Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 100991
Eingetragen
27.12.2001
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Vertrieb von Erzeugnissen der Antriebsund Verbindungstechnik, insbesondere Vertretungs-, Makler- und kommisionsgeschäfte sowie Service und Dienstleistungen für diese Erzeugnisse.Die Gesellschaft ist berechtigt,alle Maßnahmen vorzunehmen,die mit ihrem Gegenstand in Zusammenhang stehen oder ihm dienlich sind.Sie kann sich insbesondere auch an anderen Unternehmen im In-und Ausland beteiligen oder Tochterunternehmen oder Zweigniederlassungen errichten,

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Gallert
seit 21.2.2025
Prokura
Oliver Hansper
seit 9.2.2023
Prokura
Jens Delliehausen
seit 13.5.2022
Prokura
Lukas Sittig
seit 7.2.2022
Geschäftsführer
Christian Eberhard
seit 1.12.2021
Geschäftsführer
Jörg Bans
seit 20.11.2019
Prokura
Almuth Dr. Schiefke
seit 30.7.2015
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lenze SE

Aerzen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2021 bis zum 30.04.2022

Bilanz

AKTIVA

30.04.2022
in T€
30.04.2021
in T€
A. Anlagevermögen 153.020 137.375
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.230 7.409
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.442 6.205
2. Geschäfts- oder Firmenwert 788 1.204
II. Sachanlagen 142.001 124.186
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 68.955 44.722
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.124 28.223
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.303 25.635
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.620 25.607
III. Finanzanlagen 5.789 5.780
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 8
2. Unfertige, fertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen und Waren 966 1.082
3. Beteiligungen 1.467 1.376
4. Sonstige Ausleihungen 3.356 3.314
B. Umlaufvermögen 414.204 343.731
Vorräte 141.556 94.838
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 115.380 68.567
2. Unfertige, fertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen und Waren 32.233 31.213
3. Geleistete Anzahlungen 285 38
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -6.342 -4.980
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 159.767 119.342
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 150.087 114.742
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 51 26
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 493 117
4. Sonstige Vermögensgegenstände 9.137 4.457
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 579 7.000
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 112.881 129.551
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.628 2.921
D. Aktive latente Steuern 1.012 1.114
Bilanzsumme, Summe Aktiva 570.864 485.141

PASSIVA

   
30.04.2022
in T€
30.04.2021
in T€
A. Eigenkapital 360.007 298.632
I. Gezeichnetes Kapital 32.000 32.000
II. Kapitalrücklage 43.805 43.805
III. Gewinnrücklagen 208.758 183.098
1. Gesetzliche Rücklagen 1.288 687
2. Satzungsmäßige Rücklagen 2.629 2.629
3. Andere Gewinnrücklagen 204.841 179.782
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 3.976 13
V. Konzernbilanzgewinn 66.772 35.452
VI. Nicht beherrschende Anteile 4.696 4.264
B. Rückstellungen 117.089 103.710
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.447 18.326
2. Steuerrückstellungen 8.011 3.093
3. Sonstige Rückstellungen 94.631 82.290
C. Verbindlichkeiten 92.243 81.836
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.650 15.995
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.276 47.861
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11 1
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 31 56
5. Sonstige Verbindlichkeiten 20.275 17.923
davon aus Steuern 7.844 6.241
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.373 2.225
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.525 963
Bilanzsumme, Summe Passiva 570.864 485.141

Gewinn- und Verlustrechnung

2021/2022
in T€
2020/2021
in T€
1. Umsatzerlöse 832.587 690.720
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -496.947 -407.027
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 335.641 283.693
4. Vertriebskosten -145.376 -128.219
5. Allgemeine Verwaltungskosten -78.097 -62.737
6. Sonstige betriebliche Erträge 58.305 22.169
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -78.029 -67.646
8. Erträge aus Beteiligungen 473 10
9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierte Unternehmen 403 569
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 287 190
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -505 0
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -975 -645
13. Ergebnis vor Steuern 92.127 47.383
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -20.812 -11.135
15. Ergebnis nach Steuern 71.315 36.248
16. Sonstige Steuern -1.031 -1.457
17. Konzernjahresüberschuss 70.284 34.791
18. Ergebnisanteil nicht beherrschende Anteile 1.668 1.366
19. Ergebnisanteil der Aktionäre der Lenze SE 68.616 34.110
20. Gewinnvortrag 35.452 54.180
21. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 77 233
22. Einstellung in Gewinnrücklagen    
a) in die gesetzlichen Rücklage -569 -17
b) in andere Gewinnrücklagen -24.323 -42.557
23. Ausschüttungen -12.480 -10.496
24. Konzernbilanzgewinn 66.772 35.452

Eigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklagen
T€
gesetzliche Gewinnrücklagen
T€
satzungs- gemäße Gewinnrücklagen
T€
andere Gewinnrücklagen
T€
Stand 1. Mai 2020 (HGB) 32.000 43.805 667 2.629 142.349
Umbuchungen innerhalb des Eigenkapitals 0 0 0 0 -4.889
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0 20 0 42.555
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen 0 0 0 0 -233
Konsolidierungskreisänderungen 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 0 0 0 0
Ausschüttung 2019/2020 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0 0
Stand 30. April 2021 32.000 43.805 687 2.629 179.782
Stand 1. Mai 2021 32.000 43.805 687 2.629 179.782
Umbuchungen innerhalb des Eigenkapitals 0 0 0 0 0
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0 601 0 24.292
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen 0 0 0 0 -77
Konsolidierungskreisänderungen 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 0 0 0 844
Ausschüttung 2020/2021 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0 0
Stand 30. April 2022 32.000 43.805 1.288 2.629 204.841
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T€
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
T€
Konzernjahresüberschuss der dem Mutterunternehmen zuzuordnen ist
T€
Anteil der Lenze SE
T€
Stand 1. Mai 2020 (HGB) -3.293 26.905 27.275 272.337
Umbuchungen innerhalb des Eigenkapitals 4.889 27.275 -27.275 0
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 -42.575 0 0
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen 0 233 0 0
Konsolidierungskreisänderungen -2.411 0 0 -2.411
Währungsdifferenzen 828 0 0 828
Ausschüttung 2019/2020 0 -10.496 0 -10.496
Konzernjahresüberschuss 0 0 34.110 34.110
Stand 30. April 2021 13 1.342 34.110 294.368
Stand 1. Mai 2021 13 1.342 34.110 294.368
Umbuchungen innerhalb des Eigenkapitals 0 34.110 -34.110 0
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 -24.893 0 0
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen 0 77 0 0
Konsolidierungskreisänderungen 474 0 0 474
Währungsdifferenzen 3.490 0 0 4.334
Ausschüttung 2020/2021 0 -12.480 0 -12.480
Konzernjahresüberschuss 0 0 68.616 68.616
Stand 30. April 2022 3.976 -1.844 68.616 355.311
Nicht beherrschende Anteile
Nicht schende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
T€
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnungen
T€
Auf nicht beherrschende Anteile Gewinne/ Verluste
T€
Stand 1. Mai 2019 (HGB) 2.842 -165 1.337
Umbuchungen innerhalb des Eigenkapitals 1.337 0 -1.337
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0 0
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen 0 0 0
Konsolidierungskreisänderungen 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 -27 0
Ausschüttung 2019/2020 -1.089 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 1.366
Stand 30. April 2020 3.090 -192 1.366
Stand 1. Mai 2020 3.090 -192 1.366
Umbuchungen innerhalb des Eigenkapitals 1.366 0 -1.366
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0 0
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen 0 0 0
Konsolidierungskreisänderungen 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 -135 0
Ausschüttung 2020/2021 -1.101 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 1.668
Stand 30. April 2021 3.355 -327 1.669
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Anteil beherrschende Anteile
T€
Gesamt
T€
Stand 1. Mai 2019 (HGB) 4.014 276.351
Umbuchungen innerhalb des Eigenkapitals 0 0
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen 0 0
Konsolidierungskreisänderungen 0 -2.411
Währungsdifferenzen -27 801
Ausschüttung 2019/2020 -1.089 -11.585
Konzernjahresüberschuss 1.366 35.476
Stand 30. April 2020 4.264 298.632
Stand 1. Mai 2020 4.264 298.632
Umbuchungen innerhalb des Eigenkapitals 0 0
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen 0 0
Konsolidierungskreisänderungen 0 474
Währungsdifferenzen -135 4.199
Ausschüttung 2020/2021 -1.101 -13.581
Konzernjahresüberschuss 1.668 70.284
Stand 30. April 2021 4.696 360.007

Kapitalflussrechnung

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Konzernjahresüberschuss 70.284 35.476
Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögen 21.688 19.870
Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 13.935 2.696
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -1.006 5.156
Brutto-Cashflow 104.902 63.198
Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferung und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -83.397 -11.563
Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 10.508 19.754
Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -283 278
Zinsaufwendungen / Zinserträge 687 -56
Sonstige Beteiligungserträge -876 -579
Ertragsteueraufwand / -ertrag 20.812 11.135
Ertragsteuerzahlungen -12.736 -10.390
Cashflow aus der laufender Geschäftstätigkeit 39.616 71.777
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das immateriellen Anlagevermögen -229 -4.884
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 12.257 1.798
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -45.111 -22.163
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögen 40 328
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 253 -35
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0 -107
Auszahlungen außergewöhnliche Posten -6.584 0
Erhaltene Zinsen 287 190
Erhaltene Dividenden 473 10
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -38.614 -24.863
Einzahlungen aus der Begebung und der Aufnahme von Finanzkrediten 1.522 1.522
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -7.408 -7.408
Gezahlte Zinsen -827 -827
Gezahlte Dividenden -11.585 -11.585
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -18.298 -18.298
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -17.200 28.615
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1.671 -967
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -1.141 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 129.551 101.903
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 112.881 129.551

Anhang

1. Rechnungslegung im Konzernabschluss

1.1 Allgemeine Erläuterungen

Der Konzernabschluss der Lenze-Gruppe wird von der Lenze SE mit Sitz in Aerzen, Hans-Lenze-Straße 1, als Obergesellschaft aufgestellt. Die Lenze SE ist als Aktiengesellschaft europäischen Rechts im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter HRB 204803 eingetragen.

Das Geschäftsjahr der Lenze SE und ihrer Tochtergesellschaften umfasst den Zeitraum vom 1. Mai bis 30. April. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Dabei werden sämtliche Beträge in Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerneigenkapitalspiegel und Kapitalflussrechnung in Tausend Euro (T€) oder Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Alle Beträge werden kaufmännisch gerundet. Dies kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 30. Juni 2022 aufgestellt. Mit diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum.

Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

1.2 Angewandte Vorschriften

Der Konzernabschluss der Gesellschaft für den Berichtszeitraum wird nach den handelsrechtlichen Vorschriften gem. §§ 290 ff. HGB sowie den Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren (§ 275 Abs. 3 HGB). Die Konsolidierung wird gemäß § 300 ff. HGB durchgeführt.

1.3 Konsolidierungskreis

Die Beteiligungsstruktur zum 30. April 2022 ist in folgender Übersicht dargestellt. Soweit nicht ausdrücklich anders angegeben, handelt es sich um 100%-ige Beteiligungen.

In den Konzernabschluss der Lenze-Gruppe werden neben der Obergesellschaft Lenze SE sämtliche Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung gem. §§ 300 ff. HGB einbezogen, an denen die Lenze SE mittelbar oder unmittelbar mehrheitlich beteiligt ist. Dabei handelt es sich um 6 (Vorjahr: 6) inländische und 28 (Vorjahr: 31) ausländische Tochterunternehmen.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat es folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis gegeben:

- Die Verschmelzung der Lenze Operations Austria GmbH, Asten / Österreich und Lenze Antriebstechnik GmbH, Asten / Österreich mit der Lenze Austria Holding GmbH, Asten / Österreich wurde durch die Lenze Austria Holding GmbH zum 1. Mai 2021 durchgeführt. Die fusionierte Gesellschaft firmiert unter Lenze Austria GmbH.

- Die Entkonsolidierung der OOO Lenze, Moskau / Russland erfolgte zum 30. April 2022. Auf die Einbeziehung der Gesellschaft wurde nach § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da sie von untergeordneter Bedeutung ist.

Der Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Als assoziiertes Unternehmen, dessen Finanz- und Geschäftspolitik die Lenze SE maßgeblich beeinflusst, werden die Anteile an der Lenze Bachofen AG, Uster / Schweiz ausgewiesen. Die Lenze Bachofen AG wurde erstmals am 30. April 1996 als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Das assoziierte Unternehmen wird nach der Equity-Methode (Buchwertmethode) gemäß § 312 HGB bewertet.

Sonstige Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet worden. Von der Erleichterungsmöglichkeit des § 313 Abs. 3 S. 4 HGB ist aufgrund untergeordneter Bedeutung Gebrauch gemacht worden.

Struktur der Lenze-Gruppe zum 30. April 2022
Beteiligung (Stufe I) Unterbeteiligung (Stufe II) Unterbeteiligung (Stufe III) Unterbeteiligung (Stufe IV) Bezeichnung
LSE       Lenze SE, Aerzen
  LOG     Lenze Operations GmbH, Aerzen
    LDF   Lenze Drive Systems France SARL, Ruitz/Frankreich
  LEV     Lenze Vertrieb GmbH, Aerzen
  LKS     Lenze Service GmbH, Aerzen
  LEU     Lenze Sales Europe GmbH, Aerzen
  enc (85,5%)     encoway GmbH, Bremen
  LLL (64%)     logicline GmbH, Sindelfingen
  LAH     Lenze Austria GmbH, Asten/Österreich
    LVT   Lenze Verbindungstechnik GmbH, Asten/Österreich
    LEH   LENZE Hajtástechnika Kereskedelmi Kft, Budapest/Ungarn
    LEC   Lenze, s.r.o., Humpolec/Tschechien
    LSK   Lenze Slovakia, s.r.o., Nové Mesto/Slowakische Republik
    LBG   Lenze Zadvizhvasta Tehnika EOOD, Plovdiv/Bulgarien
    LEK   Lenze mehatronika-pogonska tehnika d.o.o., Zagreb/Kroatien
    LSL   Lenze pogonska tehnika, d.o.o., Ljubljana/Slowenien
    LRU   OOO Lenze, Moskau/Russland
    LCP   Lenze Drive Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China
    LBR   Lenze Brasil Automação Ltda., São Paulo/Brasilien
      LAR Lenze Argentina Automatización S.A., Buenos Aires/Argentinien
    LTR (91%)   Lenze Mühendislik Sanyi ve Ticaret A.Ş., Istanbul/Türkei
    LSG   Lenze South East Asia Pte. Ltd, Singapur
  LSW     Lenze Swiss AG, Romanshorn/Schweiz
  LNL     Lenze B.V., 's-Hertogenbosch/Niederlande
    LFG   Lenze UK Ltd., Bedford/Großbritannien
    LUK   Lenze Ltd., Bedford/Großbritannien
  LEB     Lenze BVBA, Bornem/Belgien
  LAM     Lenze Americas Corporation, Uxbridge, Mass./USA
    LCA   Lenze Canada Corporation, Saint John/Kanada
  LEP (51%)     Lenze Polska Sp. z o.o., Kattowitz/Polen
    LLT (90%)   Lenze UAB, Kaunas/Litauen
  LET     Lenze Tarnów Sp. z o.o., Tarnów/Polen
  LIT     Lenze Italia S.r.l., Mailand/Italien
  LEF     Lenze SAS, Roissy-en-France/Frankreich
  LEE     Lenze Transmisiones S.A., Barcelona/Spanien
  LES     Lenze AB, Linköping/Schweden
  LDK     Lenze A/S, Albertslund/Dänemark
  LMD     Lenze (Shanghai) Trading Co., Ltd., Shanghai/China
  LIN     Lenze Mechatronics Private Limited, Pune/Indien
  LBC (49%)     Lenze Bachofen AG, Uster/Schweiz
  INOSOFT (15%)     Inosoft GmbH, Hiddenhausen
  TEX (15%)     TEX Computer S.r.l., Cattolica/Italien
  Tewiss (5,87%)     Tewiss GmbH, Hannover

1.4 Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung, d.h. die Verrechnung des Beteiligungswertansatzes für die einbezogenen Unternehmen mit den in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungen und Bilanzierungshilfen, erfolgte gem. § 301 Abs. 1 HGB.

Die Erstkonsolidierung erfolgte jeweils zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bzw. zum Zeitpunkt, an dem die Gesellschaft Tochterunternehmen geworden ist.

Aktive Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwerte den immateriellen Vermögensgegenständen zugeordnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, resultierend aus den Akquisitionen der letzten Jahre, werden linear über 7 bis 15 Jahre abgeschrieben. Die zugrundeliegenden Abschreibungsdauern basieren auf den zum Zeitpunkt des Zugangs jeweils erwarteten strategischen Nutzen der Unternehmen.

Abschreibungen und Wertaufholungen auf Anteile an Tochtergesellschaften aus Einzelabschlüssen werden im Konzernabschluss rückgängig gemacht. Zwischenergebnisse, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Zwischengesellschaftliche Gewinne und Verluste waren bei der Beteiligung, die nach der Equity-Methode bewertet wurde, unbedeutend.

Bei Konsolidierungsvorgängen, die zu temporären Unterschieden führen, werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern saldiert in Ansatz gebracht.

1.5 Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in Fremdwährung erstellten Einzelabschlüsse der einzubeziehenden ausländischen Tochtergesellschaften erfolgte mit differenzierten Umrechnungskursen. Die Aktiv- und Passivposten wurden mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, die Aufwendungen und Erträge der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wurde zum historischen Kurs umgerechnet. Die sich daraus ergebende Differenz wurde in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, soweit diese nicht in Bewertungseinheiten einbezogen werden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den Konzernabschluss zum 30. April 2022 eingehenden Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei Software, Know-how und Lizenzen beträgt die Nutzungsdauer 2 bis 8 Jahre.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden nicht aktiviert.

Unter dem Geschäfts- oder Firmenwert werden Beträge aus den Einzelabschlüssen und aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Die Firmenwerte werden entsprechend dem erwarteten Zeitraum ihres ökonomischen Nutzens (7 bis 15 Jahre) oder, soweit die Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, über 10 Jahre linear abgeschrieben.

Soweit erforderlich, wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Ein niedrigerer Wertansatz eines entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes ist in den Folgejahren beizubehalten.

Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden gem. § 255 Abs. 2 und 3 HGB anhand direkt zurechenbarer Einzelkosten für Material und Fertigung sowie angemessener Teile der Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen ermittelt. Die Verteilung der Gemeinkosten erfolgt auf Grundlage einer normalen Auslastung der Produktionskapazitäten. Erhaltene, nicht rückzahlbare Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgezogen.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Produktionsgebäude 25 Jahre
Sonstige Gebäude 40 Jahre
Maschinen 6 bis 10 Jahre
Fahrzeuge 5 bis 7 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.

Finanzanlagen (außer at Equity bilanzierten Anteilen) werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Ausleihungen werden wie finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

At Equity bewertete Anteile werden entsprechend den anteiligen eingetretenen Eigenkapitalmehrungen bzw. -minderungen fortgeschrieben. Zusätzlich wird bei Bedarf eine außerplanmäßige Abwertung vorgenommen. Korrespondierend erfolgen Zuschreibungen bei Wegfall der Abwertungsgründe. Es erfolgt keine Anpassung an die im Konzernabschluss angewandten einheitlichen Bewertungsmethoden.

Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Wahrung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Produktionsprozess zuzurechnende angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf die Produktionsanlagen. Die Verteilung der Gemeinkosten erfolgt auf Grundlage einer normalen Auslastung der Produktionskapazitäten. Die Bewertung für gleichartige Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt nach der Durchschnittsmethode. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung der Vorräte entfallen sind, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Im ersten Bewertungsschritt werden die Vorräte entsprechend des Niederstwertprinzips zum Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Im zweiten Schritt werden Abschläge zur Berücksichtigung der Gängigkeit und des Alterungsrisikos angesetzt. Die konzernweite verlustfreie Bewertung wurde beachtet.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, soweit sie Anzahlungen auf Vorräte betreffen, werden offen vom Bilanzposten Vorräte abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Nominalwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Die Einzelwertberichtigungen werden mit einem einheitlichen Schema ermittelt, das die Überfälligkeiten sowie das jeweilige zukünftige Ausfallrisiko berücksichtigt.

Bei den verbleibenden Forderungen aus Lieferung und Leistung ist eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 1,25 % angesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt.

Fremdwährungsforderungen, die nicht unter § 254 HGB fallen, werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Latente Steuern werden je Gesellschaft gemäß § 306 HGB und § 274 HGB ermittelt. Die nach § 274 HGB ermittelten latenten Steuern wurden saldiert und der daraus resultierende Aktivüberhang entsprechend dem Wahlrecht nicht bilanziert. Latente Steuern, die sich aus Maßnahmen nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung ergeben, wurden gemäß § 306 HGB saldiert in Höhe von T€ 1.012 (Vorjahr: T€ 1.114) aktiviert. Die latente Steuerabgrenzung erfolgte im Wesentlichen für eliminierte Zwischengewinne in den Vorräten.

Die Bewertung erfolgt mit dem für das Konzernunternehmen, bei dem sich die Differenzen ergeben, geltenden durchschnittlichen Ertragsteuersatz. Der hier anzuwendende Steuersatz liegt bei 31 %.

Die Pensionsrückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode") für Leistungszusagen auf Altersversorgung. Die Berechnung erfolgt unter Zugrundelegung eines von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelten Zinssatzes von 1,79 % (10-Jahres-Durchschnitt; Vorjahr: 2,16 %) bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, einem jährlichen Rententrend von 2,0 % (Vorjahr: 1,5 %) und einem Gehaltstrend von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %). Dabei werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, werden mit den Verpflichtungen gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern und sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen werden in gesonderten Posten der Konzernbilanz und im Anhang ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt unter der Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffansprüchen verrechnet.

Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt nach den Regelungen der IDW Stellungnahme "IDW RS HFA 3" und wird mit einem fristadäquaten Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellung basiert auf versicherungsmathematischen Berechnungen. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es wird mit einem Gehaltstrend von 2,0 % sowie einem Rechnungszinssatz entsprechend der Restlaufzeit von 0,27 % p. a. (Vorjahr: 0,38 % p. a.) gerechnet.

Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Berücksichtigung des erfahrungsgemäß anfallenden Garantieaufwands sowie der geschätzten zukünftigen Verpflichtung gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden erfolgswirksam mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Konzernbilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung und Aufgliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird im Konzernanlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Konzernabschluss).

Unter dem Posten Geschäfts- oder Firmenwerte werden Beträge aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen.

Das assoziierte Unternehmen Lenze Bachofen AG, Uster/Schweiz ist aus Konzernsicht nicht wesentlich. Am 30. April 2022 wurden bei dem at-Equity bewerteten Beteiligungsunternehmen kumulierte Währungsdifferenzen i. H. v. T€ 623 (Vorjahr: T€ 556) im Eigenkapital verrechnet. Die Entwicklung des Nettobuchwertes ist aus dem Konzernanlagenspiegel ersichtlich.

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber dem assoziierten Unternehmen.

3.2 Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals im vergangenen Geschäftsjahr ist aus dem Konzerneigenkapitalspiegel ersichtlich.

Das Kapitalmanagement der Lenze-Gruppe zielt auf die nachhaltige Sicherstellung der Unternehmensfortführung durch Erhaltung einer starken Eigenkapitalausstattung ab. Dadurch soll der Unternehmenswert dauerhaft gesteigert werden.

Bei dem Grundkapital (T€ 32.000) und der Kapitalrücklage (T€ 43.805) handelt es sich um die im Einzelabschluss der Lenze SE ausgewiesenen Beträge. Das Grundkapital der Lenze SE ist ausschließlich aufgeteilt in 6.400.000 auf den Namen lautende Stückaktien. Der rechnerische Wert pro Stückaktie beträgt somit € 5,00. Die Lenze SE hält keine eigenen Aktien. Die Gewinnrücklagen umfassen die kumulierten thesaurierten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften seit Erstkonsolidierung sowie Auswirkungen von Konsolidierungsmaßnahmen.

Die Lenze SE weist in ihrem Einzelabschluss zum 30. April 2022 einen Jahresüberschuss von T€ 43.047 aus. Von dem Jahresüberschuss hat der Vorstand T€ 12.135 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, eine Dividendenausschüttung in Höhe von T€ 30.912 oder € 4,83 je Aktie zu beschließen und den verbleibenden Rest zusammen mit dem vorhandenen Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Erst mit Beschluss der Hauptversammlung entsteht der Dividendenanspruch. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde eine Dividende von € 1,95 je Aktie (T€ 12.480) ausgeschüttet.

Fremdanteile bestehen bei der Lenze Polska Sp. z o.o., Katowice/Polen, der Lenze UAB, Kaunas/Litauen, der encoway GmbH, Bremen, der logicline GmbH, Sindelfingen, sowie der Lenze Mühendislik A.S., Istanbul/Türkei. Sie sind einzeln und in Summe aus Konzernsicht unwesentlich.

3.3 Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen umfassen in der Lenze-Gruppe leistungsorientierte Verpflichtungen, die sowohl rückstellungs- als auch fondsfinanziert sind. Die Zusagen sehen lebenslang laufende Zahlungen vor. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen mittels versicherungsmathematischer Gutachten unter Berücksichtigung der relevanten Einflussgrößen auf den jeweiligen Stichtag ermittelt. Den Berechnungen liegt grundsätzlich ein Abzinsungssatz von 1,79 % (Vorjahr: 2,16 %) sowie ein Gehaltstrend von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) und ein Rententrend in Höhe von je 2,0 % (Vorjahr: 1,5 %) sowie im Inland die "Generationen-Richttafeln 2018 G in der Fassung vom Oktober 2018" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Pensionsverpflichtungen entfallen auf deutsche und westeuropäische Gesellschaften.

Der Unterschiedsbetrag bei der Lenze SE zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 1.058 (Vorjahr: T€ 1.399). Insoweit besteht abhängig von der Gesellschaftsform gem. § 253 Abs. 6 HGB u.U. eine Ausschüttungssperre auf Ebene der Einzelgesellschaften. Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen sind teilweise dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dienen ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen. Die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 21.268 (Vorjahr T€ 14.680) bewerteten Vermögensgegenstände (Finanzguthaben zur Absicherung der bestehenden Pensionsverpflichtungen in der Schweiz und in Deutschland) werden mit den Schulden aus den Versorgungszusagen T€ 35.715 (Vorjahr: T€ 32.116) verrechnet. Der sich daraus ergebende Verpflichtungsüberhang in Höhe von T€ 14.447 (Vorjahr: T€ 17.436) wird unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen. Die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung der Schulden in Höhe von T€ 2.408 (Vorjahr: T€ 2.613) und aus den zu verrechnenden Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 1.955 (Vorjahr: T€ 2.040) werden saldiert und in Höhe von T€ 453 (Vorjahr: T€ 573) unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betragen T€ 8.011 (Vorjahr: T€ 3.093).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten personalbezogene Rückstellungen T€ 44.611 (Vorjahr: T€ 49.501) sowie übrige Rückstellungen T€ 50.020 (Vorjahr: T€ 32.789).

Personalbezogene Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Boni an Mitarbeiter, Urlaubsverpflichtungen sowie für Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen gebildet. Die übrigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Garantieverpflichtungen, ausstehende Lieferantenrechnungen, sonstige Steuern, Prozessrisiken und Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Jahresabschlusserstellung und -prüfung.

3.4 Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag sowie die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden im folgenden Verbindlichkeiten-Spiegel angegeben.

Restlaufzeiten
Konzern Verbindlichkeitenspiegel zum 30.04.2021
(in T€)
bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr bis fünf Jahren von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.468 6.943 4.585 15.996
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.861 0 0 47.861
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1 0 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 56 0 0 56
Sonstige Verbindlichkeiten 16.863 0 1.061 17.923
Summe: 69.248 6.943 5.646 81.837
Restlaufzeiten
Konzern- Verbindlichkeitenspiegel zum 30.04.2022
(in T€)
bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr bis fünf Jahren von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.950 6.813 2.887 11.650
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.275 1 0 60.276
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11 0 0 11
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 31 0 0 31
Sonstige Verbindlichkeiten 19.215 0 1.061 20.275
Summe: 81.482 6.814 3.948 92.243

Am Bilanzstichtag waren Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.023 (Vorjahr: T€ 1.023) durch Grundpfandrechte (Hypothek und Grundschuld) gesichert.

3.5 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds von T€ 112.881 umfasst die flüssigen Mittel zum Bilanzstichtag.

3.6 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Umsatzerlöse nach Regionen Werte
in %
2021/22 2020/21
Inland 29 30
Übriges Europa 43 44
Asien 19 16
Amerika 9 10
Zusammen 100 100
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen Werte
in %
2021/22 2020/21
Mechatronics 52 53
Systems 46 44
Digital 2 3
Zusammen 100 100

Materialaufwand

Der Materialaufwand gemäß Gesamtkostenverfahren gliedert sich wie folgt:

Materialaufwand Werte
in T€
2021/22 2020/21
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 335.028 260.241
Aufwendungen für bezogene Leistungen 35.025 25.782
Zusammen 370.053 286.023

Personalaufwand

Der Personalaufwand gemäß Gesamtkostenverfahren sowie die Arbeitnehmer gliedern sich wie folgt:

Personalaufwand Werte
in T€
2021/22 2020/21
Löhne und Gehälter 234.149 221.939
Soziale Abgaben 40.079 37.816
Aufwendungen für Altersvorsorge 4.702 585
Zusammen 278.930 260.340
Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer Jahresdurchschnitt 2021/22 2020/21
Inland 1.914 1.881
Ausland 1.898 1.835
Zusammen 3.812 3.716

In der Angabe der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2020/2021 sind nicht aktive Beschäftigte mit vorübergehender Leistungsunterbrechung (Inland 41, Ausland 4) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 36.136 ist im Wesentlichen auf die Veräußerung des Geschäftsbereichs Mobile Drives der Lenze Swiss AG zurückzuführen. Die im Rahmen des Verkaufs entstandenen Aufwendungen wurden in den korrespondierenden Aufwandskategorien erfasst.

Die innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesenen periodenfremden Erträge betrugen insgesamt T€ 967 (Vorjahr: T€ 4.365). Die periodenfremden Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf T€ 743 (Vorjahr: T€ 496).

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von T€ 11.842 (Vorjahr: T€ 13.754) sowie Erträge in Höhe von T€ 13.867 (Vorjahr: T€ 9.367).

Finanzergebnis

Zinsaufwendungen resultierend aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und dem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 453 sind zusammen in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen auf Konsolidierungsvorgänge ausgewiesen:

Tatsächliche Steueraufwendungen Werte
in T€
2021/22 2020/21
Inland 7.188 4.343
Ausland 13.522 6.838
Zusammen 20.710 11.180
Latente Steuern Werte
in T€
2021/22 2020/21
Inland 102 -46
Ausland 0 0
Zusammen 102 -46
Gesamt 20.812 11.135

Der Ertragsteueraufwand beinhaltet den inländischen Körperschaftsteueraufwand, die inländische Gewerbeertragsteuer und ausländische Körperschaftsteuer oder vergleichbare Steuern. Im Berichtsjahr ist ein periodenfremder Steueraufwand von T€ 35 (Vorjahr: T€ 88) zu verzeichnen.

Die Ertragsteuerzahlungen betrugen T€ 13.626 (Vorjahr: T€ 6.171).

Aus den unterschiedlichen Bilanzansätzen in den Handels- und Steuerbilanzen der einbezogenen Unternehmen resultieren aktive latente Steuern gemäß den Bilanzierungsvorschriften des § 274 HGB (i.W. bei Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und Vorräten). Als maßgebliche Steuersätze wurden die für die einbezogenen Konzern-Unternehmen anzuwendenden Steuersätze für Gewerbe- und Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) in einer Bandbreite von 9 % bis 33 % angewendet. Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert.

4. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Werte
in T€
30.04.2022 30.04.2021
Haftungsverhältnisse    
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 8.548 598
Sonstige Haftungsverhältnisse 142 177
Zusammen 8.690 775
Werte
in T€
30.04.2022 30.04.2021
Sonstige finanzielle Verpflichtungen    
Vertragliche Verpflichtungen    
für den Erwerb von Sachanlagen 778 1.385
Künftige Zahlungen aus Operating-    
Leasing und Mieten 27.177 29.482
Zusammen 27.955 30.867

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der im Anhang ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und sonstigen Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns zurzeit nicht vor.

Die Operating-Leasing- und Mietverträge betreffen überwiegend Gebäude.

Die zukünftigen Operating-Leasing-Zahlungen weisen die nachfolgende Struktur auf:

Zusammen 9.037 18.018 2.427 29.482
Werte
in T€
Restlaufzeiten 30.04.2022
Zukünftige Mindestleasingzahlungen bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
  8.096 16.316 2.766 27.177
Zusammen 8.096 16.316 2.766 27.177

Honorar des Abschlussprüfers

Die als Aufwand erfassten Abschlussprüferhonorare des Konzernabschlussprüfers in Deutschland betrugen Mio. € 0,3, davon Mio. € 0,2 für Abschlussprüfungen und Mio. € 0,1 für Steuerberatungsleistungen.

Angaben zum Vorstand und zum Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstandes:

Christian Wendler, Hameln (Vorsitzender)

Frank Andreas Maier, Bad Pyrmont

Dr. Achim Degner, Überlingen

Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird nach § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrates

Anteilseignervertreter:

Dr. Michael Paul, Passau, Unternehmensberater (Vorsitzender)

Max Finger, Berlin, Unternehmer (stellvertretender Vorsitzender)

Nikolaus Belling, Hamburg, Finanzportfolioverwalter

Ingo Kramer, Bremerhaven, Unternehmer

Arbeitnehmervertreter:

Dirk Brockmann, Hameln, Mess- und Regeltechniker

Heinz Graf, Extertal, Werkzeugmacher

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2021/22 betrugen T€ 83.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden in Höhe von T€ 649 Pensionen an ehemalige Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder im Ruhestand der Lenze SE und deren Hinterbliebene gezahlt. Ferner bestehen gegenüber dieser Personengruppe zum Abschlussstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 9.543.

Befreiungswahlrechte nach § 264 Abs. 3 HGB

Von den Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB werden die nachfolgend aufgeführten inländischen voll konsolidierten Tochtergesellschaften Gebrauch machen, d.h. sie werden auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse zum 30. April 2022 verzichten. Das betrifft auch die Erstellung des HGB-Anhangs und des Lageberichtes:

Lenze Operations GmbH, Aerzen

Lenze Vertrieb GmbH, Aerzen

Lenze Sales Europe GmbH, Aerzen

Lenze Service GmbH, Aerzen

Die Lenze SE, Aerzen, stellt als Mutterunternehmen für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, der im Bundesanzeiger bekannt gemacht wird.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Lenze fokussiert sich auf seine Kernmärkte und richtet sein Handeln daran aus, international weiter zu wachsen. In diesem Zuge strafft Lenze seine europäischen Montagekapazitäten. Bis Mitte des Jahres 2022 sollen die Vertragsverhandlungen über einen Management-Buy-Out der Lenze Drive Systems France SARL, (Ruitz/Frankreich) abgeschlossen sein.

 

Aerzen, den 30. Juni 2022

Der Vorstand

Christian Wendler

Frank Maier

Dr. Achim Degner

Anlagenspiegel

Buchwerte Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand 30.04.2021
T€
Stand 30.04.2022
T€
Stand 30.04.2021
T€
Konsol. Kreis -änderungen
T€
Zugänge
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.205 4.442 21.810 -1 229
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.204 788 42.263 0 0
Gesamt 7.409 5.230 64.073 -1 229
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Gebäude 44.722 68.955 112.068 0 3.361
2. technische Anlagen und Maschinen 28.223 31.124 97.479 0 9.671
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.635 30.303 109.238 -197 10.612
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.607 11.620 25.606 0 21.466
Gesamt 124.186 142.002 344.391 -197 45.111
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8 0 3.474 505 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.082 966 1.082 0  
3. Beteiligungen 1.376 1.467 1.376 0 100
4. sonstige Ausleihungen 3.314 3.356 3.314 0 67
Gesamt 5.780 5.789 9.246 505 167
Anlagevermögen gesamt 137.375 153.021 417.709 307 45.507
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Währungsdifferenzen
T€
Stand 30.04.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -3 -495 135 21.675
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 132 42.395
Gesamt -3 -495 268 64.070
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Gebäude 21.201 -838 4.448 140.240
2. technische Anlagen und Maschinen 734 -11.584 2.814 99.115
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.243 -5.792 2.035 119.141
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -25.176 -10.397 120 11.619
Gesamt 3 -28.611 9.418 370.115
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 -8 0 3.971
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 -117 0 1.082
3. Beteiligungen 0 -9 0 1.467
4. sonstige Ausleihungen 0 -25 0 3.356
6. sonstige Ausleihungen 0 0 0 2.594
7. Rückdeckungsansprüche 0 -25 0 720
Gesamt 0 -159 0 9.876
Anlagevermögen gesamt 0 -29.265 9.686 444.061
Kumulierte Abschreibungen
Stand 30.04.2021
T€
Konsol. kreisänderungen
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und 15.604      
Werten   -1 1.994 0
  41.059      
2. Geschäfts- oder Firmenwert 56.664 0 380 0
Gesamt   -1 2.374 0
II. Sachanlagen 67.346      
1. Grundstücke und Gebäude 69.256 0 2.728 0
2. technische Anlagen und Maschinen 83.604 0 6.846 0
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1 -168 9.234 0
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 220.205 0 0 0
Gesamt   -168 18.809 0
III. Finanzanlagen 3.466      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 505 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0
4. sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
6. sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
7. Rückdeckungsansprüche 3.466 0 0 0
Gesamt   0 505 0
  280.335      
Anlagevermögen gesamt   -169 21.688 0
Kumulierte Abschreibungen
Abgänge
T€
Währungsdifferenzen
T€
Stand 30.04.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -495 131 17.233
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 168 41.607
Gesamt -495 298 58.840
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Gebäude -834 2.044 71.285
2. technische Anlagen und Maschinen -10.423 2.311 67.991
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -5.383 1.550 88.838
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 -1
Gesamt -16.640 5.906 228.112
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 3.971
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0
4. sonstige Ausleihungen 0 0 0
6. sonstige Ausleihungen 0 0 0
7. Rückdeckungsansprüche 0 0 0
Gesamt 0 0 3.971
Anlagevermögen gesamt -17.134 6.204 290.923

Lagebericht

Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell

Lenze ist ein führender Automatisierungsexperte für den Maschinenbau. Mit der Lösungskompetenz aus 75 Jahren Erfahrung ist Lenze ein starker Partner an der Seite seiner Kunden. Das Portfolio umfasst hochwertige mechatronische Produkte und Pakete, leistungsfähige Systeme aus Hard- und Software für die Maschinenautomatisierung sowie Services für die Digitalisierung in Bereichen wie dem Big-Data-Management, Cloud- oder Mobile-Lösungen sowie Software im Kontext des Internet of Things (IoT).

Damit bedient Lenze die zentralen Zukunftsthemen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Die intelligenten Automatisierungslösungen sind perfekt für Maschinenbauer, die hochflexible, vernetzte, energieeffiziente und kundenindividuelle Maschinen inklusive digitaler Services schnell auf den Markt bringen müssen.

Im Rahmen der Wachstumsstrategie wird Lenze in den Bereichen von Industrie 4.0 in den nächsten Jahren weiter verstärkt investieren - mit dem Ziel, Umsatz und Profitabilität weiter zu steigern. Der Heimatmarkt der Lenze-Gruppe ist traditionell Europa. Hier werden etwa drei Viertel des Konzernumsatzes erwirtschaftet. Nordamerika und Asien sind wichtige Wachstumsregionen. Die mit Antriebs- und Automatisierungstechnik von Lenze ausgestatteten Maschinen und Anlagen kommen weltweit zum Einsatz.

1.2. Strategie und Ziele

Unsere strategische Grundausrichtung zielt auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und damit auf profitables Wachstum sowie auf die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs ab. Damit erhalten wir die Unabhängigkeit des Familienunternehmens Lenze. Treiber sind die partnerschaftlichen Beziehungen zu unseren Kunden auf der ganzen Welt sowie unsere Innovationskraft. Wir profitieren insbesondere davon, dass Maschinen- und Anlagenbetreiber durch den steigenden Automatisierungsgrad von Maschinen kompetente Partner mit einem umfassenden und ganzheitlichen Produkt- und Dienstleistungsportfolio suchen.

Unsere stabilitätsorientierte Finanz- und Bilanzpolitik sichert die Zukunftsfähigkeit der Lenze-Gruppe. So streben wir eine starke Eigenfinanzierungskraft mittels freier Cashflows und eine hohe Eigenkapitalausstattung im Konzern an, die uns auch im Hinblick auf konjunkturelle Einbrüche unternehmerischen Handlungsspielraum gibt.

Unsere Strategie ist produktseitig auf die Segmente Mechatronics, Systems sowie digitale Services ausgerichtet. Mit der Fokussierung auf diese Elemente setzen wir den bereits vor Jahren eingeschlagenen Weg zu einer klaren Ausrichtung des Unternehmens fort. Globale Trends, wie beispielsweise die Digitalisierung und die effizientere Nutzung von Energie sind in unseren strategischen Planungen berücksichtigt.

Marktseitig konzentrieren wir uns auf die Kundensegmente Industrial Equipment, Material Handling & Logistics, Consumer Goods, Converting & Printing, Material Processing und Textile. Diese Fokusindustrien wurden nach klaren strategischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählt.

Einerseits sind es besonders wachstumsstarke Bereiche, andererseits können wir dort unsere langjährige Expertise im Bereich effizienter und automatisierter Produktionsprozesse ideal einbringen.

Für die Umsetzung unserer Strategie und der damit verbundenen weltweiten Wachstumsziele haben wir Kerninitiativen in vier zentralen Bereichen definiert: Vermarktung, Portfolio & Innovation, Wertschöpfung und Organisation. Diese Initiativen werden auf Basis detailliert vorgegebener Roadmaps systematisch bearbeitet, überwacht und gesteuert.

Die fortschreitende Digitalisierung ist eine große Chance für unser Unternehmen und in unserer Strategie fest verankert. Die Digitalisierung hat erheblichen Einfluss auf alle Facetten unseres Geschäfts und ist ein wesentlicher externer Einflussfaktor auf den Markt für Fabrikautomation. Die Zukunft der Produktion gehört der Smart Factory und der intelligenten Vernetzung von Mensch, Maschine und industriellen Prozessen durch modernste Informations- und Kommunikationstechnologien. Den damit verbundenen digitalen Wandel auf allen Ebenen wertschöpfend zu nutzen und zu begleiten ist eines unserer Hauptziele.

Digitalisierung adressiert auf horizontaler Ebene alle Elemente unseres Geschäfts und ist zudem ein eigenes Geschäftsmodell von Lenze. Wir sehen unsere langjährige Erfahrung im Bereich der Softwareentwicklung in Kombination mit dem Wissen über die spezifischen Anforderungen von Kunden und Märkten als klares Differenzierungskriterium zum Wettbewerb.

1.3. Rechtliche und organisatorische Struktur

1947 als Stahlkontor Weser GmbH von Hans Lenze in Hameln gegründet, ist die Lenze-Gruppe heute mit eigenen Vertriebsgesellschaften, Entwicklungsstandorten und Produktionswerken sowie einem Netz von Servicepartnern in über 60 Ländern vertreten. Zur Unternehmensgruppe gehören 37 Gesellschaften, die über eine Holding, die Lenze SE mit Hauptsitz im niedersächsischen Aerzen bei Hameln, gesteuert werden. Die Lenze SE ist eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft europäischen Rechts in Familienbesitz. Sie wird von einem Vorstand geführt, der aus drei Mitgliedern besteht. Ein mit sechs Mitgliedern besetzter Aufsichtsrat bildet das Kontrollgremium.

Zum Konsolidierungskreis des Lenze-Konzerns gehören die Obergesellschaft Lenze SE sowie sämtliche wesentliche Konzerngesellschaften, bei denen die Lenze SE über bestimmenden Geschäftseinfluss verfügt. Der Aufbau der Konzernorganisation deckt die breit diversifizierte Struktur der Kunden und Märkte ideal ab. Um auch räumlich nah bei unseren Kunden zu sein, sind unsere Kompetenz- und Produktionszentren in allen für den Maschinenbau wesentlichen Weltregionen angesiedelt.

1.4. Unternehmenssteuerung

Ziel des Lenze-Managements ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Die Geschäftsleitungen der einzelnen Konzerngesellschaften tragen die direkte Verantwortung für profitables Unternehmenswachstum. Die Lenze SE ist vor allem für die strategische Ausrichtung und Entwicklung des Konzerns, die Produktentwicklung sowie das Produktmanagement, die Unternehmensfinanzierung, das Risikomanagement und die grundsätzlichen Entscheidungen über die Markenentwicklung verantwortlich.

Die Unternehmenssteuerung orientiert sich insbesondere an folgenden Leistungsindikatoren: der Entwicklung der Umsatzerlöse und der operativen Ertragskraft (EBIT), aber auch am ROCE (Return on Capital Employed, definiert als Quotient aus dem EBIT und dem im Unternehmen beanspruchten betriebsnotwendigen Kapital). Maßgebliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung mit einem Planungszeitraum von drei Jahren sowie die operative Planung des nachfolgenden Geschäftsjahres. Dabei werden die wichtigsten Planungsprämissen und Kennzahlen nach zentraler Vorgabe durch die operativen Einheiten geplant. Abweichungen zum geplanten Geschäftsverlauf werden auf Monatsbasis regelmäßig analysiert, bewertet und, wo notwendig, durch das Management in Gegensteuerungsmaßnahmen übersetzt. Die Geschäftsentwicklung der operativen Einheiten wird kontinuierlich verfolgt und regelmäßig in Business Reviews überprüft.

1.5. Forschung und Entwicklung

Innovation genießt bei Lenze höchste Priorität. Auch im Geschäftsjahr 2021/22 wurde auf hohem Niveau in die Weiterentwicklung des mechatronischen Antriebsbaukastens (mit der Zielrichtung "Energie-Effizienz" und "funktionale Sicherheit") ebenso wie in neue Automations-Systemlösungen (Zielrichtung "Industrie 4.0" und "Digitalisierung") investiert.

Der Schutz der Lenze Innovationen durch gezielte Schutzrechte ist elementarer Bestandteil des Lenze Entwicklungsprozesses. Auch im Berichtsjahr 2021/22 konnte die erfolgreiche Arbeit mit zahlreichen Erfindungs- und Patentanmeldungen fortgesetzt werden.

Im Berichtsjahr hat sich Lenze zudem in Projekten mit ausgewählten Hochschulen und Forschungseinrichtungen engagiert. Ein Schwerpunkt ist dabei der Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz für Fehlererkennung und Maschinelles Lernen, als Beispiel sei das Projekt "ML4pro 2" im Technologie-Netzwerk It's owl (Intelligente Technische Systeme OstwestfalenLippe,) genannt. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Untersuchung des Einsatzes von SiC- (Siliziumcarbid) Leistungshalbleitern in den Projekten "UmSiCht" (Förderung durch das BMBF) und Ide3AL (Förderung durch das BMWK), dessen konkretes Ergebnis auf der Hannovermesse 2022 vorgestellt wurde.

1.6. Wertschöpfung

In unserem Produktions- und Logistikverbund stellen wir Lenze-Produkte in insgesamt neun Produktions- und Logistikstätten weltweit her. Als global agierendes Technologieunternehmen ist Lenze dabei in allen Stufen der Wertschöpfungskette international aufgestellt.

2. Frauenquote

Lenze SE:

Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands.Es ist bis zum 30.06.2025 jeweils eine Zielgröße von 0 % festgelegt. Festgelegten Zielgrößen wurde jeweils entsprochen.

Lenze Operations GmbH:

Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands

Es ist bis zum 30.06.2025 jeweils eine Zielgröße von 0 % festgelegt. Festgelegten Zielgrößen wurde jeweils entsprochen.

3. Wirtschaftsbericht

3.1. Weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach dem Corona-Einbruch in der ersten Jahreshälfte 2020 erholte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 weiter. Die Entwicklung innerhalb des Jahres war jedoch zweigeteilt. In der ersten Jahreshälfte gab es einen überraschend schnellen Erholungsprozess, wobei in zahlreichen Ländern die Wachstumsraten durch Basiseffekte überzeichnet wurden. In der zweiten Hälfte des Jahres gestaltete sich die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend zäher. Pandemiebedingte Rückschläge sowie angebotsseitige Engpässe führten zu Verzögerungen im Aufholprozess. Die Covid-Pandemie beeinflusste die wirtschaftliche Aktivität noch spürbar, jedoch verliefen die Infektionswellen uneinheitlicher und auch die ergriffen Maßnahmepakete unterschieden sich. Einige Länder tolerierten hohe Infektionszahlen ohne Eindämmungsmaßnahmen, China hingegen verfolgte eine strikte Null-Covid-Politik.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2021 auf preisbereinigt 6,1% nach dem tiefen Einbruch um 3,1% im Jahr zuvor. Nach mehreren Jahren mit niedrigen Inflationsraten kam es im abgelaufenen Jahr zu ungewöhnlich hohen Preissteigerungen. Jenseits von Basiseffekten kam es im zweiten Halbjahr zu hohen Anstiegen, da die Preise für fossile Rohstoffe die Energiekosten und anhaltend hartnäckige Lieferengpässe die Transportkosten sowie die Preise verschiedener Verbrauchs- und Industriegüter trieben.

In den entwickelten Volkswirtschaften verlief der Erholungsprozess weniger reibungslos als erwartet. Die verschärften Belastungen für die globalen Produktionsnetze betrafen diese besonders und hier vor allem das verarbeitende Gewerbe. In mehreren Ländern konnten dadurch die zunächst prognostizierten Wachstumszahlen nicht erreicht werden. In den USA machten sich zum Jahresende die nachlassenden fiskalpolitischen Impulse bemerkbar. Japan zeigte unter den G7-Staaten die schwächste gesamtwirtschaftliche Erholung.

Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent

Land/Region 2021 2020 2019
Welt 6,1 -3,1 2,8
Entwickelte Volkswirtschaften 5,2 -4,5 1,7
…Euro-Zone 5,3 -6,4 1,5
……Deutschland 2,8 -4,6 1,1
……Frankreich 7,0 -8,0 1,8
……Italien 6,6 -8,9 0,3
……Spanien 5,1 -10,8 2,1
…Vereinigtes Königreich 7,4 -9,4 1,4
…USA 5,7 -3,4 2,3
…Japan 1,6 -4,5 0,0
Aufstr. Märkte und Entwicklungsländer 6,8 -2,0 3,7
ASEAN * 3,4 -3,4 4,9
…Brasilien 4,6 -3,9 1,4
…China 8,1 2,3 6,0
…Indien ** 8,9 -7,3 4,0
…Russland 4,7 -2,7 2,0

*) Indonesien, Malaysia, Phillippinen, Thailand, Vietnam

**) Fiskaljahr vom 01.04. bis 31.03.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update April 2022; für 2020: IMF January 2022; für 2019: IMF October 2021 Database

In den Schwellen- und Entwicklungsländern war der Erholungsprozess sehr differenziert. Chinas Wirtschaft wuchs im Gesamtjahr 2021 um 8,1%, mit einer deutlich nachlassenden Dynamik zum Jahresende. Im vierten Quartal 2021 stieg das BIP nur um 4%, dem geringsten Quartalswachstum seit anderthalb Jahren. Die Turbulenzen auf dem chinesischen Wohnimmobilienmarkt, Versorgungsengpässe im Energiesektor und die Null-Covid-Toleranz bremsten die Konjunktur. Letztgenanntes störte überdies den globalen Warenfluss erheblich. In den ASEAN-Ländern kam es durch die Ausbreitung der Delta-Variante im Spätsommer zu deutlichen Einschränkungen im Wirtschaftsleben, sodass im dritten Quartal in Malaysia sowie Thailand die Wirtschaft schrumpfte.

Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2021 mit geschätzt 10,3% zwar kräftig, gleichwohl aufgrund der vielfältigen Logistikprobleme nicht so stark wie im Erholungsjahr 2010 nach der Finanzkrise. Damals beschleunigte sich der weltweite Warenaustausch binnen Jahresfrist um 13,8%. Die globale industrielle Produktion erhöhte sich im Jahr 2021 um geschätzt 7,9%.

Die angebotsseitigen Störungen haben in der EU mehrere Schlüsselindustrien, darunter die Automobil- sowie die Maschinenindustrie, betroffen, und haben in Ländern mit einer gewichtigen industriellen Basis das Wachstumstempo gedrückt. In den 27 Ländern der Europäischen Union stieg das Bruttoinlandsprodukt laut IWF um geschätzt 5,3%. Die großen Mitgliedstaaten Italien und Frankreich erholten sich deutlich vom pandemiebedingten Einbruch. Sie mussten allerdings im Vorjahr hohe Einbrüche verkraften, weshalb der Basiseffekt bei den Zuwachsraten eine Rolle spielt. In Spanien, das 2020 den stärksten BIP-Einbruch aller EU-Länder verkraften musste, fiel die Trendwende weniger schwungvoll aus, da der Tourismus-Sektor noch deutlich vom Vor-Pandemie-Niveau entfernt ist. In der Gruppe der mittel- und osteuropäischen Mitgliedsländer war die Wirtschaftsentwicklung in Polen, Rumänien, Ungarn und Kroatien besonders dynamisch. Mit einem Plus von 2,8% ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich langsamer gewachsen als die der meisten anderen Staaten der Eurozone. Zu beachten ist, dass in Deutschland das BIP im Jahr 2020 weniger stark zurückgegangen war als in den anderen großen Euro-Ländern. Die Investitionen sind in der EU-27 voraussichtlich um 5,5% gestiegen. Dabei entwickelten sich die Ausrüstungsinvestitionen mit 10% Plus besonders dynamisch, allerdings waren sie im Vorjahr auch stärker als die Bauinvestitionen eingebrochen. Die EU-Maschinenproduktion expandierte im Zeitraum Januar bis November 2021 vorläufigen Zahlen zufolge preis- und kalenderbereinigt um 12,4%, nach 12,5% Rückgang im Vorjahr. Deutlich besser als im Durchschnitt war die Entwicklung in den Niederlanden (plus 39%). Auch in Polen (plus 18%), Spanien (plus 17%), Italien (plus 16%) sowie Österreich (plus 15%) legte die Maschinenproduktion dynamisch zu. Unterdurchschnittlich war das Wachstum in Finnland sowie Deutschland (jeweils plus 7%).

(Die Angaben beziehen sich auf den Maschinenbau in der Abgrenzung der NACE rev.2 Kapitel 28. Außerdem ist zu beachten, dass diese Angaben in den nächsten Monaten noch mehrfach revidiert werden und deshalb vorläufig sind.)

Quelle: Eurostat, EU Commission: European Economist Forecast Sommer 2022; BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook April 2022; CPB World Trade Monitior, May 2022; Weitere detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, November 2021

3.2. Internationaler Maschinen- und Anlagenbau

Schon in der zweiten Jahreshälfte 2020 reaktivierten die Industrieunternehmen zügig ihre Investitionspläne. Unterstützt durch eine stark expansive Geldpolitik trugen die Konsumentennachfrage sowie staatliche Investitionen zum Aufschwung der Investitionsgüternachrage bei. An den wichtigen Produktionsstandorten des Maschinenbaus erholte sich die Industrie dadurch zunächst schneller als in früheren Krisen von den pandemiebedingten Tiefpunkten. Meist zweistellige Zuwachsraten, zum Teil sogar jenseits der 20%, prägten im ersten Halbjahr 2021, begünstigt durch die niedrigen Basiswerte im Vorjahreszeitraum, die Produktionsergebnisse in den meisten Ländern. Gleiches gilt für die Umsätze. Fehlende Rohstoffe und Vorprodukte sowie Engpässe bei den Transportkapazitäten behinderten jedoch zunehmend die Produktionsprozesse. Der Welt-Maschinenumsatz stieg im Jahr 2021 laut Schätzung von Oxford Economics preisbereinigt voraussichtlich um 13%. Deutlich über dem Durchschnittwert war der Jahresabschluss des Branchenumsatzes für Italien (19%), Japan sowie Österreich (jeweils 17%). Die geringste Umsatzsteigerung unter den TOP-10-Maschinenbauländern verbuchten Deutschland (plus 7%) sowie die Vereinigten Staaten (plus 9%).

Quelle: VDMA Prognosespiegel international, März 2022; Weitere detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, November 2021

3.3. Plan-Ist-Vergleich

Für das Geschäftsjahr 2021/2022 hatten wir im Nachgang zu der Hochphase der Corona-Pandemie eine spürbare Erholung der Auftragslage und ein entsprechendes Umsatzwachstum geplant. Dank einer beschleunigten Markterholung fiel die Geschäftsbelebung deutlich stärker aus als erwartet, so dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um ca. 21% auf 833 Mio. € zunahm.

Das erzielte EBIT von 91,8 Mio. € lag deutlich über der Planung, die EBIT Rendite belief sich auf 11,0% (Vorjahr: 6,8%). Das EBIT wurde positiv durch die Veräußerung des Geschäftsbereichs Mobile Drives der Lenze Swiss AG beeinflußt.

3.4. Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage

In einem insgesamt sehr schwierigen Marktumfeld haben wir unsere Marktposition entsprechend der Unternehmensstrategie stabilisiert.

Die Rentabilität wurde durch Kapazitätsflexibilisierungen und massive Kostenzurückhaltung gestützt. Der relative Materialeinsatz lag leicht oberhalb der Planung in Folge der Verknappungen an den Beschaffungsmärkten und den gestiegenen Logistikkosten.

Die Bilanzstruktur ist unverändert solide. Mit einer verbesserten Eigenkapitalquote von 63,1% (Vorjahr: 61,6%) sind wir weiterhin gut aufgestellt, um selbst in einem schwierigeren Umfeld unsere Unabhängigkeit als Familienunternehmen zu sichern und jederzeit unternehmerisch handlungsfähig zu sein.

Die Rendite des eingesetzten Kapitals (ROCE) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 31,5% (Vorjahr: 21,6%), positiv beeinflusst durch die Veräußerung des Geschäftsbereichs Mobile Drives der Lenze Swiss AG.

Der Vorstand sieht in der aktuellen Finanz- und Vermögenslage der Lenze-Gruppe eine solide Ausgangsposition für die zukünftige Entwicklung des Konzerns sowie für die weitere konsequente Umsetzung unserer Unternehmensstrategie.

3.5. Ertragslage

Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2021/2022 stellt sich wie folgt dar:

Umsatzkostenverfahren (interne Steuerungsgröße) 2021/2022 2020/2021 Veränderung
in Mio. € in % in Mio. € in % in Mio. € in %
Umsatzerlöse 832,6 100 690,7 100 141,9 21
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -497,0 -60 -407,0 -59 -90 22
Bruttoergebnis vom Umsatz 335,6 40 283,7 41 51,9 18
Vertriebskosten -145,4 -17 -128,2 -19 -17,2 13
Allgemeine Verwaltungskosten -78,1 -9 -62,7 -9 -15,4 25
Sonstige betriebliche Erträge 59,2 7 22,8 3 36,4 160
Sonstige betriebliche Aufwendungen -79,5 -10 -68,5 -10 -11 16
EBIT 91,8 11 47,1 7 44,7 95
Finanzergebnis -0,7 0 -0,5 0 -0,2 40
Steuern vom Einkommen und Ertrag -20,8 -2 -11,1 -2 -9,7 87
Jahresüberschuss 70,3 8 35,5 5 34,8 98

3.5.1. Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde ein Konzernumsatz in Höhe von 832,6 Mio. € (Vorjahr: 690,7 Mio. €) erzielt. Der größte Anteil mit ca. 71% wurde davon in der Region Europa erwirtschaftet. Die verbleibenden Anteile verteilen sich im Wesentlichen auf die Region Asien ca. 19% und die Region Amerika ca. 9%.

Um Währungseffekte bereinigt ist ein Umsatzanstieg von 19,9% zu verzeichnen.

in Mio. € 2021/2022 2020/2021 Veränderung Veränderung (FX-bereinigt)
Europa 593,4 512,4 15,8% 16,7%
Amerika 77,9 69,3 12,4% 10,1%
Asien 159,5 107,3 48,6% 41,7%
Übrige Regionen 1,8 1,7 5,9% 4,6%
Gesamt 832,6 690,7 20,5% 19,9%

3.5.2. Aufwandsentwicklung

Die Herstellungskostenquote, also das Verhältnis zwischen Herstellungskosten und Umsatz, beträgt im Berichtsjahr 59,7% und liegt damit leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 58,9%).

Die Gründe hierfür liegen zum einen in stärkeren Belastungen aufgrund einer zunehmenden Verknappung an den Beschaffungsmärkten sowie in der sehr dynamischen Preisentwicklung für Rohmaterialien und Energie, zum anderen in den einhergehenden logistischen Herausforderungen und höheren Beschaffungs- und Logistikkosten. Diesen Belastungen standen marktseitige Preiserhöhungen und die Effekte eines eingeführten Materialteuerungszuschlags entlastend gegenüber.

Die Kosten der weiteren Funktionsbereiche nahmen in Summe um 3% auf 244 Mio. € zu (Vorjahr: 237 Mio. €). Dem gegenüber sind die sonstigen betrieblichen Erträge positiv beeinflusst worden durch die Veräußerung des Geschäftsbereichs Mobile Drives der Lenze Swiss AG.

3.5.3. Operatives Ergebnis (EBIT)

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbessert sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 91,8 Mio. € (Vorjahr: 47,1 Mio. €). Hieraus ergibt sich eine EBIT-Rendite in Höhe von 11,0 % (Vorjahr: 6,8 %).

3.5.4. Konzernergebnis nach Steuern

Das Finanzergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um - 0,2 Mio. € auf -0,7 Mio. € verändert (Vorjahr: -0,5 Mio. €).

Der Steueraufwand im Geschäftsjahr 2021/2022 beträgt 20,8 Mio. € (Vorjahr: 11,1 Mio. €). Hieraus ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine geringere Steuerquote in Höhe von 22,9% (Vorjahr: 23,9%).

Das Konzernergebnis vor Abzug von Fremdanteilen konnte nach 35,5 Mio. € im Vorjahr auf 70,3 Mio. € im Berichtsjahr verbessert werden. Das Konzernergebnis wurde positiv beeinflusst durch die Veräußerung des Geschäftsbereichs Mobile Drives der Lenze Swiss AG.

3.6. Finanzlage

Ziel unseres Finanzmanagements ist die jederzeitige Verfügbarkeit ausreichender Liquidität für die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes und der weiteren Unternehmensentwicklung. Hierbei sind der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie die vorhandenen Bankkreditlinien wichtige Finanzierungsquellen. Die nicht ausgenutzten Kreditlinien beliefen sich Ende des Berichtsjahres auf 26,3 Mio. € (Vorjahr 32,2 Mio. €).

2021/2022 2020/2021 Veränderung
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in %
Brutto-Cashflow 104,9 63,2 41,7 66,0
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -65,3 8,6 -73,9 -859,3
Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit 39,6 71,8 -32,2 -44,8
Nettoinvestitionen -38,5 -24,9 -13,6 54,6
Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit -38,5 -24,9 -13,6 54,6
Free Cash Flow 1,1 46,9 -45,8 -97,7
Mittelabfluss  aus Finanzierungstätigkeit -18,3 -18,3 0,0 0,0
Veränderung der flüssigen Mittel        
(inkl. Wechselkursänderungen) -16,7 27,7 -44,4 -160,3
Flüssige Mittel am 1. Mai 129,6 101,9 27,7 27,2
Flüssige Mittel am 30. April 112,9 129,6 -16,7 -12,9

3.6.1. Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit

Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat die Lenze-Gruppe einen Brutto-Cashflow von 104,9 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr: 63,2 Mio. €) und verzeichnet einen Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit von 39,6 Mio. € (Vorjahr: 71,8 Mio. €). Darin wirkte sich der Aufbau des Nettoumlaufvermögens in Höhe von -65,3 Mio. € (Vorjahr: 8,6 Mio. €) mindernd auf den operativen Cashflow aus. Die spürbare Belebung der Geschäftslage einerseits sowie die fortwährend angespannte Situation auf den Beschaffungsmärkten andererseits führten bis zum Geschäftsjahresende zu einem deutlichen Vorratsaufbau.

3.6.2. Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit

Im Geschäftsjahr 2021/2022 erhöhten sich die Nettoinvestitionen im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Mio. € auf 38,5 Mio. € (Vorjahr: 24,9 Mio. €). Die Schwerpunkte lagen dabei unverändert zum einen im Vorantreiben des Projektes Mechatronic Competence Campus (MCC) an unserem Standort im Extertal und zum anderen in der internationalen Weiterentwicklung unserer Fertigungsstandorte.

3.6.3. Free-Cashflow

Der Free-Cashflow der Lenze-Gruppe, definiert als Differenz aus Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit und Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit, hat sich in Folge der vorgannenten Aspekte im Berichtsjahr 2021/2022 um -45,8 Mio. € auf 1,1 Mio. € verringert (Vorjahr: 46,9 Mio. €).

3.6.4. Mittelabfluss/ -zufluss aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert bei -18,3 Mio. €.

Die Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 4,3 Mio. € (Vorjahr: 6,2 Mio. €) sowie die Ausschüttungen an Gesellschafter führten per Saldo zu einem Mittelabfluss auf Vorjahresniveau.

In Summe wurden die flüssigen Mittel (inkl. Wechselkursänderungen) im Geschäftsjahr 2021/2022 um 16,7 Mio. € reduziert.

3.7. Vermögenslage

Die Konzernbilanz weist zum Stichtag 30. April 2022 eine Bilanzsumme in Höhe von 570,9 Mio. € (Vorjahr: 485,1 Mio. €) aus.

Aktiva

30.04.2022 30.04.2021 Veränderung
in Mio. € in % in Mio. € in % in Mio. € in %
Anlagevermögen 153,0 27 137,4 28 15,6 11
Umlaufvermögen 414,2 73 343,7 71 70,5 21
Vorräte / erhaltene Anzahlungen 141,6 25 94,8 20 46,7 49
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 159,8 28 119,3 25 40,4 34
Flüssige Mittel 112,9 20 129,6 27 -16,7 -13
Rechnungsabgrenzungsposten 2,6 0 2,9 1 -0,3 0
Aktive Latente Steuern 1,0 0 1,1 0 -0,1 0
Bilanzsumme 570,9 100 485,1 100 85,7 18

Passiva

           
Eigenkapital 360,0 63 298,6 62 61,4 21
Rückstellungen 117,1 21 103,7 21 13,4 13
Verbindlichkeiten 92,2 16 81,8 17 10,4 13
Rechnungsabgrenzungsposten 1,5 0 1,0 0 0,6 58
Bilanzsumme 570,9 100 485,1 100 85,7 18

3.7.1. Eigenkapital

Zum Bilanzstichtag weist die Lenze-Gruppe ein Eigenkapital in Höhe von 360 Mio. € aus (Vorjahr: 299 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr verbessert sich die Eigenkapitalquote um 1,5% auf 63,1% (Vorjahr: 61,6%) und die Eigenkapitalrendite auf 25,5% (Vorjahr: 15,8%). Im Berichtsjahr ist das langfristig gebundene Vermögen vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Darüber hinaus sind 68,7% der Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögenswerte durch Eigenkapital langfristig finanziert (Vorjahr: 75,3%).

Bild

3.7.2. Fremdkapital

Das langfristige Fremdkapital ist mit einer Veränderung in Höhe von 1,1 Mio. € auf 41,0 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 39,9 Mio. €). Die Summe aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital deckt zum Bilanzstichtag 70,3 % der Gesamt-Aktiva ab (Vorjahr: 69,8 %). Das kurzfristige Fremdkapital ist um 23,2 Mio. € auf 169,8 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 146,6 Mio. €).

3.7.3. Vermögen

Die Aktivseite der Bilanz ist unverändert durch das kurzfristige Vermögen geprägt, dessen Anteil an der Bilanzsumme am Ende des Berichtsjahres 72,6 % beträgt (Vorjahr: 70,9 %) und damit absolut um 70,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Das langfristig gebundene Vermögen ist zum Bilanzstichtag um 15,5 Mio. € auf 154,7 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 139,2 Mio. €). Die Lenze-Gruppe verfügt zum Geschäftsjahresende über flüssige Mittel in Höhe von 112,9 Mio. € (Vorjahr: 129,6 Mio. €).

3.7.4. Nettofinanzvermögen

Durch Tilgung unserer Kreditverbindlichkeiten ist die Finanzverschuldung (kurz- und langfristig) auf 13,0 Mio. € (Vorjahr: 17,1 Mio. €) gesunken. Dem steht der Liquiditätsbestand in Höhe von 112,9 Mio. € (Vorjahr: 129,6 Mio. €) gegenüber. Im Saldo verfügt die Lenze-Gruppe damit über ein Nettofinanzvermögen in Höhe von 99,9 Mio. € (Vorjahr: 112,5 Mio. €).

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4. Risiko- und Chancenbericht

4.1. Risiko- und Chancenmanagementsystem

Die Lenze-Gruppe betreibt ein aktives Risiko- und Chancenmanagement, dessen Wirksamkeit mittels verschiedener Kontrollkaskaden sichergestellt wird. Die vorhandenen Risiken und Chancen kategorisiert Lenze in zwei Risikoarten. Risiken und Chancen, die die langfristige Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens betreffen, werden als strategisch klassifiziert. Risiken und Chancen, die die kurzfristige Leistungsfähigkeit des Unternehmens sowie die Erreichung der jährlichen Unternehmensziele beeinflussen, werden als operativ klassifiziert. Die Risiken werden im folgenden netto dargestellt.

4.2. Risiko- und Chancenlage

4.2.1. Strategische Risiken

Zyklische Konjunkturschwankungen und rückläufige Investitionen können sich negativ auf die Kundennachfrage und die Kapazitätsauslastung der Lenze-Gruppe auswirken. Zur Abfederung von entsprechenden Auslastungsschwankungen sind Vorkehrungen in der Flexibilisierung des Personaleinsatzes und der Materialbeschaffung getroffen. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungsfelder sowie der Corona-Pandemie ergeben sich deutlich steigende Herausforderungen im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung von Lieferketten.

Es ist nicht auszuschließen, dass hieraus auch erhöhte Anforderungen an die Flexibilisierung des Personaleinsatzes resultieren. Auch der Materialeinsatz muss maximal flexibilisiert werden, wobei die Lieferfähigkeit nicht eingeschränkt werden darf.

4.2.2. Operative Risiken

Beschaffung

Mangelnde Verfügbarkeit von Teilen und Komponenten oder Preisänderungen von Rohmaterialien und Energie führen insbesondere in der Elektronik zu spürbaren Beschaffungsrisiken. Mithilfe entsprechender Sourcing-Strategien wirkt die Einkaufsorganisation den steigenden Beschaffungskosten sowie den Verfügbarkeits- und Qualitätsrisiken entgegen. Es sind auch weiterhin Materialverknappungen und steigende Logistikkosten zu erwarten. Beidem ist durch geeignete Disposition und Bevorratungskonzepte entgegenzutreten. Hierfür betreibt die Lenze-Gruppe eine wirksame Risikominimierung durch eine noch stärkere Diversifikation der Lieferanten im Rahmen eines globalen Beschaffungswesens.

Produktion

Lenze sichert seinen Kunden nur dann verbindliche Lieferzeiten zu, sofern dies aufgrund der aktuellen Materialverfügbarkeit noch möglich ist. Potenzielle Produktionseinschränkungen oder Prozessfehler können zu wirtschaftlichen Belastungen führen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat Lenze kontinuierlich in seine Produktionsstätten und Kapazitäten investiert, um die Nachfrage der Kunden zu befriedigen und das Risiko von Lieferverzögerungen zu verringern. Hier ergeben sich hier zusätzliche Anforderungen.

Qualität

Aus der Vermarktung fehlerhafter Produkte können sich wirtschaftliche Belastungen ergeben. Zur Vermeidung derartiger Risiken hat die Lenze-Gruppe ein zertifiziertes Qualitäts-Managementsystem implementiert. Dazu gehören strenge Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie kontinuierliche Prozessverbesserungen, um Gewährleistungs- und Haftungsrisiken zu minimieren.

Export

Angesichts der unsicheren politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Russland und den damit verbundenen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ausgesprochenen Verschärfungen und Beschränkungen für die Ausfuhr von Dual-Use-Gütern nach Russland, haben wir im ersten Quartal 2022 den operativen Geschäftsbetrieb in unserer Landesgesellschaft (LRU) eingestellt.

Dem Exportmanagementsystem kommt weiterhin erhebliche Bedeutung zu. Verstöße gegen Exportregularien und / oder Transportsicherheitsanforderungen führen zu erheblichen Handelseinschränkungen und damit zu Umsatzverlust bzw. deutlich verzögerten Lieferungen bei höheren Kosten. Lenze investiert kontinuierlich in die Fortentwicklung des bestehenden Systems und in Schulung der Beschäftigten.

Vorratsverwertungsrisiken

Um unsere Lieferfähigkeit sicherzustellen und gleichzeitig Abwertungs- und Verschrottungsrisiken zu minimieren, ist das Monitoring der Bestände ein zentrales Element in unserer Risiko-Steuerung. Zu den Maßnahmen gehören die Definition von Zielgrößen für Lagerbestände und die Optimierung der Dispositionsprozesse. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden die Bruttobestände deutlich erhöht. Die Risikoposition blieb davon jedoch nahezu unberührt, da eine angemesse Umschlagshäufigkeit der Bestände gegeben war.

Finanzen

Das Forderungsrisiko wird durch einen definierten Kreditmanagementprozess gesteuert. Die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden werden genau überwacht und für ausgewählte Länder ist ein Kreditversicherungsprogramm implementiert. Die Währungsrisiken werden sowohl durch das "Natural Hedging" als auch durch Sicherungsgeschäfte gezielt begrenzt.

IT

Die Lenze-Gruppe ist von einer guten Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit ihrer IT-Systeme abhängig. Ausfälle oder Störungen der IT-Systeme haben eine zum Teil signifikante Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse zur Folge. Um den genannten Risiken entgegenzusteuern, wird die Lenze-Gruppe auch künftig gezielt in den Ausbau sowie in die Weiterentwicklung der IT-Systeme und Rechenzentren investieren. Dies auch, um den Schutz vor Cyber-Attacken, die bereits erfolgten, möglichst weitgehend sicherzustellen.

Compliance

Die Compliance-Risiken werden durch den Compliance-Officer überwacht. Die Einhaltung der geltenden Richtlinien wird über eine jährliche Entsprechungserklärung der Führungskräfte bestätigt.

4.2.3. Strategische Chancen

Die strategischen Chancen der Lenze-Gruppe basieren auf unserer Innovationskraft. Die zunehmende Automatisierung in unseren Fokusindustrien, Industrie 4.0 und Digitalisierung sowie die fortschreitende Internationalisierung eröffnen uns zahlreiche Handlungsfelder.

4.3. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation

Das Gesamtbild der Risiko- und Chancensituation der Lenze-Gruppe wird durch die zuvor dargestellten Einzelrisiken und -chancen geprägt. Zur Überwachung und Steuerung der Risiken besteht ein Risikomanagementsystem, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Nach den uns heute bekannten Informationen bedrohen die zuvor dargestellten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Lenze-Gruppe. Gleichwohl ist festzustellen, dass die Unsicherheiten und geschäftsimmanenten Risiken aufgrund der geopolitischen Verwerfungen zugenommen haben.

5. Prognosebericht

5.1. Künftige Rahmenbedingungen

5.1.1. Weltwirtschaft

Die folgenden Aussagen basieren auf vorläufigen Einschätzungen. Zum einen haben zahlreiche Daten angesichts des Ausbruchs des Ukraine-Krieges an Aussagekraft für die Zukunft verloren. Neuere Daten, beispielsweise Frühindikatoren liegen erst wenige vor, und das auch nur für einzelne Monate. Zum anderen hat Russland mit seinem völkerrechtswidrigen Einmarsch in die Ukraine zahlreiche politische und ökonomische Rahmenbedingungen auf den Kopf gestellt.

Der Maschinen- und Anlagenbau wird von den Folgen des Kriegs nicht unberührt bleiben. Russland (Rang 9 im Exportranking), die Ukraine (Rang 31) und Belarus (Rang 53) vereinten im Gesamtjahr 2021 ein Exportvolumen von etwa 7 Milliarden Euro, was einem Anteil von gut 4% der gesamten deutschen Maschinenexporte entspricht. Auf den ersten Blick erscheint die Bedeutung der drei Märkte damit gering, jedoch trügt der Blick hier. Denn Deutschland ist insbesondere von Rohstoffen und Energieimporten aus Russland abhängig. 13% der Unternehmen gaben an, kritische Vorprodukte oder Rohstoffe aus Russland zu beziehen (ebenfalls 13% aus der Ukraine). Mit rund 55% der Erdgasimporte Deutschlands entfällt zudem der Löwenanteil auf Russland. Zwar spielen die Energiekosten im Maschinen- und Anlagenbau selbst mit einem Anteil von rund einem Prozent nur eine geringfügige Rolle. Wichtige Zuliefererindustrien wie die Metallhersteller oder die chemische Industrie sind jedoch deutlich abhängiger von Kohle, Öl und Gas und damit von Zulieferungen aus Russland, was sich auch auf den Maschinenbau als deren Ausrüster auswirken wird. Hinzu kommen mittel- und langfristige indirekte Auswirkungen. Der Russland-Ukraine-Krieg wird die geopolitischen und ökonomischen Rahmenbedingungen insbesondere für Europa grundlegend ändern. 85% der vom VDMA Anfang März befragten Maschinenbauunternehmen sehen folgerichtig den Krieg als merkliches oder gravierendes Risiko für ihre Geschäfte.

Mangels einer seriösen Quantifizierung der direkten und indirekten Folgen des Konfliktes und der dadurch ausgelösten gegenseitigen Sanktionsmaßnahmen haben die folgenden Ausführungen deshalb nur begrenzte Aussagekraft.

Durch den völkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands in der Ukraine haben sich die ökonomischen Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Aktuell ist dieser räumlich auf die Ukraine begrenzt. Neben den direkten Auswirkungen auf das direkte Liefergeschäft durch Sanktionen in Form von weniger Umsatz gibt es zahlreiche und weitreichendere indirekte Folgen insbesondere in Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Dazu zählen die Verteuerung von Energie und Rohstoffen, eine noch größere Belastung in den Lieferketten und ganz allgemein die erneut erhöhte Verunsicherung über die weitere Entwicklung. Für das Gesamtjahr 2022 erscheint unter der Annahme einer zeitlich eng begrenzten kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine und keiner dauerhaften Besetzung durch Russland laut Oxford Economics ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,7% möglich. Erhebliche negative Auswirkungen gibt es in diesem Szenario vor allem auf die Volkswirtschaften der beiden Länder und abgestuft auf die europäischen Volkswirtschaften. Die Spillover-Effekte auf die Volkswirtschaften in Asien und Amerika dürften gering sein.

Mit jedem Tag, den dieser Krieg länger dauert, nimmt die Eintrittswahrscheinlichkeit des Basis-Szenario der Ökonomen von Oxford Economics jedoch ab und die ihres Alternativen Basis-Szenarios zu. In diesem Abwärts-Szenario ist modelliert, dass die Kämpfe in der Ukraine bis weit in das Jahr 2023 andauern. Der Westen verhängt schärfere Sanktionen gegen Russland, Russland ergreift Vergeltungsmaßnahmen, und die Gaslieferung nach Europa sind für sechs Monate unterbrochen. Das globale BIP würde nur um rund 3% wachsen. Die Spillover-Effekte auf Asien und Amerika bleiben auch in diesem Szenario eher gering.

Weitere größere Risiken für die Weltwirtschaft sind die räumliche Eskalation des Konfliktes sowie die Covid-Strategie Chinas, durch die sich die Angebotsprobleme weiter verschärfen könnten. Im Falle einer damit einhergehenden höheren und anhaltenden Inflation würde die globale Wirtschaftsentwicklung mit 2,3% Zuwachs im Jahr 2022 um 1,4 Prozentpunkte niedriger ausfallen als im Basis-Szenario. Mittelfristig ist das Szenario der Anhaltenden Inflation das Szenario mit dem negativsten Ausblick.

Die Volkswirtschaft der EU-27 würden im positiven Basis-Szenario um 3,2% wachsen. Im Falle einer anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung scheinen 2% Wachstum möglich. Unterbrechungen in den Lieferketten bis Anfang des kommenden Jahres zusammen mit erhöhten Preisen würden zu einem niedrigen BIP-Wachstum von 1,8% führen. Die US-Volkswirtschaft könnte im laufenden Jahr um 3,4% zulegen. Im Negativ-Szenario Inflation wäre das Plus nur 1,8%. China sollte sein Wachstum trotz vielfältiger Probleme mit 4,9% deutlich, wenngleich vermindert, fortsetzen. Höhere Preise würden das Wachstum um 1,1 Prozentpunkte dämpfen.

Quelle: Oxford Economics; VDMA Prognosespiegel international, März 2022

5.1.2. Internationaler Maschinenbau

Die Auftragsbücher der Maschinenbauer sind in vielen Ländern gut gefüllt. Oxford Economics erwartet in seinem Basis-Szenario für das Jahr 2022 einen preisbereinigten Anstieg des Welt-Maschinenumsatzes um 4%, mit überdurchschnittlichen Zuwächsen in der Schweiz, im Vereinigten Königreich sowie in den Niederlanden. Die USA sowie Japan sind ein Prozentpunkt über dem Weltdurchschnitt angesiedelt. Für China wird ein Wachstum entsprechend dem Weltdurchschnittswert prognostiziert. Der deutsche Maschinenbau würde laut Oxford Economics, leicht abweichend von der VDMA Prognose, mit 3% Zuwachs etwas unter dem globalen Durchschnitt liegen. Süd-Korea könnte mit 1% Plus das geringste Wachstum unter den TOP-10-Maschinenbauländern generieren. Der Krieg in der Ukraine, gestörte Lieferketten, die Corona-Pandemie sowie höhere Inflationsraten sind die wesentlichen Abwärtsrisiken der aktuellen Basis-Prognose. Im Falle einer länger anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung würde der Maschinenbau global im laufenden Jahr um 3% wachsen, gleiche Zuwachsrate scheint bei erhöhten Inflationsraten möglich. In den Ländern der EU-27 würde die Verschärfung von Sanktionen einschließlich einer Unterbrechung der Gaslieferungen die Wachstumsrate im Maschinenumsatz auf 2% im Jahr 2022 reduzieren.

Quelle: Oxford Economics; VDMA Prognosespiegel international März 2022

5.2. Gesamtaussage des Vorstands zur zukünftigen Entwicklung

Aufgrund der geopolitischen Verwerfungen sowie der Corona-Pandemie war das Geschäftsjahr 2021/2022 für die Lenze Gruppe enorm herausfordernd. Gleichwohl haben wir unsere Strategie, d.h. Weiterentwicklung des Systemgeschäfts und des Produktportfolios konsequent weiterverfolgt. Auf dieser Grundlage können wir nun unsere Aktivitäten konsequent weiter vorantreiben. Der Schwerpunkt wird hierbei auf spürbarem Umsatzwachstum liegen, getrieben von stärkerer Marktdurchdringung. Alle Konzerngesellschaften sind mit gut gefüllten Auftragsbüchern in das Jahr 2022 gestartet und registrieren über ihre Zielmärkte hinweg eine befriedigend hohe Nachfrage nach hochwertigen mechatronischen Produkten, leistungsfähigen Systemen aus Hard- und Software für die Maschinenautomatisierung sowie Services für die Digitalisierung.

Der Ausblick für die Lenze-Gruppe ist daher weiterhin positiv, wenngleich auch mit einem hohen Maß an Unsicherheit verbunden. Wir erwarten hohe Materialkosten sowie Materialverknappungen, woraus sich erhebliche Herausforderungen für unsere Produktionswerke ergeben. Auch bei den Personalkosten erwarten wir, ausgehend von den jüngsten Tarifabschlüssen, spürbare Mehrkosten. Insofern wird es herausfordernd, in diesem Umfeld eine weitere Verbesserung der EBIT-Rentabilität zu erreichen.

Der andauernde Russland-Ukraine-Krieg belastet die ohnehin noch stark von den Pandemiefolgen gezeichnete europäische Wirtschaft erheblich und besitzt damit das Potenzial, auch die Geschäftsentwicklung der Lenze-Gruppe zu beeinträchtigen. Die Auswirkungen können sich in Form von allgemeiner konjunktureller Unsicherheit, damit in Folge verbunden temporäre Zurückhaltung der Marktnachfrage, einer Verschärfung der bereits bestehenden Lieferkettenprobleme und einer Verteuerung von Rohstoffen und Energieträgern niederschlagen.

Aufgrund unserer soliden Vermögens- und Finanzlage verfügen wir jedoch über eine gute Ausgangsposition zur Bewältigung dieser Anstrengungen.

Dennoch geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2022/2023 auf Grundlage der zuletzt spürbar belebten Geschäftslage und dem einhergehend deutlich gestiegenen Auftragsbestand von einem fortgesetzten Umsatzwachstum aus. Gleichzeitig erwarten wir ein moderat zurückgehendes Ergebnis (EBIT) ebenso wie eine moderat geringere Rendite des eingesetzten Kapitals (ROCE).

Vor diesen Hintergrund muss sich der Vorstand vorbehalten, die Unternehmensplanung für das laufende Geschäftsjahr bedarfsgerecht anzupassen.

 

Aerzen, den 30. Juni 2022

Der Vorstand

Christian Wendler

Frank Maier

Dr. Achim Degener

Bestätigungsvermerk

Wir haben zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Lenze SE, Aerzen, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 den am 30. Juni 2022 in Hannover unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht der Lenze SE, Aerzen, für das Geschäftsjahr vom 1 bis zum 30. April 2022 , den am 30. Juni 2022 in Hannover unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lenze SE, Aerzen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Lenze SE, Aerzen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. April 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Lenze SE für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 geprüft.

Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "2. Frauenquote" des Konzernlageberichts enthaltene Berichterstattung.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG des Konzernabschlusses und DES KonzernlageberichtS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hannover, den 30. Juni 2022

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Horn, Wirtschaftsprüfer

gez. Fleischer, Wirtschaftsprüferin

Der Konzernjahresabschluss zum 30. April 2022 der Lenze SE wurde am 15. September 2022 festgestellt.

Bericht des Aufsichtsrates

"In einem dynamischen und herausfordernden Umfeld setzt Lenze weiter konsequent auf Wachstum und investiert in die Zukunft. Das Unternehmen hat beste Voraussetzungen, seine Marktposition weiter auszubauen."

Dr. Michael Paul, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Lenze SE

Das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis 30. April 2022

Der Aufsichtsrat der Lenze SE hat die ihm obliegenden Aufgaben während des Geschäftsjahres 2021/2022 wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung überwacht und den Vorstand in allen für das Unternehmen wesentlichen Fragen beraten.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage, über die Geschäftsentwicklung und Geschäftsereignisse sowie über die Risikolage und das Risikomanagement informiert. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurden alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingehend erörtert.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit den folgenden strategischen Vorhaben des Vorstandes befasst: der Optimierung der Wertschöpfungsstrukturen und der weiteren Investitionsplanung.

Die weltweiten Auswirkungen von Covid-19 und die geopolitisch bedingten Verwerfungen im Markt stellen das Unternehmen vor große Herausforderungen. Auch unter diesen erschwerten Bedingungen hat die Lenze-Gruppe ihre Wachstumsstrategie systematisch vorangetrieben. Dank erfolgreicher Anstrengungen konnte das Geschäftsjahr mit erfreulichen Umsatzzahlen und einem angemessenen Ergebnis abgeschlossen werden. Die schnelle Anpassungsfähigkeit des Unternehmens an äußere Umstände und der interne Zusammenhalt haben hierzu wesentlich beigetragen. Der Aufsichtsrat hat diese Entwicklungen sowie die fortlaufenden Risikoanalysen des Vorstandes beratend begleitet.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand mit dem Vorstand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus in regelmäßigem Kontakt und hat sich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsereignisse informiert.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Im Berichtszeitraum hat sich der Aufsichtsrat in drei Sitzungen ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage und der Unternehmensentwicklung der Lenze-Gruppe befasst. Präsenzsitzungen fanden im Berichtszeitraum am 7. Mai 2021, 16. September 2021 sowie am 13. Mai 2022 statt. Am 15. September 2022 wurde die Bilanzsitzung abgehalten.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses

Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Lenze SE sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft und jeweils uneingeschränkt testiert. Der Abschlussprüfer hat sich im Rahmen seiner Prüfung mit dem bestehenden Risikofrüherkennungssystem und dem bestehenden Compliance-Management-System befasst.

Der Konzernabschluss wurde nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 der Lenze SE mit dem Abschlussprüfer erörtert und geprüft. Gleiches gilt für den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns. Dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben und hat den Jahres- und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Zusammensetzung Aufsichtsrat und Vorstand

Durch Beschluss der Hauptversammlung der Lenze SE vom 16. September 2021 wurden als Mitglieder des Aufsichtsrates wiederbestellt:

Herr Ingo Kramer;

Herr Nikolaus Belling;

Herr Max Finger;

Herr Dirk Brockmann (mit Herrn Tamer Kara als Ersatzmitglied);

Herr Heinz Graf (mit Herrn Eckard Dittmann und Frau Martina Baucks als Ersatzmitglieder; Herr Eckard Dittmann ist wegen Ausscheidens von Herrn Heinz Graf zum Ablauf des 31. Mai 2022 diesem mit Wirkung ab dem 1. Juni 2022 als Mitglied des Aufsichtsrates nachgefolgt).

Durch Beschluss des Aufsichtsrates der Lenze SE vom 7. Juli 2022 wurde die Bestellungsdauer von Herrn Frank Maier als Mitglied des Vorstandes der Lenze SE für die Zeit vom 1. September 2022 bis zum 30. April 2023 verlängert.

Im Übrigen hat sich die Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand im Berichtszeitraum nicht verändert.

Der Aufsichtsrat spricht allen Mitgliedern der Unternehmensführung sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lenze-Gruppe für ihre Leistungen und ihren engagierten Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr seinen Dank aus. Den Vertretungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danken wir für ihre sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse unseres Unternehmens.

 

Aerzen, 15. September 2022

Für den Aufsichtsrat

Dr. Michael Paul, Vorsitzender des Aufsichtsrates

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