Montblanc Deutschland GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und Werbeartikeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Giorgio Sarné seit 11.3.2025 | Geschäftsführer |
Anne Jannette Reifkogel seit 11.3.2025 | Prokura |
Jasmin Beshir seit 30.7.2024 | Prokura |
Sascha Schneider seit 30.1.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 94.91% | |
Montblanc Real Estate BV & CoKG | 5.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Montblanc-Simplo GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/20241. Grundlagen des UnternehmensDie Montblanc-Simplo GmbH, Hamburg, ist die Kerngesellschaft der Marke Montblanc. Der Hauptstandort ist Hamburg, von wo aus der überwiegende Teil der Schreibgeräteproduktion erfolgt. Auch die Entwicklung von neuen Schreibgeräten sowie die stetige Verbesserung bestehender Modelle finden hier statt. Außerdem werden zentrale Funktionen der Marke wie unter anderem Einkauf und Logistik vom Standort Hamburg aus gesteuert. Daneben besteht als weiterer Standort das Hauptlager in Ellerbek bei Hamburg. Von dort werden nicht nur Schreibgeräte, sondern auch andere Produkte der Marke wie Lederwaren, Schmuck und zum Teil auch Uhren an die Montblanc Partner in aller Welt verschickt, in Europa auch direkt an den Handel. Die Gesellschaft wird von zwei Geschäftsführern geleitet. Die organisatorische Struktur der Gesellschaft und die Absatzmärkte haben sich im Berichtsjahr nicht wesentlich geändert. 2. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2023/24 sah sich die Weltwirtschaft erheblichem makro-ökonomischem und geopolitischem Gegenwind gegenüber. Dies umfasste anhaltend hohe Inflationsraten trotz straffer Geldpolitik, eine kurzzeitige globale Bankenkrise, eine gedämpfte Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern sowie zunehmende geopolitische Spannungen. Während die US-Wirtschaft einen Wirtschaftsabschwung vermeiden konnte, stand Europa weiterhin am Rande einer Rezession und auch die Erholung Chinas nach der COVID-19-Pandemie verlief langsamer als ursprünglich erwartet. Hingegen wirkten sich ein allmähliches Nachlassen des Inflationsdrucks im Jahresverlauf, die Erholung von pandemiebedingten weltweiten Produktions- und Lieferkettenunterbrechungen sowie die Robustheit der US-amerikanischen und europäischen Arbeitsmärkte positiv auf das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 aus. Insgesamt variierten die Wachstumsraten einzelner Sektoren und Regionen sehr stark, wobei die Abschwächung in den Industriestaaten ausgeprägter war als in den Schwellenländern. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht daher in seinem im Januar 2024 veröffentlichten Bericht davon aus, dass sich das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2023 auf 3,1 % (2022: 3,4 %) verlangsamt hat, sich dabei jedoch als widerstandsfähiger erwies als ursprünglich erwartet. Das Geschäftsjahr 2023/2024 war durch ein hohes Maß an makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten geprägt. Nach Schätzungen des IWF verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone nach einer soliden Expansion im Vorjahr in 2023 spürbar auf 0,5 % (2022: 3,5 %). Trotz einer anhaltenden hohen, aber rückläufigen Inflationsrate und einer restriktiveren Geldpolitik blieben die Herausforderungen aufgrund einer insgesamt gedämpften Konsumnachfrage bestehen, wobei die Wachstumsraten in den wichtigsten Volkswirtschaften unterschiedlich ausfielen. Deutschland verzeichnete aufgrund schwacher Konsum- und Investitionstätigkeit einen Rückgang von -0,3 % (2022: +1,8 %), während Frankreich von einer relativ robusten Industrieproduktion und einer gestiegenen Nachfrage profitierte und daher im Jahr 2023 ein Wachstum von 0,8 % erzielte (2022: 2,6 %). Auch im Vereinigten Königsreich verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum merklich und erreichte 2023 ein Niveau von 0,5 % (2022: 4,0 %), wobei die Verlangsamung vor allem auf die Auswirkungen der strafferen Geldpolitik zur Eindämmung der anhaltend hohen Inflation zurückzuführen ist. Gemäß IWF zeigte sich die US-Wirtschaft im Jahr 2023 mit einem Wachstum von 2,5 % (2022: 2,1 %) trotz der deutlichen Straffung der Geldpolitik bemerkenswert robust. Dies ist vor allem auf eine solide Inlandsnachfrage und einen starken Arbeitsmarkt zurückzuführen. In Lateinamerika verlangsamte sich das Wachstum im Jahr 2023 auf 2,5 % (2022: 4,0 %), da sich die Konjunktur in wichtigen Partnerländern abschwächte und die Rohstoffpreise sanken. Obwohl die Erholung in China nach dem Ende der Pandemiemaßnahmen Anfang 2023 schwächer ausfiel als ursprünglich erwartet, belief sich das Wachstum laut IWF dort dennoch auf 5,2 % (2022: 3,0 %). Die allmähliche Erholung des Konsums kompensierte die Auswirkungen der Krise im chinesischen Immobiliensektor. Das Wachstum in China fiel damit etwas geringer aus als in der Region Asien (ohne Japan) insgesamt, für die der IWF für 2023 ein Plus von 5,4 % (2022: 4,4 %) annimmt. In Japan beschleunigte sich das Wirtschaftswachstum auf 1,9 %, was auf einen starken Außenhandel aufgrund eines deutlichen Anstiegs der Exporte zurückzuführen ist (2022: 1,1 %). Da Montblanc als Luxusmarke im Bereich hochwertiger Schreibgeräte sehr eigenständig agiert, erscheint ein Branchenvergleich aus Sicht der Geschäftsführung nicht sachgerecht. Prognose-Ist-Vergleich Für das Geschäftsjahr 2023/2024 hat die Geschäftsleitung mit einer Umsatzentwicklung in einer Bandbreite von +5% bis +10% über dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Gleichzeitig wurde eine EBIT-Rendite zwischen 20% und 25% erwartet. Die tatsächlichen Umsätze beliefen sich auf 398,7 Mio. Euro (Vorjahr: 405,6 Mio. Euro) und das EBIT auf 85,4 Mio. Euro (Vorjahr: 104,7 Mio. Euro). Die gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Umsatzerlöse sind auch der wesentliche Grund für das im Vergleich zum Vorjahr gesunkene EBIT des Berichtsjahres. Zudem wurde im Berichtsjahr eine niedrigere Produktmarge erzielt. Die EBIT-Rendite lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 21,4% innerhalb der prognostizierten Bandbreite. Geschäftsverlauf Die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Regionen und Länder spiegelt sich auch in den Umsatzerlösen wider. Insgesamt sanken die Umsätze der Gesellschaft um 1,7 % in fast allen Märkten und Regionen. Einen gegenläufigen Trend verzeichneten nur die nordasiatischen Länder mit einem Umsatzwachstum von +48 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Lieferungen in europäische Länder entwickelten sich leicht negativ mit -2 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz Verschiebungen zwischen den einzelnen Märkten zeigt sich erneut, dass sich der europäische Markt relativ stabil im Vergleich zu anderen Regionen entwickelt, die deutlich höhere Verluste verzeichneten. Die Märkte im Mittleren und Nahen Osten entwickelten sich insgesamt deutlich schwächer als im Vorjahr mit -13 %. Die Lieferungen auf den amerikanischen Kontinent, insbesondere in die USA, reduzierten sich um 20 %. Die Verkäufe nach Lateinamerika erreichten nur knapp 91 % des Vorjahreswerts. Auch die Märkte in Südostasien und Japan verzeichneten deutliche Umsatzrückgänge: Japan -32 % und Südostasien -37 %. Lediglich in China konnte aufgrund der gelockerten Einschränkungen nach der COVID-19-Pandemie ein deutliches Umsatzwachstum von +48 % verzeichnet werden. Bei den Produktkategorien verzeichneten die für die Gesellschaft besonders wichtigen Schreibgeräte einen Umsatzrückgang von -7 %. Die Umsätze mit Lederartikeln entwickelten sich hingegen positiv mit +4 % im Vergleich zum Vorjahr. Investitionstätigkeit Die Investitionen waren mit 7,7 Mio. Euro höher als im Vorjahr (6,9 Mio. Euro). Schwerpunkte waren die Investitionen für technische Anlagen und Maschinen sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten lag auf der Entwicklung neuer bzw. der Weiterentwicklung bestehender Produkte. Eine eigentliche Forschung wird von der Gesellschaft nicht betrieben. Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiter lag mit 808 im Schnitt um 41 über der des Vorjahres. Steuerungssysteme Zur frühzeitigen Erkennung und Vermeidung von Risiken nutzt die Gesellschaft eine Reihe von Instrumenten. Eines davon ist ein sogenanntes „Enterprise Risk Management Assessment“. Dabei werden von der Geschäftsführung periodisch potentielle Risikofaktoren untersucht. Außerdem gibt es ein umfangreiches monatliches Reporting, das dem Management die erforderlichen Informationen zur Verfügung stellt. Daneben wurde über die letzten Jahre ein aufwendiges internes Kontrollsystem aufgebaut. Damit wird erreicht, dass möglichst alle kritischen Prozesse zusätzlichen Kontrollen unterworfen sind, um Risiken zu erkennen und rechtzeitig aufzufangen. Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden von der Gesellschaft der Umsatz und die EBIT-Rendite verwendet. Das Unternehmen verwendet zur Steuerung ausschließlich finanzielle Leistungsindikatoren. Ertragslage Das EBIT im Geschäftsjahr ist auf 85,4 Mio. Euro gesunken (nach 104,7 Mio. Euro im Vorjahr), das Ergebnis nach Steuern beträgt 84,3 Mio. Euro (Vorjahr: 93,9 Mio. Euro). Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Gewinn von 81,4 Mio. Euro (Vorjahr: 103,0 Mio. Euro) an die Montblanc International GmbH, Hamburg, abgeführt. Die deutliche Ergebnisreduzierung war vorrangig auf die im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % gesunkenen Umsatzerlöse sowie auf eine geringere Produktmarge zurückzuführen, die sich aus dem veränderten Sortimentsmix ergeben hat. Darüber hinaus verzeichnete das Geschäftsjahr erhöhte Personalkosten (+6 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr) bei gleichbleibenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Gleichzeitigkeit dieser Faktoren führte zu einer Verschlechterung der Ertragslage. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023/2024 stets gewährleistet. Die Gesellschaft ist Mitglied eines für alle Richemont Gesellschaften in Deutschland bestehenden Cash Pools der Deutschen Bank. Notwendige Mittel werden von diesem Cash Pool über eine Kreditlinie zur Verfügung gestellt, überschüssige Liquidität wird im Cash Pool angelegt. Die Cash Pool Verbindlichkeiten zum Jahresende erhöhten sich auf 41,7 Mio. Euro (Vorjahr: 27,5 Mio. Euro). Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 0,7 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um 14 Mio. Euro erhöht, was hauptsächlich durch die Cash Pool Verbindlichkeiten gegenüber der Montblanc International Holding GmbH sowie durch Verbindlichkeiten gegenüber der Richemont International SA, Schweiz, von für Rechnungen der MBS im Rahmen der Payment Factory ausgeführten Zahlungen bedingt ist (11,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote (Quotient aus Eigenkapital und Bilanzsumme) beträgt im Geschäftsjahr 9,1% (Vorjahr: 8,5%). Vermögenslage Da die Investitionen im Geschäftsjahr leicht über den laufenden Abschreibungen lagen, hat sich der Buchwert des Anlagevermögens von 55,3 Mio. Euro auf 56,4 Mio. Euro erhöht. Die Finanzanlagen enthalten die Anteile an den Vertriebsgesellschaften in Deutschland und Österreich sowie an der Montblanc-Ferdinand Wagner GmbH L ́Éstamperie gegr. 1849, Hamburg. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen saldiert und unter dem Posten „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen. Es handelt sich dabei um Wertpapiere, die im Rahmen eines Contractual Trust Agreements (CTA) zur Absicherung der Ansprüche auf Versorgungsleistungen aus der betrieblichen Altersversorgung dienen. Weiterhin besteht Deckungsvermögen in Form verpfändeter Rückdeckungsversicherungen zur Absicherung der Zusagen. Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 167,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 176,2Mio. Euro im Geschäftsjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (+16,1 Mio. Euro). Die Vorräte sind in dem abgeschlossenen Geschäftsjahr um 6,7 Mio. Euro gesunken. 3. Chancen- und RisikoberichtChancenbericht Produktneuheiten und Innovationen sollten auch im kommenden Geschäftsjahr Impulse geben und zu Umsatzsteigerungen führen. Ganz besonders hervorzuheben sind hier insbesondere die Produkte und die Marketing-Kampagne rund um das 100jährige Jubiläum des Montblanc Meisterstück als Aushängeschild der Schreibgeräte-Kollektion. Neben einem großen Launch-Event in Los Angeles verbunden mit einem Pop-up Store auf dem Rodeo Drive, wird die Meisterstück-Linie das gesamte Jahr über durch eine Kampagne zelebriert. Zudem werden im Bereich Lederwaren in den Kollektionen „Meisterstück“ und „Meisterstück Soft“ Produktneuheiten gelauncht. Chancen können sich zudem ergeben, wenn die aktuell vorherrschende Konsumflaute in dem wichtigen Absatzmarkt China sich deutlich abschwächt und wenn sich die Inflation in den Kernmärkten von Montblanc im Jahresverlauf weiter stabilisiert. Risikobericht Als global agierendes Unternehmen ist die Montblanc-Simplo GmbH gesamtwirtschaftlichen Risiken hinsichtlich der globalen Konjunkturentwicklung ausgesetzt. So geht ein konjunktureller Abschwung in der Regel mit einer rückläufigen Nachfrage nach Luxusgütern einher, was sich negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken kann. Konjunkturell bedingte Effekte können dabei sowohl global als auch regional begrenzt auftreten und sich gegenseitig beeinflussen. Um die Auswirkungen konjunktureller Schwankungen zu reduzieren, wird eine ausgewogene regionale Umsatzverteilung angestrebt. Grundsätzlich werden die Risiken für das laufende und das folgende Geschäftsjahr betrachtet. Mögliche kurzfristige Auswirkungen des Klimawandels werden dabei berücksichtigt. In seiner Veröffentlichung von Januar 2024 erwartet der IWF für 2024 ein globales Wachstum in Höhe von 3,1 % und damit auf dem Niveau der Vorjahre (2023: 3,1 %; 2022: 3,5 %). Diese Prognose spiegelt das anhaltend hohe Inflations- und Zinsniveau, die zunehmenden geopolitischen Spannungen und die insgesamt schwachen globalen Handels- und Investitionsströme wider, die allesamt die globalen Konjunkturaussichten belasten. Da die Zinssätze in den meisten Volkswirtschaften nahe ihren Höchstständen verbleiben, dürfte die Geldpolitik so lange restriktiv sein, bis es klare Anzeichen für einen dauerhaften Rückgang des Inflationsdrucks gibt. Die künftige Verfassung der Weltwirtschaft hängt demnach entscheidend von der erfolgreichen Kalibrierung der Geldpolitik im Laufe des Jahres ab, während auch der weitere Verlauf militärischer Konflikte wie in der Ukraine und im Nahen Osten für anhaltende Unsicherheit sorgen dürfte. Die potentiell negativen Auswirkungen gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung kann im Geschäftsjahr 2024/2025 grundsätzlich hoch sein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird durch die Geschäftsführung dabei als wahrscheinlich eingeschätzt. Die Montblanc-Simplo GmbH ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit politischen und gesellschaftlichen Risiken ausgesetzt. So können sich beispielsweise Änderungen des politischen und regulatorischen Umfelds, geopolitische Spannungen, militärische Auseinandersetzungen, Regierungswechsel oder terroristische Anschläge negativ auf das Konsumklima auswirken. Angesichts der globalen Geschäftstätigkeit stellen die Vertriebsaktivitäten des Unternehmens in über 100 Märkten eine natürliche Absicherung gegen unvorteilhafte Entwicklungen in einzelnen Ländern oder Regionen dar. Aufgrund der Verkäufe in nahezu alle Länder der Welt können Wechselkursänderungen einen erheblichen externen Einflussfaktor für das Ergebnis der Gesellschaft darstellen. Ebenso können sich steigende Rohstoffpreise, Energiepreise, Frachtraten sowie Veränderungen der Edelmetallpreise auswirken. Dem aktuell hohen Kostenniveau wird durch eine agile Preispolitik entgegengewirkt. Klimabezogene Chancen und Risiken Montblanc ergreift Maßnahmen, um den Klimawandel einzudämmen und sich an Klimaveränderungen anzupassen. Dazu gehört auch, klimabezogene Risiken und Chancen zu identifizieren und in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens zu berücksichtigen. Montblanc reagiert fortwährend auf die Herausforderungen des Umweltschutzes und möchte die begrenzten Ressourcen, mit denen wir arbeiten, schützen, um unseren Planeten positiv zu beeinflussen. Um dies zu erreichen, arbeiten wir daran, unseren Kohlendioxidausstoß zu minimieren, eine Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen und unsere Materialien verantwortungsbewusst zu beschaffen. Bei der Betrachtung der klimabezogenen Risiken wird unterschieden nach physischen und transitorischen Risiken. Physische Risiken beziehen sich auf die tatsächlichen Auswirkungen des Klimawandels, während sich transitorische Risiken aus dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ergeben. Die Veränderungen, die sich aus dem Übergang in eine kohlenstoffarme Zukunft ergeben, sehen wir gleichzeitig als Chance, da sich hieraus innovative Produkte ergeben können, die neue Geschäftsfelder erschließen. Physische Klimarisiken können sich im Rahmen von Extremwetterereignissen niederschlagen, die wichtige Transportrouten blockieren und somit die Distribution unserer Produkte oder auch die Zulieferung einschränken könnte. Zudem können physische Klimarisiken das Wirtschaftswachstum in einer betroffenen Region negativ beeinflussen und volkswirtschaftliche Auswirkungen (z.B. Einkommenseinbußen bei den Konsumenten) nach sich ziehen. Transitorische Risiken können gegeben sein, wenn die Lieferketten aufgrund grober Verstöße gegen Nachhaltigkeits- oder Qualitätsstandards durch Lieferanten unterbrochen werden. Gesamtbeurteilung von Chancen und Risiken Die mit den oben genannten Annahmen verbundenen Risiken und Unsicherheiten bleiben grundsätzlich hoch. Es wird jedoch erwartet, dass durch neue Kollektionen sowie die umfangreiche Kampagne zum 100 jährigen Jubiläum des Meisterstück die mediale Präsenz von Montblanc gesteigert wird, was zu einem Umsatzwachstum führen könnte. Darüber hinaus ist die Geschäftsführung der Ansicht, dass das Risikobewertungssystem geeignet ist, um Risiken angemessen zu identifizieren und zu steuern, sodass rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden können, wenn die Geschäftslage dies erfordert. 4. PrognoseberichtKonjunkturelle Entwicklungen beeinflussen maßgeblich die operative und finanzwirtschaftliche Entwicklung von Montblanc. Die im weiteren Verlauf dieses Kapitels getroffenen Aussagen zum erwarteten Geschäftsverlauf basieren folglich auf bestimmten Annahmen hinsichtlich der Entwicklung der Weltwirtschaft. Im Jahresverlauf wird die Gesellschaft die Entwicklung dieser Rahmenbedingungen fortlaufend überwachen, um möglichst schnell und umfassend auf eventuelle Veränderungen zu reagieren. Für das Jahr 2024 wird ein insgesamt nur schwaches Wachstum der Weltwirtschaft erwartet, da sich diese weiterhin mit wesentlichen Herausforderungen konfrontiert sieht. Dazu zählen das hohe Inflations- und Zinsniveau, zunehmende geopolitische Spannungen sowie insgesamt schwache globale Handels- und Investitionsströme. Diese These wird auch vom Internationalen Währungsfonds (IWF) gestützt, der in seiner Veröffentlichung vom 30. Januar 2024 davon ausgeht, dass sich die makroökonomischen Herausforderungen und geopolitischen Spannungen zunehmend negativ auf das weltweite Geschäfts- und Verbrauchervertrauen auswirken und somit die Weltwirtschaft belasten werden. Da die Zinssätze in den meisten Volkswirtschaften bis auf weiteres nahe ihren Höchstständen verbleiben dürften, wird erwartet, dass die Geldpolitik so lange restriktiv sein wird, bis es klare Anzeichen für einen dauerhaften Rückgang des Inflationsdrucks gibt. Die künftige Verfassung der Weltwirtschaft hängt demnach entscheidend von der erfolgreichen Kalibrierung der Geldpolitik im Laufe des Jahres ab. Gleichzeitig dürfte auch der weitere Verlauf militärischer Konflikte wie in der Ukraine und im Nahen Osten für anhaltende Unsicherheit sorgen. Nach Einschätzung des IWF wird das globale Wachstum 2024 demnach auf einem Niveau von 3,1 % verweilen (2023: 3,1 %). Regional betrachtet rechnet der IWF für die Eurozone im Jahr 2024 mit einem leichten Anstieg des Wirtschaftswachstums auf 0,9 % (2023: 0,5 %), da die Inlandsnachfrage aufgrund von Reallohnsteigerungen und einer sich erholenden Auslandsnachfrage anziehen dürfte. Angesichts einer Verlangsamung des Lohnwachstums, des Abbaus der während der Pandemie gebildeten Ersparnisse und der Beibehaltung der restriktiven Geldpolitik der US-Notenbank wird erwartet, dass sich das Wachstum in den USA im Jahr 2024 auf 2,1 % (2023: 2,5 %) verlangsamen wird. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft wird laut IWF im Jahr 2024 4,6 % betragen, damit jedoch unter dem Niveau des Vorjahres liegen (2023: 5,2 %), da die Investitionen angesichts der Krise des chinesischen Immobiliensektors zurückgehen und die Sparquote der privaten Haushalte steigen dürfte. Die mit diesen Annahmen verbundenen Risiken und Unsicherheiten bleiben grundsätzlich hoch. Geopolitische Spannungen sind nach wie vor eine Hauptquelle der Unsicherheit, die infolge des sich entwickelnden Konflikts im Nahen Osten und der damit verbundenen Auswirkungen auf die globalen Lieferketten weiter zugenommen hat. Darüber hinaus könnten angespannte Arbeitsmärkte und Lohnforderungen zum Ausgleich von Lebenshaltungskostensteigerungen zum anhaltenden Inflationsdruck beitragen und das Wirtschaftswachstum bremsen. Die Finanzierungskonditionen für Schwellen- und Entwicklungsländer sind weiterhin hoch und schränken somit wichtige Investitionsausgaben ein, was grundsätzlich zu einer allgemeinen Schuldenkrise in den Schwellenländern führen könnte. Für China zählen der Abschwung im Immobiliensektor sowie ein schwächerer Konsum vor dem Hintergrund des gedämpften Verbrauchervertrauens zu den wesentlichen Risiken. Positiv hingegen könnte sich ein robusteres Konsumverhalten auswirken, falls Haushalte die während der COVID-19-Pandemie gebildeten Ersparnisse stärker als erwartet nutzen. Dies würde jedoch auch die Hartnäckigkeit der Inflation erhöhen. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird damit gerechnet, dass der Umsatz der Gesellschaft in einer Bandbreite von +3% bis +5% über dem Niveau des Berichtsjahres liegen wird. Gleichzeitig wird eine EBIT-Rendite zwischen 20% und 25% erwartet. 5. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGBFür den Aufsichtsrat ist die Zielsetzung eine Frauenquote von mindestens 33% zu erreichen. Der Frauenanteil in der Geschäftsführung beträgt 0%. Die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der Montblanc-Simplo GmbH beträgt 0%, da die Geschäftsführung nur aus zwei Personen besteht, lediglich rechtliche Vorgaben erfüllt und keine operativen Aufgaben hat. Die Führung der Gesellschaft erfolgt operativ über die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung. Daher ist es sinnvoller, Frauenquoten von >0% für die Führungsebenen 1 und 2 festzulegen, als für die Geschäftsführung selbst. Auf den Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung beträgt die Frauenquote derzeit 20% (Führungsebene 1) bzw. 31% (Führungsebene 2). Für die Führungsebenen 1 und 2 unterhalb der Geschäftsführung wird eine Frauenquote von je mindestens 30% angestrebt. Die Zielgrößen sollen bis spätestens zum 31. März 2027 erreicht werden.
Hamburg, den 30. September 2024 Dennis Axel Meyer Sascha Schneider Bilanz zum 31. März 2024Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024scroll
Anhang des Jahresabschlusses zum 31. März 20241. AllgemeinesDie Montblanc-Simplo GmbH, Hamburg, ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HR B 2905 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB Absatz 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 01. April 2023 bis 31. März 2024. Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs- und Bilanzierungsmethoden vorgenommen. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Software wird zu Anschaffungskosten aktiviert und über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von zwei bis fünf Jahren zeitanteilig linear abgeschrieben. Entgeltlich erworbene Distributionsrechte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von fünf Jahren zeitanteilig linear abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen Die Zugänge werden zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden ab dem Zugangsmonat nach der linearen oder der degressiven Methode vorgenommen. Bei Anwendung der linearen Methode werden folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zur Ermittlung der Abschreibungsbeträge zu Grunde gelegt: scroll
Für bewegliche Wirtschaftsgüter, die nach dem 1. April 2023 und vor dem 31. März 2024 angeschafft werden und eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von mehr als fünf Jahren aufweisen, wird die degressive Abschreibungsmethode angewendet. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Nennbetrag € 250 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 1.000 werden in einen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit dem Nennwert bilanziert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Vorräte Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird mit fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet, es sei denn, dass zur Angleichung an gesunkene Wiederbeschaffungspreise zum Bilanzstichtag niedrigere Wertansätze erforderlich waren. Für Magazin- und Labormaterial sowie andere gleichartige Materialien wurde ein Festwert gemäß § 256 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Dieser wird in regelmäßigen Abständen überprüft. Unfertige, fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den direkten Kosten der Fertigung auch die notwendigen Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens eingerechnet. Dabei wird das Niederstwertprinzip beachtet. Ungängige Warenbestände sowie Produkte, die aus dem Sortiment genommen wurden, werden bis zu 100 % abgewertet. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit Nominalwerten angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % angemessen Rechnung getragen. Soweit notwendig werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind mit den Nennwerten bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag aktiviert, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag passiviert, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % (Vorjahr 1,79%) bewertet. Der Zinssatz entspricht gemäß § 253 Abs.2 Satz 1 HGB dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen wurden jährliche Gehaltssteigerungen von 3,5 % (Vorjahr 3,7 %) für die dynamischen Zusagen und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % (Vorjahr 2,2 %) zugrunde gelegt. Für die Mitarbeiter im Alter von 20 bis 40 Jahren wurde eine mit dem Lebensalter abnehmende Fluktuationsrate zwischen 1% und 5% unterstellt. Zur Absicherung der Ansprüche auf Versorgungsleistungen aus der betrieblichen Altersversorgung im Falle der Insolvenz (Sicherungsfall) wurde die Einrichtung einer doppelseitigen Treuhand zwischen der Gesellschaft als Treugeber und der Deutschen Treuinvest Stiftung bzw. der Allianz Treuhand GmbH als Treuhänder vereinbart. Weiterhin besteht Deckungsvermögen in Form verpfändeter Rückdeckungsversicherungen zur Absicherung der Zusagen. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Eigenkapital Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert. Rückstellungen für die Verpflichtung aus Altersteilzeit werden unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 1,15% % p.a. (Vorjahr 0,70 %) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und berücksichtigen einen Gehaltstrend von 3,5 % p.a. (Vorjahr 3,7 %). Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potentielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Zur Absicherung der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von T€ 2.135 im Falle der Insolvenz (Sicherungsfall) wurden mit der R+V Versicherung, Wiesbaden, entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die an die Begünstigten verpfändet wurden. Deshalb wurden die Rückstellungen mit dem bestehenden Deckungsvermögen von T€ 909 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) in Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Latente Steuern Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Gesellschaft in dem Abschluss der Organträgerin (Montblanc International Holding GmbH, Hamburg; im Folgenden Montblanc International Holding GmbH) erfasst. 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der BilanzAnlagevermögen Der Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anhang beigefügt. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 46.376 (Vorjahr T€ 38.500) betreffen mit T€ 44.628 (Vorjahr T€ 37.122) den Liefer- und Leistungsverkehr sowie mit T€ 1.508 (Vorjahr T€ 1.321) die Gewinnabführung der Montblanc Deutschland GmbH, Hamburg (im Folgenden Montblanc Deutschland GmbH) und T€ 240 (Vorjahr T€ 57) der Montblanc Ferdinand Wagner GmbH L ́Éstamperie gegr. 1849 (im Folgenden Montblanc Ferdinand Wagner GmbH). Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Erstattungsansprüchen aufgrund von anrechenbaren Steuern gegen die Organträgerin, Montblanc International Holding GmbH, in Höhe von T€ 1.071 (Vorjahr T€ 1.304) enthalten. Zum Bilanzstichtag bestehen keine sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Unter dem Posten aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird der Aktivüberhang aus der Verrechnung der Pensionsverpflichtungen mit dem saldierungspflichtigen Deckungsvermögen ausgewiesen. Am 26. Februar 2016 hat der Bundesrat das „Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften“ gebilligt. Das Gesetz ist am 16. März 2016 verkündet worden und am 17. März 2016 in Kraft getreten. Im Zuge des Gesetzes wurde § 253 HGB hinsichtlich der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert und der Zeitraum, über den der Durchschnittszinssatz für die handelsrechtliche Abzinsung von Pensionsrückstellungen berechnet wird, von sieben auf zehn Jahre verlängert. Die im Geschäftsjahr ermittelten Beträge für die Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen lauten wie folgt:
Daraus ergeben sich zum 31. März 2024 Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 70.610. Diese liegen um T€ 172 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Der Unterschiedsbetrag zum 31. März 2024 in Höhe von T€ 172 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Der ermittelte Unterschiedsbetrag wird jedoch gesetzeskonform auf Ebene der Gesellschaft zusammen mit dem restlichen Jahresergebnis an die Muttergesellschaft Montblanc International GmbH, Hamburg (im Folgenden Montblanc International GmbH), im Rahmen des gültigen Ergebnisabführungsvertrages abgeführt. Eine endgültige Ausschüttungssperre ist auf Ebene der Organträgergesellschaft Montblanc International Holding GmbH zu betrachten. Die rückstellungspflichtigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 70.610 werden mit dem Deckungsvermögen (T€ 76.211 inklusive Rückdeckungsversicherung) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 5.811) wurden mit den sich aus der Abzinsung ergebenden Zinsaufwand (T€ 2.676) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von T€ 3.135 ist unter dem Posten „Zinsen und ähnliche Erträge“ enthalten. Als Deckungsvermögen wurden folgende zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Vereinbarungen klassifiziert: doppelseitige Treuhand (Contractual Trust Agreement oder CTA) und Rückdeckungsversicherungen. Der beizulegende Zeitwert der im CTA gehaltenen Wertpapiere wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht dem Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung gemäß Mitteilung des Versicherers. Die historischen Anschaffungskosten der im CTA gehaltenen Wertpapiere betragen T€ 41.711, der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag beträgt T€ 65.686. Aus dem Unterschiedsbetrag von T€ 23.975 unterliegen T€ 3.803 keiner Ausschüttungssperre. Der verbleibende Wert in Höhe von T€ 20.172 ist ausschüttungsgesperrt. Diesen ausschüttungsgesperrten Beträgen stehen verrechenbare, frei verfügbare Kapitalrücklagen (T€ 558), andere vororganschaftliche Gewinnrücklagen (T€ 1.023) und andere organschaftliche Gewinnrücklagen (T€ 2.777) gegenüber. Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr eine ausschüttungsgesperrte (hier: Abführungssperre) Gewinnrücklage in Höhe von T€ 19.614. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen erwartete Rücksendungen von Produkten (T€ 14.801, Vorjahr T€ 14.998), ausstehende Rechnungen (T€ 5.522, Vorjahr T€ 1.141), Sonderzahlungen an Mitarbeiter (T€ 1.610, Vorjahr T€ 2.888), Urlaubsrückstellungen (T€ 1.583, Vorjahr T€ 2.072), Altersteilzeitverpflichtungen nach Saldierung mit dem Deckungsvermögen (T€ 1.225, Vorjahr T€ 1.499), Jubiläumsansprüche (T€ 1.017 , Vorjahr T€ 650) sowie Reklamationen (T€ 1.101, Vorjahr T€ 1.551). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 177.165 (Vorjahr T€ 162.911) bestehen mit T€ 84.471 (Vorjahr T€ 97.679) gegenüber der Hauptgesellschafterin, Montblanc International GmbH, aus der Ergebnisabführung in Höhe von T€ 81.407 (Vorjahr T€ 102.976) zuzüglich T€ 65 aus dem Verrechnungsverkehr, mit T€ 11.293 (Vorjahr T€ 0) gegenüber der Richemont International SA, Schweiz, aufgrund von für Rechnungen der MBS im Rahmen der Payment Factory ausgeführten Zahlungen sowie mit T€ 42.307 (Vorjahr T€ 27.510) gegenüber der Montblanc International Holding GmbH, davon T€ 41.732 (Vorjahr T€ 27.510) aufgrund des Cash-Pool-Kontos und T€ 575 (Vorjahr T€ 0) aufgrund des Service Level Agreements. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet eine von Kering Eyewear S.p.A., Padua/Italien, gezahlte Lizenzgebühr, welche über die Laufzeit der Lizenzvereinbarung ergebniswirksam aufgelöst wird. 4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Nach geographischen Märkten setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen: scroll
Nach Produkten und Tätigkeitsbereichen setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen: scroll
Periodenfremde Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 929 (Vorjahr T€ 1.175). Weitere periodenfremde Erträge sind nicht angefallen. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen beinhalten ausschließlich die Gewinnübernahme von der Montblanc Deutschland GmbH aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von T€ 1.508 (Vorjahr T€ 1.321) sowie der Montblanc Ferdinand Wagner GmbH T€ 240 (Vorjahr T€ 57) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Die Aufwendungen aus Gewinnabführung in Höhe von T€ 81.407 (Vorjahr T€ 102.976) beinhalten ausschließlich die Gewinnabführung an die Montblanc International GmbH aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Zwischen der Montblanc Deutschland GmbH und der Muttergesellschaft Montblanc-Simplo GmbH, Hamburg (im Folgenden Montblanc-Simplo GmbH), wurde mit Wirkung zum 1. April 1996 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag entsprechend § 291 Abs. 1 AktG abgeschlossen. Zwischen beiden Gesellschaften bestand im Berichtsjahr eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft. Zwischen der Montblanc International GmbH und der Montblanc-Simplo GmbH bestand im Berichtsjahr eine umsatzsteuerliche, gewerbesteuerliche und körperschaftssteuerliche Organschaft. Zwischen der Montblanc-Simplo GmbH und der Muttergesellschaft Montblanc International GmbH wurde mit Wirkung zum 1. April 2007 ein neuer Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Dieser legt fest, dass der gesamte Gewinn der Montblanc-Simplo GmbH, an die mit 94,9 % an der Montblanc-Simplo GmbH beteiligte Montblanc International GmbH abgeführt wird und die Montblanc International GmbH einen Ausgleich an den Minderheitsgesellschafter zahlt. Der Minderheitsgesellschafter hat auf einen Ausgleich verzichtet. Die Körperschaftsteuer wurde durch die Muttergesellschaft nicht weiterbelastet. Zwischen der Montblanc Ferdinand Wagner GmbH und der Muttergesellschaft Montblanc-Simplo GmbH, Hamburg, wurde mit Wirkung zum 1. April 2022 ein Gewinnabführungsvertrag entsprechend § 291 Abs. 1 AktG abgeschlossen. Zwischen beiden Gesellschaften bestand im Berichtsjahr eine körperschafts-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft. 5. Sonstige AngabenDurchschnittliche Beschäftigung (ohne Geschäftsführer) scroll
Gesamtvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind die Herren:
Auf die Veröffentlichung der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Bezug auf § 286 Abs.4 HGB verzichtet. Das Unternehmen hat einen Aufsichtsrat, der sich wie folgt zusammensetzt:
Der Aufsichtstrat hat im Berichtsjahr keine Bezüge erhalten. Gesellschafterinnen sind die
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf T€ 20.088 (davon T€ 4.272 fällig vor Ablauf eines Jahres; T€ 14.799 fällig nach Ablauf eines Jahres und vor Ablauf von fünf Jahren; T€ 1.017 fällig nach Ablauf von mehr als fünf Jahren). Es handelt sich hierbei um Miet- und Leasingverträge für Gebäude, Kraftfahrzeuge und Büromaschinen sowie aus Verpflichtungen aus abgeschlossenen Wartungs- und Lizenzverträgen. Liste des Anteilsbesitzes scroll
1 aus IFRS Reporting Package zum 31. März 2024 Die Montblanc Deutschland GmbH hat für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ 1.823 erzielt, aus dem im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages T€ 1.508 an die Montblanc-Simplo GmbH abgeführt wurden. Die restlichen T€ 316 unterliegen der Ausschüttungssperre nach HGB. Die Montblanc Ferdinand Wagner GmbH hat für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ 240 erzielt, aus dem im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages T€ 0 an die Montblanc-Simplo GmbH abgeführt wurden. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr betrug T€ 150 und betraf vollständig die Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2023/2024. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 01. April 2023 bis 31. März 2024 abzüglich des abführungsgesperrten Betrages in Höhe von T€ 2.777, der in die Gewinnrücklagen eingestellt wird, wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Montblanc International GmbH abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem verbundenen Unternehmen ist erfasst. Konzernbeziehungen Unsere Mehrheitsgesellschafterin ist die Montblanc International GmbH. Diese wird ebenso wie unsere Gesellschaft mit den zum Konsolidierungskreis zählenden Tochtergesellschaften gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Compagnie Financière Richemont SA, Genf/Schweiz, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Compagnie Financière Richemont SA wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und in englischer Sprache im elektronischen Bundesanzeiger unter der Montblanc International Holding GmbH veröffentlicht. Im befreienden Konzernabschluss führen die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beim Bilanzposten Pensionsrückstellungen zu einem wesentlichen Unterschied im Vergleich zur Bilanzierung und Bewertung nach deutschem Recht. Weiterhin ergeben sich Unterschiede zwischen HGB und IFRS im Hinblick auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Darüber hinaus ergeben sich keine nennenswerten Unterschiede. Die Gesellschaft nimmt als Mutterunternehmen des kleinsten Kreises von Unternehmen die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gem. § 292 Abs. 1 HGB in Anspruch. Für das Berichtsjahr geht die Gesellschaft von der vollständigen Erfüllung der in Anspruch genommenen Befreiungsvorschrift des § 292 HGB aus. Die Richemont International Holding SA, Luxemburg/Luxemburg, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Richemont International Holding SA wird ebenfalls nach IFRS aufgestellt und im luxemburgischen Recueil Electronique des Sociétés et Associations hinterlegt. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Hamburg, den 30. September 2024 Montblanc-Simplo GmbH Denis Axel Meyer Sascha Schneider Entwicklung des Anlagevermögensscroll
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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Montblanc-Simplo GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Montblanc-Simplo GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Montblanc-Simplo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gsellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 2. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Marko Schipper, Wirtschaftsprüfer Harald van Voorst, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2023/2024der Montblanc-Simplo GmbHDer Aufsichtsrat der Montblanc-Simplo GmbH hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Berichtszeitraum wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und gemäß seiner gesetzlichen Pflichten überwacht. Die Geschäftsleitung unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, strategische Unternehmensplanung sowie wesentliche personelle Veränderungen. Da der Aufsichtsrat nur aus drei Personen besteht, hat er keine Ausschüsse gebildet. Ein Dialog zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsleitung wurde durch eine ordentliche Sitzung am 12. September 2023 sichergestellt. Der Schwerpunkt der ordentlichen Sitzung vom 12. September 2023 lag auf der Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses der Montblanc-Simplo GmbH für das Geschäftsjahr 2022/2023. Der Prüfbericht, worin der Abschlussprüfer dem Jahresbericht seinen Bestätigungsvermerk erteilt, wurde allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt und in der Sitzung vom 12. September 2023 ohne Einwendungen durch den Aufsichtsrat verabschiedet. Der Gesellschafterversammlung wurde vom Aufsichtsrat empfohlen, den vom Aufsichtsrat gebilligten Jahresabschluss zum 31. März 2023 festzustellen und die Verwaltungsorgane zu entlasten. Die Gesellschafterversammlung ist diesen Empfehlungen gefolgt. Die Umsetzung der Vorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex wird fortlaufend vom Aufsichtsrat beobachtet. Weitergehende Informationen zur Corporate Governance wurden durch die Geschäftsführung an den Aufsichtsrat berichtet. In seiner Sitzung vom 12. November 2024 hat sich der Aufsichtsrat mit dem Jahresabschluss per 31. März 2024 befasst. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers rechtzeitig vor dem Sitzungstermin erhalten. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben den mit dem Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers versehenen Jahresabschluss geprüft und ohne Einwendungen gebilligt. Der Jahresabschluss gilt als angenommen. Der Gesellschafterversammlung wurden vom Aufsichtsrat Empfehlungen zur Feststellung des vom Aufsichtsrat gebilligten Jahresabschlusses zum 31. März 2024 und zur Entlastung der Verwaltungsorgane gegeben. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie insbesondere der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit sowie ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2023/2024.
Hamburg, 12. November 2024 Der Aufsichtsrat der Montblanc-Simplo GmbH Jérôme Lambert, Vorsitzender PROTOKOLLder Gesellschafterversammlung der Montblanc-Simplo GmbH vom 14. November 2024Sämtliche Gesellschafterinnen der im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 2905 eingetragenen Montblanc-Simplo GmbH (nachfolgend: die Gesellschaft) sind a) die Gesellschaft deutschen Rechts Montblanc International GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 40106 und b) die Gesellschaft deutschen Rechts Montblanc Real Estate BV & Co. KG, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRA 105505 (a) und b) nachfolgend: die Gesellschafter). Anwesenheit
Unter Verzicht auf Einhaltung aller gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Frist- und Formvorschriften für die Einberufung und Abhaltung von Gesellschafterversammlungen beschließen die Gesellschafter der Montblanc-Simplo GmbH einstimmig was folgt: Beschluss 1
Beschluss 2
Beschluss 3
Beschluss 4
Hamburg, den 14. November 2024 Montblanc International GmbH Denis Axel Meyer Sascha Schneider
Montblanc Real Estate B. V. & Co. KG Denis Axel Meyer, Montblanc Services B. V. Swen Grundmann, Montblanc Services B. V. |
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