PSD Bank Rhein-Ruhr eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf GnR 470
Vorher
PSD Bank Düsseldorf eG
Eingetragen
12.5.1999
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten sowie der Erwerb und die Veräußerung, die Vermietung, Verpachtung und die Verwaltung von Immobilien; i) Die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Immobilien, Versicherungen und Reisen; j) die Durchführung aller nach dem Pfandbriefgesetz zulässigen Geschäfte. Der Geschäftsbetrieb kann auf Nichtmitglieder ausgeweitet werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Schnäpp
seit 14.5.2025
Prokura
Anne Schaefer
seit 22.4.2024
Vorstandsmitglied
Kai-Uwe Kochalski
seit 26.1.2021
Prokura
Stephan Dr. Schmitz
seit 18.12.2009
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
14.78%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PSD Bank Rhein-Ruhr eG

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die PSD Bank Rhein-Ruhr eG ist eine eingetragene Genossenschaft, die der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen ist.

Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Wir verstehen uns als beratende Direktbank und vertreiben standardisierte Bankprodukte des Privatkundengeschäftes, die durch Produkte unserer Kooperationspartner ergänzt werden. Unsere Vertriebswege und Kontaktkanäle sind das Telefon, das Internet, Vermittler, Internetplattformen sowie Präsenzberatungen an den Standorten Düsseldorf und Dortmund. Der geschäftliche Schwerpunkt konzentriert sich auf diese zwei Standorte sowie die umliegenden Regionen des Niederrheins, des Ruhrgebietes und des Sieger- und Sauerlandes.

Als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts- , Ertrags- und Risikosteuerung betreibt die PSD Bank Rhein-Ruhr eG Eigengeschäfte.

Organe sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Die für das Verständnis der Analyse unseres Geschäftsverlaufs und unserer wirtschaftlichen Lage maßgeblichen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr haben sich wie folgt entwickelt:

Im Jahr 2023 beeinträchtigten der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die Spätfolgen der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+ 1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023. Der Preisauftrieb blieb damit weiterhin ausgesprochen hoch.

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptfinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 % gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte ähnlich der US-Notenbank Fed an, es so lange aufrecht erhalten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2 % wieder erreiche.

Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Kurserholung von Staatsanleihen. In der Folge fielen die Renditen. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. Dieses Auf und Ab setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort. Im Vorfeld der geldpolitischen Sitzungen der Notenbanken stiegen oder fielen die Renditen teils deutlich. Im Nachgang der Sitzungen setzte in der Regel eine gegenläufige Korrektur ein. Gleiches galt für neue Inflationszahlen aus den USA oder Europa. Bis Ende September tendierten die Renditen dabei aufwärts und die Kurse abwärts. Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich, wodurch die zugehörigen Renditen sanken. Die zehnjährige Bundesanleihe, die sich zu Jahresbeginn auf 2,56 % belief, erbrachte zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang.

Im Geschäftsjahr 2023 steigerten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken und genossenschaftlichen Spezialinstitute den voraussichtlichen Jahresüberschuss vor Steuern um 6,2 Milliarden Euro auf 10,7 Milliarden Euro. Die Kreditbestände wuchsen im Berichtszeitraum um 2,6 %, die Kundeneinlagen blieben mit einem Minus von 0,2 % nahezu konstant. Der Zins- und der Provisionsüberschuss verbesserten sich, und zwar der Zinsüberschuss um 15,4 % und der Provisionsüberschuss um 4,3 %.

Die PSD Banken blieben auch im Jahr 2023 auf Wachstumskurs. Die addierte Bilanzsumme der 12 Banken stieg um 155 Mio. Euro (oder 0,6 %) auf insgesamt 27,2 Milliarden Euro.


II.2 Leistungsindikatoren

Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

- Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses nach Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE nach Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE nach Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftswachstum, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Die finanzielle Leistungskennzahl Betriebsergebnis nach Bewertung stimmt mit dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Betrag überein.

- Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost- Income-Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen inklusive der Abschreibungen für Anlagegüter (AfA) zum Zins- und Provisionsergebnis (inkl. laufender Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren) sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren bleiben unberücksichtigt.

- Die Ertragskraft der Bank ermitteln wir durch die Zins- und Provisionsspanne, die sich aus dem Zinsüberschuss, den laufenden Erträgen aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren und dem Provisionsergebnis in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme ergibt.

- Die Begrenzung von Kostensteigerungen steuern wir über die Bruttobedarfsspanne, die die Verwaltungsaufwendungen inklusive der Abschreibungen für Anlagegüter (AfA) in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme stellt.

- Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR (Kernkapital des Instituts in Prozent des Gesamtrisikobetrags).

In den nächsten Abschnitten des Lageberichts wird auf deren Entwicklung bei der Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Genossenschaft sowie im Rahmen des Prognoseberichts eingegangen.

Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

- Unser Betriebsergebnis nach Bewertung verbesserte sich von 12,5 Mio. Euro auf 23,8 Mio. Euro. Die Rentabilitätskennzahl BE nach Bewertung/dBS stieg im Vorjahresvergleich von 0,30 % auf 0,55 %.

- Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 60 % (Vorjahr: 54 %).

- Die Zins- und Provisionsspanne verbesserte sich von 1,29 % auf 1,32 %.

- Die Bruttobedarfsspanne erhöhte sich von 0,79 % auf 0,80 %.

- Die Kernkapitalquote belief sich auf 14,0 % und sank somit um 0,4 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr.

Nach dem stark durch zinsinduzierte Belastungen des Bewertungsergebnisses der Wertpapiere in der Liquiditätsreserve belasteten Betriebsergebnis nach Bewertung des Vorjahres trat in diesem Jahr insbesondere durch ebenfalls zinsinduzierte Wertaufholungseffekte eine deutliche Verbesserung des Betriebsergebnisses nach Bewertung sowie der Rentabilitätskennzahl BE nach Bewertung/dBS ein. Bei beiden Kennziffern wurden die Planwerte übertroffen.

Die Cost-Income-Ratio (CIR) entwickelte sich negativ und übertraf dennoch die Planannahmen. Die Verschlechterung resultiert aus einem Einmaleffekt hoher sonstiger Erträge aufgrund der Auflösung einer Drohverlustrückstellung im Vorjahr.

Bei der Zins- und Provisionsspanne ist u.a. aufgrund der Zinsentwicklung eine Verbesserung eingetreten. Die Quote liegt oberhalb des Planansatzes.

Die Bruttobedarfsspanne hat sich im Umfeld einer hohen Inflationsrate leicht und innerhalb der Planannahmen erhöht.

Aufgrund der hohen Belastungen aus den Bewertungen der Wertpapiere im Vorjahr konnten lediglich reduzierte Zuführungen aus dem Gewinn zu Gunsten des Kernkapitals der Bank vorgenommen werden. Hierdurch reduzierte sich die Kernkapitalquote überplanmäßig.

Das Wachstum im Kundenkreditgeschäft übertraf unsere Erwartungen aus der Prognose des Vorjahres.

Unser Wachstumsziel bei den bankeigenen Wertpapieranlagen wurde aufgrund verzögerter Kapitalabrufe aus Fonds geringfügig unterschritten.

Durch eine erhöhte Zinssensitivität und Wechselbereitschaft sind die Kundeneinlagen außerplanmäßig um 1,25 % zurückgegangen.

Das Dienstleistungsgeschäft mit unseren Kunden blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant und konnte nicht wie prognostiziert ausgebaut werden. Ursache hierfür waren ein verändertes Kundenverhalten aufgrund des veränderten Zinsumfeldes sowie die verzögerte Umsetzung geplanter Preisanpassungen.


II.3 Geschäftsverlauf der PSD Bank Rhein-Ruhr eG

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Bilanzsumme 4.323.158 4.274.318 + 48.840 1,1
Außerbilanzielle Geschäfte 953.236 876.663 + 76.573 8,7

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 4.323 Mio. Euro. Maßgeblich hierfür waren insbesondere die Ausweitung des Kundenkreditgeschäftes sowie der Ausbau der Investitionen in nicht zinsabhängige Fonds.

Die außerbilanziellen Geschäfte, die sich aus Eventualverbindlichkeiten in Form von Bürgschaften in Höhe von 364 TEUR sowie aus anderen Verpflichtungen in Höhe von 197.872 TEUR und derivativen Geschäften in Höhe von nominell 755.000 TEUR zusammensetzen, liegen oberhalb des Vorjahresniveaus, da zusätzliche Derivate zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos abgeschlossen wurden.

Aktivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Kundenforderungen 3.356.415 3.272.719 + 83.696 2,6
Wertpapiere 803.488 717.721 + 85.767 11,9
Forderungen an Kreditinstitute 87.702 206.257 - 118.555 57,5

In der Struktur der Aktivseite sind im Berichtsjahr keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen. Die geplanten Wachstumsziele im Kundenkreditgeschäft wurden übertroffen.

Die Wertpapieranlagen haben sich nahezu auf dem Niveau der Vorjahresprognose erhöht. Der Fokus lag dabei in zusätzlichen Fondsinvestitionen mit dem Schwerpunkt Wohnimmobilien sowie Infrastruktur.

Die Forderungen an Kreditinstitute wurden im Gegenzug durch den Abbau in der Niedrigzinsphase verstärkt bei der genossenschaftlichen Zentralbank platzierter kurzfristiger Einlagen deutlich reduziert.

Passivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Verbindlichkeiten 1.095.695 1.031.028 + 64.667 6,3
gegenüber Kreditinstituten
Spareinlagen von Kunden 1.106.779 1.194.567 - 87.788 7,3
andere Einlagen von Kunden 1.704.774 1.653.037 + 51.737 3,1
verbriefte Verbindlichkeiten 130 130 0 0,0

Darüber hinaus sind im Berichtsjahr aufgrund der gestiegenen Zinsen innerhalb der Spareinlagen und anderen Einlagen von Kunden Umschichtungseffekte in höher verzinste Festzinsprodukte feststellbar.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- 2.499 2.792 - 293 10,5
und Depotgeschäften
andere Vermittlungserträge 409 695 - 286 41,2
Erträge aus Zahlungsverkehr 1.842 1.277 + 565 44,2

Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft konnten das Vorjahresergebnis nicht erreichen. Auch die anderen Vermittlungserträge haben sich u.a. aufgrund reduzierter Vermittlungen im Bauspar- und Versicherungsgeschäft vermindert. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr konnten hingegen ausgebaut werden. Insgesamt liegen die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft nahezu dem Vorjahresniveau.

Die in der Vorperiode berichteten prognostizierten Erträge konnten im Zahlungsverkehr erzielt werden. Im Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft sowie im Versicherungs- und Bauspargeschäft konnten diese hingegen nicht realisiert werden.

Immobiliengeschäft

Darüberhinaus haben wir in Wohnimmobilien zur Erzielung von Mieterträgen investiert. Im Geschäftsjahr wurden keine Neuinvestitionen in den Immobiliendirektbestand getätigt.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr war durch keine außergewöhnlichen Vorgänge gekennzeichnet.


II.4 Lage der PSD Bank Rhein-Ruhr eG

II.4.1 Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Gewinn- und Verlustrechnung Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Zinsüberschuss 1) 54.176 53.962 + 214 0,4
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 7.089 5.321 + 1.768 33,2
Provisionsüberschuss 2) -5.024 -5.017 - 7 0,1
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3) 1.167 6.823 - 5.656 82,9
Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwendungen 15.423 14.180 + 1.243 8,8
b) andere Verwaltungsaufwendungen 17.917 18.089 - 172 1,0
Bewertungsergebnis 4) 508 -15.578 + 16.086 103,3
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 23.774 12.469 + 11.305 90,7
Steueraufwand 6.185 6.307 - 122 1,9
Jahresüberschuss 7.589 6.163 + 1.426 23,1

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV - Posten 6.
3) GuV - Posten 8 abzüglich GuV - Posten 12.
4) GuV-Posten 13 - 16

Im Berichtsjahr konnte der Zinsüberschuss ausgebaut werden. Die Veränderung begründet sich aus der im Jahr 2022 eingetretenen Zinswende.

Die laufenden Erträge wurden gegenüber der Vorperiode u.a. aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus ausgebaut.

Das negative Provisionsergebnis liegt auf dem Niveau des Vorjahres.

Insgesamt lag die Zins- und Provisionspanne mit 1,32 % der dBS oberhalb unseres geplanten Wertes von 1,30 % der dBS.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Vorjahres wurde durch die Auflösung einer Drohverlustrückstellung begünstigt. Dementsprechend reduzierte sich das sonstige betriebliche Ergebnis in 2023 im Rahmen der Planannahmen.

Die Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen ist insbesondere auf erhöhte Personalkosten zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen konnten knapp unterhalb des Vorjahreswertes konstant gehalten werden.

Aufgrund von Wertaufholungen zinsinduzierter Abschreibungen unserer Wertpapiere der Liquiditätsreserve im Vorjahr konnte ein positives Bewertungsergebnis generiert werden. Die Belastungen aus dem Bewertungsergebnis des Kundenkreditgeschäftes waren weiterhin unauffällig auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre.

Die Cost-Income-Ratio (CIR) entwickelte sich negativ und übertraf dennoch die Planannahmen. Die Verschlechterung resultiert aus einem Einmaleffekt hoher sonstiger Erträge aufgrund der Auflösung einer Drohverlustrückstellung im Vorjahr.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich aufgrund des positiven Bewertungsergebnisses im Vorjahresvergleich deutlich verbessert und fällt entsprechend positiver als prognostiziert aus.

Der Steueraufwand blieb trotz des deutlich verbesserten Betriebsergebnisses gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Dies resultiert aus abweichenden Bewertungskursen der Wertpapiere in der Steuerbilanz.

Die Entwicklung der Ertragslage hat unsere in der Vorperiode berichtete Prognose aus vorgenannten Gründen deutlich übertroffen.

II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage

Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR) zu erfüllen. Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnte im Berichtsjahr stets nachgekommen werden.

Uns stehen kurzfristig verfügbare Kreditlinien bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB zur Verfügung. Das Angebot der EZB, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften (Hauptrefinanzierungsgeschäfte) abzuschließen, wurde in diesem Jahr nicht genutzt. Übernachtkredite (Spitzenrefinanzierungsfazilität) wurden nicht in Anspruch genommen. Die eingeräumten Kreditlinien der DZ BANK AG haben wir im Jahresverlauf nur dispositionsbedingt in Anspruch genommen.

Wir haben im Jahr 2023 neue Pfandbriefe im Volumen von 99 Mio. Euro emittiert.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven sowie der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund nicht zu rechnen.

Bis zur Erstellung des Lageberichts liegen keine Anhaltspunkte für Umstände vor, die die Liquiditätslage der Bank nachteilig verändern könnten.

Weitere Ausführungen finden sich unter Abschnitt III.4 Liquiditätsrisiken.

II.4.3 Vermögenslage

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Eigenkapital Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Gezeichnetes Kapital 26.870 26.058 + 812 3,1
Rücklagen 211.900 206.200 + 5.700 2,8

Wesentliche Veränderungen beim Eigenkapital ergaben sich durch Gewinnthesaurierung und Ausbau der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 103.800 TEUR (Vorjahr 93.800 TEUR).

Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich von 8,52 % auf 8,83 % erhöht.

Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 14,02 %, die Kernkapitalquote ebenfalls auf 14,02 % und die Gesamtkapitalquote liegt bei 15,65 %. Alle drei Eigenmittelquoten haben sich aufgrund einer geringen Eigenmittelzuführung aus dem Jahresüberschuss 2022 reduziert. Die aufsichtsrechtlich geforderten Mindestgrößen der jeweiligen Quoten wurden jederzeit erfüllt. Eine weitere Stärkung der Eigenmittelausstattung ist weiterhin vorrangiges Ziel der Geschäftspolitik. Auf Basis des Betriebsergebnisses 2023 und der Planung für die Folgejahre wird ab 2024 mit wieder steigenden Kapitalquoten gerechnet.

Die Gesamtkapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,18 %.

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 77,64 %. Vom Bruttokundenkreditvolumen entfallen auf Privatkunden 99,99 %. Im Kundenkreditgeschäft bestehen keine besonderen strukturellen Risiken und Risikokonzentrationen. Der Schwerpunkt der Kundenfinanzierungen liegt in der Größenklasse bis zu 800 TEUR.

Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen, Pauschalwertberichtigungen und Vorsorgereserven abgeschirmt.

Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten.

Wertpapiere

Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapiere Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Anlagevermögen 438.275 400.608 + 37.667 9,4
Liquiditätsreserve 365.213 317.113 + 48.100 15,2

Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 18,58 % an der Bilanzsumme. Hiervon entfällt ein Anteil von 8,82 %-Punkten auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 9,76 %-Punkten auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6).

Das Wertpapierportfolio der Bank setzt sich im Wesentlichen aus Pfandbriefen, Bankanleihen, Staatsanleihen sowie Investmentfonds zusammen. Die im Bestand befindlichen Staatsanleihen wurden nur von deutschen Gebietskörperschaften, Frankreich, Irland sowie zentralen Institutionen der Europäischen Union emittiert. Innerhalb von Investmentfonds haben wir Unternehmensanleihen, Aktien- und Private-Equity-Anteile, Immobilien- sowie Infrastrukturanlagen im Bestand. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Immobilien-, Private-Equity- und Infrastrukturfonds, die nachrangigen AT1-Anleihen der DZ BANK AG sowie ein Teil der sonstigen Wertpapiere wurden aufgrund der langfristigen Halteabsicht dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Ein Immobilienfonds wurde aufgrund der bevorstehenden vorzeitigen Rückgabe in die Liquiditätsreserve umgewidmet. Einem Teilbetrag des Wertpapierbestandes in Höhe von 15 Mio. Euro wurden Zinssicherungsgeschäfte zugeordnet (Micro-Hedge).

Strukturierte Finanzinstrumente bestehen in Form von Anleihen mit Schuldnerkündigungsrechten, Min-Max-Floatern und Step-up-Anleihen mit Kündigungsrecht und wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Durch erhöhte Abführungsverpflichtungen von Kapitalertragssteuern sowie zu erfüllende Ansprüche aus Kapitalzahlungen aus den Pensionsrückstellungen haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten erhöht. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen ist aufgrund inzwischen erhaltener Gewerbesteuererstattungsanprüche hingegen eine Reduzierung gegenüber dem Vorjahr eingetreten.

Derivategeschäfte

Zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-/Passiv-Steuerung) wurden Zinsderivate in einem Umfang von 740 Mio. Euro eingesetzt. Diese Derivate werden in die verlustfreie Bewertung des Zinsbuches einbezogen. Daneben werden auch einzelne Transaktionen, wie z. B. Wertpapiere der Liquiditätsreserve, im Rahmen von Micro-Hedges durch Zinsswaps gegen das allgemeine Zinsänderungsrisiko abgesichert. Dazu wurden Zinsderivate in Höhe von 15 Mio. Euro eingesetzt.


II.5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als gut, weil das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit eine wesentliche Stärkung der Eigenmittelausstattung ermöglicht. Die in der Vorperiode berichteten Prognosen wurden deutlich übertroffen.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt übererfüllt wurden. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen wurden Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Die Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.


III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

III.1 Risikomanagementsystem

Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategie, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen und Plandaten sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende Risikostrategien.

Die Risikoquantifizierung erfolgt anhand eines ökonomischen bzw. barwertigen Risikotragfähigkeitskonzepts.

Durch eine Eckwertplanung über einen Zeitraum von drei Jahren und mit Hilfe von Kennzahlen und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts.

Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung bzw. Ad-hoc-Berichterstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert.

Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft.

Unsere im Rahmen unserer barwertigen Risikosteuerung ermittelten Risikodeckungspotenziale zum Bilanzstichtag betrugen im Standard-Szenario 393 Mio. Euro (davon ansetzbare Risikobudgets 320,5 Mio. Euro).

Demgegenüber standen aggregierte Gesamtbankrisiken in Höhe von 257 Mio. Euro, die sich wie folgt auf unsere wesentlichen Risikoarten verteilen: Kreditrisiken 69 Mio. Euro, Marktpreisrisken 155 Mio. Euro, Liquiditätsrisiken 21 Mio. Euro sowie operationelle Risiken 13 Mio. Euro.

Die Risiken werden rollierend über einen einheitlich langen künftigen Zeitraum von einem Jahr mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % ermittelt. Bei Risiken, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell zur Verfügung steht, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entsprechen soll.

Unsere Stresstests beinhalten sowohl Sensitivitätsanalysen als auch Szenarioanalysen und umfassen sowohl historische als auch hypothetische Szenarien. Darüber hinaus führen wir auch inverse sowie risikoartenübergreifende Stresstests durch. Die Stresstestergebnisse werden den freien Risikodeckungsmassen gegenübergestellt und sind in unser Berichtswesen integriert. Die Ergebnisse werden kritisch hinsichtlich eines möglichen Handlungsbedarfs reflektiert.

In den folgenden Abschnitten stellen wir unsere wesentlichen Risikokategorien dar.

III.2 Marktpreisrisiken

Zinsänderungsrisiken

Die Zinsänderungsrisiken und -chancen messen wir monatlich mit Hilfe eines analytischen Simulationsmodelles. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Teillimit gegenübergestellt, dessen Überschreiten definierte Steuerungsmaßnahmen auslöst. Das Limit für Zinsänderungsrisiken wurde jederzeit eingehalten. Darüber hinaus ermitteln wir, ausgehend von unserer Zinsprognose, die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit durch verschiedene Szenario-Simulationen (Zinssteigerungen, Zinssenkungen, steilere und flachere sowie inverse Zinsstruktur).

Bei deutlich von der Zinsprognose der Bank abweichenden Zinsentwicklungen kann es zu einer Belastung der Ertragslage kommen. Unsere Steuerungsinstrumente setzen wir mit der Zielsetzung ein, dieses Risiko auf ein vertretbares Maß zu reduzieren.

Zur Steuerung des globalen Zinsänderungsrisikos setzen wir Zinssicherungsinstrumente ein. Im Rahmen der Aktiv-/Passiv-Steuerung haben wir dazu Zinsswaps abgeschlossen. Eine Begrenzung des Zinsänderungsrisikos wird auch durch die längerfristige durchschnittliche Laufzeit von 7,7 Jahren aus den Pfandbriefemissionen bewirkt.

Sonstige Marktpreisrisiken

Daneben bestehen Risiken aus festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Fonds.

Unsere Wertpapiere und die damit verbundenen Marktpreisrisiken werden regelmäßig bewertet und mit entsprechenden Risikolimiten verglichen. Auf dieser Basis werden ggf. Maßnahmen zur Risikosteuerung abgeleitet. Immobilienrisiken werden für den Eigenbestand und Fondsbestandteile mittels einer Software zur barwertigen Messung von Immobilienrisiken ermittelt. Für Investmentanteile in sonstigen Investmentfonds wird ein ex ante Value at Risk auf der Basis individueller Risikokennzahlen, die von den Kapitalanlagegesellschaften monatlich neben den Kurswerten mitgeteilt werden, angesetzt. Hierbei werden auch Währungs- und Aktienkursrisiken berücksichtigt.

III.3 Adressenausfallrisiken

Forderungen an Kunden

Die Kreditrisiken im Kundengeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundengeschäft aus dem Software Modul VR Control KRM mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einer Haltedauer von 250 Tagen.

Mit Hilfe der internen Rating-Verfahren bestimmen wir die jeweilige Ausfallwahrscheinlichkeit.

Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäftes erfolgt auf der Basis von Limitierungen sowie Steuerungsmaßnahmen für das Neugeschäft. Unsere Auswertungen geben Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Größenklassen, Sicherheiten und Risikoklassen. Eine Risikokonzentration besteht hinsichtlich der Fokussierung auf Grundbuchsicherheiten auf Wohnimmobilien. Aufgrund der geografischen Streuung ist hier jedoch eine Diversifizierung hinsichtlich der Lage gegeben.

Risikovorsorge wird auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften gebildet.

Das Adressenausfallrisiko aus dem Kundengeschäft bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems.

Eigenanlagen

Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen sowie eigene Analysen von Berichten und Veröffentlichungen und Beobachtungen der Spreadentwicklungen der Emittenten zurück.

Als Risikoausweis stellen wir den Credit Value at Risk dar. Der Expected Loss ist bereits bei der bereitgestellten Risikodeckungsmasse abgezogen.

Die Messung der Adressrisiken bei den Eigenanlagen erfolgt durch das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte, in dem das zukünftige Verhalten definierter Risikoparameter auf Basis von Zufallszahlen in einer Monte-Carlo-Simulation abgebildet wird (Konfidenzniveau 99,9 %, Risikohorizont 250 Tage).

Diesen Risiken begegnen wir dadurch, dass wir im Direktbestand keine Wertpapiere von Emittenten bzw. aus Emissionen erwerben, deren Rating von einer anerkannten Ratingagentur mit schlechter als "Investment Grade" beurteilt wurde. Das Ausfallrisiko inländischer und ausländischer Emittenten begrenzen wir durch ein System interner Strukturlimite, die eine hinreichende Streuung des Depotbestandes gewährleisten.

Wir halten im Wesentlichen Verbundbeteiligungen. Wir beurteilen Beteiligungsrisken als Unterrisikoart des Kreditrisikos als wesentliche Risikoart und berücksichtigen diese in unserem Risikolimitierungs- und -steuerungsprozess.

Das Adressenausfallrisiko aus dem Eigengeschäft bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems.

Länderrisiken

Länderrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.


III.4 Liquiditätsrisiken

Da das Zahlungsunfähigkeitsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotenzial begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse aufgenommen.

Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mit Hilfe entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotenzial (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann.

Weiter wird zur frühzeitigen Erkennung eines Liquiditätsengpasses die LCR-Kennziffer gemessen und gesteuert. Zum Bilanzstichtag belief sich diese auf 222 %. Im Geschäftsjahr bewegte sie sich zwischen 125 % und 222 % und lag somit stets über dem geforderten Mindestwert von 100 %. Zusätzlich haben wir eine minimale Zielgröße in Höhe von 110 % definiert.

Ergänzt wird die LCR durch die langfristige Liquiditätskennziffer NSFR. Diese belief sich zum Bilanzstichtag auf 125 %. Im Geschäftsjahr bewegte sie sich zwischen 122 % und 127 % und lag somit ebenfalls stets über dem geforderten Mindestwert von 100 %. Auch für die NSFR haben wir eine minimale Zielgröße von 110 % definiert.

Im Hinblick auf unsere Refinanzierungsquellen verweisen wir auf Abschnitt II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage.

Das Refinanzierungskostenrisiko berücksichtigen wir in unserem Risikolimitierungs- und -steuerungsprozess. Es wird mittels eines barwertigen Differenzverfahrens auf Basis einer Erhöhung der Bewertungskurve um einen historisch abgeleiteten Spreadshift ermittelt.

Aufgrund sehr hoher Spreadschwankungen kam es unterjährig zu einer Überschreitung des Limits für das Refinanzierungskostenrisiko. Es wurde eine Limiterhöhung vorgenommen.

In liquiditätsmäßig engen Märkten sind wir nicht engagiert.

Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. Zudem wurde für den Fall eines Liquiditätsengpasses ein Notfallplan festgelegt. Im Rahmen der Eigenanlagenstrategie streuen wir die Positionen der Liquiditätsreserve über Laufzeiten und Emittenten, um ein hohes Maß an Liquidierbarkeit zu erreichen, damit wir jederzeit kurzfristig auf unerwartete Zahlungsstromschwankungen reagieren können.


III.5 Operationelle Risiken

Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst, analysiert und überwacht. Innerhalb der Risikotragfähigkeitsrechnung wird mangels eines barwertigen Risikowertes der Ansatz aus der normativen Perspektive (Basisindikatoransatz) berücksichtigt. Die operationellen Risiken bewegten sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems.

Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz-, und Geldwäschebeauftragten, laufende Investitionen in neue DV-Systeme über das von uns beauftragte Rechenzentrum, Prüfung der Verfahren und Systeme durch die Interne Revision und Versicherungen (z. B. gegen Betrugsrisiken). Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt.

Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir juristische Hilfe in Anspruch.

Im Geschäftsjahr bestanden erhöhte Auslagerungsrisiken aufgrund festgestellter Mängel bei zentralen Dienstleistern, jedoch ohne spürbare Ertragsauswirkung. Ferner besteht eine latent erhöhte Bedrohungslage in der Informationssicherheit, woraus ebenfalls keine Schäden eingetreten sind. Aufgrund doloser Handlungen eines Mitarbeiters wurden operationelle Risiken ohne Auswirkungen auf die Risikotragfähigkeit festgestellt.


III.6 Weitere Risiken

Das Geschäfts- bzw. strategische Risiko wirkt sich in den primären Risikoarten aus und wird daher nicht isoliert gemessen. Einflüsse von Nachhaltigkeitsrisiken auf die primären Risikoarten werden qualitativ bewertet. Risikomessverfahren hierzu befinden sich noch in der Entwicklung.


III.7 Gesamtbild der Risikolage

Zusammenfassend ist die Risikolage insgesamt als geordnet einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 sowohl unter den von uns definierten Standard- als auch den festgelegten Stressszenarien gegeben war.

Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen haben wir im Jahr 2023 jederzeit eingehalten. Die zu ihrer Deckung vorhanden Eigenmittel belaufen sich auf 370 Mio. Euro. Ebenso war jederzeit eine ausreichende gesicherte Überdeckung der ökonomischen Risikotragfähigkeit gegeben. Die barwertigen Vermögenswerte betragen zum Bilanzstichtag 393 Mio. Euro. Wir verweisen hierzu ergänzend auf unsere Ausführungen zur Vermögenslage.

Nach dem Planungsstand zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind sowohl die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen als auch die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation unserer Bank gegeben.

Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der weltweiten geopolitischen Spannungen. Da die PSD Bank Rhein-Ruhr eG nicht direkt in den Kriegsgebieten investiert ist, bestehen keine diesbezüglichen Primärrisiken. Die gesamtwirtschaftlichen Folgen und deren finanziellen Auswirkungen für unsere Bank sowie die Auswirkungen auf die Risikobeurteilung sind hingegen nicht absehbar.


IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)

Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der PSD Bank Rhein-Ruhr eG für das nächste Geschäftsjahr 2024 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen und Planungsrechnungen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Die Konjunkturprognose des ifo Institutes vom 06.03.2024 geht von keiner konjunkturellen Trendwende für den Jahresbeginn 2024 aus. Im ersten Quartal 2024 dürfte die Wirtschaftsleistung in Deutschland ihren Rückgang zum Vorquartal zunächst fortsetzen und um 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal sinken. Die deutsche Wirtschaft befindet sich hiernach im Winterhalbjahr 2023/2024 in einer Rezession. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2024 nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im Jahr 2025 wird die Wirtschaftsleistung dann auf Basis der Prognose um 1,5 % zulegen. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9 % in 2023 auf 2,3 % in 2024 und 1,6 % in 2025.

Auf Basis des anhaltenden Rückganges der Inflation in Richtung des Zielwertes der Europäischen Zentralbank von nahe 2 % werden für 2024 erste Leitzinssenkungen erwartet. Dies wird perspektivisch zu einer Veränderung der Zinsstrukturkurve von der aktuellen flachen Zinsstruktur mit einer Teilinversität in eine normale Struktur mit laufzeitabhängig steigenden Zinsen führen. Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften werden in diesem Zusammenhang im kommenden Geschäftsjahr weiterhin von der Zins- sowie der Konjunkturentwicklung geprägt.

Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage

Unsere Planung basiert auf einer Zinsprognose mit einem mittelfristigen Übergang aus einer inversen in eine normale Zinsstruktur mit laufzeitabhängig steigenden Zinsen.

In Erwartung einer unsicheren Wirtschaftsentwicklung gehen wir für das nächste Geschäftsjahr von einem Wachstum in Höhe von ca. 1,7 % im Kundenkreditgeschäft aus.

Bei den Wertpapieranlagen planen wir für 2024 kein weiteres Wachstum.

Bei der Bankenrefinanzierung planen wir lediglich den teilweisen Ersatz fälliger Refinanzierungen. Aufgrund des geplanten Wachstums der Kundenpassiva ergibt sich ein leicht reduzierter Refinanzierungsbedarf. Die Refinanzierungen werden überwiegend bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank aufgenommen oder durch die Emission von Pfandbriefen sichergestellt.

Im Einlagengeschäft gehen wir von einem Wachstum um 1,9 % aus.

Im Dienstleistungsgeschäft erwarten wir einen deutlichen Ausbau des Wertpapier-, Bauspar-, Versicherungs- und Zahlungsverkehrsgeschäftes.

Das Provisionsergebnis soll durch den Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes um ca. 15,0 % verbessert werden.

Beim Bewertungsergebnis rechnen wir gegenüber 2023 mit einer Verschlechterung. Im Kundenkreditgeschäft erwarten wir aufgrund der Beschränkung auf das Privatkundenkreditgeschäft sowie der hohen Granularität des Kreditportfolios keine nennenswert erhöhten Ausfälle. Aus unserem Wertpapierbestand rechnen wir mit einem schwächeren Bewertungsergebnis als im Vorjahr.

Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2):

Das Betriebsergebnis nach Bewertung wird mit ca. 21,3 Mio. Euro ca. 10,4 % unterhalb des Vorjahresergebnisses liegen.

Die Cost-Income-Ratio wird sich um ca. 0,07 % Punkte verschlechtern.

Die Zins- und Provisionsspanne wird sich moderat um ca. 0,07 %-Punkte verschlechtern. Die Bruttobedarfsspanne wird um ca. 0,03 %-Punkte ansteigen. Die Kernkapitalquote wird aufgrund der geplanten Gewinnzuführung aus dem Jahresüberschuss 2023 um ca. 0,40 %-Punkte steigen.

Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Eigenmittel durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen. Eine Gefährdung aufsichtlicher Mindestquoten ist nicht absehbar.

Gesamtaussage

Insgesamt erwarten wir unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dass sich Geschäftsverlauf und Lage der PSD Bank Rhein-Ruhr eG zufriedenstellend entwickeln werden, weil die strategischen Geschäftsfelder weiterhin Wachstumspotenzial ausweisen und die jederzeitige Einhaltung der Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität gewährleistet ist. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist aufgrund einer planvollen Liquiditätsvorsorge sowie ausreichend zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten bei der genossenschaftlichen Zentralbank sowie durch die Emission von Pfandbriefen auch im nächsten Geschäftsjahr nicht zu rechnen.

Insgesamt rechnen wir für das nächste Geschäftsjahr mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von ca. 21,3 Mio. Euro. Durch unser granulares Portfolio sowie unsere bewährten Maßnahmen bei der Risikosteuerung und -überwachung werden wir die Risikostruktur unseres Kreditvolumens weiterhin begrenzen.

Risiken

Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen im kommenden Jahr bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung führen könnte. Eine längerfristige Inversität der Zinskurve sowie plötzliche hohe Veränderungen der Marktzinsen können zu einer Belastung des Zins- und des Bewertungsergebnisses führen.

Weitere wesentliche Risiken können im Falle einer länger anhaltenden Rezession eintreten. In diesem Fall können eine sinkende Kreditnachfrage und steigende Kreditausfälle sowie ein verschärfter Verdrängungswettbewerb unser Betriebsergebnis belasten.

Bedingt durch ein eingeleitetes Insolvenzverfahren eines Asset Managers können Belastungen der laufenden Erträge durch reduzierte Fondsausschüttungen sowie des Bewertungsergebnisses eintreten.

Bei einer weiteren Eskalation geopolitischer Krisen sind erhebliche Auswirkungen für die deutsche und europäische Wirtschaft denkbar. Konkrete Auswirkungen für die Geschäftstätigkeit unserer Bank sind aufgrund der hohen Unsicherheit der potenziellen Szenarien nicht absehbar.

Chancen

Wesentliche Chancen bestehen durch die an den Kundenbedürfnissen ausgerichteten Erweiterungen und Anpassungen der Dienstleistungen, insbesondere im privaten Kreditgeschäft. Zur Stärkung der Wettbewerbsposition innerhalb des umkämpften Marktes wurden zusätzliche Servicedienstleistungen rund um das Kerngeschäftsfeld Immobilienfinanzierung eingeführt, die weiter ausgebaut werden sollen. Nach erfolgten organisatorischen Anpassungen wird zudem eine Verbesserung unserer Wettbewerbsposition im Kundeneinlagen- und -wertpapiergeschäft angestrebt. Das Ende der Niedrigzinsphase sowie die Aussicht auf eine Normalisierung der Zinsstrukturkurve begünstigen die Ertragschancen der Bank.

Weitere Chancen sehen wir in der konsequenten Ausrichtung auf die Digitalisierung und Prozessoptimierung in allen Bereichen der Bank.


V. Zweigniederlassungen

Der Sitz der PSD Bank Rhein-Ruhr eG ist Düsseldorf. Niederlassungen bestehen in Düsseldorf und Dortmund.

Düsseldorf, 10.04.2024
PSD Bank Rhein-Ruhr eG
Der Vorstand
gez. August-Wilhelm Albert gez. Anne Schaefer gez. Dr. Stephan Schmitz


Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Schwerpunkte der Arbeit des Aufsichtsrates bzw. der von ihm gebildeten Ausschüsse waren unter anderem

- die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer

Spannungen, einer hohen Inflation sowie der Zinsentscheidungen der EZB,

- die weiterentwickelte Geschäfts- und Risikostrategie,

- die Mittelfristplanung bis 2026,

- das Risikomanagement,

- die Umsetzung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen,

- die Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie von Nichtprüfungsleistungen und

- die Nachbesetzung einer Vorstandsposition im Laufe des Jahres 2024.

Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte kontinuierlich überwacht und die sich daraus ergebenden geschäftspolitischen Entscheidungen in neun Sitzungen gemeinsam mit dem Vorstand beraten. Dabei wurden in drei Fällen auch gemeinsame Entscheidungen zum Ankauf von Immobilien in einem Spezialfonds gefasst. Auch wurde die Entscheidung zum Umbau und zur Modernisierung der Filiale in Düsseldorf getroffen. Grundlage für die geschäftspolitischen Entscheidungen waren insbesondere die quartalsweisen Berichte des Vorstandes zur Geschäfts- und Risikolage. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Das Self Assessment des Vorstands zur Beurteilung der Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der Bank war ebenfalls Gegenstand einer gemeinschaftlichen Analyse.

Darüber hinaus wirkte der Aufsichtsrat an der Satzungsänderung sowie einer Vorschlagsliste zur Zusammensetzung des Wahlausschusses mit, die der Vertreterversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt wurden. Informiert wurde der Aufsichtsrat ebenfalls über die Arbeiten zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Bank.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert drei Ausschüsse eingerichtet. Der Kredit- und Risikoausschusstagte im Berichtsjahr vier mal, der Prüfungsausschuss vier mal und der Personalausschuss trat im Berichtsjahrebenfalls zu insgesamt vier Sitzungen zusammen.

Über Kredite, die auf Basis der Kreditrichtlinien der Bank zustimmungspflichtig sind, hat der Kredit- und Risikoausschuss des Aufsichtsrates nach Prüfung und Abstimmung mit dem Vorstand entschieden. Der Prüfungsausschuss hat die Berichte der Internen Revision sowie des Bereiches Compliance und Geldwäsche zur Kenntnis genommen und erörtert. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden.

Der Aufsichtsrat verfügt aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrungen in seiner Gesamtheit über ausreichende Branchen- und Sachkenntnisse sowie über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Im Rahmen der Selbstbewertung gemäß § 25d Abs. 11 Nr. 3 und 4 KWG hat der Aufsichtsrat diese Anforderungen überprüft.

Als Aufsichtsorgan haben wir uns davon überzeugt, dass der Jahresabschluss zutreffend aus der Buchführung und den Inventaren unserer Bank entwickelt worden ist. In einem Eröffnungsgespräch wurden zwischen Prüfer und Aufsichtsratsvorsitzendem die Risikobeurteilung des Prüfers sowie seine Prüfungsstrategie und -schwerpunkte erläutert. Jedes Aufsichtsratsmitglied hat den Prüfungsbericht rechtzeitig zur Kenntnis erhalten (§ 58 Abs. 3 GenG). Es erfolgte eine kritische Behandlung des Prüfungsberichtes in einer Aufsichtsratssitzung (§ 58 Abs. 4 GenG).

Wir haben uns darüber hinaus im Rahmen der gemeinsamen Prüfungsschlusssitzung (§ 57 Abs. 4 GenG) mit den Prüfungsfeststellungen bezüglich der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems intensiv befasst. Zudem wurden wir über Besonderheiten und ggf. aufgetretene Unstimmigkeiten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung informiert. Der Aufsichtsrat wurde am 14. Dezember 2023 über Erkenntnisse informiert, die eine weitere Befassung durch den Aufsichtsrat nach sich ziehen.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Verband der PSD Banken e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Im Ergebnis hat sich der Aufsichtsrat hinreichend von der ordnungsgemäßen Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes überzeugt.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

Düsseldorf, 22.05.2024
gez. Peter Rommerskirchen
(Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft

Bestandteile Jahresabschluss

1. Jahresabschluss (Formblatt 1)

2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform)

3. Anhang

1. Jahresbilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1.Barreserve
a) Kassenbestand 1.574.168,00 1.568
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 24.579.247,50 25.650
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 24.579.247,50 (25.650)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 26.153.415,50 0
2.Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen
Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3.Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 61.713.566,21 109.399
b) andere Forderungen 25.988.881,42 87.702.447,63 96.857
4.Forderungen an Kunden 3.356.415.271,70 3.272.719
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 2.470.506.336,52 (2.418.465)
Kommunalkredite 0,00 (0)
5.Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 84.047.786,66 68.099
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank 84.047.786,66 (68.099)
bb) von anderen Emittenten 297.592.508,36 381.640.295,02 285.505
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank 240.036.865,68 (257.494)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 381.640.295,02 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6.Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 421.847.655,96 364.118
6a.Handelsbestand 0,00 0
7.Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 13.492.597,43 13.189
darunter: an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 11.050,00 13.503.647,43 11
darunter: bei Kreditgenossenschaften 0,00 (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8.Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter: an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9.Treuhandvermögen 0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00 (0)
10.Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11.Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.561,88 81
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) Geleistete Anzahlungen 0,00 68.561,88 0
12.Sachanlagen 31.877.589,50 31.560
13.Sonstige Vermögensgegenstände 3.621.001,30 5.344
14.Rechnungsabgrenzungsposten 327.909,35 218
15.Aktive latente Steuern 0,00 0
16.Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 0,00 0
Summe der Aktiva 4.323.157.795,27 4.274.318


Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 30.047
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.095.694.591,98 1.095.694.591,98 1.000.981
2.Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist
von drei Monaten 889.618.001,47 1.160.653
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist
von mehr als drei Monaten 217.160.955,86 1.106.778.957,33 33.914
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 965.075.744,32 1.262.206
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist 739.697.828,45 1.704.773.572,77 2.811.552.530,10 390.832
3.Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 129.813,65 130
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 129.813,65 0
darunter: Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel
im Umlauf 0,00 (0)
3a.Handelsbestand 0,00 0
4.Treuhandverbindlichkeiten 0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00 (0)
5.Sonstige Verbindlichkeiten 6.135.688,33 3.750
6.Rechnungsabgrenzungsposten 86.690,00 120
6a.Passive latente Steuern 0,00 0
7.Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen 18.413.746,00 18.416
b) Steuerrückstellungen 196.132,00 725
c) andere Rückstellungen 8.482.290,28 27.092.168,28 7.988
8....................................... 0,00 0
9.Nachrangige Verbindlichkeiten 32.236.877,03 32.273
10.Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11.Fonds für allgemeine Bankrisiken 103.800.000,00 93.800
darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12.Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 26.870.409,05 26.058
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 40.200.000,00 39.500
cb) andere Ergebnisrücklagen 171.700.000,00 166.700
cc) 0,00 211.900.000,00 0
d) Bilanzgewinn 7.659.026,85 246.429.435,90 6.225
Summe der Passiva 4.323.157.795,27 4.274.318
1.Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen 363.744,01 423
c) Haftung aus der Bestellung von Sicher-
heiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 363.744,01 0
2.Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten
Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und
Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 197.871.922,48 197.871.922,48 236.239
darunter: Lieferverpflichtungen aus
zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)


2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1.Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 89.168.822,79 67.406
darunter: aus Abzinsung von Rückstellungen 147,00 (0)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 4.658.182,78 93.827.005,57 2.267
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (79)
2.Zinsaufwendungen -39.650.621,83 54.176.383,74 -15.710
darunter: aus Aufzinsung von Rückstellungen -303,00 (-3)
darunter: erhaltene negative Zinsen 408,10 (407)
3.Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 7.089.444,55 5.321
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 268.258,35 322
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 7.357.702,90 0
4.Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5.Provisionserträge 4.896.126,56 4.894
6.Provisionsaufwendungen -9.920.517,80 -5.024.391,24 -9.911
7.Nettoertrag des Handelsbestands 0,00 0
8.Sonstige betriebliche Erträge 2.003.970,73 7.782
darunter: aus der Abzinsung von Rückstellungen 205.133,29 (46)
9............................ 0,00 0
10.Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -12.480.151,45 -11.391
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung -2.942.378,73 -15.422.530,18 -2.790
darunter: für Altersversorgung -563.811,01 (-490)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -17.917.077,96 -33.339.608,14 -18.089
11.Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -1.071.020,37 -1.095
12.Sonstige betriebliche Aufwendungen -837.063,80 -960
darunter: aus der Aufzinsung von Rückstellungen -261.154,24 (-473)
13.Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu
Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -15.609
14.Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und
bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft 541.313,92 541.313,92 0
15.Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen
und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -33.311,20 0
16.Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen
an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren 0,00 -33.311,20 32
17.Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18............................ 0,00 0
19.Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 23.773.976,54 12.469
20.Außerordentliche Erträge 0,00 0
21.Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22.Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.007.836,55 -6.225
24.Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -176.844,32 -6.184.680,87 -81
24a.Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -10.000.000,00 0
25.Jahresüberschuss 7.589.295,67 6.163
26.Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 69.731,18 62
7.659.026,85 6.225
27.Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
7.659.026,85 6.225
28.Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
7.659.026,85 6.225
28a.................................................. 0,00 0
29.Bilanzgewinn 7.659.026,85 6.225

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die PSD Bank Rhein-Ruhr eG, Düsseldorf, ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Genossenschaftsregister-Nummer 470 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.


B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Sofern von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres abgewichen wurde, wird dies am Ende des Abschnitts B. unter 'Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden' dargestellt.

Barreserve

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei der Zentralnotenbank wurden zum Nennwert ausgewiesen.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit dem Nennwert ausgewiesen. Unterschiedsbeträge zwischen Auszahlungsbetrag und höherem Nennwert wurden - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und zeitanteilig aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen haben, sind dem zugehörigem Aktivposten der Bilanz zugeordnet.

Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe abgedeckt.

Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft wurden Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Dies betrifft alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechkredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung wurden von den Aktivposten Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft wurden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgte auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wurde unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt.

Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB gebildet.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten Wertpapiere (Liquiditätsreserve) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die AT 1-Anleihen der DZ BANK AG wurden nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden (Discounted Cash Flow-Verfahren) bewertet.

Aufgrund von einer Anteilscheinrückgabe erfolgte im Geschäftsjahr eine Umwidmung vom Anlagevermögen in die Liquiditätsreserve.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Finanzinstrumente wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert. Auf eine getrennte Bilanzierung konnte verzichtet werden, weil eingebettete derivative Finanzinstrumente keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Chancen oder Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen. Komplex strukturierte Produkte lagen nicht vor.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Software wurde unter der Bilanzposition "immaterielle Anlagewerte" ausgewiesen. Die Abschreibung der unbeweglichen und beweglichen Anlagegüter erfolgte linear.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über 250 EUR, aber nicht über 800 EUR lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Aktive Steuerlatenzen bestehen im Wesentlichen in den Positionen Forderungen an Kunden, Wertpapiere und Rückstellungen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 31,8 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigem Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Abgezinste Sparbriefe wurden zum Ausgabebetrag zuzüglich anteilig abzugrenzender Zinsen bis zum Bilanzstichtag passiviert.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen bzw. drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen aus Anwartschaften auf Pensionen wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren (PUCM) angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert.

Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) mit 1,83 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2023 ermittelten Zinssatzes). Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 112.700 EUR.

Als Rententrend wurden 3 % und für Rentenzusagen eine Anpassungsdynamik von 2 % angenommen.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen wurden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Basiszins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Für widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen wurden Rückstellungen auf Basis der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS BFA 7 gebildet.

Für unterlassene Instandhaltungen gem. § 249 Abs. 1 Satz 2 Nummer 1 HGB haben wir eine Rückstellung eingestellt.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs (einschließlich derivativer Steuerungsinstrumente der Aktiv-/Passiv-Steuerung) wurden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierbei wurden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss der Risikokostenbarwert und der Bestandsverwaltungskostenbarwert abgezogen. Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten wurden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis - und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Vermerke unter dem Bilanzstrich

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften.

Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 197.871.922 EUR betrafen in voller Höhe Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken.

Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können.

Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt.

Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen.

Derivative Finanzinstrumente

Dienen derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand der Absicherung von Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen, werden Bewertungseinheiten gebildet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach den Vorschriften von § 254 HGB. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wurde die Einfrierungsmethode angewandt.

Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen aus Zinsrisiken wurden Micro-Bewertungseinheiten gebildet.

Die zur Absicherung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos abgeschlossenen derivativen Geschäfte wurden in die Gesamtbetrachtung des Zinsbuchs einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten.

Zinserträge/Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften werden im Zinsertrag erfasst (Reduktion des Zinsertrags). Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands).

Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.


C. Entwicklung des Anlagevermögens

(volle EUR)

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01. Zugänge Umbuchungen
(+/-)
a) Abgänge
b) Zuschüsse
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
am Bilanzstichtag
Buchwerte am
Bilanzstichtag
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle
Anlagewerte
1.113.082 16.731 0 a) 0
b) 0
1.129.813 68.562
Sachanlagen
a) Grundstücke 40.359.713 900.602 0 a) 0
41.260.315 30.829.268
und Gebäude b) 0
b) Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
8.264.534 462.561 0 a) 272.247
b) 0
8.454.848 1.048.322
a 49.737.329 1.379.894 0 a) 272.247
b) 0
50.844.976 31.946.152
Buchwerte
Vorjahr
EUR
Immaterielle
Anlagewerte
81.244
Sachanlagen
a) Grundstücke 30.662.647
und Gebäude
b) Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
897.620
a 31.641.511
Abschreibungen (kumuliert) 01.01. Änderung der kumulierten
Abschreibungen aufgrund
Zugängen (ohne Abschreibungen
Geschäftsjahr)
(+)
Änderung der kumulierten
Abschreibungen aufgrund
Abgängen
(-)
Änderung der kumulierten
Abschreibungen aufgrund
Umbuchungen
(+/-)
Abschreibungen Geschäftsjahr Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle
Anlagewerte
1.031.838 0 0 0 29.413 0
Sachanlagen
a) Grundstücke 9.697.066 0 0 0 733.981 0
und Gebäude
b) Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
7.366.914 0 268.014 0 307.626 0
a 18.095.818 0 268.014 0 1.071.020 0
Abschreibungen (kumuliert)
am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle
Anlagewerte
1.061.251
Sachanlagen
a) Grundstücke 10.431.047
und Gebäude
b) Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
7.406.526
a 18.898.824
Anschaffungskosten 01.01. Veränderungen (saldiert) Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Wertpapiere des
Anlagever-
mögens
400.149.730 37.618.918 437.768.648
Beteiligungen
und Geschäfts-
guthaben bei
Genossen-
schaften
13.200.534 303.114 13.503.647
b 413.350.264 37.922.032 451.272.295
Summe a und b 463.087.593 483.218.447

Differenzen durch Rundung auf volle Euro sind möglich.


D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind 87.702.448 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis drei Monate mehr als drei Mo-
nate bis ein Jahr
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b)(ohne Bausparguthaben) 25.988.881 0 0 0
Forderungen an Kunden (A 4) 66.963.857 157.003.091 788.144.523 2.340.170.798

In den Forderungen an Kunden sind 4.133.003 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Kreditkartenforderungen wurden der Restlaufzeit bis 3 Monate zugeordnet.

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 11.199.573 EUR fällig.

Wir halten Anteile an Sondervermögen (§ 1 Abs. 10 KAGB) und Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital (§§ 108 bis 123 KAGB) sowie vergleichbaren EU-Investmentvermögen oder vergleichbaren ausländischem Investmentvermögen von mehr als 10 % (Bilanzposten A6):

Anlageziele Buchwert Zeitwert Differenzen Erhaltene Tägliche
(Zeitwert/ Ausschüttungen Rückgabe
Buchwert)
EUR EUR EUR EUR Ja / Nein
Spezialfonds 175.249.287 180.638.036 5.388.749 2.212.271 Ja
Spezialfonds 72.999.825 74.861.550 1.861.725 468.614 Nein

Die Genossenschaft besitzt keine Beteiligungen an anderen Unternehmen, mit denen ein Konzernverhältnis besteht.

Daneben besitzt die Genossenschaft folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind:

Name und Sitz Anteil am Gesell- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vor-
schaftskapital liegenden Jahresabschlusses
% Jahr EUR Jahr EUR
DZ-Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden- Württemberg, Stuttgart 0,27 2023 3.209.878.565 2023 97.403.618

Weitere Beteiligungen wurden aufgrund der untergeordneten Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 HGB nicht angegeben.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig börsennotiert nicht börsennotiert nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 381.640.295 360.440.295 21.200.000 189.650.909
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 44.884.639 0 44.884.639 0

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (der Buchwert wird im Folgenden ohne Stückzinsen dargestellt):

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 189.144.494 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 171.265.034 EUR.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind deshalb unterblieben, da für die in Aktivposten 5 enthaltenen festverzinslichen Werte eine Durchhalteabsicht besteht und die Kurssenkung zinsinduziert ist. Die Rückzahlung erfolgt zum Nennwert.

Investmentfondsanteile mit einem Buchwert von 1.030.000 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 958.446 EUR.

Die Wertminderung wurde von uns als voraussichtlich nicht dauerhaft beurteilt, da der Fonds sich in der Investitionsphase befindet. Im Zeitverlauf der nächsten Jahre rechnen wir mit einer Anhebung der Bewertungskurse.

Auf die im Anlagevermögen ausgewiesenen Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurde eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB in Höhe von 33.311 EUR vorgenommen.

Die Wertaufholung von Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie von Fondsanteilen der Liquiditätsreserve in Gesamthöhe von 7.961.353 EUR hat den Jahresabschluss wesentlich beeinflusst.

In den Sachanlagen sind enthalten: EUR
- Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 15.431.127
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.048.322

In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten - Unterposten Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR
A 5 Festverzinsliche Wertpapiere 28.700.000 18.200.000

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 798.272.448 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis drei Monate mehr als drei Mo- mehr als ein Jahr mehr als fünf
nate bis ein Jahr bis fünf Jahre Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b)
49.250.664 109.250.482 499.261.749 437.931.697
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist
von mehr als drei Monaten (P 2ab)
1.363.199 212.026.825 3.549.370 221.562
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb)
162.159.056 41.209.254 290.082.577 246.246.941

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Von den begebenen Schuldverschreibungen werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr 129.814 EUR fällig.

Sparpläne wurden den korrekten Restlaufzeiten zugeordnet.

Im Posten Sonstige Verbindlichkeiten sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

EUR
Verbindlichkeit aus Kapitalertragssteuer und darauf entfallender Solidaritätszuschlag/Kirchensteuer 2.527.960

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von 8.997 EUR (Vorjahr: 12.327 EUR) enthalten.

Ebenso sind Agiobeträge aus aufgenommenen Refinanzierungsdarlehen in Höhe von 24.014 EUR im Posten passive Rechnungsabgrenzung enthalten.

Angaben zum Posten Nachrangige Verbindlichkeiten:

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen in Höhe von 410.739 EUR an.

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Nachrangigkeit der Verbindlichkeit ist wie folgt geregelt:

Die aufgeführten Verbindlichkeiten sind im Falle der Insolvenz oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich.

Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen:

Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR.

Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

Geschäftsguthaben EUR
a) der verbleibenden Mitglieder 26.025.529
b) der ausscheidenden Mitglieder 822.580
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 22.300
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 3

Die Ergebnisrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage Andere Rücklagen
EUR EUR
Stand 1. Januar 2023 39.500.000 166.700.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 700.000 5.000.000
Stand 31. Dezember 2023 40.200.000 171.700.000

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung eines Gewinnvortrags wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende auf Geschäftsguthaben von 3,000 % 798.964,92
Zuweisung zu den gesetzlichen Rücklagen 1.800.000,00
Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen 5.000.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 60.061,93
Insgesamt 7.659.026,85

In Bezug auf die Gesamttätigkeit der Bank

- sind die folgenden Anderen Verpflichtungen (Vermerkposten 2 unter dem Bilanzstrich) von wesentlicher Bedeutung:

Art der Verbindlichkeit EUR
unwiderrufliche Kreditzusagen gegenüber Kunden 174.032.564
Zeichnungszusagen gegenüber Fondsgesellschaften 23.839.358

Ausschüttungsgesperrte Beträge bestanden zum 31. Dezember 2023

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag liegt bei 112.700 EUR.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die gebildeten Bewertungseinheiten (Nominalwert):

Grundgeschäfte Micro-Hedges Portfolio- Macro- Summe
Hedges Hedges
EUR EUR EUR EUR
Vermögensgegenstände abgesichertes Risiko
Abgesichertes Risiko Wertpapiere Zinsrisiko 15.000 0 0 15.000
Summe Vermögensgegenstände 15.000 0 0 15.000

Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um perfekte Micro-Hedges. Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente stimmen jeweils in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen überein ("Critical Term Match"). Daher haben sich die gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko am Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen. Der Gesamtbetrag der sich ausgleichenden Wertänderungen aus allen Bewertungseinheiten beläuft sich auf 926 TEUR.

Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale erwarten wir auch künftig für die festgelegte Dauer der Sicherungsbeziehung einen vollständigen Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente Nichthandelsbestand

Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Termingeschäfte in Zinsswaps des Nichthandelsbestands. Diese wurden in Höhe von 740 Mio. EUR als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung der allgemeinen Zinsänderungsrisiken im Bankbuch (Aktiv-/Passiv-Steuerung) abgeschlossen. Zinsswaps im Wert von 15 Mio. EUR sind zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus bestimmten Wertpapieren der Liquiditätsreserve i.S.d. § 254 HGB in Bewertungseinheiten eingebunden worden.

In der nachfolgenden Tabelle sind die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Derivategeschäfte (exklusive Stückzinsen), die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden (Nichthandelsbestand), zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Die in Bewertungseinheiten einbezogenen Derivate sind eingeschlossen.

Volumen der nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivategeschäfte des Nichthandelsbestands:

Nominalbetrag Beizulegen- Beizulegen-
Angaben in Mio. EUR Restlaufzeit der Zeitwert der Zeitwert
bis 1 Jahr üb.1-5 J. über 5 J. Summe positiv negativ
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
Zins-Swaps (gleiche Währung) 20,0 185,0 550,0 755,0 58,2 -10,5

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Zur Sicherheit übertragene Gesamtbetrag
Vermögensgegenstände in EUR
1b. / 2bb. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden aus Pfandbriefen Wertpapiere als sichernde Überdeckung 21.289.326

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Im Zinsergebnis sind keine wesentlichen negativen Zinsen aus Einlagen bei der Deutschen Bundesbank und aus Guthaben bei der DZ BANK AG enthalten. Ebenso haben wir keine negativen Zinsen aus Einlagen im Eigengeschäft sowie aus Kundeneinlagen generiert.

Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage nicht unwesentlich sind, sind enthalten in den Posten:

Sonstige betriebliche Erträge EUR
Teilauflösung Rückstellung Nachverzinsungsansprüche 545.642
Mieterträge MFH Solingen 706.071

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um 156 EUR (Vorjahr 2.553 EUR) vermindert.

Im GuV-Posten 24a sind Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340e Abs. 4 HGB in Höhe von 10.000.000 EUR (Vorjahr: - EUR) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.


E. Sonstige Angaben

Pfandbriefe

Die PSD Bank Rhein-Ruhr eG ist seit dem 19.09.2016 Pfandbriefbank.

Nachfolgend sind die Posten der Bilanz gemäß den Vorschriften für die Formblätter von Pfandbriefbanken aufgegliedert.

Da die PSD Bank Rhein-Ruhr eG das Pfandbriefgeschäft nicht schwerpunktmäßig betreibt, wurden die Untergliederungen aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit in den Anhang übernommen. Aus den gleichen Gründen stellen wir nur die nach der RechKredV vorgesehenen Posten der Bilanz dar, deren Inhalte das Pfandbriefgeschäft betreffen.

Untergliederung von Posten der Bilanz auf Grund des Pfandbriefgeschäftes

Aktiva 3 - Forderungen an Kreditinstitute

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
a) Hypothekendarlehen 0 0
b) Kommunalkredite 0 0
c) andere Forderungen 87.702.448 87.702.448 206.256.749 206.256.749
darunter:
täglich fällig 61.713.566 109.399.286
gegen Beleihung von Wertpapieren 0 0

Aktiva 4 - Forderungen an Kunden

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
a) Hypothekendarlehen 2.470.506.337 2.418.464.845
b) Kommunalkredite 0 0
c) andere Forderungen 885.908.935 3.356.415.272 854.254.598 3.272.719.443
darunter:
gegen Beleihung von Wertpapieren 0 0

Aktiva 14 - Rechnungsabgrenzungsposten

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
a) aus dem Emissions - und Darlehensgeschäft 0 0
b) andere 327.909 327.909 218.424 218.424

Passiva 1 - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
a) begebene Hypotheken-Namenspfandbriefe 282.211.348 220.957.741
b) begebene öffentliche Namenspfandbriefe 0 0
c) andere Verbindlichkeiten 813.483.244 1.095.694.592 810.070.259 1.031.028.000
darunter:
täglich fällig 0 30.046.802

Passiva 2 - Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
a) begebene Hypotheken-Namenspfandbriefe 259.550.570 220.060.704
b) begebene öffentliche Namenspfandbriefe 0 0
c) Spareinlagen
ca) mit vereinbarter Kündigungsfrist
von drei Monaten 889.618.001 1.160.652.821
cb) mit vereinbarter Kündigungsfrist
mehr als drei Monate 217.160.956 1.106.778.957 33.914.349 1.194.567.170
d) andere Verbindlichkeiten 1.445.223.003 1.432.976.656
darunter:
täglich fällig 965.075.744 1.262.205.724
Summe 2.811.552.530 2.847.604.530

Passiva 3 - Verbriefte Verbindlichkeiten

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
a) begebene Schuldverschreibungen
aa) Hypothekenpfandbriefe 0 0
ab) Öffentliche Pfandbriefe 0 0
ac) Sonstige Schuldverschreibungen 129.814 129.814 129.814 129.814
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0 0
darunter
Geldmarktpapiere 0 0
Summe 129.814 129.814

Passiva 6 - Rechnungsabgrenzungsposten

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
a) aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft 60.426 76.613
b) andere 26.264 86.690 43.020 119.633

Angaben nach § 28 PfandBG zum Hypothekenpfandbriefumlauf

Angaben zu Gesamtbetrag und Laufzeitstruktur (Angaben in Mio. EUR)

§28 Abs. 1 Nr. 1, 3 und 7 PfandBG Nennwert Barwert Risikobarwert inkl.
Verhältnis Umlauf Währungsstress 1)
zur Deckungsmasse 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Gesamtbetrag des Pfandbriefumlaufs inkl. Derivate 538,00 439,00 507,60 384,85 426,51 319,61
Gesamtbetrag der Deckungsmassen inkl. Derivate 887,53 708,59 849,95 637,80 723,96 544,50
% Fremdwährungsderivate v. Passiva 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
% Zinsderivate v. Passiva 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
% Fremdwährungsderivate v. Aktiva 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
% Zinsderivate v. Aktiva 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Überdeckung in % 64,97 61,41 67,44 65,72 69,74 70,36
Gesetzliche Überdeckung 2) 23,47 19,50 20,50 15,65 17,36 13,19
Vertragliche Überdeckung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Freiwillige Überdeckung 326,07 250,08 321,85 237,30 280,09 211,69

1) Sowohl die Ermittlung des Risikobarwerts als auch des Währungsstresses erfolgt statisch.

2) Die gesetzliche Überdeckungserfordernis setzt sich aus der barwertigen sichernden Überdeckung gemäß § 4 Abs. 1 PfandBG und der nennwertigen sichernden Überdeckung gemäß § 4 Abs. 2 PfandBG zusammen.

§ 28 Abs. 1 Nr. 4 und 5 PfandBG Pfandbriefumlauf Deckungsmasse Fälligkeitsverschiebung 3)
Laufzeitstruktur und Zinsbindungsfrist und Fälligkeitsverschiebung 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
bis zu sechs Monate 5,00 0,00 19,28 14,27 0,00 0,00
mehr als sechs Monate bis zu zwölf Monaten 5,00 0,00 22,12 16,05 0,00 0,00
mehr als zwölf Monate bis zu 18 Monaten 10,00 5,00 35,42 15,28 5,00 0,00
mehr als 18 Monate bis zu 2 Jahren 10,00 5,00 26,22 19,78 5,00 0,00
mehr als 2 Jahre bis zu 3 Jahren 5,00 20,00 59,38 61,18 20,00 10,00
mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren 20,00 5,00 66,38 54,71 5,00 20,00
mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren 85,00 20,00 62,62 51,79 20,00 5,00
mehr als 5 Jahre bis zu 10 Jahren 255,00 211,00 335,94 263,80 251,00 183,00
über 10 Jahre 143,00 173,00 260,17 211,73 232,00 221,00

3) Auswirkungen einer Fälligkeitsverschiebung auf die Laufzeitenstruktur der Pfandbriefe / Verschiebungsszenario 12 Monate.

§ 28 Abs. 1 Nr. 5 PfandBG
Informationen zur Verschiebung der Fälligkeit der Pfandbriefe nach § 30 Abs. 2a PfandBG 31.12.2023 31.12.2022
Voraussetzungen für die Verschiebung der Fälligkeit der Pfandbriefe nach § 30 Abs. 2a PfandBG Das Hinausschieben der Fälligkeit ist erforderlich, um die Zahlungsunfähigkeit der Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit zu vermeiden (Verhinderung der Zahlungsunfähigkeit), die Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit ist nicht überschuldet (keine bestehende Überschuldung) und es besteht Grund zu der Annahme, dass die Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit jedenfalls nach Ablauf des größtmöglichen Verschiebungszeitraums unter Berücksichtigung weiterer Verschiebungsmöglichkeiten ihre dann fälligen Verbindlichkeiten erfüllen kann (positive Erfüllungsprognose). Siehe ergänzend auch § 30 Absatz 2b PfandBG. Das Hinausschieben der Fälligkeit ist erforderlich, um die Zahlungsunfähigkeit der Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit zu vermeiden (Verhinderung der Zahlungsunfähigkeit), die Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit ist nicht überschuldet (keine bestehende Überschuldung) und es besteht Grund zu der Annahme, dass die Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit jedenfalls nach Ablauf des größtmöglichen Verschiebungszeitraums unter Berücksichtigung weiterer Verschiebungsmöglichkeiten ihre dann fälligen Verbindlichkeiten erfüllen kann (positive Erfüllungsprognose). Siehe ergänzend auch § 30 Absatz 2b PfandBG.
Befugnisse des Sachwalters bei Verschiebung der Fälligkeit der Pfandbriefe nach § 30 Abs. 2a PfandBG Der Sachwalter kann die Fälligkeiten der Tilgungszahlungen verschieben, wenn die maßgeblichen Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b PfandBG hierfür erfüllt sind. Die Verschiebungsdauer, welche einen Zeitraum von 12 Monaten nicht überschreiten darf, bestimmt der Sachwalter entsprechend der Erforderlichkeit. Der Sachwalter kann die Fälligkeiten von Tilgungs- und Zinszahlungen, die innerhalb eines Monats nach seiner Ernennung fällig werden, auf das Ende dieses Monatszeitraums verschieben. Entscheidet sich der Sachwalter für eine solche Verschiebung, wird das Vorliegen der Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b PfandBG unwiderlegbar vermutet. Eine solche Verschiebung ist im Rahmen der Höchstverschiebungsdauer von 12 Monaten zu berücksichtigen. Der Sachwalter darf von seiner Befugnis für sämtliche Pfandbriefe einer Emission nur einheitlich Gebrauch machen. Hierbei dürfen die Fälligkeiten vollständig oder anteilig verschoben werden. Der Sachwalter hat die Fälligkeit für eine Pfandbriefemission so zu verschieben, dass die ursprüngliche Reihenfolge der Bedienung der Pfandbriefe, welche durch die Verschiebung überholt werden könnten, nicht geändert wird (Überholverbot). Dies kann dazu führen, dass auch die Fälligkeiten später fällig werdender Emissionen zu verschieben sind, um das Überholverbot zu wahren. Siehe ergänzend auch § 30 Absatz 2a und 2b PfandBG. Der Sachwalter kann die Fälligkeiten der Tilgungszahlungen verschieben, wenn die maßgeblichen Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b PfandBG hierfür erfüllt sind. Die Verschiebungsdauer, welche einen Zeitraum von 12 Monaten nicht überschreiten darf, bestimmt der Sachwalter entsprechend der Erforderlichkeit. Der Sachwalter kann die Fälligkeiten von Tilgungs- und Zinszahlungen, die innerhalb eines Monats nach seiner Ernennung fällig werden, auf das Ende dieses Monatszeitraums verschieben. Entscheidet sich der Sachwalter für eine solche Verschiebung, wird das Vorliegen der Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b PfandBG unwiderlegbar vermutet. Eine solche Verschiebung ist im Rahmen der Höchstverschiebungsdauer von 12 Monaten zu berücksichtigen. Der Sachwalter darf von seiner Befugnis für sämtliche Pfandbriefe einer Emission nur einheitlich Gebrauch machen. Hierbei dürfen die Fälligkeiten vollständig oder anteilig verschoben werden. Der Sachwalter hat die Fälligkeit für eine Pfandbriefemission so zu verschieben, dass die ursprüngliche Reihenfolge der Bedienung der Pfandbriefe, welche durch die Verschiebung überholt werden könnten, nicht geändert wird (Überholverbot). Dies kann dazu führen, dass auch die Fälligkeiten später fällig werdender Emissionen zu verschieben sind, um das Überholverbot zu wahren. Siehe ergänzend auch § 30 Absatz 2a und 2b PfandBG.
§ 28 Abs. 1 Nr. 6 PfandBG
Liquiditäts-Kennzahlen 31.12.2023 31.12.2022
Absolutbetrag der von Null verschiedenen größten sich ergebenden negativen Summe in den nächsten 180 Tagen i. S. d. § 4 Abs. 1a Satz 3 PfandBG für die Pfandbriefe (Liquiditätsbedarf) 0,79 0,00
Tag an dem sich die größte negative Summe ergibt 15 0,00
Gesamtbetrag der Deckungswerte, welche die Anforderungen von § 4 Abs. 1a Satz 3 PfandBG erfüllen (Liquiditätsabdeckung) 16,25 13,63
Liquiditätsüberschuss 15,46 13,63
§ 28 Abs. 1 Nr. 13 PfandBG
Kennzahlen 31.12.2023 31.12.2022
Anteil festverzinslicher Deckungsmasse 100,00 % 100,00 %
Anteil festverzinslicher Pfandbriefe 100,00 % 100,00 %
§ 28 Abs. 1 Nr. 14 PfandBG Zinsstress-Barwert Zinsstress-Barwert
(nach § 6 Pfandbrief-Barwertverordnung) der Deckungsmassen des Pfandbriefumlaufs
Fremdwährung 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
0,00 0,00 0,00 0,00
§ 28 Abs. 1 Nr. 14 PfandBG
(nach § 6 Pfandbrief- Wechselkurs Nettobarwert Nettobarwert
Barwertverordnung) in Fremdwährung in EUR
Fremdwährung 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Zusammensetzung der ordentlichen Deckungswerte (Angaben in Mio. EUR)

§ 28 Abs. 2 Nr. 1a PfandBG
Verteilung der Deckungswerte
nach Größenklassen 31.12.2023 31.12.2022
bis zu 300 Tsd. € 803,59 641,35
mehr als 300 Tsd. € bis zu 1 Mio. € 61,94 47,73
mehr als 1 Mio. € bis zu 10 Mio.€ 0,00 0,00
mehr als 10 Mio. € 0,00 0,00
§ 28 Abs. 2 Nr. 1b und 1c PfandBG
Verteilung der Deckungswerte nach Nutzungsart (I) 31.12.2023 31.12.2022
wohnwirtschaftlich 865,53 689,09
gewerblich 0,00 0,00
§ 28 Abs. 2 Nr. 1b und 1c PfandBG
Verteilung der Deckungswerte nach Nutzungsart (II)
Staat 31.12.2023 31.12.2022
Bundesrepublik Deutschland
Eigentumswohnungen 155,96 117,92
Ein- und Zweifamilienhäuser 651,03 527,95
Mehrfamilienhäuser 58,54 43,22
Bürogebäude 0,00 0,00
Handelsgebäude 0,00 0,00
Industriegebäude 0,00 0,00
sonstige gewerblich genutzte Gebäude 0,00 0,00
unfertige und noch nicht ertragsfähige Neubauten 0,00 0,00
Bauplätze 0,00 0,00
Summe 865,53 689,09
Weitere Kennzahlen 31.12.2023 31.12.2022
§ 28 Abs. 1 Nr. 11 PfandBG - Gesamtbetrag der Forderungen nach § 12 Abs. 1 PfandBG, die die Grenzen nach § 13 Abs. 1 Satz 2.2. Halbsatz PfandBG überschreiten in Mio. EUR 0,00 0,00
§ 28 Abs. 1 Nr. 11 PfandBG - Gesamtbetrag der Werte nach § 19 Abs. 1 PfandBG, die die Grenzen nach § 19 Abs. 1 Satz 7 PfandBG überschreiten in Mio. EUR 0,00 0,00
§ 28 Abs. 2 Nr. 4 PfandBG - volumengewichteter Durchschnitt des Alters der Forderungen (seasoning) in Jahren 4,93 4,81
§ 28 Abs. 2 Nr. 3 PfandBG - durchschnittlicher gewichteter Beleihungsauslauf in % 50,99 50,94
ordentliche Deckung (nominal) in Mio. EUR 865,53 689,09
Anteil am Gesamtumlauf in % 160,88 156,97

Zusammensetzung der weiteren Deckungswerte (Angaben in Mio. EUR)

§ 28 Abs. 1 Nr. 12 PfandBG
Gesamtbetrag der Forderungen, die die Begrenzungen Überschreiten 31.12.2023 31.12.2022
§ 19 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG 0,00 0,00
§ 19 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG 0,00 0,00
§ 19 Abs. 1 Nr. 4 PfandBG 0,00 0,00
§ 28 Abs. 1 Nr. 8, 9 und 10 PfandBG Forderungen
Gesamtbetrag der eingetragenen Forderungen i.S.d. § 19 Abs. 1 Nr. 2 a) und b) PfandBG
davon gedeckte
Gesamt Schuldverschreibungen i.S.d. Art. 129
Verordnung (EU) Nr. 575/2013
Staat 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Keine 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00
§ 28 Abs. 1 Nr. 8, 9 und 10 PfandBG Forderungen
Gesamtbetrag der eingetragenen Forderungen i.S.d. § 19 Abs. 1 Nr. 3 a) bis c) PfandBG
davon gedeckte
Gesamt Schuldverschreibungen i.S.d. Art. 129
Verordnung (EU) Nr. 575/2013
Staat 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Keine 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00
§ 28 Abs.1 Nr. 8, 9 und 10 PfandBG Forderungen
Gesamtbetrag der eingetragenen Forderungen i.S.d. § 19 Abs. 1 Nr. 4 PfandBG
Staat 31.12.2023 31.12.2022
Bundesrepublik Deutschland 22,00 19,50
Summe 22,00 19,50
§ 28 Abs.1 Nr. 8, 9 und 10 PfandBG
Gesamtbetrag der eingetragenen Forderungen Summe
Staat 31.12.2023 31.12.2022
Bundesrepublik Deutschland 22,00 19,50
Summe 22,00 19,50

Übersicht über rückständige Leistungen (Angaben in Mio. EUR)

§ 28 Abs.1 Nr. 15 PfandBG
31.12.2023 31.12.2022
Anteil der rückständigen Deckungswerte gemäß Art. 178 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 0 % 0 %
§ 28 Abs. 2 Nr. 2 PfandBG Gesamtbetrag der mind. 90 Tage Gesamtbetrag dieser Forderungen,
rückständigen Leistungen soweit der jeweilige Rückstand
mindestens 5 % der Forderung
beträgt
Staat 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Keine 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00

ISIN-Liste der Inhaberpapiere

§ 28 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG
ISIN-Liste nach Pfandbriefgattung (nur Inhaberpfandbriefe)
31.12.2023 31.12.2022

Anhang des Jahresabschlusses

§ 28 Abs. 2 Nr. 5 PfandBG wohnwirtschaftlich gewerblich
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Anzahl der am Abschlussstichtag anhängigen Zwangsversteigerungsverfahren 0 0 0 0
Anzahl der am Abschlussstichtag anhängigen Zwangsverwaltungsverfahren 0 0 0 0
Anzahl der am Abschlussstichtag anhängigen Zwangsverwaltungsverfahren mit gleichzeitigem Zwangsversteigerungsverfahren 0 0 0 0
Anzahl der im Geschäftsjahr durchgeführten Zwangsversteigerungen 0 0 0 0
Anzahl der im Geschäftsjahr zur Verhütung von Verlusten übernommenen Grundstücke 0 0 0 0
Gesamtbetrag der rückständigen Zinsen (Angaben in Mio. EUR) 0,00 0,00 0,00 0,00

Zusatzangaben nach § 35 RechKredV

Die im Deckungsregister aufgeführten Realkredite in Höhe von 865,53 Mio. EUR werden in der Bilanz unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen. Die zur Deckung dienenden Wertpapiere in Höhe von 22,0 Mio. EUR (Nominalvolumen) sind in der Bilanzposition Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere enthalten.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 103.489 EUR und der früheren Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebenen betrugen 260.358 EUR.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 3.646.176 EUR.

Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für

EUR
Mitglieder des Vorstands 429
Mitglieder des Aufsichtsrats 77.533

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden ausschließlich im Rahmen des üblichen Kredit-, Einlagen- und Girogeschäftes zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von 8.534.748 EUR.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 156,50 60,25

Außerdem wurden durchschnittlich 12,00 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr Anzahl der Anzahl der Ge-
Mitglieder schäftsanteile
Anfang 2023 63.386 258.827
Zugang 2023 180 14.456
Abgang 2023 2.876 9.814
Ende 2023 60.690 263.469
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 493.583
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 0
Höhe des Geschäftsanteils EUR 100 Höhe der Haftsumme EUR 0
Max. je Mitglied EUR 0

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Verband der PSD Banken e.V.

Dreizehnmorgenweg 36

53175 Bonn

Mitglieder des Vorstands:
August-Wilhelm Albert Hauptamtlicher Geschäftsleiter
Dr. Stephan Schmitz Hauptamtlicher Geschäftsleiter
Mitglieder des Aufsichtsrats:
Peter Rommerskirchen (Vorsitzender), Senior Projektmanager, Deutsche Telekom AG
Sebastian Werres (Stellv. Vorsitzender), Jurist, ver.di Landesbezirk NRW
Peter Alexander, Betriebsrat, PSD Bank Rhein-Ruhr eG
Abdelhak Benayad, Betriebsrat, Deutsche Post AG
Sabine Boese, Rechtssekretärin (Syndikusrechtsanwältin), ver.di, Bezirk Mittleres Ruhrgebiet
Gisela Brüne, Postbeamtin und Betriebsrätin, Postbank Filialvertrieb AG
Roman Eberle, Gewerkschaftssekretär, ver.di Bezirk Westfalen
Martin Langes, Pensionär
Maxi Leuchters, Referatsleiterin für Finanzdienstleistungen und Corporate Governance, Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf
Felix Olbertz, Abteilungsleiter Finanzen und Mitglied im Arbeitsstab der Landesbezirksleitung, ver.di, Landesbezirk NRW - ab 14.06.2023
Monika Schwarz, Rentnerin
Ingeborg Schwenk, Pensionärin - bis 14.06.2023

Düsseldorf, 15. März 2024

PSD Bank Rhein-Ruhr eG

Der Vorstand

gez. Dr. Stephan Schmitz gez. August-Wilhelm Albert


BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PSD Bank Rhein-Ruhr eG, Düsseldorf

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PSD Bank Rhein-Ruhr eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Bewertung Kundenforderungen

2. Verändertes Marktzinsumfeld und Auswirkungen auf den Jahresabschluss

Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

1. Bewertung Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, umfassen einen Betrag in Höhe von 3.356,4 Mio. EUR. Dies entspricht 77,6 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen nach IDW RS BFA 7 unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten abhängig ist. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen von entscheidender Bedeutung für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die Systeme bzw. Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. Unsere Prüfungshandlungen umfassten die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Bereiche und Prozesse.

In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank ab.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile und die Gesamtzusage berücksichtigt.

Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

Im Hinblick auf die gebildete Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung vorhersehbarer, aber noch nicht konkretisierter Ausfallrisiken im Kreditgeschäft haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern auseinandergesetzt. Dabei haben wir die zutreffende Ableitung der sachlichen und betraglichen Bemessungsgrundlagen nachvollzogen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter nachvollzogen und plausibilisiert.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen im Abschnitt "II. 4.3 Vermögenslage" und zu den Verfahren der Risikosteuerung im Abschnitt "III. 3 Adressausfallrisiken - Forderungen an Kunden -" enthalten.

2. Verändertes Marktzinsumfeld und Auswirkungen auf den Jahresabschluss

a) Sachverhalt und Problemstellung

Das nach dem Zinsanstieg im Vorjahr nachhaltig veränderte Marktzinsumfeld hat nach wie vor Auswirkungen auf die künftige Zinsmarge der Genossenschaft sowie auf die Marktpreise der Wertpapiere.

Mit den Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 4.247,6 Mio. EUR bzw. 98,3 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, den verbrieften Verbindlichkeiten sowie den nachrangigen Verbindlichkeiten und auf der Passivseite (insgesamt 3.939,6 Mio. EUR bzw. 91,1 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz sowie die zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate mit einem Nominalwert von 740 Mio. EUR zu den Finanzinstrumenten des Zinsbuchs der Bank.

Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Die Wertpapierbestände (Aktivposten 5 und 6) belaufen sich auf insgesamt 803,5 Mio. EUR. Dies entspricht 18,6 % der Bilanzsumme. Davon werden 438,3 Mio. EUR (10,1 % der Bilanzsumme) im Jahresabschluss 2023 wie Anlagevermögen bewertet. Durch die Bewertung wie Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich nicht dauernden Wertminderungen in Höhe von 18 Mio. EUR vermieden.

Sowohl dem Ansatz und der Folgebewertung von Rückstellungen als auch der Beurteilung einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung bei Wertpapieren des Anlagevermögens einschließlich der hierbei zugrundeliegenden Annahmen und Parameter liegen in einem hohen Ausmaß Einschätzungen, Annahmen und Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen und plausibilisiert. Dabei haben wir bestimmte, von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen. Des Weiteren haben wir uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Annahmen und Parametern zur internen Risikosteuerung überzeugt.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir weiter die Bestände an Wertpapieren analysiert, deren Bewertungen mit erhöhter Ermessensentscheidung behaftet sind. Wir haben uns ein Verständnis darüber verschafft, wie die gesetzlichen Vertreter die für Schätzwerte relevanten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Annahmen und Datenquellen, identifiziert haben. Anhand ausgewählter Einzelfälle haben wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Ermessensentscheidungen und genutzten Bewertungswahlrechte risikoorientiert im Hinblick auf erhöhte Bewertungsunsicherheiten nachvollzogen. Bei Verzicht auf Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei Wertpapieren des Anlagevermögens haben wir beurteilt, ob die Wertansätze und die damit zusammenhängenden Angaben im Jahresabschluss im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften vertretbar sind.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, und Wertpapieren sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie im Abschnitt "D. II Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung - Gewinn- und Verlustrechnung -" enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen im Abschnitt "II. 4.3 Vermögenslage" enthalten.

Sonstige Informationen

Sonstige Informationen lagen zum Zeitpunkt der Erteilung dieses Bestätigungsvermerks nicht vor.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

Wertpapierdienstleistungs- und Depotprüfung nach § 89 WpHG

Schulungsveranstaltungen für Aufsichtsräte und Bankmitarbeiter

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist David Peters.

Bonn, 27.05.2024

Verband der PSD Banken e.V.

gez. Peters

Wirtschaftsprüfer

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 13. Juni 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

BaFin - Instituts - Nummer: 102004


Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023
("Länderspezifische Berichterstattung")

Die PSD Bank Rhein-Ruhr eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der PSD Bank Rhein-Ruhr eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die PSD Bank Rhein-Ruhr eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 58.514 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 202.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 23.774 TEUR.

Die Steuern auf den Gewinn betragen 6.008 TEUR und betreffen laufende Steuern.

Die PSD Bank Rhein-Ruhr eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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