LumenProVision GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Lampen und Leuchten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ina Susanne Sielemann seit 15.4.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Aktiebolag Fagerhult | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LED Linear GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftstätigkeit und wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1. Geschäftstätigkeit 1.1.1. Geschäftstätigkeit und Märkte Die LED Linear GmbH, im Weiteren "LED Linear", "Unternehmen" oder "Gesellschaft" genannt, gehört zu einem der weltweiten Anbieter von hochwertigen linearen LED-Beleuchtungslösungen. Seit 2016 ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen der schwedischen, börsennotierten AB Fagerhult (https://www.fagerhultgroup.com). Der AB Fagerhult-Konzern ist weltweit in der Beleuchtungsbranche tätig. Das Unternehmen bietet durch sein umfassendes Produktportfolio Lösungen für unterschiedliche Anwendungen (Applikationen) an. Eine große Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten eröffnen den Lichtdesignern, Planern und Architekten vielfältige Möglichkeiten der Konfiguration. LED Linear Produkte sind bereits in zahlreichen öffentlichen und privaten Projekten weltweit zum Einsatz gekommen. Viele Beispiele der Anwendungen können der Homepage www.led-linear.com entnommen werden. 1.1.2. Standorte Die LED Linear GmbH hat ihren Hauptsitz in Duisburg, wo sich sämtliche Funktionsbereiche, wie Geschäftsführung, Vertrieb, Produktmanagement und Marketing, Produktion sowie die damit verbundenen vor- und nachgelagerten Abteilungen wie Beschaffung, Arbeitsvorbereitung und Logistik, Entwicklung, Human Ressources, Rechnungswesen, IT und Datenmanagement befinden. Die Tochter- bzw. Gemeinschaftsunternehmen der LED Linear GmbH in den USA, in Frankreich und Italien sowie in Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten fungieren in erster Linie als Vertriebsgesellschaften in den jeweiligen Märkten. Wertschöpfung am Produkt wird dagegen nur teilweise im geringen Umfang durch diese erbracht. Zwecks Steigerung der Effizienzen auf Ebene des AB Fagerhult-Konzerns wurde die Zusammenlegung einzelner Standorte von Gesellschaften beschlossen. Im Zuge dessen wurden die Aktivitäten der LED Linear UK Limited/Watford, bereits im Jahr 2020 in die Fagerhult Lighting Limited, London, integriert. Die Schließung wurde im Jahr 2023 abgeschlossen. Dieses trifft auch auf die Gesellschaft in der Schweiz zu. Diese Gesellschaft wurde in 2023 ebenfalls vollständig abgewickelt. Aus den Sachverhalten ergaben sich keine Auswirkungen auf das Jahresergebnis. 2. Forschung und Entwicklung Forschung und Produktentwicklung sichern LED Linear's Stellung im Marktsegment für lineare, hochwertige Beleuchtung. Die Gesellschaft betreibt eine eigene Entwicklungsabteilung, die im abgelaufenen Geschäftsjahr im Durchschnitt 12 Mitarbeiter umfasste. Insgesamt wurden Kosten in Höhe von 1.072 TEUR (Vorjahr: 935 TEUR) für Forschung und Entwicklung aufwandswirksam gebucht. Ein Großteil der Aufwendungen fließt in die Vorentwicklung und Konzeption neuartiger Systemarchitekturen, die den zukünftigen Anforderungen von Beleuchtungssystemen in Hinblick auf ganzheitlich und konsequent umgesetzte Nachhaltigkeit der Produkte und der Transition zu kabelloser, intelligenter Konnektivität moderner Gebäude gerecht werden. Die vornehmlich in den Jahren 2022 und 2023 laufenden Vorentwicklungen ermöglichen bereits ab 2024 den Markteintritt in nachhaltige und vernetzte Leuchtensysteme für die Smart Building Baubranche. Durch neuartige und innovative Optiksysteme basierend auf nanostrukturierten Oberflächen und dem Einsatz neuer Materialien setzt sich das Leuchtensystem ULTIMA mit den geringsten CO 2 Emissionen (Lieferkette bis Installation) im weltweiten Wettbewerb durch. Darüber hinaus strebt LED Linear ein starkes Patentportfolio für intelligente Leuchtennetzwerke und Systemarchitekturen an, welches langfristig die eigenen Innovationen gegen patentrechtliche Angriffe und IP-Missbrauch schützen wird. 2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach einem kräftigen Jahresauftakt hat die Weltwirtschaft im Sommer 2023 an Schwung verloren. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat ermittelt, dass sich das globale Wachstum von 3,5% im Jahr 2022 auf 3,1% im Jahr 2023 abgeschwächt hat. Diese Abschwächung wird v. a. auf die nachlassende Erholung nach der Coronavirus-Pandemie, den russischen Krieg gegen die Ukraine sowie die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Ein weiterer dämpfender Faktor ist die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung in China, die maßgeblich auf der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor beruht. Infolge der strafferen Geldpolitik und sinkender Rohstoffpreise hat sich der Auftrieb der Verbraucherpreise in den USA und der Eurozone im Berichtsjahr deutlich abgeschwächt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt in allen Betrieben 2023 ca. 162,6 Mrd. €, nach 160,4 Mrd. € im Jahr 2022. Der Umsatz erhöhte sich damit nominal um 1,3%, verlor aber real um 5,3%. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7%. 2.2. Branchensituation Im Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie trotz nachlassender Dynamik im zweiten Halbjahr ein Umsatzplus. Der Gesamtumsatz belief sich auf 237,9 Mrd. €, was einem Anstieg von 6,0% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Obwohl die reale Produktion im vergangenen Jahr stagnierte, übertrifft die Branche als einzige große Industriebranche in Deutschland das Produktionsniveau der Vor-Corona-Zeit. Die Exporte beliefen sich auf 253,8 Mrd. €, ein Zuwachs von 2,7%, wobei China trotz eines Rückgangs von 3,5% gegenüber dem Vorjahr das Hauptabnehmerland blieb. Die Exporte in die USA stiegen um 5,4% auf 24,9 Mrd. €, während die Ausfuhren in die Eurozone um 5,6% auf 86,3 Mrd. € zunahmen. Ende des Jahres beschäftigte die Branche 908.000 Personen, was nicht nur einen Anstieg von 1,1% darstellt, sondern auch die höchste Beschäftigtenzahl seit 1995 markiert. 3. Geschäftsentwicklung Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 ging mit tatsächlich 10,7 % unter Vorjahr gegenüber der Planung im einstelligen Prozentbereich unter Vorjahr zurück. Der Grund hierfür lag an einer nicht vorhergesehenen konjunkturbedingten Abschwächung des Auftragseingangs im ersten Quartal 2023, die besonders in den Monaten Mai und Juni sowie auch später im Monat Dezember zu einem nahezu halbierten Umsatz führte. Der Rohertrag entsprach den Erwartungen von EUR 15,3 Mio. für das Geschäftsjahr 2023, beim EBIT wurde die Prognose von EUR 1,9 Mio. auf Grund einer günstigeren Kostenentwicklung übertroffen. Die Geschäftsführung ist mit der Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2023 zufrieden. 4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 4.1. Ertragslage Die unternehmerische Steuerung der LED Linear GmbH erfolgt, wie in den Vorjahren auch, im Wesentlichen über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich direkter variabler Materialkosten) und dem EBIT (Jahresüberschuss vor Gewinnabführung, bereinigt um Erträge aus Beteiligungen, Zinsaufwendungen und -erträge sowie Steueraufwendungen). Neben einer täglichen Betrachtung der Umsatzerlöse nach unterschiedlichen Ebenen wie Regionen, Kunden und Produkten erfolgt eine Analyse des Rohertrags und des EBIT auf monatlicher Ebene. Die konsequente Verfolgung der Leistungsindikatoren hat sich für die Gesellschaft als nachhaltig herausgestellt. Mit 22.002 TEUR lagen die Umsatzerlöse 10,7% unter dem Vorjahr (24.640 TEUR) und blieben hinter der Erwartung für das Geschäftsjahr 2023 zurück. Nach Regionen verzeichnete die LED Linear GmbH folgende Umsatzverteilung:
In Folge der Umsatzreduzierung fiel auch der Materialaufwand von 6.346 TEUR geringer aus als in 2022 (8.400 TEUR). Dies entspricht einer Reduzierung von 24,5%. Bezogen auf die Umsatzerlöse reduzierte sich die Materialaufwandsquote aufgrund gesunkener Einkaufspreise im Vergleich zum Vorjahr von 34,1% auf 28,8%. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen ergab sich ein in der Höhe geringerer Rohertrag von 15.240 TEUR (Vorjahr: 16.291 TEUR), der jedoch in Relation zum Umsatz in 2023 besser ausfiel als im Vorjahr (69,3% in 2023 gegenüber 66,1% in 2022) und der Erwartung für das Geschäftsjahr 2023 entspricht. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 183 TEUR in 2022 auf 210 TEUR in 2023 an. Der Personalaufwand stieg von 7.454 TEUR im Vorjahr auf 7.651 TEUR an. Dieser Anstieg von 2,6% gegenüber 2022 ergab sich vorwiegend in Folge eines höheren durchschnittlichen Personalbestands. Bezogen auf die geringeren Umsatzerlöse stieg der Anteil des Personalaufwands von 30,3% in 2022 auf 34,8% in der Berichtsperiode an. Mit einem Betrag von 4.435 TEUR fiel der sonstige betriebliche Aufwand im Vergleich zum Vorjahr um 88 TEUR höher aus (4.347 TEUR). Im Zuge des geringeren Umsatzes entsprechend geringere Aufwendungen für Verpackungen, Frachten, Verkäuferprovisionen sowie geringere Instandhaltungskosten konnten höhere Mieten, Energiekosten, Messe- und Werbekosten sowie Gewährleistungsaufwendungen nicht in vollem Umfang kompensieren. Die Abschreibungen sanken um 108 TEUR auf 819 TEUR (Vorjahr: 928 TEUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt im Jahr 2023 2.544 TEUR (Vorjahr 3.746 TEUR) und liegt damit über der Erwartung für das Geschäftsjahr 2023. Mit 1.235 TEUR verzeichneten die Erträge aus Beteiligungen einen klaren Anstieg gegenüber dem Vorjahr (790 TEUR). Dieses ist vorwiegend auf eine erhöhte Dividende seitens LED Linear USA zurückzuführen. Zinserträge (vorwiegend Zinsen aus dem Cash-Pool) erhöhten sich von 19 TEUR in 2022 auf 136 TEUR in 2023. Der Zinsaufwand stieg im Zuge der weltweiten Zinserhöhungen trotz Teil-Tilgung der Darlehen in Höhe von 2.000 TEUR im Vergleich zum Vorjahr von 245 TEUR auf 356 TEUR an. Das Ergebnis nach Steuern im Jahr 2023 beträgt 3.555 TEUR (Vorjahr: 4.289 TEUR) und wird nach Abzug von 2 TEUR für sonstige Steuern in Höhe von 3.553 TEUR im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrags in voller Höhe an die Muttergesellschaft abgeführt. 4.2. Vermögenslage Das gesamte Anlagevermögen reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 von 8.978 TEUR zum Geschäftsjahresende 2022 um 1.371 TEUR auf insgesamt 7.607 TEUR. Neben Abschreibungen in Höhe von 819 TEUR bestand die Reduzierung vorwiegend aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von ca. 1.137 TEUR. Hierbei handelt es sich um die Liquidation der LED Linear UK. Die Zugänge im Anlagevermögen betrugen 546 TEUR. Im Wesentlichen bestanden die Investitionen aus Anzahlungen (155 TEUR) sowie Ausgaben für immaterielle Vermögensgegenstände (18 TEUR), technische Anlagen und Maschinen (67 TEUR) und Betriebs- und Geschäftsausstattung (307 TEUR). Das Umlaufvermögen reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 von 14.372 TEUR zum Geschäftsjahresende 2022 um 2.485 TEUR auf 11.887 TEUR. Davon entfielen 924 TEUR auf geringere Vorräte und 1.541 EUR auf geringere Forderungen und weitere 20 TEUR auf einen geringeren Kassenbestand. Die Reduzierung der Vorräte um 924 TEUR von 6.019 TEUR im Vorjahr auf 5.095 TEUR im Berichtsjahr zeugt einerseits von weitgehend stabilisierten Lieferketten sowie von verstärkten Anstrengungen der Gesellschaft bei der Vermeidung unnötiger Mittelbindung und ist im Vergleich zum Vorjahr vorwiegend auf einen um 492 TEUR geringeren Bestand an Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen zurückzuführen. In Folge besser abgestimmter Prozesse zwischen der Disposition (Customer Center) und der Produktionsplanung konnte im Vergleich zum Vorjahr auch eine Reduzierung der unfertigen Erzeugnisse um 190 TEUR erzielt werden. Zugleich reduzierte sich auch der Bestand an Fertigerzeugnissen um 226 TEUR (von 426 TEUR im Vorjahr auf 199 TEUR per Ende 2023). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich aufgrund des Rückgangs der Cashpool-Forderungen im Zusammenhang mit der Teil-Tilgung einer Finanzverbindlichkeit gegenüber einem verbundenen Unternehmen um 2.000 TEUR. Gegenläufige Effekte in diesem Bilanzposten in Höhe von 196 TEUR, eine Erhöhung der Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen um 248 TEUR sowie weitere Veränderungen in den Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände um 13 TEUR führten insgesamt zu einer Verringerung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 1.541 TEUR auf einen Bilanzwert von 6.726 TEUR. In Folge der zuvor beschriebenen Einflüsse veränderte sich die Bilanzsumme von 23.591 TEUR um 3.795 TEUR auf insgesamt 19.796 TEUR am Bilanzstichtag zum 31.12.2023. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich leicht um 16 TEUR von 1.829 TEUR auf 1.845 TEUR. Die darin enthaltenen Rückstellungen für Personalkosten reduzierten sich um 121 TEUR (31.12.2023: 680 TEUR; Vorjahr 801 TEUR) - zugleich erhöhten sich die Rückstellungen für Gewährleistungen von 430 TEUR im Vorjahr auf 523 TEUR um 93 TEUR. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um 3.811 TEUR (31.12.2023: 10.697 TEUR; Vorjahr 14.507 TEUR). Der wesentliche Anteil dieses Rückgangs entfiel auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (3.838 TEUR). Davon entstanden 2.000 TEUR durch die Teil-Tilgung von Darlehen. Diese wurden von 8.000 TEUR per Ende 2022 auf 6.000 TEUR per Ende der Berichtsperiode reduziert. Zugleich reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um weitere 1.848 TEUR. Hier zeigt sich die im Vergleich zum Vorjahr geringer ausfallende Verbindlichkeit zur Gewinnabführung (-737 TEUR), außerdem reduzierte sich der Saldo um weitere 1.125 TEUR wegen der erfolgten Liquidation der Beteiligung LED Linear UK. Der Rest entfiel auf Veränderungen durch Wechselkursdifferenzen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich leicht um 90 TEUR (31.12.2023: 896 TEUR; Vorjahr 806 TEUR). 4.3. Finanzlage Das Eigenkapital der LED Linear GmbH ist wegen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Eigenkapitalanteil betrug 36,6% (Vorjahr 30,8%). Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling-System der AB Fagerhult-Gruppe einbezogen. Hieraus bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 3.193 TEUR (Vorjahr5.109 TEUR). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen aus den erwirtschafteten Cashflows der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den weiter oben beschriebenen Darlehen. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen zu begleichen. Für den Prognosezeitraum erwartet die Geschäftsführung keine Liquiditätsengpässe. Eine kurzfristige Liquiditätsanalyse ist Bestandteil des wöchentlichen Reportings. 5. Risikobericht 5.1. Risikomanagement Zur Betrachtung von Chancen und Risiken unterhält die LED Linear ein Risikomanagementsystem. Dieses besteht in erster Linie aus einem aussagekräftigen Berichtswesen, welches das Management mit zyklischen oder adhoc Berichten über Planabweichungen und außergewöhnliche Vorkommnisse informiert und somit in der strategischen, taktischen und operativen Entscheidungsvorbereitung und -findung unterstützt. Damit ist LED Linear in der Lage, kurzfristig auf Schwachstellen zu reagieren und entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen einzuleiten. Die Entwicklung des Unternehmens wird im Wesentlichen durch die folgenden Risiken und Chancen beeinflusst. Risiken sind nach abnehmender Bedeutung in der Nettodarstellung dargestellt. 5.2. Relevante Risikofaktoren 5.2.1. Angriffskrieg auf die Ukraine: Die LED Linear GmbH hat in 2023 weder in der Ukraine noch in Russland Umsatzerlöse generiert. Die indirekten Konsequenzen des russischen Angriffskrieges betreffen jedoch die LED Linear ebenfalls: Insbesondere in der Europäischen Union ist das Wirtschaftswachstum nachhaltig schwach. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden, was in deutlichen Preissteigerungen resultiert. Auch wenn die Inflation mittlerweile im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen istt, bestehen nach wie vor hohe Unsicherheiten und eine Zurückhaltung bei unseren Kunden für neue Projekte. 5.2.2. Konjunkturelles Risiko: Die LED Linear GmbH konzentriert sich im Wesentlichen auf das hochwertige Spezifikationsgeschäft. In diesem Marktsegment wird der größte Umsatzanteil generiert. In diesem Rahmen nimmt das Unternehmen direkt oder indirekt über Absatzmittler an Ausschreibungen teil. Die Anzahl und der Umfang der Ausschreibungen im Bereich der Bau- und Ausbauindustrie ist dabei von der konjunkturellen Entwicklung abhängig. Die gegenwärtige konjunkturelle Lage ist durch einen spürbaren Rückgang der Nachfrage gekennzeichnet, was ein erhebliches Risiko für die Wirtschaft darstellt. Dieser Nachfragerückgang kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden, darunter die Abschwächung globaler Wirtschaftsaktivitäten, Unsicherheiten auf den Finanzmärkten und eine zurückhaltende Investitionsneigung der Unternehmen. 5.2.3. Projektgeschäft: Im Projektgeschäft sind Risiken allgegenwärtig und können die erfolgreiche Durchführung eines Projekts erheblich beeinträchtigen. Zu den häufigsten Risiken gehören Projektverzögerungen, die durch unvorhergesehene Ereignisse oder Ressourcenengpässe verursacht werden können. Kostenüberschreitungen sind ebenfalls ein kritisches Risiko, insbesondere wenn die ursprünglichen Kostenschätzungen ungenau waren oder externe Faktoren wie Marktschwankungen oder Änderungen der Rohstoffpreise eintreten. Qualitätsprobleme können auftreten, wenn die Projektstandards nicht eingehalten werden oder wenn es an qualifiziertem Personal mangelt. Darüber hinaus stellen kommunikative Missverständnisse zwischen den Stakeholdern ein Risiko dar, das zu Fehlinterpretationen und Fehlentscheidungen führen kann. Schließlich ist das Ausfallrisiko von Projektpartnern nicht zu unterschätzen, da dies die Projektarbeit stören und zu Verzögerungen oder sogar zum Projektabbruch führen kann. Um diese Risiken zu minimieren, ist es entscheidend, ein robustes Risikomanagement zu implementieren, das eine gründliche Risikoanalyse und regelmäßige Überwachung umfasst. Zu diesem Zweck nutzen wir entsprechende Projektmanagementtools, in welchen wir jederzeit den Status jedes einzelnen Projektes abrufen können. 5.2.4. Personal: Um die Wachstumsziele nachhaltig zu verfolgen ist eine konsequente und stetige Nachführung von qualifiziertem Personal notwendig. Dabei bleibt abzuwarten, inwiefern die weitere wirtschaftliche Entwicklung den Arbeitsmarkt weiter beeinflussen wird. So könnte die Wechselmotivation von neuen Mitarbeitern rezessionsbedingt gehemmt sein, da langjährige Mitarbeiter eines anderen Unternehmens die erarbeitete Sicherheit nur noch im geringeren Umfang riskieren. Die LED Linear nutzt jedoch nach wie vor die Kommunikation zu den relevanten Fachbereichen umliegender Hochschulen, um schon frühzeitig Studenten und Absolventen für sich zu gewinnen. So konnten auch im letzten Jahr wieder Absolventen in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden. 5.2.5. Sicherheit der Systemlandschaft: Bei der fortschreitenden Digitalisierung unserer Geschäftsmodelle und Prozesse spielt unsere Systemlandschaft zunehmend eine tragende Rolle. Wir nutzen in steigendem Maße internetbasierte Anwendungen und bieten internetbasierte Produkte an, um den Kundennutzen und die Effizienz unserer Produkte und Prozesse zu erhöhen. Gleichzeitig wachsen weltweit die regulatorischen Anforderungen an den Schutz, die Integrität und Verfügbarkeit von Daten. Neben dem möglichen Verlust von Geschäftsinformationen und geistigem Eigentum müssen wir uns vor Angriffen auf unseren Bestand an personenbezogenen Daten schützen. Dabei spielen für uns nicht nur externe Cyberangriffe auf unsere IT-Systeme eine Rolle, sondern auch fehlendes Bewusstsein in unserer Organisation, welches durch kontinuierliche Schulung und Aufklärung durch externe Experten erlangt werden muss. Zusätzlich zum Diebstahl von Daten durch Dritte besteht die Gefahr des Verlusts von Daten sowie von signifikantem Aufwand zur Wiederherstellung. Wir begegnen diesen Risiken mit regelmäßigen Datensicherungen und Sicherheitsupdates, professionellem Virenschutz und der regelmäßigen Schulung unserer Mitarbeiter. 5.2.6. Infrastruktur der Datenanbindungen: Der vermehrte Einsatz der Mitarbeiter im "Homeoffice" und das dadurch bedingte ansteigende Datenvolumen erfordert eine Bereitstellung von immer größeren Datenleitungskapazitäten. Während innerhalb der Unternehmung Datenleitungsstrukturen auf eigene Initiative hergestellt werden können, ist die Einflussnahme auf externe Dienstleister, Kommunen etc., die für die Bereitstellung der Kapazitäten zwischen den Standorten verantwortlich sind, nur begrenzt. In den letzten beiden Jahren wurde jedoch von Seiten der Kommune und der Telefonanbieter die Internetverfügbarkeit am Standort signifikant ausgebaut. 5.2.7. Technische Überalterung von Bauteilen: Die Lebenszyklen innerhalb der Halbleiterbranche, in welcher sich das Unternehmen subsumieren lässt, waren in der Vergangenheit sehr kurz. Folglich bestand das Risiko einer schnellen Überalterung von technischen Bauteilen, die zur Abwertung von Lagerbeständen führen kann. Inzwischen schreitet der Alterungsprozess jedoch deutlich langsamer voran. Durch fortlaufende Entwicklungsaktivitäten werden diese Risiken minimiert. 5.2.8. Marktdynamik und Wettbewerbsumfeld: Die Entwicklungen in der Lichtindustrie führten in den vergangenen Jahren verstärkt zu Konsolidierungs- und Kommodisierungsdynamiken. Durch reduziertes Marktwachstum und scharfen Wettbewerb sehen wir insbesondere am Anfang und in der Mitte der Wertschöpfungskette ein erhöhtes Risiko für Konsolidierungen. Ferner besteht mittelfristig das Risiko, dass Differenzierungsmöglichkeiten über technologische Kompetenz oder den Markenwert abnehmen. Hieraus resultiert, dass sich die Hersteller von LED-Komponenten und -Produkten für die Allgemeinbeleuchtung stärker als bisher über den Preis differenzieren müssen, und es zu einem Preiskampf zwischen Wettbewerbern kommt, die ihre Fertigungskapazität auslasten wollen sowie eine Strategie zur Gewinnung von Marktanteilen verfolgen. Zur Sicherstellung unserer Produktivität sowie rechtzeitigen Belieferung von Komponenten aus einem angespannten Beschaffungsmarkt kommt unter anderem einem effizienten Beschaffungswesen wachsende Bedeutung zu. Wir prüfen unsere Strukturen regelmäßig, um mögliche Kosteneinsparungen zu identifizieren. Auf diese Weise versuchen wir, Kosteneinsparungen und operative Verbesserungen zu erzielen, die uns in die Lage versetzen, sinkende Verkaufspreise und höhere Lohnkosten zu kompensieren und die an den Kunden kommunizierte Liefertreue einzuhalten. 5.2.9. Pandemien und dadurch bedingte weltwirtschaftliche Risiken: Die COVID-19-Pandemie hat sich nach einer lokal versetzten Ausbreitung im Jahr 2020 als weltweites Phänomen etabliert. Es wurden wirksame Impfstoffe entwickelt, die die Bevölkerung nachhaltig vor einer Ansteckung schützen sollen. Im Jahr 2023 wurde die Pandemie offiziell für beendet erklärt. Bei einem erneuten Ausbruch dieses oder anderer Erreger ist jedoch erneut mit erneuten Einschränkungen zu rechnen. Wir sind nach den Erfahrungen der letzte Pandemie jedoch gut auf einen solchen Fall vorbereitet. 5.2.10. Finanzielle Risiken: Finanzielle Risiken, zu denen Liquiditäts-, Zins- und Ausfallrisiken zählen, überwacht LED Linear mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten, die eine zeitnahe und transparente Berichterstattung ermöglichen. Das Berichtswesen der AB Fagerhult-Gruppe gewährleistet eine regelmäßige Erfassung, Analyse, Bewertung und Steuerung finanzieller Risiken. Die Liquiditätsversorgung der LED Linear wird durch einen ausreichenden Bestand an liquiden Mitteln sichergestellt, um Liquiditätsengpässe bestmöglich auszuschließen. Ausfallrisiken, den Forderungsbestand betreffend, werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Sollte es uns nicht gelingen, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen, kann dies zu negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Aus Sicht der Geschäftsführung bestehen zum heutigen Zeitpunkt keine bestandsgefährdenden Risiken. 5.3. Chancen 5.3.1. Synergien im Produktportfolio und der Märkte: Hervorzuheben ist, dass LED Linear über ein, im Vergleich zu den Schwestergesellschaften in der AB Fagerhult-Gruppe, komplementäres Produktportfolio verfügt. Überschneidungen sind nahezu nicht vorhanden. Der variable, LED Linear Produktbaukasten, welcher, gestützt durch ein Online Konfigurationstool, auf den architektonischen Spezifikationsmarkt abzielt, stellt in der Gruppe eine Novität dar. Im Rahmen der AB Fagerhult-Gruppe lassen sich ferner neue Absatz- und Vertriebskanäle nutzen, die bereits durch Gruppenmitglieder erschlossen wurden. 5.3.2. Produktionstechnologien: LED Linear verfügt über produktionsrelevante Technologiebausteine. Hier sind im Besonderen die polymere Vergusstechnologie sowie die SMT-Bestückung auf flexible Substrate im R2R Prozess zu nennen, welche unser Technologieportfolio erweitern. Durch die Einbringung der zuvor genannten Fähigkeiten und die Nutzung des nunmehr zusätzlich vorhandenen Netzwerkes innerhalb der AB Fagerhult-Gruppe, sieht sich LED Linear für 2024 und in den Folgejahren gut aufgestellt, die weiterhin ambitionierten Ziele, bezogen auf die finanziellen Leistungsindikatoren zu erreichen. LED Linear unterhält ein Steuerungssystem, das auf dem Planungssystem, dem periodischen Berichtswesen, der Definition und Überwachung von Vertriebs-, Markt-, Produktions- und Finanzkennzahlen inkl. der finanziellen Leistungsindikatoren beruht. Dieses Berichtswesen wird stetig den Anforderungen des Empfängerkreises angepasst. Die Marktchancen für LED Linear GmbH sieht die Geschäftsführung nach wie vor als sehr gut an. Die Marke LED Linear genießt einen immer noch wachsenden Bekanntheitsgrad, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, der, zusammen mit dem guten Ruf der Marke, die Absatzaussichten positiv beeinflusst. Die Produktpalette wird stetig erweitert und technische Innovation werden stetig vorangetrieben. 6. Prognosebericht Die Erholung der Weltwirtschaft von den multiplen Krisen erweist sich als erstaunlich widerstandsfähig, aber die steigende Wachstumsdynamik war bislang nicht überall zu spüren. Besonders gedämpft fiel das Wachstum im Euroraum aus, wo Verbraucherstimmung und Unternehmensinvestitionen unter den anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und den erhöhten Zinsen litten. Weltweit verzeichnen Volkswirtschaften mit niedrigem Einkommen weiterhin Produktionsrückstände im Vergleich zu vor der Pandemie - bei gleichzeitig erhöhten Kreditkosten. Zudem deuten jüngste Indikatoren auf eine gewisse Abschwächung des Wachstums hin. Angriffe auf Schiffe im Roten Meer haben die Transportkosten drastisch erhöht und die Lieferzeiten verlängert, wodurch Produktionspläne gestört wurden und der Preisdruck zunahm. Vor diesem gemischten Hintergrund prognostizierte der IWF in seinem im April 2024 aktualisierten World Economic Outlook ein globales Wachstum von 3,2% für das Jahr 2024 und 3,2% im kommenden Jahr. Den IWF-Projektionen zufolge dürfte sich das Wachstum im Euroraum von 0,5% im Jahr 2023 auf 0,9% in 2024 erholen. Es wird erwartet, dass der Aufschwung durch einen stärkeren Konsum der privaten Haushalte getragen wird, da die Auswirkungen des Schocks bei den Energiepreisen nachlassen und die Inflation sinkt, was das Wachstum der Realeinkommen unterstützt. Für Deutschland sieht der IWF im kommenden Jahr ein Wachstum von 0,5%. Damit wurden die Schätzungen aus dem Oktober 2023 um 0,4 Prozentpunkte gesenkt. Eine harte Landung werde es vermutlich aber nicht geben. Lt. IWF leidet die Exportnation Deutschland unter den hohen Energiepreisen und dem schwächelnden Welthandel. In den Vereinigten Staaten blieb das Wachstum im Jahr 2023 trotz steigender Zinsen und einer Verschärfung der Kreditbedingungen robust und stieg auf 2,5 %. Das Wachstum scheint sich allerdings im vierten Quartal 2023 abgeschwächt zu haben, und dürfte sich noch weiter abschwächen, da die Auswirkungen der restriktiven Geldpolitik zunehmend auf den Ausgaben der privaten Haushalte lasten. Vor diesem Hintergrund erwarten IWF und OECD, dass das Wachstum 2024 auf 2,1% zurückgeht. Der Zentralverband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI e.V.) prognostiziert für das Jahr 2024 einen Rückgang der realen Produktion um 2 %. Dies wird durch eine schwache Industriekonjunktur in Deutschland, eine nachlassende Produktion im zweiten Halbjahr 2023 und einen Rückgang der Auftragseingänge um 1,9% begründet. Trotz dieser Herausforderungen wird erwartet, dass es sich lediglich um eine temporäre Wachstumsabschwächung handelt, angesichts der anhaltenden Megatrends hin zu mehr Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung. Für das kommende Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung für die LED Linear GmbH von deutlich höheren Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr und einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung aus. Grund hierfür ist ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegener Auftragsbestand. Es wird in 2024 wegen zu erwartender höheren Materialeinsatzkosten vorübergehend zu einem deutlich geringeren Rohertrag und, wegen des geplanten Personalzuwachses, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2024, zu einem leicht geringeren EBIT im Vergleich zum Vorjahr kommen, welche sich aber im Zuge der weiteren Geschäftsentwicklung über 2024 hinaus wieder verbessern wird.
Duisburg, 7. August 2024 Ina Sielemann, Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.20231. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die LED Linear GmbH hat ihren Sitz in Duisburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HR B 33525 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss der LED Linear GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften und den Erleichterungswahlrechten für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für Kapitalgesellschaften und den Erleichterungswahlrechten für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB). Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. In die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die freiwillige Zwischensumme "Gesamtleistung" eingefügt. Der Anhang ist größtenteils in TEUR dargestellt, sodass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. 3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden werden beibehalten. Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB zur Bilanzierung selbst geschaffener Vermögenswerte wird kein Gebrauch gemacht. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Sachanlagen werden über die folgenden Nutzungsdauern abgeschrieben:
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,- werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Wertaufholungen erfolgen, wenn der Grund für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung entfällt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nur im Rahmen einer dauerhaften Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Wertaufholungen erfolgen, wenn der Grund für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung entfällt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittsverfahren ermittelt. In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Sofern notwendig wird zum Stichtag der niedrigere beizulegende Zeitwert ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten, d.h. mit ihrem Nennwert bewertet. Ausfallrisiken wird durch angemessene Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Währungsforderungen sind kurzfristig und werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag ungerechnet. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die zu Aufwendungen in den kommenden Perioden führen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgt zum voraussichtlichen notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mittels Abzinsungsfaktor nach Angabe der Deutsche Bundesbank gem. §253 Abs. 2HGB abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Währungsverbindlichkeiten sind gem. § 256a HGB zum Bilanzstichtag zum Devisenkassakurs umgerechnet worden. 4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagenvermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. 4.1. Anteilsbesitz
1 : 31.12.2022 bzw. 2022 2 : 31.03.2023 bzw. 2022/2023 3 : 31.12.2023 bzw. 2023 Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 870 TEUR (Vorjahr: 757 TEUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 3.193 TEUR (Vorjahr: 5.109 TEUR) kurzfristige Forderungen aus dem Cashpool. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit 1.948 TEUR (Vorjahr: 1.699 TEUR) lediglich Forderungen aus Lieferungen. Aufgrund des 29.September 2017 mit der Fagerhult GmbH, Tettnang, abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags, erfolgt der Ausweis des Eigenkapitals wie im Vorjahr ohne Jahresüberschuss. Unter den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich, Gewährleistungen, Rückbauverpflichtungen und externe Verkaufsprovisionen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 9.553 TEUR (i. Vj. 13.390 TEUR) Darlehen und Verbindlichkeiten aus Gewinnabführungsverträgen gegenüber der einzigen Gesellschafterin Fagerhult GmbH. Auf die Verbindlichkeiten aus Darlehen i.H.v. 6 Mio. EUR hat die Gesellschafterin einen Rangrücktritt erklärt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit 9 TEUR (i. Vj. 10 TEUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 5. Sonstige Angaben 5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
5.2. Mitarbeiter Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen gemessen nach Anzahl der Arbeitnehmer - ohne Geschäftsführung und Auszubildende - waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
5.3. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens von Frau Dipl.-Wirtschaftsingenieurin Ina Sielemann, Rheinberg geführt. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Gesellschaft ist seit dem 15. März 2016 ein Konzernunternehmen der AB Fagerhult Group mit Sitz in Habo/Schweden, das gleichzeitig oberstes Munterunternehmen ist. Die LED Linear GmbH wird in den Konzernabschluss der AB Fagerhult Group als größter und kleinster Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss der AB Fagerhult Group in Habo, Schweden wurde gemäß lokaler Vorgaben auf https://www.fagerhultgroup.com/investors/, sowie bei dem Swedish Companies Registration Office und den Finanzbehörden publiziert. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Aufgrund des am 29.September 2017 mit der Fagerhult GmbH geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss in vollständiger Höhe an den Gesellschafter abgeführt.
Duisburg, 7 August 2024 Ina Sielemann, Geschäftsführerin Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LED Linear GmbH, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LED Linear GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LED Linear GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 7. August 2024 KPMG
AG
Engel, Wirtschaftsprüferin Helfinger, Wirtschaftsprüfer |
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