ViaMin GmbHLiquidiert

59065 Hamm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 6543
Eingetragen
18.6.2009
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereErbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für die TierhaltungErbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für den Pflanzenbau
Gegenstand
Export und Import von landwirtschaftlichen Gütern, Technik, Einrichtungen, Herstellung und Produktion von Produkten und Zusätzen für den tierischen Bereich.

Historie

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Management

NameRolle
Alexej Schellenberg
seit 26.1.2017
Prokura
Konrad Falk
seit 22.3.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lions Group AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Lions Group AG
Switzerland
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ViaMin GmbH

Hamm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht 2015

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Geschäftstätigkeit der ViaMin GmbH umfasst den Export und Import von landwirtschaftlichen Gütern, Technik, Einrichtung, Herstellung und Produktion von Produkten und Zusätzen für den tierischen Bereich. Zu den Absatzmärkten zählen marktführende Handelsketten in der Russischen Föderation, der Ukraine und Kasachstan. Die Russische Föderation stellt mit Abstand den größten Markt dar. Die Sparte Fischfutter ist in 2016 weiter gewachsen und wird auch in 2017 weiter zulegen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem Wachstum in 2012 stieg das reale Bruttoinlandsprodukt der Russischen Föderation um weitere 1,3 % in 2013. Basis für das Wachstum waren die hohen Rohstoffpreise, die steigende Industrieproduktion und die erhöhte Beschäftigung. Für 2014 stieg das Wachstum um weitere 0,6 %. In 2015 ging das Bruttoinlandsprodukt um 3,8 % zurück.

Bezogen auf die Produktion von Fleisch und Mischfutter in Russland ist der Trend in 2017 stabil bis wachsend zu sehen. Da die Fleischimporte für die EU und USA gesperrt sind, konnte sich der Fleischmarkt in 2015 stark entwickeln.

Die Landwirtschaft trägt mit etwa 4,0 % zum BIP bei und beschäftigt rund 10 % der Arbeitnehmer. Russland ist mit 120 Mio. ha Ackerflächen (9 % der Weltackerfläche) ein wichtiger Partner auf dem Weltagrarmarkt. Die Ereignisse in der Ukraine und der Ausschluss Russlands aus den G8 wirken sich auf das Geschäft der ViaMin GmbH nicht aus. Der Handel bleibt stabil.

Nach der Ernte 2014 von 105,30 Mio. t verringerte sich die Ernte in 2015 auf 100,00 Mio. t. Der Export von Getreide konnte auf einen Rekord von 31,7 Mio. t erhöht werden.

Die Agrarproduzenten werden durch zahlreiche Programme gefördert. Auf dem Lande sollen moderne Lebensbedingungen geschaffen werden. Die russische Politik bekräftigt den Willen der Unterstützung der inländischen Landwirtschaft durch die Entwicklung moderner Systeme des Absatzes von Agrarerzeugnissen. Weiter bietet die Landwirtschaft den ländlichen Gebieten - über ihr Wirtschaftspotential hinaus - eine Entwicklungs- und Beschäftigungschance. Der Gewinn soll in erster Linie zu den Produzenten und nicht zum Handel fließen.

Die inländische Produktion von Fleisch einschließlich Geflügel hat in 2015 um 7,6 % zugelegt. Demnach gab es Ende Dezember 17,7 Millionen Schweine im Land (Vorjahr: 15,8 Millionen). Damit hat sich die seit 2005 zu beobachtende Tendenz zum Wiederaufbau der Schweinebestände weiter fortgesetzt. Die Zahl der Kühe verkleinerte sich in 2015 um 1,8 %. Darüber hinaus verkleinerte sich der Schaf- und Ziegenbestand um 2,5 % auf insgesamt 4,3 Millionen Tiere und die Geflügelzahl legte um 3,8 % auf 445,00 Millionen Stück zu. Laut Aussage des Landwirtschaftsministeriums wird der Bedarf an Schweinefleisch bereits 2016 vollständig gedeckt sein.

Quelle: OOO Isledowatelskaja komanija "Obercade".

Wegen der Sanktionen und der Einfuhrverbote wurde der einheimische Fleischproduzent gestärkt, die aktuelle Lage für die russischen Fleischproduzenten wird als positiv eingestuft. Damit die Kapazitäten hinter dieser Entwicklung nicht zurückbleiben, muss investiert werden.

Vor diesem Hintergrund zeigen sich Chancen für die ViaMin GmbH, die ausschließlich das Exportgeschäft betreibt und im Wesentlichen direkt oder indirekt an Gesellschaften in Osteuropa fakturiert.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsätze der ViaMin GmbH verringerten sich im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse von rd. 14,77 Mio. EUR (im Vorjahr 15,04 Mio. EUR) erzielt. Die Abnahme ist auf die Änderung des Produktportfolios zurückzuführen. Das Jahr 2015 war für die ViaMin GmbH ein erfolgreiches Jahr.

3. Lage

a) Ertragslage

Ausgehend von der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich die Ertragslage zusammengefasst wie folgt dar:

Das Rohergebnis stagnierte minimal um 0,12 Mio. EUR auf 1,45 Mio. EUR. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand: Umsatzerlöse) hat sich von 89,5 % im Vorjahr auf 90,2 % im Berichtsjahr verschlechtert. Der Anteil der ordentlichen Aufwendungen an den Umsatzerlösen beträgt 6,9 % wie im Vorjahr. Größter Kostenblock ist mit 0,47 Mio. EUR der Personalaufwand (Vorjahr: 0,47 Mio. EUR).

Der Jahresüberschuss beträgt 0,0164 Millionen Euro (VJ: 0,138 Millionen Euro). Das Ergebnis war durch die politische Lage in Russland und der Ukraine beeinträchtigt.

b) Finanzlage

Die Finanzierung erfolgte im Wesentlichen durch Warenkredite der AGRAVIS Raiffeisen AG und der Spezialfutter Neuruppin GmbH & Co. KG. Der Anteil des Fremdkapitals an der Bilanzsumme beträgt 86,66 %. Durch einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 16 hat sich das Eigenkapital leicht erhöht und beträgt zum Stichtag TEUR 1.095.

Im Geschäftsbereich der ViaMin ist Liquidität ein limitierter Faktor.

Die Liquiditätslage der ViaMin stellt nicht sicher, dass jede fällige Forderung zum Fälligkeitstag bedient werden kann. Es werden mit allen Gläubigern abweichende Zahlungstermine für fällige und nicht bezahlte Rechnungen vereinbart. Dies geschieht, in ständiger Übung, durch telefonische und schriftliche Vereinbarungen.

Das Hauptaugenmerk der Geschäftsführung liegt auf der Liquiditätssicherung.

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft verhält sich gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Die Struktur des kurz- und langfristigen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil.

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr um 1.048 Mio. EUR (rd. 14,6 %) auf 8.210 Mio. EUR erhöht. Die Steigerung ergibt sich vorwiegend aus Verbindlichkeiten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,1 Mio. EUR auf 6,9 Mio. EUR.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Tonne, Umsatzrendite und cash flow heran.

Bei den Mitarbeitern wird 1 Geschäftsführer mitgezählt. Die Umsatzrendite berechnen wir im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen.

III. Nachtragsbericht

Es sind alle Erkenntnisse nach Ablauf des Jahres 2015 im Zahlenwerk des vorliegenden Jahresabschlusses per 31. Dezember 2015 berücksichtigt. Dies betrifft insbesondere Fragen zu der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, da Forderungen verspätet eingehen oder gar mit einem teilweisen Ausfall zu rechnen ist.

Alle Registrierungen in Russland und der Ukraine sind als werthaltig zu betrachten.

IV. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, wurden neue Produkte in den Markt in 2016 eingebracht. Hinzu kommen Dienstleistungen im Bereich Kundenbetreuung. Diese Entwicklung hat sich in 2017 fortgesetzt.

1. Chancenbericht

Die Rahmenbedingungen haben sich in 2016 stark gewandelt. Durch die Stärkung des Rubel und die Einführung von Sanktionen gegen die EU, die USA und die Türkei hat sich die russische Wirtschaft stabilisieren können.

ViaMin war von den Sanktionen nicht betroffen, hat im Gegenteil davon profitiert, da die russische Wirtschaft ihre inländische Fleischproduktion ausgeweitet hat.

Wir verweisen auf den Erlass vom 19. Dezember 2014 Nr.1421. Das Gesamtvolumen der Mittelzuweisungen für die Umsetzung des staatlichen Programms bis 2020 erhöhte sich um 688,4 Milliarden Rubel auf 2,1262 Trillion Rubel.

2. Marktrisiko

Die Finanzkrise und auch die politische Krise sind de facto überwunden. Der Rubel ist stabil, die russischen Kunden haben sich an den schwachen Rubel gewöhnt. Das Rohöl hat sich bei einem Preis von 40,00 USD pro Barrel gefestigt. Das industrielle Wachstum hat eine positive Tendenz.

3. Währungsrisiko

Die russische Währung hat sich im Jahr 2016 stabil verhalten, was zu einer Chancenmehrheit der Produkte der ViaMin führte und auch in 2017 eine zunehmende Stabilisierung der Position zeigt.

Die ViaMin GmbH wird auch künftig alle Maßnahmen zur Optimierung der Prozesse und zur Verbesserung der Kostenstruktur umsetzen.

4. Kunden- und Lieferantenrisiko

a) Lieferantenrisiko

Auf der Lieferantenseite gibt es bei den Hauptgruppen der Produkte Premixe sowie Konzentrate jeweils 2 Lieferanten.

Bei Spezialprodukten hat die ViaMin GmbH mit einem der Lieferanten einen Exklusivvertrag geschlossen.

b) Kundenrisiko

Die ViaMin GmbH hat in 2015 vier Neukunden und in 2016 zwei Neukunden hinzubekommen.

Somit ist das Risiko gestreut.

5. Zahlungsunfähigkeitsrisiko/Insolvenzrisiko

PASSIV-Prozess in Deutschland

Der Prozess betrifft Lieferantenverbindlichkeiten der ViaMin GmbH gegenüber der AGRAVIS-Gruppe. Sollte dieser Prozess für ViaMin negativ ausfallen, so bestünde bei sofortiger Fälligkeit der Verbindlichkeit ein Zahlungsunfähigkeitsrisiko, somit ein Insolvenzrisiko.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG mit Sitz in Münster hat Klage gegen die ViaMin GmbH beim Landgericht Dortmund eingereicht.

Ein erster Gütetermin ist vom Gericht für den 14.September 2017 anberaumt.

Der Wert der Klage beläuft sich auf knapp über Euro 1,8 Millionen.

ViaMin GmbH beruft sich auf schriftliche, teilweise notarielle Dokumente, die aus Sicht von ViaMin eine sofortige Fälligkeit ausschließen. Nach Auffassung von ViaMin ist mangels Fälligkeit auch eine Verzinsung der eingeklagten Hauptforderung nicht gegeben.

Die Rückführung der Kreditlinie von AGRAVIS sollte durch laufende gegenseitige Geschäfte erfolgen. AGRAVIS hat die Zusammenarbeit gekündigt. Aus Sicht von ViaMin sind die genannten Kündigungsgründe nicht stichhaltig, da der Wahrheitsgehalt bestritten wird.

ViaMin zahlt seit Oktober 2016, unter sinngemäßer Anwendung des mit AGRAVIS ursprünglich Verhandeltem und Geschriebenen, monatlich Euro 30.000,00 an AGRAVIS. Die Zahlung erfolgt auf die Hauptforderung.

Wie weiter oben schon ausgeführt, stellt die Liquiditätslage der ViaMin nicht sicher, dass jede fällige Forderung zum Fälligkeitstag bedient werden kann. Es werden mit allen Gläubigern abweichende Zahlungstermine für fällige und nicht bezahlte Rechnungen vereinbart. Dies geschieht in ständiger Übung durch telefonische und schriftliche Vereinbarungen.

Eine Verbesserung der Liquiditätslage bei der ViaMin könnte in Bälde eintreten, wenn einer der größten Gläubiger - die ViaMin Rus - ihre Verbindlichkeiten weitgehend begleichen würde. ViaMin Rus hat nämlich in aus einem erstinstanzlichen Urteil in Russland einen Anspruch auf Zahlung von 1,3 bis 1,4 Millionen Euro. Sollte auch die Revisionsklage von ViaMinRus gewonnen werden, so wird der genannte Betrag voraussichtlich verwendet, um die Forderungen bei der ViaMin zu reduzieren.

Mit der Entscheidung aus der Revision wird bis ca. Ende Juli 2017 gerechnet.

Das Hauptaugenmerk der Geschäftsführung liegt bei der Liquiditätssicherung. Dabei sind bereits Erfolge verhandelt und schriftlich fixiert worden.

Die Hauptlieferanten haben ihre Limite für Warenlieferungen ab Januar 2017 ausgeweitet.

Folgende Dinge werden aktuell verhandelt:

Im Rahmen eines sogenannten "Reverse Factoring" werden weitere Warenlieferungen in einer Größenordnung von 0,3 bis 0,5 Millionen Euro angestrebt.

V. Gesamtaussage

Im derzeitigen Marktumfeld und unter Berücksichtigung von positiven Entwicklungen innerhalb des Unternehmens sind wir für die Zukunft vorsichtig optimistisch. Im laufenden Geschäftsjahr 2017 wird, wie in 2016, bei steigenden Margen mit einem Jahresergebnis etwas höher als im Vorjahr gerechnet.

Durch unsere Produktpalette sind wir auch zukünftig in der Lage, unsere Marktstellung zu festigen und auszubauen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Hamm, den 22. Mai 2017

ViaMin GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Konrad Falk

Bilanz zum 31. Dezember 2015 - verkürzte Fassung zur Offenlegung -

Aktivseite

Vorjahr
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.093,00   3.584,00
II. Sachanlagen 29.684,00   72.839,00
III. Finanzanlagen 1,00 34.778,00 1,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte   42.734,55 56.279,82
II. Forderungen und sonstige Vemögensgegenstände   8.079.162,05 6.952.241,99
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)      
davon gegen verbundene Unternehmen: € 1.249.091,85 (Vorjahr: € 393.213,51)      
davon gegen Beteiligungsunternehmen € 8.000,00 (Vorjahr: € 8.000,00)      
III. Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten   12.937,57 19.892,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten   40.545,51 57.583,83
    8.210.157,68 7.162.422,54

Passivseite

     
  Vorjahr
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00   25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.053.338,12   914.554,98
III. Jahresüberschuss 16.410,61 1.094.748,73 138.783,14
B. Rückstellungen   55.800,00 143.019,25
C. Verbindlichkeiten   7.059.608,95 5.941.065,17
davon gegenüber Kreditinstituten: € 103.107,24 (Vorjahr: € 63.377,59)      
davon gegenüber Beteiligungsunternehmen: € 1,00 (Vorjahr: € 8.001,00)      
davon aus Steuern: € 6.124,46 (Vorjahr: € 5.003,13)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 5.117,88 (Vorjahr: € 259,40)      
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 7.059.608,95 (Vorjahr: € 5.898.291,12)      
    8.210.157,68 7.162.422,54

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 - verkürzte Fassung zur Offenlegung -

2014
1. Rohergebnis   1.493.331,52 1.861.812,25
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -388.197,75   -391.366,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -81.802,98 -470.000,73 -80.145,44
davon für Altersversorgung: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)      
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -28.522,43 -28.303,95
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -901.646,57 -1.145.988,76
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 78.532,57   11,07
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -142.817,61 -64.285,04 -10.572,53
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   28.876,75 205.446,32
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag   -11.754,14 -65.714,18
9. Sonstige Steuern   -712,00 -949,00
10. Jahresüberschuss   16.410,61 138.783,14

Anhang für das Geschäftsjahr 2015 - verkürzte Fassung zur Offenlegung -

I. Vorbemerkung

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie bisher nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 III HGB auf. Die Gesellschaft ist daher prüfungspflichtig.

Die bisher üblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 410,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 II a EstG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Im Jahre 2009 gebildete Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter sind bis auf den Erinnerungswert 1,00 Euro abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten am Bilanzstichtag bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Eine Anwendung des strengen Niederstwertprinzips war nicht geboten.

Folgende Wertberichtigungen wurden auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen:

Pauschale Einzelwertberichtigung TEuro 963 (Vorjahr TEuro 580); Zuführung Aufwand TEuro 383.

Pauschalwertberichtigung TEuro 32,8 (Vorjahr TEuro 49,1); Zuführung Ertrag TEuro 16,3.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden grundsätzlich zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a II HGB bewertet (§ 284 II Nr. 2 HGB).

Zum Abschlussstichtag wurde auf diese Bewertung wegen Geringfügigkeit verzichtet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden unter Beachtung der steuerrechtlichen Vorschriften ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst HGB). Auf die Abzinsung der Rückstellung für Aufbewahrungspflicht wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden grundsätzlich zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a II HGB bewertet (§ 284 II Nr. 2 HGB). Zum Abschlussstichtag wurde auf diese Bewertung wegen Geringfügigkeit verzichtet.

Neben der Handelsbilanz wird keine gesonderte Steuerbilanz erstellt, da es keine abweichenden Bewertungen in den beiden Bereichen gibt.

Die Berechnung von latenten Steuern, welche auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB beruhen kann, entfällt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, ggf. zum niedrigeren Marktpreis. Der niedrigere Marktpreis fand keine Anwendung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen ergeben sich aus dem in der Anlage beigefügten Forderungenspiegel.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten befinden sich abgegrenzte Kosten, die das Geschäftsjahr 2016 betreffen und Kosten für Registrierungen im Ausland.

31.12.2015
in EUR
31.12.2014
in EUR
Laufende Geschäftskosten 6.906,00 5.993,08
Registrierungskosten Ausland 33.639,51 51.590,75
Summenzeile 40.545,51 57.583,83

Die Anschaffungskosten für Registrierungen werden auf eine Laufzeit von zwischen 36 und 60 Monaten verteilt und linear abgeschrieben.

Das strenge Niederstwertprinzip wird bei dem Abgrenzungsposten Registrierungen angewandt. Durch politische Instabilitäten wurden Teilwertabschreibungen vorgenommen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt Euro 25.000,00.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie deren Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

T€
Gebäudemieten 37,5 p.a.

Personal

Die ViaMin GmbH beschäftigt im Jahresdurchschnitt 11,00 Angestellte.

Organe

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Konrad Falk, Drensteinfurt. Beruf: Kaufmann.

Angaben zu Mutternehmen

Name: Lions Group Aktiengesellschaft.
Sitz: Schweiz, 6300 Zug, Bahnhofstraße 7.
Veröffentlichung: Die Lions Group AG veröffentlicht keinen Jahresabschluss.

Von der Schutzklausel gemäß § 285 S.1 Nr. 9 HGB i.V. mit § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von € 16.410,61 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamm, den 22. Mai 2017

gez. Konrad Falk, Geschäftsführer

Bilanz - Passiva Verbindlichkeitenspiegel zum: 31.12.2015
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von davon gegenüber Gesellschaftern gegebene Sicherheiten
bis 1 Jahr
1 - 5 Jahren
über 5 Jahren
§ 42 (3) GmbHG
€ Art
insgesamt 7.059.608,95 7.059.608,95 0,00 0,00 0,00 60.000,00 Bürgschaft GF
Vj. 5.941.065,17 5.898.291,12 42.774,05 0,00 0,00 60.000,00 KFZ-Briefe 2x

Anlagenspiegel 2015

Entwicklung der Anschaffungswerte
Anschaffungs- wert 1.1.2015
Zugänge 2015
Abgänge 2015
Anschaffungs- wert 31.12.2015
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.818,00 5.114,55 0,00 15.932,55
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.002,59 4.514,88 49.484,98 75.032,49
III. Finanzanlagen 1,00 0,00 0,00 1,00
  130.821,59 9.629,43 49.484,98 90.966,04
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 1.1.2015
Zugänge 2015
Abgänge 2015
Stand 31.12.2015
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.234,00 3.605,55 0,00 10.839,55
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.163,59 24.916,88 26.731,98 45.348,49
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
  54.397,59 28.522,43 26.731,98 56.188,04
Buchwerte
31.12.2015
31.12.2014
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.093,00 3.584,00
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.684,00 72.839,00
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
  34.778,00 76.424,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um eine verkürzte Fassung für mittelgroße Kapitalgesellschaften für Zwecke der Offenlegung (§ 327 HGB). Zu dem vollständigen Jahresabschluss hat der Abschlussprüfer den nachstehenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ViaMin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Krefeld, den 1. Juni 2017

RSM Verhülsdonk GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bongarth, Wirtschaftsprüfer

Teichgräber, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der ViaMin GmbH wurde durch den Gesellschafter am 01.06.2017 festgestellt.

Es wurde beschlossen, den Jahresüberschuss 2015 auf neue Rechnung vorzutragen.

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