Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Steinmüller Engineering GmbH
Fabrikstraße 5, 51643 Gummersbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Koichi Hirayama seit 7.4.2025 | Geschäftsführer |
Sabine Becker seit 3.4.2023 | Prokura |
Jürgen Gerhard Trautner seit 30.6.2022 | Prokura |
Stefan Dr. Hamel seit 4.1.2021 | Geschäftsführer |
Lutz Brandau seit 4.1.2021 | Prokura |
Ralf Kriegeskotte seit 16.3.2016 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
IHI Corporation | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steinmüller Engineering GmbHGummersbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlage des Unternehmens Das Unternehmen Steinmüller Engineering GmbH (nachfolgend kurz "SE") hat seinen Sitz in Gummersbach. Die Gesellschaft verfügt über ein breites Portfolio von Prozess-Know-how im Bereich der Energie- und Umwelttechnik und erbringt in diesen Bereichen Engineering-Leistungen sowie Anlagenlieferungen. In Form von Beraterleistungen durch qualifiziertes Ingenieurspersonal und im Rahmen von Teil- und Gesamtlieferungen ist das Unternehmen weltweit tätig, wobei Europa sowie Nord- und Südafrika als Zielmärkte anzusehen sind. Auf Grund der Entwicklung der Marktnachfrage hin zu mehr Turn-Key-Lösungen hat die Gesellschaft die 3 Geschäftsbereiche Air Pollution Control (APC), Heat Transfer (HT) sowie Combustion & Incineration (CI) für die Abwicklung von größeren EPC- Projekten etabliert. Die erforderlichen Fremdlieferungen und Leistungen werden überwiegend in Europa bezogen. Parallel dazu gibt es die Geschäftsbereiche Engineering & Consulting (EC) und After Sales (AS) deren Fokus auf Engineering und anderen Service-Leistungen liegt. SE pflegt, als ein verbundenes Unternehmen der IHI Corporation, Tokio/Japan (nachfolgend kurz "IHI"), eine enge Kooperation mit dem IHI Energie-Geschäftsbereich. Zur Entwicklung von Geschäftsmöglichkeiten im Bereich der Erneuerbaren Energien wurde die Task Force Carbon Solution im Geschäftsjahr 2022 etabliert, die die SE-Aktivitäten im Rahmen des IHI-Group Global Carbon Solution Network koordiniert. Unter "Carbon Solution" sind Produkte und deren Entwicklung zur CO 2 -neutralen zukünftigen Energieinfrastruktur zu verstehen. Dazu zählen unter anderem z.B. die Nutzung regenerativ erzeugter gasförmiger Energieträger, Technologien zur thermischen Energiespeicherung oder Abwärmenutzung aus industriellen Prozessen. Die diesbezüglichen gemeinsamen Aktivitäten von IHI und SE wurden im Geschäftsjahr 2023 deutlich intensiviert. Das Geschäftsjahr 2023 der Gesellschaft, über welches berichtet wird, ist ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr und umfasst den Zeitraum vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 (nachfolgend kurz "2023"). Angaben über zukünftige (z. B. nachfolgend kurz "2024") oder zurückliegende Geschäftsjahre (z. B. nachfolgend kurz "2022") umfassen den entsprechenden Zeitraum. 2. Wirtschaftsbericht Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2023 sind durch Unsicherheiten gekennzeichnet. Neben den geopolitischen Konflikten im mittleren Osten sind die Marktteilnehmer durch die Eskalation der Ukraine-Krise verunsichert. Hinzu kommt ein beschleunigter Strukturwandel im Energiesektor. Diese schwierigen Rahmenbedingungen haben die weltweiten Wertschöpfungsketten belastet und das Wirtschaftswachstum negativ beeinflusst. Zusätzliche Unsicherheiten entstehen durch fehlende oder unklare politische Rahmenbedingungen zur Gestaltung des Energiemarktes in Deutschland. 2.1. Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf Durch den verstärkten politischen Willen, mittelfristig aus der Kohleverstromung auszusteigen, hat sich die Marktsituation im Kohle-Energie-Sektor weiter deutlich verschärft. Die erforderlichen erheblichen Anpassungen des Anlagenbestandes, an den sich ändernden Markt und die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen (Kohleausstieg) haben deutliche strukturelle Veränderungen für SE erfordert, bieten aber auch für das laufende Geschäftsjahr und in den folgenden Jahren ein relevantes Geschäftspotential. Zur Anpassung an diese neuen Marktbedingungen wurde, die im Oktober 2020 etablierte Organisationsstruktur bei SE mit gezieltem Personalumbau weiter vorangetrieben. Getrieben durch die energie- und umweltpolitischen Entscheidungen hat sich die Marktnachfrage im Energieanlagenbau in Deutschland und Europa im Laufe des Geschäftsjahres weiter stabilisiert und entwickelt sich positiv. Durch Verzögerungen in Großprojekten wegen der unsicheren Markrandbedingungen, insbesondere durch die Einflüsse der Ukraine-Krise, wurde nur ein Auftragseingang für SE in Höhe von 49 Mio. EUR erzielt, wovon mehr als 94 % in Europa realisiert wurden. Dieser Auftragseingang lag unterhalb der Planung von 80 Mio. EUR, aber höher als im Geschäftsjahr 2022 (47 Mio. EUR). Insgesamt hat sich die Wirtschaftlichkeit der Projekte für die potenziellen Kunden von SE eher verschlechtert, da die Geschäftsmodelle der Zukunft auf Grund fehlender, politischer Entscheidungen kommerziell nicht belastbar zu bewerten sind. Als Konsequenz wurde eine Reihe von geplanten Großprojekten weiter aufgeschoben. Das Auftragsvolumen außerhalb der Steinmüller Engineering-Zielmärkte lag im Geschäftsjahr 2023 bei einem Anteil von ca. 6 %. Innerhalb dieses Volumens ist das Geschäft mit der IHI Corporation enthalten. Der Rückgang in den angestammten Geschäftsfelder im Kraftwerksbereich konnte durch Aktivitäten in alternativen Produktfeldern teilweise sogar überkompensiert, werden. Weitere Erfolge in diesen alternativen Bereichen, wie zum Beispiel Klärschlammverbrennung, Rauchgasreinigungssysteme für Industrieanlagen, Energiespeichersysteme, Abwärmenutzungssysteme und After Sales Services konnten im Geschäftsjahr 2023 verzeichnet werden. Wie erwartet entwickelten sich die Bereiche Combustion & Incineration (CI) und Air Pollution Control (APC) mit einem Auftragseingang von 9,4 und 27,6 Mio. EUR zu tragenden Säulen des SE- Geschäftes. Trotz der signifikanten Änderungen im Kraftwerkssektor konnte der Auftragseingang im Produktbereich Heat Transfer (HT), insbesondere wegen der Aktivitäten im Segment Wärmetauscher und Apparate für Industrieanlagen auf einem hohen Niveau von 5,8 Mio. EUR stabilisiert werden. Neben der verstärkten Bearbeitung von Turn Key Projekten sind Engineering- und Consultingleistungen ein wesentlicher Bestandteil des SE-Geschäftes. Der Auftragseingang im Geschäftsfeld Engineering & Consulting (EC) lag mit 5,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 im Plan (5,0 Mio. EUR). Nach einem Auftragseingang mit mehr als 1,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 hat sich der AE im Bereich After Sales Services (AS) mit 1,1 Mio. EUR in GJ 2023 stabilisiert. Eine wesentliche Ursache dafür sind verstärkte Vertriebsanstrengungen und die entfallenen Behinderungen durch Corona- Maßnahmen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die umfangreichen gemeinsamen Aktivitäten zur weiteren Entwicklung von zukünftigen Geschäftsfeldern im Bereich der Dekarbonisierung für IHI und SE fortgeführt. In einem fortlaufenden Prozess erfolgt außerdem eine kontinuierliche Harmonisierung der SE Geschäftsgrundlagen mit den IHI-Regularien. 2.2. Lage des Unternehmens 2.2.1. Ertragslage
Der prognostizierte Umsatz von 31,4 Mio. EUR wurde mit 32,6 Mio. EUR leicht übertroffen. Der negative Ertrag (EBIT) und die negative Umsatzrendite sind im Wesentlichen auf die Abrechnungsvorschriften gem. HGB (Contract Completion Method) zurückzuführen. Im Vergleich stellen sich die Eckwerte wie nachfolgend beschrieben dar: Umsatz-, Auftragsbestands- und Ergebnisentwicklung Der Jahresumsatz für das Geschäftsjahr 2023 ist mit ca. 32,6 Mio. EUR (Vorjahr 14,4 Mio. EUR) deutlich höher als im Geschäftsjahr 2022. Der Umsatz verteilt sich mit 8,4 Mio. EUR (25,9%) auf das Ausland und 24,2 Mio. EUR (74,1 %) auf das Inland. Die Eigenleistung (Gesamtleistung abzüglich Fremdleistungen) lag mit 18,3 Mio. EUR (entspricht 37,3 %) über dem Vorjahresniveau mit 11,8 Mio. EUR (entspricht 48,2 %). Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2023 mit 48,8 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (46,6 Mio. EUR). Der Auftragsbestand hat sich um 9,7 Mio. EUR auf 167,5 Mio. EUR erhöht. Das Betriebsergebnis liegt mit rd.-1,0 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr (-6,9 Mio. EUR) und erfüllt die geplanten Erwartungen an das Ergebnis. Die Umsatzrendite (EBIT im Verhältnis zum Umsatz) liegt bei -2,0 % (im Vorjahr. -28,1 %). Materialaufwand und Fremdleistungen Der Materialaufwand hat sich mit 30,8 Mio. EURO gegenüber dem Vorjahr (12,6 Mio. EURO) deutlich erhöht. Insbesondere der Kostenanstieg durch die Inflation seit Beginn der Ukraine Krise hat sich im FY2023 erstmalig signifikant ausgewirkt. Die in den Großaufträgen vereinbarten Preisgleitklauseln haben diese Kostenentwicklungen im Wesentlichen kompensiert. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr (8,4 Mio. EUR) auf 6,2 Mio. EUR reduziert. Die Absenkung ist im Wesentlichen auf die deutliche Reduzierung der Zuführung zu den Gewährleistungsrückstellungen zurückzuführen. 2.2.2. Vermögenslage
Anlagevermögen Die Zugänge im Bereich des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens lagen mit 525 TEUR (Vorjahr 105 TEUR) deutlich unter dem Abschreibungsvolumen von 784 TEUR. Kurzfristige Forderungen Die kurzfristigen Forderungen zum Stichtag 31. März 2024 betrugen 10.752 TEUR (Vorjahr 7.669 TEUR) und betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum 31. März 2024 bestanden Forderungen gegen verbundene Unternehmen (IHI) in Höhe von 621 TEUR (Vorjahr 657 TEUR). Eigenkapital Im FY2023 erfolgte durch Mittelzufuhr des Anteilseigners in Höhe von insgesamt 5.000 TEUR eine Erhöhung der Kapitalrücklage auf 11.000 TEUR. Rückstellungen Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Earn-out-Verpflichtungen und Personalkosten. Wie in den Vorjahren, wurde im Geschäftsjahr 2023 eine Gewährleistungsrückstellung in Höhe von 2% der durchschnittlichen HGB-Umsatzerlöse der letzten 3 Geschäftsjahre gebildet. Kurzfristige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag beinhalten im Wesentlichen die erhaltenen Anzahlungen für zukünftig abzurechnende Aufträge. Wie im Vorjahr (33.114 TEUR) wurde von dem Wahlrecht, erhaltene Anzahlungen per 31. März 2023 auf Vorräte in Höhe von 53.811 TEUR offen von diesen abzusetzen, Gebrauch gemacht. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen hauptsächlich Umsatzsteuerverbindlichkeiten. 2.2.3. Finanzlage Der Gesellschaft stehen zum 31. März 2024 liquide Mittel in Höhe von 33.970 TEUR (Vorjahr 11.145 TEUR) kurzfristig zur Verfügung. Die prognostizierte Liquidität (2,7 Mio. EUR) wurde deutlich überschritten. Im Geschäftsjahr stand ein KfW-Unternehmerkredit zur Verfügung, der zum 31. März 2024 mit 1.125 TEUR valutiert. Überschüssige, liquide Mittel werden in kurzfristige Festgelder angelegt. Neben der Finanzierung aus Eigenkapital erfolgt die Finanzierung der Gesellschaft im Wesentlichen durch erhaltene Anzahlungen der Kunden für begonnene Projekte. Die Zahlungen werden dabei durch Banken in Form von Avalkrediten abgesichert. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die nach internen Vorgaben erstellte Entwicklung der flüssigen Mittel stellt sich wie folgt dar: Entwicklung im Geschäftsjahr (alles in TEUR):
2.2.4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Über die finanziellen Leistungsindikatoren ist zuvor in Verbindung mit der Ertragslage berichtet worden. Die GuV-Planung basiert auf der Umsatzplanung und wird seitens des Controllings hinsichtlich der Kostenentwicklung vervollständigt. Wesentliche Zielgrößen des Unternehmens sind Umsatz, Auftragseingang, EBIT und Liquidität. Im Bereich der nicht finanziellen Leistungsindikatoren spielen in erster Linie Qualitätsaspekte eine Rolle. Qualitätsmanagement und Arbeitsschutz Im Oktober 2022 wurden das jährliche Überwachungsaudit nach ISO 9001:2015 durchgeführt. Diese Zertifizierungen sind bis Anfang 2025 gültig. Im Oktober 2023 fand ein neues Zertifizierungsaudit statt. Das Arbeitsschutz- und Sicherheitsmanagementsystem (AMS) der Steinmüller Engineering GmbH (SE) wurde im April 2021 durch die VBG nach ISO 45001 begutachtet und für positiv bewertet. Die Bescheinigung ist bis 2024 gültig. 2.3. Gesamtaussage Die Ukraine-Krise erschwerte im Geschäftsjahr 2023 nach wie vor die Bedingungen auf dem Beschaffungsmarkt und führte zu unerwarteten Preiserhöhungen. Hierdurch haben sich auch Verzögerungen bei der Durchführung der Projekte ergeben. Den Umsatzerlösen stehen überproportional gestiegene Aufwendungen für die Projektabwicklung gegenüber. Dadurch blieben im Berichtszeitraum sowohl das EBIT als auch die Umsatzrendite hinter den Erwartungen zurück und führten zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 474 TEUR. Dem entgegen, konnte die Liquidität mit 33.970 TEUR gegenüber der Planung (2.700 TEUR) deutlich verbessert werden. Wie bereits im Vorjahr erwähnt, haben sich die Geschäftsaktivitäten der SE auf den europäischen Markt konzentriert, jedoch lag der erzielte Auftragseingang unter den Vorgaben und der Prognose. Das Auftragsbuch gewährleistet trotzdem eine volle Auslastung der Engineering-Kapazitäten für das Geschäftsjahr 2024. Die Geschäftsführung beurteilt das Geschäftsjahr insgesamt als zufriedenstellend. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 3.1. Prognosebericht Für SE ist im Geschäftsjahr 2024 aufgrund eines guten Auftragsbestands und eines sehr hohen Angebotsvolumens ein höherer Umsatz zu erwarten. Die hohe Liquidität wird sich im Laufe des kommenden Geschäftsjahres 2024 leicht reduzieren; ein solider Bestand an Liquidität wird aber gewährleistet sein. Aufgrund der langlaufenden Verträge ist auch im Geschäftsjahr 2024 ein negatives Ergebnis zu erwarten. Insgesamt wird die geschäftliche Entwicklung zu einem positiven EBIT führen; erwartet wird dies bereits für das Geschäftsjahr 2025. Im Wesentlichen wird die Entwicklung aber von der Erholung der Märkte nach den Turbulenzen durch die Corona-Schutzmaßnahmen sowie den Einflüssen der Ukraine-Krise beeinflusst. Ein wesentlicher Faktor sind dabei immer noch Verzögerungen in Folge unterbrochener Lieferketten. Die Ukraine-Krise und die damit verbundenen Sanktionen werden die wirtschaftliche Gesamtentwicklung in Europa und das politische Umfeld auch im kommenden Geschäftsjahr beeinträchtigen. Um diese Einflüsse zu reduzieren, werden intensive Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten zur Risikominimierung weiterhin erforderlich sein. Gleichzeitig sollen die Aktivitäten in den Bereichen Consulting und After Sales Services, sowie der Task Force Carbon Solution zur weiteren Verstetigung der Geschäftsentwicklung und zur Risikoreduzierung kontinuierlich ausgeweitet werden. Dabei ist nach unserer Einschätzung ein hohes Marktpotential für unsere angestammten Produkte im Bereich von Turn Key Lösungen für mittlere und kleinere Einheiten zu erkennen. Das wird dazu führen, dass kaum noch größere Engineering Pakete beauftragt werden und mehr und mehr EP- und EPC-Aufträge gebucht werden. Die weitere Optimierung der Firmenorganisation orientiert sich an der massiven Verschiebung der Auftragsstruktur von kohlebasierten Aktivitäten zu alternativen Tätigkeitsfeldern, und stellt eine gute Grundlage zur Ausweitung dieses Geschäftes dar. Es ist geplant, den Auftragseingang auf der Basis dieser geänderten Marktsituation und der erwarteten Auftragsstruktur sowie den Effekten aus der Kooperation mit IHI für das Geschäftsjahr 2023 und folgende trotz schwieriger Marktrandbedingungen bei 80 bis 100 Mio. EUR zu konsolidieren. Hierbei kommt auf Grund des gesetzlichen Ausbringungsverbot von Klärschlämmen der Erstellung von Klärschlammverbrennungsanlagen eine tragende Bedeutung zu. Um die vorhandenen Kapazitäten effektiv auslasten zu können, ist dieses Auftragsvolumen bei steigendem Lieferanteil notwendig. Mit der Konsolidierung der lokalen Entity in Marokko soll die Höhe der Umsatzerlöse in der Region Nordafrika in den nächsten Jahren auf einem Niveau von 5 - 10 Mio. EUR stabilisiert werden. Die positive Entwicklung der Bereiche sich die Bereiche Combustion & Incineration (CI) und Air Pollution Control (APC) wird sich auch in den folgenden Jahren fortsetzen, da in den Bereichen Incineration und Rauchgasreinigung eine hohe Marktnachfrage und eine solide SE-Produktbasis mit Referenzen besteht. Ein Ausbau des Heat Transfer (HT)-Geschäftes ist in den nächsten Jahren hauptsächlich in den Bereichen der Abwärmenutzung und thermische Speicherung zu erwarten. Grundvoraussetzung dafür bleibt die zügige Umsetzung der erforderlichen politischen Rahmenbedingungen. Wir erwarten, dass sich die positive Entwicklung der Bereiche Combustion & Incineration (CI) and Air Pollution Control (APC) auch in den folgenden Jahren fortsetzen wird, da in den Bereichen CI und APC eine hohe Marktnachfrage und eine solide SE-Produktbasis mit Referenzen besteht. Der Auftragseingang im Geschäftsfeld Engineering & Consulting (EC) soll in den nächsten Geschäftsjahren auf deutlich über 10 Mio. Euro gesteigert werden. Durch eine gezielte Verstärkung unseres AS-Teams für Europa soll der Auftragseingang im Aftersales in den nächsten Jahren deutlich auf mehr als 5 Mio. EUR gesteigert werden. Die After Sales Geschäftsaktivitäten in Nordafrika sollen in den nächsten 2-3 Jahren auf deutlich größer als 5 Mio. EUR gesteigert werden. Trotz der geopolitischen Lage und die zusätzlichen Belastungen durch die Umstrukturierung der Geschäftsgrundlage soll die Ertragslage bei einer Umsatzrendite um 5 % konsolidiert werden. In den folgenden Geschäftsjahren ist es das Ziel, die Umsatzrendite abhängig von den politischen Randbedingungen kontinuierlich wieder zu verbessen, mit einem Ziel von 7 % bis 8 %. Eine adäquate leicht verbesserte Liquiditätsentwicklung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Personalstammes werden dazu parallel angestrebt. Dabei soll, trotz tendenziell geringerer Margen, durch Verbesserungen im Projekt- und Risikomanagement eine solide Ertragsqualität gewährleistet bleiben. Einen bestimmenden Einfluss werden die Entwicklung der Ukraine-Krise sowie politische Entscheidungen zur Gestaltung des Energiemarktes in Deutschland und Europa haben. 3.2. Risikobericht Die Risiken aus der Geschäftstätigkeit sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht kleiner geworden. Die Risiken aus den komplexen technischen und organisatorischen Projektstrukturen, die globalen Faktoren wie die Ukraine-Krise, verbunden mit Embargo- und Sanktionsmaßnahmen und die schwelenden Handelskonflikte werden auch in den folgenden Jahren massiven Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben. Die nicht planbaren politischen Maßnahmen und Einflüsse auf die Lieferketten können dazu führen, dass die Auftragsabwicklung zumindest zeitweise unterbrochen wird und dass starke Verzögerungen eintreten. Mögliche wirtschaftliche Auswirkungen können nur schwer abgeschätzt werden. Somit ist es erforderlich, praktisch über die gesamte Prozesskette der Leistungserbringung eine zusätzliche, intensive Überwachung und kontinuierliche Prüfung der jeweiligen aktuellen Situation vorzunehmen. Die Gesellschaft hat hierfür unterschiedliche Ansätze entwickelt und in einer umfangreichen Risikomatrix zusammengefasst. Projektrisiken Durch unser Geschäftsmodell unterliegt die Steinmüller Engineering GmbH den klassischen Risiken im Projektgeschäft. Diese sind im Wesentlichen Kalkulations-, Kredit- sowie technische und organisatorische Ausführungsrisiken. Insbesondere bei Großprojekten haben diese Risiken aufgrund ihrer enormen finanziellen Tragweite bei Eintritt im schlimmsten Fall bestandsgefährdenden Charakter für die Gesellschaft. Dem entsprechend unternimmt die Steinmüller Engineering GmbH große Anstrengungen in der Projektüberwachung über den gesamten Zeitraum von Angebotsstellung bis hin zur vollständigen Fertigstellung der Anlagen. Ein systematisch geführter Freigabeprozess von Angeboten dient dabei der Limitierung von Risiken im Akquisitionsstadium, speziell für Projekte auf EPC-Basis. Für Projekte mit großem Auftragsvolumen (> 5 Mio. EUR) oder erhöhtem Risikopotential (hohes technisches Risiko, höheres Haftungs- und/oder Finanzrisiko) wird eine detaillierte Risikoanalyse im Rahmen eines Risikoworkshops realisiert. In der Phase der Abwicklung von Aufträgen werden regelmäßig Projektstatussitzungen durchgeführt, um zeitnah auf sich verändernde Risiken reagieren zu können. Besonders für Aufträge mit Lieferanteil erfolgt eine verstärkte Überwachung der Lieferanten bzgl. Qualität und Termine. Bei Projekten mit einem Volumen von mehr als 10 Mio. EUR, einem besonderen finanziellen Risiko oder der Erstanwendung neuer Technologien ist nach der SE-internen Freigabe ein Approval durch das SE-Control Board erforderlich. Eine größere Bedeutung wird der Absicherung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beigemessen. Hier werden schon sehr frühzeitig Überlegungen angestellt und bereits im Vertrag verankert (Letter of Credit, indirekte Garantien, Ausfalldeckung). Darüber hinaus ist ein wesentlicher Baustein der Finanzierung der Projekte die geleisteten Anzahlungen unserer Kunden. Diese werden mittels Avalkredite/Bürgschaften durch Banken abgesichert. Da in der Zukunft erwartet werden kann, dass die von der Gesellschaft benötigten finanziellen Mittel (Bürgschaftsvolumen) für die Finanzierung von Großprojekten stark ansteigen, ist SE in Gesprächen mit Banken, Versicherungsinstituten und dem Mutterkonzern IHI, um die dafür erforderlichen finanziellen Mittel über den Finanzmarkt bereitzustellen. Embargo- / Sanktionsrisiken Das bestehende Exportkontrollverfahren wird unter Anwendung der laufend aktualisierten, offiziellen Portale (Außenwirtschaftsportal des Bundesanzeiger Verlages und Justizportal des Bundes) durchgeführt; und zwar beginnend mit Eingang der Anfrage / Beginn der Akquise. Vor Angebotsabgabe bzw. Lieferung / Leistung werden Aktualisierungen durchgeführt und ggfs. entsprechende Maßnahmen veranlasst (Einholung / Aktualisierung / Abklärung von Ausfuhrgenehmigungen, ggfs. Liefer- / Leistungsstopp). Diese Prüfungen werden mit den implementierten Prüfungen der eher klassischen Projektrisiken verzahnt und durchgeführt. Im Jahresrhythmus werden Schulungen durch externe Experten durchgeführt, um mit der aktuellen Gesetzeslage Schritt zu halten. IT-Risiken Die zunehmende Vernetzung sowie der ständig wachsende Datenaustausch mit Kunden und Lieferanten erfordert immer größere Aufmerksamkeit im Hinblick auf Datensicherheit und Schutz vor unberechtigtem Zugriff. Diese kontinuierliche Herausforderung kann neben den üblichen Hard- und Software-Maßnahmen nur durch Einschaltung externer Beratungs- und Servicedienstleister bewältigt werden. Unabdingbar sind allerdings die ständige Prüfung und gegebenenfalls Verbesserung der Abläufe und Methoden. Eine Überprüfung auf möglichen Verbesserungsbedarf erfolgt auch im Rahmen der jährlichen Audits/Abstimmungen durch IHI. Im Geschäftsjahr 2022 wurde SE in der globalen Cyber-Versicherung der IHI eingebunden, um eventuelle Schadensfälle zumindest finanziell abzufedern. Kursrisiken Zur Absicherung von Wechselkursschwankungen werden in Fremdwährung fakturierte Auslandsgeschäfte durch Devisentermingeschäfte (für den Fremdwährungsüberhang) abgesichert. Verbindliche Richtlinien regeln Nutzung, getrennte Kontrolle und Verantwortlichkeiten. Voraussetzung für Devisentermingeschäfte ist die Bindung an zugrunde liegende Basisgeschäfte und die daraus folgende Absicherung von Risiken. Am Bilanzstichtag gab es keine Devisentermingeschäfte. Personalbereitstellung SE unternimmt kontinuierlich erhebliche Anstrengungen, qualifiziertes Personal im Unternehmen zu halten bzw. bei Bedarf neu einzustellen. SE bietet den Mitarbeitern umfangreiche, zum Teil sogar individuelle Weiterbildungsmaßnahmen an, bindet sie bewusst in die internen Entscheidungsprozesse ein und überträgt ihnen verantwortliche Aufgaben. Darüber hinaus wird Elternteilzeit flexibel gehandhabt und Kinderbetreuung in einer gemeinsam mit der Stadt Gummersbach betriebenen Tagesstätte in unmittelbarer Nähe zum Firmensitz angeboten. Ergänzend dazu wird eine für die Mitarbeiter kostenfreie Betriebs-Zusatz-Krankenversicherung angeboten. Die qualifizierte Nachbesetzung von Fachexperten stellt unter den gegenwärtigen Markbedingungen eine große Herausforderung dar. Um diese zu bewältigen, werden verschiedenste Vermittlungsdienstleistung in Anspruch genommen. Großer Wert wird auf die Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten gelegt. Die Beschäftigung von Werkstudenten, die Unterstützung bei Abschlussarbeiten und die jährliche Auslobung von Engineering-Wettbewerben seien hier beispielhaft erwähnt. Die technische und kaufmännische Ausbildung hat ebenfalls einen hohen Stellenwert und wird intensiv unterstützt. Auszubildende von SE erreichen durchweg sehr gute Ergebnisse in den Abschlussprüfungen. Nach verschiedenen Einzelvereinbarungen in den letzten Jahren werden seit 2021 Arbeitszeitkontenmodelle für alle Mitarbeiter angeboten. Die Rahmenbedingungen dafür wurden im Geschäftsjahr 2021 definiert. 3.3. Chancenbericht Trotz der schwierigen Marktsituation aufgrund der geopolitischen Situation, die durch weitgehend schwer kalkulierbare politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen geprägt ist, hat SE nach unserer Einschätzung eine gute technische Basis für eine weitere Geschäftskonsolidierung im Geschäftsjahr 2024. Insbesondere in den Geschäftsfeldern Klärschlammverbrennung und Rauchgasreinigung bestehen für SE als etablierter Lieferant sehr gute Geschäftsmöglichkeiten, da es in diesen Bereichen eine hohe Marktnachfrage gibt. Dabei sind nach unserer Einschätzung die starke Position der SE im europäischen Markt sowie die internationale Ausrichtung der Aktivitäten wesentliche Faktoren. Die Restrukturierung des europäischen Energiemarktes auf der Basis von Solar-, Wind- und Bioenergie bieten nach unserer Einschätzung besondere Chancen zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder von SE. SE bringt in diese neuen Geschäftsfelder das vorhandene Know-how ein, um thermische Speicherverfahren, Nutzung von Abwärme und spezielle Verbrennungssysteme weiterzuentwickeln. Hier umfassen die Aktivitäten die Beteiligung an staatlich geförderten Forschungsvorhaben und eigene Entwicklungsvorhaben. Durch die Zusammenarbeit und Kooperation bei Entwicklungen von SE mit IHI bieten sich unserer Ansicht nach sowohl in den angestammten SE-Marktregionen Europa und Südafrika als auch in den typischen IHI Märkten, insbesondere in Asien, zusätzliche Geschäftsoptionen. Diese werden im Rahmen des Carbon Solution Network der IHI-Gruppe gezielt weiterentwickelt. Das breite Produktportfolio bietet nach unserer Einschätzung eine gute Basis für ein weiteres kontinuierliches und solides Wachstum der SE Geschäftsaktivitäten. Die in Bearbeitung befindlichen Angebotsprojekte bieten zudem die Chance, den Auftragseingang bei 80 bis 100 Mio. EUR pro Jahr zu stabilisieren, sowie die verschiedenen Produktbereiche parallel zu entwickeln. Die in den letzten Jahren begonnene Konsolidierung der Know-how Basis durch gezielte Konsolidierung des Personalstammes mit jungen, gut qualifizierten Hochschulabsolventen und berufserfahrenen Experten für spezielle Tätigkeitsfelder ist auch im neuen Geschäftsjahr eine wichtige Voraussetzung für die weitere Entwicklung der SE. Die erhöhte Dynamik beim Umbau der Energieinfrastruktur sowie die Verschiebung von Projekten auf Grund der Turbulenzen durch die Ukraine-Krise lassen eine erhöhte Nachfrage in den nächsten Jahren erwarten. 4. Sonstige Angaben Forschung und Entwicklung (F&E) Die aufgewendeten F&E Mittel dienen im Wesentlichen der Verbesserung von Produkten und Designgrundlagen, der Steigerung der Produktqualität und Wettbewerbsfähigkeit sowie der Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Teilweise werden solche Tätigkeiten im Rahmen der Abwicklung von Aufträgen durchgeführt. Die eigenen F&E-Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 405 TEUR. Die CS- Aktivitäten mit Unterstützung von IHI wurden mit einer Auftragssumme von 344,8 TEUR abgerechnet; die zuzuordnenden angefallenen Kosten belaufen sich auf 302,9 TEUR. Diese Aktivitäten beinhalten die Entwicklung von Konzepten im Rahmen der Umgestaltung der Energieinfrastruktur. Die Entwicklungsaktivitäten werden in vertiefter Kooperation mit der IHI abgestimmt und intensiviert, um die vorhandenen Entwicklungspotentiale besser zu nutzen. Zweigniederlassung in Südafrika Mit Registrierung vom 27. März 2015 wurde eine Zweigniederlassung mit Sitz in Woodmead Sandton etabliert. Seit dem 1. Juli 2015 ist die Gesellschaft operativ im Bereich Consulting, Engineering und Supervision tätig. Im Geschäftsjahr 2023 sind nur sehr beschränkte Geschäftsaktivitäten realisiert worden. Auf Grund der politischen Situation in Südafrika und der finanziellen Lage des Hauptkunden Eskom sind im Geschäftsjahr 2024 ebenfalls nur geringe Umsätze in Südafrika zu erwarten. Tochtergesellschaft in Marokko Mit Registrierung vom 3. Dezember 2020 wurde eine Tochtergesellschaft unter dem Firmennamen "Steinmüller Engineering North Africa Sarl.au" mit Sitz in Casablanca gegründet. Die Gesellschaft ist operativ in den Bereichen Consulting, Maintenance und Supervision tätig. Zur Sicherung der Geschäftstätigkeit wurde das Stammkapital der Firma von 9 auf 305 TEURO erhöht. Gegenwärtig sind 4 Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert; der wesentliche Grund für die eingeschränkte Geschäftstätigkeit im Vorjahr lag in den Corona-Schutzmaßnahmen in Marokko und letztlich auch in Deutschland. Das Geschäft mit der Eskom in Südafrika ist im Geschäftsjahr 2023 auf geringem Niveau verharrt. Die Situation in Südafrika bleibt wegen der politischen und finanziellen Situation des Landes und unseres Hauptkunden Eskom auch in den folgenden Geschäftsjahren schwierig. Aufgrund der Infrastruktur und des vorhandenen Bedarfs an Leistungen, die SE erbringen kann, bleibt das südliche Afrika trotzdem auch weiterhin ein Zielmarkt für die mittelfristige Entwicklung. Das Geschäft im nördlichen Afrika entwickelte sich im GJ 2023 entsprechend den Erwartungen.
Gummersbach, 17. Mai 2024 gez. Dr. Stefan Hamel gez. Yoshitomo Okuma gez. Dr. Hans-Ulrich Thierbach Bilanz zum 31.März 2024Steinmüller Engineering GmbH, GummersbachAktiva
Passiva
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024Steinmüller Engineering GmbH, Gummersbach
Für die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Steinmüller Engineering GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) unter Beachtung der Bestimmungen des GmbH- Gesetzes aufgestellt worden. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert zum Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Gummersbach und ist beim Amtsgericht in Köln unter HRB 50957 eingetragen. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Steinmüller Engineering GmbH hat im Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von 993 TEUR vor Zinsen und Steuern erwirtschaftet. Das Stammkapital ist aufgrund der Entwicklung der Vorjahre immer noch angegriffen. Grund für die Ergebnissituation ist die im Geschäftsjahr 2020 begonnene Neuausrichtung des Unternehmens als Anlagenbauer, insbesondere im Bereich Klärschlammverbrennung und Rauchgasreinigung, in Kombination mit der im Anlagenbau vorherrschenden hohen Kapitalumschlagsdauer, welche auf die langen Projektlaufzeiten zurückzuführend ist. Wir rechnen auch im Geschäftsjahr 2024 (-2,0 Mio. EUR) mit einem negativen EBT. Nach einem weitestgehend ausgeglichenen Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 (0 TEUR), planen wir mit dem Abschluss unseres Großprojektes Vera II im Geschäftsjahr 2026 ein EBT von +10.200 TEUR zu erwirtschaften. Die Unternehmensfortführung wird neben unserer positiven Zukunftsperspektive auch durch das finanzielle Engagement unseres Gesellschafters IHI Corporation gestützt, welcher neben der bisher zugeführten Mittel im April 2023 eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von 3,0 Mio. EUR und eine dritte Zahlung in Höhe von 2,0 Mio. EUR für Februar 2024 tätigte. Unser Geschäftsmodell sieht dabei außerdem vor, dass ein Großteil der Zahlungen, welche für Projektabwicklung notwendig sind, in Form von Anzahlungen unserer Kunden bereits vor vollständigem Projektabschluss geleistet werden. Diese Zahlungen werden größtenteils durch Bankbürgschaften/Avalkredite abgesichert. Die Gesellschaft ist somit ausreichend liquide, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Die Gesellschaft hat nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert und bewertet. Ergänzend zu diesen Regelungen finden die Regelungen des GmbH-Gesetzes entsprechende Anwendung. Die Ausübung der Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte erfolgt unverändert zum Vorjahresabschluss. Wie im Vorjahr wurde von dem Wahlrecht, Anzahlungen auf Vorräte offen von diesen abzusetzen, Gebrauch gemacht. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung der erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Anschaffungskosten beinhalten auch die Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Diese erfolgen bei Zugängen pro rata temporis. Bei der Bemessung der Abschreibungen wurde für immaterielle Vermögensgegenstände eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren und bei den Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens von drei bis 13 Jahren zu Grunde gelegt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird, da eine verlässliche Schätzung der Nutzungsdauer nicht möglich war, über die gesetzlich vorgesehene Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst. Die Vorräte (unfertige Leistungen) werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten inklusiv der entsprechenden aktivierungspflichtigen Gemeinkosten sowie der Gebühren für die Bereitstellung der Avalkredite/Bankbürgschaften (Finanzierungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurde ein Beschäftigungsgrad von 87% zugrunde gelegt. Verwaltungskosten und Kosten der Auftragserlangung werden nicht aktiviert. Zu erwartende Verluste aus zukünftigen Abrechnungen werden aktivisch von den bis zum Bilanzstichtag gebuchten Herstellungskosten abgesetzt. Zu erwartende Nachlaufkosten für bereits abgerechnete Aufträge werden als Rückstellung berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Für allgemeine Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von rd. 1 % gebildet. Für Gewährleistungsrisiken wurde im Geschäftsjahr eine Pauschalrückstellung i. H. von 2% vom Umsatz gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Auf die saldierten Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen wurden aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB gebildet. Bei der Ermittlung wurde der durchschnittliche unternehmensindividuelle Steuersatz von 32,46 % angewandt. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem diesem Anhang beigefügte Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Zum Finanzanlagevermögen: Es handelt sich um ein 100%iges Tochterunternehmen In Marokko, die Steinmüller Engineering North Africa Sarl.au mit Sitz in Casablanca und einem Eigenkapital einschl. Rücklagen von 4.111 TDirham (etwa 380 TEUR). Im letzten Geschäftsjahr (31.03.2023) hat das Unternehmen einen Gewinn von etwa 72 TEUR erwirtschaftet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 882 TEUR (im Vorjahr 657 TEUR). Kassenbestand, Bankguthaben, Schecks Die bei den Banken geführten Festgeldkonten (29.000 TEUR) haben eine Restlaufzeit von 6 bis 12 Wochen. Darüber hinaus dient ein bei der Deutschen Bank hinterlegtes Guthaben (38 TEUR) als Mietsicherheit und unterliegt damit einer Verfügungsbeschränkung. Aktive latente Steuern Im Jahresabschluss sind aktive latente Steuern sowie passive latente Steuern wie folgt enthalten:
Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gem. 274 Abs. 1 HGB miteinander verrechnet. In Höhe der bilanzierten aktiven latenten Steuern (657 TEUR) besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 2 HGB. Eigenkapital Die im Handelsregister eingetragene Haftungssumme beträgt 3.000 TEUR (im Vorjahr ebenfalls 3.000 TEUR). Darüber hinaus wurde durch Mittelzufuhr von IHI eine Kapitalrücklage von 11.000 TEUR gebildet. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen eine Rückstellung aus einer Earn-Out- Verpflichtung, Rückstellungen für Nachlaufkosten zu abgerechneten Aufträgen, Gewährleistung sowie Personalkosten (Sonderzahlungen, Resturlaub, Beiträge zur Berufsgenossenschaft). Die von der Gesellschaft gebildeten Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen bzw. Erfüllungsrückstand "Sabbatical" mit einem Erfüllungsbetrag von 147 TEUR wurden mit den Aktivwerten (Zeitwert) der Ansprüche aus einem Contractual Trust Arrangement-Guthaben (Planvermögen) von insgesamt 147 TEUR verrechnet. Daraus resultiert eine Unterdeckung von O TEUR. Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten Bei den zum Bilanzstichtag gegenüber verbundenen Unternehmen bestehenden Verbindlichkeiten in Höhe von 1.261 TEUR (im Vorjahr 1.372 TEUR) handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten.
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse macht die Gesellschaft von der Erleichterung des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 2.130 TEUR (im Vorjahr 3.009 TEUR). Darin enthalten sind die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.695 TEUR. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 4 TEUR (im Vorjahr Aufwendungen in Höhe von 25 TEUR). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 6.212 TEUR (im Vorjahr 8.354 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus dem normalen Geschäftsbetrieb in Höhe von 4.956 TEUR. Darüber hinaus sind in der Position Auftragssonderkosten in Höhe von 903 TEUR enthalten. Außerdem sind In der Position Währungskursverluste in Höhe von 9 TEUR (im Vorjahr 82 TEUR) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon an verbundene Unternehmen: Unter den Zinsaufwendungen werden im Wesentlichen die Avalprovisionen in Höhe von 459 TEUR (Vorjahr: 422 TEUR) ausgewiesen. E. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt insgesamt 141 und verteilt sich auf folgende Gruppen:
Die Mitarbeiter der Gesellschaft befanden sich während des Geschäftsjahres größtenteils in einem Vollzeitarbeitsverhältnis. Bezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft hat Leasingverträge über Fahrzeuge und Kopiergeräte abgeschlossen. Die sich daraus ergebenden Verpflichtungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 70 TEUR (im Vorjahr 80 TEUR) bei Rest- Leasinglaufzeiten von zumeist 8 Monaten. Vorteil/ Zweck: Schonung der Liquidität. Risiko: Verpflichtung zur Leasingzahlung bis zum Ende der Laufzeit des Leasingvertrages, auch wenn eine Weiternutzung des Leasinggegenstandes nicht mehr gewünscht wäre. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die aus Miet- und Leasingverträgen bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen:
Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:
Beirat Die Gesellschaft verfügt über einen Beirat, dem zum 31.03.2024 folgende Herren angehörten:
Konzernverhältnisse Die Steinmüller Engineering GmbH gehört zu 100 % der IHI Corporation, Tokyo, Japan. Die IHI Corporation erstellt den Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsnormen sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen in den die Steinmüller Engineering GmbH einbezogen wird. Konzernabschluss und Konzernlagebericht des obersten Mutterunternehmens werden in englischer Sprache auf der Homepage der IHI Corporation offengelegt. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Gummersbach, den 17. Mai 2024 gez. Yoshitomo Okuma gez. Dr. Hans-Ulrich Thierbach gez. Dr. Stefan Hamel ANLAGENSPIEGEL für das Geschäftsjahr 2023/2024Steinmüller Engineering GmbH, Gummersbach
Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Steinmüller Engineering GmbH, Gummersbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Steinmüller Engineering GmbH, Gummersbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.03.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.04.2023 bis zum 31.03.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Steinmüller Engineering GmbH, Gummersbach, für das Geschäftsjahr vom 1.04.2023 bis zum 31.03.2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gummersbach, 17. Mai 2024 dhpg
Audit GmbH
gez. Stamm, Wirtschaftsprüfer gez. Diefenbach, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. März 2024 erfolgte durch die Gesellschafterversammlung am 09.08.2024. |
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