sich zwischenzeitlich im sechsten Jahr der Umbruchphase. Mit der Entscheidung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von Mitte 2017, das Neugeschäft der Finanzierungsprodukte einzustellen, änderte sich das Produktportfolio der Gesellschaft noch sehr viel stärker in eine Dienstleistungsgesellschaft für die Realisierung kommunaler Infrastrukturmaßnahmen und Bauvorhaben. Diese Veränderungsprozesse schlagen sich auch im Ergebnis vor Steuern nieder: EUR 414.177,69 (Vorjahr EUR 63.096,48). Zu dem großartigen Ergebnis hat die Zinswende einen großen Teil beigetragen. Hier konnten die steigenden Guthabenszinsen mit einem Ertrag von EUR 302.089,08. Dieses Ergebnis zeigt, dass die eingeleiteten Maßnahmen hervorragend greifen. Trotz einer höheren Personalkostenbelastung und dem sukzessiven Wegfall der Finanzierungsprodukte konnte die Gesellschaft ihre Honorarerträge weiter steigern und das positive Ergebnis vor Steuern bei voller Kostentragung erzielen.

Bayerngrund beschäftigte 2023 durchschnittlich einunddreißig Angestellte (Vj.: neunundzwanzig). Die Mitarbeiterstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.

C. Analyse der Vermögenslage

Die Bilanzstruktur der Gesellschaft ist geprägt durch die Tätigkeit für Kommunen. Für Kommunen übernimmt die Gesellschaft u. a. die gesamte finanzwirtschaftliche Abwicklung der Projekte. Die geleisteten Zahlungen für diese Projekte und Forderungen aus Abrechnungen bzw. gegen Grundstückskäufer stellen nahezu das gesamte Umlaufvermögen, rd. 92 % der Bilanzsumme, dar. Die Finanzierung erfolgt durch Kredite und Anzahlungen der Kommunen.

Die Bilanzsumme stieg zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 272.697 an. Zwar gingen die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Treuhandverbindlichkeiten um EUR 7,5 Mio. zurück, was insbesondere auf das Abschmelzen der reinen Finanzierungsprojekte aufgrund der Festlegungen der BaFin zurückzuführen ist. Dieser Rückgang wurde aber durch die Zunahme bei den Erschließungsträgerschaften und beim kommunalen Bau mit TEUR 12.538 überkompensiert.

Das Umlaufvermögen ist geprägt durch die Position der zu betreuenden Erschließungsträgermaßnahmen, den kommunalen Baumaßnahmen und der Barmittel. Die Erschließungsträgerprojekte und die kommunalen Baumaßnahmen konnten weiter ausgebaut werden. Der Bestand erhöhte sich deshalb um EUR 12,5 Mio.

Der Kassenbestand hat sich von EUR 18,2 Mio. auf EUR 21,6 Mio. erhöht.

Die Investitionen in das Anlagevermögen betreffen auf Grund des spezifischen Dienstleistungsumfangs lediglich Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Beschaffung und Verbesserung von EDV-Hard- und -Software. In diesem Zusammenhang wurden Anzahlungen für ein neues Fibu- und Datenmanagementsystem geleistet. Die immateriellen Vermögensgegenstände erreichen am Bilanzstichtag TEUR 480 (Vorjahr: TEUR 339), die Sachanlagen TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 151).

Die Gesellschaft ist bei einem Eigenkapital von rund TEUR 7.577 (Vorjahr: TEUR 7.166) ausreichend mit eigenen Mitteln ausgestattet. Fremdmittel nimmt die Gesellschaft nur für die von ihr betreuten Maßnahmen auf, die ausschließlich über maßnahmenbezogene Kredite finanziert werden. Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 221 auf TEUR 305 erhöht. Für das Geschäftsjahr 2023 waren aufgrund verbleibender Verlustvorträge keine Steuerrückstellungen zu bilden.

D. Analyse der Finanzlage

Die Geldanlagen sind auf den voraussichtlichen Bedarf an liquiden Mitteln abgestimmt. Diese stehen zur kurzfristigen Einbindung in das operative Geschäft und zur Anlage auf dem Geldmarkt zur Verfügung. Die Zahlungsbereitschaft ist jederzeit gewährleistet. Projektbezogene Guthaben bei Kreditinstituten werden, getrennt von den Eigenmitteln der Gesellschaft, auf separaten Konten geführt.

E. Chancen und Risikoberichterstattung

Risikobericht

Der verantwortungsbewusste und gleichzeitig renditeorientierte Umgang mit Risiken ist ein wesentliches Prinzip der Geschäftspolitik. Um die Ertragspotenziale der innovativen Geschäftsfelder im Rahmen des Risiko-/Ertrags-Kalküls bewerten und entsprechend ausschöpfen zu können, müssen die damit verbundenen Risiken identifiziert, adäquat gemessen und fortlaufend überwacht werden. Demgemäß richtet sich die Risikosteuerung in ihrer organisatorischen Struktur und den eingesetzten Risikomessinstrumenten an den Produktlinien sowie deren spezifischen Risiken aus. In ihrer Gesamtheit bilden die einzelnen Elemente des Risikocontrollings und -managements ein umfassendes und effektives Risikosteuerungssystem, das die risikorelevanten Steuerungsinformationen für die strategischen Geschäftsentscheidungen generiert.

Organisatorische Verankerung der Risikosteuerung

Die Risikosteuerung und Risikoüberwachung erfolgt - soweit methodisch darstellbar - im Wesentlichen durch Zumeldung der Fachabteilungen mit Hilfe einer "Risikodatenbank".

Sowohl das laufende Controlling als auch die Entwicklung und Bereitstellung der Methoden zur Risikosteuerung sowie die Überwachung der Risikotragfähigkeit sind im Bereich "Controlling" angesiedelt. Die Risikostrategie und die Risikosteuerung werden dort fortlaufend überprüft und bei Bedarf an neue interne und externe Anforderungen angepasst.

Risikoarten

Die verschiedenen Risikogruppen werden als Geschäftsrisiken, Innenrisiken und Außenrisiken klassifiziert.

Geschäftsrisiken sind insbesondere Risiken aus dem jeweils abgeschlossenen Geschäft. Bei der Bewertung von Risiken aus dem operativen Geschäft ist vornehmlich auf den Kundenkreis abzustellen. Die Gesellschaft ist, soweit sie Geschäftsbesorgungsverträge abschließt, als Vertragspartner von Gebietskörperschaften tätig. Es gibt somit keine Vorhaben von eigenem wirtschaftlichem Risiko.

Bei Erschließungsträgerschaften und kommunalem Bau ist die Gesellschaft selbst als Bauherr aktiv. Risiken aus diesen Tätigkeiten werden in ausreichendem Umfang abgesichert. Die Kostenerstattungsansprüche an private Grundstückseigentümer werden ausnahmslos durch selbstschuldnerische Bankbürgschaften oder Hinterlegung und Verpfändung von Guthaben gesichert.

Innenrisiken sind Risiken, die sich aus möglichen Mängeln der eigenen Organisation ergeben können. Sie werden als Gefahr von Verlusten definiert, die ihre Ursache(n) im Fehlverhalten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Geschäftsprozessen oder der Technologie haben. Das Risiko eines Forderungsausfalls aus dem operativen Geschäft besteht daher nur, wenn formale Anforderungen aus dem Kommunalrecht verletzt werden, Vertragsverletzungen oder sonstige Bearbeitungsfehler zu vertreten sind.

Zu den Außenrisiken gehören Risiken, die von externen Einflüssen bestimmt sind und sich somit regelmäßig der Einflussnahme der Geschäftsführung entziehen. Dazu gehören z. B. Risiken, die sich auf nationale und internationale volkswirtschaftliche, wirtschafts- und steuerpolitische und soziale Einflüsse beziehen und die Lage der Gesellschaft nachteilig beeinflussen können.

Risikoreporting

Das Risikoreporting erfolgt i. d. R. halbjährlich an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat.

Chancenbericht

Der nach der BaFin-Entscheidung begonnene Weg der Umstrukturierung wurde konsequent fortgeführt. Auch in den schwierigen Jahren mit pandemiebedingten Einschränkungen ist es der Gesellschaft gelungen, ihr Neugeschäft deutlich auszubauen und mit einem positiven Ergebnis bei voller Kostentragung die Verlustzone zu verlassen. Der tägliche Kontakt mit den kommunalen Kunden und Akteuren im Umfeld der Kommunen bestätigt, dass bei vielen Kommunen ein hoher Unterstützungs- und Handlungsbedarf bei der Realisierung von Infrastruktur- und Baumaßnahmen herrscht. Die Gesellschaft ist dabei ihre Marktstellung weiter zu festigen.

F. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2024 bewegt sich das bisherige Neugeschäft auf den angestrebten Zielkorridor zu.

Die Gesellschaft rechnet mit einem weiteren Anstieg der Geschäftssparte "kommunaler Bau" und den Grunderwerbsprodukten. Im Bereich der "Erschließungsträgerschaften" ist eine Fortführung auf hohem Niveau zu erwarten. Im "Städtebaulichen Projektmanagement" wird eine gleichmäßige Fortführung des Geschäfts angestrebt.

Die Sparte "Erschließungsträgerschaft" wird weiterhin einen Schwerpunkt in der Akquisition bilden. Für die Lösung der damit verbundenen komplexen Fallgestaltungen kann die Gesellschaft ihr in vielen Jahren erworbenes Know-how erfolgreich einsetzen.

Das umfänglichste Entwicklungspotential sieht die Gesellschaft im kommunalen Bau, da nahezu alle Kommunen Bedarf an Neuerrichtung und Sanierung von Immobilienbeständen, der Ertüchtigung von Infrastruktureinrichtungen und der Errichtung kommunalen Wohnraums haben. Den Städten und Gemeinden stehen nach den pandemiebedingten Einschnitten große Umbrüche in den Innenstädten/-orten bevor. Der Bedarf an Dienstleistungen aus dem Städtebaulichen Projektmanagement wird damit einhergehend ebenfalls zunehmen. Auch in diesem Bereich sind die kommunalen Ressourcen knapp.

Bayerngrund bietet den Kommunen ein passendes Dienstleistungsangebot zur Bewältigung dieser Zukunftsaufgaben und hat damit auch den Übergang von den reinen Finanzierungsprodukten zu den notwendigen Dienstleistungsangeboten gemeistert. Die Neuausrichtung wird es der Gesellschaft auch ermöglichen, trotz der Belastung mit Personalkosten aus der Personalgestellung der BayernLB, das erreichte positive Ergebnis fortzuführen. 

Die Gesellschaft hat die besonderen Herausforderungen des Jahres 2023 gut bewältigt. Die Gesellschaft konnte ihr Neugeschäft deutlich ausbauen.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem positiven Ergebnis, und einer weiteren Belebung des Geschäfts wobei die Auswirkungen der Entwicklungen am Immobilienmarkt noch nicht abschließend beurteilt werden können. Hierbei wird in der Planung ein Ergebnis in Höhe von EUR 135.000 angestrebt, welches aus der reinen Geschäftstätigkeit resultiert. Die weitere Zinsentwicklung am Geldmarkt wird weiterhin genutzt und kann zu einer Erhöhung des angestrebten Ergebnisses beitragen.

München, den 29.03.2024

Bayerngrund Grundstücksbeschaffungs- und -erschließungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Die Geschäftsführung

gez. Franz Schonlau

BILANZ FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

A K T I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 718.507,19 553.405,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 479.908,50 338.962,37
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 61.775,67 61.775,67
2. Entgeltlich erworbene Software 80.097,21 152,00
3. Geleistete Anzahlungen 338.035,62 277.034,70
II. Sachanlagen 174.687,20 150.531,14
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 174.687,20 150.531,14
III. Finanzanlagen 63.911,49 63.911,49
1. Beteiligungen 63.911,49 63.911,49
B. UMLAUFVERMÖGEN 122.063.218,12 105.931.804,71
I. Erschließungsträgerschaften 75.778.946,82 66.997.171,88
II. Kommunaler Bau 21.059.733,81 17.303.084,86
III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.602.273,93 3.459.896,29
1. Forderungen aus Erschließungsträgerschaften 2.966.908,42 2.651.624,20
2. Forderungen aus kommunalem Bau 1.160,25 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungverhältnis besteht 0,00 11.974,45
4. Sonstige Vermögensgegenstände 634.205,26 796.297,64
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 21.622.263,56 18.171.651,68
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.119,89 28.863,40
D. FORDERUNGEN AUS TREUHANDVERHÄLTNISSEN 149.914.499,50 157.379.974,24
I. Grundstücke und Betreuungsmaßnahmen 148.615.073,07 156.589.449,69
1. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke 19.757.945,94 16.596.500,88
2. Erschließungsmaßnahmen 199.975,39 209.596,15
3. kommunale Baumaßnahmen 69.445.194,45 80.321.002,71
4. kommunale Grunderwerbsmaßnahmen 17.324.214,19 22.839.820,22
5. kommunale Grunderwerbs-/Erschließungsmaßnahmen 16.860.899,53 18.086.410,79
6. Grunderwerb Kommune "light" 25.026.843,57 18.536.118,94
II. Guthaben bei Kreditinstituten 1.299.426,43 790.524,55
272.697.344,70 263.894.047,35

Treuhandvermögen 1.669.599,21 (i. Vj.: 1.916.394,61)

P A S S I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
EUR
A. EIGENKAPITAL 7.577.377,40 7.166.257,81
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 7.921.445,59 7.921.445,59
III. Bilanzverlust -1.344.068,19 -1.755.187,78
B. RÜCKSTELLUNGEN 304.657,51 221.092,99
1. Sonstige Rückstellungen 304.657,51 221.092,99
C. VERBINDLICHKEITEN 115.062.495,03 99.110.978,56
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 107.904.050,01 92.661.448,16
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.833.801,57 4.594.530,26
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56.322,96 231.212,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.147.220,98 1.261.947,79
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.121.099,51 361.840,35
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 45.000,00
E. VERBINDLICHKEITEN AUS TREUHANDVERHÄLTNISSEN 149.752.814,76 157.350.717,99
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 148.454.266,93 156.562.736,12
II. Sonstige Verbindlichkeiten 1.298.547,83 787.981,87
272.697.344,70 263.894.047,35

Treuhandverbindlichkeiten 1.669.599,21 (i. Vj.: 1.916.394,61)

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

2023 
EUR
2022 
EUR
1. Umsatzerlöse 56.093.272,74 46.645.821,80
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 44.190.199,20 16.342.762,94
3. Sonstige betriebliche Erträge 77.180,85 62.277,78
4. Materialaufwand -91.353.566,79 -57.710.780,45
5. Personalaufwand -2.461.209,69 -2.058.918,41
a) Löhne und Gehälter -2.040.083,37 -1.708.257,39
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -421.126,32 -350.661,02
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagvermögens und Sachanlagen -79.892,41 -80.549,60
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.325.131,58 -2.264.069,12
8. Erträge aus Beteiligungen 5.500,00 6.000,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 604.881,44 233.472,08
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.337.089,03 -1.112.888,54
11. Sonstige Zinserträge / -aufwend-ungen aus Treuhandverhältnissen 32,96 -32,00
12. Ergebnis vor Ertragsteuern 414.177,69 63.096,48
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,87 0,83
14. Ergebnis nach Steuern 414.178,56 63.097,31
15. Sonstige Steuern -3.058,97 -2.520,89
16. Jahresüberschuss 411.119,59 60.576,42
17. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.755.187,78 -1.815.764,20
18. Bilanzverlust -1.344.068,19 -1.755.187,78

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 erfolgt, wie im Vorjahr, nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Die Gesellschaft wendet satzungsgemäß die Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften an. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 45010 eingetragen und wird folgend Bayerngrund genannt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen, die sich grundsätzlich an den steuerlichen AfA-Tabellen orientiert. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 EUR werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die unfertigen Leistungen aus Erschließungsträgerschaften und aus kommunalem Bau sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich anfallender Zinsen der hierfür getätigten Finanzierung bilanziert. Die erhaltenen Vorrausleistungen der Kommunen bzw. von Dritten werden davon projektbezogen abgesetzt. Bei einem Überhang der erhaltenen Vorausleistungen erfolgt ein gesonderter Ausweis des Haben-Saldos auf der Passivseite unter dem Posten erhaltene Anzahlungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag ausgewiesen. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt.

Die flüssigen Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten sowie das Eigenkapital sind mit den Nominalwerten ausgewiesen.

Aus den Geschäftsbesorgungsverträgen mit den Kommunen entsteht bei den Vertragsgestaltungen ein Treuhandverhältnis zwischen der Bayerngrund GmbH und der Kommune hinsichtlich der Finanzierungstätigkeit. Die aus diesen Treuhandverhältnissen resultierenden Forderungen und Verbindlich-keiten werden unter separaten Posten ausgewiesen und die Forderungen und Verbindlichkeiten aus den jeweiligen Vertragsverhältnissen (soweit zulässig) saldiert. Zudem werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nur die Aufwendungen und Erträge aus der originären Geschäftstätigkeit ausgewiesen und die Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit den Treuhandverhältnissen (durchlaufende Posten) eliminiert. Durch diese Darstellung wird ein zutreffenderes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft gewährleistet.

Die Forderungen aus Treuhandverhältnissen sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten aus Treuhandverhältnissen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gesellschaft betreibt keine Transaktionen in Fremdwährung.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist als Anlage zu diesem Anhang dargestellt. In diesem sind immaterielle Wirtschaftsgüter in der Entstehungsphase in Höhe von 338.035,62 € ausgewiesen. Es handelt sich dabei um die Erneuerung und Anpassung eines Finanzbuchhaltungssystemes und eines Systems zur Abwicklung der Projekte. Es wurden ausschließlich Entwicklungskosten angesetzt. Auf das Wahlrecht des § 255 Abs. 3 HGB wurde verzichtet. Auf den Ansatz von passiven latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 HGB wird auf Grund eines ausreichend hohen steuerlichen Verlustvortrags verzichtet, da sich die Steuerbelastung und die Steuerentlastung aufheben. In Höhe des ausgewiesenen Ansatzes des selbst erstellten immateriellen Wirtschaftsguts besteht eine Ausschüttungssprerre nach § 268 Abs. 8 Satz 1 HGB.

Der Anteilsbesitz stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital 31.12.2023 Eigenkapital Ergebnis
% TEUR TEUR
Beteiligungen
KGE Kommunalgrund Grundstücksbeschaffungs- und Erschließungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, München 25,0 277 21

Unfertige Leistungen aus Erschließungsträgerschaften

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Unfertige Leistungen 184.098 159.637
Erhaltene Vorrausleistungen -108.319 -92.639
75.779 66.998

Unfertige Leistungen aus kommunalem Bau

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Unfertige Leistungen 60.636 39.523
Erhaltene Vorrausleistungen -39.576 -22.220
21.060 17.303

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr
31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Erschließungsträgerschaften 971 640
Sonstige Vermögensgegenstände 58 55
1.029 695

Alle übrigen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen aus Treuhandverhältnissen

Mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr
31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Zum Verkauf bestimmte Grundstücke 19.758 16.751
Erschließungsmaßnahmen 200 192
Kommunale Baumaßnahmen 69.445 72.594
Kommunale Grunderwerbsmaßnahmen 17.324 21.188
Sonstige Grunderwerbs-/Erschließungsmaßnahmen 16.861 15.848
Grunderwerb Kommune "light" 25.027 18.536
148.615 145.109

Alle übrigen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten (einschließlich der Guthaben aus Treuhandverhältnissen) bestehen in Höhe von TEUR 1.388 (i. Vj. TEUR 1.388) bei Gesellschaftern (Bayerische Landesbank).

Gewinnrücklagen

2023 2022
TEUR TEUR
Sicherheitsrücklage für Grundstücksmaßnahmen 6.078 6.078
Sicherheitsrücklage für sonstige Geschäftsbereiche 1.010 1.010
Sonstige Gewinnrücklagen 833 833
Andere Gewinnrücklagen 7.921 7.921

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Jahresabschlusskosten und Personalansprüche.

Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag  31.12.2023 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünfJahren überfünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 107.904 13.698 82.485 11.721
Erhaltene Anzahlungen 4.833 4.833 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56 56 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1.234 1.234 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.121 1.121 0 0
115.150 20.942 82.485 11.721
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag  31.12.2022 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünfJahren überfünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 92.661 8.760 73.897 10.005
Erhaltene Anzahlungen 4.595 4.595 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 231 231 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1.262 1.262 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 362 362 0 0
99.111 15.210 73.897 10.005

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie im Vorjahr vollständig durch die Abtretung der Ansprüche aus den Vereinbarungen mit den Gebietskörperschaften bzw. durch Bankbürgschaften und Verpfändung von Bankguthaben gesichert. Sie betreffen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.156) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Bayerische Landesbank).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 921 (i.Vj. TEUR 362).

Verbindlichkeiten aus Treuhandverhältnissen

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünfJahren überfünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 148.454 44.569 73.861 30.024
Erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
148.454 44.569 73.861 30.024
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünfJahren überfünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 156.523 43.946 84.632 27.985
Erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
156.523 43.946 84.632 27.985

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 148.454 (i. Vj. TEUR 156.523) durch die Abtretung der Ansprüche aus den Vereinbarungen mit den Gebietskörperschaften bzw. durch Gewährleistungserklärungen gesichert. Sie betreffen in Höhe von TEUR 30.970 (i. Vj. TEUR 30.655) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Bayerische Landesbank).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bestanden zu 92 % aus Abrechnungs- und Honorarerträgen von Erschließungsträgerschaften in Höhe von 51,8 Mio. EUR (Vj.: 44,0 Mio. EUR). Eine weitere Untergliederung unterbleibt nach § 286 Abs. 2 HGB.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:

2023 2022
TEUR TEUR
Erträge
Sonstige betriebliche Erträge 23,9 11
23,9 11
Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11,2 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0
Sonstiger Zinsaufwand 0 0
11,2 0
12,7 11

E. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einem zum 01.09.2015 beginnenden und bis zum 31.08.2027 laufenden Mietvertrag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen mit folgender Fristigkeit:

TEUR
Innerhalb eines Jahres 304
Zwischen einem und fünf Jahren 810
Über fünf Jahren 0
1.114

Honorare des Abschlussprüfers

Für Dienstleistungen des Abschlussprüfers Schneider und Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 21 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 0,3 für sonstige Leistungen angefallen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 31 Angestellte (i. Vj. 29) (ohne Geschäftsführung) gemäß § 267 Abs. 5 HGB. Die laufende Sachbearbeitung wurde im Wege eines Geschäftsbesorgungsvertrages erledigt. Eigene Auszubildende waren nicht beschäftigt.

Mitglieder der Geschäftsführung

Franz Schonlau, Geschäftsleitung, Zorneding

Die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Mitglieder des Aufsichtsrates

Roland Reichert, Vorsitzender, MünchenBereichsleiter Sparkassen & Verbund der Bayerischen Landesbank

Dr. Joachim Calles, stellvertretender Vorsitzender, MünchenMitglied des Verwaltungsausschusses der Bayerischen Ärzteversorgung

Frank Porzner, München

Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat

Bernd Mayer, München,Direktor der Bayerischen Landesbank

Die Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr TEUR 15 (Vorjahr 15).

Gewinnverwendungsvorschlag

"Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 411.119,59 € mit dem Bilanzverlust aus 2022 in Höhe von EUR 1.755.187,78 zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen."

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die i.S.d. § 285 Nr. 33 HGB zu berichten wäre, waren nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 nicht zu verzeichnen.

München, den 29.03.2024

Bayerngrund Grundstücksbeschaffungs- und -erschließungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Die Geschäftsführung

gez. Franz Schonlau

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 61.775,67 0,00 0,00 61.775,67
Entgeltlich erworbene Software 310.421,39 100.049,25 0,00 410.470,64
Geleistete Anzahlungen 277.034,70 61.000,92 0,00 338.035,62
649.231,76 161.050,17 0,00 810.281,93
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 633.151,44 83.944,43 4.004,57 713.091,30
633.151,44 83.944,43 4.004,57 713.091,30
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 63.911,49 0,00 0,00 63.911,49
63.911,49 0,00 0,00 63.911,49
1.346.294,69 244.994,60 4.004,57 1.587.284,72
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Software 310.269,39 20.104,04 0,00 330.373,43
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
310.269,39 20.104,04 0,00 330.373,43
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 482.620,30 59.788,37 4.004,57 538.404,10
482.620,30 59.788,37 4.004,57 538.404,10
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
792.889,69 79.892,41 4.004,57 868.777,53
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 61.775,67 61.775,67
Entgeltlich erworbene Software 80.097,21 152,00
Geleistete Anzahlungen 338.035,62 277.034,70
479.908,50 338.962,37
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 174.687,20 150.531,14
174.687,20 150.531,14
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 63.911,49 63.911,49
63.911,49 63.911,49
718.507,19 553.405,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bayerngrund, Grundstücksbeschaffungs- und -erschließungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bayerngrund, Grundstücksbeschaffungs- und -erschließungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bayerngrund, Grundstücksbeschaffungs- und -erschließungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 13. Juni 2024

Schneider + Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Schneider Wirtschaftsprüfer Metka Jasper Wirtschaftsprüferin

126. Sitzung des Aufsichtsrats der Bayerngrund GmbH am Montag, den 1. Juli 2024

Bericht des Aufsichtsrats an die Gesellschafterversammlung

Der Aufsichtsrat wurde von der Geschäftsführung in zwei Sitzungen am 26.06. und am 4.12.2023 über die Lage der Gesellschaft und über wichtige Fragen der Geschäftsführung informiert. Alle wesentlichen Geschäftsvorgänge wurden mit dem Aufsichtsrat erörtert und im Aufsichtsrat beschlossen, so dass dieser die Geschäftsführung laufend überprüfen konnte.

Die Gesellschafterversammlung am 26.06.2023 hat allen Aufsichtsratsmitgliedern für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht der Schneider + Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, sowie der Vorschlag, den Bilanzverlust 2023 in Höhe von 1.344.068,19 € auf neue Rechnung vorzutragen, haben dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegen. Die Prüfungsgesellschaft hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung an und erklärt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat schlägt der Gesellschafterversammlung vor, dem von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und dem Vorschlag, den Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2023 auf neue Rechnung vorzutragen, zuzustimmen.

München, den 1. Juli 2024

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats

52. Gesellschafterversammlung der Bayerngrund GmbH am Montag, den 1. Juli 2024

Feststellung und Billigung des Jahresabschlusses 2023

1. Der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 mit einer Bilanzsumme in Höhe von 272.697.344,70 €, einer Gewinn- und Verlustrechnung mit einem Bilanzverlust in Höhe von 1.344.068,19 € und dem Lagebericht wird entsprechend dem Vorschlag der Geschäftsführung festgestellt und gebilligt.

2. Der Bilanzverlust 2023 in Höhe von 1.344.068,19 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. Als bevorzugte Ausschüttung verbleibt damit gemäß beigefügter Berechnung ein Betrag von 969.024,53 €, die aus den künftigen Jahresüberschüssen zu erfolgen hat.

München, den 1. Juli 2024

Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung

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