Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
SPRINGER AKTIV AG
Lengeder Straße 52, 13407 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Hepper seit 30.10.2018 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Springer Sport GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
| 21.05% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SPRINGER AKTIV AGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023SPRINGER AKTIV AG, Lengeder Str. 52, 13407 BerlinGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Vision, Mission, Kernwerte und Markenversprechen 3. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Vermögenslage b) Finanz- und Ertragslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Bericht über Zweigniederlassungen VI. Beteiligungen I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens "Made in Berlin" ist die Springer Aktiv AG Europas ältester Hersteller von medizinischen/orthopädischen Schuheinlagen - seit 1902. Als Spezialist verfolgen wir eine OEM-Strategie (Ohne Eigenmarke) und vertreiben unsere Produkte im deutschen Gesundheitshandwerk bzw. über den orthopädischen Großhandel weltweit. Konsequent werden in der hauseigenen Akademie Kunden weltweit über die besten und aktuellen Techniken in den Themen Biomechanik und Sensomotorik ausgebildet. Dazu passend vertreibt Springer Fuß- und Körpervermessungssysteme und positioniert sich so als der Partner für Gesamtlösungen zur orthopädischen Fußtherapie. Ergänzt wird das Portfolio durch Kinderorthesen für die Bereiche "Fuß" und "Unterschenkel". 2. Vision, Mission, Kernwerte und Markenversprechen a) Vision SPRINGER - die Einlage als verbindendes Element zwischen Schuh und persönlichem Fußabdruck! Damit Menschen gesund laufen. b) Mission Als ältester Einlagenhersteller Europas bewahren wir die Nähe zum Orthopädiehandwerk und lassen uns gerne auf seine technischen Wünsche für die perfekte Fußversorgung ein. Wir machen unsere Kunden wirtschaftlich erfolgreich, indem wir die Individualisierung von orthopädischen Hilfsmitteln erleichtern. Damit das gelingt, produzieren wir als digitalisierte Manufaktur in Deutschland - bis hin zur Losgröße Eins. c) Kernwerte - Gesundheit - Familienunternehmen - Nähe zum Handwerk - Innovationskraft - Verlässlichkeit & Ehrlichkeit d) Markenversprechen Durch lösungsorientiertes Arbeiten im Team fertigen wir präzise und leistungsfähige Einlagenrohlinge nach Ihren Wünschen! Mittels digitaler Technologien erleichtern wir Ihnen die Anwendung unserer Fußprodukte nachhaltig! Wir beraten Sie zum wirtschaftlichen Erfolg und schulen Ihr Personal, da wir den gesamten Prozess der Einlagenanfertigung von der Analyse des Patienten bis zur Anpassung in den Schuh beherrschen! Wir beweisen Ihnen täglich unsere Verlässlichkeit, indem wir Liefertermintreue und Preiswahrhaftigkeit zu den obersten Zielen unseres Prozessmanagements machen! Als ältester Einlagenhersteller Europas lassen wir unser Qualitätsmanagementsystem bereits seit 1998 zertifizieren - heute MDR-konform nach DIN EN ISO 13485:2016! 3. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Verfahrensweise zur Herstellung medizinischer/orthopädischer Einlagen. Der Mix aus permanent verbesserten Fertigungstechnologien und der absoluten Konzentration auf Kundenwünsche führt zu individuellen Produktlösungen für Fußprobleme in Beruf, Freizeit oder Sport jeder Altersklasse. Schwerpunkte des abgelaufenen Geschäftsjahres waren: 1. Entwicklung eines digitalen 3D-Druck-Werkzeuges für diabetische Fußversorgungen 2. Weiterentwicklung des Filament-3D-Druckers für ein SaaS-Geschäftsmodell / Auslieferung an weitere Kunden nach Pilotphase 3. Fertigstellung der EasyCam customized Fräsmodelle für den B2B-Webshop 4. Entwicklung weiterer Einlagenrohlinge wie z.B. in der Carbon Line 5. Entwicklung eines Prototyps im Bereich Wundtherapieschuhsystem Unsere Entwicklungskostenquote betrug 4,71 % und die Innovationsquote 25,0 % vom Umsatz. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Gemäß der in diesem Jahr neu aufgesetzten und repräsentativen Umfrage des Institutes für Demoskopie Allensbach unter Einlagenträgern in Deutschland bleibt der Arzt mit seinem Rezept der entscheidende Multiplikator für das Produkt. Hier geben 77 % der Befragten an, zuvor ausführlich über ihren Arzt informiert worden zu sein. Unterscheidet man zwischen den Anwendern mit und ohne Aufklärungsgespräch, so sagen 88 % der Patienten, denen der Arzt die Anwendung und den Nutzen der medizinischen Einlagen erläutert hat, dass ihnen diese viel oder sehr viel helfen. Von den uninformierten Anwendern sagen dies nur 78 %. Die Produktgruppe 08 "Einlagen" des Hilfsmittelverzeichnisses umfasst orthopädische Einlagen zur Stützung, Bettung oder Korrektur von Fußdeformitäten, speziell zur Entlastung oder Lastumverteilung der Fußweichteile. 556,4 Millionen Euro gaben die gesetzlichen Krankenversicherungen auf der Grundlage der Produktgruppe 08 "Einlagen" des Hilfsmittelverzeichnisses laut Barmer-Hilfsmittelreport 2023 für die Versorgung von 4,633 Millionen gesetzlich Versicherter mit Einlagen aus. Dazu kommen jährlich ca. 1 Million Versorgungen im PKV-System und mit Privatzahlern. Das Marktvolumen beträgt 5,6 Mio. Paar im Jahr. Der durchschnittliche Rezeptwert liegt bei 120 Euro (2021: 117 Euro) pro Paar. Die GKV-Umsätze haben sich für Sanitätshäuser besser entwickelt als für Schuhtechniker - laut Datenerhebung der über den Marktführer Opta Data abgerechneten Verordnungen:
2. Geschäftsverlauf und Lage Wir blicken auf ein positives Geschäftsjahr zurück. Lieferverzögerungen sind weiter ein Thema. Das betriebliche Rohergebnis liegt mit 8.828 T€ um 57 T€ aufgrund geringerer sonstiger betrieblicher Erträge leicht unter dem Rohergebnis des Vorjahres, jedoch deutlich über dem geplanten Wert. Die Personalaufwandsquote ist mit 34,4 % um 0,3 % gestiegen. Das Betriebsergebnis / der Jahresüberschuss in Höhe von 1.376,0 T€ (Vorjahr: 606,7 T€) fällt im Vorjahresvergleich deutlich besser aus, da weniger einmalige bzw. außerordentliche Aufwendungen auftraten. Damit wurde das Planergebnis deutlich übertroffen. a) Vermögenslage Die vorliegende Bilanz 2023 der Springer Aktiv AG zeigt in jeder Hinsicht geordnete Vermögensverhältnisse auf sicherer finanzieller Grundlage. Die Bilanzsumme beträgt 9.747 T€ und liegt damit um 315 T€ über dem Vorjahreswert. Die Pensionszusage ist durch adäquate Finanzanlagen gedeckt. Die Vorräte sind auf Höhe des Vorjahreswertes und basieren weiterhin auf einer gesicherten Materialverfügbarkeit priorisierten Einkaufspolitik. Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital beläuft sich auf 7.021 T€ (Vj. 6.255 T€). Die ausgezeichnete Eigenkapitalausstattung mit einer Quote von 72,0 % (Vj. 66,4 %) finanziert das gesamte Anlagevermögen sowie wesentliche Teile des Umlaufvermögens. Das Eigenkapital entwickelte sich im Berichtszeitraum wie folgt:
Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Berichtszeitraum wie folgt:
b) Finanz- und Ertragslage Das Betriebsergebnis/Jahresüberschuss verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 769 T€ auf 1.376 T€. Maßgeblich für die Gewinnsteigerung sind aufgrund des stabilen Rohergebnisses insbesondere die im Vorjahr angefallenen Einmaleffekte für Dach- und Bürosanierung sowie signifikant geringere Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vergleich zum Vorjahr. Die Finanzierung der Gesellschaft ist über eine starke Eigenkapitalausstattung sowie langfristige Darlehen und Kreditlinien gesichert. Die Darlehen wurden planmäßig getilgt. Aufgrund der vereinbarten Zahlungsbedingungen mit den Kunden werden die Kreditlinien nicht in Anspruch genommen. Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf § Umsatzentwicklung § Betriebsergebnis § Branchenentwicklung. Als Kennzahlen für die interne Unternehmungssteuerung ziehen wir Umsatz pro Mitarbeiter, die Umsatzrendite, die Produktivität und den Cashflow heran. Der Umsatz pro Mitarbeiter ist auf 182 T€ (Vorjahr: 175 T€) gestiegen. Die Umsatzrendite liegt bei 12,2 %. Im Vorjahr betrug dieser Wert 5,7 %. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein. Das Rohergebnis lag im Vorjahr auf Rekordniveau und konnte im Berichtsjahr nahezu stabil gehalten werden. In diesem Jahr konnten wir das Jahresergebnis steigern, da einmalige/außerordentlichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr in geringerem Umfang anfielen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr weiterhin bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die Liquiditätslage ist sehr gut. III. Prognosebericht Das Produktsegment Einlage bleibt für die Orthopädiebetriebe eine stabile Einnahmequelle, wenngleich mehr denn je auf die Einkaufspreise seitens der Kunden geschaut wird, um steigende Kosten und dadurch geringere Margen bestmöglich zu kompensieren. Die Entscheider werden alles tun, um dieses Geschäft zu fördern. Eine stabile Marktlage ist auch in diesem Jahr zu erwarten. Allerdings verändert die Technologie des 3D-Drucks den Markt und neue Marktplayer kommen regelmäßig hinzu. Das wird den Markt sukzessive und nachhaltig verändern. Durch unsere Vertriebsmaßnahmen, mehr Manpower und Services auch in diesem Bereich, erwarten wir weitere Umsatzsteigerungen. Trotz steigender Kosten in vielen Bereichen planen wir mit keiner Preiserhöhung. Dies ist ein wichtiger Indikator, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Vielmehr sollen durch Optimierungsmaßnahmen in der Produktion als auch ein optimiertes Kostenbewusstsein Ressourcen ausgebaut bzw. geschont werden. Unser Unternehmen befindet sich weiterhin im Digitalisierungsfokus. Endziel ist die digitale Manufaktur. Die nächste Ausbaustufe ist die Verknüpfung mit unserem Team Verwaltung. Hier müssen weitere Schulungen bis zum Ende des Jahres stattfinden, um dann in die sicherere Praxis übergehen zu können. In dieser Umsetzung ist dann auch der Arbeitsbereich Versand involviert. Die vorbereitende Implementierung dieser beiden Bereiche soll zum Ende des Jahres folgen. Der gesamte Auftragsprozess erfolgt dann fast papierlos. Mehr und schnellere Informationen für Steuerung und Status sollen für verbesserte Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sorgen. Zukünftig sind alle Schnittstellen für den beleglosen Datenaustausch vorhanden. Insgesamt binden wir dafür in diesem Jahr viele Ressourcen, um nachhaltig neue Potentiale an Effizienz, Transparenz und Kundenerlebnissen zu erschließen. Im Jahr 2024 wird am Hauptstandort die Photovoltaikanlage angeschlossen, womit ein Teil des Strombedarfs selbst erzeugt werden kann. Auf der Basis der vorgenannten Ereignisse/Planungen gehen wir für das Jahr 2024 von einer steigenden Umsatzentwicklung mit einem höheren Betriebsergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 aus. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann durch strategische Investments in Firmenkäufe oder neue Technologien und/oder Produktkonzepte beeinflusst werden. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Alle Hilfsmittel, so auch die orthopädische Einlage, werden in Deutschland im Rahmen des Sachleistungsprinzips von den Krankenkassen bezahlt. Voraussetzung dafür ist die Verordnung durch den Arzt. Zwar steigt der Anteil der privaten Zuzahlungen stetig, aber im Wesentlichen ist unsere Branche abhängig von der Finanzlage der gesetzlichen wie privaten Krankenversicherung und vom Multiplikator Arzt. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat nach vorläufigen Finanzergebnissen im Jahr 2023 ein Defizit von rund 1,9 Milliarden Euro verbucht. Dies hänge maßgeblich damit zusammen, dass insgesamt 2,5 Milliarden Euro aus den Finanzreserven der Krankenkassen an den Gesundheitsfonds abgeführt worden seien, teilte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mit. Der GKV-Spitzenverband warnte vor weiter steigenden Kosten für die Gesundheitsversorgung. Die Leistungsausgaben der GKV steigen weiterhin kontinuierlich an. Laut der aktuellen Prognose des GKV-Schätzerkreises belaufen sich die Einnahmen des Gesundheitsfonds für das Jahr 2024 auf rund 280,4 Milliarden Euro. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland schätzt das Expertengremium für dasselbe Jahr auf rund 313,7 Milliarden Euro. Die Liquiditätsreserve des Fonds betrug im Jahr 2021 rund 7,9 Milliarden Euro. Durch weiter zunehmende Kontrollen, Kostenversagungen sowie erhöhte Präqualifizierungsstandards steigt der Aufwand. Hinzukommt, dass in einzelnen Hilfsmittel-Produktsegmenten teilweise tagesaktuelle Preise vorliegen auf deren Grundlage wirtschaftlich stabil gearbeitet werden muss. Dies führt vereinzelt zu unvorhersagbaren Preis- und Kostenentwicklungen unserer Kunden. Es gibt vielseitige Bestrebungen die Bürokratie zu senken, es bleibt jedoch abzuwarten, ob dies so gelingen kann. Dies ist eine Steilvorlage, um unsere Kunden mittels neuer Bürokratie dazu zu drängen, vermehrt billige Kassenprodukte ohne Aufzahlung abzugeben. Auch die zunehmenden Energiekosten erzeugen gerade bei den größeren Filialisten zusätzlichen Kostendruck, der die Ertragslage verschlechtert. Offen ist, wie sich die Neuverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband rund um die Festbeträge (Erstattungspreise auch für Einlagen) ergeben werden, da hier auf Handwerksebene mit dem SpiOST ein neuer Verhandlungspartner sitzt. Entsprechende Verhandlungen werden in 2024 stattfinden, deren Ausgang sich in den weiteren Markt- und Rahmenbedingungen widerspiegeln wird. In Summe der Signale dürfte der wirtschaftliche Druck auf die Orthopädiebetriebe und folglich auch auf Lieferanten wie Springer zunehmen. Ertragsorientierte Risiken: Weitere Kostensteigerungen für unsere Materialien sind Thema und befinden sich teilweise auf einem kritischen Preisniveau. Mit kontinuierlichen Preiserhöhungen ist allerdings weiter zu rechnen. Ebenso zu erwähnen ist der Mangel an Blue Collar Personal. Gekoppelt mit dem sprunghaften Anstieg des gesetzlichen Mindestlohns auf 12,41 €/Std. und der allgemeinen Inflation muss von deutlichen Personalkostensteigerungen insbesondere in der Produktion ausgegangen werden. Insofern der Mindestlohn weiter wie bereits angekündigt ansteigen sollte, wird sich diese Situation kritisch verschärfen. Dieses Phänomen erstreckt sich auch über die Produktion hinaus und hat gesamtunternehmerischen Einfluss auf die insgesamt steigenden Personalkosten. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses Ende März 2024 waren der Fortgang des Ukraine-Krieges und seine Folgen nicht absehbar. Obwohl Springer keinen Geschäftstätigkeiten in Russland und der Ukraine nachgeht, könnte eine weitere Eskalation des Krieges und eine weitere Verteuerung von Energie- und Rohstoffpreisen Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Unser Unternehmen plant trotz projekt- und personalbedingter Kostensteigerungen sowie verstärkten Ausgaben im Vertrieb und Marketing mit einem Gewinn über dem des Jahres 2023. Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens steht die Existenz trotz der wirtschaftlichen Verwerfungen im Nachgang der Pandemie und des Ukraine-Krieges nicht in Frage. Allerdings rechnen wir sukzessive mit einer Verschlechterung der Gesamtkonjunktur für unseren Kernmarkt Deutschland, der sich in Richtung Rezession entwickeln kann. Liquiditätsengpässe sind aktuell aber nicht feststellbar. Veränderungen von Wertpapierkursen aufgrund einer Börsenkrise infolge des Ukraine-Krieges könnten das Finanzvermögen von Springer beeinflussen. Erkennbare Währungsrisiken gibt es nicht. 2. Chancenbericht Der demografische Wandel in den hochentwickelten Ländern bleibt der größte Treiber für Wachstum im Hilfsmittelmarkt. Der GKV-Spitzenverband hat die Regeln zur Herstellung von "Diabetes Fußbettungen" an den technischen Fortschritt angepasst, so dass wir nun dem Markt einen neuen Fräs- und Druckservice anbieten können. Dies ist allerdings Stand jetzt nur in einzelnen Bundesländern gegeben. In dieses für uns in der Intensität noch neue Anwendungsfeld wollen wir sukzessive investieren. Die branchenbezogenen Rahmendaten bleiben attraktiv. Springer wird seine Vertriebs- und Netzwerkaktivitäten im Bereich der Orthopädietechnik intensivieren und über seine strategische Vorgehensweise im Umgang mit z.B. Verbänden verstärkt auf sich aufmerksam machen. Es bleibt ein Erfolgsfaktor, dass Springer seinen Kunden alle Aspekte der Wertschöpfungskette Einlage anbietet - Technologie zur Fußvermessung, Customizing- und Prozess-Software, Rohlinge auf Kundenwunsch sowie Marketinghilfen und Weiterbildungsangebote. Unser Lizenz- und Marketingkonzept "Sensomotorikzentrum" bringt dem Orthopädiehandwerk mehr Profilierung. Dies soll mittels weiterer Fußversorgungskonzepte, insbesondere im Bereich Diabetes und Schlaganfall erweitert werden. Umsatzrelevante Themen werden vertrieblich neu gedacht, in dem Marketingmaßnahmen und Vertriebsoffensiven zusammenkommen. Hier bedienen wir uns moderner, zeitgemäßer Marketing-Medien, die dem Vertrieb im Umgang mit Kunden und Nicht-Kunden helfen sollen. Wir konzentrieren unsere Entwicklungstätigkeit mehr und mehr auf digitale Services und Onlinesortimente. Der Spielraum beinhaltet sowohl Customized Produkte der Frästechnologie und des 3D-Drucks als auch Serienprodukte für die first-level Einlagenversorgung per Rezept durch das Orthopädiehandwerk. Unser Webshop bleibt also Dreh- und Angelpunkt und wird um weitere Funktionen und Produktsegmente ausgebaut. Springer verstärkt seinen Markt- und Messeauftritt, indem durch digitale Marketing- und Sales Aktivitäten die Wahrnehmung beim Kunden erhöht werden soll. Im Bereich der Kinderorthetik werden die digitalen Einstiegsbarrieren reduziert, um unkompliziert Fußdaten zu erheben, zu bearbeiten und in smarten Produkten einfach weiterverarbeiten zu können. Die Notwendigkeit Services rund um das Thema "verlängerte Werkbank" zu schaffen, wird an Bedeutung aufgrund von Know-how Verlust in den Betrieben und Personalmangel generell zunehmen. Im Bereich Personal findet ein neuer Recruiting-Prozess statt, der bereits zu neuen vielversprechenden Kollegen und Kolleginnen führte. Auch mit ihrer Unterstützung werden wir national und international mehr auf uns aufmerksam machen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir vor allem aufgrund der wirtschaftlichen Belastungen durch die allgemeine Verteuerung in vielen Unternehmensbereichen, der Personalknappheit sowie der angespannten Finanzlage der Krankenkassenlandschaft. Unter Berücksichtigung der beschriebenen Chancen und Risiken gehen wir von einem deutlich verbesserten operativen Ergebnis für das Jahr 2024 im Vergleich zum Jahr 2023 aus. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der Risiken gut gewappnet. Risiken, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. VI. Beteiligungen zum Stichtag 31.12.23 - zu 100 % an Die Fußexperten GmbH - zu 100 % an der SPRINGER SPORT GmbH i.L. - zu 12,5 % an der GeBioM GmbH - zu 20 % an der 3O - Ortho Online Offline GmbH
Berlin, 30. Juni 2024 Frank Hepper, Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. 1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen, Anhaltspunkte für voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen lagen nicht vor. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert - sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Zeitwert im Fall einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert bewertet. Die liquiden Mittel des Umlaufvermögens sind zum Nominalwert angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Pensionsrückstellungen betragen 408.764,12 EUR. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schuld beträgt 1.298.247,00 EUR (Vorjahr: 1.362.328,00 EUR) Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Soweit Gewinn- und Verlust-Posten auf Valuta-Forderungen oder -Verbindlichkeiten beruhen, erfolgte ihre Bewertung grundsätzlich zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs. 2.2 Einbeziehung von Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten Die Herstellungskosten beinhalten auch Zinsen für Fremdkapital, soweit dieses der Finanzierung des Herstellungsvorgangs dient. Der einbezogene Zinsaufwand betrifft nur die Dauer der Herstellung. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte keine Aktivierung. 3. Angaben zur Bilanz 3.1 Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: 10.137,57 EUR 3.2 Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 52.877,54 EUR (Vorjahr: 76.577,54 EUR). 3.3 Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Zur Verbesserung der Aussagekraft des Jahresabschlusses wurde wie in den Vorjahren das Gliederungsschema der Bilanz unter Berücksichtigung der Beibehaltungs- bzw. Fortführungswahlrechte um die Position "Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen" ergänzt, der Investitonszulagen zum Anlagevermögen beinhaltet. Im Berichtsjahr erfolgte eine Auflösung in Höhe von 11.757,00 EUR (Vorjahr: 11.757,00 EUR), die unter der Position "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen wird. 3.4 Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Veräußerung eigener Aktien Das Grundkapital von 152.500,00 EUR ist eingeteilt in:
Die Vorzugsaktie steht Herrn Hans-Joachim Hepper zu. Sie gewährt einen Vorzug am Liquidationserlös der Gesellschaft. Ein Beschluss über die Liquidation und über die Fortsetzung der aufgelösten Gesellschaft bedarf der Zustimmung des Vorzugsaktionärs. Es handelt sich um Namensaktien. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Die Zustimmung erteilt der Vorstand. Verweigert der Vorstand die Übertragung, so geschieht dies ohne Angabe von Gründen. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seines Anteils ist ausgeschlossen. 3.5 Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 5.467.441,91 EUR einbezogen. 3.6 Pensionsrückstellungen Die Bewertung beruht auf folgenden Rechnungsgrundlagen: Der modifizierte Teilwert wurde in Anlehnung an die Berechnungsmethode des § 6 a EStG ermittelt bei Anwendung der biometrischen Grundlagen aus den "Richttafeln 2018 G" von Prof. K. Heubeck unter Verwendung des Gesamtbestandes und folgender Parameter: Zinssatz: 1,82 %, Rententrend: 1,50 %, Fluktuation: 0,00 %. Die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände zur Saldierung mit der Pensionsrückstellung zum langfristigen Verbleib nach § 246 Abs. 2 HGB betragen 854.007,45 EUR (Vorjahr: 840.859,74 EUR). Die Bewertung zum Zeitwert in Höhe von 889.482,88 EUR (Vorjahr: 810.558,76 EUR) erfolgte mit dem Börsenkurs bei Wertpapieren bzw. dem Nennbetrag bei liquiden Mitteln. Zinsen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen werden in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 23.588,00 EUR) unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Der Ausweis der Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 82.355,03 EUR (Vorjahr: 8.538,46 EUR) erfolgt unter der Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" (Vorjahr: "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens"). Im Vorjahr erfolgte der Ausweis der Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 129.737,67 EUR unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen". Zwecks Erhaltung der Aussagekraft der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte keine Saldierung, da dies zu einem zutreffenderen Bild der Finanz- und Ertragslage führt. Die Erträge bzw. Aufwendungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB stellen sich wie folgt dar:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 9.913,00 EUR (Vorjahr: 47.045,00 EUR). 3.7 Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte
Art und Form der Sicherheit Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Absicherung eines Betrages in Höhe von Euro 217.827,94 über - Grundschulden - Abtretung von Ansprüchen aus Risiko-Lebensversicherungen - Verpfändung von Wertpapieren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Absicherung eines Betrages in Höhe von Euro 9.676,72 über - Abtretung von Ansprüchen aus Risiko-Lebensversicherung Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Absicherung eines Betrages in Höhe von Euro 425.438,69 über - Grundschuld 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um: Aufwand aus der Verlustübernahme in Höhe von 131.613,31 EUR (Vorjahr: 148.494,79 EUR) Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 31.08.2021 mit der Die Fußexperten GmbH mit Sitz in Berlin (AG Charlottenburg HRB 199128) als beherrschende Gesellschaft, dem die Gesellschafterversammlung durch Beschluss vom selben Tag zugestimmt hat. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 22.09.2021. Nach Verbrauch der in 2022 gebildeten Rückstellung für die Verlustübernahme 2023 verblieb noch ein restlicher Verlust für 2023 in Höhe von 21.613,31 EUR sowie die Erhöhung zu den aktuell bewerteten Verlustübernahmen für Folgejahre in Höhe von 110.000,00 EUR, die zusammen aufwandswirksam ausgewiesen werden. 4.2 Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:
5. Sonstige Angaben 5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
5.2 Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
5.3 Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Es erfolgen keine Angaben über die Gesamtbezüge gemäß § 258 Nr. 9a und 9b HGB. Es wird Gebrauch gemacht von der Ausnahmeregelung gem. § 286 IV HGB. 5.4 Gewährte Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Es erfolgen keine Angaben über die Gesamtbezüge gemäß § 258 Nr. 9a und 9b HGB. Es wird Gebrauch gemacht von der Ausnahmeregelung gem. § 286 IV HGB. 5.5 Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Zu den zu Gunsten einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates vergebenen Krediten wird ausgeführt:
Zu den zu Gunsten einzelner Vorstandsmitglieder vergebenen Krediten wird berichtet:
5.6 Angabe über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
5.7 Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 04. April 2024 dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt auf den vorraussichtlichen Bilanzgewinn einen Abschlag in Höhe von Euro 457.500,00 zu zahlen. Dies entspricht einer Abschlagsdividende von Euro 3,00 je Aktie. Die Zahlung erfolgte am 05. April 2024. Außerdem schlagen der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Hauptversammlung vor, den danach noch zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn in Höhe von Euro 6.385.981,38 wie folgt zu verwenden: Es werden weitere Euro 541.375,00 ausgeschüttet. Dies entspricht einer Ausschüttung einer Gesamtdividende von insgesamt Euro 6,55 je Aktie für das Geschäftsjahr 2023. Euro 5.844.606,38 werden auf das Geschäftsjahr 2024 vorgetragen. 6. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, den 30. Juni 2024 Frank Hepper Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Bericht des AufsichtsratsÜberwachung und Beratung der GeschäftsführungIm Berichtsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und regelmäßig beraten. Sitzungen des AufsichtsratsIm Jahr 2023 fanden insgesamt sieben Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Diese wurden am 17. Januar, 27. Januar, 24. März, 17. April, 25. August (zwei Sitzungen an diesem Tag) und am 17. November abgehalten. HauptversammlungDie ordentliche Hauptversammlung wurde am 25. August 2023 durchgeführt. An diesem Tag fanden zwei Aufsichtsratssitzungen statt, eine vor und eine nach der Hauptversammlung. Bericht des VorstandsIn allen Sitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat umfassend über die aktuelle Lage des Unternehmens, relevante Veränderungen, wichtige Geschäftsvorfälle und andere Besonderheiten wie Gesetzesänderungen und deren Auswirkungen. Regelmäßig nahm der Vorstand eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung gemäß des im Jahr 2020 erstellten und regelmäßig aktualisierten Pandemieplans vor und passte gegebenenfalls das betriebliche Hygienekonzept an. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat auch über seine Einschätzung der Chancen und Risiken für den weiteren Jahresverlauf. InformationsflussDer Vorstand hat den Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend über alle relevanten Themen der Geschäftsentwicklung informiert. Dies umfasste auch die Lage und Strategie des Unternehmens. Ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand fand ebenfalls statt. Der Aufsichtsratsvorsitzende informierte die anderen Aufsichtsratsmitglieder über alle wesentlichen Punkte. Dadurch war der Aufsichtsrat stets über die laufende und geplante Geschäftspolitik sowie den Gang der Geschäfte und die Unternehmensplanung informiert. Dank an Mitarbeiter und VorstandDer Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeitern des Unternehmens und dem Vorstand für die erbrachten Leistungen im Jahr 2023. Hans-Joachim Hepper Vorsitzender des Aufsichtsrates
Berlin, 20. Juli 2024 sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteit: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SPRINGER AKTIV AG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SPRINGER AKTIV AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPRINGER AKTIV AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Krefeld, den 01. Juli 2024 AKP
Fassin Hamacher Herrnkind Partnerschaft mbB
Fassin, Wirtschaftsprüfer" |
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