Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Flaboform GmbH
Industriestraße 5, 68753 Waghäusel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Kreye seit 26.6.2020 | Geschäftsführer |
Pedro Julio Gomez Ruiz seit 24.3.2015 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
CEMIDE S.L. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Flaboform GmbHWaghäuselJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Flaboform GmbH hat ihren Sitz in der Industriestraße 5 in 68753 Waghäusel und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim eingetragen (HRB 250551). Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert und stellen sich wie folgt dar: Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagenwerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Seit 2021 wird steuerlich für Computerhardware und -software eine Nutzungsdauer von einem Jahr zu Grunde gelegt. Dieser Ansatz ist aus handelsrechtlicher Perspektive per se nicht zulässig. Der Nutzungsdauer von einem Jahr wurde allerdings aus Vereinfachungs- und Wesentlichkeitsaspekten auch aus handelsrechtlicher Perspektive gefolgt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden zu Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr, mit der Ausnahme der geleisteten Kautionen in Höhe von TEUR 15 für Mietsachen, innerhalb eines Jahres fällig. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Leistungsansprüche für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag mit dem anteiligen Nennwert der vor dem Bilanzstichtag geleisteten Zahlungen aktiviert. Die Ansprüche aus der Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Deckungskapital bewertet. Dieser Vermögensgegenstand wurde mit der Verpflichtung aus der Pensionsrückstellung saldiert. Die Saldierung erfolgte aufgrund der Verpfändung der Rückdeckungsansprüche sowie deren Zweckexklusivität. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. Angaben zur Bilanz Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Verbundene Unternehmen (Anteilsbesitz)
Die Angaben beziehen sich auf Geschäftsjahre, die zum 31.12.2023 enden. Für Fremdwährungen werden die Stichtagskurse zum 31.12.2023 (CZK 24,724 und PLN 4,3395) und Durchschnittskurse (CZK 24,004 und PLN 4,5420) in Ansatz gebracht. Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter (§ 42 Abs. 3 Gmb- HG) Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden die nachfolgend aufgelisteten Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter ausgewiesen:
Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf EUR 1.600.000,00 und ist voll eingezahlt. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellung wurde für ein ehemaliges Mitglieder der Geschäftsführung bzw. deren Hinterbliebene gebildet. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen gem. versicherungsmathematischem Gutachten unterliegt nachstehenden Vorgaben:
Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Werte der Rückdeckungsversicherungen per Ende des Geschäftsjahres i.H.v. EUR 174.188,00 mit den Rückstellungswerten zum Bilanzstichtag i.H.v. EUR 441.468,00 verrechnet. Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 9 aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen (vom bisherigen 7- Jahres-Durchschnitt auf 10-Jahres-Durchschnitt Abzinsungssatz). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Zinsen sowie personalbezogene Rückstellungen. Betrag der Verbindlichkeiten
Eine Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mio. ist durch einen Comfort Letter der Muttergesellschaft vollständig abgesichert. Eine andere Kreditlinie in Höhe von 2,75 Mio. ist durch eine Stand-by einer Bank vollständig abgesichert. Die dritte Kreditlinie in Höhe von 2 Mio. ist nicht abgesichert. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. V. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Herrn Matthias Kreye, Schriesheim, Leiter Einkauf & Logistik Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen nachfolgend aufgeführte finanzielle Verpflichtungen p.a.:
Konzernzugehörigkeit Die Flaboform GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Cemide S.L., Madrid, Spanien, und wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen. Der Konzernabschluss der Cemide S.L., Madrid, Spanien, für den kleinsten und größten Kreis wird im Handelsregister Madrid bekannt gemacht. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Nachtragsbericht Es haben sich keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben.
Waghäusel, den 26. Februar 2024 Flaboform GmbH, Waghäusel Matthias Kreye Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäftsmodell Die Flaboform GmbH ist ein internationales Handelsunternehmen, das seit 2015 Mitglied der Grupo Cunado in Spanien ist. Flaboform ist ein lagerhaltender Händler von Rohrleitungsmaterialien, insbesondere Flanschen, Rohrbögen und Formstücken sowie Rohren und anderem Rohrzubehör in allen möglichen Abmessungen und Sorten, wie Kohlenstoffstahl, Edelstahl und Sonderlegierungen. Darstellung des Geschäftsverlaufs Gesamtentwicklung des Unternehmens und der Industrie Makroökonomischer Bericht und Branchenbedingungen: Deutschland gehört noch immer zu den größten Stahlproduzenten in der Europäischen Union. Nachdem die deutsche Stahlproduktion nun im zweiten Jahr in Folge rückläufig ist, erreicht sie im Berichtszeitraum noch 32,7 Millionen Tonnen. Die Produktion sank somit um 11,2 Prozent und lag zuvor bei 36,8 Millionen Tonnen. Dieses zeigt somit einen negativen Trend. Gestiegene Energie- und Rohstoffkosten belasten die Stahlunternehmen ebenso wie die weiterhin bestehenden Lieferkettenprobleme. Geschäftsentwicklung Die Zinsentwicklung und Inflation sowie hiermit einhergehende hohe Energiepreise beschäftigten die Wirtschaft im Jahr 2023. Außerdem scheint ein Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine nicht in Sicht. Unser Handeln stand im Zeichen der schwachen Weltkonjunktur und der anhaltenden Unsicherheiten bei der Energiepolitik, auch wenn die befürchtete Gasmangellage erstmal ausblieb. Ein Wiederaufflammen des Nahostkonflikts sorgt für weitere Störungen der Supply-Chain, die sich bis ins Jahr 2024 auswirken wird. Nach einem guten ersten Halbjahr sind unsere Umsätze zurückgegangen, da sich die Preise der ersten 6 Monate in der zweiten Jahreshälfte in der Form nicht mehr durchsetzen ließen. Zum einen war die Nachfrage rückläufig und zum anderen haben sich die verringerten Einkaufspreise im Markt bemerkbar gemacht und wurden an die Kunden weitergegeben. Die rückläufige Entwicklung bei den Wiederbeschaffungspreisen hat auch dazu geführt, dass viele Wettbewerber versucht haben Lagerbestände zu reduzieren und dieses hat den Marktpreis zusätzlich belastet. Im Vergleich zu 2022 fiel der Umsatz im Jahr 2023 um ca. 15% bei leicht gestiegenen Bruttomargen und einer Verringerung des Jahresüberschusses, bei annährend gleichbleibender prozentualer Bruttomarge von 7,4% im Jahr 2022 und 6,7% Bruttomarge im Jahr 2023. Wie in den Vorjahren konnten wir uns auf unser Rahmenvertragsgeschäft mit OEM-Kunden verlassen. Die Internationalisierung unserer Kunden in diesem Segment sowie die Branchendiversifikation waren erneut sehr hilfreich. Die Kernaktivitäten der Konzernunternehmen liegen nach wie vor in den 5 Hauptbereichen:
Die Gesamterlöse (Umsatzerlöse und sonstigen betriebliche Erträge) entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr negativ. In der Petrochemie und im Rohrleitungsbau, die eng miteinander verbunden sind, gab es aufgrund der Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der Energiepolitik/Energiekosten in der zweiten Jahreshälfte keine umfangreichen Investitionen mehr. Kleinere Projekte und kurzfristiger Wartungsbedarf dominieren nun wieder in diesem Bereich. Der Maschinen- und Anlagenbau entwickelte sich für uns sehr gut und wir konnten einige interessante Projekte für uns gewinnen. Wir halten daher an unserer Strategie der Kundenbindung in diesen Bereichen durch den Aufbau partnerschaftlicher Lieferbeziehungen mit den Schwerpunkten IT und Logistik weiterhin fest. Lieferverträge mit einzelnen OEM-Herstellern werden ständig erneuert, basierend auf unserer hohen Zuverlässigkeit, direkten Kontakten und schnellen Reaktionszeiten. Auch wenn aufgrund der Zinsentwicklung anders erwartet, blieb der Umsatz von HSKL im Jahr 2023 robust und unsere Margen konnten auch hier stabilisiert werden. Die vorhandenen Lagerbestände begünstigten eine hohe Versorgungssicherheit für unsere Kunden über die Vertragslaufzeit. Effiziente Beschaffung und Logistik gehören auch weiterhin zu den Erfolgsrezepten bei der Erfüllung dieser Rahmenvertragsaufträge. Einkauf Der Einkauf ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Geschäftsprozesses und steht daher im Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit. Wir entwickeln effizientere Prozesse für Lagerersatz und Buyouts und beziehen das Einkaufsteam immer mehr in die Beschaffung von kundenspezifischen Produkten ein. Das Lieferantenbeziehungsmanagement ist eine weitere wichtige zentrale Aufgabe unseres Einkaufsmanagers. Mit der Unterstützung unserer Kollegen in der Grupo Cuñado eröffnen wir neue, bisher nicht verfügbare Einkaufspotenziale. Wir arbeiten weiter an der fachlichen Qualifizierung und Prüfung unserer Lieferanten. Qualitätsmanagement Unser Qualitätsmanagement arbeitet weiterhin an der Optimierung unserer internen QS- Prozesse. Die Qualität von Produkten und Dienstleistungen sowie ein ordnungsgemäß funktionierendes QS-Managementsystem sind auf dem heutigen Markt unverzichtbar. Vertrieb Die Zusammensetzung unserer Vertriebsteams wurde durch Zusammenlegung verändert. So wurden in Waghäusel aus vier Teams zwei neue gebildet. Die größeren Vertriebseinheiten sind nun besser gerüstet für Urlaubszeit, Krankheitsausfälle oder Fluktuation. Die geringere Frequenz von Kundenbesuchen haben wir versucht durch viele telefonische Kontakte zu kompensieren. Für 2024 planen wir eine Erweiterung unserer Außendiensttätigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Da technische Qualifikationen eine Voraussetzung für die Marktentwicklung sind, werden die Vertriebsteams regelmäßig geschult. Logistik Lagerung, Logistik und Versand sind nach wie vor wesentliche Bestandteile in unserer Wertschöpfungskette und können für das Geschäftsjahr 2023 anhand ausgewählter Qualitäts- und Leistungskennzahlen positiv bewertet werden. In diesem Bereich wurden in den letzten Jahren erfolgsabhängige Kennzahlensysteme aufgebaut, die ihre Wirkung zeigen. Danach sind auch die Führungskräfte kurzfristig an diesem Erfolg beteiligt. Allgemein Die Anzahl der Mitarbeiter im Unternehmen hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert und betrug durchschnittlich 65 Mitarbeiter (Vorjahr 70 Mitarbeiter). Die Wettbewerbssituation der Gesellschaft hat sich trotz eines schwierigen Marktumfelds in den Kernfeldern durch Vertriebsanstrengungen und gute Positionierung durch Rahmenverträge und nachhaltiges OEM-Geschäft verbessert. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres Im Jahr 2023 haben wir uns dazu entschlossen, den osteuropäischen Markt aus Deutschland heraus zu betreuen. Daher ruht die Geschäftstätigkeit unserer polnischen Niederlassung bis auf weiteres. Analyse der Lage Vermögensstatus: Aufgrund der fallenden Stahlpreise und des etwas reduzierten Bedarfs hat sich der Vorratsbestand von 10.922 TEUR auf 8.860 TEUR verringert. Die Vorratsintensität (Vorräte / Bilanzsumme) beläuft sich, auf 61% (Vorjahr 63%). Die Reichweite der Vorräte im Geschäftsjahr ist mit 97 Tagen leicht zurückgegangen (gegenüber 101 Tagen im Vorjahr). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen ab von 2.180 TEUR im Jahr 2022 auf 1.247 TEUR. Das durchschnittliche Zahlungsziel (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Forderungen gegen verbundene Unternehmen) / Umsatz) x 365 Tage) für Kunden beläuft sich auf 17 Tage (29 Tage im Vorjahr). Finanzielle Leistungsfähigkeit Die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gesellschaft bleibt stabil. Das Eigenkapital stieg von 5.069 TEUR um 2.202 TEUR auf 7.271 TEUR. Die Veränderung ist auf das positive Jahresergebnis zurückzuführen. Auf Basis der Bilanzsumme wird die Eigenkapitalquote als ausreichend angesehen. Die Verfügbarkeit von Kapital aufgrund von gewährten Kreditlinien bei Banken liegt bei 7.250 TEUR (Vorjahr 7.186 TEUR). Die Belastung dieser Kreditlinien betrug zum 31.12.2023 3.127 TEUR (Vorjahr 4.666 TEUR). Die Kreditlinien haben überwiegend eine unbegrenzte Laufzeit. Zum 31.12.2023 betrug die Höhe des Darlehens der Cemide SL 1.550 TEUR (Vorjahr 3.150 TEUR). Dieses Darlehen wurde bis zum 31.12.24 verlängert. Alle unsere Verpflichtungen können und konnten entsprechend ihrer Fristen und Zahlungsbedingungen erfüllt werden. Die Gesellschaft wird auch in Zukunft in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Ertragslage und Unternehmenszahlen Der Umsatz des Unternehmens erreichte 33.043 TEUR (Vorjahr 38.939 TEUR). Die Umsätze wurden in den folgenden geographischen Märkten erzielt:
Trotz eines erhöhten Wettbewerbsdrucks, besonders in der zweiten Jahreshälfte, blieb die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) unverändert bei 73 % (73% im Vorjahr) auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund des unter den Erwartungen liegenden Umsatzes in der zweiten Jahreshälfte, liegt das Bruttoergebnis (Umsatzerlöse - Materialaufwand) im Geschäftsjahr, bei 8.929 TEUR gegenüber 10.239 TEUR im Vorjahr. Die Umsatzerlöse lagen mit 33.043 TEUR unter den Erwartungen von 37.000 TEUR. Budgetiert wurde ein kräftig rückläufiger Umsatz, der dennoch über den Werten aus 2021 liegen sollte. Das in 2023 erzielte EBITDA lag über dem budgetierten Jahresüberschuss. Erwartet wurde ein besonders starker Rückgang des EBITDA. Dieses ist auf eine, entgegen den Erwartungen, verbesserte Handelsspanne zurückzuführen. Zusammenfassung Das Management beurteilt das Ergebnis positiv. Bericht über die zukünftige Entwicklung des Konzerns sowie seine Chancen und Risiken Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Besonderes Augenmerk wird wie schon 2023 auf den weiteren Ausbau des Geschäfts mit industriellen Großkunden gelegt, sowie auf eine weitere Produktdiversifikation. Neben der Erweiterung unseres Lagerprogramms wollen wir auch unsere Vertriebstätigkeit stärken und planen eine Neueröffnung eines Vertriebsbüros im Norden Deutschlands. Wir erhoffen uns hiervon eine höhere Präsenz in dieser Region und hieraus resultierend, ein stetigeres Geschäft sowie neue Kundenbeziehungen. Kontinuität sichern wir durch langfristige Zusammenarbeit mit unseren Kunden durch Rahmenverträge und Vereinbarung über logistische Konzepte und IT-Anbindungen. Die Strategie in diesem Segment bleibt unverändert und wird weiterhin nachhaltig umgesetzt. Wir bieten unseren Zielkunden auch weiterhin ein kundenspezifisches Qualitätsmanagement sowie individuelle Logistik und Bevorratung an. Risikobericht 1. Allgemeiner Risikobericht Die Auswirkungen des Ukrainekonfliktes und auch des wieder aufgeflammten Nahostkonflikts sind aus heutiger Sicht nur bedingt abzuschätzen. Es bestehen weiterhin große Unsicherheiten bezüglich der weiteren Entwicklung der Verfügbarkeit von Energie und Energiekosten. Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass die allgemeine Unsicherheit und die hohen Energiekosten die Beschaffungskosten kurzfristig auf ein eher höheres Niveau steigen lassen werden. Außerdem kommt es erneut zu Störung der Lieferketten aufgrund des unterbrochenen Lieferwegs durch das Rote Meer. Die neu gewählten Routen, um das Horn von Afrika führen nun zu wesentlich längeren Laufzeiten und damit einhergehenden Erhöhungen der Seefrachtraten. Die erhöhten Kosten können aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in unseren Märkten nur bedingt an unsere Kunden weitergegeben werden. Die allgemein hohen Lagerbestände führen zu einer Zunahme der Konkurrenzsituation in unserem täglichen Arbeiten. Das Tagesgeschäft ist nach wie vor weitgehend kleinteilig und kurzfristig. Die Rahmenvereinbarungen werden voraussichtlich wieder unter höherem Preisdruck geschlossen werden. Im Berichtsjahr entfielen auf keinen einzelnen Kunden mehr als 12,3% (6,2% im Vorjahr) des Umsatzes. Die Verteilung der Kunden über die Hauptbranchen Mess- und Regeltechnik, Petrochemie, Rohrleitungsbau, Anlagenbau sowie den Energiesektor und HSKL führt zu einer Risikostreuung und vermeidet die Abhängigkeit von nur einer Branche oder einem großen Kunden. Die regionale Präsenz wird weiterhin durch Vertriebsbüros und Landesgesellschaften erreicht und ausgebaut. Auf der Beschaffungsseite setzen wir weiterhin auf einen ausgewogenen und produktabhängigen Mix aus verstärkten Partnerschaften mit qualitätsbewussten Produktionsunternehmen aus Europa und Asien. Neue Lieferanten werden nach den standardisierten Richtlinien für Lieferantenaudits, der Einkaufs- und der QS-Abteilungen qualifiziert und geprüft. Unsere Beziehungen zu Lieferanten aus Fernost (mit Schwerpunkt Indien und China) wurden durch regelmäßige telefonische Kontakte gestärkt. Insbesondere in China haben Kontakte über unsere Kollegen in Shanghai mit chinesischen Muttersprachlern die Kommunikation, Verhandlungen und die Bearbeitung unserer Aufträge verbessert. 2. Spezialrisikoprofil Wir erwarten keine Liquiditätsengpässe. Die bestehenden Finanzinstrumente der Gesellschaft umfassen im Wesentlichen kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Unsere Verbindlichkeiten können innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen werden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Das Unternehmen verfügt über ein adäquates Debitorenmanagement, um Ausfallrisiken zu minimieren. Die FLABOFORM GmbH verfügt über ein effizientes und zeitnahes Mahnwesen; die Erfahrung zeigt, dass Forderungen durch direkten Kontakt eingezogen werden können. Forderungsausfälle waren bisher die Ausnahme. Zusätzlich sind Forderungen durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Prognosebericht Der IWF prognostiziert für Deutschland im Jahr 2024 ein reales Wirtschaftswachstum von 0,5% und hat somit die Einschätzung von Oktober mit 0,9% nochmals nach unten revidiert. Deutschland scheint aufgrund der Abhängigkeit vom Export stärker vom schwachen Welthandel betroffen zu sein. Deutschland bildet somit das Schlusslicht bei den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Die Industrie hat weiterhin mit den Auswirkungen der hohen Energiepreise und Zinsen zu kämpfen. Die Weltwirtschaft insgesamt scheint sich aus heutiger Sicht besser zu entwickeln. Kurzfristiges und schnelles Handeln wird auch weiterhin das Tagesgeschäft in den Kernmärkten der Gesellschaft bestimmen. Die bestehende erhöhte Konkurrenzsituation wird den Marktpreis auf einem niedrigen Niveau halten und wahrscheinlich zu einer Verringerung unserer Handelsspanne führen. Aufgrund der Widrigkeiten des Nahostkonfliktes und der hieraus resultierenden Probleme, erwarten wir eine vorübergehende leicht verschlechterte Versorgungslage. Positive Impulse erhoffen wir uns allerdings durch erhöhte Investitionen in den Umbau der Energiewirtschaft. Durch den weiteren gezielten Ausbau nationaler sowie internationaler Kundenbeziehungen und der Rahmenverträge mit weltweit tätigen OEM-Kunden (Rahmenvertragskunden) erwarten wir einen weitgehend positiven Geschäftsverlauf. Auch weiterhin liegt unser Fokus in diesen Bereichen. Aufgrund des vorhandenen Potenzials, dem Ausbau unserer Vertriebsstrukturen im Norden Deutschlands und der angekündigten Investitionstätigkeiten erwarten wir, trotz aller Widrigkeiten, ein verhältnismäßig positives Geschäftsjahr 2024. Der Umsatz für 2024 wird leicht zulegen und über den Werten von 2023 liegen. Die Handelsspanne hingegen wird, Aufgrund des Marktpreises und Wettbewerbsdrucks, leicht rückläufig sein. Für die Leistungsplanung 2024 prognostizieren wir ein leicht schwächeres Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zu dem in 2023 realisierten Ergebnis.
Waghäusel, den 26. Februar 2024 Flaboform GmbH Matthias Kreye BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Flaboform GmbH, Waghäusel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Flaboform GmbH, Waghäusel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flaboform GmbH, Waghäusel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 8. März 2024 TC
TREUHAND GmbH
Prof. Dr. Reinhard Dücker, Wirtschaftsprüfer Patrick Mika, Wirtschaftsprüfer |
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