Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 92510
Eingetragen
24.10.2017
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die TelekommunikationLeitungsgebundene Telekommunikation
Gegenstand
die Erbringung von Telekommunikationsdiensten jedweder Art, die Errichtung und der Betrieb von Telekommunikationsnetzen sowie der Erwerb, der Einsatz, der Vertrieb und/oder die Überlassung (sei es im Rahmen von Kauf-, Leasing- oder Mietverträgen) von Gegenständen und/oder Software, welche von der Gesellschaft oder deren Kunden im Zusammenhang mit den vorgenannten Leistungen benötigt werden, sowie Schulungs- oder Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit den oder in Bezug auf Telekommunikationsdienstleistungen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft berechtigt, Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie jedweder Art zu erbringen und hierzu Gegenstände und/oder Software, welche von der Gesellschaft oder deren Kunden in diesem Zusammenhang benötigt werden, zu erwerben, einzusetzen, zu vertreiben oder zu überlassen sowie Schulungs- oder Beratungsleistungen im Bereich der Informationstechnologie zu erbringen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robert Jelinek-Nacke
seit 15.2.2024
Geschäftsführer
Ulrich Hoffmann
seit 3.5.2021
Geschäftsführer
Michael Bockermann
seit 10.9.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EnBW Telekommunikation GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Plusnet GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

A. Bilanz

der Plusnet GmbH

AKTIVA

Anhang 31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.476.718,09 14.856.214,20
II. Sachanlagen 47.733.282,85 38.414.996,02
III. Finanzanlagen 15.910.150,21 147.646.370,09
84.120.151,15 200.917.580,31
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 221.707,84 250.082,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 30.906.948,66 145.267.295,39
31.128.656,50 145.517.378,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten (3) 1.289.192,73 1.512.035,98
116.538.000,38 347.946.994,41

PASSIVA

A. Eigenkapital (4)
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklagen 54.193.874,62 185.930.094,50
55.193.874,62 186.930.094,50
B. Rückstellungen (5) 18.601.347,98 20.217.182,36
C. Verbindlichkeiten (6) 41.848.985,01 139.369.553,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten (7) 893.792,77 1.430.164,19
116.538.000,38 347.946.994,41

B. Gewinn- und Verlustrechnung

der Plusnet GmbH

Anhang 2023
2022
1. Umsatzerlöse (8) 188.273.625,97 208.432.161,80
2. Andere aktivierte Eigenleistungen (9) 1.669.984,59 2.259.080,17
3. Sonstige betriebliche Erträge (10) 4.526.908,01 3.385.743,84
4. Materialaufwand (11) -121.540.060,31 -132.550.047,75
5. Personalaufwand (12) -35.711.525,14 -31.083.919,33
6. Abschreibungen (13) -14.045.655,57 -11.247.345,44
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -27.673.004,51 -24.144.388,77
8. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -4.499.726,96 15.051.284,52
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen (15) 1.741.982,33 172.936,83
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (16) 102.034,70 20.393,45
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -2.484.520,66
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17) -772.046,52 -10.411,97
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 -130.797.733,25
15. Ergebnis nach Steuern -3.427.756,45 -118.048.051,08
16. Sonstige Steuern -67.427,48 -64.599,29
17. Ergebnisabführung 3.495.183,93 118.112.650,37
18. Jahresüberschuss 0,00 0,00
19. Entnahme aus der Kapitalrücklage 131.736.219,88 0,00
20. Auszahlung an den Gesellschafter -131.736.219,88 0,00
21. Bilanzgewinn 0,00 0,00

C. Anhang

C.I. Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens 2023 in Euro

Anschaffungskosten - Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.987.912,84 9.884,06 0,00 202.803,56 2.200.600,46
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.092.614,39 4.474.808,25 0,00 677.891,32 17.245.313,96
Geleistete Anzahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände 5.795.308,20 4.293.373,04 0,00 -878.621,15 9.210.060,09
19.875.835,43 8.778.065,35 0,00 2.073,73 28.655.974,51
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 122.466,12 132.063,57 0,00 180.413,76 434.943,45
Technische Anlagen und Maschinen 73.876.915,33 8.112.568,93 9.092.513,39 1.445.614,15 74.342.585,02
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 191.052,95 130.016,73 3.553,73 207.862,68 525.378,63
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.348.400,42 11.880.631,15 0,00 -1.835.964,32 23.393.067,25
87.538.834,82 20.255.280,38 9.096.067,12 -2.073,73 98.695.974,35
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 150.130.890,75 0,00 131.736.219,88 0,00 18.394.670,87
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
150.130.890,75 0,00 131.736.219,88 0,00 18.394.670,87
257.545.561,00 29.033.345,73 140.832.287,00 0,00 145.746.619,73
Abschreibungen
01.01.2023 Abgang Zuschreibung 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 725.360,84 0 0 1.097.554,46
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.294.260,39 0 0 7.081.701,96
Geleistete Anzahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0
5.019.621,23 0 0 8.179.256,42
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.026,12 0 0 18.813,45
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.022.208,73 9.047.121,18 0 50.783.789,42
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 99.603,95 46,5 0 160.088,63
0 0 0 0
49.123.838,80 9.047.167,68 0 50.962.691,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.484.520,66 0 0 2.484.520,66
0 0 0 0
2.484.520,66 0 0 2.484.520,66
56.627.980,69 9.047.167,68 0 61.626.468,58
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.103.046,00 1.262.552,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.163.612,00 7.798.354,00
Geleistete Anzahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände 9.210.060,09 5.795.308,20
20.476.718,09 14.856.214,20
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 416.130,00 120.440,00
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.558.795,60 24.854.706,60
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 365.290,00 91.449,00
23.393.067,25 13.348.400,42
47.733.282,85 38.414.996,02
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.910.150,21 147.646.370,09
0,00 0,00
15.910.150,21 147.646.370,09
84.120.151,15 200.917.580,31

Der Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Name Sitz Beteiligungsquote
(%)
Eigenkapital
(€)
Ergebnis Geschäftsjahr
(€)
010052 Telecom GmbH Köln 100,00 25.000,00 0,00 1) 2)
010088 Telecom GmbH Köln 100,00 25.000,00 0,00 1) 2)
01012 Telecom GmbH Köln 100,00 27.000,00 0,00 1) 2)
01052 Communication GmbH Köln 100,00 25.000,00 0,00 1) 2)
01098 Telecom GmbH Köln 100,00 25.000,00 0,00 1) 2)
010090 GmbH Köln 100,00 155.513,31 0,00 1) 2)
Ventelo GmbH Köln 100,00 142.238.292,88 0,00 1) 2)
Broadnet Deutschland GmbH Köln 100,00 4.251.574,64 0,00 1) 2)
Broadnet Services GmbH Köln 100,00 25.000,00 0,00 1) 2)
fonial GmbH Köln 100,00 0,00 -160.275,76 2)
Q-DSL home GmbH Köln 100,00 1.292.905,06 0,00 1) 2)
F&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG Köln 100,00 1.000,00 0,00 2)
T&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG Köln 100,00 120.489,41 25.712,60 2)

1) Ergebnisabführungsvertrag

2) Ergebnis 2022 (EUR); Eigenkapital zum 31.12.2022

C.II. Allgemeine Grundlagen

Die Plusnet GmbH, hat Ihren Sitz in Köln und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (Reg. Nr. HRB 92510).

Der Jahresabschluss der Plusnet GmbH zum 31. Dezember 2023 ist entsprechend den Bestimmungen des HGB, des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags erstellt und in Euro ausgewiesen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die zur übersichtlicheren Darstellung in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Mit der EnBW Telekommunikation GmbH, Karlsruhe, ist ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Ein Organschaftsverhältnis mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe (EnBW AG), besteht bezüglich Körperschaft- und Gewerbesteuer, sowie hinsichtlich der Umsatzsteuer.

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe (EnBW AG), im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB. Sie wird in den Konzernabschluss der EnBW AG einbezogen, der im Unternehmensregister offengelegt wird.

Ein gesonderter Teilkonzernabschluss der Plusnet GmbH wird nicht erstellt, da die Einbeziehung in den Konzernabschluss der EnBW AG für die Plusnet GmbH gemäß § 291 HGB befreiende Wirkung hat.

Die EnBW AG erstellt somit den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen.

Der Konzernabschluss der EnBW AG wird entsprechend § 315e Abs. 1 HGB zu den am Bilanzstichtag verpflichtend in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt.

C.III. Bilanzierung und Bewertung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Herstellungskosten enthalten alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile, Zinsen für Fremdkapital sind nicht einbezogen. Vom handelsrechtlichen Aktivierungswahlrecht wird Gebrauch gemacht. Sofern die Aktivierungsvoraussetzungen erfüllt sind, werden die in der Entwicklungsphase anfallenden Kosten als Herstellungskosten aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, planmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Sachanlagen werden nach der Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Orientierung an den amtlichen AfA-Tabellen abgeschrieben. Für die bis zum Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2010 zugegangenen Anlagegüter werden die im jeweiligen Zugangsjahr geltenden Vorschriften fortgeführt. Bis einschließlich 2009 wurde auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben, seit dem Jahr 2010 wird ein linear verlaufender Werteverzehr zu Grunde gelegt. Bewegliche Vermögensgegenstände werden mit Ausnahme der Zugänge in den Jahren 2006, 2007 und 2009 nach der linearen Methode abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, wurde in den Jahren 2006, 2007 sowie 2009 für bewegliche Vermögensgegenstände die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig (pro rata temporis).

Geringwertige Anlagegüter im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung aus Vereinfachungsgründen im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung voll aufwandswirksam berücksichtigt. In den Geschäftsjahren 2008 bis 2017 wurde für geringwertige Anlagegüter im Sinne von § 6 Abs. 2a EStG aufgrund der untergeordneten Bedeutung aus Vereinfachungsgründen ein im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufzulösender Sammelposten gebildet.

Sowohl für immaterielle Vermögensgegenstände als auch für Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen, soweit handelsrechtlich geboten, vorgenommen. Zuschreibungen erfolgen, sobald die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen entfallen sind.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken werden durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (das heißt einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C.IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Gliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung gehen aus dem in Punkt C.I. dargestellten Anlagespiegel und der Anteilsbesitzliste hervor.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.397.945,03 26.329.145,11
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.355.849,68 118.794.246,21
Sonstige Vermögensgegenstände 153.153,95 143.904,07
30.906.948,66 145.267.295,39

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Abgrenzungen für noch nicht in Rechnung gestellte Telekommunikationsleistungen in Höhe von 18.210.787,39 € (Vj. 16.053.873,77 €) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Ansprüche gegen den Gesellschafter EnBW Telekommunikation GmbH aus Ergebnisabführungsvertrag. Es sind Lieferungen und Leistungen in Höhe von 485.366,08 € (Vj. 129.905,27 €) enthalten.

Durch den mit der EnBW AG abgeschlossenen Cash-Pool-Vertrag werden die in das Cash-Pooling-System einbezogenen Konten der Plusnet GmbH durch einen valutagerechten Saldenübertrag an die EnBW AG glattgestellt. Diese werden valutagerecht seit dem 1. Januar 2022 wie folgt verzinst:

Ein Forderungssaldo der Plusnet GmbH gegenüber der EnBW AG wird auf Basis €STR flat verzinst (im Vorjahr: EONIA-Zinssatz flat, kein negativer Zinssatz möglich), wobei eine negative Verzinsung ausgeschlossen ist. Ein Verbindlichkeitssaldo der Plusnet GmbH gegenüber der EnBW AG wird auf Basis €STR flat verzinst, wobei eine negative Verzinsung ausgeschlossen ist. Weist der €STR-Zinssatz einen negativen Wert aus, fließt dieser mit dem Wert Null in die Berechnung ein. Die anfallenden Zinsen werden zum Quartalsultimo abgerechnet und kapitalisiert.

Die Salden aus dem Forderungs- und Verbindlichkeitsclearing werden ab dem Zeitpunkt der internen Zahlung valutagerecht verzinst.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Sollsalden bei Kreditoren 120.397,78 € (Vj. 84.686,66 €) und Kautionen in Höhe von 12.515,45 € (Vj. 19.049,33 €).

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(3) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Vorauszahlungen für Service- und Wartungsverträge.

(4) Eigenkapital

Das Stammkapital der Plusnet GmbH zum Stichtag beträgt 1.000.000,00 € (Vj. 1.000.000,00 €) und ist vollständig einbezahlt.

Die Kapitalrücklagen wurden gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet.

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich zum Stichtag aufgrund einer Kapitalherabsetzung auf 55.193.874,62 € (Vj. 186.930.094,50 €) vermindert. Es besteht weiterhin unverändert der am 04. Juli 2019 mit der EnBW Telekommunikation GmbH geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags.

Ausschüttungssperre

Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte des Anlagevermögens in Höhe von 1.103.046,00 € (Vj. 1.262.552,00 €) ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre. Die Gesellschaft verfügt über frei verfügbare Rücklagen, die diesen Betrag übersteigen. Die Ausschüttungssperre in diesem Sachverhalt entspricht nicht einer Abführungssperre.

(5) Rückstellungen

31.12.2023
31.12.2022
Sonstige Rückstellungen 18.601.347,98 20.217.182,36
18.601.347,98 20.217.182,36

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von 16.535.324,71 € (Vj. 17.413.253,57 €), Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich in Höhe von 1.597.417,27 € (Vj. 1.955.102,79 €) sowie Kosten aus künftigen Rückbauverpflichtungen in Höhe von 359.406,00 € (Vj. 323.326,00 €).

(6) Verbindlichkeiten

31.12.2023
31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.426.945,06 3.740.201,18
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.802.090,52 133.952.262,31
Sonstige Verbindlichkeiten 619.949,43 1.677.089,87
41.848.985,01 139.369.553,36

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber der EnBW AG aus Cashpooling. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 237.665,36 € (Vj. 91.737,14 €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen wie auch im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus erhaltenen Sicherheiten für Forderungen in Höhe von 42.696,32 € (Vj. 92.689,38 €), Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 494.122,42 € (Vj. 525.225,71 €) sowie Habensalden bei Debitoren in Höhe von 77.900,70 € (Vj. 50.016,72 €).

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(7) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Einmalzahlungen von Kunden.

C.V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

2023
2022
Telekommunikationserlöse 188.093.526,74 208.427.054,23
Sonstige Umsatzerlöse 180.099,23 5.107,57
188.273.625,97 208.432.161,80

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB erfasst und wurden im Wesentlichen im Inland erzielt.

Die Telekommunikationserlöse umfassen im Wesentlichen Erlöse aus monatlichen Gebühren für Telekommunikationsdienstleistungen in Höhe von 183.327.003,49 € (Vj. 197.419.474,76 €). In den Telekommunikationserlösen sind periodenfremde Aufwendungen (Vj. Periodenfremde Umsatzerlöse) in Höhe von 68.625,68 € (Vj. 1.469.725,40 €) enthalten.

Die sonstigen Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus der Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden. Hier sind 171.068,63 € aus der Untervermietung des Bürostandorts Köln an die Plusnet Infrastruktur GmbH&Co.KG enthalten.

(9) Andere Aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 1.669.984,59 € (Vj. 2.259.080,17 €) enthalten Personalaufwendungen für ein Digitalisierungsprojekt sowie IBL für diverse Investitionsaufträge für gewöhnliche Baumaßnahmen wie beispielsweise der Installation von Telekommunikationstechnik.

(10) Sonstige betriebliche Erträge

2023
2022
Sonstige betriebliche Erträge 956.165,08 602.675,93
Periodenfremde sonst. betr. Erträge 3.570.742,93 2.783.067,91
4.526.908,01 3.385.743,84

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus sonstigen Sachbezügen (geldwerter Vorteil) in Höhe von 615.042,81 € (Vj. 379.986,52 €) enthalten.

In den periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.566.123,06 € (Vj. 2.727.855,07 €) enthalten.

(11) Materialaufwand

2023
2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 539.649,80 1.213.036,43
Aufwendungen für bezogene Leistungen 121.000.410,51 131.337.011,32
121.540.060,31 132.550.047,75

In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind im Wesentlichen Aufwendungen für Handelswaren in Höhe von 156.080,27 € (Vj. 838.886,77 €) sowie Aufwendungen für Betriebsstoffe in Höhe von 256.316,43 € (Vj. 265.864,87 €) enthalten.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Terminierung in Höhe von 47.326.508,39 € (Vj. 51.283.357,12 €), Aufwendungen für den operativen Betrieb in Höhe von 40.874.048,73 € (Vj. 43.679.623,80 €) sowie Mietaufwendungen für die Endkundenanbindungen in Höhe von 12.611.095,48 € (Vj. 13.901.075,61 €). In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 46.144,33 € (Vj. Aufwendungen in Höhe von 1.588.304,25 €) enthalten.

(12) Personalaufwand

2023
2022
Löhne und Gehälter 30.212.082,77 26.540.630,77
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.499.442,37 4.543.288,56
35.711.525,14 31.083.919,33

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Erträge für die Altersversorgung in Höhe von 72,58 € (Vj. Aufwand in Höhe von 1.491,24 €) enthalten.

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
Leitende Angestellte 3 3
Übrige Arbeitnehmer 425 391
428 394

Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Beschäftigtenzahl 448 (Vj. 386). Nicht enthalten sind Auszubildende und ruhende Arbeitsverhältnisse wie z. B. Elternzeit. Darüber hinaus bestanden zum Jahresende 20 (Vj. 20) Ausbildungsverhältnisse.

(13) Abschreibungen

Die Position beinhaltet planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen.

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
2022
Fremdleistungen für Verwaltung und Vertrieb 10.323.452,71 10.491.057,55
Übrige Aufwendungen 17.349.551,80 13.653.331,22
27.673.004,51 24.144.388,77

Die Fremdleistungen für Verwaltung und Vertrieb enthalten im Wesentlichen Fremdleistungen für IT in Höhe von 4.089.030,35 € (Vj. 4.032.171,84 €) und Supportleistungen von Konzerngesellschaften in Höhe von 3.188.301,59 € (Vj. 2.962.530,70 €).

Die übrigen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Vertriebsprovisionen in Höhe von 5.862.901,06 € (Vj. 5.995.335,83 €), Mietkosten in Höhe von 1.784.292,90 € (Vj. 1.908.319,76 €), externe Beratungskosten in Höhe von 3.652.690,61 € (Vj. 2.601.554,16 €) sowie Werbeaufwand in Höhe von 1.416.748,20 € (Vj. 684.683,95 €).

In den übrigen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 212.798,48 € (Vj. 331.684,40 €) enthalten.

(15) Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen

Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen resultieren im Wesentlichen aus der Ventelo GmbH und der Q-DSL home GmbH.

(16) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 95.531,34 € (Vj. 17.329,85 €) auf verbundene Unternehmen.

(17) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 767.727,79 € (Vj. 5.018,62 €) auf verbundene Unternehmen.

C.VI. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Es bestehen Miet- und Pachtverpflichtungen in Höhe von 19.891.527,31 € (Vj. 21.502.544,46 €). Davon bestehen Verpflichtungen aus Pachtverträgen mit verschiedenen Grundstücksgesellschaften des EnBW-Konzerns in Höhe von 13.163.820,63 € (Vj. 14.257.722,78 €).

Insgesamt bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 26.493.080,23 € (Vj. 64.058.453,22 €). Davon entfallen 0,00 € (Vj. 51.515.819,46 €) auf sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen und 2.408.493,00 € (Vj. 1.722.985,00 €) auf Umlagen an die EnBW AG. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Rahmen des normalen Geschäftsverkehrs.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pool-Verfahren der EnBW AG teil. Insoweit besteht gegenüber der Cash-Pool-Führenden Bank eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

Angaben zu den Organen gemäß § 285 Nr. 9 u. 10 HGB

Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Elektrotechnik Ulrich Hoffmann, Stuttgart

- Vorsitzender der Geschäftsführung der Plusnet GmbH

Hans-Bert Wilden, Pulheim

- Geschäftsführer Vertrieb der Plusnet GmbH

Dr. Veronika Bunk-Sanderson, Miesbach, bis 18. Oktober 2023

- Geschäftsführerin Finanzen der Plusnet GmbH

Robert Jelinek-Nacke, Wien, seit 01. Februar 2024

- Geschäftsführer Finanzen der Plusnet GmbH

Die Mitglieder der Geschäftsführung erhielten in 2023 eine Vergütung von der Gesellschaft. Auf die Angabe nach § 285 Abs. 9a HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Vorschüsse und Kredite an die Organmitglieder gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern eingegangen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Auf eine Angabe wird verzichtet, da der Jahresabschluss der Plusnet GmbH, Köln in den Konzernabschluss der EnBW Energie Baden-Württemberg AG einbezogen wird.

 

Köln, den 29. März 2024

Plusnet GmbH, Köln

Ulrich Hoffmann

Hans-Bert Wilden

Robert Jelinek-Nacke

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 29.07.2024.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 01. Januar 2023 - 31. Dezember 2023

der Plusnet GmbH

1. Grundlage des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Plusnet GmbH (nachfolgend Plusnet) ist ein deutsches Telekommunikationsunternehmen mit eigener, bundesweiter Netzinfrastruktur und jahrzehntelanger Erfahrung im Betrieb sämtlicher Breitbandtechnologien. Darüber hinaus betreibt Plusnet Netze von Drittanbietern inklusive aller netznahen Dienstleistungen und des gesamten Produkt- und Kundenmanagements.

Die Plusnet konzentriert sich überwiegend auf Gewerbekunden. Für sie stellt die Plusnet Lösungen und Produkte unterschiedlicher Wertschöpfungsstufen bereit. Neben der Möglichkeit, komplette Sprach-Daten-Lösungen für größere Mittelständler zu beziehen, bietet Plusnet auch Produkte und Lösungen für kleinere Mittelständler. Diese Angebote werden von rund 77 direkten Vertriebspartnern, 10 Wiederverkäufern sowie 200 Internet-Service-Providern und Carriern vermarktet. Darüber hinaus umfasst das Leistungsangebot Wholesale-Produkte für nationale und internationale Carrier sowie Managed Network Services für reine Infrastrukturanbieter. Seit 2021 erweitert Plusnet ihre Wertschöpfung um den Bereich des Ausbaus und Betriebs eigener Glasfaseranschlussnetze mit Fokus auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau. Mit diesem umfassenden Portfolio bedient die Plusnet GmbH in Deutschland insgesamt 40.268 Kunden (inkl. der Kunden der fonial GmbH) in den Bereichen B2B, Wholesale sowie SME.

Unternehmensstruktur

Die Plusnet GmbH ist durch eine Ausgliederung aus der q.beyond AG (ehemals QSC AG) entstanden. Die wirtschaftliche Ausgliederung erfolgte zum Stichtag 01. Januar 2018. Die q.beyond AG hat dabei ihren Telekommunikationsbereich in die Plusnet GmbH eingebracht.

Die EnBW Telekommunikation GmbH mit Sitz in Karlsruhe hat auf Grundlage des Share Purchase Agreements vom 06. Mai 2019 mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. Januar 2019 sämtliche Anteile an der Plusnet GmbH von der q.beyond AG (Köln) erworben.

Plusnet verfügt über diverse Tochter- und Enkelunternehmen. Plusnet hält 100 Prozent der Anteile an der Ventelo GmbH, der 010090 GmbH, der Broadnet Services GmbH, der Broadnet Deutschland GmbH, der 010052 Telecom GmbH, der 01052 Communication GmbH, der 010088 Telecom GmbH, der 01012 Telecom GmbH, der 01098 Telecom GmbH, der Q-DSL home GmbH, der F&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG , der T&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG. sowie der fonial GmbH.

Die Ventelo GmbH hält wiederum 100 Prozent an der Plusnet Infrastruktur GmbH & Co. KG, die T&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG 100 Prozent an der T&Q Verwaltungs GmbH sowie die F&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG 100 Prozent an der F&Q Verwaltungs GmbH.

1.2 Geschäftsfelder der Plusnet GmbH

Das Leistungsangebot der Plusnet GmbH richtet sich an folgende Zielgruppen:

1.3.1 Leistungen für Geschäftskunden, zu denen ein direktes Vertragsverhältnis besteht (B2B)

Plusnet vermarktet Telekommunikationsdienstleistungen an mittelständische und große Unternehmen, und das überwiegend in Projektform. Im Wesentlichen handelt es sich um die folgenden Leistungen:

- Virtuelle Standortvernetzungen (VPN) auf Basis von ADSL, SDSL, WLL, mobilen Datendiensten (UMTS und LTE) sowie Leased Line

- LIT-Netz

- Höchste Bandbreiten (DWDM-Verbindungen) z.B. zur Anbindung von Rechenzentren-Sprach-Daten-Anschlüsse, bevorzugt (aber nicht ausschließlich) mit Datenanschlüssen. Hierzu zählen vor allem, SIP-basierte Anschlüsse und SIP-Trunks sowie vollwertige ISDN-Anschlüsse (S0 und S2M)

- Dedizierte und virtuelle SIP-basierte Telefonanlagen

- Dienstleistungen im LAN- und WLAN-Bereich

- Managed Services für Projektkunden (z. B. Sicherheitsdienste/Firewalls)

In Abgrenzung zu den nachfolgend in Abschnitt 1.3.2 genannten Produkten zeichnen sich die vorstehenden Leistungen dadurch aus, dass sie stärker an die individuellen Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. Die betreffenden Verträge sind daher entsprechend individualisiert.

1.3.2 Leistungen für Geschäftskunden, über Wiederverkäufer bzw. über Handelsvertreter zu denen ein indirektes Vertriebsverhältnis besteht

Über Dritte (Handelsvertreter auf Provisionsbasis, Wiederverkäufer) vermarktet die Plusnet Sprach- und Datenanschlüsse vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen (B2B2B-Modell). Im Einzelnen handelt es sich um Datenanschlüsse auf Basis von ADSL, VDSL, SDSL, WLL, mobilen Datendiensten auf UMTS- und LTE-Basis sowie Leased Line (Standleitung) zunehmend FttH (Fiber to the Home) direkt in die Wohnung. Ferner werden Sprachanschlüsse angeboten, was bevorzugt (aber nicht ausschließlich) gemeinsam mit Datenanschlüssen geschieht. Zu diesen Datenanschlüssen zählen IP-basierte Anschlüsse, SIP-Trunks und virtuelle netzbasierte Telefonanlagen und vollwertige ISDN-Anschlüsse (S0 und S2M).

Das Produktportfolio umfasst darüber hinaus Standortvernetzungen und netznahe Sicherheitsleistungen (z.B. Firewalls). Alle Produkte zeichnen sich durch eine hohe Standardisierung aus. Darüber hinaus vermarktet Plusnet ihre Produkte an Wiederverkäufer (Value Added Reseller) und ISP & Carrier. VAR integrieren die Plusnet-Produkte in ihr eigenes Portfolio, wobei die Produkte technisch mit denen der Handelsvertreter identisch sind. ISP & Carrier kaufen Vorleistungs-Internet-Access-Produkte (von xDSL über Ethernet bis Richtfunk) via Netzkopplung von Plusnet ein.

1.3.3 Leistungen für Stadtwerke und Insourcing von Voice-Netzen (Infrastructure Services)

Plusnet agiert als TK-Dienstleister in den folgenden Bereichen:

Next Generation Access

Der Bau von modernen Zugangsnetzen, insbesondere auf Basis von Glasfaserleitungen, erfolgt stark regional. Unter anderem durch die lokalen Energieversorger, die Synergien mit anderen Tiefbauarbeiten (Strom, Gas, Wasser) realisieren können. Die Plusnet GmbH unterstützt solche Zugangsnetzbetreiber (vorwiegend Stadtwerke) durch modulare Services bei Design und Betrieb von Access-Netzen.

Managed Network Services

Plusnet hat Voice-Netze übernommen (Insourcing) und übernimmt die Zuführung und Terminierung der TNB-Verkehre für die ehemaligen Netzbetreiber. Für Endkunden übernimmt Plusnet den TNB-Betrieb (Teilnehmernetzbetrieb).

Aggregation

Plusnet realisiert für den Kunden Zusammenschaltungen mit diversen regionalen Glasfaser-Netzbetreibern (Next-Generation Access / NGA). Über diese Zusammenschaltungen kann der Plusnet-Kunde bei regionalen NGA-Vorleistungsprodukte beziehen. Weiterhin kaufen Kunden Sprach-Datendienste bei Plusnet, mit denen die Vorleistungsprodukte komplettiert werden.

1.3.4 Leistungen für Voice Carrier (Carrier Wholesale)

Telekommunikationsanbieter führen dem Sprach-Netz der Plusnet GmbH Sprachminuten ihrer Endkunden zu, die Telefon-Anschlüsse in diesen Netzen erreichen wollen (Terminierung). Über die Erreichbarkeit in eigenen Netzen vermittelt Plusnet auch Sprachverbindungen in Netze dritter nationaler und internationaler Sprachtelekommunikationsanbieter. Teilweise erfolgt dies ausschließlich über das SIP-Protokoll (Voice over IP), wobei die Plusnet GmbH im Rahmen dieser Leistung einigen Anbietern auch die Rufnummern für die Endkunden der betreffenden Anbieter bereitstellt.

1.3.5 Leistungen für Privatkunden, die über Wiederverkäufer vertrieben werden (Consumer Wholesale)

Die Plusnet GmbH stellt über Wiederverkäufer an private Endkunden (B2B2C-Modell) insbesondere die folgenden Dienstleistungen zur Verfügung:

ADSL-Wholesale und SIP-Voice

Die Wiederverkäufer kaufen ADSL-basierte Datenanschlüsse bei der Plusnet GmbH ein und vermarkten sie im eigenen Namen und auf eigene Rechnung an Privatkunden (ADSL-Wholesale). Zudem haben die Partner die Möglichkeit, auf Basis dieser ADSL-Anschlüsse für ihre Kunden Sprachanschlüsse zu beziehen. Hierbei stellt die Plusnet GmbH entweder einen qualitätsgesicherten Datentransport zu den Sprachvermittlungseinheiten der Partner her, oder realisiert den vollständigen Sprachanschluss inklusive Rufnummernportierung in das Netz der Plusnet GmbH sowie die Terminierung der Anrufe (SIP-Voice).

1.3.6 Glasfaser-Breitbandausbau

Die Plusnet plant, erstellt, betreibt und vermarktet Glasfasernetze in Gewerbegebieten und Mischgebieten für direkte und indirekte Kunden. Der Breitbandausbau der Plusnet folgt auf eine umfassende bundesweite Markt- und Potenzialanalyse 2021 mit regelmäßiger Aktualisierung. Laut der Analyse sind Gewerbegebiete aufgrund der wertigen Kunden wirtschaftlich attraktiv. Das größte Potenzial findet sich dabei in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern. Entsprechend nimmt unter den Netzbetreibern der Wettbewerb um diese Gebiete zu. Die Aktivitäten 2023 fokussierten sich daher auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau von Gewerbegebieten.

Die passiven Netzbestandteile (Rohre, Glasfasern) werden so geplant und bereitgestellt, dass je Haushalt und zusätzlich je Gebäude mindestens zwei Glasfasern zum Standort des ersten Glasfaserverteilers geführt werden. Diese Topologie stellt angemessene Zukunftsreserven im Netz bereit, ermöglicht aber auch sofortigen Open Access auf der untersten Netzebene (Glasfaseranschlussleitung) sowie Gebäudezugänge für TV und Smart-Grid-Anwendungen.

Die aktiven Netzelemente sind mit neuester XGS-PON-Technik des Herstellers Nokia ausgerüstet und erlauben ein kosten- und bandbreitenoptimiertes Glasfasernetz für Geschäfts- ebenso wie für Privatkunden. Schon in der Startphase können Spitzenbandbreiten von bis zu 10 Gigabit symmetrisch auf Kundenwunsch bereitgestellt werden.

Zum Transport der Bandbreiten in das Kernnetz von Plusnet werden die Glasfaserausbaugebiete über Dark Fiber an das eigene bundesweite Backbone-Transportnetz (LIT-Netz) angebunden. Das Hochgeschwindigkeits-Glasfaser-Transportnetz verbindet mehr als 50 Konzentrator-Standorte über Wellenlängen-Multiplex-Übertragungsstrecken (WDM) und erlaubt ein bedarfsorientiertes Steuerungssystem.

1.4 Steuerungssystem

1.4.1 Finanzielle Leistungskennzahlen

Die Steuerung der Plusnet-Gruppe auf konsolidierter Basis erfolgt auf Grundlage der nach IFRS ermittelten Größen Umsatz und EBITDA (Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen). Der EnBW-Konzern steuert nach adjusted EBITDA. Hierbei werden neutrale Effekte aus dem EBITDA eliminiert. Weiterhin wird für die Erhebung der variablen Zielerreichung auf das Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern zurückgegriffen. Seit dem Beginn des Glasfaserausbaus im Jahr 2022 hat die Plusnet nun auch das Investitionsvolumen Capex als Steuerungskennzahl aufgenommen

1.4.2 Nichtfinanzielle Leistungskennzahlen

Vertriebserfolg

Der Vertriebserfolg wird anhand der Kennzahlen des "Monthly Recurring Revenue" sowie des individuellen monatlichen Umsatzes gemessen. Monthly Recurring Revenue beschreibt den wiederkehrenden Auftragsumsatz, qualifiziert nach Faktoren für Laufzeiten, Neuverträge und Vertragsverlängerungen. Bei dem individuellen monatlichen Umsatz handelt es sich um die Umsätze der jeweiligen Vertriebsbereiche.

Kundenzufriedenheit

Die Plusnet ermittelt ihren Kundenerfolg über Kundenzufriedenheitsmessung auf Basis des Net Promoter Score (NPS). Die Kundenzufriedenheit wird durch eine jährlich detaillierte Befragung (Deep Dive) erhoben. Plusnet hat auch im Jahr 2023 einen positiven Wert zu verzeichnen und weist einen Wert von +13 aus. Seit Dezember 2022 führt die Plusnet darüber hinaus zweimal pro Jahr eine Partnerbefragung durch, um Potential zur weiteren Steigerung der Kundenzufriedenheit zu identifizieren. Die letzte Befragung aus 2023 zeigte eine Weiterempfehlungsrate von 83% der befragten Partner.

Glasfaserausbau

Der Glasfaser-Footprint spielt für die Plusnet nach Beginn ihrer Ausbauaktivitäten eine große Rolle. Daher ist die Kennzahl Homes Passed von zentraler Bedeutung. Sie beschreibt angeschlossene Wohn- und Gewerbeeinheiten im Bereich FTTB/H (Glasfaserleitung bis zum Gebäude/in die Wohnung). Eine Wohn- bzw. Gewerbeeinheit gilt als "Home Passed", wenn die Längstrasse vor dem Gebäude vollständig errichtet wurde. Neben der weiteren Kennzahl "Homes Connected" (angeschlossene Wohn- und Gewerbeeinheiten) wird die Kennzahl "Homes Activated" als zentraler Indikator gemessen, mit dem Kunden mit einem aktiven Vertrag erfasst werden.

Personalkennzahlen

Die personalwirtschaftliche Steuerung der Plusnet GmbH erfolgt unter anderem über die Kennzahl Mitarbeiterzahl in Mitarbeiterkapazitäten (MAK).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Zahl der Breitbandanschlüsse, auch auf Glasfaser, steigt weiter. Vor allem aber steigen die technisch möglichen sowie kundenseitig genutzten Bandbreiten konstant an. Ein Trend, der über die letzten Jahre zugenommen hat und sich auch künftig weiter steigern wird.

Die Plusnet GmbH erwartet für das nächste Geschäftsjahr eine weiterhin steigende Nachfrage nach immer höheren Bandbreiten, die über eigene und fremde Breitband-Infrastruktur bedient werden kann.

Digitale Infrastrukturen sind bereits heute von zentraler Bedeutung und verändern Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig. Neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen benötigen breitbandige Netze, weshalb Industrie- und Gewerbebetriebe Standortentscheidungen nach diesem Kriterium treffen. Zunehmende digitale Vernetzung und moderne Kommunikationsformen erfordern somit immer breitbandigere und symmetrischere Dienste.

Nach der 25. Marktanalyse von Dialog Consult / VATM liegt der Umsatz im Telekommunikationsmarkt 2023 voraussichtlich bei 60,2 Mrd. €. Damit zeigt sich ein stabiles Bild für den Gesamtbranchenumsatz, welches auch für den Teilmarkt der Festnetze gilt.

Knapp zwei Drittel des Branchenumsatzes (38,9 Mrd. €) werden mit Privatkunden erzielt. Der Umsatz im Geschäftskundensegment liegt bei 21,3 Mrd. € und bleibt weiterhin stark umkämpft.

Bis Ende 2023 stieg der voraussichtliche Bestand der aktiven Glasfaseranschlüsse bei Endkunden (FTTH/B), das sind Anschlüsse bis Gebäude/Wohnung des Endkunden in Deutschland laut Dialog Consult / VATM deutlich auf circa 4,2 Mio. Außerdem stieg der Anteil der Kunden, die einen echten Glasfaseranschluss bei einem Wettbewerber und nicht bei der Deutschen Telekom AG beziehen, auf circa 76 Prozent (Vorjahr. 65 Prozent). Zudem sind insgesamt 12,0 Mio. Glasfaseranschlüsse betriebsbereit.

Das Breitbandgeschäft leistet einen wesentlichen Beitrag zum Breitbandziel der Bundesregierung. Demnach soll bis zum Jahr 2025 ganz Deutschland mit Gigabit-Geschwindigkeit surfen können.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Der Geschäftsverlauf und die Ertragslage im Jahr 2023 zeichnet sich durch den zunehmenden Druck auf die Erreichung der Vertriebsziele und damit dem Umsatz in den margenstärkeren B2B und B2B2B Segmenten sowie inflationsbedingten Kostensteigerungen und gestiegenen Personalkosten aufgrund des Personalaufbaus in den strategischen Wachstumsfeldern aus. Dabei zeigten die Geschäftsbereiche unterschiedliche Dynamiken.

Die Steuerung der Plusnet GmbH erfolgt im Rahmen der regelmäßigen, unterjährigen Berichterstattung (integriert in die Systeme des EnBW-Konzerns) auf IFRS-Basis für die 5 im Rahmen des EnBW-Konzern konsolidierten Tochtergesellschaften des Plusnet-Teilkonzerns. Daneben besteht ein Management Reporting das alle 18 Gesellschaften des Plusnet-Teilkonzerns umfasst.

Die im Folgenden kommentierten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen sind demgegenüber nach HGB ermittelt; auf die wesentlichen Unterschiede zu IFRS wird eingegangen.

Die Plusnet GmbH erwirtschaftete im Wirtschaftsjahr 2023 nach HGB einen Umsatz von 188,3 Mio. € (Vorjahr: 208,4 Mio. €).

Getrennt nach Geschäftsfeldern stellt sich die Umsatzentwicklung nach HGB wie folgt dar:

in TEUR 2023 2022
B2B 37.490 40.796
B2B2B 77.667 82.519
Infrastruktur Sevices 9.612 11.944
Carrier Wholesale 45.847 49.123
Consumer Wholesale 17.669 19.574
Sonstige Umsätze 180,1 0
UE innerhalb PLN Gruppe 0 4.476
Gesamtumsatz 188.274 208.432

Im Geschäftsfeld B2B sinkt der Umsatz leicht gegenüber dem Vorjahr. Es ist eine zufriedenstellende Entwicklung des Geschäfts mit Bestandskunden, die bereits bei Plusnet unter Vertrag stehen, festzustellen. Hier profitiert Plusnet von der steigenden Nachfrage nach höheren Bandbreiten, konnte aber auch neue Leistungen platzieren. Dennoch unterliegt dieses Geschäftsfeld einem starken Preisdruck und als Folge der pandemischen Lage ist ein Rückgang in der Nachfrage nach Voiceminuten feststellbar.

Im Geschäftsfeld B2B2B sinkt der Umsatz leicht. Der Haupttreiber hierfür ist die sinkende Anzahl an Minuten bei Voiceprodukten. Kontinuierlich bleibt jedoch die Nachfrage nach Produkten mit höheren Bandbreiten bestehen. Auch die lösungsorientierten Leistungen, wie VPN-Lösungen, wachsen durch die stetige Entwicklung des Kundenportfolios.

Im Geschäftsfeld Infrastruktur Services ist der Umsatz leicht rückgängig. getrieben durch Migration der Accounts von Congstar ins Netz der Telekom.

Im Geschäftsfeld Carrier Wholesale ist der Umsatz rückläufig im Vergleich zum Vorjahr bedingt durch den unterjährigen Geschäftsverlauf. Zum Ende des Jahres war hier ein gegenläufiger Hochlauf zu verzeichnen, der sich voraussichtlich in das Jahr 2024 fortschreiben wird.

Das Geschäftsfeld Consumer Wholesale verzeichnete deutliche Rückgänge. Der unterstellte Rückgang der Anschlüsse auf Basis von ADSL2+ fand lediglich in reduzierter Form statt. Die Zahl der Neuanschlüsse nahm ab.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 4,5 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €), hauptsächlich getrieben durch 3,6 Mio. € aus Auflösungen von Rückstellungen aus Vorjahren.

Der Materialaufwand beträgt 121,5 Mio. € (Vorjahr: 132,6 Mio. €). Der Materialaufwand sank im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Mio. €, im Wesentlichen durch gesunkene Aufwendungen für Terminierung (-4,0 Mio. €), kundenbezogene Mietaufwendungen (- 1,2 Mio. €) sowie gesunkene periodenfremde Fremdleistungen (- 1,6 Mio. €). Der Personalaufwand beläuft sich auf 35,7 Mio. € (Vorjahr: 31,1 Mio. €), wobei im Jahr 2023 durchschnittlich 475,9 Arbeitnehmer (MAK) beschäftigt waren.

Das EBITDA liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 9,6 Mio. € (Vorjahr: 26,3 Mio. €). Das für den EnBW-Konzern steuerungsrelevante adjusted EBITDA nach IFRS beträgt 12,6 Mio. € (Vorjahr: 31,0 Mio. €).

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen betragen 14,1 Mio. € (Vorjahr: 11,2 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr liegt auch an den gestiegenen Investitionstätigkeiten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei 27,7 Mio. € (Vorjahr: 24,1 Mio. €). Neben den Provisionsaufwendungen in Höhe von 5,9 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €) sind hier im Wesentlichen Fremdleistungen für Verwaltung und Vertrieb in Höhe von 10,3 Mio. € (Vorjahr: 10,5 Mio. €), Mieten und Pachten in Höhe von 1,8 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €), Rechts- und Beratungskosten 3,7 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €) sowie personalbezogene Kosten in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €) enthalten.

Das EBIT beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr -4,5 Mio. € (Vorjahr: 15,1 Mio. €). Das steuerungsrelevante EBIT nach IFRS liegt bei -13,4 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €).

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge resultieren größtenteils aus Zinserträgen im Verbundbereich der PLN-Gruppe in Höhe von 102 Tsd. € (Vorjahr: 20,4 Tsd. €). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen 772 Tsd. € (Vorjahr: 10,4 Tsd. €).

Der Beitrag aus Ergebnisabführungsverträgen (Vorjahr: Beitrag aus Ergebnisabführungsverträgen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen) beträgt 1,7 Mio. € (Vorjahr: -130,6 Mio. €).

In der legalen Sicht nach HGB betrug das Jahresergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung -3,5 Mio. € (Vorjahr: -118,1 Mio. €). Das IFRS-Jahresergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung liegt bei -11,5 Mio. €. Hauptgründe für die Unterschiede zwischen HGB und IFRS sind die Abschreibung für die PPA, unterschiedliche Abschreibungszeiträume im Anlagevermögen und die Anwendung des Leasingstandards IFRS 16.

Das Ergebnis nach Steuern zum 31. Dezember 2023 in Höhe von -3,5 Mio. € (Vorjahr: -118,1 Mio. €) wurde im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages vollständig von der EnBW Telekommunikation GmbH übernommen.

2.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Plusnet GmbH lag zum 31. Dezember 2023 bei 116,5 Mio. € und ist gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund einer Kapitalherabsetzung in Höhe von 131,7 Mio. € sowie der Sondereffekte aus den Ergebnisabführungen im Vorjahr stark gesunken (Vorjahr: 347,9 Mio. €). Der Wert des Anlagevermögens lag zum 31. Dezember 2023 bei 84,1 Mio. € (Vorjahr: 200,9 Mio. €). Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind insbesondere aufgrund einer höheren Investitionstätigkeit im Bereich "Glasfaserausbau" gestiegen. Die Finanzanlagen sind aufgrund der Kapitalherabsetzung in der Ventelo GmbH in Höhe von 131,7 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr auf 15,9 Mio. € (Vorjahr: 147,7 Mio. €) gesunken.

Das Umlaufvermögen beläuft sich auf 31,1 Mio. € (Vorjahr: 145,5 Mio. €) und enthält im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 26,4 Mio. € (Vorjahr: 26,3 Mio. €) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 118,8 Mio. €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungen enthalten im Wesentlichen die Forderung gegen die EnBW Telekommunikation GmbH aus der Verlustübernahme aus Ergebnisabführung in Höhe von 3,5 Mio. € (Vorjahr: 118,1 Mio. €). Die Vorräte beinhalten überwiegend Warenbestände und sind im Berichtsjahr auf 221,7 Tsd. € (Vorjahr: 250,1 Tsd. €) gesunken.

Zum 31. Dezember 2023 beträgt das bilanzielle Eigenkapital 55,2 Mio. € (Vorjahr: 186,9 Mio. €). Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr 1 Mio. €. Die Kapitalrücklage ist aufgrund einer Kapitalherabsetzung um 131,7 Mio. € auf 54,2 Mio. € (Vorjahr: 185,9 Mio. €) gesunken.

Die Rückstellungen in Höhe von 18,6 Mio. € (Vorjahr: 20,2 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 16,5 Mio. € (Vorjahr: 17,4 Mio. €) sowie Personalrückstellungen in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,96 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 41,9 Mio. € (Vorjahr: 139,4 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe 39,8 Mio. € (Vorjahr: 133,95 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 3,7 Mio. €) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist im Wesentlichen die Verbindlichkeit gegenüber der EnBW AG in Höhe von 39,7 Mio. € enthalten. Diese resultiert im Wesentlichen aus der Saldierung der Verbindlichkeiten aus Cashpooling in Höhe von 40,6 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €) und den sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verschiedener Abtretungsgesellschaften des EnBW-Konzern.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält abgegrenzte Erträge aus Kundenanschaltungen. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 29,1 Mio. € (Vorjahr: 33,6 Mio. €). Wesentliche Treiber waren hier das Core Business in Höhe von 18,5 Mio. € - davon 6,0 Mio. € kundenbezogen, der Glasfaserausbau in Höhe von 5,4 Mio. € sowie go.digITal mit 4,0 Mio. €. Die Buchwertabgänge im Geschäftsjahr 2023 betrugen 48,9 Tsd. €. Es wurden im Geschäftsjahr 2023 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen in Höhe von 14,1 Mio. € (Vorjahr: 11,3 Mio. €) durchgeführt.

Die Plusnet GmbH nimmt am konzernweiten Cash-Pool-System der EnBW AG teil. Es bestehen keine Darlehensverbindlichkeiten außerhalb des Konzerns. Die Finanzierung der Plusnet GmbH war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert.

Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens positiv. Nachdem im Vorjahr das Ergebnis nach Steuern aufgrund der Verlustübernahme aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Ventelo GmbH bei -118,1 Mio € lag, weist das Unternehmen im Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 ein Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung in Höhe von -3,50 Mio. € aus. Die Investitionen in den Glasfaserausbau wurden durch witterungsbedingte Verzögerungen bzw. einer unterjährigen Anpassung der Ausbaustrategie beeinflusst.

2.3 Nicht-finanzielle Leistungskennzahlen

Vertriebserfolg (Monthly Recurring Revenue und individueller monatlicher Umsatz wie weiter oben beschrieben)

Im Jahr 2023 konnte das Teilziel MRR im direkten Vertrieb zu 72 Prozent und im indirekten Vertrieb zu 54 Prozent erreicht werden.

Für das Teilziel individueller monatlicher Umsatz konnte eine Zielerreichung von 82 Prozent im direkten Vertrieb und 92 Prozent im indirekten Vertrieb realisiert werden.

Kundenzufriedenheit (NPS)

Die Kennzahl NPS wird seit Ende 2021 erhoben, um die Kundenzufriedenheit mittels einer marktüblichen Bewertung quantitativ zu messen. Im Jahr 2023 hat sich Plusnet in der jährlichen detaillierten Befragung darin den sehr guten Wert aus dem Vorjahr annähernd halten können und weist einen NPS-Wert von +13 aus.

Mitarbeiterzahl in Mitarbeiterkapazitäten (MAK)

Das Jahr 2023 begann für Plusnet mit 437,6 MAK und endete mit 492,4 MAK. Durchschnittlich waren im Jahr 2023 bei Plusnet 475,9 Arbeitnehmer (MAK) beschäftigt.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Plusnet GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2024 eine weiterhin steigende Nachfrage nach immer höheren Bandbreiten und einen damit einhergehenden Wandel von Kupfer zu Glasfaser.

Plusnet reagiert auf die steigende Nachfrage nach Glasfaser mit einer Erweiterung ihres Produktportfolios, besonders im Bereich der gigabitfähigen Dienstleistungen.

Es wird erwartet, dass die umfangreiche Dienstleistungspalette von Plusnet in den nächsten Jahren Wachstum in den Kernsegmenten B2B und B2B2B ermöglicht. Darüber hinaus beschäftigen sich derzeit viele kommunale Versorger, Stadtwerke und regionale Infrastrukturanbieter mit dem Ausbau passiver Glasfasernetze.

Plusnet profitiert hier von ihrer langjährigen Erfahrung bei Planung und Betrieb von Breitbandnetzen sowie von ihrem breiten Portfolio an Telekommunikationsdiensten.

Gleichzeitig erlebt Plusnet als Ergebnis der Infrastrukturrotation ein graduelles Abschmelzen einiger Geschäftskomponenten wie bspw. im Bereich Consumer Wholesale (B2B2C). Das Unternehmen plant, dies in anderen Bereichen zu kompensieren. Im Bestandsgeschäft beeinträchtigt der wachsende Kostendruck auf Kundenseite zunehmend die Preisgestaltung. Das Unternehmen plant daher in den nächsten Jahren verstärkt einen Aufbau im Bereich der Neukundengewinnung.

Im Zuge des Glasfaserausbaus und der Weiterentwicklung der Open Access Plattform Netbridge plant die Plusnet im Jahr 2024 weitere Umsatzpotentiale zu erschließen.

Die Plusnet erwartet im Jahr 2024 verstärkt in die Entwicklung des Unternehmens zu investieren und fokussiert sich hierbei auf ihre definierten strategischen Kernfelder. Die Investitionen betreffen dabei vor allem die Kupfer-Glas-Transformation und den Breitbandausbau, die Platform Netbridge sowie eine neue IT insbesondere zur Unterstützung nachhaltiger Digitalisierungsmaßnahmen, sowie den Ausbau des Produktportfolios.

Abgesehen von allgemeinen wirtschaftlichen Tendenzen werden keine wesentlichen direkten Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine Konflikt sowie den derzeitigen Entwicklungen im Nahost-Konflikt erwartet. Die indirekten Auswirkungen betreffen mögliche aufkommende zunehmende Lieferschwierigkeiten. Die gestiegene Inflation wirkt sich zunehmend auf die Kostenstruktur der Plusnet aus und es werden verstärkt Kompensationsmaßnahmen geprüft.

Zusammenfassend erwartet die Plusnet GmbH daher ein leicht sinkendes Umsatzniveau bei geringerem EBITDA und deutlich höherem Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2024.

3.2 Chancen- und Risikobericht

In den letzten zwölf Monaten hat sich die Konjunktur in Deutschland deutlich abgeschwächt. Dies wird durch die aktuell steigenden Energiepreise noch verschärft. Es zeigt sich jedoch weiterhin, welche zentrale Rolle eine gut ausgebaute Breitbandinfrastruktur spielt. Der Telekommunikationsmarkt wird deshalb voraussichtlich auch 2024 ein Wachstumsmarkt sein. Der weitere kommunale Breitbandausbau zusammen mit der Förderung durch die öffentliche Hand bleibt ein Wachstumsmotor. Es werden weiterhin landkreisweite Ausschreibungen stattfinden.

Innovationen, neue Produkte, neue Zielgruppen und die steigende Vielfalt der Dienste werden die Marktentwicklungen weiter beleben und der Plusnet GmbH weitere Geschäftschancen ermöglichen. Der Wettbewerbsdruck im Geschäftskundensegment bleibt hoch. Die Glasfaserrotation bedeutet für die im Bestandsgeschäft bisher vorwiegend mit Kupferleitungen agierende Plusnet eine Herausforderung und verlangt stetige Weiterentwicklung unserer Integrationsfähigkeiten dritter Glasfaserinfrastrukturen. Risiken durch eine mögliche Deregulierung werden zum einen durch Selbstverpflichtungen der Telekom und zum anderen durch Zugangsverträge mit möglichst vielen Infrastrukturanbietern nivelliert.

Datenschutz spielt im Telekommunikationsmarkt eine große Rolle, da nicht nur die allgemeinen Vorschriften der DSGVO, sondern auch des TTDSG Anwendung finden. Plusnet verfolgt ein strenges Sicherheits- und Datenschutzkonzept, um Verstöße zu vermeiden bzw. nicht vermeidbare Vorfälle schnell melden und bearbeiten zu können.

Die weiteren wesentlichen Risiken bei der Plusnet GmbH ergeben sich aus dem allgemeinen System- und Netzausfallrisiko sowie dem Fraud, also der vorsätzlich missbräuchlichen Nutzung der Telekommunikationsdienste.

Das allgemeine Netzausfallrisiko wird durch den redundanten Aufbau des Kernnetzes sowie eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung aller Komponenten und Verkehrswege verringert bzw. beherrschbar. Ebenso wird das Fraud-Risiko durch eine speziell entwickelte Software zur Anomalie-Erkennung in Verbindung mit einer Rund-um-die-Uhr-Überwachung, die im Verdachtsfall Sprachverkehr sperrt, gut beherrscht.

Weitere relevante Risiken sind Know-how-Verlust und Geschäftspartnerrisiko. Know-how-Verlust wird durch dezidierte Weiterbildungsmaßnahmen, ein aktives HR-Management und eine neue Organisation vermieden. Dem Geschäftspartnerrisiko begegnet Plusnet durch monatliches Reporting der größten Geschäftspartner in allen Vertriebsbereichen. Klumpenrisiken existieren nicht.

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement des EnBW-Konzerns einbezogen. Die Plusnet GmbH hat für alle erkennbaren Risiken organisatorische und personelle Vorkehrungen getroffen. Bestandsgefährdende Risiken, die die Entwicklung oder Fortführung der Gesellschaft beeinträchtigen könnten, sind zum heutigen Zeitpunkt nicht zu erkennen.

 

Köln, am 29. März 2024

Die Geschäftsführung

Ulrich Hoffmann

Robert Jelinek-Nacke

Bert Wilden

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Plusnet GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Plusnet GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Plusnet GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. •

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 22. Mai 2024

EY GmbH & Co. KG
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