Ostsee-Zeitung Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVerlegen von Zeitungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Ulbrich seit 30.9.2025 | Geschäftsführer |
Marko Schomacker seit 28.1.2025 | Prokura |
Britta Warias seit 9.1.2024 | Prokura |
Christian Burmester seit 9.1.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Lübecker Nachrichten GmbH | 67.00% |
| 33.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nordbrief GmbHLübeck (vormals: Rostock)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen Geschäftsmodell Gegenstand des Unternehmens ist die Zustellung von Post- und Briefleistungen, Prospektverteilung, Anzeigenblättern, Kundenzeitschriften und Zeitungen sowie der Handel und der Verkauf von damit zusammenhängenden Dienstleistungen und Produkten aller Art, insbesondere in Mecklenburg- Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die Nordbrief GmbH unterhält Sortierzentren am Hauptstandort in Rostock und in Lübeck sowie ein Warenumschlagsdepot in Kiel. Zum 01.07.2023 wurde das Sortierzentrum in Rostock geschlossen und die Verarbeitung der Sendungsmengen auf den Standort Lübeck übertragen. Die Nordbrief GmbH ist mit ihren Standorten in Rostock und Lübeck seit 2018 Mitglied eines Zertifizierungsverbunds von MADSACK-Postgesellschaften. Das gemeinsame „Integrierte Managementsystem für Qualität und Umwelt“, bei dem die international gültigen Normen „DIN EN ISO 9001“ und „DIN EN ISO 14001“ ihre Anwendung finden, wurde bei der Nordbrief GmbH erstmalig im November 2018 von DEKRA-Auditoren auditiert und erfolgreich zertifiziert. Wie bereits in den Vorjahren, hat die Nordbrief GmbH den DEKRA-Auditoren im Zuge des alle 3 Jahre stattfindenden Rezertifizierungsaudit 2023 anhand von Nachweisen belegt, dass das Managementsystem aufrechterhalten und weiterentwickelt wurde. Insbesondere vor dem Hintergrund neuer und noch bestehender Herausforderungen (u. a. Corona-Pandemie, Cyberangriff, Datensicherheitsmaßnahmen und Energiekrise im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine) konnte der DEKRA gegenüber aufgezeigt werden, dass das Managementsystem „lebt“ und vom Unternehmen und seinen Mitarbeitern gleichermaßen getragen und seine Vorgaben an beiden Standorten umgesetzt wurden. Im Auditgesamtergebnis hat sich die DEKRA (DEKRA Certification Stuttgart) daher erneut für die Rezertifizierung des Zertifizierungsverbundes ausgesprochen. Die neu erteilten Zertifikate für die DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 sind gültig bis 24.11.2026. Steuerungssystem Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam in 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Coronajahr 2020 nicht weiter fort.1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.2 Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten konnte sich der Arbeitsmarkt aber nach wie vor gut behaupten. Die Erwerbstätigkeit und Beschäftigung waren so hoch wie nie zuvor und zählten zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung.3 Die Erwerbslosenzahl erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 0,4 %4. Die Bruttolöhne und -gehälter sind im Durchschnitt um +6,1 % gestiegen5. Der Verbraucherpreisindex fiel mit +6,0 % geringer aus als im Vorjahr, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau.6 Die Teuerung für 2023 wurde wie im Vorjahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituationen beeinflusst, was sich insbesondere auf hohe Energiepreise und Preise für Nahrungsmittel niederschlug7. Die Umsätze des für die Medienbranche wichtigen Einzelhandels in Deutschland sanken gegenüber dem Vorjahr deutlich um -3,3 %8. Die fortschreitende Digitalisierung und die damit einhergehende elektronische Substitution tragen zu einer weiterhin rückläufigen Entwicklung sowohl im lizenzpflichtigen als auch im nichtlizenzpflichtigen Briefbereich bei. Dieser Trend scheint unumkehrbar.9 Aktuell befinden sich rund 400 aktiv tätige Unternehmen im Bereich lizenzpflichtige Briefsendungen auf dem deutschen Briefmarkt10. Laut vorläufiger Daten der Bundesnetzagentur liegt die Briefsendungsmenge im lizenzpflichtigen Briefbereich in 2023 bei 11,02 Mrd. Sendungen11. Weiterhin eindeutig marktbeherrschend ist dabei die Deutsche Post AG mit einem Anteil von 85,1 % am Gesamtsendungsaufkommen. Der Anteil der privaten Postdienste an der Sendungsmenge beläuft sich dementsprechend auf 14,9 % (Vorjahr: 14,3 %)12. Damit verlor die Deutsche Post AG im marginalem Umfang Marktanteile an die privaten Postdienste.
1
Destatis: Pressemitteilung Nr. 019 v. 15.01.2024 Der Gesamtumsatz im Briefmarkt sank nach vorläufigen Angaben in 2023 auf 7,4 Mrd. Euro (-3,9 %). Der Umsatzanteil der Deutsche Post AG liegt dabei bei 6,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,6 Mrd. Euro) und der der Wettbewerber bei 1,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,1 Mrd. Euro)13. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 verringerte sich die Sendungsmenge bei unveränderter Kundenstruktur von 67,7 Mio. im Vorjahr auf 64,6 Mio. Sendungen (einschließlich der an die DPAG zum Zwecke der Zustellung weitergeleiteten Briefe). Der hieraus korrespondierende Umsatz aus Postdiensten sank um 2,0 % auf TEUR 28.800 im Wesentlichen mengenbedingt. Nachlaufende bzw. zeitversetzte Preisanpassungen vor allem im Regionalgeschäft aber auch im Nationalgeschäft wirkten kompensierend. Bei einem um TEUR 1.239 gestiegenen Materialaufwand und einem um TEUR 358 erhöhten Personalaufwand wurde ein Jahresfehlbetrag von TEUR -3.760 (Vorjahr TEUR -1.159) ausgewiesen. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 559 bzw. 1,8 % auf TEUR 29.742 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die rückläufige Sendungsmenge zurückzuführen. Der Materialaufwand stieg um 4,8 % auf TEUR 27.128 (Vorjahr: TEUR 25.889). Maßgeblichen Einfluss auf den Anstieg haben gestiegene Kosten bei den Zustelldiensten (eigenes Gebiet, Deutsche Post AG und Postabholung vom Kunden), die sich mit TEUR 1.574 ausgewirkt haben. Die Erhöhung des Personalaufwands um TEUR 358 bzw. 9,3 % auf TEUR 4.195 ist im Wesentlichen durch individuelle Gehaltserhöhungen und allgemeine Gehaltsanpassungen in 2023 begründet. Zudem wurde das Geschäftsjahr durch Vertragsbeendigungen mit Freistellung bzw. Abfindungen zusätzlich belastet. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl liegt leicht unter dem Vorjahresniveau (126 Mitarbeiter, Vorjahr: 130 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 204 auf TEUR 1.851 (Vorjahr: TEUR 1.646) gestiegen. Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Aufwendungen für Rechtsberatung, einem Anstieg der Geschäftsbesorgungskosten für kaufmännische Dienstleistungen sowie erhöhten EDV-Kosten. Gegenläufig fielen die Kosten für Fremdpersonal durch eine geringere Fluktuation von festangestellten Produktionsmitarbeitern im Sortierzentrum niedriger aus.
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www.bundesnetzagentur.de/Marktdaten Vermögens- und Finanzlage Aufgrund des Jahresfehlbetrages 2023 von TEUR 3.760 hat sich die Kapitalstruktur weiter verschlechtert. Die Nordbrief GmbH ist zum 31. Dezember 2023 nun mit TEUR 6.136 (Vorjahr: TEUR 2.376) weiterhin bilanziell überschuldet. Vor dem Hintergrund der Planung 2024, die ein negatives Ergebnis ausweist, wird sich die Kapitalstruktur in 2024 weiter verschlechtern. Das Vermögen der Gesellschaft beträgt ohne Berücksichtigung des auf der Aktivseite ausgewiesenen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags TEUR 5.000 (Vorjahr: TEUR 4.690). Die Aktiva setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.018 (Vorjahr: TEUR 3.849), sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 546 (Vorjahr: TEUR 521) sowie dem Anlagevermögen in Höhe von TEUR 327 (Vorjahr: TEUR 218) zusammen. Die Passiva umfassen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 9.372 (Vorjahr: TEUR 5.508) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.349 (Vorjahr: TEUR 1.214). Bei einer Analyse der Struktur der Verbindlichkeiten ist zu berücksichtigen, dass die formal kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Wesentlichen der Finanzierung der Gesellschaft dienen (Cashpool), so dass derzeit eine kurzfristige Rückforderung der Mittel nicht geplant ist. Wie im Vorjahr ist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Auf Grund der weiterhin bestehenden, am 22. Dezember 2015 abgegebenen Rangrücktrittserklärung der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, über ihre Forderung aus dem Cash-Pooling zum Bilanzstichtag von TEUR 9.372 ergeben sich jedoch keine insolvenzrechtlichen Konsequenzen. Auch die Liquidität der Gesellschaft ist durch den unveränderten Einbezug in den Cash-Pool der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG jederzeit gegeben. Die Liquidität war während des Geschäftsjahres 2023 und danach zu jeder Zeit gesichert. Im Geschäftsjahr investierte die Nordbrief GmbH TEUR 182 in das Anlagevermögen. Die wesentlichen Zugänge betreffen die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Gesamtwürdigung Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Sendungsmenge von 67,7 Mio. im Vorjahr auf 64,6 Mio. Sendungen (einschließlich der an die Deutsche Post AG zum Zweck der Zustellung weitergeleiteten Briefe) verringert. Die hieraus resultierenden Umsätze sanken ebenfalls um TEUR 601 auf TEUR 28.800 (Vorjahr: TEUR 29.401). In Kombination mit einer enormen Mehrbelastung für Energie, Material und Treibstoffe sowie die mindestlohnbedingte Erhöhung der Personalkosten (eigene und Zustellkosten) blieb das Ergebnis der Nordbrief GmbH im Geschäftsjahr 2023 hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Aus Sicht der Geschäftsführung ist das Geschäftsjahr 2023 aufgrund dieser zusätzlichen und nicht vorhersehbaren ergebnisbelastenden Einflüsse nicht zufriedenstellend verlaufen. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Gemäß des Jahreswirtschaftsberichts 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz rechnet die Bundesregierung nach einer negativen Entwicklung im 4. Quartal 2023 für das laufende Jahr 2024 mit einem Zuwachs des BIP von +0,2 %. Die Inflation wird im Jahr 2024 mit 2,8 % prognostiziert und gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgehen. Den Arbeitsmarkt schätzt die Bundesregierung als robust auf Vorjahresniveau ein.14 Für 2024 sind Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 58.542 geplant. Die Planung für das Jahr 2024 weist bei einem leichten Rückgang der Sendungsmenge deutlich steigende Umsatzerlöse aus. Dies resultiert hauptsächlich aus der Zustellung von Tageszeitungen und Fremdobjekten ab Januar 2024. Damit verbunden ist der weitere Ausbau und die Etablierung der OneRoute-Zustellung, d.h. die Zusammenführung von den bislang getrennten Zustellschienen für die Produkte Tageszeitung und Post. Somit können die höheren Belastungen durch den Anstieg des gesetzlichen Mindestlohns und der Energiepreise kompensiert werden. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlich besseren jedoch negativen Jahresergebnis gerechnet. Chancen- und Risikobericht Risiken Die aggressive Preispolitik der marktbeherrschenden Deutsche Post AG erschwert weiterhin den Ausbau der Marktanteile und stellt das größte Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung dar. Bei der Nordbrief GmbH besteht ein mittleres Risiko durch die moderate Abhängigkeit von nationalen Großkunden. Durch Einstellung der Geschäftstätigkeit von regionalen Briefdiensten im bundesweiten alternativen Postzustellnetz kann der Kostenvorteil für nationale Großkunden der Nordbrief GmbH im Jahresverlauf durch eine geringere Haushaltsabdeckung bei der postalternativen Zustellung sinken. Der Verlust einzelner dieser Großkunden würde sich nachteilig auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Dem grundsätzlich bestehenden Forderungsausfallrisiko aus der laufenden Geschäftstätigkeit begegnen wir durch ein stringentes Forderungsmanagement. Wesentliche Rechtsstreitigkeiten sind nicht anhängig. Aus den von der dvs - Deutscher Versand Service GmbH als Makler von nationalen Großaufträgen in die postalternative bundesweite Zustellung gegebenen Aufträgen mit relevanten Zustellmengen für die Nordbrief GmbH ergeben sich aufgrund der mindestlohngetriebenen Zustellkostensteigerungen für die Nordbrief GmbH sinkende Deckungsbeiträge. Bestandsgefährdende Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sind aufgrund der Rangrücktrittserklärung und der Einbindung in das Cash-Pooling der Madsack-Gruppe nicht zu erkennen. Sie ist aber weiterhin auf deren finanzielle Unterstützung angewiesen.
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Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Jahreswirtschaftsbericht 2024 Ein zusätzliches Risiko ergibt sich durch die aus heutiger Sicht unsichere Rechtslage im Zusammenhang der bevorstehenden Novellierung des Postgesetzes. Am 24. November 2023 hat das Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Klimaschutz einen Referentenentwurf zur Reform des Postgesetzes vorgelegt. Spätestens im II. Quartal 2024 wird die Verabschiedung des Postrechtsmodernisierungsgesetzes im Bundestag und die Zustimmung im Bundesrat erwartet. Zentrale Elemente sind u.a. angepasste Brieflaufzeiten, erweiterte Befugnisse der Bundesnetzagentur zur Missbrauchsaufsicht, Regelungen zur Entgeltgenehmigung sowie die Umsetzung des Konsistenzgebotes. Im Referentenentwurf ist jedoch auch die Erweiterung der Universaldienste auf standardisierte Teilleistungen enthalten, was der Deutschen Post AG Umsatzsteuerfreiheit auf weite Teile der Geschäftspost einräumt. Diese Änderung hat unzweifelhaft Folgen für den alternativen Postmarkt, denn etwa 60% der Geschäftspost entfällt auf die nichtvorsteuerabzugsberechtigen Auftraggeber wie staatliche Stellen, Finanzdienstleister oder Versicherungen. Um für diese Auftraggeber wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten die alternativen Briefdienste ihre Portoentgelte erheblich reduzieren, womit weder kurz- noch langfristig eine wirtschaftliche Perspektive gegeben wäre. Den steuerfinanzierten Preisvorteil von 19% können die Wettbewerber nicht ausgleichen. Der Bundesverband Briefdienste e.V. (bbd), in dem sich die führenden privaten Briefdienste und Anbieter der Postbranche zusammengeschlossen haben, führt derzeit intensive Gespräche mit Vertretern des Bundesministeriums der Finanzen sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, mit dem Ziel eine Gleichbehandlung aller Postdienste im Bereich der Mehrwertsteuer zu erreichen und somit die Wettbewerbsfähigkeit der alternativen Briefdienste sicherzustellen. Chancen Zum 01. Januar 2024 wurden die Preise der Nordbrief GmbH für alle Kunden, die keiner Ausschreibung unterliegen, um ca. 5 % erhöht. Der Preisvorteil für die Kunden der Nordbrief GmbH im Vergleich zum DPAG-Porto beträgt damit noch 7 %. In 2024 finden Europawahlen statt. Die Nordbrief GmbH bewirbt sich insbesondere bei der Landeshauptstadt Kiel und den Hansestädten Lübeck, Rostock und Wismar um diese Aufträge. Die Effekte aus dem Mitte 2023 erfolgreich durchgeführte Projekt zur Zusammenlegung der beiden Produktionsstandorte aus Lübeck und Rostock in Lübeck, fallen für 2024 nun ganzjährig an. Hierbei handelt es sich insbesondere um Einsparungen von Personalkosten. Für 2024 ist ein Ausbau des digitalen Postausganges (Hybridpost) mit einem Lettershop geplant, welches neben dem klassischen physischen Postausgang zusätzliche Wachstumsimpulse ermöglicht. Der weitere Ausbau der Prelabel, die Briefkastenverdichtung im eigenen Marktgebiet, die Hinzunahme weiterer Service-Points sowie Mehrwertleistungen, wie z. B. der Hybridpostversand, schaffen neue Marktpotenziale und sollen zu einer weiteren Verbesserung in der Briefabfertigung und einem Wachstum an regionalen Neukunden führen. Zum 01. Januar 2024 hat die Nordbrief GmbH im Rahmen eines konzernintern aufgesetzten Logistikprojektes (OneRoute) auch die Verantwortung für die Zeitungszustellung übernommen. Dadurch ergeben sich ab 2024 zunehmend Einspareffekte in der Logistik, die die Marktfähigkeit und Ergebnissituation direkt positiv beeinflussen. Zum 01. Oktober 2023 wurde im Konzernbereich Post der MADSACK ein Team etabliert, das zum Ziel hat, eine eigene nationale Vermarktung (Key Accounting) aufzubauen. Durch diese Strategie ergeben sich direkte Chancen auf Erlöse aus der Vermarktung sowie aus den im Rahmen der Vermarktung gewonnenen Sendungen nationaler Großversender, die zusätzlich in die Briefdienste zur Zustellung fließen und somit für Erlöse aus Zustellvergütung und Kosteneffekte aus der zusätzlichen Verdichtung in der Logistik sorgen. Dies setzt direkt auf das seit 2019 bereits bei der Nordbrief GmbH durchgeführte nationale Großkundengeschäft auf und soll dabei helfen, dies insgesamt noch deutlich auszubauen. Durch eigene Akquise von nationalen Großversendern, sinkt dabei auch die Abhängigkeit von externen Sendungsmaklern.
Lübeck, den 21. Mai 2024 Nordbrief GmbH, Lübeck gez. Mats Bergemann, Geschäftsführer gez. Tino Borde, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023der Nordbrief GmbHAmtsgericht Lübeck, HRB 24492 HLAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der Nordbrief GmbH, Lübeck
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Nordbrief GmbH hat ihren Sitz in Lübeck und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck (HRB 24492 HL). Der Jahresabschluss ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Sofern es der Übersichtlichkeit dient, sind bei Wahlrechten die Angaben im Anhang gemacht. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und hat die Erleichterungen gemäß § 288 HGB teilweise in Anspruch genommen. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich eventueller Anschaffungsnebenkosten, vermindert um die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden entsprechend § 253 Abs. 3 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz weggefallen sind, werden entsprechend § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den amtlichen AfA-Tabellen, denen die steuerrechtlich zulässigen Höchstsätze zugrunde liegen. Die Nutzungsdauern betragen 1 bis 13 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten EUR 800,00 (netto) nicht überschreiten, wird das Sofortabschreibungswahlrecht entsprechend § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. 2. Umlaufvermögen Die Vorräte werden mit Anschaffungskosten unter Beachtung des niedrigeren beizulegenden Werts angesetzt. Erforderliche Wertberichtungen werden vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Weiteren erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen begegnet. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt mit dem Nominalbetrag. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Hierunter werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag bilanziert. 5. Rückstellungen Erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen wird durch die Bildung von Rückstellungen in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags und unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen passiviert. Effekte aus Zinssatzänderungen werden in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 7. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Soweit sich insgesamt ein aktiver latenter Steuerüberhang ergibt, wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB kein Gebrauch gemacht. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben grundsätzlich unverändert. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist - unter Angabe der Abschreibungen - im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die nach § 285 Nr. 11 HGB verlangte Aufstellung zum Anteilsbesitz lautet wie folgt:
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen wie im Vorjahr in voller Höhe auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 547 (Vorjahr: TEUR 521) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Steuern. 3. Eigenkapital Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Zur Heilung des insolvenzrechtlichen Überschuldungsstatus hat das oberste Konzernmutterunternehmen, die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, einen qualifizierten Rangrücktritt bezüglich ihrer Forderungen aus dem Cash-Pooling zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 9.372 (Vorjahr: TEUR 5.508) erklärt. Infolgedessen haben die gesetzlichen Vertreter den Jahresabschluss zu Fortführungswerten aufgestellt. Für weitere Ausführungen zum negativen Eigenkapital verweisen wir auf die Erläuterungen im Lagebericht. 4. Rückstellungen Die Rückstellungen entfallen mit TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 149) im Wesentlichen auf Personalrückstellungen und mit TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 27) auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die übrigen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit weniger als ein Jahr. 5. Verbindlichkeiten Für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 9.372 (Vorjahr: TEUR 5.508) das Cash-Pooling und mit TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 30) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen wie im Vorjahr nicht. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 117), den Erlösen aus Weiterberechnungen in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 35) sowie aus den Erträgen aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR -) zusammen. Insgesamt sind TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 119) auf periodenfremde Sachverhalte zurückzuführen. 2. Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind mit TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 16) periodenfremde Aufwendungen ausgewiesen, die sich im Wesentlichen aus Betriebskostenabrechnungen und der Mietpauschale für 20 Transportwagen aus 2021 inkl. Vollstreckungskosten ergeben. 4. Zinsergebnis Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen betrifft in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) Beträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen. In den Zinsaufwendungen sind zudem periodenfremde Zinsen aus Steuernachforderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. E. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Für die Nordbrief GmbH liegen zum 31. Dezember 2023 keine Haftungsverhältnisse vor. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen belaufen sich auf TEUR 5.140 (davon gegen verbundene Unternehmen TEUR 4.181). Diese haben in Höhe von TEUR 4.974 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (davon gegen verbundene Unternehmen TEUR 4.141) und in Höhe von TEUR 166 eine Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren (davon gegen verbundene Unternehmen TEUR 40). 3. Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
4. Konzernzugehörigkeit Die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, Hannover, erstellt einen Konzernabschluss mit Konzernlagebericht für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Nordbrief GmbH einbezogen wird. Der vorgenannte Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. 5. Honorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer für das abgelaufene Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für die Abschlussprüfungsleistung beträgt TEUR 10. 6. Bezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7. Geschäftsführer Die Geschäftsführung erfolgte durch:
8. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.760 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Verlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Lübeck, den 21. Mai 2024 Nordbrief GmbH, Lübeck gez. Mats Bergemann, Geschäftsführer gez. Tino Borde, Geschäftsführer Anlagenspiegel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Nordbrief GmbH, Lübeck Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Nordbrief GmbH, Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nordbrief GmbH, Lübeck, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften sowie bestimmten Personenhandelsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kiel, 21. Mai 2024 rt Revision + Treuhand GmbH & Co. KG gez. Niko Müller, Wirtschaftsprüfer gez. Carl Holtzberg, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 25. Juni 2024 festgestellt. |
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Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen