Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 79986
Vorher
Skylinehöhe 50. V V AGStructured Solutions Aktiengesellschaft
Eingetragen
16.5.2007
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die Erbringung von finanzmarktnahen Dienst- und Beratungsleistungen aller Art, insbesondere die Vermarktung, Entwicklung, Berechnung und/oder Lizensierung von Indizes aller Art und die Beratung von institutionellen Marktteilnehmern bei der Produktstrukturierung. Die Gesellschaft verwaltet darüber hinaus ihr eigenes Vermögen. Sie übt keine nach § 34c GewO oder KWG erlaubnispflichtige Tätigkeit aus.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicolas Bös
seit 15.10.2024
Vorstandsmitglied
Timo Pfeiffer
seit 2.12.2019
Vorstandsmitglied
Steffen Scheuble
seit 27.8.2007
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SOLACTIVE AGEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SOLACTIVE AG
Germany
28.850 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Solactive Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Solactive AG wurde am 01.10.2007 gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

Die Geschäftstätigkeit der Solactive AG umfasst die Erbringung von finanzmarktnahen Dienst- und Beratungsleistungen aller Art, insbesondere die Vermarktung, Entwicklung, Berechnung und/oder Lizensierung von Indizes aller Art und die Beratung von institutionellen Marktteilnehmern bei der Produktstrukturierung. Die Gesellschaft verwaltet darüber hinaus ihr eigenes Vermögen. Sie übt keine nach § 34c GewO oder KWG erlaubnispflichtige Tätigkeit aus.

Die Solactive AG hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf den weiteren Ausbau von Marktanteilen in den strategisch wichtigen Märkten Nordamerika und Europa fokussiert. Darüber hinaus wurde die Expansion nach Asien und Australien vorangetrieben. Die Solactive AG hat zudem erheblich in die Entwicklung und Instandhaltung der IT-Infrastruktur sowie der Indexberechnungssoftware und in den Ausbau der Personalstruktur investiert.

Die Finanzierung des Unternehmensausbaus erfolgte weiterhin vorrangig im Wege der Innenfinanzierung. In den letzten Jahren gelang es der Gesellschaft, mit der verfolgten disruptiven Geschäftsstrategie eine breite Basis von international tätigen namhaften Kunden zu erarbeiten, mit der Folge signifikant ansteigender Geschäftsvolumina.

Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. Solactive AG ist seit dem 07.12.2018 gemäß ISO 27001 zertifiziert.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft darauf hingearbeitet, die IT- und Personalressourcen zu erweitern, um die ansteigende Nachfrage durch Kunden bedienen zu können.

Im Jahresdurchschnitt 2022 waren 182 Angestellte (Vorjahr: 178) und 21 studentische Hilfskräfte und Praktikanten (Vorjahr: 20) im Unternehmen beschäftigt, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft hat keine laufenden Forschungsprogramme. Die erforderlichen laufenden Programmentwicklungen werden überwiegend "Inhouse" dargestellt.

Bestehende Zweigniederlassungen, Tochtergesellschaften, Beteiligungen

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr eine Zweigniederlassung in Berlin.

Die Gesellschaft ist Alleingesellschafterin der folgenden Tochtergesellschaften:

- Solactive Technologies GmbH, Dresden

- Solactive Americas Inc., Toronto/Kanada

- Solactive APAC Ltd., Hong Kong

- Global Property Research B.V., Amsterdam/Niederlande

- Minerva Analytics Ltd., Witham/Vereinigtes Königreich

Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag die folgenden Beteiligungen:

- right.based on science GmbH, Frankfurt/Deutschland, 4,38 %

- Spark Change Group Inc., Wilmington/USA, 2,47 %

- Iceberg Data Lab SAS, Le Mesnil-le-Roi/Frankreich 7,92%

- Tumelo Ltd., Greenway Farm, Bath Roack, Bristol/Großbritannien, 0,285%

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die globalen Kapitalmärkte verzeichneten im Jahr 2022 nach kurzem Einbruch erneut Wachstum. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch in 2022 erholen. So stieg das reale BIP 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 %. Andere Absatzmärkte der Solactive AG verzeichneten ebenfalls positives Wachstum im Vorjahresvergleich (Nordamerika + 2,3 %, Europa +2,5 %, Asien & Pazifik + 4 %). Vom Wachstum profitierten im Ergebnis auch die der Finanzbranche zugehörigen Kunden der Solactive AG. Kreditinstitute und Asset Manager weltweit haben das Geschäft mit indexbasierten Anlagemodellen und den in solchen Anlageformen verwalteten Anlagen weiter ausgeweitet.

Entwicklung der Branche, Wettbewerbssituation

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinflusste auch das Geschäft der Solactive AG. Der Trend zu passiven und kosteneffizienten Anlagen hat sich im Jahr 2022 weiter verstärkt. Die Indexbranche als Ganzes verzeichnete im Kalenderjahr 2022 ein Umsatzwachstum von 5,9 % mit positivem Ergebnisbeitrag sämtlicher Geschäftsbereiche abgesehen von Anleihen, wo sich die Branchenumsätze um 11 % verschlechterten. In den wesentlichen Märkten, zu denen Nordamerika und Europa zählen, hat sich der hohe Wettbewerb in der wichtigen Kundengruppe der ETF-Anbieter fortgesetzt. Bei der Beurteilung der Kosteneffizienz von Anlageprodukten sind die Management-Gebühren von entscheidender Bedeutung; als Teil dieser Gebühren sind insbesondere die Indexlizenzgebühren neben den Kosten der Wertpapierverwahrung ein entscheidender Kostenfaktor. Solactive AG profitiert von beiden Trends entscheidend. Neben dem traditionellen Gebührenmodell der volumenabhängigen Indexlizenzgebühren bietet die Solactive AG ein "Flat Fee"-Modell an - ein Gebührenmodell, das bei einer Vielzahl von Kunden auf breite Akzeptanz stößt.

B. Geschäftsverlauf sowie Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Geschäftsverlauf

Das Berichtsjahr 2022 war geprägt von der weiterhin starken Geschäftsausweitung und der Bewältigung der daraus resultierenden Anpassungen der Personal- und Organisationsstruktur des Unternehmens.

Im Prognosebericht des Vorjahres wurde mit einem positiven Jahresergebnis vor Steuern, einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse sowie einer positiven Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gerechnet. Die Solactive AG konnte auch im Berichtsjahr 2022 die Personal- und Organisationsstruktur weiter ausbauen, was zu höheren Personal- und Sachkosten führte. Die Umsatzsteigerung entsprach der Prognose, allerdings war das Jahresergebnis - entgegen der Erwartung - von außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen und Wertberichtigungen von Forderungen belastet.

2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um T€ 7.893 auf T€ 49.664 gesteigert werden. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 18,9 %.

Inlands- (7,1 %) und Auslandsanteil (92,9 %) am Umsatz blieben dabei im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Die Umsatz- und Auftragsentwicklung ist insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen. Die Gesellschaft konnte nach Einschätzung des Vorstands insgesamt über dem Branchendurchschnitt wachsen und somit weitere Marktanteile gewinnen.

Die Gesamtleistung wurde gegenüber dem Vorjahr um 21,3 % auf T€ 50.619 gesteigert. Gegenläufig ist das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 im Vergleich zum Vorjahr durch gestiegene Sach- und Personalkosten sowie außerplanmäßige Abschreibungen aus Beteiligungen an Kapitalgesellschaften und resultierend daraus aus Wertberichtigungen auf Forderungen gegen ein Beteiligungsunternehmen belastet. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 46,4 % und die Personalaufwendungen um 1,8 % gestiegen. Die höheren Personalaufwendungen sind im Wesentlichen auf den Zuwachs an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2022 waren 209 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt und damit 7 Arbeitnehmer mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere im Bereich der Wertberichtigung von Forderungen und Aufwendungen aus Währungsumrechnung haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus höheren Erträgen aus Währungsumrechnung und Erträgen aus verjährten Kundenguthaben.

Insgesamt hat sich das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr negativ entwickelt und beträgt zum Stichtag T€ -4.383.

3. Finanzlage

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr immer gesichert.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigt die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung. Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr von T€ 36.618 um 10,9 % (T€ 4.000) auf T€ 32.618 reduziert. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2022 beträgt, ungeachtet der vorstehenden Entwicklung, weitere solide 62,9 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.830 reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind hingegen gestiegen. Vermindert haben sich dagegen die sonstigen Verbindlichkeiten sowie ungewissen Verbindlichkeiten, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden.

Die Gesellschaft hat zur Unterstützung des weiterhin erheblichen Geschäftswachstums neben dem Ausbau des Personals Investitionen in das Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen von insgesamt T€ 5.729 im Geschäftsjahr 2022 getätigt. Der Ausbau der Ressourcen wird sich auch in den folgenden Geschäftsjahren fortsetzen, um die Wachstumschancen auszuschöpfen und der Nachfrage nach unseren Dienstleistungen gerecht zu werden.

Das Unternehmen wird auch mittelfristig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme von Solactive AG belief sich zum Bilanzstichtag auf € 51.855.095,98. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2021 (€ 55.999.489,46) um 7,40 % verringert.

An der Bilanzsumme hat das Anlagevermögen zum Bilanzstichtag einen Anteil von 9,2 % und ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.119 gesunken. In das Finanzanlagevermögen wurden T€ 5.590 investiert. Insgesamt ist das Finanzanlagevermögen durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen gesunken.

Die flüssige Mittel umfassen 38,0 % der Bilanzsumme und sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahreswert um T€ 6.941 auf T€ 20.246 erhöht (dies entspricht einem Anteil von 39,0 % der Bilanzsumme).

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf T€ 32.618, was einer leichten Minderung der Eigenkapitalquote von 65,4 % auf 62,9 % entspricht.

Die Rückstellungen haben sich im Jahr 2022 um T€ 5.111 auf T€ 5.794 vermindert. Die Minderung resultiert im Wesentlichen aus dem Verbrauch von bestehenden Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Steuer- sowie Personalverpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um T€ 5.100 auf T€ 13.306 erhöht. Das entspricht einer Veränderung von 62,1 %. Die Bankverbindlichkeiten sanken aufgrund der Tilgung eines Darlehens um T€ 1.830, die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um T€ 939 vermindert, was insbesondere auf Verbindlichkeiten in Bezug auf das Personal zum Jahresende zurückzuführen ist. Dem gegenüber stehen um T€ 7.124 erhöhte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche im Wesentlichen auf erhöhten Bezug von Fremdleistungen zurückzuführen sind. Ebenfalls aufgrund von erhöhtem Leistungsbezug von verbunden Unternehmen, ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 744 erhöhte Verbindlichkeiten gegenüber diesen.

C. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung zieht die Gesellschaft die Kennzahlen Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern heran, als nicht finanziellen Leistungsindikator den Mitarbeiterbestand.

D. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Solactive AG betrachten wir als geordnet und die Geschäftsentwicklung der Solactive AG, unter Berücksichtigung der Sondereffekte aus außerplanmäßigen Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen als zufriedenstellend.

Die Solactive AG konnte auf nahezu allen wichtigen Märkten den Umsatz steigern. Steigerungen der In- und Auslandsumsätze wurden sowohl durch Ausweitung bestehender Geschäftsverbindungen erreicht als auch durch die Akquise neuer Kunden und sind inhaltlich zu größten Teilen den Kerngeschäftsfeldern Indexberechnung und -lizenzvergabe zuzuordnen. Das Geschäftsmodell der Solactive AG ist intakt, die Nachfragen nach Dienstleistungen der Solactive AG ist anhaltend hoch. Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse im aktuellen Geschäftsjahr 2022 bestätigt dies. Für das Folgejahr 2023 erwarten wir erneut eine Steigerung der absoluten Umsatzerlöse. Die aus den vorgenommenen Anpassungen der Organisations- und Personalstruktur der Solactive AG an das deutlich gestiegene Geschäftsvolumen einhergehenden Kostenerhöhungen sind uns gegenwärtig. Wir erwarten aufgrund des geplanten weiteren Umsatzwachstums in der Zukunft deutliche Amortisationseffekte. Auch für das folgende Geschäftsjahr erwarten wir eine deutlich positive Entwicklung unserer finanziellen Leistungsindikatoren.

Im Geschäftsjahr 2023 ist die Beschäftigung weiter gestiegen und es wurden erhebliche Investitionen in unsere IT-Infrastruktur getätigt.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Dabei liegt unser Fokus u.a. auf einer breiten Kundenbasis sowie international tätigen und namhaften Firmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt, so dass wir unsere Verbindlichkeiten bislang jederzeit und vollständig bedienen konnten.

E. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Wir gehen davon aus, dass sich die Solactive AG weiterhin positiv entwickeln wird.

Unsere Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben. Unser Ziel ist es technologisch an der Spitze zu bleiben und die Technologie-Agenda voranzutreiben, um weiterhin ein Schlüsselspieler im Index-Geschäft zu sein.

Die Geschäftsentwicklung und die Bedienung der ansteigenden Nachfrage unserer Kunden nach unseren Produkten und Dienstleistungen bedingt die Erweiterung der Ressourcen und Leistungsfähigkeit unserer IT-Infrastruktur. Dies wird künftig zu weiteren Skalierungseffekten führen. Es ist davon auszugehen, dass variable und fixe Kosten absolut steigen werden. Ein optimiertes Kostenmanagement soll die Kostensteigerungen relativ begrenzen und zu einer positiven Entwicklung des Ergebnisses vor Steuern beitragen.

Durch unsere unmittelbaren Tochterunternehmen in Toronto/Kanada und Hongkong sehen wir uns gut aufgestellt, um unseren Kunden überall auf der Welt einen "rundum-die-Uhr" (24/7) Service zu bieten und diese so optimal mit unseren Dienstleistungen zu versorgen. Wir erwarten, dass sich dies weiterhin positiv auf unsere Geschäftsaussichten auswirkt und schlussendlich zur Steigerung der Umsätze führen wird.

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir auf Basis der vorläufigen Zahlen mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich positiven Ergebnis vor Steuern und im Vergleich zum Vorjahr mit einer weiteren deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse. Auch für den nicht finanziellen Indikator des Mitarbeiterbestands rechnen wir mit einem leichten Zuwachs, der prozentual betrachtet jedoch hinter dem Umsatzwachstum zurückbleiben wird.

Aufgrund der geordneten Verhältnisse und der soliden Entwicklung erachten wir den Fortbestand der Gesellschaft als nicht risikogefährdet und somit gegeben.

F. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Solactive AG ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um potentielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.

Zur Erfassung und Steuerung von Risiken existieren der Betriebsgröße angepasste Instrumente, die permanent weiterentwickelt werden.

Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass sie wesentliche Risiken frühzeitig erkennt und entsprechende Maßnahmen ergreift, diese zu begrenzen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das Kontroll- und Risikomanagement ist der Betriebsgröße angepasst.

Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.

Ein adäquates Richtlinienwesen ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert.

Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.

Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewandt.

Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems

Das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden.

Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher.

Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden.

Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Finanzwirtschaftliche Risiken, wie Liquiditätsrisiken, Preisänderungsrisiken, Bonitätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen können nicht ausgeschlossen werden.

Die Risiken werden begrenzt durch eine breite Kundenbasis von national und international namhafter Firmen sowie einem Forderungsmanagement.

Ebenfalls ist das Unternehmen Wechselkursrisiken aufgrund der internationalen Ausrichtung ausgesetzt.

Insgesamt schätzen wir Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken als mittel ein.

Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die Solactive AG wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Diese Risiken sind von Solactive AG nicht zu beeinflussen, wir sehen hieraus aber keine aktuellen Gefahren für die Entwicklung der Gesellschaft. Das Risiko schätzen wir daher als gering ein.

Produkt- und IT-Risiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens hängen in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln sowie die Leistungsfähigkeit der IT-Infrastruktur zu sichern und weiter auszubauen. Durch regelmäßige und weiter andauernde Investitionen in die IT-Infrastruktur sehen wir die Gesellschaft unter Risikogesichtspunkten gut aufgestellt.

Risiken resultieren zudem aus der zunehmenden Marktkonzentration im Bereich der Börsen und sonstigen Datenanbieter, sofern sich daraus negative Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und die Preise von Marktdaten ergeben. Das Risiko schätzen wir daher als mittel ein.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen oder Finanzierungen resultieren, sieht die Gesellschaft, insbesondere aufgrund ihrer guten Kapitalausstattung, nicht. Es besteht jedoch das grundsätzliche Risiko, dass sich Investitionen oder Finanzierungen insbesondere in Tochterunternehmen und Beteiligungen, weniger positiv entwickeln als zunächst erwartet. Dies überwacht der Vorstand fortlaufend, um zeitnah geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Das Risiko schätzen wir daher als mittel bis hoch ein.

Personalrisiken

Die Solactive AG verfügt über einen Stamm qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Zur Erreichung der strategischen Ziele ist ein weiterer Auf- und Ausbau der Personalstruktur erforderlich. Daneben sichert die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter die fachliche Kompetenz des Personals. Solactive AG sieht sich gut gewappnet, den notwendigen weiteren Personalaufbau umzusetzen. Das Risiko schätzen wir daher als gering ein.

Umweltrisiken

Die Solactive AG erwartet keine Umweltrisiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden. Das Risiko schätzen wir daher als gering ein.

Bestandsgefährdende Risiken

Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf.

Chancen

Die Solactive AG agiert in einem starken Wachstumsmarkt. Aufgrund der Produktpalette von finanzmarktnahen Dienst- und Beratungsleistungen aller Art und der langjährigen Markterfahrung verfügt die Gesellschaft über das Potential, fortwährend innovative Produkte zu entwickeln und von dem Wachstumsmarkt zu profitieren.

Weitere Chancen ergeben sich für die Gesellschaft aus der breiten Kundenbasis namhafter Unternehmen und deren ansteigender Nachfrage nach Dienstleistungen der Solactive AG.

Die Expansion in neue Märkte und die Ergänzung der für die Gesellschaft strategisch wichtigen Märkten Nordamerika und Europa wird jeweils sorgfältig überprüft und schrittweise vollzogen. Zudem treibt die Gesellschaft die Aktivitäten in Asien und Australien weiter voran, um sich auch hier in Zukunft erfolgreich am Markt etablieren zu können.

Ukraine-Krise und geopolitische Aspekte

Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sowie weiterer geopolitischer Spannungen, wie z.B. in Nahost, auf die Entwicklung der Weltwirtschaft sind im Detail nicht absehbar.

Die Solactive AG wird sich einem etwaig negativen gesamtwirtschaftlichen Umfeld nicht vollständig entziehen können. Die Solactive AG hat im Geschäftsjahr 2023 ein weiteres Unternehmenswachstum erreicht und zum heutigen Zeitpunkt besteht die Erwartung, dass die Solactive AG ihr Unternehmenswachstum auch im Geschäftsjahr 2024 fortsetzen können wird. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 ist positiv. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Solactive AG wird damit bislang durch die Auswirkungen der Pandemie sowie der Ukraine-Krise nicht wesentlich beeinträchtigt.

 

Frankfurt, den 21.10.2024

Steffen Scheuble, Vorstandvorsitzender

Timo Pfeiffer, Vorstand

Nicolas Bös, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 4.782.400,21 6.901.057,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 49.976,00 83.933,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.976,00 77.780,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 6.153,00
II. Sachanlagen 891.281,00 1.095.625,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 891.281,00 1.095.625,00
III. Finanzanlagen 3.841.143,21 5.721.499,26
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.700.722,57 3.703.540,66
2. Beteiligungen 137.888,13 1.369.110,43
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 646.466,31
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.531,51 2.381,86
B. Umlaufvermögen 45.209.523,05 48.621.319,36
I. Vorräte 980.085,40 18.300,37
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 973.114,33 18.300,37
2. fertige Erzeugnisse und Waren 6.971,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 24.549.062,13 16.644.277,81
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.245.937,46 13.304.766,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 212.860,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 468.783,30
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 421.762,98
4. sonstige Vermögensgegenstände 4.090.264,67 2.870.728,33
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 441.409,90 474.670,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 19.680.375,52 31.958.741,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 654.716,38 477.112,84
D. Aktive latente Steuern 1.208.456,34
Aktiva 51.855.095,98 55.999.489,46

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 32.618.260,51 36.617.843,56
I. Gezeichnetes Kapital 58.748,00 58.748,00
II. Kapitalrücklage 35.285.872,27 35.285.872,27
III. Gewinnrücklagen 5.875,00 5.875,00
1. gesetzliche Rücklage 5.875,00 5.875,00
IV. Bilanzverlust 2.732.234,76 -1.267.348,29
davon Gewinnvortrag 1.267.348,29 1.201.060,58
B. Rückstellungen 5.794.231,79 10.905.220,33
1. Steuerrückstellungen 0,00 1.229.283,41
2. sonstige Rückstellungen 5.794.231,79 9.675.936,92
C. Verbindlichkeiten 13.305.638,05 8.206.041,81
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 152.694,63 1.982.490,95
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 152.694,63 1.829.796,32
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 152.694,63
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.268.434,11 2.144.310,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.268.434,11 2.144.310,99
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.745.832,12 1.002.055,47
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.745.832,12 1.002.055,47
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.138.677,19 3.077.184,40
davon aus Steuern 348.457,63 547.508,09
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 52.633,97 42.200,33
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.138.677,19 3.077.184,40
D. Rechnungsabgrenzungsposten 136.965,63 220.643,09
E. Passive latente Steuern 0,00 49.740,67
Passiva 51.855.095,98 55.999.489,46

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 49.663.898,58 41.770.443,66
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 954.813,96 -45.170,10
3. sonstige betriebliche Erträge 4.835.409,14 1.155.653,75
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 1.967.708,49 875.774,97
4. Materialaufwand 22.285.528,09 15.222.355,38
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -93,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.285.528,09 15.222.448,43
5. Personalaufwand 20.445.536,72 20.083.869,74
a) Löhne und Gehälter 17.781.915,36 17.634.564,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.663.621,36 2.449.305,45
davon für Altersversorgung 218.419,04 204.024,78
6. Abschreibungen 856.386,12 561.739,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 378.555,81 387.403,22
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 477.830,31 174.336,42
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.513.298,28 4.589.110,34
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.040.122,18 -231.164,97
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 756.058,23 179.844,76
davon Erträge aus Abzinsung 823,99 4.613,83
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 7.470.087,81 1.975.255,02
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 7.470.087,81 1.975.255,02
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.482,98 119.617,92
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -383.557,04 442.483,11
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.258.197,01
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 49.740,67
12. Ergebnis nach Steuern -3.999.583,05 66.340,92
13. sonstige Steuern -1,07
14. Jahresfehlbetrag 3.999.583,05 -66.341,99
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.267.348,29 1.201.060,58
16. Ausschüttung 54,28
17. Bilanzverlust 2.732.234,76 -1.267.348,29

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Solactive AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022, wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB aufgeführten Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Gesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Solactive AG
Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Frankfurt am Main
Register-Nr.: HRB 79986

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Alle geringwertigen Wirtschaftsgüter bis € 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ab € 800,01 werden planmäßig abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen in Arbeit befindlichen Aufträge wurden mit den Herstellungskosten angesetzt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Liquide Mittel sind zum Nennwert bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind für Einnahmen vor dem Abschussstichtag gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden auf Basis der sich ergebenden voraussichtlichen Steuerbelastung und Steuerentlastung durch den zukünftigen Abbau von bestehenden Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen ermittelt. Dabei werden aktive und passive Steuerlatenzen saldiert. Eine Berücksichtigung im Jahresabschluss erfolgt im Einklang mit § 274 Abs. 1 HGB. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und Steuerentlastung werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Eine Abzinsung der Beträge erfolgt nicht.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten, die in Euro umgerechnet und zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB bewertet wurden.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt, da von einer entsprechend langen Nutzungsdauer ausgegangen wird.

Beteiligungen

Beteiligungen wurden mit dem am Stichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20% der Anteile

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis 2022 Eigenkapital zum 31.12.2022
Solactive Technologies GmbH, 100,00% -13.934 € 1.263.426 €
Frankfurt 25.000 €
Solactive Americas Inc., 100,00% 299.816 CAD 1.001.931 CAD
Toronto (Kanada) 100.000 CAD 207.629 € 693.858 €
1,44401
Solactive APAC Ltd. 100,00% 1.430.167 HKD 4.920.540 HKD
Hongkong 500.000 HK$ 171.972 € 591.674 €
8,31632
Minerva Analytics Ltd. 100,00% -1.615.364 GBP -3.202.769 GBP
Witham (England) 150 GBP -1.821.298 -3.611.073 €
0,886933
Global Property Research B.V. 100,00% 139.002 € 458.874 €
Amsterdam (Niederlande) 18.000 €

1 Devisenkassamittelkurs, 31.12.2022, 1 EUR = 1,4440 CAD

2 Devisenkassamittelkurs, 31.12.2022, 1 EUR = 8,3163 HKD

3 Devisenkassamittelkurs, 31.12.2022, 1 EUR = 0,88693 GBP

Forderungen

Es liegen Forderungen in Höhe von € 499.338,25 (Vorjahr € 421.762,98) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr vor, davon wurden insgesamt € 499.338,25 einzelwertberichtigt. Diese resultieren aus Darlehen gegenüber Gesellschaften, an denen eine Beteiligung besteht.

Sonstige Vermögensgegenstände

Es liegen sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von € 441.409,90 (Vorjahr € 474.670,97) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr vor. Diese betreffen Kautionen.

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2022 ergeben sich per Saldo aktive latente Steuern i. H. v. 1.208.456,34 €, die in der Bilanz angesetzt werden.

Temporäre Differenzen in Höhe von T€ 3.845 zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten bestehen wie folgt:

• Anlagevermögen: T€ -127

• Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände T€ 3.997

• Sonstige Rückstellungen: T€ 1

• Verbindlichkeiten: T€ -26

Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 31,42 % (15,0 % für KSt, 5,5 % für SolZ und 445,67 % für GewSt) zugrunde gelegt. Zu berücksichtigende steuerliche Verlustvorträge wurden verrechnet.

Eigenkapital

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital zum 31.12.2022 beträgt € 58.748,00 (Vorjahr € 58.748,00). Es ist eingeteilt in 53.320 Stammaktien und 5.428 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Die Stammaktien und die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht lauten auf den Namen. Sie entsprechen jeweils einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,00.

Angabe von Beteiligungen an der Gesellschaft

Die Bullseye GmbH, Frankfurt am Main, hält eine Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft.

Angabe zur Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr € 35.285.872,27.

Ergebnisverwendung

Zur Darstellung der Ergebnisverwendung verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Anhang.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 1.208.456,34 €.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 0,00
Aktivierung latenter Steuern 1.208.456,34
Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert 0,00

Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

- Rückstellungen für Personalkosten (T€ 4.589)

- Rückstellung für Aufbewahrungspflichten (T€ 28)

- Rückstellung für Gewährleistungen (T€ 248)

- Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 864)

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten je Posten der Bilanz ist dem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.

Durch Pfandrechte gesicherte Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt € 152.694,63 und entfällt auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Absicherung erfolgt durch eine Bürgschaft sowie einer Forderungsabtretung bei der finanzierenden Bank.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 13.305.638,05 (Vorjahr: € 8.053.347,18).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren beträgt € 0,00 (Vorjahr: € 152.694,63).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt € 0,00 (Vorjahr: € 0,00).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB T€
aus Bürgschaften 87
aus Avalen 88

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist grundsätzlich zu rechnen, jedoch ist eine Inanspruchnahme aufgrund der in der Vergangenheit bestehenden Gewährleistungsverpflichtungen sowie aus den Bürgschaften - aufgrund Tilgung des Darlehens in 2023 nicht ersichtlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen von jährlich:

Mietobjekt Laufzeit jährliche Verpflichtung
Frankfurt, Platz der Einheit 30.06.2029 1.078 T€
Berlin, Friedenstraße 31.10.2026 367 T€

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
Indexdienstleister 49.663.898,58
Geographisch bestimmter Markt Umsatz
Deutschland 3.504.112,70
Andere EU-Länder 10.692.468,06
Drittländer 35.467.317,82
Gesamt 49.663.898,58

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Erträge). Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

sonstige periodenfremde Erträge 573.923,33
Erträge aus Auflösung Rückstellungen 704.763,09
Erträge aus Währungsumrechnungen 1.967.708,49
Erträge aus Herabsetzung Wertberichtigungen 1.486.700,81
Sonstige Sachbezüge 10.417,25
Sonstige Erträge (insbesondere Ausbuchung von Verbindlichkeiten) 91.896,17
Gesamt 4.835.409,14

sonstige betriebliche Aufwendungen

Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen
sonstige periodenfremde Aufwendungen 683.341,39
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen 1.040.122,18
Sonstige Aufwendungen 6.014,14
Gesamt 1.729.477,71

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Im Berichtsjahr wurden die Beteiligungen an der Minerva Analytics Ltd. um weitere € 2.893.335,47, an der Spark Change Group Inc. um € 650.034,96 und an der Iceberg Data Lab SAS um € 1.140.834,45 auf einen Restbuchwert von jeweils € 1,00 wertberichtigt.

Die Ausleihung gegenüber der Beteiligung Minerva Analytics Ltd. wurde mit dem am Stichtag beizulegenden Wert bilanziert und mit € 2.785.779,80 auf einen Restbuchwert von € 1,00 im Wirtschaftsjahr wertberichtigt.

Die Wertberichtigungen waren wegen der anhaltenden Verlustsituation der Beteiligungsgesellschaften nach dem Vorsichtsprinzip in der Handelsbilanz zwingend vorzunehmen.

Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung Betrag
+ Jahresfehlbetrag -3.999.583,05 €
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.267.348,29 €
= Bilanzverlust -2.732.234,76 €

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren gem. § 285 Nr. 7 HGB durchschnittlich 182 Angestellte (ohne Auszubildende/Hilfskräfte und Vorstände) im Unternehmen beschäftigt.

Arbeitnehmergruppen 2022
Vorstände 4
Angestellte 182
Stud. Hilfskräfte und Praktikanten 21

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Steffen Scheuble Vorstandsvorsitzender Frankfurt
Christian Vollmuth Vorstand München (bis 31.01.2022)
Timo Pfeiffer Vorstand Frankfurt
Alexander Steiner Vorstand Frankfurt (bis 10.06.2024)
Nicolas Bös Vorstand Nidderau (seit 01.10.2024)

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Dr. Felix Mühlhäuser, Rechtsanwalt/Steuerberater Frankfurt
Robert Abend, Kaufmann Rosenheim
Markus Beuttenmüller, Kaufmann Büchenbronn
Johannes Grefe, Kaufmann London

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Dr. Felix Mühlhäuser.

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf T€ 1.672.

Von einer Angabe der Bezüge des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds wird wg. § 286 Abs. 4 i.V.m. § 285 Nr. 9b HGB abgesehen.

Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden mit T€ 0 vergütet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Der andauernde Ukraine-Krieg und die drohende Gas-Krise kann Auswirkungen auf die Risikosituation und damit auch wesentliche Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zur Folge haben. Bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung ist es in Folge des Krieges zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis der Gesellschaft gekommen. Vertriebsseitig bestehen keine Marktaktivitäten im russischen oder ukrainischen Markt. Durch die Gasverknappung kann es aber dennoch zu unvorhersehbaren Preissteigerungen kommen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Über die Ergebnisverwendung war zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch kein Beschluss gefasst.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 28.000,00 € und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers
a) Abschlussprüfungsleistungen 28.000,00
b) andere Bestätigungsleistungen 0,00
c) Steuerberatungsleistung 0,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 ("Berichtszeitraum") die Geschäftsführung der SOLACTIVE Aktiengesellschaft ("Gesellschaft") sorgfältig überwacht und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig in Aufsichtsratssitzungen sowie durch zusätzliche schriftliche und mündliche Berichte über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und ihrer wesentlichen Beteiligungsgesellschaften und die Geschäftsentwicklung, insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung unterrichten lassen.

Der Aufsichtsrat traf betreffend das Geschäftsjahr 2022 zu Sitzungen zusammen am 24. Januar 2022, 23. Mai 2022, 25. Juli 2022, 21. November 2022 und 31. Oktober 2024. An den Sitzungen nahmen in der Regel alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil. In den ordentlichen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die Geschäftslage der Gesellschaft und ihrer wesentlichen Beteiligungsgesellschaften, die strategische Ausrichtung, die Personal- und Kostenentwicklung, das Forderungsmanagement, das Risiko-Controlling und die Funktionsfähigkeit der eingerichteten Compliance Systeme sowie die Entwicklungschancen und Geschäftsrisiken eingehend mit dem Vorstand erörtert.

Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig vom Vorstand über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informieren lassen.

Der von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer bestellte BKB Bayer, Kwasny, Brauer, Deutsch + Co. GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der Gesellschaft unter Einbeziehung der Buchführung sowie den Lagebericht geprüft. Die zu prüfenden Unterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied ausgehändigt. Bei der Behandlung des Jahresabschlusses und des Prüfungsberichtes im Aufsichtsrat hat der Abschlussprüfer Auskünfte erteilt und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Zudem gab der Abschlussprüfer eine ausführliche Erläuterung zu seinem Prüfungsbericht. Der Abschlussprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung an. Der Aufsichtsrat sieht nach dem Endergebnis seiner eigenen Prüfung keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten und geprüften Jahresabschluss der Gesellschaft gebilligt und gemeinsam mit dem Vorstand beschlossen, die Feststellung des Jahresabschlusses der Hauptversammlung zu überlassen. Dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Verwendung des Bilanzgewinns wird zugestimmt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift des Vorstandes

 

Frankfurt, den 21.10.2024

Steffen Scheuble, Vorstandsvorsitzender

Timo Pfeiffer, Vorstand

Nicolas Bös, Vorstand

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 festgestellt.

E. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Solactive AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Solactive AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Solactive AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 28. Oktober 2024

bkb audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christine Aichele Klocker, Wirtschaftsprüfer

Rainer Bär, Wirtschaftsprüfer

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