Kyros B AG
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dennis Kleverbeck seit 13.7.2023 | Geschäftsführer |
Daniel Rui Correia de Anciaes Felicio seit 12.9.2018 | Geschäftsführer |
Christian Dr. Greissinger seit 14.1.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Siemens Aktiengesellschaft Berlin und München | 75.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Siemens Advanta Solutions GmbH (vormals: Omnetric GmbH)MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Siemens Advanta Solutions GmbH (vormals: Omnetric GmbH) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Siemens Advanta Solutions GmbH (vormals: Omnetric GmbH), München - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siemens Advanta Solutions GmbH (vormals: Omnetric GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 20. Dezember 2022 Ernst
& Young GmbH
Bostedt, Wirtschaftsprüfer Helgert, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 30. September 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2021/2022I. Allgemeine Angaben Unternehmensinformation Die Siemens Advanta Solutions GmbH (vormals: Omnetric GmbH), kurz: "Advanta Solutions" ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, Deutschland (im Folgenden: Siemens) mit Firmensitz in München und Tochtergesellschaften in den USA und Österreich. Die Advanta Solutions wurde unter dem Namen Omnetric GmbH am 15. Oktober 2013 gegründet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 209510 eingetragen. Gemäß des Gesellschafterbeschluss vom 3. August 2021, erfolgte die Umbenennung der Omnetric GmbH in die Siemens Advanta Solutions GmbH (im folgenden Advanta Solutions) mit dem unveränderten Sitz in München. Der Handelsregistereintrag erfolgte am 6. Oktober 2021. Grundlagen der Berichterstattung Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches ("HGB") und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes ("GmbHG") aufgestellt. Für die Gesellschaft, als mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB, besteht die Verpflichtung gemäß §§ 264 ff. HGB zur Aufstellung eines Jahresabschlusses und Lageberichts. Der Jahresabschluss wurde unter der Going Concern Prämisse nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke die wahlweise im Anhang oder in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen sind, in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Gesellschaft macht von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB insoweit gebraucht, dass sie auf die Angaben nach § 285 Nr. 4 und Nr. 32 HGB verzichtet. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Berichtsjahr wurden die im Vorjahr angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Jahresabschluss beibehalten. Sachanlagen Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: 3 - 10 Jahre. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von € 251 bis € 800 wird entsprechend der steuerlichen Vorschriften ein Pool gebildet, der im Zugangsjahr abgeschrieben wird. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft eingestuft wird. Dies ist der Fall, wenn objektive Hinweise, insbesondere Ereignisse oder veränderte Umstände, auf eine signifikante oder länger anhaltende Wertminderung hindeuten. Vorräte Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und des Prinzips der verlustfreien Bewertung. Die Herstellungskosten beinhalten neben Materialkosten und direkten Lohnkosten anteilige Gemeinkosten. In den Herstellungskosten sind auch anteilige allgemeine Verwaltungskosten aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken werden erforderliche Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch angemessene pauschalierte Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für zukünftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Barwert der anteilig erworbenen planmäßigen Anwartschaft (sog. PUC-Methode) gebildet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden, die im aktuellen Geschäftsjahr speziell für Siemens entwickelten, unternehmenseigenen Sterbetafeln verwendet (Siemens Bio 2017/2022). Die verwendeten Sterbetafeln basieren auf Daten der deutschen Siemens-Population sowie auf Daten des deutschen Statistischen Bundesamts unter Verwendung eines Formelwerks, das den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik entspricht. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags in Höhe von insgesamt 1.574.214 € zum 30. September 2022 (Vj. 1.342.756 €) basierte unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 1,77 % (Vj. 1,98 %) und einem Rententrend von 2,00 % p.a (Vj. 1,5%). Es wird auch ein unternehmensspezifischer kurzfristiger Sterblichkeitstrend berücksichtigt. Außerdem wird die Abhängigkeit der Lebenserwartung von der Höhe der Altersversorgung durch sozioökonomischen Faktor abgebildet. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt 59.745 € (Vj. 81.644 €) und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die handelsbilanziellen Rückstellungen der sonstigen Verpflichtungen (Sterbegeld sowie Jubiläumsleistungen) wurden mit dem 7-jährigen Durchschnittszins ermittelt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen bilanziert. Es gibt keine Pfandrechte, ähnliche Rechte oder andere Sicherheiten durch die die Verbindlichkeiten gesichert sind. Grundsätze für die Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der Siemens Advanta Solutions GmbH (vormals: Omnetric GmbH) nahezu ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt; zurückgestellt wird nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
In Summe liegen die Wertansätze der Anteile an verbundenen Unternehmen der Advanta Solutions zum Bilanzstichtag bei € 4.185.001 (Vj.: € 4.185.001). Im Vorjahr wurde ein nicht rückforderbarer Gesellschafterzuschuss in Höhe von € 1.100.000 zur Einstellung in die nicht gebundene Kapitalrücklage bei der Siemens Advanta Solutions GmbH, Wien, beschlossen. Vorräte Im Berichtsjahr wurden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von € 896.297 (Vj.: € 258.791) nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von dem Posten unfertige Leistungen € 2.545.488 (Vj.: € 1.643.501) in der Bilanz abgesetzt. Die Bestandsveränderung ist im Wesentlichen bedingt durch einige Großprojekte im Geschäftsjahr 2022, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen waren. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Der Kreis der verbundenen Unternehmen umfasst im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB die Siemens AG und sämtliche Tochterunternehmen dieser Gesellschaft. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf € 7.727.865 (Vj.: € 8.831.534) und beinhalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern aus dem positiven Cash Pooling Bestand mit der Siemens AG in Höhe von € 7.720.456 (Vj.: € 8.831.534) sowie Forderungen gegenüber Gesellschaftern aus umsatzsteuerlicher Organschaft in Höhe von € 7.409 (Vj.: € 9.779). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt € 1.000.000. Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert und beträgt € 33.630.000. Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB wird durch Kapitalrücklage nach § 272 Abs 2 Nr. 4 HGB entsperrt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betrugen insgesamt € 1.574.214 (Vj. € 1.417.942), davon entfielen € 0 (Vj. € 10.601) auf Rückstellungen für drohende Verluste sowie € 1.345.913 (Vj. € 1.226.146) auf Personalaufwendungen. In den Personalaufwendungen waren enthalten € 855.296 (Vj. € 827.407) für variable Einkommensbestandteile und € 298.921 (Vj. € 129.878) für Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von verbundenen Unternehmen für Aktienprogramme (der Siemens AG). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Der Kreis der verbundenen Unternehmen umfasst im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB Siemens AG und sämtliche Tochterunternehmen dieser Gesellschaft. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf € 1,00 (Vj.: €1,00) und betrafen im Vorjahr im Wesentlichen die umsatzsteuerliche Organschaft. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus noch abzuführender ausländischer Umsatzsteuer in Höhe von € 37.389 (Vj.: € 270.580). Die ausländische Umsatzsteuer des Vorjahres wurde in voller Höhe beglichen. Des Weiteren beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten noch in Höhe von € 71.924 (Vj.: € 63.643) Verbindlichkeiten für einbehaltene Lohnsteuer. Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten (aktive und passive) Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt € 96.826 (Vj.: € 84.760) und beinhaltet im Wesentlichen geleistete Zahlungen im Zusammenhang mit der Wartung für mehrere Aufträge mit Jahresrechnungen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt € 239.713 (Vj.: € 0) und beinhaltet den abgegrenzten Umsatz für noch nicht erbrachte Leistungen eines Kundenauftrags. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von € 197.399 (Vj.: € 428.507) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Währungsgewinnen € 182.059 (Vj.: € 326.824). Im Vergleich zum Vorjahr waren die Währungsgewinne rückläufig, da der Umsatz, mit Ausnahme von Projektgeschäft in Grossbritannien, in EURO getätigt wurden. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Außerbilanzielle Geschäfte Miet- und Leasingverträge Diese beinhalten KFZ-Leasing und Büromieten. Die Mietverträge und das Leasing werden grundsätzlich zur Sicherung der Liquidität herangezogen, ein Erwerb der Gebäude bzw. der Leasinggegenstände würde einen erhöhten Bedarf an liquiden Mitteln zum Zeitpunkt der Anschaffung bedeuten. Durch die Zahlung der Miet- und Leasingraten in gleichbleibenden monatlichen Raten können die liquiden Mittel entsprechend geschont werden. Ein Risiko würde grundsätzlich nur dann entstehen, wenn die Verwendungsmöglichkeit des Miet-/Leasinggegenstandes kurzfristig wegfallen würde. Zu den finanziellen Auswirkungen wird auf die sonstigen finanziellen Verpflichtungen verwiesen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 86 (Vj. TEUR 112) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Davon bestehen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 44 (Vj. TEUR 109). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden in 2023. Gewährter Bond im Rahmen einer Angebotsabgabe Ein Angebot erforderte eine Absicherung durch einen Bond in Höhe von TEUR 123. Der Bond ist nicht mehr gültig, da er zeitlich begrenzt war bis zum 31. Mai 2022 (28 Tage nach Ablauf der Angebotsgültigkeit) und ebenfalls mit Auftragsgewinn ungültig wurde. Der Bond wurde nicht von dem Kunden in Anspruch genommen, da hierfür weder eine rechtliche noch faktische Veranlassung bestand. Am 5. Dezember 2022 wurde die Advanta Solutions darüber informiert, dass der Kunde den Bond zurückgegeben hat und dieser aus den Büchern der Bank gestrichen wurde. Gewährter Bond im Rahmen der Projektabwicklung Ein Projekt erfordert eine Absicherung durch einen Vertragserfüllungsbond in Höhe von 587 TEUR. Der Bond ist zeitlich begrenzt und läuft am 31. Dezember 2025 ab. Der Kunde hat die einmalige Möglichkeit einer Verlängerung um 6 Monate, sodass das die Gültigkeit auf den 30. Juni 2026 angepasst werden könnte. Der Bond wurde nicht vom Kunden in Anspruch genommen, da hierfür weder eine rechtliche noch faktische Veranlassung besteht. Weitere Bürgschaften oder Gewährleistungsverträge liegen nicht vor. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer weltweiten Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkursänderungen ausgesetzt, die im Rahmen eines bewährten Risikomanagementsystems unter Berücksichtigung vorgegebener Risikolimite gesteuert werden. Die Siemens AG als Gesellschafter der Siemens Advanta Solutions GmbH (vormals: Omnetric GmbH) übernimmt die zentrale Aufgabe des Managements von Finanzmarktrisiken. Zur Absicherung der Wechselkursänderungen für britische Pfund setzt die Siemens Advanta Solutions GmbH (vormals: Omnetric GmbH) im Wesentlichen Devisentermingeschäfte in Form von Forwards ein. Das nach Aufrechnung gegenläufiger Cashflows in der gleichen Währung verbleibende Fremdwährungsrisiko sichert die Treasury der Siemens AG für die Siemens Advanta Solutions GmbH (vormals: Omnetric GmbH) mit externen Vertragspartnern ab. Die Devisentermingeschäfte umfassen ein Nominalvolumen von insgesamt € 4.805.954 und weisen zum 30. September 2022 positive Marktwerte von € 146.353 und negative Marktwerte von € -16.907 auf.
Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) - jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen). Die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten beziehungsweise die Ermittlung der Marktwerte erfolgt in Abhängigkeit von der Instrumentenart. Die Sicherungsbeziehungen der Siemens Advanta Solutions GmbH erreichten jeweils einen Sicherungsgrad (Verhältnis der Absolutbeträge von Sicherungsgeschäften zu Grundgeschäften) von annähernd 100%. Es wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von TEUR 17 gebildet. Anzahl der Arbeitnehmer Zum Stichtag 30.09.2022 waren in der Siemens Advanta Solutions GmbH 25 (Vj: 28, darin zwei Geschäftsführer) Arbeitnehmer ohne Geschäftsführer beschäftigt. Im 12-Monatsdurchschnitt betrug die Anzahl der Mitarbeiter im Berichtsjahr 24 (Vj: 28). Geschäftsführung Im Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung des Abschlusses waren die folgenden Herren Geschäftsführer unserer Gesellschaft:
Beirat Im Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung des Abschlusses waren die folgenden Personen Mitglieder des Beirats unserer Gesellschaft:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Beirats Aufgrund der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Nennung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Die Mitglieder des Beirats erhielten während des Geschäftsjahres keine Vergütung für ihre Tätigkeit. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Siemens Advanta Solutions GmbH (vormals: Omnetric GmbH), München, wird in den Konzernabschluss der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, einbezogen (kleinster und gleichzeitig größter Konsolidierungskreis). Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Konzernobergesellschaft erhältlich und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Siemens AG einbezogen wird. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres am 30. September 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu verzeichnen, die wesentliche finanzielle Auswirkung haben. Die Auswirkungen der anhaltenden COVID-19-Pandemie sowie die makroökonomischen Effekte in Folge des Krieges in der Ukraine auf die Geschäftstätigkeiten werden im Lagebericht von der Geschäftsführung der Siemens Advanta Solutions GmbH (vormals: Omnetric GmbH) erörtert. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag in Höhe von € 1.304.543,82 wird vorgetragen.
München, den 20. Dezember 2022 Siemens Advanta Solutions GmbH Daniel Rui Felicio Dr. Daniel Kohlert Entwicklung des Anlagevermögens 2021/2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/20221. 1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftsmodell Die Siemens Advanta Solutions GmbH (im Folgenden: "Advanta Solutions") (vormals: Omnetric GmbH, München) ist ein 'Greenfield' Digital Grid Unternehmen der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, Deutschland, (im Folgenden: Siemens), mit Firmensitz in München und Tochtergesellschaften in den USA und Österreich. Die Gesellschaft wurde am 15. Oktober 2013 gegründet und gemäß des Gesellschafterbeschlusses vom 3. August 2021 von ehemals Omnetric GmbH in Siemens Advanta Solutions GmbH umbenannt, mit dem unveränderten Sitz in München. Der Handelsregistereintrag erfolgte am 6. Oktober 2021. Mit der Namensänderung wird signalisiert, dass die Advanta Solutions GmbH ein wesentlicher Bestandteil sowohl der Digitalisierungsstrategie der Advanta Gruppe als auch des Siemens Konzerns ist. Die Advanta Solutions wird mit einem Anteil von 100% durch Siemens kontrolliert und entsprechend im Konzernabschluss der Siemens AG vollkonsolidiert. Die Advanta Solutions befindet sich weiterhin in der Marktdurchdringungs- bzw. Wachstumsphase und spezialisiert sich unverändert auf die Themengebiete Distribution Management, Grid Control und Smart Grid Analytics mit dem Ziel, Energieversorgern bei der Steigerung der Effizienz und der Zuverlässigkeit deren Stromnetze zu unterstützen. Das Unternehmen fokussiert sich dabei auf die Entwicklung und Bereitstellung von innovativen Lösungen im Bereich Digitalisierungsplattformen für IOT Anwendungen, Meter Data Management, Transparenz und Management der Distributionsnetze von Energieversorgern, Steuerung von verteilten Energieressourcen und Systemintegration. Aufgrund der organisatorischen Einbringung in 2019 in die Siemens Advanta wurde der Geschäftszweck der Advanta Solutions erweitert um die Dienstleistungen im Bereich Consulting, Systemintegration und Systemimplementierung unter Nutzung von Expertenwissen auf den Gebieten der Smart Infrastruktur-, Internet of Things (IOT) sowie weiteren verwandten Technologien, ferner Entwicklung von lntellectual Property für Integrationsarchitekturen, lntegrationstools und lntegrationsmethoden und von add-on Funktionen für Core Software Applikationen, die insbesondere für die Gebiete der Smart Infrastruktur-, Internet of Things (IOT) sowie weitere Technologien relevant sind. Der Geschäftszweck besteht unverändert fort und ist auf die strategische Ausrichtung der gesamten Advanta Gruppe (Consulting, Solutions und Development Services) abgestimmt. 1.2 Standorte Die Advanta Solutions GmbH hat ihren Sitz in München. Als weiterer deutscher Standort dient Nürnberg. Außerdem besteht im Geschäftsjahr 2021/2022 eine Betriebsstätte im Vereinigten Königreich in Nottingham. Der Sitz der österreichischen Tochtergesellschaft ist in Wien. In den Vereinigten Staaten von Amerika befinden sich die Standorte der Tochtergesellschaft Siemens Advanta Solutions Corp. (ehemals Omnetric Corp.), in Houston, Minnetonka, Orlando und in Atlanta. 1.3 Technologien, Produkte und Geschäftsprozesse Advanta Solutions ergänzt die Siemens als Anbieter von Produkten, Systemen und Lösungen für die Übertragung und Verteilung elektrischer Energie, mit Beratungsleistungen bis hin zu schlüsselfertigen Projekten, den sog. Turnkey Projects, im Bereich der Informationstechnologie (IT) und Operational Technology (OT). Das Produktportfolio besteht aus strategischen Beratungs- und Geschäftstransformationsdienstleistungen, um für Unternehmen der Energiewirtschaft durch die Konvergenz von IT und OT einen Mehrwert zu generieren. Um sich im Themenfeld der IT/OT Integration optimal zu positionieren, entwickelt und nutzt Advanta Solutions ein Systemintegrations-Framework für IT/OT Integration. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Bereich "Business Analytics". Hier werden Daten, die von den OT Produkten aus dem Smart Grid Bereich erzeugt werden, analysiert und in einer Art aufbereitet, dass sie den Kunden bei dessen Entscheidungsfindung unterstützen. Dazu zählen u.a. transaktions- und wertebasierte Angebote. Die Advanta Solutions untergliedert sich in einen regionalen Vertrieb (Solution Partner) mit den gesamten Sales Mitarbeitern, einer GTM (Go-to-Market) Einheit, die einen globalen Mitarbeiter-Pool für die Bearbeitung komplexer Angebote unterhält und den drei Service Lines pro Region: "Platform Solutions", "Data Services" und "Application Innovation". Um das Angebot innovativer Dienstleistungen, die meist gemischte Kompetenzen erfordern, zu fördern, wurden alle drei Service-Lines jeweils unter einer Führung regional gebündelt. "Platform Solutions" bietet Leistungen rund um die EnergyIP Plattform und bildet ein Ökosystem mit verschiedenen Partnern und Plattformen. "Data Services" bietet Data Analytics Dienstleistungen und IT-Integration und Cyber-Security im Umfeld der Siemens Kernsysteme an. Dazu gehört unter anderem "Smart Metering und Virtual Power Plants". "Application Innovation" bietet Development Services im Sinne einer agilen Entwicklungsmethodologie (DevOps). Die Einheit PM&O (Project Management Office und Operations) sorgt für eine einheitliche Projektmanagement Qualität und Kompetenzen und unterstützt die operativen Einheiten bei der Verfolgung ihrer KPI Ziele. 1.4 Absatzmärkte und Auftragslage Der Auftragseingang der Advanta Solutions GmbH stieg im Geschäftsjahr 2021/2022 gegenüber dem Vorjahr um ca. 190% von 8,7 auf 25,2 Millionen EUR und liegt damit ca. 120% über Plan. Grund für den deutlichen Anstieg gegenüber der Planung ist trotz der durch COVID-19 bedingten Unsicherheiten bzw. Verzögerungen bei den Projekteingängen der Gewinn eines einzelnen Großauftrages. Auf Ebene der Advanta Solutions Gruppe, welche sich aus den oben genannten Gesellschaften in Deutschland als Mutter sowie den Tochtergesellschaften in Österreich und den USA zusammensetzt, stieg der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2021/2022 gegenüber dem Vorjahr um ca. 56% von 22,4 Millionen EUR auf 35,0 Millionen EUR und liegt damit ca. 28% über dem Plan. Ein Anstieg in der Region EMEA um ca. 141% auf 26,1 Millionen konnte den Auftragseingang in den USA mit einem Rückgang um ca. 23% auf 8,9 Millionen überkompensieren. Die Advanta Solutions Gruppe ebenso wie die Advanta Solutions GmbH rechnen im kommenden Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Rückgang um ca. 21% (für die GmbH DE um ca.41%) bedingt durch die Gewinnung des Großprojektes im Geschäftsjahr 2021/2022. 1.5 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren Die Advanta Solutions GmbH befindet sich weiterhin in einem dynamischen, wachsenden Marktumfeld. In 2023 wird ein Wachstum für die Kernmärkte Europa und Nordamerika (NAM) für Energy IT & Analytics erwartet, sodass ein Marktvolumen von circa 10,8 Milliarden USD erreicht wird. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten bis 2028 liegen bei 3,3% für den Bereich Energy IT und 11,4% für den Bereich Energy Analytics in Europa, und bei 4,4% für den Bereich Energy IT und 12,3% für den Bereich Energy Analytics in NAM. Darüber hinaus wird erwartet, dass der relevante Markt für IoT Services im Bereich Verteilnetze in 2023 ein Volumen von zusammen rund 1,2 Milliarden EUR in den beiden Kernmärkten Europa und NAM erreicht. Es werden bis 2025 durchschnittliche jährliche Wachstumsraten von 15% in Europa und 17% in NAM erwartet. Der globale Energieversorgungssektor wird weiterhin von verschiedenen Faktoren sowie Trends beeinflusst.
Weitere Trends, die sich in Zukunft positiv auf die Geschäftsentwicklung der Advanta Solutions auswirken dürften, sind:
Die Advanta Solutions GmbH adressiert diese Trends durch ihre Organisationsstruktur, Geschäftsmodell, Vertriebsaktivität, Produktportfolio und Entwicklungsaktivitäten für Kundenprojekte. 1.6 Ziele und Strategien zur Zielerreichung Die Advanta Solutions GmbH möchte im Geschäftsjahr 2022/2023 und darüber hinaus profitabel wachsen. Grundlage dafür ist eine Erhöhung des Auftragseingangs bei gleichzeitiger Erfüllung des Auftragsbestands. Neben einer verstärkten Marktdurchdringung bestehender Kunden in den etablierten Märkten in Europa soll das Wachstum sowohl in Europa als auch in der Tochtergesellschaft in Nordamerika durch gezielte Akquisition von Schlüsselkunden noch weiter verstärkt werden. Grundsätzlich verfolgt die Geschäftsleitung weiterhin eine profitable sowie nachhaltige Wachstumsstrategie durch die fokussierte Erschließung neuer geographischer Regionen in Kombination mit einer Stärkung der Marktposition in etablierten Märkten. Advanta Solutions ist ein wesentlicher Teil des auf IoT und Software ausgerichteten Fokus der Siemens AG und soll von einer engeren Zusammenarbeit mit Einheiten innerhalb des Smart Infrastructure Geschäfts profitieren, insbesondere in den Angeboten der Energiedigitalisierung in den Bereichen Smart Campus, Buildings und Städte. 1. 2. Lage der Gesellschaft Entgegen der im Vorjahr getroffenen Prognose eines leicht unter dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2020/2021 liegenden Ergebnisses im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1,3 Mio erreicht. Der Fehlbetrag resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Umsatzerlöse bedingt durch noch nicht abgerechnete Projekte. 2.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021/2022 sanken die Umsatzerlöse von 15.532.278 EUR (Geschäftsjahr 2020/2021) auf 10.499.508 EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 32%. Der in den Vorjahren generierte Auftragseingang ist im Geschäftsjahr 2021/2022 zu Umsatz geworden, allerdings werden laufende Projekte erst nach dem Bilanzstichtag abgerechnet und der entsprechende Umsatz nachgelagert realisiert. Die Umsätze mit Unternehmen außerhalb des Siemens Konzerns haben mit ca. 2% (Vorjahr: 12%) und die Umsätze mit Gesellschaftern des Siemens Konzerns mit ca. 62% (Vorjahr: 64%) zu den Gesamtumsätzen beigetragen. Die restlichen 36% (Vorjahr: 24%) des Umsatzes stammen aus Weiterverrechnungen an andere Advanta Solutions Gesellschaften und weitere Einheiten der Siemens Advanta Gruppe. Entsprechend verringerte sich das operative Ergebnis der Advanta Solutions GmbH, auch bezeichnet als Earnings before interest and taxes (EBIT), auf -1.219.605,88 EUR (Vorjahr: 538.560 EUR). Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die bezogenen Leistungen von 5.665.828 EUR im Vorjahr auf 5.558.207 EUR um ca. 2% gesunken. Die bezogenen Leistungen resultieren insbesondere aus Zukäufen von Beratungsleistungen von Tochtergesellschaften oder von verbundenen Unternehmen beziehungsweise deren nahestehenden Unternehmen. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Materialaufwandsquote von 53% (Vorjahr: 36%) resultiert aus den nahezu unverändert zum Vorjahr bezogenen Leistungen, die im Berichtsjahr unter anderem zu einem Aufbau von unfertigen Leistungen beigetragen haben, während zum Bilanzstichtag aufgrund von noch nicht abgerechneten Leistungen sich ein signifikanter Umsatzrückgang zum Vorjahr ergeben hat. Das Rohergebnis (definiert als Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwendungen) betrug 5.843.287,38 EUR (Vorjahr: 7.769.784 EUR). Die Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf noch nicht abgerechnete Projekte zurückzuführen, die sich noch in der Abwicklung befinden. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen realisierte Kursgewinne 182.059 EUR (Vorjahr: 326.824 EUR) aufgrund des weiterhin auf geringerem Niveau stagnierenden Britischen Pfunds. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich auf Vorjahresniveau: 2.904.022,93 EUR (Vorjahr: 3.208.905 EUR) und beinhalten hauptsächlich Intercompany Verrechnungen i.H.v. 2,1 Mio. EUR. Der Personalaufwand liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 4.345.127 EUR (Vorjahr 4.443.523 EUR) im Wesentlichen aufgrund geringerer Mitarbeiteranzahl und damit um ca. 2% unter dem Vorjahr. Die Zinsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 159.520 EUR auf 90.919 EUR gesunken, was im Wesentlichen auf die geringere Verzinsung für BSAV, Sterbegeld sowie Pensionszahlungen zurückzuführen ist. 2.2 Vermögens- und Liquiditätslage Das Anlagevermögen der Advanta Solutions GmbH beträgt zum Stichtag 4.194.627 EUR und liegt damit auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 4.193.319 EUR). Die Sachanlagen beziffern sich auf 9.626 EUR (Vorjahr: 8.318 EUR). Die Finanzanlagen in Form von Anteilen an verbundenen Unternehmen von 4.185.001 EUR machen den wesentlichen Teil des Anlagevermögens aus (Vorjahr: 4.185.001 EUR). Das Umlaufvermögen beträgt 9.409.234 EUR (Vorjahr: 10.353.626 EUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 7.727.865 EUR (Vorjahr: 8.831.534 EUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung des internen Bankkontensaldos. Die Unfertigen Leistungen nach Abzug der erhaltenen Anzahlungen haben sich auf 1.649.490 EUR (Vorjahr 1.384.710 EUR) erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zum Stichtag bei 5.439 EUR und damit unter dem Vorjahreswert von 137.383 EUR aufgrund von geringerer Umsatzrealisierungen zum Jahresende. Die Zahlungsabwicklung erfolgt ausschließlich über das konzerninterne Cashpoolkonto. Die Advanta Solutions GmbH kann jederzeit auf die Finanzierungsinstrumente der Siemens Financial Services zurückgreifen. Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 96.826 EUR (Vorjahr: 84.760 EUR) resultiert aus im Voraus geleisteten Zahlungen für das Geschäftsjahr 2022/2023 betreffen den Aufwand. Auf der Passivseite werden Rückstellungen in Höhe von 3.007.961 EUR (Vorjahr: 2.779.475 EUR) ausgewiesen. Darin enthalten sind im Wesentlichen Pensionsrückstellungen in Höhe 1.574.214 EUR (Vorjahr: 1.341.756 EUR) und Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von EUR 1.345.913 (Vorjahr.: 1.226.146 EUR). Der Bilanzposten Verbindlichkeiten weist zum Stichtag einen Wert von 285.245 EUR (Vorjahr: 379.919 EUR) auf. Der Saldo der Verbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus Verbindlichkeiten aus LuL in Höhe von 130.713 EUR (Vorjahr: 26.309 EUR), sowie aus Lohnsteuer in Höhe von EUR 71.924 EUR (Vorjahr: 63.643 EUR) und Umsatzsteuer in Höhe von 37.389 EUR (Vorjahr: 270.580 EUR). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt 239.713 EUR (Vorjahr: 0 EUR) und beinhaltet den abgegrenzten zeitraumbezogenen Umsatz für noch nicht erbrachte Leistungen eines Kundenauftrags. 2.3 Finanzlage Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 1.000.000 EUR und wird zum 30. September 2022 von der Siemens AG gehalten. Die Eigenkapitalquote, definiert als Eigenkapital / Bilanzsumme, liegt mit ca. 74 % unter dem Vorjahr (ca. 78 %) aufgrund des Jahresfehlbetrages 2021/2022. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 7.727.865 EUR (Vorjahr: 8.821.755 EUR) und beinhalten fast ausschließlich das konzerninterne Cashpool-Konto, über das Intercompany Transaktionen in Rechnung gestellt und beglichen werden. 3. Forschung und Entwicklung Die Siemens Advanta Solutions GmbH verfügt über die Möglichkeit, Siemens Produkte und Dienstleistungen in die eigenen Angebote zu integrieren. Darüber hinaus ergänzt Siemens Advanta Solutions die vorhandenen Lösungen um eigene Lösungsbestandteile. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Investitionen (Vorjahr: 0 EUR) in Forschung und Entwicklung (F&E) getätigt. Stattdessen wurde die Zusammenarbeit mit anderen Advanta Einheiten und Einheiten des Siemens Konzerns intensiviert. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Prognosebericht Auf Basis der neuen Unternehmensplanung unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten wird erwartet, dass im Geschäftsjahr 2022/2023 der Auftragseingang der Advanta Solutions Group um ca. 20% (auf Ebene der Gesellschaft um mehr als 40%) zurückgeht wohingegen die Umsatzerlöse auf Basis der konzernintern angewandten Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS um ca. 30% (auf Ebene der Gesellschaft um ca. 80%) wachsen werden. Dies ist bedingt durch den Gewinn eines Großprojektes in 2021/2022 und die beginnende Verumsatzung im folgenden Geschäftsjahr sowie durch eine engere Kooperation mit dem 100%igen Gesellschafter Siemens sowie den Ausbau bestehender und der Gewinnung neuer Kooperationspartner. Durch eine gezieltere Fokussierung auf die Kernkompetenzen des Unternehmens und gezieltere Nutzung von Partnern/Subunternehmern wird der Umsatzzuwachs mit unterproportional steigendem Personaleinsatzerwartet. Gleichzeitig sind eine hohe Leistungsqualität und eine Verbesserung der Auslastung Kernpunkte der Wachstumsstrategie. Das negative Jahresergebnis nach IFRS in 2021/2022 wurde deutlich gegenüber der Vorjahresprognose unterschritten. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wird auf Ebene der GmbH im HGB von einem leicht positiven Jahresergebnis mit einem Umsatzzuwachs im kleinen zweistelligen Prozentbereich ausgegangen, da trotz der anhaltenden Effekte aus der Coronasituation sowie der hohen Inflationsraten Maßnahmen für ein nachhaltiges Wachstum getroffen wurden. Für das EBIT wird eine gleichlautende Entwicklung wie beim Jahresergebnis erwartet. Um das angestrebte Ergebnis der Advanta Solutions GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 zu erreichen, wurde der Fokus des Vertriebsorganisation durch das Management stärker regional sowie auf die aktive Neukundenakquise hin ausgerichtet. Im Gegenzug konnte die zentrale Vertriebsorganisation verschlankt und somit eine weniger kostenintensive Belastung erreicht werden. Weiterhin zielt der Erwerb von Neukunden auf ein breiteres, über die Energieversorgung hinausgehendes Marktspektrum. Das sogenannte 'cross selling' ermöglicht, dass eine Mischung aus Lieferungen/Services aus unterschiedlichen Regionen erfolgt. Durch die dadurch entstehenden Effizienzen wird ebenfalls eine positive Wirkung auf die Kosten erwartet. Die Einschätzung für die weitere Entwicklung des europäischen Marktes ist auch durch COVID-19 von einem hohen Maß an Unsicherheit geprägt. Das Siemens Enterprise Riskmanagement zielt darauf ab, dass sämtliche Risiken rechtzeitig identifiziert und mit entsprechenden Maßnahmen mitigiert werden. Die Gesellschaft beobachtet im Speziellen folgende Punkte:
Diese Unsicherheit und die generell schwierige Finanzierungslage in vielen europäischen und außereuropäischen Staaten stellen ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus ist der Zugang zu Investitionskapital für Kunden mitunter schwierig. Diese Einflussfaktoren können die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen. 4.2 Risiko- und Chancenbericht Das Gesamtrisiko der Siemens Advanta Solutions GmbH wurde mit Bezug auf folgende Kategorien bewertet und aufgrund der Struktur und eingeleiteten Maßnahmen in Summe als niedrig eingestuft; allerdings unterliegen sie weiteren Ereignissen oder Unsicherheiten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. 4.2.1 Risiken und Chancen Bei den aktuellen, regelmäßigen Analysen im Rahmen des Siemens Enterprise Risk Management (ERM) Prozesses, an welchem die Advanta Solutions teilnimmt, sind für die absehbare Zukunft keine existenzbedrohenden Einzelrisiken identifiziert worden. Die Geschäftsleitung der Advanta Solutions GmbH kann jedoch keine Gewähr dafür übernehmen, dass sich aus der Summe mehrerer Risiken keine Bestandsgefährdung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ergeben kann. Die folgenden Risiken können einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben: Markt- und Wettbewerbsrisiken: Wir sehen große Unsicherheiten hinsichtlich der weltwirtschaftlichen und geopolitischen Aussichten, die sich im vergangenen Jahr aufgrund verschiedener Faktoren deutlich verschlechtert haben und sich alle weiter verstärken könnten. Vor allem die russische Invasion in die Ukraine und ihre politischen und wirtschaftlichen Folgen, wie Sanktionen und Gegenmaßnahmen, bergen weitreichende Risiken. Der Krieg in der Ukraine kann sich negativ auf Absatzentwicklung, Produktionsprozesse sowie Einkaufs- und Logistikprozesse auswirken, beispielsweise durch Unterbrechungen der Lieferketten und der Energieversorgung oder durch Engpässe bei Bauteilen, Rohstoffen und Zwischenprodukten. Der Konflikt könnte weiter eskalieren und sich auf andere Staaten ausweiten, einschließlich NATO-Staaten, und nichtkonventionelle Waffen könnten zum Einsatz kommen. Eine Ausweitung des Kriegs hätte erhebliche Auswirkungen auf das Marktumfeld. Aber auch der aktuelle Kriegszustand könnte die wirtschaftliche Entwicklung weiter negativ beeinflussen, wenn potenzielle Energieversorgungsengpässe Rationierungen in Industrie und Haushalten erforderlich machen oder gar zu Stromausfällen in den nächsten Monaten führen. Dies würde die bereits hohe Inflation anheizen, was wiederum die Gefahr einer anhaltenden Lohn-Preis-Spirale birgt. Eines der Kernrisiken für den Ausblick ist in jedem Fall, dass die Zentralbanken die Inflation nicht unter Kontrolle bringen und dann noch restriktiver reagieren müssen. Alternativ dazu könnten die Zentralbanken überreagieren, was zu einer raschen Straffung der Geldpolitik führen könnte.. Die jüngsten Wahlergebnisse in der Europäischen Union könnten die Zusammenarbeit und die Durchführung von Reformen erschweren. Darüber hinaus bleibt die stark vernetzte Weltwirtschaft anfällig für Naturkatastrophen, weitere Pandemien oder hybride Kriegsführung. Das Marktumfeld der Advanta Solutions steht zudem seit einiger Zeit unter fortlaufendem Preisdruck. Andererseits bietet die Einbettung in den Siemens Konzern sowie die damit einhergehende, enge Verzahnung in Organisation und Prozessen die Chance einer verstärkten Nutzung von Synergien z.B. in der vertrieblichen Aufstellung sowie der Vereinheitlichung der Unternehmenssteuerung und -kontrolle. Die internen Finanzierungsmöglichkeiten durch den Siemens Konzern bieten eine gute Absicherung, um eventuell auftretende Engpass-Situationen überbrücken zu können. Die Advanta Solutions GmbH hat durch die Nutzung der Entwicklungen, die der globale Konzern Siemens im Bereich Digitalisierung vorangetrieben hat, einen Wettbewerbsvorteil. Des Weiteren begünstigt die Vertriebskooperation mit Siemens den Zugang zu zahlreichen weltweiten Projekten. Personal- und Managementrisiken: Die Advanta Solutions GmbH ist für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie und der Unternehmensziele darauf angewiesen, hochqualifizierte Mitarbeiter für alle Bereiche zu gewinnen und zu halten. Insbesondere in Hinsicht auf den angespannten Arbeitsmarkt für Fachkräfte im Bereich IT und Engineering bietet Advanta vorhandenen und zukünftigen Mitarbeitern verschiedenste attraktive Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten. Der Zugriff auf Ressourcen des Siemens Konzerns minimiert das Risiko der Verfügbarkeit von Mitarbeitern bei der Erfüllung der Kundenprojekte. Finanz- und Liquiditätsrisiken: Die Advanta Solutions GmbH hat im Cash-Pool der Siemens AG zum Stichtag 30. September 2022 einen positiven Finanzmittelbestand von 7.720.456 EUR (Vorjahr: 8.821.755 EUR); der positive Finanzmittelbestand ermöglicht zumindest mittelfristig, Liquiditätsrisiken entgegenzuwirken. Bei einem wesentlichen Teil der Projekte agieren Siemens sowie Siemens externe Kooperationspartner. Die Bonitätsprüfung sowie Ermittlung des Ausfallrisikos des externen Vertragspartners und Schuldners erfolgt daher durch das Risikomanagementsystem von Siemens bzw. der Kooperationspartner. Für die Analyse und Überwachung des Kreditrisikos verwenden die Gesellschaften verschiedene Systeme und Prozesse. Ein Großteil des Ausfallrisikos für Advanta Solutions wird durch die Vertriebs- und Geschäftsbeziehung mit Siemens abgeschwächt. Währungsrisiken: Die Advanta Solutions GmbH ist durch ihr Geschäft im Vereinigten Königreich sowie aus den Zukäufen von Leistungen aus diversen Währungsräumen Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken werden über Währungssicherungsgeschäfte über die Siemens Financial Services mitigiert und im Abschluss als bilanzielle Sicherungsbeziehungen abgebildet. Die Sicherungsgeschäfte werden kontraktbezogen abgeschlossen. Vertriebsrisiken: Aufgrund der unter Markt- und Wettbewerbsrisiken geschilderten gegenwärtigen Unsicherheiten hinsichtlich wirtschaftlicher, politischer und geopolitischer Rahmenbedingungen sowie eines zwar abgeschwächten aber nach wie vor bestehenden Covid 19 Risikos (siehe unten, Risiken aus Covid 19) ist auch weiterhin mit erschwerten Zugängen zu Kunden sowie mit durch Unsicherheit bedingten niedrigeren Budgets auf Kundenseite zu rechnen. Das Ausmaß und die Dauer einzelner Auswirkungen auf unser Geschäft sind äußerst schwer vorherzusagen. Mögliche Folgen sind ein ungebremster Anstieg der öffentlichen und privaten Schuldenlast, der die Erholung nach der Krise behindert, schwerwiegende Störungen im Finanzsystem und Insolvenzen bei Kunden und Lieferanten von Advanta Solutions. Langfristig könnte ein Zurückdrehen der Globalisierung das potenzielle künftige Wachstum verringern. Es besteht insofern ein Risiko, dass ein Teil des geplanten Auftragseingangs nicht oder nur verspätet erbracht wird oder die Verumsatzung des bestehenden Backlog sich verzögert. Risiken des IT-Bereichs: Die Advanta Solution GmbH ist als IT-Unternehmen davon abhängig, dass die genutzten Rechenzentren, die Netzwerke und die IT-Systeme dauernd betriebsbereit und sicher sind. Unregelmäßigkeiten bei der Betriebsbereitschaft der IT-Systeme oder unberechtigter Zugriff auf Kundendaten oder kritische Unternehmensdaten können fatale Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Advanta Solutions GmbH haben. Daher wird ein durch den Siemens Konzern weltweit kontrolliertes, effektives IT-Sicherheitssystem mitgenutzt. Datenschutzgrundverordnung: Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) können gemäß Art. 83 der DSGVO abhängig von der Art der Verstöße gegen Bestimmungen der DSGVO Geldbußen bis zu 20 Mio. Euro oder im Fall eines Unternehmens bis zu 4% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr, je nachdem, welcher Wert der höhere ist, nach sich ziehen. Zudem können lokale Datenschutzbehörden nach Art. 83 DSGVO auch andere Sanktionen gegen den Verantwortlichen verhängen. Die Advanta Solutions GmbH nimmt ihre Datenschutzverantwortung ernst und hat ihre Prozesse im Rahmen der Siemens Regularien grundsätzlich datenschutzkonform ausgestaltet. Fachexperten und Ansprechpartner sowie interne Trainings unterstützen die Einhaltung der Datenschutzvorschriften. Risiken aus Beteiligungen: Die Advanta Solutions GmbH ist durch ihre Beteiligung den regionalen Risiken ihrer Tochtergesellschaften ausgesetzt. Die Controllinginstrumente, die für alle Advanta Solutions Gesellschaften gelten, bieten eine geeignete Absicherung für eine frühe Gegensteuerung. Darüber hinaus gelten für alle Siemens Tochtergesellschaften die Siemens Konzernrichtlinien, ein regelmäßiges Risikomanagement zu betreiben und identifizierten Risiken gegenzusteuern. Risiken aus Pensionsverpflichtungen: Die Advanta Solutions GmbH bietet ihren Mitarbeitern eine betriebliche Altersvorsorge mit Leistungszusage. Diese Verpflichtungen sind über den PSVaG (Pensions-Sicherungs-Verein) abgesichert. Änderungen der Lebenserwartung und Zinsänderungen können zu Steigerungen der Netto-Pensionsverpflichtungen führen und die Finanzlage der Gesellschaft zukünftig durch vermehrte Mittelabflüsse belasten. Risiken aus COVID-19: Im Vergleich zu den ersten Jahren der Pandemie sehen wir eine Erholung. Die Verfügbarkeit von Impfstoffen hat sich verbessert, auch wenn ihre Wirksamkeit gegen neu auftretende Virusvarianten noch nicht abschließend beurteilt werden kann. Regionale Lockdowns können dennoch weiterhin die Folge sein. Ausmaß und Dauer individueller Folgen auf unser Geschäft sind schwer abzuschätzen. Werden beispielsweise Maßnahmen gegen das Virus kurzfristig eingeleitet oder dauern sie unvorhersehbar lange an, kann unser Geschäft erheblich beeinträchtigt werden, und zwar in einer Weise, die über die derzeitigen Erwartungen und über die bereits ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus hinausgeht. Wir könnten mit unerwarteten Schließungen von Standorten, Fabriken oder Bürogebäuden unserer Lieferanten, Kunden oder unseres eigenen Geschäfts konfrontiert werden, was unsere Möglichkeit, unsere Lösungen und Dienstleistungen zu liefern, beeinträchtigen würde. Je länger solche restriktiven Maßnahmen (zum Beispiel Ausgangssperren) andauern, desto schwerwiegender werden die Folgen sein. Mögliche Folgen sind ein ungebremster Anstieg der öffentlichen und privaten Schuldenlast, der die Erholung nach der Krise behindert, schwerwiegende Störungen im Finanzsystem und Insolvenzen bei Kunden und Lieferanten. Langfristig könnte ein Zurückdrehen der Globalisierung das potenzielle zukünftige Wachstum verringern. 4.2.2 Risikomanagementmethoden. Die Advanta Solutions GmbH nimmt am Enterprise Risk Management (ERM) der Siemens AG teil. ERM ist eine unternehmensweite Zusammenstellung von Methoden und Prozessen für den richtigen Umgang und Bewertung von Risiken. Der Ansatz zielt im Wesentlichen auf ein proaktives Management der geschäftlichen Risiken und Chancen ab. Der Prozess des Risikomanagements beginnt mit der Identifizierung und Erfassung der relevanten Risiken durch das Top-Management und die Leiter der jeweiligen Bereiche. Die Risiken werden analysiert, dokumentiert und bezüglich ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und in einer Risikomatrix visualisiert und klassifiziert. In Abhängigkeit von der Risikoklassifizierung werden gezielt Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung und -bewältigung umgesetzt.
München, den 20. Dezember 2022 Die Geschäftsführung Daniel Rui Felicio Dr. Daniel Kohlert Der Jahresabschluss wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 10.01.2023 festgestellt. |
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