AURELIUS V GER AcquiCo Ten GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ekhard Depken seit 18.1.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AURELIUS Investment Lux Four S.à r.l. | 87.50% |
| 12.50% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AURELIUS Development Nine GmbHGrünwaldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG KONZERN-BILANZ KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG KONZERNANHANG 1. Berichtendes Unternehmen 2. Grundlagen der Rechnungslegung 3. Funktionale und Darstellungswährung 4. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen 5. Verzeichnis der Konzernunternehmen 6. Erwerb von Tochterunternehmen 7. Nicht-beherrschende Gesellschafter 8. Grundlagen der Aufstellung 8.1 Neue Rechnungslegungsstandards und Interpretationen mit Auswirkung auf den Konzernabschluss 2023 8.2 Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte neue Rechnungslegungsstandards 9. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 9.1 Konsolidierung 9.1.1 Erwerb von Tochterunternehmen 9.1.2 Tochterunternehmen 9.2 Ertragsrealisierung 9.2.1 Verkauf von Gütern 9.2.2 Erbringung von Dienstleistungen 9.2.3 Zinserträge 9.3 Ertragsteuern 9.3.1 Laufende Steuern 9.3.2 Latente Steuern 9.4 Fremdwährung 9.5 Leasingverhältnisse 9.6 Immaterielle Vermögenswerte 9.6.1 Geschäfts- oder Firmenwert 9.6.2 Erworbene immaterielle Vermögenswerte nach IFRS 3 9.6.3 Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte 9.6.4 Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte 9.7 Sachanlagen 9.7.1 Wertminderungen von Sachanlagen 9.7.2 Ausbuchung von Sachanlagen 9.8 Finanzielle Vermögenswerte 9.8.1 Klassifizierung 9.8.2 Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte 9.8.3 Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten 9.8.4 Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte 9.9 Factoring 9.10 Vorräte 9.11 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 9.12 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.13 Eigenkapital 9.14 Leistungen an Arbeitnehmer 9.15 Sonstige Rückstellungen 9.16 Finanzielle Verbindlichkeiten 9.16.1 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 9.16.2 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 9.16.3 Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten 9.17 Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen 10. Umsatzerlöse 11. Sonstige Erträge 12. Materialaufwand 13. Personalaufwand 14. Sonstige Aufwendungen 15. Finanzergebnis 16. Ertragsteuern 17. Sonstiges Ergebnis 18. Geschäfts- oder Firmenwert 19. Immaterielle Vermögenswerte 20. Sachanlagen 21. Nutzungsrechte 22. Vorräte 23. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24. Finanzielle Vermögenswerte 25 Sonstige Vermögenswerte 26. Aktivische Abgrenzungen 27. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 28. Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte 29. Gezeichnetes Kapital 30. Rücklagen 31. Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter 32. Rückstellungen 33. Finanzverbindlichkeiten 34. Verbindlichkeiten aus Leasing 35. Sonstige Verbindlichkeiten 36. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 37. Leistungen an Arbeitnehmer 38. Finanzinstrumente und finanzielles Risikomanagement 39. Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts bei Finanzinstrumenten 40. Eventualverpflichtungen und Haftungsverhältnisse 41. Nahestehende Personen und Unternehmen 41.1 Organe der Gesellschaft 41.2 Vergütungsbericht 42. Mitarbeiter 43. Honorar des Konzernabschlussprüfers 44. Anteilsbesitzliste nach § 313 Abs. 2 HGB 45. Genehmigung des Abschlusses KONZERNLAGEBERICHT ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG der AURELIUS Development Nine GmbH
KONZERN-BILANZder AURELIUS Development Nine GmbHAKTIVA
PASSIVA
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG der AURELIUS Development Nine GmbH
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
GRUNDLAGEN DER ABSCHLUSSERSTELLUNG 1. Berichtendes Unternehmen 2. Grundlagen der Rechnungslegung 3. Funktionale und Darstellungswährung 4. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen KonzernanhangGRUNDLAGEN DER ABSCHLUSSERSTELLUNG 1. Berichtendes Unternehmen Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Geschäftsaktivitäten der AURELIUS Development Nine GmbH ("AURELIUS Development Nine", "AUR Dev Nine", "Gesellschaft" oder "Mutterunternehmen") mit eingetragenem Sitz in der Ludwig-Ganghofer-Straße 6 in 82031 Grünwald (Handelsregisternummer HRB 245074 beim Handelsregister des Amtsgerichts München) und ihrer Tochterunternehmen (gemeinsam auch als "AUR Dev Nine Konzern" oder "Konzern" bezeichnet). Die AURELIUS Development Nine war bis Mitte 2022 eine inaktive Vorratsgesellschaft. Seit der Übernahme der Dentalhandelsunternehmen dental bauer Gruppe ("dental bauer") und wesentlicher Teile der Pluradent Gruppe ("Pluradent") am 11.07.2022 fungiert sie als Holding mit langfristigem Investitionshorizont. Geschäftszweck ist die Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere Erwerb, Halten und Veräußern von Beteiligungen an Gesellschaften im Bereich der Dentaltechnik sowie Erbringung von administrativen, finanziellen, kaufmännischen, technischen oder sonstigen Dienstleistungen gegenüber direkten und indirekten Tochtergesellschaften soweit diese nicht genehmigungspflichtig sind. Die AURELIUS Development Nine hat erstmalig für das Geschäftsjahr 2022 einen Konzernabschluss mit Eröffnungsbilanz zum 11.07.2022 aufgestellt. Der Berichtszeitraum des Konzernabschlusses des Vorjahres umfasste, im Unterschied zu dem Konzernabschluss des Berichtsjahres, kein volles Kalenderjahr, so dass insbesondere die Beträge der Gesamtergebnisrechnung und der Kapitalflussrechnung des Berichtsjahres nur eingeschränkt mit den Vorjahresbeträgen vergleichbar sind. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind über das elektronische Unternehmensregister abrufbar. 2. Grundlagen der Rechnungslegung Der vorliegende Konzernabschluss der AURELIUS Development Nine für die Berichtsperiode 2023 wurde nach § 315e Abs. 3 HGB i.V.m. § 315e Abs. 1 HGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards bzw. den International Accounting Standards (IAS) aufgestellt, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) in London bis zum 31.12.2023 veröffentlicht sowie vom Standard Interpretations Committee (SIC) bzw. IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) ausgelegt waren. Es wurden alle IFRS und IFRIC beachtet, die zum 31.12.2023 von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden. Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht sowie die anzuwendenden weiteren handelsrechtlichen Pflichtangaben nach § 315e Abs. 1 HGB ergänzt. Zu den wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Konzernanhang. Der Konzernabschluss der AUR Dev Nine umfasst die Gesamtergebnisrechnung, die Bilanz, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie die Anhangangaben (Notes). Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden in der Konzern- Gesamtergebnisrechnung und in der Konzernbilanz einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Auf eine Aufstellung einer Segmentberichterstattung wird nach IFRS 8.2 verzichtet, da die Kapitalinstrumente der AUR Dev Nine weder an einem öffentlichen Markt gehandelt werden, noch deren Abschlüsse bei einer Aufsichtsbehörde oder anderen aufsichtsbehördlichen Organisationen einreicht werden, um Instrumente auf einem öffentlichen Markt zu emittieren. 3. Funktionale und Darstellungswährung Der Konzernabschluss wird nach §315e Abs. 1 HGB i.V.m. §244 HGB in Euro aufgestellt; die Berichtswährung ist Tausend Euro (TEUR); sofern nicht anders angegeben. Summen und Prozentsätze wurden auf der Grundlage von Euro-Beträgen vor Rundung berechnet. 4. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen Die Erstellung von Abschlüssen nach IFRS erfordert vom Management Annahmen und Schätzungen, die Auswirkungen auf ausgewiesene Beträge und damit im Zusammenhang stehende Angaben haben. Die Schätzungen und Ermessensentscheidungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten, die Bestimmung der Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die Ermittlung der Nettoveräußerungswerte von Warenbeständen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und Finanzverbindlichkeiten. Den Ermessensentscheidungen und Schätzungen zugrunde liegende Prämissen basieren auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand. Hierbei werden insbesondere die erwartete künftige Geschäftsentwicklung und die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände berücksichtigt. Ebenso wird die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des Umfelds zugrunde gelegt. Sollten die eintretenden Rahmenbedingungen von den Prämissen abweichen oder Entwicklungen eintreten, die von den zugrunde liegenden Annahmen abweichen und die außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegen, können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Schätzungsänderungen werden, soweit die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt. Überarbeitungen von Schätzungen, die sowohl die aktuelle als auch folgende Berichtsperioden betreffen, werden entsprechend in dieser und den folgenden Perioden erfasst. Auch im Rahmen von Unternehmenserwerben werden Schätzungen hinsichtlich der Ermittlung des Fair Value der erworbenen Vermögenswerte und Schulden vorgenommen. Wenn immaterielle Vermögenswerte vorliegen, wird - je nach Art des Vermögenswerts und der Schwierigkeit der Wertermittlung - entweder ein unabhängiger, externer Sachverständiger zu Rate gezogen oder der Fair Value anhand einer geeigneten Bewertungsmethode, die im Allgemeinen auf einer Prognose sämtlicher künftiger Zahlungsmittelflüsse beruht, intern berechnet. Abhängig von der Art des Vermögenswerts sowie der Verfügbarkeit der Informationen werden dabei unterschiedliche Bewertungstechniken herangezogen, die sich nach kosten-, marktpreis- und kapitalwertorientierten Verfahren unterscheiden lassen. Die AURELIUS Development Nine hält die vorgenommenen Schätzungen in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte, die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in den Branchen, in denen der Konzern tätig ist, und die Schätzung der Barwerte künftiger Zahlungen für angemessen. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen. Diese können zu Wertberichtigungen oder auch Wertaufholungen in der Zukunft führen, falls sich die erwarteten Entwicklungen nicht vollständig realisieren lassen. Die AUR Dev Nine überprüft Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte auf Wertminderungen, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Bei der jährlichen Überprüfung der Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerte und Nutzungsrechte auf Wertminderung ist die Bestimmung des erzielbaren Betrags mit Schätzungen verbunden. Dies kann einen wesentlichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung haben. Umgekehrt können Zuschreibungen bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgen, insoweit die Gründe der Wertminderung nicht mehr gegeben sind. Das Mutterunternehmen AURELIUS Development Nine GmbH sowie die Tochterunternehmen sind zur Entrichtung von Ertragsteuern verpflichtet. Es sind Annahmen erforderlich, um die Höhe der Steuerschulden zu ermitteln. Es gibt Geschäftsvorfälle und Berechnungen, bei denen die endgültige Besteuerung während des gewöhnlichen Geschäftsverlaufs nicht abschließend ermittelt werden kann. Die Festlegung der Höhe erwarteten Steuerzahlungen erfolgt auf Basis von Schätzungen, ob und in welcher Höhe zusätzliche Steuern fällig werden. Sofern die endgültige Besteuerung dieser Geschäftsvorfälle von der anfänglich angenommenen abweicht, wird dies in der Periode, in der die Besteuerung abschließend ermittelt wird, Auswirkungen auf die tatsächlichen und die latenten Steuern haben. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen, so dass aus gegenwärtiger Sicht keine wesentlichen Anpassungen der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden im Geschäftsjahr 2024 zu erwarten sind. ZUSAMMENSETZUNG DES KONZERNS 5. Verzeichnis der Konzernunternehmen 6. Erwerb von Tochterunternehmen 7. Nicht-beherrschende Gesellschafter ZUSAMMENSETZUNG DES KONZERNS 5. Verzeichnis der Konzernunternehmen Die Zusammensetzung des Konzerns für das Berichts- und das Vorjahr ergibt sich aus der folgenden Tabelle:
Neben dem Mutterunternehmen werden zum Bilanzstichtag 21 (Vorjahr: 18) Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 4 Gesellschaften erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen, während eine Gesellschaft im Laufe des Berichtsjahres verschmolzen wurde. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in der Anteilsbesitzliste nach § 313 Abs. 2 HGB im Einzelnen aufgeführt. Neben der AUR Dev Nine als Mutterunternehmen werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die AUR Dev Nine mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, Beherrschung auszuüben. Gemäß IFRS 10.27 hat ein Mutterunternehmen anhand der folgenden, kumulativ zu erfüllenden Kriterien festzustellen, ob es eine Investmentgesellschaft ist. Sollte dies der Fall sein, so muss die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf die einer solchen Gesellschaft ausgelegt werden. Eine Investmentgesellschaft ist ein Unternehmen, das
Die Bedingung des IFRS 10.27 (a) trifft zunächst einmal auf typische Private Equity-Gesellschaften zu, da diese in der Regel außerbörslich finanzielle Mittel bei institutionellen als auch privaten Kapitalgebern einsammeln, um sich an Unternehmen zu beteiligen. Bei der AUR Dev Nine finden sich zum Teil auch entsprechende Investoren, jedoch kann hier nicht von einem Einsammeln von finanziellen Mitteln und einem damit einhergehenden Aufsetzen von entsprechenden Fonds gesprochen werden. Des Weiteren erbringt die Gesellschaft keine Dienstleistungen im Bereich des Investmentmanagements. Die AUR Dev Nine bringt sich in die operative Gestaltung des Unternehmens ein und hat auch darauf ihr Hauptaugenmerk gerichtet. Demnach ist das Kriterium des IFRS 10.27 (a) nicht erfüllt. Das Ziel des Unternehmens ist auch der Erwerb, gegebenenfalls die Sanierung oder Umstrukturierung sowie ein möglicher Verkauf der Gesellschaften bzw. der Teilkonzerne oder von Vermögenswerten. Zudem ist der Erhalt von Ausschüttungen aus Tochterunternehmen ein wesentlicher Bestandteil der Strategie der AUR Dev Nine. Bei erworbenen Unternehmen wird von der AUR Dev Nine grundsätzlich die oberste Managementebene neu besetzt. Zudem wird die aktive Rolle der AUR Dev Nine auch durch Umstrukturierungen und die Innovationsentwicklung bei den Konzernunternehmen ersichtlich. Demzufolge handelt es sich bei der AUR Dev Nine nicht um einen passiven Investor, da die enge operative Begleitung der erworbenen Unternehmen dies und damit auch das Kriterium des IFRS 10.27 (b) widerlegt. Das dritte Kriterium, die Messung des Erfolgs der Investitionen anhand des Fair Values wird darüber hinaus bei der AUR Dev Nine nicht praktiziert. Die Veröffentlichung von Unternehmenswerten (Net Asset Value, NAV) erfolgt aufgrund von Bitten ausländischer Investoren, um zusätzlich zum Konzernabschluss nach IFRS weitere Transparenz gewährleisten zu können. Dieser Bitte möchte die AUR Dev Nine dadurch nachkommen, regelmäßig aktuelle NAVs zu veröffentlichen. Eine Steuerung oder gar potenzielle Exitstrategien auf Basis der NAV-Betrachtung gibt es nicht und ist auch zukünftig nicht vorgesehen. Sie dient lediglich den Analysten von Investoren. 6. Erwerb von Tochterunternehmen Der AUR Dev Nine Konzern hat im Geschäftsjahr 2023 drei Unternehmenserwerbe iSd IFRS 3 durchgeführt und die dabei erworbenen Unternehmen vollkonsolidiert. An allen Unternehmen wurden 100 Prozent der Anteile erworben. Die Summe der Gegenleistungen für die im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten Akquisitionen beträgt 7,7 Millionen Euro. Nach unserer Beurteilung sind die Unternehmenserwerbe der Periode sowohl einzeln als auch zusammen betrachtet nicht von wesentlicher Bedeutung für die Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns, weshalb wir nachfolgend keine detaillierten Angaben zu den finanziellen Auswirkungen der Unternehmenserwerbe auf den Konzernabschluss machen. Der erste Unternehmenserwerb der Periode erfolgte durch das Tochterunternehmen dental bauer Nederland BV, das am 31.07.2023 die Buren dental BV, Niederlande, ("Buren Dental") erworben hat. Das inhabergeführte Dentaldepot Buren Dental aus den Niederlanden mit Fokus auf Röntgentechnologie zeichnet sich seit mehr als 15 Jahren durch umfassenden Service mit darin begründeter hoher Kundenbindung aus. Die bewährten Leistungsparameter der Firma ergänzen und erweitern gezielt das Portfolio von dental bauer. Der zweite und der dritte Unternehmenserwerb erfolgten durch das Tochterunternehmen AURELIUS IV GER AcquiCo Five GmbH, das am 29.09.2023 die belgischen Gesellschaften Kerckaert & Laboror NV ("Kerckaert Dental") sowie die Codema NV ("Codema") erworben hat. Kerckaert Dental, der Spezialist für Investitionsgüter mit vollumfänglichem technischem Service, zählt zu den Marktführern im belgischen Raum und ist als Exklusivpartner von Finndent von starkem Wachstum geprägt. Das Full Service Depot Codema ist als Traditionsunternehmen im Einzugsgebiet Flandern und Walonien tätig und wird mit hoher Kundennähe geleitet. Zum Portfolio zählt der Gesamtbereich Verbrauchsgüter mit eigener kompakter Logistik. Bei Behandlungsplätzen ist Codema Monobrander von Dentsply Sirona und überzeugt mit einem weitgefächerten technischen Service. Mit dem Erwerb der mittelständischen Firmen Kerckaert Dental und Codema gelingt der dental bauer Gruppe ein erster Schritt in den belgischen Dentalmarkt, welcher ab sofort mit Kompetenz und Kenntnissen verantwortlich begleitet wird. 7. Nicht-beherrschende Gesellschafter Der Anteil der nicht-beherrschenden Gesellschafter an der Tätigkeit bzw. den Cashflows des Konzerns ist insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Die nachstehenden Tabellen stellen deshalb die wesentlichen finanziellen Informationen zu den nicht-beherrschenden Gesellschaftern innerhalb des Konzerns lediglich in zusammengefasster Form dar:
RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN 8. Grundlagen der Aufstellung 8.1 Neue Rechnungslegungsstandards und Interpretationen 2023 8.2 Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte neue Rechnungslegungsstandards 9. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 9.1 Konsolidierung 9.1.1 Erwerb von Tochterunternehmen 9.1.2 Tochterunternehmen 9.2 Ertragsrealisierung 9.2.1 Verkauf von Gütern 9.2.2 Erbringung von Dienstleistungen 9.2.3 Zinserträge 9.3 Ertragsteuern 9.3.1 Laufende Steuern 9.3.2 Latente Steuern 9.4 Fremdwährung 9.5 Leasingverhältnisse 9.6 Immaterielle Vermögenswerte 9.6.1 Geschäfts- oder Firmenwert 9.6.2 Erworbene immaterielle Vermögenswerte nach IFRS 3 9.6.3 Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte 9.6.4 Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte 9.7 Sachanlagen 9.7.1 Wertminderungen von Sachanlagen 9.7.2 Ausbuchung von Sachanlagen 9.8 Finanzielle Vermögenswerte 9.8.1 Klassifizierung 9.8.2 Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte 9.8.3 Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten 9.8.4 Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte 9.9 Factoring 9.10 Vorräte 9.11 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 9.12 Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente 9.13 Eigenkapital 9.14 Leistungen an Arbeitnehmer 9.15 Sonstige Rückstellungen 9.16 Finanzielle Verbindlichkeiten 9.16.1 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 9.16.2 Sonstige Finanzielle Verbindlichkeiten 9.16.3 Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten 9.17 Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN 8. Grundlagen der Aufstellung Die AUR Dev Nine hat ihren Konzernabschluss zum 31.12.2023 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den vom IASB verabschiedeten Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Für die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Aufgrund der bisherigen und erwarteten rentablen Geschäftstätigkeit und des Zugangs zu angemessenen Finanzmitteln wird der vorliegende Konzernabschluss auf der Grundlage der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Das Tochterunternehmen GLS Logistik GmbH & Co. Dental Handel KG war im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, mit dem erwirtschafteten Umsatzvolumen nicht in der Lage, nachhaltig positive Ergebnisse zu erwirtschaften. Die im Geschäftsjahr 2022 eingeleiteten und im Geschäftsjahr 2023 fortgeführten Sanierungsmaßnahmen haben bereits zu einer Stabilisierung der Geschäftslage geführt. Mit Fortführung dieser Maßnahmen erwartet die Geschäftsführung eine weitere Verbesserung im Laufe des Geschäftsjahres 2024 und schließlich positive Ergebnisse ab dem Geschäftsjahr 2025 erzielen zu können. Aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss 2023 der AUR Dev Nine GmbH werden die Offenlegungserleichterungen und die Befreiung von der eigenen Konzernrechnungslegungspflicht gemäß § 264b Nr. 3 HGB (betreffend die GLS Logistik GmbH & Co. Dental KG) sowie nach § 291 Abs. 2 Nr. 4b) HGB (betreffend die dental bauer depot GmbH, dental bauer GmbH, dental bauer Holding GmbH und pluradent dental bauer GmbH) in Anspruch genommen. 8.1 Neue Rechnungslegungsstandards und Interpretationen mit Auswirkung auf den Konzernabschluss 2023 Der Konzern hat die jüngsten Änderungen an den Standards, die für Geschäftsjahre beginnend am 1.Januar 2023 verpflichtend anzuwenden waren, umgesetzt. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen. Genauere Informationen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
8.2 Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte neue Rechnungslegungsstandards Der Konzern hat folgende Rechnungslegungsverlautbarungen, die vom IASB bis zum 31.12.2023 veröffentlicht wurden, aber für das Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, aber vorzeitig angewendet werden konnten, noch nicht angewendet.
Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. 9. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss der AURELIUS Development Nine einbezogenen verbundenen Unternehmen wurden einheitlich nach den für den Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen. Die Methoden aus dem vergangenen Geschäftsjahr wurden für das Geschäftsjahr 2023 stetig angewandt. Im Folgenden werden die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im vorliegenden Abschluss verwendet wurden bzw. die zum Verständnis des Abschlusses von Bedeutung sind, näher erläutert. 9.1 Konsolidierung 9.1.1 Erwerb von Tochterunternehmen Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IFRS 10 durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der übernommenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Erwerbszeitpunkt. Die Anschaffungskosten eines Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Ebenso enthalten sind Vermögenswerte und Schulden aus bedingten Gegenleistungsvereinbarungen, sogenannte Earn-Outs, im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. In diesem Zusammenhang bestehen folgende Ausnahmen:
Der das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen übersteigende Anteil der Anschaffungskosten (aktivischer Unterschiedsbetrag) wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens (passivischer Unterschiedsbetrag), wird der Unterschiedsbetrag nach erneuter Beurteilung direkt erfolgswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst (bargain purchase). Die Anteile anderer Gesellschafter, die gegenwärtig Eigentumsrechte vermitteln und dem Inhaber im Falle einer Liquidation das Recht gewähren, einen proportionalen Anteil am Nettovermögen der Gesellschaft zu erhalten, werden bei Zugang zum entsprechenden Anteil der erfassten Vermögenswerte und Schulden im Eigenkapital ausgewiesen. Sollte es andere Komponenten von Anteilen nicht-beherrschender Gesellschafter geben, werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert oder den Wertmaßstäben bewertet, die sich aus anderen Standards ergeben. Enthält die übertragene Gegenleistung eine bedingte Gegenleistung, so ist diese mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung innerhalb des Bewertungszeitraums werden rückwirkend korrigiert und entsprechend gegen den Geschäfts- oder Firmenwert bzw. den bargain purchase gebucht. Diese rückwirkenden Änderungen innerhalb des Bewertungszeitraums werden nur bei besseren Erkenntnissen über bereits zum Erwerbszeitpunkt existierende Faktoren und Umständen vorgenommen. Dabei darf der Bewertungszeitraum jedoch ein Jahr nach Erwerbszeitpunkt nicht überschreiten. Die Bilanzierung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung, die keine Berichtigungen während des Bewertungszeitraums darstellen, erfolgt in Abhängigkeit davon, wie die bedingte Gegenleistung einzustufen ist. Handelt es sich dabei um Eigenkapital, erfolgt keine Folgebewertung an nachfolgenden Abschlussstichtagen, da die Erfüllung innerhalb des Eigenkapitals bilanziert wird. Sollte es sich bei der bedingten Gegenleistung um einen Vermögenswert bzw. eine Schuld handeln, so wird an nachfolgenden Abschlussstichtagen gemäß IAS 37 bzw. IFRS 9 bewertet und ein resultierender Gewinn oder Verlust in der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns erfasst. 9.1.2 Tochterunternehmen In den Konzernabschluss zum 31.12.2023 sind neben der AUR Dev Nine grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, die durch die AUR Dev Nine beherrscht werden. Beherrschung liegt gemäß den Regelungen des IFRS 10.7 vor, wenn die folgenden Eigenschaften erfüllt sind:
Die AUR Dev Nine nimmt eine Neubeurteilung vor, ob ein Beteiligungsunternehmen beherrscht wird oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben aufgeführten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben. Sollte die Gesellschaft keine Stimmrechtsmehrheit besitzen, so wird ein Beteiligungsunternehmen dennoch beherrscht, wenn sie durch ihre Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Konzernunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung, ob ihre Stimmrechte für die Bestimmungsmacht ausreicht, berücksichtigt die AUR Dev Nine alle Tatsachen und Umstände, darunter:
Tochterunternehmen werden grundsätzlich im Rahmen der Vollkonsolidierung von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen, an welchem die Kontrolle oder Kontrollmöglichkeit auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle oder die Kontrollmöglichkeit endet, das heißt, der Konzern bucht zu diesem Zeitpunkt die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens, mögliche Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter und sonstige Bestandteile des Eigenkapitals der Tochterunternehmen aus. Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses sind den Gesellschaftern der AUR Dev Nine und den Anteilen nichtbeherrschender Gesellschafter zuzuordnen. Dies gilt auch dann, wenn die nicht-beherrschenden Anteile einen negativen Saldo aufweisen. Umsatzerlöse, sonstige Erträge sowie Aufwendungen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen sowie Zwischenergebnisse aus konzerninternen Transaktionen, die nicht durch Veräußerung an Dritte realisiert wurden, werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Die Ergebnisse der im Berichtsjahr erstmals vollkonsolidierten Gesellschaften werden von dem Zeitpunkt des Beginns bzw. bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen. Die auf nicht-beherrschende Gesellschafter entfallenden Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am Perioden- bzw. Gesamtergebnis werden von dem Anteil der Gesellschafter der AUR Dev Nine getrennt ausgewiesen. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wie sie im Abschluss des Mutterunternehmens angewandt werden. Sollte es erforderlich sein, so werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen entsprechend angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen. 9.2 Ertragsrealisierung Der Konzern realisiert Umsatzerlöse, wenn die Verfügungsgewalt über abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht, d.h. der Kunde die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen zu ziehen. Voraussetzung dafür ist der Abschluss eines Vertrages mit durchsetzbaren Rechten und Pflichten und dem wahrscheinlichen Erhalt der Gegenleistung. Die Verfügungsgewalt über Güter und Dienstleistungen wird entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum auf den Kunden übertragen. Entsprechend wird auch der Umsatz vertragsindividuell zeitpunkt- oder zeitraumbezogen mit Übertragung der Verfügungsgewalt erfasst. Die Umsatzerlöse entsprechen dem Transaktionspreis, den der Konzern voraussichtlich für die Übertragung der Güter oder Dienstleistungen erhalten wird. Wenn variable Gegenleistungen im Transaktionspreis enthalten sind und es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Rücknahme der Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht, wird der Betrag der variablen Gegenleistung entweder nach der Erwartungswertmethode oder mit dem wahrscheinlichsten Betrag ermittelt, abhängig davon, welcher Wert die variable Gegenleistung am zutreffendsten abschätzt. Aufgrund des homogenen Produkt- und Leistungsspektrums des Konzerns bestehen nahezu einheitliche Zahlungsbedingungen für alle Güter und Dienstleistungen. Diese können sich mitunter vertrags- und produktindividuell sowie landesspezifisch unterscheiden. Im Regelfall ist jedoch der wesentliche Teil der Güter und Dienstleistungen innerhalb von 14 bis 30 Tagen nach Übertragung auf den Kunden zahlbar. Bei mehreren abgrenzbaren Gütern oder Dienstleistungen innerhalb eines Vertrages, wird der Transaktionspreis auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die identifizierten Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. 9.2.1 Verkauf von Gütern Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern gelten grundsätzlich als realisiert, wenn die Verfügungsgewalt über eine Ware auf einen Kunden übergeht. Die Übertragung der Verfügungsgewalt beinhaltet sämtliche Rechte an dem Gut. Sie schließt die Fähigkeit des Kunden mit ein, den Nutzen aus dem Gut zu ziehen und den wesentlichen Anspruch auf alle Zahlungsmittelzuflüsse zu haben, die durch das Gut während der restlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer generiert werden. 9.2.2 Erbringung von Dienstleistungen Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Dienstleistungen werden bilanziert, sobald die Verfügungsgewalt auf den Kunden übergeht. Die erbrachten Dienstleistungen sind grundsätzlich zeitpunktbezogen und die Verfügungsgewalt geht sofort auf den Kunden über. Gewährleistungen werden im Regelfall nur im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften gewährt und stellen keine eigenständige Leistungsverpflichtung dar. 9.2.3 Zinserträge Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes entsprechend der Effektivzinsmethode in Übereinstimmung mit der Regelung des IFRS 9 erfasst. Der bei der erstmaligen Erfassung anzuwendende Zinssatz ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts auf den Nettobuchwert des Vermögenswerts abzinst. 9.3 Ertragsteuern Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Beide Formen von Steueraufwendungen werden aufwandswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, diese beziehen sich auf Positionen, die direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Wenn laufende oder latente Steuern aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren, werden die Steuereffekte bei der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses einbezogen. 9.3.1 Laufende Steuern Zur Ermittlung der laufenden inländischen Steuern wird auf ausgeschüttete und thesaurierte Gewinne ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent herangezogen. Daraus ergibt sich ein Steuersatz von 15,83 Prozent. Darüber hinaus wird für in Deutschland erzielte Gewinne Gewerbesteuer erhoben. Die Gewerbesteuer basiert auf den Hebesätzen der Gemeinden sowie der Steuermesszahl, die pauschal 3,5 Prozent beträgt. Die Gewerbesteuer wird im Konzernabschluss der AUR Dev Nine mit einem Steuersatz von 13,3 Prozent angegeben. Die bei den ausländischen Konzerngesellschaften erwirtschafteten Gewinne werden auf Basis des jeweils geltenden nationalen Steuerrechts ermittelt und mit dem im Sitzland geltenden Steuersatz versteuert. Die landesspezifischen Steuersätze liegen zwischen 15 und 35 Prozent. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresergebnis aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich absetzbar sind. Die Verbindlichkeiten des Konzerns für die laufenden Steuern werden auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet. 9.3.2 Latente Steuern Latente Steuern werden nur in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbares Einkommen zur Verfügung steht, mit dem die Ansprüche aus den temporären Differenzen genutzt werden können. Latente Steuern sind die zu erwartenden Steuerbe- bzw. -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im IFRS-Abschluss und der jeweiligen Steuerbilanz. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeiten-Methode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle steuerbaren temporären Differenzen und latente Steueransprüche insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig auch steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen werden, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3) von anderen Vermögenswerten und Schulden ergeben, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch das Jahresergebnis berühren. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern die Voraussetzungen des IAS 12 vorliegen, das heißt wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für entweder das gleiche Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, erhoben werden. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und bei Bedarf wertberichtigt. Latente Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswerts Geltung haben bzw. voraussichtlich gelten werden oder gesetzlich verabschiedet sind. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben, wie erwartet wird, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren. Latente Steuern werden generell erfolgswirksam erfasst, außer für solche Positionen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden. 9.4 Fremdwährung Die im vorliegenden Konzernabschluss enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes entspricht. Diese wird auch als funktionale Währung bezeichnet und stellt die Währung dar, in der das jeweilige Unternehmen operiert. Aufgrund finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Selbständigkeit der ausländischen Tochtergesellschaften entspricht die funktionale Währung im Wesentlichen immer der Landeswährung. Der Konzernabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung der AUR Dev Nine, aufgestellt. Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen, die eine von der Konzernberichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in die Berichtswährung umgerechnet:
Fremdwährungstransaktionen werden mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Die entstehenden Gewinne und Verluste derartiger Transaktionen und aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Fremdwährungsgewinne bzw. - verluste, die aus der Umrechnung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzschulden resultieren, werden erfolgswirksam in der Gesamtergebnisrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen. Alle anderen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung unter den sonstigen Erträgen bzw. sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebes (ein Tochterunternehmen, ein assoziiertes Unternehmen, ein Joint Venture oder eine Niederlassung, dessen Aktivitäten in einem Land außerhalb von Deutschland angesiedelt sind) werden alle angesammelten Umrechnungsdifferenzen, die dem Konzern aus diesem Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind, in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfolgswirksam umgegliedert. Ein aus dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebes entstehender Geschäfts- oder Firmenwert sowie Anpassungen an die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebes behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Resultierende Umrechnungsdifferenzen werden in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfasst. 9.5 Leasingverhältnisse Die Konzernunternehmen treten nicht als Leasinggeber, sondern ausschließlich als Leasingnehmer auf. Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern das Nutzungsrecht an den Vermögenswerten sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeiten entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize. Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses über oder es ist in den Kosten des Nutzungsrechtes berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst. Beim erstmaligen Ansatz wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen, abgezinst mit dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns, bewertet. In der Regel nutzt der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz. Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogenen Leasingzahlungen umfassen:
Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn (1) sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder (Zins-)Satzänderung verändern, (2) der Konzern seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, (3) der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder (4) sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechts vorgenommen. Sofern sich der Buchwert des Nutzungsrechts hierdurch auf null verringert hat, erfolgt eine weitere Anpassung erfolgswirksam. Bei Vertragsbeginn oder bei Änderung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf. In der Konzern-Bilanz werden Nutzungsrechte, die nicht die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllen, in den Sachanlagen ausgewiesen. Die AUR Dev Nine macht von den Erleichterungsvorschriften für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten sowie für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte (geringer als 5.000 Euro) Gebrauch und verzichtet auf einen Bilanzansatz. Leasingzahlungen aus solchen Leasingverhältnissen werden über die Laufzeit linear als Aufwand erfasst. 9.6 Immaterielle Vermögenswerte 9.6.1 Geschäfts- oder Firmenwert Der im Rahmen der Konsolidierung anfallende Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualschulden eines Tochterunternehmens (Nettovermögen) zum Erwerbszeitpunkt dar. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird im Zugangszeitpunkt mit seinen Anschaffungskosten bilanziert und in den Folgeperioden mit seinen Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Wertminderungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Stattdessen werden sie gemäß IAS 36 einem jährlichen Impairment-Test unterzogen. Der jährliche Werthaltigkeitstest (Impairment Test) für Geschäfts- oder Firmenwerte wird auf Ebene unseres den gesamten Konzern umfassenden Geschäftssegments durchgeführt, da es in dem AUR Dev Nine Konzern keine niedrigeren Ebenen gibt, auf denen Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Managementzwecke überwacht werden. Treten innerhalb des Jahres triggering events - Sachverhalte, welche auf eine mögliche Abwertung hindeuten - auf, so erfolgen bereits zu diesem Zeitpunkt ein Impairment-Test und gegebenenfalls eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag, das heißt es kann erforderlich sein, auch häufiger Wertminderungstests im Jahr durchzuführen. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus beizulegendem Wert abzüglich Verkaufskosten und dem Barwert der künftigen Zahlungsströme, die durch die fortlaufende Nutzung des Vermögenswerts erwartet werden. 9.6.2 Erworbene immaterielle Vermögenswerte nach IFRS 3 Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3 identifiziert wurden, werden gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst und, sofern die Ansatzvoraussetzungen vorliegen, im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dazu können unter anderem gehören: Kundenbeziehungen und -stamm, Auftragsbestände, Technologien, Markenrechte etc. Im Rahmen der bislang durch den Konzern getätigten Unternehmenserwerbe wurden derartige Vermögenswerte nicht angesetzt. 9.6.3 Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauern ermittelt werden können, werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald sich der immaterielle Vermögenswert in einem betriebsbereiten Zustand befindet. Die Nutzungsdauern betragen:
Die erwartete Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden am Ende des Geschäftsjahres überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt. Sofern es Anzeichen für eine Wertminderung gibt, werden die planmäßig abnutzbaren immateriellen Vermögenswerte einem Impairment-Test unterzogen und gegebenenfalls auf den erzielbaren Betrag im Sinne des IAS 36 abgewertet. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer bzw. bei solchen, die noch nicht für eine Nutzung zur Verfügung stehen, wird mindestens jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt. 9.6.4 Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte sind bei Abgang, oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen von ihrer Nutzung oder ihrem Abgang erwartet wird, auszubuchen. Der Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung eines immateriellen Vermögenswerts, bewertet mit der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts, wird im Zeitpunkt der Ausbuchung des Vermögenswerts in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt in den sonstigen Erträgen bzw. sonstigen Aufwendungen. 9.7 Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten. Dazu gehören auch angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten, während anfallende Finanzierungskosten in der Regel nicht angesetzt werden. Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden nur dann Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des materiellen Vermögenswerts, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern daraus ein wirtschaftlicher Nutzen in Zukunft zufließen wird und die Kosten zuverlässig ermittelt werden können. Instandhaltungskosten, also Aufwendungen für Reparaturen und Wartungen, die keine wesentliche Ersatzinvestition darstellen (day-to-day servicing), werden als Aufwand der Periode erfasst, während Aufwendungen für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder zu einer Erweiterung des Einsatzbereichs führen, grundsätzlich aktiviert werden. 9.7.1 Wertminderungen von Sachanlagen Als Nutzungsdauer von Betriebsvorrichtungen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden bei normaler Beanspruchung zwischen drei bis zehn Jahre angesetzt. Hingegen werden Maschinen sowie technische Anlagen mit einer Nutzungsdauer von zwei bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen derart, dass die Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich ihrer Restwerte über deren Nutzungsdauer in der Regel linear abgeschrieben werden. Die Restwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Sämtliche notwendigen Schätzungsänderungen werden prospektiv berücksichtigt. Sollte der Buchwert eines materiellen Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigen, so wird dieser über die planmäßige Wertminderung hinaus auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten (Nettoveräußerungswert) bzw. dem Buchwert des erwarteten Netto-Mittelzuflusses aus der fortgeführten Nutzung des Vermögenswerts ermittelt. Der Nettoveräußerungswert wird dabei - wenn möglich - aus zuletzt beobachteten Markttransaktionen abgeleitet. Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und unter der Position sonstige Erträge bzw. sonstige Aufwendungen im Periodenergebnis des Konzerns ausgewiesen. 9.7.2 Ausbuchung von Sachanlagen Eine Sachanlage wird bei Abgang oder dann, wenn kein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der fortgeführten Nutzung des Vermögenswerts erwartet wird, ausgebucht. Der sich aus dem Verkauf oder der Stilllegung eines Vermögenswerts des Sachanlagevermögens ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts und wird erfolgswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt in den sonstigen Erträgen bzw. sonstigen Aufwendungen. 9.8 Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte sind erstmals am Handelstag zu erfassen, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Finanzinstruments wird. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Ein finanzieller Vermögenswert, mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente, wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet. Bei einem Posten, der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, werden Transaktionskosten hinzuaddiert, die direkt dem Erwerb oder der Ausgabe zurechenbar sind. Für die Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte in verschiedene Kategorien unterteilt. Abhängig von der Klassifizierung erfolgt anschließend die Bewertung entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Ansprüche auf den Erhalt von Zahlungsströmen aus den finanziellen Vermögenswerten ausgelaufen oder übertragen worden sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen hat. 9.8.1 Klassifizierung Der Konzern stuft seine finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Bewertungskategorien ein:
Die Klassifizierung ist abhängig vom Geschäftsmodell des Konzernunternehmens für die Steuerung der finanziellen Vermögenswerte und von den vertraglichen Zahlungsströmen. Eine Reklassifizierung findet nicht statt, mit der Ausnahme, das Konzernunternehmen ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall erfolgt die Reklassifizierung am ersten Tag der Berichtsperiode, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt. Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehandelt oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zum FVTPL bewertet. Für Zwecke der Bewertung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sind, ist der Kapitalbetrag definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswerts beim erstmaligen Ansatz. Der Zins ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten und eine Gewinnmarge. 9.8.2 Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte Der Konzern stuft seine Schuldinstrumente in drei Bewertungskategorien ein, in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell des Konzernunternehmens zur Steuerung der Vermögenswerte und der jeweiligen Zahlungsstrommerkmale:
9.8.3 Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Die AUR Dev Nine beurteilt die mit ihren zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten verbundenen, erwartenden Kreditverluste auf zukunftsgerichteter Basis. Die Wertberichtigung ist in Höhe der über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste bemessen. Bei Schuldverschreibungen, die ein geringes Risiko aufweisen, und Bankguthaben wird die Wertberichtigung in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet die AUR Dev Nine den gemäß IFRS 9 zulässigen vereinfachten Ansatz an, dem zufolge die über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste ab dem erstmaligen Ansatz der Forderungen zu erfassen sind. Bei der Beurteilung, ob das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit der erstmaligen Erfassung signifikant angestiegen ist, und bei der Schätzung der erwarteten Kreditverluste werden alle angemessenen und belastbaren Informationen geprüft, die relevant und mit einem angemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Dies umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf vergangenen Erfahrungen und fundierten Einschätzungen basieren, inklusive zukunftsgerichteter Informationen. Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste sind erwartete Kreditverluste, die aus allen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit des Finanzinstruments resultieren. 12-Monats-Kreditverluste sind diejenigen Kreditverluste, die aus Ausfallereignissen der zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag (oder einem kürzeren Zeitraum, falls die erwartete Laufzeit des Instruments weniger als zwölf Monate beträgt) resultieren. Der bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten maximal zu berücksichtigende Zeitraum ist die maximale Vertragslaufzeit, in dem die AUR Dev Nine dem Kreditrisiko ausgesetzt ist. Die Bemessung erfolgt auf der Basis der wahrscheinlichkeitsgewichteten Schätzungen der Kreditverluste und wird von dem jeweiligen Konzernunternehmen auf Basis der Historie oder zukunftsgerichteter Daten selbst ermittelt und mit der Konzernmutter abgestimmt. Der Höhe nach ergibt sich der Kreditverlust als Differenz zwischen den Zahlungen, die dem jeweiligen Konzernunternehmen vertragsgemäß geschuldet werden, und den Zahlungen die voraussichtlich eingenommen werden und wird mit dem Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts abgezinst. Die AUR Dev Nine schätzt für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVTOCI eingestuft sind, zu jedem Abschlussstichtag ein, ob die Bonität beeinträchtigt ist. Dies ist der Fall, wenn ein oder mehrere Ereignisse mit nachteiligen Auswirkungen auf die zukünftigen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts auftreten. Folgende Indikatoren kommen für die Beurteilung in Frage:
Ein finanzieller Vermögenswert ist als ausgefallen eingestuft, wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seine Kreditverpflichtung vollständig zahlen kann, ohne dass die AUR Dev Nine auf die Verwertung von Sicherheiten zurückgreifen muss. Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, werden vom Bruttobuchwert abgezogen. Bei Schuldverschreibungen, die zu FVTOCI bewertet sind, wird die Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Ein finanzieller Vermögenswert wird vollständig abgeschrieben, wenn nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass der Bruttobuchwert des Vermögenswerts ganz oder teilweise realisierbar ist. 9.8.4 Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte Der AUR Dev Nine Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken auf einen Dritten überträgt. Bei der vollständigen Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts wird das Delta zwischen dem Buchwert und der Summe aus dem erhaltenen oder zu erhaltenden Entgelt und aller kumulierten Gewinne oder Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt wurden, in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. 9.9 Factoring Im Rahmen des Factorings ist gemäß IFRS 9 zwischen echtem und unechtem Factoring zu differenzieren. Geht das Ausfallrisiko der Forderung auf den Forderungserwerber über, ist die Forderung auszubuchen (echtes Factoring), da das vertragliche Anrecht auf die mit der Forderung verbundenen Zahlungsströme vollständig übertragen wird. Verbleibt das Risiko aus dem Zahlungsausfall beim Forderungsverkäufer, ist eine Ausbuchung zu unterlassen (unechtes Factoring), da das vertragliche Anrecht auf die Zahlungsströme aus der Forderung im Konzern verbleibt. Hierbei ist das Delkredererisiko - neben weiteren - das wesentliche Risiko beim Factoring. Die beim unechten Factoring erhaltene Zahlung ist als besicherte Kreditaufnahme zu klassifizieren, die die Erfassung einer Verbindlichkeit nach sich zieht. Sollten aus einem Verkauf der Forderung Zinserträge entstehen, werden diese im Finanzergebnis erfasst, während eventuell entstandene Verwaltungsgebühren unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen werden. 9.10 Vorräte Die Vorräte umfassen insbesondere Warenbestände und in geringem Umfang Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, geleistete Anzahlungen und (un-)fertige Erzeugnisse. Die Vorräte sind am Bilanzstichtag mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Verbrauch von Vorräten wird in der Gesamtergebnisrechnung als Materialaufwand erfasst. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie einen angemessenen Teil der Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in der Regel nicht angesetzt. Die Berechnung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt nach der Methode des gewichteten Durchschnitts. Der Nettoveräußerungswert ergibt sich als geschätzter Veräußerungspreis abzüglich der voraussichtlich noch anfallenden Produktionskosten sowie der geschätzten Kosten für Verkauf und Vertrieb. Liegt der so bestimmte Nettoveräußerungswert unter den historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis des Endprodukts zugrunde gelegt. Die Orientierung am Absatzmarkt hat zur Folge, dass ein Wertberichtigungsbedarf auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und unfertige Erzeugnisse nur dann besteht, wenn der Nettoveräußerungspreis der Fertigerzeugnisse, dessen Bestandteile diese sind, keine positive Marge aufweist. Fallen die Gründe für die Wertminderung weg, wird die vorgenommene Abwertung rückgängig gemacht. Der neue Buchwert entspricht dann wiederum dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und berichtigtem Nettoveräußerungswert. Sofern notwendig, werden Abwertungen für Überreichweiten, Überalterung sowie für verminderte Gängigkeit vorgenommen. 9.11 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Vermögenswerte (und Gruppen von Vermögenswerten), die als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert werden, sind mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen sind ab dem Zeitpunkt der Einordnung als zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte einzustellen. Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten werden als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert im Wesentlichen durch eine Veräußerung anstatt durch eine fortgesetzte Nutzung realisiert werden kann. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn ein Verkauf höchstwahrscheinlich und der Vermögenswert (oder die zur Veräußerung gehaltene Gruppe von Vermögenswerten) in dem jetzigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird. Dies gilt unabhängig davon, ob der Konzern einen nicht-beherrschenden Anteil an dem früheren Konzernunternehmen nach der Veräußerung zurückbehält oder nicht. 9.12 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. Der Ansatz erfolgt zum Nennbetrag. Ausgenutzte Kontokorrentkredite werden in der Konzernbilanz als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten innerhalb der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gezeigt. 9.13 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital resultierte aus Bareinzahlungen der Gesellschafter in das Stammkapital des Mutterunternehmens im Rahmen der Gründung sowie im Rahmen nachfolgender Barkapitalerhöhungen. Es wird zu historischen Kursen geführt. In den Rücklagen werden Kapitalveränderungen, Ausschüttungen und die Unterschiede aus der Währungsumrechnung bilanziert. 9.14 Leistungen an Arbeitnehmer Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen für die betriebliche Altersversorgung erfolgt nach der in IAS 19 vorgeschriebenen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method), wobei zu jedem Bilanzstichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durch einen unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter durchgeführt wird. Die Verpflichtungen für leistungsorientierte Pläne (Defined Benefit Plans) werden separat für jeden Plan durch Schätzung der in der laufenden Periode und in früheren Perioden - im Austausch für die erbrachten Arbeitsleistungen der Arbeitnehmer erdienten Leistungen ermittelt. Diese Leistungen werden zur Bestimmung des Barwerts abgezinst und die beizulegenden Zeitwerte für jedes Planvermögen abgezogen. Der Nettozinsaufwand bzw. Nettozinsertrag wird durch Multiplikation der Nettoschuld (Pensionsverpflichtung abzüglich Planvermögen) beziehungsweise des Nettovermögenswerts zu Periodenbeginn mit dem der Diskontierung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung am Periodenbeginn zugrunde liegenden Zinssatzes bestimmt. Im Rahmen dieses Anwartschaftsbarwertverfahrens werden die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Das Planvermögen des Konzerns setzt sich aus an Pensionsberechtigte verpfändeten Rückdeckungsversicherungen und sonstigen Vermögenswerten, welche die Definition von Planvermögenswerten nach IAS 19 erfüllen, zusammen. Effekte aus der Neubewertung umfassen zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die aus der Bewertung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung resultieren und zum anderen den Unterschied zwischen tatsächlich realisierter Planvermögensrendite und der zu Periodenbeginn angenommenen Rendite. Die Implikationen aus der Neubewertung werden sofort im sonstigen Ergebnis nach Steuern erfasst. Die weiteren Bestandteile des Nettopensionsaufwands (Dienstzeit- und Nettozinskomponente) werden als Ertrag oder Aufwand der Periode berücksichtigt. Für kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, zum Beispiel Löhne, Krankengeld oder Boni, ist in der Periode der Leistungserbringung seitens der Arbeitnehmer der nicht abgezinste Betrag der Leistung zu erfassen, der erwartungsgemäß im Austausch für die erbrachte Leistung gezahlt wird. Die erwarteten Kosten für kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer in Form von vergüteten Abwesenheiten sind im Fall von ansammelbaren Ansprüchen dann zu erfassen, wenn die Arbeitsleistungen, die die Ansprüche der Arbeitnehmer auf bezahlte künftige Abwesenheit erhöhen, erbracht werden. Sollten die Ansprüche nicht kumulativ sein, so erfolgt die Erfassung hingegen im Zeitpunkt, in dem die Abwesenheit eintritt. 9.15 Sonstige Rückstellungen Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, wenn der Konzern gegenüber Dritten gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, es wahrscheinlich (more likely than not) ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann. Sonstige Rückstellungen werden demnach für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Dabei sind der Verpflichtung inhärente Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Eine Verrechnung mit Rückgriffsansprüchen findet nicht statt. Kann davon ausgegangen werden, dass Teile oder der gesamte zur Erfüllung der Rückstellung notwendige wirtschaftliche Nutzen durch einen außenstehenden Dritten erstattet werden, wird dieser Anspruch als Vermögenswert aktiviert, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist und der Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Wenn eine Anzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht, wird die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung von Dienstleistungen entsprechend dem nationalen Kaufvertragsrecht passiviert. Auf Basis von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und einer Abschätzung zukünftiger Wahrscheinlichkeiten wird die Höhe der zur Erfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Ausgaben bestimmt. Sollte ein detaillierter Restrukturierungsplan gemäß den Vorgaben des IAS 37 oder bei einer Neuakquisition in Verbindung mit IFRS 3 vorliegen, werden Restrukturierungsrückstellungen gebildet. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn der Konzern einen detaillierten, formalen Restrukturierungsplan aufgestellt hat, der bei den Betroffenen durch den Beginn der Umsetzung des Plans oder die Ankündigung seiner wesentlichen Bestandteile eine gerechtfertigte Erwartung geweckt hat, dass die Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Bei der Bewertung finden nur die direkten Aufwendungen für die Restrukturierung Berücksichtigung. Darüber hinaus werden insbesondere bei Unternehmenserwerben Rückstellungen für im Rahmen von Kaufpreisallokationen identifizierte nachteilige Vertragsverhältnisse oder Auftragsbestände (Onerous contracts) gebildet. Das Bestehen eines belastenden Vertrags wird angenommen, wenn die übernommenen Vertragskonditionen im Vergleich zu aktuellen Marktkonditionen nachteilig sind. Langfristige Rückstellungen, die nicht bereits im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit dem derzeit gültigen risikofreien Zinssatz abgezinst, sofern der Effekt wesentlich ist. Aus der reinen Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungen werden ebenfalls erfolgswirksam über die Gesamtergebnisrechnung abgebildet; die Effekte werden im Finanzergebnis ausgewiesen. 9.16 Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden erfasst, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Sie werden entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) eingestuft und bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten sind beim Zugang zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. 9.16.1 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Eine Einstufung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, wenn die finanzielle Verbindlichkeit als zu Handelszwecken gehalten definiert wird, ein Derivat ist oder beim Erstansatz als solches designiert wird. Die Klassifizierung als zu Handelszwecken gehandelt orientiert sich am Geschäftsmodell des Unternehmens. Die Folgebewertung von finanziellen Verbindlichkeiten in der Gruppe FVTPL erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und Nettogewinne oder -verluste sowie Zinsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten, insbesondere auch aus Kaufpreisanpassungs- beziehungsweise aus Earn- Out-Klauseln, werden im Zugangszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel den Anschaffungskosten entspricht. Voraussetzung für den Ansatz einer solchen Verbindlichkeit ist jedoch, dass diese zum Akquisitionszeitpunkt wahrscheinlich ist und der Betrag sich verlässlich bestimmen lässt. Aus der Bewertung resultierende Gewinne beziehungsweise Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der in der Gesamtergebnisrechnung erfasste Nettogewinn oder - verlust schließt die für die finanzielle Verbindlichkeit bezahlten Zinsen mit ein und wird innerhalb der sonstigen Erträge beziehungsweise Aufwendungen ausgewiesen. 9.16.2 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, beispielsweise aufgenommene Kredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind fällige Beträge aus im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworbenen Gütern oder Leistungen. Im normalen Geschäftszyklus sind sämtliche Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig und werden daher als kurzfristig klassifiziert. Andernfalls werden diese als langfristige Verbindlichkeiten bilanziert. Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungsbetrag oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Langfristige Verbindlichkeiten sowie Finanzschulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Maßgabe der Effektivzinsmethode bilanziert. Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinsaufwendungen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Auszahlungen, einschließlich aller Gebühren und gezahlten und erhaltenen Entgelte, die integraler Bestandteil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und andere Agien oder Disagien, über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder eine kürzere Periode auf den Nettobuchwert aus der erstmaligen Erfassung abgezinst wird. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten anhand der Effektivzinsmethode bewertet. Die Zinsaufwendungen und Fremdwährungsgewinne oder -verluste werden im Gewinn oder Verlust gezeigt. 9.16.3 Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die dazugehörige Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist. Die Differenz zwischen dem Buchwert der ausgebuchten finanziellen Verbindlichkeit und der erhaltenen Gegenleistung wird in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. 9.17 Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen Bei den hier dargestellten Konzernbilanzierungs- und -bewertungsmethoden muss das Management der AUR Dev Nine in Bezug auf die Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden, die nicht ohne Weiteres aus anderen Quellen ermittelt werden können, Sachverhalte beurteilen, Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zugrunde liegenden Annahmen resultieren aus Erfahrungen der Vergangenheit sowie weiteren als relevant erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt. Falls die Änderungen die aktuelle sowie die folgenden Berichtsperioden betreffen, werden sie entsprechend in dieser und den folgenden Perioden berücksichtigt. Die vorgenommenen Schätzungen bzw. Ermessungsentscheidungen entsprechen den in diesem Konzernabschluss ausgewiesenen Buchwerten für die im Anhang erläuterten Vermögenswerte und Schulden. ERGEBNIS DES GESCHÄFTSJAHRES 10. Umsatzerlöse 11. Sonstige Erträge 12. Materialaufwand 13. Personalaufwand 14. Sonstige Aufwendungen 15. Finanzergebnis 16. Ertragsteuern 17. Sonstiges Ergebnis ERGEBNIS DES GESCHÄFTSJAHRES 10. Umsatzerlöse Die Konzernunternehmen der AUR Dev Nine erzielen Umsätze aus dem Verkauf von zahnmedizinischem Bedarfsmaterial, Einrichtung und Praxiszubehör sowie aus der Prüfung, Reparatur, Wartung und Beratung von Dentalprodukten. Sämtliche Umsatzerlöse betreffen ausschließlich Erlöse aus Kundenverträgen. Wesentliche Kosten für die Anbahnung oder die Erfüllung eines Vertrages mit einem Kunden entstehen dem Konzern nicht. Die Konzernunternehmen der AUR Dev Nine erzielten in der Berichtperiode vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 Umsatzerlöse von 232,8 Millionen Euro (Vorperiode: 118,2 MEUR). Die Umsatzerlöse untergliedern sich nach der Art des Produkt- und Dienstleistungsangebots des Konzerns wie folgt:
Die in der Berichtsperiode erfassten Umsatzerlöse aus zum 31. Dezember 2022 bilanzierten Vertragsverbindlichkeiten betragen 1,5 Millionen Euro. 11. Sonstige Erträge Die sonstigen Erträge setzen sich im Berichtszeitraum wie folgt zusammen:
12. Materialaufwand Die Aufgliederung des Materialaufwands stellt sich im Berichtsjahr 2023 wie folgt dar:
Der übrige Materialaufwand in Höhe von 0,5 Millionen Euro (Vorperiode: 0,3 MEUR) beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Lagerkosten von 0,4 Millionen Euro (Vorperiode: 0,2 MEUR) sowie für Verbrauchsmaterialien und Abfallentsorgung von 0,1 Millionen Euro (Vorperiode: 0,1 MEUR). 13. Personalaufwand Der Personalaufwand stellt sich im Berichtsjahr 2023 wie folgt dar:
Die sonstigen Personalaufwendungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro (Vorperiode: 0,6 MEUR) beinhalten im Wesentlichen Abfindungs- und Gehaltsfortzahlungen nach Freistellung sowie Zuführungen zu Personalrückstellungen. 14. Sonstige Aufwendungen Zusammensetzung der sonstigen Aufwendungen des Konzerns im Berichtsjahr 2023:
Die wesentlichen Bestandteile der Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 7,1 Millionen Euro (Vorperiode: 2,3 MEUR) sind Aufwendungen für Beratungsleistungen in Zusammenhang mit der Automatisierung, Digitalisierung und Prozessverbesserung des Konzerns sowie Aufwendungen für die Buchhaltung und Konzernabschlusserstellung und -prüfung. 15. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von 2,8 Millionen Euro (Vorperiode: 1,1 MEUR) resultieren im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen aus Gesellschafterdarlehen und einer Kaufpreisverbindlichkeit (1,6 MEUR; Vorperiode: 0,5 MEUR), Zinseffekten durch IFRS 16 Leasingverhältnisse (0,8 MEUR; Vorperiode: 0,4 MEUR) sowie Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten (0,4 MEUR; Vorperiode: 0,2 MEUR). Die Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von 0,1 Millionen Euro (Vorjahr: 0,1 MEUR) resultieren aus der Verzinsung von laufenden Kontokorrentguthaben. 16. Ertragsteuern Der in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasste Steuerertrag in Höhe von 0,1 Millionen Euro (Vorperiode: Steueraufwand von 0,1 MEUR) umfasst auf die aktuelle Periode entfallenden tatsächlichen Steueraufwand in Höhe von 0,5 Millionen Euro (Vorperode: 0,8 MEUR) sowie Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 0,6 Millionen Euro (Vorperiode 0,7 MEUR). Die latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Zum 31.12.2023 bestehen latente Steueransprüche in Höhe von 0,1 Millionen Euro (Vorperiode: 0,4 MEUR). Der Rückgang der latenten Steueransprüche resultiert aus der Auflösung einer bei Bilanzierung des Unternehmenserwerbs der Pluradent Gruppe im Geschäftsjahr 2022 angesetzten Rückstellung für belastende Verträge, die steuerlich nicht zu bilden war Die Rückstellung besaß zum 31.12.2022 einen Buchwert in Höhe von 1,0 Millionen Euro und wurde im Berichtsjahr vollständig verbraucht. Für Konzerntochtergesellschaften, die in der laufenden Periode Verluste erlitten haben, wurden keine aktiven latenten Steuern bilanziert. Für diese Gesellschaften wird aktuell davon ausgegangen, dass diese aktiven latenten Steuern nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch zukünftige Gewinne realisieren werden können. Zum Ende der Berichtsperiode sind im Konzern insgesamt körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 9,5 Millionen Euro (Vorjahr: 5,2 MEUR) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 10,3 Millionen Euro (Vorjahr: 6,7 MEUR) vorhanden. Die Verlustvorträge entfallen insbesondere auf die pluradent dental bauer GmbH mit einem körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von 6,5 Millionen Euro (Vorjahr: 5,0 MEUR) sowie gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 6,3 Millionen Euro (Vorjahr: 4,7 MEUR) sowie die dental bauer depot GmbH mit einem körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von 2,4 Millionen Euro (Vorjahr: 0 MEUR) sowie gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 3,4 Millionen Euro (Vorjahr: 1 MEUR). Zum 31.12.2023 bestehen keine passiven latente Steuern (Vorperiode: 0,9 MEUR). Die im Vorjahr ausgewiesenen passiven latente Steuern wurden im Rahmen der Bilanzierung des Erwerbs der dental bauer Gruppe angesetzt und resultierten aus der Aufstockung der Buchwerte des erworbenen Vorratsvermögens auf die beizulegenden Zeitwerte. Die erworbenen Vorratsbestände wurden innerhalb der Berichtsperiode vollständig verbraucht, so dass die passiven latenten Steuern aufzulösen waren. Überleitungsrechnung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand:
17. Sonstiges Ergebnis Das sonstige Ergebnis des Geschäftsjahres ist mit 50 Tausend Euro negativ (Vorjahr: 32 TEUR negativ) und resultiert aus versicherungsmathematischen Verlusten durch Änderungen in den Annahmen in den Pensionsgutachten des Konzerns (-83 TEUR, Vorjahr: 0 TEUR) und einem Ertrag aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe (33 TEUR, Vorjahr: - 32 TEUR). VERMÖGENSWERTE 18. Geschäfts- oder Firmenwert 19. Immaterielle Vermögenswerte 20. Sachanlagen 21. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 22. Vorräte 23. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 25. Sonstige Vermögenswerte 26. Aktivische Abgrenzungen 27. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 28. Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte 18. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 29,7 Millionen Euro (Vorjahr: 25,9 MEUR) resultiert zu 25,9 Millionen Euro aus dem Erwerb der dental bauer Gruppe im Geschäftsjahr 2022 und zu 3,8 Millionen Euro aus Unternehmenserwerben innerhalb des Geschäftsjahres 2023. Die Zugänge innerhalb des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 3,8 Millionen Euro resultieren aus den Erwerben der Codema N.V., Kerckaert & Laboror N.V und Buren Dental B.V. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde zum 31.12.2023 einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Dabei wurde der erzielbare Betrag als Nutzungswert ermittelt, da dieser im Vergleich mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten den höheren Betrag darstellte. Die Werthaltigkeitsprüfung ergab, dass der erzielbare Betrag den Buchwert der zugeordneten Vermögenswerte einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts übersteigt. Daher wurde der Geschäfts- oder Firmenwert zum 31.12.2023 mit 29,7 Millionen Euro angesetzt. Die Erlöse für die kommenden Jahre wurden auf der Grundlage historischer Verkaufsdaten sowie erwarteter Marktentwicklungen prognostiziert. Das Management geht davon aus, dass das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren ein jährliches Umsatzwachstum von 4% bis 6% erzielen wird. Die verschiedenen Aufwandspositionen, einschließlich Materialkosten, Personalaufwand und Betriebskosten, wurden unter Berücksichtigung der erwarteten Inflationsraten sowie der Effizienzgewinne bei der Kostenkontrolle prognostiziert. Für die Aufwände wurde ein moderates Wachstum von 3% bis 5% pro Jahr angenommen, wobei das Management auch auf geplante Kostensenkungsmaßnahmen und Effizienzsteigerungen in den operativen Bereichen hinweist.Die erwarteten Zahlungsströme basieren auf einem qualifizierten Planungsprozess unter Beachtung von unternehmensinternen Erfahrungswerten sowie unternehmensextern erhobenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten. Der Detailplanungszeitraum umfasst grundsätzlich 5 Jahre. Im Zeitraum danach wird in der Regel eine Wachstumsrate von 1,5 Prozent unterstellt. Als Kapitalisierungszinssatz wird der durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz (WACC), unter Anwendung des Capital Asset Pricing Model abgeleitet. Dabei waren wesentliche Annahmen hinsichtlich der Höhe des risikolosen Zinssatzes, der Höhe der Marktrisikoprämie und dem unternehmensspezifischen Beta-Faktor zu treffen. Die Kapitalisierungszinssätze bestimmen sich zum 31. Dezember 2023 unter Annahme eines Basiszinssatzes von beispielsweise für Deutschland in Höhe von 2,65 Prozent sowie einer Marktrisikoprämie von 6,60 Prozent in Deutschland. Zusätzlich zum Werthaltigkeitstest wurden drei Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Bei der ersten Sensitivitätsanalyse wurde eine Wachstumsrate von einem Prozent in der ewigen Rente unterstellt. Im Rahmen der zweiten Sensitivitätsanalyse wurde der Kapitalisierungszinssatz um einen halben Prozentpunkt angehoben. Bei der dritten Sensitivitätsanalyse wurde ein pauschaler Abschlag von fünf Prozent auf die generierten Zahlungsströme vorgenommen. Aus diesen Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen würde sich ebenfalls kein Wertminderungsbedarf ergeben. Die Entwicklung der Bruttobuchwerte der Geschäfts- und Firmenwerte und der kumulierten Abschreibungen zum 31.12.2023 wird zusammen mit der Entwicklung der weiteren immateriellen Vermögenswerte in Textziffer 19 dargestellt. 19. Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 29,7 Millionen Euro (Vorjahr: 25,9 MEUR) sowie erworbene Softwarelizenzen, ERP-Softwarelösungen und Lagerverwaltungssysteme sowie hierauf geleistete Anzahlungen in Höhe von 0,6 Millionen Euro (zum 31.12.2022: 0,5 MEUR). Die Entwicklung der Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
Mit Ausnahme der Zugänge zum Geschäfts- oder Firmenwert erfolgten keine wesentlichen Zugänge oder Abgänge von immateriellen Vermögenswerten im Laufe des Berichtszeitraumes. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts haben alle immateriellen Vermögenswerte eine begrenzte Nutzungsdauer und werden gemäß der linearen Methode abgeschrieben. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte wurden weder zum Bilanzstichtag noch im Vorjahr bilanziell angesetzt. 20. Sachanlagen Die Entwicklung der Buchwerte der Sachanlagen zum 31. Dezember 2023 können der folgenden Tabelle entnommen werden:
Im Berichtszeitraum investierte der Konzern 0,9 Millionen Euro (Vorjahr: 0,4 MEUR) in Sachanlagen. Der überwiegende Teil der Investitionen erfolgte durch Zukäufe von Werkzeugen und Messgeräten und anderer Betriebs- und Geschäftsausstattung. Aus den Unternehmenserwerben im Geschäftsjahr 2023 ist dem Konzern Sachanlagevermögen in Höhe von 0,3 Millionen Euro zugegangen. Im Berichtszeitraum 2023 gab es keine Anhaltspunkte dafür, dass einzelne Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten wertgemindert sein könnten, so dass keine Impairment-Tests gemäß IAS 36 durchgeführt wurden. 21. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen Der AUR Dev Nine Konzern hat Miet-, Pacht- und Leasingverträge (nachfolgend entsprechend der Begrifflichkeit des IFRS 16 als Leasingverträge bezeichnet) für Gebäude sowie Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Gemäß den Vorgaben in IFRS 16 werden für die meisten dieser Verträge Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Konzern-Bilanz erfasst. Für Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten sowie Leasingverhältnisse, bei denen der zugrundeliegende Vermögenswert von geringem Wert ist (geringer als 5.000 Euro), nimmt der Konzern als Leasingnehmer die in IFRS 16 gewährten Erleichterungsvorschriften in Anspruch und erfasst weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten. Die Entwicklung der Nutzungsrechte zum 31.12.2023 kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
In der Berichtsperiode 2023 ergaben sich keine Wertaufholungen oder triggering events, welche Anpassungen gemäß IAS 36 zur Folge hätten. Nutzungsrechte werden gemäß Bilanzierungsvorschriften abgeschrieben. Der Abschreibungsaufwand in Höhe von 4,8 Millionen Euro (Vorperiode: 1,8 MEUR) in der Berichtsperiode wird unter Abschreibungen auf Nutzungsrechte ausgewiesen. Der Mietaufwand für Leasingverhältnisse, bei denen von den oben erläuterten Erleichterungsvorschriften Gebrauch gemacht wurde, beträgt in der Berichtsperiode 0,5 Millionen Euro (Vorperiode: 0,4 MEUR) und wird in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. 22. Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Wertminderungen und Wertaufholungen von Vorräten werden im Posten 'Materialaufwand' in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Wertaufholungen erfolgen auf Basis der beobachteten Entwicklung der Absatzmärkte und betreffen in früheren Perioden vorgenommene Wertberichtigungen. Die Veränderung der kumulierten Wertminderungen auf Vorräte stellt sich wie folgt dar:
23. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind abzüglich Wertminderungen und Wertaufholungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,2 Millionen Euro (Vorjahr: 0,4 MEUR) als sonstige Aufwendungen erfasst. Die kumulierten Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31.12.2023 1,0 Millionen Euro und sind im Vergleichswert zum Vorjahr von 0,8 Millionen Euro um 0,2 Millionen Euro gestiegen. 24. Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Forderungen aus dem Verkauf der im Vorjahr als zu Veräußerungszwecken gehalten ausgewiesenen Beteiligung an der Dental Union (insgesamt 0,6 Millionen Euro, davon 0,5 Millionen Euro langfristig und 0,1 Millionen Euro kurzfristig). Wir verweisen auf unsere diesbezüglichen Erläuterungen in Tz. 28. Weiter umfassen die langfristigen finanziellen Vermögenswerten Geldmarktpapiere und Wertpapiere in Höhe von 0,7 Millionen Euro, welche in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen. Die Inputfaktoren für die Bildung der beizulegenden Zeitwerte stammen aus Marktpreisnotierungen auf aktiven Märkten (IFRS 13.76). Diese Marktpreisnotierungen wurden bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendet. 25. Sonstige Vermögenswerte Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 6,6 Millionen Euro (Vorjahr: 5,1 MEUR) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferantenboni in Höhe von 4,5 Millionen Euro (Vorjahr: 1,9 MEUR), debitorischen Kreditoren von 0,6 Millionen Euro (Vorjahr: 0,3 MEUR) und Umsatzsteuerforderungen von 0,4 Millionen Euro (Vorjahr: 0,9 MEUR). 26. Aktivische Abgrenzungen Bei dem Posten handelt es sich im Wesentlichen um Vorauszahlungen für Miete, Bestellungen, Versicherungen und Kundenrabatte. 27. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Der Bilanzwert an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 9,5 Millionen Euro (Vorjahr: 7,3 MEUR) entfällt im Wesentlichen auf Guthaben bei Kreditinstituten. Der übrige Wert (15 TEUR zum 31.12.2023 und 43 TEUR zum 31.12.2022) sind Bar- und Kassenbestände. Die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres entsprechen dem in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellten Finanzmittelfonds. 28. Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte Zum 31.12.2022 wies der Konzern zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 0,8 Millionen Euro aus. Hierbei handelte es sich um die Beteiligung des Konzerns an der Dental Union. Mit notariellem Vertrag vom 23.11.2022 hat der Konzern seinen Geschäftsanteil an der Dental Union GmbH veräußert und ist gleichzeitig als Gesellschafter der Dental Union GbR ausgeschieden. Die Abtretung des Geschäftsanteils an der Dental Union GmbH erfolgte mit Wirkung zum 01.01.2023, 00:00 Uhr. Aus dem Verkauf der Beteiligung und aus dem Ausscheiden hat der Konzern einen Erlös in Höhe des in der Bilanz zum 31.12.2022 angesetzten Buchwertes des Vermögenswerts erzielt, so dass sich aus dem Verkauf in der Berichtsperiode weder ein Gewinn noch ein Verlust ergibt. EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 29. Gezeichnetes Kapital 30. Rücklagen 31. Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter 32. Rückstellungen 33. Finanzverbindlichkeiten 34. Verbindlichkeiten aus Leasing 35. Sonstige Verbindlichkeiten 36. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 29. Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital des Konzerns in Höhe von 30.000 Euro (25 TEUR am 31.12.2022) ist voll eingezahlt. Es ist in 30.000 (31.12.2022: 25.000) Geschäftsanteile zu je 1,00 Euro eingeteilt und wird zu 87,50 % von der AURELIUS Investment Lux Four Sàrl, Leudelange, gehalten. Mit notariell beurkundetem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 01.12.2022 und Nachtrag vom 31.01.2023 wurde das Stammkapital des Mutterunternehmens im Wege einer Barkapitalerhöhung durch Ausgabe von 5.000 Geschäftsanteilen um 5.000 Euro auf 30.000 Euro erhöht. Die Einlagen wurden im Dezember 2022 einbezahlt. Die Kapitalerhöhung wurde am 02.02.2023 im Handelsregister eingetragen. 30. Rücklagen Die Kapital- und Gewinnrücklagen zum Ende des Geschäftsjahres 2023 betragen 21,1 Millionen Euro (22,9 MEUR am 31.12.2022). Im Berichtszeitraum wurde eine gegen den Konzern bestehende Kaufpreisforderung in Höhe von 3,4 Millionen Euro als Einlage in die Kapitalrücklage des Mutterunternehmens eingebracht. Die eingebrachte Forderung wurde mit der korrespondierenden Verbindlichkeit des Konzerns aufgerechnet und ist damit durch Konfusion erloschen. Zum Inhalt und zur Zusammensetzung der Rücklagen wird im Übrigen auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. 31. Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter Der Ausgleichsposten für Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter in Höhe von 1,1 Millionen Euro (1,0 MEUR am 31.12.2022) entfällt auf die Bruns + Klein Dentalfachhandel GmbH und die Profimed Vertriebs GmbH. Insgesamt ist der Anteil nicht-beherrschender Gesellschafter an der Tätigkeit bzw. den Cashflows des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. 32. Rückstellungen Die Rückstellungen haben zum Bilanzstichtag 31.12.2023 folgende Struktur:
Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalmaßnahmen und Jubiläen. Innerhalb des Geschäftsjahres wurden Personalrückstellungen in 1,9 Millionen Euro in Anspruch genommen und wurden maßgeblich für Restrukturierungsmaßnahmen verwendet. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1,7 Millionen Euro (Vorjahr: 1,8 MEUR) umfassen diverse Einzelverpflichtungen, darunter Rückstellungen für Jahresabschlusskosten in Höhe von 0,9 Millionen Euro (Vorjahr: 0,5 MEUR) und ausstehende Rechnungen in Höhe von 0,5 (Vorjahr: 0,5 MEUR). Die Rückstellungen für belastende Verträge wurden im Rahmen der Bilanzierung des Unternehmenserwerbs der Pluradent Gruppe im Geschäftsjahr 2022 angesetzt und betrafen Vertragsverhältnisse, bei denen der Wert der durch den Konzern zu erbringenden Leistung den Wert der Gegenleistung überstieg. Die Rückstellungen wurden im Geschäftsjahr 2023 vollständig verbraucht. Die langfristigen Rückstellungen in Höhe von 0,6 Millionen Euro (Vorjahr: 1,6 MEUR) werden mit Diskontierungssätzen in einer Bandbreite von null bis zwei Prozent abgezinst. Aus der Aufzinsung ergab sich im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, kein wesentlicher Effekt. 33. Finanzverbindlichkeiten Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Darlehensmitteln, welche die Gesellschafterin dem Konzern zur Finanzierung zur Verfügung stellt (21,8 MEUR., Vorjahr: 8,9 MEUR) sowie aus einer im Rahmen des Unternehmenserwerbs der dental bauer Gruppe gestundeten Kaufpreisverbindlichkeit (20,7 MEUR, Vorjahr: 26,5 MEUR). Wir verweisen auf unsere diesbezüglichen Erläuterungen zu den Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Daneben beinhalten die sonstigen Finanzverbindlichkeiten insbesondere kurzfristig gestundete Kaufpreisverbindlichkeiten aus den Unternehmenserwerben Codema und Kerckaert, welche zum 31.12.2023 1,2 Millionen Euro betragen. Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2023 und in der Vorperiode hinsichtlich ihrer Zahlungswirksamkeit gemäß der Kapitalflussrechnung:
34. Verbindlichkeiten aus Leasing Die Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen des Konzerns im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro (Vorjahr: 1,4 MEUR). Gemäß den Vorgaben in IFRS 16 wird der Tilgungsanteil in Höhe von 1,0 Millionen Euro (Vorjahr: 1,0 MEUR) im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit und der Zinsanteil in Höhe von 0,8 Millionen Euro (Vorjahr: 0,4 MEUR) im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gezeigt. 35. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 9,1 Millionen Euro (Vorjahr: 7,9 MEUR) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer von 2,1 Millionen Euro (Vorjahr: 2,6 MEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus Urlaubsansprüchen von 1,9 Millionen Euro (Vorjahr: 1,2 MEUR), kreditorische Debitoren in Höhe von 1,3 Millionen Euro (Vorjahr: 0,8 Millionen Euro) und Vertragsverbindlichkeiten von 0,8 Millionen Euro (Vorjahr: 1,5 MEUR). Bei den Vertragsverbindlichkeiten handelt es sich um erhaltene Anzahlungen, die aus Kundenverträgen resultieren. Die Position wird im Zeitpunkt der Leistungserbringung in die Umsatzerlöse aufgelöst. Alle sonstigen Verbindlichkeiten sind kurzfristig innerhalb eines Jahres fällig. 36. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen aus Earn-Out Verpflichtungen, die der Konzern im Geschäftsjahr 2022 im Rahmen des Erwerbs der dental bauer Gruppe eingegangen ist. Wir verweisen auf unsere diesbezüglichen Erläuterungen zu den Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Die Earn-Out Verpflichtungen betragen zum 31.12.2023 2,4 Millionen Euro (Vorjahr: 5,8 MEUR). Bezüglich der Bewertung der Earn-Out Verpflichtungen verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts bei Finanzinstrumenten. LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER 37. Leistungen an Arbeitnehmer Die Pensionsverpflichtungen resultieren aus Leistungen und Regelungen der betrieblichen Altersversorgung. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) als leistungsorientierte Pläne bilanziert. Durch die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen ist der Konzern üblicherweise verschiedenen versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt: • Investitionsrisiko Der Barwert von leistungsorientierten Verpflichtungen aus den Plänen wird unter Verwendung eines Abzinsungssatzes ermittelt, der auf Grundlage der Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen bestimmt wird. Sofern die Erträge aus dem Planvermögen unter diesem Zinssatz liegen, kann dies zukünftig zu einer Unterdeckung des Plans führen. • Zinsänderungsrisiko Ein Rückgang des Anleihezinssatzes führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit, jedoch wird dies teilweise durch einen gestiegenen Ertrag aus der Anlage des Planvermögens in festverzinsliche Schuldinstrumente kompensiert. • Langlebigkeitsrisiko Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus den Plänen wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Sterbewahrscheinlichkeit der begünstigten Arbeitnehmer sowohl während des Arbeitsverhältnisses als auch nach dessen Beendigung ermittelt. Eine Zunahme der Lebenserwartung der begünstigten Arbeitnehmer führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit. • Gehaltsrisiko Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus den Plänen wird auf Basis der zukünftigen Gehälter der begünstigten Arbeitnehmer ermittelt. Somit führen Gehaltserhöhungen der begünstigten Arbeitnehmer zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit. Es bestehen leistungsorientierte Ansprüche aus unmittelbaren Zusagen. Die Pensionszusagen sind in unterschiedlichen Versorgungsordnungen geregelt und erstrecken sich im Wesentlichen auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten. Die Höhe basiert überwiegend auf dem pensionsfähigen Entgelt, der Betriebszugehörigkeit und dem Alter. Das ordentliche Rentenalter beträgt in der Regel 60 bis 67 Jahre. Gedeckt werden die Verpflichtungen im Wesentlichen durch Rückdeckungsversicherungen sowie durch den laufenden operativen Cashflow der Gesellschaften. Die zum Abschlussstichtag verwendeten versicherungsmathematischen Annahmen bestehen im Wesentlichen aus dem Rechnungszins in Höhe von 3,98% (Vorjahr: 3,21%), dem Rententrend von 2,00% (Vorjahr: 2,00%), und der zukünftigen Sterblichkeitsrate. Die Annahmen über die zukünftige Sterblichkeit beruhen auf den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Im Konzern besteht keine einheitliche Asset Liability Matching-Strategie. Diese erfolgt individuell auf Ebene der Konzernunternehmen und wird unter anderem durch Planvermögen als auch durch eine Innenfinanzierung abgedeckt. In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der DBO detailliert dargestellt:
Die Überleitung der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Das Planvermögen der einzelnen Gesellschaften setzt sich im Wesentlichen aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen zusammen. Hierfür liegen Marktpreise vor. In Höhe der Differenz aus dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens ergibt sich eine bilanzielle Nettoverpflichtung, welche der ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2023 in Höhe von 87 Tausend Euro (Vorjahr: 267 TEUR) entspricht. Daneben leistet der Konzern Beiträge an den gesetzlichen Rentenversicherungsträger, die als beitragsorientierte Pläne anzusehen sind. Die Beiträge des Konzerns zu diesen beitragsorientierten Plänen betrugen im Geschäftsjahr 7,8 Millionen Euro (Vorjahr: 3,9 Millionen Euro). FINANZINSTRUMENTE 38. Finanzinstrumente und finanzielles Risikomanagement 39. Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts bei Finanzinstrumenten 38. Finanzinstrumente und finanzielles Risikomanagement Kategorien von Finanzinstrumente Die Unterteilung in die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2023 ist nachfolgend dargestellt:
In der folgenden Tabelle ist die Aufteilung nach IFRS 9 für den Vorjahresstichtag 31. Dezember 2022 dargestellt:
Finanzielle Risikofaktoren Durch den Geschäftsbetrieb der unter der AUR DEV Nine geführten Gesellschaften ist der Konzern einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt, u. a. dem Kredit- und Liquiditätsrisiko, den Auswirkungen von Veränderungen bei den Marktpreisen für Eigen- und Fremdkapitalinstrumente durch Schwankungen von Zinssätzen und Währungen. Das Risikomanagementsystem des Konzerns konzentriert sich auf die Risiken und versucht, die negativen Auswirkungen auf das Ergebnis des Konzerns zu minimieren. Das Risikomanagement wird von der Geschäftsführung durchgeführt und regelmäßig an die Gesellschafter berichtet. Die identifizierten Finanzrisiken werden bewertet und gesteuert. Kredit- und Ausfallrisiko Kreditrisiken können sich aus dem Ausfall von liquiden Mitteln ergeben. Der Konzern arbeitet im Bereich des Geld- und Zahlungsverkehrs ausschließlich mit bekannten nationalen Banken zusammen, sodass das Ausfallrisiko betreffend liquider Mittel als unwesentlich eingeschätzt wird. Das Kredit- und Ausfallrisiko besteht daneben in der Gefahr eines Zahlungsausfalls eines Kunden, was bedeutet, dass finanzielle Vermögenswerte wertgemindert sein können, wenn Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Wesentliche Risikopositionen sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die maximale Risikoexposition aus finanziellen Vermögenswerten, die grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen, entspricht deren Buchwerten. Soweit Kreditrisiken erkennbar sind, werden diese durch aktives Forderungsmanagement, Kreditlimits und Bonitätsprüfungen der jeweiligen Geschäftspartner reduziert. Kreditrisiken aus Forderungen werden in der Bilanz durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die Wertberichtigungen in Höhe der erwarteten Kreditverluste aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu ermitteln. Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird laufend evaluiert. Die folgende Übersicht zeigt die Buchwerte der überfälligen und nicht überfälligen finanziellen Vermögenswerte inklusive Wertberichtigungen im Konzern:
Die Altersstruktur der überfälligen finanziellen Vermögenswerte stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Regionen verteilt, stellen sich diese zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind vollständig dem deutschen Raum zuzuordnen. Das Ausfallrisiko im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch das Konzernmanagement als nicht wesentlich beurteilt, weshalb keine weiteren Angaben zu diesem Bereich vorgenommen werden. Liquiditätsrisiko Zu einem vorsichtigen Liquiditätsrisikomanagement gehören die Verfügbarkeit eines ausreichenden Bestandes an flüssigen Mitteln und marktfähigen Wertpapieren und von ausreichenden Kreditlinien sowie die Kapitaldienstfähigkeit. Der kaufmännische Bereich hat sich zum Ziel gesetzt, entsprechend der dynamischen Entwicklung in den Geschäftsfeldern die Flexibilität im finanziellen Bereich vor allem durch ausreichende Kreditlinien zu erhalten. Die folgende Tabelle stellt die vertraglich vereinbarten Zahlungsmittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten am frühesten Tag dar, an dem der Konzern zur Rückzahlung verpflichtet werden kann:
Wie der vorstehenden Tabelle entnommen werden kann, erfolgt die Finanzierung des Konzerns derzeit überwiegend durch kurzfristige Finanzverbindlichkeiten. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten Darlehen der mittelbaren Gesellschafter in Höhe von 21,8 MEUR. Das Konzernmanagement geht davon aus, dass diese Darlehen unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten des Konzerns durch die Gesellschafter kurzfristig nicht fällig gestellt werden. Die Kreditlinien des Konzerns werden zentral auf Ebene der dental bauer GmbH gesteuert. Zum Bilanzstichtag bestehen hier Kreditlinien in Höhe von 16,7 Millionen, die mit 11,6 Millionen Euro in Anspruch genommen wurden. Die Finanzverbindlichkeiten und die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind vollständig dem deutschen Raum zuzuordnen. Zinsrisiko Die Finanzierungsstruktur des Konzerns setzt sich aus verschiedenen Arten von Finanzinstrumente zusammen, die teilweise unterschiedliche Zinsrisiken zur Folge haben. Die Gesellschafterdarlehen des Konzerns sind grundsätzlich mit einem festen Zinssatz ausgestattet. Jedoch beinhalten diese Darlehen eine monatliche Kündigungsfrist, was die Möglichkeit eröffnet, die Zinssätze im Falle einer Verlängerung des Darlehensvertrags anzupassen. Diese Zinsanpassung kann den jeweiligen Marktbedingungen unterliegen und stellt somit ein Zinsrisiko dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich überwiegend aus Kontokorrentkrediten zusammen, die variable Zinssätze aufweisen. Dies bedeutet, dass die Zinsbelastung des Konzerns direkt von den Schwankungen der Marktzinssätze abhängt. Neben den Kontokorrentkrediten bestehen auch langfristige Darlehen sowie Geldmarktkredite, die festverzinslich sind. Bei den festverzinslichen Verbindlichkeiten ist die Zinsbelastung während der Laufzeit der Darlehen konstant und bietet daher Planungssicherheit. Das Zinsrisiko liegt daher vor allem bei den variabel verzinsten Verbindlichkeiten, da eine Veränderung des Referenzzinssatzes unmittelbar zu einer Anpassung der Zinsaufwendungen führt. Die Kaufpreisverbindlichkeiten unterliegen einer festen Verzinsung. Obwohl die Zinsbelastung während der Laufzeit dieser Verbindlichkeiten konstant bleibt, stellt sich ein Zinsrisiko bei einer möglichen Refinanzierung. Eine Erhöhung der Marktzinssätze könnte bei einer Refinanzierung zu höheren Zinskosten führen, was die zukünftigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns beeinflussen könnte. Der Konzern beobachtet kontinuierlich die Entwicklung der Marktzinsen und passt seine Finanzierungsstrategie entsprechend an, um Zinsrisiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Bei der Aufnahme neuer Darlehen und der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten wird auf eine klare und transparente Vertragsgestaltung geachtet, die eine adäquate Steuerung der Zinsrisiken ermöglicht. Wenn das Marktzinsniveau zum 31.12.2023 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gelegen hätte, ergäbe sich aus den kurzfristige Finanzverbindlichkeiten eine negative (positive) Ergebnisauswirkung von etwa 0,3 Millionen Euro (Vorjahr: 0,1 MEUR). Währungsrisiken Wechselkursvolatilitäten können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben. Wechselkursrisiken entstehen für den Konzern vor allem dann, wenn Umsatzerlöse in einer von den aufzuwendenden Kosten abweichenden Währung anfallen und es dadurch zu einer Kostenunterdeckung kommt. Der Konzern ist im Wesentlichen in Deutschland und im europäischen Ausland tätig. Einem Wechselkursrisiko ist der Konzern daher lediglich in geringem Umfang betreffend CHF und DKK ausgesetzt. Die sich hieraus ergeben Wechselkursrisiken werden als für den Konzern nicht wesentlich beurteilt, weshalb weitere Angaben zu den Währungsrisiken unterbleiben Kapitalmanagement Die Ziele des Konzerns im Rahmen des Kapitalrisikomanagements sind es, die Fortführung der Geschäftstätigkeit des Konzerns und die Einhaltung von Covenants sicherzustellen. Der Konzern finanziert seine Investitionstätigkeit derzeit im Wesentlichen aus Mittelzuflüssen aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit, aus freien liquiden Mitteln und Gesellschafterdarlehen. Die Kapitalstruktur des Konzerns stellt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember wie folgt dar:
Der Konzern steuert sein Kapital auf Grundlage der folgenden Kennzahlen:
Seit dem Geschäftsjahr 2023 steuert der Konzern insbesondere nach dem operativen, adjusted EBITDA. Das bedeutet, dass das berichtete Konzern-EBITDA um sämtliche Effekte, welche nicht operativ sind oder dem Gruppenaufbau dienen, bereinigt wird. Anbei sind diese in Tabellenform dargestellt:
39. Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts bei Finanzinstrumenten Die beizulegenden Zeitwerte von notierten Finanzinstrumenten basieren auf Börsenpreisen am Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert von nicht börsennotierten Beteiligungen basiert auf Unternehmensbewertungen. Die Nennwerte abzüglich etwaiger erwarteter Zahlungsausfälle entsprechen bei finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr in etwa deren beizulegenden Zeitwerten. Die Ermittlung des im Anhang anzugebenden beizulegenden Zeitwerts der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt durch Abzinsung der künftigen, vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu aktuellen Marktzinssätzen, die der Konzern für vergleichbare Finanzinstrumente erhalten würde. Die nachfolgende Tabelle zeigt die gemäß der Bewertungshierarchie des IFRS 13 analysierten Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden:
Die verschiedenen Ebenen stellen sich wie folgt dar: Ebene 1: Hierbei handelt es sich um auf einem aktiven Markt verwendete Marktpreise (unangepasst) identischer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag. Der Markt gilt als aktiv, wenn notierte Preise beispielsweise an einer Börse, von einer Branchengruppe oder einer Aufsichtsbehörde leicht und regelmäßig erhältlich sind und diese Preise aktuelle und regelmäßig auftretende Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten darstellen. Ebene 2: Diese Ebene beinhaltet, außer den in Ebene 1 aufgeführten Marktpreisen, Daten, welche für die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entweder direkt, beispielsweise als Preis, oder indirekt, und somit vom Preis ableitbar, beobachtbar sind. Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wird dabei anhand von Bewertungsverfahren ermittelt. Die auf Basis eines Bewertungsverfahrens vorgenommene Schätzung fundiert in größtmöglichem Umfang auf Markt daten und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten. Wenn alle zum beizulegenden Zeitwert benötigten Daten beobachtbar sind, wird das Finanzinstrument der Ebene 2 zugeordnet. Ebene 3: Falls ein oder mehrere Daten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird das Finanzinstrument der Ebene 3 zugeordnet. Die finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 1,5 Millionen Euro (Vorjahr: 0,6 MEUR) bestehen im Wesentlichen aus langfristigen Kapitalbeteiligungen und umfassen Geldmarktpapiere, Unternehmensanleihen und Wertpapiere. Die Inputfaktoren für die Bildung der beizulegenden Zeitwerte stammen aus Marktpreisnotierungen auf aktiven Märkten und daher aus der Bewertungshierarchie der Stufe 1. Das Nettoergebnis der Kapitalbeteiligungen innerhalb der Berichtsperiode ist unwesentlich. Die Finanzverbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Gesellschafterdarlehen, Kaufpreisverbindlichkeiten und Bankkrediten. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den Barwerten der mit den Schulden verbundenen Zahlungen, unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche der Hierarchiestufe 2 zugeordnet sind. Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten aus Kaufpreisanpassungen (sog. Earn-Outs) wurde im Rahmen der Kaufpreisallokation vom Konzern auf Basis der erwarteten, zukünftigen Zahlungsströme, abgezinst auf den Erwerbszeitpunkt, ermittelt. Die Abzinsung erfolgte anhand eines laufzeitgerechten, risikoadjustierten Fremdkapitalzinses von 2,25 % (Vorjahr: 2,25%). Grundlage der erstmaligen Bewertung und Folgebewertung zum 31.12.2022 waren die Budgetplanungen der erworbenen Gesellschaften. Für Zwecke der Folgebewertung zum 31.12.2023 wurden auf Grundlage der vorläufigen Jahresabschlüsse der erworbenen Gesellschaften, die tatsächlich im Geschäftsjahr 2023 realisierten Umsatzerlöse zur Bewertung herangezogen. Die Stufe 3 Inputfaktoren sind die bestmöglich verfügbaren Informationen, welche zum Zeitpunkt der getätigten Annahmen gemäß IFRS 13.87-89 vorlagen. Aus der Folgebewertung der Earn-Out Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 ergibt sich ein Ertrag in Höhe von 1,2 Millionen Euro (Vorjahr: 0,6 MEUR), welcher in dem Posten sonstige Erträge berücksichtigt ist. Die Verbindlichkeiten aus Kaufpreisanpassungen (Earn-Outs) beliefen sich zum 31.12.2022 auf 5,8 Millionen Euro. Im Berichtsjahr erfolgten Auszahlungen für die Tilgung der ersten Earn Out Tranche in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Daneben wurden die Verbindlichkeiten aus Kaufpreisanpassungen im Rahmen der Folgebewertung ertragswirksam um 1,2 Millionen reduziert, sodass die Verbindlichkeit zum 31.12.2023 noch mit 2,4 Millionen Euro valutiert. Der Earn-Out beträgt gemäß der Vereinbarung und unverändert zum Vorjahr 2,51% des Umsatzes nach Abzug eines Sockelbetrags. WEITERE ANHANGANGABEN 40. Eventualverpflichtungen und Haftungsverhältnisse 41. Nahestehende Personen und Unternehmen 41.1 Organe der Gesellschaft 41.2 Vergütungsbericht 42. Mitarbeiter 43. Honorar des Konzernabschlussprüfers 44. Anteilsbesitzliste nach § 313 Abs. 2 HGB 45. Genehmigung des Abschlusses 40. Eventualverpflichtungen und Haftungsverhältnisse Eventualverpflichtungen und Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von 0,2 Millionen Euro (Vorjahr: 0,4 MEUR), welche im Wesentlichen aus Gewährleistungsansprüchen resultieren. Im Berichtszeitraum 2023 existieren keine weiteren wesentlichen Haftungsverhältnisse oder Garantien. 41. Nahestehende Personen und Unternehmen Gemäß IAS 24 werden als nahestehend die Personen oder Unternehmen definiert, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können. Dazu gehören einerseits beherrschte oder beherrschende sowie assoziierte Unternehmen und Schwesterunternehmen, die nicht konsolidiert werden. Andererseits zählen hierzu auch Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen. Bei diesem Konzern sind dies die Mitglieder der Geschäftsführung der Muttergesellschaft und der dental bauer depot GmbH. Unter nahestehende Personen sind auch die Familienangehörigen dieser Personen sowie jene Unternehmen zu subsumieren, auf die diese Personen Beherrschung bzw. gemeinsame Führung ausüben können und die nicht konsolidiert werden. Die Regelungen des IAS 24.10 verlangen eine Gesamtwürdigung des wirtschaftlichen Gehalts einer Sachverhaltsgestaltung. Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert. Einzelheiten zu Angabepflichten und zu Geschäftsvorfällen zwischen dem Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend dargestellt. Die AURELIUS Investment Lux Four Sàrl, Leudelange, Luxemburg, hält zum 31.12.2023 Anteile von 87,5 Prozent an der AUR Dev Nine. Die Anteile an der AURELIUS Investment Lux Four Sàrl werden mehrheitlich von der AURELIUS Investment Lux One Sàrl gehalten. Die AURELIUS Investment Lux One Sàrl, an der die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA 29,4 Prozent hält, ist das gemeinsame Akquisitionsvehikel des AURELIUS European Opportunities Fund IV, Luxemburg, sowie der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA. Die AURELIUS Investment Lux One Sàrl selbst wird in den Konzernabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA nach der at Equity-Methode einbezogen, da keine Kontrolle im Sinne des IFRS 10 ausgeübt wird. An der AURELIUS Investment Lux One Sàrl ist der AURELIUS European Opportunities Fund IV zu 70% beteiligt (IAS 24.13). Die weiteren Anteile an der AUR Dev Nine von 12,5 Prozent werden von einer Minderheitsgesellschafterin gehalten. Auf diese Gesellschaft und ihr Mutterunternehmen haben Personen, die in Schlüsselpositionen im Management des Konzerns tätig sind, maßgeblichen Einfluss oder bekleiden Schlüsselpositionen im Management dieser Unternehmen, so dass neben den oben genannten AURELIUS -Gesellschaften auch diese beiden Gesellschaften (zusammen "Minderheiten-Gesellschaften") als nahestehende Unternehmen zu klassifizieren ist. Aus dem Erwerb der Anteile an der dental bauer Gruppe im Geschäftsjahr 2022 bestehen gegenüber den Gesellschaftern der Minderheiten-Gesellschaften zum 31.12.2023 noch Finanzverbindlichkeiten von 20,6 Millionen Euro (Vorjahr: 23,0 MEUR). Diese entfallen auf eine Kaufpreisverbindlichkeit von 19,0 Millionen Euro (Vorjahr: 22,5 MEUR) und eine Zinsverbindlichkeit von 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: 0,5 MEUR). Die Verzinsung erfolgte bis zum 15.01.2023 mit einem Zinssatz von 2,25% p.a., in der Zeit vom 16.01. bis zum 31.08.2023 mit einem Zinssatz von 4,25% und in der Zeit vom 01.09. bis 31.12.2023 mit einem Zinssatz von 8,00% p.a. Die Kaufpreisverbindlichkeit ist fällig, sobald eine entsprechende Refinanzierung sichergestellt ist. Daneben bestehen zum 31.12.2023 bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten (Earn-Out) gegenüber den Gesellschaftern der Minderheiten-Gesellschaften in Höhe von 2,3 Millionen Euro (5,8 MEUR), die unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Im Berichtszeitraum ergab sich aus der Folgebewertung der Earn-Out Verbindlichkeiten ein Ertrag von 1,2 Millionen Euro (Vorjahr: 0,6 MEUR) und aus der Verzinsung der Kaufpreisverbindlichkeit ein Zinsaufwand von 0,6 Millionen Euro (Vorjahr: 0,5 MEUR). Des Weiteren bestehen zum 31.12.2023 Forderungen gegen die Altgesellschafter in Höhe von 0,3 Millionen Euro (Vorjahr: 0,3 MEUR). Daneben bestanden zum 31.12.2022 gegenüber den Gesellschaftern der Minderheiten-Gesellschaften Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 3,4 Millionen Euro. Während des Geschäftsjahres haben die Verkäufer ihre korrespondierenden Kaufpreisforderungen auf Grundlage einer entsprechenden Vereinbarung als Zuzahlung in die Kapitalrücklage des Mutterunternehmens eingebracht. Die in der Bilanz zum 31.12.2022 ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von 3,4 Millionen Euro sind damit durch Konfusion erloschen. Im Zuge der Übernahme von Geschäftsteilen der Pluradent-Gruppe wurde am 14.07.2022 eine externe Darlehensverbindlichkeit der GLS Logistik & Co. Dental Handel KG von 6,4 Millionen Euro durch ein Darlehen der AURELIUS Investment Lux One Sàrl abgelöst. Die pluradent dental bauer GmbH hat mit Vertrag vom 12.07.2022 ebenfalls ein Darlehen in Höhe von 2,5 Millionen Euro von der AURELIUS Lux One erhalten. In den Verträgen wurde jeweils ein Darlehenszins von 2,00 % p.a. vereinbart, dieser wurde mit Vereinbarung vom 03.10.2023 und Wirkung zum 15.10.2023 auf 8.00 % p.a. erhöht. Die Darlehensverträge wurden mit einer Laufzeit von 3 Monaten abgeschlossen und verlängern sich automatisch um einen weiteren Monat, wenn keine der beiden Parteien unter Beachtung einer Kündigungsfrist von einem Monat kündigt. Die Darlehensverbindlichkeiten (inkl. Zinsen) werden zum 31.12.2023 mit 6,6 Millionen Euro (Vorjahr: 6,4 MEUR) bzw. 2,6 Millionen Euro (Vorjahr: 2,5 MEUR) ausgewiesen. Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Zinsaufwendungen betragen 207 TEUR (Vorperiode: 5 TEUR) bzw. 62 TEUR (Vorperiode: 26 TEUR). Das Tochterunternehmen AURELIUS IV GER AcquiCo Five GmbH erhielt am 20.09.2023 ein Darlehen von der AURELIUS Lux One in Höhe von 6,2 Millionen Euro zur Finanzierung der Akquisitation der Kerckaert & Laboror N.V. und Codema N.V. Der Darlehensvertrag kann von beiden Parteien kurzfristig gekündigt werden und wird daher als kurzfristige sonstige Finanzverbindlichkeit ausgewiesen. Zum 31.12.2023 betrug die Darlehensverbindlichkeit 6,3 Millionen Euro und es wurde ein Zinsaufwand von 0,1 Millionen Euro in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Mit Verträgen vom 25.07.2023, 07.09.2023 und 13.10.2023 hat die AURELIUS Lux One der dental bauer depot GmbH Darlehen in Summe von 6,1 Millionen Euro gewährt. Die Darlehensverträge können von beiden Parteien kurzfristig gekündigt werden und werden daher als kurzfristige sonstige Finanzverbindlichkeit ausgewiesen. Zum 31.12.2023 betrug die Darlehensverbindlichkeit 6,3 Millionen Euro und es wurde ein Zinsaufwand von 0,1 Millionen Euro in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Im Berichtszeitraum betrugen die Bezüge des Managements in Schlüsselpositionen insgesamt 1,5 Millionen Euro (Vorjahr: 0,7 MEUR). Hierbei handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Die Aurelius Gruppe (hier definiert als AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KgaA und deren Tochterunternehmen) erbrachte im Berichtszeitraum 2023 unterschiedliche Beratungsleistungen für die AUR Dev Nine; der für diese Beratungsleistungen erfasste Aufwand beläuft sich auf 2,3 Millionen Euro (Vorjahr: 0,6 MEUR). Zum 31.12.2023 bestehen offene Verbindlichkeiten gegenüber der Aurelius Gruppe von 0,6 Millionen Euro gewährt. Darüber hinaus besteht mit einer Minderheiten-Gesellschaft ein Mietvertrag, auf dessen Grundlage der Konzern die Geschäftsimmobilie der Niederlassung Freiburg nutzt. Der Mietaufwand im Berichtszeitraum betrug 0,1 Millionen Euro (Vorjahr: 0,1 MEUR). 41.1 Organe der Gesellschaft Die Organe der AUR Dev Nine sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung. Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Ekhard Depken, Berlin. 41.2 Vergütungsbericht Die Geschäftsführung der AUR Dev Nine bezog im Geschäftsjahr 2023 keine Vergütung. Neben der fixen Vergütung wurde keine erfolgsbezogene variable Vergütung gewährt. Es handelt sich vollständig um kurzfristig fällige Leistungen nach IAS 24.17(a). 42. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 wurden im AUR Dev Nine Konzern durchschnittlich 709 Mitarbeiter (Vorjahr: 664 Mitarbeiter) beschäftigt, welche sich nach Funktionsbereichen wie folgt untergliedern:
43. Honorar des Konzernabschlussprüfers Das von der BW PARTNER Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 430 TEUR (Vorjahr: 257 TEUR). Dies entfällt mit 389 Tausend Euro (Vorjahr: 220 TEUR) auf Abschlussprüfungsleistungen, hiervon betreffen 94 Tausend Euro das Vorjahr, 37 Tausend Euro (Vorjahr: 13 TEUR) auf Steuerberatungsleistungen und 4 Tausend Euro (Vorjahr: 24 TEUR) auf sonstige Leistungen. 44. Anteilsbesitzliste nach § 313 Abs. 2 HGB In den vorliegenden Konzernabschluss zum 31.12.2023 der AUR Dev Nine werden die in der folgenden Aufstellung aufgeführten Tochtergesellschaften einbezogen:
* Die Gesellschaft wurde innerhalb der
Berichtsperiode in die dental bauer GmbH eingebracht
Die AUR Development Nine stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis ihrer Tochtergesellschaften auf. Er wird beim Handelsregister München hinterlegt und im elektronischen Unternehmensregister bekannt gemacht. 45. Genehmigung des Abschlusses Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 28. März 2025 durch die Gesellschafterversammlung zur Veröffentlichung freigegeben.
Grünwald, den 28. März 2025 AURELIUS Development Nine GmbH Ekhard Depken, Geschäftsführer KONZERNLAGEBERICHT ZUM 31. DEZEMBER 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen Die AURELIUS Development Nine GmbH ("AURELIUS Development Nine", "AUR Dev Nine" oder "Gesellschaft") ist eine Holding mit langfristigem Investitionshorizont und auf die Übernahme von Mehrheitsbeteiligungen an Unternehmen im Bereich des Dentalmarkts fokussiert. Durch die im Juli 2022 vollzogenen Akquisitionen der dental bauer GmbH & Co. KG, Tübingen, mit den dazu gehörenden Tochtergesellschaften der Firmengruppe (zusammen nachfolgend als "dental bauer Gruppe" bezeichnet) und der wesentlichen Geschäftsteile der Pluradent Gruppe ("Pluradent"), ist in Europa ein führender Konzern im Bereich des Dentalhandels, inklusive eigener Logistik, entstanden. Die dental bauer Gruppe hat ihren Sitz in Tübingen und verbindet mehr als 125 Jahre Tradition im Dentalhandel. Ein Teil des Unternehmens wurde im Jahr 1888 gegründet. Von einem kleinen schwäbischen Dentaldepot hat sich dental bauer in den vergangenen Jahren zu einem marktführenden Dentalfachhandelsunternehmen mit Niederlassungen und Tochterunternehmen in Deutschland, Österreich, Belgien, der Schweiz und den Niederlanden entwickelt. Das Unternehmen zeichnet sich durch flache Hierarchien, kurze und schnelle Entscheidungswege, hohe Innovationskraft sowie durch langjährige Verlässlichkeit im Verhältnis zu seinen Geschäftspartnern aus. Pluradent, mit Hauptsitz im Rhein-Main Gebiet, ist ein namhafter deutscher Dentalhändler, der zahnmedizinische Einrichtungen mit Verbrauchsmaterialien, Ausrüstungen und Geräten sowie technischen Dienstleistungen beliefert. Die Gruppe unterhält auch Tochtergesellschaften im Ausland sowie ein eigenes Vertriebszentrum in Kassel. AURELIUS Development Nine und ihre Tochterunternehmen (gemeinsam auch als "AUR Dev Nine Konzern" oder "Konzern" bezeichnet) bündeln das bestehende Geschäftsmodell beider Unternehmen als Dentalvertrieb mit einem Vollsortiment an Produkten und dazugehörigen Dienstleistungen (Materialien, Geräte und technischer Service). Als Multibrand-Händler für Dentaleinrichtungen ist der Konzern Lieferant und Dienstleister für Zahnärzte, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen, Kieferorthopäden, Kliniken, öffentliche Einrichtungen, dazugehörendes Hilfspersonal sowie zahntechnische Betriebe. Die entstandene Gruppe wird in Europa ihre Geschäftsaktivitäten insbesondere durch eine Stärkung des Vertriebs sowie durch Buy-and-Build-Aktivitäten weiter ausbauen. Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf Die Entwicklung des Dentalmarktes bleibt weiterhin weitgehend unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage und wird durch das steigende Gesundheitsbewusstsein sowie die demografische Entwicklung begünstigt. Die Nachfrage nach hochwertigen zahnmedizinischen Leistungen wird zusätzlich durch den zunehmenden Anspruch auf ästhetische und individuelle Behandlungsmerkmale in der Bevölkerung gestärkt. Die Bereitschaft, privat abgerechnete Leistungen in Anspruch zu nehmen, unterstützt diesen Trend ebenfalls. Der deutsche Dentalmarkt ist nach wie vor der umsatzstärkste in Europa und zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachhandel und Herstellern aus. Wachstum und Konsolidierung setzen sich fort, wobei der Wettbewerb weiterhin intensiv bleibt. Insbesondere in den Bereichen Verbrauchsmaterialien und Investitionsgüter ist der Preisdruck unter den Händlern nach wie vor hoch. Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 war von mehreren Herausforderungen geprägt, insbesondere durch den anhaltenden Fachkräftemangel, der sich auf nahezu alle Geschäftsbereiche und Märkte der Gruppe ausgewirkt hat. Dieser Trend zeigte sich nicht nur im deutschen Dentalmarkt, sondern auch in der gesamten DACH-Region sowie in den Niederlanden und Belgien. Während die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland durch steigende Lohnkosten, eine angespannte Versorgungslage und anhaltenden Preisdruck im Bereich der Verbrauchsmaterialien belastet waren, entwickelte sich der Markt in Österreich und der Schweiz insgesamt stabil. In den Niederlanden und Belgien führte die angespannte Arbeitsmarktsituation zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Fachkräften, was die operative Effizienz in einzelnen Geschäftsbereichen temporär beeinträchtigte. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen konnte die Gruppe in ihren Kernmärkten wichtige Impulse setzen und ihre Marktpräsenz ausbauen. In Deutschland trug insbesondere die steigende Nachfrage nach Investitionsgütern und digitalen Lösungen zu einer positiven Umsatzentwicklung bei. Die Investitionsbereitschaft von Zahnarztpraxen und Laboren blieb trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten auf einem stabilen Niveau. In Österreich und der Schweiz profitierte das Unternehmen von einer breiteren Marktabdeckung und einer verbesserten Kundenbetreuung, die durch die strategische Neuaufstellung der Vertriebsorganisation erreicht wurde. In den Niederlanden und Belgien wurde die Marktposition durch die erfolgreiche Integration dreier im Jahr 2023 abgeschlossener Akquisitionen deutlich gestärkt. Diese Akquisitionen eröffneten nicht nur neue Wachstumsmöglichkeiten durch die Erschließung zusätzlicher Kundenkreise, sondern ermöglichten auch die Nutzung bestehender Vertriebs- und Servicenetzwerke zur Effizienzsteigerung. Im Rahmen der strategischen Neuaufstellung der Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2023 umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, um die operative Effizienz zu steigern und Synergien innerhalb der Unternehmensstruktur zu heben. Die im Vorjahr angekündigten Umstrukturierungen umfassten die Zusammenlegung bestimmter Geschäftsbereiche, die Optimierung von Liefer- und Beschaffungsprozessen sowie die Neuausrichtung der Vertriebs- und Serviceorganisation. In Deutschland wurde die Einführung neuer digitaler Lösungen zur Prozessautomatisierung vorangetrieben, während in Österreich und der Schweiz die Erweiterung des Dienstleistungsportfolios im Fokus stand. In den Niederlanden und Belgien lag der Schwerpunkt auf der Integration der neuen Standorte und der Harmonisierung der internen Abläufe mit den bestehenden Strukturen. Diese Maßnahmen gingen mit erheblichen Einmalkosten einher, die das Ergebnis im Berichtsjahr belastet haben, jedoch langfristig zur Verbesserung der Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit beitragen sollen. Die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 wich in Teilen von der Prognose aus dem Vorjahr ab. Obwohl die erwarteten Umsatzsteigerungen im Einrichtungs- und Investitionsgüterbereich nicht erreicht wurden, liegen die Umsatzerlöse mit 232,8 Millionen Euro innerhalb der prognostizierten Bandbreite von 225 bis 240 Millionen Euro. Die mit der Neustrukturierung der Gruppe verbundenen Kosten,insbesondere für Personal, externe Beratung, Beschaffung und Logistik sowie die Anlaufkosten im Zusammenhang mit den neuen Standorten, haben sich erwartungsgemäß negativ auf die Profitabilität ausgewirkt. Gleichzeitig wurden die erwarteten Effekte aus der Optimierung der Kostenstruktur und der Hebung von Synergien aufgrund der Verzögerungen bei der Integration der neuen Standorte in den Niederlanden und Belgien noch nicht vollständig realisiert. Das operative Konzernergebnis 2023 (EBITDA adjusted um nicht operative oder dem Gruppenaufbau dienende Sondereffekte) blieb daher mit 6,3 Millionen Euro hinter der prognostizierten Bandbreite von 7,5 bis 8 Millionen Euro zurück. Trotz der temporären Ergebnisbelastungen zeigt sich die Gruppe strategisch gut aufgestellt, um von den getroffenen Maßnahmen und der erweiterten Marktpräsenz langfristig zu profitieren. Die regionale Diversifikation in der DACH-Region sowie in den Benelux-Staaten bietet eine solide Grundlage, um zukünftige Marktschwankungen besser abzufedern und von der erwarteten Markterholung zu profitieren. Die kontinuierliche Fokussierung auf margenstarke Produkte, digitale Lösungen und ein erweitertes Serviceangebot soll mittelfristig zur Stabilisierung der Ertragslage und zum nachhaltigen Ausbau der Marktposition beitragen. Das Konzernergebnis vor Steuern ermittelt sich wie folgt:
Das ausgewiesene Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) von 3,4 Millionen Euro ist durch Sondereffekte beeinflusst. Diese stehen in Zusammenhang mit der Bilanzierung der Unternehmenserwerbe sowie mit den bereits durchgeführten Maßnahmen zur Restrukturierung der Pluradent Gruppe, wie auch der Neuaufstellung der dental bauer. Bereinigt um diese Sondereffekte ergibt sich für den Berichtszeitraum ein operatives EBITDA von 6,3 Millionen Euro (Vorjahr: 1,8 MEUR). Weitere Informationen hierzu finden sich im Abschnitt Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Ziele und Strategien Ziel der AURELIUS Development Nine ist der weitere Ausbau der Unternehmensgruppe verbunden mit einer Steigerung der Profitabilität. Neben organischem Wachstum sind weitere Akquisitionen, Firmenkäufe und auch Beteiligungen Teil der Unternehmensstrategie. Der Fokus wird hierbei wie bislang auf den Absatzmärkten Deutschland, Dänemark, Niederlande, Österreich, Schweiz und weiteren europäischen Ländern liegen. Zweigniederlassungen Der Konzern ist zum 31.12.2023 an folgenden deutschen Standorten vertreten: Augsburg, Berlin, Bonn, Chemnitz, Cottbus, Döbeln, Dortmund, Düsseldorf, Erfurt, Flensburg, Frankfurt a.M., Freiburg, Fuldabrück, Gütersloh, Halle (Saale), Hamburg, Hamm, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Köln, Konstanz, Magdeburg, Mannheim, München, Nürnberg, Oldenburg, Osnabrück, Regensburg, Salzwedel, St. Ingbert, Stuttgart und Tübingen. Darüber hinaus bestehen Tochtergesellschaften in den Ländern Belgien, Dänemark, Niederlande, Schweiz und Österreich. Die operativen Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften im Dentalhandelsgeschäft besitzen ähnliche Geschäftsbereiche und ein vergleichbares Vertriebsprogramm. Die Umsatzerlöse pro Zweigniederlassung variieren allerdings aufgrund von Größe und Vertriebsschwerpunkten. Daneben bestehen noch Logistikgesellschaften und Holdinggesellschaften. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für den Konzern sind die Umsatzerlöse und das operative, adjusted EBITDA (um nicht operative oder dem Gruppenaufbau dienende Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen). Im Geschäftsjahr 2023 erzielte der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 232,8 Millionen Euro. In Deutschland, dem wichtigsten Absatzmarkt der Gruppe, betrugen die Umsatzerlöse 196,9 Millionen Euro, in den weiteren Ländern 35,9 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse untergliedern sich nach der Art des Produkt- und Dienstleistungsgebots des Konzerns wie folgt:
Im Berichtszeitraum verzeichnete der Konzern eine insgesamt solide Umsatzentwicklung. Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2023 auf 232,8 Millionen Euro und lagen damit deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres (118,2 MEUR). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Konzern im Vorjahr aufgrund der Gründung am 11. Juli 2022 nur für rund sechs Monate Umsätze erzielte. Auf annualisierter Basis zeigt sich somit eine moderate Wachstumsdynamik, die auf eine stabile operative Entwicklung und die strategische Expansion durch Übernahmen zurückzuführen ist. Das Wachstum erstreckte sich über die zwei Hauptsegmente - Verbrauchsgüter und technischer Service - und resultierte sowohl aus organischem Wachstum als auch aus der erfolgreichen Integration der vormaligen Pluradent Standorte und der Ausweitung der Marktpräsenz. Darüber hinaus wurde die Umsatzentwicklung durch die Übernahme von zwei belgischen Unternehmen und einem niederländischen im Oktober 2023 zusätzlich gestärkt. Die beiden neuen Gesellschaften trugen im vierten Quartal mit einem Umsatz von insgesamt 8,7 Millionen Euro positiv zur Entwicklung des Konzerns bei und erweitern die Marktpräsenz in Belgien nachhaltig. Im Bereich Verbrauchsgüter wurden im Geschäftsjahr 2023 Umsätze in Höhe von 106,7 Millionen Euro erzielt, verglichen mit 52,6 Millionen Euro im Vorjahr. Auf annualisierter Basis ergibt sich eine moderate Steigerung von +1,47 %. Die stabile Entwicklung in diesem Segment ist auf die anhaltend hohe Nachfrage nach hochwertigen Dentalmaterialien und Verbrauchsartikeln zurückzuführen, die durch die stabile Auslastung in Zahnarztpraxen und Laboren gestützt wurde. Die erfolgreiche Integration der vormaligen Pluradent Niederlassungen sowie die Ausweitung des Vertriebsnetzes führten zu einer verbesserten Marktpräsenz und einer stärkeren Kundenbindung. Die Übernahme der belgischen Gesellschaften trug ebenfalls zu einer höheren Bestellrate und einem gesteigerten Absatz im Bereich Spezialprodukte bei. Der Bereich Einrichtung erzielte im Jahr 2023 Umsätze in Höhe von 78,9 Millionen Euro im Vergleich zu 43,7 Millionen Euro im Vorjahr. Auf annualisierter Basis entspricht dies einem Rückgang von -9,81 %. Der Umsatzrückgang in diesem Segment ist größtenteils auf eine geringere Investitionsbereitschaft in bestimmten Märkten zurückzuführen, die unter anderem durch steigende Finanzierungskosten und eine vorsichtigere Investitionsstrategie vieler Zahnarztpraxen und Labore beeinflusst wurde. Trotz der leichten Rückgänge im Einrichtungsgeschäft konnte durch die Erweiterung des Produktportfolios im Bereich digitale Diagnoselösungen und CAD/CAM-Systeme die Nachfrage in bestimmten Produktgruppen stabil gehalten werden. Die Integration der neuen belgischen Gesellschaften trug ebenfalls zur Erschließung zusätzlicher Marktsegmente bei, insbesondere im Bereich hochwertiger Behandlungseinheiten und Röntgensysteme. Der Bereich Technischer Service verzeichnete mit einem Umsatz von 45,6 Millionen Euro (Vorjahr: 21,2 MEUR) eine solide Steigerung von +7,67 % auf annualisierter Basis. Die positive Entwicklung in diesem Bereich ist auf die gestiegene Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen sowie auf den Ausbau von Serviceverträgen mit Zahnarztpraxen und Laboren zurückzuführen. Die Erweiterung des Serviceangebots um digitale Lösungen und die Einführung präventiver Wartungskonzepte haben die Kundenbindung gestärkt und die Servicequalität erhöht. In Belgien wurden die bestehenden Serviceleistungen der neu übernommenen Gesellschaften erfolgreich in die bestehende Serviceorganisation von dental bauer integriert, wodurch kürzere Reaktionszeiten und eine verbesserte Serviceabdeckung erzielt werden konnten. Das Segment Sonstiges erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsätze in Höhe von 1,7 Millionen Euro (Vorjahr: 0,8 MEUR). Die Steigerung resultierte insbesondere aus zusätzlichen Erträgen aus Beratungsleistungen und praxisnahen Schulungen, die aufgrund der steigenden Nachfrage nach betriebswirtschaftlicher Beratung und praxisbezogener Weiterbildung an Bedeutung gewonnen haben. In Belgien wurden erste Erfolge durch die Einführung von Schulungs- und Beratungsangeboten für die lokalen Märkte verzeichnet. Die Umsatzentwicklung wird von uns insgesamt positiv beurteilt, da sie zeigt, dass die strategische Neuausrichtung sowie die gezielte Expansion in neue Märkte erfolgreich umgesetzt wurden. Die Integration der beiden belgischen Gesellschaften trug zur Erschließung neuer Kundenkreise und einer verbesserten Marktdurchdringung bei. Die breite Aufstellung des Konzerns in den Bereichen Verbrauchsgüter, Einrichtung und Serviceleistungen sorgt für eine stabile Umsatzstruktur und erhöht die Resilienz gegenüber Marktschwankungen. Die konsequente Umsetzung der Wachstumsstrategie und die optimierte Marktpositionierung bilden eine solide Grundlage für nachhaltiges Wachstum in den kommenden Jahren. Zusätzlich dient eine zuverlässige technische Serviceleistung als Bindeglied zwischen Hersteller und Handel, für Inbetriebnahme, Garantieleistungen und Wartungen modernster medizintechnischer Gerätesysteme. Der Materialaufwand im Berichtszeitraum von 154,8 Millionen Euro entfällt hauptsächlich auf den Einkauf von Handelswaren. Die Entwicklung des Materialaufwands verläuft weitgehend linear zu den Umsatzerlösen mit weitgehend stabilen Margen. Der Materialaufwand des Berichtszeitraums ist durch einen Sondereffekt von 2,2 Millionen Euro (Vorjahr: 2,6 MEUR) aus der Folgebewertung im Rahmen der Bilanzierung des Erwerbs der dental bauer Gruppe und der Pluradent Gruppe im Geschäftsjahr 2022 neu bewerteten Vermögenswerten und Schulden belastet. Die Bruttomarge im Geschäftsjahr 2023 ist im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr 2022 um 4,9 Prozentpunkte auf 33,5 % gestiegen (Vorperiode: 28,6 %). Dieser Anstieg lässt sich vor allem auf erfolgreich umgesetzte Synergieeffekte, Prozessverbesserungen und eine Verbesserung der im Vorjahr noch in hohem Maße defizitären Ertragskraft der Pluradent Gruppe zurückführen. In den sonstigen Erträgen von 2,1 Millionen Euro (Vorjahr: 2,4 MEUR) ist ein nicht-operativer Ertrag aus der Folgebewertung von Earn-Out Verbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Millionen Euro (Vorjahr: 0,6 MEUR) enthalten. Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2023 beträgt 50,3 Millionen Euro (Vorjahr: 26,2 MEUR). Die Personalaufwandsquote liegt gemessen am Verhältnis des Personalaufwands zum Umsatz bei 21,6 % und liegt damit auf dem Niveau des Rumpfgeschäftsjahr 2022 von 21,1 %. Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte der Konzern durchschnittlich 709 Personen (Vorjahr: 664). Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die sonstigen Aufwendungen 26,4 Millionen Euro (Vorjahr: 12,4 MEUR). Das Verhältnis der sonstigen Aufwendungen zum Umsatz lag bei 11,3 % und ist damit gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 2022 um 0,8 Prozentpunkte gestiegen (Vorjahr: 10,5 %). Der Anstieg der sonstigen Aufwendungen betrifft vornehmlich die IT-Aufwendungen und die Rechts- und Beratungskosten und ist durch diverse Automatisierungs- und Digitalisierungs-Projekte sowie durch weitere Projekte zur Weiterentwicklung der Aufbau- und Ablauforganisation des Konzerns verursacht. Das ausgewiesene Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt 3,4 Millionen im Berichtszeitraum (Vorperiode: -2,4 MEUR). Seit dem Geschäftsjahr 2023 steuert der Konzern nach dem operativen, adjusted EBITDA. Das bedeutet, dass das berichtete Konzern-EBITDA um sämtliche Effekte, welche nicht operativ sind oder dem Gruppenaufbau dienen, bereinigt wird. Anbei sind diese in Tabellenform dargestellt:
In den Sondereffekten enthalten sind Beratungsaufwendungen, welche den weiteren Gruppenauf- und Ausbau widerspiegeln. Weiterhin sind Personalkosten enthalten, welche einmaliger Natur sind und nicht wiederkehren. Die Abschreibung der Materialkosten resultiert vollumfänglich aus der buchhalterischen Abbildung von im Vorjahr erfolgten Unternehmenserwerben und wird demnach als nicht operativ beurteilt. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen von insgesamt 5,7 Millionen Euro ergibt sich ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) von -2,3 Millionen Euro (Vorperiode: -4,8 MEUR). Das Finanzergebnis in Höhe von -2,7 Millionen Euro (Vorjahr: -1,0 MEUR) resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen aus Gesellschafterdarlehen und aus Kaufpreisverbindlichkeiten (1,6 MEUR; Vorjahr: 0,5 MEUR), Zinseffekten durch IFRS 16 Leasingverhältnisse (0,8 MEUR; Vorjahr: 0,4 MEUR) sowie Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten (0,4 MEUR; Vorjahr: 0,1 MEUR). Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass der Konzern im Vorjahr nur sechs Monate bestand und das Zinsumfeld in der Zwischenzeit angespannter ist. Der steuerliche Ertrag liegt bei 0,1 Millionen Euro. Bei einigen Tochterunternehmen ist im Berichtszeitraum ein steuerlicher Verlust angefallen, welcher mit künftigen Gewinnen verrechnet werden kann. Auf Grundlage der Planung wird davon ausgegangen, dass eine zukünftige Nutzung dieser steuerlichen Verlustvorträge möglich sein wird. Für Zwecke der kaufmännischen Bewertung beurteilen wir die künftige Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge derzeit allerdings nicht als hinreichend sicher, sodass ein Ansatz von aktiven latenten Steuern nicht erfolgt ist. Das Konzernergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2023 -4,9 Millionen Euro (Vorperiode: -6,0 MEUR). Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der verbesserten operativen Entwicklung und der erfolgreichen Umsetzung von Synergieeffekten nach der Übernahme der neuen Gesellschaften. Finanz- und Vermögenslage Das Finanzmanagement der Unternehmensgruppe ist darauf ausgerichtet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen. Weitere Zielsetzung ist es, jederzeit eine ausreichende finanzielle Stabilität zu gewährleisten, um sich bietende Wachstumschancen wahrnehmen zu können. Zum 31.12.2023 wurden immaterielle Vermögenswerte von 30,3 Millionen Euro (Vorjahr: 26,4 MEUR) ausgewiesen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von Geschäfts- oder Firmenwerten im Zusammenhang mit den Unternehmensübernahmen in Belgien. Der AURELIUS Development Nine Konzern hat Miet-, Pacht- und Leasingverträge für Gebäude sowie Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Nutzungsrechte an diesen Vermögenswerten werden zum 31.12.2023 mit 12,2 Millionen Euro (Vorjahr: 13,5 MEUR) ausgewiesen. Korrespondierend werden die künftigen Zahlungsverpflichtungen des Konzerns zum 31.12.2023 mit 12,7 Millionen Euro (Vorjahr: 13,7 MEUR) als Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Die leichte Reduzierung der Leasingverbindlichkeiten reflektiert die planmäßigen Miet- und Leasingzahlungen entsprechend der bestehenden Verträge. Die Vorratsbestände betragen zum 31.12.2023 42,1 Millionen Euro und sind somit leicht um 1,0 Millionen Euro im Vergleich zu den Beständen von 43,1 Millionen Euro am 31.12.2022 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine verbesserte Steuerung des Lagerbestands und eine optimierte Bestellpolitik zurückzuführen, die dazu beitrug, den Lagerumschlag zu erhöhen und die Kapitalbindung im Umlaufvermögen zu reduzieren. Die Kundenforderungen betragen zum Ende des Geschäftsjahres 2023 18,7 Millionen Euro und liegen damit auf dem gleichen Niveau wie vor einem Jahr (Vorjahr: 18,8 MEUR). Die stabile Entwicklung der Kundenforderungen spiegelt die erfolgreiche Umsetzung der Kreditrichtlinien sowie die stabile Zahlungsmoral der Kunden wider. Der Bilanzwert an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31.12.2023 in Höhe von 9,5 Millionen Euro (Vorjahr: 7,3 MEUR) entfällt im Wesentlichen auf Guthaben bei Kreditinstituten. Der Anstieg der liquiden Mittel ist auf den positiven Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sowie auf die planmäßige Vereinnahmung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Das Eigenkapital des Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 22,2 Millionen Euro (Vorjahr: 23,9 MEUR) und entspricht einer bilanziellen Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme von 17,8 % (Vorjahr: 20,2 %). Die Reduzierung des Eigenkapitals resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Konzernergebnis. Die Finanzverbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag 59,0 Millionen Euro (Vorjahr: 48,7 MEUR) und beinhalten mittel- und langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 20,6 Millionen Euro (Vorjahr: 26,7 MEUR) und kurzfristige Kredite in Höhe von 38,5 Millionen Euro (Vorjahr: 22,0 MEUR). Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 resultieren im Wesentlichen aus Darlehensmitteln, welche die Gesellschafterin dem Konzern zur Finanzierung zur Verfügung stellt (21,8 MEUR; Vorjahr: 8,9 MEUR) sowie aus einer im Rahmen des Unternehmenserwerbs der dental bauer Gruppe gestundeten Kaufpreisverbindlichkeit (21,8 MEUR; Vorjahr 26,5 MEUR). Wegen weiterer Angaben zur Art der Verbindlichkeiten und zu den wesentlichen Konditionen, verweisen wir auf die Angaben zu den Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen in Tz. 38 des Konzernanhangs. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2023 in Höhe von 14,2 Millionen Euro umfassen (überwiegend kurzfristige) Bankdarlehen und Kontokorrent- und Geldmarktkredite. Die durchschnittliche Verzinsung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 4,5 %. Sämtliche Bankdarlehen wurden im Berichtszeitraum planmäßig getilgt. Die Kreditlinien des Konzerns werden zentral auf Ebene der dental bauer GmbH gesteuert. Zum Bilanzstichtag bestehen hier Kreditlinien in Höhe von 16,7 Millionen, die mit 11,6 Millionen Euro in Anspruch genommen wurden. Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 125,0 Millionen Euro (Vorjahr: 118,6 MEUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zwischen 01.01.2023 und 31.12.2023 beträgt -0,2 Millionen Euro (Vorjahr: -2,4 MEUR). Die Verbesserung resultiert aus einer verbesserten Steuerung des Working Capitals, der optimierten Lagerhaltung und der erhöhten Ertragskraft nach erfolgreicher Integration der neuen Gesellschaften. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -5,6 Millionen Euro resultierte im Wesentlichen aus den Unternehmenserwerben der Firmen Kerckaert Dental und Codema. Der positive Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 8,0 Millionen Euro resultiert vornehmlich aus Einzahlungen von Darlehensmitteln durch die Gesellschafterin zur Finanzierung dieser Unternehmenserwerbe. Der Finanzmittelfond erhöhte sich um 2,2 Millionen Euro und betrug zum Bilanzstichtag 9,5 Millionen Euro (Vorjahr: 7,3 MEUR). Die Unternehmensgruppe war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Beurteilung der Finanz- und Vermögenslage Die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns präsentiert sich insgesamt stabil. Die erfolgreiche Finanzierung der Unternehmenserwerbe sowie die verbesserte operative Effizienz durch Synergieeffekte und Prozessoptimierungen tragen zur nachhaltigen Sicherung der Liquidität und Profitabilität des Konzerns bei. Die stabile Eigenkapitalquote und die flexible Finanzierungssituation schaffen eine gute Grundlage, um zukünftige Wachstumschancen wahrzunehmen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die Gesellschaften des AUR Dev Nine Konzerns bedeutet erfolgreiches unternehmerisches Handeln, eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden sicherzustellen und langfristig zu bewahren. Obwohl die Unternehmensstruktur inzwischen Private-Equity-geprägt ist, bleibt der Fokus auf Individualität und Persönlichkeit als zentrale Werte erhalten - im Gegensatz zu einem anonymen Konzernansatz. Dieser Ansatz fördert eine Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, Eigenverantwortung und persönlicher Nähe basiert. Die Belegschaft besteht überwiegend aus hochqualifizierten Fachkräften, die mit den spezifischen Anforderungen des Dentalmarkts bestens vertraut sind. Diesen bieten wir innerhalb sozial gefestigter Strukturen sichere und zukunftsorientierte Arbeitsplätze, die Eigenverantwortung und Flexibilität fördern. Die kontinuierliche Anpassung an die Marktentwicklung, insbesondere die Integration neuer Geschäftsbereiche und die Ausweitung des Serviceangebots, hat die Anforderungen an unsere Mitarbeiter erhöht. Durch gezielte Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen werden unsere Mitarbeiter auf diese veränderten Anforderungen vorbereitet und unterstützt. Um eine einheitliche Qualität in unseren betrieblichen Abläufen sicherzustellen und gleichzeitig zukunftsorientierte Berufsperspektiven zu schaffen, bieten die einzelnen Gesellschaften umfassende interne Qualifikations- und Fortbildungsmöglichkeiten an. Die erfolgreiche Integration der neuen Standorte und die Anpassung der operativen Prozesse erforderten eine enge Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensstruktur. Die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der neuen Standorte und den bestehenden Teams hat die Unternehmenskultur gestärkt und zur erfolgreichen Umsetzung der strategischen Neuausrichtung beigetragen. Das Betriebsklima und die Mitarbeiterzufriedenheit sind weiterhin auf einem hohen Niveau, und die Zusammenarbeit innerhalb der Gesellschaften verläuft konstruktiv und engagiert. Die im Rahmen der Integration neu geschaffenen Arbeitsplätze und die erfolgreichen Umstrukturierungsmaßnahmen haben zu einer positiven Arbeitsatmosphäre beigetragen. Dies stärkt unsere Position als attraktiver und verlässlicher Arbeitgeber in der Dentalbranche und ermöglicht es uns, qualifizierte Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Die erfolgreiche Integration der neuen Standorte und die strategische Neuausrichtung haben die Anforderungen an die Unternehmensstruktur und die Belegschaft verändert. Durch die konsequente Förderung von Eigenverantwortung, Flexibilität und Weiterbildung haben die Gesellschaften die Basis für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum geschaffen. Die positiven Rückmeldungen aus der Belegschaft und die stabile Mitarbeiterbindung bestätigen die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen. Darüber hinaus sind wir uns unserer ökologischen Verantwortung bewusst. Beim Einsatz von Energie, Roh- und Hilfsstoffen sowie bei der Bereitstellung von Fachhandelsprodukten legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeit. In der Entwicklung, Einrichtung und technischen Umsetzung für Praxen und Labore fördern wir umweltfreundliche Lösungen. Durch aktives Umweltengagement, wie spezielle Entsorgungskonzepte und die gesetzeskonforme Entsorgung von Altgeräten, tragen wir dazu bei, eine intakte Umwelt für künftige Generationen zu bewahren. Im Berichtszeitraum wurden keine umweltrelevanten Vorfälle oder wesentliche Abweichungen von den gesetzlichen Vorgaben festgestellt. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Den Geschäftsverlauf im Berichtszeitraum beurteilen wir insgesamt als stabil mit positiven operativen Entwicklungen, jedoch auch mit Herausforderungen durch die Ergebnisbelastung infolge erheblicher Sondereffekte. Die erfolgreiche Integration der neuen Gesellschaften und die damit verbundenen Anlaufkosten wirkten sich temporär belastend auf die Ertragslage aus. Dennoch bestätigen die stabile Vermögens- und Finanzlage sowie die positiven Umsatzimpulse aus den neu akquirierten Märkten die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Auf dieser Basis sehen wir uns gut aufgestellt, die Wachstumsstrategie konsequent fortzuführen und die erwarteten Synergieeffekte in den kommenden Jahren zu realisieren. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenkontrolle sollen dazu beitragen, die Profitabilität mittelfristig zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen. 3. Chancen- und Risikobericht Chancenbericht Chancen für eine weiterführende positive Geschäftsentwicklung und den Ausbau unserer Marktposition als führender, mittelständisch strukturierter Dentalfachhändler sehen wir weiterhin in der fortschreitenden Internationalisierung und der Erschließung neuer Märkte. Der Ausbau von Alleinstellungsmerkmalen, insbesondere durch den Fokus auf exklusiv vertriebene Produkte und Marken, bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Strategie. Die erfolgreiche Integration der übernommenen Gesellschaften und die damit verbundenen Synergiepotenziale bieten zusätzliches Wachstumspotenzial und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Ein wesentliches Wachstumspotenzial ergibt sich aus der fortschreitenden Digitalisierung. Der gezielte Ausbau des Online-Handels ermöglicht es uns, noch besser auf die sich wandelnden Einkaufsgewohnheiten unserer Kunden einzugehen und eine größere Reichweite zu erzielen. Im Berichtszeitraum wurden bereits Investitionen in digitale Plattformen und die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit des Online-Shops vorgenommen, um die Kundenbindung zu stärken und neue Kundenkreise zu erschließen. Gleichzeitig eröffnen Innovationen im Bereich der Zahntechnik und neue Technologien wie 3D-Druck zusätzliche Möglichkeiten zur Differenzierung unseres Portfolios und zur Stärkung der Marktposition. Auch die steigende Bedeutung nachhaltiger Produkte und Prozesse bietet uns Chancen, uns als zukunftsorientierter und verantwortungsvoller Partner in der Dentalbranche zu positionieren. Die kontinuierliche Verbesserung von Produktions- und Logistikprozessen im Sinne ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit stärkt nicht nur unsere Marktposition, sondern entspricht auch der wachsenden Erwartungshaltung unserer Kunden und Geschäftspartner. Zur Realisierung dieser Chancen wurden im Berichtszeitraum gezielt strategische Maßnahmen eingeleitet, die auf die Verbesserung der operativen Effizienz und die Erschließung neuer Wachstumspotenziale abzielen. Die bereits eingeleiteten und weiterhin verfolgten Maßnahmen umfassen insbesondere: Strategische Neuaufstellung und Verzahnung der beiden Unternehmensgruppen: Die erfolgreiche Integration der übernommenen Gesellschaften soll Synergien im Bereich Einkauf, Vertrieb und Logistik schaffen, die zu einer nachhaltig verbesserten Kostenstruktur und höheren Effizienz beitragen. Rechtliche Umstrukturierung der Konzerngesellschaften: Die Vereinfachung und Zusammenführung der Unternehmensstruktur ermöglicht schnellere Entscheidungsprozesse und eine flexiblere Marktanpassung. Ausbau des Online-Geschäfts und weitere Digitalisierung: Die konsequente Weiterentwicklung der digitalen Plattformen und die Erweiterung des Produktsortiments im Online-Handel sollen die Kundenbindung stärken und zur Erhöhung der Reichweite beitragen. Zusammenführung von Auslandsaktivitäten: Die Integration der neuen belgischen Gesellschaften und die Harmonisierung der Abläufe in den internationalen Märkten schaffen einheitlichere Strukturen und ermöglichen die effiziente Nutzung von Marktchancen im Ausland. Verbessertes Working Capital Management: Die Optimierung des Lagerbestands und der Zahlungsströme stärkt die Liquiditätsposition und verbessert die finanzielle Handlungsfähigkeit. Reorganisation des Logistikbereichs: Die Anpassung der Lieferketten und die Zusammenführung von Logistikstandorten sollen die Effizienz erhöhen und die Kosten im operativen Betrieb verringern. Evaluierung der Preispolitik: Die Überprüfung der Preisstrukturen und die Anpassung an die Marktgegebenheiten sollen die Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit weiter erhöhen. Hebung von Synergien im Einkaufsbereich und der Ablauforganisation: Die Zusammenführung der Einkaufsaktivitäten der übernommenen Gesellschaften führt zu verbesserten Konditionen und einer höheren Marge. Auf- und Ausbau von M&A-Aktivitäten mit Fokus auf Expansion im Ausland: Die Expansion in die Benelux-Staaten bildet die Grundlage für die Erschließung weiterer europäischer Märkte und eröffnet zusätzliche Wachstumschancen. Restrukturierungsmaßnahmen in einzelnen Geschäftsbereichen: Die gezielte Anpassung von Prozessen und die Neuorganisation von Geschäftsbereichen ermöglichen eine bessere Ressourcenallokation und eine Steigerung der operativen Effizienz. Die bereits umgesetzten Maßnahmen und die strategische Ausrichtung auf Digitalisierung, Internationalisierung und Prozessoptimierung schaffen eine solide Grundlage für weiteres Wachstum. Insbesondere die erfolgreiche Integration der belgischen Gesellschaften und die Realisierung von Synergien im Einkauf und Vertrieb werden die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken. Die gezielte Fokussierung auf margenstarke Produkte und die Erschließung neuer Märkte sollen die Rentabilität weiter verbessern und die Marktstellung von dental bauer langfristig absichern. Risikomanagement Zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung sowie zum gezielten Umgang mit Risiken nutzen wir weiterhin ein umfangreiches System aus Steuerungs- und Kontrollmechanismen. Unser internes Berichtswesen ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung aller relevanten finanziellen Kennzahlen, sodass potenzielle Fehlentwicklungen frühzeitig identifiziert und rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Die regelmäßige Analyse der finanziellen Entwicklung und der operativen Kennzahlen erlaubt eine schnelle Reaktion auf Veränderungen im Marktumfeld und eine Anpassung der Unternehmensstrategie an neue Rahmenbedingungen. Ziel unseres Risikomanagements ist es, die Auswirkungen möglicher nachteiliger Einflüsse auf die finanzielle Stabilität des AURELIUS Development Nine Konzerns zu minimieren. Im Jahr 2023 waren die Haupttreiber für die Risikoexposition insbesondere die gestiegenen Finanzierungskosten durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank, die anhaltenden Unsicherheiten in den globalen Lieferketten und der anhaltende Wettbewerbsdruck im Dentalmarkt. Die kontinuierliche Überwachung dieser Risiken und die Anpassung der Finanzierungs- und Einkaufsstrategie haben dazu beigetragen, negative Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität des Konzerns zu begrenzen. Die erfolgreiche Integration der neuen belgischen Gesellschaften hat vorübergehend zu einer Erhöhung der operativen und finanziellen Komplexität geführt. Insbesondere die Anpassung der internen Prozesse und die Harmonisierung der IT- und Vertriebsstrukturen haben zusätzliche Herausforderungen für das Risikomanagement dargestellt. Durch die enge Begleitung der Integrationsmaßnahmen und die fortlaufende Kontrolle der finanziellen Auswirkungen konnten die Risiken aus diesen Maßnahmen jedoch erfolgreich überwacht und begrenzt werden. Auch im Jahr 2023 verzichten wir bewusst auf den Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Zins-, Wechselkurs- oder sonstigen Risiken. Entsprechend werden keine ökonomischen Sicherungsbeziehungen im Abschluss als bilanzielle Sicherungsbeziehungen abgebildet. Mit diesem bewährten Ansatz stellen wir sicher, dass unsere Finanzlage transparent und nachhaltig bleibt. Das bewusste Vermeiden von komplexen Absicherungsgeschäften reduziert die Komplexität der Finanzierungsstruktur und ermöglicht eine direkte Nachvollziehbarkeit der finanziellen Lage des Konzerns. Bezüglich weitergehender Erläuterungen zu den für den Konzern relevanten finanziellen Risikofaktoren, verweisen wir auf die Ausführungen zu den Finanzinstrumenten und dem finanziellen Risikomanagement in Tz. 38 des Konzernanhangs. Insgesamt zeigt sich das Risikomanagement des Konzerns im Geschäftsjahr 2023 als stabil und effektiv. Die frühzeitige Erkennung von Risiken, die aktive Steuerung der finanziellen Position und die konsequente Umsetzung von Gegenmaßnahmen haben dazu beigetragen, die finanzielle Stabilität des Konzerns auch in einem herausfordernden Marktumfeld zu sichern. Die erfolgreiche Umsetzung der Integrationsmaßnahmen und die Nutzung von Synergien aus den neuen Gesellschaften schaffen die Grundlage, um die operative und finanzielle Stabilität des Konzerns weiter zu stärken. Marktrisiken Der europäische Dentalmarkt bleibt dynamisch und unterliegt weiterhin strukturellen Veränderungen, die sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen. Insbesondere der zunehmende Online-Handel im Bereich Konsumgüter und Verbrauchsmaterialien verstärkt den Preiswettbewerb und birgt potenzielle Absatzrisiken. Kunden zeigen ein wachsendes Interesse an digitalen Einkaufs- und Bestellprozessen, wodurch der Wettbewerb mit Direktanbietern und spezialisierten Online-Händlern zunimmt. Diese Entwicklung erfordert eine gezielte Anpassung der Vertriebsstrategie und eine kontinuierliche Optimierung der Preisgestaltung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Ein weiterer bedeutender Einflussfaktor ist das Vordringen branchenfremder Akteure, insbesondere von Finanzinvestoren, die durch die Gründung von Zahnarztketten und medizinischen Versorgungszentren (MVZ) die Marktstruktur nachhaltig verändern. Diese MVZ werden je nach länderspezifischer Gesetzeslage unterschiedlich organisiert und betrieben, was die Marktbedingungen je nach Region verändert. Während in einigen Ländern zahnärztliche Großbetriebe zunehmend an Bedeutung gewinnen, bleibt die Entwicklung in anderen Märkten uneinheitlich. Die Reaktionen von Patienten auf solche Praxismodelle variieren ebenfalls und bleiben ein wichtiges Beobachtungsfeld. Eine stabile Marktposition in diesem Umfeld erfordert eine enge Kundenbindung, ein differenziertes Produktangebot und die Fähigkeit, flexible Vertragsmodelle mit unterschiedlichen Praxistypen zu entwickeln. Der Konzern begegnet diesen Herausforderungen durch eine konsequente Ausrichtung auf die spezifischen Bedürfnisse der Kunden. Unsere breite Kundenbasis, die auf langjährigen Geschäftsbeziehungen beruht, bildet eine stabile Grundlage. Insbesondere die direkte Betreuung durch Fachberater und Produktspezialisten stärkt die Kundenbindung und sichert die Marktposition in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Der kontinuierliche Ausbau des Dienstleistungsangebots und die Erweiterung des Produktportfolios tragen zur Differenzierung im Markt und zur Erhöhung der Kundenbindung bei. Ein weiteres Marktrisiko ergibt sich aus den globalen politischen Unsicherheiten und den anhaltenden Störungen der Lieferketten. Die zunehmenden geopolitischen Spannungen und die damit verbundenen Handelsbeschränkungen können die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Produkten einschränken und zu Preisanstiegen führen. Die anhaltenden Ressourcenengpässe und Preissteigerungen im Beschaffungswesen könnten sich negativ auf unsere Geschäftstätigkeit auswirken, falls sich diese Trends verschärfen. Bisher konnte durch eine aktive und flexible Einkaufspolitik erfolgreich gegengesteuert werden. Sofern sich diese Entwicklungen jedoch fortsetzen oder verstärken, könnten sie negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis haben. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind im Geschäftsjahr 2023 weiter zurückgegangen und haben die Geschäftsentwicklung nicht mehr wesentlich beeinflusst. Dennoch bleibt das Risiko von neuen pandemiebedingten Einschränkungen, die den Praxisbetrieb unserer Kunden und die Lieferketten beeinträchtigen könnten, bestehen. Die zunehmende Bedeutung nachhaltiger Produkte und Prozesse stellt ebenfalls eine Herausforderung dar, eröffnet jedoch auch neue Marktchancen. Kunden und Geschäftspartner erwarten zunehmend nachhaltige Produktions- und Lieferkettenprozesse sowie umweltfreundliche Materialien. Der Konzern hat auf diese Entwicklung durch die Einführung nachhaltiger Produktlinien und die Optimierung der Logistik- und Beschaffungsprozesse reagiert, um den CO 2 -Fußabdruck zu reduzieren und die Anforderungen der Kunden zu erfüllen. Ein zentrales strategisches Ziel bleibt die Ausweitung des Geschäfts auf internationale Märkte. Die erfolgreiche Integration der belgischen Gesellschaften im Berichtsjahr hat die Grundlage für eine verstärkte Expansion in die Benelux-Staaten und darüber hinaus geschaffen. Die Erweiterung der internationalen Aktivitäten erhöht jedoch auch die Abhängigkeit von länderspezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen, Währungsrisiken und wirtschaftlichen Entwicklungen. Durch die gezielte Diversifikation der Geschäftsaktivitäten und die Nutzung regionaler Marktkenntnisse sollen diese Risiken begrenzt werden. Diesen Herausforderungen begegnen wir mit einer konsequenten Kundenorientierung, einer flexiblen Vertriebsstrategie und einer kontinuierlichen Erweiterung unseres Dienstleistungsangebots. Die breite Kundenbasis, die auf einer langjährigen Partnerschaft mit Zahnarztpraxen, Laboren und medizinischen Einrichtungen beruht, bildet die Grundlage für eine nachhaltige Marktposition. Der Fokus auf Exklusivmarken und margenstarke Produkte sowie die fortlaufende Anpassung der Preispolitik ermöglichen es, die Wettbewerbsfähigkeit auch in einem schwierigen Marktumfeld zu sichern. Die erfolgreiche Umsetzung von Synergien aus der Integration der neuen Gesellschaften und die kontinuierliche Prozessoptimierung tragen dazu bei, die Marktposition weiter zu stärken und die Ertragskraft langfristig zu sichern. Finanzwirtschaftliche Risiken Aktuell sind keine drohenden Vermögensverluste für den Konzern erkennbar. Die Sicherstellung der Liquidität und Kapitaldienstfähigkeit wird durch eine kontinuierliche Überwachung der Debitorenforderungen sowie der bestehenden Kreditlinien gewährleistet. Die Zahlungsfähigkeit bleibt auch im Fall von temporären Schwankungen gesichert, da die bestehenden Kreditlinien eine ausreichende Flexibilität bieten, um kurzfristige Liquiditätsbedarfe zu decken. Branchentypische Risiken ergeben sich insbesondere aus der Vorfinanzierung von Einrichtungen, vor allem zum Jahresende, wenn Investitionen in Praxis- und Laborausstattung typischerweise zunehmen. Diese temporären Zahlungsspitzen können jedoch durch die vorhandenen Kreditlinien und die stabile Liquiditätslage problemlos abgedeckt werden. Die konsequente Steuerung des Working Capitals und die Anpassung der Bestell- und Lagerprozesse tragen zusätzlich zur Stabilisierung der Liquidität bei. Der Konzern verfügt über etablierte Controlling-Mechanismen, die eine zeitnahe Identifikation und Steuerung potenzieller Risiken ermöglichen. Die regelmäßige Analyse der finanziellen Situation und die Ableitung von Handlungsempfehlungen gewährleisten eine effektive Steuerung der Kapitalstruktur und der Liquiditätssituation. Ergänzt wird dies durch ein monatliches internes Berichtswesen, das eine transparente und verlässliche Grundlage für die Bewertung der aktuellen finanziellen Risikosituation bietet. Durch die enge Verzahnung von Controlling und Unternehmensführung sowie kurze Entscheidungswege wird sichergestellt, dass auf Veränderungen schnell und effektiv reagiert werden kann. Die Finanzlage wird regelmäßig auf die Einhaltung der vereinbarten Kreditkonditionen überwacht, und durch gezielte Verhandlungen mit den Finanzpartnern werden die Konditionen der Kreditlinien kontinuierlich optimiert. Die erfolgreiche Integration der neuen Gesellschaften hat die finanzielle Komplexität temporär erhöht. Insbesondere die Anpassung der internen Finanzierungsstrukturen und die Harmonisierung der Cashflow-Management-Prozesse haben zusätzliche Anforderungen an das Controlling und das Liquiditätsmanagement gestellt. Durch die Anpassung der Finanzierungsstruktur und die Nutzung der verbesserten Synergien aus der Integration der neuen Gesellschaften konnte die finanzielle Stabilität des Konzerns jedoch nachhaltig gesichert werden. Insgesamt befindet sich die finanzielle Risikoposition des Konzerns trotz der erhöhten Finanzierungskosten auf einem stabilen Niveau. Die geplante Optimierung der Kostenstruktur, die Hebung von Synergien im Einkaufs- und Logistikbereich sowie die kontinuierliche Kontrolle der Kapitalstruktur werden dazu beitragen, die finanzwirtschaftlichen Risiken weiter zu begrenzen und die finanzielle Handlungsfähigkeit des Konzerns langfristig zu sichern. Personalrisiken Der anhaltende Fachkräftemangel stellt ein zentrales Risiko für den Konzern dar, insbesondere in den Bereichen Vertrieb, technischer Service und IT. Die Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter gestaltet sich zunehmend herausfordernd, was zu längeren Besetzungszeiten und höheren Personalkosten führen kann. Zudem besteht das Risiko, dass Know-how-Träger das Unternehmen verlassen, was kurzfristig zu Engpässen führen könnte. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, setzen wir auf gezielte Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung, darunter attraktive Weiterbildungsprogramme, flexible Arbeitsmodelle, gezielten Nachwuchsförderung und eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitgebermarke. Diese Strategien sollen die langfristige Verfügbarkeit von Fachkräften sichern und die Wettbewerbsfähigkeit erhalten. IT-Risiken Ein Ausfall der IT-Systeme oder ein wesentlicher Datenverlust würde den Geschäftsbetrieb der Gruppe erheblich beeinträchtigen. Um diesen Risiken zu begegnen, setzen wir auf ein umfassendes Datensicherungskonzept, regelmäßige Sicherheitsprüfungen und Investitionen in moderne IT- Sicherheitslösungen, die auf einer kontinuierlich aktualisierten IT-Infrastruktur basieren. Durch regelmäßige Backups und redundante Speichersysteme stellen wir sicher, dass unsere Daten jederzeit verfügbar und geschützt sind. Darüber hinaus schützen wir unsere IT-Systeme durch unternehmensweite Sicherheitsmaßnahmen vor unbefugtem Zugriff und schädlicher Software. Hierzu zählen unter anderem Firewalls, Virenschutzprogramme und Zugriffsbeschränkungen. Die kontinuierliche Schulung unserer Mitarbeiter im Bereich IT-Sicherheit ergänzt diese technischen Maßnahmen, um Risiken aus menschlichem Fehlverhalten zu minimieren und die Betriebssicherheit langfristig zu gewährleisten. Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage Der AUR Dev Nine Konzern ist nach unserer Beurteilung hervorragend positioniert, um seine Marktstellung als führendes Dentalfachhandelsunternehmen weiter auszubauen und eine nachhaltige, positive Entwicklung fortzuführen. Die im vorstehenden Bericht identifizierten Chancen bieten eine solide Grundlage für weiteres Wachstum, insbesondere durch Internationalisierung, den Ausbau digitaler Vertriebskanäle und die Konzentration auf innovative sowie exklusive Produktlösungen. Gleichzeitig sind die identifizierten Risiken, einschließlich Markt-, Finanz-, IT- und Beschaffungsrisiken, durch etablierte Kontroll- und Steuerungssysteme gut beherrschbar. Weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit stellen diese Risiken eine Bestandsgefährdung für die Gruppe dar. Durch eine proaktive und vorausschauende Unternehmensführung sowie eine flexible Anpassung an Marktveränderungen bleibt der Konzern robust und zukunftsfähig aufgestellt. 4. Prognosebericht und Sonstiges Erwartete Entwicklung der Weltwirtschaft Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2024 sind weiterhin von Unsicherheiten geprägt. Während sich die globalen Märkte zunehmend von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie erholen, bleiben andere Herausforderungen bestehen. Geopolitische Spannungen, die hohe Inflationsrate sowie steigende Zinsen beeinflussen die Investitions- und Konsumneigung branchenübergreifend. Besonders in Europa wirken sich volatile Energiepreise und Rohstoffkosten auf viele Wirtschaftszweige aus. Der Gesundheitssektor zeigt sich in diesem Umfeld jedoch widerstandsfähig. Der europäische Dentalmarkt profitiert weiterhin von einem steigenden Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung sowie von der demografischen Entwicklung, die zu einer wachsenden Nachfrage nach zahnmedizinischen Behandlungen führt. Darüber hinaus sorgen technologische Fortschritte, insbesondere im Bereich der digitalen Zahntechnik, für eine anhaltend hohe Investitionsbereitschaft von Zahnarztpraxen und Laboren. Auch der Trend zu ästhetischen Zahnbehandlungen trägt zur stabilen Marktentwicklung bei. Die Preisentwicklung im Dentalmarkt wird weiterhin durch eine steigende Wettbewerbsintensität beeinflusst. Insbesondere im Bereich der Verbrauchsmaterialien ist mit einem anhaltenden Preisdruck zu rechnen. Gleichzeitig wird erwartet, dass sich die globalen Lieferketten weiter stabilisieren, wodurch Beschaffungsrisiken, wie sie in den vergangenen Jahren aufgetreten sind, zunehmend abnehmen sollten. Unternehmensprognose Der AURELIUS Development Nine Konzern wird auch im Jahr 2024 seine marktgerechte Produkt- und Sortimentspolitik konsequent fortsetzen. Der Fokus auf hochwertigen Investitionsgütern, insbesondere auf Produkten, die überwiegend in Deutschland gefertigt werden, bleibt ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Dies gilt jedoch vorrangig für die deutschen und österreichischen Märkte, da die Kunden in diesen Regionen eine hohe Präferenz für deutsche Qualitätsprodukte zeigen. In den internationalen Märkten, insbesondere in den Benelux-Staaten, wird die Strategie differenzierter umgesetzt. Die im Berichtsjahr übernommenen Gesellschaften in Belgien und den Niederlanden verfügen über etablierte Lieferanten- und Produktstrukturen, die gezielt mit der bestehenden Produktpalette kombiniert werden, um auf die regionalen Marktanforderungen besser eingehen zu können. Die erfolgreiche Integration der neuen Gesellschaften eröffnet zusätzliche Wachstumschancen und ermöglicht die Ausweitung des Produktportfolios auf internationaler Ebene. Die Investitionsbereitschaft von Zahnarztpraxen und Laboren dürfte auf einem stabilen Niveau bleiben, sodass weiterhin eine konstante Nachfrage nach Einrichtungen, Großgeräten und digitalen Lösungen erwartet wird. Insbesondere die Nachfrage nach digitalen Diagnoselösungen und CAD/CAM- Technologien wird voraussichtlich weiter zunehmen, da der Trend zur Digitalisierung im Dentalbereich anhält. Die Akquisitionen in Belgien und den Niederlanden werden zusätzlich zur Stabilisierung der Nachfrage beitragen, da die neuen Gesellschaften über bestehende Kundenbeziehungen und Marktkenntnisse verfügen, die gezielt für die Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen genutzt werden können. Die Prognose für die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren basiert auf der Annahme, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für uns relevanten Absatzmärkten nicht erheblich verschlechtern. Während der Umsatz im Bereich Investitionsgüter und digitale Technologien leicht wachsen dürfte, wird im Bereich der Verbrauchsmaterialien weiterhin mit hohem Preisdruck gerechnet. Die neuen Gesellschaften in den Niederlanden und Belgien sollen dazu beitragen, das Sortiment an Verbrauchsmaterialien gezielt zu erweitern und durch optimierte Einkaufsprozesse die Kostenstruktur zu verbessern. Der Bereich Dienstleistungen und technischer Service soll sich stabil entwickeln, wobei ein moderates Wachstum durch eine steigende Nachfrage nach professionellen Beratungs- und Betreuungsangeboten erwartet wird. Die Integration der neuen Standorte in Belgien und den Niederlanden schafft zusätzliche Potenziale im Bereich technischer Service, da die lokalen Servicekapazitäten ausgebaut und die bestehenden Kundenbeziehungen intensiviert werden können. Durch die Erweiterung der Serviceangebote auf präventive Wartungskonzepte und digitale Lösungen sollen die Kundenbindung und die Servicequalität weiter erhöht werden. Die Expansion durch neue Standorte, die 2022 begonnen wurde, trägt bereits positiv zum Geschäftsverlauf bei. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Fokus auf der Optimierung dieser Standorte, um die Effizienz und Rentabilität weiter zu steigern. Die erfolgreiche Integration der neu übernommenen Gesellschaften in Belgien und den Niederlanden bietet zusätzliches Wachstumspotenzial. Gleichzeitig wird geprüft, inwieweit die Erschließung neuer Märkte im In- und Ausland zur Wachstumsstrategie beitragen kann. Dabei setzt der Konzern sowohl auf organisches Wachstum als auch auf gezielte Akquisitionen und strategische Partnerschaften. Auf der Kostenseite wird mit einem moderaten Anstieg der Personalkosten gerechnet, da qualifizierte Fachkräfte zunehmend schwerer zu gewinnen sind. Zusätzlich dürften Vertriebs- und Betriebskosten leicht steigen, insbesondere aufgrund des Ausbaus der Standorte und der damit verbundenen Anlaufkosten. Die Integration der neuen Gesellschaften wird zunächst mit zusätzlichen Kosten verbunden sein, bevor die geplanten Synergieeffekte vollständig realisiert werden können. Der Konzern setzt weiterhin auf Effizienzsteigerungen, um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken. Durch die Anpassung der Einkaufsstrategie, die Optimierung der Vertriebsprozesse und die gezielte Nutzung von Synergien aus der Integration der neuen Gesellschaften sollen die operativen Kosten mittelfristig stabilisiert werden. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2024 eine moderate Umsatzsteigerung erwartet, getragen durch die positive Entwicklung im Bereich Investitionsgüter und digitaler Technologien sowie die erfolgreiche Integration der neuen Gesellschaften in Belgien und den Niederlanden. Die geplanten Effizienzmaßnahmen und die Erweiterung der Serviceangebote sollen die Profitabilität weiter stärken und die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns nachhaltig verbessern. Beim operativen EBITDA, das im Konzern gemäß den im vorliegenden Lagebericht erläuterten Grundsätzen bereinigt um Sondereffekte und Einmalaufwendungen ermittelt wird, geht die Geschäftsführung im Vergleich zum Berichtsjahr (2023: 6,3 MEUR) von einer deutlichen Verringerung aus. Hintergrund sind vor allem höhere Anlaufkosten aus dem verstärkten Gruppenaufbau, zusätzliche Integrationsaufwendungen sowie Investitionen in zentrale Verwaltungs- und Steuerungsfunktionen. Aus heutiger Sicht wird ein positives operatives EBITDA im unteren einstelligen Millionenbereich erwartet. Die kurzfristige Ergebnisbelastung ist Teil einer strategisch bewusst gewählten Investitionsphase, die die Grundlage für profitables Wachstum ab dem Jahr 2025 legen soll. Gesamtaussage zur erwarteten Entwicklung des Konzerns Das Portfolio des Konzerns soll nach Einschätzung der Geschäftsführung auch mittelfristig durch weitere Unternehmenserwerbe gezielt ausgebaut werden. Ziel ist es, die Marktposition des Konzerns durch strategische Akquisitionen in bestehenden und neuen Märkten weiter zu stärken und zusätzliche Umsatzpotenziale zu erschließen. Der Fokus liegt dabei sowohl auf organischem Wachstum als auch auf gezielten Zukäufen, um Synergieeffekte zu realisieren und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu erhöhen. Die erwartete Umsatzsteigerung wird dabei nicht nur durch die erfolgreiche Integration der bereits übernommenen Gesellschaften in Belgien und den Niederlanden getragen, sondern auch durch die geplante Expansion in neue Märkte. Die gezielte Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsangebots soll die Marktpräsenz weiter ausbauen und die Kundenbindung stärken. Käufe und Verkäufe von Unternehmen innerhalb eines Geschäftsjahres führen zu einer Änderung des Konsolidierungskreises zwischen den Bilanzstichtagen. Damit einher gehen Ergebniseffekte beim Erwerb neuer Konzernunternehmen, einmalige und oftmals außergewöhnliche Restrukturierungsaufwendungen sowie mögliche Entkonsolidierungseffekte im Falle von Veräußerungen. Die Geschäftsführung rechnet mittelfristig mit positiven Ergebnisbeiträgen aus diesen Maßnahmen, auch wenn temporäre Ergebnisbelastungen im Zuge der Integration und Restrukturierung neuer Gesellschaften nicht auszuschließen sind. Die erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie, die geplante Expansion durch Akquisitionen und die gezielte Nutzung von Synergien aus der Integration der übernommenen Gesellschaften bilden die Grundlage für eine nachhaltige Steigerung der Profitabilität und eine langfristige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns. Die Unternehmensführung erwartet daher mittelfristig eine stabile Umsatzentwicklung und eine schrittweise Verbesserung der operativen Marge.
Grünwald, den 28. März 2025 AURELIUS Development Nine GmbH Ekhard Depken, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AURELIUS Development Nine GmbH, Grünwald PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der AURELIUS Development Nine GmbH, Grünwald, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AURELIUS Development Nine GmbH, Grünwald, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERS UND DES ADVISORY COMMITTEES FÜR DEN KONZERN-ABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Ubereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Das Advisory Committee ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 31.03.2025 BW
PARTNER Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mbB
gez. Olaf Brank, Wirtschaftsprüfer gez. Lisa Oexl, Wirtschaftsprüferin Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/ oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerkt zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 325 HGB wird verwiesen. Angaben zur Feststellung: Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 der AURELIUS Development Nine GmbH, Grünwald, wurde von der Gesellschafterversammlung im Umlaufverfahren im Zeitraum vom 02.04.2025 bis zum 03.04.2025 gebilligt. |
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