Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 145685
Vorher
Blitz 02-286 GmbHNova Analytics Deutschland Verwaltungs GmbHITT Analytics Deutschland GmbH
Eingetragen
10.12.2002
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
An- und Verkauf, Entwicklung und Herstellung von elektronischen, chemischen und physikalischen Messapparaten, von Geräten und Geräteteilen für Wissenschaft, Technik und Medizin sowie von Komponenten, Geräten und Systemen auf den Gebieten der Prozess-, Umwelt- und Sensortechnik, wissenschaftliche Auftragsforschung auf dem Gebiet der Physik und Chemie, Erwerb, Halten, Management und Veräußerung von Beteiligungen, Erbringung von konzerninternen Serviceleistungen sowie Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der Xylem Analytics Germany Sales GmbH & Co. KG mit Sitz in Weilheim i.OB, Landkreis Weilheim-Schongau, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRA 105345, deren Gegenstand des Unternehmens Vertrieb von elektronischen, chemischen und physikalischen Messapparaten, von Geräten und Geräteteilen für Wissenschaft, Technik und Medizin sowie von Komponenten, Geräten und Systemen auf den Gebieten der Prozess-, Umwelt- und Sensortechnik und Erbringung dazugehöriger Dienstleistungen ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Burbach
seit 10.4.2025
Geschäftsführer
Markus Hüsges
seit 10.4.2025
Prokura
Michael Bub
seit 4.6.2024
Prokura
Markus Rösch
seit 13.7.2022
Prokura
Christoph Hofmann
seit 13.7.2022
Prokura
Ulrich Schwab
seit 13.7.2022
Prokura
Richard Ruf
seit 8.7.2016
Prokura
Jens Köhler
seit 8.7.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Nova Analytics Europe, LLCUSA
94.00%
Xylem Luxembourg 1LUX
6.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Nova Analytics Europe, LLC
United States
24.440 €
94.00%
Xylem Luxembourg 1
Luxembourg
1.560 €
6.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Xylem Analytics Germany GmbH

Weilheim i.OB

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Gesellschafter der Xylem Analytics Germany GmbH (im Folgenden: XAG) sind die Nova Analytics Europe LLC (Delaware, USA) und die Xylem Luxembourg 1 S.à.r.l. (Roost, Luxembourg). Die XAG gehört damit zum Konzern der börsennotierten Xylem Inc. mit Sitz in Washington D.C., USA. Die Gruppe ist einer der weltweit führenden Anbieter von Pumpen und Systemen für Transport, Kontrolle (Analytik) und Behandlung von Wasser und anderen Flüssigkeiten.

Der Xylem Inc. Konzern gliedert sich in verschiedene Sparten. Die XAG gehört im Segment Measurement & Control Solutions (M&CS) dem Sub-Segment "Analytics" an.

Die XAG ist unverändert an den Standorten Weilheim (Oberbayern), Mainz, Ingolstadt und Meinsberg angesiedelt; der eingetragene Hauptsitz ist Weilheim (Oberbayern).

Die XAG entwickelt und produziert hochwertige Messtechnik für die Marken "WTW", "SI Analytics", "Sensortechnik Meinsberg" und "ebro". Die Geräte finden Anwendung in der Wasseranalytik und Umwelttechnik sowie der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie, der pharmazeutischen Industrie und Medizintechnik. Die Marke "ebro" ist außerdem im Bereich der Transportlogistik durch das Monitoring von Temperatur, Feuchte und Druck von Gütern bekannt. Die Produkte sind national und international renommiert und zählen zu den bekanntesten Marken weltweit.

Der Verkauf der Produkte erfolgt - im Rahmen des sogenannten "Principal Operating Company" (PoC) Modells - ausschließlich an Schwesterunternehmen in der Xylem-Gruppe. Die Festsetzung der Verkaufspreise erfolgt durch eine "Cost-Plus"-Vereinbarung.

Neben der Produktion konzentriert sich die XAG auf Forschung und Entwicklung (F&E) neuer Produkte. Außerdem ist die XAG als interner Dienstleister für Konzerngesellschaften in den Bereichen IT, Personalwesen, Finanzen, Versand sowie Qualitätsmanagement tätig.

2. Strategie und Ziele

Aufgrund der Einbindung in das POC-Modell liegt das besondere Augenmerk der XAG in der Entwicklung und Produktion der Produkte im Konzernverbund. Darüber hinaus wird kontinuierlich daran gearbeitet, die gesamte Wertschöpfungskette (Supply Chain) zu verbessern. So wurden unter anderem sowohl die Beschaffungsseite neu aufgestellt (durch neue Struktur und Aufgabenteilung im Einkauf) als auch der Produktionsprozess als solches durch gezielte Erhöhung der Liefertreue und Reduzierung von Ausschuss ständig überprüft und weiterentwickelt.

Die Ziele für das Jahr 2023 haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Der Fokus liegt weiterhin im Bereich "Drive Customer Success". Darunter verstehen wir Verbesserungen im Bereich der Auftragserfüllung. Konkret bedeutet das die Verbesserung der On-time Delivery (Liefertreue zum Kundenwunschtermin) bei gleichzeitiger Optimierung der Lagerbestände. Dazu wurde im Bereich Supply Chain der SIOP Prozess (Sales, Inventory & Operations Planning) weiter verbessert. Das betrifft insbesondere folgende Themenschwerpunkte:

Verbesserung und Stabilisierung der Lieferleistung an allen Standorten und Gewährleistung wettbewerbsfähiger Lieferzeiten

Steigerung des Bewusstseins und der Kenntnisse über SIOP und IBP (Integrated Business Planning) in der gesamten Organisation durch globale und lokale Schulungen

Verbesserung der Qualität der Bedarfs- und Lieferplanung

Optimierung des Produktportfolios

Etablierung robuster, crossfunktionaler Prozesse an allen Standorten, Übergang von SIOP zu einem standardisierten IBP (Integrated Business Planning)

Entwicklung von SIOP und IBP zu einem der Kernprozesse bei Xylem Analytics

Des Weiteren wurde neue Produktlinien in das Portfolio aufgenommen:

Refraktometer und Polarimeter der Marke Bellingham & Stanley

Durchflussmessgeräte der Marke MJK

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war von einer Vielzahl wirtschaftlicher Herausforderungen und Veränderungen geprägt. Globale Trends und nationale Entwicklungen haben die wirtschaftliche Landschaft beeinflusst, wobei der Analysen- und Labormarkt für die Gesellschaft eine besondere Rolle spielte. Im Folgenden wird ein Überblick über die wirtschaftliche Situation mit einem Schwerpunkt auf diesem Sektor gegeben.

Gesamtwirtschaftliche Lage:

Die Weltwirtschaft erlebte 2023 ein uneinheitliches Wachstum, wobei einige Regionen sich erholten, während andere mit anhaltenden Herausforderungen konfrontiert waren. Trotz einer gewissen Erholung nach den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie blieb die Unsicherheit aufgrund geopolitischer Spannungen und Handelskonflikte bestehen.

In vielen entwickelten Volkswirtschaften setzte sich ein moderates Wachstumstempo fort, das von einer Kombination aus Konsumausgaben, Investitionen und Exporten getragen wurde. Aufstrebende Volkswirtschaften hingegen sahen sich mit volatilen Märkten und strukturellen Herausforderungen konfrontiert. (Quelle: IWF Kiel).

Für Deutschland war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. (Quelle: Statistisches Bundesamt Jan. 2024).

Situation im Analysen- und Labormarkt:

Laut den aktuellen Zahlen des Fachverbandes Spectaris erzielten die deutschen Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik 2022 einen Umsatz von 11,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Positive Impulse kamen dabei sowohl aus dem Inland (5,3 Mrd. Euro, +9,7 Prozent) als auch aus dem internationalen Geschäft (6,4 Mrd. Euro, +5,8 Prozent). Daraus resultierte eine Exportquote von 54,9 Prozent. Nach dem schwachen Corona-Jahr 2020 befindet sich die Branche damit wieder auf einem starken Wachstumskurs. Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung stieg die Beschäftigtenzahl um 5,1 Prozent auf rund 53.000 Mitarbeiter. Für das Jahr 2023 wird ungeachtet der zahlreichen Herausforderungen sowie Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Krieges mit einem deutlichen Umsatzplus im mittleren einstelligen Bereich gerechnet. (Quelle: Spectaris).

Das Wachstum wurde durch verschiedene Faktoren angetrieben:

Technologische Fortschritte: Fortschritte in Bereichen wie Biotechnologie, künstliche Intelligenz und digitale Analytik haben zu einer verstärkten Nachfrage nach analytischen und labortechnischen Dienstleistungen geführt. Unternehmen investierten verstärkt in innovative Lösungen zur Produktentwicklung, Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung.

Gesundheitssektor: Die Gesundheitsindustrie war ein bedeutender Treiber für den Analysen- und Labormarkt. Die steigende Nachfrage nach diagnostischen Tests, Arzneimittelentwicklung und medizinischer Forschung führte zu einem erhöhten Bedarf an Labordienstleistungen.

Regulatorische Anforderungen: Strengere Vorschriften und Qualitätsstandards in verschiedenen Branchen, insbesondere im Gesundheits- und Lebensmittelsektor, erforderten eine intensive Analyse und Überwachung von Produkten und Prozessen. Dies führte zu einem Anstieg der Nachfrage nach Labordienstleistungen zur Einhaltung der Vorschriften.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Unternehmen verstärkten ihre Bemühungen um Umweltschutz und Nachhaltigkeit, was zu einer verstärkten Analyse von Umweltauswirkungen und zur Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und Prozesse führte.

Herausforderungen und Zukunftsausblick:

Trotz des Wachstums sah sich der Analysen- und Labormarkt auch mit einigen Herausforderungen konfrontiert:

Fachkräftemangel: Die steigende Nachfrage nach Fachkräften in den Bereichen Wissenschaft, Technik und Analytik führte zu einem Fachkräftemangel und einem intensiven Wettbewerb um talentierte Mitarbeiter.

Technologische Komplexität: Die rasante Entwicklung neuer Technologien und Analysemethoden erforderte kontinuierliche Investitionen in Schulung und Weiterbildung, um mit den sich wandelnden Anforderungen Schritt zu halten.

Regulatorische Dynamik: Der sich ständig ändernde regulatorische Rahmen erforderte eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von Unternehmen, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen.

Für die Zukunft wird erwartet, dass der Analysen- und Labormarkt weiterhin ein robustes Wachstum verzeichnen wird, getrieben von technologischen Innovationen, regulatorischen Anforderungen und der steigenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Analyse- und Labordienstleistungen.

Insgesamt zeigt der Geschäftsverlauf im Jahr 2023, dass der Analysen- und Labormarkt eine entscheidende Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung spielte. Trotz einiger Herausforderungen bleibt der Sektor weiterhin dynamisch und vielversprechend für die Zukunft.

Diese Einschätzung spiegelt sich in der Strategie der XAG wider, Dienstleistung, Innovation und Qualität weiter auszubauen.

3.2 Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogen Rahmenbedingungen konnten wir für 2023 einen Anstieg der Umsatzerlöse von 5,7 % verzeichnen. Die Ergebnisse liegen damit über den Erwartungen für 2023, die einen Anstieg der Umsatzerlöse um 4,4 % und einen entsprechenden Anstieg des operativen Ergebnisses vorsahen. Insgesamt erzielten wir ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von EUR 17,9 Mio. Das operative Ergebnis liegt bei EUR 4,3 Mio. nach EUR 2,9 im Vorjahr.

Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 %.

Der Verkauf der Produkte erfolgt - im Rahmen des sogenannten "Principal Operating Company" (PoC)-Modells - ausschließlich an Schwesterunternehmen in der Xylem-Gruppe. Die Festsetzung der Verkaufspreise erfolgt durch eine "Cost-Plus"-Vereinbarung.

Steuerungsrelevante finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung der Gesellschaft nicht herangezogen.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1 Ertragslage

Die Xylem Analytics Germany GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 17,9 Mio. (Vorjahr: EUR 13,4 Mio.). Folgende Effekte sind dabei zu berücksichtigen:

Erhöhung der Umsatzerlöse von EUR 82,2 Mio. um EUR 4,7 Mio. bzw. 5,7 % auf EUR 86,9 Mio.; die Betriebsleistung (Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderung) stieg dabei um 7,9 % von EUR 81,4 Mio. auf EUR 87,8 Mio. Der Materialaufwand erhöhte sich weitgehend analog von EUR 34,8 Mio. um EUR 3,2 Mio. bzw. 9,1 % auf EUR 38,0 Mio. Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Betriebsleistung betrug 43,2 % (Vorjahr: 42,8 %). Insgesamt konnte somit das Rohergebnis um EUR 3,2 Mio. auf EUR 49,8 Mio. gesteigert werden.

Erhöhung des Personalaufwands um EUR 3,3 Mio. (EUR 35,3 Mio.; Vorjahr: EUR 32,2 Mio.); dies resultiert im Wesentlichen aus Neueinstellungen, Gehaltserhöhungen, Zuführungen zur Pensionsrückstellung und höheren gesetzlichen Sozialaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um EUR 0,4 Mio., was unter anderem auf geringere Auflösungen von Rückstellungen, Versicherungsentschädigungen und periodenfremde Erträge zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um EUR 1,8 Mio. zurück. Es verringerten sich hierbei insbesondere der Aufwand für Allokationen (konzerninterne Umlagen) und Nebenkosten für Gas, Strom etc. sowie die Kosten für Leiharbeitnehmer.

Das Finanzergebnis hat sich um EUR 3,2 Mio. auf EUR 13,5 Mio. erhöht (Vorjahr: EUR 10,3 Mio.). Der Anstieg der Erträge aus Beteiligungen um EUR 1,0 Mio. im Berichtsjahr ist im Wesentlichen auf deutlich höhere Erträge aus der Xylem Analytics Germany Sales GmbH & Co. KG zurückzuführen. Weiterhin sind die Zinserträge, insbesondere aus der Verzinsung des Cashpool-Guthabens, im Berichtsjahr um EUR 1,6 Mio. auf EUR 1,8 Mio. deutlich angestiegen. Die Zinsaufwendungen gingen demgegenüber nochmals um EUR 0,6 Mio. auf EUR 0,1 Mio. zurück (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.), maßgeblich beeinflusst durch die Entwicklung der Pensionen bzw. des bei deren Berechnung zugrundeliegenden Zinssatzes.

Der somit erwirtschaftete Jahresüberschuss wurde im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Sensus GmbH in Ludwigshafen abgeführt.

4.2 Finanzlage

Die XAG ist in das Cash-Pooling der Xylem Europe GmbH, Schaffhausen (Schweiz), einbezogen.

Die liquiden Mittel (inklusive Cashpool) belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 75,8 Mio. (Vorjahr: EUR 70,6 Mio.). Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt weitestgehend aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 61,0 % (Vorjahr: 65,2 %). Bei Bedarf kann zudem jederzeit auf Finanzierungsquellen im Konzernverbund zurückgegriffen werden.

Die Finanzierung und die Eigenkapitalausstattung sind angemessen.

4.3 Vermögenslage

Die Bilanzstruktur hat sich nicht grundlegend geändert; die Bilanzsumme hat sich jedoch um EUR 9,3 Mio. bzw. 6,9 % auf EUR 144,0 Mio. erhöht.

Auf der Aktivseite resultiert der Anstieg größtenteils aus dem um EUR 5,2 Mio. höherem Cashpool-Guthaben sowie den um EUR 1,5 Mio. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Darüber hinaus hat sich das Vorratsvermögen - neben dem gestiegenen Geschäftsvolumen - auch aufgrund der Übernahme der Vorratsbestände von MJK Automation A/S, Birkerød/Dänemark (kurz: MJK) und Bellingham & Stanley Ltd, Royal Tunbridge Wells/Vereinigte Königreich, (kurz: B&S) um insgesamt EUR 1,7 Mio. erhöht. Aufgrund des Geschäftsmodells bestehen keine Forderungen gegen Dritte aus Lieferungen und Leistungen.

Auf der Passivseite wirkten sich - neben den um EUR 4,4 Mio. höheren Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung - insbesondere die um EUR 2,2 Mio. gestiegenen Rückstellungen sowie die um EUR 1,8 Mio. erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus. Diese betreffen wie schon im Vorjahr ausschließlich unterwegs befindliche Zahlungen. Der Anstieg der Pensionsrückstellungen ist auf die unterstellten Rentenanpassungen infolge der Inflation der letzten Jahre zurückzuführen. Bei den sonstigen Rückstellungen resultiert die Zunahme insbesondere auf der Aufstockung der Altersteilzeitrückstellungen sowie höhere Rückstellungen für Urlaub und Gleitzeit infolge der höheren Auslastung.

4.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Im Rückblick betrachten wir das Jahr 2023 im Hinblick auf den Umsatzanstieg als ein erfolgreiches Jahr. Mit der Geschäftsentwicklung sowie der Vermögens- Finanz- und Ertragslage sind wir sehr zufrieden.

5. Forschung und Entwicklung

Die XAG beschäftigt insgesamt ca. 68 Mitarbeiter im Bereich F&E an den Standorten Weilheim, Mainz, Meinsberg und Ingolstadt. Die Gesamtaufwendungen hierfür beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 7,9 Mio.; dies entspricht rd. 9,0 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: EUR 7,1 Mio. bzw. 8,6%).

Die Gestaltung eines qualitativ hochwertigen, konkurrenzfähigen Produktprogramms bildet die Basis für den Erhalt und die Erweiterung unserer Marktanteile weltweit, sowie die technologische Marktführerschaft in unseren Kernbereichen. Die Kernkompetenzen liegen in der Spektralphotometrie, bei Datenloggern für Medizin- und Lebensmitteltechnik, bei Titration und Viskosimetrie im Bereich der Online- und auch Labormesstechnik. Ebenso müssen die optische Sauerstoffmessung, die pH-Messung und die Temperaturmessung an dieser Stelle genannt werden. Letztgenannte werden ebenfalls im Bereich der Online- und auch Labormesstechnik eingesetzt.

Innerhalb des Konzerns werden aktiv Technologien der verschiedenen Standorte kombiniert, so dass bestehendes Know-How auch in der XAG genutzt und für Produktinnovation verwendet werden kann. Auf diese Weise werden die Synergien sinnbringend geschaffen und für die XAG nutzbar gemacht.

Es erfolgten keine Zuwendungen von Dritten oder staatlichen Stellen.

6. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

6.1 Prognosebericht

Die Weltwirtschaft expandiert derzeit in moderatem Tempo, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich ist. Während die Konjunktur in den Vereinigten Staaten bis zuletzt kräftig war, befindet sich die Wirtschaft im Euroraum in einer Phase der Stagnation; im Vereinigten Königreich und in Japan ging die Produktion im zweiten Halbjahr 2023 sogar merklich zurück.

Die konjunkturellen Unterschiede dürften im Prognosezeitraum geringer werden, ein kräftiger Aufschwung ist aber nicht in Sicht: Während die Expansion in den Vereinigten Staaten angesichts nachlassender fiskalischer Impulse etwas an Fahrt verliert, belebt sich die Konjunktur in Europa und Japan mit Abklingen der bremsenden Wirkungen des Inflationsschocks allmählich. Stimulierend wirkt auch die sich abzeichnende leichte Erholung beim Welthandel. Die wirtschaftliche Aktivität in China dürfte im Prognosezeitraum angesichts struktureller Probleme allerdings nur verhalten expandieren und im Jahresdurchschnitt merklich schwächer zunehmen als im vergangenen Jahr.

Nicht zuletzt deshalb wird der Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - mit 2,8 Prozent etwas niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr (3,1 Prozent), für das kommende Jahr 2025 rechnen wir wieder mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nimmt in der nächsten Zeit zwar leicht zu, bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Die Inflation ist zwar gegenüber dem Höchststand Ende 2022 deutlich zurückgegangen, zuletzt aber nur noch wenig gesunken. Vor allem der Anstieg der Preise für Dienstleistungen erweist sich als hartnäckig, so dass die Inflationsraten voraussichtlich erst im Jahr 2025 wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken gesunken sein werden. Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem geopolitischer Natur, insbesondere einer Zuspitzung von Handelskonflikten und ergeben sich aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. (Quelle: IfW Kiel März 2024).

Ein wesentlicher Effekt auf die Ergebnissituation war - auch aufgrund der bestehenden "Cost-plus"-Vereinbarung - nicht zu erwarten und hat sich auch nicht ergeben. In der Rolle des Produktionsunternehmens ist der Erfolg der XAG maßgeblich von durch unsere Vertriebsgesellschaften generierten Bedarfen abhängig.

Für 2024 planen wir mit einem Anstieg der Umsatzerlöse um rd. 10 %, die weitestgehend durch die Übernahme der Produktion unserer bisherigen Schwesterunternehmen MJK (Dänemark) und B&S (England) sowie durch Preiserhöhungen und Abbau des Auftragsbestandes realisiert werden sollen. Diese Einschätzung wird durch die aktuellen Entwicklungen im Geschäftsjahr 2024 bestätigt. Für das operative Ergebnis erwarten wir einen ähnlichen prozentualen Anstieg wie bei den Umsatzerlösen.

6.2 Risikomanagementziele und -methoden

Die XAG ist in das konzernweite interne Kontrollsystem (IKS nach dem COSO-Rahmenwerk) nach dem sogenannten "Sarbanes-Oxley Act" (SOX) eingebunden. Gemäß Vorgaben des Konzerns muss die XAG ihre wesentlichen Geschäftsprozesse dokumentieren und regelmäßig vordefinierte Kontrollen durchführen. Die Überprüfung des IKS erfolgt dabei entweder durch die konzerninterne Revision (Internal Audit) oder durch externe Beratungs- und Prüfungsgesellschaften.

Das Risikofrüherkennungssystem ist als separates Berichts- und Überwachungssystem mit eigener Aufbau- und Ablauforganisation Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagements. Dessen Aufgabe ist es, durch regelmäßige und fallweise Berichterstattung Risikopotentiale zu erkennen, einheitlich zu bewerten und in einer Gesamtbetrachtung zusammenzufassen. Besondere, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken sind im Rahmen dieser Berichte weder während des Geschäftsjahres noch heute bekannt geworden.

Wesentliche Finanzinstrumente sind die Finanzanlagen, die konzerninternen Forderungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (inkl. verbundener Unternehmen). Im täglichen Management werden Verbindlichkeiten und Forderungen gesichtet, so dass die damit verbundenen Risiken abgeschätzt werden können. Ebenso wird das konzerninterne Cashpool-System kontinuierlich überwacht. Aufgrund der soliden finanziellen Konzernverhältnisse schätzen wir das Ausfallrisiko als gering ein. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wesentliche Risiken bei den Verbindlichkeiten bestehen nicht; wesentliche Fremdwährungspositionen liegen nicht vor.

6.3 Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft unterliegt mit ihrer Geschäftstätigkeit den Branchenrisiken der Labor-, Chemie und Messtechnik-Branche, insbesondere Vertriebs- und Innovationsrisiken, die zu einer technischen Veraltung von Produkten führen könnten und somit Einfluss auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft hätten. Des Weiteren besteht eine gewisse Abhängigkeit von Know-how-Trägern innerhalb der Organisation sowie Geheimhaltung von proprietären Informationen. Darüber hinaus ist die XAG den Risiken international operierender Gesellschaften, beispielsweise Wechselkursrisiken, ausgesetzt. Aufgrund des Geschäftsmodells beschränken sich die Wechselkursrisiken auf den Einkaufsbereich.

Die Produkte der XAG sind in aller Welt im Einsatz und genießen eine sehr gute Reputation. Das Portfolio an hochwertiger Messtechnik wird weiter ausgebaut. Traditionsgemäß wird die konsequente Verbesserung bestehender Geräte zur weiteren Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und Differenzierung am Markt beitragen. Einige neue Technologien der verschiedenen F&E Abteilungen versprechen Innovationen mit Alleinstellungsmerkmalen für XAG und somit weitere Wachstumschancen.

Synergien mit anderen Xylem-Standorten und Konzerngesellschaften werden aktiv unterstützt. So ist ein internationales Entwicklerteam implementiert, dessen Aufgabe es ist, Kern- und Schlüsseltechnologien aus allen Standorten für die verschiedenen Marken und Applikationen nutzbar zu machen.

Das Geschäft der Onlinemesstechnik ist besonders in großen internationalen Projekten wachstumsstark. Da unsere Produkte insbesondere in asiatischen Ländern wie China und Indien bereits etabliert und bekannt sind, erwarten wir, vom dortigen Wachstum überproportional profitieren zu können.

Die Fokussierung auf den Kunden ist maßgeblicher Bestandteil unserer Strategie. Hierzu zählen wir auch die Lieferfähigkeit. Neben den weiteren Verbesserungen des SIOP Prozesses steht die Stabilisierung der Lieferketten im Fokus. D.h. Risiken im Beschaffungsprozess sollen minimiert werden.

Der Service spielt im Wettbewerb weiterhin eine große Rolle. Der Servicesektor, insbesondere der Marke "ebro", wächst kontinuierlich. Ziel ist es auch hier die Durchlaufzeiten weiter zu verkürzen, dazu wurde ein Projektteam gegründet, das als Ziel hat, die Durchlaufzeit für einen Serviceauftrag auf unter 8 Tage zu bringen. Dieses Ziel wurde ab Q2/2022 erreicht und soll 2023 stabilisiert werden.

Im Jahr 2023 wurde die Übernahme von Teilen der Produktion der Schwesterfirmen MJK und Bellingham und Stanley ins Firmengebäude am Standort in Weilheim im Rahmen eines Asset Dealsvollzogen. Dieser Sachverhalt beinhaltet sowohl Chancen wie auch Risiken. Mögliche Risiken in Form von Lieferengpässen im Rahmen des Umzugs wurden durch Lageraufbau vor der Umzugsphase minimiert. Alle sonstigen Risiken werden durch eine detaillierte Projektplanung abgefangen. Die Chancen durch den Umzug werden in den Folgejahren, ab 2024, vollumfänglich wirksam sein. Hier sind unter anderem eine höhere Produktivität durch einen besseren Materialfluss (kürzere Wege) und eine verbesserte Kommunikation zwischen den Bereichen zu erwähnen.

Ein Fokusthema aus 2023 wird auch im Jahr 2024 weiter vorangetrieben. Die ständige Optimierung des Unternehmens (Continuous Improvement), wird sowohl im Neubau als auch an allen anderen Standorten des Unternehmens, gelebt und weiter forciert.

Befürchtungen, dass die Energieversorgung, insbesondere Erdgas, wohlmöglich durch den Ukrainekonflikt gefährdet sein könnte haben sich abgeschwächt. Trotzdem wurde für die Standorte Mainz und Meinsberg eine netzunabhängige Gasversorgung für die Glasbläsereien realisiert. Für den Standort Weilheim ist der Anschluss an eine Hackschnitzel- Heizung realisiert.

In Gesamtwürdigung aller Risiken und unter Berücksichtigung des risikoarmen Geschäftsmodells als reines Produktionsunternehmen des Xylem-Konzerns bestehen aus heutiger Sicht keine wesentlichen Risiken, die den Bestand des Unternehmens nachhaltig gefährden könnten. Alle sonstigen bekannten geschäftlichen Risiken sind im Jahresabschluss zum Stichtag 31. Dezember 2023 angemessen berücksichtigt.

 

Weilheim in Oberbayern, den 7. Juni 2024

Xylem Analytics Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Robert Reining

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 211.934,97 329.597,66
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 344.922,37 476.970,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.886.428,00 2.955.170,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.636.937,13 6.316.162,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 548.949,41 313.692,97
10.417.236,91 10.061.996,95
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 26.122.280,75 26.122.280,75
36.751.452,63 36.513.875,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.983.723,98 6.206.912,77
2. Unfertige Erzeugnisse 4.875.972,98 4.260.256,20
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 287.452,38 5.171,43
4. Geleistete Anzahlungen 46.022,11 61.431,98
12.193.171,45 10.533.772,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 94.504.188,16 87.412.356,50
2. Sonstige Vermögensgegenstände 306.796,79 95.166,54
94.810.984,95 87.507.523,04
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.553,01 1.469,90
107.011.709,41 98.042.765,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 235.338,21 150.028,37
143.998.500,25 134.706.669,05

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 26.785.311,11 26.785.311,11
III. Andere Gewinnrücklagen 61.016.756,31 61.016.756,31
87.828.067,42 87.828.067,42
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 21.806.194,00 21.375.180,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.483.936,65 2.719.936,61
26.290.130,65 24.095.116,61
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.408.713,63 566.117,92
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.051.783,83 3.559.731,54
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.775.619,78 18.171.050,05
4. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: EUR 592.618,60 (Vj.: TEUR 486) 644.184,94 486.585,51
29.880.302,18 22.783.485,02
143.998.500,25 134.706.669,05

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 86.927.333,60 82.236.319,00
2. Erhöhung (Vj.: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 897.997,73 -806.093,42
3. Sonstige betriebliche Erträge
davon aus Währungsumrechnung: EUR 68.672,81 (Vj.: TEUR 45) 790.805,14 1.221.554,15
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 37.066.858,74 34.400.239,53
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 912.687,47 422.408,90
37.979.546,21 34.822.648,43
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.964.242,38 25.353.136,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung: EUR 997.096,60 (Vj.: TEUR 1.757) 6.576.079,56 6.821.280,86
35.540.321,94 32.174.417,49
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.802.538,67 1.732.157,07
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon sonstige Steuern: EUR 10.759,84 (Vj.: TEUR 22)
davon aus Währungsumrechnung: EUR 44.059,12 (Vj.: TEUR 141) 8.939.484,64 10.753.995,80
8. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 11.928.950,32 (Vj.: TEUR 10.944) 11.928.950,32 10.943.553,77
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 30.483,49 45.141,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.759.603,63 175.056,65
davon von verbundenen Unternehmen EUR 1.759.603,63 (Vj.: TEUR 175)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon aus Aufzinsung: EUR 124.879,00 (Vj.: TEUR 764) 134.894,54 769.654,22
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 48,00 33.818,76
13. Ergebnis nach Steuern 17.877.372,93 13.438.557,38
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 17.877.372,93 13.438.557,38
15. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Xylem Analytics Germany GmbH (im Folgenden: XAG) gehört zum Konzern der börsennotierten Xylem Inc. mit Sitz in Washington D.C. /USA. Der Xylem-Konzern ist einer der weltweit führenden Anbieter von Pumpen und Systemen für Transport, Kontrolle (Analytik) und Behandlung von Wasser und anderen Flüssigkeiten.

Der Jahresabschluss der XAG mit Sitz in Weilheim in Oberbayern (HRB 145685; Handelsregister des Amtsgerichts München) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Ergänzende Vorschriften zur Bilanz gemäß § 42 GmbHG wurden beachtet. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unverändert zum Vorjahr beibehalten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 5 Jahren.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Bei selbsterstellten Sachanlagen werden die Herstellungskosten entsprechend den bei dem Posten "Vorräte" erläuterten Bewertungsgrundlagen für fertige und unfertige Erzeugnisse ermittelt. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer ausschließlich linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen für:

Bauten auf fremden Grundstücken von 5 bis 30 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen von 3 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 1 bis 18 Jahre

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG angewendet. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, bis zu 800 EUR betragen, werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Bei einer voraussichtlich nicht dauernden Wertminderung werden entsprechend dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB keine Abwertungen vorgenommen.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten (Einzelfeststellung der Anschaffungskosten) unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf Basis der Wiederbeschaffungskosten und unter Berücksichtigung pauschaler Wertabschläge für das Lager- und Verwertungsrisiko bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Risiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden ebenso durch pauschale Wertabschläge berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt.

Handelswaren werden zu den letzten Einstandspreisen auf Basis des gleitenden gewogenen Durchschnitts bewertet, wobei erforderliche Wertabschläge aufgrund der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ausreichend berücksichtigt werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Dabei sind angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt, um Risiken und Verluste, das allgemeine Kreditrisiko sowie noch anfallende Mahn- und Beitreibungskosten abzudecken.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen (i. S. v. § 250 Abs. 1 HGB).

Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Berücksichtigung der Richttafeln Heubeck 2018 G bewertet. Dabei wurde die Rückstellung pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Als Rechnungszins diente der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Rechnungszins für Altersversorgungsverpflichtungen). Dieser beträgt zum 31. Dezember 2023 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) p. a. Auf Basis der vergangenen sieben Jahre würde der Zinssatz 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) betragen. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurde wie im Vorjahr eine Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 2,5 % - 4,5 % p.a., eine Dynamik der Anpassung der laufenden Renten von 1,00 bzw. 2,10 % p.a. (VJ.: 1,00 % bzw. 2,10 % p.a.) sowie eine mittlere Fluktuation berücksichtigt. Die Effekte aus Zinssatzänderungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Daneben wurde berücksichtigt, dass die aktuelle Inflation im Jahr 2023 deutlich über den entsprechenden Annahmen in den Bewertungen der Vorjahre liegt, die sich durch die Rentenanpassungen in den Jahren 2024 bis 2025 auswirken wird. Um dies zu kompensieren wurden alle laufenden Renten pauschal um 8,70 % erhöht.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 1.705).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurde von dem Abzinsungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen wurde nach der projizierten Einmalbetragsmethode durchgeführt und erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln Heubeck 2018 G verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz p. a. 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %), Gehaltstrend wie im Vorjahr p. a. 2,50 % - 4,50 % sowie eine mittlere Fluktuation. Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln Heubeck 2018 G verwendet. Die Bewertung erfolgte mit dem Barwert und unter Anwendung eines laufzeitadäquaten siebenjährigen durchschnittlichen Rechnungszinssatzes von 1,07 % (Vorjahr: 0,58 %). Zukünftig erwartete Entgeltsteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit wie im Vorjahr von jährlichen Anpassungen bei den Entgelten von 3,00 % ausgegangen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs im Zeitpunkt der Transaktion erfasst und gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft ist Komplementärin der der Xylem Analytics Germany Sales GmbH & Co. KG (im Folgenden: XAGS), Weilheim in Oberbayern, und mit 99,99 % an deren Kapital beteiligt. Daneben hält sie 100 % der Anteile an der Xylem IP Management GmbH, Grünwald, sowie 100 % der Anteile an der Aanderaa Data Instruments AS, Bergen/Norwegen. Zusätzlich ist die Gesellschaft zu 100 % Kommanditistin der im Jahr 2019 gegründeten Xylem Analytics IP GmbH & Co. KG, Grünwald.

Gesellschaften Eigenkapital Jahresergebnis
XAGS *) 2023 TEUR 9.113 TEUR 4.006
Xylem IP Management GmbH *) 2023 TEUR 25 TEUR -30
Xylem IP GmbH & Co. KG *) 2023 TEUR 11 TEUR 5.794
Aanderaa Data Instruments AS 2022 **) TEUR 5.608 (TNOK 63.026) TEUR 1.267 (TNOK 14.653)

*) vor Ergebnisabführung bzw. Ergebnisverwendung
**) letzter testierter Jahresabschluss

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Lieferungen und Leistungen 8.854 7.350
Cashpoolguthaben 75.768 70.582
Beteiligungserträge & Gewinnabführungen 9.800 9.413
Sonstige Verrechnungen 82 67
94.504 87.412

Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 67).

Kapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 26 ist in voller Höhe einbezahlt. Die Nova Analytics Europe LLC, Delaware/USA, hält einen Anteil von 94 % und die Xylem Luxembourg 1 S.à.r.l., Roost/Luxemburg, einen Anteil von 6 %.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen sonstige personalbezogene Rückstellungen, Gewährleistungen Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Gewinnabführung 17.877 13.439
Lieferungen und Leistungen 686 505
Verlustübernahme 30 45
Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristige Finanzmittelkredite) 4.183 4.182
22.776 18.171

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 4.182 (Vorjahr: TEUR 4.182).

Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der GuV-Rechnung

Umsatzerlöse

Sämtliche Umsatzerlöse entfallen auf die Schweiz.

Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen im Geschäftsjahr 2023 setzen sich wie folgt zusammen:

Mio. EUR
Labor 18,5
Field 10,1
Online 25,8
Validation & Cold Chain 13,0
Sonstiges 1,6
Umlagen 17,9
86,9

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Im Geschäftsjahr waren periodenfremde Erträge von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 393) zu verzeichnen. Darin enthalten sind insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 277).

Daneben sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 159) angefallen.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Im Geschäftsjahr waren ebenso wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen zu verzeichnen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Infolge der seit 2011 mit der Sensus GmbH, Ludwigshafen (Rechtsnachfolger der Xylem Germany GmbH), bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft betreffen die Steuern vom Einkommen und Ertrag lediglich die Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter sowie ggf. vororganschaftliche Sachverhalte.

V. Gewinnverwendung

Der im Berichtsjahr erzielte Jahresüberschuss wurde entsprechend dem mit der Sensus GmbH, Ludwigshafen (Rechtsnachfolgerin der Xylem Germany GmbH, Frankfurt am Main), abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag in Höhe von TEUR 17.877 (Vorjahr: TEUR 13.439) abgeführt. Die Gewinnabführung betrifft grundsätzlich auch ausschüttungsgesperrte Beträge.

VI. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter/innen

Die XAG beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 489 Mitarbeiter, davon 238 Angestellte und 251 gewerbliche Arbeitnehmer.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 war:

Herr Dr. Robert Reining (Dipl.-Ing.), Geschäftsführer

Die Angabe der im Berichtsjahr gewährten Gesamtbezüge des Geschäftsführers unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Für ehemalige Geschäftsführer wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 858 (Vorjahr: TEUR 852) gebildet.

Konzernabschluss

Die Anteile der Gesellschaft werden von der Nova Analytics Europe LLC (Delaware/USA) und der Xylem Luxembourg 1 S.a.r.l. (Roost/Luxembourg) gehalten. Die Gesellschaft gehört damit zum Konzern der Xylem-Gruppe. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Xylem Inc., Washington D.C./USA (größter und kleinster Kreis), einbezogen; Abweichungen zu den Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach deutschem Recht bestehen insbesondere bei den immateriellen Vermögensgegenständen und den Pensionsrückstellungen. Der Konzernabschluss wird bei der Securities and Exchange Commission, Washington, D.C. / USA, unter der Index-Nr. CIK 0001524472 sowie im Unternehmensregister offengelegt; die Gesellschaft selbst erstellt keinen eigenen Konzernabschluss nach § 290 HGB.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für Steuern des Organträgers. Da der Organträger bisher seinen Verpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen ist und über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Bezüglich der Modellregelungen "Pillar Two" und den damit verbundenen steuerlichen Auswirkungen verweisen wir auf den Jahresabschluss des Organträgers Sensus GmbH, Ludwigshafen.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 15.372 sowie aus Bestellobligos in Höhe von TEUR 32.803.

Der Zweck der abgeschlossenen Miet-, Pacht- und Leasingverträge besteht in der geringeren Kapitalbindung (Finanzierungsvorteil). Derzeit sind keine nennenswerten Chancen und/oder Risiken aus diesen Geschäften ersichtlich.

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 95 und resultiert ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen.

Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten.

 

Weilheim in Oberbayern, den 7. Juni 2024

Xylem Analytics Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Robert Reining

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen AiB
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.555.189,02 99.530,62 0,00 4.577,38 9.650.142,26
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.322.112,76 0,00 0,00 0,00 16.322.112,76
25.877.301,78 99.530,62 0,00 4.577,38 25.972.255,02
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.066.669,17 21.096,40 0,00 1.277.978,00 1.809.787,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.573.781,47 462.908,98 0,00 12.230,82 10.024.459,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.748.463,52 1.271.799,46 43.796,72 0,00 21.064.059,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 313.692,97 279.053,16 -43.796,72 0,00 548.949,41
32.702.607,13 2.034.858,00 0,00 1.290.208,82 33.447.256,31
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 26.122.280,75 0,00 0,00 0,00 26.122.280,75
84.702.189,66 2.134.388,62 0,00 1.294.786,20 85.541.792,08
Abschreibungen Nettobuchwerte
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.225.591,36 217.191,29 4.575,36 9.438.207,29 211.934,97 329.597,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.322.112,76 0,00 0,00 16.322.112,76 0,00 0,00
25.547.704,12 217.191,29 4.575,36 25.760.320,05 211.934,97 329.597,66
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.589.698,21 58.877,35 1.183.710,36 1.464.865,20 344.922,37 476.970,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.618.611,27 531.648,16 12.227,80 7.138.031,63 2.886.428,00 2.955.170,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.432.300,70 994.821,87 0,00 14.427.122,57 6.636.937,13 6.316.162,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 548.949,41 313.692,97
22.640.610,18 1.585.347,38 1.195.938,16 23.030.019,40 10.417.236,91 10.061.996,95
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 26.122.280,75 26.122.280,75
48.188.314,30 1.802.538,67 1.200.513,52 48.790.339,45 36.751.452,63 36.513.875,36

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Xylem Analytics Germany GmbH, Weilheim in Oberbayern

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Xylem Analytics Germany GmbH, Weilheim in Oberbayern, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Xylem Analytics Germany GmbH, Weilheim in Oberbayern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 7. Juni 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer

Arno Böhmerle, Wirtschaftsprüfer

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