JOLA Capital GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz Haugg seit 19.1.2021 | Prokura |
Nina Beatrice Kordes seit 14.12.2015 | Prokura |
Silke Behling seit 3.4.2012 | Prokura |
Jochen Arno Langhammer seit 3.4.2008 | Geschäftsführer |
Sabine Rumpf seit 2.1.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HELLERICH GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 20231. Gesamtwirtschaftliche Lage und Rahmenbedingungen 1.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Inflation und Zinsen waren im Jahr 2023 die alles überlagernden Einflussfaktoren an den Kapitalmärkten. Entsprechend der sich mehrmals ändernden Erwartungshaltung der Marktteilnehmer kam es im Frühjahr und Herbst zu deutlichen Rückschlägen an den Börsen, die jeweils zwischen 10 und 13 Prozent lagen (Nasdaq). Per Saldo stiegen die wichtigsten Aktienmärkte und setzten die im Herbst 2022 begonnene Erholung fort. Doch die positiven Indexzahlen täuschen darüber hinweg, dass nur wenige sehr teure (überbewertete) Technologieaktien die Märkte nach oben zogen. Betrachtet man den "S&P 500 Equal Weighted Index" - hier sind alle Aktien gleich gewichtet -, ergibt sich ein realistischeres Bild. Lediglich 8 Prozent vor Dividenden konnte der breite US-Markt zulegen. Aber auch Gold und Silber konnten ansteigen. Bei den Anleihen verlief die Entwicklung ähnlich wie bei den Aktien. Zum Jahresende konnten die Anleihenindizes wieder zulegen. Der deutsche Rentenindex REXP erzielte ein Plus von 3,5 Prozent. Insgesamt entwickelte sich die Konjunktur auf globaler Ebene jedoch robuster als erwartet. Für das laufende Jahr 2024 erwartet der Internationale Währungsfonds (IMF) ein unverändertes globales Wachstum von 3,1 Prozent, das sich 2025 leicht auf 3,2 Prozent verbessern sollte. Die hohen Zinsen bremsen weiterhin die Wirtschaftsentwicklung auf globaler Ebene. Die Inflation scheint aber deutlich zurückzukommen. Die Markteilnehmer rechnen daher ab dem zweiten Quartal mit Zinssenkungen durch die Zentralbanken. Europa und China befinden sich weiterhin in einer Wachstumsschwäche. Angesichts dieser verhaltenen Konjunkturaussichten erscheint die Entwicklung an den Aktienmärkten möglicherweise zu optimistisch, sodass Rückschläge einkalkuliert werden müssen. Die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen könnten erneut zugunsten von Donald Trump ausgehen. Eine neue Protektionismuswelle mit den einhergehenden Handelsbeschränkungen, Zollerhöhungen und Aufkündigungen von bestehenden Abkommen wären für den Welthandel äußerst nachteilig. Europa und hier insbesondere das auf den Handel angewiesene Deutschland stünden dann erneut zwischen den Fronten. 1.2. Branchenbezogenes Umfeld Die umfassende und in regelmäßigen Abständen weiter ausgebaute Regulierung stellt für die Finanzbranche weiterhin eine große Belastung dar. Eine angekündigte Regulierungsvereinfachung für kleinere Vermögensverwalter steht zudem immer noch aus. Die Banken erzielten teilweise Rekordergebnisse, die es ermöglichten, die Kernkapitalquoten weiter auszubauen. Diese liegen nun teilweise auf 10-Jahres-Hochs. Die Rückstellungen für Kreditausfälle im Bereich von Unternehmen und Immobilien steigen zwar, aber das Immobilienkredit-Exposure ist wohl nur bei wenigen Spezialinstituten problematisch. Dies lässt zuversichtlich ins neue Jahr blicken. Davon profitiert auch das Segment der Vermögensverwalter. Bei den kleineren Verwaltern mit wenigen Mitarbeitern scheint jedoch das Thema Konsolidierung nun eine noch stärkere Rolle zu spielen. Nach einer Umfrage des Instituts für Vermögensverwaltung geben 28 Prozent der unabhängigen Vermögensverwalter an, innerhalb eines Jahres eine Änderung der Gesellschafterstruktur anzustreben. 2. Geschäftsmodell 2.1. Geschäftsbereich Vermögensverwaltung/Anlageberatung Die HELLERICH GmbH ist ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassenes Wertpapierinstitut gemäß § 15 WplG. Im Geschäftsbereich Vermögensverwaltung betreut die Gesellschaft vermögende Privatkunden, institutionelle Kunden und Stiftungen ab einem Volumen von 1 Mio. €. Anlageberatung im Wertpapierbereich erbringt die HELLERICH GmbH ausschließlich für wenige professionelle Kunden (keine Honoraranlageberatung, sondern auf Basis einer prozentualen Anlageberatungsgebühr). 2.2. Geschäftsbereich Fondsmanagement für Investmentfonds Daneben agiert das Unternehmen als Fondsmanager für die Fonds HELLERICH Global Flexibel und HELLERICH Sachwertaktien. 2.3. Anlagevermittlung von unternehmerischen Private-Equity-Beteiligungen Ein weiteres Geschäftsfeld umfasst die Vermittlung von unternehmerischen Direktbeteiligungen für Privatkunden. 2.4. Family-Office-Dienstleistungen Das Unternehmen erbringt Family-Office-Dienstleistungen für vermögende Privatkunden. Neben einer ganzheitlichen Vermögensanalyse wird das Gesamtvermögensreporting und -controlling angeboten sowie Beratungsdienstleistungen bei der Auswahl von Vermögensverwaltern und der strategischen Asset Allocation. 2.5. Sonstiges Die Gesellschaft besitzt zudem eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung. Bei der Ausübung sämtlicher vorgenannter Tätigkeiten ist die Gesellschaft unabhängig und nur den eigenen Kunden verpflichtet. Die Gesellschaft ist bestrebt, Entscheidungen ausschließlich im Interesse ihrer Mandanten zu treffen. Der Sitz der Gesellschaft ist unverändert in München mit einer unselbständigen Niederlassung in 82229 Seefeld (Oberbayern). 3. Geschäftsverlauf 2023 Trotz des weiterhin bestehenden Kriegs in der Ukraine sowie des neu ausgebrochenen Kriegs im Nahen Osten, der einen allgemeinen Kursrückgang verursachte, konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr eine Steigerung der Vermögensverwaltungsgebühren verzeichnen. Auch Performance Fees über 12 T€ (VJ 0 €) konnten in diesem Bereich erwirtschaftet werden. Im Fondsmanagementbereich verzeichnete der Investmentfonds HELLERICH Global Flexibel Kurssteigerungen, das Fondsvermögen ist jedoch im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr zurückgegangen. Der Investmentfonds HELLERICH Sachwertaktien wies Wertverluste bei rückläufigen Volumina auf. Im Fondsmanagementbereich wurde aufgrund von Wertverlusten im HELLERICH Sachwertaktien und der High Water Mark im HELLERICH Global Flexibel keine Performance Fee erzielt. Im Jahr 2023 hat die HELLERICH GmbH ihren Kunden zwei unternehmerische Beteiligungen angeboten; in diesem Bereich wurden einmalige Vermittlungserträge in Höhe von 582 T€ (Vorjahr 0 €) erzielt. Im Geschäftsjahr 2023 waren neben der Geschäftsführung durchschnittlich 12 Angestellte beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 10 Angestellte in Teilzeit tätig. 4. Lage des Unternehmens 4.1. Vermögenslage Die Kundenforderungen sind gegenüber dem Vorjahr um 233 T€ gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Forderungen im Beteiligungsbereich (+197 T€), im Bereich der Vermögensverwaltung (+75 T€) sowie den Forderungen aus Performance Fee (+15 T€). Daneben sind die Forderungen im Fondsmanagement (-29 T€) und die sonstigen Forderungen (-23 T€) zurückgegangen. Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen wurde erhöht (+2 T€). Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind um 53 T€ gestiegen. Der Rückgang im Sachanlagevermögen über ca. 23 T€ ergibt sich aus den planmäßigen Abschreibungen über 25 T€ und dem Abgang einer Sachanlage über 2 T€, denen Investitionen in neue EDV- und sonstige Betriebsausstattung in Gesamthöhe von 7 T€ gegenüberstehen. Von der Möglichkeit der sofortigen Abschreibung von digitalen Wirtschaftsgütern für die Neuzugänge wurde im Geschäftsjahr Gebrauch gemacht (3 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um 52 T€ vermindert. Dies resultiert vorwiegend aus der Minderung der Steuerforderung (-32 T€), dem Rückgang der USt- Rückforderung aus der Betriebsprüfung 2018-2021 (-7 T€) und den sonstigen Forderungen (-12 T€). Die Rechnungsabgrenzungsposten sind gegenüber dem Vorjahr um 3 T€ gesunken. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Jahresüberschusses um 258 T€ erhöht. Die anderen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um 95 T€ erhöht, resultierend aus der erhöhten Rückstellung für Boni und Tantiemen (+70 T€), der Erhöhung der Urlaubsrückstellungen (+30 T€), Rückstellungen für Abschluss und Prüfung (+3 T€), für Aufbewahrung der Unterlagen (+2 T€) und ausstehende Rechnungen (+2 T€) sowie verringerten sonstigen Rückstellungen (-11 T€). Die Steuerrückstellungen haben sich um 120 T€ vermindert. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 29 T€ vermindert. Hauptsächlich stammt der Rückgang aus den Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben (-80 T€), erhöht um die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+30 T€) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (+ 21 T€). Aus der Summe der Veränderungen ergibt sich eine Verlängerung der Bilanzsumme um 205 T€. 4.2. Finanzlage Der Finanzmittelbestand hat sich im Vergleich zum Jahr 2022 um 51 T€ erhöht. Der Zufluss aus der Geschäftstätigkeit betrug insgesamt 58 T€. Dieser setzt sich im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss über 258 T€, erhöht durch die Abschreibungen über 28 T€, Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens über 2 T€, Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, über 44 T€ sowie die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen über 30 T€ und verringert durch die Abnahme der Rückstellungen über 24 T€ sowie die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über 220 T€ und die Abnahme anderer Passiva (hauptsächlich Steuerverbindlichkeiten) über 59 T€ zusammen. Für Investitionstätigkeiten wurden 7 T€ verwendet. Im Geschäftsjahr wurde keine Gewinnausschüttung an die Anteilseigner beschlossen. Die Veränderung der Finanzmittelbestände wurde mit Hilfe der indirekten Kapitalflussrechnung ermittelt. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 4.3. Ertragslage Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 weist insgesamt eine Zunahme der Provisionserträge um 492 T€ gegenüber dem Vorjahr auf. Die Zunahme der Provisionserträge ist im Wesentlichen auf den Beteiligungsbereich zurückzuführen: Den Kunden wurden im Geschäftsjahr zwei Beteiligungen zur Zeichnung angeboten. Die Gesellschaft hat aus den neuen Beteiligungen und den laufenden Gebührenberechnungen für bereits bestehende Beteiligungen insgesamt 1.111 T€ gegenüber 473 T€ im Vorjahr erlöst. Die Erlöse der Vermögensverwaltung sind trotz Kundenentnahmen für Immobilien ebenfalls um 110 T€ gestiegen; dies resultierte aus Umschichtungen in den Kundenportfolios zulasten der HELLERICH-Fonds. Damit ging ein Rückgang der Erlöse aus dem Fondsmanagement um 256 T€ einher. Die Provisionserlöse der Gesellschaft beliefen sich in 2023 auf 3.062 T€ (Vorjahr: 2.570 T€) und setzten sich wie folgt zusammen:
Es wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 158 T€ (Vorjahr: 251 T€) erzielt. Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um ca. 8% (+129 T€) gestiegen. Dies ergibt sich schwerpunktmäßig aus der Erhöhung der Tantieme-, Bonus- und Sonderzahlungen (saldiert +44 T€) und der Aufstockung der Urlaubsrückstellungen (+ 50 T€) sowie den daraus resultierenden erhöhten Sozialversicherungsabgaben (+22 T€). Die Verwaltungsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft vor Verwendung beläuft sich auf 258 T€ (Vorjahr: 61 T€). 5. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind unter Punkt 4 des Lageberichts dargestellt. Das Fachwissen der Mitarbeiter ist ein wesentlicher Leistungsindikator der Gesellschaft. Um dieses stets zu erweitern, erhalten die Mitarbeiter neben der Teilnahme an Webinaren jedes Jahr die Möglichkeit, eine für ihren Tätigkeitsbereich relevante kostenpflichtige Schulung inhouse oder extern auszuwählen. 6. Chancen- und Risikobericht 6.1. Chancenbericht der Gesellschaft Die Chancen: Das globale Wachstum soll sich 2024 nur wenig abschwächen und im Jahr 2025 wieder anziehen. Analysten erwarten weiter steigende Gewinne für die Unternehmen. Die Umwälzung durch und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in vielen Anwendungsbereichen der Wirtschaft könnte das Wachstum über Jahre stützen und Produktivitätsgewinne ermöglichen. Auch ein synchroner Lockerungspfad der Zentralbanken könnte mit einer gewissen Verzögerung das Wachstum wieder stärker ankurbeln. In vielen Regionen der Welt sind die Aktienbewertungen niedrig und die Wachstumsraten stabil. Frühindikatoren wie die viel beachteten Einkaufsmanagerindizes haben nach langer Abwärtsphase wieder nach oben gedreht. Diese sind gute Vorzeichen für die weitere globale Konjunkturentwicklung. In diesem Umfeld erwarten wir eine positive Geschäftsentwicklung. Die Annahme dieser Chancen stützt sich dabei auf folgende eigene Einschätzungen:
6.2. Risikobericht Risikomanagement Die Gesellschaft verfügt über ein der Art, der Komplexität, dem Umfang und dem Risikogehalt der Geschäftstätigkeit entsprechendes Risikomanagement. Das Risikohandbuch der Gesellschaft fasst die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems zusammen; Letzteres wird regelmäßig überprüft. Die Gesellschaft verfügt über eine Risikocontrolling-Funktion. Diese unterstützt die Geschäftsleitung in allen risikopolitischen Fragen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zur Begrenzung der Risiken. Es werden regelmäßig Risikotragfähigkeitsanalysen und Stresstests durchgeführt und der Geschäftsleitung vorgelegt. Risikoarten Die Gesellschaft hat die nachfolgenden Risiken identifiziert: Adressausfallrisiken Adressausfallrisiken bestehen bei der Gesellschaft in Form von bei Kreditinstituten unterhaltenen Guthaben. Diese werden nur kurzfristig bei verschiedenen Banken guter Bonität angelegt, sodass das Ausfallrisiko als gering eingeschätzt wird. Die Gesellschaft hat ein Konto bei der Deutschen Bundesbank, das im systemischen Krisenfall der Absicherung der Firmengelder dienen soll. Das daneben bestehende Ausfallrisiko im Bereich der Forderungen gegenüber Kunden wird aufgrund der von den Kunden erteilten SEPA-Lastschriftmandate als äußerst gering eingestuft, Honorarforderungen gegenüber institutionellen Anlegern wie den Kapitalanlagegesellschaften werden ebenfalls als nicht ausfallgefährdet eingestuft. Marktpreisrisiken Die Gesellschaft hält keinerlei Marktpositionen. Sie ist weder im Eigenhandel tätig noch erbringt sie Eigengeschäfte. Sie hat sich als Nichthandelsbuchinstitut eingestuft. Vermögenswerte von Kunden nimmt sie nicht entgegen. Die Gesellschaft unterliegt daher keinen direkten Marktpreisrisiken. Liquiditätsrisiko Die Gesellschaft gewährleistet durch eine fortlaufende Überwachung im Rahmen ihrer detaillierten Liquiditätsplanung (rollierend über einen 1- und 3-Jahres-Zeitraum), dass sie ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen kann. Die Geschäftsleitung überprüft zudem monatlich die Erreichung der Planziele und bewertet Informationen über Kundenzu- und -abflüsse. Abweichungen werden analysiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Auf Basis der Liquiditätsplanung sowie aufgrund der vorhandenen liquiden Mittel in ausreichender Höhe stuft die Gesellschaft das Liquiditätsrisiko trotz des gesamtwirtschaftlichen Umfelds (Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten) als gering ein. Ertragsrisiko Da die Ertragslage u. a. von der Performance der Kundendepots abhängt und diese naturgemäß von der Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten beeinflusst wird, ist die HELLERICH GmbH dem Ertragsrisiko zwangsläufig ausgesetzt und geht auch für das Jahr 2024 von einem Einfluss des Kriegs in der Ukraine sowie im Nahen Osten auf die Ertragslage aus. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko - auch mit Blick auf das Ziel des Kapitalerhalts für die Kunden - mit einem fortlaufenden, engen Überwachungsprozess und einer breiten Streuung der Vermögenswerte über verschiedene Assetklassen, Anlageregionen und Strategien. Des Weiteren behält die Gesellschaft jährlich Gewinne ein, um in schwierigeren Jahren finanziell unabhängig zu sein. Dieses Vorgehen bewährt sich nun auch angesichts der diversen Krisenherde in der Welt. Operationelle Risiken Hier handelt es sich um Risiken aus betrieblichen Systemen oder Prozessen, die die Geschäftsabwicklung negativ beeinflussen könnten, insbesondere menschliches oder technisches Versagen. Diese Risiken werden durch eine Dokumentation der wesentlichen Arbeitsabläufe der Gesellschaft in einem Organisationshandbuch sowie durch den Einsatz fortlaufend aktualisierter interner Kontrollsysteme minimiert. Bei wichtigen Vorgängen ist stets ein Vier-Augen-Prinzip vorgesehen. Im EDV-Bereich hat die Gesellschaft umfassende Vorkehrungen zum Schutz der Daten sowie zur ununterbrochenen Aufrechterhaltung der EDV-Systeme getroffen. Für jeden Mitarbeiter wurden die Voraussetzungen geschaffen, vom Home-Office aus oder mobil zu arbeiten. Operationelle Risiken aus dem Geschäftsmodell Operationelle Risiken aus dem Geschäftsmodell beschreiben die Gefahr negativer Ergebnisentwicklung durch Grundsatzentscheidungen des Managements. Zudem können strategische Risiken aufgrund von Veränderungen der Umfeldbedingungen entstehen, sofern diese vom Institut nicht erkannt bzw. auf diese falsch reagiert wird. Zu diesem Zweck stimmt sich die Geschäftsleitung fortlaufend ab, um derartige Risiken frühzeitig wahrzunehmen und ihnen zu begegnen. Reputationsrisiko Das Reputationsrisiko wird als eines der größten Risiken für den Geschäftserfolg der Gesellschaft definiert. Die Gesellschaft steuert dieses Risiko durch eine innere Verpflichtung zur Einhaltung der Compliance- Vorgaben. Die Einhaltung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen und sonstigen rechtlichen Vorschriften (Compliance) ist notwendige Voraussetzung, um Reputationsrisiken zu begegnen. Auch eine strikte Verpflichtung der Mitarbeiter auf Compliance-Vorgaben soll Reputationsrisiken vorbeugen. Personalrisiko Personalrisiken sind zum einen der Ausfall von Mitarbeitern durch Austritt oder Krankheit, zum anderen fehlende Leistungsbereitschaft von Mitarbeitern aufgrund von Unzufriedenheit sowie ein falscher Einsatz von Mitarbeitern. Die Dienstleistungen der Gesellschaft gegenüber Kunden sind höchst sensibel. Qualifikation, Motivation, Dienstleistungsorientierung und langjährige Firmenzugehörigkeit der Mitarbeiter sind für die Gesellschaft von hoher Bedeutung. Die Gesellschaft steuert das Personalrisiko durch einen qualifizierten Personalauswahlprozess. Bei der Auswahl wird auf eine entsprechend hohe Qualifikation der Mitarbeiter geachtet, die ggfs. durch interne oder externe Schulungen ergänzt wird. Risiko Vergütungssystem Das Vergütungssystem der Gesellschaft ist sehr einfach und transparent ausgestaltet. Es gibt keine produktspezifischen Vertriebsvorgaben für Mitarbeiter, so dass keine Anreize bestehen, dass Mitarbeiter nicht im Interesse des Kunden oder nach den Wohlverhaltensregeln des WpHG handeln. Rechtsrisiko Die Steuerung der Rechtsrisiken erfolgt durch eine Orientierung an Branchenstandards. Die Gesellschaft ist Mitglied im Verband unabhängiger Vermögensverwalter und wird über die Verbandskommunikation, Newsletter von Anwaltskanzleien sowie die Teilnahme an Seminaren des Verbandes und der Depotbanken auf Änderungen des rechtlichen Umfelds aufmerksam gemacht. Die Gesellschaft verfügt über eine Manager-Haftpflicht- und eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung sowie eine Strafrechtsschutzversicherung. Im Geschäftsjahr 2023 traten wie in allen Jahren seit Erlangen der Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen gem. § 15 WpIG (November 2005) keine derartigen Risiken auf. Regulatorisches Risiko Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit größter Vorsicht und Aufmerksamkeit. Durch die ständige Lektüre der Veröffentlichungen durch die BaFin/ESMA/Bundesbank sowie entsprechender Fachpresse, durch regelmäßigen Kontakt zu Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfern sowie zum VuV und zu anderen Vermögensverwaltern verschafft sich die Gesellschaft fortlaufend und zeitnah einen Überblick über die neuesten regulatorischen Entwicklungen. IT-Risiko Das IT-Risiko umfasst sowohl die beeinträchtigte Verfügbarkeit der IT als auch den fehlerhaften Umgang mit der technischen Einrichtung durch Mitarbeiter sowie die absichtliche Manipulation durch Außentäter, insbesondere in Form von Virenangriffen/Spams, Identitäts- oder Datendiebstahl. Die Gesellschaft steuert dieses Risiko mit ihrem externen IT-Dienstleister und einem IT-Notfallkonzept. Daneben verfügt die Gesellschaft über einen internen IT-Sicherheitsbeauftragten. Eingehende und relevante Informationen aus externen Veranstaltungen werden ausgewertet und daraus resultierende Handlungsempfehlungen unter Einbeziehung des IT-Dienstleisters umgesetzt. Nachhaltigkeitsrisiken Nachhaltigkeitsrisiken bezeichnen Ereignisse oder Bedingungen in Bezug auf Nachhaltigkeitsfaktoren, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf den Wert von Vermögenswerten bzw. auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation eines Unternehmens und in weiterer Folge für den Anleger haben könnten. Vier Beispiele für Nachhaltigkeitsrisiken sind: Vermehrtes Auftreten von Naturkatastrophen, Verlust der Biodiversität, Rückgang der Schneedecke, extreme Trockenheit etc. Nachhaltigkeitsrisiken können sich bei einer Veranlagung in den bekannten Risikokategorien wie etwa dem Bonitätsrisiko, dem Risiko des Totalverlustes und den Kursrisken manifestieren. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung gab es keine innerbetrieblichen Ereignisse von besonderer Bedeutung. Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse ergeben, die wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage der HELLERICH GmbH haben können. Durch die diversen Krisenherde in der Welt können sich weiterhin jederzeit erhebliche Verwerfungen an den Kapitalmärkten ergeben. Auswirkungen würden sich auf die Depotwerte der Kunden und damit auf die Provisionserträge der Gesellschaft ergeben. Die Gesellschaft geht zusammenfassend davon aus, dass die Prozesse und Kontrollen der Gesellschaft zur Steuerung der Risiken auch angesichts des Kriegs Russlands gegen die Ukraine und des Kriegs im Nahen Osten angemessen und wirksam waren und sind. Trotz der vorstehend aufgelisteten Risiken ist aus heutiger Sicht kein Risiko erkennbar, das den Fortbestand der HELLERICH GmbH gefährden könnte. Die Risikotragfähigkeit des Instituts war jederzeit ausreichend. 7. Prognosebericht Aufgrund der diversen Krisenherde ergeben sich große Planungsunsicherheiten. Auf Basis der derzeitigen Ertragsplanung geht die Gesellschaft von einer positiven Ertragslage mit Erlösen von ca. 2.440 T€ und Kosten von ca. 2.330 T€, somit einem Gewinn von ca. 110 T€ aus. Die Planung wird laufend überwacht und wird in Abhängigkeit von den weiteren Entwicklungen ggfs. angepasst. Die Gesellschaft wäre mit ihren Gewinnrücklagen jedoch auch bei einer schlechteren Ertragssituation in der Lage, das Jahr 2024 gut zu meistern. Die Geschäftsleitung geht, wie in der Vergangenheit, von einer Fortführung des Unternehmens aus. Oberstes Ziel der Gesellschaft ist es, für ihre Kunden die hohe Qualität der Dienstleistung weiter auszubauen und das Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln.
München, den 08. Mai 2024 HELLERICH GmbH gez. Jochen Langhammer gez. Sabine Rumpf BILANZ zum 31. Dezember 2023HELLERICH GmbHMünchenAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023HELLERICH GmbHMünchen
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
A. Allgemeine Angaben Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurden nach den Ansatz- und Bewertungsvorschriften des HGB sowie des GmbHG erstellt. Dabei wurden auch die für Wertpapierinstitute anzuwendenden Vorschriften für Kreditinstitute (§§ 340 ff. HGB) beachtet. Der Jahresabschluss 2023 wurde unter Berücksichtigung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften erstellt. Außerdem wurden die Spezialvorschriften der Verordnung zur Rechnungslegung für Kreditinstitute (RechKredV) berücksichtigt. Die Bilanz wurde gemäß den Formblattvorschriften des § 2 Abs. 1 RechKredV (Formblatt 1) gegliedert. Die Bilanz wurde in Kontoform erstellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Formblattvorschriften des § 2 Abs. 1 RechKredV. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß Formblatt 3 in Staffelform erstellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Barreserve Der Kassenbestand wurde zum Nennwert ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Spezielle Risiken waren nicht zu berücksichtigen. Anlagevermögen Die Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen, wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Zugänge an beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens im Jahr 2023 wurden linear abgeschrieben. Die Annahme der Nutzungsdauer erfolgte in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen und betriebsindividuellen Erfahrungen. Die Nutzungsdauern betragen für die Sachanlagevermögen zwischen 3 und 23 Jahren. Seit 1. Januar 2018 werden geringwertige Anlagegüter bis 800,00 € im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang dargestellt. Im Geschäftsjahr wurde von der Möglichkeit der sofortigen Abschreibung der digitalen Wirtschaftsgüter für die Neuzugänge Gebrauch gemacht. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Rechnungsabgrenzung Die aktiven Rechnungsabgrenzungen sind mit ihren im Voraus geleisteten Zahlungen bilanziert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert. Soweit Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung laufend entstehen, erfolgt die Umrechnung mit dem amtlichen Mittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Laufzeit kleiner 1 Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Genussscheinkapital Der Genussschein ist mit dem Ausgabebetrag bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzins abgezinst. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nominalwert bilanziert. C. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute In den Forderungen an Kreditinstitute sind 8.474,75 € (Vorjahr: 9.223,58 €) Forderungen in Fremdwährung enthalten. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden enthalten ausschließlich Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten. Sachanlagen In dem Posten Sachanlagen sind ausschließlich Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche für Gewerbesteuer in Höhe von 28.572,00 € (Vorjahr: 28.572,00 €) und Körperschaftsteuer in Höhe von 25.779,22 € (Vorjahr: 25.779,22 €), Umsatzsteuererstattungen in Höhe von 12.362,56 € (Vorjahr: 52.062,42 €), sowie die Mietkaution für die Büroräume in Höhe von 6.331,59 € (Vorjahr: 6.331,59 €) und im Folgejahr abziehbare Vorsteuer mit 8.869,41 (Vorjahr: 7.900,96 €). Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen im Voraus bezahlte Versicherungen, Software-Lizenzen und eine Leasing-Sonderzahlung. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 108.492,47 € (Vorjahr: 78.424,22 €), aus Steuern in Höhe von 96.608,54 € (Vorjahr: 176.755,85 €), davon aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 28.969,95 € (Vorjahr: 39.797,12 €) sowie aus der Ausschüttung des Genussscheins und einer vertraglich vereinbarten Gewinnausschüttung in Höhe von 26.998,11 € (Vorjahr: 7.815,17 €). Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Genussscheinkapital Es besteht ein Genussschein, der zum Ausgabebetrag angesetzt wurden. Dem Genussscheininhaber steht eine Gewinnausschüttung pro Geschäftsjahr in Höhe von 3 % des im handelsrechtlichen Jahresabschluss ausgewiesenen Jahresüberschusses vor Steuern zuzüglich gewinnabhängiger Tantiemen zu. Andere Rückstellungen Von den anderen Rückstellungen betreffen ca. 44 % Rückstellungen für Tantieme und Mitarbeiterboni sowie 33 % für Urlaub. Darüber hinaus sind Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, für Abschluss- und Prüfungskosten sowie für ausstehende Rechnungen enthalten. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 100.200,00 € (Vorjahr: 100.200,00 €). Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 258.426,57 (Vorjahr: 60.988,67 €). Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 395.310,33 € betreffen vor allem Miet- und Leasingzahlungen sowie Lizenzgebühren und betreffen mit 286.692,42 € das Jahr 2024 und mit 108.617,91 € die danach folgenden zwei Jahre. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinsergebnis Von den Zinserträgen in Höhe von 20.464,89 € für Zinsen aus Bankguthaben (Vorjahr: 849,18 €) wurden Negativzinsen in Höhe von 0,00 € (Vorjahr: 281,62 €) abgesetzt. In den Zinsaufwendungen ist die Gewinnausschüttung an den Genussscheininhaber sowie eine vertraglich vereinbarte Gewinnausschüttung enthalten. Provisionserträge Die Provisionserträge in Höhe 3.061.590,29 € (Vorjahr: 2.569.849,82 €) resultieren ausschließlich aus Wertpapierdienstleistungen. Darin sind zulassungspflichtige Geschäfte enthalten. Unterteilt man die Provisionserträge nach geographischen Gesichtspunkten, so ergibt sich folgendes Bild:
Provisionsaufwendungen Die Weitergabe von Provisionen beträgt 261.520,51 € (Vorjahr: 294.078,35 €). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen nicht erlaubnispflichtige Erträge in Höhe von 91.965,81 € (Vorjahr: 128.368,71 €), Weiterberechnungen an die Kapitalverwaltungsgesellschaften in Höhe von 39.155,00 € (Vorjahr: 61.486,10 €), der Sachbezug für die Kfz-Nutzung in Höhe von 11.680,64 € (Vorjahr: 11.372,06 €) sowie Erstattungen für die Entgeltfortzahlung mit 10.076,24 € (Vorjahr: 15.215,37 €) enthalten. Im Geschäftsjahr sind keine Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen (Vorjahr: 10.300,00 €) und keine Erträge aus Betriebsprüfungen (Vorjahr: 11.125,58 €) enthalten. Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 532,03 € (Vorjahr: 899,77 €) enthalten. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten Gebühren für Kursversorgungssysteme, Fondsanalysen und Lizenzen in Höhe von 189.393,61 € (Vorjahr: 197.313,59 €), Versicherungen und Beiträge mit 78.427,32 € (Vorjahr: 95.504,13 €) sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 87.327,37 € (Vorjahr: 57.733,76 €). Des Weiteren sind nicht abzugsfähige Vorsteuerbeträge in Höhe von 51.112,37 € (Vorjahr: 48.959,69 €), Werbekosten in Höhe von 33.597,42 € (Vorjahr: 32.095,79 €) sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten in Höhe von 31.863,27 € (Vorjahr: 51.772,49 €) enthalten. Die Raumkosten betragen 159.550,77 € (Vorjahr: 135.638,76 €). Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 862,91 € (Vorjahr: 863,16 €) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. E. Sonstige Angaben Bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung gab es keine innerbetrieblichen Ereignisse von besonderer Bedeutung. Im wirtschaftlichen Umfeld bestehen unverändert diverse Unsicherheiten insbesondere in der deutschen Wirtschaft aufgrund der Kriege in der Ukraine und in Israel sowie der Inflations- und Zinsentwicklung. Diese Risiken können sich auf die Depotwerte der Kunden und auf die Provisionserträge der Gesellschaft auswirken. Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 26.200,00 €. Es teilt sich auf in:
Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:
Geschäftsführer waren:
Sie sind alleinvertretungsberechtigt und jeweils von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.
München, den 15. März 2024 gez. Jochen Langhammer gez. Sabine Rumpf Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HELLERICH GmbH, Königinstraße 29, 80539 München: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HELLERICH GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HELLERICH GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 15.05.2024 Forster
& Lang Partnerschaft
Eva Maria Lang Evi Lang, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der HELLERICH GmbH wurde am 03.06.2024 festgestellt. |
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