Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 46335
Eingetragen
9.6.1998
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Der Vertrieb von Bauelementen des japanischen Elektronik-Konzerns OMRON Tateisi Electronic und der Vertrieb von anderen industriellen technischen Bedarfsartikeln sowie von Waren aller Art sowie Übernahme von Serviceleistungen hinsichtlich der vertriebenen Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Şaban Akbaşoğlu
seit 15.1.2024
Prokura
Yvonne Uyum-Westerman
seit 5.11.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
OMRON Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
OMRON Europe B.V.
Netherlands
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Omron Electronics GmbH

Langenfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

Vorbemerkungen

Die Omron Electronics GmbH ist eine Vertriebsgesellschaft für elektronische Bauelemente und industrielle technische Bedarfsartikel aller Art und ist Teil des OMRON-Konzerns, welcher ein führender Hersteller von technologisch hochentwickelten Produkten der Industrieautomation und Anbieter von Anwendungs-Know-how ist. Die Produktpalette umfasst u.a. SPS, Industrie-PCs, Bedienterminals, industrielle Netzwerke, Antriebsregler, Frequenzumrichter, Sensoren, Bildverarbeitungssysteme, Sicherheitssysteme, Servoantriebe, Temperaturregler, Relais, Zeitrelais, Überwachungssysteme, SCARA, Delta, Viper, kollaborative und mobile Roboter sowie andere Industriekomponenten. Die Gesellschaft entwickelt fortschrittliche Technologielösungen im Bereich Industrieautomatisierung, KI, smarte Robotik und innovatives Zusammenspiel von Mensch und Maschine.

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 ist die deutsche Wirtschaft laut dem Statistischen Bundesamt im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gesunken. Das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2023 war weiterhin geprägt von dem Fortgang des Kriegs in der Ukraine. Zwar sind die extremen Energiepreiserhöhungen des Vorjahres wieder gesunken, trotzdem liegen sie zum großen Teil noch immer über dem Vorkriegsniveau. Die Inflationsrate lag im Jahresmittel 2023 bei + 5,9 % und ist ein Grund für das weiterhin schwierige wirtschaftliche Umfeld. Insgesamt sind die Verbraucherpreise seit dem Jahr 2020 um 16,7 % im Durchschnitt gestiegen. Gerade der Russland-Ukraine-Krieg hat gezeigt, wie die deutsche Volkswirtschaft bei Energie und Rohstoffen von wenigen ausländischen Importquellen abhängig und geopolitischen Risiken ausgesetzt ist. Zusätzlich haben die hohen Zinsen des Jahres 2023 negative Auswirkungen auf die Investitionstätigkeiten der Unternehmen ausgelöst.

Die Erwerbstätigkeit ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten gestiegen und hat im Herbst 2023 erstmals die Marke von 46,0 Millionen Erwerbstätigen überschritten. Im Jahresdurchschnitt lag die Zahl der Erwerbstätigen bei 45,9 Millionen und damit auch noch über dem Wert des Vorjahres. Allerdings ist die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %-Punkte leicht auf 5,9 % gestiegen.

Neben den geopolitischen Problemen sind die inflationsbedingten Kostensteigerungen, insbesondere im Energiesektor - sowie die damit verbundenen Zinssteigerungen und der weiterhin anhaltende Fachkräftemangel eine Belastung für die wirtschaftliche Entwicklung. Zusätzlich leidet die Exportwirtschaft in Deutschland unter dem grundsätzlichen schwachen Wachstum des Welthandels. Um die herausfordernde Situation bewältigen und um den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken zu können, müssen Maßnahmen und Reformen getroffen werden, die zu einer Verbesserung der Lage führen. Lt. Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung sind diese Maßnahmen u.a. die Stärkung der Investitionstätigkeit, der Abbau von Bürokratie, die Unterstützung von Forschung und Entwicklung um Innovationen zu fördern, die Beseitigung des Fachkräftemangels und die Verbesserung von Finanzierungsbedingungen. Weiter gilt es, die gesetzlich verankerten Klimaschutzziele zu erreichen und die Wirtschaft und insbesondere die Industrie auf diesen Wechsel vorzubereiten und den Ausbau der erneuerbaren Energie kostenverträglich voranzutreiben.

Die Bundesregierung als auch der Sachverständigenrat erwarten in ihren Prognosen für das Jahr 2024 eine leichte Erholung und gehen von einem geringen BIP-Wachstum von 0,2 % aus. Der Sachverständigenrat geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Laufe des Jahres weiter zulegen kann und das BIP-Wachstum im Jahr 2025 auf 0,9 % steigt. Als Gründe dafür wird aufgeführt, dass die Inflation weiter zurückgeht, wohingegen die gestiegenen Reallöhne zu höheren Konsumausgaben und zu einer höheren Binnennachfrage führen. Abzuwarten bleibt, ob und wann die Europäische Zentralbank Leitzinssenkungen vornimmt, um Anreize für die Investitionstätigkeit der Unternehmen zu schaffen.

2. Branchenentwicklung

Die Entwicklung der Omron Electronics GmbH ist im Wesentlichen vom Maschinen- und Anlagenbau sowie der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie abhängig. Der Maschinen- und Anlagenbau ist nach wie vor die beschäftigungsstärkste Industrie Deutschlands und gehört mit zu den wichtigsten Industriezweigen unserer Volkswirtschaft. Im Jahr 2023 betrug der Umsatz im deutschen Maschinenbau rund 263 Milliarden Euro und konnte somit um 19 Milliarden Euro gesteigert werden.

Allerdings haben im Wesentlichen die hohen Auftragseingänge des Jahres 2022 zu diesem gutem Umsatzergebnis 2023 geführt. Grundsätzlich fallen die Bilanz und die Entwicklung für das Jahr 2023 in diesem Bereich aber ernüchternd aus. Lt. einem Bericht der Tagesschau, gestützt auf die Zahlen des VDMA, sind die Aufträge im Vergleich zum Vorjahr um 12 % gesunken, dabei sind die Inlandsaufträge sogar um 13 % gesunken, bei den Exportaufträgen fiel der Rückgang um 3 % noch moderat aus. In dem für die Gesellschaft wichtigem Bereich "Robotics und Automation" liegt der Auftragsrückgang 2023 zwar "nur" bei 9 % gegenüber dem Vorjahr, allerdings sahen die Erwartungen ein Wachstum von 13 % vor; somit liegen die Auftragsrückgänge bei 22 %-Punkten gegenüber den Erwartungen. Als Gründe für diesen Rückgang werden unter anderem das fehlende Vertrauen und eine insgesamt schwache Nachfrage insbesondere in den großen Märkten USA, China und Europa, hohe Zinsen und gestiegene Energie- und Lohnkosten aufgeführt. Auf die Beschäftigung hat diese Entwicklung noch keinen großen Einfluss genommen, was weiterhin dem hohem Fachkräftemangel geschuldet sein dürfte. Im Jahr 2023 lag die Anzahl der Beschäftigten im Maschinenbau bei 955.000, was einen leichten Anstieg von 1,3 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Für 2024 rechnet der VDMA mit einem weiteren Auftragsrückgang im Bereich Maschinenbau von 4 %.

Neben der Stabilisierung des Marktes ist der Wechsel zur klimaneutralen Wirtschaft durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die Wiederverwertung von Ressourcen im Fokus. Der Russland-Ukraine-Krieg verdeutlicht generell die Notwendigkeit, unabhängiger von Importen fossiler Energie zu werden. Die Unternehmen haben den Energieengpass besser verkraftet als angenommen, allerdings stellen die nach wie vor hohen Energiekosten ein großes Risiko dar.

Die Maschinenexporte der Branche lagen in Deutschland im Jahr 2023 bei Mrd. EUR 206,9, was einem nominalen Anstieg von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Erhöhung resultiert aus der guten Auftragslage 2022 und gestiegenen Preisen, die durch die Inflation hervorgerufen wurden. Wichtigster Exportmarkt waren wie auch im Jahr 2022 die USA mit Anteil von Mrd. EUR 28, gefolgt von China mit einem Anteil von Mrd. EUR 18.6.

Der zweite wichtigste Absatzmarkt der Omron Electronics GmbH ist der Bereich der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Im Wirtschaftsjahr 2023 betrug der Branchenumsatz laut Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) insgesamt Mrd. EUR 224,5, was einem Anstieg von ca. 6 % gegenüber dem Vorjahr und ca. 10 % aller deutschen Industrieumsätze entspricht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus inflationsbedingt gestiegenen Preisen; preisbereinigt liegt das Wachstum im Jahr 2023 bei +/- 0 %. Mit ca. 901.000 Mitarbeitern ist die Elektroindustrie weiterhin der zweitgrößte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Ein Anstieg für Innovationsausgaben sowie ein Anstieg der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung ist das Resultat, das rund 1/5 des Gesamtumsatzes mit neuen Produkten erzielt werden konnte.

Eine wesentliche Bedeutung für die Gesellschaft hat der Zweig der Automation und Robotik; der Umsatz im Jahr 2023 in diesem Bereich ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen und lag 12 % über dem Vorjahr. Allerdings verzeichnet die Branche im Jahr 2023 auch einen Auftragsrückgang von 9 %. Sehen für die anderen Fachbereiche die Prognosen für 2024 eher düster aus, der VDMA erwartet für das Jahr 2024 einen leichten Rückgang in der Maschinenproduktion von 2 bis 4 %. Dadurch bleibt auch das Jahr 2024 ein herausforderndes Jahr, da die Weltkonjunktur nach wie vor in einer Flaute steckt. Etwas Hoffnung verbreitet die zu erwartende Zinswende, was einen Anstieg der Investitionen nach sich ziehen kann. Zudem ist zu erwarten, dass der Abbau der Lagerbestände fortschreitet und zu neuer Nachfrage führen wird.

Weiter enormes Wachstumspotential ergibt sich durch sogenannte Cobots. Dabei handelt es sich um Industrieroboter, die mit dem Mensch kollaborieren. Es geht also nicht darum, den Menschen zu ersetzen, sondern dessen Arbeit zu erleichtern bzw. die Arbeiten auf Maschinen zu übertragen, die für Menschen nur schwer auszuführen sind. Sie assistieren dem Menschen bei nicht vollständig automatisierbaren komplexen Aufgaben und sind leicht zu programmieren und flexibel. Omron legt einen seiner Fokusse auf diesen Bereich und will gerade in den Schlüsselindustrien, wo Robotik zum Einsatz kommt, weiterwachsen.

Der ZVEI rechnet für das Jahr 2024 mit einem weiteren Produktionsrückgang von bis -2 %. Der Rückgang ist nicht dramatisch, allerdings ist das derzeitige Konjunkturumfeld lt. dem Präsidenten des ZVEI weiterhin ungünstig. Hoffnungen ruhen auf dem Exportgeschäft, was sich in den vergangenen 10 Jahren um knapp 100 Mrd. Euro erhöht hat. Hier nimmt der ZVEI-Präsident die EU in die Verantwortung, bei stockenden Handelsabkommen mehr Geschwindigkeit an den Tag zu legen. Große Hoffnungen sieht der ZVEI mit der branchenübergreifenden Initiative "Manufacturing-X".

Es bleibt abzuwarten, wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz umgesetzt wird. Der ZVEI sieht dieses Gesetz als bürokratisches Ungestüm, welches zurückgedrängt werden muss. Nach wie vor ergeben sich Potentiale durch die Klimawende und die Investitionen in klimafreundliche Technologien. Die Elektro- und Digitalindustrie profitiert am meisten von der Elektrifizierung und Digitalisierung. Chancen sieht der Verband in der Innovation von Elektrifizierung und Digitalisierung, die zu Einsparungen in der Energie führen. Wesentlicher Treiber der Elektrifizierung ist dabei der Ausbau der erneuerbaren Energien. Eine erfolgreiche Digitalisierung ist nur durch den Ausbau der Infrastruktur möglich und gerade hier ergeben sich enorme Potentiale für die Elektroindustrie. Die aktuellen Stromnetze sind für den Ausbau der erneuerbaren Energien und für diese Zeitenwende und den dadurch resultierenden erhöhten Bedarf nicht ausgelastet und müssen ausgebaut und erneuert werden.

3. Geschäftsverlauf

Der Umsatz der Omron Electronics GmbH betrug TEUR 55.185 und ist im Vergleich zum Vorjahr um 18,8 % gesunken. Der Rohertrag mit einer Marge von ca. 48 % ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10 %-Punkte gestiegen. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Wirtschaftsjahr einen Gewinn von TEUR 2.199 vor Steuern erzielt, was einem Rückgang von ca. 20,8 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Führte der Abbau der offenen Bestellungen des Vorjahres zu einem Rekordumsatz im Wirtschaftsjahr 2022/2023, so haben die Umsätze des aktuellen Jahres wieder das Niveau des Jahres 2021/2022 erreicht. Die Umsätze der Gesellschaft sind mit dem Branchenumsatz der Maschinenbauindustrie und Elektroindustrie eng verbunden und verlaufen ähnlich dem der Branchen. Die Schwierigkeiten der Branche, insbesondere der deutliche Auftragsrückgang haben sich auch auf die Gesellschaft ausgewirkt. Die Aufgrund der sehr hohen Auslieferungen des Vorjahres vollen Läger der Produzenten - in Kombination mit der Stagnation der Weltkonjunktur, den hohen Zinsen und den geopolitischen Schwierigkeiten - sind als Hauptgründe für den deutlichen Umsatzrückgang anzuführen.

Auch trotz des Umsatzrückgangs hat die Geschäftsführung sich dazu entschieden, die bisherige Strategie, sich auf bestimmte Industriebereiche und strategische Märkte zu fokussieren, nicht zu verändern und diese weiter voranzutreiben. Der Fokus liegt unter anderem auf dem Bereich Food & Commodity sowie im Automotive-Bereich. Weitere wichtige Zielindustrien sind die Bereiche Medical und Digital. Die Strategie, sich auf Zielindustrien zu fokussieren, ist ebenfalls von der europäischen Organisation übernommen worden.

Aufgrund der hohen Inflation mussten die Verkaufspreise im Wirtschaftsjahr erhöht werden, die Preiserhöhungen konnten den Umsatzrückgang aber nicht kompensieren. Die Effekte der Preiserhöhungen sind allerdings nachgelagert und wirken sich mit Verzögerung aus. Im Gegenzug haben inflationsbedingte Kostensteigerungen zu einem Anstieg der Gesamtkosten von 5 % geführt.

Waren im letzten Jahr die anhaltenden Lieferschwierigkeiten im Halbleiterbereich noch das wesentliche Thema, hat sich die Liefersituation im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder normalisiert und die Lieferrückstände des Vorjahres konnten abgebaut werden.

Das Automatisierungsgeschäft hat sich aus verschiedenen Gründen für Omron weltweit als problematisch dargestellt. Nach dem Ende der Corona-Pandemie ergab sich zunächst ein weltweiter Nachfrageschub, der durch die Zulieferer gar nicht abgearbeitet werden konnte. In der Folge hatte die Gesellschaft große Lieferengpässe zu verzeichnen, die erst weit bis in das letzte Geschäftsjahr hinein abgearbeitet werden konnten. Dies hat u.a. auch zu dem Rekordergebnis im vorangegangen Geschäftsjahr geführt. Anfang des aktuellen Geschäftsjahres brach dann die Nachfrage ein und damit verbunden waren auch die Auftragseingänge rückläufig. Die Auftragseingänge wirken zeitverzögert, so dass sie sich in den Umsatzzahlen zunächst nicht widergespiegelt haben, da ein immer noch hoher Auftragsbestand zunächst abgearbeitet werden musste.

In der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres zeigte sich die Nachfrageschwäche immer deutlicher und endete zum Geschäftsjahresende in einem deutlichen zweistelligen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr. Aber auch die Auftragseingangszahlen des Jahres 2023/2024 weisen am Ende einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr aus. Dieser Umsatzrückgang war kein rein deutsches oder gar europäisches Problem, sondern ein globales. So sind die Konzernzahlen auch in Amerika, aber vor allem auch in Asien, insbesondere in China und im Omron-Stammland Japan, deutlich rückläufig gewesen.

In Dortmund hat die Gesellschaft zudem im letzten Quartal des Vorjahres in einen neuen Standort investiert und konnte diesen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr vollumfänglich nutzen. Entstanden ist ein Proof of Concept Center für den Bereich Robotik und Industrieautomation, in welchem Kunden die verschiedenen innovativen Robotik-Produkte testen können, um ihre benötigte Lösung individuell entwickeln zu lassen. Zusätzlich werden an dem Standort Produktschulungen für Kunden und Mitarbeiter rund um den Bereich Robotik angeboten und es sind auch Arbeitsplätze für Mitarbeiter aus den Bereichen Robotik-Service, Applikation, Vertrieb, Marketing und Customer Service vorhanden.

Neben den wichtigsten Umsatzbereichen der Omron Electronics GmbH, dem Bereich Automation & Drives, gefolgt von dem Produktbereich, dem Bereich Sensor & Industrial Components, legt die Gesellschaft den Fokus verstärkt auf die Entwicklung von Lösungen im Bereich künstlicher Intelligenz, um das Zusammenspiel von Mensch und Maschine weiter zu verbessern und den Kunden innovative Lösungen anbieten zu können. Auch die diesjährige Hannover-Messe 2023 stand im Zeichen der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz. Der Robotik-Bereich wird als wichtiger Baustein für dieses Konzept immer bedeutender und konnte neben dem Bereich Service als einzige Produktgruppe ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Ein Highlight zu Beginn des Geschäftsjahres für die Gesellschaft war der erneute Auftritt auf der Hannover-Messe im April 2023, um die innovativen Technologien und Lösungen Bundeskanzler Herrn Olaf Scholz und dem indonesischen Staatspräsidenten Herrn Joko Widodo live auf der Messe präsentieren zu können, die bei ihrem Rundgang über das Messegelände auch den Stand der Omron Electronics GmbH besucht haben.

In dem abgelaufenen Geschäftsjahr hat die europäische Organisation die Struktur der Gesellschaft übernommen, sich auf neue Technologien und Industrien zu fokussieren und sich dadurch in den wichtigen Zielindustrien "Medical Industry", "E-Mobility", "Digital Industry" sowie die "Logistic Industry" strategisch gut aufzustellen. Der Schritt zur nachhaltigen Automatisierung wird für die Zukunft ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

4. Leistungsindikatoren

Wesentliche interne Steuerungsgrößen zur Unternehmensüberwachung sind die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:

Umsatzerlöse

Jahresergebnis

Umschlagshäufigkeit der Forderungen pro Jahr

Vorjahresvergleich 2023/2024 2022/2023 Veränderung
Umsatzerlöse TEUR 55.185 67.973 -12.788
Jahresergebnis TEUR 1.536 2.014 -478
Umschlagshäufigkeit Forderungen 10,02 10,68 -0,66
Planzahlenvergleich 2023/2024 Plan Veränderung
Umsatzerlöse TEUR 55.185 71.389 -16.204
Jahresergebnis TEUR 1.536 1.878 -342
Umschlagshäufigkeit Forderungen 10,02 10,25 -0,23

Finanzielle Leistungsindikatoren

Der bedeutendste Leistungsindikator für die Omron Electronics GmbH sind die erzielten Umsatzerlöse. Diese sind in erster Linie abhängig von der Entwicklung auf dem Maschinenbaumarkt und in der Elektronikindustrie. Die Umsätze in beiden Branchen sind im Wirtschaftsjahr 2023/2024 gesunken und haben die Erwartungen von TEUR 71.389 nicht erfüllen können. Demzufolge konnte auch das Jahresergebnis von TEUR 1.536 die Planung von TEUR 1.878 nicht erreichen. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen lag um 0,23 leicht unter Plan. Ist aber weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Dass das Jahresergebnis analog zu den Umsatzerlösen nicht im gleichen Maße hinter den Planungen zurückgeblieben ist, liegt darin, dass die Geschäftsleitung aufgrund des stagnierenden Auftragseingangs frühzeitig Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten getroffen hat. Geplante Einstellungen und Investitionen sind frühzeitig gestoppt worden, der Rohertrag konnte verbessert werden.

Die finanziellen Leistungsindikatoren, die die Gesellschaft im Geschäftsjahr als wesentlich eingestuft hat, werden auch in den folgenden Geschäftsjahren im Fokus stehen. Allerdings hat die Konzernleitung aufgrund des allgemeinen Umsatzrückgangs innerhalb des Konzerns für das Geschäftsjahr 2024/2025 Konsolidierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen vorgegeben. Aus diesem Grund rückt der Fokus auf das Erreichen der oben genannten Leistungsindikatoren für das neue Geschäftsjahr in den Hintergrund.

Aber auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, insbesondere die Umsetzung der Ziele aus der SF2030- Agenda und die Implementierung der Nachhaltigkeitsziele des Konzerns spielen weiterhin eine wesentliche Rolle.

Als Vertriebsgesellschaft ist die Umschlagshäufigkeit der Forderungen ein wichtiger Leistungsindikator, welcher auch innerhalb des Konzerns eine große Bedeutung hat. Die Konzernleitung und auch die europäische Organisation haben sich als Ziel gesetzt, die Forderungsumschlagshäufigkeit zu verbessern. Erfreulicherweise kam es während dieses Geschäftsjahres trotz schwieriger Lage zu keinen nennenswerten Forderungsausfällen; die Forderungsumschlagshäufigkeit ist gegenüber dem Vorjahr, aber auch gegenüber der Planung leicht gesunken und befindet sich nach wie vor konstant auf einem sehr guten Niveau, was auf ein aktives Forderungsmanagement zurückzuführen ist. Im europäischen Vergleich innerhalb des Konzerns kann die Gesellschaft weiterhin die besten Ergebnisse in diesem Bereich vorweisen. Auch die bereits vorhandene sehr gute Zahlungsmoral der Kunden hat sich trotz der aktuellen Krise weiter positiv entwickelt. Außerdem kann festgestellt werden, dass Kunden - insbesondere im Bereich Robotik, aber auch bei der Umsetzung von Projekten - zunehmend längere Zahlungsziele einfordern. Die Gesellschaft trägt dieser Entwicklung Rechnung, indem sie für das neue Geschäftsjahr von keiner wesentlichen Verbesserung der Forderungsumschlagshäufigkeit ausgeht und als neuen Plan sich ein Ziel von 10,00 für diese Leistungskennzahl setzt.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen hat sich um insgesamt TEUR 96 netto auf TEUR 864 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 960) verringert. Im vorangegangenen Jahr hat die Gesellschaft mehr als TEUR 750 in den neuen Standort in Dortmund investiert, im laufenden Geschäftsjahr sind die Investitionen mit TEUR 138 deutlich geringer ausgefallen. Die planmäßigen Abschreibungen entsprechen der gesetzlichen Regelung und betragen insgesamt TEUR 255. Der Anstieg der Abschreibungen resultiert aus den vorher beschriebenen Investitionen am Standort Dortmund, da die Abschreibungen im abgelaufenen für volle zwölf Monate vorgenommen worden sind. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind leicht um TEUR 131 von TEUR 7.682 auf TEUR 7.551 gesunken. Darin enthalten sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte, die aufgrund der niedrigeren Umsatzerlöse um TEUR 1.122 deutlich gesunken sind. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von TEUR 1.129 um TEUR 233 auf TEUR 1.362 gestiegen. Einen großen Anstieg gab es auch bei den sonstigen Vermögensgegenständen; diese betragen zum Bilanzstichtag TEUR 930. Wesentlicher Inhalt dieser Bilanzposition ist die Rückforderung aus gezahlter Kapitalertragsteuer aufgrund ausgeschütteter Dividenden in Höhe von TEUR 815.

Die Vorräte haben sich um TEUR 70 auf TEUR 302 verringert. Der aktuelle Bestand setzt sich im Wesentlichen aus Arbeitsmustern, die teilweise zu Testzwecken an Kunden verliehen sind, aus Vorräten für zum Stichtag nicht abgeschlossene Projektgeschäfte und aus Ersatzteilen, die für Service-Einsätze benötigt werden, zusammen.

Aufgrund der guten Vermögenslage und der guten Zahlungsmoral der Kunden sieht die Geschäftsleitung keinerlei Risiken, die die Tätigkeit des Unternehmens einschränken.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 332 auf TEUR 3.039 verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch niedrigere Personal- und Bonusrückstellungen an Kunden begründet, diese sind aufgrund der niedrigeren Umsatzerlöse entsprechend geringer ausgefallen. Bei den Personalrückstellungen sind aus den gleichen Gründen die Rückstellungen für Mitarbeiterboni gesunken. Ebenso konnte die Rückstellung für ausstehende Urlaubstage reduziert werden.

Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.082 von TEUR 9.294 auf TEUR 5.212 gesunken. Der Rückgang betrifft vor allem den Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die um TEUR 3.796 gesunken sind. Diese Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus der Lieferung von Waren innerhalb des Konzerns.

2. Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023/2024 konnte ein positives Jahresergebnis i.H.v. von TEUR 1.536 erwirtschaftet werden; das entspricht einem Rückgang um TEUR 478 gegenüber dem Vorjahr. Das im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Ergebnis ist auf den Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Die hohen Umsätze des Vorjahres, die teilweise aus den Auftragsrückständen des Jahres 2021/2022 resultiert haben, haben dazu geführt, dass die Läger der Kunden auch im Jahr 2023/2024 noch gefüllt waren und diese erst einmal ihre eigenen Aufträge abarbeiten mussten, bevor neue Bestellungen platziert worden sind. Die hohen Zinsen und der damit verbundene Investitionsrückgang sowie das schwierige Marktumfeld haben ihr Weiteres zu den rückläufigen Umsätzen beigetragen.

Die Finanzmittel sind demzufolge im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.365 auf TEUR 4.096 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf gestiegene Kosten, weitere Investitionen ins Anlagevermögen, den Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, den Rückgang des Jahresüberschusses und der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von TEUR 2.090 an die Muttergesellschaft zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 1.122 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen das Resultat des gesunkenen Umsatzes zur Gänze, aber auch des letzten Quartals des Geschäftsjahres. Durch ein aktives Forderungsmanagement liegt die durchschnittliche Realisation der Forderungen nahezu identisch zum Vorjahr bei ca. 36 Tagen zum Ende des Geschäftsjahres bzw. die Umschlagshäufigkeit der Forderungen bei 10. Entgegen den Befürchtungen waren im Geschäftsjahr keine wesentlichen Forderungsverluste zu verzeichnen und auch die Zahlungsmoral ist auf einem weiterhin sehr guten Niveau geblieben.

Die Finanzierung über ein Cash-Pooling-System wird durch die Muttergesellschaft in ausreichender Form sichergestellt. Mit Ausnahme der Inanspruchnahme von liquiden Mitteln im Rahmen des Cash-Pooling-Systems der OMRON-Gruppe werden keine Fremdmittel in Anspruch genommen.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Ende des Wirtschaftsjahres 35,4 % und ist gegenüber dem Vorjahr um 6,8 %-Punkte gestiegen. Das liegt daran, dass das Eigenkapital im Vergleich zur Bilanzsumme weniger stark gesunken ist. Aufgrund der zu erwartenden Kosten durch die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen erwartet die Gesellschaft, im Geschäftsjahr 2024/2025 auf Mittel aus dem Cash-Pool zurückgreifen zu müssen, und hat konzernintern die Nutzung einer Kreditlinie aus diesem Pool beantragt. Grundsätzlich sieht die Geschäftsleitung die Finanzstruktur der Gesellschaft als stabil an.

3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023/2024 konnte die Omron Electronics GmbH ein positives Jahresergebnis erwirtschaften. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 1.536.

Der Anteil der Vertriebskosten am Umsatz liegt bei 32,0 % (Vorjahr: 25,5 %). Absolut haben sich die Vertriebskosten von TEUR 17.299 im Vorjahr auf TEUR 17.653 erhöht. Das entspricht einem Anstieg um 2,0 % oder TEUR 354. Der Anstieg resultiert aus inflationsbedingten Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich der Gehälter. Vertriebsaktionen wie die Hannover-Messe oder andere Hausmessen haben ebenfalls zu einer Steigerung der Kosten geführt. Bei den Energiekosten sind die nach wie vor hohen Treibstoffkosten hervorzuheben. Aufgrund des absehbaren Umsatzrückgangs hat die Geschäftsleitung während des Geschäftsjahres bereits Maßnahmen getroffen, um dem entgegenzuwirken.

Der Anteil der Verwaltungskosten ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 40 gestiegen und liegt im Geschäftsjahr 2023/2024 bei 3,7 % vom Umsatz bzw. bei TEUR 2.019.

Wesentlicher Bestandteil der Vertriebs- und Verwaltungskosten sind die Personalkosten und weitere durch Mitarbeiter verursachte Fixkosten, wie z.B. Leasingkosten für Firmenfahrzeuge und andere Reisekosten.

Der Anteil des kompletten Betriebsaufwands am Nettoumsatz beträgt 44,2 % (Vorjahr: 34,2 %), was eine Steigerung von TEUR 1.152 ausmacht, wohingegen der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 19,8 % bzw. von TEUR 67.973 auf TEUR 55.185 gesunken ist. Das Bruttoergebnis hingegen konnte auf TEUR 26.406 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 25.962 verbessert werden. In den Vertriebs- sowie auch in den Verwaltungskosten sind im Wesentlichen die Personalkosten abgedeckt.

4. Mitarbeiter

Als international agierendes Unternehmen umfasst Omron eine Vielfalt an verschiedenen Kulturen. Respekt vor jeder Einzelperson ist ein Wert, der von Omron sehr geschätzt wird. Unsere Mitarbeiter sind dabei mit ihren Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeit die Basis für den Erfolg unseres Unternehmens. Dabei bietet die Gesellschaft ein Umfeld, das den Mitarbeitern ermöglicht, diese Fähigkeiten im Sinne des Unternehmens einzusetzen.

In den vorangegangenen Geschäftsjahren sind viele Maßnahmen getroffen worden, um das professionelle Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter zu verbessern. So wurde u.a. mit der Einführung der Microsoft-Office-365-Plattform die Basis dafür geschaffen, allen Mitarbeitern nach der Corona-Zeit weiterhin ein nahezu reibungsloses Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen. Das hybride Arbeitsmodell, welches im letzten Jahr eingeführt worden ist und welches allen Mitarbeitern an den Standorten Langenfeld und Dortmund die Möglichkeit bietet, bis zu 8 Tage pro Monat aus dem Home-Office zu arbeiten, hat sich bewährt. Die Geschäftsführung folgt hier dem Trend der Zeit und stellt die Weichen für den Wandel der Arbeitswelt, der sich durch die Corona-Zeit ergeben hat.

Am Standort in Dortmund sind neue nachhaltige Büro-Arbeitsplätze entstanden, bei deren Einrichtung auch gesundheitserhaltende Aspekte eine Rolle gespielt haben. Im laufenden Geschäftsjahr wurden auch am Standort in Langenfeld Investitionen in diesem Bereich getätigt und den Mitarbeitern an diesem Standort höhenverstellbare Schreibtische zur Verfügung gestellt. Auch bietet die Gesellschaft ihren Mitarbeitern mittlerweile das sogenannte Bike-Leasing an, bei dem den Mitarbeitern auf Wunsch ein Dienstfahrrad zur Verfügung gestellt wird.

Im Jahresdurchschnitt ist die Zahl der Mitarbeiter im vergangenen Geschäftsjahr nahezu unverändert zum Vorjahr geblieben, d.h. die Gesellschaft hat es mit den getroffenen Maßnahmen geschafft, die Mitarbeiter zu halten; zum Ende des Geschäftsjahres war 1 Mitarbeiter mehr beschäftigt als zu Beginn des Jahres. Allerdings wird die Gesellschaft der aktuellen Umsatzentwicklung Rechnung tragen und die von der Konzernleitung vorgegebenen Restrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsjahre 2024/2025 in die Tat umsetzen. Die genauen Auswirkungen auf die Mitarbeiter lassen sich zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht abschätzen, allerdings ist klar, dass es leider zu Stellenstreichungen kommen wird. Zu diesem Zweck hat die Geschäftsleitung Gespräche mit dem Betriebsrat in die Wege geleitet.

5. Ausblick und künftige Entwicklung sowie Risiken und Chancen

Zu Beginn des Kalenderjahres 2024 befindet sich die deutsche Wirtschaft weiterhin in schwierigen Gewässern. Die Stimmung in der Wirtschaft und alle führenden Indizes liegen zum Jahresbeginn weiterhin auf einem sehr niedrigeren Niveau. So rechnet die Bundesregierung für das Jahr 2024 mit einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von gerade mal 0,2 %. Positiv ist der zu erwartende Rückgang in den Preissteigerungen bei den Verbraucherpreisen auf zu erwartende 2,8 %. In der Jahresprojektion 2024 erwartet die Bundesregierung zudem einen leichten Anstieg bei der Zahl der Erwerbslosen auf 5,9 %.

Für das Jahr 2024 richtet die Bundesregierung den Fokus auf zehn Handlungsfelder, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft nachhaltig zu stärken. So sollen unter anderem durch gezielte Maßnahmen Investitionen gestärkt und Modernisierungen vorangetrieben werden. Weiterhin ist es das Ziel, den Abbau der Bürokratie und die digitale Transformation voranzutreiben. Ein wichtiges Thema wird es auch sein, den Ausbau und die Nutzung von erneuerbaren Energien weiter zu verbessern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Ein wesentliches Handlungsfeld wird es auch sein, die Außenhandelsbeziehungen zu diversifizieren und dadurch die Wirtschaftssicherheit zu erhöhen. Wichtig für die Wirtschaft ist auch die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur. Diese wichtigen Themen sind durch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen in den Hintergrund gerückt, dadurch aber nicht unwichtiger geworden. Gerade deswegen dürfen diese mittel- und langfristigen Herausforderungen nicht in Vergessenheit geraten. Der fortschreitende technologische Wandel, insbesondere hin zu mehr Nachhaltigkeit, und die damit verbundene Energiewende führen in der Wirtschaft zu tiefgreifenden Veränderungen.

In der EU, dem größten und wichtigsten deutschen Absatzmarkt, ist zu erwarten, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten erst langsam wieder an Fahrt aufnehmen werden. Es ist damit zu rechnen, dass die abnehmende Inflation, robuste Arbeitsmarktlage und die steigende Kaufkraft zu einer steigenden Konsumnachfrage der privaten Haushalte führen und diese letztendlich zu einer konjunkturellen Erholung in der EU beiträgt.

Als schwierig ist die Entwicklung im Außenhandel anzusehen, von dem zurzeit keine wesentlichen Impulse ausgehen, der aber für die deutsche Wirtschaft und insbesondere für den deutschen Maschinenbau von wesentlicher Bedeutung ist.

Auch die Weltwirtschaft wird nach einer Prognose des IWF im Jahr 2024 nur um 3,1 % wachsen, was ein unterdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren bedeutet. Auf- und Abwärtsrisken werden dabei als nahezu gleich angesehen.

Natürlich unterliegt auch der Automatisierungsmarkt konjunkturbedingten zyklischen Bewegungen, allerdings sind die mittelfristigen Wachstumsprognosen, die die Geschäftsführungen in der Branche im Moment sehen, sehr verhalten. Für das globale Geschäft wird für das Geschäftsjahr 2024/2025 bestenfalls von einer leichten Besserung ab Herbst/Winter erwartet. Für Europa und insbesondere den deutschen Mark sind die Prognosen ebenfalls nicht gut. Die Bundesregierung rechnet in ihrer Konjunkturprognose gerade einmal mit einem Wachstum zwischen 0 und 0,5 %.

Der Umsatzrückgang des Geschäftsjahres betrifft nicht nur die Gesellschaft selbst, sondern den Konzern als Ganzes. Neben den Umsatzeinbrüchen in Europa sind auch die globalen Umsätze rückläufig. Als daraus resultierende Maßnahme hat die Konzernleitung einen weltweiten Stellenabbau angekündigt, der auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter in Europa haben wird. Insgesamt sollen 7 % der weltweiten Stellen gestrichen werden; die geplanten Kürzungen für Europa werden prozentual höher sein. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres hat die Geschäftsführung daher Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen, um die von der Konzernleitung geforderten Maßnahmen umzusetzen. Aus diesem Grund wird das Geschäftsjahr 2024/2025 im Zeichen der Restrukturierung stehen.

Die Restrukturierungsmaßnahmen stehen dabei voll im Fokus des neuen Geschäftsjahres 2024/2025, auch die Umsatzziele des neuen Jahres sind diesen Maßnahmen untergeordnet worden und fallen moderat aus, so dass die Geschäftsführung optimistisch ist, diese Ziele erreichen zu können. Eine weitere Maßnahme ist die Neuausrichtung des Vertriebes, die als Teil der Restrukturierungsmaßnahmen anzusehen ist. Konkrete Strategien sollen dabei im Laufe des Geschäftsjahres entwickelt und umgesetzt werden.

Der demografische Wandel bietet für das Geschäftsfeld der Gesellschaft große Chancen am Markt, da die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine immer weiter in den Mittelpunkt rücken wird, um den Mangel an Arbeitskräften ausgleichen zu können. Das "Reshoring" der Industrie durch die Rückholung von Schlüsselindustrien, z.B. in der Halbleiter-/Chip-Produktion und in der Fertigung von Batterien und Medikamenten, bietet der Gesellschaft weiteres Wachstumspotential. Durch weiterhin hohe Energiekosten und den ökologischen Wandel steht die Industrie vor der Aufgabe, die Energieeffizienz ihrer Maschinen und Anlagen zu steigern, was mittelfristig zu neuen Investitionen durch die Branche führen wird.

Als Risiko sieht die Geschäftsführung weiterhin die hohen Zinsen, welche aktuell Investitionen behindern und ausbremsen. Zwar gibt es bereits Zeichen der Zentralbanken, die Leitzinsen zu senken, aber es bleibt abzuwarten, in welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt die Zinssenkung erfolgen und welche Auswirkung sie letztendlich haben wird. Die geopolitische Lage, insbesondere der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der Nahost- Konflikt, die anstehenden Wahlen in den USA, die Situation zwischen China und Taiwan und die Stimmungslage innerhalbe der Europäischen Union lassen momentan keine allzu optimistischen Prognosen zu.

Für das neue Geschäftsjahr plant die Gesellschaft aufgrund der aktuellen Auftragslage und der anstehenden Restrukturierungsmaßnahmen mit einem Umsatzrückgang auf TEUR 51.752, was einer Umsatzreduzierung von 6,2 % bzw. TEUR 3.433 entspricht.

Damit liegt die Gesellschaft unter den aktuellen Prognosen der verschiedenen Institutionen. Beim Jahresergebnis trägt die Gesellschaft der aktuellen Situation Rechnung und erwartet ein operatives Ergebnis in Höhe von TEUR 1.669. In das Non-Operative-Ergebnis werden allerdings die zu erwartenden Kosten der Restrukturierung einfließen, so dass die Gesellschaft für das kommende Geschäftsjahr mit einem Verlust nach Steuern i.H.v. ca. TEUR 4.000 rechnet. Da die Gespräche mit dem Betriebsrat erst begonnen haben, lassen sich zu erwartende Kosten der Restrukturierung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau bestimmen. Bei der Umschlagshäufigkeit der Forderungen erwartet die Geschäftsführung ein ähnliches Ergebnis wie im Geschäftsjahr 2023/2024; als Ziel wird mit einer Umschlagshäufigkeit von 10,00 gegenüber 10,02 gerechnet.

Die Gesellschaft sieht sich für die aktuelle Situation trotz allem gut aufgestellt und verfügt über ausreichend finanzielle Mittel, um die Auswirkungen der aktuellen Lage über einen längeren Zeitraum überstehen zu können. Derzeit gibt es keinen Anlass, an den Grundsätzen der Unternehmensfortführung zu zweifeln, auch wenn für das folgende Geschäftsjahr aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen mit einem Verlust gerechnet wird. Zur Absicherung möglicher finanzieller Risiken hat die Gesellschaft eine konzerninterne Kreditlinie beantragt, um sich im Notfall aus dem konzerninternen Cash-Pool bedienen zu können. Aus Vorsichtsgründen ist die konzerninterne Kreditlinie in maximaler Höhe von TEUR 9.000 beantragt und auch genehmigt worden. Es wird nicht erwartet, diese Kreditlinie in voller Höhe in Anspruch zu nehmen. Eine Kreditaufnahme außerhalb des Konzerns ist nicht vorgesehen.

Der Konzern selbst ist trotz rückläufiger globaler Umsätze ebenfalls finanziell gut aufgestellt und verfügt über ausreichend finanzielle Reserven. Im letzten Geschäftsjahr hat der Konzern - aufgrund der Corona-Pandemie mit etwas Verspätung - eine neue 10-Jahres-Agenda, die "SF2030", ins Leben gerufen. Neben finanziellen Zielen wird auch ein besonderes Augenmerk auf nachhaltige Leistungsindikatoren gelegt; so sind seitens des Konzerns nichtfinanzielle Ziele definiert, aber auch durch die Mitarbeiter in den einzelnen Regionen selbst gewählt worden. Insgesamt hat sich der Konzern die Umsetzung von zehn nichtfinanziellen Leistungsindikatoren als Ziel gesetzt, sieben davon wurden seitens der Konzernleitung vorgegeben, wohingegen drei Ziele durch eine weltweite Mitarbeiterumfrage ausgewählt worden sind. Diese Ziele beinhalten u.a. die Schaffung einer CO 2 -Neutralität, die Umsetzung des digitalen Wandels innerhalb des Konzerns sowie das Ergreifen von Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität. Diese gilt es nun bis zum Jahr 2030 umzusetzen.

Als eine der ersten Maßnahmen aus dem Bereich Digitalisierung hat die Gesellschaft mit Beginn des neuen Geschäftsjahres ein neues CRM-System eingeführt; die Umstellung auf das neue ERP-System läuft zudem auf Hochtouren und ist für den Beginn des Geschäftsjahres 2025/2026 geplant. Omron Europa hat hier die Leitung für die Einführung einer globalen Standardsoftware übernommen; viele Mitarbeiter der Gesellschaft sind aktiv in dieses Projekt eingebunden und tragen so zur hoffentlich erfolgreichen Umsetzung dieser Maßnahme bei.

Viele Unternehmen insbesondere im Bereich der Industrieautomation diskutieren nach wie vor über Alternativen, um unabhängiger von der globalen Lieferkette zu sein. In zentralen, systemrelevanten Bereichen der deutschen Industrie wie der Pharmabranche und auch der Automobilbranche wird erwartet, dass kritische Infrastruktur wieder zurück nach Europa geholt wird, um die in der Pandemie deutlich gewordene zu große Abhängigkeit vor allem von China zu reduzieren. Die Bundesregierung, aber auch die Europäische Union haben bereits große Subventionspakete angekündigt oder schon ins Leben gerufen, um diese Schlüsselindustrien zurück nach Europa zu holen. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine wird weitere Schwachpunkte in diesem Bereich offenlegen und die Wirtschaft zum Umdenken zwingen. Dabei spielt der Bereich Automatisierung - der Kernbereich dieser Gesellschaft - eine immer wichtigere Rolle für die Zukunft. Jetzt besteht mehr denn je die Möglichkeit, innovative Produkte und Lösungen in Verbindung mit der Automatisierungstechnik zu präsentieren, Zukunftstechnologien einzubinden und innovative Lösungen gemeinsam mit den Kunden zu entwickeln, welche dann mit neuester Technik Produkte höchster Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen in Deutschland und Europa herstellen und somit die Abhängigkeit von den Lieferketten aus Asien verringern.

Die Gesellschaft selbst wird u.a. ihr Trainingsangebot an Kunden weiter ausbauen und auch die Möglichkeiten der digitalen und virtuellen Schulungsmöglichkeiten weiter vorantreiben. Diese Schulungen werden an dem Standort in Langenfeld und der Betriebsstätte in Dortmund sowie bei der Schwestergesellschaft der Zweigniederlassung der OMRON Europe B.V. am Standort in Stuttgart angeboten.

Europaweit setzt die Gesellschaft weiterhin auf die Nutzung von konzerninternen Dienstleistungen und Synergien, insbesondere im Verwaltungsbereich. So sind u.a. die Bereiche Buchhaltung, Human Resources, Facility, Legal, Sustainability und EDV europäisch strukturiert und arbeiten im Konzern funktionsübergreifend. Das kommende Geschäftsjahr steht im Zeichen der Digitalisierung und der geplanten Einführung eines neuen ERP- Systems sowie der Restrukturierung und der Neuausrichtung des Vertriebes.

Interne Kontrollmechanismen zur Vorbeugung von Risiken und Betrug werden durch die Gesellschaft, aber auch durch die Konzernmutter umgesetzt und gelebt. Zu diesen Kontrollmechanismen gehören eine eingerichtete "Whistle Blower Hotline", Ethikrichtlinien wie die "OMRON Principles", ein J-Sox-Kontrollsystem, eine "Anti Bribery Policy" sowie eine "Anti Fraud Policy". Alle diese Richtlinien und noch weitere sind in den Omron Group Rules zusammengefasst. Alle Mitarbeiter werden regelmäßig aufgefordert, sich über Online-Schulungen und interne Trainingsmaßnahmen zu diesen Themen auf dem Laufenden zu halten und die Richtlinien zu verinnerlichen. Für jede Verkaufsregion wurde ein Compliance-Manager als Schnittstelle zwischen der europäischen Muttergesellschaft und den einzelnen Vertriebsbereichen berufen. Als weiterer Kontrollmechanismus wird die Gesellschaft regelmäßig einer internen Prüfung unterzogen und es gibt die Position eines lokalen und eines europäischen Risk-Managers.

Alles in allem blickt die Omron Electronics GmbH trotz der anstehenden Restrukturierungsmaßnahmen und trotz eines schwierigeren Jahres positiv und zuversichtlich in die Zukunft.

Derzeit ist die "Central Region" mit den Niederlassungen in den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz eine der umsatzstärksten Regionen innerhalb Europas von OMRON. Der deutsche Automatisierungsmarkt gilt weltweit als einer der größten Absatzmärkte und hat wichtige Bedeutung. Die Bedeutung und die Wichtigkeit dieser Region sind trotz der angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen noch einmal durch den Konzern bestätigt worden. Die Eröffnung des angekündigten "Automation Technology Center Europe" (ATC) durch die Muttergesellschaft Omron Europe B.V. im Raum Stuttgart steht nach einigen Bauverzögerungen nun endlich kurz bevor und ist für die 2. Hälfte des Geschäftsjahres 2024/2025 geplant. Mitarbeiter der Gesellschaft sind in die erfolgreiche Umsetzung dieses Projektes eingebunden und fiebern der Eröffnung entgegen. Die Gesellschaft sieht in dieser Maßnahme die große Möglichkeit, weiteren Marktanteil zu gewinnen und neues Kundenpotential ausschöpfen zu können.

 

Langenfeld, den 29. Juli 2024

Geschäftsführung

Dr. Klaus Kluger

Yvonne Uyum Westerman

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.3.2024 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 864.435,30 960
864.435,30 960
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 301.958,05 372
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.259.720,77 6.382
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.361.713,82 1.129
davon gegen Gesellschafter: EUR 1.355.257,26 (Vorjahr: TEUR 1.124)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 929.789,47 171
7.551.224,06 7.682
III . Guthaben bei Kreditinstituten 4.096.013,99 8.461
11.949.196,10 16.515
C. Rechnungsabgrenzungsposten 77.206,75 404
12.890.838,15 17.879

Passiva

31.3.2024 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000
II. Gewinnvortrag 31.550,51 108
III. Jahresüberschuss 1.536.087,78 2.014
4.567.638,29 5.122
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 41.751,35 0
2. Steuerrückstellungen 30.714,42 92
3. Sonstige Rückstellungen 3.038.960,31 3.371
3.111.426,08 3.463
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 101.333,27 152
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 101.333,27 (Vorjahr: TEUR 152)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.839.718,57 7.635
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.839.718,57 (Vorjahr: TEUR 7.636)
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 3.811.636,54 (Vorjahr: TEUR 7.605)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.270.721,94 1.507
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.270.721,94 (Vorjahr: TEUR 1.507)
davon aus Steuern: EUR 909.534,75 (Vorjahr: TEUR 1.163)
5.211.773,78 9.294
12.890.838,15 17.879

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

2023/2024 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 55.185.285,89 67.973
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 28.779.137,40 42.011
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 26.406.148,49 25.962
4. Vertriebskosten 17.652.793,65 17.299
5. Allgemeine Verwaltungskosten 2.019.469,82 1.979
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.702.524,60 3.944
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 178.964,52 44
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.307,00 8
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 662.930,16 762
10. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 1.536.087,78 2.014

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

Der Unternehmenssitz der Omron Electronics GmbH befindet sich in Langenfeld, Deutschland. Am Standort in Dortmund unterhält die Gesellschaft eine Betriebsstätte. Im Handelsregister ist die Gesellschaft beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nr. HRB 46335 eingetragen.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches erstellt und die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewandt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Bewertungsmethoden wurden aus dem Jahresabschluss zum 31. März 2023 unverändert übernommen. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 6, § 265 I HGB) wurde beachtet.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund unterschiedlicher Ansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. von § 267 Abs. 2 HGB.

A. Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet.

Den einzelnen Anlagegruppen wurden ab 1. April 2001 folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Software 3 Jahre
Gebäude 25 Jahre
Außenanlagen 10 Jahre
Garagen 12 Jahre
Messestände 5 Jahre
Geschäftsausstattung 3-13 Jahre
Mietereinbauten nach Restlaufzeit der Mietverträge
EDV-Anlage 5 Jahre

Zugänge zum Anlagevermögen werden zeitanteilig abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst.

B. Umlaufvermögen

Die Vorräte bestehen ausschließlich aus Waren; diese sind zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zum Bilanzstichtag bewertet. Das Niederstwertprinzip sowie der Grundsatz der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder dem niedrigeren Wertansatz nach § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Die Forderungen sind ausschließlich in Euro fakturiert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gekürzt um notwendige Einzelwertberichtigungen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in ausreichender Weise Rechnung getragen.

Bei den unter Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesenen Beträgen handelt es sich in voller Höhe (TEUR 1.362; Vorjahr: TEUR 1.129) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mitzugehörigkeit im Sinne von § 265 Abs. 3 HGB).

Das Guthaben bei Kreditinstituten ist zu Nominalwerten angesetzt.

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Auszahlungen gebildet, die vor dem Bilanzstichtag geleistet werden, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

D. Eigenkapital

Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt.

E. Rückstellungen

Die Rückstellungen enthalten seit dem Geschäftsjahr Rückstellungen für Altersteilzeit. Die Gesellschaft hat sich dabei für das Modell Altersteilzeit im Blockmodell mit Rückdeckungsversicherung entschieden. Der Rückstellungsbetrag von TEUR 42 setzt sich dabei aus dem zukünftig zu zahlenden Entgelt, zuzüglich eines Aufstockungsbetrages und abzüglich der geleisteten Vorauszahlungen zusammen; saldiert entspricht der Rückstellungsbetrag die Summe des Aufstockungsbetrages.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen liegen nur in Form von Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen vor. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch die versicherungsmathematischen Sachverständigen der Finanz- und Versicherungsmathematik Barthel + Meyer GmbH, Hannover, unter Berücksichtigung eines langfristigen Kapitalmarkt-Zinssatzes von 1,80 % (Vorjahr: 1,50 %) ermittelt. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgte unter Berücksichtigung zukünftig erwarteter Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,5 % p.a.).

F. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bei den unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beträgen besteht i.H.v. TEUR 3.840 (Vorjahr: TEUR 7.636) Mitzugehörigkeit im Sinne von § 265 Abs. 3 HGB zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Steuern: Umsatzsteuerverbindlichkeiten i.H.v. TEUR 645 (Vorjahr: TEUR 912) und Lohnsteuerverbindlichkeiten i.H.v. TEUR 265 (Vorjahr: TEUR 251).

G. Währungsumrechnung

Die zum Stichtag sämtlich kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste und Erträge aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag finden Berücksichtigung.

H. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsätze aus dem Verkauf von Waren gelten als realisiert, wenn die wesentlichen mit dem Eigentum an diesen Produkten verbundenen Chancen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind, die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann und ein Nutzenzufluss wahrscheinlich ist.

Im Zeitpunkt des Abgangs eines Vermögenswertes erfasst die Gesellschaft die Differenz zwischen Verkaufserlös und Buchwert erfolgswirksam.

II. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Für die Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Anlage zum Anhang.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen den einzigen Gesellschafter OMRON Europe B.V., Hoofddorp/Niederlande, i.H.v. TEUR 1.355 (Vorjahr: TEUR 1.124).

Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Das Stammkapital beträgt EUR 3.000.000,00 und wird vollständig von der OMRON Europe B.V., Hoofddorp/Niederlande, gehalten.

Die Steuerrückstellung für die Gewerbesteuer beträgt TEUR 306 für das laufende Geschäftsjahr. Für die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag des Berichtsjahres wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 357 gebildet. Beide Positionen wurden unter Berücksichtigung der steuerlichen Vorschriften bezüglich Hinzurechnungen und Kürzungen gebildet und mit den geleisteten Vorauszahlungen i.H.v. TEUR 454 für Körperschaftsteuer und TEUR 270 für Gewerbesteuer saldiert und auf der Passivseite der Bilanz unter den Steuerrückstellungen ausgewiesen. Die Position Steuerrückstellungen enthält noch den Saldo der Rückstellungen und Vorauszahlungen des Vorjahres.

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich aus den Posten Rückstellungen für Urlaub (TEUR 608; Vorjahr: TEUR 613), Jubiläum (TEUR 814; Vorjahr: TEUR 804), weitere Personalrückstellungen (TEUR 1.201; Vorjahr: TEUR 1.446), wirtschaftliche Beratung und Jahresabschluss (TEUR 58; Vorjahr: TEUR 62), Rückstellungen für ausstehende Gutschriften (TEUR 90; Vorjahr: TEUR 56) sowie andere sonstige Rückstellungen (TEUR 268; Vorjahr: TEUR 390) zusammen.

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten i.H.v. TEUR 3.812 (Vorjahr: TEUR 7.605) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Gesellschafter.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Absatzmärkten:

2023/2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Inland 50.603 64.041
Ausland 4.582 3.932
55.185 67.973

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen bzw. Produktgruppen wie folgt:

(IAB = Industrial Automation Business; ICD = Industrial Components Devices)

2023/2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Automation & Drives IAB 17.662 24.326
Robotik 7.699 7.566
Sensor & ICD IAB 21.589 28.923
Sonstige IAB 9 119
Sonstige betriebliche Erträge nach BilRUG 4.582 3.962
Services 4.705 4.543
Total vor Abzug von Skonto 56.246 69.439
Skonto und Boni über alle Bereiche -1.061 -1.466
Umsatzerlöse total 55.185 67.973

Der Materialaufwand gliedert sich für das Geschäftsjahr in:

2023/2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Aufwendungen für bezogene Waren 28.753 42.010
28.753 42.010

Der Personalaufwand setzt sich aus Gehältern von TEUR 15.960 (Vorjahr: TEUR 15.332) sowie sozialen Abgaben von TEUR 3.043 (Vorjahr: TEUR 2.821) zusammen.

IV. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse

Für aus dem Cash-Pooling-System resultierende Überziehungskredite, die der Omron Electronics GmbH infolge der Übertragung der täglichen Kontostände bei Bedarf eingeräumt werden, haben alle am Cash-Pooling-System beteiligten Unternehmen die gesamtschuldnerische Haftung zu übernehmen. Zum 31. März 2024 ergab sich aus dieser Vereinbarung kein Haftungsrisiko, da Überziehungen nicht beansprucht wurden.

Die Gesellschaft sieht trotz aktueller Umstände zurzeit und zukünftig kein Risiko, im Jahr 2024 eine gesamtschuldnerische Haftung übernehmen zu müssen. Die Finanzierung des Cash-Pools ist seitens der Muttergesellschaft OMRON Europe B.V. dadurch abgesichert, dass aus dem europäischen Cash-Pool Darlehen an die Konzernmuttergesellschaft OMRON Corporation in Japan gegeben worden sind. Die OMRON Corporation ihrerseits hat die sofortige Rückzahlung dieser Darlehen zugesichert, sollte der europäische Cash-Pool durch Überziehungen in Anspruch genommen werden müssen und eine gesamtschuldnerische Haftung drohen. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über finanzielle Mittel i.H.v. TEUR 4.096.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus wesentlichen langfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen Verpflichtungen in folgender Höhe (EUR):

Miete Leasing Kfz Gesamt
fällig 2024/2025 505.899 905.625 1.411.524
fällig 2025/2026 bis 2026/2027 923.324 1.092.398 2.015.722
1.429.223 1.998.023 3.427.246

Weitere Pflichtangaben

Die durchschnittliche Anzahl von Arbeitnehmern betrug im Geschäftsjahr 192 (Vorjahr: 192). Die beschäftigten Mitarbeiter sind ausschließlich Angestellte.

Folgende Unternehmen stellen den größten bzw. kleinsten Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der Omron Electronics GmbH einbezogen ist:

OMRON Corporation, Tokio/Japan (größter Konsolidierungskreis)

OMRON Europe B.V., Hoofddorp/Niederlande (kleinster Konsolidierungskreis)

Der Konzernabschluss der OMRON Europe B.V., Hoofddorp/Niederlande, (kleinster Konsolidierungskreis) kann unter der Registernummer 34068729 des Chamber of Commerce/Niederlande eingesehen werden. Der Konzernabschluss der OMRON Corporation, Tokio/Japan, (größter Konsolidierungskreis) kann beim Custodian of Register of Shareholders, Mitsubishi UFJ Trust and Banking Corporation, 1-4-5, Marunouchi, Chiyoda-ku, Tokio 100-8212, Japan, angefordert werden.

Geschäftsführer im Berichtsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 waren:

Dr. Klaus Kluger, Doktor der Chemie und Vertriebsleiter Omron Central East Europe, Düsseldorf/Deutschland

Yvonne Uyum Westerman, Leiterin des Accounting Service Centers in Den Bosch, Niederlande

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Von der Befreiung des § 286 Abs. 4 HGB bzgl. der Angaben über die Bezüge der Geschäftsführung wird Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt für das Geschäftsjahr 2023/2024 vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.567.638,29, bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 31.550,51 und dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.536.087,78 auf neue Rechnung in den Gewinnvortrag des Geschäftsjahres 2024/2025 vorzutragen.

Pillar II

Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar Two") sehen eine Besteuerung der weltweiten Gewinne großer Unternehmen (mit mindestens Mio. Euro 750 Jahresumsatz) mit einem effektiven Steuersatz von mindestens 15 % vor. Technisch umgesetzt wird die globale Mindestbesteuerung über eine Primärergänzungssteuer, eine Sekundärergänzungssteuer sowie eine anerkannte nationale Ergänzungssteuer.

Das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG), welches in Deutschland die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung beinhaltet, ist zum Bilanzstichtag bereits in Kraft getreten und grundsätzlich für alle Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden.

Omron Electronics GmbH fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen.

Die Gesellschaft hat gemeinsam mit der Konzernmuttergesellschaft eine erste Analyse hinsichtlich der steuerlichen Auswirkung aus der globalen Mindestbesteuerungsregelung durchgeführt. Hieraus werden derzeit keine Effekte erwartet.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine gesonderte Berichterstattung verlangt hätten.

Die Konzernleitung hat aufgrund des allgemeinen Umsatzrückgangs innerhalb des Konzerns für das Geschäftsjahr 2024/2025 Konsolidierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen vorgegeben, die es ab April 2024 umzusetzen gilt. Die genauen Auswirkungen auf die Mitarbeiter lassen sich zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht abschätzen, allerdings ist klar, dass es leider zu Stellenstreichungen kommen wird. Zu diesem Zweck hat die Geschäftsleitung Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat in die Wege geleitet. Als eines der ersten Ergebnisse dieser Verhandlungen wurde eine Gesamtbetriebsvereinbarung "freiwilliges Ausscheiden" zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat abgeschlossen, um Mitarbeitern, die die Gesellschaft freiwillig verlassen möchten, einen entsprechenden Rahmen zu bieten. Neben den fortlaufenden Verhandlungen über einen Sozialplan ist ein neues Element der Verhandlungen die mögliche Bildung einer Transfergesellschaft mit dem Ziel, die betroffenen Mitarbeiter so schnell wie möglich wieder in ein Beschäftigungsverhältnis zu bringen. Zum jetzigen Zeitpunkt wird erwartet, dass die Mehrzahl der betroffenen Mitarbeiter ab August 2024 freigestellt und das Unternehmen im letzten Quartal des Geschäftsjahres verlassen wird.

Allen Beteiligten sind die Brisanz und die Wichtigkeit dieser Verhandlungen bewusst; sowohl Gesamtbetriebsrat als auch Geschäftsleitung sind demnach bemüht, die für die Mitarbeiter bestmögliche Lösung zu vereinbaren.

Zur Absicherung möglicher finanzieller Risiken hat die Gesellschaft eine konzerninterne Kreditlinie beantragt, um sich im Notfall aus dem konzerninternen Cash-Pool bedienen zu können. Aus Vorsichtsgründen ist die konzerninterne Kreditlinie in maximaler Höhe von TEUR 9.000 beantragt und auch genehmigt worden. Es wird nicht erwartet, diese Kreditlinie in voller Höhe in Anspruch zu nehmen. Eine Kreditaufnahme außerhalb des Konzerns ist nicht vorgesehen.

 

Langenfeld, den 29. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Klaus Kluger

Yvonne Uyum Westerman

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Bruttobuchwerte
Stand am 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Geschäftsausstattung 550.438,61 13.342,00 9.543,79 554.236,82
b) Mietereinbauten 291.399,06 0,00 2.394,08 289.004,98
c) EDV-Anlagen 100.289,48 0,00 1.261,79 99.027,69
d) Demo Maschine 1.117.261,37 124.545,92 0,00 1.241.807,29
2.059.388,52 137.887,92 13.199,66 2.184.076,78
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Geschäftsausstattung 371.335,82 8.183,10 23.145,49 356.373,43
b) Mietereinbauten 119.222,91 0,00 10.231,38 108.991,53
c) EDV-Anlagen 98.794,57 956,51 1.116,55 98.634,53
d) Demo Maschine 509.943,98 245.698,01 0,00 755.641,99
1.099.297,28 254.837,62 34.493,42 1.319.641,48
Nettobuchwerte
Stand am 31.3.2024 Vorjahr
EUR TEUR
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Geschäftsausstattung 197.863,39 179
b) Mietereinbauten 180.013,45 172
c) EDV-Anlagen 393,16 2
d) Demo Maschine 486.165,30 607
864.435,30 960

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Omron Electronics GmbH, Langenfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Omron Electronics GmbH, Langenfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Omron Electronics GmbH, Langenfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 29. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sandra Baumann, Wirtschaftsprüferin

Robert Schneefeld, Wirtschaftsprüfer

1. Mit Gesellschafterbeschluss vom 05.09.2024 wurde beschlossen, keine Ausschüttung einer Dividende vorzunehmen und den Gewinn des Geschäftsjahres i.H.v. 1.536.087,78 EUR auf neue Rechnung in das Geschäftsjahr 2024/2025 vorzutragen

2. Mit Gesellschafterbeschluss vom 05.09.2024 wurde der Jahresabschluss 31.03.2024 festgestellt.

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