Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 4151
Eingetragen
28.8.1986
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von elektrischen und elektronischen Anlagen, Vorrichtungen, Einrichtungen, Geräten, Bauteilen und Bauelementen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christopher Gierse
seit 26.7.2021
Prokura
Bodo Hano
seit 8.12.2020
Geschäftsführer
Detlev Rössel
seit 8.12.2020
Geschäftsführer
Christian Fiebach
seit 18.8.2014
Geschäftsführer
Dirk Neuhaus
seit 13.1.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Reinhard Siringhaus
Lüdenscheid
47.76%
D*** N******
23.88%
A**** W******
23.88%
D***** R*****
2.25%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ipf electronic gmbh

Altena

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

IPF ELECTRONIC GMBH, ALTENA

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.367.699,00 1.270.619,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 248.309,00 274.627,00
II. Sachanlagen 1.119.390,00 995.992,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 9.754.765,03 9.326.256,91
I. I. Vorräte 5.507.932,89 4.784.833,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.734.838,49 2.812.435,56
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.400,06)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.511.993,65 1.728.987,76
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 144.066,47 139.846,14
11.266.530,50 10.736.722,05

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 8.429.207,36 8.121.594,61
I. Gezeichnetes Kapital 1.350.000,00 1.350.000,00
II. Gewinnvortrag 6.271.594,61 5.997.359,95
III. Jahresüberschuss 807.612,75 774.234,66
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.178.559,50 2.065.515,70
C. VERBINDLICHKEITEN 658.763,64 549.611,74
- davon aus Steuern: EUR 239.257,62 (Vorjahr: EUR 167.108,32)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 55.431,03 (Vorjahr: EUR 63.338,87)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 658.763,64 (Vorjahr: EUR 549.611,74)
11.266.530,50 10.736.722,05

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 14.276.062,53 13.183.721,62
2. Personalaufwand -9.163.784,29 -8.532.969,69
a) Löhne und Gehälter -7.283.832,43 -6.889.372,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.879.951,86 -1.643.597,21
- davon für Altersversorgung: EUR 215.214,37 (Vorjahr: EUR 16.484,53)
3. Abschreibungen -396.100,25 -354.641,90
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.497.083,89 -3.174.396,24
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,47 (Vorjahr: EUR 0,80)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.999,96 28.077,73
- davon aus nahestehende Unternehmen: EUR 27.999,96 (Vorjahr: EUR 28.077,73)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18.883,00 -17.942,00
- davon aus Aufzinsung: EUR 17.555,00 (Vorjahr: EUR 17.942,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -408.208,00 -346.887,00
8. Ergebnis nach Steuern 820.003,06 784.962,52
9. Sonstige Steuern -12.390,31 -10.727,86
10. Jahresüberschuss 807.612,75 774.234,66

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ipf electronic gmbh, ALTENA

I. Allgemeine Angaben

Die ipf electronic gmbh hat ihren Sitz in Altena und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Iserlohn (HRB 4151).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert.

Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf Seite 4 im Anhang dargestellt

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Herstellkosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse umfassen die Einzelkosten für Material und Fertigung sowie die aktivierungspflichtigen Teile der Gemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert.

Erkennbare Risiken wurde durch Einzelwertberichtigung berücksichtigt.

Dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der PUC-Methode, Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G und des von der Deutschen Bundesbank für den 31.12.2023 vorgegebenen Zinssatzes von 1,82 % bewertet. Es wurde keine Fluktuation angesetzt. Ein Gehaltstrend ist nicht zu berücksichtigen.

Der in der Veränderung zum 31.12.2023 enthaltene Aufwand aus der Abzinsung der Rückstellung (EUR 11.174,00) wurde unter Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 5.532,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Bilanz

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen (TEUR 473) und Personalkosten (TEUR 678).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Finanzergebnis

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 17.555,00 enthalten.

V. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 1.120 p. a. sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen.

Organe

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung durch die Herren:

- Dirk Neuhaus, Schwerte *

- Christian Fiebach, Werdohl

- Bodo Hano, Lüdenscheid *

- Detlev Rössel, Herdecke *

wahrgenommen.

* Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl

Anzahl
Angestellte 127
Aushilfen 5
Gesamt 132

Honorar Abschlussprüfer

Die Gesellschaft macht von der Befreiungsmöglichkeit nach § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch.

Ausschüttungssperre

Insgesamt unterliegen zum Bilanzstichtag TEUR 5,5 einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Wegen der Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag insbesondere im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Ukraine-Russland-Konfliktes, der Energiepreis-Entwicklungen sowie der Inflation verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter Punkt C. Chancen- und Risikobericht, Prognosebericht.

 

Altena, den 30.04.2024

gez. Dirk Neuhaus

gez. Christian Fiebach

gez. Detlev Rössel

gez. Bodo Hano

Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29.07.2024 festgestellt worden.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.190.813,70 103.177,89 0,00 -110.370,00 1.183.621,59
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.248,01 7.528,89 0,00 0,00 45.776,90
Technische Anlagen und Maschinen 175.512,38 104.776,56 0,00 0,00 280.288,94
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.478.417,24 211.015,91 0,00 -219.102,61 2.470.330,54
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 127.325,00 0,00 0,00 127.325,00
2.692.177,63 450.646,36 0,00 -219.102,61 2.923.721,38
3.882.991,33 553.824,25 0,00 -329.472,61 4.107.342,97
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 916.186,70 129.494,89 -110.369,00 935.312,59
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.219,01 4.107,89 0,00 7.326,90
Technische Anlagen und Maschinen 30.042,38 29.671,56 0,00 59.713,94
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.662.924,24 232.825,91 -158.459,61 1.737.290,54
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.696.185,63 266.605,36 -158.459,61 1.804.331,38
2.612.372,33 396.100,25 -268.828,61 2.739.643,97
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 248.309,00 274.627,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.450,00 35.029,00
Technische Anlagen und Maschinen 220.575,00 145.470,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 733.040,00 815.493,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 127.325,00 0,00
1.119.390,00 995.992,00
1.367.699,00 1.270.619,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ipf electronic gmbh, Altena

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ipf electronic gmbh, Altena, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ipf electronic gmbh, Altena, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Lüdenscheid, 4. Juli 2024

Südwestfalen-Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stolz, Wirtschaftsprüfer

Witte, Wirtschaftsprüfer

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ipf electronic gmbh, ALTENA

A. Grundlagen des Unternehmens

Die ipf electronic gmbh ist seit ihrer Gründung 1982 ein familiengeführtes Unternehmen in einer modernen Industrieregion von Südwestfalen mit einer über 40jährigen Firmengeschichte.

Das Unternehmen ist Hersteller und Vertreiber von Sensorik und anderen Automatisierungskomponenten für die Industrie mit einem breiten Produktsortiment und hoher Anwendungskompetenz, die auch individuelle Kundenwünsche zufriedenstellt. Die Produktpalette erstreckt sich von elektronischen Sensoren mit induktiven, magnetischen, optischen und Ultraschall- Messverfahren über Druckmesstechnik, Messwandler, Stromversorgungen und Wegmesssysteme bis hin zu Kamerasystemen und industriellen Beleuchtungslösungen. Neben Standardprodukten ergänzen kundenspezifische Lösungen zunehmend das Portfolio der ipf electronic.

Kunden aller Branchen schätzen die ausgeprägte Serviceorientierung des Unternehmens mit innovativer Technik und höchster Produktqualität. Zum Kundenstamm zählen kleine und mittelständische Betriebe bis hin zu internationalen Konzernen mit Sitz sowohl in Deutschland als auch weltweit.

B. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 hat die Corona-Pandemie an Bedeutung verloren, die Auswirkungen durch Neuinfektionen blieben beherrschbar. Dagegen waren die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine immer noch präsent. Die hohen Energiekosten und Inflationsraten belasteten die Verbraucher weiterhin in fast allen Bereichen des täglichen Lebens und führten zum entsprechenden Kaufkraftverlust.

Zusätzlich bremsten Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Perspektiven und steigende Zinsen die konjunkturelle Entwicklung bzw. sorgten für eine Investitionszurückhaltung. Geringe Produktionsstückzahlen bei den Automobilherstellern hatten rückläufige Auftragseingangszahlen im Verarbeitenden Gewerbe zur Folge. Energieintensive Branchen drosselten ihre Produktion und im Baugewerbe haben sich die gestiegenen Zinsen und hohen Materialkosten negativ ausgewirkt.

Der VDMA (Verband der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer) weist nach einem Produktionszuwachs in den ersten beiden Quartalen des Jahres und einem Rückgang im zweiten Halbjahr 2023 eine preisbereinigte (reale) Produktionssteigerung von insgesamt 0,7 % gegenüber dem Vorjahr aus.

Laut dem ZVEI (Zentralverband der deutschen Elektroindustrie) sind die Auftragseingänge um 1,7 % hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben. Im Jahr 2023 stehen sich ein Zuwachs von 3,3 % (VJ +10,0 %) bei den inländischen Bestellungen und ein Rückgang von 5,7 % (VJ +10,4 %) bei den Auslandsorders gegenüber.

Die Zahl der Beschäftigten in der Elektroindustrie stieg lt. ZVEI von 898,0 Tsd. Mitarbeiter im Jahr 2022 auf 907,9 Tsd. Mitarbeiter Ende Dezember 2023 (+1,1 %).

Deutschland ist im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht: Im Jahr 2023 war das deutsche BIP preisbereinigt um 0,2 % (VJ +1,8 %) niedriger als im Vorjahr.

Die weltweite Inflationsrate betrug im Berichtsjahr 6,8 % (VJ 8,7 %), in Deutschland 5,9 % (VJ 6,9 %). Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark.

2. Geschäftsverlauf

Unter dem Einfluss des Ukraine-Krieges und der gedämpften konjunkturellen Wirtschaftslage startete die ipf electronic mit positiven Umsatzzuwächsen in das erste Halbjahr. Die Abschwächung in der zweiten Jahreshälfte beim Auftragseingang spiegelte sich auch im eigenen Unternehmen im Vergleich zur Maschinenbau- und Elektroindustrie insgesamt wider.

Einer Umsatzsteigerung von 2,1 % im Inland standen -2,8 % im Export im Vergleich zum Vorjahr gegenüber und führten insgesamt zu einer Umsatzerhöhung von 1,1 %.

Die zu Beginn des Jahres 2023 noch eingeschränkte Verfügbarkeit vieler Bauteile hat sich im Laufe des Jahres weitgehend normalisiert. Die meisten Materialien waren wieder im Rahmen der vor Corona üblichen Lieferzeiten erhältlich. Allerdings verharrten die in den Vorjahren rasant gestiegenen Einkaufspreise auf unverändert hohem Niveau, sodass der Spielraum bei den eigenen Herstellungskosten eingeschränkt blieb.

Dagegen konnten die Applikationsspezialisten des eigenen Vertriebsnetzes mit qualitativ hochwertigen Produkten und Lösungen für die industrielle Automatisierungstechnik auf deutschen Messen überzeugen.

Mit Fokus auf die Bereiche Energiemanagement, Prozessoptimierung und Automatisierung wurden wesentliche Bausteine des produzierenden Gewerbes bedient. So war die ipf electronic mit eigenen Messeständen auf der Messe SPS in Nürnberg, der Messe Motek in Stuttgart und vier Messen der all about automation in Chemnitz, Hamburg, Düsseldorf und Friedrichshafen vertreten. Eine Vielzahl weiterer Aussteller, zahlreiche Fachbesucher und qualifizierte Beratung im persönlichen Gespräch unserer Applikationsmanager mit Bestands- und Neukunden machten die Messen zu Kompetenzzentren für die Beantwortung kundenindividueller Fragestellungen.

Die Aktivitäten in die Entwicklung neuer Produkte, die Akquirierung neuer Kunden sowie Aufrechterhaltung des persönlichen Kundenkontakts mit kompetenten Ansprechpartnern und die Anstrengungen des gesamten ipf-Teams führten am Ende des Jahres insgesamt zu gesteigerten Renditen mit einem hohen Liquiditätsgrad.

a) Vermögenslage

Die Anlagenintensität im laufenden Jahr ist mit 12,1 % (VJ 11,9 %) konstant geblieben, inklusive geleisteter Anzahlungen auf zukünftige Investitionen im Jahr 2024.

Das Vorratsvermögen wurde um weitere 15,1 % (+ 0,7 Mio. €) über alle Bestandsarten hinweg aufgestockt, um weiterhin eine hohe Lieferbereitschaft sicherzustellen.

Die Langfristdeckung mit einem 7-fachen Faktor als auch das Working Capital belegen einen hohen Liquiditätsgrad, sodass die ipf electronic insbesondere mit dem Bestand an flüssigen Mitteln weiterhin flexibel auch auf ungünstige Marktentwicklungen reagieren kann.

b) Finanzlage

Die ipf electronic ist unverändert mit einer hohen Eigenkapitalquote in Höhe von 74,8 % (VJ 75,6 %) ausgestattet und sichert mit zunehmenden Gewinnrücklagen die Stabilität des Unternehmens auch in Krisenzeiten.

Die Kapitalumschlagshäufigkeit konnte auf einem konstanten Niveau mit einem Faktor von 2,1 (VJ 2,1) gehalten werden.

Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt 11,0 % (VJ 10,6 %) und die Eigenkapitalrentabilität 14,4 % (VJ 13,8 %).

Insgesamt ist die Vermögens- und Finanzlage als sehr zufriedenstellend zu bewerten, auch im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Situation und der zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbaren Entwicklung der politischen und weltwirtschaftlichen Krisen.

c) Ertragslage

Der Jahresüberschuss konnte auf 808 T€ (VJ 774 T€) gesteigert werden. Auch die Umsatzrentabilität stieg auf 5,3 % (VJ 5,0 %).

Am positiven Geschäftserfolg wurden die Mitarbeiter mit Lohnerhöhungen und Benefits auch im Jahr 2023 beteiligt. Dies führte neben Neueinstellungen und Rückstellungen in die Altersvorsorge zur Steigerung des Personalaufwandes um 7,4 % zum Vorjahr. Die Personalintensität an der Gesamtleistung stieg auf 38,6 % (VJ 35,2 %). Der Umsatz pro Mitarbeiter ging mit 175 T€ (VJ 180 T€) leicht zurück.

Der Rohertrag konnte mit 59,3 % (VJ 53,9 %) aufgrund eines aktiven Beschaffungs- und Vertriebsmanagements wesentlich gesteigert werden.

d) Investitionstätigkeit

Im Jahr 2023 wurden die Ausgaben für Investitionen mit 553 T€ (inklusive 127 T€ Anzahlungen auf zukünftige Investitionen in 2024) im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht (VJ 240 T€).

Für die Entwicklung und Herstellung neuer Produkte wurden in der Technik 140 T€ investiert. Mit der Anschaffung moderner Messtechnik konnten in der Entwicklung automatisierte Prüfabläufe und digitale Dokumentation weiter ausgebaut werden. In der Produktion stellte die Anschaffung eines mit einem Vergussautomaten kooperierenden Roboters einen wichtigen Schritt in Richtung automatisierter Vergussprozesse dar.

Zur Verbesserung der Servicequalität wurde im Produktmanagement in die Erweiterung der Support Website, das Produktinformations-Management und die Laborausstattung sowie in das Messeequipment 127 T€ investiert.

Weitere Vermögenswerte in Höhe von 123 T€ sind in die Gebäude- und Raumgestaltung geflossen, den Logistikbereich sowie in die IT-Hardware und Sicherheit.

e) Produktinnovationen

2023 haben wir unser Produktangebot im Bereich Fluidtechnik weiter ausgebaut.

Die neuen Inline-Drucktransmittern DW04, DW06 und DW08 für die Druckluftkontrolle werden über ihren Push-In-Fluidanschluss Plug & Play in bestehende Pneumatik-Systeme mit Schlauchdurchmessern von 4mm, 6mm oder 8mm installiert. Der Druckluftschlauch muss hierzu einfach auf den Schnellanschluss gesteckt werden und kann bei Bedarf durch Zurückziehen eines Sicherheitsrings wieder gelöst werden. Weitere Anschlusskomponenten sind nicht erforderlich. Aufgrund ihres geringen Gewichts von 20g bzw. 30g und ihren platzsparenden Abmessungen sind die Geräte besonders für Anwendungen prädestiniert, wie man sie z. B. in der Vakuumhebetechnik vorfindet.

Ebenfalls für die Druckluftkontrolle geeignet ist die neue Baureihe von Drucktransmitter DT16410x für Druck- und Vakuumanwendungen, die durch ihre kompakte Bauform und ihr geringes Gewicht von nur 25g ideal für den vielfältigen Einsatz in Handlings- und Automatisie- rungssystemen sind. Zu den Besonderheiten der Neuheiten gehört, dass die in den Produkten verwendeten Materialien frei von sogenannten "Lackbenetzungsstörenden Substanzen" (LABS) wie bspw. Silikone oder fluorhaltigen Stoffen sind.

Die sehr kompakten Drucktransmitter für Druckbereiche von 0 bis 400bar der Serie DT24 im Edelstahlgehäuse mit G1/4"-Prozessanschluss ergänzen das breitgefächerte Portfolio an Drucksensoren für alle gasförmigen und flüssigen Medien der Fluidgruppe 2 (Medien, die weder explosionsgefährlich, entzündlich, brandfördernd oder giftig bzw. sehr giftig sind), wobei die Messwerte über den integrierten Analogausgang (4...20mA) auf einer SPS oder einem externen Anzeigegerät ausgegeben werden können.

Im Bereich der Temperatursensoren ergänzt die neue Reihe YT90 das Produktsortiment. Die kompakten All-in-One-Sensoren in Edelstahl mit integriertem PT100-Thermowiderstand sind für medienberührende Messungen im Bereich von -50° C bis +150° C ausgelegt und verfügen über einen Analogausgang (4...20mA). Typische Einsatzfelder für die Temperaturtransmitter sind bspw. Kühlkreisläufe, Vorratsbehälter, Abgassysteme, Absauganlagen oder Lüftungssysteme.

Im Produktsegment der berührungslosen Füllstandabfragen erweitert der neue Radarfüllstandsensor FR900020 das breitgefächerte Angebot. Der berührungslose und damit frei arbeitende Sensor funktioniert nach dem Laufzeitverfahren. Hierbei sendet das Gerät periodisch ein Radarsignal mit linear auf- und absteigender Frequenz und über die Zeit gleichbleibender Änderungsrate aus, das bspw. von einem flüssigen Medium oder einem Schüttgut reflektiert wird.

Über die Laufzeitverschiebung und die Frequenzabweichung des reflektierten Radarsignals wird schließlich der Füllstand in einem Behälter ermittelt. Der Radarsensor ist insbesondere eine echte Alternative für Applikationen, in denen optische Sensoren oder Ultraschallsensoren aufgrund von Umgebungsbedingungen wie z. B. Temperatur, Gas oder Dampf, Über-, Unterdruck oder Vakuum sowie Staub und störendes Fremdlicht an ihre Grenzen stoßen.

Deutliche Vorteile im Vergleich zu Ultraschallsensoren bietet der Radarsensor bspw. bei der Füllstandskontrolle von Medien, auf denen sich Schaum bilden kann. Darüber hinaus ermöglicht der Radarsensor u. a. auch die Detektion durch einen Kunststoffdeckel hindurch, der etwa als Behälterabdeckung oder Schutzfenster dient.

f) Mitarbeiterentwicklung und Zufriedenheit

Die Mitarbeiterzahl (ohne GL und Azubis) in der ipf electronic ist zum Ende des Geschäftsjahres 2023 auf 132 (VJ 128) Beschäftigte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Anteil der Mitarbeiter in der Technik, im Vertrieb/Markt und der Verwaltung verteilen sich auf die drei Bereiche mit 31/36/33 %, das Verhältnis zwischen Voll- und Teilzeitkräften liegt bei 82/18 %.

Die ipf electronic wurde zum zweiten Mal in Folge beim Bewertungsportal Kununu als "Top Company" ausgezeichnet und zertifiziert.

Das Unternehmen ist darüber hinaus mit dem Prädikat "Familienfreundliches Unternehmen" ausgezeichnet und zertifiziert. Der "ipf-Nachwuchs" wird mit einer Baby-Grundausstattung im "IPF JUNIOR TEAM" willkommen geheißen. Familienwandertage, Gesundheitstage, gemeinsames Sommerfest und Weihnachtsfeiern fördern das Gemeinschaftsgefühl. Mit zwei neu ausgebildeten Pflegelotsen werden Mitarbeiter unterstützt, die Beratung und Unterstützung im Falle pflegebedürftiger Angehörigen benötigen.

Diese Beispiele sprechen für die Umsetzung einer von gegenseitigem Respekt und einem verantwortungsvollen Umgang geprägten Unternehmensphilosophie, die Gesundheit und die Work-Life-Balance jedes einzelnen Mitarbeiters wertzuschätzen.

g) Qualitätsmanagement und Nachhaltigkeit

Die ipf electronic arbeitet weiterhin nach dem Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001:2015 sowie den Vorgaben für Transportverpackungen und gewerblich anfallende Verkaufsverpackungen nach dem im Jahr 2022 erworbenen Recycling-Zertifikat.

Mit dem im Jahr 2023 erstellten Nachhaltigkeitsbericht bekennt sich die ipf electronic zu ihrem Engagement, für die Gesellschaft und Umwelt verantwortungsbewusst zu handeln.

Eine der wesentlichen Nachhaltigkeitsstrategien wurde mit einer klimaschonenden Fertigung und Energieversorgung des Firmengebäudes am neuen Standort in Altena umgesetzt. Hier wird Strom aus der eigenen PV-Anlage genutzt, darüberhinausgehender Bedarf wird durch 100 % zertifizierten Ökostrom gedeckt. Mit der Wärmerückgewinnungsanlage in der Produktion, hocheffizienten Wärmepumpen für die Gebäudeheizung sowie der Erweiterung von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge unserer Kunden und Mitarbeiter haben wir weitere Akzente für einen ressourcenschonenden Energieverbrauch gesetzt.

Die ipf electronic wurde im Jahr 2023 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem BSFZ-Siegel ausgezeichnet. Die ausgezeichneten Projekte behandeln die Entwicklung neuer Sensoren für Arbeitsumgebungen mit erhöhten Umgebungsanforderungen sowie die Entwicklung adaptiver IoT-Systeme mit Signalverarbeitung und Datenübertragung zur Überwachung von Betriebsparametern und Unterstützung der Produktionssteuerung.

C. Chancen- und Risikobericht, Prognosebericht

1. Chancen- und Risikobericht

Für die Weltwirtschaft verbessern sich die aktuellen Prognosen (BIP +3,2 %), während für die deutsche Wirtschaft laut Prognose des Sachverständigenrates der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein minimales Wirtschaftswachstum von 0,2 % in Aussicht gestellt wird. Chancen werden einerseits in der Aufhellung der Stimmung in der Industrie und bei den privaten Verbrauchern seit Jahresbeginn beobachtet, auch seitens der Außenwirtschaft lässt sich eine leichte Belebung feststellen. Dennoch sind die Risiken angesichts der nach wie vor schwachen Auftragslage, hoher Energiepreise, zunehmender Bürokratie und der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, zuletzt insbesondere hinsichtlich der Entwicklung im Nahen Osten, hoch.

Um Risiken der künftigen Einflüsse beherrschbar zu machen, werden nicht nur die finanziellen Entwicklungen laufend analysiert, sondern auch die Märkte, Mitarbeiterzufriedenheit und Umwelt regelmäßig beobachtet und die Geschäftsprozesse daraufhin optimiert.

Das große Interesse unserer Kunden an neuen Produkten und der gestiegene Bedarf an kundenspezifischen Lösungen motiviert zur Fortsetzung von bereits im Jahr 2023 begonnenen Entwicklungsprojekten, bei denen neue Technologien zum Einsatz kommen. Weiterhin ist die Automatisierung von Prozessen ein geeignetes Mittel, die Produktionskapazität trotz Fachkräftemangels auszuweiten. Entsprechend sind auch im Jahr 2024 nennenswerte Investitionen in die Produktion vorgesehen.

Angesichts der angespannten Verkehrssituation durch die Vollsperrung der A45 sowie des bestehenden Fachkräftemangels stellen Flexibilisierung und Automatisierung in diesem und auch in den folgenden Jahren für die ipf electronic weiterhin eine große Herausforderung dar.

Mit modernen Arbeitsplätzen, der Möglichkeit zum hybriden Arbeiten, kostenlosen Ladesäulen für elektrifizierte Fahrzeuge, Job-Rad, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie vielen weiteren Benefits setzt das Unternehmen auf Mitarbeiterbindung und Neugewinnung.

Risiken für die künftige Entwicklung des Unternehmens liegen weiterhin im Verlauf der Konflikte zwischen Ukraine und Russland und im Nahen Osten, den Auswirkungen der Energiewende und in der Entwicklung der Elektromobilität. Lokal sind die bis mindestens 2026 geplanten Brückenarbeiten an der A45 in Lüdenscheid und die damit verbundene angespannte Verkehrssituation für An- und Abfahrten in das Gewerbegebiet Rosmart für Geschäftspartner und Mitarbeiter ein kritischer Standortfaktor.

Chancen sehen wir darin, dass wir die bedeutend gewachsene Nachfrage nach maßgeschneiderten Lösungen gerade mit unserem Programm beantworten können. Mit einem umfassenden Portfolio an hochwertigen Automatisierungslösungen, welches die ipf electronic im Zuge der Digitalisierung und Industrie 4.0 weiter in einem Zukunftsmarkt ausbaut, behalten wir den Mehrwert für den Kunden immer im Blick.

2. Prognosebericht

Die Aussichten für die deutsche Konjunktur hellen sich nach Einschätzung von Experten langsam auf. In der Frühjahrsprojektion geht die Bundesregierung davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf 2024 im Zuge niedrigerer Inflationsraten, geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft allmählich erholt und wieder an Dynamik gewinnt.

Die Bundesregierung rechnet im Jahr 2024 beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem leichten Wachstum von 0,3 %. Das Ifo Institut erwartet ein kleines Plus von insgesamt 0,2 % im Jahr 2024. Für 2025 rechnen die Wirtschaftsforscher wieder mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,0 - 1,5 %.

Laut der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland wird die Inflationsrate im Jahr 2024 rund 2,3 Prozent betragen. Die Wirtschaftsinstitute rechnen somit grundsätzlich mit einer weiteren Entspannung bei den Preisanstiegen, nicht zuletzt weil die Energierohstoffpreise mittlerweile wieder deutlich gesunken sind.

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie waren im ersten Quartal des Jahres mit 13,5 % niedriger als die Orders im Vorjahreszeitraum. Während inländische Kunden ihre Bestellungen um 15,2 % reduzierten, fiel der Wert der Auslandsaufträge um 12,1 % geringer aus als im gleichen 2023er Zeitraum. Die aggregierten Branchenerlöse sind im ersten Quartal 2024 um 8,9% gegenüber dem Vorjahr gefallen. Dabei fiel der Rückgang inländischen Elektro- und Digitalunternehmen mit -9,6 % stärker aus als im Ausland mit -8,3 %. Davon fiel die Entwicklung der Umsätze mit Partnern aus dem Euroraum (-6,7 %) abgeschwächter aus als die mit Drittlandkunden (-9,2 %).

Dieses Bild der rückläufigen Auftragseingänge und Umsätze spiegelt sich im ersten Quartal auch bei der ipf electronic wider, was das Unternehmen seit Februar 2024 zu einer temporär eingeführten Kurzarbeit veranlasst hat. Bei vielen Unternehmen steht noch der Abbau hoher Lagerbestände im Vordergrund, nach starkem Aufbau aus Unterbrechungen der Lieferketten im Zuge der Coronapandemie. Hürden bei Investitionen, höhere Kosten für Kredite, Auslaufen von Steuervorteilen sind weitere Gründe, die auf einen nennenswerten Anstieg der Nachfrage erst ab Mitte des Jahres hoffen lassen.

Dazu sollen Produktinnovationen beitragen, u. a. durch die Erweiterung der IO-Link-Technologie auch bei den M8-Logik-Verteilern mit flexibler Einstellung der Signalein- und Schaltausgänge. Die Ergänzung der Leckage Suchgeräte neben der akustischen auch mit optischer Ortungsfunktion minimiert mithilfe einer neu entwickelten UltraCam unnötige Energieverluste bei Druckluft erheblich (Reihe UY, UYKS).

Die Erweiterung des Portfolios an High-Power-Leuchten für Bildverarbeitungssysteme vereinfacht den Einsatz unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen. Die Leuchten können aufgrund ihrer kompakten Abmessungen auch unter beengten Einbauverhältnissen eingesetzt werden (Reihe ES16).

Die staubdichten und spritzwassergeschützten Ringlichter der Reihe ER1 sind in der Lage, im 3D-Verfahren Prüfobjekte aus unterschiedlichen Winkeln zu beleuchten und damit die Bewertung dreidimensionaler Eigenschaften zu ermöglichen.

Die neue Serie der Rahmenlichtschranken (OH) sind mit integrierter IO-Link-Schnittstelle noch flexibler einsetzbar, da sich z. B. durch Zusatzfunktionen etwa Sender und Empfänger in der jeweiligen Einbausituation via IO-Link neu und somit applikationsspezifisch aufeinander abgleichen lassen. Des Weiteren eröffnen zusätzliche Betriebsmodi neue Möglichkeiten bei Anwesenheits-, Positions- und Merkmalskontrollen von Objekten.

Neben diesen Neuerungen steht die Markteinführung einer neuen Drucksensorgeneration und eines PC-gestützten Bildverarbeitungssystems an.

In der Produktentwicklung liegt ein Fokus weiterhin auf der Umsetzung von kundenspezifischen bzw. applikationsspezifischen Geräten. Es ist - dank hoher technologischer Kompetenz und langjähriger Praxiserfahrung- die Stärke der ipf electronic, den gezielt auf gewünschten Einsatzanforderungen abgestimmten Bedarf an smarten Automatisierungslösungen zu decken, die in dieser Form am Markt nicht zur Verfügung stehen.

 

Lüdenscheid, den 27.06.2024

Dirk Neuhaus, Geschäftsführer

Christian Fiebach, Geschäftsführer

Detlev Rössel, Geschäftsführer

Bodo Hano, Geschäftsführer

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