Beteiligungsgesellschaften
Insta GmbH
Hohe Steinert 10, 58509 Lüdenscheid, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Wehrmann seit 7.8.2025 | Prokura |
Sascha Friedrich seit 7.8.2025 | Prokura |
Alfred Vrieling seit 26.6.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 47.45% | |
| 47.45% | |
Insta GmbHEigenbeteiligung | 5.11% |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.11% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Insta GmbHLüdenscheidJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024Insta GmbH, Lüdenscheid1. Grundlagen des Unternehmens „Wir bringen Technologie zum Leben!“ Als innovatives, mittelständisches Elektronikunternehmen Deutschlands verbessern wir das Leben und das Arbeiten der Menschen in ihrer Umgebung nachhaltig. Unsere Hauptsäulen sind die Entwicklung, der Verkauf von OEM-Produkten und die Produktion von Produkten und Systemen für die Gebäudeinstallation und die Gebäudesystemtechnik (‘‘digitale Dinge‘‘ für Smart Building und Smart Home). „Wir können Elektronik!“ Darüber hinaus verfolgt die Insta, auf Grund unserer anerkannten Fertigungs- und Logistikkompetenz, den Ausbau technologisch angrenzender Geschäftsfelder/Branchen - vom Konzept zur Lösung (EEMS: Electronic Engineering and Manufacturing Services). Der einzige Unternehmensstandort der Insta GmbH befindet sich in Lüdenscheid. 2. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2024 war erneut von wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % im Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Wirtschaft 2024 einen weiteren Rückgang um 0,2 %. Dies markiert das erste Mal seit 2002/03, dass Deutschland zwei aufeinanderfolgende Jahre mit negativer Wirtschaftsentwicklung erlebt hat. Die Inflationsrate ging im Jahresverlauf zurück und lag 2024 bei durchschnittlich 2,4 %. Trotzdem blieb die Kaufkraft der Verbraucher aufgrund der vorangegangenen hohen Inflation beeinträchtigt, was den privaten Konsum dämpfte. (Quelle: ifo Institut) Die Europäische Zentralbank reagierte auf die wirtschaftliche Lage mit einer moderaten Zinssenkung, wodurch der Leitzins Ende 2024 bei 3,0% lag (Quelle: EZB). Diese Maßnahme zielte darauf ab, Investitionen zu fördern und die Konjunktur zu beleben. Die Bauwirtschaft litt weiterhin unter hohen Material- und Energiekosten sowie gestiegenen Finanzierungskosten. Viele Bauprojekte wurden verschoben oder ganz aufgegeben, was zu einem spürbaren Rückgang der Bauinvestitionen führte. Die deutschen Exporte sanken im Jahr 2024 um 1,0 %, was auf eine schwache Nachfrage aus wichtigen Handelspartnerländern, insbesondere China, zurückzuführen ist. Gleichzeitig gingen die Importe um 2,8 % zurück, was zu einem Außenhandelsüberschuss von 241,2 Milliarden Euro führte. (Quelle: ifo Institut) Die Wirtschaftstätigkeit in der EU entwickelte sich ebenfalls verhalten. Für das Jahr 2024 wird ein BIP-Wachstum von 0,8 % im Euroraum erwartet. (Quelle: ifo Institut) Eine hohe Inflation belastete die Kaufkraft der Verbraucher, während die Investitionstätigkeit aufgrund gestiegener Finanzierungskosten und anhaltender Unsicherheiten gedämpft blieb. Für 2025 prognostizieren Experten ein moderates Wachstum von 0,7 % für die deutsche Wirtschaft. Allerdings bleiben die Risiken hoch, insbesondere aufgrund geopolitischer Spannungen, potenzieller Handelskonflikte und der Notwendigkeit struktureller Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. (Quelle: Reuters) Insgesamt war 2024 ein weiteres herausforderndes Jahr für die deutsche Wirtschaft, geprägt von Rezessionstendenzen, gedämpftem Konsum und schwacher Auslandsnachfrage. Trotzdem ist es Insta gelungen, die Materialpreise wieder auf ein marktfähiges Niveau zu bringen. a) Unternehmensstruktur Insta ist zum Jahresende 2024 intern in 4 Kernprozesse aufgegliedert, die über deren Prozesskennzahlen/KPI auf verschiedenen Ebenen (operativ bis strategisch) gesteuert werden:
Die Resilienz der Gesellschaft bzw. ihrer Unternehmensstruktur konnte im Jahr 2024 unter Beweis gestellt werden. Nachdem die Allokationskrise in 2023 beendet wurde, kam Ende 2023 und Anfang 2024 im fließenden Übergang die Baukonjunkturkrise auf die Insta zu. Die sehr gut funktionierende Unternehmensstruktur mit ihrer Organisation, ihren Prozessen, ihren Kennzahlen und ihrer modernen, wertebasierten Unternehmenskultur haben es ermöglicht, bereits im September 2023 sich auf die neue Baukonjunkturkrise für 2024 vorzubereiten. Bereits im zweiten HJ 2023 wurden diverse kostenreduzierende Maßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus wurde bereits in den ersten Monaten 2024 ein erstes Programm zur einvernehmlichen Personalreduzierung mit Erfolg eingeleitet. Zusätzlich wurde im Juni 2024 die Belegschaft informiert, dass die Verhandlungen mit der IG Metall aufgenommen wurden mit dem Ziel einen neuen 5-jährigen Haustarifvertrag zu verhandeln. Nachdem im zweiten Quartal 2024 weitere Umsatzrückgänge ersichtlich wurden und die Geschäftsführung festgestellt hat, dass bei den Planungen für 2025 und 2026 auch keine großen Zuwächse festzustellen sind, ist die Entscheidung gefallen, die Personalkosten um insgesamt 25% zu reduzieren. In der Gesamtreduzierung sind die Ergebnisse des Haustarifvertrages inkludiert. Diese Entscheidung wurde im August 2024 an die Belegschaft verkündet. In den Monaten September bis Mitte Dezember wurde zwischen dem Betriebsrat, der IG-Metall, dem AGV und der Geschäftsführung ein Sozialplan und Interessenausgleich verhandelt, der zu einer Personalreduzierung von 27 Arbeitsstellen führen soll. Die Verhandlungen zum Haustarifvertrag und Sozialplan wurden bis Mitte Dezember 2024 abgeschlossen. Der neue Betriebspunkt (Personalkosten) der Insta wird zum 01.07.2025 eingestellt sein. Ab dem 01.07.2025 wird die Planmitarbeiterzahl der Insta 425 betragen. Der enge, offene und transparente Dialog mit dem Betriebsrat hat hierbei einen großen Beitrag geleistet, bei dem die Interessen beider Parteien gegenseitig respektiert wurden. Das sehr gute Zusammenwirken innerhalb der Unternehmensstruktur wurde auch bei der Erstellung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie deutlich und Insta hat im Jahr 2024, ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht für 2023 veröffentlicht. Weiterhin hat Insta, ob wohl die gesetzlichen Auflagen erhöht wurden, die eco-vadis Bronze-Auszeichnung be kommen. b) Geschäftsverlauf - Baukonjunkturkrise Die erste Jahreshälfte 2024 war geprägt von einem schnell sinkenden Auftragseingang und großen Abweichungen zum Forecast. Lagerbestände, die in der Allokationszeit mit hochpreisigen Bauteilen aufgebaut wurden, wurden weiter abgebaut. Durch deutliche Abweichungen der Kunden-Forecasts zum realen Auftragseingang wurden wiederum neue Lagerbestände aufgebaut. Demzufolge konnte der Zielwert des Lagerabbaus nicht erreicht werden. Durch den schnellen Rückgang des Auftragseingangs in Q1 war bereits früh im Jahr abzusehen, dass Insta das Jahr mit einem zweistelligen Millionenverlust abschließen wird und dabei am Jahresende eine bilanzielle Überschuldung droht. Zusätzlich belasten die Zinsen aus Darlehn die Ergebnissituation der Gesellschaft dabei weiterhin deutlich. Im November 2024 wurde entschieden Gesellschafterdarlehn in Eigenkapital umzuwandeln, um eine bilanzielle Überschuldung in 2024 zu vermeiden. Die hohen Lagerbestände, bedingt durch deutliche Abweichungen der Kunden-Forecasts gegenüber dem realen Auftragseingang sowie zum Bilanzstichtag wieder gesunkener Marktpreise, haben zum Stichtag des Jahresabschlusses zu einer hohen Abwertungssumme ca. 4,2 Mio. € geführt, die sich direkt im Ergebnis der Insta negativ niedergeschlagen hat. Die zweite Jahreshälfte 2024 stand weiterhin unter dem Einfluss der Baukrise, jedoch hat sich der Auftragseingang auf einem stabilen, bedeutend niedrigeren Niveau (ca. -30%) eingependelt. Diese Jahreshälfte stand im Zeichen einer großen Restrukturierung (wie oben beschrieben), jedoch auch im Zeichen vieler neuer Entwicklungsprojekte. Diese neuen Entwicklungsprojekte sind ein wichtiger Faktor, um Insta gestärkt aus dieser Krise zu führen. Der Ausbau und die Diversifizierung des Kundenstammes verlief in dem Kernsegment Gebäudesystemtechnik positiv. Neue Projekte und Kundenaufträge (Entwicklung und Produktion) konnten in dieser Branche gewonnen werden. Die vertriebliche Fokussierung auf OEM-Kunden der Gebäudesystemtechnik hat ebenso dazu geführt, dass bestehende Geschäfte und Produkte außerhalb dieses Marktsegmentes in einen Auslauf überführt wurden und noch werden. Die gesamten Umsatzerlöse 2024 in Höhe von 66 Mio. Euro lagen um rund 25 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Trotz des gravierenden Umsatzrückgangs hat die Insta den operativen Verlust (vor Abschreibungen) auf -5,9 Mio. € begrenzen können. Hierzu haben die früh eingeleiteten Maßnahmen der Geschäftsführung aus Ende 2023 und Anfang 2024 wesentlich beigetragen. Die Dienstleistungs- und Entwicklungserlöse lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Gesamtleistung lag bei rund 4 Mio. Euro unter dem Geschäftsjahresziel. Der Materialaufwand liegt 11,9 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Die Materialquote bleibt weiterhin hoch bei 42,9 %. Ursächlich hierfür waren weiterhin die allokationsbedingten hohen Preise bei Elektronikbauteilen, die noch im Lagerbestand verfügbar waren. Zusätzlich hat der Rückgang des Umsatzes dazu beigetragen, dass Insta noch nicht von dem neuen Zulauf von günstigeren Bauteilen hat profitieren können. Dieser Effekt wird erst ab Q3/2025 eintreten. Der Rohertrag hat sich um 12,9 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Der Rückgang der Personalaufwendungen auf 36,4 Mio. Euro resultiert überwiegend aus der unterjährig durchgeführten Kurzarbeit sowie einer reduzierten Beschäftigtenzahl. Unsere operativen sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden in diesem Jahr nochmal deutlich gegenüber dem Vorjahreswert reduziert und lagen damit leicht über den Planwert aus Dezember 2023. c) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 2,9 Mio. Euro standen Abschreibungen in Höhe von 3,9 Mio. Euro gegenüber. Die Vorräte liegen um 9,0 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Die starke Abnahme hängt zum größten Teil mit dem Lagerabbau der Rohstoffe zusammen, die in den Allokationsjahren 2022 und 2023, bedingt aus der erforderlichen Bevorratung mit Elektronikbauteilen wegen der angespannten Versorgungssituation sowie einem wertmäßigen Anstieg durch deutliche Preissteigerungen von Elektronikbauteilen, notwendig waren. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind im Vorjahr insgesamt um 1,7 Mio. Euro gestiegen, während sie in diesem Jahr insgesamt um 1,8 Mio. Euro gesunken sind. Der Cash-Flow aus den laufenden Geschäftstätigkeiten entwickelte sich weiterhin positiv, trotz des negativen Ergebnisses. Die Hauptursache hierfür war der Abbau der Kapitalbindung im Rohmateriallager. Bedingt durch die Investitionen nahm der Bestand an frei verfügbaren Mitteln um 0,8 Mio. Euro ab. Durch den hohen Verlust im Jahr 2024 und dem damit verbundenen Abbau des Eigenkapitals wurden Gesellschafterdarlehen in Höhe von 13,9 Mio. Euro abgetreten und in die Kapitalrücklage eingelegt. Durch die Kapitalrücklagenerhöhung hat sich das Eigenkapital - trotz des Jahresfehlbetrags - insgesamt auf 12,7 Mio. Euro leicht verbessert. Es ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 21,5 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Quote um 6,0 Prozentpunkte gestiegen. Bedingt durch die aus der Baukonjunktur resultierenden Absatzrückgänge von Fertiggeräten und Einzelteilen lagen die Erlöse deutlich unter Vorjahr (-25 Mio. Euro). Damit lag der tatsächliche Umsatzrückgang mit -27,6% nochmals über der Prognose des Vorjahres (-17,0%). In der Folge ist auch das operative Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 Mio. Euro gesunken. Die operativen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Sondereffekte) konnten durch strenges Kostenmanagement reduziert werden. Das operative Betriebsergebnis ist folge dessen in Höhe von -9,8 Mio. Euro deutlich negativ. Aufgrund des Umsatzrückganges und des Rückganges in der Baukonjunktur wurde eine weitere Restrukturierung notwendig, welche das Ergebnis in Höhe von 2,9 Mio. EUR belastet hat. Es verbleibt ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -12,4 Mio. Euro. Die Vorjahresprognose von -7,0 Mio. Euro wurde aufgrund des stärkeren Umsatzrückgangs, der Kosten eines weiteren Restrukturierungsprogramms sowie von gestiegenen Abwertungen auf das Vorratsvermögen nochmals überschritten. 3. Erklärung zur Unternehmensführung Die Frauenquote in den ersten drei Führungsebenen liegt im Unternehmen bei 7 %. Gemäß gelebter und moderner Firmenkultur ist ein Anteil von 20 % bis 30 % wünschenswert und wird unverändert für die Folgejahre angestrebt. Hierbei ist zu erwähnen, dass der Betriebsratsvorsitz und die Stellvertretung durch zwei Mitarbeiterinnen besetzt ist. Aufgrund der branchenspezifischen Besonderheiten eines Technologieunternehmens mit relativ geringem Bekanntheitsgrad, dem insgesamt bestehenden Fachkräftemangel in Deutschland und dem daraus resultierenden besonderen Mangel an qualifizierten und interessierten Mitarbeiterinnen, sind unsere Bemühungen jedoch nach wie vor sehr schwierig. Über die gesamte Mitarbeiterzahl betrachtet liegt die Quote an weiblichen Beschäftigten knapp über 50 %. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Chancen- und Risikomanagement bei Insta Um den nachhaltigen Unternehmenserfolg und -wert zu sichern, zu steigern sowie die definierten Unternehmensziele, abgeleitet aus der Strategie und der strategischen Planung, zu erreichen, hat die Insta einen Risikomanagementprozess implementiert. Die primären Ziele sind: •Erfolgs- und Unternehmenszielsicherung •Steigerung des Unternehmenswertes sowie der Wettbewerbsfähigkeit •Senkung der Risikokosten •Erfüllung gesetzlicher und normativer Anforderungen •Existenzsicherung Die Basis möglicher Risiken beruht auf der Einschätzung von Ereignissen sowie Einflüssen inner- und außerhalb des Unternehmens. Das Risikomanagement umfasst alle Unternehmens-, Projekt- und Prozessrisiken und ist somit ein ganzheitlicher Risikomanagementansatz. Der Prozess der Risikoeinschätzung wird als Verfahren von der Risikoidentifikation bis hin zum Risikoreporting definiert. Ableitend aus der Risikostrategie werden alle Prämissen dargelegt, welche die Grundlage für den Risikomanagementprozess bilden. 4.2 Chancen-/Risikoberichterstattung und Prognose Baukonjunkturkrise in 2024: Die Situation der kriselnden Baukonjunktur änderte sich ab dem 1. Quartal 2024 schlagartig. Neben der Gefahr steigender Energiepreise, Preissteigerung von Dienstleistungen, hat die Konjunkturflaute in der Baubranche weiteren, unvorhersehbaren Einfluss. Aufgrund der volatilen Marktlage rechnet die Insta mit einem leichten Umsatzwachstum von 2% in 2025. Erst im letzten Quartal 2025 rechnet die Insta mit einer leichten Erholung der Baukonjunktur, die im Sommer 2025 nach heutiger Einschätzung ihren Tiefpunkt erreichen wird. Die Herleitung des Umsatzeinbruchs setzt sich dabei im Wesentlichen aus den folgenden Aspekten zusammen:
Durch erhebliche Einsparungen aus dem umgesetzten Restrukturierungsprogramm gehen wir für das Geschäftsjahr 2025 von einem negativen Jahresergebnis von ca. 1,1 Mio. EURO aus. Spätestens im 2. HJ 2025 wird Insta wieder positive Monatsergebnisse schreiben. Am 13. Februar 2025 wurde eine Stammkapitalerhöhung von 6 Mio. € durchgeführt. Hierdurch ist auch die Liquidität des Unternehmens langfristig gesichert. In den etablierten Management Meetings werden die Ergebnisse der vereinbarten Ziele, abgeleitet aus der Strategie, über zielgerichtete Indikatoren (KPIs) in einer X-Matrix verfolgt und ggf. Abweichungen korrigiert. Somit wird auch die zielorientierte Führung des Unternehmens ermöglicht, Abweichungen werden frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen können definiert werden. Generell sind die Märkte smart-Home und Smart-Building, in die die Insta über ihre OEM liefert, weiter Wachstumsmärkte. Das Streben nach Innovationen geht bei Insta weiter voran, was auch in der Anzahl der in 2024 erteilten Patente sichtbar wird. Das Streben nach Excellence in allen Kernprozessen wird auch in Verbindung mit der eigenverantwortlichen Verschlankung einiger Prozesse einhergehen. Das weitere Umsetzen der Nachhaltigkeitsstrategie nach der ESG-Richtlinie wird uns die Türen bei weiteren großen OEM-Kunden öffnen und zu einem Wettbewerbsvorteil gegenüber vergleichbaren Unternehmen führen. Auf Basis einer stabilen Kapitalgrundlage, einer motivierten Mannschaft in einer wertebasierten Unternehmenskultur, neuer Innovationen für Wachstumsmärkte, einem diversifizierten und ausgebauten Kundenstamm und einer baufördernden Politik werden wir die Krise meistern und gestärkt aus ihr in 2025/2026 herausgehen. Trotz der in den Jahren 2021 bis 2024 ausgewiesenen Jahresfehlbeträge gehen wir davon aus, dass die Insta GmbH in ihrem Bestand nicht gefährdet ist. Grundlage für unsere Einschätzung sind die bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen und die seitens der Gesellschafter durchgeführten Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals und der Liquidität. Die Erreichung der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsplanung sowie die derzeit zur Verfügung stehenden Eigenkapital- und Kreditmittel (Gesellschafterdarlehn) sind erforderlich, um die Durchfinanzierung und die positive Fortbestehensprognose aufrechtzuerhalten. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Finanzwirtschaftliche Risiken durch Währungsschwankungen ergeben sich für Insta nur auf der Einkaufsseite. Dabei kommen derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von operativen Grundgeschäften zum Einsatz. Die Fremdwährungsrisiken werden zentral erfasst und gesichert, wodurch das Unternehmen eine optimierte Risikosteuerung und Kosteneinsparungen bei der Sicherung aufgrund der Gegenläufigkeit der Positionen erzielt. Die Sicherung von Währungsrisiken erfolgt im Wesentlichen durch Devisentermingeschäfte, die auf die im Rahmen der Geschäftsplanung erwarteten, Fremdwährungsströme abgestimmt sind. 6. Sonstige Angaben a) Mitarbeiter Zum 31.12.2023 waren 518 Mitarbeiter/innen beschäftigt; zum 31.12.2024 waren es 484 Mitarbeiter/innen. Der Grund für die Reduzierung der Mitarbeiterzahl im Jahr 2024 ist der konjunkturell bedingte deutliche Rückgang des Auftragseinganges sowie Umsatzes seit Mitte Q3/2023 und eine dadurch zwingend notwendige Anpassung der Personalstärke und -struktur im Verlauf des Jahres 2024. Aufgrund der anhaltenden niedrigen Auslastungs- und Umsatzsituation sowie der bewerteten Markt- bzw. Konjunkturlage 2025, wurde Mitte 2024 die unternehmerische Entscheidung getroffen, die Anzahl der Mitarbeiter/innen durch ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm (Betriebsänderung und weiterer Stellenabbau) weiter zu reduzieren. Die dazugehörigen Verhandlungen mit den Sozialpartnern (Betriebsrat und der Gewerkschaft) konnten Ende 2024 erfolgreich abgeschlossen werden. Insta wird durch die Gesamtmaßnahme des Stellenabbaus Mitte 2025 voraussichtlich eine Mitarbeiterzahl von ca. 445 Mitarbeiter/innen erreichen (425 Stammpersonal plus 20 Auszubildende). Mit dem Ziel der betriebswirtschaftlichen Stabilisierung der Insta für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 ist keine wesentliche Steigerung der Mitarbeiterzahl geplant. Zum Jahresende 2024 bildet die Insta 10 kaufmännische (Ende 2023: 11) und 11 gewerbliche (Ende 2023: 11) Auszubildende aus. b) Ablauforganisation, interne Organisation, weitere Ausrichtung Wie in den Vorjahren konnten die organisatorischen, prozessualen und personellen Verbesserungen (KVP) in der Entwicklung und im Qualitätsbereich/Testlabor weiter greifen. Die etablierten agil/lean-Führungsinstrumente (u. a. Shopfloor Management über alle Bereiche hinweg) und die Einbindung der Business-Partner des Controllings und von HR in die genannten Insta-Kernprozesse stellen das notwendige Handeln und Entscheiden nach Kennzahlen sicher. Hierbei ist der Entscheidungsweg kurz. Entscheidungen werden basierend auf Zahlen, Daten, Fakten und Expertise zeitnah getroffen. Für Insta ist „Excellence in den Kernprozessen“ weiterhin das ausgerufene Ziel. Daher ist die Transparenz über Zahlen und Abläufe in Relation zur Unternehmensgröße überdurchschnittlich gut ausgeprägt. In 2025 wird die Strategieumsetzung nach der Krise erstmals durchgängig über eine Insta-X-Matrix- auf alle Prozesse herunter gebrochen, was ursprünglich für 2024 schon vorgesehen war. Das Managen der Krise und der damit einhergehenden Restrukturierung ist Ursache dieser Verzögerung c) Technische Entwicklung Der Bereich Entwicklung liefert mit der agilen Entwicklung innovativer Systeme und Produkte sowie der ständigen Weiterentwicklung bestehender Produktionsabläufe einen aus unserer Sicht unerlässlichen Beitrag zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und zum Wachstum der Insta. Wichtige Ergebnisse aus Vorentwicklungen und Voruntersuchungen werden über ein proaktives Patentmanagement auf kurzem Weg in Schutzrechte überführt. Die Überführung der Ergebnisse in den Entwicklungsprozess sind fließend. Der Abgleich der Technologien in Bezug auf Marktbedürfnisse erfolgt direkt zwischen Entwicklung und Produktmanagement/KAM. Die technische Entwicklung wird über den Business-Partner aus dem Controlling über die kaufmännischen KPI kooperativ begleitet und gelenkt. Innerhalb der Produktion und im Rahmen der hier in 2021 gestarteten Digitalisierungsstrategie sind weitere Investitionen getätigt worden, die sehr gezielt den Automatisierungsgrad erhöhen (Robotik, automatisiertes Nutzentrennen, Lötrobotik, Untersuchung zu fahrerlosen Transportsystemen in der Intralogistik). Die Einführung von SAP-Hana als Organisationsprojekt „InstaGoH“ (und nicht als reines IT-Projekt) ist termingerecht und im Budgetrahmen zum 3.6.2024 live gegangen. d) Nachhaltigkeit Im Zuge der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen und unternehmerischen Umfeld, arbeitet das Unternehmen zunehmend an einer nachhaltigen Unternehmensführung. Hierfür werden alle drei Bereiche - Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung - beleuchtet und weiterentwickelt. Durch die Benennung einer Nachhaltigkeitsbeauftragten in 2024 gibt es bei der Insta GmbH für alle Anliegen in diesem Themenfeld eine zentrale Ansprechpartnerin. Besonders aktiv war die Insta in 2024 im Bereich des Lieferkettenmanagements. Durch die Einführung des Tools „Integrity Next“ übernimmt das Unternehmen Verantwortung und geht aktiv in die Kommunikation gemeinsam mit den Lieferanten zur Verbesserung und Analyse der Lieferkette in Bezug auf arbeits- und menschenrechtliche Thematiken. Ebenfalls wurde im Sommer 2024 der erste freiwillige Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, um transparent die Ist-Situation darzustellen. Intern liefen zusätzlich die Vorbereitungen für eine ISO 50001 Zertifizierung, welche zu Beginn des Jahres 2025 erfolgen soll. Durch die umfangreichen Maßnahmen im Bereich Energiemanagement können die energetischen Flüsse erfasst, zugeordnet und bewertet werden. Ein Reduktionspotenzial lässt sich hierdurch aufzeigen. Als Folge der EU-Richtlinie Corporate Sustainability Reporting Directive (kurz CSRD) bereitet sich die Insta seit Q4/2024 auf die kommende Berichtspflicht in 2026 rückwirkend für 2025 vor. Hierfür wurde eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse gestartet, um die relevanten Kennzahlen des Unternehmens bestimmen zu können. Das soziale Engagement der Insta wurde trotz der aktuellen Situation im Unternehmen weiterhin mit einem hohen Stellenwert versehen. Durch verschiedene Aktionen wie ein Tag der Blutspende gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz, versucht die Insta einen gesellschaftlichen Beitrag zu setzen. Nachhaltigkeit in seiner Vielfalt wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Unternehmensstrategie spielen. Es wird aktiv an der Verankerung in allen Abteilungen und Bereichen der Insta gearbeitet. Es wird eine Vorreiterrolle angestrebt.
Lüdenscheid, den 21. Februar 2025 Insta GmbH Management Board Alfred Vrieling Alexander Burgbacher BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2024INSTA GMBH, LÜDENSCHEIDAKTIVA scroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024scroll
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024Insta GmbH, LüdenscheidI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firma der Gesellschaft lautet: Insta GmbH. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Lüdenscheid und ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Iserlohn unter HRB 4783. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Insta GmbH (Insta) ist nach § 267 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde nach den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB, insbesondere nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt. Ergänzende Angaben, die in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung nicht enthalten sind, werden neben den übrigen Pflichtangaben nach §§ 264 ff. im Anhang gesondert ausgewiesen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden In der Bilanz sind sämtliche bilanzierungspflichtigen Vermögensgegenstände und Verpflichtungen aufgeführt. Der Ansatz erfolgt mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. dem Nennwert der Vermögensgegenstände abzüglich notwendiger Abschläge zur Berücksichtigung von Wertminderungen, sowie dem Erfüllungsbetrag der Schulden. Die im Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Inanspruchnahme von Ausweis- und Ansatzwahlrechten wurden im Geschäftsjahr 2024 beibehalten. Der Jahresabschluss wurde unter der Going-Concern Prämisse aufgestellt. Grundlage hierfür sind die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, die Planungsrechnungen und die seitens der Gesellschafter durchgeführten bzw. geplanten Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals und der Liquidität. Die Erreichung der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsplanung sowie die derzeit zur Verfügung stehenden Eigenkapital- und Kreditmittel (Gesellschafterdarlehn) sind erforderlich, um die Durchfinanzierung und die positive Fortbestehensprognose aufrechtzuerhalten. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Vorschriften mit Ausnahme handelsrechtlich gebildeter, steuerlich - nach Gesetz bzw. Auffassung der Finanzverwaltung - aber nicht zulässiger Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von TEUR 262 sowie nicht anerkannter Teilbeträge bei den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen von TEUR 913, für Altersteilzeitverpflichtungen von TEUR 207 und für Gewährleistungsverpflichtungen von TEUR 728. Auf eine aktive Abgrenzung latenter Steuerminderungen wurde zulässigerweise verzichtet. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten von Anlagegegenständen und Vorräten nicht mit einbezogen. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem zum Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen ist bei der Durchschnittsbetrachtung für die Ermittlung des Zinssatzes auf die vergangenen 10 Jahre abzustellen (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Jahren (1,73 % bis 1,95 %) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Jahren (1,83 % bis 1,98 %) ist im Anhang anzugeben und unterliegt einer Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 Sätze 2 und 3 HGB). Der aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen bei der Berichtsgesellschaft resultierende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2024 TEUR -16 (Vorjahr: TEUR 25). IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die diesem Anhang beigefügte Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 verwiesen. Diese Entwicklung enthält, getrennt nach einzelnen Posten des Anlagevermögens, sämtliche Zugänge, Abgänge und Abschreibungen des Geschäftsjahres. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Gebäude werden linear, die Zugänge bei beweglichen Anlagegütern linear abgeschrieben. Die Abschreibung auf den Altbestand erfolgt sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Methode. Bei Anwendung der degressiven Abschreibung erfolgt der Übergang zur linearen Abschreibung, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen insbesondere EDV-Software für Verwaltung und Vertrieb sowie Softwarelizenzen. Die Zugänge bei den Sachanlagen betreffen überwiegend Investitionen in Betriebsausstattung, Werkzeuge, Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau. Geringwertige Anlagegüter im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG werden ab dem Zugangsjahr 2018 voll abgeschrieben, sofern ihre Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen. Eine handelsrechtliche Übernahme dieser rein steuerlichen Posten ist zulässig, da der Gesamtbetrag von untergeordneter Bedeutung ist. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen wird die Beteiligung (Währungsumrechnung mit Kurs bei Erwerb der Auslandsbeteiligung) mit Anschaffungskosten angesetzt. Die Beteiligung betrifft Anteile von TEUR 15 an der KNX Association cvba, Brüssel. Die Entwicklung der Finanzanlagen zeigt die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024. Weitere Informationen gibt die nachfolgende Aufstellung über den Anteilsbesitz. scroll
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2. Derivative Finanzinstrumente Insta hat derivative Finanzinstrumente im Sinne von § 285 Nr. 19 i.V.m. Nr. 23 HGB abgeschlossen. Es handelt sich um zwei USD-Devisentermingeschäfte mit einer Bank über insgesamt TUSD 1.000, die gegen einen steigenden USD-Kurs aus USD-Einkaufsgeschäften im Geschäftsjahr 2025 absichern (Portfolio Hedge). Die Geschäfte laufen bis Juni bzw. Dezember 2025. Die sich ausgleichenden Wertänderungen aus den abgesicherten Risiken wurden nicht bilanziert (Einfrierungsmethode). Die Geschäfte dienen der Absicherung von zukünftigen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Einkaufstransaktionen in USD und erfüllen die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten (geschlossene Sicherungsposition) nach § 254 HGB. Als Methode zur Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit (prospektive Beurteilung der Wirksamkeit) wurde die critical terms match-Methode angewendet. Am Bilanzstichtag waren die Marktwerte (bewertet nach der Mid Market Preis-Methode) positiv und betrugen für die Geschäfte insgesamt EUR 23.133,12 gemäß Bestätigung des Kreditinstituts. 3. Umlaufvermögen Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten laut Einzelkalkulation oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen und anteilige Verwaltungskosten einbezogen. Die Gemeinkostenzuschläge und Fertigungsstundensätze werden anhand eines Betriebsabrechnungsbogens (für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024) errechnet. Bei den Rohstoffen wurden in Abhängigkeit von der zukünftigen Verwendbarkeit berechnete Wertabschläge für Ungängigkeit vorgenommen. Bei einzelnen Erzeugnisgruppen wurden zur Berücksichtigung von Wertverlusten durch technische und wirtschaftliche Überalterung sowie zur verlustfreien Bewertung angemessene Wertabschläge vorgenommen. Der Ansatz der unfertigen Leistungen erfolgte unter Beachtung der verlustfreien Bewertung. Die geleisteten Anzahlungen erfolgten für zukünftige Lieferungen von elektronischen Bauteilen. Die erhaltenen Anzahlungen wurden für Entwicklungsprojekte geleistet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Lieferungen und Leistungen. Diese Forderungen sind gemäß § 265 HGB gesondert (Aktiva B. II. 2.) ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus negativen Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter von TEUR 6 sowie Steuererstattungsansprüche von TEUR 12. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Der Ausweis betrifft überwiegend Guthaben bei Kreditinstituten. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Die darunter ausgewiesenen Devisenkonten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2024 umgerechnet. Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten mit TEUR 950 EUR-Festgeld- und Terminkonten zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeit-Guthaben und Langzeit-Arbeitskonten der Mitarbeiter. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 1.086.000,00. Mit Geschäftsanteilskaufvertrag vom 25. März 2010 (Notarin Johanna Brücker, Düsseldorf, UR-Nr. 424 für 2010 B) hat die Berker GmbH & Co. KG ihre beiden Geschäftsanteile im Nennwert von insgesamt EUR 362.000,00 an die Insta Elektro GmbH verkauft und abgetreten. Der Verkauf der Geschäftsanteile erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010. Aus Sicht der Insta handelt es sich um einen Erwerb eigener Anteile. Gemäß § 272 Abs. 1a HGB führt der Erwerb eigener Anteile zu einer Kapitalherabsetzung mit der Folge, dass der Nennbetrag offen vom "Gezeichneten Kapital" in der Bilanz abzusetzen ist. Eine tatsächliche Kapitalherabsetzung nach den Vorschriften des GmbH-Gesetzes wurde nicht beschlossen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag der erworbenen eigenen Anteile und dem hierfür gezahlten Kaufpreis wurde entsprechend § 272 Abs. 1a HGB mit den frei verfügbaren anderen Gewinnrücklagen (Position A. III.) verrechnet. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 5. November 2024 und Wirkung zum 28. Dezember 2024 haben die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligungsquote einen Betrag in Höhe von EUR 13.943.053,10 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingelegt. Zur Erfüllung der Einlageverpflichtung haben die Gesellschafter Teilbeträge ihrer Darlehnsforderungen gegen die Gesellschaft von jeweils EUR 6.971.526,55 abgetreten. Gemäß Beschluss des Verwaltungsrats der Insta GmbH wurde der Jahresfehlbetrag 2024 soweit möglich mit den anderen Gewinnrücklagen und darüber hinaus mit der Kapitalrücklage verrechnet. 5. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der versicherungsmathematischen Projected-Unit-Credit-Methode. Als Rechnungszinssatz wurde der durchschnittliche Marktzinssatz entsprechend der Restlaufzeit der einzelnen Verpflichtungen der letzten 10 Jahre von 1,73 % bis 1,95 % verwendet. Die Verwendung der entsprechenden Durchschnittszinssätze auf Basis der letzten 7 Jahre von 1,83 % bis 1,98 %, hätte zu einer um TEUR -16 (Vorjahr: TEUR 25) geringeren Rückstellung geführt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Als Pensionsalter wurde das vertragliche Alter zugrunde gelegt. Angesichts des vorliegenden Personenbestandes wurden keine Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Soweit keine festen Vereinbarungen bestehen, entsprechen die angenommenen Rententrends der mittleren Steigerung der Verbraucherpreise von 2,0 % in Anlehnung an die in der Vergangenheit erfolgten Rentenanpassungen. Die Pensionsverpflichtungen betreffen Versorgungsansprüche von aktiv tätigen und ehemaligen Geschäftsführern sowie einer versorgungsberechtigten Witwe eines weiteren Mitarbeiters. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie betreffen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern auf Urlaubsgewährung, Altersteilzeit, Abfindungen u.a. (TEUR 2.296), beschlossene Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 3.794), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 930), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 557) und Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 200). Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde unter Berücksichtigung einer Abzinsung auf der Grundlage des Marktzinssatzes nach § 253 Abs. 2 HGB in Abhängigkeit von den durchschnittlichen Restlaufzeiten der Altersteilzeitverhältnisse (1,48 %) bewertet. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit den üblichen Eigentumsvorbehalten aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen belastet. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, noch abzuführende Steuern für den Monat Dezember sowie die Umsatzsteuer für die Monate November und Dezember ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind gesondert ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: scroll
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis fünf Jahre existieren nicht. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Bei den außerbilanziellen Geschäften handelt es sich der Art nach um Miet- und Leasingverträge für IT sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Ausschlaggebend für den Abschluss dieser Geschäfte sind ausschließlich wirtschaftliche Gründe. Die Vorteile aus dem Abschluss dieser Geschäfte sind die Liquiditätsschonung und die Vermeidung von Restwert- und Verwertungsrisiken. Risiken ergeben sich aus zukünftigen Zahlungsverpflichtungen. Für 2025 ergeben sich daraus Zahlungen von voraussichtlich TEUR 320. Das Restobligo beträgt zum 31. Dezember 2024 TEUR 627. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen neben den Miet- und Leasingverträgen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Wartungs- und sonstigen Dienstleistungsverträgen. Für 2025 ergeben sich daraus Zahlungen von voraussichtlich TEUR 942. Das Restobligo beträgt zum 31. Dezember 2024 TEUR 942. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 betragen TEUR 65.887 und betreffen mit TEUR 58.768 inländische und mit TEUR 7.119 ausländische Abnehmer. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen: scroll
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kursgewinne (TEUR 16), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.218) und Zuschüsse (TEUR 17). 3. Materialaufwand Von dem Materialaufwand entfallen TEUR 28.264 auf Fertigungsmaterial und Handelswaren sowie TEUR 541 auf Aufwendungen für bezogene Leistungen. 4. Personalaufwand Unter Löhnen und Gehältern sind alle abgerechneten Lohn- und Gehaltsaufwendungen sowie Lohnnebenkosten, die tariflich oder freiwillig vergütet werden, sowie die Zuführungen zu den Rückstellungen für Abschlussvergütungen, Urlaub, Gleitzeit und Abfindungen ausgewiesen. Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung umfassen im Wesentlichen Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen sowie Rentenzahlungen an Pensionäre und Direktversicherungsprämien. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen, Entwicklungsaufwendungen, freiwillige soziale Aufwendungen sowie Gewährleistungen, Währungsverluste und Verluste aus Anlagenabgängen. Der Posten beinhaltet außergewöhnliche Aufwendungen von TEUR 2.873 (Vorjahr TEUR 1.800) aus der Zuführung zu einer Rückstellung für Restrukturierung. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen befinden sich Zinsen für Darlehnsgewährungen der Gesellschafter und Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fielen für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund des (auch) steuerlichen Jahresfehlbetrages nicht an. VI. Sonstige Angaben 1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2024: scroll
2. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren im Berichtsjahr bestellt: Herr Dipl.-Ing. Alexander Burgbacher, Köln und Herr Alfred Vrieling, Kaufmann, Lüdenscheid. Sie vertreten die Gesellschaft jeweils gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer oder einem Prokuristen. 3. Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat nach Maßgabe von § 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG einen Aufsichtsrat mit Arbeitnehmerbeteiligung (Protokoll vom 23. August 2001, Notar Udo Lenke, Hagen, Urkundenrollen-Nr. 272/2001), der aus drei Mitgliedern besteht. Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats sind zum 31. Dezember 2024 folgende Personen gewählt: scroll
Die Amtszeiten der Aufsichtsratsmitglieder betragen 4 Jahre. Im Berichtsjahr fand am 16. April 2024 eine Aufsichtsratssitzung statt. 4. Verwaltungsrat Die Gesellschaft hat gemäß ihres Gesellschaftsvertrages einen Verwaltungsrat mit folgenden Mitgliedern: scroll
5. Gesamtbezüge der Geschäftsführung, des Aufsichtsrats und des Verwaltungsrats Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrates und des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr nicht gezahlt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und von zwei ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung wurde zulässigerweise verzichtet (§ 286 Abs. 4 HGB). Die für zwei frühere Mitglieder der Geschäftsführung gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen belaufen sich zum 31. Dezember 2024 auf TEUR 1.090. 6. Berechnetes Gesamt-Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024 scroll
7. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen Die Insta GmbH begründet nahe stehende Beziehungen zu ihren beiden Gesellschaftern, der Gira Giersiepen GmbH & Co. KG und der Albrecht Jung GmbH & Co. KG. Die Gesellschafter üben eine gemeinschaftliche Führung aufgrund ihrer Gesellschafterstellung bei der Insta aus. Die Gesellschafterfirmen haben der Insta im Jahr 2002 Darlehn von jeweils TEUR 2.248 (insgesamt TEUR 4.496), im Jahr 2010 Darlehn von jeweils TEUR 7.750 (insgesamt TEUR 15.500), in den Jahren 2012 und 2013 Darlehn von jeweils TEUR 3.500 (insgesamt TEUR 7.000), im Jahr 2018 Darlehn von jeweils TEUR 1.000 (insgesamt TEUR 2.000), im Jahr 2022 Darlehn von jeweils TEUR 8.200 (insgesamt TEUR 16.400) sowie ein Gesellschafter im Jahre 2016 ein Darlehn von TEUR 7.000 Mio. zu marktunüblichen Bedingungen gewährt. Die Verzinsungen erfolgen zwischen 1,0 % p.a. und 3,0 % p.a.; Sicherheiten wurden nicht gestellt; die Darlehn laufen auf unbestimmte Zeit; die Zinsen der Darlehn bis einschließlich 2018 werden nicht ausbezahlt, sondern dem jeweiligen Darlehnskonto gutgeschrieben; die Zinsen der Darlehn aus 2022 wurden vollständig bezahlt; die Darlehn oder Teilbeträge können mit einer Frist von 6 Monaten zum Ende eines Quartals bzw. von 2 Wochen zum Monatsende von den jeweiligen Gesellschafterfirmen und von Insta gekündigt werden; Insta ist jederzeit zur vollen oder teilweisen Rückzahlung der Darlehn berechtigt. Darlehn eines Gesellschafters (aus 2002 und 2013) in Höhe von insgesamt TEUR 5.748 waren 2016 vereinbarungsgemäß vollständig getilgt worden. Auf ein Darlehn eines Gesellschafters aus 2016 wurden 2017 vereinbarungsgemäß EUR 2,0 Mio. getilgt. Mit Wirkung zum 28. Dezember 2024 haben die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligungsquote einen Betrag in Höhe von EUR 14,0 Mio. in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingelegt. Zur Erfüllung der Einlageverpflichtung haben die Gesellschafter Teilbeträge ihrer Darlehnsforderungen aus dem Jahr 2010 gegen die Gesellschaft von jeweils EUR 7,0 Mio. abgetreten. 8. Ergebnisverwendung Gemäß Beschluss des Verwaltungsrats der Insta GmbH wurde der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2024 soweit möglich mit den Gewinnrücklagen und darüber hinaus mit der Kapitalrücklage verrechnet. 9. Nachtragsbericht Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 13. Februar 2025 (Notar Klaus-Dieter Voth, Lüdenscheid, UR-Nr. 55 für 2025/VO) wurde das Stammkapital der Gesellschaft im Wege der Kapitalerhöhung gegen Barmittel von EUR 1.086.000,00 um EUR 6.000.000,00 durch Bildung von zwei neuen Geschäftsanteilen im Nennbetrag von jeweils EUR 3.000.000,00 auf EUR 7.086.000,00 erhöht. Zur Übernahme der Geschäftsanteile wurden zugelassen: a) GIRA Giersiepen GmbH & Co. KG, Radevormwald, mit Übernahme des neuen Geschäftsanteils im Nennbetrag von nominal EUR 3.000.000,00 b) Albrecht Jung GmbH & Co. KG, Schalksmühle, mit Übernahme des neuen Geschäftsanteils im Nennbetrag von nominal EUR 3.000.000,00 scroll
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Lüdenscheid, den 21. Februar 2025 Insta GmbH Geschäftsführung Alexander Burgbacher Alfred Vrieling Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024Insta GmbH, LüdenscheidAn die Insta GmbH, Lüdenscheid Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Insta GmbH, Lüdenscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Insta GmbH, Lüdenscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v3-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Wuppertal, den 5. März 2025 WTG Wirtschaftstreuhand Dr. Grüber PartG mbB Dipl.-Betriebswirt M. Krause, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Ökonom M. Krämer, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2024Insta GmbH, LüdenscheidÜberwachung und Beratung im kontinuierlichen Dialog mit der Geschäftsführung Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung überwacht und uns von deren Recht- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die Geschäftsleitung unterrichtete uns regelmäßig zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzung hinaus mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt. Er hat sich über die aktuelle Geschäftslage, die wesentlichen Geschäftsvorfälle und die künftige strategische Ausrichtung des Unternehmens informiert. Interessenskonflikte, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offen zu legen sind, lagen nicht vor. Im Geschäftsjahr fand am 16. April 2024 eine Aufsichtsratssitzung statt. In der Sitzung des Aufsichtsrats standen verschiedene zustimmungspflichtige Geschäfte zur Diskussion; über die vorgelegten Beschlussvorschläge hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Erörterung abgestimmt. Geschäftsjahr 2024 Für die Insta GmbH war das Jahr 2024 erneut ein Krisenjahr. Nach Beendigung der Allokationskrise, war die Gesellschaft von der Baukonjunktur-Krise erheblich betroffen. Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden erheblichen Umsatz- und Ergebnisrückgangs hat die Geschäftsführung beschlossen, die Personalkosten nachhaltig um insgesamt 25 % zu reduzieren. Es wurden Verhandlungen mit den Tarifparteien aufgenommen, die den Abschluss eines Haustarifvertrags sowie eines Sozialplans mit Interessenausgleich zum Gegenstand hatten. Die geplanten Maßnahmen wurden der Belegschaft im August des Berichtsjahres mitgeteilt und die Verhandlungen im Dezember 2024 erfolgreich zum Abschluss gebracht. Als abzusehen war, dass das Geschäftsjahr mit einem hohen Verlust abschließen wird, der das bilanzielle Eigenkapital voraussichtlich übersteigt, haben die Gesellschafter im November des Berichtsjahres beschlossen, einen Teilbetrag ihrer an die Gesellschaft ausgereichten Darlehn von EUR 13,9 Mio. abzutreten und in die Kapitalrücklage einzulegen, um so eine drohende bilanzielle Überschuldung zu vermeiden. Darüber hinaus haben die Gesellschafter zur weiteren Verbesserung der Kapitalstruktur und Stärkung der Liquidität durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 13. Februar 2025 das Stammkapital der Berichtsgesellschaft im Wege der Kapitalerhöhung gegen Barmittel um EUR 6,0 Mio. erhöht. Gleichzeitig wurden umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen mit dem Ziel der nachhaltigen Kostensenkung eingeleitet. Die Geschäftsführung geht daher davon aus, dass die Gesellschaft in ihrem Bestand nicht gefährdet ist und keine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit besteht. Der Aufsichtsrat war von Beginn an in die Entwicklung der Insta GmbH intensiv eingebunden. Er wurde regelmäßig und zeitnah von der Geschäftsführung über den aktuellen Stand unterrichtet. Darüber hinaus war auch der Betriebsrat der Insta frühzeitig und umfassend eingebunden worden. Teilnahme der Geschäftsführung an der Aufsichtsratssitzung, an denen auch der Abschlussprüfer teilnimmt Grundsätzlich gilt analog § 109 Abs. 1 S. 3 AktG, dass die Geschäftsführung an der Aufsichtsratssitzung, zu der auch der Abschlussprüfer als Sachverständiger hinzugezogen wird, nicht teilnimmt, es sei denn, der Aufsichtsrat erachtet seine Teilnahme für erforderlich. Sowohl an der Aufsichtsratssitzung am 16. April 2024 als auch an der Aufsichtsratssitzung am 16. April 2025 hat die Geschäftsführung der Insta GmbH, Herr Dipl.-Ing. Alexander Burgbacher (krankheitsbedingt nicht am 16. April 2024) und Herr Alfred Vrieling teilgenommen. Der Aufsichtsrat der Insta GmbH hält die Teilnahme der Geschäftsführung an der Aufsichtsratssitzung seit vielen Jahren für zwingend notwendig. Diese Notwendigkeit sieht der Aufsichtsrat in den detaillierten Kenntnissen der Ge schäftsführung zu den Geschäftszahlen des abgelaufenen und des laufenden Geschäftsjahres sowie zu Arbeitnehmerbelangen, um insbesondere dem Ar beitnehmervertreter zu den Entwicklungen bei Insta Fragen beantworten zu können. Besetzung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2024 blieben die Zusammensetzung der Geschäftsführung und die Zusammensetzung des Aufsichtsrats unverändert. Dem Aufsichtsrat gehören unverändert Herr Michael Eyrich-Ravens (Geschäftsführer der Albrecht Jung GmbH & Co. KG, Schalksmühle) und Herr Christian Feltgen (Geschäftsführer der Gira Giersiepen GmbH & Co. KG, Radevormwald) an. Herr Michael Eyrich-Ravens ist zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herr Christian Feltgen zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Zum Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat ist unverändert Herr Ralf Wegerhoff, Mitarbeiter der Insta GmbH, gewählt. Jahresabschluss und Lagebericht Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss der Insta GmbH zum 31. Dezember 2024 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Er ist von der WTG Wirtschaftstreuhand Dr. Grüber PartG mbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Wuppertal, geprüft worden, Prüfungsbericht vom 5. März 2025. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Jahresabschluss wurde mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat in seinem Prüfungsbericht in einem gesonderten Abschnitt zu den entwicklungsbeeinträchtigenden Tatsachen Stellung genommen. Der Abschlussprüfer weist darauf hin, dass die gesetzlichen Vertreter im Lagebericht zu den weiteren Auswirkungen und wirtschaftlichen Folgen der andauernden Baukonjunktur-Krise Stellung genommen haben, und dass die gesetzlichen Vertreter keine Risiken sehen, die den Fortbestand der Insta GmbH gefährden könnten. Im Vorfeld der Jahresabschlussprüfung hat sich der Aufsichtsrat mit dem Wirtschaftsprüfer ausgetauscht (Teams-Videokonferenz am 14. Januar 2025). Gegenstand der Besprechung waren die Erläuterungen zu dem geplanten Umfang der Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer und die mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Prüfungsschwerpunkte sowie die Erlangung prüfungsrelevanter Informationen aus Sicht des Aufsichtsrats, insbesondere zur aktuellen Unternehmensentwicklung. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zugeleitet. Diese Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat den Prüfungsbericht mit dem für die Prüfung verantwortlichen Partner der WTG Wirtschaftstreuhand Dr. Grüber PartG mbB am 16. April 2025 erörtert. Der Aufsichtsrat wurde vom Abschlussprüfer über Leistungen, die er zusätzlich zu den Abschlussprüferleistungen erbracht hat, informiert. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Über die Verwendung des Bilanzgewinns beschließt nach dem Gesellschaftsvertrag der Verwaltungsrat der Insta GmbH. Gemäß Beschluss des Verwaltungsrats vom 15. Januar 2025 und in Abweichung vom Gesellschaftsvertrag der Insta GmbH, wurde der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2024 von EUR 12.389.303,44 mit einem Teilbetrag von EUR 11.997.880,48 mit der Kapitalrücklage und in Höhe von EUR 391.422,96 mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung vom 16. April 2025 den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der Insta GmbH gebilligt. Die Feststellung des Jahresabschlusses obliegt dem Verwaltungsrat, der ihn am 16. April 2025 festgestellt hat. Unseren Gesellschaftern danken wir für das Vertrauen. Wir danken den Geschäftsführern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Arbeitnehmervertreter für ihr persönliches Engagement und die in einem weiterhin schwierigen Umfeld erfolgreich geleistete Arbeit. Der Aufsichtsrat
Lüdenscheid, 16. April 2025 Michael Eyrich-Ravens, Vorsitzender Nachrichtlich: Auflösung des Aufsichtsrats Da die Insta GmbH nunmehr (und auch in der Zukunft) dauerhaft weniger als 500 Arbeitnehmer haben wird, ist ein obligatorischer Aufsichtsrat nach dem Drittelbeteiligungsgesetz (DrittelbG) nicht mehr erforderlich. Der Aufsichtsrat hat daher in seiner Sitzung am 16. April 2025 die Auflösung des Aufsichtsrats beschlossen. Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 ist am 16. April 2025 erfolgt. |
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