Undercover GmbH
Waller See 5, 38179 Schwülper, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rilana Sandelmann seit 6.2.2024 | Geschäftsführer |
Tobias Huwe seit 6.2.2024 | Prokura |
Michael Uwe Schacke seit 18.4.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
JNX Records GmbHAufgelöst | 14.82% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Undercover GmbHSchwülperJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben Die Undercover GmbH hat ihren Sitz in Schwülper. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Hildesheim unter der Registernummer HRB 201056 im Handelsregister eingetragen. Grundlagen der Rechnungslegung Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31.12.2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den entsprechenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 Satz 1 und 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bilanzierung und Bewertung Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Vom Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird kein Gebrauch gemacht. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungssätze und -methoden orientieren sich an den betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern. Die Nutzungsdauern stellen sich nach Anlagengruppen wie folgt dar:
Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Bei Anlagegütern deren Anschaffungskosten 800 € nicht übersteigen, erfolgt die vollständige Abschreibung im Jahr der Anschaffung. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € sofort aufwandswirksam erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Barwert, die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt. Alle Risiken aus den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen werden durch aktivisch abgesetzte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände und Schecks werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsbestände werden zum Devisenkurs am Stichtag bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Bereits geleistete Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren mittels der "Projected-Unit-Credit-Method". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G i.d.F. Oktober 2018" von der Heubeck-Richttafeln-GmbH verwendet. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal entsprechend einer Laufzeit von 15 Jahren, mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz für Altersvorsorgeverpflichtungen der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Zudem werden in der Berechnung zukunftsbezogene Bewertungsparameter mit Gehaltstrend, Rententrend und Fluktuation berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages. Zukünftige Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der anzuwendende Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben. Zur Erfüllung bestimmter Verpflichtungen aus der Altersversorgung und vergleichbarer langfristig fälliger Verpflichtungen sind entsprechende Mittel in einer Rückdeckungsversicherung angelegt. Sie dienen ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Die Rückdeckungsversicherung dient der Rückdeckung von Beträgen zur Pensionsversorgung. Die Rückdeckungsversicherung ist mit dem Aktivwert, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital bewertet. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser in der Bilanz gesondert als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Absatz 8 HGB einer Ausschüttungssperre. Gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Verpflichtungen und aus dem zu verrechnenden Vermögen miteinander verrechnet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Für die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Forderungen Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Verwendung des von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinses von 1,82 Prozent p.a. (Vorjahr: 1,79 Prozent p.a.). Der Rententrend wurde mit 2,20 Prozent p.a. (Vorjahr: 2,0 bis 3,0 Prozent p.a.) unterstellt. Zur Erfüllung bestimmter Verpflichtungen aus der Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in einer Rückdeckungsversicherung angelegt. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden Erträge in Höhe von € 14.590 wurden mit dem Aufwand aus den korrespondierenden Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von € 8.964 verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde von der HDI Lebensversicherung AG, Köln, der WWK Lebensversicherung a.G., München und der Hannoversche - Consult GmbH, Hannover ermittelt. Folgende Werte unterlagen der Verrechnung gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten in Höhe von T€ 379, ausstehende Rechnungen von T€ 233 sowie Künstlersozialversicherung von T€ 109. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 waren:
Im Geschäftsjahr 2024 ergaben sich folgende Änderungen in der Geschäftsführung:
Honorare der Abschlussprüfer Das Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB nicht angegeben, da es im Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA angegeben wird. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 40 Arbeitnehmer beschäftigt.
Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge eingetreten, die von besonderer Bedeutung sind. ErgebnisverwendungsvorschlagWegen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages entfällt eine anderweitige Verwendung des Jahresergebnisses.
Schwülper, 28. Mai 2025 Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die Undercover GmbH (im Folgenden: Undercover oder die Gesellschaft) war im Geschäftsjahr 2023 eine Tochtergesellschaft der BMG Rights Management GmbH, Berlin (51%). Die BMG Rights Management GmbH gehörte in 2023 zum Konzern der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh. Gegenstand des Unternehmens ist die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und das Managen von Musikgruppen und aller Geschäfte, die damit zusammenhängen. Gegenstand des Unternehmens ist weiter das Herstellen von Ton- und Bildträgern. Die operativen (Kern-) Geschäftsfelder von Undercover setzen sich wie folgt zusammen:
B. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in Deutschland im Jahr 2023 laut Statistischem Bundesamt um 0,2% zurückgegangen, während es im Euro-Raum um 0,6% (Welt 2,7 %) gestiegen ist. Der Anstieg der Verbraucherpreisinflation hat sich in Deutschland gegenüber dem Vorjahr etwas verlangsamt und zu einer leicht gesunkenen Inflationsrate von 5,9% p. a. im Jahr 2023 geführt. 1 2. Darstellung der Branchenentwicklung Die Live-Entertainment-Branche hatte sich nach den herausfordernden Jahren der Corona- Pandemie in 2023 deutlich erholt. So verzeichnete die deutsche Musikwirtschaft im Jahr 2023, zu der auch die Live-Entertainment-Branche gehört, ein bemerkenswertes Wachstum. Laut dem Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) erwirtschaftete die Branche Umsätze von etwa 17,4 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 18% gegenüber 2019 entspricht. Besonders hervorzuheben ist die Rolle des Live-Entertainment- Sektors, der mit 5,6 Milliarden Euro knapp 32% der Gesamtumsätze der Musikwirtschaft generierte. Trotz erheblicher Herausforderungen, wie Produktionskostensteigerungen von bis zu 40% im Jahr 2023, konnte die Branche ihre Position als führender Umsatzträger behaupten. 2 Dennoch herrschte in 2023 eine gewisse Zurückhaltung in Bezug auf die kommenden Monate/Jahre. Es bestand die Sorge, dass die in 2023 deutlich spürbaren Nachholeffekte in 2024 nachlassen könnten und die Verbraucher angesichts neuer Belastungen möglicherweise wieder weniger für Konzerte oder Kulturveranstaltungen ausgeben würden. Zu diesen Belastungen zählten die gestiegenen Lebenshaltungskosten und Inflation, sowie die Kriege in der Ukraine und dem Nahen Osten, welche zu einem zurückhaltenden Konsumverhalten führten und die Prognosen für die kommenden Jahre eintrübten. Eine weitere Sorge war die verstärkte Konzentration auf sehr große Veranstaltungen von bekannten KünstlerInnen (Weltstars): Aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen reduzierten VerbraucherInnen ihre Ausgaben auf wenige (und dann große) Veranstaltungen pro Jahr. Dies könnte dazu geführt haben, dass "kleinere" Veranstaltungen weiter unter Druck gerieten. 3 C. Darstellung der Ertrags-, Finanz-, Vermögenslage 1. Ertragslage Die Gesellschaft erwirtschafte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse i. H. v. T€ 15.897 (Vorjahr T€ 15.185), was einem leichten Anstieg um T€ 712 bzw. 4,7% entspricht. Die Nachwirkungen der durch die Corona Pandemie verursachten Umsatzrückgänge wurden damit überwunden. Generell sind die Umsatzerlöse des Unternehmens stets von der Anzahl der Veranstaltungen und Projekte abhängig, die in den operativen Segmenten "Örtliche Veranstaltungen", "Events, Shows, Festivals" veranstaltet, bzw. im Segment "Tournee Veranstaltungen" überregional an andere Veranstalter veräußert werden (vgl. A. a - c). Die Umsatzsteigerung resultiert vor allem aus der deutlichen Steigerung im Segment "Örtliche Veranstaltungen" und ist insbesondere auf das Sonderprojekt "Hessentag 2023 in Pfungstadt" zurückzuführen.
1 Sachverständigenrat 2024.
Frühjahrsgutachten, Kurzfassung 2024. S. 1.
Die sonst. betrieblichen Erträge stiegen im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 725 (Vorjahr T€ 109) um T€ 616 stark an. Der Anstieg ist auf einen Sondereffekt durch Corona bedingte Förderungen [darunter größtenteils die Programme "Neustart Kultur" (T€ 237) und "Nds. Sonderprogramm für Kulturveranstaltungen" (T€ 309)] zurückzuführen. Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 Materialaufwendungen (Aufwendungen für bezogene Leistungen) i. H. v. T€ 13.142 (Vorjahr T€ 12.865), was einem leichten Anstieg um T€ 277 bzw. 2,15% entspricht. Im Kontext der gesteigerten Umsatzerlöse des Unternehmens gegenüber dem Vorjahr und den unter Punkt B.2. aufgeführten allgemeinen Produktionskostensteigerungen, ist der Anstieg als geringfügig zu bewerten. Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2023 T€ 2.089 (Vorjahr T€ 1.629), was einem Anstieg um T€ 460 bzw. 28,2% entspricht und das anhaltende Wachstum der Gesellschaft widerspiegelt. Neben der Einstellung von zwei neuen Mitarbeitenden, entfiel der überwiegende Teil dieser Erhöhung (T€ 269) auf eine Sondervergütung im Rahmen des Rückkaufs des Unternehmens durch den Mitgründer. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2023 bei T€ 1.018 (Vorjahr T€ 732), was einem Anstieg um T€ 285 bzw. 39,0% entspricht. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist unter anderem auf Abschlusskosten, Kosten für die Buchhaltung sowie Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern ist im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 347 (Vorjahr T€ -28) gestiegen und kann mit einer Veränderung von T€ 376 gegenüber dem Vorjahr als positiv bewertet werden. 2. Finanzlage Unser Finanzmanagement ist weiterhin darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die liquiden Mittel der Undercover sind zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um T€ 690 auf T€ 7.229 gestiegen. Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024 durchgängig gesichert. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag T€ 2.046 (Vorjahr T€ 2.536) der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Die Hauptzahl unserer Forderungen wird 14-tägig per SEPA-(Firmen-) Lastschriftmandat eingezogen oder gegenüber einer kleinen Anzahl an Geschäftspartnern in Rechnung gestellt. Daher bestehen die meisten Forderungen nicht länger als 30 Tage. Die Entwicklung der Finanzlage im Berichtsjahr 2023 wird von der Geschäftsführung als gut eingestuft. 3. Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Vermögenslage und die Kapitalstruktur haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2023 um T€ 1.054 auf T€ 10.730 erhöht. Auf der Aktivseite ist die Veränderung hauptsächlich auf einen Anstieg des Umlaufvermögens zurückzuführen. Auf der Passivseite stellen sich verschiedene Effekte dar. Das Anlagevermögen der Gesellschaft betrug zum Stichtag (31.12.2023) T€ 181 (Vorjahr T€ 180). Im Wesentlichen beinhaltet es Büro- und Geschäftsausstattung. Das Umlaufvermögen der Gesellschaft betrug zum Stichtag T€ 10.541 (Vorjahr T€ 9.477), was einem Anstieg um T€ 1.064 bzw. 11,22% entspricht. Der Anstieg ist dabei auf unterschiedliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag T€ 2.259 (Vorjahr T€ 1.108), was einem Anstieg um T€ 1.150 bzw. 103,76% entspricht. Der Anstieg ist stichtagsbedingt sowie auf ein höheres Geschäftsvolumen zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum Stichtag T€ 1.054 (Vorjahr T€ 1.547), was einem Rückgang um T€ 494 bzw. 31,91% entspricht. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass von Lieferanten weniger Anzahlungen in Rechnung gestellt wurden. Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag T€ 7.229 (Vorjahr T€ 6.539), was einem Anstieg um T€ 690 bzw. 10,55% entspricht. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Stichtag (31.12.2023) T€ 521 (Vorjahr T€ 771), was einem Rückgang um T€ 250 bzw. 32,43% entspricht. Der Rückgang ist auf eine Gewinnausschüttung an die Muttergesellschaft aus dem bei der Gesellschaft bestehenden Gewinnvortrag, welcher vor Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages entstanden ist und damit nicht von diesem umfasst ist, zurückzuführen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse betrug zum Stichtag T€ 0 (Vorjahr T€ 679) was einem Rückgang um T€ 679 bzw. 100,00% entspricht. Der Rückgang ist auf eine Umgliederung in die Sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen, da es sich bei dem Betrag um staatliche Finanzhilfen der Bundesregierung, zur Unterstützung von Unternehmen während der Corona-Pandemie, handelt und nicht um staatliche Investitionszuschüsse. Die Rückstellungen betrugen zum Stichtag T€ 1.104 (Vorjahr T€ 642) was einem Anstieg um T€ 462 bzw. 72,06% entspricht. Dabei entfallen T€ 300 (Vorjahr T€ 295) auf Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie T€ 803 (Vorjahr T€ 321) auf sonstige Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten in Höhe von T€ 379, ausstehende Rechnungen von T€ 233 sowie Künstlersozialversicherung von T€ 109. Die Verbindlichkeiten betrugen zum Stichtag T€ 9.106 (Vorjahr T€ 7.585) was einem Anstieg um T€ 1.520 bzw. 20,04% entspricht. Der Anstieg ist dabei auf unterschiedliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betrugen zum Stichtag T€ 4.866 (Vorjahr T€ 3.422), was einem Anstieg um T€ 1.144 bzw. 42,20% entspricht. Der Anstieg ist maßgeblich auf zwei Veranstaltungen in Hannover und Berlin zurückzuführen, für die von regionalen Durchführern im Auftrag von der Gesellschaft treuhänderische Ticketeinnahmen vereinnahmt wurden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen betrugen zum Stichtag T€ 2.046 (Vorjahr T€ 2.536), was einem Rückgang um T€ 490 bzw. 19,33% entspricht. Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass zum Stichtag weniger (hohe) Lieferantenrechnungen vorlagen oder bereits gezahlt wurden. Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen zum Stichtag T€ 2.194 (Vorjahr T€ 1.502), was einem Anstieg um T€ 692 bzw. 46,02% entspricht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Umgliederung der staatlichen Finanzhilfen i. H. v. T€ 679 zurückzuführen. Die Entwicklung der Vermögenslage im Berichtsjahr 2023 wird von der Geschäftsführung als gut stabil eingestuft. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Kapitals halten wir ebenfalls für stabil. 4. Wesentliche Kennzahlen Die Unternehmenssteuerung erfolgt insbesondere auf Basis der folgenden zwei wesentlichen Kennzahlen (bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren): Ergebnis nach Steuern, welches im Geschäftsjahr 2023 mit T€ 347 (Vorjahr: T€ -28) um T€ 376 gesteigert werden konnte. Umsatzrentabilität (Ergebnis nach Steuern / Umsatzerlöse), welche im Geschäftsjahr 2023 bei 2,19% lag (Vorjahr -0,18%) und damit ebenfalls gesteigert werden konnte. D. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht Die nachfolgend aufgeführten Risiken sind nach ihrer Bedeutung für das Unternehmen absteigend sortiert. a) Ertragsorientierte & Branchenspezifische Risiken Sollten die negativen Folgen der aktuellen Wirtschafts- und gesellschaftlichen Entwicklungen (z. B. gestiegenen Lebenshaltungskosten und Inflation, Handelskriege, die Kriege in der Ukraine und dem Nahen Osten oder ein möglicherweise zuspitzender "Taiwan-Konflikt") weiter fortbestehen, wird dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und damit die Nachfrage nach Konzert- und Veranstaltungstickets negativ beeinflussen. Daraus könnten für das Unternehmen in der Folge Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Die steigenden Künstlerhonorare und Produktionskosten aufgrund des intensiven Wettbewerbs können teilweise nicht durch entsprechende Preiserhöhungen kompensiert werden, was sich negativ auf das Ergebnis der Undercover auswirkt. Um den daraus resultierenden Risiken zu begegnen, werden die Projekte in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern fortlaufend durch projektbegleitendes Controlling überwacht. Auch Marktunsicherheiten durch politische und gesellschaftliche Instabilität sowie Naturkatastrophen und terroristische Anschläge können sich negativ auf die Geschäftstätigkeit und die Finanz- und Ertragslage auswirken. Den Wetterrisiken (Unwetter, Gewitter, starker Sturm) bei Freiluftveranstaltungen wird durch den Abschluss von Veranstaltungs-Ausfallversicherungen begegnet. Dasselbe gilt für den Ausfall von Veranstaltungen aufgrund der Erkrankung/ Tod der KünstlerIn. Veranstaltungs-Ausfallversicherungen schließen wir für Veranstaltungen ab einer Größenordnung von ca. 2.000 Besuchenden bis hin zu vollständigen Tourneen ab. Die Ausfallrisiken bei kleineren Veranstaltungsstätten (Club-Veranstaltungen) werden nicht gegen Konzertausfall versichert. b) Rechtliche Risiken Die Gesellschaft hat diverse nationale und europäische Gesetze und Verordnungen zu beachten. Daraus können sich für Rechtsgeschäfte - z. B. bei der Ausgestaltung von Verträgen - Risiken ergeben, die die Gesellschaft bei Bedarf durch Rechtsberater bewältigt. Das Unternehmen ist aktuell in keine Rechtsstreitigkeiten verwickelt, aus denen ein wesentlicher negativer Effekt auf das Unternehmensergebnis zu erwarten wäre. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Angesichts der soliden finanziellen Situation unseres Unternehmens sind derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennbar. Die hauptsächlich genutzten Finanzinstrumente in unserem Unternehmen umfassen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Banken. Wir erwarten langfristig keinen Bedarf an zusätzlicher Finanzierung, der über Bankkredite abgedeckt werden müsste. Die vorhandenen liquiden Mittel reichen aus, um die geplanten Veranstaltungen eigenständig zu finanzieren. Währungsrisiken bestehen nicht. Die Kostenrechnung und die laufende Überwachung von Veranstaltungen durch die verantwortlichen Projektleiter werden fortlaufend verbessert, um den Risiken mangelnder Auslastung und steigender Kosten zeitnah begegnen zu können. Bei Veranstaltungen, deren Vorverkaufszahlen unter Plan liegen, werden Maßnahmen zur Steuerung des Risikos eingeleitet (bspw. zusätzliche Werbemaßnahmen oder Kostenoptimierungen). Das veranstaltungsbezogene Projektcontrolling soll durch die Entwicklung maßgeschneiderter Softwarelösungen stetig fortentwickelt werden. 2. Chancenbericht Die wesentlichen Chancen werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert. Eine positive Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (z. B. sinkende Inflation oder die Beendigung bewaffneter Konflikte) könnte sich positiv auf das allgemeine Konsumklima und damit folglich auch auf die Branchensituation im Live-Entertainment und den Geschäftsverlauf der Undercover GmbH auswirken. Durch unsere langjährige Präsenz im Markt haben wir die Möglichkeit, neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und zusätzliche Umsatz- und Ertragsquellen zu erschließen. Die verstärkte Kooperation mit angesehenen deutschen und internationalen Agenturen sowie Künstlern einerseits und die gezielten Investitionen in den Aufbau neuer Talente andererseits, eröffnen neue Möglichkeiten für eine profitable Expansion unserer Geschäftstätigkeit. E. Prognosebericht Durch die Änderung in der Gesellschafterstruktur zum 1. Januar 2024 entstehen für die Gesellschaft neue Chancen aber auch Risiken. Um diesen Herausforderungen mit Blick auf die Zukunft gerecht zu werden, wurde die langjährige Mitarbeiterin Rilana Sandelmann in die Geschäftsführung berufen und leitet fortan das Unternehmen zusammen mit Michael Schacke. Des Weiteren wurden die Führungsstrukturen in der Gesellschaft durch die beiden langjährigen Mitarbeiter Tobias Huwe und Tobias Menskes ergänzt. Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik und Geschäftsausrichtung waren und sind nicht geplant. Im Geschäftsjahr 2024 konnte die Gesellschaft bei vorläufiger Betrachtung leicht steigende Umsatzerlöse gegenüber 2023 realisieren. Die Materialaufwendungen (Aufwendungen für bezogene Leistungen) stiegen proportional leicht an. Das vorläufige Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2024 fällt mit voraussichtlich T€ 187 (Vorjahr: T€ 347) um ca. T€ 160 geringer aus. Die vorläufige Umsatzrentabilität (Ergebnis nach Steuern / Umsatzerlöse), im Geschäftsjahr 2024 wird mit voraussichtlich 1,17% (Vorjahr 2,19%) ebenfalls rückläufig erwartet. In den operativen Segmenten "Örtliche Veranstaltungen" und "Events, Shows, Festivals" entwickelten sich die Anzahl an Veranstaltungen/ Besuchenden in 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 leicht rückläufig. Zudem wurde bereits damit begonnen, für die Geschäftsjahre 2025 ff. neue Veranstaltungsformate zu entwickeln, um zukünftig das Angebot noch weitere ausbauen und die Ertragslage nachhaltig verbessern zu können. Im operativen Segment "Tournee Veranstaltungen" waren für das Geschäftsjahr 2024 Tourneen mit namhaften KünstlerInnen im Verkauf, bei denen sich die Ticketverkäufe der wesentlichen Tourneen solide entwickelten und zu einer insgesamt zufriedenstellenden Gesamtentwicklung der Gesellschaft gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 beitrugen. Für das Geschäftsjahr 2025 geht die Geschäftsführung von sinkenden Umsatzerlösen gegenüber 2023 aus. Die Materialaufwendungen (Aufwendungen für bezogene Leistungen) sollen proportional sinken. Das prognostizierte Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2025 fällt mit T€ 215 (2023: T€ 347) um ca. T€ 132 geringer aus. Die prognostizierte Umsatzrentabilität (Ergebnis nach Steuern / Umsatzerlöse), im Geschäftsjahr 2025 wird mit 1,64% (2023: 2,19%) ebenfalls rückläufig erwartet. Im operativen Segment "Tournee Veranstaltungen" ist von rückläufigen Umsatzerlösen gegenüber 2023 auszugehen, da zwei - für das Segment wichtige - Projekte, zyklusbedingt nicht für den Verkauf von Gastspielen zur Verfügung stehen. Um solche Effekte zukünftig zu begrenzen, wird der Fokus verstärkt auf die Akquise neuer KünstlerInnen gelegt. Hierdurch soll die Ertragslage dauerhaft positiv stabilisiert werden. In den operativen Segmenten "Örtliche Veranstaltungen" und "Events, Shows, Festivals" wird für 2025 mit einer steigenden Anzahl an Veranstaltungen/ Besuchenden gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 gerechnet. Bei vereinzelten Veranstaltungen, bei denen die Entwicklung der Vorverkaufszahlen unter den Erwartungen lag, wurden bereits Maßnahmen zur Risikosteuerung wie Marketingkampagnen und Kostenoptimierungen eingeleitet.
Schwülper, 28. Mai 2025 Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Undercover GmbH, Schwülper Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Undercover GmbH, Schwülper, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Undercover GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurde nicht geprüft. Die Vergleichsangaben sind ungeprüft. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 17. Juni 2025 KPMG
AG
Marius Sternberg, Wirtschaftsprüfer Ronald Kolditz, Wirtschaftsprüfer |
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