Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 621
Vorher
FDF Holding GmbHEFD Induction GmbH
Eingetragen
31.8.1955
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Vertrieb, die Projektierung und die Fertigung von industriellen Produkten/Anlagen mittels Induktions- oder Lasertechnologie sowie zugehörige Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EFD Induction Group ASNOR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EFD Induction Group AS
Norway
3.074.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ENRX GmbH (vormals: EFD Induction GmbH)

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unser Unternehmen gehört zur international tätigen ENRX Group (vormals: EFD Induction Group) und unser Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der ENRX Group AS, Skien/ Norwegen, einbezogen.

Wir konzipieren, fertigen und vertreiben Induktionserwärmungsanlagen und Umrichter, sowie Ersatzteile und Dienstleistungen wie Serviceeinsätze und Schulungen.

Wir sind in die internationale Organisation der ENRX Group (vormals: EFD Induction Group) integriert und sind auch Unterlieferant für interne Kunden. Wir haben die Vertriebsverantwortung im Bereich Induktionshärteanlagen für Europa, Russland, Nord-Afrika und die Türkei und im Bereich Umrichter für Deutschland, die Niederlande und dem deutschsprachigen Raum der Schweiz. Wir vertreiben aber auch Maschinen weltweit oder unterstützen unsere Schwesterunternehmen bei den weltweiten Vertriebs- und Serviceaktivitäten.

Unser Unternehmen ist in drei Bereiche gegliedert:

IHM - Induction Heating Machines - In diesem Bereich werden schwerpunktmäßig Maschinen aus dem Bereich der Induktionshärtung vertrieben. Es handelt sich hierbei um Sonderanlagen oder Anlagen bestehend aus standardisierten Komponenten für spezielle Applikationen.

IPS - Induction Power Systems - In diesem Bereich werden Umrichter verkauft, die in unserem Schwesterunternehmen in Norwegen und bei uns gefertigt werden. Die Umrichter werden in der Regel mit Applikationen und ggf. kleineren Systemen angeboten und verkauft.

SAS - Service and After Sales - Dieser Bereich ist für den Verkauf von Ersatzteilen aus eigener Fertigung, Umbauten von bestehenden Anlagen, sowie den Verkauf von Zukaufteilen verantwortlich. Weiterhin werden auch Dienstleistungen wie Versuche, Serviceeinsätze, Wartungen, Beratung und Schulungen verkauft.

Der größte Teil unserer Kunden kommt aus dem Bereich Automobil und Automotive. Weitere Schwerpunkte liegen im Bereich der (Groß-)lagerfertigung, der Herstellung von Führungen und Maschinenbauteilen und der Elektroindustrie.

Als zentrale Steuerungsgrößen für unseren Erfolg verwenden wir die betriebliche Leistung sowie das Betriebsergebnis (EBIT). Die betriebliche Leistung setzt sich aus den Umsatzerlösen, den anderen aktivierten Eigenleistungen und der Veränderung der Halb- und Fertigfabrikate zusammen.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft

Insgesamt war das Geschäftsjahr von der auslaufenden Covid-19 Pandemie sowie von dem Ukraine Krieg massiv betroffen. Insbesondere ein eingebrochener Markt für Investitionsgüter und die stark beeinträchtigten Lieferketten, verbunden mit erheblichen Lieferverzögerungen und Preissteigerungen haben den Geschäftsverlauf geprägt. Das haben wir bei den Auftragseingängen und bei den Umsätzen deutlich gespürt.

Entwicklung des Unternehmens

Das Jahr 2022 startete mit einem niedrigen IHM-Auftragsbestand, der sich im Verlaufe des Jahres weiter nach unten bewegte, weil zu wenig neue Aufträge eingingen. Die betriebliche Leistung war dementsprechend niedrig, unsere diesbezüglichen Budget-Erwartungen wurden hier sehr deutlich verfehlt.

Das IPS-Geschäft zeigte sich hingegen sehr Krisenresistent, der Auftragseingang lag über Budget. So lag auch die betriebliche Leistung für das Jahr 2022 über Budget und auch deutlich über dem Vorjahr. Lieferverzögerungen auf der Lieferantenseite haben allerdings einen noch höheren möglichen Umsatz verhindert, das führte zu einem sehr hohen Auftragsbestand zum Jahresende.

Auch das SAS-Geschäft zeigte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erholt. So stieg die betriebliche Leistung um ca. 9% gegenüber dem Vorjahr, das Budget wurde allerdings verfehlt. Insbesondere bei den größeren Umbau-Aufträgen kam es zu zeitlichen Verschiebungen, teils wegen lieferantenseitiger Verzögerung, teils wegen kundenseitiger Verschiebungen. Dadurch liegt der Auftragsbestand bei den Umbau-Aufträgen zum Jahresende auf einem sehr hohen Niveau.

Insgesamt liegt das betriebliche Leistungsvolumen auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Das Budget wurde jedoch sehr deutlich verfehlt.

Die Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres ist aufgrund der vorgenannten Entwicklungen als unbefriedigend zu beurteilen. Als Konsequenz haben wir zum Ende des Geschäftsjahres eine weitreichende Restrukturierung beschlossen. Es wurde entschieden, die Produktion von IHM Maschinen am Standort Freiburg zu beenden. Die Versorgung des europäischen Marktes mit IHM Maschinen wird künftig von dem EFD-Standort in China wahrgenommen. Unser Fokus in Freiburg wird künftig auf IPS und SAS liegen.

Produktion und Beschaffung

Die Auslastung der Produktion war wie schon im Vorjahr krisenbedingt in weiten Teilen des Unternehmens nicht vollständig gegeben. Um die Kapazitäten in den betroffenen Bereichen temporär anzupassen haben wir weiterhin mit Kurzarbeit reagiert. Außerdem waren wir bei der Wiederbesetzung von ausgeschiedenen Mitarbeitern sehr restriktiv.

Investitionen

Die Investitionstätigkeit wurde, wie bereits in den vergangenen Jahren, auf das notwendige Maß beschränkt. Allerdings haben wir eine IHM-Anlage für ein Vermietungsgeschäft mit einem Kunden aktiviert. Dadurch ergibt sich ein Anstieg der Investitionen um etwa 0,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr.

Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl hat sich im Jahr 2022 von 125 auf 114 Mitarbeiter vermindert.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Im Jahr 2022 wurde das Überwachungsaudit für ISO 9001:2015 erfolgreich bestanden. Außerdem haben wir erfolgreich die Zertifizierung nach ISO 14001:2015 sowie nach ISO 45001:2018 durchgeführt.

Das betriebliche Vorschlagswesen hat auch im Jahr 2022 eine ganze Reihe von Mitarbeiter motiviert, Verbesserungsmaßnahmen einzureichen. Ebenso kamen wieder viele interessante Impulse aus den Abteilungen über kontinuierliche Verbesserungsprozesse.

3. Darstellung der Lage

Ertragslage

Unsere betriebliche Leistung wird maßgeblich durch IHM-Maschinenbau-Aufträge mit einer Projektdauer von 6 bis über 12 Monaten beeinflusst. Das strenge Realisationsprinzip kann daher zu stichtagsbezogenen Ergebnisschwankungen führen, die Vorjahresvergleiche erschweren.

Der Auftragseingang im Maschinenbau war aufgrund der schwachen Nachfrage sehr gering. Die Kapazitätsauslastung war im Maschinenbau in den verschiedenen Abteilungen nicht immer gewährleistet. Leerkosten konnten trotz Abbau von Zeitkonten, Urlaubsentnahmen und durch Kurzarbeit nicht vermieden werden.

Bei unseren Verkaufsanstrengungen haben wir im Einzelfall auch Aufträge mit sehr niedrigen Deckungsbeiträgen akzeptiert. Wo erforderlich haben wir Drohverluste durch entsprechende verlustfreie Bewertung und die Bildung von Drohverlustrückstellungen im Jahr 2022 antizipiert.

Die Umsatzerlöse des Jahres 2022 liegen mit ca. 18,5 Mio. EUR knapp unter dem Vorjahreswert. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich im Jahr 2022 um ca. 0,2 Mio. EUR. Insgesamt liegt die betriebliche Leistung bei 19,1 Mio. EUR und damit leicht über Vorjahresniveau.

Der Rohertrag (betriebliche Leistung abzüglich Materialaufwand) in Relation zur betrieblichen Leistung liegt mit rd. 55 % (Vorjahr 58 %) auf einem im Vergleich zu 2021 niedrigeren Niveau. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem veränderten Produktmix im Bereich Service und Ersatzteile.

Die Personalkosten sind im Jahr 2022 gegenüber Vorjahr um rund 2 % gesunken. Hauptgrund dafür war eine Personalreduzierung.

Im Jahr 2022 stiegen die Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um ca. 16 % aufgrund der im Jahr 2022 durchgeführten Investitionen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit rund 9,7 Mio. EUR deutlich über dem Wert des Vorjahres von 3,8 Mio. EUR. Dies ist vor allem auf die hier enthaltenen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von rund 5,5 Mio. EUR im Zusammenhang mit dem Beschluss der Beendigung der Produktion von IHM Maschinen am Standort Freiburg und dem entsprechend verhandelten Sozialplan zurückzuführen. Darüber hinaus lief die Sondervereinbarung mit unserem Vermieter zur temporären Absenkung der Pachtkosten aus. Unter Herausrechnung der Restrukturierungskosten ergibt sich ein Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um ca. 7 %.

Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei -8.162 TEUR (Vorjahr -2.369 TEUR). Unsere Vorjahresprognose eines EBIT von rund -1,6 Mio. EUR wurde damit auch ohne Berücksichtigung der Restrukturierungskosten verfehlt, weil die Erholung der Märkte nicht in dem Umfang stattfand, wie wir erwartet hatten.

Vermögenslage

Die Investitionen beliefen sich im Jahr 2021 auf 658 TEUR (Vorjahr: 414 TEUR). Enthalten ist auch eine für Vermietungszwecke aktivierte IHM-Anlage in den Anlagen im Entstehen.

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 0,5 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg resultiert zum Teil aus höheren Mindestbeständen aufgrund der schwierigen Beschaffungslage.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen um ca. 0,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Das lag an dem gegenüber dem Vorjahr höheren Umsatz für die Monate November und Dezember.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR insbesondere aufgrund der gebildeten Restrukturierungsrückstellungen für die beschlossene Beendigung der Produktion von IHM Maschinen.

Finanzlage

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich Ende 2022 auf -15.134 TEUR (Vorjahr -6.765 TEUR).

Die Liquidität konnte trotz des ausgewiesenen Jahresfehlbetrages über weite Strecken des Jahres 2022 auf stabilem und unkritischem Niveau gehalten werden. Wo erforderlich wurden die Kreditlinien des Gruppen-internen Cash-Pools entsprechend temporär ausgeweitet.

Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit von 0,5 Mio. EUR, ein negativer operativer Cashflow von -3,7 Mio. EUR sowie ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -0,3 Mio. EUR, sodass der Nettofinanzmittelbestand bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der Verbindlichkeiten aus Cashpool von -3,8 Mio. EUR auf -8,3 Mio. EUR verringert wurde.

Für die Liquiditätsplanung 2023 gehen wir davon aus, dass wir weiterhin auf zusätzliche Finanzmittel im Rahmen der Patronatserklärung seitens der ENRX Group AS angewiesen sein werden. Insbesondere die geplanten Restrukturierungsaufwendungen werden nur über weitere Finanzmittel unserer Muttergesellschaft zu stemmen sein.

4. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement-System der ENRX Group AS (vormals: EFD Induction Group A.S.) eingebunden.

4.1. Risikobericht

Risiken sind grundsätzlich in Verbindung mit der von uns eingeschätzten allgemeinen Konjunkturerholung im Laufe des Jahres 2023 zu sehen. Die Unsicherheit in den Märkten aufgrund des Ukraine-Kriegs ist nach wie vor sehr hoch und eine Erholung der Märkte erfolgte nur langsam.

Ein weiteres Risiko aus dem Ukraine-Konflikt bestand in der Verknappung der Gasversorgung sowie aus massiv steigenden Energiekosten. Die für 2022 befürchteten Engpässe haben sich aufgrund des milden Winters, dem Verbraucherverhalten und der politischen Gegenmaßnahmen nicht bewahrheitet. Gleichwohl ist die Gefahr einer Verknappung nicht gebannt. Im Jahr 2023 konnten Auswirkungen in Form von höheren Kosten für Energie nicht ausgeschlossen werden. Wir beobachten die politische Lage und die Energiemärkte und richten unser Einkaufsverhalten für Gas, Strom und Öl entsprechend aus.

Die Beschaffungssituation für wichtige Komponenten und Materialien ist nach wie vor kritisch. Wie schon im Jahr 2022 gab es auch im Jahr 2023 Termin-Verzögerungen auf Lieferanten- und Kundenseite. Durch entsprechende Lagerhaltung haben wir die Problematik ausgeglichen.

Die Aufgabe der Produktion von IHM-Maschinen in unserem Standort in Freiburg birgt das Risiko, dass Kunden uns generell, also auch im SAS-Bereich und im IPS-Bereich vorübergehend oder dauerhaft den Rücken kehren. Durch eine offene und angemessene Kommunikation haben wir die Kunden von den Vorteilen unterrichtet, die eine EFD-Belieferung aus Asien mit einem stabilen Service Partner in Deutschland mit sich bringen wird.

Aufgrund der Restrukturierung bestand das Risiko, dass auch Mitarbeiter, welche für unsere Zukunft von erheblicher Bedeutung sind, das Unternehmen verlassen. In einzelnen Fällen wurden und werden deshalb auch Neueinstellungen durchgeführt. Des Weiteren werden zur Überbrückung auch Dienstleistungen von externer Seite eingekauft.

Grundsätzlich besteht bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein Ausfallrisiko. Wir haben durch eine entsprechende Risikoanalyse des Forderungsbestands Einzelrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Darüber hinaus bilden wir auch pauschale Wertberichtigungen basierend auf den Erfahrungen der Vergangenheit.

Die Finanzierung der Firma ist aufgrund der Patronatserklärung unserer Muttergesellschaft gesichert. Die Liquidität wird durch Gesellschafterdarlehen und den ENRX Cash Pool zur Verfügung gestellt. Sollte die Muttergesellschaft den Verpflichtungen nicht nachkommen können oder die Patronatserklärung kündigen, besteht ein bestandsgefährdendes Liquiditätsrisiko. Für eine Kündigung der Patronatserklärung durch die Muttergesellschaft bestehen derzeit keine Anzeichen. Darüber hinaus gibt es auch keine Anzeichen, dass die Muttergesellschaft den Verpflichtungen aus der Patronatserklärung nicht nachkommen kann bzw. wird.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022 in die Unternehmensfinanzierung der EFD Induction Group AS einbezogen und hat in diesem Zusammenhang zum 31.12.2022 den gemeinschaftlichen Cash Pool in Höhe von 8.301 TEUR (Vorjahr 3.837 TEUR) in Anspruch genommen. Neben der eigenen Inanspruchnahme des Cash Pools haftete die Gesellschaft gesamtschuldnerisch im Rahmen der Unternehmensfinanzierung über den Gesamtbetrag der in Anspruch genommenen Finanzierung. Der Finanzierungsrahmen betrug maximal 39.450 TEUR (Cash Pool, Darlehen und Garantien). Die Gesellschaft haftete zum 31.12.2022 in Höhe der von den anderen Gruppengesellschaften in Anspruch genommenen Unternehmensfinanzierung von insgesamt 26.387 TEUR.

Gemäß Bestätigung der DnB Bank ASA vom 11. März 2024 wurde im November 2023 der Cash Pool der EFD Induction Group AS mit der DnB Bank ASA beendet. Alle Konten wurden geschlossen und die Cash Pool Verbindlichkeit getilgt. Zum Zeitpunkt der Beendigung des Cash Pools mit der DnB Bank ASA bestanden somit bei keinem Tochterunternehmen der EFD Induction Group AS noch finanzielle Verpflichtungen aus dem Cash Pool gegenüber der DnB Bank ASA.

Mit Datum vom 7. November 2023 wurde durch die oberste Muttergesellschaft ENRX Group AS, Skien/Norwegen, als Cash-Pool Führer (Currency Top Account Holder) eine neue Cash-Pool Vereinbarung mit der Nordea Bank Abp geschlossen, in welche die ENRX GmbH als Teilnehmer (Participant) einbezogen ist. Die Cash Pool Vereinbarung wurde am 11. März 2024 durch die Geschäftsführung der ENRX GmbH unterzeichnet. Die neue Cash-Pool Vereinbarung ist ab dem 1. November 2023 wirksam und beinhaltet einen Finanzierungsrahmen von maximal 12.300 TEUR. Eine gesamtschuldnerische Haftung besteht im Rahmen der neuen Cash-Pool Vereinbarung nicht.

4.2. Chancenbericht

Chancen für die künftige Geschäftsentwicklung sehen wir in erster Linie aufgrund unserer langjährigen Erfahrung, unserer Kundenorientierung, unserer hohen Internationalisierung, unserem einheitlichen Auftreten, der Fokussierung auf Kerngeschäfte und der Zusammenfassung der Fertigungskapazitäten, beispielsweise für die Umrichter, auf dafür spezialisierte Standorte.

Aufgrund der künftigen Fokussierung auf die Geschäftsbereiche IPS und SAS erwarten wir eine weniger komplex aufgebaute Organisation, die noch effizienter in der Lage ist, unsere Kunden zu bedienen. Gleichzeitig wird der andauernde Verlust im IHM-Bereich der Vergangenheit endgültig gestoppt, so dass sich nach einer Übergangsphase eine nachhaltige positive Ergebnissituation für die Gesamtfirma einstellen sollte.

Aufgrund der guten Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte sehen wir im IPS Bereich nach wie vor gute Marktchancen für ein mittelfristiges Wachstum. Das wurde auch durch die positive Umsatzentwicklung in 2023 bestätigt. Darüber hinaus wird mit der Markteinführung des neuen luftgekühlten Umrichters VENTAC ein zusätzliches Produkt unsere Verkaufsmöglichkeiten erweitern.

Im Bereich SAS wollen wir mittelfristig verstärkt die uns bietenden Chancen nutzen. Der Markt in 2023 stellt sich robust dar, so dass der Erholungskurs fortgesetzt werden konnte.

Die im Rahmen des Klimawandels gesteckten politischen Ziele führen weltweit zu vermehrter Investitionsbereitschaft potenzieller Kunden in klimafreundliche Technologien. Die Induktionserwärmung ist den klassischen Erwärmungsmethoden mittels Flamme deutlich überlegen. Wir sehen hier gute Chancen, dass Umrichter zur Induktionserwärmung vermehrt bei uns nachgefragt werden.

In 2023 wurde die Marke EFD Induction durch die neue Marke mit dem Namen ENRX ersetzt. Hieraus erwarten wir mittelfristig wegen des frischeren und zeitgemäßen Auftritts positive Impulse auf unser Geschäftsmodell.

4.3. Zusammenfassende Beurteilung zum Chancen- und Risikobericht

Hinsichtlich der genannten Risiken und Chancen erwarten wir eine vorübergehende Auswirkung auf unsere künftige Geschäftsentwicklung, unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf unsere Ergebnisziele. Insbesondere die Restrukturierung barg Risiken für das Jahr 2023 und birgt diese in geringerem Umfang auch noch für 2024. Insgesamt sehen wir die Chancen und Risikosituation unserer Gesellschaft als ausgewogen an. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht absehbar.

5. Voraussichtliche Entwicklung

Das Jahr 2023 war von der anstehenden Restrukturierung stark geprägt. Bestehende IHM-Lieferverpflichtungen mussten noch erfüllt werden, gleichzeitig erfolgte ein schrittweiser Abbau der IHM-Organisation, so dass am Ende der Bereich IPS und SAS verblieben. Die Restrukturierung wurde bis zum Jahresende 2023 weitgehend umgesetzt.

Der IHM-Bereich war also auch im Jahr 2023 noch über weite Strecken Bestandteil der Unternehmensorganisation. Wir haben hier aber aufgrund der auslaufenden Aktivitäten noch einmal einen Verlust erzielt.

In den Bereichen IPS und SAS erwarten wir weitere Erholungsimpulse. Auf der anderen Seite führt der Wegfall des IHM-Bereiches auch zu einem erwarteten Rückgang im Bereich SAS, insbesondere bei den Umbauprojekten. Wir sehen aber insgesamt eine robuste Situation auf den für uns relevanten Märkten.

In der anstehenden Restrukturierung wird es darum gehen, unsere Organisation noch kundenorientierter auszurichten und unsere internen Prozesse zu verschlanken.

Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 2023 eine vergleichbare Leistung wie in 2022 erzielt; unsere Gemeinkosten sind im Verlaufe des Jahres 2023 stark gesunken, weil die Restrukturierung im Laufe des Jahres mehr und mehr wirksam war. Trotz der Restrukturierung haben wir insgesamt im Jahr 2023 noch einmal einen Verlust in der Größenordnung von rund -1,8 Mio. EUR erzielt.

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir einen Rückgang des betrieblichen Leistungsvolumens gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 im unteren zweistelligen Prozentbereich aufgrund der Einstellung der Aktivitäten im IHM Bereich. Trotz des Rückgangs des betrieblichen Leistungsvolumens rechnen wir aufgrund der geringeren Personal- und Gemeinkosten mit einer positiven EBIT Marge (EBIT in Relation zum betrieblichen Leistungsvolumen) im mittleren einstelligen Prozentbereich.

6. Forschung und Entwicklung

Die ENRX Gruppe ist Inhaber einer Vielzahl von Patenten. Dies zeigt, dass viele Aktivitäten in der Produkt- und Verfahrensentwicklung zu Lösungen geführt haben, die einen Wettbewerbsvorteil bieten und deshalb durch Patente und Gebrauchsmuster geschützt werden können. Die Anmeldung dieser Patente erfolgt aufgrund unserer internationalen Ausrichtung in der Regel weltweit.

Künftige Weiterentwicklungen werden künftig nicht mehr am Standort Freiburg laufen sondern in Norwegen (IPS) sowie in Asien und USA (IHM) erfolgen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt für 2023 war die Markteinführung des neu entwickelten luftgekühlten Umrichters VENTAC.

 

Freiburg im Breisgau, den 28. März 2024

Eline Vanden Bussche

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
EUR
EUR 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.972,03 21.315,25
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 651.393,49 226.536,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 182.898,05 220.045,01
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 436.953,89 344.300,00
1.271.245,43 790.881,85
1.289.217,46 812.197,10
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe 1.362.647,72 959.668,33
2. Unfertige Erzeugnisse 3.870.066,43 3.662.258,52
3. Fertige Erzeugnisse 22.800,00 21.220,00
4. Geleistete Anzahlungen 137.928,60 289.108,91
5.393.442,75 4.932.255,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.324.830,19 2.008.544,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.196.812,53 402.241,77
3. Sonstige Vermögensgegenstände 47.951,71 221.589,50
3.569.594,43 2.632.376,07
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.417,33 7.793,76
8.970.454,51 7.572.425,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 75.807,26 76.975,03
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 15.134.020,37 6.765.405,53
25.469.499,60 15.227.003,25

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.571.711,24 1.571.711,24
II. Kapitalrücklage 13.089.476,08 13.089.476,08
III. Verlustvortrag -21.426.592,85 -18.915.658,50
IV. Jahresfehlbetrag -8.368.614,84 -2.510.934,35
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 15.134.020,37 6.765.405,53
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 279.291,10 300.941,59
2. sonstige Rückstellungen 6.516.291,00 1.603.628,41
6.795.582,10 1.904.570,00
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.741.268,90 1.324.370,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 787.292,22 333.652,95
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.008.166,31 11.430.150,40
4. Sonstige Verbindlichkeiten 135.440,07 220.793,65
18.672.167,50 13.308.967,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.750,00 13.466,25
25.469.499,60 15.227.003,25

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 18.498.996,16 18.613.176,56
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 209.387,91 136.057,57
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 412.481,20 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 637.550,88 308.516,60
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.417.120,88 5.897.201,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.205.715,15 1.903.720,80
8.622.836,03 7.800.921,96
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.911.672,39 8.138.575,55
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.564.804,38 1.525.272,82
- davon für Altersversorgung EUR 29.072,57 (i.Vj. EUR 43.700,00)
9.476.476,77 9.663.848,37
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 167.628,85 144.935,29
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.653.817,23 3.816.990,47
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.019,94 (i.Vj. EUR 13,76) 15.237,58 19.635,82
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 217.991,78 151.871,33
- davon an verbundene Unternehmen EUR 213.857,50 (i.Vj. EUR 133.241,34)
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.517,91 9.753,48
12. Jahresfehlbetrag -8.368.614,84 -2.510.934,35

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die ENRX GmbH (vormals: EFD Induction GmbH), Freiburg im Breisgau, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i.Br. unter der Nummer HRB 621 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss wird für das Geschäftsjahr 2022 ein Jahresfehlbetrag von TEUR 8.369 (Vj TEUR 2.511) ausgewiesen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt TEUR 15.134 (Vj TEUR 6.765). Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter der Going-Concern-Prämisse, da die Zahlungsfähigkeit durch einen "Letter of Comfort" unserer Muttergesellschaft sichergestellt ist und eine positive Fortbestehungsprognose besteht.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich andauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich andauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer, welche zwischen 3 und 15 Jahren liegt, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zu Nennwerten bzw. zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Im Rahmen der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben den direkten, auftragsbezogenen Kosten auch indirekte Kosten einbezogen. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung der Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und übriger Kostenbestandteile i.S.d. § 255 Abs. 2 S. 3 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die Bestände sind verlustfrei bewertet.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Für Handlagerbestände wurden Festwerte gebildet, die regelmäßig überprüft werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit diese einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren auf der Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,78% (Vj 1,87%) unter Berücksichtigung eines Rententrends von 3,00% errechnet. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Herrn Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 17. Der Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden versicherungsmathematisch unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinsfußes von 0,58% (Vj 0,41%) sowie eines Gehaltstrends von 3,00% errechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennwert bilanziert.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einzahlungen soweit diese einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Latente Steuern wurden in Höhe der Steuerbelastung auf den Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanzwert angesetzt. Zur Berechnung der Steuerbelastung wurde ein Steuersatz von 30,0% für die Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie Gewerbesteuer herangezogen. Aktive latente Steuern werden gemäß Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB nicht bilanziert. Die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffen die Fälle zukünftiger Gewinne steuerlich berücksichtigungsfähiger Verlustvorträge (aktive latente Steuern) und abweichende Bewertungen des Anlage- und Umlaufvermögens sowie von Rückstellungen.

Grundlage für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum jeweiligen Mittelkurs bewertet. Für die Bewertung werden die zum Jahresende geltenden Kurse zugrunde gelegt. § 256a HGB wird beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.325 2.008
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.197 402
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 48 222
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 11 13
3.570 2.632

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr mit TEUR 591 (Vj. TEUR 378), davon Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 147 (Vj. TEUR 123). Darüber hinaus wurde im laufenden Geschäftsjahr einer in Deutschland ansässigen Schwestergesellschaft ein kurzfristiges Darlehen i.H.v. TEUR 551 (Vj. TEUR 0) gewährt.

Eigenkapital

Dem in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 1.571.711,24 entspricht das im Handelsregister eingetragene Stammkapital von DM 3.074.000,00. Die Umstellung des gezeichneten Kapitals auf Euro ist noch nicht erfolgt.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen i.H.v. TEUR 279 (Vj. TEUR 301) sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen und setzen sich zusammen aus den Pensionsverpflichtungen (TEUR 833; Vj. TEUR 891) sowie dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung (TEUR 554; Vj. TEUR 590). Die Anschaffungskosten der verrechneten Rückdeckungsversicherung betragen ebenfalls TEUR 554 (Vj. TEUR 590).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Restrukturierung (TEUR 5.380; Vj. TEUR 244), Restkosten für gelieferte Aufträge (TEUR 314; Vj. TEUR 295), Urlaubs- und Gleitzeitguthaben von Arbeitnehmern (TEUR 195; Vj. TEUR 144), Reklamationen / Garantieverpflichtungen (TEUR 119; Vj. TEUR 168) sowie Drohverluste (TEUR 117; Vj. TEUR 244) gebildet.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 61; Vj. TEUR 111) sind gemäß § 246 Abs 2 Satz 2 HGB um den Zeitwert der entsprechenden an die Arbeitnehmer verpfändeten Rückdeckungsversicherungen (TEUR 0; Vj. TEUR 60) gemindert. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen belaufen sich ebenfalls auf TEUR 0 (Vj. TEUR 60).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR:

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre Gesamt 31.12.2022
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.741 0 0 1.741
Vorjahr 1.324 0 0 1.324
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 787 0 0 787
Vorjahr 334 0 0 334
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.008 7.000 0 16.008
Vorjahr 4.430 7.000 0 11.430
4. Sonstige Verbindlichkeiten 135 0 0 135
Vorjahr 221 0 0 221
davon aus Steuern 100 0 0 100
Vorjahr 179 0 0 179
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 27 0 0 27
Vorjahr 32 0 0 32
11.671 7.000 0 18.671
6.309 7.000 0 13.309

Die bislang als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Cash-Pool Verbindlichkeiten werden ab diesem Geschäftsjahr als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 542 (Vj TEUR 498) den Liefer- und Leistungsverkehr. Gegenüber Gesellschaftern (EFD Induction Group A.S., Skien/Norwegen) bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 165 (Vj TEUR 95) aus dem laufenden Leistungsverkehr sowie drei Darlehen zur Finanzierung in Höhe von insgesamt TEUR 7.000 (Vj TEUR 7.000). Die Darlehen sind mit einem Rangrücktritt versehen worden. Darüber hinaus besteht gegenüber der Muttergesellschaft EFD Induction Group A.S. eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 8.302 (Vj TEUR 3.837) aus Cash-Pool.

Eine Besicherung der Verbindlichkeiten erfolgt nicht.

Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich ausschließlich um Dauerschuldverhältnisse aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen, die zum Abschlussstichtag bestanden haben. Die Miet- und Leasingverträge stellen hierbei die größte Position dar. Diese Verträge dienen der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes. Bei den gemieteten bzw. geleasten Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um Betriebs- und Geschäftsausstattung. Durch die abgeschlossenen Verträge erfolgt keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und kein Liquiditätsentzug zum Investitionszeitpunkt, allerdings erfolgt der Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit der Verträge. Demgegenüber stehen Planungssicherheit und ein aktueller technischer Stand.

Weitere außerbilanzielle Geschäfte lagen zum Abschlussstichtag nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten

Leasingverträge für Pkws und IT-Ausstattung mit einer Restlaufzeit von 3 Jahren. Die Gesamtsumme dieser Verpflichtungen beträgt 289 TEUR.

Miet- und Pachtverträge für Immobilien, die jährlich mit einer Frist von 2 Jahren zum Ende des Folgejahres gekündigt werden können. Die Gesamtsumme dieser Verpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag 1.242 TEUR.

Wartungs-, Service- und sonstige Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr. Die Summe dieser Verpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag 191 TEUR

Insgesamt bestehen somit für die Gesellschaft sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 1.722. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen liegen im geschäftsüblichen Rahmen.

Die Gesellschaft ist in die Unternehmensfinanzierung der EFD Induction Group A.S. einbezogen und hat in diesem Zusammenhang zum 31.12.2022 den gemeinschaftlichen Cash Pool in Höhe von 8.302 TEUR in Anspruch genommen. Neben der eigenen Inanspruchnahme des Cash Pools haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch im Rahmen der Unternehmensfinanzierung über den Gesamtbetrag der in Anspruch genommenen Finanzierung. Der Finanzierungsrahmen beträgt maximal TEUR 39.450 (Cash Pool, Darlehen und Garantien).

Die Gesellschaft haftet zum 31.12.2022 in Höhe der von den anderen Gruppengesellschaften in Anspruch genommenen Unternehmensfinanzierung von insgesamt 26.387 TEUR. Da sämtliche Konzerngesellschaften zahlungskräftig sind, schätzen wir das Risiko der Inanspruchnahme als gering ein.

Weitere Haftungsverhältnisse lagen zum Abschlussstichtag nicht vor.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 503 (Vj TEUR 275) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 356, Vj. TEUR 246) und aus Buchgewinnen aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 79, Vj. TEUR 18) resultieren.

Ferner enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge:

Währungsgewinne i.H.v. TEUR 19 (Vj. TEUR 33)

Personalaufwand

Im Vorjahr enthielten die Personalaufwendungen einen Sondereffekt aus Restrukturierungsmaßnahmen i.H.v. TEUR 244. Die im Geschäftsjahr 2022 angefallenen Aufwendungen für Sozialplan im Zusammenhang mit der Einstellung des IHM-Bereichs sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste i.H.v. TEUR 24 (Vj. TEUR 15) enthalten. Darüber hinaus ist ein Sondereffekt für Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2022 getroffenen Entscheidung zur Einstellung des IHM-Bereichs i.H.v. TEUR 5.570 (Vj. TEUR 0) enthalten.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält die gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldierten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und aus der Aufzinsung von Altersteilzeitrückstellungen i.H.v. TEUR 16 (Vj. TEUR 18) sowie Zinserträge aus Rückdeckungsversicherungen i.H. v. TEUR 29 (Vj. TEUR 38).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen im Wesentlichen Vorjahre und ausländische Quellensteuern.

Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Aufgrund der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung insbesondere im IHM-Bereich wurde zum Ende des Geschäftsjahres entschieden die Produktion von IHM Maschinen am Standort Freiburg zu beenden. Die Versorgung des europäischen Marktes mit IHM Maschinen wird künftig von dem ENRX (vormals EFD)-Standort in China wahrgenommen. Unser Fokus in Freiburg wird künftig auf IPS und SAS liegen.

Das Jahr 2023 war daher stark von der Umsetzung der beschlossenen Restrukturierung betroffen. Die Maßnahmen wurden schrittweise bis Ende des Geschäftsjahres 2023 umgesetzt. Der IHM-Bereich war also auch im Jahr 2023 noch über weite Strecken Bestandteil der Unternehmensorganisation. Wir erwarten daher aufgrund der auslaufenden IHM-Aktivitäten noch einmal einen Verlust für das Geschäftsjahr 2023.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Marke EFD Induction durch die neu geschaffene Marke ENRX ersetzt. Aus dem damit verbundenen frischeren und zeitgemäßen Auftritt erwarten wir mittelfristig positive Impulse für unser neues Geschäftsmodell zu erfahren. Dem möglichen Risiko, dass uns durch die Aufgabe der Produktion von IHM-Maschinen in Freiburg und die Änderung unseres Markenauftritts Kunden vorübergehend oder dauerhaft den Rücken kehren, entgegen wir mit offener und angemessener Kundenansprache.

Aufgrund des bestehenden Letters of Comfort unserer Muttergesellschaft zur Deckung aller Finanzierungsbedarfe wurde der Jahresabschluss unter der Prämisse der Unternehmensfortführung erstellt.

Ab dem 11.04.2023 gab es einen Wechsel in der Geschäftsleitung. Neue Geschäftsführerin ist nun Frau Eline Vanden Bussche.

Gemäß Bestätigung der DnB Bank ASA vom 11. März 2024 wurde im November 2023 der Cash Pool mit der EFD Induction Group AS beendet. Alle Konten wurden geschlossen und die Cash Pool Verbindlichkeit getilgt. Zum Zeitpunkt der Beendigung des Cash Pools mit der DnB Bank ASA bestanden somit bei keinem Tochterunternehmen der EFD Induction Group AS noch finanzielle Verpflichtungen aus dem Cash Pool gegenüber der DnB Bank ASA.

Mit Datum vom 7. November 2023 wurde durch die oberste Muttergesellschaft ENRX Group AS, Skien/Norwegen, als Cash-Pool Führer (Currency Top Account Holder) eine neue Cash-Pool Vereinbarung mit der Nordea Bank Abp geschlossen, in welche die ENRX GmbH als Teilnehmer (Participant) einbezogen ist. Die Cash Pool Vereinbarung wurde am 11. März 2024 durch die Geschäftsführung der ENRX GmbH unterzeichnet. Sie ist ab dem 1. November 2023 wirksam und beinhaltet einen Finanzierungsrahmen von € 12,3 Mio. Eine gesamtschuldnerische Haftung besteht im Rahmen der neuen Cash-Pool Vereinbarung nicht.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, haben sich nicht ereignet.

Geschäftsführung

Eline Vanden Bussche, Dipl.Ing. Managing Director, Freiburg im Breisgau im Breisgau (seit 11.04.2023)

Bernhard Roglin, Dipl.Ing. u. Master of Science, Managing Director, Freiburg im Breisgau im Breisgau (bis 10.04.2023)

Auf die Angabe von Bezügen der Geschäftsführung wird in Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende):

2022 2021
Angestellte 75 82
Gewerbliche Arbeitnehmer 39 43
114 125

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der ENRX Group AS, Skien/Norwegen, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis) Der Konzernabschluss ist dort auf Anfrage erhältlich. Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die Arendals Fossekompani ASA, Arendal/Norwegen. Der Konzernabschluss ist online erhältlich unter https://arendalsfossekompani.no/en/investor-relations/reports-and-presentations.

 

Freiburg im Breisgau im Breisgau, 28. März 2024

ENRX GmbH

Eline Vanden Bussche

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbu - chungen 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.137.035,16 4.315,23 0,00 4.300,00 1.145.650,39
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.054.229,67 177.504,07 -78.505,72 340.000,00 4.493.228,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.103.928,99 39.413,67 0,00 0,00 2.143.342,66
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 344.300,00 436.953,89 0,00 -344.300,00 436.953,89
6.502.458,66 653.871,63 -78.505,72 -4.300,00 7.073.524,57
7.639.493,82 658.186,86 -78.505,72 0,00 8.219.174,96
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbu - chungen 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -1.115.719,91 -11.484,67 0,00 -473,78 -1.127.678,36
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen -3.827.692,83 -79.109,77 64.968,07 0,00 -3.841.834,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.883.883,98 -76.560,63 0,00 0,00 -1.960.444,61
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -473,78 0,00 473,78 0,00
-5.711.576,81 -156.144,18 64.968,07 473,78 -5.802.279,14
-6.827.296,72 -167.628,85 64.968,07 0,00 -6.929.957,50
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.972,03 21.315,25
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 651.393,49 226.536,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 182.898,05 220.045,01
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 436.953,89 344.300,00
1.271.245,43 790.881,85
1.289.217,46 812.197,10

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ENRX GmbH (vormals: EFD Induction GmbH), Freiburg im Breisgau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ENRX GmbH (vormals: EFD Induction GmbH), Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENRX GmbH (vormals: EFD Induction GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 28. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Fortenbacher, Wirtschaftsprüfer

ppa. Kerstin Riewe, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 30. April 2024 festgestellt.

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