Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
ControlExpert GmbH
Marie-Curie-Straße 3, 40764 Langenfeld (Rheinland), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julian Dr. Schweins seit 13.11.2025 | Prokura |
Martin Kandzia seit 17.6.2024 | Prokura |
Dominik Dr. Kolz seit 15.4.2024 | Prokura |
Andreas Decker seit 4.1.2024 | Geschäftsführer |
Sebastian Lins seit 4.1.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ControlExpert GmbHLangenfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen Seit der Gründung in 2002 hat sich ControlExpert, ansässig in Langenfeld, als unabhängiger Dienstleister für Digitalisierung, Schadenbearbeitung und Kostenprüfung rund um das Kraftfahrzeug etabliert. In den Ländern Polen, Mexiko, Italien, Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Hong Kong, Thailand, Spanien, USA, UK, Chile, Schweiz, Australien, Japan, Frankreich und Malaysia sind wir mit eigenen Gesellschaften vertreten. Die Gründung weiterer Tochtergesellschaften ist in Planung. Es wurden insgesamt 390 (Vorjahr: 380) Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigt. Für Versicherungen, Kfz-Hersteller, Werkstätten, Flottenbetreiber und Leasinggesellschaften im In- und Ausland bearbeiten wir im B2B - Segment mit Hilfe von modernen IT-Komponenten, Künstlicher Intelligenz und mathematischer Verfahren Rechnungen, Kostenvoranschläge und Gutachten und prüfen diese auf Plausibilität und Marktüblichkeit. Die Digitalisierung sämtlicher Dokumente ermöglicht unseren Auftraggebern die automatisierte Weiterbearbeitung der Vorgänge bis hin zu einer vollständigen Automatisierung der Regulierung an den Endkunden. Durch unsere patentierten KI-basierten Algorithmen und markterprobten Verfahren können unsere Auftraggeber die Schadenbearbeitung und -regulierung deutlich vereinfachen und kosteneffizienter gestalten. B. Geschäftsverlauf in 2023 Das Geschäftsjahr 2023 ist insgesamt positiv zu bewerten vor dem Hintergrund makroökonomischer Herausforderungen, unter anderem bedingt durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Konflikt. Die Prognose aus dem Vorjahr wurde erfüllt. Die Umsatzerlöse sind um 10,4 % auf T€ 64.362 (Vorjahr: T€ 58.296) gestiegen. Bedingt durch die seit Frühjahr 2020 weltweit grassierende Corona-Pandemie hat sich das Mobilitätsverhalten signifikant verändert, so dass sich insbesondere Unfall- und Wartungszahlen um bis zu 40 % reduziert haben. Im Jahr 2023 hingegen war eine leichte Erholung der Mobilitätszahlen zu verzeichnen. Ein Großteil des Umsatzes entfällt hauptsächlich auf unsere Geschäftsfelder Kfz-Schaden (C€ ExpertiseCheck, C€ InvoiceCheck, C€ GlassCheck, C€ AutoCheck, C€ ClaimsAdvisor und C€ EasyClaim), Flottenmanagement (C€ FleetControl) sowie Haftpflichtschäden (C€ MobileCheck) und wird hauptsächlich mit Versicherungs- und Flottenkunden erzielt. Im Jahr 2023 verzeichnete das Unternehmen eine stabile Vertriebssituation im In- und Ausland. Das Rohergebnis stieg um 12,8 % auf T€ 61.694 (Vorjahr: T€ 54.717). Im Geschäftsjahr 2023 haben wir diverse KI-basierte Produkte entwickelt und zur Marktreife gebracht, die wir ab sofort unseren Kunden zur Verfügung stellen. Insbesondere zu nennen ist die Weiterentwicklung der KI-basierten Rechnungsprüfung, ein Produkt zur Betrugserkennung in Kombination mit unserer Gutachtenprüfung und eine digitale Schadenabwicklung inkl. einer Handlungsempfehlung zur Reparatur oder einer sog. fiktiven Abrechnung. Über unsere Tochtergesellschaften bieten wir Kfz-Schadenbearbeitung und Kostenprüfung auch in ausländischen Märkten an. Die Personalkosten sind mit T€ 27.445 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 25.228) um 8,8% gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von T€ 6.677 im Vorjahr auf T€ 10.104. Gründe für diesen Anstieg sind neben gestiegenen EDV-Aufwendungen, hauptsächlich periodenfremde Aufwendungen aufgrund eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbotes für die zum 31. Dezember 2023 ausgeschiedenen Geschäftsführer. Der Jahresüberschuss stieg auf T€ 15.156 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 15.033). C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Durch den Anstieg der Finanzanlagen um T€ 6.429 und der immateriellen Vermögensgegenstände um T€ 515 hat sich das Gesamtvermögen zum Bilanzstichtag mit T€ 75.700 (Vorjahr: T€ 71.797) im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % erneut erhöht. Das Anlagevermögen hat sich um T€ 7.199 auf T€ 46.981 (Vorjahr: T€ 31.669) erhöht, das Umlaufvermögen verringerte sich um T€ 3.564 auf T€ 27.911 (Vorjahr: T€ 31.475). Über 62,1 % (Vorjahr: 55,4 %) unseres Vermögens sind mittel- und langfristig in Software, Sach- und Finanzanlagen investiert. Das mittel- und langfristig gebundene Vermögen ist, wie im Vorjahr, vollständig durch das Eigenkapital finanziert. Der Abschreibungsgrad der Sachanlagen und der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt rund 62,1 % (Vorjahr 61,1 %). Forderungsausfälle im nennenswerten Umfang waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Es konnten signifikante Investitionen in Technologien und Produkte vorgenommen werden. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr stets gegeben. Die Finanzlage von ControlExpert ist stabil mit ausreichend liquiden Mitteln und einer stabilen Kapitalstruktur. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren im Geschäftsjahr die internationale Expansion (T€ 8.749) und die Weiterentwicklung unserer Software (T€ 2.030, davon selbst erstellte Software T€ 1.875) sowie die Verbesserung der IT-Infrastruktur bzw. der Geschäftsausstattung (T€ 883). Der cash-flow stellt sich wie folgt dar:
Das Betriebsergebnis hat sich um T€ 1.554 auf T€ 22.007 (Vorjahr: T€ 20.453) verbessert. Von den Umsatzerlösen entfielen auf Dienstleistungserlöse T€ 62.075 (Vorjahr: T€ 56.434), auf Royalties T€ 1.678 (Vorjahr: T€ 1.484) und auf Erlöse aus Weiterbelastungen T€ 293 (Vorjahr: T€ 4). T€ 61.854 (Vorjahr: T€ 55.854) der Dienstleistungserlöse wurden im Inland erzielt, T€ 135 (Vorjahr: T€ 375) im übrigen Europa. Die erzielten Royalties stammen von verbundenen Unternehmen. Die sonstigen betriebliche Erträge enthalten periodenfremde Posten in Höhe von T€ 294 (Vorjahr: T€ 434), davon im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Materialaufwand enthält Aufwendungen für bezogene Leistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.729 (Vorjahr: T€ 1.745). Es handelt sich im Wesentlichen um Dienstleistungen der polnischen Tochtergesellschaft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Posten in Höhe von T€ 2.059 (Vorjahr: T€ 11). Gründe für den Anstieg sind Aufwendungen für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot. D. Voraussichtliche Entwicklung und Prognose Die Übertragung der in Deutschland etablierten Prozesse auf ausländische Märkte bietet erhebliches Potenzial für unser Unternehmen. Wir erwarten weitere Umsatzsteigerungen getrieben durch den Einsatz unserer neuen Produkte sowie des erwarteten Anstiegs im Mobilitätsverhalten (Corona- Erholung). In Deutschland erwarten wir für 2024 ein niedriges zweistelliges prozentuales Umsatzwachstum insbesondere aus den klassischen Prüfprozessen. In unseren Kernprodukten im Bereich Versicherungen und Leasing gehen wir weiterhin von einer positiven Entwicklung aus. Darüber hinaus werden die neu entwickelten KI-basierten Produkte wie die KI-basierte Rechnungsprüfung, die Betrugserkennung sowie das Produkt zur Schadensteuerung positive Effekte auf die kurz- und mittelfristige Umsatzentwicklung haben. Da die Automatisierung und Digitalisierung der Versicherungsprozesse immer weiter Einzug halten, sind wir als Digitalisierungspartner für unsere Versicherungskunden auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Um das Wachstum in den Folgejahren in Deutschland weiterhin positiv gestalten zu können, werden wir weiterhin technologiegetriebene Produktinnovationen auf den Markt bringen und bestehende Produkte mit KI- Komponenten versehen, die perspektivisch auch unsere Marge sukzessive verbessern werden. Mit unserer Abteilung Forschung & Entwicklung beschäftigen wir uns intensiv mit dem Schadenprozess der Zukunft. Wir investieren, wie auch im Vorjahr, weiterhin in KI- basierte Algorithmen und Themenfelder wie z.B. Bilderkennung, um die Schadenprozesse auch in Zukunft weiter zu beschleunigen und zu automatisieren. Insbesondere die KI-Module zur Bilderkennung und Schadenhöhenprodukte sind in unseren Produktneuentwicklungen bereits heute integraler Bestandteil. Insgesamt gehen wir aufgrund unserer neuen Produkte und der verbesserten Marktlage von einer moderat verbesserten Umsatz- und Margenlage (adj. EBITDA) in 2024 aus. Wir erwarten einen positiven Operating Profit im zweistelligen Millionen-Bereich. E. Chancen und Risiken Insgesamt sehen wir auch in 2024 gute Wachstumschancen. Die Digitalisierung ist das prägende Thema innerhalb der Versicherungswirtschaft. Neben sich verändernden regulatorischen Rahmenbedingungen wird Digitalisierung als der Trend bezeichnet, um die Wettbewerbsfähigkeit der etablierten Versicherungsindustrie zu wahren. Der hierdurch ausgelöste Transformationsprozess eröffnet für IT- und Prozessdienstleister sehr gute strategische Wachstumschancen. Control€xpert positioniert sich als technologie- und datengetriebener Schadenmanagementdienstleister, um in diesem Geschäftsfeld weiterhin führend zu agieren. Vor diesem Hintergrund arbeitet Control€xpert weiterhin daran, Kundenprozesse zu digitalisieren, Teilprozesse durch Technologieeinsatz und Künstliche Intelligenz zu automatisieren und für unsere Kunden durch individuelle und innovative Lösungen weitreichende Mehrwerte zu schaffen. Wesentliche Grundlage unserer Technologieführerschaft und somit der Baustein für weiteres Wachstum sind unsere hauseigene IT und unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz Lösungen und Services bietet. In allen neuen Produkten werden KI- Module verwendet, die perspektivisch zu einem weiteren Alleinstellungsmerkmal im Schadenmarkt im Vergleich zu unseren Wettbewerbern führen können. Operative Risiken können aus unserer Sicht aus fehlerhaften IT-Entwicklungen bzw. Steuerungsprozessen resultieren, die u.U. zu Vertragsstrafen führen könnten. Für mögliche Vertragsstrafen wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Ein internes, KPI-basiertes Überwachungssystem wirkt dem entgegen und wird ständig ausgebaut. Es werden unterschiedliche Prozesse, Verfahren und IT-Systeme für die Risikoidentifikation, -bewertung und -überwachung sowie für die Berichterstattung angewendet. Gegen das kurz- und mittelfristige Risiko eines möglichen (zeitweisen) Produktionsausfalls wurden im Rahmen der derzeit verfügbaren technischen Möglichkeiten Maßnahmen installiert (z. B. Inbetriebnahme eines weiteren Rechenzentrums). Soweit möglich, sind Risiken versichert. Das kurz- und mittelfristige Risiko mangelnder Liquidität ist aufgrund von einer stabilen Auftragslage als sehr gering einzustufen, natürlich in Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere im Hinblick auf die momentane Konjunkturentwicklung in der Autoindustrie und der Tatsache, dass der Großteil der Kunden aus der Versicherungswirtschaft kommt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind nach wie vor spürbar und das damit einhergehende verminderte Mobilitätsverhalten und daraus resultierende Rückgänge der Unfallschäden stellt national wie international ein weiterhin Risiko in der Geschäftsentwicklung dar. Besonders beim Eintritt in neue Märkte besteht eine erhöhte Unsicherheit für Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse. Ein mittelfristiges Risiko stellt der Rückgang der Schadenquote dar, welcher durch neue Fahrassistenzsysteme und alternative Mobilitätsformen für die kommenden Jahre zu erwarten ist. Um negative Effekte auf unser Geschäft zu vermeiden, erweitert Control€xpert permanent ihr Produkt- und Serviceportfolio, um dem Kunden neuartige digitale Lösungen für effizientere Prozesse zu bieten. Für die Geschäftsführung sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Risiken bekannt, die die Fortführung des Unternehmens ernsthaft gefährden könnten. Marktrisiken sind nach wie vor vorhanden, wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir die Chancen, die sich uns bieten, weiterhin nutzen können, um in diesem Markt mittel- bis langfristig erfolgreich sein zu können.
Langenfeld, den 13. März 2024 Sebastian Lins Andreas Decker Rüdiger Hackhausen BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die ControlExpert GmbH hat ihren Sitz in Langenfeld. Sie wird unter der Handelsregisternummer B 47037 beim Amtsgericht Düsseldorf geführt. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsrechts (Handelsgesetzbuch und GmbH-Gesetz) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Darstellung, Gliederung und Bewertung entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen abnutzbarer immaterieller Vermögensgegenstände erfolgten nach der linearen Methode pro rata temporis über eine betriebliche Nutzungsdauer von drei Jahren. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind, soweit fertiggestellt, zu Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode pro rata temporis über eine betriebliche Nutzungsdauer von vier Jahren. Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis neunzehn Jahren. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel (Bilanzposten Aktiva B II) wurden zu Nominalwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde erkennbaren Risiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zu Nominalwerten angesetzt. Die Rückstellungen wurden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag für alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken gebildet. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven latenten Steuern wurden nach der Deferred Method berechnet. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen EDV-Lizenzen (T€ 475, Vorjahr: T€ 799). Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betreffen fertige (T€ 1.566, Vorjahr: T€ 2.176) und unfertige (T€ 5.119, Vorjahr: T€ 3.671) Softwareentwicklungen (Produkte und Prozesse). Die Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen (T€ 13.080; Vorjahr: T€ 9.274) sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen (T€ 25.018, Vorjahr: T€ 22.395), davon an unmittelbare und mittelbare Gesellschafter unverändert T€ 1.644. Die Ausleihungen werden mit 2,5 % bis 8,0 % (an Gesellschafter mit 4,95 %) p.a. verzinst. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren T€ 4.626 (Vorjahr: T€ 4.955) aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche, die liquiden Mittel (Bilanzposten Aktiva B II) Guthaben auf Girokonten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Wartungsgebühren, Nutzungsgebühren und sonstige Aufwendungen des Folgejahres. Für den Bilanzgewinn besteht gem. § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 4.928 (Vorjahr: T€ 4.309). Der Betrag ergibt sich aus dem Saldo der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung der latenten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen (T€ 1.539, Vorjahr T€ 1.505), Verpflichtungen aus nachvertraglichen Wettbewerbsverboten (T€ 2.032), ausstehende Beiträge und Rechnungen sowie Kosten der Abschlusserstellung und -prüfung. Die Verbindlichkeiten betrafen im Wesentlichen ein Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung eines virtuellen Arbeitnehmerbeteiligungsprogramms ("ESOP"; Vorjahr: T€ 9.187). Das Darlehen wurde mit 2,5 % p.a. verzinst und im Geschäftsjahr vollständig getilgt. Die Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Finanzierte Vermögensgegenstände sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Passive latente Steuern resultieren aus dem Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in der Handelsbilanz (T€ 6.686). Auf die temporären Differenzen wurde ein Ertragssteuersatz von 26,29 % (KSt 15,00 % zzgl. SolZ 5,50 %, GewSt 10,47 %) angewandt. Der Saldo zum Jahresende beträgt T€ 1.758, die Veränderung im Geschäftsjahr T€ 221. Von den Umsatzerlösen entfielen auf Dienstleistungserlöse T€ 62.075 (Vorjahr: T€ 56.434), auf Royalties T€ 1.678 (Vorjahr: T€ 1.484) und auf Erlöse aus Weiterbelastungen T€ 293 (Vorjahr: T€ 4). T€ 61.854 (Vorjahr: T€ 55.854) der Dienstleistungserlöse wurden im Inland erzielt, T€ 135 (Vorjahr: T€ 375) im übrigen Europa. Die erzielten Royalties stammen von verbundenen Unternehmen, davon aus Europa T€ 528 (Vorjahr: T€ 507) und aus Amerika T€ 1.043 (Vorjahr: T€ 903). Die sonstigen betriebliche Erträge enthalten periodenfremde Posten in Höhe von T€ 294 (Vorjahr: T€ 434). Der Materialaufwand enthält Aufwendungen für bezogene Leistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.729 (Vorjahr: T€ 1.745). Es handelt sich im Wesentlichen um Dienstleistungen der polnischen Tochtergesellschaft und einer indischen Konzerngesellschaft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhalten periodenfremde Posten in Höhe von T€ 2.059 (Vorjahr: T€ 11). IV. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Mietverträgen in Höhe von T€ 663 p.a. zzgl. Nebenkosten und Umsatzsteuer sowie mehreren Leasingverträgen (T€ 772). Darüber hinaus besteht zum Bilanzstichtag aus einem Darlehensvertrag mit einem verbundenen Unternehmen eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von T€ 180 und ein Bestellobligo in Höhe von T€ 227. Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 390 (Vorjahr: 380) Arbeitnehmer, davon in der Verwaltung 20 (Vorjahr: 18), im Vertrieb 25 (Vorjahr: 25), in den Bereichen IT und FuE 108 (Vorjahr: 105) sowie in der Produktion (Operations) 242 (Vorjahr: 232). Gesamtvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Herr Rüdiger Hackhausen, Wesseling-Urfeld, Herr Andreas Decker, Kerpen (seit 01.01.2024) und Herr Sebastian Lins, Baldham (seit 01.01.2024). Bis 31.12.2023 waren außerdem Geschäftsführer Herr Dipl.-Ing. (FH) MBA Nicolas Witte, Langenfeld, und Dr. Andreas Witte, Köln. Für die Geschäftsführung wurden T€ 1.576 (Vorjahr: T€ 1.714) für laufende und ergebnisabhängige Vergütungen aufgewendet. Die ControlExpert GmbH gehört zum Allianz Konzern unter der Führung der Allianz SE, München. Die ControlExpert GmbH wird in den Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE, ihrer mittelbaren Muttergesellschaft einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE werden im März 2024 in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und sodann dem Unternehmensregister eingereicht und dort veröffentlicht. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE können im Unternehmensregister eingesehen oder bei unserer Gesellschaft angefordert werden. Außerdem werden sie auf der Internetseite der Allianz SE verfügbar gemacht. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE haben für unsere Gesellschaft befreiende Wirkung, sodass die ControlExpert GmbH keinen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht erstellt. Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB sind im o.a. Konzernabschluss enthalten. Ergebnisverwendungsvorschlag: Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. Nachtragsbericht: Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Langenfeld, 13.03.2024 Entwicklung des Anlagevermögens
Beteiligungsspiegel zum 31.12.2023ControlExpert GmbH, Langenfeld
*) vorläufige Angaben
Ergebnisverwendungsbeschluss:1. Ergebnisverwendung Die Gesellschaftsversammlung der Control€xpert GmbH beschließt die Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt: Der Jahresüberschuss von € 15.155.552,41 wird auf neue Rechnung vorgetragen B. Grundsätzliche Feststellungen I. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks 5. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 20. März 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die ControlExpert Holding GmbH, Langenfeld Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der ControlExpert Holding GmbH, Langenfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 - geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Inanspruchnahme der Erleichterung für Kleinstkapitalgesellschaften gemäß § 264 Abs. 1 Satz 5 HGB ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Inanspruchnahme der Erleichterung für Kleinstkapitalgesellschaften gemäß § 264 Abs. 1 Satz 5 HGB ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." |
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