Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 140024
Vorher
Strategische Vermögensbetreuung Dr. Hellerich Verwaltungs-GmbHVermögensverwaltung Dr. Hellerich GmbHDr. Hellerich & Co. GmbH
Eingetragen
28.11.2001
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Das Betreiben der folgenden nach dem Wertpapierinstitutsgesetz erlaubnispflichtigen Wertpapierdienstleistungen: a) Die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung); b) Die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten in fremdem Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung); c) Die Verwaltung einzelner oder mehrerer in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung); d) Die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über lnformationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung). Die Gesellschaft besitzt zudem die Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung zum Vermitteln von Vertragsabschlüssen für Grundstücke, gewerbliche Räume und Wohnräume. Gegenstand des Unternehmens Ist die betriebs- und finanzwirtschaftliche Beratung, die Vermittlung von Unternehmensbeteiligungen und die Vermögenskonsolidierung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Franz Haugg
seit 19.1.2021
Prokura
Nina Beatrice Kordes
seit 14.12.2015
Prokura
Silke Behling
seit 3.4.2012
Prokura
Geschäftsführer
Sabine Rumpf
seit 2.1.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
80.180 €
80.02%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HELLERICH GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1. Gesamtwirtschaftliche Lage und Rahmenbedingungen

1.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Inflation und Zinsen waren im Jahr 2023 die alles überlagernden Einflussfaktoren an den Kapitalmärkten. Entsprechend der sich mehrmals ändernden Erwartungshaltung der Marktteilnehmer kam es im Frühjahr und Herbst zu deutlichen Rückschlägen an den Börsen, die jeweils zwischen 10 und 13 Prozent lagen (Nasdaq). Per Saldo stiegen die wichtigsten Aktienmärkte und setzten die im Herbst 2022 begonnene Erholung fort. Doch die positiven Indexzahlen täuschen darüber hinweg, dass nur wenige sehr teure (überbewertete) Technologieaktien die Märkte nach oben zogen. Betrachtet man den "S&P 500 Equal Weighted Index" - hier sind alle Aktien gleich gewichtet -, ergibt sich ein realistischeres Bild. Lediglich 8 Prozent vor Dividenden konnte der breite US-Markt zulegen. Aber auch Gold und Silber konnten ansteigen. Bei den Anleihen verlief die Entwicklung ähnlich wie bei den Aktien. Zum Jahresende konnten die Anleihenindizes wieder zulegen. Der deutsche Rentenindex REXP erzielte ein Plus von 3,5 Prozent. Insgesamt entwickelte sich die Konjunktur auf globaler Ebene jedoch robuster als erwartet. Für das laufende Jahr 2024 erwartet der Internationale Währungsfonds (IMF) ein unverändertes globales Wachstum von 3,1 Prozent, das sich 2025 leicht auf 3,2 Prozent verbessern sollte.

Die hohen Zinsen bremsen weiterhin die Wirtschaftsentwicklung auf globaler Ebene. Die Inflation scheint aber deutlich zurückzukommen. Die Markteilnehmer rechnen daher ab dem zweiten Quartal mit Zinssenkungen durch die Zentralbanken. Europa und China befinden sich weiterhin in einer Wachstumsschwäche. Angesichts dieser verhaltenen Konjunkturaussichten erscheint die Entwicklung an den Aktienmärkten möglicherweise zu optimistisch, sodass Rückschläge einkalkuliert werden müssen.

Die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen könnten erneut zugunsten von Donald Trump ausgehen. Eine neue Protektionismuswelle mit den einhergehenden Handelsbeschränkungen, Zollerhöhungen und Aufkündigungen von bestehenden Abkommen wären für den Welthandel äußerst nachteilig. Europa und hier insbesondere das auf den Handel angewiesene Deutschland stünden dann erneut zwischen den Fronten.

1.2. Branchenbezogenes Umfeld

Die umfassende und in regelmäßigen Abständen weiter ausgebaute Regulierung stellt für die Finanzbranche weiterhin eine große Belastung dar. Eine angekündigte Regulierungsvereinfachung für kleinere Vermögensverwalter steht zudem immer noch aus.

Die Banken erzielten teilweise Rekordergebnisse, die es ermöglichten, die Kernkapitalquoten weiter auszubauen. Diese liegen nun teilweise auf 10-Jahres-Hochs. Die Rückstellungen für Kreditausfälle im Bereich von Unternehmen und Immobilien steigen zwar, aber das Immobilienkredit-Exposure ist wohl nur bei wenigen Spezialinstituten problematisch. Dies lässt zuversichtlich ins neue Jahr blicken. Davon profitiert auch das Segment der Vermögensverwalter.

Bei den kleineren Verwaltern mit wenigen Mitarbeitern scheint jedoch das Thema Konsolidierung nun eine noch stärkere Rolle zu spielen. Nach einer Umfrage des Instituts für Vermögensverwaltung geben 28 Prozent der unabhängigen Vermögensverwalter an, innerhalb eines Jahres eine Änderung der Gesellschafterstruktur anzustreben.

2. Geschäftsmodell

2.1. Geschäftsbereich Vermögensverwaltung/Anlageberatung

Die HELLERICH GmbH ist ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassenes Wertpapierinstitut gemäß § 15 WplG.

Im Geschäftsbereich Vermögensverwaltung betreut die Gesellschaft vermögende Privatkunden, institutionelle Kunden und Stiftungen ab einem Volumen von 1 Mio. €. Anlageberatung im Wertpapierbereich erbringt die HELLERICH GmbH ausschließlich für wenige professionelle Kunden (keine Honoraranlageberatung, sondern auf Basis einer prozentualen Anlageberatungsgebühr).

2.2. Geschäftsbereich Fondsmanagement für Investmentfonds

Daneben agiert das Unternehmen als Fondsmanager für die Fonds HELLERICH Global Flexibel und HELLERICH Sachwertaktien.

2.3. Anlagevermittlung von unternehmerischen Private-Equity-Beteiligungen

Ein weiteres Geschäftsfeld umfasst die Vermittlung von unternehmerischen Direktbeteiligungen für Privatkunden.

2.4. Family-Office-Dienstleistungen

Das Unternehmen erbringt Family-Office-Dienstleistungen für vermögende Privatkunden. Neben einer ganzheitlichen Vermögensanalyse wird das Gesamtvermögensreporting und -controlling angeboten sowie Beratungsdienstleistungen bei der Auswahl von Vermögensverwaltern und der strategischen Asset Allocation.

2.5. Sonstiges

Die Gesellschaft besitzt zudem eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung.

Bei der Ausübung sämtlicher vorgenannter Tätigkeiten ist die Gesellschaft unabhängig und nur den eigenen Kunden verpflichtet. Die Gesellschaft ist bestrebt, Entscheidungen ausschließlich im Interesse ihrer Mandanten zu treffen.

Der Sitz der Gesellschaft ist unverändert in München mit einer unselbständigen Niederlassung in 82229 Seefeld (Oberbayern).

3. Geschäftsverlauf 2023

Trotz des weiterhin bestehenden Kriegs in der Ukraine sowie des neu ausgebrochenen Kriegs im Nahen Osten, der einen allgemeinen Kursrückgang verursachte, konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr eine Steigerung der Vermögensverwaltungsgebühren verzeichnen. Auch Performance Fees über 12 T€ (VJ 0 €) konnten in diesem Bereich erwirtschaftet werden.

Im Fondsmanagementbereich verzeichnete der Investmentfonds HELLERICH Global Flexibel Kurssteigerungen, das Fondsvermögen ist jedoch im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr zurückgegangen. Der Investmentfonds HELLERICH Sachwertaktien wies Wertverluste bei rückläufigen Volumina auf.

Im Fondsmanagementbereich wurde aufgrund von Wertverlusten im HELLERICH Sachwertaktien und der High Water Mark im HELLERICH Global Flexibel keine Performance Fee erzielt.

Im Jahr 2023 hat die HELLERICH GmbH ihren Kunden zwei unternehmerische Beteiligungen angeboten; in diesem Bereich wurden einmalige Vermittlungserträge in Höhe von 582 T€ (Vorjahr 0 €) erzielt.

Im Geschäftsjahr 2023 waren neben der Geschäftsführung durchschnittlich 12 Angestellte beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 10 Angestellte in Teilzeit tätig.

4. Lage des Unternehmens

4.1. Vermögenslage

Die Kundenforderungen sind gegenüber dem Vorjahr um 233 T€ gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Forderungen im Beteiligungsbereich (+197 T€), im Bereich der Vermögensverwaltung (+75 T€) sowie den Forderungen aus Performance Fee (+15 T€). Daneben sind die Forderungen im Fondsmanagement (-29 T€) und die sonstigen Forderungen (-23 T€) zurückgegangen. Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen wurde erhöht (+2 T€).

Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind um 53 T€ gestiegen.

Der Rückgang im Sachanlagevermögen über ca. 23 T€ ergibt sich aus den planmäßigen Abschreibungen über 25 T€ und dem Abgang einer Sachanlage über 2 T€, denen Investitionen in neue EDV- und sonstige Betriebsausstattung in Gesamthöhe von 7 T€ gegenüberstehen.

Von der Möglichkeit der sofortigen Abschreibung von digitalen Wirtschaftsgütern für die Neuzugänge wurde im Geschäftsjahr Gebrauch gemacht (3 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um 52 T€ vermindert. Dies resultiert vorwiegend aus der Minderung der Steuerforderung (-32 T€), dem Rückgang der USt- Rückforderung aus der Betriebsprüfung 2018-2021 (-7 T€) und den sonstigen Forderungen (-12 T€).

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind gegenüber dem Vorjahr um 3 T€ gesunken.

Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Jahresüberschusses um 258 T€ erhöht.

Die anderen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um 95 T€ erhöht, resultierend aus der erhöhten Rückstellung für Boni und Tantiemen (+70 T€), der Erhöhung der Urlaubsrückstellungen (+30 T€), Rückstellungen für Abschluss und Prüfung (+3 T€), für Aufbewahrung der Unterlagen (+2 T€) und ausstehende Rechnungen (+2 T€) sowie verringerten sonstigen Rückstellungen (-11 T€). Die Steuerrückstellungen haben sich um 120 T€ vermindert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 29 T€ vermindert. Hauptsächlich stammt der Rückgang aus den Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben (-80 T€), erhöht um die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+30 T€) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (+ 21 T€).

Aus der Summe der Veränderungen ergibt sich eine Verlängerung der Bilanzsumme um 205 T€.

4.2. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand hat sich im Vergleich zum Jahr 2022 um 51 T€ erhöht. Der Zufluss aus der Geschäftstätigkeit betrug insgesamt 58 T€. Dieser setzt sich im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss über 258 T€, erhöht durch die Abschreibungen über 28 T€, Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens über 2 T€, Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, über 44 T€ sowie die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen über 30 T€ und verringert durch die Abnahme der Rückstellungen über 24 T€ sowie die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über 220 T€ und die Abnahme anderer Passiva (hauptsächlich Steuerverbindlichkeiten) über 59 T€ zusammen. Für Investitionstätigkeiten wurden 7 T€ verwendet.

Im Geschäftsjahr wurde keine Gewinnausschüttung an die Anteilseigner beschlossen. Die Veränderung der Finanzmittelbestände wurde mit Hilfe der indirekten Kapitalflussrechnung ermittelt. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

4.3. Ertragslage

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 weist insgesamt eine Zunahme der Provisionserträge um 492 T€ gegenüber dem Vorjahr auf.

Die Zunahme der Provisionserträge ist im Wesentlichen auf den Beteiligungsbereich zurückzuführen: Den Kunden wurden im Geschäftsjahr zwei Beteiligungen zur Zeichnung angeboten. Die Gesellschaft hat aus den neuen Beteiligungen und den laufenden Gebührenberechnungen für bereits bestehende Beteiligungen insgesamt 1.111 T€ gegenüber 473 T€ im Vorjahr erlöst.

Die Erlöse der Vermögensverwaltung sind trotz Kundenentnahmen für Immobilien ebenfalls um 110 T€ gestiegen; dies resultierte aus Umschichtungen in den Kundenportfolios zulasten der HELLERICH-Fonds. Damit ging ein Rückgang der Erlöse aus dem Fondsmanagement um 256 T€ einher.

Die Provisionserlöse der Gesellschaft beliefen sich in 2023 auf 3.062 T€ (Vorjahr: 2.570 T€) und setzten sich wie folgt zusammen:

2023 Vorjahr
Erlöse aus Fondsmanagement 1069 T€ 1325 T€
Erlöse aus Performance Fees im Fondsmanagement 0 T€ 0 T€
Erlöse aus Vermögensverwaltungsgebühren und Performance Fees 882 T€ 772 T€
Erlöse aus Beteiligungsgeschäft 1111 T€ 473 T€

Es wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 158 T€ (Vorjahr: 251 T€) erzielt.

Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um ca. 8% (+129 T€) gestiegen. Dies ergibt sich schwerpunktmäßig aus der Erhöhung der Tantieme-, Bonus- und Sonderzahlungen (saldiert +44 T€) und der Aufstockung der Urlaubsrückstellungen (+ 50 T€) sowie den daraus resultierenden erhöhten Sozialversicherungsabgaben (+22 T€).

Die Verwaltungsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert.

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft vor Verwendung beläuft sich auf 258 T€ (Vorjahr: 61 T€).

5. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind unter Punkt 4 des Lageberichts dargestellt.

Das Fachwissen der Mitarbeiter ist ein wesentlicher Leistungsindikator der Gesellschaft. Um dieses stets zu erweitern, erhalten die Mitarbeiter neben der Teilnahme an Webinaren jedes Jahr die Möglichkeit, eine für ihren Tätigkeitsbereich relevante kostenpflichtige Schulung inhouse oder extern auszuwählen.

6. Chancen- und Risikobericht

6.1. Chancenbericht der Gesellschaft

Die Chancen:

Das globale Wachstum soll sich 2024 nur wenig abschwächen und im Jahr 2025 wieder anziehen. Analysten erwarten weiter steigende Gewinne für die Unternehmen. Die Umwälzung durch und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in vielen Anwendungsbereichen der Wirtschaft könnte das Wachstum über Jahre stützen und Produktivitätsgewinne ermöglichen. Auch ein synchroner Lockerungspfad der Zentralbanken könnte mit einer gewissen Verzögerung das Wachstum wieder stärker ankurbeln. In vielen Regionen der Welt sind die Aktienbewertungen niedrig und die Wachstumsraten stabil. Frühindikatoren wie die viel beachteten Einkaufsmanagerindizes haben nach langer Abwärtsphase wieder nach oben gedreht. Diese sind gute Vorzeichen für die weitere globale Konjunkturentwicklung. In diesem Umfeld erwarten wir eine positive Geschäftsentwicklung.

Die Annahme dieser Chancen stützt sich dabei auf folgende eigene Einschätzungen:

1.

Keine Ausweitung des Kriegsgeschehens über die Ukraine hinaus

2.

Begrenzter Krieg im Nahen Osten

3.

Weiterer Rückgang der Inflationsraten und damit sinkende Leit- und Kapitalmarktzinsen

4.

Soft-Landing der Wirtschaft und in Folge verbessertes Wachstum

5.

Fokussierung auf individuelle Kundenbetreuung, Chancen durch Kundennähe in Kombination mit hoher Servicequalität

6.

Exklusiver Zugang zu unternehmerischen Beteiligungen / Private Equity Investments

7.

Zufriedene Mandanten, die uns aufgrund unseres risiko-orientierten Managements weiterempfehlen

8.

Weitere Qualitätsverbesserung der Dienstleistung durch Digitalisierungsprojekte

6.2. Risikobericht

Risikomanagement

Die Gesellschaft verfügt über ein der Art, der Komplexität, dem Umfang und dem Risikogehalt der Geschäftstätigkeit entsprechendes Risikomanagement. Das Risikohandbuch der Gesellschaft fasst die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems zusammen; Letzteres wird regelmäßig überprüft.

Die Gesellschaft verfügt über eine Risikocontrolling-Funktion. Diese unterstützt die Geschäftsleitung in allen risikopolitischen Fragen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zur Begrenzung der Risiken. Es werden regelmäßig Risikotragfähigkeitsanalysen und Stresstests durchgeführt und der Geschäftsleitung vorgelegt.

Risikoarten

Die Gesellschaft hat die nachfolgenden Risiken identifiziert:

Adressausfallrisiken

Adressausfallrisiken bestehen bei der Gesellschaft in Form von bei Kreditinstituten unterhaltenen Guthaben. Diese werden nur kurzfristig bei verschiedenen Banken guter Bonität angelegt, sodass das Ausfallrisiko als gering eingeschätzt wird. Die Gesellschaft hat ein Konto bei der Deutschen Bundesbank, das im systemischen Krisenfall der Absicherung der Firmengelder dienen soll.

Das daneben bestehende Ausfallrisiko im Bereich der Forderungen gegenüber Kunden wird aufgrund der von den Kunden erteilten SEPA-Lastschriftmandate als äußerst gering eingestuft, Honorarforderungen gegenüber institutionellen Anlegern wie den Kapitalanlagegesellschaften werden ebenfalls als nicht ausfallgefährdet eingestuft.

Marktpreisrisiken

Die Gesellschaft hält keinerlei Marktpositionen. Sie ist weder im Eigenhandel tätig noch erbringt sie Eigengeschäfte. Sie hat sich als Nichthandelsbuchinstitut eingestuft. Vermögenswerte von Kunden nimmt sie nicht entgegen. Die Gesellschaft unterliegt daher keinen direkten Marktpreisrisiken.

Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft gewährleistet durch eine fortlaufende Überwachung im Rahmen ihrer detaillierten Liquiditätsplanung (rollierend über einen 1- und 3-Jahres-Zeitraum), dass sie ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen kann. Die Geschäftsleitung überprüft zudem monatlich die Erreichung der Planziele und bewertet Informationen über Kundenzu- und -abflüsse. Abweichungen werden analysiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Auf Basis der Liquiditätsplanung sowie aufgrund der vorhandenen liquiden Mittel in ausreichender Höhe stuft die Gesellschaft das Liquiditätsrisiko trotz des gesamtwirtschaftlichen Umfelds (Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten) als gering ein.

Ertragsrisiko

Da die Ertragslage u. a. von der Performance der Kundendepots abhängt und diese naturgemäß von der Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten beeinflusst wird, ist die HELLERICH GmbH dem Ertragsrisiko zwangsläufig ausgesetzt und geht auch für das Jahr 2024 von einem Einfluss des Kriegs in der Ukraine sowie im Nahen Osten auf die Ertragslage aus. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko - auch mit Blick auf das Ziel des Kapitalerhalts für die Kunden - mit einem fortlaufenden, engen Überwachungsprozess und einer breiten Streuung der Vermögenswerte über verschiedene Assetklassen, Anlageregionen und Strategien. Des Weiteren behält die Gesellschaft jährlich Gewinne ein, um in schwierigeren Jahren finanziell unabhängig zu sein. Dieses Vorgehen bewährt sich nun auch angesichts der diversen Krisenherde in der Welt.

Operationelle Risiken

Hier handelt es sich um Risiken aus betrieblichen Systemen oder Prozessen, die die Geschäftsabwicklung negativ beeinflussen könnten, insbesondere menschliches oder technisches Versagen.

Diese Risiken werden durch eine Dokumentation der wesentlichen Arbeitsabläufe der Gesellschaft in einem Organisationshandbuch sowie durch den Einsatz fortlaufend aktualisierter interner Kontrollsysteme minimiert. Bei wichtigen Vorgängen ist stets ein Vier-Augen-Prinzip vorgesehen.

Im EDV-Bereich hat die Gesellschaft umfassende Vorkehrungen zum Schutz der Daten sowie zur ununterbrochenen Aufrechterhaltung der EDV-Systeme getroffen. Für jeden Mitarbeiter wurden die Voraussetzungen geschaffen, vom Home-Office aus oder mobil zu arbeiten.

Operationelle Risiken aus dem Geschäftsmodell

Operationelle Risiken aus dem Geschäftsmodell beschreiben die Gefahr negativer Ergebnisentwicklung durch Grundsatzentscheidungen des Managements. Zudem können strategische Risiken aufgrund von Veränderungen der Umfeldbedingungen entstehen, sofern diese vom Institut nicht erkannt bzw. auf diese falsch reagiert wird. Zu diesem Zweck stimmt sich die Geschäftsleitung fortlaufend ab, um derartige Risiken frühzeitig wahrzunehmen und ihnen zu begegnen.

Reputationsrisiko

Das Reputationsrisiko wird als eines der größten Risiken für den Geschäftserfolg der Gesellschaft definiert. Die Gesellschaft steuert dieses Risiko durch eine innere Verpflichtung zur Einhaltung der Compliance- Vorgaben. Die Einhaltung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen und sonstigen rechtlichen Vorschriften (Compliance) ist notwendige Voraussetzung, um Reputationsrisiken zu begegnen. Auch eine strikte Verpflichtung der Mitarbeiter auf Compliance-Vorgaben soll Reputationsrisiken vorbeugen.

Personalrisiko

Personalrisiken sind zum einen der Ausfall von Mitarbeitern durch Austritt oder Krankheit, zum anderen fehlende Leistungsbereitschaft von Mitarbeitern aufgrund von Unzufriedenheit sowie ein falscher Einsatz von Mitarbeitern.

Die Dienstleistungen der Gesellschaft gegenüber Kunden sind höchst sensibel. Qualifikation, Motivation, Dienstleistungsorientierung und langjährige Firmenzugehörigkeit der Mitarbeiter sind für die Gesellschaft von hoher Bedeutung.

Die Gesellschaft steuert das Personalrisiko durch einen qualifizierten Personalauswahlprozess. Bei der Auswahl wird auf eine entsprechend hohe Qualifikation der Mitarbeiter geachtet, die ggfs. durch interne oder externe Schulungen ergänzt wird.

Risiko Vergütungssystem

Das Vergütungssystem der Gesellschaft ist sehr einfach und transparent ausgestaltet. Es gibt keine produktspezifischen Vertriebsvorgaben für Mitarbeiter, so dass keine Anreize bestehen, dass Mitarbeiter nicht im Interesse des Kunden oder nach den Wohlverhaltensregeln des WpHG handeln.

Rechtsrisiko

Die Steuerung der Rechtsrisiken erfolgt durch eine Orientierung an Branchenstandards. Die Gesellschaft ist Mitglied im Verband unabhängiger Vermögensverwalter und wird über die Verbandskommunikation, Newsletter von Anwaltskanzleien sowie die Teilnahme an Seminaren des Verbandes und der Depotbanken auf Änderungen des rechtlichen Umfelds aufmerksam gemacht.

Die Gesellschaft verfügt über eine Manager-Haftpflicht- und eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung sowie eine Strafrechtsschutzversicherung.

Im Geschäftsjahr 2023 traten wie in allen Jahren seit Erlangen der Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen gem. § 15 WpIG (November 2005) keine derartigen Risiken auf.

Regulatorisches Risiko

Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit größter Vorsicht und Aufmerksamkeit. Durch die ständige Lektüre der Veröffentlichungen durch die BaFin/ESMA/Bundesbank sowie entsprechender Fachpresse, durch regelmäßigen Kontakt zu Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfern sowie zum VuV und zu anderen Vermögensverwaltern verschafft sich die Gesellschaft fortlaufend und zeitnah einen Überblick über die neuesten regulatorischen Entwicklungen.

IT-Risiko

Das IT-Risiko umfasst sowohl die beeinträchtigte Verfügbarkeit der IT als auch den fehlerhaften Umgang mit der technischen Einrichtung durch Mitarbeiter sowie die absichtliche Manipulation durch Außentäter, insbesondere in Form von Virenangriffen/Spams, Identitäts- oder Datendiebstahl. Die Gesellschaft steuert dieses Risiko mit ihrem externen IT-Dienstleister und einem IT-Notfallkonzept. Daneben verfügt die Gesellschaft über einen internen IT-Sicherheitsbeauftragten. Eingehende und relevante Informationen aus externen Veranstaltungen werden ausgewertet und daraus resultierende Handlungsempfehlungen unter Einbeziehung des IT-Dienstleisters umgesetzt.

Nachhaltigkeitsrisiken

Nachhaltigkeitsrisiken bezeichnen Ereignisse oder Bedingungen in Bezug auf Nachhaltigkeitsfaktoren, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf den Wert von Vermögenswerten bzw. auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation eines Unternehmens und in weiterer Folge für den Anleger haben könnten. Vier Beispiele für Nachhaltigkeitsrisiken sind: Vermehrtes Auftreten von Naturkatastrophen, Verlust der Biodiversität, Rückgang der Schneedecke, extreme Trockenheit etc. Nachhaltigkeitsrisiken können sich bei einer Veranlagung in den bekannten Risikokategorien wie etwa dem Bonitätsrisiko, dem Risiko des Totalverlustes und den Kursrisken manifestieren.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung gab es keine innerbetrieblichen Ereignisse von besonderer Bedeutung. Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse ergeben, die wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage der HELLERICH GmbH haben können. Durch die diversen Krisenherde in der Welt können sich weiterhin jederzeit erhebliche Verwerfungen an den Kapitalmärkten ergeben. Auswirkungen würden sich auf die Depotwerte der Kunden und damit auf die Provisionserträge der Gesellschaft ergeben.

Die Gesellschaft geht zusammenfassend davon aus, dass die Prozesse und Kontrollen der Gesellschaft zur Steuerung der Risiken auch angesichts des Kriegs Russlands gegen die Ukraine und des Kriegs im Nahen Osten angemessen und wirksam waren und sind. Trotz der vorstehend aufgelisteten Risiken ist aus heutiger Sicht kein Risiko erkennbar, das den Fortbestand der HELLERICH GmbH gefährden könnte. Die Risikotragfähigkeit des Instituts war jederzeit ausreichend.

7. Prognosebericht

Aufgrund der diversen Krisenherde ergeben sich große Planungsunsicherheiten. Auf Basis der derzeitigen Ertragsplanung geht die Gesellschaft von einer positiven Ertragslage mit Erlösen von ca. 2.440 T€ und Kosten von ca. 2.330 T€, somit einem Gewinn von ca. 110 T€ aus. Die Planung wird laufend überwacht und wird in Abhängigkeit von den weiteren Entwicklungen ggfs. angepasst. Die Gesellschaft wäre mit ihren Gewinnrücklagen jedoch auch bei einer schlechteren Ertragssituation in der Lage, das Jahr 2024 gut zu meistern.

Die Geschäftsleitung geht, wie in der Vergangenheit, von einer Fortführung des Unternehmens aus. Oberstes Ziel der Gesellschaft ist es, für ihre Kunden die hohe Qualität der Dienstleistung weiter auszubauen und das Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln.

 

München, den 08. Mai 2024

HELLERICH GmbH

gez. Jochen Langhammer

gez. Sabine Rumpf

BILANZ zum 31. Dezember 2023

HELLERICH GmbH

München

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.258,58 2.808,79
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 866.858,54 813.865,86
3. Forderungen an Kunden 991.219,41 758.718,70
4. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9,00 9,00
5. Sachanlagen 131.570,67 154.455,67
6. Sonstige Vermögensgegenstände 81.914,78 134.345,62
7. Rechnungsabgrenzungsposten 56.008,25 59.310,39
2.128.839,23 1.923.514,03

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 233.882,91 262.995,24
2. Genussscheinkapital 28.045,00 28.045,00
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 44.269,30 164.196,27
b) andere Rückstellungen 451.153,18 355.215,25
495.422,48 519.411,52
4. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 100.200,00 100.200,00
b) Kapitalrücklage 214.570,15 214.570,15
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 135.731,28 135.731,28
d) Bilanzgewinn 920.987,41 662.560,84
2.128.839,23 1.923.514,03

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

HELLERICH GmbH

München

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 20.630,89 567,56
2. Zinsaufwendungen 27.265,95 7.965,01
6.635,06- 7.397,45-
3. Provisionserträge 3.061.590,29 2.569.849,82
4. Provisionsaufwendungen 261.520,51 294.078,35
2.800.069,78 2.275.771,47
5. Sonstige betriebliche Erträge 157.510,66 250.778,40
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.576.228,22 1.468.393,08
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 163.755,66 142.171,36
1.739.983,88 1.610.564,44
- darunter: für Altersversorgung EUR 758,28 (EUR 858,73)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 795.197,44 802.701,83
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 28.019,25 25.585,91
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.462,91 6.013,16
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 379.281,90 74.287,08
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 121.758,31 13.299,41
11. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8 ausgewiesen 902,98- 1,00-
120.855,33 13.298,41
12. Jahresüberschuss 258.426,57 60.988,67
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 662.560,84 1.201.572,17
14. Ausschüttung 0,00 600.000,00
15. Bilanzgewinn 920.987,41 662.560,84

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: HELLERICH GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Register-Nummer: HRB 140024

A. Allgemeine Angaben

Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurden nach den Ansatz- und Bewertungsvorschriften des HGB sowie des GmbHG erstellt. Dabei wurden auch die für Wertpapierinstitute anzuwendenden Vorschriften für Kreditinstitute (§§ 340 ff. HGB) beachtet. Der Jahresabschluss 2023 wurde unter Berücksichtigung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften erstellt. Außerdem wurden die Spezialvorschriften der Verordnung zur Rechnungslegung für Kreditinstitute (RechKredV) berücksichtigt.

Die Bilanz wurde gemäß den Formblattvorschriften des § 2 Abs. 1 RechKredV (Formblatt 1) gegliedert. Die Bilanz wurde in Kontoform erstellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Formblattvorschriften des § 2 Abs. 1 RechKredV. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß Formblatt 3 in Staffelform erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Barreserve

Der Kassenbestand wurde zum Nennwert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Spezielle Risiken waren nicht zu berücksichtigen.

Anlagevermögen

Die Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen, wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Zugänge an beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens im Jahr 2023 wurden linear abgeschrieben. Die Annahme der Nutzungsdauer erfolgte in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen und betriebsindividuellen Erfahrungen. Die Nutzungsdauern betragen für die Sachanlagevermögen zwischen 3 und 23 Jahren. Seit 1. Januar 2018 werden geringwertige Anlagegüter bis 800,00 € im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang dargestellt. Im Geschäftsjahr wurde von der Möglichkeit der sofortigen Abschreibung der digitalen Wirtschaftsgüter für die Neuzugänge Gebrauch gemacht.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Rechnungsabgrenzung

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen sind mit ihren im Voraus geleisteten Zahlungen bilanziert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Soweit Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung laufend entstehen, erfolgt die Umrechnung mit dem amtlichen Mittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Laufzeit kleiner 1 Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Genussscheinkapital

Der Genussschein ist mit dem Ausgabebetrag bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzins abgezinst.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Nominalwert bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute sind 8.474,75 € (Vorjahr: 9.223,58 €) Forderungen in Fremdwährung enthalten.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden enthalten ausschließlich Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten.

Sachanlagen

In dem Posten Sachanlagen sind ausschließlich Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche für Gewerbesteuer in Höhe von 28.572,00 € (Vorjahr: 28.572,00 €) und Körperschaftsteuer in Höhe von 25.779,22 € (Vorjahr: 25.779,22 €), Umsatzsteuererstattungen in Höhe von 12.362,56 € (Vorjahr: 52.062,42 €), sowie die Mietkaution für die Büroräume in Höhe von 6.331,59 € (Vorjahr: 6.331,59 €) und im Folgejahr abziehbare Vorsteuer mit 8.869,41 (Vorjahr: 7.900,96 €).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen im Voraus bezahlte Versicherungen, Software-Lizenzen und eine Leasing-Sonderzahlung.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 108.492,47 € (Vorjahr: 78.424,22 €), aus Steuern in Höhe von 96.608,54 € (Vorjahr: 176.755,85 €), davon aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 28.969,95 € (Vorjahr: 39.797,12 €) sowie aus der Ausschüttung des Genussscheins und einer vertraglich vereinbarten Gewinnausschüttung in Höhe von 26.998,11 € (Vorjahr: 7.815,17 €).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Genussscheinkapital

Es besteht ein Genussschein, der zum Ausgabebetrag angesetzt wurden.

Dem Genussscheininhaber steht eine Gewinnausschüttung pro Geschäftsjahr in Höhe von 3 % des im handelsrechtlichen Jahresabschluss ausgewiesenen Jahresüberschusses vor Steuern zuzüglich gewinnabhängiger Tantiemen zu.

Andere Rückstellungen

Von den anderen Rückstellungen betreffen ca. 44 % Rückstellungen für Tantieme und Mitarbeiterboni sowie 33 % für Urlaub. Darüber hinaus sind Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, für Abschluss- und Prüfungskosten sowie für ausstehende Rechnungen enthalten.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 100.200,00 € (Vorjahr: 100.200,00 €).

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 258.426,57 (Vorjahr: 60.988,67 €).

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 395.310,33 € betreffen vor allem Miet- und Leasingzahlungen sowie Lizenzgebühren und betreffen mit 286.692,42 € das Jahr 2024 und mit 108.617,91 € die danach folgenden zwei Jahre.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsergebnis

Von den Zinserträgen in Höhe von 20.464,89 € für Zinsen aus Bankguthaben (Vorjahr: 849,18 €) wurden Negativzinsen in Höhe von 0,00 € (Vorjahr: 281,62 €) abgesetzt. In den Zinsaufwendungen ist die Gewinnausschüttung an den Genussscheininhaber sowie eine vertraglich vereinbarte Gewinnausschüttung enthalten.

Provisionserträge

Die Provisionserträge in Höhe 3.061.590,29 € (Vorjahr: 2.569.849,82 €) resultieren ausschließlich aus Wertpapierdienstleistungen. Darin sind zulassungspflichtige Geschäfte enthalten.

Unterteilt man die Provisionserträge nach geographischen Gesichtspunkten, so ergibt sich folgendes Bild:

2023 2022
Inland 1.873.859,01 1.134.498,78
Europäische Gemeinschaft 1.151.295,61 1.408.788,43
Drittland 36.435,67 26.562,61
Gesamt 3.061.590,29 2.569.849,82

Provisionsaufwendungen

Die Weitergabe von Provisionen beträgt 261.520,51 € (Vorjahr: 294.078,35 €).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen nicht erlaubnispflichtige Erträge in Höhe von 91.965,81 € (Vorjahr: 128.368,71 €), Weiterberechnungen an die Kapitalverwaltungsgesellschaften in Höhe von 39.155,00 € (Vorjahr: 61.486,10 €), der Sachbezug für die Kfz-Nutzung in Höhe von 11.680,64 € (Vorjahr: 11.372,06 €) sowie Erstattungen für die Entgeltfortzahlung mit 10.076,24 € (Vorjahr: 15.215,37 €) enthalten. Im Geschäftsjahr sind keine Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen (Vorjahr: 10.300,00 €) und keine Erträge aus Betriebsprüfungen (Vorjahr: 11.125,58 €) enthalten.

Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 532,03 € (Vorjahr: 899,77 €) enthalten.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten Gebühren für Kursversorgungssysteme, Fondsanalysen und Lizenzen in Höhe von 189.393,61 € (Vorjahr: 197.313,59 €), Versicherungen und Beiträge mit 78.427,32 € (Vorjahr: 95.504,13 €) sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 87.327,37 € (Vorjahr: 57.733,76 €). Des Weiteren sind nicht abzugsfähige Vorsteuerbeträge in Höhe von 51.112,37 € (Vorjahr: 48.959,69 €), Werbekosten in Höhe von 33.597,42 € (Vorjahr: 32.095,79 €) sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten in Höhe von 31.863,27 € (Vorjahr: 51.772,49 €) enthalten. Die Raumkosten betragen 159.550,77 € (Vorjahr: 135.638,76 €).

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 862,91 € (Vorjahr: 863,16 €) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

E. Sonstige Angaben

Bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung gab es keine innerbetrieblichen Ereignisse von besonderer Bedeutung. Im wirtschaftlichen Umfeld bestehen unverändert diverse Unsicherheiten insbesondere in der deutschen Wirtschaft aufgrund der Kriege in der Ukraine und in Israel sowie der Inflations- und Zinsentwicklung. Diese Risiken können sich auf die Depotwerte der Kunden und auf die Provisionserträge der Gesellschaft auswirken.

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 26.200,00 €. Es teilt sich auf in:

Abschlussprüfungsleistungen 12.500,00 €
Andere Bestätigungsleistungen 13.700,00 €

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

Angestellte 12
Aushilfen 0
Gesamt: 12

Geschäftsführer waren:

Herr Jochen Langhammer, Bankfachwirt, Seefeld, Leitung Vermögensmanagement & Family Office

Frau Sabine Rumpf, Finanzfachwirtin, München, Leitung Organisation und Finanzen

Sie sind alleinvertretungsberechtigt und jeweils von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

München, den 15. März 2024

gez. Jochen Langhammer

gez. Sabine Rumpf

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Entwicklung der Anschaffungskosten
Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Entwicklung der Anschaffungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Ähnl. Rechte, Werte, entgeltlich 1.500,00 0,00 0,00 1.500,00
EDV-Software, entgeltlich erworben 21.050,36 0,00 0,00 21.050,36
22.550,36 0,00 0,00 22.550,36
II. Sachanlagen
Betriebsausstattung 49.852,30 2.588,50 2.863,77 49.577,03
Betriebsausstattung Büro Seefeld 16.510,22 0,00 0,00 16.510,22
EDV-Ausstattung 142.533,76 3.400,49 0,00 145.934,25
EDV Ausstattung Büro Seefeld 6.983,09 0,00 0,00 6.983,09
Büroeinrichtung 217.652,19 0,00 0,00 217.652,19
Büroeinreichtung Seefeld 38.450,24 0,00 0,00 38.450,24
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 1.000,26 1.000,26 0,00
471.981,80 6.989,25 3.864,03 475.107,02
Summe Anlagevermögen 494.532,16 6.989,25 3.864,03 497.657,38
Entwicklung der Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Ähnl. Rechte, Werte, entgeltlich 1.499,00 0,00 0,00 1.499,00
EDV-Software, entgeltlich erworben 21.042,36 0,00 0,00 21.042,36
22.541,36 0,00 0,00 22.541,36
II. Sachanlagen
Betriebsausstattung 18.872,30 4.564,50 1.008,77 22.428,03
Betriebsausstattung Büro Seefeld 2.629,22 1.502,00 0,00 4.131,22
EDV-Ausstattung 133.162,76 7.482,49 0,00 140.645,25
EDV Ausstattung Büro Seefeld 5.629,09 254,00 0,00 5.883,09
Büroeinrichtung 152.034,52 10.064,00 0,00 162.098,52
Büroeinreichtung Seefeld 5.198,24 3.152,00 0,00 8.350,24
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 1.000,26 1.000,26 0,00
317.526,13 28.019,25 2.009,03 343.536,35
Summe Anlagevermögen 340.067,49 28.019,25 2.009,03 366.077,71
Entwicklung der Restbuchwerte
Restbuchwert 31.12.2022 EUR Restbuchwert 31.12.2023 EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Ähnl. Rechte, Werte, entgeltlich 1,00 1,00
EDV-Software, entgeltlich erworben 8,00 8,00
9,00 9,00
II. Sachanlagen
Betriebsausstattung 30.980,00 27.149,00
Betriebsausstattung Büro Seefeld 13.881,00 12.379,00
EDV-Ausstattung 9.371,00 5.289,00
EDV Ausstattung Büro Seefeld 1.354,00 1.100,00
Büroeinrichtung 65.617,67 55.553,67
Büroeinreichtung Seefeld 33.252,00 30.100,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
154.455,67 131.570,67
Summe Anlagevermögen 154.464,67 131.579,67

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die

HELLERICH GmbH, Königinstraße 29, 80539 München:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HELLERICH GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HELLERICH GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 15.05.2024

Forster & Lang Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eva Maria Lang

Evi Lang, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der HELLERICH GmbH wurde am 03.06.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

20 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.