Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 6584
Eingetragen
17.12.2020
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung von Kunststoffmischungen als Rohstoff für die weiterverarbeitende Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Hofmann
seit 17.12.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bachof Beteiligungs GmbH
Germany
870.000 €
87.00%
P**** H******
65.000 €
6.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Microfol Compounding GmbH

Lichtenfels

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Unternehmensgegenstand und Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Compoundierung von Kunststoffen. Daneben produzieren wir Additivbatches für spezielle Kundenanwendungen.

Die Compoundierung (aus dem Englischen: to compound = "zusammensetzen") ist ein Begriff aus der Kunststofftechnik, welcher die Aufbereitung von Kunststoffen durch Beimischung von Zuschlagstoffen (Füllstoffe, Additive usw.) zur Erzielung erwünschter Eigenschaftsprofile beschreibt. Die Compoundierung erfolgt überwiegend in Extrudern (hauptsächlich gleichläufige Doppelschneckenextruder, aber auch gegenläufige Doppelschneckenextruder, sowie durch Planetwalzenextruder und Ko-Kneter) und umfasst die Verfahrensoperationen Fördern, Aufschmelzen, Dispergieren, Mischen, Entgasen und Druckaufbau. Das Produkt ist eine Fertigmischung, die meistens ohne Zusatz verarbeitet werden kann.

Additivbatches sind diejenigen Produkte, die mit chemischen Substanzen gefüllt sind, um damit die Eigenschaften des Kunststoffes zu verändern, beispielsweise mit Gleitmitteln oder Antiblock, beides Produkte, die in der Folienindustrie Anwendung finden.

Der bedeutendste Absatzmarkt für Extrusions-Produkte ist die Verpackungsindustrie. In die Kategorie "Verpackung" fallen vor allem Kunststofffolien, zudem Beutel und Säcke sowie Schrumpf- und Dehnfolien. Zu den Verpackungsfolien zählen ein Großteil der für Lebensmittel eingesetzten Folien, aber auch Folien im Non-Food Bereich, wie z.B. Verpackungen für Kosmetika, Hygieneartikel, Textilien, Schreibwaren und Ähnliches. Der Markt für Verpackungsfolien profitiert von einem in vielen Segmenten anhaltenden Trend zu flexiblen Verpackungslösungen. Neben Gewichts- und Ressourceneinsparungen soll dadurch auch der Komfort für Konsumenten erhöht werden. Tendenziell kleiner werdende Verpackungsgrößen sowie ein wachsender Markt für flexible Verpackungen im Bereich von Hygiene- und Pharmaprodukten lassen ein weiteres Wachstum auch in den kommenden Jahren erwarten. Der wichtigste Kunststoff-Typ im Bereich Verpackungen ist LLDPE, gefolgt von PP und LDPE.

Zweitgrößter Absatzmarkt sind Produkte für die Bauindustrie. Der mit deutlichem Abstand wichtigste Kunststoff im Baubereich ist PVC. Alle anderen Sorten weisen wesentlich geringere Marktanteile auf. Die wichtigsten Kunststoffprodukte in der Bauindustrie sind Rohre und Fenster. Daneben werden noch viele weitere Bauelemente aus Kunststoff gefertigt: Böden, Abdeckungen, Fassadenteile, Beschichtungen, Folien, Platten, Abdichtungen, Türen sowie Kleinteile und Befestigungen. Das globale Wachstum der Nachfrage nach Kunststoffrohren wird in erster Linie durch den wachsenden Verbrauch in den Schwellenländern generiert. Dort spielt der Neubau eine große Rolle. In vielen Großstädten der Schwellenländer ist aufgrund der schnell fortschreitenden Urbanisierung auch die Nachverdichtung der Wohngebiete und deren Rohrleitungssysteme ein bedeutendes Thema. In den weiter entwickelten Industriestaaten, in denen beispielsweise die Ab- und Trinkwassernetze schon weitaus engmaschiger verlegt sind, spielen dagegen die Sanierung und der Austausch der bestehenden Netze eine größere Rolle als die Erschließung weiterer Gebiete. Die dynamischste Nachfrageentwicklung für Extrusions-Kunststoffe gibt es jedoch nicht im Bau-Sektor, sondern in den Bereichen "Fahrzeuge" und "Elektro und Elektronik". Hier wird sich die weltweite Nachfrage in diesen beiden Anwendungsgebieten jährlich weiterhin kontinuierlich erhöhen.

Allerdings war die Wirtschaftsentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2023 aufgrund des Energiepreisanstiegs in 2022, wegen des weitestgehenden Wegfalls der günstigen Gasimporte aus Russland, und der sich anschließenden ansteigenden Inflationsraten nicht gerade euphorisch und signalisiert derzeit auch weiterhin keine zu erwartenden größeren Zuwachsraten.

Wirtschaftsbericht

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Umsatz liegt ca. 20 % unter dem Vorjahresumsatz, ebenso die erzielte Gesamtleistung.

Mit diesem Umsatzrückgang einher geht ein Rückgang der Produktionsmenge in Kg um ca. 15,5 % gegenüber dem Vorjahr. Ebenso eine Reduzierung der Wareneinsatzquote um ca. 4,1 %.

Der Umsatzrückgang basiert im Wesentlichen auf Auftragsrückgänge, die ihre Ursache zum einen in den notwendig gewordenen Produktkalkulationsanpassungen hin zu deutlichen Preiserhöhungen finden, die nicht immer an die Kunden weitergegeben werden konnte und dadurch zu Auftragsverlusten führte. Und zum anderen bei Kundenauftragsrückgängen zu finden sind, bei denen die Kunden Produkte fertigen, die in den Bausektor fliesen, der massiv unter den ansteigenden Zinsen und Preisen für Baumaterial leitet und dadurch ein erhebliches Umsatzvolumen verloren hat.

Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge liegt das Rohergebnis daher mit ca. 10 % Rückgang deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Zur Steuerung des Unternehmens sind die Umsatzerlöse unter Berücksichtigung der Produktionsmengen und das Ergebnis vor Steuern die maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren. Zum Jahresende bestand eine Auftragsreichweite von ca. 4 Wochen.

Von Währungsrisiken und -schwankungen sind wir nicht betroffen, da wir alle Exportaufträge in € abrechnen.

Produktion

Unsere Produktpalette besteht aus Compounds und Additiv(master)batches, wobei die Compounds den dominanten Anteil der Produktion ausmachen.

Die Produkte werden sowohl im Stranggranulationsverfahren, als auch mit Unterwasserringgranulierung hergestellt.

Unser Unternehmen arbeitete im abgelaufenen Geschäftsjahr im 4-Schicht-Betrieb. Auch im laufenden Geschäftsjahr ist bislang immer noch im 4-Schichtbetrieb gearbeitet worden. Aufgrund produktionsspezifischer Gegebenheiten ist ein 2- oder 3-Schicht-Betrieb auch nicht wirtschaftlich, so dass bei evtl. Auftragsrückgängen zwischenzeitliche Gesamtstillstandszeiten sinnvoller erscheinen.

Beschaffung

Das Geschäftsjahr 2023 war von zum Jahresende fallenden Preisen auf der Beschaffungsseite geprägt. Die Materialeinsatzquote ist unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung (Materialaufwand/Gesamtleistung) um 4,1 % gesunken. Das Sourcing der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus Deutschland sowie aus dem nahen europäischen Umfeld. Nennenswerte Abhängigkeiten von einzelnen externen Lieferanten bestehen nicht. Mit den Hauptlieferanten bestehen langjährige Lieferbeziehungen, wodurch Beschaffungsengpässe stets vermieden werden konnten. Die Kapazitätsauslastung in der Produktion lag annähernd bei 100,0 %.

Investitionen

Sachinvestitionen

Die Summe der Gesamtinvestitionen betrug T€ 102 (Vj. T€ 141). Davon entfielen auf Fahrzeuginvestitionen T€ 59 (Vj. T€ 0).

Finanzinvestitionen

Wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getätigt.

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die getätigten Sachinvestitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr erforderten keine gesonderten Finanzierungsmaßnahmen.

Die Liquiditätsversorgung war auch im Jahr 2023 unverändert positiv. Der von vier Kreditinstituten der Unternehmung insgesamt in Form von Kontokorrentkrediten bzw. Avalkrediten oder als Kontokorrentlinien bereitgestellte Betriebsmittelrahmen betrug zum 31. Dezember 2023 T€ 3.100 (Vj. T€ 5.100).

Umweltschutz

Das Unternehmen widmet dem Umweltgedanken große Aufmerksamkeit. Die Produktionsprozesse in Unternehmen laufen in geschlossenen Kreisläufen ab, so dass Belastungen für die Umwelt über das übliche Maß nicht hinausgehen.

Die Stromlieferungen werden zu 100 % aus Erneuerbare-Energie-Anlagen gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewonnen.

Daneben betreibt das Unternehmen noch zwei eigene PV-Anlagen.

Aus Umweltgründen bestehen keine Schadensersatzansprüche gegen unser Unternehmen.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Die Entwicklungstätigkeiten umfassen zum einen die Realisation von Kundenentwicklungen im Bereich der Kunststoffcompoundierung. Zum anderen beinhalten sie die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Rahmen von Kooperationsprojekten der zentralen Innovationsprogramme für den Mittelstand (ZIM). Hier werden aktuell zwei Forschungsprojekte durchgeführt, die mit Investitionszuschüssen des BWMi gefördert werden. Diese beliefen sich im laufenden Jahr auf T€ 38 (Vj. T€ 128).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens sind die Umsatzerlöse unter Berücksichtigung der Produktionsmengen und das Ergebnis vor Steuern die maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren. Die Umsatzerlöse und die Produktionsmengen sind in 2023 gesunken, wobei die Umsatzerlöse mit - 20,4 % leicht stärker rückläufig waren als die Produktionsmenge mit - 15,5 %. Der Rückgang des Ergebnisses vor Steuern vollzog sich mit - 20,8 % in ähnlichen Größenordnungen wie der Rückgang der Umsatzerlöse.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenskultur bei Microfol GmbH ist stark geprägt von den Mitarbeitern selbst. Sie haben eigens die Microfol-Werte definiert, somit handelt jeder Einzelne im Sinne der Unternehmenskultur: mitarbeiterorientiert, engagiert, weiterdenkend, ehrlich und bodenständig.

Die Microfol GmbH entwickelt Rezepturen konsequent an Anforderungen und Bedarf der Kunden. Für jeden Kunden wird ein individuelles Anforderungsprofil ermittelt. Die Einhaltung von Umweltschutzstandards in Beschaffung und Produktion ist bei der Microfol GmbH selbstverständlich.

Darstellung der Lage

Ertragslage

Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 20 % gesunken. Der Cash-Flow ist sogar um ca. 24,5 % gesunken und der Brutto-Cash-Flow um ca. 20,5 %.

Der Rückgang der Materialeinsatzquote um ca. 4,1 % ist im Wesentlichen der Reduzierung der Energiekosten geschuldet (36,8 %), die zwar auf einem Rückgang der Produktionsmengen zurückzuführen sind, aber auch auf einen deutlichen Rückgang der Strompreise.

Die Personalaufwendungen hingegen haben sich trotz allgemeiner Lohn- und Gehaltserhöhung etwas reduziert und liegen nun bei 2.084 T€ (Vorjahr 2.109 T€), was auf den leicht gesunkenen Mitarbeiterstand zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis nur geringfügig zurückgegangen. Im Geschäftsjahr sind hier insbesondere höhere einmalige Grundstückaufwendungen verbucht, die auf einen Wasserschaden im Verwaltungsgebäude zurückzuführen sind, für den kein Versicherungsschutz bestand. Aufgrund der geringeren Absatzmenge sind hingegen die Kosten der Warenabgabe zurückgegangen. Die Versicherungsbeiträge sind demgegenüber geringfügig angestiegen.

Aufgrund der stark gestiegenen Zinsen gegenüber dem Vorjahr sind die Zinsaufwendungen um ca. 81 T€ gestiegen, das Finanzergebnis jedoch nur um ca. 37 T€ abgesunken.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig bei ca. 12,1 Mio€. Dies führt zu einer Eigenkapitalquote (incl. hälftiger Sonderposten mit Rücklageanteil) von mittlerweile knapp 71,7 % (Vj.: 58,7 %).

Ausschlaggebend für die Reduzierung der Bilanzsumme waren der Rückgang der Rückstellungen aufgrund von Steuernachzahlungen i. h. v. ca. 713 T€ und die Reduzierung der Verbindlichkeiten um ca. 1,35 Mio€, hier insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um ca. 962 T€ aufgrund von planmäßigen Tilgungen.

Finanzlage

Der Finanzmittelbestand (flüssige Mittel und Kontokorrentverbindlichkeiten) hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht um ca. T€ 6 verschlechtert. Mittelzuflüsse erfolgten aus der Reduzierung der Vorräte und der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit betrugen T€ 104.

Aufgrund der zur Verfügung stehenden Kontokorrentrahmen steht dem Unternehmen genügend Liquidität zur Verfügung.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risikobericht

Branchen- und Ertragsorientierte Risiken

Deutschland tritt wirtschaftlich auf der Stelle. Zwar legt der Konsum in diesem Jahr zu, aber vor allem die Industrie und die Bauwirtschaft sorgen dafür, dass das Bruttoinlandsprodukt 2024 stagniert. Ein Aufwärtstrend ließe sich einläuten, dazu müsste die Politik allerdings zügig weitreichende Entscheidungen fällen.

Im weiteren Verlauf des Jahres 2024 wird die deutsche Wirtschaft die Krise kaum abschütteln können - die vom Institut der deutschen Wirtschaft befragten Unternehmen sind jedenfalls überwiegend pessimistisch, was ihre Geschäftsaussichten angeht. Lichtblicke gibt es nur wenige. Große Teile der deutschen Industrie stehen angesichts gestiegener Energie- und Produktionskosten unter Druck. Das Wachstumschancengesetz ist zwar ein wichtiges Signal, reicht aber nicht aus.

Inwieweit der Einbruch der Wirtschaft auch unser Unternehmen tangiert, ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Aktuell haben wir eine steigende Gesamtleistung zu verzeichnen und die Auftragsbestände bewegen sich im normalen Rahmen.

Zudem bergen die anhaltenden Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten und große Risiken hinsichtlich der damit verbunden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen.

Außer den normalen Risiken der unternehmerischen Tätigkeit, sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren wesentlichen Risiken, welche die Gesellschaft gefährden könnten und über die wir berichten müssten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund ausreichender Kontokorrentlinien bestehen zurzeit keinerlei Liquiditätsengpässe.

Chancenbericht

Der Verbrauch von technischen Kunststoffen mit besonderen physikalischen und chemischen Eigenschaften wächst schon seit einigen Jahren stärker als der Absatz herkömmlicher Standardkunststoffe wie etwa Polypropylen. Angesichts der steigenden Nachfrage nach immer leistungsfähigeren und leichteren Materialien wird sich dieser Trend sogar noch verstärken.

Dabei wird sich der Einsatz in der Bauindustrie sowie für Konsumprodukte mit Wachstumsraten von voraussichtlich 2,5 und 2,9 Prozent pro Jahr entwickeln.

Sobald also die aktuelle Krise in der Bauindustrie in der Bundesrepublik Deutschland überwunden sein wird, sollten auch diese Märkte, die auch für uns starke Absatzmärkte darstellen, wieder mit kontinuierlicher und robust steigender Nachfrage aufwarten, wodurch wir unsere Kapazitäten wieder höher auslasten können.

Gesamtaussage

Die insgesamt positive Entwicklung unseres Unternehmens konnte im Berichtsjahr trotz eines weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeldes weiter fortgeführt werden. Mit unserer Prognose für 2023 lagen wir insoweit richtig.

Wir werden versuchen, den im Risikobericht genannten Risiken auch zukünftig mit verstärkten Qualitätsansprüchen sowie mit einer engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden zu begegnen.

Prognosebericht

Laut dem Bundeswirtschaftsministerium dürfte das Bruttoinlandsprodukt in 2024 allenfalls moderat zunehmen. Laut der Prognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch Wirtschaftsweise genannt, wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation.

Aktuell kann unser Unternehmen aktuell einen deutlichen Anstieg der Gesamtleistung verzeichnen, die Auftragsbestände bewegen sich im normalen Rahmen.

Aufgrund der vorhandenen noch ungenutzten Potentiale im Bereich der Produktentwicklung und dem allgemeinen positiven Trend bei z. B. Hygieneprodukten, wie z. B. Inkontinenzartikeln, Einwegoveralls u. a. sind wir überzeugt, die Zukunftsfähigkeit der Microfol GmbH sicherstellen zu können.

Der Geschäftsverlauf wird, nach Einschätzung der Geschäftsführung, den Umständen entsprechend vorsichtig zuversichtlich bewertet. Für das Jahr 2024 rechnen wir trotz der abgeschwächten deutschen wirtschaftlichen Entwicklung wieder mit steigenden Umsätzen und Produktionsmengen, ebenso mit einem steigenden Ergebnis vor Steuern. Aufgrund der positiven aktuellen Entwicklung der Gesellschaft gehen wir hier von einer Steigerung im hohen einstelligen Prozentbereich aus.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Unternehmung verfolgt beim Finanz- und Risikomanagement das Ziel der Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hinsichtlich des Managements der Finanzposition verfolgt das Unternehmen eine konservative Politik.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Anlagevermögen, Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Forderungsausfallrisiko minimieren wir durch vorgeschaltete Bonitätsprüfungen und ein strenges Debitorenmanagement sowie einer Forderungsausfallversicherung. Die Lieferkonditionen werden konsequent verfolgt und umgesetzt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Das Liquiditätsrisiko wird fortlaufend überwacht. In der Microfol GmbH wird im Außenverhältnis regelmäßig in Euro fakturiert. Damit ist das Währungsrisiko weitestgehend auf unsere Kunden übertragen.

Derivative Finanzgeschäfte zur Währungsabsicherung bestehen aktuell nicht. Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos sind aufgrund der Kapitalausstattung bis auf weiteres nicht vorgesehen.

 

Lichtenfels, 24. Juni 2024

Peter Hofmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.884.709,00 8.353.065,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 683,00 1.844,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 683,00 1.844,00
II. Sachanlagen 7.884.026,00 8.351.221,03
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.884.026,00 8.351.221,03
B. Umlaufvermögen 4.175.419,27 5.029.350,44
I. Vorräte 2.922.280,00 3.576.070,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 852.678,60 1.046.612,18
1. sonstige Vermögensgegenstände 852.678,60 1.046.612,18
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 400.460,67 406.668,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.220,39 6.174,30
Summe Aktiva 12.088.348,66 13.388.589,77

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.622.091,37 7.813.134,83
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Gewinnvortrag 3.313.134,83 2.171.687,87
IV. Jahresüberschuss 1.308.956,54 1.641.446,96
B. Sonderposten für Investitionszulagen und für Zuschüsse Dritter 88.722,00 93.958,00
C. Rückstellungen 246.000,00 997.212,85
D. Verbindlichkeiten 3.099.413,29 4.450.153,09
1. sonstige Verbindlichkeiten 3.099.413,29 4.450.153,09
E. Passive latente Steuern 32.122,00 34.131,00
Summe Passiva 12.088.348,66 13.388.589,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.069.662,38 7.838.316,66
2. Personalaufwand -2.084.346,88 -2.109.368,98
a) Löhne und Gehälter -1.653.629,13 -1.711.676,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -430.717,75 -397.692,90
3. Abschreibungen -570.763,20 -847.145,76
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -570.763,20 -847.145,76
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.434.082,33 -2.449.785,02
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.148,17 3.945,71
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -169.908,30 -89.169,18
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -534.832,44 -671.731,41
8. Ergebnis nach Steuern 1.323.877,40 1.675.062,02
9. sonstige Steuern -14.920,86 -33.615,06
Jahresüberschuss 1.308.956,54 1.641.446,96

Anhang

A. Allgemeine Angaben

1. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die Microfol Compounding GmbH hat ihren Sitz in Lichtenfels. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Coburg unter HRB 6584 eingetragen.

Der Jahresabschluss des Geschäftsjahrs 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gesellschaft nimmt die für mittlere Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen der §§ 274a, 276 und 288 HGB teilweise in Anspruch.

Die Gesellschaft wählte zur Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB.

Die Wertansätze des Jahresabschlusses der Microfol Compounding GmbH zum 31.12.2022 wurden unverändert übernommen.

Die in den Vorjahren angewandten Abschreibungsmethoden wurden im Geschäftsjahr beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung entsprechend der Nutzungsdauer von drei Jahren, bewertet.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellkosten, vermindert um planmäßige Abschreibung entsprechend der Nutzungsdauer und die Zugänge mit den Anschaffungs- und Herstellkosten bewertet.

Die Anlagegegenstände werden linear und monatsgenau abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Bei der Darstellung im Anlagespiegel wird ein fiktiver Abgang im gleichen Jahr unterstellt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach folgenden Grundsätzen:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse sind zu den Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den in direktem Zusammenhang mit der Herstellung in der Fertigung entstandenen Materialkosten zuzüglich eines Aufschlags für die Extrusion zusammen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Eigenkapitalpositionen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Sie werden in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen ausgewiesen.

B. Erläuterungen zur Bilanz

2. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgend dargestellten Anlagespiegel zu entnehmen.

Herstell- und Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugang 2023
Euro
Umbuchung 2023
Euro
Abgang 2023
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.959,52 0,00 0,00 0,00 63.959,52
II. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.175.509,73 0,00 0,00 0,00 10.175.509,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.505.796,44 1.518,17 741,03 0,00 9.508.055,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.633.977,93 100.889,00 0,00 21.209,47 1.713.657,46
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 741,03 0,00 -741,03 0,00 0,00
21.316.025,13 102.407,17 0,00 21.209,47 21.397.222,83
21.379.984,65 102.407,17 0,00 21.209,47 21.461.182,35
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Euro
Zugang 2023
Euro
Abgang 2023
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.115,52 1.161,00 0,00 63.276,52
II. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.361.715,73 298.042,00 0,00 3.659.757,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.526.212,44 103.183,20 0,00 8.629.395,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.076.875,93 168.377,00 21.209,47 1.224.043,46
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.964.804,10 569.602,20 21.209,47 13.513.196,83
13.026.919,62 570.763,20 21.209,47 13.576.473,35
Buchwert
Stand 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 683,00
II. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.515.752,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 878.660,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 489.614,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
7.884.026,00
7.884.709,00

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 48.411,19 (Vj.: Euro 8.589,01).

4. Sonderposten mit Rücklageanteil

Diese Position beinhaltet die erhaltenen Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt Euro 88.722,00 (Vj.: Euro 93.958,00). Sie werden parallel zur Abschreibung bzw. der Abgänge aufgelöst.

5. Sonstige Rückstellungen

Die Position setzt sich aus Rückstellungen für Personalkosten, Gewährleistungen, noch ausstehende Rechnungen und die Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses zusammen.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEuro
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
TEuro
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEuro
insgesamt 2023
TEuro
insgesamt 2022
TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 800 687 0 1.487 2.450
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.182 - - 1.182 1.277
sonstige Verbindlichkeiten 430 0 - 430 723
(davon gegenüber Gesellschafter) 27 - - 27 7
(davon aus Steuern) 148 - - 148 331
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 0 - - 0 0
2.412 687 0 3.099 4.450

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Buchgrundschulden in Höhe von TEuro 4.500 sowie eine Raumsicherungsvereinbarung über die Fertigungsstraßen - Linie 5 und Linie 6 - vereinbart.

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte, soweit Lieferantenzahlungen erst im folgenden Geschäftsjahr erfolgen.

Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von insgesamt TEuro 2.622 und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEuro 1.829.

7. Latente Steuern

Die Latenten Steuern beruhen auf unterschiedlichen Wertansätzen im Anlagevermögen. Im steuerlichen Anlagevermögen wurde von der Möglichkeit des § 6b EStG Gebrauch gemacht, ebenso von den neuen Nutzungsdauern für Soft- und Hardware. Die Differenz zwischen dem steuerlichen und dem handelsrechtlichen Anlagevermögen beträgt rund TEuro 107. Als Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer wurde insgesamt ein Steuersatz von pauschal 30 % angesetzt.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von Euro 5.236,00 (Vj.: Euro 5.236,00) enthalten.

9. sonstige Zinsen und Erträge

Hier sind Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 18.935,03 (Vj.: Euro 1,659,97) enthalten.

10. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Hier sind Auflösungen zu den Latenten Steuern in Höhe von Euro 2.009,00 (Vj.: Euro 837,00) enthalten.

D. Sonstige Angaben

11. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 42 , davon 2 geringfügig Beschäftigte sowie 5 Teilzeitbeschäftigte.

12. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung hatte im ganzen Berichtszeitraum Herrn Peter Hofmann, Techniker, inne. Herr Peter Hofmann übt die Geschäftsführungstätigkeit hauptberuflich aus. Die Angaben über die Bezüge der Geschäftsführung können nach § 286 Absatz 4 HGB unterbleiben.

13. Wichtige Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat sich die wirtschaftliche Situation nicht gerade verbessert. Die Inflation sowie die Energiepreise erreichen in 2022 ungeahnte Höhen und sind auch in 2023 nur leicht gesunken. Wie sich die Inflation und die Energiepreise in 2024 weiter entwickeln werden, ist schwer einzuschätzen, da diese Entwicklungen auch sehr stark von der weiteren Entwicklung des Russland-Ukraine-Krieges abhängen.

Darüber hinaus trübt sich die gesamtwirtschaftliche Situation weiter ein,

Aufgrund dessen könnten sich weiterhin negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2024 ergeben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Kapitel "Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung".

14. Gewinnverwendungsvorschlag

Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von Euro 1.308.956,54 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Lichtenfels, 24. Juni 2024

Peter Hofmann, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Microfol Compounding GmbH, Lichtenfels:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Microfol Compounding GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Microfol Compounding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Coburg, den 24. Juni 2024

BNHS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard Höfer, Wirtschaftsprüfer

Mathis Neumann, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 28.6.2024.

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