Messerschmitt Systems GmbHLiquidiert

60323 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 34724
Vorher
Messerschmitt Systems Zella-Mehlis GmbH
Eingetragen
8.2.2006
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
Die Errichtung, die Herstellung und der Vertrieb von sowie der Handel mit elektronischen Steuerungs- und Erfassungssystemen sowie Computern und deren Peripheri, insbesondere für: - Elektronische Türsteuerungs-Schlüssel-Systeme auf Codekartenbasis - Elektronische Zutrittskontrollsysteme - Elektronische Arbeits-, Betriebs- und Projektzeit-Erfassungs-Systeme - Herstellung von Plastikkarten und Magnetstreifen- und Chipkartencodiergeräten - Systeme zur Automatisierung und Ausstattung von Hotels.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Silvia International S.à r.l.LUX
93.00%
7.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Messerschmitt Systems GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

BILANZ zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 462.577,00 670
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 103.746,00 122
3. Geleistete Anzahlungen 442.100,00 0
1.008.423,00 (792)
II. Sachanlagen
1. Geschäftsbauten 358.635,00 397
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.442,00 26
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.451,00 119
563.528,00 (542)
1.571.951,00 (1.334)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe 2.006.176,91 1.504
2. Unfertige Leistungen 890.246,57 146
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 173.496,99 640
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 60
3.069.920,47 (2.350)
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.060.101,07 1.468
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 634.560,42 652
3. Sonstige Vermögensgegenstände 106.075,37 1
1.800.736,86 (2.121)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.110.891,70 3.125
8.981.549,03 (7.596)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.561,00 9
10.559.061,03 8.939

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 26
II. Kapitalrücklage 1.337.797,04 1.338
III. Gewinnvortrag 594.639,69 594
IV. Jahresüberschuss 0,00 0
1.958.001,32 (1.958)
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 132.571,42 675
132.571,42 (675)
C. Verbindlichkeiten *)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.282.104,62 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 921.339,91 613
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 87.899,48 363
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 98
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.979.748,87 4.805
6. Sonstige Verbindlichkeiten 197.395,41 427
davon 8.468.488,29 (6.306)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 5.376,43 (Vorjahr: T€ 5)
- aus Steuern: € 59.286,92 (Vorjahr: T€ 71)
10.559.061,03 8.939

*) sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020

Vorjahr
T€
1. Rohertrag 7.106.767,39 7.805
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.364.894,26 -3.296
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -674.440,16 -592
-4.039.334,42 (-3.888)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -396.020,57 -351
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.066.220,07 -2.099
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32.515,87 -5
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Vorjahr: Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) -718,50 150
8. Ergebnis nach Steuern 571.957,96 1.613
9. Sonstige Steuern -10.359,14 -7
10. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -561.598,82 -1.606
11. Jahresüberschuss 0,00 0

(Amtsgericht Nürnberg, HRB 34724)

ANHANG für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Angaben

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes zugrunde.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und hat größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Eine Durchbrechung der Darstellungsstetigkeit fand nicht statt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die Bemessung der Nutzungsdauern beruht auf betrieblichen Erfahrungen, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen Abschreibungstabellen decken. Die Abschreibungen wurden linear bemessen.

Zugänge zu geringwertigen Vermögensgegenständen von bis zu € 800 wurden im Anschaffungsjahr aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben und als Anlagenabgang ausgewiesen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Es wurden ausreichende pauschale Wertberichtigungen vorgenommen. Die Fertigen Erzeugnisse beinhalten auch Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Das übrige Umlaufvermögen wird grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche bis zur Bilanzerstellung noch nicht ausgeglichen waren, wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für zukünftige aufwandswirksame Verpflichtungen zeitanteilig abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Bei den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten (inklusive der Geleisteten Anzahlungen; Buchwert zum 31. Dezember 2020: T€ 905) handelt es sich um Entwicklungskosten, die über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben werden.

Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2020 ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel:

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 25.564,59 (DM 50.000).

Die Messerschmitt Systems AG (übertragende Gesellschaft) mit dem Sitz in Nürnberg (Amtsgericht Nürnberg HRB 15806) ist auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 20. Juni 2017 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag mit der Messerschmitt Systems GmbH (übernehmende Gesellschaft) (vormals: Messerschmitt Systems Zella-Mehlis GmbH, Zella-Mehlis) verschmolzen worden. Die Übernahme des Vermögens der übertragenden Gesellschaft erfolgte mit Wirkung zum Ablauf des 31. Mai 2017, 24:00 Uhr (Verschmelzungsstichtag). Aus dieser Verschmelzung resultiert eine Kapitalrücklage in Höhe von T€ 1.338.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2020 31.12.2019
T€ T€
Ausstehender Urlaub und Urlaubsgeld 41 106
Gewährleistungen 21 274
Jahresabschlusskosten 20 15
Provisionen und Gehälter 36 148
Berufsgenossenschaft 0 21
Entsorgung Altgeräte / Elektroaltgeräte 15 15
Pkw-Leasing 0 25
Rechts- und Beratungskosten 0 61
Übrige 0 10
133 675

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen angesetzt und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Haftungsverhältnisse

Es lagen zum 31. Dezember 2020 keine aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge TEUR 442 (Vj. TEUR 697) wie folgt:

TEUR
bis 1 Jahr 99
1 - 5 Jahre 343
über 5 Jahre 0
442

IV. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr beträgt 84 (Vorjahr: 74).

Ergebnisverwendung

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages vom 20. Juni 2017 mit Eintragung im Handelsregister am 29. Dezember 2017 wird der Jahresüberschuss von € 561.598,82 dem Verrechnungskonto gutgeschrieben.

Organe der Gesellschaft

Mitglied der Geschäftsführung:

Herr Oliver Oligmüller, Erftstadt (bis 9.1.2020) Techniker
Herr Eduard Sworski, Nürnberg (ab 29.11.2019) Diplom-Betriebswirt
Herr Klaus Blau, Chemnitz (ab 10.1.2020 bis 11.2.2021) Dipl.-Ing. (Maschinenbau)

Die Geschäftsführer Herr Oligmüller und Herr Sworski sind bzw. waren einzelvertretungsberechtigt.

Schutzklauseln

Die Schutzklauseln nach § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB und § 286 Abs. 4 HGB wurden angewendet.

Nachtragsbericht

Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2020 nicht eingetreten.

 

Nürnberg, den 29. Juni 2021

gez. Eduard Sworski

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2020

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 995.845,00 20.000,00 0,00 1.015.845,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 219.780,54 17.830,52 -0,26 237.610,80
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 442.100,00 0,00 442.100,00
1.215.625,54 479.930,52 -0,26 1.695.555,80
II. Sachanlagen
1. Geschäftsbauten 1.092.847,00 1.058,83 0,00 1.093.905,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 293.534,61 0,27 0,00 293.534,88
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 785.602,99 174.765,33 -276.007,55 684.360,77
2.171.984,60 175.824,43 -276.007,55 2.071.801,48
3.387.610,14 655.754,95 -276.007,81 3.767.357,28
kumulierte Abschreibungen
1.1.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 326.408,00 226.860,00 0,00 553.268,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 97.676,54 36.188,52 -0,26 133.864,80
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
424.084,54 263.048,52 -0,26 687.132,80
II. Sachanlagen
1. Geschäftsbauten 695.953,00 39.317,00 0,83 735.270,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 267.247,61 6.845,00 0,27 274.092,88
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 666.747,99 86.810,05 -254.648,27 498.909,77
1.629.948,60 132.972,05 -254.647,17 1.508.273,48
2.054.033,14 396.020,57 -254.647,43 2.195.406,28
Restbuchwerte
31.12.2020 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 462.577,00 669.437,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 103.746,00 122.104,00
3. Geleistete Anzahlungen 442.100,00 0,00
1.008.423,00 791.541,00
II. Sachanlagen
1. Geschäftsbauten 358.635,00 396.894,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.442,00 26.287,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.451,00 118.855,00
563.528,00 542.036,00
1.571.951,00 1.333.577,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

der Messerschmitt Systems GmbH, Nürnberg

Messerschmitt Systems GmbH (kurz: Messerschmitt) ist ein führender Hersteller von elektronischen Zutritts- und Raumsteuerungssystemen für Hotels.

Hochwertige Produkte, individuelle Lösungen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden sind der Kern unserer Unternehmensphilosophie.

Es wird die komplette Wertschöpfungskette abgedeckt, beginnend bei der eigenen Entwicklung und Fertigung, über den Direktvertrieb bis hin zur Installation und Inbetriebnahme sowie der späteren Systembetreuung durch eigenes Fachpersonal.

Sowohl bei den Produkten als auch bei unseren Dienstleistungen richten wir unser Hauptaugenmerk auf die Kundenbedürfnisse und die Qualität unserer Leistung. Getreu unserem Leitmotiv "Qualität aus einer Hand" bieten wir den Kunden individuelle Komplettlösungen für einen effizienten und automatisierten Hotelbetrieb. Aufgrund der hohen Produkt- und Lösungsindividualität erfolgt vornehmlich bedarfsgerechte Beschaffung aller benötigten Materialien.

Neben der klassischen elektronischen Zutrittskontrolle deckt die Messerschmitt Produktpalette auch die Zimmersteuerung für Licht, Vorhänge und Klimaanlage sowie andere elektrische Verbraucher durch eigene Controller und Bediengeräte ab.

Über 2.000 Hotels vertrauen international auf Messerschmitt Produkte. Im Kernsegment des Luxushotels in den Regionen Deutschland/Österreich/Schweiz und Middle East ist Messerschmitt einer der Marktführer mit einer hohen Reputation.

Der Hauptsitz von Messerschmitt ist in Nürnberg. Das Produktionswerk befindet sich in Zella-Mehlis (Thüringen). Insgesamt zählt Messerschmitt ca. 105 Mitarbeiter, wobei eine weitere personelle Verstärkung, ausschließlich im wertschöpfenden Bereich geplant ist, um die vorhandene Wachstumspotentiale sowohl national als auch international zu heben.

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft

Als Zulieferer mit dem Schwerpunkt Hotellerie besteht für die Messerschmitt indirekt ein Zusammenhang mit der konjunkturellen Lage bedingt durch die Corona-Pandemie, die sich im letzten Jahr sehr verschlechtert hat. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch im Jahr 2020 blieb leicht unter der Marke von -5,7 % im Jahr 2009.

Die VAE (=Vereinigten Arabischen Emirate) sind gemessen am Wert der vergebenen Projekte der mit Abstand größte Projektmarkt der GCC-Region. Das vor der Corona-Pandemie prognostizierte inflationsbereinigte Wirtschaftswachstum wurde auch hier bedingt durch Corona im Jahr 2020 mit -15,9 % deutlich unterbrochen. Für 2021 wird wieder ein Wachstum von 13,3 % prognostiziert. Deutliche Impulse werden von der Expo 2020 erwartet, die wegen der Pandemie auf Quartal 4/2021 - Quartal 1/2022 verschoben wurde und zu einer starken Nachfrage nach Hotelunterkünfte führen wird. Dubais Wirtschaft hat in den letzten Jahren einen Wandel hinter sich, der seinesgleichen suchen kann. Machten vor 20 Jahren die Einkünfte aus dem Verkauf von Erdöl noch rund 50 Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes des Emirats aus, so sind es heute gerade noch 5 Prozent - Tendenz weiterhin fallend. Dubai hat gerade noch zur rechten Zeit erkannt, dass es auch eine Zeit nach dem Öl gibt und seine Weichen rechtzeitig gestellt. Heute ist die Wirtschaft kaum noch abhängig vom schwarzen Gold, das nicht mehr lange in Dubai fließen wird. Diversifizierung der Ökonomie lautete das Schlagwort, die Hauptsäulen der Wirtschaft sind heute die Baubranche, der Handel und Transport, das verarbeitende Gewerbe sowie der Immobiliensektor.

Branchenentwicklung

Der Tourismus hatte 2020 durch Corona einen massiven Einbruch zu verzeichnen. Dadurch wurden auch die Projekte in der Hotellerie negativ beeinflusst. Außerdem sind durch den Einbruch des Tourismus die profitablen Ersatzteilgeschäfte stark zurückgegangen. Projekte, die sich in der Realisierung befanden, wurden zu Ende geführt, da deren Finanzierung und die Organisation der jeweiligen Baustelle einen langfristigen Charakter haben und dadurch schon vor der Pandemie gesichert wurden. Der Start neuer Projekte wurde teilweise auf 2021 verschoben, weil die Bauherren die Entwicklung der allgemeinen Lage beobachten wollten. Außerdem waren die Organisation und Inbetriebnahme neuer Baustellen durch die Pandemie stark erschwert. Ein weiteres Potential für Folgejahre ergibt sich durch die vielen Bestandshotels, die wegen der Corona-Pandemie einen erhöhten Investitionsbedarf haben werden. Diese müssen nicht nur ein möglichst kontaktloses Erlebnis den Reisenden anbieten, sondern auch den Bestand teilweise auf "Wohnen auf Zeit" oder dauerhafte Vermietung umrüsten. Beide Anforderungen werden für die nächsten Jahren zu einer erhöhten Nachfrage nach Messerschmitt - Lösungen führen.

2. Geschäftsverlauf

Die Messerschmitt Systems GmbH hat im Geschäftsjahr 2020 eine Gesamtleistung (inklusive sonstige betriebliche Erträge) von T€ 8.868 erzielt und lag somit aufgrund der Einflüsse der Corona-Pandemie unter dem Vorjahr. Allerdings konnte die Materialeinsatzquote gegenüber dem Vorjahr signifikant gesenkt werden. Dazu haben eine effizientere Fertigung, überarbeitete Produktlayouts und Erfolge der neuen Funktion strategischer Einkauf beigetragen. Das Ergebnis nach Steuern beträgt nach Abzug der sonstigen Aufwendungen, der Personalkosten und Abschreibungen und des Finanzergebnisses T€ 572 (Vorjahr T€ 1.613). Die Verminderung des Jahresergebnisses ist im Wesentlichen auf Corona-Pandemie zurückzuführen. In Summe gehen wir von Zusatzaufwendungen in Höhe von T€ 2.323 (Vorjahr: T€ 2.276) aus.

Messerschmitt hat die Zeit der Pandemie als Chance erkannt und dementsprechend gehandelt. Neue beziehungsweise bestehende Prozesse wurden eingeführt oder optimiert, wichtige Funktionen erweitert und die Entwicklung komplett neuer Produkte gestartet. Dies wurde durch die stabile Ertragssituation, starke Liquiditätsgenerierung auch in der Krise und solide Finanzierung des Unternehmens ermöglicht.

Die eingeleiteten Optimierungen haben sich schon im Laufe des Wirtschafsjahres 2020 positiv auf das Unternehmen ausgewirkt. Der Auftragseingang für Neuprojekte lag bei € 5,7 Mio. Dies stellt eine gute Entwicklung des Unternehmens dar, die deutlich besser als die der gesamten Branche ist und die Solidität des eigenen Geschäftsmodels widerspiegelt.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme beträgt T€ 10.559. Die Anlagenquote beträgt wie im Vorjahr 14,9 %. Die Eigenkapitalquote ist, bedingt durch den Ergebnisabführungsvertrag, auf 18,5 % zurückgegangen. Der Grund liegt in der steigenden Bilanzsumme. Der Bestand der Flüssigen Mittel ist auf T€ 4.111 (Vorjahr: T€ 3.125) angestiegen. Gegenläufig entwickelten sich im Berichtsjahr die Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.282 (Vorjahr: T€ 0).

Die Gesellschaft hat damit das Geschäftsjahr 2020 infolge der Pandemie insgesamt nicht zufriedenstellend abgeschlossen.

4. Wirtschaftliche Lage und voraussichtliche Entwicklung

Das Ergebnis hat sich 2020, aufgrund der Corona-Pandemie unter Vorjahresniveau entwickelt. Durch den bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2021 gehen wir davon aus, dass wir an die Entwicklung bei Umsatz und Jahresergebnis aus dem Jahre 2020 trotz der Corona Auswirkungen anknüpfen können und erwarten für 2021 einen gleichbleibenden Umsatz/Gesamtleistung aber-ein verbesserstes operatives Ergebnis. Hierzu investiert Messerschmitt 2021 weiterhin in den Ausbau in allen Bereichen der Organisation. Das um interne Sonderfaktoren neutralisierte EBITDA beträgt T€ 3.314 (Vorjahr: T€ 4.086).

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das wirtschaftliche Umfeld hat sich in den Hauptmärkten gegenüber dem Vorjahr wegen der Corona-Krise drastisch negativ entwickelt. Die zu erwartende starke Refokussierung des Tourismus auf das Inland sowie die verbesserte Organisation im Zusammenhang mit der breit installierten Basis des Unternehmens bieten eine solide Basis für weiteres Wachstums trotz Corona. Des Weiteren wird weiterhin im europäischen Ausland gezielt nach möglichen Systempartner gesucht, die zu einer besseren europäischen Präsenz beitragen werden. So konnten im Wirtschaftsjahr 2020 in England und Niederlande jeweils ein neuer Systempartner gewonnen werden, die exklusiv mit Messerschmitt kooperieren und die bessere Erschließung dieser Märkte vorantreiben. Durch die neuen Vertriebsmitarbeiter im Mittleren Osten werden zusätzlich die Wachstumsmärkte Saudi-Arabien, Oman und Bahrain noch intensiver bearbeitet. Außerdem wurde auch in diesen Märkten der Grundstein für die Kooperation mit wichtigen lokalen Distributoren sichergestellt, die in 2021 weiter ausgebaut wird.

Weiterhin kann Messerschmitt durch den stabilen Auftragseingang das Bestandskundenportfolio kontinuierlich ausbauen und so das hoch-profitable sowie wiederkehrende Dienstleistungs- und Ersatzteilgeschäft ausbauen und verstärken.

Als Risiko werden die kurz- und langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise insbesondere auf die Materialversorgung angesehen. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Ertragslage sowie die Cash-Situation des Unternehmens in Kombination mit den eingeführten Organisationsverbesserungen die besten Voraussetzungen für weiteres Wachstum auch in schwierigen Zeiten liefern wird.

Die Analyse unseres Risikoprofils ergibt nach unserer Ansicht derzeit keine Hinweise auf Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Mittelfristig, insbesondere für die nächsten zwei Geschäftsjahre, sehen wir auch keine firmeninternen Anzeichen, die zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen können.

 

Nürnberg, 29. Juni 2021

gez. Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Messerschmitt Systems GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Messerschmitt Systems GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Messerschmitt Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 29. Juni 2021

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Jürgen Engel, Wirtschaftsprüfer

gez. Ekkehard Lorenz, Wirtschaftsprüfer

HRB 34724

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 2. August 2021 festgestellt.

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