Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 471520
Eingetragen
11.4.1994
Branche
Vermietung von SchienenfahrzeugenBetrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugeReparatur und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Sicherungsleistungen zur Sicherung von Arbeitskräften zur Abwendung der Gefahren aus dem Eisenbahnbetrieb bei Arbeiten in Gleisbereichen der DB AG, sowie anderer Verkehrsunternehmen/Nebenbahnen und Dritter im Gleisbereich tätiger Unternehmen. Insbesondere zur Abwendung von Gefahren, die von bewegten Schienenfahrzeugen ausgehen, sowie bauaffinen Dienstleistungen und Winterdienstleistungen. Die Dienstleistungen werden in Süd- und Ostdeutschland über eine andere oder mehrere Geschäftsstellen angeboten. Darüber hinaus werden Sicherungssysteme bundesweit und im Ausland angeboten und vermietet.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Silvio Kaatzke
seit 13.3.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
39.40%
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Pfeil gewerbliche Vermögensverwaltungsgesellschaft GbR
Germany
26.000 €
50.00%
Germany
20.500 €
39.42%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pfeil Sicherung GmbH

Gengenbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

der Pfeil Sicherung GmbH

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte an solchen Rechten und Werten 94.434,00 12.351,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.699.181,30 1.783.569,80
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.271.444,25 1.815.723,75
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 145.223,04 180.000,00
5.115.848,59 3.779.293,55
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 41.675,00 41.675,00
2. Gold 313.809,16 313.809,16
3. Genossenschaftsanteile 250,00 250,00
355.734,16 355.734,16
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe 14.000,00 12.000,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 1.517,92 0,00
15.517,92 12.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.146.344,81 6.984.631,86
2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 18.446,78 18.446,78
3. sonstige Vermögensgegenstände 461.527,00 740.037,68
11.626.318,59 7.743.116,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.679.004,94 2.320.426,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 100.076,97 92.897,13
Summe Aktiva 19.986.935,17 14.315.818,59

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Satzungsmäßige Rücklagen 2.875.992,78 2.315.673,91
III. Bilanzgewinn 8.088.295,84 5.847.020,38
11.016.288,62 8.214.694,29
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 629.020,82 482.057,02
2. sonstig Rückstellungen 3.082.129,68 2.041.442,32
3.711.150,50 2.523.499,34
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 166.826,11 451.641,99
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 941.500,99 1.162.259,17
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.128.168,95 1.947.451,80
5.236.496,05 3.561.352,96
D. Passive latente Steuern 23.000,00 16.272,00
Summe Passiva 19.986.935,17 14.315.818,59

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

der Pfeil Sicherung GmbH

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 35.028.712,98 27.213.140,95
2. sonstige betriebliche Erträge 581.339,67 553.178,46
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.289,70 3.330,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.160.312,32 4.797.651,44
4.165.602,02 4.800.981,44
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters- 14.018.722,82 11.609.944,57
versorgung und Unterstützung 2.814.329,77 2.496.257,94
16.833.052,59 14.106.202,51
5. Abschreibungen 1.501.069,34 1.223.788,31
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.113.360,07 4.620.169,11
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.348,10 8.374,31
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.445,21 1.981,27
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.339.972,74 912.598,17
10. Ergebnis nach Steuern 5.656.898,78 2.108.972,91
11. sonstige Steuern 53.710,11 40.714,75
12. Jahresüberschuss 5.603.188,67 2.068.258,16
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.847.020,38 5.019.717,12
14. Einstellung in die satzungsmäßigen Rücklagen 560.318,87 206.825,82
15. Ausschüttungen 2.801.594,34 1.034.129,08
16. Bilanzgewinn 8.088.295,84 5.847.020,38

Anhang zum 31.12.2023

der Pfeil Sicherung GmbH

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Pfeil Sicherung GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Gengenbach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: 471520

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit einem Festwert angesetzt, welcher aufgrund von Preissteigerungen angepasst wurde.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem nachfolgenden Anlagespiegel hervor. Er entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

der Pfeil Sicherung GmbH

Anschaffungs-/Herstellungskosten
31.12.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.866,31 95.249,00 0,00 0,00 138.115,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 309.000,00 0,00 0,00 0,00 309.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 351.866,31 95.249,00 0,00 0,00 447.115,31
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 6.253.149,64 1.483.299,49 0,00 0,00 7.736.449,13
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.407.211,94 1.209.240,21 293.234,49 202.899,00 7.526.116,66
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 180.000,00 168.122,04 0,00 -202.899,00 145.223,04
Summe Sachanlagen 12.840.361,58 2.860.661,74 293.234,49 0,00 15.407.788,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.675,00 0,00 0,00 0,00 41.675,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 313.809,16 0,00 0,00 0,00 313.809,16
3. Genossenschaftsanteile 250,00 0,00 0,00 0,00 250,00
Summe Finanzanlagen 355.734,16 0,00 0,00 0,00 355.734,16
Summe Anlagevermögen 13.547.962,05 2.955.910,74 293.234,49 0,00 16.210.638,30
Abschreibungen (kumuliert)
31.12.2022 Abschreibung lfd. Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.516,31 13.166,00 0,00 0,00 43.682,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 308.999,00 0,00 0,00 0,00 308.999,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 339.515,31 13.166,00 0,00 0,00 352.681,31
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 4.469.579,84 567.687,99 0,00 0,00 5.037.267,83
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.591.488,19 920.215,35 257.031,13 0,00 5.254.672,41
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 9.061.068,03 1.487.903,34 257.031,13 0,00 10.291.940,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 9.400.583,34 1.501.069,34 257.031,13 0,00 10.644.621,55
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.433,00 12.350,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 94.434,00 12.351,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.699.181,30 1.783.569,80
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.271.444,25 1.815.723,75
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 145.223,04 180.000,00
Summe Sachanlagen 5.115.848,59 3.779.293,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.675,00 41.675,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 313.809,16 313.809,16
3. Genossenschaftsanteile 250,00 250,00
Summe Finanzanlagen 355.734,16 355.734,16
Summe Anlagevermögen 5.566.016,75 4.147.378,71

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von wenige als einem Jahr.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Personalkostenrückstellungen in Höhe von 2.247 TEUR (Vorjahr: 1.506 TEUR), Gewährleistungsrückstellungen 95 TEUR (Vorjahr: 58 TEUR) und Rückstellung für Verwaltungskosten für noch nicht erstellte aber im Gewinn berücksichtigte Rechnungen in Höhe von 281 TEUR (Vorjahr: 194 TEUR) enthalten.

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
kleiner 1 J. 1 bis 5 J. größer 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 166,8 166,8 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 941,5 941,5 0,0 0,0
gegenüber Gesellschaftern 2.501,6 2.501,6 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.626,6 1.626,6 0,0 0,0
Summe 5.236,5 5.236,5 0,0 0,0

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen von Kraftfahrzeugen und technischer Ausrüstung abgesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Die Laufzeiten sind im oben dargestellten Verbindlichkeitenspiegel angegeben. Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 2.501.594,34 (Vorjahr: EUR 834.130,40).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB:

EUR
Mietverträge Immobilien 1.975.920,09

Aus Vereinfachungsgründen wurden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nicht abgezinst.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode gemäß § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 307 (Vorjahr: 306) Arbeitnehmer beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Silvio Kaatzke geführt. Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Im Zeitpunkt der Berichtserstellung war Herr Silvio Kaatzke alleiniger Geschäftsführer.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Nach Abzug der satzungsgemäßen Zuführung zur Rücklage, der satzungsgemäß durchzuführenden Gewinnausschüttung und der bereits vor dem Bilanzstichtag beschlossenen Gewinnausschüttung soll der Bilanzgewinn in Höhe von 8.088.295,84 € auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Gengenbach den 08. Juli 2024

Gez. Herr Silvio Kaatzke

Lagebericht 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell und Zweigniederlassungen

Die Pfeil Sicherung GmbH mit Sitz in Gengenbach ist ein mittelständisches Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Sicherung von Gleisbaustellen gegen die Gefahren aus dem Eisenbahnbetrieb. Die Dienstleistungen der Pfeil Sicherung GmbH umfassen die Sicherungsplanung, Sicherungsleistungen, bauaffine Dienstleistungen, Schallschutz sowie Winterdienste.

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Gengenbach über sieben unselbständige Niederlassungen in

Allstedt

Bingen

Königsbrunn

Regenstauf

Stutensee

Wetzlar

Wiedemar

Von unseren 307 Mitarbeiter arbeiten insgesamt 229 in den oben genannten Niederlassungen.

b) Forschung und Entwicklung

Unsere Forschung und Entwicklung ist darauf ausgerichtet, innovative und nachhaltige technische Hilfsmittel für die Sicherung von Gleisbaustellen zu entwickeln und zu finden, damit die Sicherheit an unseren Baustellen permanent erhöht und unabhängiger von manuellen Maßnahmen wird.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft ist in 2023 um 3,0 % gestiegen, nach einem Anstieg im Vorjahr um 3,2 %. Das Bruttoinlandsprodukt der Wirtschaft des Euroraums stieg um 0,4 %, nachdem der Wert im Jahr 2022 noch bei 3,4 % lag.

Für Deutschland betrug das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2022 1,9 %. Dieses Wachstum wurde trotz der Herausforderungen durch hohe Energiepreise und Lieferkettenprobleme erreicht. Es resultiert aus einer robusten Binnennachfrage und einem Anstieg der Exporte. Im Jahr 2023 hingegen erlebte Deutschland einen Rückgang des BIP um 0,3 %. Hauptursachen für diesen Rückgang waren gestiegene Zinsen, hohe Inflation und anhaltende wirtschaftliche Unsicherheiten. Die Investitionen, insbesondere im Bausektor, gingen ebenfalls zurück, was das Wirtschaftswachstum weiter belastete.

Im Jahr 2023 sah sich die Pfeil Sicherung GmbH weiterhin mit hohen Kosten in allen Bereichen konfrontiert. Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen blieb die Kostenbelastung hoch. Im November 2023 erfolgte zudem eine freiwillige Anhebung der Löhne um ca. 30 %, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern und zukünftig einen signifikanten Mitarbeiterzuwachs zu ermöglichen. Inzwischen wurden die Verrechnungspreise schrittweise an die gestiegenen Kosten angepasst, wodurch die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens sichergestellt werden konnte.

Abgesehen davon ist die Pfeil Sicherung GmbH abhängig von den Investitionen des Bundes in die Schieneninfrastruktur. Die Investitionen in die Schieneninfrastruktur wurden in den letzten Jahren spürbar angehoben aber im europäischen Vergleich hinkt Deutschland noch hinterher.

Die Politik in Deutschland propagiert parteiübergreifend das Ziel mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Auch 90 Prozent der Bürger - also eine klare Mehrheit - sprechen sich seit langem dafür aus, Straßengütertransporte auf die Schiene zu verlagern und den öffentlichen Personenverkehr auszubauen. Um das Schienennetz fit zu machen für mehr Verkehr auf der Schiene, muss ausreichend und kontinuierlich in Erhalt und Ausbau des Netzes investiert werden. Der größte Teil der Investitionen in die Infrastruktur wird in Deutschland aus öffentlichen Mitteln finanziert, so auch beim Schienennetz.

Seit 2009 gilt für die Finanzierung des Bestandsnetzes die zwischen der Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI) und des Eisenbahninfrastrukturunternehmen des Bundes DB InfraGo AG (Zusammenschluss von DB Netz AG, DB Station & Service AG zum 27.12.2023) sowie der Deutschen Bahn AG abgeschlossene Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV). Gegenstand dieser Vereinbarung sind Maßnahmen, die der Erhaltung und Verbesserung des Zustands der Schienenwege des Bundes dienen. Das sind zum einen Ersatzinvestitionen, die nicht Gegenstand des Bedarfsplans für die Schienenwege sind, und zum anderen Maßnahmen der Instandhaltung.

Mit dem gesamthaften Ansatz der LuFV finanziert der Bund nicht mehr im Einzelnen definierte Maßnahmen und Investitionsprogramme, sondern stellt den Eisenbahninfrastrukturunternehmen seinen Infrastrukturbeitrag zur eigenverantwortlichen Verwendung zur Verfügung. Das erhöht die Planungssicherheit der Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Diese geben im Gegenzug ein Qualitätsversprechen für das gesamte Netz ab.

Die Eisenbahninfrastrukturunternehmen verpflichten sich, Ersatzinvestitionen in die Schienenwege mindestens in der vereinbarten Höhe vorzunehmen, einen Mindestinstandhaltungsbeitrag zu leisten, einen Eigenbeitrag für die Erhaltung und Modernisierung des Bestandsnetzes einzusetzen und ihre Schienenwege in einem qualitativ hochwertigen Zustand zu erhalten und zu verbessern.

Der Zustand der Infrastruktur wird anhand von sanktionsbewehrten Qualitätskennzahlen gemessen. Für diese Kennzahlen enthält die Vereinbarung jährliche Zielvorgaben. Werden die in der LuFV vertraglich vereinbarten Ziele verfehlt, kann der Bund seinen Infrastrukturbeitrag ganz oder teilweise zurückfordern. Die Entwicklung des Zustandes der Schienenwege dokumentiert ein von der Deutschen Bahn AG jährlich vorzulegender Infrastrukturzustand- und -entwicklungsbericht (IZB). Auf dessen Grundlage prüft das EBA, ob die Unternehmen die vereinbarten Zielvorgaben erfüllt haben.

Zum 01.01.2020 ist die LuFV III mit einer Laufzeit von zehn Jahren (2020 - 2029) in Kraft getreten. Im Rahmen dieser Vereinbarung hat vor allem der Bund seinen Beitrag stark erhöht. So sollen in den Jahren 2020 bis 2029 insgesamt 63,4 Mrd. Euro für Ersatzinvestitionen in das Bestandsnetz eingesetzt werden. Der größte Anteil (rd. 51,4 Mrd. Euro) entstammt dabei dem Bundeshaushalt; auch stehen im Rahmen eines Finanzierungskreislaufs Mittel aus den Dividendenzahlungen der Eisenbahninfrastrukturunternehmen zur Verfügung, die vom Bund für Investitionen in die bestehenden Schienenwege bereitgestellt werden. Hinzu kommen Bedarfsplaninvestitionen des Bundes, die dem Bestandsnetz zugutekommen und insg. mindestens 1,375 Mrd. Euro investive Eigenmittel der Eisenbahninfrastrukturunternehmen.

Die Eisenbahninfrastrukturunternehmen verpflichten sich zudem, für die Instandhaltung der Schienenwege während der Vertragslaufzeit der LuFV III insgesamt mindestens 22,78 Mrd. Euro aufzuwenden.

Damit sollen im Vertragszeitraum mind. 86,2 Mrd. Euro (8,6 Mrd. Euro/Jahr) für Ersatzinvestitionen und die Instandhaltung des bestehenden Schienennetzes bereitstehen. Dies entspricht einer Steigerung in Höhe von 59 % im Vergleich zur LuFV II (5,4 Mrd. Euro/Jahr)

Zudem hat für den Zeitraum von 2024 bis 2027 hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) im Entwurf des Bundeshaushalts 11,5 Milliarden Euro zusätzlich für die Eisenbahninfrastruktur vorgesehen. Diese Mittel stammen aus einer erweiterten Lkw-Maut. Darüber hinaus wird das Eigenkapital der Bahn (auch mit Hilfe von Beteiligungserlösen) aufgestockt, damit sie weitere Investitionen selbst finanzieren kann. Die Deutsche Bahn wird außerdem 3 Milliarden Euro durch ein Darlehen am Kapitalmarkt aufbringen. Insgesamt sollen damit bis zu 45 Milliarden Euro für zusätzliche Investitionen bereitgestellt werden

b) Geschäftsverlauf und Lage

Ertragslage

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf

Umsatzentwicklung,

Materialaufwand und -quote,

Personalaufwand und -quote,

EBITDA und

Jahresüberschuss

Der Umsatz konnte im Berichtsjahr von 27.213 TEUR um 7.816 TEUR auf 35.029 TEUR gesteigert werden. Dies steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit einer Erhöhung der Verrechnungspreise und eines daraus gesteigerten Auftragsvolumens.

Der Materialaufwand (Fremdleistungen der Nachunternehmer) verringerte sich von 4.801 TEUR um 635 TEUR auf 4.166 TEUR. Hierdurch sank die Materialaufwandsquote von 17,6 % um 5,7 Prozentpunkte auf 11,9 %.

Dies resultiert aus der konstanten Personalstärke und einer verbesserten, standortübergreifenden Planung, wodurch der Einsatz von Subunternehmern reduziert werden konnte.

Der Personalaufwand stieg von 14.106 TEUR um 2.727 TEUR auf 16.883 TEUR. Trotz dieser Erhöhung konnte die Personalaufwandsquote aufgrund der deutlich gestiegenen Umsätze und einer moderaten Zunahme der Personalkosten gesenkt werden. Die Personalaufwandsquote sank von 51,8 % im Jahr 2022 auf 48,1 % im Jahr 2023. Die Erhöhung der Löhne zum 01.11.2023 wird sich erst im Jahr 2024 deutlicher bemerkbar machen.

Der EBITDA hat sich von 4.198 TEUR um 5.246 TEUR auf 9.444 TEUR und der Jahresüberschuss von 2.068 TEUR um 3.535 TEUR auf 5.603 TEUR erhöht.

Vermögens- und Finanzlage

Bei Investitionen in Höhe von 2.956 TEUR betrugen die Abschreibungen 1.501 TEUR und die Buchwertabgänge 37 TEUR. Hierdurch hat sich das Anlagevermögen von 4.147 TEUR um 1.419 TEUR auf 5.566 TEUR erhöht. Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen waren im Wesentlichen der Ersatz bzw. Erweiterung des Fuhrparks, die Ausweitung bzw. Austausch bestehender Technik.

Die liquiden Mittel haben sich von 2.320 TEUR um 359 TEUR auf 2.679 TEUR erhöht. Die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Sämtliche anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets und regelmäßig unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen erfüllt.

Die Eigenkapitalquote hat sich trotz einer Erhöhung des Eigenkapitals von 57 % um 2 Prozentpunkte auf 55 % verringert. Dies resultiert aus einer deutlich gesteigerten Bilanzsumme.

Unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage im Geschäftsjahr wurde durch eine solide Auftragslage positiv beeinflusst und konnte ergebnistechnisch erfolgreich genutzt werden. Die Vermögens- und Finanzlage schätzen wir aufgrund der überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote und dem relativ hohen Bestand an liquiden Mittel als sehr gut ein.

3. Voraussichtliche Entwicklung

Der Nachholbedarf der Investitionen in den Erhalt und den Ausbau des Schienennetzes sowie die Erhöhung der Mittel des Bundes führen auch in den nächsten Jahren zu einem weiterhin hohen Bedarf an Sicherungsleistungen auf Gleisbaustellen. Aus diesem Grund und der Erhöhung unserer Verrechnungspreise am Markt, gehen wir von Umsatzzuwächsen in 2024 aus. Allerdings rechnen wir weiterhin mit Kostensteigerungen im Bereich der Personalkosten und der Erhöhung der allgemeinen Kosten aufgrund der weiterhin inflationären Entwicklung.

4. Chancen- und Risikobericht

Risikopolitik

Die Geschäftsprozesse der Gesellschaft sind in verschiedenen Bereichen einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln und der Geschäftstätigkeit verbunden sind und sich trotz aller Fürsorge und Sorgfalt nicht vollständig eliminieren bzw. ausschließen lassen.

Branchenspezifische Risiken

Die Risiken der künftigen Entwicklung der Gesellschaft sind in den sehr zyklischen Marktentwicklungen bzw. Investitionen in den Erhalt und Ausbau des Schienennetzes zu sehen. Die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene wird überall befürwortet. Dies wird auch durch die Erhöhung der Mittel des Bundes bestätigt. Auf der anderen Seite steht die Bundesregierung vor außerordentlichen Herausforderungen aufgrund der angespannten Lage der Bundesfinanzen. Die strukturellen Versäumnisse der Vergangenheit, die sich weiter verschärfen, treffen auf neue Probleme.

Ein weiteres Risiko ergibt sich daraus, dass sich der Wettbewerb in den letzten Jahren sehr verschärft hat, da immer mehr Firmen aus anderen fachfremden Branchen (meist Reinigungsfirmen) auf den Bereich Sicherungsleistungen im Gleisbereich ausweichen. Hier gilt es sich weiterhin qualitativ vom Wettbewerb abzusetzen und eine zuverlässige und hochwertige Dienstleistung anzubieten.

Gewährleistungs- und Haftungsrisiken

Das Gewährleistungsrisiko ist aufgrund der branchenspezifischen Ausrichtung der Gesellschaft ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Dies verlangt eine sehr intensive und sorgfältige Betrachtung der entsprechenden Sachverhalte und Projekte. Durch die Intensivierung der Qualitätssicherungsmaßnahmen, Standardisierungen von Abläufen und intensive Schulungen wird versucht diesen Risikofeldern bereits in der frühen Phase der Entstehung wirksam zu begegnen.

Für die bekannten Gewährleistungsrisiken wurden Einzelgewährleistungsrückstellungen in ausreichendem Umfang gebildet.

Zahlungsausfallrisiken

Neben dem straffen Mahnwesen und Risikomanagement ist das Risiko von Forderungsausfällen auch durch die namhafte und überschaubare Kundenstruktur, minimiert.

Durch ein striktes Regelwerk wird das Forderungsausfallrisiko identifiziert. Im Ergebnis sind die Forderungsausfälle in den vergangenen Jahren äußerst gering. Für erkennbare Risiken aus dem Forderungsbestand werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Im Berichtsjahr war keine Einzelwertberichtigung erforderlich. Für das allgemeine Delkredererisiko wurde eine entsprechende buchhalterische Vorsorge durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen getroffen.

Inflation

Aufgrund der allgemein gestiegenen Preise haben sämtliche Lieferanten der Pfeil Sicherung GmbH ihre Preise erhöht. Die steigende Inflation Preis-Spirale in Gang gesetzt, deren Ende noch nicht abzusehen ist, damit sind weitere Preissteigerungen zu erwarten. Über Jahre hinweg war die Inflation in Deutschland so gering, dass diese für die Gesellschaft nicht von allzu großer Relevanz war. Nun ist die Inflation zu einer sehr wichtigen vor allem kalkulatorischen Größe geworden. Die größten Herausforderungen bestehen darin, die gestiegenen Kosten in den Verrechnungspreisen gegenüber den Auftraggebern durchzusetzen. Grundlage hierfür ist eine ständige Anpassung und Aktualisierung der Kalkulationsansätze und eine permanente Überwachung von Altverträgen und deren Inhalte (z.B. Preisgleitklauseln).

Gesamtrisikoeinschätzung

Unter Berücksichtigung aller Faktoren und nach Bewertung der jeweils getroffenen Einzelmaßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -minimierung, kommen wir zu der abschließenden Beurteilung, dass mit derzeitigem Kenntnisstand keine zusätzlichen, wesentlichen und bewertbaren Risiken vorliegen, die zu einer deutlichen und dauerhaften Beeinträchtigung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzsituation der Gesellschaft führen könnte.

Chancen

Durch politischen Entwicklungen im Verkehrswesen ergeben sich positive Auswirkungen auf den Schienenverkehr und damit in die Investitionen in den Erhalt und Ausbau des Schienennetzes was sich positiv auf das Geschäftsfeld der Pfeil Sicherung GmbH auswirkt.

Auch die Automation bzw. der Ersatz von Mensch durch technische Hilfsmittel führt zu einer kalkulierbareren Sicherheit und Planung der Ressourcen.

 

Gengenbach, den 24.06.2024

gez. Silvio Kaatzke

In den veröffentlichten, verkürzten Jahresabschluss haben wir die größenabhängigen Erleichterungen bei der Offenlegung nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat unser Abschlussprüfer den nachfolgend wiedergegebenen Bestätigungsvermerkt erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pfeil Sicherung GmbH,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pfeil Sicherung GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pfeil Sicherung GmbH vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden, sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Offenburg, den 8. Juli 2024

Dehmer audit & tax Offenburg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

JUDr. Hans Holger Dehmer, Wirtschaftsprüfer

Patrick Ludwig, Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

10 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.