Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 44226
Vorher
RHOTHAM Vermögensverwaltungsgesellschaft Deutschland mbH
Eingetragen
20.9.2011
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die Erbringung von Finanzdienstleistungen i.S.v. § 2 Abs. 2 Nr. 3 WplG (Anlagevermittlung), § 2 Abs. 2 Nr. 4 WplG (Anlageberatung), § 2 Abs. 2 Nr. 5 WplG (Abschlussvermittlung) und § 2 Abs. 2 Nr. 9 WplG (Finanzportfolioverwaltung). Ferner sind der Gegenstand Immobilienprojektentwicklungsarbeiten/Ver mittlungstätigkeiten für und bei Immobilien und Finanzierungen i.S. ganzheitlicher Vermögensberatung/verwaltung in der Genehmigungslage nach § 34c Abs. 1 Nr. 1, 1a, 2 GewO sowie die Vermittlung von Versicherungen gemäß § 34d GewO. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die dem vorstehenden Zweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Ausgenommen hiervon sind der Handel mit Finanzinstrumenten auf eigene Rechnung sowie die Verschaffung von Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
46.30%
Peter Ogrisek
35.70%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
TE Wave Venture GmbH
Germany
23.150 €
46.30%
Peter Ogrisek
Zürich, Schweiz
17.850 €
35.70%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MFC Service GmbH (vormals: RHOTHAM Vermögensverwaltungsgesellschaft Deutschland mbH)

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Barreserve 12,49 12,49
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällige Forderungen 102.021,05 151.116,28
3. Forderungen an Kunden 13.123,91 25.217,67
4. Beteiligungen 0,00 40.000,00
5. Immaterielle Anlagewerte 1,00 1.083,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 59.203,93 14.639,00
7. Rechnungsabgrenzungsposten 3.776,53 3.986,74
178.138,91 236.055,18

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 14.529,69 42.414,86
2. Rückstellungen
andere Rückstellungen 28.540,50 25.523,00
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklage 57.613,00 57.613,00
c) Bilanzgewinn 27.455,72 60.504,32
135.068,72 168.117,32
178.138,91 236.055,18

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Provisionserträge 69.732,00 139.033,21
2. Provisionsaufwendungen 0,00 0,00
69.732,00 139.033,21
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.052,06 4.754,15
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter ./. 29.616,00 ./. 33.690,00
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung ./. 7.279,55 ./. 8.186,96
b) andere Verwaltungsaufwendungen ./. 72.575,72 ./. 97.315,64
./. 109.471,27 ./. 139.192,60
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen ./. 1.082,00 ./. 1.300,00
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 ./. 943,47
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere ./. 414,39 ./. 16.700,00
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ./. 39.183,60 ./. 14.348,71
9. Steuern von Einkommen und Ertrag 6.135,00 ./. 1.201,52
10. Jahresfehlbetrag ./. 33.048,60 ./. 15.550,23
11. Gewinnvortrag 60.504,32 76.054,55
12. Bilanzgewinn 27.455,72 60.504,32

Anhang 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die RHOTHAM Vermögensverwaltungsgesellschaft Deutschland mbH hat ihren Sitz in Dortmund. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter HRB 32456 eingetragen.

Der Abschluss wurde auf der Grundlage der §§ 238 ff. HGB und der besonderen Vorschriften für Finanzdienstleistungsinstitute (Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute, RechKredV) aufgestellt.

Soweit Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden die Angaben weitestgehend im Anhang aufgenommen.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften (§ 340 ff. HGB). Der Aufbau der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht der RechKredV. Für die Gliederung der Bilanz wurde das Formblatt 1 und für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV verwendet.

Die dem Jahresabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet worden.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 252 ff. HGB), sofern nicht die Sondervorschriften gemäß §§ 340e ff. HGB zur Anwendung kommen.

III. Erläuterung zur Bilanz

AKTIVA

Forderungen an Kreditinstitute:

Die Forderungen an Kreditinstitute sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Forderungen an Kreditinstitute haben eine Laufzeit von bis zu drei Monaten.

Forderungen an Kunden:

Die Forderungen an Kunden sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken waren nicht erkennbar. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht gebildet. Sämtliche Forderungen an Kunden haben eine Laufzeit von bis zu drei Monaten.

Zum Bilanzstichtag sind in den Forderungen keine Fremdwährungsforderungen enthalten.

Beteiligungen:

Die Beteiligungen werden ausgehend von den Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen mit dem beizulegenden Wert bewertet.

Immaterielle Anlagewerte:

Immaterielle Anlagewerte sind mit den Anschaffungskosten, zzgl. nichtabzugsfähiger Vorsteuer aktiviert und um planmäßige Abschreibungen verringert. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf Seite 8 dieser Anlage dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände:

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Im Wesentlichen enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Körperschaftsteuerrückforderungen in Höhe von TEUR 37 sowie Darlehen gegenüber dem Gesellschaftergeschäftsführer in Höhe von TEUR 15.

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 19.880,61 haben eine Laufzeit von bis zu drei Monaten und EUR 39.323,32 eine Laufzeit von mehr als 3 Monaten und weniger als einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten:

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird mit dem Nennbetrag bewertet.

PASSIVA

Sonstige Verbindlichkeiten:

Die sonstigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 14 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen; davon stellen TEUR 3 gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern dar.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen insgesamt EUR 3.311,11.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis drei Monaten.

Rückstellungen:

Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die bestehenden Verpflichtungen bzw. Risiken angemessen abzudecken. Der Ansatz erfolgt zum Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023

Stand 01.01.2023 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Sonstige Rückstellung
Rückstellung für Aufbewahrung 1.188,00 0,00 0,00 0,00 1.188,00
Sonstige 1.440,00 582,50 857,50 602,50 602,50
Berufsgenossenschaft 160,00 133,07 26,93 0,00 0,00
Jahresabschluss 16.335,00 14.636,29 988,71 16.040,00 16.750,00
WphG Prüfung 6.400,00 0,00 0,00 3.600,00 10.000,00
Summe Rückstellungen 25.523,00 15.351,86 1.873,14 20.242,50 28.540,50

Eigenkapital:

Das Eigenkapital entwickelt sich wie folgt:

Bezeichnung 2023 2022
EUR EUR
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
Kapitalrücklage 57.613,00 57.613,00
Bilanzgewinn 27.455,72 60.504,32
davon Gewinnvortrag: EUR 60.504,32 (Vorjahr: EUR 76.054,55)
135.068,72 168.117,32

IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Provisionserträge:

Die Provisionserträge des Geschäftsjahres 2023 belaufen sich auf EUR 69.732,00. Sie entfallen i.H.v. EUR 16.311,75 auf das erlaubnispflichtige Geschäft nach dem WpIG und i.H.v. EUR 53.420,25 auf das nicht erlaubnispflichtige Geschäft der Gesellschaft.

Abschreibungen und Wertberichtigung auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen:

Angaben zu den Abschreibungen sind dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Abschreibungen und Wertberichtigung auf Forderungen:

Es erfolgten keine Wertberichtigungen auf Forderungen.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen:

Angaben zu den Abschreibungen sind dem diesen Anhang als Anlage beigefügtem Anlagenspiegel zu entnehmen.

V. Sonstige Angaben

Angaben zu den Beschäftigten:

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 neben einem Geschäftsführer 1 weiteren Mitarbeiter beschäftigt.

Angaben zu den Geschäftsführerbezügen:

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der RHOTHAM Vermögensverwaltungsgesellschaft Deutschland mbH durch den nachfolgenden Geschäftsführer:

Dr. Peter Lesniczak, Finanzkaufmann

Die Angaben der Bezüge der Geschäftsführung unterbleiben gem. § 286 Abs. 4 HGB.

Abschlussprüferhonorar:

Der Abschlussprüfer, die Baker Tilly GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, hat für das Geschäftsjahr 2023 ein Honorar i.H.v. EUR 9.187,50 berechnet. Dies betrifft die Abschlussprüfungsleistungen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte:

Fehlanzeige.

Haftungsverhältnisse:

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden ebenfalls nicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung

Nach dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung soll der Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Dortmund, den 6. November 2024

Geschäftsführung

gez. Dr. Peter Lesniczak

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023

Entwicklung der Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugang Umbuchung Zuschreibung Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte 3.900,00 0,00 0,00 0,00 3.900,00
3.900,00 0,00 0,00 0,00 3.900,00
Finanzanlagen
Beteiligungen 56.700,00 0,00 0,00 56.700,00 0,00
56.700,00 0,00 0,00 56.700,00 0,00
Entwicklung der Abschreibungen
kumuliert 01.01.2023 Zugang Zugang kumuliert (incl. Umbuchungen, Zuschreibungen) Abgang kumuliert (incl. Umbuchungen, Zuschreibungen) kumuliert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte 2.817,00 1.082,00 1.082,00 0,00 3.899,00
2.817,00 1.082,00 1.082,00 0,00 3.899,00
Finanzanlagen
Beteiligungen 16.700,00 414,39 414,39 17.114,39 0,00
16.700,00 414,39 414,39 17.114,39 0,00
Buchwert Buchwert Vorjahr
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte 1,00 1.083,00
1,00 1.083,00
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 40.000,00
0,00 40.000,00

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

der Rhotham Vermögensverwaltungsgesellschaft Deutschland mbH

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklungen

Im Jahr 2023 war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Wesentlichen von Stagnation und großen Herausforderungen geprägt. Die Auswirkungen der hohen Inflation und der starken und schnellen Zinswende waren sowohl für Unternehmen als auch für private Haushalte die größten Problemstellen. Analysten sehen in den dauerhaft hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen, der Energiekrise, den geopolitischen Spannungen, der geringen Dynamik des Welthandels und den hohen Finanzierungskosten die Gründe dafür, dass sich die Erholung der deutschen Wirtschaft von der Corona-Pandemie nicht weiter fortgesetzt hat. 1 Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank zum Jahresende 2023 nach vorläufigen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt um rund 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Auf das Gesamtjahr 2023 bezogen ließ sich damit ein Rückgang des BIP um ebenfalls 0,3 Prozent festhalten. 2 In den vorangegangenen Jahren 2021 und 2022 war die BIP-Veränderung mit 2,6 bzw. 1,8 Prozent noch positiv gewesen. Insgesamt war das Wirtschaftswachstum in 2023 erst zum neunten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland rückläufig. 3 Mit einem preisbereinigten Rückgang von 0,8 Prozent hat insbesondere der private Konsum im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung nachgelassen und lag damit immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Gleichzeitig waren die staatlichen Konsumausgaben mit einem Minus von 1,7 Prozent im Vergleich zu 2022 rückläufig. Während die Bruttoanlageinvestitionen aufgrund gesunkener Bauinvestitionen um 0,3 Prozent zurückgingen, konnten die Investitionen in Maschinen und Anlagen mit einem Plus von 3,0 Prozent deutlich zulegen. Hohe Auftragsbestände, gute Eigenkapitalausstattung der Unternehmen und steigende, teilweise durch staatliche Maßnahmen gestützte Investitionen in die Transformation waren dafür ursächlich. Allerdings nahmen wegen der schwachen Nachfrage aus dem Ausland die Exporte um 1,8 Prozent ab, während die schwache Binnennachfrage für ein Rückgang der Importe um sogar 3,0 Prozent sorgte. 4 Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 Prozent gegenüber 2022 erhöht. 5 Im Vorjahr lag sie noch pandemie- und kriegsbedingt bei einem Plus von 6,9 Prozent. Im Laufe des Jahres 2023 sank die Inflationsrate von anfänglich 8,7 Prozent auf zwischenzeitlich 3,2 Prozent im November und zum Jahresausklang auf 3,7 Prozent. Entlastungsmaßnahmen dämpften die Teuerung von Energie im Jahresverlauf 2023 wie bereits im Vorjahr 2022 teilweise ab. Die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent. Die monatlichen Teuerungsraten für die Energie fielen von März bis Dezember deutlich geringer aus als zu Jahresbeginn, wenngleich das 2023er Ergebnis Analysen zufolge größtenteils aus dem Vergleich mit dem hohen Preisniveau des Vorjahres resultiert. 6 Trotz der schwachen Konjunktur, den damit einhergehenden Belastungen und Unsicherheiten zeigte sich der Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr vergleichsweise robust. Nach Auskunft der Bundesagentur für Arbeit waren Erwerbstätigkeit und Beschäftigung im Jahr 2023 so hoch wie nie zuvor, weshalb 2023 zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der deutschen Wiedervereinigung gezählt werden kann. 7 Die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,5 Prozent) und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Millionen Personen. Im Jahr 2023 waren durchschnittlich rund 2,61 Millionen Personen arbeitslos gemeldet. 8 Dies entspricht einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote in Höhe von 5,7 Prozent. 9

1 CBRE Market Outlook Deutschland 2024
2 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftlichelage-in-deutschland-im-januar-2024.html
3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/06/PD23_N032_81.html
4 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftlichelage-in-deutschland-im-januar-2024.html
5 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
6 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
7 https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahreswechsel 2023/2024 weiter verschlechtert. Das ifo- Geschäftsklima fiel im Januar 2024 auf 85,2 Punkte nach 86,3 Punkten im Dezember 2023. Während sich der Geschäftsklimaindex im verarbeitenden Gewerbe leicht verbesserte, sind die anderen Wirtschaftsbereiche (Dienstleistungssektor, Handel und Bauhauptgewerbe) weitaus pessimistischer, was die aktuelle Lage und die Aussichten angeht. 10

Kapitalmärkte

Die Kapitalmarktentwicklung im Jahr 2023 war vor allem von dem langsamen Absinken und der Erholung des Inflationsschocks des Jahres 2022 geprägt. Sowohl die amerikanische Notenbank als auch die europäische Zentralbank erhöhten im Laufe des Jahres die Leitzinsen, die den höchsten Stand seit der globalen Finanzkrise 2008 (im Euroraum sogar seit Einführung des Euros) erreichten. Das hohe Zinsniveau führte zu steigenden Finanzierungskosten sowohl für Unternehmen als auch für private Haushalte und sorgte für negative konjunkturelle Auswirkungen, die global noch durch die negative Entwicklung in China (bedingt durch die Folgen der Pandemiepolitik und der Immobilienkrise) verstärkt wurden. Die aktive Zinspolitik führte zu einem Absinken der Inflationsraten in den USA auf 3,4 Prozent bzw. im Euroraum auf 2,9 Prozent zum Jahresende 2023.

Aktienmärkte

Das Jahr 2023 verlief sehr volatil. Einem starken Jahresanfang folgten im Gefolge der Unsicherheiten aus der Zahlungsunfähigkeit der Sillicon Valley Bank sowie der Krise um die schweizerische Großbank Credit Suisse, die in einer Übernahme durch die UBS mündete. Anschließend beruhigten sich die Aktienmärkte wieder. Die Erholung flachte jedoch im weiteren Jahresverlauf bis Herbst ab und wurde jäh von dem Terrorangriff der Hamas auf Israel erschüttert. Erst als sich eine regionale Begrenzung des Konfliktes abzeichnete, nahmen die Aktienmärkte wieder fahrt auf und es kam zu einer regelrechten Jahresendrallye. Der DAX schloss zum Jahresende mit einem Plus von 20,3 Prozent und entwickelte sich ähnlich wie der EURO STOXX 50, der 19,2 Prozent zulegen konnten. Noch stärker waren die Gewinne im S&P 500 mit 24,2 Prozent oder gar dem NASDAQ Composite mit 43,4 Prozent.

Anleihenmärkte

Die Anleihenmärkte standen im Jahr 2023 unter dem Eindruck der Inflationserwartungen und Zinsentwicklungen und wurden maßgeblich von den Entscheidungen der Zentralbanken mitgeprägt. Nach den starken Kursverlusten in 2022 konnten sich die Kurse der Anleihen zu Jahresbeginn erholen und es kam zu deutlichen Renditerückgängen in den ersten Wochen des Jahres. Anschließend erfolgte ein Anstieg der Renditen, der allerdings durch die Zinspolitik moderat verlief mit wöchentlichen Schwankungen. Weitere Ereignisse wie die Turbulenzen um die Großbank Credit Suisse führten zu Kursschwankungen. So stieg die Rendite der 10jähringen Bundesanleihe Ende September 2023 auf 2,97 Prozent. Zum Jahresende erholten sich die Anleihenkurse jedoch wieder deutlich und die Rendite der 10jährigen Bundesanleihe sank auf 2,03 Prozent. Analog entwickelten sich die anderen Staatsanleihen des Euroraums. Lediglich in den USA und Großbritannien fielen aufgrund anderer Zinszyklen die Kursgewinne der Anleihen moderater aus.

8 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1223/umfrage/arbeitslosenzahl-in-deutschlandjahresdurchschnittswerte/
9 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/
10 https://www.ifo.de/fakten/2024-01-25/ifo-geschaeftsklimaindex-gefallen-januar-2024

2. Positionierung / Entwicklung der Ertragslage

Das notwendige Gesamtkapital der Gesellschaft ist vorhanden und erscheint nicht gefährdet. Die Gesellschaft hat nach wie vor keine Altlasten. Schadensersatzforderungen sind nicht anhängig.

Der Gesellschaft gelang es im Jahr 2023 durch verschiedene Beratungsleistungen und Dienstleistungen entsprechende Erlöse zu generieren. Wirtschaftliche Unsicherheiten wirkten sich negativ auf die Vermittlungstätigkeiten im Zweitmarktgeschäft aus. Alternative Erträge konnten durch Beratungsdienstleistungen von Unternehmen zu Kapitalmarkt- und Refinanzierungsthemen und vor allem im Bereich "Haftungsdach" generiert werden. Das Geschäftsfeld der Vermögensverwaltung stagnierte auf niedrigem Niveau.

Die Provisionserträge sanken im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr auf 69.732,00 EUR (139.033,21 EUR im Vorjahr). Der Grund dafür ist, dass die Erträge aus Beratungstätigkeiten im nicht erlaubnispflichten Bereich der Unternehmensberatung gegenüber dem Vorjahr auf 15.000,00 EUR und die Erträge aus der Vermittlung von Zweitmarktanteilen auf 3.493,30 EUR gesunken sind. Ursächlich hierfür sind die erschwerten wirtschaftlichen Bedingungen, die allgemein eine Zurückhaltung der Investoren auf den Kapitalmärkten und im Speziellen im Bereich der Immobilienfonds bewirkten. Die Transaktionsvolumina im Immobilienerstmarkt gingen im Jahr 2023 stark zurück. Auch Investoren und Verkäufer von Fondsanteilen zeigten sich unsicher, da insbesondere die Preisbildung weiterhin Probleme bereitete. Die Erträge aus der Vermögensverwaltung sind leicht gesunken und belaufen sich auf 16.311,75 Euro. Zusätzlich wurden Erträge in Höhe von 28.000 Euro aus der Haftungsdachtätigkeit generiert. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen inkl. Abschreibungen wurden gegenüber dem Vorjahr reduziert und betragen 111 TEUR (158 TEUR im Vorjahr). Die Provisionsaufwendungen betrugen wie im Vorjahr 0 TEUR. Der Bilanzgewinn hat sich durch den Jahresfehlbetrag von 33.048,60 EUR reduziert und liegt bei 27.455,72 EUR gegenüber 60.504,32 EUR im Vorjahr.

Das Eigenkapital des Instituts betrug zum Jahresende 2023 135.068,72 EUR. Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung 2023 insgesamt als nicht zufriedenstellend. Die Erwartung eines ausgeglichenen Geschäftsjahres konnte aufgrund des schwierigen Marktumfeldes nicht erreicht werden.

3. Voraussichtliche Entwicklung

Das unverändert sehr herausfordernde Umfeld führte dazu, dass es zu Veränderungen im Gesellschafterkreis kam. Ende 2023 erfolgte der Erwerb aller Anteil mit Kaufpreisfälligkeit und Übergang 2024 durch den Mehrheitsgesellschafter. Die geschah zu dem Zweck, einen Verkauf der Rhotham im Jahr 2024 vorzubereiten, um durch die neuen Gesellschafter die finanzielle Tragfähigkeit der Gesellschaft zu verstärken und ein fokussiertes Geschäftsmodell zu ermöglichen. Die Komplettübernahme der Rhotham durch neue Gesellschafter wurde im Februar 2024 notariell beurkundet und entsprechend auch der BaFin und Bundesbank angezeigt. Der Abschluss des Inhaberkontrollverfahrens erfolgte im September 2024.

Die Geschäftstätigkeit der Rhotham und ihre strategische Ausrichtung sind daher im Jahr 2024 von der Übernahme der Gesellschaft geprägt. Der Fokus liegt bis zum Abschluss der Übernahme daher auf bestandserhaltenen Maßnahmen. Erst mit Vollzug der Übernahme werden die neuen Gesellschafter hier ihre eigenen strategischen Vorstellungen einbringen. Nach erfolgtem Abschluss des Inhaberkotrollverfahren ist mit einem Vollzug planmäßig im November 2024 zu rechen. Die neuen Gesellschafter planen insbesondere ihre Vertriebsnetzwerke einzubringen und den Geschäftsbereich des Haftungsdachs mit neuen Vermittlern auszuweiten.

Insgesamt rechnet die Gesellschaft trotz der weiterhin bestehenden Unsicherheiten im wirtschaftlichen Bereich mit einem ausgeglichenen Ergebnis für das Jahr 2024, da insbesondere im Bereich Haftungsdach entsprechende Erträge generiert werden dürften. Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen können dabei stets erfüllt werden.

4. Zukünftige Risiken - Internes Kontroll- und Risikomanagement

Es gibt keine ersichtlichen Sonderrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens herführen. Allgemein bestehen die Risiken sinkender Provisionserträge sowie potenziell rechtliche und reputative Risiken. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass sich Risiken daraus ergeben könnten, dass das Geschäftsmodell der Gesellschaft potenziell nicht mehr marktfähig ist.

Der Erhalt des Kernkapitals erscheint bei stabiler Ertragslage gesichert. Hierfür steht insbesondere auch die sehr günstige Kostenstruktur der Gesellschaft Besonderes Augenmerkt wird auf das Verhältnis von Kosten und Eigenmittel gelegt umso ggf. kurzfristig beispielsweise durch weitere Einsparmaßnahmen handeln zu können und so den Bestand des Instituts nicht zu gefährden. Die Gesellschaft rechnet angesichts der Maßnahmen mit einer ausgeglichenen Ertragslage.

Das Institut verfügt über ein umfängliches und ausführliches Risikomanagementsystem, das den jeweils geltenden gesetzlichen Maßregeln in aufsichtsrechtlicher und zivilrechtlicher Hinsicht stets angepasst wird. Unerledigte Forderungen bestehen nicht, Rechtsstreitigkeiten sind nicht anhängig. Kundenbeschwerden erfolgten nicht.

Verantwortlich für die Einbindung sich stets ändernder Gesetzeslagen des Aufsichtsrechts in das Formularwesen ist die Geschäftsführung, die stichprobenartig die Kundenakten dahingehend überprüft, ob der Vermittlungsvorgang in seinen kursorischen Festlegungen tatsächlich aktuell eingehalten wird. Dem Geschäftsführer kommt eine weitere Kontrollfunktion im Bereich der Plausibilitätsprüfung des Zielmarktes und der Geeignetheit der einzelnen Finanzinstrumente zu.

Das Risikomanagement erfolgt durch die Geschäftsführung. Risiken durch Risikokonzentrationen waren im gegebenen Geschäftsumfang nicht zu erwarten und haben sich auch nicht gezeigt. Marktrisiken und Marktpreisrisiken sind der allgemeinen Lage geschuldet und unterliegen keinen im Institut begründeten Sonderfaktoren. Der organisatorische Aufbau des Institutes ergibt sich aus dem Organigramm. Er ist geeignet, im gegebenen Umfang die Geschäfte fortzuführen.

Die Geschäftsführung hat und wird die Aufsichtsorgane über die Abläufe stets unterrichtet halten, insbesondere zeitnah im Konkretisierungsgang der dargelegten geschäftlichen Absichten, um bereits im Vorfeld sicherzustellen, dass aufsichtsrechtliche Maßregeln in den Dispositionen/Vorgehensweisen sicher beachtet sein werden.

Im vorstehenden Zusammenhang wird die Geschäftsführung besonderen Wert auf funktionierende Controlling- und Compliance-Funktionen zur Einhaltung der gesetzlichen Pflichten nach WpIG legen.

5. Unternehmensfinanzierung / Finanzlage/ Vermögenslage/ Ertragslage

Bei Rhotham bestanden zum 31.12.2023 keinerlei Darlehens- und/oder Leasingverbindlichkeiten. Die kurzfristigen Forderungen inklusive kurzfristiger sonstiger Vermögensgegenstände (TEUR 20) und liquider Mittel (TEUR 102) betrugen zum 31.12.2023 TEUR 135 und die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen TEUR 43, woraus sich eine Überdeckung von TEUR 92 ergibt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich trotz des Jahresfehlbetrages von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 16) auf rund 76 % (Vorjahr: 71 %). Im Jahr 2023 wurde die HTB Fondspartner GmbH, an der die Rhotham beteiligt war, liquidiert. Der Liquidationserlös entsprach nahezu dem Beteiligungsansatz und es war nur eine Abschreibung in Höhe von 414 EUR notwendig.

6. Personal- und Sozialbereich

Die reduzierte Personalstruktur hat bislang gereicht, den Betrieb im gegebenen Tätigkeitsumfang geordnet aufrechtzuerhalten. Das Team besteht aus dem Gesellschafter-Geschäftsführer Herr Dr. Peter Lesniczak und Frau Tatiana Shekhtman, die schon in ihrer Vortätigkeit für das Controlling in einer Kapitalverwaltungsgesellschaft verantwortlich war. Herr Peter Frelenberg (als Gesamtprokurist) wird dem Institut bis auf Weiteres im Homeoffice und am Standort Dortmund zur Verfügung stehen.

 

Dortmund, den 12. November 2024

Dr. Peter Lesniczak

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RHOTHAM Vermögensverwaltungsgesellschaft Deutschland mbH, Dortmund:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RHOTHAM Vermögensverwaltungsgesellschaft Deutschland mbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RHOTHAM Vermögensverwaltungsgesellschaft Deutschland mbH, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 18. November 2024

Baker Tilly GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Christian Reibis, Wirtschaftsprüfer

Mathias Klattenberg, Wirtschaftsprüfer

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